Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 21669
Eingetragen
2.12.1988
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von PräzisionsstahlrohrenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Präzisionsprofilen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Inter Primo A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Inter Primo A/S
Denmark
1.600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRIMO Profile GmbH

Blankenfelde-Mahlow

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRIMO Profile GmbH, Blankenfelde-Mahlow

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRIMO Profile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRIMO Profile GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 27. September 2024

ECOVIS Audit AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Hüneke, Wirtschaftsprüfer

Thilo Marenbach, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER PRIMO PROFILE GMBH, BLANKENFELDE-MAHLOW

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 804.667,00 977.095,00
804.667,00 977.095,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.433.919,29 3.804.588,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.910,54 424.925,37
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.580,00 4.000,00
6.149.409,83 4.233.514,22
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 717.230,50 0,00
717.230,50 0,00
7.671.307,33 5.2.10.609,22
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.889.152,70 2.112.408,61
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 61.488,09 31.029,55
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.549.923,21 2.677.678,22
4.500.564,00 4.821.116,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.474.636,38 2.812.099,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 433.440,75 1.615.188,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 722.336,79 1.977.458,40
2.630.413,92 6.404.746,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 659.324,02 1.320.935,67
7.790.301,94 12.546.798,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 31.779,60 21.339,07
15.493.388,87 17.778.747,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.600.000,00 1.600.000,00
II. Kapitalrücklage 5.672.976,15 5.672.976,15
III. Gewinnvortrag 4.865.347,79 3.882.986,76
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.101.682,78 982.361,03
10.036.641,16 12.138.323,94
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 305.000,00 355.000,00
2. sonstige Rückstellungen 531.028,45 990.790,16
836.028.45 1.345.790,16
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 368.581,64 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 265.285,88 344.802,75
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.536.395,01 1.434.582,15
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.320.815,14 2.374.549,20
5. sonstige Verbindlichkeiten 129.641,59 140.698,98
4.620.7.19,26 4.294.633,08
15.493.388,87 17.778.747,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

DER PRIMO PROFILE GMBH, BLANKENFELDE-MAHLOW

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.731.087,76 29.392.350,32
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.947.497,68 -387.061,05
3. sonstige betriebliche Erträge 44.756,20 364.773,33
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.026.971,25 -17.220.731,19
-12.026.971,25 -17.220.731,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.266.122,19 -4.065.541,83
b) soziale Abaaben -798.050,10 -730.995,80
-5.064.172,29 -4.796.537,63
6. Abschreibungen -1.273.018,75 -1.157.820,22
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.297.265,91 -5.155.465,35
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.912,48 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.194,37 -6,66
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -296.707,71 -55.000,00
11. Ergebnis nach Steuern -2.101.682,78 984.501,55
12. sonstige Steuern 0,00 -2.140,52
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.101.682,78 982.361,03

1.3 Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die PRIMO Profile GmbH mit Sitz Blankenfelde-Mahlow wird beim Amtsgericht Potsdam unter der Registernummer HRB 21669 P geführt.

Die PRIMO Profile GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 (2) HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB erstellt.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vorjahre wurde nicht abgewichen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten (§ 255 HGB) angesetzt. Herstellungskosten für selbsterstellte Werkzeuge umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten inklusive Abschreibungen. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen 3 bis 8 Jahren.

Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von nicht mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden im selben Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Soweit erforderlich wird voraussichtlich dauernden sowie voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Bei den Vorräten erfolgte grundsätzlich eine Bewertung mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen bewertet.

Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Beträgen zum 31. Dezember 2023 angesetzt, die den Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und entspricht der Darstellung und dem Inhalt des aktuellen Auszuges aus dem Handelsregister HRB 21669 P, Amtsgericht Potsdam.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbeitrag nach § 249 Abs. 1 HGB bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Längerfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Begründungstag bzw. dem niedrigeren oder höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahres 2023 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über 7 Jahre unter Berücksichtigung der erwarteten Kundenbeziehungen abgeschrieben.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entsprechen einem verzinsten Darlehen zu marktüblichen Zinsen.

