Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 17365
Vorher
Schmidt-Linssen Elektro-Handels-Verwaltungs-GmbHSchmidt Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
18.3.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Bochum, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter HRA 7174, sowie die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Blechwerk Soest GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Soest, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HRA 6283, sowie die Beteiligung an anderen Gesellschaften und die Übernahme deren Geschäftsführung. Die SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG hat den Stahlhandel und die Stahlverarbeitung und die Blechwerk Soest GmbH & Co. KG hat die Entwicklung sowie den Handel und Vertrieb von Maschinen und Kunststoff sowie Werkzeugbau zum Gegenstand.

Historie

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Management

NameRolle
Stephanie Grunwald
seit 8.11.2024
Geschäftsführer
Henrik Schmidt
seit 27.12.2023
Geschäftsführer
Markus Florian
seit 1.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG

Mönchengladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernbilanz nach HGB zum 31. Dezember 2017

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 931.678,39   1.134.099,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.457,00   317.556,50
3. Geleistete Anzahlungen 0,00   1.995,00
    1.133.135,39 1.453.650,98
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.631.446,97   18.401.580,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.943.154,00   2.071.333,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.182.178,96   21.658.324,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 494.376,92   315.251,90
    44.251.156,85 42.446.489,87
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 1.247.233,21   1.243.184,57
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 274.205,16   278.655,96
3. Genossenschaftsanteile 519,40   519,40
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 550.203,46   540.910,71
    2.072.161,23 2.063.270,64
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Fertige Erzeugnisse und Waren   106.062.913,22 100.465.971,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.187.291,07   53.138.042,52
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.098.449,97   11.432.874,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.829.996,33   17.960.335,47
    83.115.737,37 82.531.252,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1.192.742,92 901.880,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten   175.348,68 150.023,25
    238.003.195,66 230.012.539,01

Passiva

     
    31.12.2017 31.12.2016
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Kommanditkapital 15.350.000,00   5.313.234,68
II. Kapitalrücklage 10.500.000,00   10.500.000,00
III. Gewinnrücklagen 9.723.692,21   27.296.996,71
IV. Konzernbilanzverlust 0,00   -8.463.115,16
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 862.334,47   -435.860,12
    36.436.026,68 34.211.256,11
- davon gegenüber Kommanditisten EUR 862.334,47 (EUR -435.860,12)      
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung   1.606.784,61 1.606.784,61
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.403.944,50   9.340.691,97
2. Steuerrückstellungen 939.440,18   528.306,76
3. Sonstige Rückstellungen 4.870.082,50   4.394.584,89
    15.213.467,18 14.263.583,62
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.846.710,55   130.402.921,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 87.709.250,23 (EUR 106.482.226,08)      
- davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren EUR 27.625.000,32 (EUR 18.060.894,32)      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 11.512.460,00 (EUR 5.859.801,00)      
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 99.751,94   240.347,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 99.751,94 (EUR 240.347,20)      
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.720.615,92   28.776.298,52
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 31.720.615,92 (EUR 28.776.298,52)      
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 236.473,75   318.447,77
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 236.473,75 (EUR 318.447,77)      
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.408.930,18   6.131.225,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 13.408.930,18 (EUR 6.131.225,64)      
6. Sonstige Verbindlichkeiten 12.335.534,85   13.969.674,14
    184.648.017,19 179.838.914,67
- davon aus Steuern EUR 7.165.007,36 (EUR 6.860.880,30)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 94.145,48 (EUR 132.597,96)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.299.082,79 (EUR 13.931.589,84)      
E. Passive latente Steuern   98.900,00 92.000,00
    238.003.195,66 230.012.539,01

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung nach HGB für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2017

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

2017 2016
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 498.992.204,93 482.525.148,87
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.062.853,31 4.115.682,17
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 367.362.019,43 354.676.462,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.385.670,95 1.175.895,08
  368.747.690,38 355.852.357,63
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 64.288.264,12 63.723.733,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.913.006,31 12.419.698,91
  77.201.270,43 76.143.431,99
- davon für Altersversorgung EUR 418.015,87 (EUR 34.383,33)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.419.913,25 5.362.736,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.758.756,99 36.268.333,18
7. Erträge aus Beteiligungen 327.792,25 378.580,86
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 296.904,21 286.776,88
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.450,79 3.701,22
- davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 4.450,79 (EUR 3.701,22)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.613.578,08 4.132.426,19
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 286.900,00 (EUR 296.889,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.594.217,21 2.240.476,49
12. Ergebnis nach Steuern 10.339.877,57 7.302.725,98
13. Sonstige Steuern 228.493,19 217.777,49
14. Konzernjahresüberschuss 10.111.384,38 7.084.948,49
15. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust 1.298.194,59 -690.682,61
16. Konzernverlustvortrag 8.463.115,16 8.140.465,16
17. Einstellung in das Konzern-Eigenkapital 800.571,68 2.186.492,49
18. Einstellung in Gesellschafterkonten -450.497,05 5.911.788,61
  350.074,63 8.098.281,10
19. Konzernbilanzgewinn 0,00 -8.463.115,16

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Allgemeine Angaben

Die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG als Muttergesellschaft des Konzerns ist beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Nr. HR A 3570 im Handelsregister eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Mönchengladbach.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den Vorschriften des § 290 ff. HGB in Verbindung mit den §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Personengesellschaften im Sinne des § 264a HGB (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.

Darstellungstetigkeit

Die Darstellung des Eigenkapitals des Konzerns wurde nach dem erstmals für das Geschäftsjahr 2017 anzuwendenden Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 22 angepasst. Die Höhe des Eigenkapitals hat sich dadurch nicht verändert. Weitere Änderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss sind neben der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Gemeinschaftsunternehmen, an denen eine Beteiligung von 50 % besteht, werden anteilig konsolidiert. Bei Gemeinschaftsunternehmen mit einer Beteiligungsquote von weniger als 50 %, bei denen die tatsächliche Ausübung der gemeinsamen Führung gegeben ist, werden ebenfalls anteilig konsolidiert. Am 29. Dezember 2005 erwarb die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG sämtliche Anteile an ihrer Komplementär-GmbH (HS Betriebs Verwaltung GmbH).

Die Einzelabschlüsse der Firmen des Konsolidierungskreises haben als einheitlichen Bilanzstichtag den 31. Dezember 2017.

Einbezogene Unternehmen Anteil am Kapital Anteil am Kapital
% %
Mutterunternehmen    
Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach    
Tochterunternehmen    
- Vollkonsolidierung    
HS Betriebs Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach   100,00
Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG, Mönchengladbach   100,00
Heinrich Schmidt Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach   100,00
Wilhelm Jansen-Eisenjansen GmbH & Co. KG, Geilenkirchen   100,00
Gemeinschaftsunternehmen mit folgenden Beteiligungen:    
- Quotenkonsolidierung    
Stahlhandel Mechernich GmbH & Co. KG, Mechernich 50,00  
Stahlhandel Mechernich Verwaltungs GmbH, Mechernich 50,00  
Mechernicher Grundstücksgesellschaft bR, Geilenkirchen 50,00  
Eisenjansen GmbH, Geilenkirchen   100,00
mit folgenden Beteiligungen:    
Willy Sieger Eisengroßhandel GmbH Aldenhoven 100,00  
Eisenjansen Grundstücksverwaltungs GmbH Geilenkirchen 100,00  
Fritz Pogenwisch GmbH & Co. KG, Jülich   100,00
W. Pogenwisch GmbH, Jülich   100,00
Carl Pohle GmbH & Co. KG, Mönchengladbach   100,00
Pohle GmbH, Mönchengladbach   100,00
Dr. Kurt Korsing GmbH & Co., Köln   100,00
Einbezogene Unternehmen Anteil am Kapital
%
Tochterunternehmen  
- Vollkonsolidierung  
Dr. Korsing GmbH, Köln 100,00
atta Haustechnik GmbH & Co. KG, Siegen 100,00
Wullbrandt + Seele GmbH & Co. KG, Braunschweig 100,00
Schmidt GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 66,66
Schmidt & Co. Verwaltungsgesellschaft mbH, Mönchengladbach 66,66
SSB Stahlservice & Brenntechnik GmbH & Co.KG, Bochum 51,00
SSB Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach 51,00
Gemeinschaftsunternehmen mit folgenden Beteiligungen:  
- Quotenkonsolidierung  
Mosecker GmbH & Co. KG Münster 49,00
Karl Mosecker GmbH Münster 49,00

Der Konzernabschluss hat befreiende Wirkung gemäß den Befreiungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB i.V.m § 325 HGB bezüglich der Offenlegung und gemäß § 264b HGB bezüglich der Aufstellung eines Lageberichtes für alle vorgenannten verpflichteten Gesellschaften, die gemäß § 290 HGB im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen worden sind.

Konsolidierungsgrundsätze

Inhalt und Form des vorliegenden Jahresabschlusses entsprechen den Vorschriften des § 297 HGB.

Die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB), die Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) und die Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB) wurden durchgeführt.

Die Eliminierung von Zwischenergebnissen beim Vorratsvermögen gem. § 304 HGB wurden wegen Geringfügigkeit der Intercompany-Vorratsbestände unter Berücksichtigung des Kifo-Verfahrens (Konzern-in-first-out) nicht durchgeführt. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte wie im Vorjahr die Eliminierung eines Zwischengewinns.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden ist gem. § 308 HGB vereinheitlicht.

Die Begründung des Konzerns erfolgte zum 31. Dezember 1999.

In der Konzernbilanz erfolgte die Konsolidierung durch Zusammenfassung der in den Einzelbilanzen ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sowie der Rechnungsabgrenzungsposten.

Alle bis 2012 zum Konzern gehörenden Konzerngesellschaften wurden nach der Buchwertmethode kapitalkonsolidiert, da alle Konzerngesellschaften vor dem 31. Dezember 2009 erworben wurden. Dabei wurden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Buchwert am Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert ausgewiesen, da anderweitige stille Reserven nur in ganz geringfügigem Umfang vorhanden waren. Der sich im Erwerbszeitpunkt der Tochtergesellschaften Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. sowie der Dr. Korsing GmbH vorhandene negative Firmenwert wurde nach Verrechnung mit dem Jahresfehlbetrag dieser Gesellschaften als passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in die Konzernbilanz eingestellt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind eliminiert.

Die im Geschäftsjahr 2003 hinzugekommenen Gemeinschaftsunternehmen (Beteiligungsquote 50 %) sind nach § 310 Abs. 1 HGB auf der Grundlage der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Im Geschäftsjahr 2009 ist der Konsolidierungskreis um zwei weitere Gemeinschaftsunternehmen (Beteiligungsquote 49 %) erweitert worden. Diese sind ebenfalls gemäß § 310 Abs. 1 HGB auf der Grundlage der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Die im Geschäftsjahr 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Gesellschaften (Beteiligungsquote 66,66 %) sind gemäß § 301 ff. HGB im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden. Der Ansatz deren Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte im Rahmen einer Neubewertung.

Im Geschäftsjahr 2015 gründete die Mosecker GmbH & Co. KG die SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG. Im Geschäftsjahr 2016 übernahm die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG 51 % des Kommanditkapitals. Die Geschäftsleitung erfolgt vom Standort der Muttergesellschaft. Gemäß § 301 ff. HGB erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Abschreibungen auf Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierungen lagen im Geschäftsjahr nicht mehr vor.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt sowie um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen sind unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt. Immaterielle und abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände werden pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG). Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 150,00 werden im Jahr der Anschaffung direkt als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Enthaltene Rückdeckungsansprüche wurden nicht an die betroffenen Mitarbeiter verpfändet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Dabei wurde der Grad der Verwertbarkeit ebenso berücksichtigt wie der Umstand, dass in Einzelfällen niedrigere erzielbare Verkaufserlöse als Basis für die Bewertung anzusetzen waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert aktiviert. Die Wertberichtigungen zu Lieferungsforderungen werden aktivisch abgesetzt und sind angemessen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Anschaffungskosten bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Abzug planmäßiger Abgänge bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Dabei wurden Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren lag den Bewertungen ein Rechnungszinssatz von 3,68 % p.a. sowie unternehmensindividuelle Rententrends von 1 bis 2 % zugrunde. Die Erfüllungsbeträge sind durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages ausgewiesen. Sämtlichen erkennbaren Risiken wurde Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Zum Bilanzstichtag bestanden im Konzern keine Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Der Konzernanlagespiegel ergibt sich aus Anlage 3 Seite 8.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden im Jahre des Zugangs als Aufwand erfasst.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Abschreibungen auf Zugänge TEUR 239

Abschreibungen auf Abgänge TEUR 36

Abschreibungen auf Umbuchungen TEUR 25

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig.

