Yanmar Compact Germany GmbH
Kraftwerkstraße 4, 74564 Crailsheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Bick seit 20.12.2024 | Prokura |
Jon Lopez seit 20.12.2024 | Geschäftsführer |
Markus Köhler seit 30.12.2022 | Prokura |
Simon Martin Dornscheidt seit 3.6.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Yanmar Europe B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Yanmar Compact Germany GmbHCrailsheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Allgemeines Das Hauptgeschäftsfeld der Yanmar Compact Germany GmbH (YCG) ist die Montage und der Vertrieb von Baggern und Radladern in Crailsheim. Diese Maschinen werden über ein Händlernetz an Endkunden und zum Teil direkt an Vermieter vertrieben. Darüber hinaus werden Ersatzteile für Bagger (1,0t bis 12,5t) und Radlader verkauft. Im Laufe des Geschäftsjahres 2025/2026 wird der Geschäftsbetrieb am Standort Crailsheim eingestellt. Die Gesellschaft wird mit dem Ersatzteilgeschäft am Standort Rothenburg fortgeführt. Weitere Ausführungen hierzu sind den Abschnitten 3.3 Risiken sowie 4. Prognosebericht zu entnehmen. Alleinige Gesellschafterin der YCG ist die Yanmar CE Holdings GmbH, Crailsheim. Mit der Yanmar CE Holdings GmbH wurde am 12. Dezember 2016 und mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. 1.2 Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr 2023/24 ist gekennzeichnet durch politische globale Konflikte, wie dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine, dem Nahost-Konflikt, und der notwendigen Umfahrung des Suez- Kanals in Folge von Angriffen der Huthi-Rebellen. Dies führt zu Lieferverzögerungen und Preisanstiegen bei entsprechenden Frachten. Die Inflationsrate (2023: 5,9%) überstieg in Folge dieser Konflikte bis Ende 2023 weiter die langfristige Inflationsrate (1,8%). Erst zu Beginn des Jahres 2024 ist die Inflation im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dennoch konnte YCG über das Geschäftsjahr gesehen ein stabiles Preisniveau erzielen. Die Baubranche unterliegt weltweit einem Schrumpfungsprozess, was zu einer spürbaren Verschärfung des Wettbewerbs bei Baumaschinen geführt hat. 1.3 Forschung und Entwicklung Neben der Entwicklung neuer Modelle treibt unsere Konstruktionsabteilung die Anpassung bestehender Produkte an strengere Emissionsnormen und die Erweiterung der Produktpalette voran. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2023/24 betrugen € 7,3 Mio. nach € 7,0 Mio. im Vorjahr. Aufgrund konzerninterner Weiterverrechnung von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen werden von den oben genannten Aufwendungen im Berichtsjahr € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.) in den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für das Kalenderjahr 2023 ist der Branchentrend für Radlader in der Region EMEA mit +6,85 % im Vergleich zum Vorjahr positiv. Dieser positive Trend resultiert aus allen Hauptmärkten (Deutschland, Nordics, Benelux). Im gesamten EMEA-Markt wurden im Kalenderjahr 2023 mit 20.929 Einheiten 1.629 Radlader mehr als noch im Vorjahr verkauft. Parallel dazu verkaufte die YCG 995 Einheiten im Vergleich zu 806 Einheiten im Geschäftsjahr davor. Der Marktanteil liegt nun bei 4,7 % gegenüber 4,2 % im Vorjahr. Der absatzseitige Markttrend für Erdbewegungsmaschinen im Raum EMEA für das Kalenderjahr 2023 ist mit 3.074 Einheiten gegenüber 2.872 Einheiten im Kalenderjahr 2022 um 7 % gestiegen. Der Marktanteil der YCG für EMEA für 2023 sinkt um 1,6 % von 10,9 % auf 9,3 %. Der Marktanteil in unserem Hauptmarkt Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr mit -4,0 Prozentpunkten ebenfalls rückläufig. Darüber hinaus sah sich das Unternehmen mit den allgemeinwirtschaftlichen Herausforderungen wie Inflation und damit verbundenen höheren Lohn- und Energiekosten konfrontiert. 2.2 Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung Das Hauptgeschäft der YCG liegt im Vertrieb und in der Montage von Compact Radladern sowie Baggern bis 12,5 Tonnen. Der Umsatz im Hauptgeschäft des Compact-Bereichs stieg im Vergleich zum Vorjahr von € 125,6 Mio. auf € 144,0 Mio. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden 2.163 Bagger/Radlader (Vorjahr: 1.923) verkauft. Die geplante Verkaufszahl von 2.809 Bagger/Radlader wurde nicht erreicht. Entgegen des im Vorjahr prognostizierten Umsatzanstiegs von 9% konnte eine Umsatzsteigerung von 8,3 % im Geschäftsjahr erreicht werden. Positive Faktoren auf die Umsatzentwicklung waren die Lokalisierung des Mobilbaggers ViO80 Mitte 2023 sowie die abgeschlossene Umstrukturierung der Montagelinie. Ansteigende Lagerbestände bei den Händlern gegen Ende des Geschäftsjahres und eine sich ankündigende Verlangsamung der Nachfrage vor dem Hintergrund eines sich weiter abschwächenden Branchentrends zeigten negativen Einfluss auf den Absatz. Die Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft sind um € 2,3 Mio. auf € 36,8 Mio. (Vorjahr: € 39,1 Mio.) gesunken. Hauptursache ist hier der Wegfall eines Logistikauftrages ab Januar 2023. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 betrug hieraus € 1,8 Mio. Nach einer Verbesserung der Bruttomarge im Vorjahr um 0,1% ging diese im aktuellen Geschäftsjahr von 17,3 % auf 14,8 % zurück. Gemäß der letzten Prognose wurde mit einem Rückgang der Marge um gut einen Prozentpunkt gerechnet. Negative Einflussfaktoren waren insbesondere eine hohe Materialpreisveränderung (MPV), höhere Lohn- und Gehaltskosten infolge von Überstunden und die Inanspruchnahme externer Dienstleistungen. Der Auftragsbestand ging von € 148 Mio. zum Geschäftsjahresbeginn auf € 67,8 Mio. infolge von Auftragsstornierungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zurück. Viele Aufträge waren während der Corona-Pandemie erteilt worden, um sich Produktionskapazitäten zu sichern. Infolge einer Normalisierung bei Lieferengpässen kam es dann zur Rücknahme von Aufträgen. Die Gesellschaft erzielte erneut ein negatives Jahresergebnis in Höhe von € 34,2 Mio. (Vorjahr: € 7,0 Mio.) vor Ergebnisabführung. Das Jahresergebnis wurde im aktuellen Geschäftsjahr durch hohe Umrüstkosten auf aktuelle Abgasnormen bei WEX-Produkten beeinträchtigt. Zwei Produkteiführungen (VIO80 und V7) verursachten zudem „Start of Production-Costs“. In Erwartung höherer Produktionszahlen war zusätzlich Zeit- und Leiharbeitspersonal rekrutiert worden, das nicht effizient eingesetzt werden konnte. Auf die Belastung durch Umlagen für EMEA-Positionen und die signifikant gestiegenen Zinsaufwendungen wurde hingewiesen. Zuletzt ist das Jahresergebnis im Besonderen durch Effekte aus der Ankündigung der Schließung des Produktionsstandortes Crailsheim im Aufstellungszeitraum belastet. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. März 2024 betrug € 140,8 Mio. (Vorjahr: € 108,6 Mio.). Der Anstieg resultiert insbesondere aus Investitionen bei Sachanlagen und gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, u.a. aus Verlustübernahme (€ 34,2 Mio.) Die Rückstellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr insbesondere im Bereich der Personalkosten aufgrund der Verpflichtungen im Zuge der Schließung des Standortes Crailsheim (€ 22,6 Mio.). Daneben stiegen die Rückstellungen der Darlehenszinsen um € 1,9 Mio., bei den Umlagen um € 3,7 Mio. und bei Gewährleistungen um € 0,6 Mio. Die Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um € 19,0 Mio. und dienten der Finanzierung der Investitionen, der gestiegenen Kapitalbeschaffungskosten sowie des laufenden Geschäftsbetriebes. Das Anlagevermögen ist gestiegen auf € 8,7 Mio. (Vorjahr: € 7,9 Mio.), was im Besonderen auf Investitionen für ein neues Montagekonzept im Bereich Bauten auf fremden Grund und Boden (€ 0,9 Mio.) und Technische Anlagen (€ 0,4 Mio.) sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung u.a. für Tooling (€ 0,5 Mio.) im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Investitionen im Bereich Anlagen im Bau waren im Wesentlichen ein Brandschutzkonzept (€ 0,6 Mio.) sowie ein Logistikkonzept (€ 0,3 Mio.). Gegenläufig wirkte sich eine außerplanmäßige Abschreibung (€ 1,7 Mio.) auf Sachanlagen, welche in Folge der Schließung des Standortes nicht mehr weitergenutzt oder veräußert werden können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Abschlussstichtag von € 21,0 Mio. auf € 18,9 Mio. Grund hierfür waren geringere Umsatzerlöse im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Erhaltene Anzahlungen im Rahmen des Forderungsfactoring (€ 5,5 Mio.) werden unsaldiert in den erhaltenen Anzahlungen wie auch in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gezeigt, da die YCG in Bezug auf diese Forderungen weiterhin das wirtschaftliche Ausfallrisiko trägt. Die Vorräte betragen € 61,5 Mio. nach € 63,2 Mio. im Vorjahr. Der leichte Rückgang resultiert insbesondere aus dem langsamen Abbau des zu Beginn der Ukraine-Krise aufgebauten Sicherheitsbestandes. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum 31. März 2024 € 3,8 Mio. (Vorjahr: € 3,0 Mio.) und bestehen insbesondere aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Vorsteuerüberhang. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31. März 2024 € 44,5 Mio. (Vorjahr: € 11,0 Mio.) und bestehen insbesondere aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Verlängerung des Zahlungsziels konzernintern) sowie aus Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von € 34,2 Mio. (Vorjahr: € 7,0 Mio.). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zum 31. März 2024 betragen € 2,9 Mio. (Vorjahr: € 2,1 Mio.). Das Eigenkapital ist mit € 0,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr unverändert. Auf der Passivseite betragen die sonstigen Rückstellungen, die im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen am Standort Crailsheim mit € 22,6 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.), sonstige Personalverpflichtungen mit 4,0 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.), Umlagen innerhalb des Yanmar-Konzerns mit € 3,8 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.) Gewährleistungen mit € 1,8 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.), Zinsen gegen verbundene Unternehmen mit € 1,9 Mio. (Vorjahr € 0 Mio.) betreffen, € 37,3 Mio. (Vorjahr: € 9,4 Mio.). Ursache für den Anstieg bei den Umlagen ist, dass Neueinstellungen für EMEA-Positionen vorwiegend in Frankreich. Höhere Gewährleistungskosten wurden gegen Ende des Geschäftsjahres durch eine Rückrufaktion verursacht sowie durch aufgelaufene, während des Geschäftsjahres nicht berechnete Gewährleistungsaufwendungen durch die nordamerikanische Konzerngesellschaft YCENA. Zudem stiegen die konzerninternen Kapitalbeschaffungskosten signifikant an. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 86,2 Mio.; Vorjahr: € 72,8 Mio.) beinhalten mit € 70,6 Mio. (Vorjahr: € 51,6 Mio.) wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Darlehensgewährung. Der Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf einen nach wie vor hohen Kapitalbedarf zurückzuführen, der im Wesentlichen auf die Finanzierung des Vorratsbestandes sowie die gesunkene Bruttomarge bei gleichzeitig gestiegenem Umsatz zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich stichtagsbezogen auf € 15,8 Mio. (Vorjahr: € 21,3 Mio.). 