A & O Gebäudeservice GmbH
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Boelte seit 3.3.2022 | Prokura |
Thomas Fredrik Hjälm seit 14.5.2019 | Geschäftsführer |
Douglas Michael Gustav Stark seit 14.5.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Voi Technology Holding AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VOI Technology Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das GeschäftsjahrIm Jahr 2019 wurde die Voi Technology Germany GmbH, München ("das Unternehmen") eine deutsche Tochtergesellschaft der Voi Technology AB ("Voi") mit Sitz in Stockholm, Schweden, gegründet. Voi wurde 2018 gegründet und ist heute ein führender Akteur im Bereich der gemeinsamen Mikromobilität in regulierten Märkten in Europa. Die Vision des Unternehmens lautet "Cities Made for Living, frei von Lärm und Verschmutzung", unterstützt durch die Mission, sichere, nachhaltige und zuverlässige Mikromobilität für alle anzubieten. Durch Innovation und Spitzentechnologie entwickelt Voi einen effizienten und erschwinglichen Transportdienst, der die bestehenden öffentlichen Verkehrsnetze ergänzt, um den autofreien Zugang zu den Städten in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor zu verbessern. Auf diese Weise ermöglicht Voi eine Beschleunigung von niedriger bis hin zu keiner Treibhausgasemission aus dem Verkehr in städtischen Gebieten und unterstützt gleichzeitig lebenswertere und gesündere Städte. Voi hat bereits die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung als Leitlinie im Bereich der Nachhaltigkeit angenommen. Per 31. Dezember 2023 war Voi in 12 Ländern und über 100 Städten aktiv und verfügt über eine Flotte von rund 100.000 Fahrzeugen. Das Unternehmen betreibt auf seinem lokalen Markt einen Elektroroller-Sharing-Service, indem es Elektroroller anbietet, die auf der Straße abgeholt und für einen kurzen Zeitraum gemietet werden können. Der Elektroroller-Sharing-Dienst wird im Namen von Voi angeboten, die Eigentümerin der Elektroroller und der gesamten für den Betrieb des Elektroroller-Sharing-Dienstes erforderlichen Infrastruktur ist. Das Unternehmen erhält als Gegenleistung für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe der Betriebskosten zuzüglich einer Marge (Mark-up) und wird mit der Rollervermietung für die Nutzung des Rollers abgerechnet. Da Voi Eigentümerin der Roller und der Hardware ist, findet die gesamte Forschung und Entwicklung in der Zentrale in Stockholm statt. Voi ist für die Strategie und alle "Back-Office"-Funktionen wie Personal und IT verantwortlich. Das Unternehmen übernimmt das Marketing und die operative Unterstützung auf dem lokalen Markt in Bezug auf die Dienstleistungsangebote der Gruppe. Das Unternehmen hat seinen Betriebssitz in München und verfügt über Lager an den folgenden Standorten: Aachen, Berlin, Bochum, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Lübeck, Monheim, München, Nürnberg, Rostock und Stuttgart. Makroökonomisches und branchenspezifisches Wachstum Im Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 3,1 %. Auch für das zurückliegende Geschäftsjahr lagen, wie bereits im Jahr 2022, eine Vielzahl von diversen Unsicherheiten vor. Dementsprechend ist das BIP in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die deutsche Wirtschaft hofft weiterhin auf eine Regeneration in den Folgejahren. Während sich das globale Wachstum im Laufe des Jahres unter dem Einfluss von Unsicherheiten verlangsamte, hat die Wirtschaftstätigkeit entgegen dessen zugenommen. Die globale Inflationsrate ging um 2,0 % von 8,8 % auf 6,8 % zurück, was auf restriktive geldpolitische Maßnahmen, niedrigere Energiepreise und eine anhaltende Lockerung des Drucks in der Lieferkette zurückzuführen ist. Unter all den oben genannten Bedingungen wurde die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) des globalen Shared-Mobility-Marktes auf 439,8 Mio. USD im Jahr 2022 geschätzt und stieg um 12,0 % auf 492,5 Mio. USD im Jahr 2023. Bis 2024 wird weiterhin ein kontinuierliches Wachstum von 12,0 % erwartet. Nach Angaben von Fluctuo wurden 2023 in Europa 2,3 Mrd. € Umsatz im Shared-Mobility-Markt erzielt. 