DFS International Business Services GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hagen Wernig seit 4.1.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DFS Energy GmbHLangen (Hessen)Jahresabschluss zum 31.12.2023Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023der DFS Energy GmbH, LangenDatum der Feststellung: 26. April 2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 DFS Energy im Überblick1.1 GeschäftstätigkeitDie DFS Energy GmbH (DFS Energy) erzeugt und verteilt die Medien Strom, Wärme, Dampf und Kälte mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen. Mit diesen Medien versorgt sie die Muttergesellschaft DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sowie das Umweltbundesamt (UBA) - alle ansässig am DFS-Campus in Langen. Die Abnehmer bilden einen festen Kreis gewerblicher Kunden, der sich zu 100 Prozent im Besitz des Bundes befindet. Die zur Energieerzeugung notwendigen technischen Anlagen werden in der eigenen Energiezentrale betrieben. Die DFS Energy unterliegt gemäß der Einstufung ihrer stromseitigen Energieanlagen als Anlagen nach § 3 Nr. 24b EnWG (Kundenanlagen zur betrieblichen Eigenversorgung) nicht den Regulierungsvorgaben des EnWG für Netzbetreiber. Die DFS Energy lieferte im Jahr 2023 und den Vorjahren folgende Energiemengen in MWh an ihre Energieabnehmer:
Darüber hinaus stellt die DFS Energy die Netzersatzversorgung sicher und garantiert durch die entsprechende Anlagentopologie und notwendige Primärenergievorhaltung eine zeitlich begrenzte, autarke Versorgung aller Verbraucher. 1.2 Rechtlicher RahmenDie DFS Energy hat ihren Sitz in 63225 Langen, Am DFS-Campus 10. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main, Deutschland, als Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter HRB 44606, eingetragen. Alleingesellschafterin ist die DFS. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Geschäftsentwicklung im ÜberblickEntwicklung der Energiepreise und gesetzliche RahmenbedingungenIm Verlaufe des Jahres 2023 ist der Gaspreis (EEX European Gas Spot Index) von anfänglich ca. 60 EUR/MWh auf ca. 30 EUR/MWh zum Jahresende gefallen. Der Reservebrennstoff Heizöl wird je nach Bedarf zu tagesaktuellen Preisen eingekauft. GasbeschaffungDer Erdgasbedarf für das Lieferjahr 2023 wurde im Rahmen eines Erdgasliefervertrages zu ca. 90% über Terminprodukte abgedeckt. Die restlichen ca. 10% wurden nach Bedarf am Spotmarkt beschafft. Grundsätzlich beschafft die DFS Energy den überwiegenden Anteil ihres voraussichtlichen Gasbedarfs über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren im Voraus. Somit werden die Preisrisiken am Gasmarkt reduziert und die Planungssicherheit wird erhöht. Förderung nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)Die DFS Energy betreibt zwei Gasturbinen und zwei Blockheizkraftwerke als hocheffiziente Neuanlagen gemäß § 5 Abs. 2 KWKG. Sie erhält die Förderbeträge vom vorgelagerten Netzbetreiber, der Stadtwerke Langen GmbH (SWL). Gasturbine 1 hat im September 2023 ihre Förderhöchstdauer (30.000 Volllastbetriebsstunden) erreicht. EEG-UmlagebefreiungEine Stufenklage auf Auskunft und Zahlung von EEG-Umlage der Übertragungsnetzbetreiberin Amprion gegen die DFS Energy wurde in zweiter Instanz durch das Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt vom 09.06.2023 zu Gunsten der DFS Energy entschieden. Das Urteil wurde nach Ablauf der Einspruchsfrist rechtskräftig. 2.2 Ertragslage2.2.1 ErlöseDie Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 23.523 TEUR (Vorjahr 9.647 TEUR) und erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 144 Prozent. Die deutliche Preissteigerung der Gasbezugskosten (vgl. 2.2.3 und 3.2.1) konnte von der DFS Energy durch die vertraglichen Möglichkeiten der Kostenweiterreichung kompensiert werden. Diese Kostenweitergabe führte zu den deutlichen Umsatzsteigerungen. Die Gesamtliefermenge setzt sich hierbei aus den Einzelprodukten Strom, Wärme, Dampf und Kälte zusammen. Der Gesamtenergiebedarf der Kunden der DFS Energy war etwas niedriger als 2022. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse basieren auf langfristigen Medienverträgen mit den Abnehmern und beinhalten auch KWKG-Förderbeträge für das entsprechende Geschäftsjahr. Die erhaltenen KWKG-Förderbeträge werden den Energieabnehmern direkt gutgeschrieben. Die Abweichung der tatsächlichen Umsatzentwicklung (stromsteuergeschmälert) vom Planwert (30,875 Mio. EUR, stromsteuergeschmälert) ist im Wesentlichen auf die Entwicklungen der abrechnungsfähigen Kostenbasis zurückzuführen. Wesentliche Veränderungen in der Kundenstruktur und den Abnahmemengen der einzelnen Produkte der DFS Energy traten nicht auf. 2.2.3 AufwandsschwerpunkteDer Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe zur Energieerzeugung. Der starke Anstieg des Materialaufwandes in 2023 gegenüber dem Vorjahr wurde überwiegend durch erhöhte Gasbezugskosten verursacht. Bis Ende 2022 war die Gasversorgung noch über einen zum Jahresende 2022 auslaufenden Gasvertrag zu sehr günstigen Konditionen gesichert. Auf der Grundlage eines neuen Gasvertrages musste ein überwiegender Anteil des Gasbedarfs für 2023 zu sehr hohen Preisen beschafft werden.
Die Zinsaufwendungen betreffen ein langfristig fälliges, konzerninternes Darlehen. 2.2.4 ErgebnisZwischen der DFS und der DFS Energy besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der die DFS Energy zur Abführung des gesamten Gewinns bzw. die DFS zum Ausgleich eines entstandenen Jahresfehlbetrags verpflichtet. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.211 TEUR (Vorjahr 382 TEUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die DFS abgeführt. 2.3 Vermögens- und Finanzlage2.3.1 InvestitionenDie DFS Energy investierte 2023 inkl. geleisteter Anzahlungen rund 549 TEUR in das Anlagevermögen zur Gewährleistung ihrer Zuverlässigkeit als Energielieferant. 2.3.2 BilanzstrukturDie Bilanzsumme erhöhte sich um 7,4 Prozent. Hierbei sank das Anlagevermögen im Wesentlichen abschreibungsbedingt und planmäßig um 8,4 Prozent, das Umlaufvermögen erhöhte sich aufgrund ausstehender Erstattungen im Rahmen des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG). Auf der Passivseite ist die Veränderung im Wesentlichen auf die Tilgungsleistung des Darlehens aus einem abgeschlossenen Sanierungsprojekt (2,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Das Darlehen ist endfällig und mit Ablauf der Darlehenslaufzeit am 31. Dezember 2031 zurückzuführen. Sondertilgungen sind einmal pro Jahr möglich. Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht um 72 TEUR bzw. 1.778 TEUR. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten entsteht durch die Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden aus der Gaspreisbremse des Jahres 2023. Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden sowie den technischen Anlagen zur Energieerzeugung zusammen. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) beträgt 77,8 Prozent (im Vorjahr 91,2 Prozent), die Anlagendeckung (Eigenkapital / Anlagevermögen) steigt von 22,4 Prozent im Vorjahr auf 24,5 Prozent. 2.3.3 LiquiditätZur Deckung ihres täglichen Liquiditätsbedarfs steht der DFS Energy eine Intercompany-Kreditlinie im Rahmen eines Cash-Pool-Vertrages mit der DFS zur Verfügung. Die DFS Energy verfügt dadurch über eine bedarfsgerechte operative Liquidität. 2.3.4 Finanzielle LeistungsindikatorenFinanzielle Leistungsindikatoren
* Beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten
2.3.5 Gesamteinschätzung zur wirtschaftlichen LageDie Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird im Wesentlichen durch die rechtlichen Rahmenbedingungen, eine bisher tendenziell konstante Energiemengenerzeugung sowie eine feste und verlässliche Abnehmerstruktur geprägt. Sie zeigt ohne die Berücksichtigung von Sondereinflüssen einen stabilen Trend. Hocheffiziente und hochverfügbare Neuanlagen zur Energieerzeugung, langfristige Vertragsbindungen mit ausschließlich gewerblichen Energieabnehmern und bewilligte KWKG-Fördermittel sichern der DFS Energy planungssichere Erträge und den Abnehmern einen zuverlässigen und wirtschaftlich agierenden Partner. Die Energiebedarfe 2023 der kritischen Infrastrukturen, Forschungseinrichtungen und sonstigen Gebäude von DFS, PEI und UBA lagen im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer vergleichbaren Energieabnahme wie im Jahr 2023 gerechnet. Die Geschäftsentwicklung 2023 der DFS Energy verlief aufgrund des etwas gesunkenen