Securitas GmbH Data SolutionsLiquidiert

40472 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 85522
Eingetragen
15.1.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Die Erbringung von Serviceleistungen sowie branchenneutraler Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, insbesondere die Betreuung und die Bereitstellung von IT-Infrastrukturen, Rechenzentrumskapazitäten und die Zurverfügungstellung entsprechender Dienste, jedoch sämtlich mit der Ausnahme nicht genehmigter erlaubnispflichtiger Dienstleistungen und Tätigkeiten. Gegenstand des Unternehmens sind weiter der Entwurf, die Entwicklung, der Vertrieb und Betrieb von Software und Webanwendungen, ebenfalls sämtlich mit der Ausnahme nicht genehmigter erlaubnispflichtiger Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Securitas Holding GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Inhalt

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

II. Niederlassungen und Beteiligungen

III. Mitarbeiter

IV. Nachhaltigkeit und Umwelt

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren

III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

2. Vermögenslage

3. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

b) Investitionen

c) Liquidität

C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen für die zukünftige Entwicklung

II. Risiken für die zukünftige Entwicklung

III. Prognosebericht

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Die Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, ist mit ihren Tochtergesellschaften (im Folgenden: Securitas Deutschland) unter dem Dach der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Teil des internationalen Securitas Konzerns. Securitas ist ein weltweit agierender Anbieter von Sicherheitslösungen in der privaten Sicherheitswirtschaft und mit über 355.000 Mitarbeitern 1 in 47 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2020 realisierte Securitas weltweit einen Konzernumsatz von rd. EUR 10,3 Mrd. Securitas Deutschland ist gemessen an Umsatz und Mitarbeiteranzahl einer der bundesweit führenden Anbieter und erzielte im Berichtsjahr mit durchschnittlich 20.893 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 909,8 Mio. (Vj: EUR 912,5 Mio.).

Das Dienstleistungsspektrum der Unternehmensgruppe umfasst spezialisierte Sicherheitsdienstleistungen, mobile Sicherheitsdienste, Notruf- und Serviceleitstellen und technische Sicherheitslösungen. Der Fokus liegt hierbei in der Konzeption von kundenindividuellen integrierten Sicherheitslösungen, die personelle Leistungen mit technischen Komponenten und organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Securitas verfügt über ein breites Kundenspektrum aus einer Vielzahl von Branchen. Die Bandbreite reicht vom privaten Haushalt und lokalen Kleinunternehmen über den in Deutschland besonders ausgeprägten Mittelstand bis zum Global Player. Mit Aufträgen an elf deutschen Flughäfen in neun Bundesländern ist Securitas ein wesentlicher Dienstleister in der Luftverkehrswirtschaft.

Die Securitas Holding GmbH verantwortet als Management Holding die ganzheitliche strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Zudem übernimmt die Holding zusammen mit vier administrativen Tochtergesellschaften konzerninterne Dienstleistungen (Shared Services). Die Geschäftsleitung besteht unter dem Vorsitz von Herwarth Brune (CEO) aus einem vierköpfigen Team. Mit Wirkung zum 1. Juni 2020 wurde Carmen Schmieder in die Geschäftsleitung berufen und als CFO mit dem Ressorts Finanzen betraut. Sie folgt in dieser Funktion Dr. Heiko Kroll, der zum 31. Januar 2020 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden ist. Das Personalwesen wurde bis zum 31. Dezember 2020 von Gabriele Biesing (CHRO, Arbeitsdirektion) geleitet. Bis zu einer Neubesetzung wird dieser Verantwortungsbereich interimistisch von Carmen Schmieder betreut. Für die operative Ausrichtung der Unternehmensgruppe zeichnet Jens Müller (COO) verantwortlich.

Begleitet wird das Management durch den Aufsichtsrat, der derzeit aus 20 Mitgliedern besteht und sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben übernimmt.

Die operative Geschäftstätigkeit ist flach und dezentral in einer Hybridstruktur organisiert, die durch Regionalisierung und Branchenspezialisierung gekennzeichnet ist. Mit bundesweit rund 120 Standorten wird eine örtliche und branchenfokussierte Kundenbetreuung durch lokale Geschäftsführer und Bereichsleiter sichergestellt.

II. Niederlassungen und Beteiligungen

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 57 (Vj: 58) inländische Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden infolge von Akquisitionen zwei Gesellschaften erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Demgegenüber verkleinerte sich der Konzernkreis um drei Tochterunternehmen infolge von Verschmelzungen.

Zum Bilanzstichtag unterhalten diese Konzerngesellschaften insgesamt rund 120 Niederlassungen. Die Muttergesellschaft bildete im Jahr 2020 mit 21 Tochterunternehmen eine ertragsteuerliche Organschaft.

III. Mitarbeiter

Die entscheidende Grundlage für den Erfolg unserer Unternehmensgruppe stellen unsere Mitarbeiter mit ihrer Serviceorientierung, ihren Qualifikationen sowie ihrem Engagement dar. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehört zu den zentralen Säulen unseres Handelns.

Im Corona-Jahr 2020 richtete sich unsere Aufmerksamkeit insbesondere auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Im Rahmen der Aktivierung eines Pandemiekonzeptes wurde ein Krisenstab eingerichtet, der laufend die vorhandenen Informationen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter überprüft. Mit Blick auf die Entwicklung des Pandemiegeschehens wurden Schutzkonzepte und Verhaltensrichtlinien kurzfristig angepasst und an unsere Mitarbeiter kommuniziert. Neben präventiven Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden organisatorische Vorkehrungen auch in enger Abstimmung mit unseren Geschäftspartnern getroffen, um unsere Mitarbeiter bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die Anerkennung der Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten in einigen Bundesländern als systemrelevanter Beruf stellte einen wichtigen Schritt im Zusammenhang mit der Sicherstellung unserer Betriebsfähigkeit während der Corona-Krise dar.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten während des Geschäftsjahres 2020 im Jahresschnitt 20.893 (Vj: 21.699) Mitarbeiter. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme um 806 (- 3,7 %), die auf der rückläufigen Auftragsentwicklung beruht. Am Jahresende wies der Konzern einen Rückgang der Mitarbeiteranzahl um 312 auf insgesamt 20.912 (Vj: 21.224) auf. In den materiell durch die Corona-Beschränkungen betroffenen Geschäftssparten wurde im Jahr 2020 Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung genutzt.

Die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern stellt aufgrund der sich perspektivisch weiter verschärfenden Personalknappheit in der Sicherheitswirtschaft eine große Herausforderung dar. Nach der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit blieben trotz konjunkturell schwierigeren Rahmenbedingungen rund 9.700 Stellen in der privaten Sicherheitsbranche Ende 2020 unbesetzt. Insbesondere der weiterhin stabile Arbeitsmarkt, der demografische Wandel und die zunehmende Akademisierung der beruflichen Bildung sind für diese Entwicklung maßgeblich. Eine vergleichsweise hohe Abbrecherquote in der Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft sowie negative Vorurteile zum Berufsbild verstärken diesen Mangel zusätzlich. Im außerordentlichen Pandemie-Jahr 2020 zeigt sich allerdings ein sehr differenziertes Bild. Während insbesondere die Nachfrage nach Sicherheitsfachkräften an Flughäfen eingebrochen ist, standen insbesondere Mitarbeiter in der Sicherheitstechnik weiterhin im Fokus der Personalssuche. Daher war der Erwerb der STANLEY Security in 2020 mit ihrer etablierten Sicherheitstechnik auch in dieser Hinsicht eine wichtige Ergänzung, um die knappen Fachkompetenzen technischen Sicherheitslösung für Securitas zu gewinnen.

Mit einem Maßnahmenmix möchten wir auch zukünftig um neue Mitarbeiter werben und von Securitas überzeugen. Neben konventionellen Wegen der Mitarbeitersuche und Intensivierung der Nachwuchssicherung umfasst dieser Ansatz auch den weiteren Aufbau und die Pflege der Marke Securitas als attraktiven Arbeitgeber und den Ausbau alternativer Recruitingkanäle. Hierzu gehören beispielsweise eine starke Präsenz und Ansprache über soziale Medien sowie unser Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter".

Hinsichtlich der Mitarbeiterbindung ist festzustellen, dass der Anteil der arbeitnehmerseitigen Kündigungen weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Befragungen haben ergeben, dass ausscheidende Beschäftigte sich Erwerbstätigkeiten zuwenden, die attraktivere Arbeitszeiten und bzw. oder höhere Durchschnittseinkommen bieten sowie mit einem besseren gesellschaftlichen Image assoziiert werden. In Anbetracht einer erneut geringfügig rückläufigen Fluktuation von 17,4 % in 2020 (Vj: 18,0 %) kann dennoch konstatiert werden, dass sich zumindest eine Trendumkehr abzeichnet.

Die Qualifikationsprofile unserer Mitarbeiter werden durch den Rückgriff auf externe und konzerninterne Beratungs- und Sicherheitsfachschulen auf hohem Niveau sichergestellt. Über unsere Tochtergesellschaft SECURITAS Akademie GmbH, Düsseldorf, wird zudem ein Wissens- und Erfahrungstransfer innerhalb der Gruppe ermöglicht und damit ein wesentlicher Beitrag zur Etablierung eines hohen Qualitätsstandards geleistet.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben sich mit der Umsetzung der Forderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft ("Gesetz zur Frauenquote") intensiv auseinandergesetzt. Die Muttergesellschaft Securitas Holding blickt auf eine Geschichte zurück, in der Frauen unabhängig von gesetzlichen Vorgaben sowohl in der Geschäftsführung als auch den beiden nachfolgenden Führungsebenen vertreten waren bzw. sind.