Die Kapitalanteile und die Rücklagen ergeben sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel aus Anlage 5. Im Berichtsjahr erfolgte die Anpassung an den Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22.

In den sonstigen Rückstellungen werden ausgewiesen:

Stand 31.12.2017 Stand 31.12.2016
TEUR TEUR
Nachkommende Kosten 1.068 998
Urlaubsansprüche / Überstunden 992 970
Tantiemen/Sonderzahlungen/Dienstjubiläen 692 669
Ausstehende Bonifikationen 515 543
Berufsgenossenschaft 474 455
Abschluss- und Prüfungskosten 410 408
Prozess- und Regresskostenrückstellungen 375 14
Übrige 344 338
  4.870 4.395

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten sowie die weiteren gesetzlich geforderten Angaben, gehen aus dem Verbindlichkeitenspiegel auf der Seite 9 hervor.

Latente Steuern

Primäre latente Steuern

Temporäre Differenzen aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften i.S.v. § 274 HGB ergeben sich insbesondere bei folgenden Bilanzpositionen:

Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuern)

Rückstellung für Altersteilzeit (aktive latente Steuern)

aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen der Tochtergesellschaften (aktive latente Steuern).

Insgesamt ergeben sich hieraus nur aktive latente Steuern, sodass ein Aktivierungsüberhang vorliegt, der entsprechend dem Wahlrecht von § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wird.

Sekundäre latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Beteiligung an der Schmidt GmbH & Co. KG nach den Regelungen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die erforderliche Neubewertung der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten führte zur Aufdeckung stiller Reserven und stiller Lasten. Auf Basis der Bewertungsunterschiede zwischen Konzernabschluss und der steuerlichen Wertansätze nach den deutschen ertragsteuerlichen Vorschriften ergeben sich passive latente Steuerlasten.

Der Steuersatz beträgt 17,15 % und entfällt alleine auf Gewerbesteuer.

Differenzen in Folge der Kapitalkonsolidierungen in der Form von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie passiven Unterschiedsbeträgen führen gemäß § 306 Satz 3 HGB nicht zum Ansatz latenter Steuern im Konzernabschluss.

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anlageposten Stand 31.12.2016 Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.393.591,49 0,00 110.585,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert      
1. aus den Einzelbilanzen 1.179.293,14 0,00 0,00
2. aus der Kapitalkonsolidierung 18.632.303,83 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.995,00 0,00 0,00
  24.207.183,46 0,00 110.585,59
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.223.379,65 0,00 372.761,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.816.053,17 0,00 914.758,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.483.467,78 0,00 4.313.125,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315.251,90 0,00 1.670.642,13
  96.838.152,50 0,00 7.271.286,82
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 1.248.296,49 0,00 4.048,64
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 298.834,40 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 519,40 0,00 0,00
4. Aktivierte Rückdeckungsversicherungen 540.910,71 0,00 33.844,47
  2.088.561,00 0,00 37.893,11
  123.133.896,96 0,00 7.419.765,52
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anlageposten Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2017
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.080,72 1.995,00 4.500.091,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert      
1. aus den Einzelbilanzen 251.917,00 0,00 927.376,14
2. aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 0,00 18.632.303,83
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -1.995,00 0,00
  257.997,72 0,00 24.059.771,33
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.465,58 656.043,57 36.195.718,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.802,78 305.898,65 4.978.907,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.169.425,56 529.574,89 60.156.742,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.491.517,11 494.376,92
  2.283.693,92 0,00 101.825.745,40
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 0,00 0,00 1.252.345,13
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 298.834,40
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 519,40
4. Aktivierte Rückdeckungsversicherungen 24.551,72 0,00 550.203,46
  24.551,72 0,00 2.101.902,39
  2.566.243,36 0,00 127.987.419,12
kumulierte Abschreibungen
Anlageposten Stand 31.12.2016 Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Stand 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.259.492,01 0,00 314.998,68 6.077,72 3.568.412,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert          
1. aus den Einzelbilanzen 861.736,64 0,00 52.974,50 188.792,00 725.919,14
2. aus der Kapitalkonsolidierung 18.632.303,83 0,00 0,00 0,00 18.632.303,83
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  22.753.532,48 0,00 367.973,18 194.869,72 22.926.635,94
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.821.799,47 0,00 745.450,09 2.977,58 17.564.271,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.744.720,17 0,00 311.948,02 20.914,78 2.035.753,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.825.142,99 0,00 3.994.541,95 1.845.121,78 37.974.563,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  54.391.662,63 0,00 5.051.940,06 1.869.014,14 57.574.588,55
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 5.111,92 0,00 0,00 0,00 5.111,92
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 20.178,44 0,00 4.450,80 0,00 24.629,24
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Aktivierte Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  25.290,36 0,00 4.450,80 0,00 29.741,16
  77.170.485,47 0,00 5.424.364,04 2.063.883,86 80.530.965,65
Buchwerte
Anlageposten Stand 31.12.2017 Stand 31.12.2016
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 931.678,39 1.134.099,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert    
1. aus den Einzelbilanzen 201.457,00 317.556,50
2. aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.995,00
  1.133.135,39 1.453.650,98
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.631.446,97 18.401.580,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.943.154,00 2.071.333,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.182.178,96 21.658.324,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 494.376,92 315.251,90
  44.251.156,85 42.446.489,87
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 1.247.233,21 1.243.184,57
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 274.205,16 278.655,96
3. Genossenschaftsanteile 519,40 519,40
4. Aktivierte Rückdeckungsversicherungen 550.203,46 540.910,71
  2.072.161,23 2.063.270,64
  47.456.453,47 45.963.411,49

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2017

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.709.250,23 27.625.000,32 11.512.460,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 99.751,94    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.720.615,92    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 236.473,75    
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.408.930,18    
6. Sonstige Verbindlichkeiten 12.299.082,79 35.552,06 900,00
davon aus Steuern (7.165.007,36)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (94.145,48)    
  145.474.104,81 27.660.552,38 11.513.360,00
Gesamtbetrag dinglich gesicherte Beträge Arten der Sicherheiten
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.846.710,55 0,00 - selbstschuldnerische Bürgschaften der Heinrich Schmidt Grundstücks GmbH & Co. KG
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 99.751,94    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.720.615,92    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 236.473,75    
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.408.930,18    
6. Sonstige Verbindlichkeiten 12.335.534,85    
davon aus Steuern (7.165.007,36)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (94.145,48)    
  184.648.017,19 0,00  

Weitere Sicherheiten

Zu 3.: Es bestehen die üblichen (auch verlängerte) Eigentumsvorbehalte

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Außenumsatzerlöse in Höhe von 499 Mio EUR (Vorjahr 483 Mio EUR) wurden nahezu ausnahmslos im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs.

Innerhalb der Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr TEUR 34) enthalten.

Im Zinsertrag werden Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 1 ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen das gewöhnliche Geschäftsergebnis.

Sonstige Angaben

Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch folgende finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB beeinflusst:

bis ein Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 6.845 10.299 3.702 20.846

Im Geschäftsjahr wurden von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Heinrich Schmidt-Gruppe Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 309 (davon Mehraufwand Vorjahre TEUR 4 und Erträge Auflösung Rückstellungen TEUR 9) berechnet. Die Leistungen entfallen mit TEUR 240 (davon Mehraufwand Vorjahre TEUR 0 und Erträge Auflösung Rückstellungen TEUR 0) auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 69 (davon Mehraufwand Vorjahre TEUR 4 und Erträge Auflösung Rückstellungen TEUR 9) auf Steuerberatungsleistungen.

Die Geschäftsführung und Vertretung der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG wird von der Komplementärin der HS Betriebs Verwaltungs GmbH durch deren Geschäftsführer, den Herren Heinz Schmidt, Kaufmann und Henrik Schmidt, Kaufmann, ausgeübt.

Die Gesellschaft verzichtet unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (ohne Geschäftsführer) unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gemäß § 267 Abs. 5 HGB betrug:

2017 2016 2015
Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) 1.658 1.649 1.632

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die HS Betriebs Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 100.

 

Mönchengladbach, den 28. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Heinz Schmidt

Henrik Schmidt

KONZERN - KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2017

der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

2017 2016
Finanzmittel- zufluss/-abfluss Finanzmittel- zufluss/-abfluss
  TEUR TEUR
A. Laufende Geschäftstätigkeit    
Konzernjahresüberschuss 10.111 7.085
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.420 5.363
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen 4 4
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 63 -367
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 15.598 12.085
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 887 263
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11 -38
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht das Anlagevermögen betreffend) -6.206 -5.107
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva (soweit nicht das Anlagevermögen betreffend) 1.095 550
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 11.385 7.753
B. Investitionstätigkeit    
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -7.382 -8.684
+ Erlöse aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 467 3.826
-/+ Zugang/Abgang der Finanzanlagen -13 -37
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Investitionstätigkeit -6.928 -4.895
C. Finanzierungstätigkeit    
+/- Einlagen/Entnahmen der Gesellschafter (Saldo) -609 -69
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankdarlehen 21 -14.544
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Finanzierungstätigkeit -588 -14.613
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe der Zuflüsse/Abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit) 3.869 -11.755
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -64.280 -52.525
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -60.411 -64.280
  31.12.2017 31.12.2016
  TEUR TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes    
- Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 1.193 902
- Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentkonten) -61.604 -65.182
  -60.411 -64.280

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
  Kommanditkapital Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
       
  EUR EUR EUR
Stand 31.12.2015 5.313.234,68 0,00 5.313.234,68
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile     0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen     0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital     0,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen     0,00
Währungsumrechnung     0,00
Sonstige Veränderungen     0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises     0,00
Konzernjahresüberschuss     0,00
Stand 31.12.2016 5.313.234,68 0,00 5.313.234,68
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile     0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen     0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital     0,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen     0,00
Währungsumrechnung     0,00
Sonstige Veränderungen 10.036.765,32   10.036.765,32
Änderungen des Konsolidierungskreises     0,00
Konzernjahresüberschuss     0,00
Stand 31.12.2017 15.350.000,00 0,00 15.350.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
  Kapitalrücklage gemäß Gesellschafts-
vertrag
  Gewinnrücklagen   Summe
    Rücklage gemäß Gesellschafts-
vertrag
Sonstige Gewinn-
rücklagen
Summe  
  EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2015 0,00 0,00 24.333.640,36 24.333.640,36 24.333.640,36
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile       0,00 0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen       0,00 0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital       0,00 0,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 10.500.000,00   2.186.492,49 2.186.492,49 12.686.492,49
Währungsumrechnung       0,00 0,00
Sonstige Veränderungen     776.863,86 776.863,86 776.863,86
Änderungen des Konsolidierungskreises       0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss       0,00 0,00
Stand 31.12.2016 10.500.000,00 0,00 27.296.996,71 27.296.996,71 37.796.996,71
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile       0,00 0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen       0,00 0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital       0,00 0,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen     -7.536.539,18 -7.536.539,18 -7.536.539,18
Währungsumrechnung       0,00 0,00
Sonstige Veränderungen     -10.036.765,32 -10.036.765,32 -10.036.765,32
Änderungen des Konsolidierungskreises       0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss       0,00 0,00
Stand 31.12.2017 10.500.000,00 0,00 9.723.692,21 9.723.692,21 20.223.692,21
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn / -verlust Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Konzern-
Eigenkapital Summe
         
         
  EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2015 -8.140.465,16 254.822,49   21.761.232,37
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile       0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen       0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital     -5.911.788,61 -5.911.788,61
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen     -2.186.492,49 10.500.000,00
Währungsumrechnung       0,00
Sonstige Veränderungen -322.650,00 -690.682,61 1.013.332,61 776.863,86
Änderungen des Konsolidierungskreises       0,00
Konzernjahresüberschuss     7.084.948,49 7.084.948,49
Stand 31.12.2016 -8.463.115,16 -435.860,12 0,00 34.211.256,11
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile       0,00
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen       0,00
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital     -7.886.613,81 -7.886.613,81
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 8.297.183,16   -760.643,98 0,00
Währungsumrechnung       0,00
Sonstige Veränderungen 165.932,00 1.298.194,59 -1.464.126,59 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises       0,00
Konzernjahresüberschuss     10.111.384,38 10.111.384,38
Stand 31.12.2017 0,00 862.334,47 0,00 36.436.026,68
Nachrichtlich: Gesellschafterdarlehen
   
   
  EUR
Stand 31.12.2015 11.565.044,69
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile  
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen  
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 5.911.788,61
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen  
Währungsumrechnung  
Sonstige Veränderungen -11.345.607,66
Änderungen des Konsolidierungskreises  
Konzernjahresüberschuss  
Stand 31.12.2016 6.131.225,64
Erhöhung / -herabsetzung der Kapitalanteile  
Einforderung / Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen  
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 7.886.613,81
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen  
Währungsumrechnung  
Sonstige Veränderungen -608.909,27
Änderungen des Konsolidierungskreises  
Konzernjahresüberschuss  
Stand 31.12.2017 13.408.930,18

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

DES SCHMIDT-KONZERNS UND DER HEINRICH SCHMIDT HOLDING GMBH & CO. KG

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell

Die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Mönchengladbach ist die Muttergesellschaft des Schmidt-Konzerns, hier im Lagebericht auch als Schmidt-Gruppe bezeichnet. Die Schmidt-Gruppe versteht sich als eine familiengeführte Großhandelsunternehmensgruppe im Kernsortiment Sanitär, Heizung, Klima, Stahl und Elektroartikel. Zentral im dreistufigen Vertriebsweg von Industrie, Großhandel und Handwerk eingegliedert werden für die Fachhandwerkskunden Produkte in 16 Zentrallagern und 97 Schnelllagern in 15 Sortimentsgruppen vorgehalten. Neben dem Kerngebiet in Nordrhein-Westfalen erstreckt sich die Heinrich Schmidt-Gruppe auch auf Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Über eine niederländische Schwestergesellschaft außerhalb des Konzerns ist die Gruppe auch im niederländischen Grenzgebiet vertreten.

