Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1899
Vorher
FLEXON SYSTEM PLAST GMBH
Eingetragen
7.2.1991
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb sowie Handel von und mit Ketten und Zubehör für die Antriebs- und Fördertechnik sowie Herstellung und Vertrieb von Kunststoffteilen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Chad Jeffrey Hartley
seit 19.8.2024
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Stemmermann
seit 17.3.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
RRX Netherlands Holdings BVNLD
94.90%
Rexnord Flattop Europe S.r.l.ITA
5.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
RRX Netherlands Holdings BV
Netherlands
451.775 €
94.90%
Rexnord Flattop Europe S.r.l.
Italy
24.225 €
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

System Plast GmbH

Dohna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb sowie der Handel von und mit Ketten und Zubehör für die Antriebs- und Fördertechnik sowie die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffteilen.

Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftstätigkeit in Dohna auf dem eigenen Unternehmensgelände. Am Standort Dohna befindet sich die Produktion, der Vertrieb sowie die Verwaltung der System Plast GmbH.

Die System Plast GmbH beliefert Kunden in der Nahrungsmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie sowie Kunden, bei denen andere Anwendungen der Transporttechnik zum Einsatz kommen.

Das Unternehmen fertigt Transportketten aus Stahl, Transportketten und Bänder aus Kunststoff, Kurvenführungen sowie gefräste, extrudierte und gespritzte Komponenten für Förderanlagen und Transporteure.

Die Gesellschaft ist nach § 290 HGB ein Tochterunternehmen der Rotor Beheer B. V., Eibergen/Niederlande, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen (kleinster Kreis). Des Weiteren wird die Gesellschaft in den nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Regal Rexnord Corporation, Beloit/USA, einbezogen (größter Kreis).

Im April 2023 ist das Unternehmen zu SAP als Buchhaltungssoftware gewechselt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr (vom 1. Januar bis 31. Dezember).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Seine am 1. Dezember 2024 veröffentlichte „Konjunkturprognose Winter 2024“, überschrieb das ifo Institut mit: „Nachfrageschwäche und Strukturwandel belasten“. Das ifo Institut führt folgendes aus: Im Jahr 2024 „wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 0,1% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Damit tritt die deutsche Wirtschaft seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle.“

Die System Plast GmbH beliefert Kunden in der Nahrungsmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie sowie Industrien, wo Transporttechnik zum Einsatz kommt. Die System Plast GmbH ist somit von der Nachfrage dieser Maschinenbaubranche abhängig. Die wichtigsten Abnehmer sind dabei der Getränkemaschinenbau und seine Kunden.

Der Fachzweig Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) bewertet das Jahr 2023 in seiner Pressemitteilung vom 13.06.2024 wie folgt:

„Im Jahr 2023 stieg die Produktion von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen um 5 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Damit übertraf der fünftgrößte Maschinenbaufachzweig erstmalig die 16 Milliarden Euro Marke und erreicht einen Spitzenwert.

Innerhalb des deutschen Maschinenbaus stehen die Branchenunternehmen für 6 Prozent des gesamten Produktionswertes und beschäftigen mehr als 62.000 Menschen am Standort Deutschland. Mit einem durchschnittlichen Exportumsatz von 86 Prozent und einem Welthandelsanteil von 22 Prozent gehört der Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen zu den exportstärksten Branchen.

Etwa die Hälfte des Produktionswertes entfällt auf Verpackungsmaschinen.

Die Unternehmen steigerten im Jahr 2023 die Produktion um 10 Prozent auf knapp 8 Milliarden Euro. Dabei wuchs besonders der Bereich der Getränkeverpackungsmaschinen und legte um 18 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Die Produktion der sogenannten anderen Verpackungsmaschinen stieg um 6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Ein großer Teil des Umsatzes basierte auf Aufträgen aus dem Jahr 2022, denn 2023 blieb der Auftragseingang eher verhalten. Einer der Gründe war die Diskussion um die neue EU-Verpackungsverordnung, die zu einer Verunsicherung und Zurückhaltung der Kundenbranchen führte. „Die Annahme der Verpackungsverordnung im April 2024 wird aufgrund einiger kritischer Punkte nicht nur positiv gesehen, schafft jedoch gleiche Bedingungen für den EU-Maschinenbau und mehr Planungssicherheit für die Investoren“ sagt Beatrix Fraese, Konjunkturexpertin und stellvertretende Geschäftsführerin im VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen.