Derzeit ist eine Geschäftsführerin Mitglied der dreiköpfigen Geschäftsleitung. Zielsetzung ist, dass sich in der Geschäftsführung auch bei organisatorischen oder personellen Veränderungen auch zukünftig mindestens eine Frau befindet. Die bevorstehende Nachbesetzung der Geschäftsführungsverantwortung für das Personalwesen könnte bereits zu einer paritätischen Besetzung dieses Gremiums führen.

Auch in der nächsten Führungsebene (Abteilungsleitung mit Prokura) und dieser nachfolgenden Hierarchiestufe (Abteilungsleitung ohne Prokura) sind Frauen vertreten. Stellenbesetzungen erfolgten unter Berücksichtigung der Eignung und Verfügbarkeit der jeweiligen weiblichen und männlichen Interessenten. Für die Securitas Holding GmbH soll diese praktizierte und bewährte Vorgehensweise fortgesetzt werden.

Im Aufsichtsrat sind unverändert fünf weibliche Mitglieder vertreten. Eine weitere Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat kann während der laufenden Amtszeit nur bei Abberufung eines Mitglieds oder Amtsniederlegung in Betracht kommen.

IV. Nachhaltigkeit und Umwelt

Securitas ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung als global agierende Unternehmensgruppe bewusst. Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verfolgen wir daher konsequent, um eine gesunde Umwelt auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Wir möchten hierzu einen Beitrag leisten und sind als Konzern mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen insbesondere bestrebt, den CO 2 -Ausstoß pro Kilometer für neu erworbene Fahrzeuge durch die konzernweit vorgegebene Höchstgrenze im Jahresrhythmus kontinuierlich zu senken.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einer zehnjährigen Wachstumsphase ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Corona-Jahr 2020 deutlich eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete insgesamt einen Rückgang um 4,9 % (Vj: +0,6 %). Insbesondere die zur Eindämmung der Pandemie verordneten Lockdowns belasteten die wirtschaftliche Entwicklung, wenngleich sich die Auswirkungen in den einzelnen Wirtschaftszweigen sehr unterschiedlich darstellten. Der Arbeitsmarkt wurde mit Kurzarbeiterprogrammen gestützt und verzeichnete einen Anstieg der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 5,0 % auf 5,9 %.

Die deutsche Sicherheitswirtschaft ist gekennzeichnet von einigen wenigen Großanbietern und einer Vielzahl von kleinen Dienstleistern. Nach der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamtes und Angaben des BDSW erwirtschaftete die private Sicherheitsbranche in 2019 mit rd. 5.700 Unternehmen und rd. 266.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 9,1 Mrd. Für das Jahr 2020 liegen noch keine Eckdaten zur Branchenentwicklung vor. Es ist davon auszugehen, dass der Wirtschaftszweig im Soge des wirtschaftlichen Abschwungs Rückschläge bei Umsatz, Beschäftigung und auch der Anzahl der Anbieter hinnehmen musste. Insbesondere bei Sicherheitstätigkeiten bei Großveranstaltungen (z. B. Fußballspiele, Konzerte, Hauptversammlungen) und an Flughäfen waren die Auswirkungen einschneidend. Mit einem drastischen Einbruch um 74,6 % von 248,1 Mio. auf 63,0 Mio. ankommender und abfliegender Passagiere fanden sich die deutschen Flughäfen 2020 nach alljährlich vermeldeter neuer Allzeithochs auf dem Niveau des Jahres 1986 wieder. Für die Sicherheitsbranche entfiel damit ein erhebliches Auftragsvolumen in der Flughafensicherheit, das rd. 11% des Branchenumsatzes ausmacht. Negative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Branche konnten durch das Instrument der Kurzarbeit weitgehend vermieden werden. Inwieweit sich infolge der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Krise strukturelle Veränderungen auch innerhalb unserer Branche ergeben werden, bleibt noch abzuwarten.

II. Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren

Der Geschäftsverlauf 2020 stand stark unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, die sich unterschiedlich auf unsere Segmente ausgewirkt hat. Während Beauftragungen an Flughäfen und im Zusammenhang mit Großveranstaltungen historische Umsatzrückschläge erlebten, konnten in anderen Sparten Sonderaufträge verzeichnet werden.

Ein Highlight des Geschäftsjahres 2020 stellte die Akquisition der STANLEY Security mit ihren bundesweit 20 Standorten mit Wirkung zum 2. November 2020 dar. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung des Konzerns zu einem verstärkt technikbasierten Lösungsanbieter. Darüber hinaus war der erfolgreiche Umzug an den und die Eröffnung des neuen Berliner Flughafen BER am 31. Oktober 2020, an dem Securitas mit den Fluggast- und Gepäckkontrollen beauftragt ist, ein Höhepunkt des vergangenen Geschäftsjahres.

Für Securitas als Dienstleistungsunternehmen stellen Umsatz und EBITA (Konzernergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) wichtige Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts und damit auch zentrale Leistungsindikatoren dar. Die Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2020 stellt sich angesichts der großen pandemiebedingten Herausforderungen insgesamt zufriedenstellend dar. Sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis konnten die unter großer Unsicherheit angesetzten Planwerte übertroffen werden.

III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage ist verdichtet und differenziert nach den maßgeblichen Steuerungs- und Analysekennzahlen operativer Umsatz, Rohertrag, EBITA, EBT und Konzernergebnis in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

Für diese Betrachtung wurden - ausgehend von der Gewinn- und Verlustrechnung - die Umsatzerlöse in operative Erlöse aus der hauptsächlichen Geschäftstätigkeit und Nebenerlöse (vorwiegend aus Vermietung) aufgeteilt und letztere zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Position "übrige Betriebserträge" zusammengefasst. Infolgedessen wurden korrespondierend Aufwendungen, die sich auf diese Nebenerlöse beziehen, aus den bezogenen Leistungen des Materialaufwands zusammen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den sonstigen Steuern in der Position "übriger Betriebsaufwand" zusammengeführt.

Zur Ermittlung des EBITA wurden die Abschreibungen laut Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend in solche auf immaterielle Vermögensgegenstände und solche auf Sachanlagen aufgegliedert.

2020 2019 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
Operative Umsatzerlöse 908,5 100,0 911,8 100,0 -3,3 -0,4
Bestandsveränderung/Eigenleistungen -2,2 -0,2 0,0 0,0 -2,2 0,0
Gesamtleistung 906,3 99,8 911,8 100,0 -5,5 - 0,6
Wareneinsatz -7,0 -0,8 -5,2 -0,6 -1,8 34,6
Subunternehmerleistungen -77,5 -8,5 -80,4 -8,8 2,9 -3,6
Personalaufwand -692,4 -76,2 -705,0 -77,3 12,6 -1,8
Rohertrag 129,4 14,3 121,2 13,3 8,2 6,8
Übrige Betriebserträge 15,5 1,7 12,0 1,3 3,5 29,2
Übriger Betriebsaufwand -92,2 -10,2 -81,3 -8,9 -10,9 13,4
Abschreibungen Sachanlagen -16,4 -1,8 -16,5 -1,8 0,1 -0,6
EBITA 36,3 4,0 35,4 3,9 0,9 2,5
Abschreibungen immaterielles Vermögen -9,5 -1,1 -8,8 -1,0 -0,7 8,0
Zinsergebnis -1,9 -0,2 -1,3 -0,1 -0,6 46,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 24,9 2,7 25,3 2,8 -0,4 -1,6
Ertragsteuern -9,9 -1,1 -5,3 -0,6 -4,6 86,8
Konzernergebnis 15,0 1,7 20,0 2,2 -5,0 -25,0

Die Ertragslage des Berichtsjahres zeichnet sich durch einen geringfügigen Umsatzrückgang und ein deutlich schwächeres Konzernergebnis aus. Entgegen diesem negativen Trend konnte der Rohertrag insbesondere aufgrund einer Verschiebung des Umsatzmixes zugunsten der höhermargigen Geschäftssparte verbessert werden. Neben der im Berichtsjahr realisierten Unternehmenszukäufe begünstigte auch ein höherer Anteil an Sonderaufträgen den Bruttodeckungsbeitrag.

Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Geschäftssegmente des Konzerns:

2020 2019 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
Spezialisierte Sicherheitsdienste 646,3 71,2 629,6 69,1 16,8 2,7
Aviation Security 156,2 17,2 184 20,2 -27,8 -15,1
Mobile Dienste 76,6 8,4 70,4 7,7 6,2 8,8
Alert Services 29,4 3,2 27,8 3,1 1,5 5,4
908,5 100 911,8 100 -3,3 -0,4

Die Corona-Pandemie wirkte sich sehr unterschiedlich auf unsere Geschäftssparten aus. Während die Sicherheitsdienstleistungen an den deutschen Flughäfen infolge des drastischen Einbruchs des Luftverkehrs deutlich geringer nachgefragt wurden, verzeichneten die übrigen Segmente auch im Pandemiejahr 2020 Umsatzzuwächse. Der Mehrumsatz bei den spezialisierten Sicherheitsdiensten ist hauptsächlich auf Akquisitionen (EUR 10,7 Mio.) sowie auf die Weiterberechnungen von tariflichen Lohnsteigerungen an Auftraggeber zurückzuführen. Demgegenüber profitierten die Segmente Mobile Dienste und Alert Services zusätzlich auch von pandemiebedingten Sonderaufträgen insbesondere im Zusammenhang mit der Absicherung von Einzelhandelsfilialen.