Unsere Sortimentsgruppen sind: Sanitär, Installation, Heizung, Klima und Lüftung, Elektroinstallation, Groß- und Kleingeräte, Haushalt, Küchen, Fliesen, Werkzeuge, Eisenwaren, Aluminium und Edelstahl, Walzstahl, Bauelemente, Bedachungen. Weiter erbringen wir sortimentsbezogene Dienstleistungen.

Die operativ tätigen Tochtergesellschaften sind überwiegend als Personenhandelsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG organisiert. Entsprechend ist die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG jeweils Kommanditistin dieser Töchter. Gleichzeitig hält sie die Beteiligungen an den jeweiligen Komplementärgesellschaften in der Rechtsform der (Verwaltungs-)GmbH. Wesentliche Organisationsfunktionen der vollständig zur Schmidt-Gruppe gehörenden Tochtergesellschaften werden von der Muttergesellschaft Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG zentral erbracht.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Tochtergesellschaft atta GmbH & Co. KG mit Sitz in Siegen liquidiert. Deren Geschäftsbereich wurde bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2016 vollständig in das Tochterunternehmen Korsing GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln integriert. Weitere rechtliche Veränderungen an der Struktur der Schmidt-Gruppe haben sich nicht ergeben. Die Konzernstruktur ist im Anhang angegeben.

II. Ziele und Strategien

Als Großhändler im dreistufigen Vertriebsweg ist es unsere unveränderte Strategie, mit der persönlichen Handschrift eines familiengeführten Unternehmens, partnerschaftlich mit allen Beteiligten, wie Mitarbeitern und deren Familien, den Partnern aus der Industrie und vor allem unseren Fachhandwerkskunden, eng zusammen zu arbeiten. Im Zentrum des Handelns stehen erstklassiger Service, eine in der Branche einzigartige Produktvielfalt und wettbewerbsfähige Preise mit dem Ziel, den Fachhandwerkskunden dabei zu unterstützen, in seinem Markt erfolgreich zu sein. Im Fokus steht die bedarfsgerechte Lieferfähigkeit.

Unsere Ziele fassen wir wie folgt zusammen:

Wachstumsstrategie

Wir haben das unveränderte Ziel, in dem von uns adressierten Vertriebsgebiet unsere Marktstellung in allen Produktgruppen weiter auszubauen. Dazu werden neue Standorte innerhalb des vorhandenen Netzes gesucht. Ebenso ist es Ziel, durch Erschließung neuer Standorte das Liefergebiet räumlich auszuweiten.

Effizienzstrategie

Mit unserer Geschäftspolitik innerhalb der Schmidt-Gruppe verfolgen wir eine konsequente Prozessoptimierung zur Hebung von Effizienzeffekten. Unsere Prozesse sollen einfacher, schneller und flexibler werden, um insbesondere eine Optimierung in allen Bereichen der Warenbewirtschaftung zu erreichen und durch die damit einhergehenden Kosteneffekte bei gleichzeitiger Steigerung des Umsatzes je Mitarbeiter die Ertragskraft der Gruppe zu erhöhen. Auch die nicht unmittelbar auf die Warenbewegung entfallenden Kostenarten werden unserer Effizienzstrategie folgend analysiert und bearbeitet. Bei der Strategieumsetzung werden die sinnvollen Möglichkeiten der digitalen Transformation im Fokus unseres Handelns stehen.

Weiter erfassen wir unter unserer Effizienzstrategie auch unsere Finanzierungsstrategie, die wir unverändert umsetzen wollen. Diese verfolgt die grundsätzliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei gleichzeitigem Aufbau des Eigenkapitals und innerhalb der bankseitigen Fremdfinanzierung den Anteil an mittel- und langfristigen Krediten signifikant zu erhöhen.

III. Markenauftritt und Tochtergesellschaften

Wir treten in unserem Marktgebiet mit jeweils einzelnen Tochtergesellschaften auf. Aus unseren beiden Stammhäusern, der Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG im Großhandel mit Sanitär-, Heizung- und Klimaprodukten und der Schmidt GmbH & Co. KG im Elektrogroßhandel, beide am Standort Mönchengladbach, heraus, haben wir die Entwicklung der Schmidt-Gruppe in den letzten Jahrzehnten durch Akquisitionen von im Markt eingeführten Traditionsunternehmen entwickelt. Dabei haben wir sowohl unser Vertriebsgebiet konsequent ausgedehnt und durch Schaffung neuer Vertriebsstandorte innerhalb dieses Gebietes enger vernetz als auch das Handelsportfolio um den Stahlbereich ergänzt. Die regional verorteten Gesellschaften haben wir unter ihren dort bekannten Firmennamen, soweit sinnvoll, jeweils erhalten.

Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG

Mit Sitz in Mönchengladbach ist die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG unsere Muttergesellschaft. Sie übt innerhalb der Schmidt-Gruppe klassische Holdingfunktionen wie das Beteiligungsmanagement, Finanzierungen, Rechnungs- und Personalwesen und IT-Service aus.

Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG

Die Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG mit Sitz in Mönchengladbach betreibt einen Großhandel mit Gegenständen der Haustechnik, insbesondere mit Sanitär-, Heizungs- und Elektroartikeln. Sie ist die umsatzstärkste Gesellschaft in unserem Verbund und umfasst drei größere Niederlassungen in Mönchengladbach, Krefeld und Wesel sowie Schnelllager, überwiegend im westlichen Gebiet von Nordrhein-Westfalen.

Wilhelm Jansen Eisenjansen GmbH & Co. KG

Seit 1986 gehört die Wilhelm Jansen Eisenjansen GmbH & Co. KG am Standort Geilenkirchen zur Schmidt-Gruppe. Geschäftsgegenstand dieser Gesellschaft ist der Großhandel mit Gegenständen der Haustechnik, insbesondere mit Sanitär-, Heizungs-, Installationsartikeln, Artikeln der Elektroinstallation, Werkzeugen, Eisenwaren, Bauelementen, Elektrogroß- und kleingeräten sowie Walzstahl.

Fritz Pogenwisch GmbH & Co. KG

Die Fritz Pogenwisch GmbH & Co. KG mit Sitz in Jülich wurde ebenfalls 1986 integriert. Dort wird der Großhandel mit Produkten der Haustechnik, insbesondere mit Sanitär-, Heizungs-, Installations-, Fliesen- und Elektroartikeln ausgeübt.

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG

Seit dem Jahr 2002 gehört die Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG zur Schmidt-Gruppe. Mit Sitz in Köln-Bilderstöckchen betreibt diese Tochtergesellschaft den Großhandel mit Produkten der Haustechnik, insbesondere mit Sanitär-, Heizungs-, Installations- und Elektroartikeln sowie Werkzeugen.

Mosecker GmbH & Co. KG

An der Mosecker GmbH & Co. KG besteht seit 2004 eine Beteiligung. Die Gesellschaft ist als Einheitsgesellschaft ausgestaltet, so dass die Beteiligung ausschließlich an der Kommanditgesellschaft mit 49 % besteht. Auch diese Gesellschaft übt ihre Großhandelstätigkeit in unserem Kernsortiment Haustechnik in den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Elektroartikel aus. Ebenso wird Stahlhandel auch unter gleichzeitiger Anarbeitung getätigt. Der Sitz und Hauptstandort ist Münster.

Wullbrandt + Seele GmbH & Co. KG

Im Kerntätigkeitsbereich des Sanitär- und Heizungsgroßhandels erfolgte die bisher letzte Akquisition in 2007 durch den Erwerb der Wullbrandt + Seele GmbH & Co. KG mit ihrem Stammsitz in Braunschweig.

Carl Pohle GmbH & Co. KG

Zur Erweiterung des Produktangebotes erfolgte in 1995 der Erwerb der Carl Pohle GmbH & Co. KG mit Sitz in Mönchengladbach. Diese Gesellschaft betreibt Großhandel mit Stahlprodukten als Vollsortimenter in den Produktgruppen Aluminium, Edelstahl, Blankstahl, Bleche, Profile und Rohre. Darüber hinaus wird eine weitreichende Dienstleistung durch Produktanarbeitung angeboten.

SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Mosecker GmbH & Co. KG wurde in 2016 die SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Bochum gegründet. Gesellschaftszweck ist der Großhandel mit Stahlprodukten und die produktionsvorbereitende Stahlverarbeitung, insbesondere durch Brenntechnik.

Schmidt GmbH & Co. KG

Bereits 1947 wurde die Elektrogroßhandlung Schmidt GmbH & Co. KG durch den Gründer und Namensgeber der Schmidt-Gruppe Heinrich Schmidt gegründet. Der Großhandel erstreckt sich auf Produkte der Elektrotechnik für Industrie und Handwerk, insbesondere mit Kabel-, Schalter-, und Installationsbedarf.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2017 hat sich die Weltwirtschaft insbesondere in den wichtigen Volkswirtschaften durchweg über den Erwartungen liegend entwickelt. Nachdem der Jahresbeginn 2017 noch von politischen Unsicherheiten aufgrund der Neubesetzung der amerikanischen Administration geprägt war, folgte im Jahresverlauf ein deutliches Wachstum der globalen Wirtschaft. Wesentliche Treiber dafür waren das weltweit günstige Finanzmarktumfeld, die wirtschaftliche Erholung der Industrienationen sowie eine weitreichend positive Entwicklung der Rohstoffmärkte. Das Weltwirtschaftswachstum lag 2017 bei 3,7 %.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum in 2017 war durchweg positiv und stand weiterhin unter dem Eindruck der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, der Wahlen in diversen europäischen Nationen sowie der Vorbereitung auf den Brexit. Die Wirtschaftsleistung legte in vielen Ländern des Währungsraumes zu. Insgesamt lag das Wirtschaftswachstum bei 2,4 %.

Auch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2017 von einer nochmals erhöhten Dynamik durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von plus 1,3 % lag. Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,4 % gleichwohl unterdurchschnittlich. Insbesondere die Bruttoanlageninvestitionen legten 2017 mit 3,0 % überdurchschnittlich zu. Die Bauinvestitionen stiegen dabei um 2,6 %. In Ausrüstungsinvestitionen vor allem in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert. Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen auch die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 % höher als in 2016.

Die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2017 weiter zulegen. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 % höher als im Vorjahr. Die Importe legten im gleichen Zeitraum mit 5,2 % stärker zu. Der resultierende Außenbeitrag trug rein rechnerisch mit 0,2 %-Punkten positiv zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten nahezu alle Wirtschaftsbereiche positiv zu dieser wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2017 beitragen. Von der Steigerungsrate in Höhe von 2,2 % ausgehend, entwickelten sich die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation mit 3,9 % sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe mit 2,9 % überdurchschnittlich. Ebenfalls kräftig legte das produzierende Gewerbe mit 2,5 % zu, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftete. Das Baugewerbe nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % zu.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Im Jahr 2017 waren rund 638.000 Personen oder 1,5 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Dies ist die stärkste Zunahme seit 2007. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen dabei altersbedingte demografische Effekte aus.

Der Staat erzielte im Jahr 2017 einen Überschuss von 38,4 Milliarden Euro und beendete das Jahr nach vorläufigen Berechnungen zum vierten Mal in Folge mit einem Überschuss.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt errechnet sich für den Staat im Jahr 2017 eine Überschussquote von 1,2 %.

Sanitär - Heizung - Klima

Das Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerk (SHK) hat im vergangenen Jahr mit 42,9 Milliarden Euro erneut ein Umsatzplus erwirtschaftet. Das entspricht einem Anstieg von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im zehnten Jahr in Folge konnten sich die fast 51.000 Betriebe damit über einen wachsenden wirtschaftlichen Erfolg freuen.