Energieverbrauchs sowie einem in 2023 deutlich erholten Gaspreis etwas besser als geplant. Die dargestellten Erläuterungen verdeutlichen, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DFS Energy als stabil beurteilt werden kann. 3 Risikobericht3.1 RisikomanagementsystemBei der DFS Energy werden potenzielle Risiken systematisch erfasst und bewertet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden quartalsweise im Risikobericht festgehalten. Der Aufsichtsrat der DFS wird im Rahmen der Quartalsberichterstattung nach § 90 Abs. 1 AktG analog über die wirtschaftliche Lage sowie den Geschäftsverlauf - inkl. bestehender Risiken - der DFS Energy informiert. 3.2 Wesentliche Risiken3.2.1 MarktrisikenDie Energiebranche unterliegt einem ständigen Wandel der auf sie einwirkenden Rahmenbedingungen. Der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen haben 2022 zu einem massiven Anstieg der Energiepreise, insbesondere der Strom- und Gaspreise, geführt. Zeitweise wurde die durchgängige Versorgungssicherheit mit Erdgas für den Winter 2022/2023 von der Bundesnetzagentur in Frage gestellt. Erhebliche Einsparungen bei den Privatverbrauchern und in der Industrie, der sehr milde Winter, gut gefüllte Gasspeicher und der schnelle Aufbau einer LNG-Versorgung für Deutschland hatten bereits zum Ende des Jahres 2022 zu einer Entspannung der Versorgungs- und der Preissituation an den Energiemärkten geführt. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung in diesem Winter (2023/2024) mittlerweile als gering ein. Im Verlaufe des Jahres 2023 ist der Gaspreis (EEX European Gas Spot Index) von anfänglich ca. 60 EUR/MWh auf ca. 30 EUR/MWh zum Jahresende gefallen. Aufgrund geltender europäischer und nationaler Gesetzgebung ist die DFS Energy seit 2005 zur Teilnahme am Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) verpflichtet. Die politisch gewollte zunehmende Verknappung von verfügbaren CO 2 -Zertifikaten und dem damit verbundenen Preisanstieg sowie dem nach wie vor hohen Gaspreis (im Vergleich zum langjährigen Mittel bis 2022) werden die verbrauchsabhängigen Energiekosten der DFS Energy in Zukunft stark beeinflussen und mittelfristig auf einem höheren Niveau halten als in dies in den vergangenen Jahren der Fall war. 3.2.2 Energiepolitische RisikenWeiterhin wird die Ertragslage durch mögliche Änderungen regulatorischer Rahmenbedingungen in den Bereichen Steuern, Gebühren oder sonstige Abgaben (zum Beispiel auf Basis des Stromsteuer- und Energiesteuergesetzes, des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes TEHG und des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes KWKG) beeinflusst. Die DFS Energy hat Anträge auf Entlastungszahlungen gemäß den Regelungen zur Gas- und Wärmepreisbremse (EWSG und EWPBG) für das Jahr 2023 beantragt und teilweise bereits erhalten. Die Zahlungen stehen unter dem Vorbehalt der gesetzlich geforderten Prüfungen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Entsprechende Belastungen bzw. staatliche Zuschüsse werden den Kunden berechnet bzw. gutgeschrieben. 3.2.3 LeistungsrisikenDie Anlagentechnik der Energiezentrale erfüllt die gesetzlichen und behördlichen Auflagen sowie darüberhinausgehende sicherheitstechnische, brandschutztechnische und energetische Anforderungen. Trotz größtmöglicher betrieblicher Sorgfalt, der Realisierung wesentlicher schutzzielorientierter Maßnahmen und unter Berücksichtigung der vorhandenen Redundanzen zur Sicherstellung der geforderten Verfügbarkeit der Erzeugungs- und Verteilanlagen, ist eine Beschädigung oder ein Ausfall technischer Anlagen nicht vollständig auszuschließen. 3.2.4 Rechtliche RisikenStreitverkündung durch die Generali Versicherung AGDie Versicherung eines bei dem Brandereignis im Jahr 2013 geschädigten Lieferanten hatte der DFS Energy 2016 in einer Klageschrift den Streit verkündet. Mit der erfolgten Streitverkündung wurden keine Ansprüche gegen die DFS Energy rechtshängig gemacht. Für den Fall, dass sich aus dem noch laufenden Verfahren Regressansprüche einer Partei gegen die DFS Energy ergeben, besteht eine Deckung über die Haftpflichtversicherung der DFS bzw. DFS Energy. 