Ob Stagnation, Wachstum oder Rückgang - im heterogenen Nahrungsmittelmaschinenbau war 2023 alles drin. Die deutschen Hersteller von Prozesstechnik für die Fleisch- und Proteinverarbeitung bilden die größte Teilbranche innerhalb der Nahrungsmittelmaschinenindustrie und stehen damit weltweit an der Spitze. Die Produktion wuchs in den letzten Jahren mit hoher Dynamik und ohne Rücksetzer in den Coronajahren. Im Jahr 2022 wurde ein Wachstum von 8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro erreicht. Dieses hohe Niveau wurde im Jahr 2023 gehalten. Auch die Hersteller von Bäckereimaschinen erzielten 2023 punktgenau den Rekordwert aus 2022 in Höhe von 688 Millionen Euro.

Die hoch spezialisierte Süßwarenmaschinenbranche war in den Corona-Jahren und in Folge des Krieges in der Ukraine sehr stark von Absatzrückgängen betroffen. Für die überdurchschnittlich exportorientierte Branche - einige Unternehmen exportieren weit über 90 Prozent ihrer Maschinen - sanken die Lieferungen in bedeutende Märkte deutlich. Hinzu kam eine vorübergehende Investitionszurückhaltung der weltweit tätigen multinationalen Konzerne, die für die Hersteller von Süßwarenmaschinen eine wichtige Kundengruppe darstellen. Beide Entwicklungen schlugen entsprechend auf die Maschinenproduktion durch.

Im Jahr 2023 stieg die Produktion nun wieder deutlich um 23 Prozent auf 354 Millionen Euro. Hinzu kommen thermische Verfahrensanlagen im geschätzten Wert von 120 Millionen Euro. Von einer weiteren Erholung ist aufgrund von Nachholeffekten auszugehen.

Die Produktion von Getränkeherstellungsmaschinen hingegen sank 2023 um 6 Prozent auf 535 Millionen Euro und verfehlte damit den Rekordwert des Jahres 2022 in Höhe von 570 Millionen Euro. In dieser Teilbranche bilden die Brauereimaschinen den Schwerpunkt. Bedingt durch die weltweiten Maßnahmen während der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Konsumrückgang sank die Produktion im Jahr 2020 um 11 Prozent auf 451 Millionen Euro. In den beiden Folgejahren stieg die Produktion um insgesamt 32 Prozent. Somit ist das Minus im Jahr 2023 auch dem hohen Referenzwert des Vorjahres geschuldet.“

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Durch die Fusion von Regal und Rexnord im Oktober 2021 ist Regal Rexnord als neue Unternehmensgruppe entstanden. Innerhalb dieser neuen Gruppe sind zwei ehemalige Konkurrenten, System Plast und Rexnord Flat Top, nun Teil des gleichen Geschäftsbereichs: Conveying. Innerhalb unseres Produktportfolios gab es Überschneidungen. Das Angebot an vielen gleichartigen Produkten führt an unseren Conveying Produktionsstandorten zu ineffizienten Prozessen, belasteten Lieferketten und Beeinträchtigungen für unsere Kunden. Die Gesellschafter haben nach sorgfältiger Bewertung und Abwägung die strategische Entscheidung getroffen, einen Teil der Produkte der System Plast GmbH nunmehr ausschließlich von den Unternehmen in Correggio (IT) und 's-Gravenzande (NL) produzieren zu lassen.

Durch diese im Herbst 2023 begonnene und bis zum Frühjahr 2024 andauernden Veränderungen wird das Produktionsvolumen in Dohna deutlich sinken. Entsprechend wird das Unternehmen aufgrund der Reduzierung der Produktionskapazitäten auch mit einer Anpassung der Mitarbeiterzahl reagieren. Hierbei wurden 85 Mitarbeiter freigesetzt. Der größte Anteil davon im Jahr 2024. Im Geschäftsjahr 2024 ist der Umsatz auf TEUR 33.780 zurückgegangen. Insgesamt wurden Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 3.132 im Jahre 2023 und 2024 gezahlt.

Der Umsatz in Höhe von TEUR 40.240 (2022: TEUR 43.784) ist gegenüber dem Vorjahr um 8,1 % gesunken. Das Unternehmen hat im April 2023 SAP eingeführt. Ein temporärer Umsatzrückgang, aufgrund von üblichen Anfangsproblemen bei der Auftragsbearbeitung, wurde in der Planung berücksichtigt. Durch die intensive Vorbereitung der Implementierung und die Unterstützung durch Schwesterunternehmen, konnten Einschränkungen auf ein Minimum reduziert werden.

Nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung an das neue SAP-System wurden Durchlaufzeiten verringert und gehobene Qualitätsstandards durchgesetzt. Das Vertrauen in unsere Lieferzuverlässigkeit und unsere stabile Qualität konnte bei unseren Kunden weiter vertieft werden. Neue Kunden wurden dazugewonnen.

Die Produktion der System Plast GmbH beruht zu großen Teilen auf einer Lizenz, die von der Rexnord FlatTop Europe s.r.l. (vormals: System Plast S.r.l., Telgate/Italien) bereitgestellt wird. Die FlatTop Italien und ihre Muttergesellschaft möchten nunmehr einen großen Teil der Produktion selbst vornehmen, um ihre eigenen Kapazitäten besser nutzen zu können und hat daher die Lizenzvereinbarung zum 31. Oktober 2023 gekündigt.

Zum 1. November 2023 wurde eine neue Lizenzvereinbarung getroffen.

Die Auftragseingänge des Geschäftsjahres 2023 unterlagen Schwankungen und sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gesunken. Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 25,1 %.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist gegenüber dem 31. Dezember 2022 um TEUR 1.346 niedriger und erreichte TEUR 4.021.

2.2.2 Investition

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen getätigt. Es wurde insbesondere in Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 47) und in Ausrüstung (TEUR 9) investiert. Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 56 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 271).

2.2.3 Beschaffung

Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte wie in den Vorjahren überwiegend in Europa. Die Beschaffung in Drittländern hat sich gegenüber dem Vorjahresniveau nicht verändert.

Aufgrund unserer langjährigen Geschäftsbeziehungen mit den Hauptlieferanten und der regelmäßigen Erfüllung unserer Zahlungsverpflichtungen waren Versorgungsengpässe nur temporär zu verzeichnen.

2.2.4 Finanzierung

Die notwendigen finanziellen Mittel werden der Gesellschaft im Bedarfsfall im Rahmen eines Cash Pool-Agreements mit Konzernunternehmen bereitgestellt (31. Dezember 2023 TEUR -533 (31. Dezember 2022: TEUR 21.149). Der Rückgang ist überwiegend durch die Zahlung der Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 17.000 zurückzuführen.

Die Investitionen (TEUR 56; Geschäftsjahr 2022: TEUR 271) wurden im Geschäftsjahr 2023 aus dem Cash Pool finanziert.

2.2.5 Personal- und Sozialbereich

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 222 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 218). Von den 222 angestellten Mitarbeitern waren 9 Mitarbeiter auf Basis der Geringfügigkeit (Dezember 2022: 8 Mitarbeiter) beschäftigt. Weiterhin waren 6 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen (31. Dezember 2022: 8 Mitarbeiter) eingestellt. Dies entspricht einer Quote von 2,7 % (31. Dezember 2022: 3,7 %).

Im Monat Dezember 2023 waren 10 Mitarbeiter (Dezember 2022: 17) über Zeitarbeitsagenturen beschäftigt.

3 Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.426 (2022 Jahresüberschuss: TEUR 2.843). Der Umsatz (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,1 %. Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen, reduzierte sich um TEUR 5.226 von TEUR 44.348 auf TEUR 39.122. Die Vorratsbestände reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.506.

Im Vergleich zum Vorjahr 2022 gab es keine wesentliche Änderung in der Absatzstruktur. Die überwiegenden Umsätze wurden mit europäischen Vertragspartnern (95,2 %; Geschäftsjahr 2022: 93,1 %) getätigt.

Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde eine Steigerung der Umsätze in Höhe von 14,4 % prognostiziert. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.544 aufgrund der Umstrukturierung und der geringeren Nachfrage. Der EBIT (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) verringerte sich gegenüber dem Plan um 61,7 %, insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.241 sowie erhöhten Personalaufwand (um TEUR 1.097) bei rückläufigen Umsatzerlösen auf TEUR -1.579.

Die Materialintensität (Materialaufwand/Umsatzerlöse und Bestandsveränderung* 100) stieg im Vergleich zum Vorjahr von 56,4 % auf 59,6 %, was auf Materialpreissteigerungen und auf einen veränderten Produktmix zurückzuführen ist.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse und Bestandsveränderung* 100) hat sich im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund von einer kurzen Phase mit Produktivitätsverlusten nach der SAP-Einführung und Preiserhöhungen, von 21,8 % auf 27,5 % erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr blieben die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 im Verhältnis zur Gesamtleistung des Unternehmens nahezu gleich beim 3,1% (Geschäftsjahr 2022: 3,2 %). Die Abschreibung ist bei einem Großteil des Anlagervermögens ausgelaufen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind gesunken und betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.206 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 1.431).

