Gefinex GmbH
Jakobsdorfer Straße 1, 16928 Pritzwalk, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michel Stephan seit 3.7.2025 | Prokura |
Torsten Bocho seit 17.5.2023 | Prokura |
Roland Hebbel seit 28.4.2017 | Geschäftsführer |
Ute Steinbacher seit 28.4.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Interdämmstoff GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gefinex GmbHPritzwalkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.20248. LageberichtInhaltsverzeichnis des Lageberichts I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Gefinex GmbH ist in Deutschland einer der führenden Hersteller von extrudierten Polyethylenprodukte für die Bauindustrie. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität in Gebäuden zu verbessern und gleichzeitig unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Mehrere Produktionshallen beherbergen diverse Extruder und Maschinen zum Kleben, Laminieren und Bearbeiten von Schaumstoffen und Folien. Mit einem Team von rund 90 Mitarbeitern sind wir an unserem Firmenstandort in Pritzwalk tätig. In der Produktion gibt es mehrere Extrusionsanlagen, die zur Herstellung von geschäumten PE-Produkten arbeiten. Es wird versucht, die PE-Produktionsabfälle aus diesen Anlagen zu recyceln. Zusätzlich sind verschiedene weitere Linien vorhanden. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Daher setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, umweltfreundliche Materialien und Technologien in unsere Produkte zu integrieren und unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Organisatorische Struktur Die Gefinex GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Produktion, Vertrieb, Verwaltung, Lager und Werkstechnik auf. Rechtliche Struktur Hauptsitz der Gefinex GmbH als Tochtergesellschaft der Interdämmstoff GmbH ist Pritzwalk. 2. Forschung und Entwicklung Die Gefinex GmbH beteiligt sich an Forschungs- und Entwicklungsaufgaben innerhalb der Steinbacher Gruppe. Die Forschung und Entwicklung stellt einen wichtigen strategischen Bereich dar, mit dem Ziel, die Anwendung unserer Technik durch die Entwicklung innovativer Produkte zu festigen. Die Gefinex GmbH ist bestrebt, neue Marktsegmente zu entwickeln und innovative neue Produktlösungen im Markt zu etablieren. Hinzu werden die bestehenden Produktlinien weiterentwickelt, um den Mehrwert für die Kunden zu erhöhen und die Eigenschaften der einzelnen Produkte weiter zu optimieren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick Markt, Branche, Konjunktur Die Gefinex GmbH ist direkt von den Umsätzen und Erfolgen der Bauindustrie abhängig. Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge im Jahr 2024 um 0,7% zurück. Vor allem der Wohnungsbau hat mit einem Rückgang der Aufträge um 53,5% größere Einbußen gezeigt. Noch deutlicher zeigt sich der Rückgang im Hinblick auf die Baugenehmigungen, welche in 2024 um 14,4% im Vorjahresvergleich gesunken sin. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte in 2024 nach den Daten des Statistischen Bundesamtes € 103,5 Mrd. (+1,1% zu VJ). Die Entwicklung im Jahr 2025 zeigen nach dem ersten Halbjahr ein leichtes Plus. Im Hochbau stiegen die realen Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2025 um 2,2%. Vor allem der Wohnungsbau hat mit einem Rückgang der Aufträge um 3,5% größere Einbußen gezeigt. Bei wichtigen Baustoffen wie Kunststoffen waren die Preissteigerungen im Jahresverlauf deutlich ausgeprägt. Die anhaltende Zurückhaltung auf dem Markt lässt sich bisher auch im Jahr 2025 noch beobachten. Quellen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_071_441.html https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_313_441.html https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_183_31121.html Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche in 2023/2024 wirkte sich auf die Gefinex GmbH negativ aus. Sowohl im Inland als auch aus dem Ausland gab es eine verringerte Nachfragen nach den Produkten, was wiederum einen entsprechenden Rückgang des Umsatzes zur Folge hatte. Um auf den europäischen und deutschen Märkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Gefinex GmbH auf die Entwicklung neuer Produkte im LDPE-Segmente und den Ausbau der Geschäftsbeziehungen im Bereich Industrie und Export. Auch sind wir auf der Suche, in anderen Branchen Anwendungsfelder für uns zu identifizieren um hier weitere mögliche Potentiale unserer Produkte zu nutzen. 