Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 713055
Vorher
ROWI Electronics GmbH
Eingetragen
27.10.2011
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Handel, Logistik, Service, Einkauf und Vertrieb von Produkten für die Fachhandels- und die Baumarktunternehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Domenico Grupp
seit 14.4.2026
Prokura
Bahtiyar Gül
seit 14.4.2026
Prokura
Marc Stockenberger
seit 27.10.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ROWI Management Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ROWI Management Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROWI Germany GmbH

Forst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

ROWI GERMANY GMBH, FORST

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ROWI Germany GmbH ist ein produzierendes Handelsunternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung, dem internationalen Sourcing und dem Vertrieb von Nonfood-Produkten. Das Geschäftsmodell umfasst die gesamte Wertschöpfungskette - von der Produktidee über die Entwicklung und Qualitätssicherung bis hin zur Steuerung der globalen Lieferkette und der Betreuung im After-Sales-Service. Die Produktionsprozesse der Hersteller werden in enger Zusammenarbeit mit akkreditierten Prüfinstituten überwacht, wodurch hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards sichergestellt werden.

Das Sortiment der ROWI Germany GmbH ist breit aufgestellt und umfasst technische Produktsegmente wie Heiz- und Kühltechnik, Stromverteilung, Energiespeicherung sowie Lösungen zur dezentralen Energiegewinnung, Druckluftsysteme, Reinigungsgeräte sowie Grill- und Outdoorprodukte. Dieses Portfolio bildet den aktuellen Status quo ab. Zugleich arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Erweiterung des Sortiments um zusätzliche Produktkategorien. Grundlage hierfür sind systemgestützte Markt- und Trendrecherchen, die sowohl den Absatz- als auch den Beschaffungsmarkt umfassen. Auf der Absatzseite werden relevante Online-Shops, digitale Handelskanäle sowie regelmäßige Store-Checks im stationären Handel ausgewertet, um frühzeitig Nachfragetrends zu erkennen. Auf der Beschaffungsseite erhält das Unternehmen frühzeitigen Input zu technischen Innovationen und gewinnt zugleich wertvolle Einblicke in weitere internationale Absatzmärkte. Durch die Kombination dieser beiden Perspektiven können Entwicklungen frühzeitig erkannt und in die Produktentwicklung integriert werden. Diese Verbindung von etabliertem Portfolio und zukunftsorientierter Weiterentwicklung schafft eine robuste Grundlage für die nachhaltige Geschäftsentwicklung.

Die Kundenbasis besteht aus etablierten europäischen Einzelhandelsunternehmen, die sowohl über ein weitreichendes Filialnetz als auch über eigene Online-Shops im Discount- und Volumensegment aktiv sind. Durch die Einbindung in beide Vertriebskanäle - stationär und digital - ist eine kontinuierliche Marktpräsenz gewährleistet.

Die Produktionspartner und Lieferanten sind international aufgestellt. Während die Zusammenarbeit grundsätzlich global erfolgt, liegt der Schwerpunkt in Asien - insbesondere in China - als einem der zentralen Beschaffungsmärkte für Nonfood-Produkte. Ergänzend bestehen Partnerschaften mit europäischen Produzenten, die eine flexible und marktnahe Beschaffung in einzelnen Produktsegmenten ermöglichen. Diese Kombination aus globaler Reichweite und lokaler Spezialisierung schafft Stabilität, Kosteneffizienz und Qualitätskontrolle entlang der gesamten Lieferkette.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2023 um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit bestätigte sich die anhaltende konjunkturelle Schwäche nach einer Phase der Stagnation 2022 (+1,8 %). Im ersten Quartal 2024 konnte die deutsche Wirtschaft nur leicht zulegen (+0,2 % zum Vorquartal), sodass die konjunkturelle Dynamik im Betrachtungszeitraum insgesamt gering blieb.