2.4 Finanzlage Die Finanzierung des Unternehmens ist durch den Yanmar-Konzern gesichert, zunächst durch kurzfristige Darlehen von € 55,6 Mio. (Vorjahr: € 36,6 Mio.) und mittelfristige Darlehen von € 15,0 Mio. (Vorjahr: € 15,0 Mio.) sowie den Ergebnisabführungsvertrag mit der Yanmar CE Holdings GmbH. Darüber hinaus werden Cash-Zuflüsse durch Factoring generiert. Weiterer Liquiditätsbedarf kann durch Erhöhung der kurzfristigen Darlehen durch den Yanmar-Konzern gesichert werden. Die liquiden Mittel haben sich um € 0,8 Mio. auf € 2,9 Mio. erhöht aufgrund einer Darlehensgewährung zum Stichtag. 2.5 Ertragslage Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/24 belief sich auf € 183,2 Mio. nach € 169,2 Mio. im Vorjahr. Die Erlöse wurden im Wesentlichen mit dem Verkauf von Baggern und Radladern (78,6 %; Vorjahr: 74,2 %) sowie Ersatzteilen (20,1 %; Vorjahr: 23,1 %) erzielt. Die restlichen Umsatzerlöse (1,3 %; Vorjahr: 2,7 %) wurden mit Entwicklungsleistungen im Verbund erwirtschaftet. Die Bruttomarge belief sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 14,8 % (Vorjahr: 17,3 %). Diese negative Entwicklung basiert hauptsächlich auf einer hohen Materialpreisveränderung (MPV), höheren Lohn- und Gehaltskosten infolge von Überstunden und die notwendige Inanspruchnahme externer Dienstleister unter anderem im Bereich Lackierung. Die von der Gesellschaft getragenen Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf € 6,8 Mio. (Vorjahr: € 6,6 Mio.). Sie umfassen die Entwicklung neuer Produkte, insbesondere elektrisch betriebener Radlader. Im Geschäftsjahr 2023/24 betrugen die Vertriebskosten € 15,6 Mio. (Vorjahr: € 16,0 Mio.). Diese Reduzierung resultierte aus einem spürbaren Rückgang bei Frachtkosten aufgrund geringerer Exporte in die USA im aktuellen Geschäftsjahr. Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen von € 14,4 Mio. auf € 12,7 Mio. zurück. Ursächlich ist, dass im Geschäftsjahr keine Abfindungszahlungen in vergleichbarer Höhe zum Vorjahr zu tragen waren und die Kostenabgrenzung bei den globalen Umlagen verbessert wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Wertberichtigungen von Forderungen, Aufwendungen aus Währungsumrechnung, außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen (€ 1,7 Mio.) sowie die Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen, die aus der geplanten Beendigung von Arbeitsverträgen am Standort Crailsheim resultieren (€ 22,6 Mio.). Die konzerninternen Kapitalbeschaffungskosten stiegen von € 0,8 Mio. auf € 2,4 Mio. Der Anstieg resultiert aus höheren konzerninternen Zinssätzen bei gleichzeitig steigendem Darlehensbetrag. Insgesamt ergab sich ein Jahresergebnis - vor Verlustübernahme - in Höhe von € -34,2 Mio. nach € -7,0 Mio. im Vorjahr. Das negative Ergebnis erklärt sich insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Crailsheim sowie durch gestiegene Herstellkosten des Umsatzes bzw. den Rückgang der Bruttomarge. 2.6 Investitionen Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden im Bereich des Sachanlagevermögens € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.) investiert. Im Wesentlichen bestehen die Zugänge aus geleisteten Anzahlungen für technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. 2.7 Personal- und Sozialbereich Der Beschäftigtenstand betrug im Geschäftsjahr 2023/24 im Durchschnitt 394 Mitarbeiter (Vorjahr: 393 Mitarbeiter), darüber hinaus beschäftigten wir 22 Auszubildende (Vorjahr: 22 Auszubildende). Auch im Geschäftsjahr 2023/24 wurden interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter durchgeführt, um das Know-how auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Die Geschäftsleitung hat zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses einen Sozialplan mit der Arbeitnehmervertretung verhandelt. Dieser wurde im Juni 2025 unterzeichnet. Der Sozialplan sieht den Abbau eines Großteils der am Standort Crailsheim beschäftigten Mitarbeiter vor. 2.8 Beschaffung Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine signifikanten Probleme aufgrund der Nichtverfügbarkeit von Komponenten mehr. Es gab keine Produktionsunterbrechungen. Aktuell gibt es durch die notwendige Umfahrung des Suezkanals eine Containerknappheit in Asien und Lieferverzögerungen bei CBUs („Completely Built Units“) und Elektroteilen aufgrund des längeren Transportweges um den afrikanischen Kontinent. 2.9 Produktion Die Nachfrage nach Baggern und Radladern unterliegt saisonalen und konjunkturbedingten Schwankungen. Wir bieten flexible Arbeitszeitmodelle an, um den Arbeitseinsatz so weit wie möglich an Nachfrageschwankungen anzupassen. Kurzarbeit war in 2024/25 nicht notwendig. Arbeitszeitkonten wurden reduziert sowie befristete Arbeitsverträge nicht mehr verlängert. 2.10 Umweltschutz Projekte im Bereich elektrisch betriebener Radlader, mit dem Ziel der Reduktion der CO2 -Emissionen bei gleichzeitigem Erhalt notwendiger Leistungsfähigkeit, werden über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus auch in 2024/25, unabhängig von der geplanten Schließung des Standorts Crailsheim, fortgeführt. Ein entsprechendes Projekt „E-Dream“ wurde im 2. Halbjahr 2024/25 neu aufgesetzt. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikomanagementsystem Unser Risikomanagementsystem ist darauf ausgelegt, Chancen und Risiken so weit wie möglich zu identifizieren, bevor sie sich auf die finanzielle Lage der Gesellschaft auswirken. Dazu gibt es in den einzelnen Produktbereichen ein umfangreiches Management-Informationssystem. Dadurch wird sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern kontinuierlich entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt werden. 