Das EBIT (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Zinsergebnis) verringerte sich von TEUR 4.497 um TEUR 6.076 auf TEUR -1.579. Im Vergleich zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) hat sich das EBIT von 10,1 % auf -4,0 % verringert.

Aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses (TEUR -3.426; i. Vj. TEUR 2.843) verringerte sich der ROS (Return on Sales: Jahresüberschuss/Umsatz* 100) von 6,5 % auf -8,5 %.

3.2 Vermögensstruktur

Das Anlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.331 (Geschäftsjahr 2022: Verringerung TEUR 1.185). Hierbei wurden im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 56 (Geschäftsjahr 2021: TEUR 271) getätigt.

Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.206 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 1.431) sowie Abgänge aus dem Anlagevermögen (Anschaffungs- und Herstellungskosten) in Höhe von TEUR 2.566 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 3.151) und kumulierte Abschreibungen TEUR 2.385 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 3.126) gegenüber.

Der Bestand an Vorräten reduzierte sich um TEUR 2.506 (31. Dezember 2022: Erhöhung um TEUR 1.282). Hauptursache war die restrukturierungsbezogene Verlagerung von Beständen zu Schwesterunternehmen. Gleichzeitig folgt das Unternehmen dem Plan, Bestände zu reduzieren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte reduzierten sich um TEUR 638, was an den verringerten Verkäufen im vierten Quartal lag. Das Zahlungsverhalten unserer Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter und die mit dem Gesellschafter verbundenen Unternehmen verringerten sich um insgesamt TEUR 7.349 auf TEUR 17.729 (31. Dezember 2022: TEUR 25.079). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten. Zum einen reduzierten sich die Cash-Pool-Forderungen durch eine Ausschüttung von TEUR 17.000, zum anderen erhöhten sich der Bestand durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.573 sowie die Umsatzsteuer-Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aufgrund von Korrekturen zurückliegender Geschäftsjahre (TEUR 5.511).

Im Rahmen der ERP-Systemumstellung wurde festgestellt, dass bisher nicht gemeldete Umsatzsteuer für Vorjahre nachzuholen war. Die entsprechende Verpflichtung ist in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.386 enthalten. Zudem wurden Erstattungsansprüche von Ertragssteuern in Höhe von TEUR 1.790 in den sonstigen Vermögensgegenständen berücksichtigt. Die entsprechenden Nachmeldungen sind erfolgt. In den Steuerrückstellungen sind die Ergebnisse und Erkenntnisse der Betriebsprüfung berücksichtigt.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im gesamten Geschäftsjahr ohne Einschränkungen nachkommen.

Das Gesamtkapital hat sich um TEUR 16.218 (-31,7 %) verringert.

Der RoTA (Return of Total Assets: Jahresüberschuss/Gesamtkapital* 100) verringerte sich von 5,6 % auf -9,8 %. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Jahresergebnis von TEUR 2.843 um TEUR 6.269 auf TEUR -3.426 verringert.

3.3 Finanzlage

3.3.1 Cashflow

Der Zahlungsmittelbestand einschließlich Cash-Pool-Forderungen verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 21.682 auf eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR -533 (31. Dezember 2022: TEUR 21.149).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR -4.904 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 691), der aus der Investitionstätigkeit auf TEUR 222 (Geschäftsjahr 2022: TEUR -271) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgrund der Ausschüttung auf TEUR -17.000 (Vj. TEUR 0).

Die Gesellschaft verfügt aufgrund des Cash Pool-Agreements über eine unbegrenzte Kreditlinie die zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 533 in Anspruch genommen wurde.

3.3.2 Kapitalstruktur

Das wirtschaftliche Eigenkapital (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich Sonderposten für Investitionszulagen zuzüglich 71,1 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse) der Gesellschaft verminderte sich um TEUR 3.689 von TEUR 21.048 auf TEUR 17.359. Der Rückgang ist hierbei im Wesentlichen auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Der ROE (Return on Equity: Jahresüberschuss/bilanzielles Eigenkapital* 100) hat sich auf -22,5 % verringert (Geschäftsjahr 2022: 15,2 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter verringerten sich von TEUR 17.831 auf TEUR 533 durch Zahlung der Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 17.000.