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019 lag das BIP 2023/2024 weiterhin nur leicht darüber, was die zähe Erholung der deutschen Wirtschaft unterstreicht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung entwickelte sich 2023 uneinheitlich:

Dienstleistungsbereiche wie Information und Kommunikation sowie unternehmensnahe Dienstleistungen verzeichneten erneut Zuwächse, gestützt durch Digitalisierung und wachsende Nachfrage nach IT- und Beratungsleistungen.

Der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe zeigte gemischte Entwicklungen: Während der Online-Handel und der Tourismus zulegen konnten, blieb die Dynamik im stationären Einzelhandel verhalten.

Im Baugewerbe führten steigende Baukosten, höhere Zinsen und ein anhaltender Fachkräftemangel zu einem deutlichen Rückgang der Bauaktivitäten (-2,2 % im Jahr 2023).

Das Verarbeitende Gewerbe stagnierte nahezu (-0,1 %), belastet durch schwache Weltkonjunktur, gestiegene Energiepreise und eine nachlassende Auslandsnachfrage, insbesondere aus China.

Auch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten blieben herausfordernd: Der Welthandel entwickelte sich nur schwach, insbesondere aufgrund der Abschwächung in wichtigen Exportmärkten und geopolitischer Unsicherheiten. Die Inflation war im Jahresdurchschnitt 2023 mit rund 5,9 % weiterhin deutlich erhöht, wenn auch rückläufig gegenüber dem Vorjahr (2022: 6,9 %). Im ersten Halbjahr 2024 verlangsamte sich der Preisanstieg spürbar, was vor allem auf sinkende Energiepreise zurückzuführen war.

Die finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren geprägt von einer restriktiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Zur Bekämpfung der Inflation wurden die Leitzinsen im Jahresverlauf 2023 mehrfach angehoben, was zu deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen führte. Erst im Frühjahr 2024 zeichnete sich eine Stabilisierung ab, da die Inflation nachließ und eine mögliche geldpolitische Lockerung wieder diskutiert wurde.

Zusammenfassend war der Betrachtungszeitraum von einer stagnierenden Binnenkonjunktur, einem schwachen Welthandel, hohen Finanzierungskosten und anhaltender Inflation geprägt. Für die ROWI Germany GmbH bedeutete dies ein herausforderndes, aber auch berechenbares Umfeld, da die Nachfrage nach preissensiblen Konsumgütern im europäischen Handel stabil blieb.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023/2024 war der europäische Einzelhandel weiterhin durch eine gedämpfte Konsumstimmung geprägt. Inflation, steigende Zinsen und erhöhte Lebenshaltungskosten belasteten die Kaufkraft der privaten Haushalte. Nach Angaben von Destatis ging das reale Konsumvolumen im Jahr 2023 um rund 0,8 % zurück. Viele Verbraucher reagierten mit einer stärkeren Ausgabendisziplin und einer klareren Fokussierung auf preisgünstige Vertriebsschienen.

Diese Entwicklung spiegelte sich insbesondere im Nonfood-Segment wider. Während höherpreisige Fachmärkte und Baumärkte rückläufige Frequenzen verzeichneten, konnten die Discounter ihre Marktposition weiter ausbauen. Konsumenten achteten verstärkt auf Preis-Leistungs-Verhältnisse, verschoben Anschaffungen im mittleren Preissegment oder vermieden diese ganz. Das mittlere Marktsegment verliert damit kontinuierlich an Relevanz - eine Entwicklung, die strukturell zu einer weiteren Polarisierung zwischen Discount- und Premium-Angeboten führt.

Auch im E-Commerce zeigte sich diese Zweiteilung: Preisgetriebene Segmente normalisierten sich nach dem überproportionalen Wachstum infolge der Corona-Pandemie und bewegten sich teilweise auf niedrigerem Niveau, während Anbieter im Premium- und A-Markensegment vielfach ein stabiles oder sogar wachsendes Geschäft verzeichnen konnten. Der Onlinehandel bleibt damit insgesamt ein zentraler Vertriebskanal, dessen Bedeutung im Branchenmix langfristig weiter zunehmen dürfte.