Die Rohertragsmarge hat sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund einer veränderten Umsatzzusammensetzung deutlich um 0,9%-Punkte verbessert. Dieser Zuwachs ist vorwiegend auf einen geringeren Umsatzanteil der personalkostenintensiven Aviation Sparte sowie auf die im Jahr 2020 erworbenen Geschäftsfelder, die mit vergleichsweise höheren Margenniveaus verbunden sind, zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2020 verzeichnen die übrigen Betriebserträge insbesondere infolge der Weiterbelastung von IT-Kosten im internationalen Konzernverbund (EUR 4,1 Mio.) eine deutliche Zunahme. Für den Anstieg des übrigen Betriebsaufwands sind vorwiegend höhere Aufwendungen für Konzernumlagen (+ EUR 2,6 Mio.), Forderungsverluste und Wertberichtigungen auf Kundenforderungen (+ EUR 3,5 Mio.) sowie die erstkonsolidierten Unternehmen maßgeblich.

Während die Abschreibungen auf Sachanlagen sich moderat rückläufig zeigen, betreffen höhere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände die Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenverträge aus der Erstkonsolidierung der Stanley Security im Berichtsjahr.

Das Zinsergebnis sowie die Konzernsteuerquote des Berichtsjahres haben sich im Wesentlichen im Zusammenhang mit periodenfremden Steuernachzahlungen und entsprechenden Zinsen hierauf verschlechtert.

2. Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage ist verdichtet nach den maßgeblichen Positionen in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 51,5 19,9 23,8 11,3 27,7 116,4
Sachanlagen 45,3 17,5 44,9 21,3 0,4 0,9
Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Anlagevermögen 96,8 37,4 68,7 32,5 28,1 40,9
Vorräte 12,4 4,8 1,7 0,8 10,7 629,4
Forderungen gegen Kunden 130,6 50,5 126,0 59,7 4,6 3,7
Sonstige Aktiva 9,7 3,8 7,7 3,7 2,0 26,0
Flüssige Mittel 9,2 3,6 7,0 3,3 2,2 31,4
Umlaufvermögen 161,9 62,6 142,4 67,5 19,5 13,7
258,7 100,0 211,1 100,0 47,6 22,5
PASSIVA
Eigenkapital 76,5 29,6 61,5 29,1 15,0 24,4
Pensionsrückstellungen 7,5 2,9 6,5 3,1 1,0 15,4
Steuerrückstellungen 6,6 2,6 2,9 1,4 3,7 127,6
Sonstige Rückstellungen 50,4 19,5 43,3 20,5 7,1 16,4
Verbindlichkeiten Liefer- und Leistungsverkehr 12,3 4,8 11,5 5,5 0,8 7,0
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling 42,8 16,5 30,9 14,6 11,9 38,5
Sonstige Passiva 56,0 21,7 49,9 23,6 6,1 12,2
Latente Steuern 6,6 2,6 4,6 2,2 2,0 43,5
Fremdkapital 182,2 70,4 149,6 70,9 32,6 21,8
258,7 100,0 211,1 100,0 47,6 22,5

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 2020 deutlich erhöht. Zu dieser Entwicklung hat insbesondere der Erwerb der STANLEY Security beigetragen. Während die immateriellen Vermögensgegenstände akquisitionsbedingt einen Anstieg um EUR 34,1 Mio. verzeichneten, führte die Erstkonsolidierung im Vorratsvermögen zu einem signifikanten Anstieg um EUR 10,5 Mio. Auf der Passivseite waren neben höheren Bilanzansätzen auch mittelbar über den Anstieg des Cash-Poolings die Folgen des Unternehmenserwerbs ersichtlich.

Maßgeblich für höhere Kundenforderungen trotz eines geringeren Umsatzzuwachses sowie eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes ist hauptsächlich die vorgenannte Konzernkreiserweiterung. Die nach den internationalen Konzernvorgaben ermittelte Kreditdauer von Kundenforderungen erhöhte sich von 42 Tagen im Vorjahr auf 43 Tage zum Bilanzstichtag 2020.

Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Konzernjahresüberschusses um EUR 15,0 Mio. erhöht, nachdem im Berichtsjahr eine Gewinnausschüttung nicht erfolgte.

Die sonstigen Rückstellungen verzeichnen hauptsächlich aufgrund der Erstkonsolidierungen und höherer Ansätzen für ausstehende Rechnungen und Restrukturierungsprogramme einen Anstieg.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash Pooling, trotz eines deutlich verbesserten Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, steht im Zusammenhang mit den höheren Investitionsausgaben des Geschäftsjahres.

In den sonstigen Passiva sind hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern für den Abrechnungsmonat Dezember und aus Umsatzsteuer sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen zusammengefasst.

3. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

Securitas Deutschland ist über die Konzernmuttergesellschaft Securitas Holding GmbH in das internationale Cash-Pooling-System der Securitas Gruppe eingebunden. Der Liquiditätsausgleich wird über deren Schwestergesellschaft Securitas Treasury Ireland Ltd., Dublin/Irland, abgewickelt. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Kontokorrentverbindlichkeit des deutschen Securitas Konzerns auf EUR 42,8 Mio. (Vj: EUR 30,9 Mio.).

b) Investitionen

Die zahlungswirksamen Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres verteilen sich wie folgt:

2020
Mio. EUR
2019
Mio. EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,2 3,5
Sachanlagen 16,7 15,4
Erwerb von konsolidierten Unternehmen 32,9 0,0
51,8 18,9

Mit dem Ziel, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis zu legen, ist die Investitionsstrategie des Konzerns maßgeblich durch die Modernisierung und den Ausbau des operativen Sachanlagevermögens (insbesondere Einsatzfahrzeuge, Sicherheitsanlagen) und Unternehmenszukäufe gekennzeichnet.

Im Berichtsjahr fallen die Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höher aus. Insbesondere die Akquisition der STANLEY Security Unternehmensgruppe hat die Investitionsausgaben im Jahr 2020 geprägt. Die Zugänge im Sachanlagevermögen stellen Erweiterungs- und Ersatzbeschaffungen vorwiegend zugunsten des Fuhrparks sowie Überwachungsanlagen dar.

c) Liquidität

Die Entwicklung der als Finanzmittelbestand definierten flüssigen Mittel des Konzerns stellt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt dar:

2020
Mio. EUR
2019
Mio. EUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 53,6 17,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -50,9 -17,5
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -0,5 -0,8
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 2,2 -1,2
Finanzmittelbestand am 1.1. 7,0 8,2
Finanzmittelbestand am 31.12. 9,2 7,0

Im Berichtsjahr hat sich der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit trotz des Ergebnisrückgangs deutlich verbessert. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden die Zahlungsmittel nicht durch den Abbau von Verbindlichkeiten belastet.

Bei der Investitionstätigkeit betreffen die Auszahlungen im Wesentlichen Unternehmensübernahmen (EUR 32,9 Mio.) sowie die Modernisierung des Fuhrparks (EUR 7,7 Mio.) und die Erweiterung von technischen Überwachungslösungen (EUR 5,0 Mio.).

Der Zahlungssaldo aus der Finanzierungstätigkeit ist auf die Zinszahlungen im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling und periodenfremden Steuernachzahlungen zurückzuführen.

C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Als Sicherheitsdienstleister sind die Gesellschaften der Securitas Deutschland im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Sie begegnen diesen Risiken durch ein umfassendes Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Entscheidungen ist. Zielsetzung ist hierbei, die im Zusammenhang mit den Dienstleistungen potenziell entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Gleichzeitig wird das Management die sich bietenden Geschäftschancen konsequent nutzen, um ein erfolgreiches Wachstum zu erreichen.

Bestandteile des Risikomanagementsystems sind Risikoanalysen auf deren Grundlage ein Risk-Business Plan entwickelt wird, die Vertragsgestaltung, das Planungssystem, das interne Reporting, eine umfassende externe Berichterstattung sowie eine professionelle Revision.

Das Risikomanagement im Bereich der Vertragsgestaltung umfasst die Vorgabe, dass grundsätzlich rechtlich geprüfte Standardverträge zu verwenden sind. Die kategorisch unzulässigen Vertragsklauseln, die Aufklärung von Mitarbeitern und genau festgelegte Genehmigungsprozesse sowie eine Risikoanalyse des durchzuführenden Vertrages sind ebenfalls definiert. Verträge, die vom Standard abweichen oder bestimmte Risikomerkmale aufweisen, werden vor Unterzeichnung unter enger Einbindung der Rechtsabteilung verhandelt und bedürfen gegebenenfalls der Freigabe durch die vom Konzern festgesetzten Genehmigungsstufen. Zudem erfolgen Nachschauanalysen bei Abweichungen von den vorgegebenen Standardverträgen.

Auf Grundlage strategischer Konzernplanung ermöglicht das Planungssystem, potentielle Risiken aufzudecken und abzuschätzen. Mögliche Gefahren finden frühzeitig im Entscheidungsprozess Berücksichtigung, so dass Steuerungsmaßnahmen zur Risikobewältigung rechtzeitig eingeleitet werden können.

Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken erfolgt mit Hilfe eines standardisierten internen Berichtswesens. Die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften sowie verschiedene Managementebenen werden über die aktuelle wirtschaftliche Situation und den Grad der Zielerreichung regelmäßig informiert. Durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen wird die Risikotransparenz zusätzlich erhöht.

Einen weiteren Kontrollmechanismus bildet das in der Securitas-Gruppe etablierte Compliance Management System. Dies umfasst neben der Vorgabe bestimmter zentraler Kriterien auch die Implementierung des Verhaltenskodex (Werte und Ethische Grundsätze von Securitas), der Antikorruptionsrichtlinie sowie einer Whistleblower-Hotline ("Ethics Point"). Die Einhaltung dieser Regelungen wird kontinuierlich stichprobenartig durch das Qualitätsmanagement auditiert. Darüber hinaus wird zukünftig durch regelmäßig durchgeführte Revisionen die Einhaltung der Vorgaben überprüft und gewonnene Erkenntnisse zur Fortentwicklung des Compliance Systems verwendet.