3.4 Gesamtaussage

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr wesentlich durch die Ausschüttung verändert wurde. Die Eigenkapitalquote hat sich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ertragslage durch den Rückgang der Umsatzerlöse sowie der Restrukturierungskosten verschlechtert. Nach Abschluss der Maßnahmen fokussiert sich der Standort Dohna auf die Kernkompetenzen, was zu einer Konsolidierung der Ertragslage führen wird. Unter Berücksichtigung, dass eine Systemumstellung zu SAP erfolgte und eine Umstrukturierungsmaßname begonnen wurde, war der Verlauf des Geschäftsjahres zufriedenstellend.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Unter Einbeziehung der Umstrukturierungsmaßnahmen wurde bei der Budgeterstellung für das Geschäftsjahr 2024 mit einer im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlichen Reduzierung des Umsatzes auf TEUR 32.544 um 19,2 % gerechnet. Nachlassende Investitionen bei Kunden und Umstrukturierung von Produktionsportfolien der Werke im Verbund und geringere Intercompany-Umsätze führen für den Standort in Dohna zu rückläufigen Umsätzen. Im Jahre 2024 wurde ein Umsatz von TEUR 33.780 realisiert.

Trotz der reduzierten Umsatzerwartungen und der Kostensteigerungen beim Material, hat die Gesellschaft in dem Geschäftsjahr 2024 mit einem EBIT von TEUR 4.382 erwirtschaftet. Im Wesentlichen greifen die Einsparungen aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen. Die Auswirkungen von Materialpreissteigerungen werden durch Preissteigerungen, die an Kunden weitergeben werden, gedämpft. Daneben helfen Produktivitätsverbesserungen das geplante Ergebnis zu erreichen.

Das in 2024 erreichte EBIT von TEUR 4.382 blieb mit 24,1 % hinter den Erwartungen. Im Wesentlichen blieben die Materialpreisreduzierungen deutlich hinter den Erwartungen zurück und konnten durch andere Kosteneinsparungen nicht kompensiert werden.

4.2 Chancenbericht

Die Gesellschaft prognostiziert eine stetige Erholung der Nahrungsmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie. Zurückgestellte Investitionen der Kundinnen und Kunden werden nachgeholt. Zudem ist aufgrund des steigenden Konsums in vielen Regionen der Welt mit einer positiven Entwicklung des Getränkemaschinenbaus zu rechnen, die wesentlichen Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft bietet. Darüber hinaus erschließt die Gesellschaft mit neuen Produkten neue Märkte mit großem Wachstumspotenzial.

Die solide Finanzierungssituation der Gesellschaft, die auf dem Cash Pool basiert, versetzt die System Plast GmbH in die Lage, auch in Zukunft weitere Investitionen zu tätigen. Die Möglichkeit, Investitionen unabhängig von Banken durchführen zu können, ist für die Gesellschaft von großem Vorteil.

Die Gesellschaft erkennt in der Fokussierung auf ein differenziertes Kundenspektrum und der internationalen Aufstellung eine Chance und wird dazu ihre Kundenstrategie entsprechend anpassen. Die System Plast GmbH hat sich am Markt einen Namen für gute Lieferzeiten und eine sehr gute Liefertreue bei ihren Kunden gemacht. Aus diesem Grund ergeben sich Chancen für ein entsprechendes Wachstum bei bestehenden Kunden sowie für die Gewinnung von Neukunden durch ein erweitertes Produktportfolio.

4.3 Risikobericht

Das Geschäft der System Plast GmbH unterliegt verschiedenen branchenüblichen Risiken. Gegen sie wurde angemessen Vorsorge getroffen. Im Einzelnen bestehen folgende Risiken:

Kreditrisiko: Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Kundenkreditversicherungen, Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie ein straffes Forderungsmanagement Rechnung getragen.

Lager- und Transportrisiko: Diese Risiken werden durch entsprechende Versicherungen weitgehend abgedeckt.

Währungsrisiko: Rechnungen werden im Wesentlichen in Euro gestellt. Lediglich Intercompany-Kunden in den USA erhalten Rechnungen in US-Dollar. Somit gibt es nur sehr geringe Währungsrisiken. Währungsrisiken bei Materialeinkäufen im Dollarraum bestehen, sind jedoch von untergeordneter Bedeutung. Zum Bilanzstichtag gab es keine Währungstermingeschäfte.

Absatzrisiken: Die Produkte der System Plast GmbH werden weltweit nachgefragt. Eine Konzentration auf Hauptkunden erfolgt nicht. Kein externer Kunde hat einen höheren Umsatzanteil als 13 %.

Personalrisiken: Ende August 2023 wurde eine umfassende Restrukturierung eingeleitet, die einen signifikanten Personalabbau umfasste und bis Juni 2024 abgeschlossen wurde. Diese Maßnahme stellte das Unternehmen vor Herausforderungen, wie die Neustrukturierung der Teams, die Motivation und Bindung der Mitarbeiter, den Wissenstransfer sowie eine klare Kommunikation.