Profitiert hat das SHK-Handwerk vom anhaltenden Bauboom in Deutschland und vom Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen. Der Umsatzanteil beim Neubaugeschäft lag bei 28,2 %. 71,8 % Umsatzanteil stammen aus dem Modernisierungsgeschäft. Hauptkundengruppen waren mit einem Anteil von 61,2 % die privaten Auftraggeber. Auf gewerbliche Kunden entfallen 15,2 %, auf Wohnungsbaugesellschaften 14,6 % und auf die öffentliche Hand 9,0 %. Aufgaben wie die Energiewende im Wärmemarkt oder auch der wachsende Bedarf an altersgerechten Bädern machen die Betriebe des SHK-Handwerks zu wichtigen wirtschaftlichen Akteuren.

Wie andere Branchen kämpft auch das SHK-Handwerk gegen den Fachkräftemangel. Obwohl die Zahl der Beschäftigten trotz eines sehr engen Arbeitsmarktes seit zehn Jahren kontinuierlich um durchschnittlich 1 % pro Jahr wächst, fehlen weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte. Bei einer leicht rückgängigen Anzahl auf 50.812 Betrieben ist die Zahl der Beschäftigten in 2017 gegenüber dem Vorjahr zwar auf 369.219 gestiegen, gleichwohl berichtet fast jeder zweite SHK-Innungsbetrieb über offene Stellen.

In der Branche ist verstärkt festzustellen, dass auf Grund der fehlenden Fachführungskräfte immer mehr Handwerksunternehmen die Führungsnachfolge nicht aus eigenen Personalressourcen abdecken können. Kleinere und mittlere Unternehmen werden immer häufiger von Investoren übernommen und in größere Organisationsstrukturen überführt.

Der Großhandel als Vertreter des dreistufigen Vertriebsweges stellt weiterhin den wichtigsten Vertriebskanal für SHK-Produkte dar. Nach einer Untersuchung der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS, weist der dreistufige SHK-Vertriebsweg auch zukünftig hinsichtlich der betrachteten Nachhaltigkeitsfaktoren gegenüber dem Versand- und Onlinehandel Vorteile auf.

Stahl

Trotz der beschriebenen nach wie vor guten gesamtwirtschaftlichen Situation stand die Stahlbranche auch in 2017 unverändert vor Herausforderungen Die weltweite Rohstahlproduktion stieg 2017 um 5,3 % an und erreichte 1.691 Mio. Tonnen Rohstahl. Das Produktionsvolumen stieg laut Angaben der World Steel Association in der Europäischen Union um rund 4,1 %. In Nordamerika erhöhte sich das Volumen sogar um 4,9 % und in China wurde ein Anstieg der Produktion von rund 5,7 % verzeichnet.

Wenngleich positive Anzeichen für einen Abbau der andauernden Überkapazitäten in der chinesischen und europäischen Stahlindustrie bestehen, so sind diese weiterhin problematisch und führen bei der vorherrschenden Nachfrage zu einer strukturellen Unterauslastung. Die globale Auslastung der Stahlproduzenten lag Ende Dezember 2017 bei lediglich 70 %. Auf der Distributionsstufe bestehen ebenfalls erhebliche Überkapazitäten. Daraus folgt eine nachhaltig hohe Wettbewerbsintensität.

Der Stahlmarkt in Deutschland hat im Jahr 2017 eine erfreuliche Entwicklung genommen. Die Rohstahlproduktion stieg auf 43,8 Millionen Tonnen und die Preise erhöhten sich seit Oktober 2016 bis zum Jahresende 2017 um etwa 150 Euro pro Tonne. Weitere 20 bis 30 Euro pro Tonne werden für das erste Quartal 2018 erwartet. Für das kommende Jahr wird eine Produktion von über 44,5 Millionen Tonnen prognostiziert. Die größten Stahlabnehmer sind die Bauindustrie mit 31 % und die Automobilindustrie mit 26 % des gesamten Absatzvolumens. Mit 89 % Kapazitätsauslastung liegt Deutschland weit über dem weltweiten Durchschnitt. Die deutsche Stahlindustrie ist im internationalen Vergleich, nicht zuletzt durch die Entwicklung in Richtung Qualität und Diversifizierung, sehr innovativ und gut aufgestellt.

Elektro

Die Elektroindustrie gehört zu den größten Industriezweigen Deutschlands. In 2017 stieg der Umsatz der deutschen Elektroindustrie gegenüber dem Vorjahr. Laut den Zahlen des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) erzielte die Branche einen Gesamtumsatz von 191,5 Mrd. Euro, dies entspricht rund 3 % des Bruttoinlandsprodukts. Somit wuchs der Branchenumsatz in 2017 um 7,3 % zum Vorjahr. Das in 2017 preisbereinigte Wachstum in der Produktion betrug 4,5 %.

Der Gesamtumsatz verteilt sich mit 91,5 Mrd. Euro (+ 5,4 % zum Vorjahr) auf inländische Kunden und mit 100,0 Mrd. Euro (+ 9,1 % zum Vorjahr) auf ausländische Kunden. Dabei wurden von den ausländischen Kunden aus der Eurozone 36,4 Mrd. Euro (+ 9,4 % zum Vorjahr) sowie von den ausländischen Kunden aus der Nicht-Eurozone 63,6 Mrd. Euro (+ 8,9 % zum Vorjahr) erbracht.

Die Zahl der Beschäftigten ist leicht gestiegen. In 2017 verzeichnete die Branche 867.600 Beschäftigte. Dies ist ein Anstieg um 2,5 % zum Vorjahr. Damit ist die Elektroindustrie die zweitgrößte Industriebranche in Deutschland.

Das Produktportfolio bildet sich zu 78 % aus Industriegütern (z.B.: Automation, Energietechnik, Medizintechnik), zu 12 % aus Vorleistungsgütern (z.B.: Halbleiter) sowie zu 10 % aus Gebrauchsgütern (z.B.: Elektrohausgeräte, Unterhaltungselektronik, Licht).

Elektrogroß- und Kleingeräte

Der deutsche Markt der Elektrogroß- und Kleingeräte des privaten Haushalts entwickelte sich nach Erhebungen des Marktforschungsinstitutes GfK im Vergleich zum Vorjahr in 2017 weiter positiv, wenn auch in abgeschwächter Form.

Im Produktbereich Kühlgeräte blieb die Umsatzentwicklung im deutschen Markt bei einem Umsatz von rd. 1,6 Mrd. Euro zum Vorjahr nahezu unverändert. Wie auch in den Vorjahren verlor der klassische Einzelhandel weitere Marktanteile an den Internetvertrieb, der seinen Marktanteil in diesem Teilsegment mit 21,5 % gegenüber 20,8 % im Vorjahr leicht steigern konnte. Im Produktbereich Kochen legte der Umsatz zum Vorjahr um 11,2 % auf ca. 1,0 Mrd. Euro zu. Der Umsatzanteil des Internetvertriebes liegt in diesem Segment deutlich unterhalb des vorgenannten Kühlgerätebereiches und ist in 2017 um 0,5 %-Punkte auf 8,6 % Marktanteil gesunken.

II. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2017 war für die Schmidt-Gruppe insgesamt ein zufriedenstellendes Jahr. Wir konnten im von uns adressierten Vertriebsgebiet unseren Gesamtumsatz um 3,4 % bzw. 16.467 TEUR steigern. Unsere Wareneinsatzquote war mit 73,9 % gegenüber 73,7 % im Vorjahr nahezu unverändert. Durch den Fortgang der Umsetzung unserer Effizienzstrategie konnte insgesamt unsere Kostenquote gesenkt werden. Insgesamt konnten wir unser Jahresergebnis deutlich um 3.026 TEUR bzw. 42,7 % auf 10.111 TEUR steigern.

Wichtige Maßnahmen im Geschäftsjahr 2017 entfielen auf die erstmals volljährige Einbeziehung der ehemaligen Niederlassungen unserer Elektrogroßhandlung in Krefeld, Dormagen und Neuss in unsere Sanitärgroßhandlung Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG.

Weiter wurde in 2017 unsere Tochtergesellschaft atta Haustechnik GmbH & Co. KG liquidiert. Der Geschäftsbetrieb wurde ab Ende 2016 vollständig von der Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG übernommen.

Im Rahmen unserer Effizienzstrategie wurde die warenlogistische Versorgung unserer Tochtergesellschaft Fritz Pogenwisch GmbH & Co. KG in 2017 durch die Wilhelm Jansen Einsenjansen GmbH & Co. KG übernommen.

Sanitär-Heizung-Klima-Lüftung

Mit einem nahezu unveränderten Anteil von 70,1 % ist diese Sortimentsgruppe unser Kernumsatzgeschäft seit vielen Jahren. In allen Häusern waren Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Damit entwickelte sich der Umsatz entsprechend dem Branchentrend. In diesem Segment konnten wir die in den letzten Jahren erreichten Margenverbesserungen stabilisieren. Die wesentlichen Tochtergesellschaften sind unverändert unsere Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG (Mönchengladbach), Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG (Köln) und Wullbrandt + Seele GmbH & Co. KG (Braunschweig).

Stahl- und Eisenwaren

Die im Vorjahr begonnene positive Umsatzentwicklung hat sich in 2017 fortgesetzt. Im Wesentlichen durch die positive Preisentwicklung konnte der Umsatz im reinen Handelsgeschäft ausgeweitet werden. Daneben entwickelte sich der servicebasierte Bereich der vorbereitenden Anarbeitung nach Kundenwunsch (insbesondere durch Brenntechnik) sowohl bei unser Gesellschaft Carl Pohle GmbH & Co. KG (Mönchengladbach) als auch insbesondere bei der auf diese Tätigkeiten im Schwerpunkt ausgerichteten SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG (Bochum) überdurchschnittlich. Diese Gesellschaft wurde daher in ihrem ersten vollständigen Geschäftsjahr mit weiteren Investitionen in den erforderlichen Maschinenbereich ausgestattet.

Elektro

Unser Elektrogroßhandel ist vor allem in unserer Gesellschaft Schmidt GmbH & Co. KG mit Sitz in Mönchengladbach konzentriert, die alleine auf den Elektrogroßhandel ausgerichtet ist. Diese Gesellschaft befand sich auch in 2017 planmäßig in der Fortsetzung notwendiger Reststrukturierungsmaßnahmen. Die Vertriebsstandorte Krefeld, Neuss und Dormagen wurden zu Beginn des Jahres 2017 geschlossen, deren Geschäftsbereiche wurden durch Übernahme der Kunden und des Personals in die Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG (Mönchengladbach) und dort in deren jeweilige ortsnahen Standorte überführt. Die Integration verursachte insoweit keine besonderen Herausforderungen, da durch die haustechnische Produktverbundenheit keine nennenswerten Unterschiede in der operativen Abwicklung bestanden. Bei der Schmidt GmbH & Co. KG sank der Umsatz um ca. ein Drittel. Die Kosteneffizienzmaßnahmen führten zu absoluten und relativen Reduzierungen in allen Kostenbereichen. In der Folge konnte die Schmidt GmbH & Co. KG in 2017 nach einigen Verlustjahren den Turnaround schaffen und eine positive Umsatzrendite von 0,9 % erreichen.

Die Elektroprodukte werden auch in allen anderen Häusern des SHK-Bereichs mit vertrieben. Dort konnte in Summe ein Umsatzwachstum erreicht werden, welches den Umsatzverlust der Elektrogroßhandlung gleichwohl nicht vollständig auffangen konnte. Insgesamt sank der Umsatz um 13,9 % auf 28.151 TEUR. Der auf die Schmidt GmbH & Co. KG entfallende Umsatzanteil verringerte sich von ca. 67 % auf ca. 51 %.

Groß- und Kleingeräte

Der Umsatzanteil der Groß- und Kleingeräte, die fast vollständig über unsere Tochtergesellschaft Wilhelm Jansen Eisenjansen GmbH & Co. KG (Geilenkirchen) erzielt wird, konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten werden. Es war ein Rückgang um 0,5 %-Punkte zu verzeichnen. Als Großhandelslieferant des Einzelhandels geht diese Entwicklung unverändert auf den Marktanteilsverlust der Einzelhändler an den Internethandel zurück.

Werkzeug

Für alle Bereiche der von uns vertriebenen Produkte der Haustechnik bieten wir die dafür vom Fachhandwerk benötigten Werkzeuge in den jeweiligen Häusern an.

