Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Keller HCW GmbH
Carl-Keller-Straße 2, 49479 Ibbenbüren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Pasquali seit 4.9.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
KEYRIA SAS | 50.00% |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Keller HCW GmbHIbbenbürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Keller HCW GmbH (im Folgenden: Keller HCW) mit Sitz in Ibbenbüren ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 9146 in das Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach der Maßgabe der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt worden. 2. Allgemeine Angaben zu Bilanzierung und Bewertung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Für den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da durch Umstrukturierungen im Konzernverbund u.a. die Marke Keller verstärkt in den Mittelpunkt der Aktivitäten der Division Keller gestellt und daher am Markt über einen entsprechenden Zeitraum genutzt wird. Bereits in den Vorjahren wurde der Geschäfts- oder Firmenwert auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einkaufspreisen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet. Auf überalterte oder schwer verwertbare Bestände werden nach einem feststehenden Verfahren Abwertungen vorgenommen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt worden. Bei den Herstellungskosten wurden Lohn- und Materialeinzelkosten, Abschreibungen sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Verwaltungskosten in die Ermittlung einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigung und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde auf Vorjahresniveau mit 2% angesetzt. Die liquiden Mittel umfassen Bank- und Kassenguthaben, die zu Nominalwerten bewertet werden. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Abschlussstichtag zu dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird dabei anhand des Marktpreises der Wertpapiere zum Stichtag ermittelt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die auf Basis der "Richttafeln 2018G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) gebildete Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen in Deutschland umfasst die Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter für die Freistellungsphase. Die Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß IDW Standard RS HFA 3 unter Berücksichtigung des § 285 Nr. 24 HGB ermittelt. Zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Guthaben auf einem Abrechnungskonto. Dieser Wert wird mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Altersteilzeit verrechnet. Die Verbindlichkeiten und die erhaltenen Anzahlungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bzw. Nennwert angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 3. Informationen zum Jahresabschluss a. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der Einzelposten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Das Finanzanlagevermögen enthält 100% der Anteile an der Keller Vostok LLC, Moskau / Russland. Das Unternehmen wurde im Jahr 2010 gegründet und hat ein Stammkapital von RUB 7.850.000 (entspricht per 31.12.2023 umgerechnet € 79.893,58). Im Überblick :
Das Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag 31.12.2023 auf RUB 3.373.796 (VJ. RUB 7.643.000). Inkludiert ist der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2023 in Höhe von RUB 4.269.204 (VJ. RUB 207.000) bzw. von € 43.449,94 2) (VJ. € 2.426,80) 1)
1) Die EZB hat die Veröffentlichung des
Euro-Referenzkurses zum Rubel mit Wirkung vom 2. März
2022 ausgesetzt, sodass die Umrechnung zum
Devisenkassamittelkurs des Jahres 31.12.2021 erfolgte.
Die Keller Vostok LLC, Moskau / Russland, wurde im Geschäftsjahr 2022 in eine ruhende Gesellschaft nach lokalen Bestimmungen umgewandelt. Von einer Abwertung der Anteile innerhalb des Finanzanlagevermögens auch zum 31.12.2023 wird in Erwartung der Fortführung der Geschäfte nach Beendigung des Krieges weiterhin abgesehen. Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Jahr 2023 von € 7.2 Mio. auf € 8.4 Mio. Dies ließ sich im Wesentlichen auf den erhöhten Materialzukauf und Subunternehmerleistungen im Kern- und Projektgeschäft der BU ICS (Intelligent Clay Solution) sowie der BU IMS (Intelligent Machinery Solution) zurückführen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Diese entfallen mit € 42.228,23 (VJ. € 23.901,93) auf Zinsforderungen aus dem Cashpool und mit € 0,00 (VJ. € 48.091,44) auf die Rieter Morando, Sri., Asti / Italien, sowie mit € 4.165,00 (VJ. € 10.877,09) auf die Rieter Morando GmbH, Konstanz. Zudem enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Forderung in Höhe von € 10.387.902,76 aus dem Cash-Pooling (VJ. € 20.127.987,43). Auf die Kassen- und Bankbestände entfallen € 2.267.043,72 (VJ. € 279.295,51). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von € 150.780,60 (VJ. € 159.976,68) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Eingangsrechnungen für Wartungs- und Messekosten sowie Versicherungen. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich von € 121.432,00 auf € 79.734,41. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Im Geschäftsjahr 2023 sind Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 2 sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 7 angefallen. Eine Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten mit Angabe der Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar: Fristigkeiten der Verbindlichkeiten