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die Gefinex GmbH erzielte im Wirtschaftsjahr 2023/2024 einen Überschuss in Höhe von 683.788,11 € (Vorjahr T€ 1.588). Dies resultiert aus der verminderten Auftragslage.Aus dieser verminderten Auftragslage ergibt sich auch ein höherer Marktdruck im Preis, was durch einen Anstieg der Erlösschmälerungen um 9,82% bemerkbar wird. Die Umsatzerlöse verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 3 Mio. bzw. 15,35% von € 19,4 Mio. auf € 16,4 Mio. Dieser Rückgang wurde sowohl in den ausländischen als auch in den deutschen Märkten generiert. Der Absatz mit Industriekunden war stark rückläufig, dieser konnte nur zum Teil durch den Anstieg bei Handelskunden kompensiert werden, was auch zu einem Anstieg der Bonusaufwendungen an Kunden führte. Der Materialaufwand verminderte sich im Geschäftsjahr ähnlich zum Umsatzrückgang. Dies resultiert aus Optimierungen in der Produktion. Dadurch konnte trotz Mengenrückgang der Materialanteil gehalten werden. Die generelle Personalkostensteigerung konnte durch Personalreduktion sowie Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz kompensiert werden. b) Finanzlage Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Bestand der liquiden Mittel hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 1.351 (Vorjahr: T€ 2.161). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie im Bedarfsfall durch liquide Mittel aus dem Konzern, können die notwendigen Investitionen finanziert werden. c) Vermögenslage Die aus der Bilanz zum 31. März 2024 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen: scroll
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 45 gestiegen. Hier sind die wie geplant durchgeführten Investitionen in die Gebäude, neue Anlagen und die Sanierung zu berücksichtigen. Der Barmittelbestand auf dem Geldumlaufkonto resultiert aus den Zu- und Abgängen und variiert somit entsprechend der Zahlungsein- und -ausgänge. Einige der Investitionen sind: - Diverse Adaptionen an Maschinen und Dosiereinheiten - Neue Antriebe und Steuerungen für die bestehenden Produktionsanlagen Trotz eines positiven operativen Cashflows, der nicht vollständig für Investitionen verwendet wurde und keine Ausschüttung an die Gesellschafterin erfolgte, sank der Bestand an liquiden Mitteln um 9,10%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund einer saisonalen Schwankung und in Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang um € 3 Mio im Vergleich zum Vorjahr um 11 % gesunken. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die Bilanzsumme verringerte sich um T€ 75,5 auf € 12,2 Mio. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Stichtag um T€ 841 auf T€ 999 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Rückforderung von Steuerzahlungen für Vorjahre im Rahmen einer abgeschlossenen Betriebsprüfung. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich in Folge der Thesaurierung zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 4.480. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Eigenkapitalquote von 31% auf 37% gestiegen und es wird weiter am Aufbau des Eigenkapitals gearbeitet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr aufgrund des Umsatzrückgangs und den damit verbundenen kongruent gesunkenen Materialaufwendungen um T€ 150 auf T€ 547 gesunken. Diese Entwicklung lag innerhalb der Erwartungen der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von T€ 6.490 auf T€ 5.274 gesunken. Dies resultiert überwiegend aus der Tilgung der Gesellschafterdarlehen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran. Der Umsatz je Mitarbeiter sank um 8,92% auf T€ 182 p.a.. Diese Entwicklung liegt unter der Planung der Geschäftsführung, konnte aber im Wesentlichen durch den zielgerichteten Einsatz der Kapazitäten und Anlagenressourcen abgeschwächt werden. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr von 8,2 % auf 4,2 % gesunken. 4. Gesamtaussage: Die Entwicklung der Finanz- und Vermögens- und Ertragslage liegen unter den Erwartungen der Geschäftsführung für das abgeschlossene Geschäftsjahr. Durch die zuvor beschriebenen Maßnahmen ist es trotz des deutlichen Umsatzrückganges gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften. Allerdings war es nicht möglich, die Kosten im gleichen Verhältnis wie den Umsatzrückgang anzupassen. Die deutlich verminderte aus der Verschiebung der Erholung der Bauwirtschaft und dem schleppenden Anlaufen. Die strategische Ausrichtung bleibt identisch.. III. Prognosebericht Nach der derzeitigen und in den Folgejahren angenommenen Erwartung zu dem Anstieg der Energiekosten und der daraus resultierenden Notwendigkeit der Senkung der CO2 -Emissionen gehen wir in unseren Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin davon aus, dass der Bedarf an Dämmstoffen langfristig weiter steigen wird. Das Ziel ist, durch den Ausbau im Vertriebsbereich neue Kunden auf den ausländischen Kernmärkten zu akquirieren, das bestehende Geschäft mit bereits vorhandenen Kunden im Bereich des Produktangebots zunehmend auszubauen sowie durch Innovationen und Entwicklungen im Sortimentsbereich der Abdichtungsbahnen zusätzliches Geschäft zu generieren. Die Lage auf den Rohstoff- und Energiemärkten ist nach wie vor angespannt. Als Folge des Konflikts in der Ukraine ergeben sich Herausforderung wie die steigender Rohstoff- und Energiepreise als auch der Erhöhung der Frachtkosten. Um den Kostensteigerung entgegen zu wirken startet die Gefinex GmbH konzernweite Projekte zur Reduzierung der Kosten sowie die Weitergabe der Preissteigerungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten an die Kunden. Die derzeit schwächelnde Industrie in Deutschland und dem europäischen Raum hat sich mit Stand Mitte 2025 nur leicht erholt, die Erholung hält jedoch an. Ein konjunktureller Aufschwung, welcher sich dann auch auf die Bauindustrie auswirkt, wird jedoch nicht vor 2026 erwartet. Aufgrund dieser gesamtwirtschaftlichen Situation sind die Umsätze, sowie die Umsatzrendite auch bei der Gefinex GmbH spürbar rückläufig. Die Geschäftsführung beobachtet den Markt jedoch stetig und konnte durch Effizienz-Anpassungen in der Betriebsorganisation, stetige Flexibilität der Produktionsplanung und personellen Maßnahmen eine Planungssicherheit herstellen. Eine Mischung aus verschiedenen Produkten und Kunden in verschiedenen Segmenten verteilt zudem das Risiko. IV. Chancen und Risiken Das Management-Reporting hat sich bei der Erkennung und Lokalisierung von Risiken bzw. sich bietenden Chancen bewährt. Das Reporting wird als wesentlicher Bestandteil des praktizierten Risikomanagements und als Instrument zur Unternehmenssteuerung angewandt. Hierdurch können Chancen oder Risiken identifiziert, analysiert und bei Bedarf frühzeitig korrigiert werden. Auf der Beschaffungsseite gelten als große Risikofaktoren unter anderem Preissteigerungen für Rohmaterialien, steigende Frachtkosten als auch ansteigende Energiekosten, hervorgerufen durch eine höhere Nachfrage nach Rohmaterialien weltweit. Hinzukommend gab es in den vergangenen Jahren immer wieder eine hohe Anzahl an Produktionsausfällen von Lieferanten, die für eine weitere Verknappung der Waren geführt haben. Den genannten Risiken tritt die Gefinex durch eine breitere Streuung auf der Lieferantenseite als auch eine intensivere Zusammenarbeit mit Lieferanten entgegen. Hieraus resultiert über das ganze Unternehmen eine intensivere Abstimmung der einzelnen Fachbereiche. Entsprechend war die Versorgung der Produktion gesichert und wird aktuell regelmäßig von Seiten der Geschäftsleitung und dem Einkauf neu bewertet, sodass rechtzeitig, wenn notwendig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Als Kontrollmaßnahme im Hinblick auf ansteigende Energiekosten erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Preisentwicklung. Diese Faktoren führten zu erheblichen Steigerungen bei den Rohstoff- und Betriebskosten. Die Geschäftsleitung versucht die bereits erreichte Marktposition weiter zu festigen und in dem Zusammenhang ein behutsames und organisches Wachstum zu erreichen. Die ressourcenschonende Produktion und der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen gilt als oberstes Credo und wird kontinuierlich weiter verbessert. Die Früherkennung von Risiken im Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für zukunftsweisendes Management. Aus dem Grund ist unsere Gesellschaft in das Konzernrisikomanagement der Steinbacher-Gruppe integriert. Hier dient das Gruppen-Berichtswesen und -Unternehmenscontrolling konzernweit als Früherkennungssystem für mögliche Risiken. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Weiter wird ein großer Wert daraufgelegt, die Firmenressourcen sinnvoll einzusetzen. Deswegen werden die interne Ablauforganisation und die dazugehörige prozessorientierten Strukturen kontinuierlich hinterfragt, angepasst und verbessert. Dies wird auch eine wesentliche Aufgabe der nächsten Jahre sein am Standort in Pritzwalk um Kontinuität gewährleisten zu können. Da auch immer mehr das Thema der Nachhaltigkeit bei den Produkten zum Tragen kommt aufgrund der öffentlichen Diskussionen und auch dem daraus resultierenden hohen Anspruch unserer Kunden, aber auch dem gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu werden, arbeitet das Unternehmen ehrgeizig an der Verbesserung bestehender Produkte als auch an der Entwicklung von neuen, innovativen Artikeln. Hier beschränkt sich der Fokus auch nicht nur ausschließlich auf die Baubranche, auch angrenzende Branchen. Dazu wird sich auch vermehrt an Forschungsprojekten beteiligt. Unser wesentliches Risiko stellt generell das Absatzrisiko dar. Nach wie vor ist die Gesamtentwicklung im Absatz von LDPE abhängig von der Neubauentwicklung im Wohn- und Wirtschaftsbau sowie der Sanierung alter Gebäude. Die Bereitschaft, in die Sanierung von Gebäuden zu investieren, wird weiterhin wesentlich von der wirtschaftlichen Situation der Privathaushalte und der Unternehmen, die über Liegenschaften verfügen, abhängig sein. Es ist zum Zeitpunkt der Berichterstellung unklar, wie sich die Energiekosten auf die Einkaufspreise auswirken, so dass dieses Risiko schwer einzuschätzen ist. Auf der Kundenseite bestehen durchaus Insolvenzrisiken. Diesem Forderungsausfallrisiko mit der entsprechenden Folge eines geringeren Ergebnisses und geringerer Liquidität tragen wir Rechnung durch vorsichtiges und konsequentes Debitorenmanagement. Währungsrisiken bestehen nicht, da der Ein- und Verkauf ausschließlich in Euro abgewickelt wird. Der Wert unseres Unternehmens basiert auf der Qualität seiner Beziehungen zu Kunden und zu Lieferanten. Die derzeit schwache Auftragslage in der Baubranche birgt das Risiko eines Umsatzrückganges und geringerer Margen. Durch den Fokus auf eine Verbesserung des Vertriebs bei gleichzeitiger enger Partnerschaft mit den Lieferanten sollen sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis gesteigert werden. Aufgrund der vorherrschenden Wirtschaftslage konnte dieses Ziel nicht vollständig erreicht werden, da die Umsätze weiter rückläufig sind. Als wichtige Voraussetzung zur optimalen Steuerung des Unternehmens ist die konsequente Verbesserung des Controllingsystems im Auf- und Ausbau. Den allgemeinen kunden-, absatz- und marktbezogenen Risiken, die durch den bestehenden Wettbewerb auftreten, begegnen wir durch Qualitätsoptimierung, stärkere Kundenbindung, Gewinnung von Neukunden und insbesondere durch die Reduzierung unserer Kosten in den internen Prozessen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die oben genannten Maßnahmen dazu beitragen, den negativen Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Ertragskraft des Unternehmens entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zu sichern. Trotz eingeleiteter Gegenmaßnahmen war es nach dem Stichtag nicht möglich, die Kosten im gleichen Verhältnis wie den Umsatzrückgang anzupassen. Dies führte dazu, dass das Ergebnis im Folgejahr überproportional und deutlich rückläufig war. Eine konsequente Marktbeobachtung und eine vorsichtige Geschäftspolitik sind laufende Strategie der Geschäftsleitung.