III. Lage

1. Ertragslage

1.1. Umsatzentwicklung

Entwicklung des Konzernumsatzes auf der Ebene der Einzelgesellschaften

2017 2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR
SCHMIDT HOLDING 197 0,0 198 0,0 -1 -0,5
HEINRICH SCHMIDT KG 129.765 26,0 125.197 26,0 4.568 3,7
EISENJANSEN KG 87.881 17,6 85.212 17,7 2.669 3,1
STAHLH. MECHERNICH KG 4.467 0,9 3.503 0,7 964 27,5
SIEGER GMBH 2.234 0,5 2.429 0,5 -195 -8,0
POGENWISCH KG 26.124 5,2 26.158 5,4 -34 -0,1
POHLE KG 30.523 6,1 25.541 5,3 4.982 19,5
KORSING KG 84.278 16,9 65.957 13,7 18.321 27,8
ATTA KG 0 0,0 12.875 2,7 -12.875 -100,0
WULLBRANDT + SEELE KG 45.995 9,2 45.071 9,3 924 2,0
SCHMIDT KG 8.957 1,8 18.651 3,9 -9.694 -52,0
SSB KG 4.573 0,9 2.097 0,4 2.476 118,1
MOSECKER KG 73.852 14,8 69.498 14,4 4.354 6,3
Übrige Gesellschaften 146 0,0 138 0,0 10 7,3
Konzernumsatz 498.992 100,0 482.525 100,0 16.467 3,4

Entwicklung der Spartenumsätze

2017 2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Sanitär 219.728 44,0 214.123 44,3 5.605 2,6
Heizung / Klima / Lüftung 130.210 26,1 125.841 26,1 4.369 3,5
Summe Sparten SHK 349.938 70,1 339.964 70,4 9.974 2,9
Stahl / Eisenwaren 77.628 15,6 67.082 13,9 10.546 15,7
Elektro 28.151 5,6 32.711 6,8 -4.560 -13,9
Groß- und Kleingeräte 31.116 6,2 32.235 6,7 -1.119 -3,5
Werkzeuge 7.560 1,5 6.739 1,4 821 12,2
übrige Umsätze 4.599 0,9 3.794 0,8 805 21,2
Konzernumsatz 498.992 100,0 482.525 100,0 16.467 3,4

Die bereits im Vorjahr erzielte Umsatzsteigerung von 3,3 % konnte im Geschäftsjahr 2017 mit 3,4 % erneut erreicht werden. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 16,5 Mio. EUR auf 499 Mio. EUR.

Die Sortimentsgruppe Sanitär blieb weiterhin die umsatzstärkste Produktgruppe mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 44,0 % (2016 = 44,3 %), gefolgt von Heizung/Klima/Lüftung mit unveränderten 26,1 %. Die in diesen Sortimentsbereichen im Schwerpunkt handelnden Gesellschaften konnten ein Umsatzwachstum zwischen 2,0 % und 6,9 % erreichen.

Im Stahlbereich konnte durch ein Wachstum von 15,7 % der Anteil am Gesamtumsatz um 1,7 %-Punkte gesteigert werden. Dieser beträgt in 2017 77.628 TEUR. Hier spielte eine steigende Preisentwicklung im Stahlmarkt als auch die Ausdehnung des servicebasierten Umsatzes insbesondere bei der darauf fokussierten Gesellschaft SSB Stahlhandel und Brenntechnik GmbH & Co. KG eine tragende Rolle.

Der Umsatzanteil mit 28.151 TEUR im Bereich der Elektroartikel war erwartungsgemäß rückläufig. Dies geht auf die bereits ausgeführten Maßnahmen im Rahmen der Restrukturierung der Elektrogroßhandlung Schmidt GmbH & Co. KG in Mönchengladbach zurück. Trotz Umsatzsteigerungen in unseren anderen Gesellschaften sank letztlich dieser Umsatzbereich um 4.560 TEUR bzw. 13,9 %. Der Anteil am Gesamtumsatz sank von 6,8 % auf 5,6 %.

Der Absatz von Elektro Groß- und Kleingeräten ging um 1.119 TEUR auf 31.116 TEUR bzw. 6,2 % Anteil zurück. Dies folgt dem unveränderten Trend der Marktanteilssteigerung des Internetvertriebs. Dies wirkt sich über den belieferten Einzelhandel auf den Großhandel und damit vor allem auf unsere Tochtergesellschaft Wilhelm Jansen Eisenjansen GmbH & Co. KG aus, da diese 99 % dieses gesamten Konzernspartenumsatzes erwirtschaftet.

Erfreulich entwickelt sich der stetig steigende Umsatz im Bereich des Werkzeugabsatzes. Daher weisen wir diesen in der Entwicklung der Spartenumsätze erstmals aus. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 7.560 TEUR und 1,5 %, das Wachstum lag bei 12,2 %.

1.2. Ergebnisentwicklung

2017 2016 Ergebnisauswirkung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 498.992 100,0 482.525 100,0 16.467 3,4
Wareneinsatz -368.748 -73,9 -355.852 -73,7 -12.896 -3,6
Rohergebnis 130.244 26,1 126.673 26,3 3.571 2,8
Übrige Betriebserträge 1.658 0,3 2.238 0,5 -580 -25,9
Gesamtleistung 131.902 26,4 128.911 26,7 2.991 2,3
Personalaufwand -77.201 -15,4 -76.144 -15,8 -1.057 -1,4
Abschreibungen -5.420 -1,1 -5.363 -1,1 -57 -1,1
Sonstige betr. Aufwendungen -33.369 -6,7 -33.616 -7,0 247 0,7
Betriebsergebnis 15.912 3,2 13.788 2,9 2.124 15,4
Finanzergebnis -3.317 -0,7 -3.846 -0,8 529 13,8
Beteiligungsergebnis 323 0,1 375 0,1 -52 -13,9
Neutrales Ergebnis 5 0,0 -789 -0,2 794 100,6
Ergebnis vor Steuern 12.923 2,6 9.528 2,0 3.395 35,6
Ertragsteuern -2.584 -0,5 -2.225 -0,6 -359 -16,1
Sonstige Steuern -228 -0,1 -218 -0,0 -10 -4,6
Jahresergebnis 10.111 2,0 7.085 1,4 3.026 42,7

Der Umsatz ist um 16.467 TEUR bzw. 3,4 % auf 498.992 TEUR gestiegen. Der Wareneinsatz erhöhte sich um 0,2 %-Punkte leicht auf 73,9 % zum Umsatz. Die Steigerung geht auf den preisbedingten Anstieg im Stahlbereich zurück. In diesem Segment waren durchschnittlich 1,5 %-Punkte Anstieg zu verzeichnen. In den übrigen Handelssortimenten konnten dagegen Minderungen erreicht werden. Das Rohergebnis verbesserte sich insgesamt um 3.571 TEUR und stieg damit um 2,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich aufgrund der im Vorjahr enthaltenen Sondereffekte in diesem Bereich.

Unsere Personalkosten haben sich um 1.057 TEUR erhöht, die Kostenquote konnte aber von 15,8 % auf 15,4 % gesenkt werden. Die Abschreibungsquote blieb aufgrund leicht erhöhter Abschreibungen, resultierend aus den getätigten Investitionen, unverändert bei 1,1 %. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte die Quote auf 6,7 % gegenüber 7,0 % im Vorjahr gesenkt werden. Insgesamt sind damit unsere Kosten um 0,8 % gestiegen, die Gesamtkostenquote aber um 0,7 %-Punkte auf 23,2 % vom Umsatz gesunken.

Das Betriebsergebnis konnte somit um 15,4 % verbessert werden. Es beträgt 15.912 TEUR bzw. 3,2 % vom Umsatz.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 529 TEUR. Dies resultiert aus der planmäßigen Umschichtung unserer Finanzierung vom kurzfristigen in den mittel- und langfristigen Bereich.

Das neutrale Ergebnis wird im Wesentlichen durch die Entwicklung bei den Wertberichtigungen der Lieferungsforderungen, den Forderungsverlusten und den Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen bestimmt. Aufgrund der allgemein verbesserten wirtschaftlichen Ausgangslage unserer Handwerkskunden war in 2017 eine beruhigtere Situation gegeben, was zu einer verbesserten Forderungsbewertung führte und somit ein um 794 TEUR gestiegenes neutrales Ergebnis ermöglicht hat.

Ertragsteuern entstehen bei unseren Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Personengesellschaft ausschließlich durch Gewerbesteuer. Daneben entfällt ein geringer Anteil von ca. 0,1 % des Gesamtbetrages auf Körperschaftsteuer aus den als Kapitalgesellschaften organisierten Tochtergesellschaften. Aufgrund der gestiegenen Ergebnisse der Einzelgesellschaften erhöhte sich die Ertragsteuerbelastung um 359 TEUR auf insgesamt 2.584 TEUR. Die Quote sank von 0,6 % auf 0,5 %. Die nahezu unveränderte Belastung mit sonstigen Steuern entfällt auf Kraftfahrzeug und Grundsteuer.

Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von 10,1 Mio. EUR gegenüber einem Konzernjahresüberschuss im Vorjahr von 7,1 Mio. EUR. Es konnte eine Erhöhung von 3.026 TEUR erwirtschaftet werden, dies entspricht einer Steigerung von 42,7 %. Im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich die Rendite von 1,4 % auf 2,0 %.

2. VERMÖGENSLAGE

2.1. Vermögensstruktur

Aktiva 2017 2016 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.133 0,5 1.454 0,6 -321 -22,1
Sachanlagen 44.251 18,6 42.446 18,5 1.805 4,3
Finanzanlagen 2.072 0,8 2.063 0,9 9 0,4
Langfristig gebundenes Vermögen 47.456 19,9 45.963 20,0 1.493 3,3
Vorräte 106.063 44,6 100.466 43,7 5.597 5,6
Lieferungsforderungen 51.187 21,5 53.138 23,1 -1.951 -3,7
Forderungen Beteiligungen 14.098 5,9 11.433 5,0 2.665 23,3
Übrige Vermögensgegenstände 18.006 7,6 18.111 7,8 -105 -0,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen 189.354 79,6 183.148 79,6 6.206 3,4
Liquide Mittel 1.193 0,5 902 0,4 291 32,3
Gesamtvermögen 238.003 100,0 230.013 100,0 7.990 3,5

Die Bilanzsumme 2017 beträgt 238,0 Mio. EUR gegenüber 230,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das wesentliche Vermögen ist unverändert im Warenbestand (44,6 %), den Lieferungsforderungen (21,5 %) und im Sachanlagevermögen (18,6 %) gebunden. Daraus folgt auch, dass sich das Verhältnis von lang- zu kurzfristigem Vermögen am Gesamtvermögen nur unwesentlich von 20,0 % langfristigem bzw. 80,0 % kurzfristigem Anteil in 2016 auf 19,9 % langfristigem und 80,1 % kurzfristigem Anteil in 2017 verändert hat.

Im Sachanlagevermögensbereich erfolgten in 2017 insgesamt Investitionen von 5.945 TEUR. Diese entfielen mit 2.004 TEUR auf Erweiterungsinvestitionen und 3.941 TEUR auf Ersatzinvestitionen. An Erweiterungsinvestitionen wurde bei der Wilhelm Jansen Eisenjansen GmbH & Co. KG 552 TEUR in das Hauptlager investiert. Dies diente der Übernahme der Warenbevorratung und logistischen Abwicklung für deren Schwestergesellschaft Fritz Pogenwisch GmbH & Co. KG. Bei der Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG wurden 765 TEUR in einen neuen Vertriebsstandort in Andernach zum Aufbau einer Ausstellung, eines Schnellentnahmelagers und eines Verkaufsbüros investiert. Bei der SSB Stahlservice und Brenntechnik GmbH & Co. KG erfolgte die Erweiterung des Maschinenparks zum Ausbau der Serviceleistungen im Bereich der Anarbeitung. Hierfür wurden insgesamt 687 TEUR u.a. in eine Bohrbrennanlage (325 TEUR) und einen Brückenkran (38 TEUR) investiert. Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen unverändert auf Software mit 932 TEUR und derivativen Firmenwerten mit 201 TEUR.

Die Vorräte nahmen um 5.597 TEUR sowohl durch mengenbasierte Bestandserhöhung im SHK-Bereich als auch im Stahlbereich bewertungsbasiert zu. Bei den übrigen kurzfristigen Vermögensgegenständen waren die Veränderungen ausschließlich stichtagsbasiert.