Es bestehen Sicherheiten in Form von üblichen Eigentumsvorbehalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten aus der Lohn- und Kirchensteuer, der deutschen Umsatzsteuer sowie Umsatzsteuern aus Drittländern in Höhe von insgesamt € 358.382,94 (VJ. 165.812,31). b. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach den Keller HCW Business Units gliedern sich wie folgt:
Im Jahr 2023 kam es zu einem deutlichen Bestandsaufbau von € 8.3 Mio. auf € 21.7 €. Dies ist auf den erheblichen Materialzukauf, den hohen Eigenfertigungsanteilen sowie Subunternehmerleistungen für zwei Großprojekte mit langfristiger Auftragsfertigung zurückzuführen, die erst in den Folgegeschäftsjahren voraussichtlich zur Finalisierung gelangen werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 2.124.577,14 (VJ. 2.116.398,61) sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 1.924.643,76 (VJ. € 1.869.954,13) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung und Inanspruchnahme von Rückstellungen von € 1.818.587,02 (VJ. € 1.848.017,53). Ebenfalls enthalten sind realisierte Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von € 89.651,19 (VJ. € 106.886,82). Unrealisierte Erträge aus Währungsumrechnungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. Für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich Materialaufwendungen in Höhe von insgesamt € 31.590.395,64 (VJ. € 24.830.544,78), von denen € 4.540.343,25 (VJ. € 1.573.704,88) auf bezogene Leistungen und € 27.050.052,39 (VJ. € 23.256.839,90) auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren entfallen. Dem Personalaufwand von € 22.880.268,61 des Geschäftsjahres 2023 stehen für das Vorjahr € 22.341.875,03 gegenüber. Der Aufwand für Löhne und Gehälter in 2023 betrug €19.138.386,43 (VJ. €18.742.818,62), die sozialen Abgaben und die Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung fielen in Höhe von € 3.741.882,18 (VJ. € 3.599.056,41) aus. Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betrugen dabei im Jahr 2023 € 77.639,79 (VJ. € 73.818,53). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von € 483.519,93 fielen leicht geringer (VJ. € 505.224,55) aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verharrten auf Vorjahresniveau mit € 7.700.717,88 (VJ. € 7.702.488,80). Im Wesentlichen ergibt sich dieses vergleichbare Kostenniveau aus dem Saldo leicht erhöhter Instandhaltungsaufwendungen, reduzierten Aufwendungen für Gebühren, Abgaben und Versicherungen, erhöhten sonstigen Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie deutlich reduzierten sonstigen Personalaufwendungen für die Personalsuche und damit verbundene Personalberatungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine auszuweisenden periodenfremden Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und Erträge in Höhe von € 479.710,18 (VJ. € 62.822,14) entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von € 277.873,67 (VJ. € 210.504,33) sind überwiegend auf die Finanzierung von Kundenprojekten zu 37% (VJ. 73%) sowie kurzfristigen Fremdfinanzierungen zu 57% (VJ. 25%) gegenüber fremden Dritten zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten eine Körperschaftsteuererstattung sowie Gewerbeertragsteuer als Saldo in Höhe von - € 57.563,21 (VJ. € 179.372,48). 4. Sonstige Angaben a. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Operating-Leasing-Verhältnissen. Zweck dieser Leasing-Verhältnisse ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände. Der Vorteil liegt in der Vermeidung von Kapitalbindung. Das Risiko liegt in der Verpflichtung zur regelmäßigen Zahlung von liquiden Mitteln. Am Bilanzstichtag bestehen insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen und Bestellobligo in Höhe von insgesamt € 2.336.872 (VJ. € 2.304.121). Über die bilanzierten Verbindlichkeiten hinaus bestanden zum Bilanzstichtag branchenübliche Gewährleistungen (Gewährleistungs-, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den branchenüblichen Gewährleistungen wird aufgrund der vertragsgemäßen Abwicklung der mit den Gewährleistungen verbundenen Aufträge als gering eingeschätzt. b. Geschäftsführung Andrea Pasquali, Geschäftsführer, Isola D' Asti, Italien, seit dem 1. Juli 2020. C. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf € 109.200. d. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
e. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von Group Legris Industries SE (GLI), Brüssel / Belgien, einbezogen (kleinster Kreis). Der Konzernabschluss ist auf der Website der belgischen Nationalbank einsehbar. Oberstes Mutterunternehmen der Group Legris Industries SE (GLI) ist Gwelan SAS, Rennes / Frankreich. Gwelan SAS stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. f. Verwendung des Jahresüberschusses / -fehlbetrages Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Ibbenbüren, 30. April 2024 Keller HCW GmbH Andrea Pasquali, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Darstellung des Geschäftsverlaufes Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum von +3,2% gegenüber 2022. Dies ist aufgrund des anhaltenden Russland-/Ukraine-Kriegs sowie der militärischen Intervention Israels im palästinensischen Gazastreifen bei weiterhin hohen Kapitalmarktzinsen im EU-Raum erstaunlich. Insgesamt haben diese Rahmenbedingungen die Investitionserwartungen zumindest in Europa, insbesondere aber in Deutschland, spürbar sinken lassen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte in 2023. Die Situation auf den Beschaffungsmärkten hat sich im Jahr 2023 weiterhin stabilisiert. Entscheidend wurden diese durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz beeinflusst, in dem Nachhaltigkeit, Resilienz und Wirtschaftlichkeit in Krisenzeiten die Einkaufsaktivitäten bestimmten. Somit lag das Wachstum in den Industriestaaten nach den letzten Erhebungen bei 1,6% im Vergleich zum Vorjahr. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Deutschland ist somit in eine Rezession gerutscht. Für das verarbeitende Gewerbe war die Wertschöpfung in der Zeit von März 2022 bis März 2023 um bis zu -3,3% zurückgegangen. Ebenso waren die Entwicklungen energieintensiver Branchen, wie chemische Industrie und der Bereich der Metallerzeugung und -verarbeitung, deutlich rückläufig. Die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um -0,2%. Der Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Jahr 2023 bei den Bestellungen ein Minus von 12%. Dabei nahmen die Inlandsbestellungen um 11%, die Auslandsbestellungen um 13% ab. Allein im Dezember 2023 blieb die Branche real um minus 6% hinter dem Vorjahresergebnis zurück, sodass der letzte Jahresmonat immerhin etwas weniger schlechte Werte aufwies. Die Inlandsbestellungen verzeichneten ein Minus von 13%, aus dem Ausland kam allerdings nur ein Minus von 3% im Vergleich zum Vorjahresmonat, was somit vergleichsweise moderat ausfiel. Geschäftsmodell und Auftragsentwicklung Das in vier Business Units (BU) untergliederte Geschäftsmodell des Unternehmens fokussiert sich seit 2018 im Kerngeschäft - BU ICS (Intelligent Clay Solutions) unverändert auf den grobkeramischen Weltmarkt. Daneben generiert das Unternehmen in der BU IMS (Intelligent Machinery Solutions) zunehmend auch in technologienahen bzw. applikationsverwandten Geschäftsfeldern neue Geschäftspotentiale. Neben dem Neuanlagengeschäft gewinnt weiterhin das Service-Geschäft an Bedeutung, das aus dem Ersatzteilgeschäft, dem Wartungs-, Reparatur- und auch zunehmenden Umbauten-/Modernisierungs- sowie Retrofit-Geschäft besteht. Die BU IAS (Intelligent Automations Solutions) bietet Automatisierungslösungen für die allgemeine Schüttgutindustrie (SOLIDS) an. Der Fokus liegt hierbei in der Automatisierung von Getreidemühlen und Mischfutteranlagen. IAS realisiert sowohl direkte Kundenprojekte als auch Neuanlagen zusammen mit Partnern aus dem Maschinenbau. In beiden Geschäftsfeldern werden zudem täglich Service- und Bereitschaftsaufträge (24/7) bearbeitet. Die BU ITS (Infrared Temperature Solutions) entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Applikationslösungen zur optischen Temperaturmessung. Der Auftragseingang des Jahres 2023 fiel im "Kerngeschäft Grobkeramik", heute als BU ICS und IMS bezeichnete Bereiche, auf 5,8 Mio. €. Dies entspricht nur rund 1/5 des Auftragseingangs von 27,6 Mio. € im Vorjahr 2022. Der oben beschriebene Auftragseingang war geprägt von einem noch leicht positiven Start in die 1. Jahreshälfte. Hingegen dominierten in der 2. Jahreshälfte deutlichste Kaufentscheidungszurückhaltungen unserer Kunden und Projektverschiebungen in das Folgegeschäftsjahr 2024. Großvolumige Projektaufträge, wie in den Jahren 2021 sowie 2022, blieben aus. Der Auftragsbestand des Kerngeschäftes ist bedingt durch die zwei prägenden Großprojekte aus dem 4. Quartal 2021 sowie dem Auftragseingang im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr (70,4 Mio. €) mit 67,1 Mio. € zum Jahresende noch immer in einem zufriedenstellenden Volumenbereich. Der Auftragseingang des Bereiches ITS wuchs deutlich. Mit 9,8 Mio. € lag dieser mit knapp +43% über dem Vorjahr (6,9 Mio. €). Auch der Bereich IAS konnte an die hohen Auftragseingänge des Jahres 2021 (2,9 Mio. €) anknüpfen und schloss diesen mit 2,9 Mio. € ab (Vorjahr: nur 1,9 Mio. €). Im Ersatzteil- als auch Service-Geschäft erzielte der Bereich Service geringere Auftragseingänge wegen etlicher Projektverschiebungen und -verlängerungen sowie Marktzurückhaltungen von 13,0 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies ein Minus von 20% (Vorjahr: 16,3 Mio. €). Produktion / Konstruktion / Organisation Das Unternehmen sieht seinen Schwerpunkt nach wie vor im Bereich der Konstruktion, Produktion, Montage und Inbetriebnahme von Einzelmaschinen und Gesamtanlagen sowie dem Servicegeschäft in der grobkeramischen Industrie. Die begonnene Diversifikation in angrenzende Geschäftsfelder mit hohem Automatisierungsgrad wurde auch in 2023 - insbesondere im Bereich der BU IMS - konsequent fortgeführt. Trotz der starken Kaufzurückhaltung unserer Kunden in 2023 konnten wir uns mit den akquirierbaren Vertriebsprojekten am Markt behaupten, in Erwartung eines sich langsam abzeichnenden steigenden Auftragseinganges im Jahr 2024. Analog dem Vorgehen der Vorjahre wurde der Qualitätsverbesserungsprozess unter anderem durch die Zertifizierungsaudits nach DIN EN ISO 9001 (Qualität), nach DIN EN ISO 14001 (Umwelt) sowie nach DIN EN ISO 50001 (Energie) für das Kerngeschäft in der Produktion und der Konstruktion inklusive der Verwaltung fortgeführt. Weiterhin wurde dies bestärkt durch den konsequenten Einsatz des Shopfloor- Managements (Kapazitätsplanungstool zur Optimierung der Fertigungsdurchlaufplanung) und des Gate Prozesses (Planungs- und Durchführungstool für Großprojekte). Weiterhin wurden Systeme (Digitaler Zwilling) untersucht und entwickelt, die in der Konstruktion