3.2 Chancen Im Geschäftsjahr 2024/25 wird die Modernisierung und Erweiterung der Modellpalette im Zuge des vollständigen Modellwechsels fortgesetzt. Dieses Projekt wird der YANMAR Gruppe langfristig helfen, den Umsatz und die Rentabilität durch eine verbesserte Fixkostendeckung zu steigern. Aufgrund der geplanten Produktionsverlagerung in 2025/26 nach Frankreich wird die Gesellschaft hiervon nur teilweise profitieren. YCG wird sich nach der Produktionsverlagerung auf das Ersatzteilgeschäft fokussieren und dieses weiter betreiben. Im zweiten Quartal 2024 ging mit dem neu entwickelten V7 eine kleinere Radladervariante in Produktion und ergänzt das Produktportfolio der Gesellschaft. Die Planung sieht die Produktion der Elektrovariante des V7 (V8e) für das folgende Geschäftsjahr 2025 vor. Im April 2025 wurden erste Einheiten dieses Modells ausgeliefert. Damit wurde einer Nachfrage aus dem Markt Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurde die Montage des VIO80 von Japan nach Crailsheim übertragen und optimiert die Auslastung der Montagelinien. Aus dem im Juli 2023 gestarteten komplett neu entwickeltes E-Commerce-Portal „Y-Parts“ entstehen neue Geschäftschancen. Es besteht die Chance mit dieser Reduzierung der durch ihre Händler genutzten Portale sowie der gleichzeitigen Visualisierung der Produkte ein besseres Kundenerlebnis zu erzeugen. Durch permanente Weiterentwicklung des Portals soll zudem langfristig die Möglichkeit einer Preisoptimierung durch Marktvergleiche ermöglicht werden. Wir arbeiten an Verbesserungen in Werken, Systemen, Vertriebsteams und beim Kundendienst. Wir intensivieren die Produktschulungen mit unseren Händlern und weiten unser Händlernetz aus. Im Bereich Steigerung von Produktivität und Effizienz bestehen Chancen, die Fertigungszahl bei Radladern bei gleichzeitiger Reduzierung der Überzeiten zu erhöhen. Schlüsselpositionen wurden im Geschäftsjahr 2023/24 neu besetzt und damit Know-how zugekauft. Mithilfe dieser Maßnahmen besteht die Chance die Profitabilität zu steigern. 3.3 Risiken Die Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge der Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt: Konjunkturabschwächung und Nachfragerückgang Nachdem YCG zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 mit einem hohen Auftragsbestand von € 148,0 Mio. startete, verringerte sich dieser zum Ende des Geschäftsjahres auf € 67,8 Mio. Der Auftragsbestand entsprach zum Bilanzstichtag bei Radladern und Erdbewegungsmaschinen zusammen dem Umsatz von 4 Monaten. Dies ist insbesondere auf einen spürbaren Rückgang der Nachfrage innerhalb der Baubranche im 4. Quartal und daraus resultierende höhere Lagerbestände bei Händlern zurückzuführen. Entsprechende Gegenmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2024/25 eingeleitet. Wir verweisen auf die Ausführungen im Prognosebericht sowie im Anhang. Die Preise seitens unserer Hauptlieferanten für „Hot-rolled-coil-Steel" sind seit Geschäftsjahresbeginn im leichten Abwärtstrend, was auf eine allgemein zurückgehende Nachfrage sowie eine Konjunkturabschwächung zurückzuführen ist. Wir werden die Kosten- und Preisentwicklung genau beobachten, um unsere Ertragslage zu sichern. Zum Januar 2024 wurde auf Basis der Entwicklung der Kostenstruktur eine allgemeine Preiserhöhung an unsere Kunden kommuniziert. Die Beschaffungssituation wird sorgfältig überwacht, d.h. es finden wöchentliche Produktionsplansitzungen statt, um Beschaffungsengpässe und kritische Sicherheitsbestände zu identifizieren. Um die Produktion zu sichern, informieren wir unsere Schlüssellieferanten frühzeitig über Veränderungen. Der möglichen Insolvenz von Schlüssellieferanten wird durch den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet. Geopolitische Entwicklungen Der seit Frühjahr 2022 andauernde Russland-Ukraine-Krieg, der im Oktober 2023 eskalierte Nahost- Konflikt, der Konflikt zwischen Israel und dem Iran sowie der zeitweise nichtpassierbare Suez-Kanal wirken sich auf die globale Lieferkette in Form von verlängerten Lieferzeiten auf der Beschaffungsseite aus. Darüber hinaus ergaben sich auf Grund von Preissteigerungen durch die bestehende Inflation und vor allem auch hiermit verbundene Erhöhungen der Personalkosten weitere Herausforderungen. Verschärfung von Emissionsnormen Eine besondere und außergewöhnliche Belastung besteht weiterhin in der zukünftigen Verschärfung der EU-Emissionsnormen, die hohe Investitionen in Entwicklungstätigkeiten erforderlich machen und zusätzlich Produkte erheblich verteuern, was zu einer Reduzierung der Investitionsbereitschaft potenzieller Kunden führen kann. Weiterhin erwarten wir im Laufe des Jahres 2025 höhere Kostenbelastungen, die sich aus der Verordnung 2023/956 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Mai 2023 zur Schaffung eines CO2 -Grenzausgleichssystems ergeben werden. Finanzierungssituation und Gesamtbild der Risikolage Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer zusammenfassenden Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Insbesondere aufgrund der unter „Konjunkturabschwächung und Nachfragerückgang“ genannten Risiken hat sich die Unternehmensleitung dazu entschlossen, die Produktion am Standort Crailsheim einzustellen. Weitere Ausführungen sind den Ausführungen im Prognosebericht sowie dem Anhang zu entnehmen. Aufgrund der Reduzierung des operativen Geschäftes sowie der nach wie vor hohen Verbindlichkeiten gegenüber der Gruppe und der damit verbundenen hohen Zinslast ist der Fortbestand der Gesellschaft ohne die Unterstützung der Gruppe gefährdet. Unter Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der Yanmar CE Holdings GmbH und der aktuell bis zum 30. September 2026 verlängerten Patronatserklärung der Yanmar Europe B.V., Almere/Niederlande ist der Fortbestand der Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt jedoch hinreichend durch die Gruppe gesichert. In der Patronatserklärung verpflichtet sich die Yanmar Europe B.V., Almere/Niederlande, der YCG zusätzliche Liquidität oder andere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern jederzeit erfüllen zu können und eine Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung zu vermeiden. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft gehen davon aus, dass die Patronatserklärung bei Bedarf über den 30. September 2026 hinaus verlängert wird. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich zum 31. März 2025 auf € 85,2 Mio. (Vorjahr: € 65,0 Mio.). 4. Prognosebericht Nach einem zweijährigen starken Wachstum im Nachgang zur Corona-Krise verzeichnete der deutsche Markt für Erdbaumaschinen im letzten Quartal 2023 einen nominalen Nachfrage- und Umsatzrückgang. Laut Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte und Industriemaschinen-Firmen (BBI) verzeichnete der Handel mit Neumaschinen- und -geräten 2023 einen Umsatzrückgang von Minus 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2024/25 war geprägt von diversen Unsicherheitsfaktoren. Der BBI geht von einer weiteren Stimmungseintrübung in der Bauwirtschaft aus, sodass im Hochbau für das Kalenderjahr 2024 mit einem Umsatzrückgang bis zu minus 25 Prozent gerechnet wird. Diese Prognose wird im Quartalsbericht 5/25 des Committee for European Construction Equipment (CECE) bestätigt, der von einem Rückgang der Verkäufe am deutschen Markt in 2024 um 31% berichtet, was den stärksten Rückgang seit der Wirtschaftskrise in 2009 darstellt. YCG weist zum 31. Mai 2026 einen Auftragsbestand von € 33,2 Mio. aus, was einem Umsatz von 2,5 Monaten entspricht. Aufgrund der genannten negativen Marktindikatoren verzeichnete die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatzrückgang um ca. 16 Prozent auf 153 Mio. EUR und eine Bruttomarge von 8,3 %. Die Gesellschaft weist zum Ende des Geschäftsjahres einen vorläufigen Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von 22,1 Mio. EUR aus. Im Forecast 3 plante die Gesellschaft noch mit einem Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von € 17,9 Mio. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechneten wir mit einer Umsatzerholung von 8 % auf ca. € 169 Mio. und einer Verbesserung der Bruttomarge auf 12,8 Prozent. Die nachfolgend dargestellten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren innerhalb dieser Prognose noch nicht verarbeitet. Die Auswirkung der Schließungsmaßnahme auf das Geschäftsjahr 2025/2026 wird insbesondere ein Rückgang des Geschäftsvolumen der Gesellschaft sein, da die Produktion in Crailsheim im Geschäftsjahr 2023/24 ca. 80 Prozent der Umsatzerlöse darstellt. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechnen wir mit einem rückläufigen Umsatz von ca. € 88 Mio. aus Maschinenverkäufen am Standort Crailsheim sowie einem Umsatz von € 34,5 Mio. EUR aus dem Ersatzteilgeschäft in Rothenburg. Die bisher für den Standort Rothenburg prognostizierte EBIT-Marge von ca. 20 % wird aufgrund der Übernahme von Funktionskosten des Standorts Crailsheim nicht erreicht werden. Das Ergebnis am Standort Crailsheim wird aufgrund des geringeren Umsatzvolumen sowie gegebenenfalls zusätzlichen, bisher nicht zurückgestellten, Aufwendungen aus der Umsetzung und Abwicklung der Maßnahme negativ ausfallen. Im Gesamten wird für das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Verlust in niedriger zweistelliger Millionenhöhe gerechnet. Entscheidung über die Schließung des Standorts Crailsheim Bisher getroffene Maßnahmen Aufgrund der seit der Akquisition der Gesellschaft im Jahr 2016 mangelnden Profitabilität und des schwierigen Marktumfelds, kündigte die Unternehmensleitung am 29. Januar 2025 an, die Produktion am Standort Crailsheim bis Ende 2025 einzustellen und Teile der Produktion nach Saint-Diziers / Frankreich zu verlagern, um dort einen zentralen, wettbewerbsfähigen europäischen Produktionsstandort zu errichten. Verhandlungen mit dem Betriebsrat und anderen Interessengruppen begannen im Januar 2025 und werden während des Jahres 2025 fortgesetzt. Im Juni wurden die Verhandlungen abgeschlossen und Sozialplan sowie Interessenausgleich, Überleitungstarifvertrag Rothenburg und weitere notwendige anhängige Vereinbarungen zusammen mit dem Betriebsrat/Gesamtbetriebsrat final unterzeichnet. Ein Plan für die Produktionsverlagerung wird voraussichtlich zu Beginn des zweiten Halbjahres des Jahres 2025 vorliegen. Erwartete finanzielle Auswirkungen dieser Entscheidung Die Gesamtkosten der Schließung werden derzeit ermittelt und im Laufe des Geschäftsjahres 2025/2026 festgesetzt. Für das am 31. März 2025 endende Geschäftsjahr war kein Rückgang des Umsatzes, noch der Kosten des Umsatzes erkennbar, da die operativen Auswirkungen der Maßnahmen erst im Geschäftsjahr 2025/2026 eintreten werden. In Folge der durch die Geschäftsleitung angekündigten Schließung des Produktionsstandortes Crailsheim entfällt für Teile der Gesellschaft rückwirkend die Fortführungsprämisse. Diesem Sachverhalt wurde durch eine außerplanmäßige Abschreibung im Anlagevermögen in Höhe von € 1,7 Mio. Rechnung getragen. Die zu erwartenden Aufwendungen für die Auflösung von Arbeitsverhältnissen am Standort Crailsheim wurden durch eine Rückstellung in Höhe von € 22,6 Mio. berücksichtigt. Sonstige weitere finanzielle Auswirkungen betreffen insbesondere das Geschäftsjahr 2025/26 und sind zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses nicht hinreichend abschätzbar. Den weiteren Kapitalbedarf und die damit verbundene höhere Zinsbelastung für weitere mit der Schließung zusammenhängende Maßnahmen sieht die Geschäftsleitung durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag und die auf den 30. September 2026 verlängerte Patronatserklärung als gesichert an. Die Geschäftsführung sieht zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses per 31. März 2024 keine Anhaltspunkte für notwendige Wertminderung sonstiger Vermögensgegenstände über das Anlagevermögen hinaus, wie zum Beispiel den Vorratsbeständen.