Pritzwalk, den 14. Januar 2026 Frau Mag. Ute Steinbacher Herr Mag. Roland Hebbel BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht scroll
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 250,00 Euro bis 1.000,00 Euro wurden auf 5 Jahre abgeschrieben. In die Herstellungskosten des Anlagevermögens wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu den Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit den geleisteten Nominalbeträgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nominalbetrag oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalbetrag. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwand des Folgejahres darstellen. Wegen der unterschiedlichen Bewertungsvorschriften in der Handels- und Steuerbilanz war die Position Aktive Latente Steuern zu bilden. Die Bewertungerfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 27,13%. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Verpflichtung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsverpflichtungen betragen 214.873,00 Euro. Diese Rückstellung ist durch eine entsprechende Rückdeckungswerte von Lebensversicherungen in Höhe von Euro 300.400,80 abgesichert. Es erfolgte eine Verrechnung der beiden Positionen und der verbleibende Betrag wird in der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern, die mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt wurden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet, und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: scroll
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Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt. Da keine verlässlichen Anhaltspunkte über die voraussichtliche Dauer der Nutzbarkeit des Geschäfts- und Firmenwertes vorliegen, wird dieser Vermögensgegenstand gemäß § 253 Abs. 3 Sätze 3 und 4 HGB über 10 Jahre abgeschrieben. Gezeichnetes Kapital Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital in Höhe von DM 50.000,00 wurde noch nicht auf Euro umgestellt und daher in Euro umgerechnet. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 199.385,16 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt: scroll
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen: scroll
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem vorgenommenen Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 678,00 Euro. Zum Bilanzstichtag wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von € 85.527,80 ausgewiesen. Dieser setzt sich aus der Verrechnung des saldierungsfähigen Deckungsvermögens mit der Pensionsverpflichtung gem. § 246 Abs. 2 HGB wie folgt zusammen: scroll
Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht dem steuerlichen Aktivwert der Versicherung und gilt als fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB und als beizulegender Zeitwert nach § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB Betrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit Der Geamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gliedert wie folgt: Verbindlichkeitenspiegel scroll
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten beträgt 6.475.831,16 Euro (Vorjahr: 7.640.433,82 Euro). In den Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen T€ 5.274 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.659 (Vorjahr: T€ 2.355) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.616 (Vorjahr: T€ 4.135) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten € 31.817,27 (Vorjahr: € 38.459,59) aus Steuern und € 0 (Vorjahr: € 4.945,35) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: - Eigentumsvorbehalt Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber des verbundenen Unternehmens Interdämmstoff GmbH sind durch eine Grundschuldbestellung zu Gunsten der UniCredit Bank-Austria in der Höhe von 3,1 Mio. Euro besichert. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 198.707,16 Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 30.569,52 Euro. Angaben zu den Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf € 39.953,15 (Vorjahr: € 144.079,41), und betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen bezogen auf den Berichtszeitraum in Höhe von 217.250,48 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Perioden fremden Erträge/Aufwendungen Der Betrag der periodenfremden Erträge beläuft sich auf € 127.724,35 (Vorjahr: € 10.521,06), während sich die periodenfremden Aufwendungen auf € 23.716,88 (Vorjahr: € 7.194,73) belaufen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuern aus Vorjahren in Höhe von T€ 424 enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt: scroll
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: scroll
Sofern nicht anders angegeben entspricht der ausgeübte Beruf der Organstellung in der Gesellschaft. Vergütungen der Geschäftsführer Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB entfällt diese Angabe. Konzernzugehörigkeit Die Gefinex GmbH wird in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss der Steinbacher Dämmstoff GmbH, Erpfendorf, Österreich (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 683.788,11 Euro. Auf neue Rechnung werden 4.454.326,18 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Pritzwalk, 15.01.2026 Frau Mag. Ute Steinbacher Herr Mag. Roland Hebbel sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.01.2026 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §§ 276, 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. März 2024 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Lagebericht - haben wir am 14. Januar 2026 den folgenden eingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gefinex GmbH, Pritzwalk: Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gefinex GmbH, Pritzwalk, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gefinex GmbH, Pritzwalk, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 3.624 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 14. Januar 2026 MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH Dodenhoff, Wirtschaftsprüfer Wegner, Wirtschaftsprüferin |
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