und Inbetriebnahme (IBN) zu einer signifikanten Reduzierung von Fehlerquoten und Steigerung der Effizienz führen werden. Gleichzeitig untersuchen wir seit 2023 geeignete Applikationen, die unter dem Oberbegriff "KI" (Künstliche Intelligenz) zu finden sind. Erste Anwendungen werden in der Elektrotechnik bereits eingesetzt. Zudem erhielt das Unternehmen im Jahr 2023 wiederholt die Zertifizierung ECOVADIS für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (Silver Status). Bedingt durch die hinter den Erwartungen bleibenden geringeren Auftragseingänge in 2023 und dem hohen Auftragsbestand wurden Mehr- und Fremdarbeiten sowie die Arbeitszeitkonten spürbar reduziert. Darüber hinaus starteten die Engineering- Abteilungen sowie die Produktion ab Oktober mit Kurzarbeit, die ab Dezember auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet wurde. Beschaffung Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2023 führten in der Beschaffung und den bestehenden Lieferketten zu einer leichten Entspannung im Vergleich zum Jahr 2022. Mit den teilweise zunehmend flexibleren Lieferantenstrukturen und verhandelten Preiskonditionen im Materialzukauf erreichten die Einkaufsaktivitäten ein vertretbares und leicht rückläufiges Niveau im Vergleich zu den Vorjahren. Durch eine vorausschauende Beschaffung sowie agilere und rechtzeitige Planung der Lagerbestände konnten die Projekte weitestgehend rechtzeitig beliefert werden. Die weiteren Auswirkungen durch den Russland-/Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Störungen im Zukauf kompletter Baugruppen, insbesondere aus Osteuropa, konnten durch eine enge Begleitung der betroffenen Partner weiterhin stark eingedämmt werden. Durch die konsequente Umsetzung der StaMo-Strategie (Standardisierung und Modularisierung) wurden weitere externe Partner aufgebaut. Diese unterstützen zusätzlich das Wachstum ohne zusätzlichen Kapazitätsaufbau sowie die Durchlaufzeiten der Projekte. Investitionen und Abschreibung Ohne Leasingverträge wurden im Jahr 2023 (inkl. immaterielle Vermögensgegenstände und Betriebs- und Geschäftsausstattung) 492 T€ ins Anlagevermögen investiert. Das Abschreibungsvolumen lag demnach mit 484 T€ im Jahr 2023 leicht unter dem Vorjahresniveau (505 T€). Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die laufende Finanzierung des Unternehmens erfolgte im Wesentlichen durch An- und Zwischenzahlungen aus aktuellen Kundenaufträgen sowie durch einen konzernweit eingerichteten Cash-Pool. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen einen revolvierenden Kredit einer Geschäftsbank in Höhe von 3 Mio. € in Anspruch. Kundenavale wurden innerhalb der bestehenden Linien bei den Geschäftsbanken und Kautionsversicherern abgedeckt. Bei diesen konnte im Jahr 2023 das Volumen im Hinblick auf das Projektgeschäft in ausreichender Höhe gehalten werden. Personal- und Sozialbereich Der Mitarbeiterstand des Unternehmens betrug zum Jahresende 2023 insgesamt 316 Mitarbeiter /-innen (Vorjahr 312). Die Krankenquote verharrte auf Vorjahresniveau. Forschung und Entwicklung Die im Vorjahr eingeleiteten Aktivitäten im Bereich IMS zur Vorbereitung von Lösungen für den Porenbetonbereich und die Weiterentwicklung im Rahmen der Mauertafelanlagen, wo das Unternehmen ein hohes Marktpotential sieht, wurden im Jahr 2023 erfolgreich weiter fortgeführt. Im Bereich ITS spielt die F&E naturgemäß eine zentrale Rolle. Im Jahr 2023 wurde das Entwicklungsprojekt zum Update der vorhandenen Geräteserien auf dem neuesten technologischen Stand hinsichtlich der digitalen Kommunikation und Prozessleittechnik erfolgreich abgeschlossen. Die bisherigen strategischen Projekte wie KBIS, MAS und StaMo wurden planmäßig fortgesetzt. KBIS steht für ein digitales Informationssystem, aus dem Kunden Bedienungsanleitungen, Ersatz- und Verschleißteile, 2D- und 3D-Zeichnungen und weitere Hilfen für Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten online abrufen und bestellen können. MAS (marktadaptierte Lösungen) soll Kundenanforderungen in weniger komplexe technische Lösungen umsetzen und damit Wachstumspotentiale in sogenannten "emerging markets" wie z.B. in Afrika und in Zentral Asien erschließen helfen. Hier sind wir weiterhin überzeugt, dass der Markt Potentiale aufweist, die sich allerdings aufgrund der starken Kundenzurückhaltung, einhergehend mit den gedämpften gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, erst ab Q4.2024, tendenziell eher in 2025 heben lassen. StaMo (Standardisierung und Modularisierung) soll insbesondere durch den Einsatz eines hohen Anteils standardisierter Module eine effektive Kostenbegrenzung bei kundenspezifischen Lösungen sicherstellen. Damit einhergehend sollen technische Risiken entlang der Wertschöpfungskette minimiert, Flexibilität als auch Produktionsfähigkeit erhöht sowie die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessert werden. Umweltschutz Das Unternehmen hat sich in seinen Führungspraktiken und täglichen Prozessen der Aufgabenstellung verschrieben, einen positiven und nachhaltigen Beitrag für die Umwelt zu leisten, ein soziales und sicheres Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter aufrecht zu erhalten und es stetig zu verbessern. Die bestehenden Zertifizierungen (Überwachungsaudit in 2023) nach DIN EN ISO 50001 Energiemanagement und DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement unterstreichen dieses. Vor allem die Kundenprojekte stehen im Lichte von nachhaltigen Verbesserungen bei Effizienz, reduzierten Energieverbräuchen und geringeren CO 2 -Emissionen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden zu stärken und nachhaltige Geschäftsbeziehungen führen zu können. 