Malerei- und Lackiergewerbe
Westfalia Mobil GmbH
Gleichenstraße 20, 99867 Gotha, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicolas Rousseau seit 27.12.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Siegert seit 17.10.2023 | Geschäftsführer |
Philip Kahm seit 4.11.2022 | Geschäftsführer |
Pierre Rousseau seit 21.2.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mobil Invest GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Westfalia Mobil GmbHGothaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Westfalia Mobil GmbH mit Sitz in Gotha wurde am 17.01.2017 gegründet und gehört seit Gründung zur französischen Rapido-Gruppe. Die Historie von Westfalia reicht weit über die offizielle Gründung des Unternehmens bis ins Jahr 1844 zurück. Als Schmiede gegründet, kam schnell der Bau von Pferdekutschen hinzu. 1935 wurde der erste Westfalia-Wohnanhänger gebaut und 1951 der weltweit erste Campingbus auf VW-Basis. Das Traditionsunternehmen Westfalia steht für Reisemobile im Premiumsegment, die sich vom Wettbewerb abheben. Seit mehr als sechs Jahrzehnten beschäftigen wir uns nicht nur mit dem Bau von Freizeitfahrzeugen, wir sind auch permanenter Innovator der Branche. Neue und kundenorientierte Lösungen, sowohl was Materialien als auch Funktionen angeht, prägen unser Tun und Handeln. 2. Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die bereits begonnene Neuentwicklung des Modells "Columbus" auf Fiat Ducato Basis inklusive der messefähigen Prototypen fertiggestellt und der Öffentlichkeit sowie unseren Handelspartnern final präsentiert. Der Columbus ist in vier Varianten, mit optionalem Aufstelldach, erhältlich. Weiterhin wurde das Modell "Meridian" auf Basis des Ford Transit überarbeitet und ein neues "best-in-class" Aufstelldach entwickelt. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigen wir aktuell 5 Mitarbeiter und werden diesen Bereich auch nachhaltig verstärken und ausbauen wollen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Zum Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 spielte Corona noch eine große Rolle. Erst Anfang April 2023 wurde die Corona-Pandemie offiziell für beendet erklärt. Mit dem Ukraine-Krieg kam eine weitere Krise dazu. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende, Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. (Statistisches Bundesamtes, Pressekonferenz) Auch im dritten Jahr nach der Corona-Pandemie blieb Caravaning der Urlaubstrend in Deutschland, wie die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans zeigen. Dass nicht noch mehr Fahrzeuge neu zugelassen wurden, ist durch stockende Lieferketten begründet. In Folge der Pandemie fehlten Halbleiterkomponenten und wichtige Rohstoffe wie Stahl, Holz, Kunststoff und Klebstoff, was zu Verzögerungen in der Fertigung und Auslieferung von Fahrzeugen führt. Die Nachfrage nach Reisemobilen und speziell im Segment der kompakten Kastenwagen ist ungebrochen. Zwar entwickelt sich der Gesamtmarkt der Reisemobile auf Basis der Neuzulassungszahlen, im Vergleich zum Vorjahr, leicht rückläufig: Zwischen November und Oktober wurden 67.259 (-1,7 Prozent) Reisemobile in Deutschland zugelassen, jedoch ist im Segment der Kastenwagen ein Wachstum von +3,5% auf 40.364 Einheiten zu verzeichnen gewesen. Der Bereich der Caravans war leicht rückläufig, so dass im selben Zeitraum 22.122 (-8,5 Prozent) Caravans in Deutschland neu zugelassen wurden. Gründe für den Anstieg des Kastenwagensegments, im leicht rückläufigen Gesamtmarkt, ist die flexiblere Nutzung und der Einsatz als "Alltagsfahrzeug". Insgesamt sehen wir, dass ein Reisemobil weiterhin im Trend liegt und wir im Jahr 2022/23 eine leichte Erholung der Zulassungszahlen verzeichnen konnten (Quelle: CIVD Info 11/2023). 