Gleichzeitig besteht in der Region Sachsen weiterhin eine hohe Nachfrage nach Fachkräften in der kunststoffverarbeitenden Industrie, was die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter einschränkt. Um die Fluktuation gering zu halten und altersbedingte Abgänge zu kompensieren, setzen wir verstärkt auf externe Qualifizierungsmaßnahmen und interne Schulungen.

Darüber hinaus übt die Erhöhung des Mindestlohns erheblichen Druck auf die interne Lohnstruktur aus, da sie zu Kostensteigerungen und überdurchschnittlichen Lohnanpassungen führt.

Die Aufrechterhaltung eines positiven Betriebsklimas und die Weiterentwicklung des Lohnsystems waren daher entscheidend, um die vielfältigen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Lieferantenrisiko: Bedingt durch unsere hohen Qualitätsansprüche und Konsolidierungsmaßnahmen sind Ausweichlieferanten im Wesentlichen nur für Schlüsselmaterialien verfügbar jedoch in höherem Maße im Vergleich zu den Vorjahren.

Beschaffungspreisrisiko: Da die Gesellschaft stark nachgefragte Materialien verarbeitet, besteht ein potenzielles Preisrisiko, welches nicht unmittelbar an die Kunden weitergereicht werden kann.

4.4 Risikomanagement und -controlling

Die Gesellschaft erfasst und bewertet die operativen Risiken. Alle Risiken von wesentlicher Tragweite und hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit werden engmaschig kontrolliert. Ein monatlicher Abgleich zwischen Plan- und Ist-Zahlen erleichtert es uns, Risiken zu identifizieren und schnellstmöglich entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Gefährdungspotenziale sind Bestandteil der monatlichen internen Berichterstattung und werden nicht gesehen.

 

Dohna, den 9. Juli 2025

System Plast GmbH

Thomas Stemmermann, Geschäftsführer

Chad Jeffrey Hartley, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 874,00
II. Sachanlagen 8.521.482,73 9.851.995,72
8.521.482,73 9.852.869,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.662.023,32 6.168.513,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.810.658,55 35.191.011,93
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 3.308.775,85 (Vj. EUR 2.717.039,24)
davon Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 14.420.516,93 (Vj. EUR 22.361.573,39)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.137,24 806,68
26.473.819,11 41.360.331,81
34.995.301,84 51.213.201,53

PASSIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 475.000,00 475.000,00
II. Kapitalrücklage 1.327.425,00 1.327.425,00
III. Gewinnvortrag 16.842.397,33 13.999.502,21
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -3.426.439,25 2.842.895,12
15.218.383,08 18.644.822,33
B. Sonderposten für Zuwendungen 2.717.565,91 3.072.110,01
C. Rückstellungen 6.890.457,81 7.881.196,89
D. Verbindlichkeiten 10.168.895,04 21.615.072,30
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 4.337.677,94 (Vj. EUR 624.681,85)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter: EUR 533.187,47 (Vj. EUR 17.831.349,24)
34.995.301,84 51.213.201,53

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 16.306.244,57 19.930.337,42
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.104.801,43 -8.190.896,43
b) Soziale Abgaben -1.659.639,91 -1.476.789,59
-10.764.441,34 -9.667.686,02
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.206.125,81 -1.431.239,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.889.121,39 -4.324.387,60
-1.553.443,97 4.507.023,98
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.754,31 20.379,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -175.301,13 -100.085,10
-67.546,82 -79.705,47
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.779.691,68 -1.573.970,57
8. Ergebnis nach Steuern -3.400.682,47 2.853.347,94
9. Sonstige Steuern -25.756,78 -10.452,82
10. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -3.426.439,25 2.842.895,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die System Plast GmbH mit Sitz in Dohna (Handelsregister: Amtsgericht Dresden, Abteilung B, Nummer 1899) hat ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß den §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz entspricht grundsätzlich den Bestimmungen von § 266 HGB und wurde um folgende Positionen erweitert:

„Forderungen gegen Gesellschafter“,

„Sonderposten für Zuwendungen“ und

„Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter“.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden die Aufwendungen für Leiharbeiter (TEUR 514) unter den Aufwendungen für bezogenen Leistungen erfasst. Im Vorjahr wurden diese in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 926 dargestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr (vom 1. Januar bis 31. Dezember).