Mit der Umsetzung der bei Securitas bestehenden Antikorruptionsrichtlinie wurde das bestehende e-Learning-Angebot um eine Schulung zur Antikorruption für Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter und alle mit Beschaffungsprozessen betrauten Beschäftigten erweitert. Es ergänzt als Bestandteil des Compliance Systems den Schulungskomplex zum vorgenannten Verhaltenskodex sowie die Whistleblower Hotline.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen für die zukünftige Entwicklung

Die Sicherheitsbranche sieht sich einem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüber. Neben terroristischen Bedrohungen und einer höheren Kriminalitätsbelastung - insbesondere im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten - ist das Sicherheitsempfinden auch durch eine steigende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft geprägt. Daher kommen private Sicherheitsdienste mittlerweile auch in Jobcentern, Schulen und Krankenhäusern zum Einsatz. Diese Ausweitung des Aufgabenspektrums verläuft in enger Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und der Polizeiverwaltung.

Vor diesem Hintergrund verändern sich die Herausforderungen an die Sicherheitswirtschaft. Securitas trägt den sich verändernden Rahmenbedingungen und Erwartungen Rechnung und konzipiert intelligente Sicherheitslösungen, die personelle Dienstleistungen mit Sicherheitstechnik sowie organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven und wirtschaftlichen Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Entscheidend ist hierbei, den idealen Mix aus verschiedenen Kompetenzen zu bestimmen und das Zusammenspiel zwischen Sicherheitsmitarbeiter und Technik klug auszutarieren. Ein tiefes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kunden auf Grundlage langjähriger Beziehungen ermöglichen die Konzeption maßgeschneiderter Lösungen, die ein hohes Maß sowohl an Sicherheit als auch Wirtschaftlichkeit erfüllen.

In den kommenden Jahren wird Videoüberwachung im Sicherheitssektor weiter an Bedeutung gewinnen. Securitas ist überzeugt, dass sich diese Technik der Echtzeitsicherheit zu einem wesentlichen Unterscheidungsmerkmal zwischen den Sicherheitsunternehmen entwickeln wird und investiert daher stark in diesem Bereich. Mit dem Aufbau der Geschäftseinheit Technical Solutions wird im gesamten deutschen Konzern die technische Fachkompetenz intensiv verstärkt. Die Beratungskompetenz steigt und neue Produkte, wie zum Beispiel die audiovisuelle Fernüberwachung (Remote Video Solutions), können gezielt im Rahmen der Lösungsentwicklung implementiert werden.

Securitas wird auch in Zukunft strategische Akquisitionen insbesondere ausgerichtet auf den Erwerb von technischer Expertise realisieren, um das Ziel, sich als Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Sicherheitskonzepten zu etablieren, konsequent umzusetzen.

Im Jahr 2020 trugen Sicherheitslösungen und -technik rd. 22,4 % (Vj: 19,4 %) zum Gesamtumsatz bei. Securitas strebt an, diesen Umsatzanteil in den folgenden Jahren weiter auszubauen. Technik, Kenntnisse und Markt sind bereits entwickelt und das Management geht davon aus, dass ein höherer Technikanteil in der Sicherheitsinfrastruktur die Gesamtkosten der Kunden senkt und somit zu einer zufriedenstellenden Sicherheitslösung beiträgt.

Insgesamt sieht das Management die Unternehmensgruppe nicht zuletzt auch durch den Erwerb der STANLEY Security bei der weiteren Forcierung kundenspezifischer technischer Sicherheitslösungen für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

II. Risiken für die zukünftige Entwicklung

Der Securitas Konzern ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche die Geschäftstätigkeit und damit unmittelbar auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Insbesondere die nachfolgend dargestellten Risiken sind Bestandteil eines permanenten Monitoringprozesses. Die Reihenfolge der Auflistung orientiert sich an dem Potenzial der jeweiligen Risikokategorie, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu belasten.

Preisrisiken

Die abgeschlossenen Tarifverträge waren in der jüngeren Vergangenheit mit deutlichen Entgelterhöhungen verbunden. Tendenziell sind infolge des Personalmangels in der Branche auch zukünftig Lohnerhöhungen über dem allgemeinen Durchschnitt zu erwarten. Inwieweit diese Erhöhungen an die Auftraggeber weitergegeben werden können, hängt neben der konjunkturellen Situation auch von der Wettbewerbsintensität ab. Sofern tarifvertragliche Entgeltsteigerungen nicht in ausreichendem Maße durch Preissteigerungen kompensiert werden könnten, würden Margenrückgänge resultieren. Dieser Entwicklung versuchen wir mit dem Ausbau des technologiebasierten Anteils unseres Serviceportfolios entgegenzuwirken.

Personalrisiken

Zur optimalen Ausrichtung der Dienstleistungen auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse stellen qualifizierte und motivierte Beschäftigte einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Mit Blick auf den demographischen Wandel und die zunehmenden Anforderungen an Sicherheitsaufgaben hängt der künftige Erfolg wesentlich davon ab, engagierte und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, zu halten und zu entwickeln. Um zeitgemäße technische Anlagen und Systeme bei unseren Auftraggebern betreuen zu können, müssen zudem die Weiterbildungsprozesse ausgebaut und finanziert werden.

Personalknappheit kann dazu führen, dass zusätzlich Aufträge nicht angenommen bzw. lediglich durch einen erhöhten Rückgriff auf Subunternehmen abgewickelt werden können. Zudem können sich Personalengpässe aufgrund steigender Lohnkosten spürbar auf die Ertragsentwicklung auswirken.

Neben dem Ausbau von Mitarbeiterbindungsprogrammen sowie Recruitingswegen stellt die Fokussierung auf die Zusammenführung von traditionellen Onsite-Sicherheitsdienstleistungen mit Fernüberwachung, mobilen Diensten und weiteren sicherheitstechnischen Lösungen einen wichtigen Beitrag dar, diesen Personalrisiken zu begegnen.

Konjunkturelle Risiken

Als Dienstleistungskonzern ist die Unternehmensgruppe allgemeinen konjunkturellen Risiken ausgesetzt, die sich auf die wirtschaftliche Situation ihrer Kunden respektive potenzieller Kunden und damit deren Nachfrageverhalten auswirken können. Wir erwarten aufgrund der geringen konjunkturellen Sensibilität unseres Stammgeschäfts sowie der Unabhängigkeit von einzelnen Kunden oder Dienstleistern keine signifikanten konjunkturbedingten Belastungen. Im schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld des Berichtsjahres hat sich bestätigt, dass aufgrund des diversifizierten Kundenportfolios und fester Vertragsbeziehungen konjunkturelle Rückschläge für einen gewissen Zeitraum weitgehend kompensiert werden können.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Wir stellen einen hohen Anspruch an unsere Servicequalität und die Zufriedenheit unserer Kunden. Unser Qualitätsmanagement umfasst neben der Gewinnung geeigneter Mitarbeiter auch die sorgfältige Auswahl und die Auditierung von beauftragten Subunternehmen. In 2020 erfolgte die Weiterentwicklung eines Konzepts zum Auswahl- und Auditprozess von Subunternehmen, um den hohen Qualitätsstandards auch angesichts steigender Komplexität gerecht zu werden.

Akquisitionsrisiken

Unsere Wachstumsstrategie schließt auch die Übernahme von Unternehmen mit komplementierenden Sicherheitslösungen und zukunftsgerichteter technischer Expertise ein. Bei Unternehmenszukäufen bestehen Risiken hinsichtlich der Akquisitionsdurchführung, Integration und Erfüllbarkeit der zugrundeliegenden Erwartungen. Unter anderem können das Nichterreichen von operativen Zielen und Synergievorhaben sowie höhere Integrationskosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns belasten.

Diesen Akquisitionsrisiken wird durch einen strukturierten sowie differenzierten Entscheidungsprozess unter Einbindung der Erfahrung der Führung des internationalen Securitas Konzerns und durch umfassende Due Diligence-Prüfungen begegnet.

Informationstechnische Risiken

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Performance und Informationssicherheit konsequent ausgebaut. Mit der Einsetzung eines Informationssicherheitsbeauftragten wurde das Sicherheitskonzept kontinuierlich professionalisiert und sich verändernden Gefährdungen laufend angepasst. Für nicht zeitgemäße IT-Systeme sind Umstellungsprojekte terminiert.

Forderungsausfallrisiken

Auf Grundlage eines qualifizierten Forderungsmanagements werden Außenstände fortlaufend aktiv überwacht und Zahlungsstörungen frühzeitig identifiziert und diesen entgegengesteuert. Erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Berichtsjahr 2020 waren höhere Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere in der durch die Corona-Krise betroffenen Kundenbranche wie der Einzelhandel und Flugwirtschaft belasteten Forderungsverluste und Wertberichtigungen die Ertragslage. Bereits zu Beginn der Pandemie wurde das Forderungsmanagement personell verstärkt und die Sensibilität hinsichtlich Zahlungsverzögerungen erhöht.

Liquiditätsrisiken

Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan eingesetzt, der permanent an aktuelle Entwicklungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Abdeckung des Finanzierungsbedarfs erfolgt über das internationale Cash-Pooling.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Der Konzern verfügt über einen gewissen Bekanntheitsgrad im Markt sowie ein beständiges Geschäftsmodell. Eine gute Eigenkapitalstruktur und eine stabile Finanzmitteldisposition sowie eine nachhaltig ausgerichtete Unternehmensführung sichern den langfristigen Erfolg des Konzerns. Die Risiken im Berichtsjahr haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken ergaben sich im Geschäftsjahr 2020 nicht und sind auch für die überschaubare Zukunft nicht ersichtlich.