Zusätzlich waren viele Einzelhändler im Geschäftsjahr 2023/2024 noch mit hohen Lagerbeständen konfrontiert. Ursache hierfür waren sowohl Überbestellungen nach der Pandemie - in Erwartung einer Fortsetzung der außergewöhnlich hohen Nachfrage - als auch Restbestände aus der Corona-Zeit. Dies führte insbesondere im Nonfood-Bereich zu einer deutlichen Marktbelastung, verstärkte den Preisdruck entlang der gesamten Lieferkette und führte zu verzögerten Nachorder-Zyklen.

Auf der Beschaffungsseite blieb Asien - insbesondere China - der wichtigste Produktionsstandort. Gleichzeitig gewannen alternative Beschaffungsmärkte in Südostasien und Osteuropa an Bedeutung, um Risiken zu diversifizieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Schwankende Seefrachtraten, gestiegene Energiepreise und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit und Compliance erhöhten die Komplexität der internationalen Lieferketten.

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf rund EUR 37,8 Mio. (Vorjahr: EUR 55,6 Mio.) und lagen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Gesamtleistung reduzierte sich entsprechend von EUR 55,2 Mio. auf EUR 37,8 Mio. Trotz dieses Rückgangs erhöhte sich die Anzahl der betreuten Projekte auf 61 (Vorjahr: 57), was die stabile Marktstellung des Unternehmens unterstreicht, wenngleich die durchschnittlichen Projektvolumina rückläufig waren. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 2,5 Mio. deutlich über dem Vorjahr (EUR 0,3 Mio.) und resultieren im Wesentlichen aus der Übertragung nicht operativer Forderungen zum Nennwert an die Muttergesellschaft 21st Holding GmbH im Rahmen der Vorbereitung auf die Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe. Der Umsatzrückgang um rund 32,0 % war im Wesentlichen auf hohe Lagerbestände im europäischen Einzelhandel sowie ein vorsichtigeres Bestellverhalten der Handelspartner infolge der nachlassenden Kaufkraft zurückzuführen.

Der Materialaufwand verringerte sich im Berichtsjahr auf EUR 31,6 Mio. (Vorjahr: EUR 48,1 Mio.) und entsprach damit 83,6 % (Vorjahr: 87,1 %) der Gesamtleistung. Die deutliche Verbesserung der Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen auf eine veränderte Projektstruktur im Bereich der Beschaffungslogistik zurückzuführen. Der Rohertrag I beläuft sich somit auf EUR 8,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,4 Mio.).

Die Personalaufwendungen stiegen im Berichtsjahr von EUR 1,4 Mio. auf EUR 1,7 Mio. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit den bereits eingeleiteten Vorbereitungen auf das Geschäftsjahr 2024/2025, in dem die Zahl der betreuten Projekte deutlich von 61 auf 82 angestiegen ist (+34,4 %). Der Rohertrag II belief sich somit im Berichtsjahr auf EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr auf EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für projektbezogene Dienstleistungen, die überwiegend variabler Natur sind, sowie aus Investitionen in die organisatorische Weiterentwicklung im Hinblick auf die künftige Wachstumsstrategie. Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.).

Die Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr 2023/2024 auf EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus aktivierten Investitionen in Produktionswerkzeuge im Rahmen der eigenen Produktentwicklung sowie aus höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit der konsequent vorangetriebenen Digitalisierungsstrategie. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Berichtsjahr auf EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf EUR -1,4 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.). Die Erhöhung des Aufwands resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zinsniveau sowie der Integration von Dynamic Discounting. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich dadurch auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.).