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen und bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Unbewegliche abnutzbare Anlagegüter, die vor dem 31. Dezember 2001 zugegangen sind, werden linear über eine Nutzungsdauer von 25 Jahren, später zugegangene über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter werden über Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren (Technische Anlagen und Maschinen) sowie von 3 bis 13 Jahren (Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Anschaffungsjahr sofort voll abgeschrieben. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt; dieser wird linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der sich am Beschaffungsmarkt orientiert, vorgenommen worden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe mit einer Reichweite von mehr als zwei Jahren zu 7,67 % (31.12.2022: 22,38 %) wertberichtigt. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus Vergangenheitsbetrachtungen der Wahrscheinlichkeit, mit welcher ein Artikel von einem nicht gängigen zu einem obsoleten Artikel wurde.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips (verlustfreie Bewertung) bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, und der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Vertriebskosten und Zinsen werden nicht berücksichtigt. Für nicht gängige Bestände wurden ebenfalls angemessene Wertabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der sich am Beschaffungsmarkt orientiert, vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind bei Bedarf durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine i. S. v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Sonderposten für Zuwendungen enthält Investitionszulagen sowie Investitionszuschüsse, entsprechend dem Stand der Beantragung bzw. der erfolgten Auszahlung für geförderte Investitionen gemäß Bewilligungsbescheid. Die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen erfolgt über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände korrespondierend zur Abschreibung.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

3.2 Vorräte

Die Wertabschläge auf Vorräte wurden anhand einer Reichweiten- und Gängigkeitsanalyse durchgeführt.

Vorratsbestände, welche in den letzten zwei Jahren keinen Verbrauch hatten, werden mit 90 % (31.12.2022: 90 %) wertberichtigt. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus einer Konzernvorgabe, welche davon ausgeht, dass diese Artikel obsolet sind und nur noch ein minimaler Schrottwert aus ihnen gewonnen werden kann.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.309 (31.12.2022: TEUR 2.717).

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 14.420 (31.12.2022: TEUR 22.361) betreffen Forderungen aus Lieferungen in Höhe von TEUR 7.785 (31.12.2022: TEUR 1.212) sowie sonstige Vermögensgegenstände TEUR 6.635 (31.12.2022: TEUR 21.149) hiervon Cash Pool-Forderungen von TEUR 0 (31.12.2022: TEUR 21.149).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten am Bilanzstichtag im Wesentlichen Forderungen aus Steuern von TEUR 1.790 (31.12.2022: TEUR 6.161) sowie Personalkostenweiterbelastungen von TEUR 52 (31.12.2022: TEUR 59).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Dem allgemeinen Kreditrisiko ist insgesamt durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 87 (Vj. TEUR 14) auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen worden.

3.4 Sonderposten für Zuwendungen

Der Sonderposten für Zuwendungen wird für erhaltene Investitionszuschüsse und für gesetzlich bestehende Ansprüche auf bzw. für erhaltene Investitionszulagen gebildet und wird entsprechend dem Abschreibungssatz der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Der Sonderposten für Zuwendungen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2022
TEUR
Auflösung
TEUR
Stand 31.12.2023
TEUR
Investitionszulage 757 34 723
Investitionszuschüsse 2.315 320 1.995
3.072 354 2.718

3.5 Verbindlichkeiten

Bezüglich der den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände besteht der branchenübliche verlängerte Eigentumsvorbehalt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen zum 31.12.2023 sonstige Verbindlichkeiten aus Cash Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 533 (Vj. TEUR 0). Per 31.12.2022 enthielten diese Verbindlichkeiten beschlossene Ausschüttungen (TEUR 17.000) und im Übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche am Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 11 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 25). Dabei handelt es sich um Buchverluste bei Abgängen aus dem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 11 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 25). Weiterhin sind Aufwendungen für die Restrukturierung in Höhe von TEUR 3.241 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 0) sowie Steuern für Vorjahre aus den Feststellungen der Betriebsprüfung (TEUR 3.156; Geschäftsjahr 2022: TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen von TEUR 99 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 60).

4.2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 1.780 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 1.574) und resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus den Feststellungen der Betriebsprüfung.

5 Sonstige Angaben

5.1 Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 172 (Geschäftsjahr 2022: 171) gewerbliche Mitarbeiter und 51 (Geschäftsjahr 2022: 47) Angestellte. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 7 (Geschäftsjahr 2022: 7) geringfügig Beschäftigten.

5.2 Organe der Gesellschaft

Es sind bzw. waren folgende Herren zum Geschäftsführer bestellt:

Financial Controller System Plast GmbH/Dresden

VP/GM Senior, Mequon, Wisconsin / Vereinigte Staaten von Amerika - vom 20. Februar 2024

FP&A & Commercial Finance Manager- Consumer Goods, Withefish Bay, USA - 9. August 2022 bis 1. April 2023 -

Senior Director Finance Regal Rexnord Motion Control Solutions/Milwaukee, USA - vom 1. April 2023 bis 4. Dezember 2023 -

Die Organbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2023 ca. TEUR 135 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 288).