1,6 Mio. Fahrten pro Tag mit 930.000 Fahrzeugen auf der Straße wurden durchgeführt. Shared Mobility wird immer beliebter. Geschäftsverlauf und Ertragslage Trotz der schwierigen globalen Wirtschaftslage setzte das Unternehmen sein starkes Wachstum im Jahr 2023 fort und beschleunigte gleichzeitig seine Entwicklung von einem Scale-up zu einem etablierten Unternehmen mit robusten internen Prozessen. Das Umsatzwachstum hat sich auch in 2023 fortgesetzt, obwohl das Unternehmen seinen Schwerpunkt in 2022 bereits auf die Steigerung des Gewinns verlagert hat. Im Jahr 2023 expandierte das Unternehmen in eine weitere neue Stadt und erhielt zusätzliche Lizenzen in regulierten Märkten, was die Position von Voi als führender europäischer Betreiber stärkte. Das Unternehmen war im Jahr 2022 in 23 Städten tätig und expandierte 2023 in nunmehr insgesamt 24 Städte in Deutschland. Zuletzt ist die Stadt Pforzheim hinzugekommen. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Einführung von E-Bikes fortgesetzt, um seine Position als multimodaler Betreiber zu stärken. Im Jahr 2023 setzte Voi die Entwicklung seines neuesten E-Scooter-Modells, des Voiager 7, und seines neuesten E-Bikes, des Explorer 3, fort. Beide Modelle werden im Jahr 2024 auf den Markt gebracht. Der Voiager 7 hat eine deutlich längere Lebensdauer als seine Vorgängermodelle und wurde in Laboren und stadtähnlichen Umgebungen strengen Tests unterzogen, um seine Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Mit dem Voyager 7 wurden Fortschritte in Bezug auf verbesserte Sicherheit, höheren Komfort, größere Reichweite und einfacheres Einparken erzielt. Einer der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse von Dritten. Diese sind im Geschäftsjahr um 27,1 % von 34,7 Mio. € auf 44,1 Mio. € gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der aktiven Nutzer ist um 12,0 % von 299.000 Nutzer auf 335.000 Nutzer gestiegen, während der durchschnittliche Umsatz pro aktivem Fahrer um 14,0 % zunahm. Das Unternehmen konnte die Umsatzkostenquote um 1,6 % von 56,6 % auf 54,9 % senken und den Rohertrag von 22,6 Mio. € auf 24,5 Mio. € steigern. Als wichtigster nichtfinanzieller Leistungsindikator definiert das Unternehmen die Anzahl an Elektroscootern auf den Straßen. Die durchschnittliche Anzahl der bereitstehenden Fahrzeuge stieg um 17,6 % von 39.802 auf 46.821. Die Personalaufwandsquote blieb in 2023 auf einem konstanten Niveau und ist von 19,9 % im Jahr 2022 um 0,8 % auf 20,7 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,3 Mio. € auf 13,0 Mio. € gestiegen. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Versicherungsprämien in Höhe von 1,6 Mio. € zurückzuführen. Der Anstieg der Versicherungsprämien steht im Einklang mit der erhöhten Nutzung der Elektroroller und der damit verbundenen Umsatzsteigerung. Vermögens- und Finanzlage Im Jahr 2023 blieb die Bilanzsumme mit 3.833,0 T€ nahezu konstant. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um 529,5 T€, was eine direkte Folge der der gestiegenen Einnahmen von Dritten ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich stichtagsbedingt um 100,4 T€. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 239,1 T€, da die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aufgrund der Einführung der bestellbezogenen Rechnungsstellung mit unseren externen Logistik Lieferanten um 323,0 T€ zurückgingen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 23,4 T€ auf 409,0 T€ und die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 477,4 T€ um 23,9 T€ auf 453,6 T€. Die sinkenden Forderungen führten zu einem Anstieg der liquiden Mittel bei Kreditinstituten zum Bilanzstichtag um 630,3 T€ auf 1.973,5 T€. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Bilanzstichtag wies die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 30,3 % (Vorjahr 21,0 %) auf. Der Anstieg des Eigenkapitals ist auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen. Die Hauptfinanzierungsquelle des Unternehmens ist eine konzerninterne Vereinbarung mit dem Mutterunternehmen Voi, bei der dem Unternehmen die Betriebskosten zuzüglich einer Marge erstattet werden. Prognose Im Jahr 2022 betrug der Umsatz im Bereich E-Scooter-Sharing in Deutschland etwa 167,0 Mio. €. Somit ist Deutschland weltweit der zweitgrößte Markt für die Vermietung von E-Scootern, hinter den USA und vor Frankreich. Dennoch zeigt die Umsatzkurve eine abschwächende Dynamik. Bis 2025 soll der geschätzte Umsatz im E-Scooter Segment bei 212,0 Mio. € liegen. Dies entspricht in etwa 12,0 Mio. Nutzern. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Markt bis 2029 mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 3,3 % wächst. Das geschätzte Marktvolumen bis 2029 beträgt somit rund 244,0 Mio. €. Das International Transport Forum der OECD schätzt, dass bis 2050 60,0 % aller Fahrten in städtischen Gebieten durch Mikromobilität und Shared Mobility erfolgen müssen, damit das Verkehrssystem nachhaltig wird. Der weltweite Markt für Mikromobilität wird voraussichtlich von 49,3 Mrd. USD um jährlich 16,2 % auf 186,2 Mrd. USD im Jahr 2030 wachsen. Die Europäische Kommission stellt in ihrer Strategie für intelligente und nachhaltige Mobilität fest, dass "die EU sich nicht ausschließlich auf technische Lösungen verlassen kann"; daher müssen "nachhaltige Alternativen jetzt in einem vollständig integrierten und nahtlosen multimodalen Mobilitätssystem weithin verfügbar gemacht werden". Die europäischen Städte haben große Ambitionen, die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Mikromobilität ist von entscheidender Bedeutung für das Erreichen der Klima- und Nachhaltigkeitsziele auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene. Auch laut Fluctuo wird erwartet, dass der europäische Markt für Shared-Mobility in Zukunft aufgrund eines von der EU angekündigten 17-Punkte-Plans wachsen wird. Der Plan sieht vor, die Zahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer bis 2030 zu verdoppeln und das Radfahren sicherer zu machen. Bereits heute unterhält Voi mehr als 45 Partnerschaften mit öffentlichen Verkehrsbetrieben und Betreibern sowie mit anderen Plattformen für Mobilität als Dienstleistung (MaaS) in ganz Europa. Untersuchungen von Dritten haben bewiesen, dass die Integration von Shared-Micromobility in den öffentlichen Verkehr die Zahl der Zugfahrten erhöht, und die Voi-Nutzerforschung zeigt, dass 55 Prozent der Nutzer gemeinsam genutzte E-Scooter mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren und so dazu beitragen, die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Die derzeitige Verschlechterung der makroökonomischen Bedingungen hat das Unternehmen dazu veranlasst, den Schwerpunkt von Wachstum auf Rentabilität zu verlagern. Voi geht davon aus, dass die Nachfrage stark bleiben wird, da die hohen Treibstoffkosten und die Maßnahmen der Städte zur Reduzierung der Autonutzung den Bedarf an erschwinglichen Alternativen erhöhen. Voi wird seine Kostenbasis weiter senken und die Rentabilität erhöhen, sowie Investitionen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz tätigen. Voi strebt ein positives Konzern-EBITDA im Jahr 2024 an. Um dies zu erreichen, beabsichtigt Voi, seine Geschäftsprozesse weiter zu verbessern und effizienter zu gestalten, um die Betriebskosten zu senken. Das Unternehmen erwartet, sein starkes Umsatzwachstum und einhergehend mit der Effizienzsteigerung die Rentabilität im Jahr 2024 weiterhin fortzusetzen. Chancen & Risiken Die Nachfrage nach gemeinsam genutzter Mikromobilität ist erwiesen, und Voi erwartet in den kommenden Jahren weiteres Wachstum. In dem Maße, in dem die Städte die Dienste regulieren und Probleme in Bezug auf Parken und Sicherheit gelöst werden, erwartet Voi eine verbesserte Erfahrung des Dienstes sowohl für Fahrer als auch für Nicht-Fahrer. Voi geht auch davon aus, dass der öffentliche Sektor die gemeinsam genutzte Mikromobilität