2. Geschäftsverlauf und Lage Das vergangene Jahr war weiterhin durch Herausforderung in der Materialbeschaffung geprägt. Die Lieferketten sind noch nicht auf einem "Normalniveau" angekommen, sodass eine Produktionssicherstellung nicht dauerhaft gewährleistet werden konnte und teils unfertige Fahrzeuge produziert wurden, die im Nachgang nachgerüstet werden mussten. Darüber hinaus hat ein anhaltend überdurchschnittlicher Krankenstand in der Belegschaft, welchen wir seit der Corona Pandemie verzeichnen müssen, dazu geführt, dass auch vorhandenen Personalkapazitäten nicht kontinuierlich verfügbar waren und sich somit negativ auf die Produktionszahlen ausgewirkt hat. Eine weitere große Herausforderung war die Personalbeschaffung und der damit verbundene Fachkräftemangel, welcher dazu führten, dass nicht alle offenen Stellen besetzt werden konnten und eine Steigerung der Produktionskapazitäten nicht wie geplant erfolgen konnte. Ebenfalls haben sich die Preiserhöhungen im Energiebereich und die anhaltend hohe Inflation sehr negativ ausgewirkt. Durch die weiterhin nicht planbare Belieferung mit Basisfahrzeugen konnten keine nennenswerten Losgrößen der Modelle bis Q2/2023 gebaut werden. Je nach Anlieferung der Fahrzeuge musste die Beschaffung und die Produktion immer wieder kurzfristig der Tagessituation angepasst werden, was zur Steigerung von Ineffizienzen geführt hat. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick ist daher zwar etwas stabiler als im Vorjahr, unterliegt aber weiterhin den Problemen in unseren Lieferketten und der Personalbeschaffung. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden bei einem Umsatz von 40.465 T€ insgesamt 618 Reisemobile abgesetzt. Aktuell liegt der Auftragsbestand bei 1.380 Fahrzeugen mit einem Gesamtverkaufspreis von über 90 Mio. EUR. Die Anzahl der Mitarbeiter lag durchschnittlich bei 121 (Vj. 108) und teilt sich wie folgt auf:
a) Ertragslage Der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt bei 625 T€ und somit um 1.714 T€ über dem Vorjahresniveau, welches -1.089 T€ betrug. b) Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Eigenmitteln, der Erhöhung der Lieferantenverbindlichkeiten und der Inanspruchnahme von Kreditlinien sowie aus Mitteln des Unternehmensverbundes. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 255 T€ realisiert. c) Vermögenslage
Das Umlaufvermögen beinhaltet Vorräte i. H. v. 16.010 T€ und liegt damit 6.084 T€ über dem Vorjahreswert. Als Hauptursache hierfür ist ein überdurchschnittlicher und unplanbarer Basisfahrzeugzulauf zu nennen, da die Fahrzeughersteller, die von uns über einen langen Zeitraum platzierten Bestellungen, kurzfristig und nicht verschiebbar gefertigt und ausgeliefert haben. Das Eigenkapital wird mit 1.248 T€ ausgewiesen. Dies entspricht einer Quote von 5,5 %. Die Forderungen aus L+L i. H. v. 4.224 T€ setzen sich aus Forderungen gegen die Händler 2.896 T€ und Sonstige zusammen. Weitere Forderungen aus L+L i.H.v. 308 T€ bestehen gegen verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten aus L+L i. H. v. 10.123 T€ resultieren sämtlich aus aktuellen Waren- und Leistungslieferungen. Fällige Verbindlichkeiten wurden während des gesamten Berichtszeitraums innerhalb der Skontofrist ausgeglichen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: • Umsatzentwicklung • Betriebsergebnis 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als mäßig gut ein. Unser Finanzmanagement ist auch weiterhin darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Geschäftsjahr 2022/2023 bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügte im Geschäftsjahr 2022/2023 neben dem Hauptsitz Gotha über keine Niederlassung. Im laufenden Geschäftsjahr ist eine weitere Betriebsstätte in der Gemeinde Wandersleben erworben worden, welche derzeit mit hohen Investitionen zur Produktionsstätte ertüchtigt wird. Zukünftig werden alle Fahrzeuge unserer Club Joker und Meridian Baureihen am neuen Standort produziert werden. IV. Prognosebericht Die Marktentwicklung für Reisemobile, insbesondere im Segment der Kastenwagen, ist in Deutschland und Europa nach wie vor positiv zu bewerten. Das Reisemobil liegt weiterhin im Trend und hat sich nicht nur als stabile Größe der Urlaubs- und Freizeitform etabliert, sondern dient auch als flexibler zu nutzender "Alltagswagen". Die aktuellen Auftragsbestände und Lieferzeiten sichern eine volle Auslastung und Wachstum für die nächsten beiden Jahre ab. Ebenso zeichnet sich eine weitere Stabilisierung der Lieferketten ab. Durch die zweite Betriebsstätte werden wir eine effizientere und sortenreine Produktion gewährleisten und somit die Gesamtstückzahlen signifikant erhöhen können. V. Chancen und Risikobericht Die Ausfallrisiken hinsichtlich der Forderungen an unsere deutschen Händler werden als gering erachtet. Auch das Ausfallrisiko in Bezug auf die Forderungen aus dem übrigen, europaweiten Händlergeschäft wird momentan noch gering eingestuft. Durch die anhaltend hohe Inflation und die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, insbesondere die Energiekosten, ist in den kommenden Jahren mit einer bestimmten Kaufzurückhaltung zu rechnen. Dies wird sich auch auf den Reisemobilmarkt auswirken und die Kosten für Reisemobile werden ebenfalls steigen. Dabei gehen wir davon aus, dass das Premium Segment mit hochwertigen Fahrzeugen und eher niedrigeren Stückzahlen, in dem Westfalia seine Produkte anbietet, weiterhin eine stabile Auftragslage haben wird.