2.2. Kapitalstruktur

Passiva 2017 2016 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Kommanditkapital 15.350 6,5 5.313 2,3 0 0,0
Kapitalrücklage 10.500 4,4 10.500 4,5 0 0,0
Gewinnrücklage 9.723 4,0 27.297 11,9 -7.537 -27,6
Konzernbilanzverlust 0 0,0 -8.463 -3,7 8.463 100,
Darlehen der Gesellschafter 13.409 5,6 6.131 2,7 7.278 118,7
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.607 0,7 1.607 0,7 0 0,0
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 862 0,4 -436 -0,2 1.298 297,7
Wirtschaftliches Eigenkapital 51.451 21,6 41.949 18,2 9.502 22,7
Pensionsrückstellungen 9.404 4,0 9.341 4,1 63 0,7
Finanzverbindlichkeiten 39.137 16,4 23.921 10,4 15.216 63,6
Mittel / langfristiges Fremdkapital 48.541 20,4 33.262 14,5 15.279 45,9
Rückstellungen 5.810 2,5 4.923 2,2 887 18,0
Finanzverbindlichkeiten 87.709 36,9 106.482 46,3 -18.773 -17,6
Erhaltene Anzahlungen Bestellungen 100 0,0 240 0,1 -140 -58,3
Lieferungsverbindlichkeiten 31.721 13,3 28.776 12,5 2.945 10,2
Verbindlichkeiten Beteiligungen 236 0,1 319 0,1 -83 26,0
Übrige Verbindlichkeiten 12.336 5,2 13.970 6,1 -1.634 -11,7
Passive latente Steuern 99 0,0 92 0,0 7 7,6
Kurzfristiges Fremdkapital 138.011 58,0 154.802 67,3 -16.791 -10,9
Gesamtkapital 238.003 100,0 230.013 100,0 7.990 3,5

Bei der Analyse der Kapitalstruktur fassen wir das Konzerneigenkapital mit den seitens der Gesellschafter zur Verfügung gestellten Gesellschafterdarlehen zum wirtschaftlichen und damit bilanzanalytischen Eigenkapital zusammen. Dies geht auf den grundsätzlichen Willen der Gesellschafter zurück, auch die über die jeweiligen Hafteinlagen, Kapital- und Gewinnrücklagen hinausgehenden, in den Gesellschafterdarlehen erfassten thesaurierten Gewinne dem Konzern bzw. der Schmidt-Gruppe langfristig zur Verfügung zu stellen.

Das wirtschaftliche Eigenkapital hat sich in 2017 um 9.502 TEUR bzw. 22,7 % von 41,9 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote stieg somit von 18,2 % um 3,4 %-Punkte auf 21,6 %. Der Anstieg geht auf den thesaurierten Saldo aus Jahresüberschuss abzüglich Entnahmen der Gesellschafter der Muttergesellschaft zurück. Innerhalb der Struktur des Eigenkapitals erfolgte die erforderliche Anpassung nach DRS 22 in der für Geschäftsjahre ab 2017 anzuwendenden Fassung.

Im Bereich der Fremdfinanzierung verdeutlicht sich die Planumsetzung der Umschichtung kurzfristiger Bankfinanzierungen in mittel- und langfristig zur Verfügung stehenden Bankdarlehen. Entsprechend erhöhte sich das mittel- und langfristige Fremdkapital um 15.216 TEUR. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken um 18.773 TEUR. Da die Pensionsrückstellungen mit 9.404 TEUR nahezu unverändert sind erhöhte sich der mittel- und langfristige Fremdkapitalanteil von 14,5 % auf 20,4 % am Gesamtkapital.

Folglich nahm der Anteil kurzfristiger Fremdfinanzierung von 67,3 % auf 58,0 % ab und konnte insgesamt um 16.791 TEUR zurückgeführt werden. Die wesentlichen Beträge entfallen unverändert auf den kurzfristigen Anteil von Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.

3. Finanzlage

3.1. Finanzierungsanalyse

Die im Rahmen unserer Effizienzstrategie verfolgte Finanzierungsstrategie konnten wir in 2017 umsetzen. Das Eigenkapital konnte durch die erreichte Ergebnisverbesserung bei gleichzeitiger Thesaurierung des nicht entnommenen Gewinns deutlich auf einen Anteil von 21,6 % und insgesamt 51.451 TEUR des Gesamtkapitalbedarfs erhöht werden. Gleichzeitig wurde der Anteil der mittel- und langfristigen Bankenfinanzierung von 10,4 % auf 16,4 % erhöht. Die daraus generierten Mittel wurden zur Rückführung des kurzfristigen Fremdkapitals genutzt. Die bankseitige kurzfristige Finanzierung verringerte sich von einem 46,3 %Anteil auf einen 36,9 %-Anteil.

Die von Seiten der Kreditinstitute bereitgestellten Finanzierungen sind im Wesentlichen besichert. Wesentliche außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

3.2. Liquiditätsanalyse

Verdichtete Kapitalflussrechnung

2017 2016
TEUR TEUR
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 11.385 7.753
Mittelabfluss aus laufender Investitionstätigkeit -6.928 -4.895
Mittelabfluss aus laufender Finanzierungstätigkeit -588 -14.613
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.869 -11.755
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -64.280 -52.525
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -60.411 -64.280
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes:    
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 1.193 902
kurzfristige Verbindlichkeiten Kreditinstitute (Kontokorrent) -61.604 -65.182
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -60.411 -64.280

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr als Folge des guten Geschäftsverlaufes deutlich verbessert. Dies geht im Wesentlichen auf die vollständig zahlungswirksame Ergebnisverbesserung zurück. Der Mittelabfluss im Investitionsbereich resultiert aus den getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Der Bereich der Finanzierungstätigkeit hat ebenso entscheidend zur Vergrößerung der zahlungswirksamen Veränderung beigetragen. Aus dem Bankenbereich ergaben sich keine Auswirkungen auf den Zahlungsstrom, da Tilgungsleistungen deckungsgleich in mittel- und langfristige Anschlussfinanzierungen überführt werden konnten. Der Zahlungstransfer an die Gesellschafter trägt in 2017 lediglich mit 609 TEUR zum Mittelabfluss bei.

IV. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Schmidt-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 und zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 als gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert und daher in der Entwicklungstendenz als zufriedenstellend. Den Planungen wurde entsprochen.

V. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG

Ergänzend zur Berichterstattung über die Schmidt-Gruppe erläutern wir im Folgenden die Entwicklungen der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2017.

Die Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG ist die Muttergesellschaft der Schmidt-Gruppe mit Sitz in Mönchengladbach. Sie ist als Führungs- und Funktionsholding ausgestaltet. Sie erbringt neben ihrem Beteiligungsmanagement als zentrale Funktionseinheit Dienstleistungen des Rechnungswesens, des Personalwesens und Beratungen gegenüber ihren Tochtergesellschaften. Daneben werden Finanzierungen an die Töchter bereitgestellt.

Ergebnisentwicklung

Erlebnisauswirkung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 4.478 4.405 73 1,7
Übrige Betriebserträge 98 127 -29 -22,8
Gesamtleistung 4.576 4.532 44 1,0
Personalaufwand -5.421 -5.390 -31 -0,6
Abschreibungen -326 -312 -14 -4,5
Sonstige betr. Aufwendungen -528 -534 6 1,1
Betriebsergebnis -1.699 -1.704 5 0,3
Finanzergebnis -695 -625 -70 -11,2
Beteiligungsergebnis 12.254 10.721 1.533 14,3
Abschreibungen Finanzanlagen -2 -1.002 1.000 99,8
Beteiligungsergebnis 11.557 9.094 2.463 27,1
Ergebnis vor Steuern 9.858 7.390 2.468 33,4
Ertragsteuern 0 0 0 0,0
Jahresergebnis 9.858 7.390 2.468 33,4

Die Ergebnisdarstellung folgt der Holdingstruktur unserer Muttergesellschaft. Aus den Funktionstätigkeiten werden die eigenen Umsatzerlöse generiert, die im Vorjahresvergleich nur leicht gestiegen sind.

Zur Ausübung des Beteiligungsmanagements und zur Erbringung der vorgenannten Dienstleistungen fällt Personalaufwand an. Die Abschreibungen entfallen mit 256 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände. Diese bestehen aus Softwarelizenzrechten. Daneben entfallen Abschreibungen von 70 TEUR auf Büroausstattung und Kraftfahrzeuge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Rechts- und Beratungskosten (139 TEUR), Instandhaltungen (95 TEUR), Spenden (91 TEUR), Raumkosten (52 TEUR) und allgemeine Verwaltungskosten (151 TEUR).

Das Finanzergebnis beinhaltet den Saldo aus Finanzierungsaufwendungen und den Zinserträgen aus den an Tochtergesellschaften weitergereichten Finanzierungen.

Im Beteiligungsergebnis sind die Gewinnanteile aus den Beteiligungen an den Tochtergesellschaften erfasst, so wie sie sich aus den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen ergeben. Durch deren verbesserte Ergebnisse konnten diese Erträge um 14,3 % auf 12.254 TEUR erhöht werden. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen waren im Gegensatz zum Vorjahr nur in geringem Umfang erforderlich.

Eine eigene Ertragsteuerbelastung durch Gewerbesteuer entsteht nicht, da die Beteiligungsergebnisse auf der Ebene der Muttergesellschaft hiervon ausgenommen sind, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden und das eigene Betriebsergebnis negativ ist.

Das Geschäftsjahr 2017 schließt mit einem Jahresüberschuss von 9.858 TEUR. Dieser liegt um 2.468 TEUR bzw. 33,4 % über dem Vorjahr.

Vermögensstruktur

Aktiva 2017 2016 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 754 0,1 974 0,0 -220 -22,6
Sachanlagen 242 10,5 273 9,7 -31 -11,4
Finanzanlagen 40.741 0,4 41.768 0,4 -1.027 -2,5
Langfristig gebundenes Vermögen 41.737 11,0 43.015 10,1 -1.278 -3,0
Lieferungsforderungen 5 24,0 50 26,0 -45 -90,0
Forderungen Beteiligungen 52.729 6,4 44.195 5,3 8.534 19,3
Übrige Vermögensgegenstände 1.671 20,0 1.585 20,6 86 5,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 54.405 88,8 45.830 89,8 8.575 18,7
Liquide Mittel 91 0,2 71 0,1 20 28,2
Gesamtvermögen 96.233 100,0 88.916 100,0 7.317 8,2

Die immateriellen Vermögensgegenstände verminderten sich um den Saldo der in eine Berichtssoftware investierten Summe von 37 TEUR und Abschreibungen von 257 TEUR um 220 TEUR auf 754 TEUR. Bei den Sachanlagen erfolgten Investitionen in Büroausstattung in Höhe von 39 TEUR und Abschreibungen von 70 TEUR.

Die Veränderung der Finanzanlagen geht auf den Buchwertabgang der liquidierten Tochtergesellschaft atta GmbH & Co. KG mit 1.520 TEUR bei gleichzeitigem Zugang aus der Kapitalrücklagenerhöhung bei der Tochtergesellschaft Mosecker GmbH & Co. KG in Höhe von 496 TEUR zurück. Daneben lagen Veränderungen bei Wertpapieren des Anlagevermögens vor.

Die Forderungen Beteiligungen entfallen auf die den Tochtergesellschaften überlassenen Gesellschafterdarlehen. Dominierender Effekt der Erhöhung waren die gutgeschriebenen Jahresergebnisse unter Verrechnung des internen Zahlungsverkehrs.

Das Gesamtvermögen erhöhte sich von 88.916 TEUR um 7.317 TEUR bzw. 8,2 % auf 96.233 TEUR.

Kapitalstruktur

Passiva 2017 2016 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR  
Kommanditkapital 15.350 15,9 15.350 17,3 0 0,0
Kapitalrücklagen 10.500 10,9 10.500 11,8 0 0,0
Gewinnrücklagen 18.107 18,8 16.136 18,2 1.971 12,2
Darlehen der p.h. Gesellschafterin 668 0,7 662 0,7 6 0,9
Verbindlichkeiten gg. Kommanditisten 12.934 13,5 5.658 6,3 7.276 128,6
Wirtschaftliches Eigenkapital 57.559 59,8 48.306 54,3 9.253 19,2
Finanzverbindlichkeiten 24.070 25,0 17.312 19,5 6.758 39,0
Mittel / langfristiges Fremdkapital 24.070 25,0 17.312 19,5 6.758 39,0
Rückstellungen 178 0,2 140 0,2 38 27,1
Finanzverbindlichkeiten 13.411 14,0 22.478 25,3 -9.067 -40,3
Lieferungsverbindlichkeiten 29 0,0 43 0,0 -14 -32,6
Verbindlichkeiten verb. Unternehmen 24 0,0 0 0,0 24  
Übrige Verbindlichkeiten 962 1,0 637 0,7 325 51,0
Kurzfristiges Fremdkapital 14.604 15,2 23.298 26,2 -8.694 -37,3
Gesamtkapital 96.233 100,0 88.916 100,0 7.317 8,2

Das wirtschaftliche Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2017 um 9.253 TEUR bzw. 19,2 % auf 57.559 TEUR erhöht. Somit beträgt die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr 59,8 %. Der Anstieg geht auf den thesaurierten Saldo aus Gewinn abzüglich Entnahmen der Gesellschafter zurück.