Vorräte

Die Vorräte belaufen sich zum Abschlussstichtag auf T€ 4.501 davon T€ 1.890 auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, T€ 61 auf unfertige Erzeugnisse & unfertige Leistungen sowie T€ 2.550 auf fertige Erzeugnisse und Waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 2.630, davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 433,4 (i.V. T€ 1.946). Diese betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (lfd. Verrechnungsverkehr) in Höhe von T€ 425,4 (i.V. TEUR 1.946) sowie kurzfristige sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 8 (i.V. T€ 0). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Primo Profile GmbH beträgt T€ 1.600,0.

Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 510 verringert. Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 305,0 betreffen die voraussichtlichen Steuern (Körperschaftsteuer & Gewerbesteuer), die schätzungsweise unter Nutzung der bestehenden Verlustverrechnungsmöglichkeiten (noch nicht abschließend festgestellt) entstehen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 531 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für unterwegs befindliche Container (T€ 164,5), Urlaubsverpflichtungen gegenüber dem Personal (T€ 64,5), Gewährleistungen (T€ 28,0), Kosten der Archivierung (T€ 21,5), Jahresabschlusskosten (Erstellung, Prüfungskosten) (T€ 21,0), Jahressteuererklärungen (T€ 17,1), Betriebsprüfungen 2009 bis 2012 (T€ 7,0), Sonstige (T€ 207,4).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen aus dem gegenseitigen Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 2.320,8 (i.V. T€ 2.374,5). Davon entfallen auf die Gesellschafterin Inter Primo A/S Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe T€ 799 (i.V. T€ 708,7).

Seit dem Jahre 2014 besteht unverändert mit der Gesellschafterin Inter Primo A/S ein Cashpooling-Vertrag.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel erläutert.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit
Höhe Vorjahr Bis zu 1 Jahr Vorjahr Mehr als 1 Jahr Vorjahr Davon mehr als 5 Jahre Vorjahr
1. gegenüber Kreditinstituten 368.581,64 (0,00) 368.581,64 (0,00) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
2. erh. Anzahlungen auf Bestellungen 265.285,88 (344.802,75) 0,00 (0,00) 265.285,88 (344.802,75) 0,00 (0,00)
3. aus Lieferungen und Leistungen 1.536.395,01 (1.434.582,15) 1.536.395,01 (1.434.582,15) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
4. gegenüber verbundenen Unternehmen 2.320.815,14 (2.374.549,20) 2.320.815,14 (2.374.549,20) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 129.641,59 (140.698,98) 129.641,59 (140.698,98) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Summe 4.620.719,26 (4.294.633,08) 4.355.433,38 (3.949.830,33) 265.285,88 (344.802,75) 0,00 (0,00)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden zu 57,9 % (i.V. 46,6 %) im Inland und die restlichen im Ausland erzielt. Umsatzerlöse, welche in Fremdwährungen getätigt wurden, sind in Euro umgerechnet und zu Stichtagskursen zum Buchungszeitpunkt der Geschäftsvorfälle angesetzt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von T€ 1,4 (i.V. T€ 39,9) entstanden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Fremdwährungsgewinne in Höhe von T€ 10,5 (i.V. T€ 54,8).

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen (im Wesentlichen Mieten und PKWs der Fertigungsstätten Groß Kienitz und Buxtehude) in Höhe von T€ 99,4 (bis zu 1 Jahr) bzw. T€ 146,9 (mehr als 1 Jahr).

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 34 32
Gewerbliche Arbeitnehmer 77 70
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 111 102

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Oliver Beer, Gelsenkirchen

Konzernzugehörigkeit

Die Inter Primo A/S, Jembanegade, Dänemark, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf.