Gotha, den 05. Januar 2024 gez. Philip Kahm, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss auf den 31. August 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht. Angaben zur Identität der Gesellschaft laut Registergericht:
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden planmäßig abgeschrieben. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird von der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausgegangen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Der Zeitraum orientierte sich an der voraussichtlichen Ertragslage der Gesellschaft. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips werden vorgenommen. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Anlässe zur Bildung von Wertberichtigungen lagen nicht vor. In den Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt worden, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen € 54.535,08. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 26.989,46 enthalten. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um einzelne Verpflichtungen aus Gewährleistungen in Höhe von € 65.311,56, aus Personalkosten von € 273.552,48, ausstehenden Rechnungen von € 1.946.285,33 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von € 3.000,00. Bei der Bewertung der Gewährleistungsrückstellung wurden Verpflichtungen aus Gewährleistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 446.974,57 enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Forderungsabtretung besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht ein erweiterter Eigentumsvorbehalt. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen in Höhe von € 5.666.154,10. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, welche Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sonstige Verbindlichkeiten sind nicht besichert. IV. Ergebnisbelastung Das Ergebnis wird in Höhe von € 84.587,26 mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet. V. Sonstige Angaben Organe Geschäftsführer waren Pierre Rousseau Michael Reuer Philip Kahm Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht ausgewiesen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin ist die Mobil Invest GmbH, Gotha. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des Konzernoberunternehmens und mittelbaren Gesellschafterin, der Sofinaro SAS, Mayenne/Frankreich, die den größten Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Aus der Finanzierung von an Abnehmer gelieferter Fahrzeuge bestehen Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den finanzierenden Kreditinstituten in Höhe von 812.797,62. Dieser Betrag reduziert sich durch den im Eintrittsfall zu erwartenden Verwertungserlös des Fahrzeugs. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Beschäftigte Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag bei 121 (Vorjahr 108). Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.
Gotha, den 06. Dezember 2023 Westfalia Mobil GmbH gez. Pierre Rousseau, Geschäftsführer gez. Michael Reuer, Geschäftsführer gez. Philip Kahm, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Gotha, den 05. Januar 2024 gez. Philip Kahm, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.01.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Westfalia Mobil GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Westfalia Mobil GmbH, Gotha - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westfalia Mobil GmbH, Gotha für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultiernde wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 10.01.2024 Schneider
& Partner mbB
gez. Dr. Jörg Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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