Die mittel- und langfristig zur Verfügung stehenden Fremdmittel erhöhten sich planmäßig aufgrund einer Ausdehnung der mittel- und langfristigen Darlehensfinanzierungen um 6.758 TEUR. Der Finanzierungsanteil stieg auf 25,0 %.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm entsprechend um 8.694 TEUR vor allem aufgrund der Rückführung der kurzfristigen Bankfinanzierungen ab. Der Anteil sank auf 15,2 %.

Finanzlage

Zur Darstellung und Erläuterung der Finanzlage verweisen wir auf Abschnitt B. II. 3. zum Konzernabschluss.

VI. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Kundenbelange

Ergänzend zu unserer grundsätzlichen Lieferfähigkeit erhöhen wir die Zufriedenheit unserer Kunden, indem wir unseren Service ständig erweitern. Unsere Kunden werden elektronisch an unser IT-System durch unsere Plattform "HS-Online" angebunden. Hierüber erfolgt das Bestellwesen, eine allgemeine Kommunikation als auch eine technische Information zu den jeweils bestellten Produkten.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterentwicklung ist wie folgt:

2017 2016 2015
Die Mitarbeiterzahl betrug zum 31.12.      
gewerbliche Mitarbeiter 586 564 540
Angestellte 1.084 1.084 1.106
Auszubildende 236 244 243
Gesamt 1.906 1.892 1.889
Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen einschl. Teilzeitbeschäftigte / Auszubildende betrugen: 1.886 1.846 1.827

Als Familienunternehmen leben wir von der Weitergabe des Wissens und der Werte von Generation zu Generation. Auf unsere Mitarbeiter bezogen, bedeutet dies für die Gewinnung von Mitarbeitern eine Fokussierung auf die Ausbildung des eigenen Personalnachwuchses. Über 100 Auszubildende beginnen jährlich in den Unternehmen der Schmidt-Gruppe eine Ausbildung als Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel, zum Fachlagerist/-in oder zum Fachinformatiker/-in. Regelmäßig werden alle Auszubildenden nach erfolgreicher Abschlussprüfung übernommen. Die Auszubildenden durchlaufen unterschiedliche Abteilungen, um die Kompetenz aufbauen zu können, die unser Kunde erwarten darf. Entsprechend ist auch unser Weiterbildungsangebot ausgelegt.

Das Engagement unserer Mitarbeiter ist ein wichtiger Faktor unseres Erfolges. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter drückt sich in der nach wie vor niedrigen Fluktuationsrate aus.

Dieses Potential nutzen wir für die Unternehmenssteuerung in Teilbereichen durch ein leistungsabhängiges Vergütungssystem, regelmäßige Mitarbeiterbeurteilungen und Zielvereinbarungsgespräche.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unserer gesellschaftlichen Verantwortung versuchen wir durch eindeutige Bekenntnisse, unser tägliches Verhalten und die Schaffung darauf ausgerichteter Strukturen gerecht zu werden. Die Ausübung unserer Geschäfte beruht auf Integrität, Wertschätzung und der Einhaltung von Gesetzen. Um die hierfür erforderliche Transparenz für alle Beteiligten herzustellen, haben wir einen Compliancekodex für unsere Gruppe verfasst und unsere Mitarbeiter entsprechend geschult.

Chancengerechtigkeit

Neben dem großen und vielfältigen Angebot an Ausbildungsplätzen haben bei uns Jugendliche mit Lernschwierigkeiten eine Chance auf einen Berufseinstieg.

C. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sowie weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. Es erfolgt somit kein Nachtragsbericht im Anhang.

D. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancen- und Risikomanagement unserer wertorientierten Unternehmensführung

Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich immer mit Chancen und Risiken verbunden, wobei wir unter Chancen mögliche Erfolge verstehen, die über unsere festgelegten Ziele hinausgehen und Risiken mögliche negative Entwicklungen darstellen, die mit einer gewissen, aber nicht überwiegenden Wahrscheinlichkeit eintreten können.

Bei allen Geschäften, die wir eingehen, müssen die Chancen die Risiken deutlich überwiegen. Wir sind dabei bestrebt, bestehende Risiken auf ein akzeptables und tragbares Niveau zu begrenzen und sich bietende Chancen konsequent zu nutzen.

II. Chancen

Im Rahmen unserer Planungen, Analysen und Beobachtungen erarbeiten wir Strategien und richten unsere Entscheidungen darauf aus, die Chancen bei der Erreichung unserer Wachstums- und Effizienzziele zu nutzen. Aufgrund der bereits eingetretenen hohen Auslastung der deutschen Wirtschaft, insbesondere der Bauwirtschaft, ist mit einer weiteren Steigerung nicht zu rechnen. Sollte es jedoch zu einer weiteren, über dieses Maß hinausgehenden Marktentwicklung kommen, hätte das entsprechend positive Auswirkungen auf Umsatz, Ertrag und Liquidität unserer Gruppe. Ebenfalls erachten wir es als weitere Chance, dass wir bei der Umsetzung unserer Effizienzbemühungen schneller vorankommen, als das es unsere Planungsschritte vorsehen.

III. Einzelne Risiken

1. Ökonomische, politische und gesellschaftliche Risiken

Die globale Wirtschaft, die Finanzmärkte wie auch die politischen Rahmenbedingungen sind weiterhin weltweit von einer hohen Unsicherheit geprägt. Wachsender Nationalismus, Ergebnisse anstehender Wahlen oder ein zunehmender Protektionismus stellen Risiken dar. Ebenso wie die nach wie vor hohen Staatsschulden in den Ländern des Euroraumes oder die erwarteten Veränderungen der geldpolitischen Entscheider könnten die Finanzmärkte verunsichern. Diese und weitere allgemeine politische Rahmenbedingungen könnten zu einer Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland führen. Eine derartige Entwicklung hätte negative Folgen für die Schmidt-Gruppe sowohl auf der Ertrags-, der Vermögens- als auch der Finanzseite. Die Geschäftsführung beobachtet die relevanten Entwicklungen. Trotzdem lässt sich der Eintritt derartiger Risiken nicht ausschließen.

2. Absatzmarktrisiken

Eine Veränderung des Investitionsverhaltens der privaten und öffentlichen Haushalte z.B. als Folge des Eintritts einer Wirtschafts- und Finanzkrise, würde insbesondere die Investitionsbereitschaft des privaten Sektors in Reparatur und Sanierung von Bestandsimmobilien verringern. Im Geschäftsjahr 2017 wie auch in den Vorjahren wurde die Entwicklung der Schmidt-Gruppe gerade von der positiven Entwicklung in diesem Bereich getragen. Insoweit besteht über die Fachhandwerkerkundschaft dieses Absatzrisiko.

Ebenso würde eine Konjunkturabschwächung die Finanzierungsmöglichkeiten der überwiegend als kleinere oder mittlere Unternehmer tätigen Fachhandwerkerkundschaft erschweren.

Des Weiteren stellt insbesondere der Fachkräftemangel im hauptsächlichen Absatzmarkt der Handwerker der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Elektrobranche eine Gefährdung dieser Abnehmer dar. Als weiteres Risiko zeigt sich die Problematik der Unternehmensnachfolge in diesem Bereich. Die Struktur der Handwerksbetriebe ist überwiegend familienbasiert und eine Weitergabe der Unternehmen sowohl innerhalb der Familien als auch an Mitarbeiter scheitert häufig an dem Willen oder der Eignung potentieller Nachfolger. Auch lassen sich Verkäufe der Handwerksunternehmen häufig nicht finanzieren.

Gleichgerichtete Auswirkungen ergäben sich auch auf Seiten unserer industriellen Kundschaft. Bauunternehmen, Maschinenbau, Schlossereibetriebe würden ebenfalls eine sinkende Nachfrage nach unseren Produkten in diesem Bereich auslösen.

Auf Seiten des Beschaffungsmarktes für Produkte der Haustechnik ergeben sich aufgrund der Vielzahl der Lieferanten und der Zugehörigkeit zu Einkaufsverbänden keine Risiken durch Lieferengpässe oder Ausfälle in diesen Produktbereichen.

Im Stahlbereich könnten sowohl auf Seiten des Absatz- als auch des Beschaffungsmarktes die durch die eingeleiteten protektionistischen Zollmaßnahmen ausgelösten Marktveränderungen zu Preiserhöhungen und folglich Angebots- und Nachfrageauswirkungen führen, die Umsatzeinbußen zur Folge haben könnten.

Für unser Risikomanagement erfordert dies eine zeitnahe Beobachtung der Entwicklungen in allen diesen Bereichen, um schnell betriebliche Anpassungen einleiten zu können.

3. Finanzielle Risiken

Unter finanzielle Risiken erfassen wir vor allem durch mögliche Forderungsausfälle ausgelöste Liquiditätsrisiken sowie das Risiko eines steigenden Zinsniveaus.

Entsprechend überwachen wir den Bestand und die Entwicklung unserer Lieferungsforderungen zentral, zeitnah und systematisch. Hierbei werden mögliche Ausfallrisiken durch die Einholung von Bonitätsauskünften und die Anforderung von Sicherheiten reduziert. Das Forderungsmanagement überwacht gesetzte Limits und eröffnet ggf. ein geregeltes Mahnwesen. Gleichwohl können einzelne - auch größere - Ausfälle von Kundenforderungen nicht ausgeschlossen werden.

Der gesamte finanzielle Verfügungsrahmen wird zentral permanent überwacht und optimiert. Neue finanzrelevante Erkenntnisse und Informationen werden täglich in der Finanzdisposition mitberücksichtigt und der kurz- und mittelfristige Finanzrahmen ständig aktualisiert. Unverändert werden wir dem Risiko eines steigenden Zinsniveaus durch eine weitere Umstrukturierung der Fristigkeitsstruktur unserer Kreditmittel, gegebenenfalls kombiniert mit fristkongruent abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften, entgegenwirken.

4. Personelle Risiken

Für unseren wirtschaftlichen Erfolg und unsere zukünftige Entwicklung sind der Erhalt und die Erweiterung unseres qualifizierten Mitarbeiterbestandes von entscheidender Bedeutung. Insofern stellt der Verlust von Mitarbeitern oder die mangelnde Fähigkeit derartige Mitarbeiter zu gewinnen, ein nennenswertes Risiko dar.

Wir verfügen seit Jahren über ein qualifiziertes Ausbildungswesen und generieren so den für unsere Entwicklung notwendigen Fachkräftenachwuchs. Durch ein breites Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten schaffen wir Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe und sichern uns damit gegen einen Führungskräftemangel ab.

5. IT-Risiken

Die Aufrechterhaltung unseres Geschäftsbetriebes und die Fortentwicklung der digitalen Prozesse erfordert die ständige Einsatzbereitschaft, Aktualität und Erweiterung unserer IT-Strukturen. Dieses wird durch den Einsatz interner als auch externer Fachleute, interne Fortbildung und jeweils aktuelle technische Schutzmaßnahmen gewährleistet. Gleichwohl sind Angriffe von außen als auch Betriebsstörungen des IT-Systems nicht vollständig auszuschließen.

6. Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten, die einen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, bestehen aktuell in zwei Verfahren.

Bei unserer Tochtergesellschaft Wullbrandt & Seele GmbH & Co. KG werden seitens des Vermieters des Hauptstandortes dieser Gesellschaft in Braunschweig für die Jahre 2010 bis 2014 Heizkosten nachgefordert. Diese Forderung ist bestritten. Für den Zeitraum 2010 bis 2012 befindet sich der Rechtsstreit in der Berufungsinstanz vor dem Oberlandesgericht Celle. Aus dem erstinstanzlichen Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig ergab sich eine Leistungsverpflichtung von 916 TEUR, die in 2016 vorsorglich gezahlt wurde, um einen weiteren Zinslauf zu stoppen. Für Rechtsberatungs- und Prozesskosten ist eine ausreichende bilanzielle Vorsorge durch Bildung einer Rückstellung getroffen. Für die Nachforderungen des Zeitraums 2013 bis 2015 führen wir Vergleichsverhandlungen, die ausgehandelt und kurz vor ihrem Abschluss stehen. Hierfür und für die noch ausstehenden Nebenkostenabrechnungen der Jahre 2016 und 2017 haben wir nach unserer Einschätzung der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausreichend Vorsorge getroffen. Das Risiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten die auf Basis unserer Erwartungen gebildete Vorsorge übersteigen.

Bei unserer Tochtergesellschaft Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG wird durch den Insolvenzverwalter eines Kunden eine Insolvenzanfechtungsklage über 976 TEUR nebst Zinsen vor dem Landgericht Mönchengladbach geführt. Auch für diesen Vorgang haben wir ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Das Risiko besteht auch in diesem Fall darin, dass die tatsächlichen Kosten die auf Basis unserer Erwartungen gebildete Vorsorge übersteigen.