3.2.5 Finanzwirtschaftliche Risiken3.2.5.1 Grundlagen des finanzwirtschaftlichen RisikomanagementsDie DFS Energy ist in das Konzern-Treasury und in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement der DFS einbezogen. 3.2.5.2 LiquiditätsrisikoDie tägliche Liquidität der DFS Energy wird konzernübergreifend vom Bereich Treasury der DFS überwacht und mithilfe einer unterjährigen und mittelfristigen Liquiditätsplanung gesteuert (vgl. 2.3.3). 3.2.5.3 AusfallrisikoAufgrund des festen Abnehmerkreises konzentriert sich ein potenzielles Ausfallrisiko auf lediglich drei existierende Vertragspartner, deren Zahlungsfähigkeit derzeit als gesichert eingestuft wird. 3.2.5.4 ZinsänderungsrisikoDer vertragliche Zinssatz der langfristigen Darlehensverpflichtung wurde im März 2021 neu festgelegt und führte zu einer deutlichen Reduzierung der Zinskosten. Die vereinbarten Konditionen waren zunächst bis Ende 2023 festgeschrieben. Im November 2023 wurde der Zinssatz zum Januar 2024 angepasst, was zu einer deutlichen Erhöhung der Zinskosten für das Jahr 2024 führen wird. 3.2.5.5 WährungsrisikoDie DFS Energy unterliegt Transaktionsrisiken im Rahmen grenzüberschreitender Beschaffungsvorgänge. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten entstehen durch Lieferantenfakturierung in US-Dollar (USD). Das Gesamtvolumen betrug rund 457 Tsd. USD im Berichtszeitraum. Je nach Kursentwicklung können sich sowohl positive als auch nachteilige Effekte ergeben. Eine kongruente Absicherung erfolgte nicht. 3.3 Gesamteinschätzung zur RisikolageDie Geschäftsführung erkennt derzeit - mit Ausnahme von Katastrophenszenarien - keine weiteren Risiken, die einzeln oder gebündelt auftretend den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. 4 Prognosebericht4.1 Energiepolitische EntwicklungenZur Deckelung der Energiekosten hat die Bundesregierung mehrere Entlastungspakete für Privatkunden als auch für Industrieunternehmen auf den Weg gebracht. Für 2023 hat die DFS Energy entsprechende Anträge auf Entlastungszahlungen gestellt (vgl. auch 3.2.2). Für 2024 geht die DFS Energy nicht von weiteren staatlichen Entlastungszahlungen aus. Die DFS Energy verfolgt kontinuierlich die Entwicklung der energiepolitischen und energierechtlichen Rahmenbedingungen und prüft neue Gesetze auf deren Relevanz für die DFS Energy. 4.2 Investitionen und FinanzierungDie Geschäftsführung evaluiert potenzielle Investitionen und berücksichtigt sie im gegebenen Fall im Rahmen ihrer Planung. Für 2024 ergibt sich über die langfristige Wartungsvereinbarung für die beiden Gasturbinen-Anlagen hinaus kein wesentlicher Investitionsbedarf. Der bestehende Medienkanal muss saniert und soll erweitert werden. Dafür werden Investitions- und Sachkosten von ca. 25 Mio. EUR geschätzt. Diese Kosten werden komplett von den Kunden getragen. 4.3 Erlöse und KostenDie DFS Energy plant für das Geschäftsjahr 2024 mit einer beschaffungspreisbedingt deutlich niedrigeren Gesamtleistung in Höhe von 19,8 Mio. EUR (stromsteuergeschmälert). Sie basiert auf Umsatzerlösen für die Lieferung der Medien Strom, Wärme, Dampf und Kälte an einen festen Abnehmerkreis. Erhaltene KWKG-Förderbeträge schreibt das Unternehmen den Energieabnehmern gut (vgl. 2.2.1). Den Umsatzerlösen stehen geschätzte Aufwendungen für Primärenergien, Betriebsmittel, Projektfinanzierungskosten sowie Abschreibungen in Höhe von 19,1 Mio. EUR gegenüber. Auf Grund des in den Medienverträgen mit den Abnehmern (vgl. 1.1) vereinbarten Prinzips der Vollkostendeckung kann die DFS Energy ihre Kosten für 2024 an die Energieabnehmer weitergeben. Die Summe der im jeweiligen Abrechnungsjahr entstandenen Primärenergiekosten wird dabei nach einem vertraglich definierten Kostenverteilschlüssel auf die Medien Strom, Dampf, Wärme und Kälte verteilt. 4.4 Gesamtaussage und ErgebnisprognoseDas spezielle, auf Kostenverteilung ausgerichtete Geschäftsmodell der DFS Energy lässt dauerhaft weder einen merklichen Fehlbetrag noch einen signifikanten Überschuss zu. Die potenzielle Geschäftschance der DFS Energy besteht lediglich innerhalb eng begrenzter Möglichkeiten. Die Kunden der DFS Energy tragen entsprechend ihres Medienverbrauches vollständig die Kosten der Energieerzeugung und -verteilung sowie die damit verbundenen Betreiberrisiken. Die DFS Energy trägt diesbezüglich kein erhöhtes Risiko und erhebt daher keinen Risiko- und Gewinnaufschlag. Die Annahmen