5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt aus Leasingverträgen TEUR 356 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 647).

5.4 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist nach § 290 HGB ein Tochterunternehmen der Rotor Beheer B.V., Eibergen/Niederlande, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen (kleinster Kreis). Der Konzernabschluss ist auf der Webseite des Dutch Chamber of Commerce (KvK) unter der Registernummer (KvKnumber) 14095592 einsehbar.

Des Weiteren wird die Gesellschaft in den nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Regal Rexnord Corporation, Beloit/USA, einbezogen (größter Kreis). Der Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft ist auf der Internetseite https://www.sec.gov/ix?doc=/Archives/edgar/data/0000082811/000008281124000035/rbc-20231231.htm einsehbar. Im Rahmen der Verschmelzung des Geschäftsbereichs „Rexnord Process & Motion Control (PMC)“ der Rexnord Corporation, Milwaukee auf die Regal Beloit Corporation, Beloit/USA wurde die oberste Konzernmuttergesellschaft in Regal Rexnord Corporation, Milwaukee/USA umbenannt.

5.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschaftsversammlung vorschlagen, den im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.426.439,25 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 16.842.397,33 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

6 Nachtragsbericht

Im Juni 2025 wurde ein bedeutender Teil unseres Betriebsgeländes veräußert. Der verkaufte Abschnitt umfasst ca. 40 % der Gesamtfläche und wurde an die Firma DONCOM Immobilien eGbR übergeben. Der Verkauf erfolgte im Rahmen der strategischen Neuausrichtung und dient sowohl der finanziellen Konsolidierung als auch der Fokussierung auf die Kernkompetenzen der Gesellschaft.

Die notarielle Beurkundung erfolgte am 29. April 2025, der Besitzübergang erfolgte am 11. Juni 2025. Der erzielte Verkaufspreis liegt im geplanten Rahmen und stärkt die Liquiditätsbasis für anstehende Investitionen in die Produktionsmodernisierung und Digitalisierung.

Der laufende Betrieb bleibt von der Veräußerung unberührt. Alle Mitarbeitenden wurden rechtzeitig informiert, und es sind keine personellen Auswirkungen zu erwarten.

 

Dohna, den 9. Juli 2025

System Plast GmbH

Thomas Stemmermann, Geschäftsführer

Chad Jeffrey Hartley, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 461.535,73 0,00 0,00 0,00 461.535,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.331.680,75 0,00 0,00 3.189,03 14.328.491,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.792.600,09 47.117,70 1.977.944,02 2.530.697,74 31.286.964,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.217.686,57 8.656,73 -1.977.944,02 0,00 248.399,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.922,50 0,00 0,00 31.922,50 0,00
48.373.889,91 55.774,43 0,00 2.565.809,27 45.863.855,07
48.835.425,64 55.774,43 0,00 2.565.809,27 46.325.390,80
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 460.661,73 874,00 0,00 0,00 461.535,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.354.539,38 394.054,20 -53.252,85 3.189,03 7.692.151,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.390.451,24 809.952,81 1.590.634,87 2.381.582,63 29.409.456,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.776.903,57 1.242,80 -1.537.382,02 0,00 240.764,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
38.521.894,19 1.205.249,81 0,00 2.384.771,66 37.342.372,34
38.982.555,92 1.206.123,81 0,00 2.384.771,66 37.803.908,07
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 874,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.636.340,02 6.977.141,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.877.507,78 2.402.148,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.634,93 440.783,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 31.922,50
8.521.482,73 9.851.995,72
8.521.482,73 9.852.869,72

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss ‒ bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung sowie verkürztem Anhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach den §§ 276 Satz 1, 288 Abs. 2, 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, unter dem 9. Juli 2025 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die System Plast GmbH, Dohna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der System Plast GmbH, Dohna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der System Plast GmbH, Dohna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund-

sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 9. Juli 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zoltán Fodor, Wirtschaftsprüfer

Tobias Stoppok, Wirtschaftsprüfer“

 

Dohna, den 9. Juli 2025

System Plast GmbH

Thomas Stemmermann, Geschäftsführer

Chad Jeffrey Hartley, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der System Plast GmbH, Dohna, wurde mit Beschluss des Gesellschafters vom 15./21. Juli 2025 festgestellt.

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