III. Prognosebericht

Zum Ausbau unserer Wettbewerbsposition verfolgen wir eine nachhaltige Transformations- und Wachstumsstrategie. Dieses Entwicklungsziel ist eingebettet in die weltweite Vision des Securitas Konzerns.

Die Transformation von einem traditionellen Stunden- zu einem Lösungsanbieter erfuhr in 2020 durch den Erwerb der STANLEY Security Gruppe einen bedeutenden Fortschritt. Weitere Meilensteine auf dem Weg zur Automatisierung und Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse markieren die im Berichtsjahr realisierte Umstellung auf ein zeitgemäßes ERP-System sowie auf eine integrierte Software zur Fernsteuerung von Überwachungsaufgaben. Die Weiterentwicklung von innovativen Sicherheitslösungen ist ein wichtiger Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung für die Zukunft. Die optische Modernisierung unserer Markenidentität zu Beginn des laufenden Jahres unterstreicht den eingeschlagenen Wandlungsprozess und das Selbstverständnis.

Insgesamt sind die Grundlagen für unsere Umsatz- und Ertragsziele mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Marktes und der Stärken unserer internationalen Unternehmensgruppe strategisch und nachhaltig gelegt. Diese Ausrichtung wird kontinuierlich an die sich dynamisch ändernde Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen angepasst. Neben dem organischen Wachstum setzen wir zukünftig verstärkt auch auf die Expansion durch Akquisition von Unternehmen mit einem komplementierenden Serviceportfolio.

Die zukünftige Entwicklung wird einerseits durch den weiteren Ausbau des Umsatzanteils sicherheitstechnischer Lösungen begünstigt. Andererseits stellen der Personalmangel sowie überproportional steigende Löhne ebenso wie die anhaltenden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie Belastungen für die Ertragslage dar. Inwieweit die coronabedingte Wirtschaftskrise auch strukturelle Veränderungen innerhalb unser Branche auslösen wird, kann derzeit nicht beurteilt werden.

Insgesamt ist es der Securitas Gruppe auf Grundlage ihres Business Continuity Plan, der auch Maßnahmen für den Fall einer Pandemie vorsieht, bisher gelungen mit Weitsicht durch die Corona-Krise zu kommen. Mit der umgehenden Aktivierung des Pandemiekonzeptes wurde frühzeitig proaktiv der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie das Aufrechterhalten unserer Servicebereitschaft für unsere Kunden konsequent verfolgt.

Derzeit hängt die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin stark von der Corona-Pandemie und des Verlaufs des Infektionsgeschehens ab. Im ersten Halbjahr 2021 werden die Einschränkungen infolge von weiterhin bestehenden Lockdowns unterschiedlicher Intensität sowie Sicherheitskonzepten die Wirtschaftsdynamik noch dämpfen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 ist mit fortschreitender Impfquote, verbesserter Infrastruktur für regelmäßiges Testen und Nachverfolgen von Infektionsketten eine sukzessive Erholung der Gesamtwirtschaft zu erwarten. Vielversprechend sind erste Berichte über die positiven Entwicklungen in Ländern mit einer zu diesem Zeitpunkt höheren Impfpenetration in der Bevölkerung.

Im Geschäftsjahr 2021 wird sich der Ergebnisbeitrag der Akquisitionen im Gegensatz zum Berichtsjahr ganzjährig niederschlagen, in dem lediglich der Zeitraum der Konzernzugehörigkeit ab 1. November 2020 berücksichtigt wurde. In einer Gesamtwürdigung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2021 eine Verbesserung der Ertragslage. Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse und Hochrechnungen budgetieren wir für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 965,0 Mio., ein EBITA von EUR 38,0 Mio. sowie ein Konzernjahresergebnis von EUR 18,0 Mio. Mit Blick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2021 gehen wir davon aus, dass die vorgenannten Planwerte auf Basis der zum Erstellungsstichtag bekannten Informationen für das Gesamtjahr 2021 erreicht werden können.

 

Düsseldorf, 30. April 2021

Securitas Holding GmbH

Geschäftsführung

Herwarth Brune

Jens Müller

Carmen Schmieder

1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2020

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

AKTIVA

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.382 11.277
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.140 11.925
3. Geleistete Anzahlungen 0 626
51.522 23.828
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.590 4.814
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.157 38.293
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.574 1.818
45.321 44.925
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 13 13
2. Beteiligungen 2 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0
35 15
96.878 68.768
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.339 0
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.791 542
3. Waren 1.232 1.166
12.362 1.708
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 130.628 126.024
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.502 2.249
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.232 4.658
139.362 132.931
III. Flüssige Mittel 9.229 6.998
160.953 141.637
C. Rechnungsabgrenzungsposten 828 669
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 35 56
258.694 211.130

PASSIVA

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.023 1.023
II. Kapitalrücklage 117.716 117.716
III. Konzernbilanzverlust -42.240 -57.222
76.499 61.517
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.484 6.455
2. Steuerrückstellungen 6.597 2.937
3. Sonstige Rückstellungen 50.434 43.337
64.515 52.729
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.977 77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.347 11.480
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.609 31.136
4. Sonstige Verbindlichkeiten 47.433 49.373
110.366 92.066
D. Rechnungsabgrenzungsposten 734 187
E. Passive latente Steuern 6.580 4.631
258.694 211.130

Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

2020
TEUR
2019
TEUR
1. Umsatzerlöse 909.847 912.464
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -2.342 -89
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 116 110
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.237 11.389
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 7.041 5.209
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 78.436 80.842
85.477 86.051
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 573.992 584.552
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 118.362 120.424
692.354 704.976
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.856 25.308
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 90.961 80.593
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66 74
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.992 1.371
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.859 5.257
13. Konzernergebnis nach Steuern 15.427 20.392
14. Sonstige Steuern 445 344
15. Konzernjahresüberschuss 14.982 20.048

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

INHALT

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

III. Konsolidierungsgrundsätze

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

V. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

(2) Geschäfts- oder Firmenwerte

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

(4) Flüssige Mittel

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

(6) Konzernbilanzverlust

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

(8) Steuerrückstellungen

(9) Sonstige Rückstellungen

(10) Verbindlichkeiten

(11) Passive latente Steuern

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

(13) Sonstige betriebliche Erträge

(14) Personalaufwand

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

VIII. Sonstige Angaben

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte

(19) Arbeitnehmer

(20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

(21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

(22) Ergebnisverwendung

(23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens

(24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

(25) Konzernzugehörigkeit

Integrale Anlagen zum Konzernanhang

Entwicklung des Konzernanlagevermögens Anlage 1
Anteilsbesitzliste Anlage 2

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Securitas Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 33348 eingetragen und hat ihren Sitz in Düsseldorf.

Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Darstellung erfolgt in Tausend Euro (TEUR), wobei die Beträge jeweils kaufmännisch gerundet werden.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Soweit Angaben wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen können, werden sie im Anhang vorgenommen.

Dieser Konzernabschluss wirkt für einen Teil der einbezogenen Gesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB (Kapitalgesellschaften) bzw. § 264b HGB (Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a Abs. 1 HGB) befreiend. Die Gesellschaften, welche die Befreiungsregelungen in Anspruch nehmen, sind in der Anteilsbesitzliste, die integraler Bestandteil dieses Anhangs ist, gekennzeichnet.

II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Securitas Holding GmbH als Mutterunternehmen 57 (Vj: 58) unmittelbar oder mittelbar gehaltene Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Securitas Holding GmbH die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Im Vergleich zum Vorjahr verkleinerte sich der Konsolidierungskreis im Verlauf des Berichtsjahres um ein Tochterunternehmen infolge von drei Verschmelzungen und und zwei Unternehmenskäufen.

Zum handelsrechtlichen Übertragungsstichtag 1. Januar 2020 wurden die drei nachfolgenden Konzernunternehmen verschmolzen:

Übertragender Rechtsträger Sitz Übernehmender Rechtsträger Sitz
Schutz- und Wachdienst Michel GmbH Neukirchen/Pleiße SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG Dresden
Securitas GmbH Sicherheitsdienste Essen SECURITAS Services GmbH Düsseldorf
contro Veranstaltungsdienste GmbH Hamburg Securitas Event + Fair Solutions GmbH & Co. KG Hamburg

Im Berichtsjahr erfolgte die Erstkonsolidierung der folgenden zwei erworbenen Gesellschaften:

Gesellschaft Sitz Geschäftsgegenstand Erwerbszeitpunkt
Stanley Security Deutschland Holding GmbH Ratingen Steuerung der operativen GmbH 2.11.2020
Stanley Security Deutschland GmbH Ratingen Herstellung und Vertrieb von Sicherheitstechnik 2.11.2020

Die erstkonsolidierten Gesellschaften wirkten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden des Konzerns aus:

Vermögensgegenstände TEUR
Firmenwerte 27.220
Immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen 7.700
Sonstiges Anlagevermögen 554
Umlaufvermögen 21.607
Flüssige Mittel 4.738
61.819
Schulden
Rückstellungen 3.534
Verbindlichkeiten 18.322
Latente Steuern 2.310
24.166
Kaufpreis inkl. Nebenkosten 37.653

Die aktivierten beizulegenden Zeitwerte entsprachen mit Ausnahme der aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände aus Akquisitionen im Wesentlichen den Buchwerten bei den erworbenen Unternehmen. Die Firmenwerte in Höhe von EUR 27,2 Mio. beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögensgegenstände wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte, Erschließung neuer Märkte und zusätzliche Marktpotenziale aus der Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten.

In den Monaten November und Dezember 2020 erwirtschafteten die vorstehenden Unternehmen Außenumsätze in Höhe von insgesamt EUR 11,0 Mio. € und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,6 Mio.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung dieser erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr durch diese Veränderung des Konsolidierungskreises nicht beeinträchtigt.