 

Blankenfelde-Mahlow, den 8. März 2024

Oliver Beer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

DER PRIMO PROFILE GMBH

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 62.861,61 0,00 0,00 0,00 62.861,61
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.206.999,04 0,00 0,00 0,00 1.206.999,04
1.269.860,65 0,00 0,00 0,00 1.269.860,65
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 22.649.828,27 2.520.138,11 0,00 0,00 25.169.966,38
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.787.185,58 489.768,25 0,00 0,00 2.276.953,83
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.000,00 6.580,00 0,00 0,00 10.580,00
24.441.013,85 3.016.486,36 0,00 0,00 27.457.500,21
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 750.000,00 0,00 32.769,50 717.230,50
0,00 750.000,00 0,00 32.769,50 717.230,50
25.710.874,50 3.766.486,36 0,00 32.769,50 29.444.591,36
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 62.861,61 0,00 0,00 62.861,61
1. Geschäfts- oder Firmenwert 229.904,04 172.428,00 0,00 402.332,04
292.765,65 172.428,00 0,00 465.193,65
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 18.845.239,42 890.807,67 0,00 19.736.047,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.362.260,21 209.783,08 0,00 1.572.043,29
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.207.499,63 1.100.590,75 0,00 21.308.090,38
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
20.500.265,28 1.273.018,75 0,00 21.773.284,03
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 804.667,00 977.095,00
804.667,00 977.095,00
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 5.433.919,29 3.804.588,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.910,54 424.925,37
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.580,00 4.000,00
6.149.409,83 4.233.514,22
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 717.230,50 0,00
717.230,50 0,00
7.671.307,33 5.210.609,22

1.4 Lagebericht 2023

PRIMO Profile GmbH

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS

Die PRIMO Profile GmbH (in der Folge "PRIMO" genannt) entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoffprofile insbesondere für Fenster und Türen, das Baugewerbe, die Klimatechnik und die Elektronikindustrie.

Branche und gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Geschäftsverlauf von PRIMO wird wesentlich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere der Baukonjunktur in Deutschland und Europa beeinflusst.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) um 0,4% niedriger als im Vorjahr. Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts war in 2023 gegenüber dem Vorjahr mit -0,3% rückläufig. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP mit +1,8% im Jahr 2022 und 3,2% Jahr 2021 stark volatil. Die Gründe hierfür sind die Corona Pandemie, der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die daraus resultierende hohe Inflation.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung betrug für 2023 ggü. Vorjahr +0,8% im Baugewerbe und -2,6% im produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe.

Die Bruttoanlageinvestitionen sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% gestiegen. Die Ausrüstungsinvestitionen - darunter fallen hauptsächlich Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - erreichte einen Wert von 8,7% was ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 11,1% für die Bruttoanlageninvestitionen und 11,4% für die Ausrüstungsinvestition ist.

Das Wachstum der europäischen Wirtschaft stieg im Berichtsjahr leicht an.

Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2023, basierend auf Quartalsdaten stieg das BIP in der EU27 um 0,5% (Eurostat).

Wettbewerb

PRIMO produziert und vertreibt sowohl Dichtungen aus Weichkunststoffen als auch Hartkunststoff-Profile für unterschiedlichste Anwendungen.

Im Dichtungsbereich für Fenster und Türen gehört die Gesellschaft zu den führenden Anbietern in Deutschland.

Bei den technischen Sonderprofilen aus Hartkunststoffen wird der Markt von einigen großen Herstellern dominiert. In diesem Segment gehört PRIMO zu den kleineren Anbietern. Ebenso werden in den Folgejahren neue Marktsegmente erschlossen, die zu einem nachhaltigen Umsatz führen werden.

Umsatz-, Auftrags- und Ertragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 sinkt der Umsatz (bedeutender finanzieller Leistungsindikator) auf 23.731 T€ im Vergleich zum Vorjahr von 29.392 T€. Das Berichtsjahr war sowohl von einer instabilen Baubranche, als auch von volatilen Preisentwicklungen für Rohstoffe und von verlängerten Lieferzeiten geprägt. Dennoch sorgten Rahmenverträge in diesem Jahr für eine stabile Auftragslage.

Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Berichtsjahr leicht von 59,4% (2022) auf 55,2%. Zurückzuführen ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf einen veränderten Produkt-Mix.

Aufgrund sinkenden Umsatzes und einer Aufstockung an Personal stieg die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur betrieblichen Gesamtleistung von 16,5% im Jahr 2022 auf 23,2% in 2023. Demnach erhöhte sich die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter von 102 Mitarbeitern im Jahr 2022 auf 111 im Berichtsjahr.

Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der betrieblichen Gesamtleistung wuchs von 17,8 % im Jahr 2022 auf 24,3 in 2023. Der wesentliche Grund hierfür ist der gesunkene Umsatz.

Als Folge der genannten Faktoren ergibt sich für 2023 ein Jahresfehlbetrag von 2.102 T€ (Jahresüberschuss im Vorjahr von 982 T€). Das EBIT (bedeutender finanzieller Leistungsindikator) sank auf -1.833 T€ (Vorjahr 1.039 T€).

Die Entwicklung in den letzten Jahren stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 2021
Umsatzerlöse in T€ 23.731 29.392 26.463
* Rohertrag in T€ 9.801 12.149 11.280
EBIT -1.833 1.039 2.903
Jahresfehlbetrag/-überschuss in T€ -2.102 982 2.599
Ø Mitarbeiter 111 102 113
Bilanzsumme in T€ 15.493 17.779 15.498

* Rohertrag: Gesamtleistung + SbE - Materialaufwand

Vermögenslage

Bei einer um 12,8% gesunkenen Bilanzsumme (15.493 T€, Vorjahr 17.779 T€) sank vor allem der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme von 70,6% in 2022 auf 50,3% im Berichtsjahr aufgrund des rückläufigen Geschäfts. Gleichzeitig stieg der Anteil des Anlagevermögens von 29,3% auf 49,5% infolge der im Berichtsjahr getätigten Investitionen. Der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme verringerte sich von 36,0% im Jahr 2022 auf 17,0% in 2023.

Das Guthaben bei Kreditinstituten entwickelte sich von 1.321 T€ im Jahr 2022 auf 659 T€ in 2023, was eine Verringerung von 7,4% auf 4,3% an der Bilanzsumme entspricht.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme verringerte sich im Berichtsjahr von 68,3% (2022) auf 64,8%. Dies ist im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.102 zurückzuführen.

Die Quote der Gesamtverbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg von 24,2% (2022) auf 29,8% in 2023, da bei einer insgesamt rückläufigen Bilanzsumme, die Verbindlichkeiten, insb. die gegenüber Kreditinstituten angestiegen sind.. Die Rückstellungsquote im gleichen Zeitraum verringerte sich von 7,6% auf 5,4%, da sich sowohl die Steuer-, als auch die sonstigen Rückstellungen stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr vermindert haben.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über flüssige Mittel in Höhe von 659 T€ (Vorjahr 1.321 T€). Zusätzlich besteht eine durch die Inter PRIMO A/S abgegebenen Patronatserklärung, so dass jederzeit eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft sichergestellt war und ist.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr insgesamt 3.083 €T (Vorjahr 2.265 T€).

Investitionen

Die Investitionstätigkeit im Jahr 2023 erstreckte sich im Wesentlichen auf neue Extrusionswerkzeuge, Maschinen als auch in die Infrastruktur des neuen Werkes in Buxtehude. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen 3.016 T€ verglichen mit 1.973 T€ im Vorjahr.

Personalbereich

Die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigte betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 111 Mitarbeiter verglichen mit durchschnittlich 102 Mitarbeitern im Vorjahr. Saisonale Auftragsspitzen wurden wie bereits in den Vorjahren durch den temporären Einsatz von Leiharbeitskräften ausgeglichen.

Niederlassungen

Es besteht eine nicht im Handelsregister eingetragene Niederlassung (Betriebsstätte) in Buxtehude.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Insbesondere aufgrund geringerer Umsätze und hoher Materialverbräuche konnten die gesteckten Ertragsziele in 2023 mit einem positiven Ergebnis bei konstanten Umsätzen nicht erreicht werden. Entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen in Form von Vertriebsaktivitäten sind eingeleitet und sollten zu nachhaltigen Verbesserungen führen.