Crailsheim, 08.07.2025 Yanmar Compact Germany GmbH Simon M/Dornscheidt, Geschäftsführer Jon Lopez, Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Die Yanmar Compact Germany GmbH hat ihren Sitz in Crailsheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Ulm (HRB-Nr. 734336). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert angewandt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage werden Forschungs- und Entwicklungskosten wie im Vorjahr separat ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände betragen 3 bis 5 Jahre. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde in den Vorjahren planmäßig über seine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, da die zugrunde liegende Technologie sowie das produktionstechnische Know-how eine Nutzungsdauer von zumindest 5 Jahren erwarten ließen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2021/22 vollständig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei Bedarf vorgenommen. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen betragen im Wesentlichen für: Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 4 bis 50 Jahre Technische Anlagen und Maschinen: 7 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre Geringwertige Wirtschaftsgüter bis T€ 1 werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Bei den Vorräten wurden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren mit den Einzelanschaffungskosten angesetzt, soweit nicht die niedrigeren Wiederbeschaffungskosten anzusetzen waren oder ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenzuschläge für Material und Fertigung sowie des durch die Fertigung veranlassten Wertverzehrs des Anlagevermögens angesetzt, soweit nicht der niedrigere Marktpreis oder der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen war. Für nicht gängige Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge unter Berücksichtigung der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit der Bestände vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen des Absatzmarktes bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der durch die Deutsche Bundesbank regelmäßig entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und bekannt gegeben wird. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IDW RS HFA 3 auf Basis eines durchschnittlichen, laufzeitadäquaten Zinsfußes über die letzten sieben Jahre von 1,13 % p.a. unter Zugrundelegung der „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ der Heubeck- Richttafeln-GmbH, Köln, berechnet. Bei der Ermittlung wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 2,50 % und Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze von 2,50 % zugrunde gelegt. Bei den Altersteilzeitverträgen wurden Verpflichtungen von T€ 524 mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens von T€ 832 verrechnet. Der übersteigende Betrag wird unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand des Marktwertes der Bankguthaben bestimmt. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betrugen T€ 832. Die nach Verrechnung mit den Erträgen (T€ 22) verbleibenden Aufwendungen betragen T€ 51. Die Berechnung der Rückstellungen für Arbeitsjubiläen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren; als Rechnungsgrundlagen dienten die „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ der Heubeck- Richttafeln-GmbH, Köln, und ein Zinssatz von 1,8 % p.a. gemäß dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, veröffentlicht durch die Deutsche Bundesbank für 2024, bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verlängerte Gewährleistungsansprüche, die von Kunden erworben wurden, wurden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und werden über die Leistungsperiode aufgelöst. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer bei der Organträgerin angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem aktuellen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei werden aus Vereinfachungsgründen regelmäßig aktualisierte Umrechnungskurse konzernweit einheitlich vorgegeben. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs auf den Bilanzstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen von der Entstehung bis zum Bilanzstichtag sind berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten liegen derzeit nicht vor. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde abweichend von den zuvor dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund der Abkehr von der Unternehmensfortführungsprämisse im Aufstellungszeitraum in Bezug auf den Produktionsstandort Crailsheim für diesen Teilbereich der Gesellschaft die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dem IDW RS HFA 17 folgend angewandt. Sachanlagen werden weiterhin zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Für Sachanlagen, welche in Folge der Schließung des Standortes nicht mehr weitergenutzt oder veräußert werden können, werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfasst. In den Rückstellungen wurden unter Durchbrechung des Stichtagsprinzips Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages erfasst. Die Vergleichbarkeit der Beträge des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres ist insoweit in Bezug auf die genannten Posten eingeschränkt. Die entsprechenden Auswirkungen sind im Rahmen der Erläuterungen zu den betroffenen Positionen Anlagevermögen, Sonstige Rückstellungen sowie Sonstige betriebliche Aufwendungen dargestellt. Für alle weiteren Bilanzpositionen wurden die allgemein gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fortgeführt. Aus der Anwendung des IDW RS HFA 17 ergibt sich keine Notwendigkeit einer abweichenden Bilanzierung oder Bewertung. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die im Rahmen des Factorings geleisteten Auszahlungen über Kreditlimit werden aufgrund des verbleibenden Ausfallrisikos weiterhin als Forderungen und erhaltene Anzahlungen ausgewiesen T€ 5.461 (Vorjahr T€ 5.297). Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 44.461 (Vorjahr T€ 10.991) handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 10.277 (Vorjahr T€ 3.954) sowie aus Forderungen aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 34.184 (Vorjahr T€ 7.037). Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie noch nicht erfolgte Abrechnungen für Dienstleistungen innerhalb des Yanmar-Konzerns. Der verbleibende Betrag betrifft im Wesentlichen ausstehende Rechnungen sowie übrige sonstige Gutschriften und Rechnungen. Im Geschäftsjahr wurden zudem Rückstellungen in Höhe von TEUR 22.619 für Verpflichtungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Crailsheim erfasst. Die Höhe der Verpflichtung entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwarteten Erfüllungsbetrag resultierend aus den Verhandlungen mit dem Betriebsrat der Gesellschaft über einen vorgesehenen Sozialplan bezugnehmend auf die geplante Schließung. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 15.673 (Vorjahr T€ 21.252). Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 70.550 betrifft im Geschäftsjahr ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten (Vorjahr T€ 51.550). Wie im Vorjahr haben die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben T€ 71.223 (Vorjahr T€ 57.802) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und T€ 15.000 (Vorjahr T€ 15.000) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es gibt wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von über fünf Jahren. IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit dem Verkauf von Baggern und Radladern (78,6 %) sowie Ersatzteilen (20,1 %) erzielt. Die restlichen Umsatzerlöse (1,3 %) wurden mit Entwicklungs- und anderen Dienstleistungen im Verbund erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse nach geographischen Bereichen sind wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Gehältern von T€ 1.160 (Vorjahr T€ 924), Kursgewinne von T€ 242 (Vorjahr T€ 494) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 25 (Vorjahr T€ 298). Der angefallene Materialaufwand beträgt T€ 121.578 (Vorjahr T€ 109.121) und betrifft mit T€ 121.015 (Vorjahr T€ 108.728) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie mit T€ 563 (Vorjahr T€ 393) Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Personalaufwand beträgt T€ 26.958 (Vorjahr T€ 34.764). Er betrifft mit T€ 22.630 (Vorjahr T€ 30.481) Löhne und Gehälter sowie mit T€ 4.328 (Vorjahr T€ 4.283) soziale Abgaben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von T€ 22.619 Aufwendungen für Verpflichtungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Crailsheim sowie in Höhe von T€ 1.722 außerplanmäßige Abschreibungen in Bezug auf Vermögensgegenstände, welche im Zuge der Schließung des Standortes Crailsheim in Zukunft nicht weiter durch die Gesellschaft genutzt oder kostendeckend veräußert werden können. Darüber hinaus beinhalten sie im Wesentlichen Aufwendungen für eine Konzernumlage von TEUR 730 (Vorjahr T€ 321), Beiträge zu Branchenverbänden mit TEUR 110 (Vorjahr T€ 124) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 111 (Vorjahr TEUR 170). Die Aufwendungen aus der Zuführung zur Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 12 (Vorjahr T€ 172). Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Geschäftsjahr im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Crailsheim angefallen. Wie bereits im Rahmen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erläutert, enthalten diese in Höhe von T€ 22.619 Aufwendungen für Verpflichtungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie in Höhe von T€ 1.722 außerplanmäßige Abschreibungen in Bezug auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Periodenfremde Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - nicht angefallen. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Berichtsjahr bestand zwischen der Yanmar Compact Germany GmbH auf der Verkäuferseite und der BNP Paribas Lease Group auf der Käuferseite ein Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei dem genannten Rahmenvertrag kann das Risiko aus dem Verkauf des jeweiligen Forderungsportfolios sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich als auf den Käufer übergegangen gelten (Bilanzierung „off balance“). Zum Stichtag 31.03.2024 sind die abgetretenen Forderungen seitens der Käuferseite beglichen. Der Verkauf von Forderungen dient in erster Linie dem vorzeitigen Zufluss der Zahlungsmittel. Außerdem waren im Berichtsjahr Logistikdienstleistungen an die Spedition Hohl ausgelagert, um uns deren Spezialkenntnisse nutzbar zu machen und keine eigenen Ressourcen aufbauen zu müssen. Wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben sich hieraus nicht. Die Kosten betrugen im laufenden Geschäftsjahr ca. T€ 442 (Vorjahr ca. T€ 303). Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen zum Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Kündigungsmöglichkeit verteilen sich wie folgt:
Diese Verträge dienen der Liquiditätssicherung und der regelmäßigen Erneuerung der Geschäftsausstattung; weitere Vorteile oder Risiken sind damit nicht verbunden. 2. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden nicht getätigt. 3. Geschäftsführer Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023/2024 sind: Herr Damiano Violi, Oberursel (Taunus), Managing Director der Yanmar Compact Germany GmbH (bis 22.05.2023) Herr Simon Martin Dornscheidt, Düsseldorf, Director Personal & Interne Kommunikation der Yanmar Compact Germany GmbH Herr Jose Cuadrado, Skerries, Co. Dublin, Irland, Managing Director EMEA (bis 06.11.2024) Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nach Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 wurde zudem ein neues Mitglied der Geschäftsführung bestellt: Herr Jon Lopez, Reus, Spanien, Managing Director der Yanmar Compact Germany GmbH (ab 6.11.2024) 4. Angaben zu den Arbeitnehmern Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt 394 (Vorjahr: 393), davon 302 (Vorjahr: 294) am Standort Crailsheim und 92 (Vorjahr: 99) am Standort Rothenburg. Zusätzlich waren 22 Personen (Vorjahr: 24) als Auszubildende beschäftigt. Die Mitarbeiter können wie folgt gruppiert werden:
5. Angaben zum Mutterunternehmen Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Yanmar CE Holdings GmbH, Crailsheim, gehalten. Der Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis wird von der Yanmar Holdings Co ., Ltd., Osaka, Japan, erstellt und wird im Internet unter www.unternehmensregister.de offengelegt. 6. Verlustübernahme Im Rahmen des seit 1. Oktober 2016 bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird der Verlust durch die Yanmar CE Holdings GmbH, Crailsheim, übernommen. 7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von T€ 190 resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen. 8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet: Hintergrund und Entscheidung für die Schließung des Standorts Crailsheim. Aufgrund der seit Akquisition der Gesellschaft im Jahr 2016 mangelnden Profitabilität und des schwierigen Marktumfelds kündigte die Unternehmensleitung am 29. Januar 2025 an, die Produktion am Standort Crailsheim bis Ende des Jahres 2025 einzustellen und Teile der Produktion nach St.-Diziers / Frankreich zu verlagern um dort einen zentralen, wettbewerbsfähigen europäischen Produktionsstandort zu errichten. Bisherige Maßnahmen zur Schließung Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und anderen Interessengruppen wurden im April 2025 begonnen, eine Einigung wurde Anfang Juni 2025 erzielt. In diesem Zuge wurde sowohl ein Sozialplan als auch ein Interessenausgleich, ein Überleitungstarifvertrag Rothenburg und weitere notwendige anhängige Vereinbarungen zusammen mit dem Betriebsrat/Gesamtbetriebsrat final unterzeichnet. Finanzielle Auswirkungen am Bilanzstichtag In Folge der durch die Geschäftsleitung im Aufstellungszeitraum angekündigten Schließung des Produktionsstandorts Crailsheim entfällt auf diesen Teil der Gesellschaft rückwirkend die Fortführungsprämisse. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung wurden im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Sachanlagen, welche in Folge der Schließung des Standortes nicht mehr weitergenutzt oder veräußert werden können, wurden außerplanmäßig abgeschrieben. Nach derzeitiger Einschätzung der Geschäftsleitung ergibt sich keine Notwendigkeit für weitere Wertberichtigungen auf sonstige Vermögensgegenstände außerhalb des Anlagevermögens wie zum Beispiel den Vorratsbeständen. Bereits zum 31.03.2024 zu berücksichtigende Verpflichtungen aus der Schließung des Standortes ergeben sich aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen am Standort Crailsheim. Hierfür wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Geschäftsführung sieht keine weiteren erkennbaren Auswirkungen auf die Bilanz zum 31. März 2024. Fortführung der Gesellschaft Der Produktionsstandort Crailsheim wird im Geschäftsjahr 2025 stillgelegt und die Gesellschaft wird das Ersatzteilgeschäft in Rothenburg weiterführen. Aufgrund der Reduzierung des operativen Geschäftes sowie der nach wie vor hohen Verbindlichkeiten gegenüber der Gruppe und der damit verbundenen hohen Zinslast ist der Fortbestand der Gesellschaft ohne die Unterstützung der Gruppe gefährdet. Unter Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der Yanmar CE Holdings GmbH und der aktuell bis zum 30. September 2026 verlängerten Patronatserklärung der Yanmar Europe B.V., Almere/Niederlande ist der Fortbestand der Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt jedoch hinreichend durch die Gruppe gesichert.
Crailsheim, den 08.07.2025 Simon M. Dornscheidt,Geschäftsführer Jon Lopez, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Yanmar Compact Germany GmbH, Crailsheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Yanmar Compact Germany GmbH, Crailsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Yanmar Compact Germany GmbH, Crailsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt V. 8. „Ereignisse nach dem Stichtag“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 3.3 „Risiken“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aus dem zukünftigen operativen Geschäft heraus die Belastungen aus der Schließung des Standortes Crailsheim sowie aus der bereits bestehenden hohen Verschuldung bei der Muttergesellschaft nicht ohne weitere Unterstützung durch die Gruppe tragen kann. Wie in den aufgeführten Abschnitten dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt II. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang und in Abschnitt 2 „Wirtschaftsbericht“ und Abschnitt 4 „Risiken“ des Lageberichts über deren nach dem Bilanzstichtag getroffene Entscheidung zur Schließung des Produktionsstandortes Crailsheim und die daraus resultierende Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, begrenzt auf den Produktionsstandort Crailsheim. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen, bzw. auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, soweit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 8. Juli 2025 Deloitte GmbH Jan Bühler, Wirtschaftsprüfer Denis Wiechert, Wirtschaftsprüfer |
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