Auf eine Einbeziehung gem. §§ 311 Abs. 1 und 312 HGB ("at Equity) der Münchner U-Bahn Bewachungsgesellschaft mbH, München, an der eine Beteiligung in Höhe von 49 % vorliegt, wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB) verzichtet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 weist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 22 aus.

In der integralen Anlage 2 zum Konzernanhang (Anteilsbesitzliste) sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen aufgeführt. In dieser Anteilsbesitzliste sind zudem auch Name, Sitz und Rechtsform der Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist, vermerkt. Hierin enthalten ist auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch machen.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Einzelabschlusses der Muttergesellschaft aufgestellt. Der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden den in den bilanzierten und den nicht bilanzierten Vermögensgegenständen der Tochtergesellschaften enthaltenen stillen Reserven zugeordnet bzw., soweit die aktiven Unterschiedsbeträge diese stillen Reserven übersteigen, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit.

Statuswahrende Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen werden als Kapitalvorgang abgebildet. Hiernach werden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Falle einer Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Anteile erfolgsneutral in das Konzern-Eigenkapital eingestellt.

Die aus Anlagenverkäufen innerhalb des Konzerns resultierenden Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Insbesondere erfolgt eine Zwischenergebniseliminierung für konzern-interne Veräußerungen von Kundenverträgen sowie Überwachungsanlagen. Zwischenergebnisse aus Lieferbeziehungen im Umlaufvermögen innerhalb der Unternehmensgruppe sind nur von geringfügiger Bedeutung, so dass eine Zwischengewinneliminierung insoweit nicht erforderlich ist.

Die gegenseitigen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden alle konzerninternen Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Der Ansatz von latenten Steuern erfolgt für zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen nach § 274 HGB sowie auf Konsolidierungsvorgänge nach § 306 HGB. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt nach Verrechnung von aktiven und passiven Latenzen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der konsolidierten Konzerngesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, aufgestellt.

Die dem vorliegenden Konzernabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen.

Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung angesetzten Kundenaufträge werden über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden in Abhängigkeit von der durchschnittlichen Kundenbindungsdauer des erworbenen Kundenportfolios geschätzt.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit der zugrundeliegenden Kundenbeziehungen, der Erlangung technischer Expertise und Fachwissen der Mitarbeiter, der erwarteten Synergieeffekte und der aus Übernahme entstehenden zusätzlichen Marktzugänge sowie -potenziale linear über einen Zeitraum von fünf bis zwanzig Jahren.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die durch planmäßige, der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechende, lineare Abschreibungen gemindert werden. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die erwarteten Nutzungsdauern von zwei bis 33 Jahren verteilt. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert für Gegenstände des Anlagevermögens über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt nach der Fifo-Methode. Dabei wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Waren auch zuerst verbraucht werden.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden erforderliche Abwertungen vorgenommen.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt hierbei anhand des Durchschnittsverfahrens. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie noch zu erwartende Skontoabzüge sind angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,31 % (i. Vj: 2,71 %). Für die zu erwartenden Entgelt- und Rentensteigerungen ist ein Trend in Höhe von 2,00 % p. a. bzw. 1,75 % p. a. sowie eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5,0 % bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens.

Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Insoweit das Deckungsvermögen die Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten " Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Die Abzinsung erfolgte unter pauschal angesetzter Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde. Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit den Erfüllungsbeträgen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Buchungszeitpunkt erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt. Wie im Vorjahr werden ausschließlich latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen, da sich nach § 274 nur aktive latente Steuern - im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und Drohverluste - ergeben und im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge wurden ebenfalls nicht gebildet.

Für eine verbesserte Darstellung der Vermögenslage wird auf einen unsaldierten Bilanzausweis von aktiven und passiven latenten Steuern verzichtet und der Passivüberhang aus der Verrechnung von aktiven und passiven Steuerlatenzen auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern kommt im Konzern ein kombinierter Ertragsteuersatz von derzeit 30,0 % zur Anwendung, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen und unter V. (17) dieses Anhangs gesondert vermerkt.

V. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die in der Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

(2) Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

in TEUR Buchwert 01.01.2020 Zugänge 2020 Planmäßige Abschreibungen 2020 Buchwert 31.12.2020
Portfolio Firmenwerte 11.925 27.220 -6.005 33.140

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 130.628 126.024
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.502 2.249
Sonstige Vermögensgegenstände 5.927 4.331
139.057 132.604
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Sonstige Vermögensgegenstände 305 327
139.362 132.931

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.310 (Vj: TEUR 485) zugleich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 1.192 (Vj: TEUR 1.764) sonstige Forderungen. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.307 (Vj: TEUR 1.800) solche gegen die Alleingesellschafterin enthalten.

(4) Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Verrechnung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Entgeltumwandlungen mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen:

Bilanz 31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Deckungsvermögen 1.753 1.767
Altersvorsorgeverpflichtungen -1.718 -1.711
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 35 56
Gewinn- und Verlustrechnung 2020
TEUR
2019
TEUR
Aufwand aus der Aufzinsung von Altersvorsorgeverpflichtungen -33 -39
Ertrag aus Deckungsvermögen 25 22
Saldierter Zinsaufwand (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) -8 -17

(6) Konzernbilanzverlust

Im Berichtsjahr wurde keine Ausschüttung vorgenommen (Vj: TEUR 26.000). Der Konzernbilanzverlust entwickelt sich folgt:

31.12.20 20
TEUR
31.12.2019
TEUR
Konzernjahresüberschuss 14.982 20.048
Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr -57.222 -51.270
Ausschüttung 0 -26.000
Konzernbilanzverlust -42.240 -57.222

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit korrespondierendem Deckungsvermögen sowie die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen mit den Kapitalerträgen aus dem dazugehörigen Deckungsvermögen verrechnet.

Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung diesbezüglich vorgenommen:

Bilanz Pensionsverpflichtungen
TEUR
Deckungsvermögen
TEUR
Rückstellungen für Pensionen
TEUR
31.12.2019 6.568 -113 6.455
31.12.2020 7.612 -128 7.484
Gewinn- und Verlustrechnung Zinsanteil Pensionsverpflichtungen
TEUR
Erträge aus Deckungsvermögen
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
TEUR
2019 552 -1 551
2020 517 -2 515

Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB i. V. m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu bewerten. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 7.484. Diese liegen um TEUR 626 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2020 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,61 % ergeben hätte.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2020 unterliegt auf der Ebene der Securitas Holding GmbH in Höhe von TEUR 124 einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der übrige Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 503 ist auf der Ebene der einbezogenen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG oder mit einem Gewinnabführungsvertrag entstanden, und damit nicht ausschüttungs- oder abführungsgesperrt.

(8) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten sämtliche Steuerschulden für die Veranlagungsjahre bis zum Bilanzstichtag in ihrer voraussichtlichen Höhe.

(9) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken die nachfolgenden Verpflichtungen ab:

31.12.20 20
TEUR
31.12.2019
TEUR
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 36.844 34.936
Ausstehende Rechnungen 6.389 2.321
Rückbauverpflichtungen 1.549 1.383
Archivierungs- und Jahresabschlusskosten 1.055 958
Übrige Verpflichtungen 4.597 3.739
50.434 43.337

(10) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.977 77
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.347 11.480
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.609 31.136
Sonstige Verbindlichkeiten 47.433 49.373
110.366 92.066
Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
92.066
110.366 92.066

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 1.791 (Vj: TEUR 223) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 42.818 (Vj: TEUR 30.872) auf das Cash-Pooling sowie in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 41) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 1.646 (Vj: TEUR 75) die Gesellschafterin.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 14.172 (Vj: TEUR 16.409) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 959 (Vj: TEUR 799) ausgewiesen.

(11) Passive latente Steuern

Latente Steuern infolge von abweichenden handelsrechtlichen und steuerlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen resultieren ausschließlich aus Konsolidierungsvorgängen im Sinne des § 306 HGB. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Nachfolgend sind die betroffenen Bilanzpositionen sowie entstehenden Steuerlatenzen vor Verrechnung dargestellt.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Bilanzposition 31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 263 476 2.918 1.139
Sachanlagen 200 157 0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgenstände 0 0 4.125 4.125
Bestand vor Verrechnung 463 633 7.043 5.264
Verrechnung latente Steuern -463 -633 -463 -633
Bilanzausweis nach Verrechnung 0 0 6.580 4.631

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2020 sind nachfolgend dargestellt:

Bilanzposition 01.01.2020
TEUR
Zugang
TEUR
Abgang
TEUR
31.12.2020
TEUR
Aktive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 476 0 213 263
Sachanlagen 157 43 0 200
633 43 213 463
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.139 2.310 531 2.918
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.125 0 0 4.125
5.264 2.310 531 7.043

Die Zugänge zu den latenten Steuern des Berichtsjahres betreffen im wesentlichen die Erstkonsolidierung der Stanley Security, während die Abgänge ausschließlich auf ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen beruhen.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich auf folgende Segmente aufteilen:

2020 2019
TEUR % TEUR %
Spezialisierte Sicherheitsdienste 646.363 71,0 629.625 69,0
Aviation Security 156.231 17,2 183.948 20,2
Mobile Dienste 76.606 8,4 70.371 7,7
Alert Services 29.341 3,2 27.815 3,0
Vermietung von Immobilien 1.306 0,2 705 0,1
909.847 100,0 912.464 100,0

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland realisiert.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Vereinnahmung von Eingliederungsbeihilfen, Erlöse aus mitarbeiterbezogenen Sachbezügen, die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtungen auf Forderungen sowie Versicherungsentschädigungen.

Periodenfremde Erträge lagen im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund von Auflösung von Rückstellungen sowie von Wertberichtigungen auf Forderungen und einer Erstattung von Management Fee in Höhe von TEUR 2.401 (Vj: TEUR 3.388) vor.