führen zu der Einschätzung der Geschäftsführung, dass 2024, aber auch langfristig ein tendenziell ausgeglichenes Ergebnis vor Ergebnisabführung erzielt wird. 5 Entsprechenserklärung nach Ziffer 7 des Public Corporate Governance Kodex des BundesDie Geschäftsführung erklärt gem. Ziffer 7.1 des Public Corporate Governance Kodex des Bundes, dass dessen Empfehlungen grundsätzlich entsprochen wurde und wird.
Langen, den 12. Februar 2024 Die Geschäftsführung Hagen Wernig Bilanz zum 31. Dezember 2023der DFS Energy GmbH, LangenAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023der DFS Energy GmbH, Langen
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der DFS Energy GmbH (DFS Energy) ist nach den Bestimmungen des 3. Buches des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sitz der Gesellschaft ist Langen/Hessen, Am DFS-Campus 10. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Offenbach unter HRB 44606 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen, bei einer zugrunde gelegten Nutzungsdauer von 8 Jahren, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn am Abschlussstichtag der beizulegende Wert unter dem Buchwert liegt und die Wertminderung von Dauer ist. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Aus Bilanzierungsvereinfachungsgründen werden bewegliche Anlagegüter, die selbständig nutzbar sind und deren Anschaffungskosten bis zu 800 Euro betragen im Jahr des Zugangs grundsätzlich voll abgeschrieben. Liegt der beizulegende Wert von Sachanlagen am Abschlussstichtag unter dem Buchwert, so wird im Falle einer dauernden Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Heizölvorräte sowie entgeltlich erworbene Emissionszertifikate für den Produktionsprozess werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten erfasst und in den Vorräten ausgewiesen. Die DFS Energy wendet das FIFO-Verfahren (§ 256 HGB) an. Zum Abschlussstichtag erfolgt ein Niederstwerttest und erforderlichenfalls eine Wertberichtigung. Ist ein niedrigerer Wertansatz am Bilanzstichtag nicht mehr gegeben, erfolgt eine Wertaufholung. Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder erforderlichenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert: Sowohl die Vorjahreswerte als auch die Forderungen zum aktuellen Jahresabschluss haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der sich bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Hierbei werden alle erkennbaren Risiken in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme berücksichtigt. Rückstellungen für die Abgabe von Emissionszertifikaten werden mit dem Marktpreis am Bilanzstichtag, höchstens jedoch mit den historischen Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr am Bilanzstichtag werden erforderlichenfalls mit dem höheren Devisenkassamittelkurs, bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem höheren oder niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1 AnlagevermögenDie Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden, technischen Anlagen zur Energieerzeugung sowie aus Lizenzen zusammen. 3.2 Umlaufvermögen3.2.1 VorräteDie DFS Energy hält einen Heizölvorrat als Reservebrennstoff zur Energieerzeugung in Höhe von rd. 136 TEUR sowie Schadstoffemissionsberechtigungen für den Produktionsprozess in Höhe von rd. 2.324 TEUR. 3.2.2 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenZum 31.12.2023 und im Vorjahr bestanden keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3.2.3 Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Energiesteuererstattungsansprüche (rd. 624 TEUR), noch nicht fällige KWK-Förderbeträge (rd. 350 TEUR) sowie Erstattungsansprüche an Dienstleister (rd. 185 TEUR). Die noch ausstehenden Erstattungen der KfW für die Erstattung im Rahmen des EWPBG betragen 1.535 TEUR. Diese Forderungen sind wirtschaftlich dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen und werden im Laufe des Jahres 2024 ausgeglichen. 3.3 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist mit 5 Mio. EUR eingetragen, die Kapitalrücklage beträgt 132 TEUR. 3.4 RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für erbrachte Leistungen, die ermittelte Abgabe von Emissionszertifikaten an die DEHSt und Prüfungskosten des Jahresabschlusses 2023. 3.5 Verbindlichkeiten
Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Energieerzeugung, Wartungsleistungen sowie einen Sicherheitseinbehalt aus einer Baumaßnahme. Für die Verbindlichkeiten waren keine Besicherungen zu stellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen ein langfristig fälliges, konzerninternes Darlehen. Die kurzfristig fälligen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen die Jahresendabrechnungen für Energielieferungen und kreditorische Debitoren sowie Erstattungen aus EWPBG. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 23.523 TEUR. Sie enthalten KWK-Förderbeträge für 2023. 4.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 148 TEUR beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Vorjahren in Höhe von 130 TEUR, sowie Erträge aus der Beendigung der Klage zur EEG-Umlage von 16 TEUR. Der periodenfremde Anteil beträgt 87,8 Prozent. 4.3 MaterialaufwandDer Materialaufwand in Höhe von 15.005 TEUR betrifft Beschaffungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Energieerzeugung. 4.4 AbschreibungenUnter den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 2.477 TEUR werden die planmäßigen Abschreibungen ausgewiesen. Im Jahr 2023 erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. 4.5 Sonstige betriebliche AufwendungenDie wesentlichen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.864 TEUR sind Betriebsführung, Wartung und Instandsetzung sowie Kostenbelastungen durch die DFS. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen wie im Vorjahr 4 TEUR. 4.6 Sonstige Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsaufwendungen in Höhe von 212 TEUR betreffen ein langfristig fälliges, konzerninternes Darlehen. 4.7 Ergebnisabführung an das MutterunternehmenDas Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.211 TEUR wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die DFS abgeführt. 5. Ergänzende Angaben5.1 Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDie nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte bestehen in folgender Art:
Die Darlehenszusage des Gesellschafters steht im Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Sanierungsprojekt. 5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5.3 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenZwischen der DFS Energy und der DFS besteht ein Konzernumlagevertrag sowie ein Mietvertrag zu jeweils marktüblichen Konditionen. Für 2023 wurden insgesamt 739 TEUR berechnet. 5.4 MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 waren bei der DFS Energy keine Mitarbeiter beschäftigt. 5.5 MutterunternehmenDie DFS Energy wird in den Konzernabschluss der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen, einbezogen. Einsicht hierzu ermöglicht der Geschäftsbericht der DFS, der auf der Internetseite (www.dfs.de) veröffentlicht wird. 5.6 GeschäftsführungHagen Wernig, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Leiter Energiezentrale 5.7 Gesamtbezüge der OrganmitgliederDie Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge. 5.8 Honorar des AbschlussprüfersDie im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:
Langen, den 12. Februar 2024 Die Geschäftsführung Hagen Wernig Entwicklung des Anlagevermögens der DFS Energy GmbH, Langen im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DFS Energy Services GmbH, LangenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der DFS Energy GmbH, Langen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DFS Energy GmbH, Langen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Public Corporate Governance Bericht nach Ziffer 7.1. des Public Corporate Governance Kodex des Bundes, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den inhaltlich nicht geprüften Public Corporate Governance Bericht nach Ziffer 7.1. des Public Corporate Governance Kodex des Bundes. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den LageberichtDer gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 14. März 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Gerhard Schroeder, Wirtschaftsprüfer Markus Mock, Wirtschaftsprüfer |
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