Nach Steuern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Jahresüberschuss von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Trotz des niedrigeren Ergebnisses erhöhte sich der Bilanzgewinn zum Stichtag infolge des Gewinnvortrags auf EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.).

b) Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag belief sich die Bilanzsumme der ROWI Germany GmbH auf EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.) und erhöhte sich damit um EUR 6,3 Mio. bzw. 75,4 %.

Das Anlagevermögen lag bei EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) und stellte damit 14,2 % (Vorjahr: 17,5 %) der Bilanzsumme dar. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in Produktionswerkzeugen für die eigene Produktentwicklung im Bereich der Sachanlagen sowie in immaterielle Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit der vorangetriebenen Digitalisierungsstrategie.

Das Umlaufvermögen steigerte sich auf EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) und entsprach damit 83,8 % (Vorjahr: 78,5 %) der Bilanzsumme. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Vorräte aufgrund des starken Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2024/2025 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, während die sonstigen Vermögensgegenstände durch die Übertragung nicht operativer Positionen an die Muttergesellschaft abnahmen.

Das Eigenkapital stieg zum Bilanzstichtag auf EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) und entspricht damit einer Quote von 14,7 % (Vorjahr: 23,8 %) der Bilanzsumme. Die Verringerung der Quote ist im Wesentlichen auf den überproportionalen Anstieg der Bilanzsumme infolge der Vorratsaufstockung für das Umsatzwachstum in 2024/2025 sowie auf vorbereitende Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung der Wachstumsstrategie zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich auf EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Die Erweiterung der Banklinien erfolgte planmäßig zur Finanzierung des Wachstums.

Der vereinfachte Cashflow aus Jahresergebnis und Abschreibungen belief sich auf TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 651). Dabei war das Unternehmen jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Zur Finanzierung des operativen Geschäfts wurden im Berichtszeitraum zusätzliche Banklinien in Höhe von TEUR 6.500 sowie verlängerte Lieferantenzahlungsziele in Anspruch genommen. Investitionen erfolgten überwiegend aus Eigenmitteln.

Zusammenfassend zeigt sich die Vermögens- und Finanzlage trotz des rückläufigen Umsatzniveaus als stabil. Die Bilanzstruktur verdeutlicht eine solide Eigenkapitalbasis, eine gesicherte Liquidität sowie eine ausgewogene Finanzierung des laufenden Geschäfts. Die Liquidität wird laufend über ein internes Monitoring-Tool überwacht und aktiv gesteuert.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 können wir bereits von einer positiven Entwicklung berichten. Nach dem Umsatzrückgang im Vorjahr 2023/2024 (EUR 37,8 Mio.) hat sich die Nachfrage deutlich erholt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf über EUR 60 Mio. und lagen damit wieder deutlich über Plan. Die Erholung wurde vor allem durch die weitgehende Bereinigung der Überbestände im europäischen Einzelhandel sowie durch wiederkehrende Nachorderzyklen getragen.

Diese Entwicklung bestätigt die strategische Ausrichtung des Unternehmens: Die konsequente Fokussierung auf Preis-Leistungs-Sortimente im Discountbereich, der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie gezielte Investitionen in Produktinnovationen haben wesentlich zum Wachstum beigetragen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 liegen bereits vertraglich fixierte Aufträge im Umfang von EUR 67 Mio. vor. Dies unterstreicht die anhaltend robuste Nachfrage und die starke Positionierung des Unternehmens im Markt.

Auf der Beschaffungsseite zeigt sich ein insgesamt stabiles Umfeld. Rohstoff- und Frachtraten bewegen sich nach der hohen Volatilität der Pandemiejahre auf einem weitgehend berechenbaren Niveau. Geopolitische Unsicherheiten - insbesondere in Osteuropa und im Nahen Osten - bergen weiterhin Risiken für globale Lieferketten, die wir durch Diversifikation der Beschaffungsmärkte und flexible Steuerung der Logistik aktiv managen.

Unsere strategischen Schwerpunkte liegen unverändert auf der konsequenten Weiterentwicklung unserer digitalen Transformation. Dazu zählen die Automatisierung zentraler Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, der verstärkte Einsatz datenbasierter Steuerungssysteme sowie die Einführung innovativer Technologien zur Effizienzsteigerung in Beschaffung, Logistik und Vertrieb. Ergänzend setzen wir digitale Instrumente gezielt für Markt- und Trendrecherchen ein, um frühzeitig relevante Entwicklungen zu identifizieren und in die Produktentwicklung zu integrieren.

Darüber hinaus entwickeln wir bestehende Prozesse entlang der Wertschöpfungskette schrittweise zu skalierbaren Serviceeinheiten. Dies ermöglicht nicht nur Effizienzgewinne, sondern eröffnet auch neue Potenziale für künftige Geschäftsfelder. Auf diese Weise wird die digitale Transformation zum zentralen Motor einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung.

Zusammenfassend erwarten wir nach einem schwächeren Geschäftsjahr 2023/2024, einer deutlichen Erholung im Geschäftsjahr 2024/2025 und einem bereits gesicherten Auftragsvolumen von EUR 67 Mio. für 2025/2026 eine nachhaltig positive Entwicklung von Umsatz, Ertrag und Marktstellung.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Transparenz und Organisation der Unternehmensabläufe

Die Unternehmensorganisation baut auf klar definierten Prozessen und einem abgestuften Kontrollsystem auf. Wesentliche Geschäftsvorgänge unterliegen der direkten Prüfung durch das Management. Ein cloudbasiertes ERP-System bildet gemeinsam mit einem Headless-UI, einem PIM-System, einem integrierten Projektmanagement-Tool sowie einem Service- und CRM-System für den After-Sales-Service die Grundlage für effiziente Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Diese digitale Infrastruktur gewährleistet eine hohe Transparenz, ermöglicht eine flexible Skalierbarkeit und erlaubt eine nahtlose Zusammenarbeit dezentraler Teams in unterschiedlichen Zeitzonen.

2. Cybersecurity und Datenschutz

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Cloud-Nutzung gewinnt die Absicherung sensibler Daten und Systeme zentrale Bedeutung. Potenzielle Risiken reichen von unbefugtem Zugriff und Datenverlust bis hin zu gezielten Cyberangriffen, die wirtschaftliche Schäden wie Betriebsunterbrechungen, Vertragsrisiken oder Reputationsverluste verursachen könnten.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt das Unternehmen auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit redundanten Daten-Backups, interner und externer Netzwerksicherheit, konsequenter Verschlüsselung sämtlicher Datenübertragungen sowie regelmäßigen System-Updates.

Ergänzend bestehen spezialisierte Cyber-Versicherungen, die im Schadensfall finanzielle Risiken abfedern. Die Einhaltung der Sicherheitsstandards wird durch regelmäßige externe Audits überprüft, die zugleich Voraussetzung für den Versicherungsschutz sind. Diese Maßnahmen gewährleisten ein hohes Schutzniveau, sichern die Geschäftskontinuität und reduzieren mögliche Auswirkungen auf Kundenbeziehungen, Lieferketten und die Reputation des Unternehmens nachhaltig.

3. Produkthaftung und Qualitätsmanagement

Die Produktionsprozesse der Hersteller im asiatischen Beschaffungsmarkt unterliegen einem durchgängigen Qualitätsmanagementsystem, das projektbezogen und projektübergreifend implementiert ist sowie in enger Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfstellen überwacht wird. Der mehrstufige Prüfprozess umfasst die Einhaltung gesetzlicher Standards, die Sicherstellung zentraler Sicherheitsanforderungen sowie die Überprüfung der Produktperformance.

Alle Prüfstufen werden zu Beginn der Produktion definiert und im laufenden Prozess kontinuierlich validiert. Bereits während der Herstellung erfolgen Zwischenprüfungen, bevor am Ende der Fertigung eine 100%-Kontrolle vor Verschiffung durchgeführt wird.

Darüber hinaus sind sämtliche Produktionsstätten nach ISO 14001 zertifiziert und BSCI-auditiert. Damit ist gewährleistet, dass sowohl ein systematisches Umweltmanagement als auch verbindliche Sozialstandards in allen Fertigungsprozessen fest verankert sind. Diese Standards reduzieren ökologische und soziale Risiken und stärken zugleich die langfristige Verlässlichkeit der Produktionspartner.

Durch die Kombination aus mehrstufigen Prüfungen, zertifizierten Managementsystemen und klar strukturierten Kontrollprozessen werden Qualitäts- und Produkthaftungsrisiken wirksam reduziert.

4. Lieferkette und Logistik

Die Warenlogistik folgt einem klar strukturierten Prozess, der eine effiziente Abwicklung und transparente Steuerung der Transporte vom Produktionsstandort in Asien bis zu den europäischen Verteilzentren sicherstellt. Eigene Distributionsrisiken entstehen nicht, da ausschließlich kundenauftragsbezogen produziert und verschifft wird; Rücknahmevereinbarungen sind ausgeschlossen.

Feste Frachtraten und vertraglich gesicherte Transportkonditionen gewährleisten eine hohe Kalkulationssicherheit. Sämtliche Transporte sind zudem durch eine door-to-door-Transportversicherung abgedeckt, die wirtschaftliche Risiken während des gesamten Lieferwegs minimiert. Bestands- und Logistikrisiken sind durch diese Struktur weitgehend reduziert.

5. Finanz- und Währungsrisiken

Potenzielle Forderungsausfallrisiken werden aufgrund der hohen Bonität der Kunden als gering eingeschätzt. Zur weiteren Absicherung nutzt das Unternehmen ein eigenes Liquiditäts-Tool, das eine rollierende Liquiditätsplanung ermöglicht und so eine vorausschauende Steuerung der Zahlungsströme gewährleistet. Zudem tragen vertraglich fixierte Seefrachten und Logistikkosten zu einer hohen Kalkulationssicherheit bei.

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt das Unternehmen auf Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoptionen. Ergänzend steht ein internes Monitoring-Tool zur Verfügung, das das aktuelle Währungsrisiko in Echtzeit ausweist. Zur Risikosteuerung erfolgt eine laufende Überwachung der Fremdwährungspositionen sowie ein systematischer Abgleich der kalkulierten mit den tatsächlich gesicherten Kursen. Dadurch ist eine hohe Transparenz gegeben und das Unternehmen kann flexibel auf Marktveränderungen reagieren.

6. Chancenperspektive

Neben den dargestellten Risiken bestehen für das Unternehmen vielfältige Chancen, die sich aus seiner strategischen Positionierung ergeben. Insbesondere die kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios durch gezielte Innovationen eröffnet Potenziale für nachhaltiges Wachstum.

Darüber hinaus bieten die konsequente Digitalisierung und die Entwicklung skalierbarer Service-Einheiten im Sinne eines „XaaS-Ansatzes“ die Möglichkeit, bestehende Prozesse nicht nur effizienter zu gestalten, sondern auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Diese strategische Ausrichtung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet zusätzliche Ertragsquellen.

Auch die enge Zusammenarbeit mit international etablierten Handelspartnern schafft Chancen für eine stetige Ausweitung des Geschäftsvolumens. In Verbindung mit der stringenten Umsetzung von Qualitäts-, Nachhaltigkeits- und Compliance-Standards positioniert sich das Unternehmen als verlässlicher Partner im internationalen Handel und kann so langfristig von einem wachsenden Marktumfeld profitieren.

Gesamteinschätzung der Chancen- und Risikolage

Die identifizierten Risiken werden durch etablierte Kontrollmechanismen und ein kontinuierliches Risikomanagementsystem überwacht und begrenzt. Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Den dargestellten Risiken stehen substanzielle Chancen gegenüber, die sich insbesondere aus Produktinnovationen, der fortschreitenden Digitalisierung und der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells ergeben. Insgesamt wird die Risikolage als beherrschbar eingeschätzt, während die Chancen eine positive Geschäftsentwicklung begünstigen.

V. Bericht zu Unternehmensethik, Nachhaltigkeit und ESG-Standards

Im Vorjahresbericht wurde die Verpflichtung auf den amfori BSCI-Verhaltenskodex sowie die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden diese Maßnahmen konsequent fortgeführt und weiterentwickelt.

Das Unternehmen ist weiterhin verpflichtet, die im amfori BSCI-Kodex verankerten sozialen Kriterien einzuhalten. Diese basieren auf internationalen Abkommen zum Schutz von Arbeitnehmerrechten und betreffen insbesondere Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Vergütung, Kinder- und Zwangsarbeit, Vereinigungsfreiheit, Nichtdiskriminierung sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Produktionspartner des Unternehmens sind angehalten, diese Standards umzusetzen; die Einhaltung wird regelmäßig überprüft.

Darüber hinaus sind sämtliche Produktionsstätten nach ISO 14001 zertifiziert. Das Umweltmanagementsystem stellt sicher, dass ökologische Risiken systematisch erfasst und kontinuierlich Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden. Durch die Verbindung von sozialen und ökologischen Standards ist ein integrierter Nachhaltigkeitsansatz im Unternehmen etabliert.

Im Rahmen der eigenen Klimastrategie erfolgt zudem die Zusammenarbeit mit externen Partnern zur Erfassung, Reduzierung und Kompensation von CO2 -Emissionen. Schwerpunkt bilden die Optimierung logistischer Abläufe, der Einsatz emissionsärmerer Transportlösungen sowie die Berücksichtigung von Kompensationsmaßnahmen für unvermeidbare Emissionen.

Die dargestellten Maßnahmen tragen dazu bei, die Einhaltung relevanter ESG-Standards sicherzustellen und gleichzeitig ökologische und soziale Risiken innerhalb der Lieferkette zu minimieren.

VI. Gesamteinschätzung

Die ROWI Germany GmbH verfügt über ein robustes Geschäftsmodell, das durch klare Prozesse, konsequentes Risikomanagement und die Einbindung von Nachhaltigkeits- und ESG-Standards abgesichert ist. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten wird die Geschäftslage als stabil und die Risiken als beherrschbar eingeschätzt. Zugleich bestehen substanzielle Chancen, die aus der fortlaufenden Erweiterung des Produktportfolios, der konsequenten Digitalisierung sowie der engen Zusammenarbeit mit etablierten Handelspartnern resultieren. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung eine positive Geschäftsentwicklung und sieht das Unternehmen für die kommenden Jahre solide aufgestellt.

 

Forst, den 31. Juli 2025

ROWI GERMANY GMBH

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 30. JUNI 2024

ROWI GERMANY GMBH, FORST

AKTIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.098.726,13 1.472.721,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 894.987,06 625.669,86
II. Sachanlagen 603.739,07 247.051,73
III. Finanzanlagen 600.000,00 600.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 12.345.188,23 6.598.847,04
I. Vorräte 2.055.833,98 684.024,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.289.354,25 5.793.037,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 121.784,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 296.191,12 330.323,44
14.740.105,48 8.401.892,07

PASSIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.167.328,78 2.000.109,85
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 281.416,66 281.416,66
III. Gewinnrücklagen 18.583,34 18.583,34
IV. Bilanzgewinn 1.842.328,78 1.675.109,85
B. RÜCKSTELLUNGEN 620.488,00 1.059.576,00
C. VERBINDLICHKEITEN 11.952.288,70 5.342.206,22
- Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- soziale Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
14.740.105,48 8.401.892,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
EUR
2022/23
EUR
1. Rohergebnis 8.783.289,99 7.371.046,57
2. Personalaufwand -1.723.539,65 -1.363.084,41
a) Löhne und Gehälter -1.542.233,91 -1.252.988,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -181.305,74 -110.095,78
- davon für Altersversorguzng: EUR 1.620,00 (Vorjahr: EUR 540,00)
3. Abschreibungen -157.738,77 -101.809,38
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -157.738,77 -101.809,38
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.217.108,95 -4.305.810,88
5. Betriebsergebnis 1.684.902,62 1.600.341,90
6. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 18.000,00 18.000,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.644,60 6.230,10
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.421.448,56 -764.734,06
9. Finanzergebnis -1.385.803,96 -740.503,96
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -129.178,07 -309.099,91
11. Ergebnis nach Steuern 169.920,59 550.738,03
12. Sonstige Steuern -2.701,66 -1.376,97
13. Jahresüberschuss 167.218,93 549.361,06
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.675.109,85 1.125.748,79
15. Bilanzgewinn 1.842.328,78 1.675.109,85

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

ROWI GERMANY GMBH, FORST

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ROWI Germany GmbH hat ihren Sitz in Forst. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 713055 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewandt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von eins bis zehn Jahren.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und der Abgang wird unterstellt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand verbucht.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurde in Vorjahren ein Sammelposten gebildet und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden sofort als Aufwand verbucht.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen angemessen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Fremdwährungsanschaffungskurs (gesicherter Kurs) eingebucht. Nicht gesicherte Währungspositionen wurden zum Tageskurs eingebucht. Differenzen werden im Konto „Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung“ verbucht.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 sind im Anschluss an den Anhang im Anlagenspiegel dargestellt.

4.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.3 Eigenkapital

In dem in der Bilanz ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.675 (Vorjahr TEUR 1.126) enthalten.

4.4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 56
Werbekosten 100
Personalkosten 37
Abschluss und Prüfung 28
Gewährleistungen 75
Summe 296

4.5 Verbindlichkeiten

Gesamt
TEUR
Gesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.136 4.500 2.932 2.000 750 0
und Leistungen 2.791 184 2.791 184 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 6 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.025 652 3.025 652 0 0
Gesamt 11.952 5.426 8.748 2.842 750 0
>5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.454 2.500
und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
Gesamt 2.454 2.500

Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.931 sind durch eine Abtretung der Warentransportversicherung gesichert.

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Laufzeit bis 1 Jahr
EUR
Laufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Laufzeit über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Miet- und Leasingverbindlichkeiten 216.216,00 864.864,00 216.216,00 1.297.296,00
216.216,00 864.864,00 216.216,00 1.297.296,00

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich saldiert auf TEUR - 150 (Vorjahr TEUR 51). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus Währungsdifferenzen aus der Differenz des Devisentermingeschäftes zum Tagesumrechnungskurs bei Zahlung. Darüber hinaus können auf Grund von kleineren Mengenänderungen Differenzpositionen zwischen Sicherungskurs und Tageskurs entstehen. Dem Risiko möglicher Forderungsausfälle wurde durch die Anpassung /Bildung von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen von insgesamt TEUR 21 (Vorjahr TEUR -21) entgegengewirkt.

6. Sonstige Pflichtangaben

6.1 Angabe zur Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 19.

6.2 Geschäftsführung

Geschäftsführer: Herr Marc Stockenberger, Dipl.-Betriebswirt (FH)

6.3 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Forst, den 31. Juli 2025

ROWI GERMANY GMBH

Geschäftsführung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ROWI Germany GmbH, Forst

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROWI Germany GmbH, Forst, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROWI Germany GmbH, Forst, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 24. August 2025

SiegRevision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer

Nachrichtlich: der vorliegende Abschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 31.8.2025 unverändert festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.