zunehmend als Instrument zur Förderung des autofreien Zugangs nutzen wird, indem die Mikromobilität weiter in die öffentlichen Verkehrsnetze integriert wird. Mit zunehmender Akzeptanz kann sich der Dienst weiter von den Stadtzentren entfernen, was die Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit erhöht und die betriebliche Effizienz durch Größenvorteile auf lokaler Ebene verbessert. Die Mobilitätswende in den Städten eröffnet dem Unternehmen zahlreiche Chancen. Dies ermöglicht eine Erweiterung der Geschäftstätigkeit, die Gewinnung neuer Nutzer und den Ausbau des Angebots. Um den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten, werden Chancen, die sich aus veränderten Marktstrukturen oder Nutzerpräferenzen ergeben, frühzeitig identifiziert und versucht gezielt genutzt zu werden. Im folgenden Abschnitt werden die vom Management identifizierten wesentlichen Risiken vorgestellt. Insgesamt zeigt die Risikobewertung, dass Unsicherheiten insbesondere in Bezug auf die Marktregulierung sowie eine Abhängigkeit von der schwedischen Muttergesellschaft bestehen. Es gilt zu vermerken, dass die Gruppe auf einem noch unreifen Markt tätig ist, welcher nach wie vor durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet ist. Sowohl was das wirtschaftliche Umfeld und die damit verbundene Risikobereitschaft auf den Kapitalmärkten als auch das regulatorische Umfeld betrifft. Es ist daher nicht zweifelsfrei gewährleistet, dass das Unternehmen die Finanzierung des Geschäfts aufrechterhalten kann, bis es sich selbst tragen kann. Es ist auch nicht gewährleistet, dass die Städte und Länder in den Märkten des Unternehmens den Geschäftsverkehr so regulieren, dass langfristig eine hohe Rentabilität erzielt werden kann. Des Weiteren ist es aufgrund der herrschenden Marktsituation im Allgemeinen schwierig kompetentes und erfahrenes Personal einzustellen und zu halten. Die Gruppe betreibt täglich eine große Fahrzeugflotte auf den Straßen Europas. Wie bei jeder Mobilität besteht auch hier das Risiko von Unfällen und unerwarteten Zwischenfällen. Dies kann auf die Handhabung der Nutzer, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer, aber auch auf Mängel an den Fahrzeugen zurückzuführen sein. Unabhängig von der Art der Ursache bergen diese das Risiko, dass das Geschäft und der Ruf des Unternehmens negativ beeinflusst werden. Branchenbezogene Risiken wie Marktveränderungen und Wettbewerbsbedingungen Immer mehr Städte regulieren den Markt durch Ausschreibungen, wovon verantwortungsbewusste Betreiber mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz in Bezug auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und betriebliche Spitzenleistungen profitieren. Voi hat diese Entwicklung seit vielen Jahren gefördert und hatte zum 31. Dezember 2023 den größten Marktanteil an lizenzierten E-Scootern unter allen Betreibern. Einige Märkte hinken bei der Regulierung des Marktes durch Ausschreibungen noch hinterher, aber der Trend ist klar, dass nicht regulierte Städte früher oder später in diese Richtung gehen werden. Es ist üblich, dass ausschreibende Städte Lizenzen an mehr als einen Betreiber vergeben. So bleibt der Wettbewerb innerhalb der geschützten Märkte erhalten. Voi bietet ein marktführendes Nutzererlebnis, das von den Nutzern bevorzugt wird und das Unternehmen in vielen ausgeschriebenen Städten zu einem klaren Marktführer macht. Die wettbewerbsfähige Nutzererfahrung und Vois operative Exzellenz haben dem Unternehmen auch in nicht regulierten Märkten, die von Betreibern übersättigt sind, Vorteile gebracht. Im Jahr 2022 haben einige Konkurrenten aggressive Preise eingeführt, um ihre Mitbewerber zu unterbieten. Voi hat jedoch seine führende Position in den wichtigsten Städten verteidigt und bewiesen, dass die Nutzer bereit sind, für ein Premium-Erlebnis zu zahlen. Marktrisiken Das Unternehmen agiert in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, das regulatorischen Risiken ausgesetzt ist. Die Branche zeichnete sich in der