MIBEG Wohnen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Kittler seit 6.10.2020 | Geschäftsführer |
Vera Diana Kittler seit 6.10.2020 | Geschäftsführer |
Mark Maienschein seit 1.8.2008 | Geschäftsführer |
Norbert Kittler seit 28.4.2004 | Geschäftsführer |
André Otto Muth seit 28.4.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KIZ GmbH (vormals: KIZ GmbH Schlüsselfertiges Bauen Bauträger)Bad Soden-SalmünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Gesellschaft ist als Generalunternehmerin tätig und bezieht grundsätzlich sämtliche Leistungen von gruppeninternen oder externen Lieferanten/Dienstleistern. Sämtliche Materialaufwendungen stellen daher Aufwendungen für bezogene Leistungen dar. Der Vorjahresausweis wurde für Zwecke der Vergleichbarkeit angepasst. III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (bis zu 3 Jahre), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren, im Bereich Grundstücke und Bauten bis 50 Jahre) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände (geringwertige Wirtschaftsgüter) bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Anlageverzeichnis erfasst und in voller Höhe im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 S. 6 HGB werden nicht vorgenommen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktionsbezogene Vollkosten). Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Sie sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Vom Aktivierungswahlrecht für einen aktiven Überhang an aktiven latenten Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. In 2021 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,87 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen wurden mit 1,00 % p. a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden unsere Erfahrungswerte in der Baubranche berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ AKTIVA Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2021 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens werden folgende Beteiligungen mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20% ausgewiesen:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 184 sowie gegen solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 12 enthalten. In den Forderungen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) i. H. v. TEUR 6 enthalten. PASSIVA Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (1,87 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,35 %) gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 54. Demnach bestehen zum Abschlussstichtag ausschüttungsgesperrte Beträge in gleicher Höhe, die ausschließlich auf den in § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB genannten Unterschiedsbetrag entfallen. Die Berechnungen der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten zum 31. Dezember 2021 weisen eine planmäßige Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 14 aus. Der Zinsanteil der Zuführung zum Erfüllungsbetrag beträgt hierbei TEUR 18, der Personalanteil beträgt TEUR -4.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Bei den Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Avalkredite bzw. Obligos, die für bereits ausgezahlte Sicherheitseinbehalte und Kautionen gewährt werden. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der aufgeführten Verbindlichkeiten sowie der Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und dem Zahlungsverhalten der Begünstigten in der Vergangenheit als gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
V. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Aufgliederung:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 3). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Vorjahr folgende Erträge, die von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung sind:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Erträge)
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Aufwendungen)
VI. SONSTIGE ANGABEN Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen bestanden insgesamt die folgenden wesentlichen Geschäftsbeziehungen:
Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,7 Mio. Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für den Einzelabschluss der KIZ GmbH setzt sich wie folgt zusammen: Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 37. Die KIZ GmbH (Amtsgericht Hanau, HRB 90145), Bad Soden-Salmünster, ist grundsätzlich verpflichtet als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss zu erstellen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Die Gesellschaft macht allerdings für das abgelaufene Geschäftsjahr vom Wahlrecht nach § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch, weshalb aufgrund der wesentlichen Übereinstimmung zwischen Einzel- und Konzernabschluss die Aufstellung eines Konzernabschlusses unterbleibt. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Konfliktes wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zuzüglich Gewinnvortrag auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Bad Soden-Salmünster, den 31. Dezember 2022 KIZ GmbH - Geschäftsführung - gez. Norbert Kittler André Muth Mark Maienschein Vera Diana Kittler Sandra Kittler Beschlüsse der Gesellschafterversammlung vom 9. März 2023:
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Seit über 50 Jahren ist die KIZ GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft") als mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen auf allen maßgeblichen Geschäftsfeldern im Bausektor positioniert. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen und den unterschiedlichsten Objektexpertisen werden erfolgreich Objekte in den Bereichen: Einzelhandel, Wohnungsbau, Industrie- und Logistikbau, Altenpflege- und Betreuungseinrichtungen sowie kommunale Objekte umgesetzt. Notwendige Vorleistungen zur Erzielung der Umsätze werden gegenüber der Gesellschaft im Wesentlichen von anderen, nahestehenden Unternehmen oder externen Dienstleistern erbracht. Hauptkompetenzfeld der Gesellschaft ist jedoch die Errichtung von Einzelhandelsimmobilien. Das Spektrum erstreckt sich von dem Neubau solcher Objekte bis zur Erweiterung und Revitalisierung bestehender und bewährter Standorte. In diesem Segment gehört die KIZ - Gruppe zu den bedeutenden Marktteilnehmern in Deutschland. Die Objekte werden in einem Vertragsverhältnis als Generalunternehmer schlüsselfertig für den Auftraggeber erstellt. Der nationale Aktionsradius umfasst das gesamte Bundesgebiet, jedoch mit dem Fokus auf die Länder Hessen, Bayern, Baden-Württemberg sowie Berlin Stadt und Land. Der Geschäftsbereich Wohnungsbau stellt mittlerweile eine maßgebliche Leistungsgröße dar und wird weiterhin ausgebaut. Gleiches gilt für die Entwicklung im Industriebau. Die operative Geschäftstätigkeit der ausländischen Gesellschaften, an denen die KIZ GmbH noch mehrheitlich beteiligt ist, wurde bereits seit längerer Zeit eingestellt. Die Verfügbarkeit eigener Leistungskapazitäten hat sich aufgrund der bisher ungebremsten Nachfrage im Bausegment und unter Berücksichtigung knapper Handwerkerleistungen als maßgebliches Moment entwickelt. Der Zugriff auf Planungsleistungen sowie Kapazitäten im Hoch- und Tiefbau sowie im Fassaden- und Bedachungsbereich hat in der Gesamtbetrachtung zu einem klaren Wettbewerbsvorteil geführt. Ebenso garantiert die nahestehende Projektentwicklung weitere Auslastung. Die im Firmenverbund entwickelten Bauprojekte werden exklusiv von der KIZ GmbH errichtet. 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft nicht tätig. 3. Unternehmenssteuerung Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen), das Betriebsergebnis (Nr. 1-7 der Gewinn- und Verlustrechnung) sowie das Jahresergebnis. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 geprägt von der Corona-Pandemie. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,6% höher als 2020 (-4,9%). Das reichte jedoch nicht, um den starken Rückgang im ersten Corona-Jahr aufzuholen. Im Euroraum und in der EU erhöhte sich das BIP 2021 nach Daten von Eurostat um 5,3%. Im Vorjahr waren auch hier noch Rückgänge von 6,4% bzw. 5,9% zu verzeichnen. Die konjunkturelle Entwicklung im Jahresverlauf war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Zum Jahresbeginn befand sich Deutschland mitten in der zweiten Corona-Welle und in einem Lockdown. Das führte im 1. Quartal zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Als die Beschränkungen im Verlauf des Jahres 2021 nach und nach wegfielen, erholte sich die deutsche Wirtschaft spürbar. Die zunehmenden Liefer- und Materialengpässe dämpften jedoch die Erholung zum Jahresende. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt deutlich um 3,1%. Verantwortlich für die hohe Inflation im Jahresverlauf waren Basiseffekte aus der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze sowie niedrigere Preise für Mineralölprodukte im Vorjahr. Hinzu kamen Preissteigerungen auch aufgrund von Lieferengpässen in der Produktion. Der Arbeitsmarkt hat sich in einem schwierigen Umfeld robust gezeigt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland blieb 2021 nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Mit durchschnittlich 44,9 Millionen Erwerbstätigen befand sich die Beschäftigung somit noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau (2019 - 45,3 Mio.). Die Bauwirtschaft ist mit über 2,6 Mio. Erwerbstätigen eine personalintensive Branche. Neubau und Sanierung sind im hohen Maße von handwerklicher Arbeit geprägt. Durch die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt sowie mehr Abiturienten und Akademiker fällt es der Bauwirtschaft schwer, Mitarbeiter für die körperliche Arbeit auf den Baustellen zu gewinnen. Als Folge stocken immer wieder Neubau- und Renovierungsvorhaben, weil den Bau- und Handwerksunternehmen Fachkräfte fehlen. Oft geben Unternehmen keine Angebote mehr ab, weil sie mit ihrem Auftragsbestand bereits ausgelastet sind. Die Entwicklung erklärt (u. a.), dass sich trotz gestiegener Baugenehmigungen (2020 - 368.589 gegenüber 2021 - 380.914) die Baufertigstellungen von 306.376 Einheiten in 2020 auf 293.393 Einheiten in 2021 reduziert haben. Kennzahlen, die sich weit unter der Zielvorgabe der Bundesregierung (400.000 Wohnungen p.a.) bewegen. Weitere Einflussfaktoren lagen in der Verfügbarkeit von Baumaterialien sowie der rasanten Preisentwicklung. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte in 2021 nach den Daten des statistischen Bundesamtes 144,8 Mrd. Euro (+ 1,2%). Die Preisentwicklung für Bauleistungen lag bei 7,4%; die reale Umsatzentwicklung bei - 6,2%. Wie im Folgenden beschrieben, war diese Entwicklung für die Gesellschaft nicht einschlägig, die einen deutlichen, zweistelligen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte. Der Bedarf an Bauleistungen dürfte jedoch nicht nachlassen, ganz im Gegenteil. Neben dem Neubaubedarf für Wohn- und Gewerbebauten zeichnen sich umfassende Sanierungsmaßnahmen im Immobilienbestand ab. Fast 80 % der 43 Mio. Wohnungen sind älter als 30 Jahre. Auch fördern ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit, zielgerichtete Förderprogramme und künftige Gebäudeansprüche innerhalb der Vermarktung den Bedarf an Bauleistungen. 2. Geschäftsverlauf Nach zwei äußerst erfolgreichen Geschäftsjahren hatte die Covid-19-Pandemie im Berichtszeitraum 2021 maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft. Konnte sich die Bauleistung (Gesamtleistung) in 2020 trotz erster Pandemieeinschränkungen auf hohem Niveau behaupten, so trafen im Berichtszeitraum die Auswirkungen der Präventionsmaßnahmen die Baustellen mit voller Wucht. Die Gesamtleistung reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 27% gegenüber dem Vorjahr und betrug rund EUR 53 Mio. Verantwortlich hierfür waren grundsätzlich die Genehmigungssituation sowie die Verfügbarkeit von Handwerkerleistungen und Baustoffen. Als größtes Problem stellte sich dabei die Genehmigungssituation von anstehenden und vordisponierten Baustellen heraus. Zuständige Ämter waren nicht bzw. nicht ausreichend besetzt. Notwendige Abstimmungen oder Vorlagen konnten meist nur stark verzögert abgewickelt werden. Kommunale Gremien tagten nicht und ausstehende Entscheidungen hemmten den Genehmigungsprozess. Umgesetzte Homeofficeregelungen trugen nicht zur Entspannung bei. Der Abwicklungsstand der eingereichten Verfahren verzögerte sich bis zu 12 Monate. Die erreichte Bauleistung resultierte maßgeblich aus dem Genehmigungsbestand der Vorjahre. Weitere Negativfaktoren lagen in der Verfügbarkeit von Handwerkerleistungen und Baustoffen. War die Verfügbarkeit von Bauleistungen bereits ein Merkmal in den Vorperioden, so hatte die Pandemie Einfluss auf Lieferketten und letztendlich auf die Verfügbarkeit von