Vor dem Hintergrund des erzielten Jahresfehlbetrages von 2.102 T€ weist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen Gewinnvortrag in Höhe von 4.865 T€ aus.

Aus den genannten Gründen wie die Verstärkung von Vertriebsaktivitäten, dem noch immer andauernden Ukraine Krieg und einer stark angespannten Baubranche schätzt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf in 2023 insgesamt als günstig ein.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das Geschäft von PRIMO wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise für thermoplastische Kunststoffe beeinflusst. Ebenso wie in den Vorjahren ist auch für 2023 mit einem gewissen Maß an Volatilität zu rechnen. Aufgrund einem stark angespannten Bausektor und einem hohen EZB-Leitzinses ist mit einem geringeren Auftragsvolumen aus diesem Bereich zu rechnen. Stärkere Vertriebsaktivitäten in anderen Bereichen und das Etablieren in europäischen Märkten können dem Entgegenwirken. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung nicht mit nennenswerten Risiken aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung. Den Risiken aus Schwankungen bei den Rohstoffpreisen begegnet die Gesellschaft durch die Weitergabe der Kosten an die Kunden bzw. durch die Anpassung der Verkaufspreise.

Grundsätzlich ist ein reibungsloser Produktionsablauf Voraussetzung für den Unternehmenserfolg, wobei immer auch das Risiko der Störung oder des Ausfalls einzelner Anlagen besteht. Aufgrund der Vielzahl von Standorten mit vergleichbaren Produktionstechnologien auch im Konzernverbund der INTER PRIMO A/S ist die Gesellschaft jedoch gut gegen dieses Risiko gerüstet.

Der Geschäftsverlauf von PRIMO wird wie bereits erwähnt von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung insbesondere der Bauwirtschaft bestimmt. Aktuell rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes für 2024 um 0,7% und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um 0,3%. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (ZDB) gehen für 2024 aktuell von einem nominalen Umsatzrückgang gegenüber 2023 von -3% aus. Angesichts der rückläufigen Konjunkturprognosen als auch die stärkeren Vertriebsaktivitäten bewertet die Geschäftsführung die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt neutral im Hinblick auf mögliche Chancen und Risiken.

Umsatzrisiken aufgrund möglicher Kundenverluste entgegnet die Geschäftsführung durch eine Intensivierung der Vertriebsaktivitäten. Ein wesentliches Ziel der Maßnahmen ist es, die Kundenbasis insgesamt zu vergrößern, um so eine noch bessere Risikoverteilung zu erreichen.

Die zum Ende des Geschäftsjahres 2023 aktualisierte Analyse der Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat ergeben, dass wesentliche Risiken oder solche, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht bestehen und auch für die nähere Zukunft nicht erkennbar sind. Durch die vorliegende Patronatserklärung der Gesellschafterin INTER PRIMO A/S ist zudem jederzeit eine ausreichende Zahlungsfähigkeit sichergestellt. Mögliche Auswirkungen und Folgen aufgrund des Ukraine Krieges sind wie in der gesamten Wirtschaft auch für unser Unternehmen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht einschätzbar.

PROGNOSEBERICHT

Aufgrund der im Berichtsjahr durchgeführten Investitionen in das neue Werk von Buxtehude und Initiativen zur Produktivitätssteigerung wie auch weiteren Verbesserung der Materialeffizienz werden in 2024 positive Effekte erwartet. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Verstärkung der vertrieblichen Aktivitäten eingeleitet.

Vorbehaltlich etwaiger, derzeit nicht abschätzbarer Auswirkungen durch den anhaltenden Ukraine Krieg als auch weiterer Investitionen in die Infrastruktur des Werkes in Buxtehude, rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einer leichten Steigerung der Umsätze und einem leicht positiven Ergebnis.

 

Blankenfelde-Mahlow, den 8. März 2023.

Oliver Beer, Geschäftsführer

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