(14) Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 771 (Vj: TEUR 560) enthalten.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernumlagen, Kraftfahrzeuge, Mieträume, Versicherungsbeiträge, personalbezogene Sachkosten und Werbung.

(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen bezüglich verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 368 (Vj: TEUR 668) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 504 (Vj: TEUR 539) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
2019
TEUR
Laufende Ertragsteuern 7.222 5.146
Latente Ertragsteuern -361 -153
Periodenfremde Ertragsteuern (Aufwand) 3.671 568
Periodenfremde Ertragsteuern (Ertrag) -673 -307
9.859 5.257

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Erstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte unter Beachtung der Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 21) entsprechend der sogenannten indirekten Methode. In den Finanzmittelfonds wurden die flüssigen Mittel einbezogen.

Im Vorjahr wurde in der Kapitalflussrechnung die nicht zahlungswirksame Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von EUR 26 Mio (aktuelles Jahr EUR 0) nicht unter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt, sondern mit der Veränderung der maßgeblichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen innerhalb des operativen Cashflows aufgerechnet.

VIII. Sonstige Angaben

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse undaußerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag stellen sich die Verpflichtungen aus bestehenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in folgender Höhe und Fälligkeit wie folgt dar:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Verpflichtungen mit Fälligkeit innerhalb eines Jahres 6.421 6.149
Verpflichtungen mit Fälligkeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren 8.249 9.510
Verpflichtungen mit Fälligkeit in mehr als fünf Jahren 2.618 3.550
17.288 19.209

Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich langfristige Mietverträge für Geschäftsräume. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zu einem Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

(19) Arbeitnehmer

Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich in den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beläuft sich auf 20.893 (Vj: 21.699) und setzt sich wie folgt nach Segmenten zusammen:

2020
Anzahl
2019
Anzahl
Spezialisierte Sicherheitsdienste 17.791 16.295
Aviation Security 1.790 3.956
Mobile Dienste 1.144 1.281
Alert Services 168 168
20.893 21.699

(20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf insgesamt TEUR 362 und setzt sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
2019
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 362 330
Andere Bestätigungsleistungen 115 77
477 407

(21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

(22) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Alleingesellschafterin vor, eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 20,9 Mio. aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2020 der Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt EUR 70,7 Mio. vorzunehmen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 49,9 Mio. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

(23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens

Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:

Herwarth Brune, Seeheim-Jugenheim, CEO, Vorsitzender der Geschäftsführung

Gabriele Biesing, Düsseldorf, Arbeitsdirektorin (bis 31. Dezember 2020)

Jens Müller, Hamburg, COO

Carmen Schmieder, Berlin, CFO (seit 1. Juni 2020)

Dr. Heiko Kroll, Mülheim a.d.R., CFO (bis 31. Januar 2020)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben betrugen für das Berichtsjahr konzernweit TEUR 2.657 (Vj: TEUR 2.055). Bezüge an ehemalige Geschäftsführer wurden nicht ausgezahlt.

Der Aufsichtsrat setzt bzw. setzte sich wie folgt zusammen:

Dr. Carl-Albrecht Schade, Vorsitzender

Geschäftsführer der Dr. Schade Management & Beteiligungs GmbH, Düsseldorf

Andrea Weber, Stellvertretende Vorsitzende

Freigestellte Betriebsrätin bei Securitas

Bart Adam, CFO der Securitas AB, Stockholm/Schweden

Anke Anderie, Geschäftsführerin der Manpower Group Deutschland GmbH & Co. KG,

Frankfurt am Main

Dieter Altmann, Landesfachbereichsleiter ver.di Landesbezirk Nord

Peter Karlströmer, Divisional President Security Services Europe der Securitas AB, Stockholm/Schweden

Uwe de Jong, Freigestellter Betriebsrat bei Securitas

Thorsten Herrmann, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH, München

Dieter Heuser, Freigestellter Betriebsrat bei Securitas

Kaweh Niroomand, Geschäftsführer der SCC Volleyball Marketing GmbH, Berlin

Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R + V Versicherung AG, Wiesbaden

Jürgen Roos, Freigestellter Betriebsrat (seit 30. April 2020)

Benjamin Roscher, Landesfachbereichsleiter ver.di Berlin

Eva-Maria Schmidt, Landesfachbereichsleiterin ver.di Baden-Württemberg

Sven Seliger, Supervisor (seit 30. April 2020)

Ulrich Sieg, Unternehmensberater

Brigitte Smyreck, Freigestellte Betriebsrätin bei Securitas

Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost-Die Gesundheitskasse, Potsdam (seit 1. Juli 2021)

Erich Walch, Projektleiter

Martin Wiesinger, Geschäftsführer der Securitas Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Wien (seit 1. Dezember 2020)

Andrew Hermann, Freigestellter Betriebsrat (bis 29. Februar 2020)

Ulrike Binninger, Geschäftsführerin der binninger & binninger GmbH (bis 30. Juni 2020)

Aimé Lyagre, CTO Services Europe der Securitas AB, Stockholm/Schweden (bis 30. November 2020)

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 63 (Vj: TEUR 52).

(24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und weitere verbundene Unternehmen bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns ausüben. Letztere umfassen alle Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige.

Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen betreffen insbesondere verbundene Unternehmen des Konzernkreises der Muttergesellschaft Securitas AB. Verbundene Unternehmen sind damit Unternehmen, bei denen die Securitas AB die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Mit dem ausländischen verbundenen Unternehmen Securitas Treasury Ireland Limited, Dublin/Irland, bestehen Finanztransaktionen im Rahmen des europaweiten Cash-Pool-Systems. Die Teilnahme des Konzerns an dem Cash-Pooling dient der Realisierung von Gruppensynergien und erfolgt auf Grundlage der aktuellen Marktzinssätze. Sonstige Geschäftsbeziehungen, insbesondere aus dem Liefer- und Leistungsverkehrs, mit verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Konzernstrategie basiert auf der Beschränkung auf inländische Märkte. Die personalgeprägten Geschäftsaktivitäten des Konzerns und dessen Beschränkung auf den inländischen Markt schränken operative Transaktionen mit ausländischen verbundenen Unternehmen weitgehend ein.

Mit dem einzigen assoziierten Unternehmen des Konzerns bestehen keine nennenswerten Geschäftsbeziehungen.

Geschäfte mit nahe stehenden Personen betreffen vorwiegend die Mitglieder der Geschäftsleitung. Die Vergütung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats ist im vorangehenden Abschnitt dargelegt. Weitere angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern der Geschäftsleitung, des Aufsichtsrats und deren nahen Angehörigen fanden im Geschäftsjahr nicht statt.

(25) Konzernzugehörigkeit

Die Securitas Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Reg.-Nr. 556302-7241, einbezogen. Dieses Mutterunternehmen stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss wird elektronisch offengelegt unter http://www.bolagsverket.se.

 

Düsseldorf, 30. April 2021

Securitas Holding GmbH

Geschäftsführung

Herwarth Brune

Jens Müller

Carmen Schmieder

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, im Geschäftsjahr 2020

Historische Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand01.01.2020
TEUR
Zugänge Erstkonsolidierung
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.648 7.731 2.225 2.270 626 44.960
2. Geschäfts- oder Firmenwert 196.643 27.220 0 0 0 223.863
3. Geleistete Anzahlungen 626 0 0 0 -626 0
233.917 34.951 2.225 2.270 0 268.823
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.937 0 0 0 0 14.937
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.517 503 15.853 9.232 1.053 120.694
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.818 0 809 0 -1.053 1.574
129.272 503 16.662 9.232 0 137.205
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 13 0 0 0 0 13
2. Beteiligungen 2 0 0 0 0 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 20 0 0 0 20
15 20 0 0 0 35
363.204 35.474 18.887 11.502 0 406.063
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand 31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.371 3.463 2.256 26.578
2. Geschäfts- oder Firmenwert 184.718 6.005 0 190.723
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
210.089 9.468 2.256 217.301
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.123 224 0 10.347
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.224 16.164 8.851 81.537
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
84.347 16.388 8.851 91.884
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 0 0
294.436 25.856 11.107 309.185
Buchwerte
Stand 31.12.2020
TEUR
Stand 31.12.2019
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.382 11.277
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.140 11.925
3. Geleistete Anzahlungen 0 626
51.522 23.828
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.590 4.814
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.157 38.293
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.574 1.818
45.321 44.925
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 13 13
2. Beteiligungen 2 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0
35 15
96.878 68.768