Baustoffen. Der preislich angespannte Beschaffungsmarkt wurde durch die Verknappung zusätzlich überhitzt. Die Indizes der Baupreise im Wohnungsbau erhöhten sich 2021 um 10,6%; im Gewerbebau um rund 10,7%. Diese Erhöhungen standen bei den Vergaben zur Diskussion. Somit kam es zu spürbaren Preiserhöhungen im Erstellungsbereich. Diese Erhöhungen konnten teilweise durch Preisgleitklauseln in den Werkverträgen an die Bauherren weitergegeben werden. Bei Umsatzerlösen von EUR 52,5 Mio. (Vorjahr: EUR 85,8 Mio.) und Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. ergibt sich eine Bauleistung (Gesamtleistung) von EUR 52,9 Mio. - gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang in der Bauleistung um EUR 19,4 Mio. Insbesondere aufgrund dieses deutlichen Rückgangs liegt auch das Betriebsergebnis um EUR 3,4 Mio. sowie der Jahresüberschuss um EUR 2,8 Mio. unter dem Vorjahreswert und damit aus den zuvor geschilderten Umständen auch unter dem Betrag der Vorjahresprognose. 3. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Wie zuvor beschrieben war das abgelaufene Geschäftsjahr von einem erheblichen Umsatzrückgang (EUR 52,5 Mio.; Vorjahr: EUR 85,8 Mio.) sowie Rückgang der Gesamtleistung (entspricht Bauleistung; EUR 52,9 Mio.; Vorjahr: EUR 72,3 Mio.) geprägt. Das Rohergebnis liegt bei einem leicht unterproportionalen Rückgang der Materialaufwendungen ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Es beträgt EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.). Im Vorjahr war allerdings ein Sondereffekt in Höhe von EUR 1,3 Mio. aus dem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung enthalten. Der Anstieg des Personalaufwandes um EUR 0,6 Mio. ist im Wesentlichen auf Gehaltssteigerungen und Veränderungen in der Zusammensetzung des Kern-Personalstandes (ohne Aushilfen) von 14 auf 17 Mitarbeiter zurückzuführen. Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,02 Mio. liegen unter dem Vorjahresniveau (EUR 0,14 Mio.). Ursächlich für den Rückgang sind im Vorjahr noch teilweise enthaltene planmäßige Abschreibungen auf vermietete Gebäude. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um EUR 0,35 Mio. unter dem Vorjahresniveau und betragen EUR 1,0 Mio. Der Rückgang ist insbesondere auf im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Gewährleistungsaufwendungen (EUR 0,0 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) und Rechts- und Beratungskosten (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) zurückzuführen. Wesentliche Aufwendungen sind Rechts- und Beratungskosten (einschl. Abschluss- und Prüfungskosten; EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.), Forderungsverluste (EUR 0,3 Mio.; Vorjahr EUR 0,3 Mio.) sowie Versicherungen/Beiträge (EUR 0,2 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Insgesamt ergibt aus den vorgenannten Effekten ein Betriebsergebnis in Höhe von EUR 1,4 Mio., welches um EUR 3,4 Mio. unter dem Vorjahreswert liegt. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis beträgt insgesamt EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,02 Mio.). Die Verbesserung ist insbesondere auf verminderte Zinsaufwendungen zurückzuführen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt unter Berücksichtigung der vorgenannten Einflüsse insgesamt EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.). b) Finanzlage Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften und die Eigenkapitalbasis weiter auszubauen. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 19,2 Mio. (Vorjahr: EUR 18,3 Mio.). Ausschüttungen erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Aufgrund der nachfrageorientierten Marktsituation war die Finanzsituation der Gesellschaft in den letzten Jahren entspannt. Die eingeräumten Budgets erlaubten eine problemlose Finanzierungsabsicherung. Durch das Öffnen weiterer Kreditinstitute zu dem praktizierten Geschäftsmodell konnte das Finanzierungsspektrum bereits in der Vergangenheit breiter aufgestellt werden. Die Zins- und Kapitalmarktaufwendungen waren bislang auf günstigem Niveau und belasteten nicht die Projektkalkulationen. Für die künftigen Geschäftsjahre erwarten wir in diesem Bereich zunehmende Herausforderungen. Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 14,6 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.). Zum Bilanzstichtag stehen zudem ausreichend, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien zur Verfügung. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorratsvermögen betragen EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 16,2 Mio.). Diese wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Die kurzfristigen Forderungen betragen am Bilanzstichtag insgesamt EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Dem stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.) gegenüber. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen insgesamt EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.). Diesen stehen fristentsprechende Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) gegenüber. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.). Ursächlich für den Rückgang ist insbesondere der im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Jahresüberschuss. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.). Der Vorjahreswert war insbesondere aufgrund von Abgängen im Bereich der Sach- und Finanzanlagen positiv. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR -1,6 Mio.) und enthält im Vorjahr vorgenommene Darlehenstilgungen. Zahlungen erfolgten auf der Debitoren- und der Kreditorenseite überwiegend innerhalb der Skontofrist. Forderungsverluste/Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) zu verzeichnen. Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Künftige Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht zu erwarten. c) Vermögenslage Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen längerfristiges Vermögen in Höhe von EUR 7,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.), kurzfristiges Vermögen in Höhe von EUR 7,5 Mio. (Vorjahr: EUR 12,8 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von EUR 14,6 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.). Der Anteil des längerfristigen Vermögens an der Bilanzsumme beträgt 25% (Vorjahr: 12%), wohingegen der Anteil des kurzfristigen Vermögens (einschl. liquide Mittel) insgesamt 75% (Vorjahr: 88%) beträgt. Ursächlich für den Anstieg des längerfristigen Vermögens im Vergleich zum Vorjahr sind höhere Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,1 Mio.) sowie sonstige Vermögensgegenstände (EUR 4,9 Mio.). Das kurzfristige Vermögen enthält im Wesentlichen Vorräte in Höhe von EUR 18,8 Mio. (Vorjahr: EUR 18,4 Mio.) von denen erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 16,2 Mio.) offen abgesetzt wurden. Weitere Posten des kurzfristigen Vermögens sind insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,8 Mio.; Vorjahr: EUR 9,6 Mio.) sowie sonstige Vermögensgegenstände (EUR 0,6 Mio.; Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). Die Passivseite enthält neben dem Eigenkapital (EUR 19,2 Mio.; Vorjahr: EUR 18,3 Mio.) insbesondere auch langfristige Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen (EUR 0,8 Mio.; Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (EUR 0,9 Mio.; Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Kosten bereits abgeschlossener Bauprojekte (EUR 1,4 Mio.) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen (EUR 0,5 Mio.). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 3,1 Mio.; Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) sowie sonstige Verbindlichkeiten (EUR 1,7 Mio.; Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Umsatzsteuerverbindlichkeit zurückzuführen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Rentabilität (Jahresüberschuss im Verhältnis zur Gesamtleistung) beträgt 2% (Vorjahr: 5%). Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 5% (Vorjahr: 20%). Die Geschäftsleitung verfolgt weiterhin das Ziel durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen. Die (bilanzielle) Eigenkapitalquote (Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt 65% (Vorjahr: 59%). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 19,2 Mio. (Vorjahr: EUR 18,3 Mio.). Die Gesamtleistung liegt mit EUR 52,9 Mio. aufgrund der vorgenannten Einflussfaktoren unter dem Vorjahr (EUR 72,3 Mio.). Das Betriebsergebnis mit EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) sowie der Jahresüberschuss mit EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) liegen ebenfalls unter den Werten des Vorjahres. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 23 Mitarbeiter (Vorjahr: 23). Die Personalkostenintensität (bezogen auf das Rohergebnis) beträgt 40% (Vorjahr: 13%). Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat maßgebliche Auswirkungen auf die Personalsituation, insbesondere der nahestehenden Unternehmen sowie der zuarbeitenden Fachbetriebe. Fach- und Führungspersonal, das für die Erzielung der Gesamtleistung benötigt wird, ist nicht oder nur schwer zu akquirieren. Zumindest kurzfristig wird sich das Personalmanagement auf die weitere Entwicklung der Gruppe sowie der Bauwirtschaft auswirken. Mit einem modernen Arbeitsumfeld, flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie attraktiven Vergütungssystemen soll der angespannten Situation erfolgreich begegnet werden. Neben der Aufgabe als eigenständiger Ausbildungsbetrieb zu agieren wird die Zusammenarbeit mit Hochschulen und eingebundenen Werkstudenten ein notwendiges Akquisitionsmodell sein. Die Tarifabschlüsse bei Ingenieuren und Architekten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr moderat ausgefallen und belasten auf breiter Basis die Kosten im Personal- und Sozialwesen nur unwesentlich. Künftig gehen wir aufgrund der Inflationsentwicklung hier allerdings von spürbaren Kostenerhöhungen aus. Es sind weiterhin Aufwendungen notwendig, die den Anspruch als attraktiven Arbeitgeber rechtfertigen. Der Personalbestand entspricht hinsichtlich Qualifikation und Altersstruktur den aktuellen Aufgaben und den perspektivischen Entwicklungen. 5. Gesamtaussage Die im Geschäftsverlauf aufgezeigten Einflussfaktoren führten im Berichtszeitraum zu einer reduzierten Bau- bzw. Gesamtleistung. Von Bedeutung ist jedoch, dass damit kein Wegfall von Aufträgen, sondern lediglich eine Verschiebung, verbunden ist. Der Auftragsbestand konnte nachhaltig gesteigert werden. Eine maßgebliche Aufgabe besteht künftig darin, mit den gegebenen Rahmenbedingungen positive Nachholeffekte zu generieren. Aufgrund ihrer Marktstellung und ihres Knowhows erzielte die Gesellschaft in der Vergangenheit stets positive Jahresergebnisse. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist daher auch aufgrund der erläuterten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiterhin als gut zu bezeichnen. C. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Die Zukunftsbetrachtung zeigt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen durchaus positiv für unsere Gesellschaft. Die Gesamtwirtschaft hat die Pandemie zwar relativ gut überstanden, sieht sich aber für 2022 mit leichten, realen Umsatzrückgängen konfrontiert. Die durch unsere Gesellschaft besetzten Bausegmente sind weiterhin stabil, was die Nachfrage im Wohnungsbau aufzeigt und der Expansionswille im Lebensmittel-Einzelhandel bestätigt. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung trüben sich allerdings durch hohe Energiekosten, steigende Inflationsraten und den damit verbundenen Preissteigerungen die positiven Rahmenbedingungen ein. Baustoffmangel und hohe Baustoffpreise wirken belastend. Die abzusehenden Zinssteigerungen werden maßgeblich auf die Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau Einfluss nehmen und Druck auf die Renditen ausüben. Dadurch ist mit einem Findungsprozess im Markt zu rechnen bis sich alle Einflussfaktoren (Grundstückspreise/Mieten/Herstellungskosten/Zinsen/Verkaufspreise) dem Markt angepasst haben. Die bemängelte Prozessdauer im Genehmigungsverfahren führte dazu, dass entwickelte Projekte nun sukzessive zur Abwicklung anstehen und auf die aktuelle Auslastung positiv wirken. Aufgrund der Komplexität der aktuellen Wirtschaftslage ist eine belastbare Einschätzung der Marktentwicklung kaum zu treffen. Vor diesem Hintergrund sind derzeitige Prognosen über die künftige Unternehmensentwicklung der Gesellschaft mit Unsicherheiten behaftet. Für das Geschäftsjahr 2022 wird mit einer Gesamtleistung von EUR 84 Mio. und einem Betriebs- und Jahresergebnis wieder deutlich über dem Vorjahreswert gerechnet. 2. Risikobericht Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf Risiken zu ermöglichen. Wesentliche Elemente einer frühzeitigen Erkennung von Risiken und deren Kommunikation an die Unternehmensleitung sowie zur Einleitung von Maßnahmen im Hinblick auf einen angemessenen Umfang mit den Risiken sind:
Zukünftige Risiken können sich im Rahmen des Geschäftsumfeldes unserer spezifischen Branche, aber auch aus sonstigen Gegebenheiten ergeben. Insbesondere betreffen diese:
Die Objektakquisition wird mittelfristig von den verfügbaren Ressourcen geprägt (Risiko der Ressourcenknappheit). Sie wird dahingehend bestimmt, dass passende Objektgrößen mit Kompetenzfeldern übereinstimmen. Es soll nicht die Quantität, sondern eine nachhaltige Ergebnissituation im Vordergrund stehen. Entsprechende Auswirkungen auf das künftige Umsatzwachstum sind damit einhergehend. Maßgebliche Aufgabe ist auch die Sicherung von Subunternehmerleistungen. In Schlüsselgewerken wird mit langjährigen Geschäftspartnern entsprechendes Leistungsvolumen zu gesicherten Konditionen abgeschlossen. Weiterhin erfolgt der Ausbau von Kapazitäten im eigenen Portfolio. Dabei wird zwingend darauf geachtet keine Überkapazitäten zu schaffen, die bei rückläufiger Marktlage nicht oder schwierig auszulasten sind. Das Preisänderungsrisiko und die Verfügbarkeit von Baustoffen haben einen neuen Stellenwert bekommen. Durch die Verwerfungen auf den internationalen Märkten kam es teilweise zu erheblichen Preissprüngen. So haben sich Stahl- und Holznotierungen über gewisse Zeiträume maßgeblich verteuert oder die Verfügbarkeit von Dämmstoffen war stark beschränkt. Weitere Preiserhöhungen (Inflationsrisiken) infolge knapper Ressourcen sind nicht ausgeschlossen. Da in der bisherigen Vertragspraxis zumeist ein Festpreis sowie ein fixer Fertigstellungstermin vereinbart wurden, gilt es die latenten Risiken hieraus zu beschränken. Bedeutende Handwerkerverträge werden dazu künftig mit einer Preisgleitklausel abgeschlossen, die für maßgebliche Kalkulationspositionen eine Orientierung an Materialpreisindizes vorsehen. Das gleiche Prozedere erfolgt bei dem Abschluss von Generalunternehmerverträgen. Somit können maßgebliche Preisänderungsrisiken abgefangen werden. Durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Bauleistungen akzeptieren Bauherren das notwendige Regelwerk. Hinsichtlich des gesicherten Zugriffs auf Baumaterialien wird bereits mit Auftragsvergabe das vollständige Beschaffungsmanagement geregelt. Bei stark nachgefragten Artikeln erlauben die Lagerkapazitäten innerhalb der Unternehmensgruppe eine eventuell notwendige Pufferlagerung. Die bisher stabile Entwicklung auf dem Bausektor hat weiterhin Auswirkungen auf die Personalsituation. Fach- und Führungspersonal, das benötigt wird, ist nicht oder nur schwer zu akquirieren. Zumindest kurzfristig wird sich das Personalmanagement auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Mit einem modernen Arbeitsumfeld, flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie attraktiven Vergütungssystemen soll der angespannten Situation erfolgreich begegnet werden. Neben der Aufgabe als eigenständiger Ausbildungsbetrieb bildet die Zusammenarbeit mit Hochschulen und eingebundenen Werkstudenten ein notwendiges Akquisitionsmodell. Die Tarifabschlüsse bei Ingenieuren und Architekten sind moderat ausgefallen und belasten auf breiter Basis die Kosten im Personal- und Sozialwesen nur unwesentlich. Künftig gehen wir aufgrund der Inflationsentwicklung hier allerdings von spürbaren Kostenerhöhungen aus. Es sind jedoch weitere Aufwendungen notwendig, die den Anspruch als attraktiven Arbeitgeber rechtfertigen. Der Personalbestand entspricht hinsichtlich Qualifikation und Altersstruktur den aktuellen Aufgaben und den perspektivischen Entwicklungen. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung war die COVID-19 Pandemie weitgehend überstanden und hat voraussichtlich keinen entscheidenden Einfluss mehr auf den weiteren Geschäftsverlauf. Sämtliche Präventionsmaßnahmen sind aufgehoben und der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt. Der seit dem 24. Februar 2022 andauernde Ukraine-Krieg mit seinen internationalen Verwerfungen hat massive Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und von uns belegte Marktsegmente. Den insbesondere durch die Energiewirtschaft verursachten Preissteigerungen wird mit gezielter Zinspolitik der Zentralbank begegnet. Dadurch steigt maßgeblich das bisher günstige Zinsniveau (Risiko eines nachhaltig höheren Zinsniveaus). Dies hat erheblichen Einfluss auf bisherige Marktmechanismen und die zuvor beschriebene Neuordnung zur Folge. Weitere Risiken, die über das allgemeine branchenübliche Risiko der unternehmerischen Beteiligung hinausgehen, sind nicht erkennbar; ebenso sind keine Risiken bekannt, die den Bestand der Gesellschaft derzeit gefährden könnten, wenngleich sich insgesamt die Risikolage und Unsicherheiten aufgrund der negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, soweit derzeit überhaupt verlässlich absehbar, im Vergleich zum Vorjahr erhöht haben. 3. Chancenbericht Maßgebliche Chancen liegen in der konsequenten Umsetzung der nutzbaren Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe. So können für die bearbeiteten Marktsegmente vollumfängliche Leistungen im Bereich schlüsselfertiges Bauen, Revitalisierung und Projektentwicklung angeboten werden. Dies bei gesichertem Zugriff auf Planungsleistungen, Hoch- und Tiefbaukapazitäten sowie auf Bedachungs- und Fassadenarbeiten. Der gesicherte Zugriff auf entsprechende Leistungen ist merkliches Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe und trägt maßgeblich zur Kostensicherheit bei. Weitere Chancen ergeben sich aus einer kostenbewussten Umsetzung von Bauprojekten sowie durch den Ausbau der erreichten Marktposition aufgrund von hochwertigen, kundengerechten Bauleistungen. Aufgrund der aktuellen Marktsituation ist zudem zu erwarten, dass Projektaufträge zur Übernahme angeboten werden. Dieser Umstand soll als weiteres Akquisitionsmodell genutzt werden und bietet daher Wachstumschancen. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft ermöglicht einen solchen Ansatz. In der Vergangenheit wurde mit dem Verzicht auf Ausschüttungen und dem weiteren Vortrag von Ergebnissen, sukzessive eine auskömmliche Eigenkapitalquote erreicht. Die Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft sichert eine unabhängige Finanzpolitik und bietet den Spielraum, auch schwierige Marktsituationen zu meistern. Die Chancen sind im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über objektbezogene Zahlungspläne, die mit Finanzierungsbestätigungen entsprechender Banken gesichert sind. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaft in Bezug auf diese Finanzinstrumente ausgesetzt ist, werden in ihrem Umfang vor allem von der Bonität der Gesellschaft aufgefangen. Insbesondere das Preisänderungsrisiko wird durch die Verwendung von Preisgleitklauseln, die für maßgebliche Kalkulationspositionen eine Orientierung an Materialpreisindizes vorsehen, adressiert. Mit den Lebensmittelketten verfügt die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm. Darüber hinaus werden Werkverträge ausschließlich unter Vorlage von belastbaren Finanzierungsbestätigungen eingegangen. Notwendige Avalrahmen sind der Geschäftsentwicklung angepasst und verfügbar. Notwendige Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften stehen zur Verfügung. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird die Liquiditätssituation laufend überwacht. Soweit bei finanziellen Aktivposten Ausfall- und/oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen, welches in die laufenden Controllingprozesse eingebunden ist. Die Eigenkapitalstruktur, die Ausgestaltung und Abwicklung von Zahlungsplanungen sowie die verfügbaren Finanzmittel garantieren eine uneingeschränkte Geschäftsentwicklung.
Bad Soden-Salmünster, den 24. Februar 2023 KIZ GmbH Geschäftsführung gez. Norbert Kittler, André Muth, Mark Maienschein, Vera Diana Kittler, Sandra Kittler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KIZ GmbH, Bad Soden-Salmünster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KIZ GmbH, Bad Soden-Salmünster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KIZ GmbH, Bad Soden-Salmünster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, 6. März 2023 KM&K
Mergler Audit GmbH & Co. KG
Mergler, Wirtschaftsprüfer ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer |
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