Anfangszeit durch niedrige Markteintrittsbarrieren aus, aber die Barrieren nehmen zu, da Ausschreibungen zur Norm werden. Daher erwartet Voi eine Marktkonsolidierung mit weniger Betreibern, die die Ressourcen haben, um Lizenzen konkurrieren zu können. Ein weiteres Risiko in Deutschland ist die mögliche Einführung verpflichtender Parkzonen durch die Städte. Diese Regelung würde das freie Abstellen der E-Scooter einschränken und damit das Konzept der Mikromobilität wesentlich beeinflussen. Wettbewerb sind Marktrisiken. Voi Technology AB ist als Muttergesellschaft des Voi-Konzerns Eigentümerin der Elektroroller. Marktschwankungen, die sich zum Beispiel negativ auf den Preis oder die Nachfrage auswirken, sind Marktrisiken für Voi Technology AB. Daher trägt die Voi Technology AB das globale Marktrisiko der Voi-Gruppe. Cyber-Security Die Cyber-Security spielt in der heutigen Unternehmenslandschaft eine wichtige Rolle. Voi ist verschiedenen Cyber-Risiken ausgesetzt, darunter besteht unter anderem die Gefahr von Cyberangriffen auf die Netzwerke und Computersysteme. Diese können erhebliche Schäden verursachen und bürgen insbesondere in Bezug auf die Benutzerdaten ein potentielles Risiko. Diese Bedrohungen könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftsabläufe in allen Bereichen, insbesondere auf die B2C-Beziehung und auf das Ausleihen der Roller haben. Die IT-Sicherheitsstruktur wird aufgrund dessen kontinuierlich durch den Voi Mutterkonzern verbessert. Das Risiko von Betrug im Zusammenhang mit der Nutzung der Voi-App wird als gering eingestuft. Liquiditäts- und Währungsrisiko Das Risiko, dass ein Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt nachkommen kann, wird als Liquiditätsrisiko bezeichnet. Das Unternehmen wird durch die Cashflow- und Liquiditätsplanung unseres Treasury-Managements streng und kontinuierlich überwacht. Das Unternehmen weist jedoch einen positiven Cashflow auf und ist nicht von den Mittelzuflüssen der Muttergesellschaft abhängig. Währungsrisiken können sich aus Finanzinstrumenten ergeben, die in einer anderen Währung bewertet werden. Da das Unternehmen den Großteil seiner Geschäfte in seiner funktionalen Währung abwickelt, ist dieses Risiko unbedeutend. Lieferkettenrisiko Das Unternehmen ist von der weiteren Forschung und Entwicklung von Voi abhängig, um die aktuellen Elektroroller zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer und an die Anforderungen der Infrastruktur in der Stadt anzupassen. Risiken in der Lieferkette werden im Allgemeinen von der Muttergesellschaft getragen, könnten sich aber negativ auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auswirken. Im Falle einer Flottenaufrüstung trägt das Unternehmen das Risiko der globalen Lieferkette, wenn Hardware oder Ersatzteile nicht rechtzeitig geliefert werden. Das Hauptrisiko hierfür verbleibt bei Voi Technology AB, da das Unternehmen nur operative Dienstleistungen im Auftrag der Muttergesellschaft erbringt und im Gegenzug von den meisten Unternehmensrisiken befreit ist. Das Unternehmen hat jedoch eine frühzeitige Bestands- und Flottenplanung als Gegenmaßnahme gegen Lieferkettenrisiken eingeführt. Ein weiteres Risiko geht von unseren externen Logistikanbietern aus, da das Unternehmen auf sie angewiesen ist, um die Batterien der Roller aufzuladen und auszutauschen. Eine unsachgemäße Handhabung kann zu Problemen mit dem Elektroroller führen und im schlimmsten Fall dazu, dass der Roller nicht genutzt werden kann und außer Betrieb ist. Eine der Gegenmaßnahmen gegen dieses Risiko besteht darin, dass die Mitarbeiter des Lieferanten an einer Schulung teilnehmen müssen, um die Anweisungen und den Umgang mit dem Elektroroller und den Batterien zu erlernen. Personalrisiko Das Unternehmen ist einem Personalrisiko ausgesetzt, da für das operative Geschäft qualifizierte Fach- und Führungskräfte benötigt werden, um den Fuhrpark schnellstmöglich auszustatten und einsatzfähig zu halten. Dieses Risiko wird durch eine effiziente Personal- und