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2020

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

I. Aufstellung der vollkonsolidierten Gesellschaften

Lfd. Nr. Anteil
%
Persönlich haftender Gesellschafter von (lfd. Nr.) Persönlich haftende Gesellschafter (lfd Nr.)
a) Gesellschaften, die von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch machen:
1 SECURITAS Verwaltung KKW GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100 53
2 SECURITAS Kraftwerk Sicherheit GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 53
3 SECURITAS Personalmanagement GmbH, Düsseldorf 100
4 SECURITAS Akademie GmbH, Düsseldorf 100
5 SECURITAS Services GmbH, Düsseldorf 100
6 Securitas GmbH Sicherheitsdienste, Berlin 100
7 Securitas Sicherheitsdienste GmbH, Frankfurt am Main 100
8 SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste, Hamburg 100
9 Securitas GmbH ÖPV, Hamburg 100
10 SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, Dresden 100 55
11 SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste, München 100
12 Securitas Sport & Event GmbH & Co. KG, Köln 100 51
13 SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, Stuttgart 100 56
14 SECURITAS GmbH Key Account, Berlin 100
15 Securitas Sport & Event GmbH, Leverkusen 100
16 S.O.B. - Objektschutz GmbH, Stuttgart 100
17 DH+P Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH, Offenbach am Main 100
18 SECURITAS Power & Service GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 53
19 Securitas Airline Services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100 52
20 Securitas Sicherheitsdienste GmbH, Mannheim 100
21 SECURITAS Strahlenschutz GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 53
22 SECURITAS Energy Services GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 53
23 Securitas Aeroservices GmbH & Co. KG, Lübeck 100 54
24 Landmann Team GmbH, Düsseldorf 100
25 Securitas Mobil GmbH, Berlin 100
26 Securitas GmbH Data Solutions, Düsseldorf 100
27 SGB Securitas Gleisbausicherung GmbH, Hamburg 100
28 Securitas Event + Fair Solutions GmbH & Co KG, Hamburg 100 54
29 SECURITAS Fire Control + Service GmbH & Co. KG, Berlin 100 50
30 Securitas GmbH B+L, Offenbach am Main 100
31 SECURITAS GmbH document solutions, Düsseldorf 100
32 SECURITAS GmbH Administration, Düsseldorf 100
33 Securitas Flugverkehr Services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100 52
34 SECURITAS Aviation Service GmbH & Co. KG, Berlin 100 49
35 SDVS Securitas Deutsche Verkehrssicherheits und Service GmbH, Hamburg 100
36 SECURITAS Alert Services GmbH, Mannheim 100
37 Securitas Notrufzentrale GmbH, Celle 100
38 Securitas Sicherheitstechnik GmbH, Berlin 100
39 HMF-Systems GmbH, Düsseldorf 100
40 Securitas Electronic Security Deutschland Holding GmbH, Ratingen 100
41 Securitas Electronic Security Deutschland GmbH, Ratingen 100
b) Gesellschaften ohne Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB:
42 Securitas Holding GmbH, Düsseldorf 100
43 SECURITAS GmbH Werkschutz Nord, Essenbach 100
44 SECURITAS GmbH Werkschutz, Essenbach 100
45 SECURITAS GmbH Aviation Service International, Berlin 100
46 SECURITAS GmbH Werkschutz, Düsseldorf 100
47 TC Transport Consulting GmbH, Offenbach am Main 100
48 SECURITAS Automotive Services Beteiligungs GmbH, Berlin 100
49 SECURITAS Transport Aviation Security Beteiligungs GmbH, Berlin 100 34
50 SECURITAS Feuerwehren & Brandschutz Beteiligungs GmbH, Berlin 100 29
51 SECURITAS Services Beteiligungs GmbH, Potsdam 100 12
52 Securitas Flugverkehr Services Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100 19, 33
53 SECURITAS Sicherheits Beteiligungs GmbH KKW, Offenbach am Main 100 1, 2, 18, 21, 22
54 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Nord, Hamburg 100 23, 28
55 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Ost, Dresden 100 10
56 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Südwest, Stuttgart 100 13
57 DSW Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100
58 Securitas Sicherheitstechnik Beteiligungs GmbH, Celle 100

II. Aufstellung der nicht konsolidierten Gesellschaften

Anteil
%
Eigenkapital *
TEUR
Ergebnis *
TEUR
Münchner U-Bahn Bewachungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München 49 22 -6

* Werte zum 31.12.2019

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

2020
TEUR
2019
TEUR
Konzernjahresüberschuss 14.982 20.048
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 25.856 25.308
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.189 -3.423
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 2.984 805
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva -853 6.972
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 526 -33.039
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -436 -659
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.926 1.297
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.859 5.257
-/+ Ertragsteuerzahlungen -4.373 -5.443
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 53.660 17.123
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.225 -3.496
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 831 1.384
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -16.662 -15.440
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -32.917 0
+ Erhaltene Zinsen 66 74
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -50.907 -17.478
- Gezahlte Zinsen -522 -832
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -522 -832
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.231 -1.187
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.998 8.185
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.229 6.998
Zusammensetzung Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Flüssige Mittel 9.229 6.998
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
9.229 6.998

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens gemäß Konzernbilanz
TEUR
Stand am 1. Januar 2019 1.023 117.716 -51.270 67.469
Gewinnausschüttungen 0 0 -26.000 -26.000
Konzernergebnis 0 0 20.048 20.048
Stand 31.12.2019 1.023 117.716 -57.222 61.517
Stand am 1. Januar 2020 1.023 117.716 -57.222 61.517
Gewinnausschüttungen 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 14.982 14.982
Stand 31.12.2020 1.023 117.716 -42.240 76.499
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht dem Mutterunternehmen am 31. Dezember 2020 ein Betrag von TEUR 70.737 zur Ausschüttung zur Verfügung.
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand am 1. Januar 2019 0 67.469
Gewinnausschüttungen 0 -26.000
Konzernergebnis 0 20.048
Stand 31.12.2019 0 61.517
Stand am 1. Januar 2020 0 61.517
Gewinnausschüttungen 0 0
Konzernergebnis 0 14.982
Stand 31.12.2020 0 76.499
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht dem Mutterunternehmen am 31. Dezember 2020 ein Betrag von TEUR 70.737 zur Ausschüttung zur Verfügung.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. April 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Anna-Lena Thomsen, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf

gemäß §§ 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Mitbestimmungsgesetz 1976, 171 AktG an die Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2020

Der Aufsichtsrat der Securitas Holding GmbH hat für das Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung auf ihre Rechts-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit überwacht.

Der Aufsichtsrat sowie seine Ausschüsse haben sich von der Geschäftsführung regelmäßig und umfassend über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen, die Unternehmensplanung, die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage sowie über weitere wesentliche Geschäftsvorfälle und Maßnahmen unterrichten lassen, dies insbesondere in den Sitzungen des Aufsichtsrats am 27. Mai 2020 und 3. Dezember 2020 durch die Berichte der Geschäftsführung aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem laufenden bzw. abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 und dem Jahresabschluss in seiner Sitzung am 26. Mai 2021 intensiv befasst.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine den Jahresabschluss betreffenden Entscheidungen vorgelegt, die nach Gesetz oder Gesellschaftsvertrag der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse fortgeführt:

Vermittlungsausschuss (gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz 1976, der gleichzeitig als Personalausschuss fungiert)

Bilanzausschuss und

Informationsausschuss.

Vermittlungs-/Personalausschuss:

In der Sitzung am 27. Mai 2020 wurde der Geschäftsverteilungsplan der aktuellen Situation in der Geschäftsführung angepasst. Außerdem wurden die Auszahlung der Tantiemen des Geschäftsjahres 2019 sowie die Veränderung des Jahresfixums sowie Tantiemeziele 2020 für die Mitglieder der Geschäftsführung und eine Aufstockung der Deferred Compensation-Vereinbarung eines Mitglieds der Geschäftsführung sowie der Abschluss einer Deferred Compensation-Vereinbarung eines weiteren Mitglieds der Geschäftsführung beschlossen.

In der Sitzung am 03. Dezember 2020 war der Personalausschuss nicht beschlussfähig. Durch einen Umlaufbeschluss wurde im ersten Teil der Interims- Geschäftsverteilungsplan genehmigt und die Unterstützenkassenversorgung eines Mitglieds der Geschäftsführung zugestimmt. Im zweiten Teil wurde der Abschluss der Abwicklungsvereinbarung des Geschäftsführerdienstvertrages der Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin sowie deren unwiderrufliche Freistellung zum 05. Februar 2021 sowie die Erteilung eines Zwischenzeugnisses zugestimmt.

Bilanzausschuss:

Der Bilanzausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 11. Mai 2021 von der Geschäftsführung intensiv über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 in der von der Geschäftsführung aufgestellten Fassung berichten lassen. Aufgetretene Fragen wurden umfassend beantwortet.

Wesentliche Befassungs- und Prüfungsschwerpunkte des Bilanzausschusses waren:

Veränderungen gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur (Akquisitionen 2020)

Jahresabschluss 2020

Konzernabschluss 2020

Der Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH war zum Zeitpunkt der Bilanzausschusssitzung erstellt und die Prüfung durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) abgeschlossen.

Für PwC hat die verantwortlichen Wirtschaftsprüferinnen Frau Hedwig Schürmeyer und Frau Anna-Lena Thomsen an der Bilanzausschusssitzung vom 11. Mai 2021 teilgenommen. PwC wird den Aufsichtsrat in dessen Sitzung am 26. Mai 2021 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Konzernabschlusses der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2020 unterrichten.

Der testierte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Informationsausschuss:

Der Informationsausschuss des Aufsichtsrates hat sich in seinen Sitzungen am 12.03.2020 und 10.09.20 von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Situation informieren lassen. Weitere Themen waren u.a. die Maßnahmen zur Margensteigerung, kurzfristige Bewachung, HR-Recruiting und Führungskräfteentwicklung, Sachstand Covid 19, Finance Zahlen, Maßnahmen Business Ethics Policies.

Ergebnis:

Die diskutierten Themen wurden im Zuge der Aussprache zu diesem Bericht angesprochen. Entsprechende Unterlagen wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrates zur Verfügung gestellt, so dass sie in deren Besitz sind. Ebenso sind entsprechende Unterlagen in den Akten der Gesellschaft abgelegt.

Gesamtaufsichtsrat und Bilanzausschuss sind aufgrund der eigenen Überprüfungen zu dem Ergebnis gekommen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und die Stellungnahme der Abschlussprüfer nicht zu erheben sind und der Gesamtaufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss billigt.

Der Aufsichtsrat billigt den Gewinnverwendungsvorschlag hinsichtlich der Securitas Holding GmbH, wonach der Gewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Düsseldorf, den 26. Mai 2021

Dr. Carl A. Schade, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Securitas Holding GmbH

Der Konzernabschluss zum 31.12.2020 wurde am 30.9.2021 gebilligt.

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