Risiken aus künftigen Rechtsstreitigkeiten können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Hinzuziehung externer Fachleute ist Bestandteil unseres in diesem Sinne vorsorgenden Risikomanagements in diesem Bereich.

IV. Gesamtaussage zur Risikosituation

Bei der Beherrschung der bekannten Risiken sieht sich die Geschäftsleitung gut aufgestellt. Sowohl prozessseitig als auch aufgrund der kurzen Kommunikationswege werden auftretende bekannte Risiken als auch neue Risiken schnell der Geschäftsführung bekannt und dort zielgerichtet bearbeitet.

E. Prognosebericht

I. Voraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung

Noch zu Beginn des Jahres 2018 haben die namhaften Institute z.B. in ihrer Gemeinschaftsdiagnose für die weltwirtschaftliche Entwicklung Wachstumsraten von ca. 3,4 % für 2018 und von ca. 3,1 % für 2019 prognostiziert. Für den Euroraum lagen die Raten bei 2,3 % bzw. 1,9 % und für die deutsche Wirtschaft wurden Raten von 2,2 % und 2,0 % benannt. Dabei geht die Reduzierung für 2019 auf die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurück. Dort dämpfen hoch ausgelastete Kapazitäten und die Folgen niedrigerer Arbeitslosigkeit für eine Gewinnung von Arbeitskräften die Ausweitung der Produktion.

Für Deutschland erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) für 2018 ein Wachstum von 2,5 %. Auch hier werden die Auswirkungen der Kapazitätsengpässe und Sondereffekte erkannt. Bereits im Juni 2018 wurden für die deutsche Wirtschaft hierzu erste Korrekturen für 2018 veröffentlicht. So geht das IfW für 2018 von einer um 0,5 %-Punkte verminderten Rate aus. Das erste Quartal in Deutschland wurde neben den durch die tatsächlich verhängten und die drohenden Strafzölle eingetrübten Unternehmenserwartungen zusätzlich durch Sondereffekte geschwächt. Diese waren der hohe Krankenstand, eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Streiktagen und viele Feier- und Brückentage. Für 2019 soll das Wachstum dann wieder bei 2,3 % liegen. Hierzu sollen insbesondere die zu Einkommenszuwächsen führenden Lohnabschlüsse der privaten Haushalte durch den Binnenkonsum als auch eine weiterhin dynamische Bauwirtschaft beitragen.

Sanitär-Heizung-Klima

Aufgrund der aktuell extrem hohen Auslastung der Handwerksbetriebe der SHK-Branche wird die Umsatzentwicklung für 2018 optimistisch eingeschätzt. Aus der Frühjahrskonjunkturumfrage der BauInfoConsult geht hervor, dass eine große Mehrheit der Betriebe davon ausgeht, ihre Umsätze weiter steigern zu können. Gleichwohl erkennt jeder fünfte Betrieb, dass die Zahl der Beschäftigten nicht mithalten wird und es dadurch zu einer Stagnation der Umsätze kommen wird. Die Folgen des Personalmangels schätzen auch die der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und die Vereinigung deutscher Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) so ein. Entsprechend deutlich ist die Forderung des ZVSHK an die Betriebe, den Fachkräftemangel möglichst bald zu beheben. Insgesamt schätzt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung die Wachstumsrate nominal mit 2,5 % ein. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Preissteigerungsrate wird real nur 0,7 % verbleiben, was eher einem soliden Verharren auf hohem Niveau entsprechen dürfte. Als einen Ausweg aus dem Fachkräftemangel sehen der VDS und weitere Trendforscher auch für das Handwerk die Umsetzung der digitalen Transformation.

Stahl

Die vor allem von den Schwellenländern getragene Erholung des Stahlmarktes gewinnt nach Einschätzung der World Steel Association 2018 global weiter an Breite: Für alle Länder und Regionen mit Ausnahme Chinas wird ein Anstieg der Stahlnachfrage erwartet. Nach Überwinden der tiefen Rezession in Brasilien dürfte es 2018 in der größten Volkswirtschaft Südamerikas zu einem kräftigen Wachstum der Marktversorgung kommen. Auch der russische Stahlmarkt hat sich stabilisiert. In den Bereichen Bau und Energie ist eine stärkere Erholung zu registrieren. Die Automobilnachfrage hat zuletzt merklich an Fahrt aufgenommen. Insgesamt wird für das Jahr 2018 mit 3 % Wachstum der Stahlnachfrage der Welt gerechnet. Dagegen könnten weltweit zunehmende protektionistische Tendenzen, wie zum Beispiel in den USA, zu Verwerfungen auf den Märkten führen.

Auf dem europäischen Stahlmarkt sind die Rahmenbedingungen für eine fortschreitende Nachfrageerholung günstig. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum ist sektoral und regional breit angelegt. Die Stimmung in der Industrie ist quer durch alle Bereiche gut; die Perspektiven für die stahlverarbeitenden Branchen sind angesichts der gefestigten Weltkonjunktur solide. Den Einschätzungen der Verbände zufolge wird die europäische Produktion der Stahlverarbeiter 2018 nicht nur auf hohem Niveau bleiben, sondern geringfügig zulegen.

Damit zeigt sich auch der reale Stahlbedarf in Deutschland und in Europa weiterhin robust und legt die Basis für das erwartete Wachstum der Stahlnachfrage von 2 %. Für die Rohstahlerzeugung in Europa wird eine Zunahme von 3 % gegenüber 2017 prognostiziert. In Deutschland dürfte sie auf dem starken Level des Vorjahres gehalten werden.

Dieses Wachstum, die Tatsache der guten Auslastung der Stahlhandelskunden, die erwartete Preisstabilität für Rohstoffe und Energie, die beiden wesentlichen Einflussfaktoren für das Einkaufspreisniveau, sowie eine Ausrichtung auf Serviceleistungen versprechen auch im Jahr 2018 eine positive Entwicklung der Stahlhändler.

Elektro

Einer Umfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vom 15. März 2018 zu der konjunkturellen Stimmung im Elektro-Handwerk zufolge erreicht die konjunkturelle Stimmung in den E-Handwerken zum wiederholten Mal neue Bestwerte. Unter den befragten E-Handwerksunternehmen sehen 97,8 % ihre Geschäftslage positiv. Damit wurde der Vergleichswert vom Frühjahr noch einmal übertroffen. Die positive Grundstimmung führt auch zu einem neuen Allzeithoch des bundesweiten Geschäftsklimaindexes der E-Handwerke. Er liegt nun auf 86 von 100 möglichen Punkten. In den vergangenen Jahren wurde der Wert kontinuierlich gesteigert. Weiterhin geht aus der Umfrage hervor, dass die Auslastung der E-Handwerksbetriebe hoch ist. 38,7 % können auf volle Auftragsbücher für mindestens die nächsten beiden Monate verweisen, mehr als die Hälfte davon sogar über einen Zeitraum von vier Monaten. Weitere 25,8 % sind für die nächsten zwei Monate ausgelastet. Lediglich gut 11 % haben einen eher kurzen Auftragsbestand von bis zu zwei Wochen. Auftraggeber des E-Handwerks sind zu 38 % die gewerbliche Wirtschaft, zu 37 % die Privathaushalte, weitere 14 % werden durch öffentliche Auftraggeber sowie 11 % durch Wohnungsbaugesellschaften generiert. Die Umfrage führt auch aus, dass 54,2 % aller e-handwerklichen Unternehmen offene Stellen melden. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist also auch in diesem Sektor weiterhin sehr hoch.

Für die Monate Januar bis Februar 2018 liegen die ersten Zahlen des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) vor. In diesem Zeitraum erzielte die Elektroindustrie Umsätze in Höhe von 30,7 Mrd. EUR. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Zuwachs von 8,2 %. Der Inlandsumsatz kletterte um 8,2 % auf 14,6 Mrd. EUR. Der Auslandsumsatz legte um 8,1 % auf 16,1 Mrd. EUR zu. Aufgrund der anhaltend guten Konjunktur sind die zukünftigen Erwartungen bei den E-Handwerksbetrieben weiterhin auf einem hohen Niveau. 21,8 % der Betriebe gehen von einer Verbesserung der geschäftlichen Situation aus. 73,8 % rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung. Mit einer Verschlechterung kalkulieren lediglich 4,4 % der befragten Betriebe.

II. Voraussichtliche Entwicklung der Schmidt-Gruppe

Die voraussichtliche Entwicklung in der Schmidt-Gruppe hängt unverändert von der planvollen und zielgerichteten Umsetzung unser Wachstums- und Effizienzstrategie ab.

Durch die Fortsetzung der bereits begonnenen Modernisierung unserer Lagerführung durch Umstellung unserer Hauptlager Zug um Zug werden wir auch in 2018 in die Lage versetzt, mit optimierten Beständen und kürzeren Lieferzeiten die Grundlage für ein weiteres Umsatzwachstum zu legen. Der Aufbau neuer Schnelllager an strategisch günstigen Standorten wird ebenso fortgesetzt werden. Weiter werden für bestimmte Sortimente und für bestimmte Tochtergesellschaften aufgrund beschränkter Lagerkapazitäten z.B. für den Elektrogroßhandelsbereich Zentrallagerstandorte geschaffen. Zwischen den Hauptstandorten unseres Vertriebsgebietes ist ein Ringverkehr eingerichtet, der die Lieferfähigkeit aller Produkte an jedem dieser Standorte täglich gewährleistet.

Durch die lagerbezogenen Maßnahmen wird neben dem Wachstumsziel gleichzeitig auch unser Effizienzziel erreichbarer. Denn durch die Optimierungen wird sich der Rohertrag durch verbesserte Margen steigern lassen. Weitere Kostenreduzierungen werden wir vor allem im Personalkostenbereich zu erreichen suchen. Altersbedingte Freisetzungen im Personalbestand werden wir dazu nutzen, Stellen nicht neu zu besetzen. Zur Schaffung von digitalen Prozessen, die eine Personalreduzierung erst ermöglichen, werden wir die notwendigen Schritte gehen.

Über alle mit den Sortimenten der Haustechnik handelnden Tochtergesellschaften hinweg waren auch wir von den Effekten der ersten vier Monate des Geschäftsjahres 2018 betroffen. Durch die lange Kälteperiode, hohen Krankenstand, eine hohe Zahl von Feier- und Streiktagen, liegt unsere Umsatzentwicklung in diesem Bereich deutlich unter unseren Erwartungen, die wir unseren Plänen zu Grunde gelegt hatten, zurück. Die weitere Entwicklung zeigte aber bereits eine Trendwende. Aktuell gehen wir von der Erreichung unseres Planumsatzes aus.

Positiv ist dagegen die Umsatzentwicklung der ersten vier Monate im Stahlhandelsbereich. Insbesondere unsere Tochtergesellschaft Carl Pohle GmbH & Co. KG konnte im Vorjahresvergleich als auch im Planvergleich die Werte mit 9,8 % bzw. 10,3 % übertreffen. Wesentlich hat dazu die aufwärtsgerichtete Preisentwicklung beigetragen. Dabei war allerdings der Umsatzanstieg mit margenschwächeren Produkten stärker, so dass sich unser Deckungsbeitrag leicht rückläufig entwickelt hat. Grundsätzlich verbleibt es bei der Fokussierung auf einen hohen Anarbeitungsgrad der Stahlprodukte und eine möglichst konsequente Kundenakquisition im serviceorientierten Bereich und nicht im preisaffinen Massensegment. Möglichen Auswirkungen der protektionistischen Maßnahmen und Gegenmaßnahmen der Marktteilnehmer können wir nur durch die Einbindung in unseren starken Einkaufsverband E/D/E, Wuppertal, begegnen.

Vor dem Hintergrund unserer Strategien streben wir zusammengefasst weiterhin ein wertorientiertes, nachhaltiges Wachstum auf allen von uns adressierten Märkten in der geplanten Größe an. Aufgrund der Vielzahl der bereits eingeleiteten und noch geplanten Maßnahmen zur Kostenreduzierung gehen wir ebenso von der Erreichung unserer Ergebnisplanung aus. Generell sehen wir als Großhändler eine wesentliche Aufgabe zur Sicherung unserer eigenen Marktstellung darin, die Partner auf der Beschaffungs- und auf der Absatzseite zu stärken und den Vertriebsweg, in dem sie eingeschaltet sind, möglichst effizient zu gestalten.

 

Mönchengladbach, 28. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Heinz Schmidt

Henrik Schmidt

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den von der Heinrich Schmidt Holding GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mönchengladbach, den 28. Juni 2018

Klomp, Wirtschaftsprüfer

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