2. Darstellung der Lage Das Unternehmen nutzt zur Steuerung und Bewertung des operativen Geschäfts insbesondere die bedeutsamen finanziellen Steuerungskennzahlen Umsatz, das Jahresergebnis sowie daneben Auftragseingang und Auftragsbestand. Dabei legen wir als Auftragseingang die Summe aller kundenseitigen bestätigten Bestellungen zugrunde. Hingegen stellt der Auftragsbestand die Gesamtheit aller offenen kundenseitigen Aufträge dar, die noch nicht final abgeschlossen sowie noch nicht endabgerechnet wurden. Ertragslage Der Umsatz sank im Berichtsjahr von 41,4 Mio. € auf 40,2 Mio. € nur geringfügig, allerdings konnte die Gesamtleistung von 49,7 Mio. auf 61,9 Mio. € deutlich gesteigert werden. Somit war das Jahr 2023 geprägt durch das deutliche Voranschreiten der beiden Großprojekte im Kerngeschäft der BU ICS, die im Wesentlichen zum signifikanten Bestandsaufbau von +21,6 Mio. € führten, aber ohne deren Margenbeiträge aufgrund der noch ausstehenden Umsatzerlöse. Vor allem in 2024 werden die Inbetriebnahmen und Übergaben an den Kunden voraussichtlich zuerst des britischen Großprojekts, dann in 2025 des afrikanischen Projekts erwartet. Die Business Unit IMS steigerte den Umsatz um +12% und erreichte 5,6 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) bedingt durch den hohen Auftragsbestand am Jahresanfang bei leicht reduzierter Marge. Der mit zum Kerngeschäft gehörende Bereich Service konnte bei einem Umsatzvolumen von 14,9 Mio. € das Vorjahres-Niveau (15,3 Mio. €) beinahe halten, allerdings bei gestiegener Marge. Im Bereich ITS konnte der Umsatz überproportional um +74% auf 10,3 Mio. € gesteigert werden. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang die Nachfrage des chinesischen Marktes zu nennen, wobei das Preisniveau der ITS-Produkte nahezu gehalten werden konnte bei vergleichbaren Margen der Vorjahre. Auch der Bereich IAS fand wieder Anschluss an das höhere Umsatzniveau des Jahres 2021. Im Berichtsjahr wurden 2,0 Mio. € verumsatzt. Dies entspricht einem Plus von +27% (Vorjahr: 1,6 Mio. €) bei leicht reduzierter Marge. Bei der hohen Gesamtleistung von 61,9 Mio. € verharrte der Materialaufwand bei 51% (Vorjahr 50%), wobei sich hierbei der Materialaufwandsmix im Vergleich zum Vorjahr veränderte. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen auf 27,0 Mio. € (Vorjahr: 23,2 Mio.€) bei gleichzeitig überdeutlicher Steigerung der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 4,5 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €), was den erhöhten Einsatz von Nachunternehmern in unseren Großprojekten widerspiegelt. Die Personalaufwendungen lagen im Jahr 2023 mit nahezu 22,9 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (22,3 Mio. €), und dies trotz der deutlich gesteigerten Gesamtleistung des Unternehmens. Im Wesentlichen wird es bedingt durch die schwieriger werdenden Recruiting-Maßnahmen und dem Ausbleiben im Besetzen qualifizierter Fachkräfte sowohl im Vertrieb, aber auch im Engineering und in der stark technisch ausgelegten Produktion. Weiterhin ist eine leichte Steigerung der Personalkosten anfänglich aufgrund der Zunahme von Mehrarbeit zu nennen, die aber aufgrund der Unterauslastung im 4. Quartal und der Kurzarbeitseffekte nahezu wieder ausgeglichen wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 7,7 Mio. € lagen nur geringfügig im Vergleich unter denen des Vorjahres (7,7 Mio. €), ebenso blieben die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 0,5 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt schließt das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von +1,6 Mio. € ab (Vorjahr: -4,1 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich von 35,4 Mio. € auf 28,5 Mio. € reduziert. Dies wurde im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme der liquiden Mittel aus dem Cash-Pool bedingt, mit denen insbesondere die Lieferanten für die beiden Großprojekte bedient wurden. Das Anlagevermögen blieb mit 3,2 Mio. € auf Vorjahresniveau, was vor allen Dingen durch eine geringe Investitionsquote zu erklären ist. Der Liquiditätsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +2,0 Mio. € auf 2,3 Mio. € erhöht. Dies berücksichtigt nicht die Cash-Pool Forderungen. Diese betrugen am 31.12.2023 nur noch 10,4 Mio. € (Vorjahr 20,2 Mio.€), welche das Unternehmen statt als Bankguthaben in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausweist, so dass der Liquiditätsbestand auf 10,4 Mio. € (Vorjahr 20,1 Mio. €) deutlich abnahm. Dieser Stand schließt die Inanspruchnahme eines Bankdarlehens ein. Mithilfe des verfügbaren Liquiditätsbestandes war das Unternehmen stets in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Wesentlichen war somit im Jahr 2023 die Gewährleistung des weiterhin auskömmlichen Finanzmittelbestandes mit hohen Liquiditätsständen bedeutsam. Diese wurden ergänzt aufgrund hoher Kundenanzahlungen auf die beauftragten Kundenprojekte. Zusätzlich wurde die Ausgabenseite stark beschränkt und teilweise aus verzögerten Auftragseingängen resultierende Anzahlungsschwankungen kompensiert. Die Entwicklung der Rückstellungen (insgesamt +0,2 Mio. €) ist hauptsächlich auf die deutliche Erhöhung der Altersteilzeit-bedingten Rückstellung um 0,2 Mio. € sowie die Erhöhung der variablen Vergütung um 0,4 Mio. € zurückzuführen, wo hingegen sich im Wesentlichen die Rückstellung für Gleitzeit-/Flexiguthaben + Mehrarbeit um 0,3 Mio. € reduzierten. Im Ergebnis erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen insgesamt auf 3,5 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Die Verbindlichkeiten fielen zum Vorjahr um 8,5 Mio. € auf 23,2 Mio. €, was maßgeblich auf den deutlichen Abbau der erhaltenen Anzahlungen aus Kundenaufträgen (-7,7 Mio. €) bei gleichzeitig verringerten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-0,7 Mio. €), reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-0,3 Mio. €) sowie leicht erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (+0,4 Mio.