Vertretungsplanung sowie durch Verbesserungen im Rekrutierungsprozess und Beratung durch professionelle Rekrutierungsfirmen minimiert. Im Falle von Personalengpässen werden wir durch Zeitarbeitskräfte unterstützt. Abhängigkeitsrisiko Neben den bereits aufgeführten Risiken ist zu erwähnen, dass das Unternehmen in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Muttergesellschaft Voi steht. Die Abhängigkeit des Unternehmens wird bereits unter den Punkten "Marktrisiken" und "Lieferkettenrisiko" deutlich. Ein großer Teil der betrieblichen Aufwendungen und Erträge steht im Zusammenhang mit der Muttergesellschaft, weshalb die Intercompany Beziehung einen erheblichen Einfluss auf die Lage des Unternehmens haben kann. Wir schätzen das Intercompany Risiko aktuell als gering ein. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikobewertung Trotz herausfordernder Umstände betrachtet die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens grundsätzlich als stabil. Das Unternehmen konnte die Umsätze mit Kunden steigern, die Umsatzkostenquote senken und somit die Intercompany Dienstleistungsgebühren senken. Auch in 2024 geht die Geschäftsführung von einer weiteren Verbesserung der Kennzahlen aus. Die Prognose stützt sich dabei auf eine weitere Verbesserung der Marktposition und der Erweiterung des Produktportfolios. Insgesamt wird weiterhin ein schwieriges Marktumfeld mit entsprechenden Herausforderungen erwartet. Die Marktbedingungen werden aufgrund dessen kontinuierlich überwacht und entsprechende Trends sollen somit frühzeitig identifiziert werden. Es liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGrundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Der Jahresabschluss der Voi Technology Germany GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear verteilt auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 netto werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen. Die flüssigen Mittel werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Weitere Angaben zur Bilanz 1. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten 447,6 T€ (Vorjahr: 977,1 T€) Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 237,9 T€ (Vorjahr: 246,0 T€). 2. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag des Vorjahres i. H. von 633,7 T€ (Vorjahr: 405,0 T€) enthalten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 3. Rückstellungen In den Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten und ausstehende Rechnungen enthalten. 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Anlagenspiegel
Sonstige Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 sind: Hjälm, Thomas Fredrik (Geschäftsführer) Stark, Douglas Michael Gustav (Geschäftsführer) Die Geschäftsführertätigkeit entspricht jeweils dem nach § 285 Nr. 10 HGB ausgeübten Beruf. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr unterbleibt gemäß § 286 Abs 4. HGB. 3. Angaben zum Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der Voi Technology Germany GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der Voi Technology AB, Stockholm (Schweden), einbezogen. Die Voi Technology AB, Stockholm, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von jährlich 1.031,3 T€ und resultieren aus Mietverträgen.
München, den 28. Juni 2024 gez. Thomas Fredrik Hjälm gez. Douglas Michael Gustav Stark sonstige BerichtsbestandteileErgebnisverwendungsbeschlussAm 05.08.2024 hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt. Der BestätigungsvermerkAn die Voi Technology Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Voi Technology Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Voi Technology Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baunatal, 28. Juni 2024 Carsten Ewald, Wirtschaftsprüfer Philipp Hofmann, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
18 nahegelegene Organisationen
Allgemeine Gebäudereinigung
Bauträger für Wohngebäude
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Wiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen