AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH
Königslacher Straße 15, 60528 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Karpinski seit 4.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS I.1. GESCHäFTSMODELL Wir bieten in Frankfurt Neuwagen, Jahreswagen, Gebrauchtwagen und Servicekompetenz. Wir sind Vertragshändler und Servicepartner der Marken Volkswagen, Skoda und Audi. II. WIRTSCHAFTSBERICHT II.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Der Jahresverlauf 2023 der deutschen Wirtschaft war von einer wirtschaftlichen Stagnation inklusive hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten gekennzeichnet. Die Inflationsrate betrug im Jahr 2023 5,9 % und ist damit weiterhin auf einem hohen Stand, obwohl diese unter dem Vorjahr (6,9 %) lag. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die trotz der Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Jahr 2023 wurden insgesamt etwa 1,9 Millionen Pkw durch gewerbliche Halter zugelassen. Auf private Halter entfielen etwa 0,9 Millionen Neuzulassungen. Das entspricht einem Anteil von rund 67 % gewerblich zugelassener Neuwagen und etwa 33 % privat zugelassener Neuwagen. In der Jahresbilanz stehen somit insgesamt 2,84 Millionen Neuwagenzulassungen, das sind +7,3 Prozent mehr als 2022. Bei allen Deutschen Marken zeigte sich das Jahr 2023 positiv. Volkswagen (+3.9 %) bleibt der führende Hersteller in Deutschland, Mercedes-Benz (+5.3 %) und BMW (+4.5 %) verzeichnen ein stabiles Wachstum, was auf eine hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen und Elektromodellen hinweist. Mit einem moderaten Anstieg bleibt Audi (+2.6 %) ein wichtiger Akteur im Premiumsegment. Opel (+2.6 %) zeigt positive Marktresonanz für die neuen Modelle. Die Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes für das Jahr 2023 zeigen insgesamt eine positive Entwicklung. Trotz der anhaltenden Herausforderungen durch Lieferkettenprobleme und steigende Rohstoffpreise konnten die meisten Hersteller ihre Marktposition halten oder sogar verbessern. Mit einem Neuzulassungsanteil von 30,1 % bildeten die SUVs (+10,0 %) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse mit 16,3 % (+10,0 %) und den Kleinwagen mit 11,9 % (+2,6 %). Der Anteil benzinbetriebener Pkw lag mit 34,4 % über dem Vorjahresniveau von 32,6 %, während der Anteil dieselbetriebener Pkw in der Jahresbilanz mit 17,1 % gegenüber dem Vorjahr 0,7 % zurück ging. Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. Fahrzeuge mit Hybridantrieb kamen auf einen Anteil von 29,5 %, darunter die Plug-in-Hybride mit 6,2 %, Elektro-Pkw mit 18,4 % und flüssiggasangetriebener Pkw 0,5 %. Die Anteile erdgasbetriebener Pkw verringerten sich deutlich auf 0,0 %. Die CO 2 -Emission der Pkw stieg 2023 um 4,9 % an. Die Neuzulassungsstatistik wies auf dem Nutzfahrzeugemarkt für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von +8,4 % aus. Davon stiegen die Sattelzugmaschinen mit +30,1 %, gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5 %, die Kraftomnibusse um +12,5 % und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um +0,3 % zu. Trotz des plötzlichen Förderstopps im Dezember legte die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos auf rund 54.700 zu. Im November waren es noch knapp 45.000 Einheiten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat wurde jedoch ein Rückgang um 47,6 % verzeichnet. Ende 2022 war der Kauf reiner Elektroautos noch stärker vom Staat gefördert worden, viele Interessenten zogen ihre Käufe vor und sorgten so für außergewöhnlich hohe Neuzulassungszahlen. Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung des deutschen Automarktes im Jahr 2023 wurde bereits zum Jahresende eine rückläufige Entwicklung im Vergleich zu den Monaten des Vorjahres festgestellt. Das moderate Wirtschaftswachstum, steigende Rohstoffpreise, anhaltende Lieferkettenprobleme und die Inflation beeinflussten die gesamte Wirtschaft und damit auch die Automobilindustrie. Gleichzeitig führten technologische Innovationen, regulatorische Anforderungen, veränderte Marktnachfrage und der globale Wettbewerbsdruck zu tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der Branche. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die deutsche Automobilindustrie gut positioniert, um durch Investitionen in neue Technologien und nachhaltige Praktiken ihren globalen Führungsanspruch zu behaupten. II.2. DARSTELLUNG DES GESCHäFTSVERLAUFES Auch im Geschäftsjahr 2023 waren die Auslieferungen von Neufahrzeugen aufgrund des Halbleiter- und Chipmangels erheblich reduziert. Die hinzukommende wirtschaftliche Unsicherheit und Inflation sowie ein wachsendes Umweltbewusstsein verstärkten den Verkauf von Gebrauchtwagen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022. Aufgrund des starken Wettbewerbs, den konsumentenseitigen Einsparungen bei Reparaturen, den längeren Service-Intervallen der Fahrzeuge, der erhöhten Fahrzeug- und Ersatzteilequalität und dem dadurch geringeren Ersatzbedarf im Verschleißteilebereich bleibt es schwer, zusätzliche Marktanteile in diesem Geschäftsfeld zu generieren. Erschwerend werden hier in Zukunft noch die erwartungsgemäß steigenden Marktanteile von Elektrofahrzeugen einwirken, deren Wartungsbedarf niedriger sein wird als bei konventionellen Verbrennern. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war insgesamt nicht zufriedenstellend. Gemäß unserer Vorjahresprognose konnte der Umsatz im Jahresvergleich leicht gesteigert werden. Bei einer leicht verbesserten Materialaufwandsquote war das Jahresergebnis infolge von Kostensteigerungen entgegen unseren Erwartungen aber leicht negativ. II.3. DARSTELLUNG DER LAGE VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 um +1.181 T€ auf 7.663 T€ erhöht. Auf der Aktivseite haben sich im Geschäftsjahr 2023 vorwiegend das Vorratsvermögen um +663 T€ auf 3.199 T€, die liquiden Mittel um 331 T€ auf 1.173 T€ sowie das Anlagevermögen um 300 T€ auf 1.963 erhöht. Gegenläufig sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 82 T€ auf 900 T€ sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um 29 T€ auf 413 T€. Das Vermögen besteht zu 22,4 % (1.784 T€) aus Vorführwagen und Euromobilen, die unter dem Anlagevermögen ausgewiesen werden, sowie zu 36,8 % (2.823 T€) aus zum Verkauf bestimmte Neu- und Gebrauchtwagen. Auf der Passivseite erhöhten sich vorwiegend die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.019 T€ auf 3.701 T€, was im Zusammenhang mit den gestiegenen Fahrzeugbeständen stand. Das Eigenkapital reduzierte sich in Höhe des Jahresfehlbetrages um 35 T€ auf 1.135 T€, aufgrund der höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote auf 14,8 % (Vorjahr: 18,0 %) gesunken. FINANZLAGE Der Cashflow aus operativer Tätigkeit beträgt insbesondere infolge des Aufbaus des Vorratsvermögens -695 T€ (Vorjahr: -743 T€). Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 1.173 T€. Die kurzfristigen Kontokorrentkredite betrugen zum Stichtag 1.342 T€, so dass saldiert ein negativer Finanzmittefonds von 169 T€ bestand (Vorjahr -209 T€). Im Geschäftsjahr 2023 war unsere Gesellschaft zu jeder Zeit liquide, sodass wir zu jedem Zeitpunkt alle finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllen konnten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Monatliche Auswertungen im Rahmen eines Finanzstatus zeigen die Guthabenbestände sowie die Inanspruchnahme der Kreditlinien auf. Es erfolgt eine aktive Liquiditätssteuerung. ERTRAGSLAGE Der Anstieg der Umsatzerlöse um insgesamt 962 T€ ist von zwei wesentlichen Entwicklungen geprägt. Während sich die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen um 429 T€ und von Gebrauchtwagen um 405 T€ sowie die Erlöse aus dem Kundendienst um 230 T€ erhöhten, verringerten sich die Erlöse aus dem Verkauf von Vorführwagen um 407 T€. Die Materialaufwendungen haben sich unterproportional hierzu entwickelt und die Materialaufwandsquote ging von 67,2 % im Vorjahr auf 66,7 % zurück. Das Rohergebnis lag mit 6.440 T€ um rund 689 T€ über dem des Vorjahres. Die Personalaufwendungen erhöhte sich im Berichtsjahr um T€ 617 (18,7 %) auf T€ 3.912. Dies resultiert wesentlich aus höheren freiwilligen Leistungen und Verkaufsprovisionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 78 T€ oder 4,4 % auf 1.855 T€. Das Finanzergebnis verringerte sich aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen infolge einer höheren Inanspruchnahme an Fremdmitteln und eines höheren Zinsniveaus um 114 T€ auf -162 T€. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 35 T€. II.4. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt unterjährig anhand von Kennzahlen aus den Monatsabschlüssen. Hier erfolgt ein Soll-/Ist-Abgleich mit Abweichungsanalyse. Neben der Deckungsbeitragsanalyse der einzelnen Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen, After-Sales) wird auch der Auftragseingang, die Auslieferungen, der Auftragsbestand sowie die Fahrzeugbestände analysiert und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Wesentliche Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, die Materialaufwandsquote und das Ergebnis. Die positive Beurteilung der Unternehmensfortführung sowie die Erarbeitung der zukünftigen Unternehmensstrategie erfolgte anhand konkreter Planungs- und Bewertungsunterlagen und insbesondere anhand eines Finanzplans. III. AUSBLICK UND ZUKÜNFTIGE GESCHÄFTLICHE ENTWICKLUNG Für unser Unternehmen streben wir eine positive Entwicklung im Folgejahr an. Maßgeblich wird in diesem Zusammenhang u. a. sein, wie die Vorgaben der Regierung und die Lieferfähigkeit der Hersteller sein werden. Die aktuell stattfindende Transformation in unserer Branche nehmen wir aufmerksam wahr. Diese Veränderung erfordert Investitionen in die strukturelle Neuausrichtung vieler Geschäftsprozesse, welche wir aktiv angehen. Zentrale Investitionen erfolgen in die IT sowie IT-Sicherheit, die Digitalisierung und die Elektromobilität. Ergänzt werden diese Themen mit einer stärker gesteuerten Schulung der eigenen Mitarbeiter und effizienteren Mitarbeiterstruktur. Nach unserer Einschätzung wird das Servicegeschäft weiterhin mit den Auswirkungen der aktiven Schadensteuerung im Versicherungsbereich wettbewerbsintensiv bleiben. Dies gilt sowohl für den Bereich der Unfallinstandsetzung (Schadensmanagement), als auch der Instandhaltung (Wartung). Diese Prognosen decken sich auch in diesem Jahr im Großen und Ganzen auch mit denen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK). Wir schließen uns dieser Markteinschätzungen der Verbände an und richten unser Unternehmen entsprechend aus. Positiv zu verzeichnen ist, dass mit der zunehmenden Komplexität moderner Fahrzeuge, die mit fortschrittlicher Elektronik und speziellen Werkzeugen gewartet werden müssen, auch die Anforderungen an Werkstätten steigen. Dies begünstigt Vertragswerkstätten wie uns, die über die notwendige Ausrüstung und geschultes Personal verfügen. Da wir davon ausgehen, dass der Gebrauchtwagen-Markt weiterhin gefragt ist und die durchschnittliche Haltedauer der Fahrzeuge weiter steigt, und damit mehr Reparaturen durchgeführt werden, erwarten wir im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht steigende Umsatzerlöse und bei einer gleichbleibenden Materialaufwandsquote ein leicht positives Jahresergebnis. IV. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKüNFTIGEN ENTWICKLUNG IV.1. RISIKOBERICHT Branchenbezogene Risiken Die Konjunkturindikatoren weisen zwar eine Trendwende aufgrund der leicht steigenden Kaufkraft in Deutschland auf, dennoch sind die Risiken angesichts der schwachen Auftragslage und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten hoch. Insbesondere führten die Entwicklung im Nahen Osten zu Kaufzurückhaltung sowohl bei Privatleuten als auch bei Unternehmen. Die Automobilbranche erwartet ein Jahr ohne großes Absatzwachstum. Die Zeiten des starken Wachstums sind vorbei. Diese Entwicklung sorgt für unterausgelastete Fabriken bei Autobauern und Zuliefern und belastet zugleich deren Gewinnmargen. Dass in Deutschland nun auch die Kaufprämien für Elektroautos gestrichen wurden, sorgt zusätzlich für Druck. Die Nachfrage nach Elektroautos ist nicht so hoch wie erwartet und wird durch den Preisdruck auf die deutsche Autoindustrie durch chinesische Hersteller verstärkt. Die Margen der deutschen Hersteller werden somit auch sinken. Die Automobilindustrie steht in den nächsten fünf bis sieben Jahre vor der Herausforderung sowohl substanziellen Investitionen in Zukunftstechnologien als auch gleichzeitig einer strenger Kostendisziplin zu folgen. Ertragsorientierte Risiken Der Wettbewerb hat infolge des zunehmenden Vertriebs von Fahrzeugen über das Internet tendenziell zugenommen. Die Transparenz der Preise hat sich zugunsten der Kunden verbessert und kann sich negativ auf Margen auswirken. Ein Risiko ist in den noch bestehenden Rücknahmeverpflichtungen von Leasingrückläufern zu sehen. Hier stellen die zu Leasingbeginn kalkulierten Restwerte potentielle Verlustrisiken dar, da diese Preise aufgrund des herstellerseitig erzeugten Absatzdrucks nicht immer den zu realisierenden Transaktionspreisen der Automobilbörsen, also dem tatsächlichen Transaktionspreis am Markt, entsprechen. Das Risiko wird abgedeckt, in dem wir auch weiterhin entsprechende Rückstellungen bilden, um dieses Risiko abzudecken. Zusätzlich führen wir die Teilnahme an den Absicherungsmodellen unserer Herstellerwerke zur Absenkung dieser Risiken uneingeschränkt fort. Unabhängig davon lassen wir unseren Leasingbestand durch die Volkswagen Financial Services jährlich bewerten und beobachten die realen Transaktionspreise von Gebrauchtwagen. Somit ist es uns möglich, bei Bedarf bereits entsprechende Maßnahmen direkt ins operative Geschehen einfließen zu lassen und der jeweils aktuellen Marktentwicklung damit Rechnung zu tragen, bzw. positiv entgegenwirken zu können. Ferner ist ein Fahrzeugbestand mit Risiken verbunden. Um dieses Risiko zu reduzieren, besteht das Ziel, den Fahrzeugbestand zu bereinigen. Die Überwachung der Bestandentwicklung ist in unserem Controlling integriert. Finanzielle Risiken Finanziellen Risiken begegnen wir mit einem auf den Einzelfall abgestimmten gezielten Finanzrisikomanagement. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzu- und -abflüsse überwacht und gesteuert. Kreditrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftsfälle und -Partner sowie durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen reduziert. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV.2. CHANCENBERICHT Wir gehen davon aus, dass die individuelle Mobilität ein wichtiger Aspekt persönlicher Freiheit bleibt. Das Automobil wird somit weiterhin Bestand haben, jedoch verlagert sich die technologische Entwicklung absehbar immer mehr in die Richtung Elektromobilität, dies einschließlich der Hybrid-Fahrzeuge, bis hin zum völlig autonomen Fahrzeug. Besonders der gewerbliche Bereich an Konsumenten wird aufgrund seiner guten Kaufkraft und der steuerlichen Regelung weiterhin großes Potential für zukünftige Fahrzeugverkäufe darstellen, woraus wir Chancen ableiten. Eine positive Differenzierung vom Wettbewerb und die damit verbundene Zufriedenstellung der Konsumenten bleibt nach unserer Auffassung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Hinzu kommt aber auch die Anpassung an die neuen Aufgabenstellungen durch die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG üBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Ziele bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kreditlinien sowie Darlehen nahestehender Unternehmen. Durch ein vorsichtiges Finanz- und Risikomanagement werden finanzielle Risiken frühzeitig erkannt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement.
Frankfurt am Main, 7. Juni 2024 AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH Die Geschäftsführung Yasmin Karpinski Mark Karpinski BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am MainI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichertungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (teilweise) in Anspruch genommen. Soweit für Pflichtangaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt im Rahmen der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen (lineare Methode) wurden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen.
Bei den neu angeschafften Vorführwagen und Euromobilen betrug die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer sechs Jahre. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800,- nicht übersteigen, wurden durch Sofortabzug geltend gemacht. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Vorräten erfolgte die Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Es wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Pensionsverpflichtungen wurden gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Zinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommene Laufzeit von 15 Jahren ergibt (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden bzw. ist ein sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die gesamten Anschaffungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen, Abschreibungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen je einzelnen Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus nachstehendem Anlagenspiegel.
2. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.380,00 (Vj.: € 300.000,00), die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. 3. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Method gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - Rechnungszins: 1,82 % ohne Gehaltsteigerungen - Sterbetafel: RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck - keine Gehaltsdynamik - 2% Rentendynamik und keine durchschnittliche Fluktuation Der Differenzbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf € 6.466,00. 4. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben € 3.668.200,94 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, sowie € 32.895,66 von mehr als einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben € 827.144,13 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben € 608.248,72 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. V. Sonstige Angaben 1. Angabe zu Sicherungsrechten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 2.359.012,86. Diese sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Lager-, Vorführwagen und Euromobile besichert. 2. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im folgenden Umfang:
Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Leasing- und Wartungsverträgen bis zum Vertagsende beträgt T€ 3.337. Für die Pachtverträge ist ein Vertragsende nicht vereinbart; sie können mit einer Frist von zwölf bzw- sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahrs gekündigt werden. Das Mindestnutzungsentgelt für beide Pachtverträge bis zum jeweiligen Kündigungszeitpunkt beträgt T€ 328 pro Jahr. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren die Pachtverträge nicht gekündigt. Die Leasing- und Wartungsverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Computerhardware und Software. Für Rücknahmeverpflichtungen von Fahrzeugen aus Leasingverträgen bestehen bis zum 2. Januar 2028 Rücknahmeverpflichtungen mit einem Gesamtwert in Höhe von T€ 1.996,7. 3. Organe Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt: Frau Yasmin Karpinski (Bereich Service, Marketing, Finanzen und Personal) Herr Mark Karpinski (Bereich Verkauf, Digitalisierung, Kommunikation und elektronische Datenverarbeitung) Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 4. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) 57 Arbeitnehmer (Vorjahr: 56) beschäftigt.
5. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahrefehlbetrag in Höhe von € 34.790,67 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von €-40.235,48 zu verrechnen und den verbleibenden Betrag in Höhe von € -75.026,15 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, den 07. Juni 2024 gez. Yasmin Karpinski gez. Mark Karpinski Ergebnisverwendung Die Gesellschafter haben beschossen, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 34.790,67, zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von € 40.235,48 zu verrechnen und den verbleibenden Betrag in Höhe von insgesamt € 75.026,15 auf neue Rechnungen vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUTOSCHMITT FRANKFURT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Limburg a.d. Lahn, den 7. Juni 2024 MNT
Revision und Treuhand GmbH
gez. Udo Triesch, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Wendt, Wirtschaftsprüfer |
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