€) zurückzuführen ist. Das Eigenkapital hat sich, bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von +1,6 Mio. € auf 2,2 Mio. € zum Geschäftsjahresende signifikant verbessert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Konjunkturelle und geostrategisch bedingte Chancen und Risiken Absatzmärkte findet das Unternehmen im Bereich der Business Units ICS und IMS weiterhin vor allem in den hoch industrialisierten Ländern sowie den aufstrebenden Schwellenländern, die weiter durch vertriebliche Aktivitäten verstärkt bearbeitet werden. Grundsätzlich besteht sowohl in Deutschland als auch in den nord- und zentraleuropäischen Ländern derzeitig ein eher zurückhaltendes Investitionsklima, wie der um 4,4% gesunkene reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr zeigt. Dem gegenüber steht hingegen ein leicht steigender Absatz von Dachmaterial u.a. in Deutschland im Jahr 2023 von Plus 2,0% (Vorjahreszeitraum: +2,5%). Insbesondere die Anstrengungen, das EU-Klimaziel - null CO 2 -Ausstoß gemäß der Roadmap für eine treibhausneutrale Beton- und Ziegelindustrie in Deutschland - bereits in 2050 zu erreichen, in 2030 mehr als 55% CO 2 -Reduktion zu erzielen sowie die Notwendigkeit zur Umstellung auf alternative Brennstoffe infolge der sich geopolitisch veränderten Lage werden aus unserer Sicht die Investitionen in dieser Branche weiter beschleunigen. Notwendige Instandhaltungen der Kunden-Anlagen mit geschätzten Investitionen von rd. 1 Mrd. € könnten den CO 2 -Ausstoß bis 2050 in Deutschland bereits auf 1,3 Mio. t reduzieren, weitere 1,5 Mrd. € in prozess- und klimaspezifische Maßnahmen sind jedoch erforderlich, um CO 2 -Null zu erreichen. Hieraus könnten sich für den Bereich Service weitere Auftragschancen ergeben. Aufgrund der geopolitischen Unwägbarkeiten sowie gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen werden die bisherigen Erwartungen des BIP für 2023 und 2024 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) weltweit bei 3,2% bzw. für die Industriestaaten bei 1,6% bis 1,7% eingeschätzt. Zudem werden insbesondere die Rohstoffmärkte noch längere Zeit angespannt bleiben. Energie wird zunehmend teurer und die Preise zahlreicher Rohstoffe verharren auf hohem Niveau. Daneben erschweren die starken Kursschwankungen den Betriebsalltag. Für den Euroraum dürfte sich das Wachstum den IWF-Einschätzungen zufolge von 0,5% in 2023 auf 0,9% in 2024 sowie mit einem leichten Anstieg von 1,7% in 2025 erholen bei einer leicht rückläufigen Inflationsrate in Deutschland von durchschnittlich 5,9% in 2023 auf 2,3% in 2024 sowie 1,6% im kommenden Jahr. So hebt der VDMA für den Maschinen- und Anlagenbau zwar seine Produktionsprognose leicht an, hingegen wird in 2024 ein Minus von 4% erwartet. Aus diesem Grunde geht das Unternehmen davon aus, dass diese Einflussgrößen vor allem längere Akquise Zeiten und Vertragsverhandlungen, u.a. über umfassende Preisgleitklauseln - wie schon umgesetzt -, bedingen, mit denen das Auftragsrisiko begrenzt werden soll. Ungeachtet dessen sind negative Einflüsse auf die Geschäftserwartungen in den betroffenen Regionen nicht auszuschließen. In Schwellenländern sieht das Unternehmen, vor allem in Verbindung mit entsprechenden staatlichen Infrastrukturprojekten, weiterhin große Potenziale, auch wenn politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen besondere Herausforderungen darstellen. Trotz des Fokus auf Zentral-Europa und das Inland, bieten die MAS-Projekte infolge eines höheren Standardisierungsgrades und in Verbindung mit einem green-field-approach tendenziell günstigere Bedingungen für technisch beherrschbare Lösungen. Die Weiterentwicklung des Bereichs Service (Ersatz- und Verschleißteile sowie umfangreiche Dienstleistungen) wird weiterhin als strategisch wichtig erachtet und erhält zusätzliche vertriebliche und operative Kapazitäten. Operative Proiektrisiken und -chancen Ausgenommen des Geschäftsbereichs ITS ist das Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau und dort im Wesentlichen im Umfeld des Projektgeschäfts tätig. Operative Risiken, zum Beispiel aus Verzug, Gewährleistung und Haftungsfragen werden vertraglich bzw. projektbezogen abgesichert. Gravierender sind die Preis- und Liefer-Risiken bei Rohstoffen und Zulieferungen. Das Unternehmen setzte bereits Preisgleitklauseln bei wichtigen Rohstoffen wie Stahl erfolgreich um, jedoch sind auch andere Rohstoffe wie Kupfer oder Halbleiter von Preisanstiegen betroffen und nicht zuletzt Frachtkosten. Die bereits begonnene Absicherung der Preis-Risiken mit einer vollständigen Begrenzung aller Unwägbarkeiten wird jedoch nur bedingt am Markt umsetzbar sein. Um Abwicklungsrisiken zu minimieren, wurden im Berichtszeitraum an wesentlichen Stellen Prozessverbesserungen eingeführt. Insbesondere lag das Hauptaugenmerk auf dem Abweichungs-Management in Verbindung mit einer frühzeitigeren Prognose. Trotzdem stellen u.a. in Verbindung mit Lieferengpässen, Projektverzögerungen und plötzliche Kostensteigerungen besondere Herausforderungen dar. Währungsrisiken Die Abwicklung des operativen Geschäftes erfolgt fast ausschließlich auf Euro-Basis und nur in begrenzten Einzelfällen werden Geschäfte in Fremdwährung abgeschlossen. Somit lassen sich die Währungsrisiken weitestgehend vernachlässigen. Finanzierung des operativen Geschäftes Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt unverändert über die im internationalen Anlagen- und Maschinenbau üblichen An- und Zwischenzahlungen aus Kundenaufträgen. Als generelle Regel wird eine stets positive Cash-Bilanz während der Abarbeitung von Kundenprojekten zugrunde gelegt, die bei Großprojekten sehr eng am Produktionsfortschritt ausgerichtet ist und kontinuierlich überwacht wird. Darüber hinaus steht dem Unternehmen ein Darlehensrahmen in Höhe von 3 Mio. € zur Verfügung. Mögliche kurzfristige Liquiditätsbedarfe werden durch den gruppenweiten Cash-Pool gedeckt. Ebenso werden überschüssige Cash-Beiträge in diesen übertragen. Die Chancen und Risiken bezüglich der konjunkturellen Entwicklung sind derzeit nur bedingt einzuschätzen. Aufgrund eines hohen Auftragsbestands als auch den nötigen Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf die Energieträger überwiegen die Chancen die Risiken. Ein wesentliches Momentum liegt daher in der richtigen Einschätzung möglicher technologischer Herausforderungen, der Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen sowie einer eng am Produktionsfortschritt ausgerichteten Finanzierung. Beurteilung der Prognose des Vorjahres Die Prognose des Vorjahres ging hinsichtlich des Umsatzes von einem leichten Umsatzanstieg aus. Tatsächlich wurden die Umsatzerlöse im Jahr 2023 mit 40,2 Mio. € um rd. 3% unterschritten. Dies ist auf aktuell im Bestand befindliche Projekte zurückzuführen, die aufgrund ihrer langfristigen Auftragsfertigung und aufgrund der oben beschriebenen Unwägbarkeiten bedingten verlängerten Projektlaufzeiten noch nicht in 2-stelliger Millionenhöhe in die Abrechnung gehen konnten. So beträgt der aktivierte Projektstand zum Abschlussstichtag 45,6 Mio. € (Vorjahr: 23,9 Mio. €), die dann voraussichtlich zur Abrechnung überwiegend in 2024 sowie 2025 gelangen. Für das Jahresergebnis im Berichtsjahr rechnete das Unternehmen für 2023 mit einem leicht positiven Jahresergebnis von rd. +0,8 Mio. €, dass letztlich mit rd. +1,6 Mio. € um +0,8 Mio. EUR sogar leicht übertroffen wurde. Dies ist im Wesentlichen auf die nur moderaten Kostensteigerungen sowie dem positiven Zinsergebnis zurückzuführen. Im Kerngeschäft, d.h. BU ICS und BU IMS, konnte das Unternehmen den Auftragsbestand im 4. Quartal 2024 leicht steigern, jedoch wurden die Prognosen beim Auftragseingang, insbesondere durch das rückläufige und verhaltende Investitionsklima in 2023, nicht erreicht. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die Marge im Kerngeschäft nochmals verbessert werden. Im Servicebereich wurden das Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr um -2% mit 14,9 Mio. € nahezu gehalten. Der Bereich ITS hat sein Umsatzziel von 6,6 Mio. € im Jahr 2023 um +56% deutlich im Vergleich zum Vorjahr auf 10,3 Mio. € überschritten; ebenso konnte die Marge trotz Produktionsausweitung als Reaktion auf die hohen Markterfordernisse stabil gehalten werden. IAS konnte sich im Markt für Automatisierungslösungen in der Getreidemühlen- und Mischfutterindustrie mit einem Auftragseingang in Höhe von 2,9 Mio. € gestärkt positionieren, und lag damit sogar leicht über den Budgeterwartungen (2,5 Mio. €) im Berichtsjahr. Durch neue Projekte in der Umwelt- und Recyclingindustrie konnten darüber hinaus zusätzliche Kunden und somit auch eine stärkere Diversifizierung in den zugrunde liegenden Branchen erreicht werden. Mit einem Umsatz von 2,0 Mio. € wurde das Vorjahresvolumen um +0,4 Mio. € gesteigert, hingegen konnte die geplante Marge nur knapp behauptet werden. Prognose Das Unternehmen rechnet aufgrund des hohen Auftragsbestandes zum Jahresanfang 2024 und der voraussichtlichen Abrechnung eines Großprojektes mit einem deutlichen Umsatzanstieg in 2024. Trotz gefestigter Kundenbeziehungen erwartet die Gesellschaft, beim Auftragseingang nochmals deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus zu bleiben. Wesentliches Momentum im Jahr 2024 ist die weitere Kostenbegrenzung der Aufträge und Konsolidierung unter anderem vor dem Hintergrund der nur schwachen Konjunkturdaten in den Hauptmärkten, sowohl in Deutschland, Europa sowie weltweit. Gleichermaßen liegt die Herausforderung in der Aufrechterhaltung der Lieferketten und einer verbesserten Früherkennung von möglichen Risiken, um die Margen zu stabilisieren. Darüber hinaus wird die Gesellschaft frühzeitiger und mit verbesserten Maßnahmen eine systematischere Auswahl der zu akquirierenden Projekte vornehmen, um die sich verknappenden Ressourcen effizient einzusetzen. Im Vergleich zu 2023 begann das Jahr 2024 für die Bereiche ICS und IMS mit einem noch relativ hohen Auftragsbestand (67,1 Mio. €) gegenüber 70,4 Mio. € im Vorjahr. Der Geschäftsverlauf zu Beginn des Jahres 2024 deutete auf einen weiterhin schwachen Verlauf beim Auftragseingang hin, sodass die Vertriebsaktivitäten gleichbleibend bzw. gestärkt werden. Im 1. Halbjahr fallen die Wachstumserwartungen in unseren Märkten nach wie vor auf niedrigerem Niveau aus, sodass die Rahmenbedingungen zum Ende des 1. Halbjahres und das Investitionsklima sich derart gestalten, dass nur noch geringere Auftragseingänge im weiteren Verlauf des Jahres 2024 erwartet werden mit einer nur sehr leicht erkennbaren Erholung zum Jahresende. Generell zeigen die Kunden Verständnis für die Preisgleitklauseln bei bestehenden Projekten, jedoch führt das bei einigen Kunden zu verlängerten Verhandlungsphasen und Zurückhaltung in einer finalen positiven Auftragsentscheidung. Das Unternehmen erwartet, sowohl eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Modernisierungsaufträge als auch Aufträge aus dem In- und Ausland bei Bestandskunden infolge der erhöhten Umweltziele und der Erfordernisse zur Effizienzverbesserung bei Strom- und Gasverbrauch abschließen zu können. Der Schwerpunkt der Auftragseingänge bei Neuanlagen wird im Inland und Zentraleuropa prognostiziert. Zudem erwartet das Unternehmen, auch bei strategischen Projekten wie MAS, Auftragseingänge zu erzielen. Im Bereich Service wird erwartet, dass an das Umsatzniveau der Vorjahre angeknüpft werden kann, was sich durchaus schwierig gestaltet, wie die Entwicklungen bei Auftragseingang und Umsatz andeuten. ITS plant ein Umsatzniveau für 2024 in Höhe des Jahres 2022 bei einer gleichbleibend hohen Marge. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Eisen- und Stahlindustrie wieder erholt und vermehrt Aufträge im Bereich der Halbleiterindustrie und im Energiesektor vergeben werden. Kritisch sind die jüngst aufgetretenen Versorgungsengpässe durch Lieferembargos und Preisanstiege, die die Beschaffung von Komponenten auf dem Weltmarkt erschweren. Das Unternehmen versucht, diese Risiken durch eine Task Force zu minimieren, um kurzfristig alternative Beschaffungsquellen zu nutzen. Auftragseingang und Umsatz zeigen bisher einen planmäßigen positiven Verlauf. IAS startete 2024 mit einem recht hohen Auftragsbestand von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio.€). Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet der Bereich eine Erhöhung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr bei sich stabilisierenden Margen. Die Entwicklung des Auftragseingangs im 1. Quartal zeigt bisher noch einen recht verhaltenen Verlauf. Ein wesentliches Momentum für IAS besteht in dem Erschließen neuer Geschäftsfelder in naheliegenden Märkten, dem derzeit noch zurückhaltend investierende Klienten gegenüberstehen. Für die Getreideindustrie zeichnen sich in der 2. Jahreshälfte einträgliche Schlüsselprojekte ab, an denen zurzeit bereits geplant wird. Generell geht das Unternehmen jedoch davon aus, dass aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage und den daraus resultierenden Herausforderungen gewisse Risiken in der Aufrechterhaltung von Lieferketten, des Preisniveaus sowie durch Verzögerungen in der Auftragsvergabe zu sehen sind und daher die Prognosefähigkeit eingeschränkt bleibt. Potenzielle Verzögerungen in den Zulieferketten sowie die fristgerechte Fertigstellung von Vorleistungen der Kunden bergen für das Unternehmen das Risiko, die plankonforme Abarbeitung von Kundenaufträgen an den Montageorten vereinzelt nicht ausführen und die geplanten Abnahmetermine im Jahr 2024 nicht einhalten zu können. Insgesamt wird erwartet, dass sich die Rahmenbedingungen in 2024 im Vergleich zu 2023 nur leicht verbessern. Da die geopolitische Lage in der Ukraine und die länger andauernden Kriegshandlungen weiterhin andauern, in dessen Folge die Rohstoffmärkte noch immer spürbar angespannt sind mit vergleichsweisen hohen, aber doch leicht rückläufigen Inflationsraten in Europa, sowie weiterhin hohen Energiepreisen gepaart mit zu erwartenden Energie-Lieferengpässen während der Wintermonate, bei zusätzlichen hohen Kapitalmarkt- und somit Finanzierungskosten insbesondere auch im gewerblichen Immobilienmarkt und privaten Wohnungsbau, kann es zu einer weiteren Reduzierung beim Auftragseingang und Umsatz insbesondere im Kerngeschäft der Grobkeramischen Industrie kommen. Im Geschäftsjahr 2024 wird unter diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis erreichbar sein, wenn insbesondere die Großprojekte zur Abrechnung gelangen. Dies wird allerdings bei anhaltenden vergleichbaren Bedingungen in den zukünftigen Geschäftsjahren zunehmend herausfordernder werden. Ob und inwieweit sich weitere schwer beherrschbare Covid-Varianten bzw. andere Viruspandemien im Laufe des Jahres ausbreiten sowie die verfügbaren Kapazitäten von Fachkräften temporär begrenzt werden und so das Wachstum beeinträchtigen, ist derzeit ebenfalls nur bedingt einzuschätzen. Trotz der genannten komplexen Einflussfaktoren auf die Planung, geht die Gesellschaft für 2024 bei einem verhaltenen Auftragsbestand von steigenden Umsatzerlösen im Zusammenhang mit der Abrechnung abgeschlossener Projekte mit längerer Auftragsfertigung aus und in der Folge von einem leicht steigenden Jahresüberschuss.
Ibbenbüren, 30. April 2024 Keller HCW GmbH Andrea Pasquali, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Keller HCW GmbH, Ibbenbüren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Keller HCW GmbH, Ibbenbüren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Keller HCW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 9. Juli 2024 KPMG
AG
Andreas Reuter, Wirtschaftsprüfer Moritz Student, Wirtschaftsprüfer |
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