Eurofins Product Service GmbH
Storkower Straße 38C, 15526 Reichenwalde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kühl seit 3.8.2023 | Geschäftsführer |
Tarik Mahammed seit 3.3.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Electrical and Electronics Testing LUX Holding S.á.r.l. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eurofins Product Service GmbHReichenwaldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA scroll
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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Eurofins Product Service GmbH, mit Sitz in Reichenwalde und Eintragung im Handelsregister B beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) (HRB 13937 FF), (im Folgenden „Product Service“ oder „Gesellschaft“) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 Abs. 2 und 327 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Gemäß diverser Gesellschafterbeschlüsse wurden in den Geschäftsjahren 2024 bis 2026 insgesamt TEUR 24.456 zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung in die Kapitalrücklage eingestellt. Hinsichtlich des weiterhin bestehenden bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf die Ausführungen in den Abschnitten B.2.3. und C.2. des Lageberichts. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des Berichtsjahres bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung Sammelposten gebildet. Dieser wird auf eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt. In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Kosten enthalten, die das Folgejahr betreffen. Das Eigenkapital wird gemäß den Vorgaben des § 272 HGB ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz C.1. Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. C.2. Anteile an verbundenen Unternehmen Die unmittelbar sowie die mittelbar gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB setzen sich am 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen: scroll
Mit der Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH besteht im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV). Die mittelbaren Beteiligungen sind bei der Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH bilanziert, wobei die Eurofins Consumer Product Testing GmbH ebenfalls einen Ergebnisabführungsvertrag mit dieser Gesellschaft abgeschlossen hat. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH 100 % der Anteile an der Eurofins MTS Consumer Product Testing Germany GmbH erworben. C.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Geschäftsjahr haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um TEUR 597 auf TEUR 1.452 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Geschäftsjahr aus den folgenden Positionen: scroll
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr um TEUR 31 auf TEUR 100 gesunken und beinhalten im Wesentlichen Kautionsforderungen. Die Kautionen weisen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 99) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. C.4. Gewinnrücklagen In den Gewinnrücklagen ist aus der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ein Betrag von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 127) resultierend aus der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern enthalten. C.5. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Es besteht zum Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 17.695 (Vorjahr: TEUR 13.216). Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus den aufgelaufenen Verlustvorträgen der Vorjahre, aus den Aufwendungen aus Verlustübernahme des unmittelbaren Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 3.251 sowie aus dem eigenen negativen Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR -798. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung erfolgte die Erhöhung der Kapitalrücklage (siehe Abschnitt A.). C.6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
C.7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr stichtagsbedingt um TEUR 159 auf TEUR 341 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum Stichtag aus: scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 190) bestehen im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.244 (Vorjahr: TEUR 5.381) enthalten. Die Darlehensverbindlichkeiten besitzen in Höhe von TEUR 5.877 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 5.381) sowie in Höhe von TEUR 1.367 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, davon TEUR 672 mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren (Vorjahr: TEUR 0). Alle anderen Verbindlichkeiten verfügen, wie auch im Vorjahr, über eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. D. Sonstige Angaben D.1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. D.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 607, davon TEUR 482 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 125 zwischen zwei und fünf Jahren. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 861 mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Somit bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.468. D.3. Mitarbeiterzahl Der Personalbestand betrug im Berichtsjahr im Durchschnitt 80 Mitarbeiter, davon 67,5 in Voll- und 12,5 in Teilzeit. D.4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Geschäftsführer der Gesellschaft sind aktuell bzw. waren im Geschäftsjahr: Herr Tarik Mahammed, Regional Business Line Manager E&E Herr Thami El Idrissi Boutaher, E&E Europe Director Wireless Strategy and Business Development (Abberufung - Gesellschafterbeschluss zum 19. Juli 2023) Herr Thomas Kühl, National Business Line Manager E&E (Bestellung - Gesellschafterbeschluss zum 19. Juli 2023) Alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans üben ihre Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich im Bereich des laufenden operativen Betriebs aus. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel im Sinne des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe zur Geschäftsführervergütung. D.5. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Zum Bilanzstichtag ist die Product Service Muttergesellschaft der Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH, Hamburg. Sowohl die Gesellschaft als auch ihre Tochtergesellschaft machen von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts im Sinne des § 291 HGB Gebrauch. Muttergesellschaft der Product Service ist am Bilanzstichtag die Eurofins Scientific S.E. mit Sitz in Luxemburg. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Muttergesellschaft Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, einbezogen, welche im Handelsregister in Luxemburg unter der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht werden. D.6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von TEUR 28.559 bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 24.081 sowie dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 4.479 auf neue Rechnung vorzutragen. E. Nachtragsbericht In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 sowie im Februar 2026 wurden Einstellungen in die Kapitalrücklage der Product Service in Höhe von insgesamt TEUR 24.456 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2024 hat die Gesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2023 die verbliebenen 25 % der mittelbar gehaltenen Anteile an der Eurofins WKS Labservice GmbH, Wilsum, erworben. Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Liquidationen der Eurofins Derma Tronnier GmbH, Witten, der Eurofins WKS Labservice GmbH, Wilsum, und der Eurofins MTS Consumer Product Testing Germany GmbH, Augsburg, beschlossen und im Geschäftsjahr 2025 in das jeweilige Handelsregister eingetragen. Mit vom 24. September 2025 notariell beurkundetem Geschäftsanteilskaufvertrag hat die Product Service sämtliche Geschäftsanteile an der Product Testing Verwaltungs GmbH an die Eurofins Product Testing LUX Holding S.à r.l., Luxemburg, veräußert. Der Kaufpreis beträgt TEUR 6.000 und ist im November 2025 eingegangen. Der zwischen der Product Testing Verwaltungs GmbH und der Product Service bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Kündigungsschreiben vom 15. September 2025 fristlos mit Wirkung zum 1. Januar 2025 gekündigt. Mit vom 24. September 2025 notariell beurkundetem Geschäftsanteilskaufvertrag hat die Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, sämtliche Geschäftsanteile an der Product Service an die Electrical and Electronics Testing LUX Holding S.à r.l., Luxemburg, veräußert. Der Kaufpreis beträgt TEUR 31.130 und war am 15. Dezember 2025 zur Zahlung fällig. Die Electrical and Electronics Testing LUX Holding S.à r.l. ist somit fortan alleinige Gesellschafterin der Product Service. Im November 2025 und im Februar 2026 hat die Gesellschaft in zwei Schritten sämtliche Darlehen von verbundenen Unternehmen zurückgezahlt.
Reichenwalde, 25. Februar 2026 gez. Thomas Kühl gez. Tarik Mahammed ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens A.1. Geschäftsmodell Die Eurofins Product Service GmbH, Reichenwalde, (im Folgenden „Product Service“ oder „Gesellschaft“) ist Dienstleister für die Prüfung neuer Produkte der Elektrik- und Elektronikindustrie (auch kurz: E&E). Als Unternehmen bietet sie Beratungen und Prüfungen, die zur Zulassung von Produkten für den Marktzugang gefordert werden. Alle durchgeführten Prüfungen erfolgen in Übereinstimmung mit den internationalen Richtlinien, zum Beispiel der Radio Equipment Directive der EU (RED), der Federal Communications Commission in den USA (FCC), der Innovation, Science and Economic Development Canada (ISED), dem CB Schema der IEC System of Conformity Assessment Schemes for Electrotechnical Equipment and Components (IECEE), der Medical Device Directive (MDD) und der Medical Device Regulation (MDR) der EU, des European Telecommunications Standards Institute (ETSI), des Global Certification Forum (GCF) und der PTCRB. Das Angebotsportfolio der Product Service umfasst vielfältige Prüfungen von E&E-Produkten, die für das Vermarktungsverfahren auf der Ebene der Europäischen Union oder nationaler Staaten notwendig sind. Diese Prüfungen werden unter Überwachung der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) ausgeführt. Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Gruppe eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, als Mutterunternehmen. Die Eurofins-Konzerngruppe ist ein Life-Science Unternehmen, das Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Produktprüfungen und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbietet. Mit über 65.000 Mitarbeitern und mehr als 950 Laboratorien in über 60 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 verlässliche Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten. Die Eurofins-Gruppe bezeichnet sich als den globalen Marktführer auf diesem Gebiet. Durch Forschung und Entwicklung, Lizenzierungen und Firmenzukäufe ist Eurofins in der Lage, auf die Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie und der analytischen Wissenschaft zurückzugreifen und den Kunden Lösungen für ihre individuellen Fragestellungen anzubieten. A.2. Ziele und Strategien Ziel der Gesellschaft ist es, als zuverlässiger Partner der Elektrik- und Elektronikindustrie Dienstleistungen im Rahmen der Beratung, Prüfung und Zulassung von Produkten anzubieten. Konkret bedeutet dies die Durchführung von Tests und Zertifizierungen in den Bereichen Medizin, Verbraucher und Telekommunikation, sowie den globalen Marktzugang. Dies erfolgt intern und im Verbund mit Eurofins-Niederlassungen weltweit sowie externen Vertragspartnern. Strategisch wird dieses Ziel erreicht durch eigenes Personal, die Kundenbindung, Kontakt mit den Zulassungsbehörden sowie entsprechende Laborausstattung und den gemeinsam operierenden Verbund der Eurofins E&E-Gruppe. Um die Leistungsfähigkeit sowie die Ressourcen für die Gesellschaft und die Eurofins-Gruppe weiterhin sicherzustellen bzw. kontinuierlich auszubauen, erfolgten im Jahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 127 und im Jahr 2024 in Höhe von TEUR 311 insbesondere zur Erhaltung und zum Ausbau der Laborinfrastruktur. Der Investitionsplan sieht im Jahr 2025 Investitionen zwischen TEUR 300 und TEUR 400 und im Jahr 2026 von TEUR 350 bis TEUR 450 vor. A.3. Steuerungssystem Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen, wie z.B. Gesamtleistung, Personalkosten und Betriebsergebnis. Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich, sowie auf Konzernebene quartalsweise, eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verbindlichkeiten für die Zielerreichung von Geschäftseinheitsleitern und Vertriebsmitarbeitern. A.4. Forschung und Entwicklung Es handelt sich hierbei um keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne, sondern die Gesellschaft steht ihren Kunden bei der Entwicklung neuer Geräte beratend und unterstützend zur Seite. Zu diesem Zweck werden neue Testsysteme entwickelt bzw. bestehende Testsysteme verbessert, um die steigenden Markt- und Kundenanforderungen erfüllen zu können. Es müssen außerdem Anpassungen an die Direktiven der Behörden für die Test- und Zulassungsverfahren vorgenommen werden. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds1 entwickelte sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 mit 3,5 % positiv, blieb allerdings hinter dem Vorjahr (3,8 %) zurück. Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den andauernden Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,4 %, in Deutschland ein Rückgang von -0,9 % erzielt. Der globale Markt für Testing, Inspection und Certification (TIC) wurde laut Global Market Insights für das Jahr 2022 mit weltweit USD 236,6 Mrd. und für das Jahr 2023 mit USD 246,8 Mrd. bewertet2 , daraus ergibt sich eine Wachstumsrate für 2023 von rund 4 %. Darüber hinaus weist insbesondere der Einsatz von Funktechnologien in den nächsten Jahren ein signifikantes Wachstum auf. Die voranschreitende Vernetzung von Geräten und Maschinen durch Funktechnologien führt zur Entstehung neuer Bereiche wie bspw. Smart-Industrie, E-Mobility und Smart-Home. Dieser anhaltende Trend bestätigt auf lange Sicht die strategische Ausrichtung der Gesellschaft3.
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IWF, World Economic Outlook Oktober 2025. B.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse und damit die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 42 % gestiegen. Bei deutlich erhöhten Materialaufwendungen lag das Rohergebnis 14 % über dem Vorjahresniveau. Dieses Ergebnis wurde jedoch insbesondere durch erhöhte Personalaufwendungen und stark gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen kompensiert, so dass das Jahr mit einem leicht verbesserten aber weiterhin deutlich negativen Betriebsergebnis von TEUR -798 (Vorjahr: TEUR -954) abgeschlossen wurde. B.2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde der Umsatz mit einer diversifizierten, internationalen Kundenstruktur inklusive multinationaler Großunternehmen erzielt. Die Umsatzerlöse konnten insgesamt deutlich erhöht werden, insbesondere durch externe Umsätze innerhalb Deutschlands, aber auch aufgrund einer Zunahme der Umsatzerlöse mit Unternehmen der Eurofins-Gruppe. Allerdings stieg parallel der Materialaufwand - vor allem die Aufwendungen für bezogene Leistungen zur Generierung dieser Umsätze - überproportional an. Die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Geschäftsjahr ebenfalls deutlich zu. Insgesamt ergibt sich daraus ein deutlich negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -798. Während sich die Aufwendungen aus Verlustübernahme aus dem Tochterunternehmen (TEUR 3.251, Vorjahr: TEUR 5.451) und die Steuern vom Einkommen und Ertrag (TEUR 0, Vorjahr: TEUR -985) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert haben, sind die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 197) deutlich erhöht. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich insgesamt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.479 (Vorjahr: TEUR 7.588). B.2.2. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse und dementsprechend die Gesamtleistung der Gesellschaft auf TEUR 10.711 (Vorjahr: TEUR 7.520) gestiegen, insbesondere durch die Akquise von Großprojekten und eine effizientere Nutzung von Gruppenressourcen (Fremdvergabe), die es erlaubt haben, mehr Projekte durchzuführen. Die Materialaufwendungen erhöhten sich auf TEUR 2.361 (Vorjahr: TEUR 286). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Fremdleistungen zurückzuführen. Durch die Restrukturierung der Prozesse und die zusätzliche Nutzung von Kapazitäten von anderen Laboren, insbesondere der Eurofins-Gruppe, hat die Gesellschaft im Berichtsjahr einen deutlich höheren Anteil der Tests nicht in Eigenleistung durchgeführt. In der Folge stieg das Rohergebnis trotz der deutlich erhöhten Gesamtleistung nur auf TEUR 8.538 (Vorjahr: TEUR 7.473), was einer Zunahme um 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund einer leicht gestiegenen Mitarbeiteranzahl und eines deutlichen Anstiegs der personalbezogenen Rückstellungen im Berichtsjahr auf TEUR 5.882 (Vorjahr: TEUR 5.413) erhöht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) reduzierte sich deutlich von 72,0 % im Vorjahr auf 54,9 %, da der Personalaufwand unterproportional zu dem Anstieg der Umsatzerlöse verlief. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 585) sind aufgrund auslaufender Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 2.953 und sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.429) gestiegen. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus höheren Betriebsaufwendungen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Kosten für Reparatur und Instandhaltung. Außerdem erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen, insbesondere aufgrund von insgesamt um TEUR 245 gestiegenen Intercompany Fees. Aus den oben aufgeführten Entwicklungen ergibt sich in diesem Jahr ein negatives Betriebsergebnis von TEUR -798, das jedoch leicht besser als im Vorjahr (TEUR -954) ausfiel. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sanken deutlich auf TEUR 3.251 (Vorjahr: TEUR 5.451). Der Rückgang ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2022 hohe Abwertungen auf Beteiligungen in der Tochtergesellschaft vorgenommen werden mussten und im Berichtsjahr nur noch eine nachgelagerte Abwertung in vergleichsweise geringerem Umfang durchgeführt wurde. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 197) - insbesondere bedingt durch den Anstieg der gewährten Darlehen im Verbundbereich. Insgesamt verbesserte sich das Finanzergebnis damit auf TEUR -3.678 (Vorjahr: TEUR -5.646). Unter Berücksichtigung der Steuern erzielte die Gesellschaft insgesamt einen Jahresfehlbetrag von TEUR -4.479 (Vorjahr: TEUR -7.588). Insgesamt bewegen sich die Umsatzerlöse bzw. die Gesamtleistung im Berichtsjahr mit TEUR 10.711 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Allerdings liegt weiterhin ein deutlich negatives Betriebsergebnis vor. Beides entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung für das Jahr 2023. Ursächlich für das negative Betriebsergebnis sind unter anderem stark erhöhte Aufwendungen aus bezogenen Leistungen, durch die Inanspruchnahme von Fremdleistungen, um das gestiegene Auftragsvolumen zu bearbeiten sowie erhöhte Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen und der Anstieg der Personalaufwendungen - auch aufgrund der Einstellung weiterer Fachkräfte. Allgemein sind aufgrund der Komplexität der erbrachten Leistungen im Bereich des E&E-Testings die fixen Aufwendungen für Personal und Equipment sehr hoch. B.2.3. Finanz- und Vermögenslage Kapitalstruktur Aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR -4.479 (Vorjahr: TEUR -7.588) ergibt sich unter Berücksichtigung des Verlustvortrags von TEUR 24.081 (Vorjahr: TEUR 16.492) zum 31. Dezember 2023 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 17.695 (Vorjahr: TEUR 13.216). Der Anteil des Betriebsvermögens an der Bilanzsumme (inkl. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) beträgt zum 31. Dezember 2023 lediglich 33,4 % (Vorjahr: 35,2 %). Die sonstigen Rückstellungen nahmen im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie erhöhter personalbezogener Rückstellungen um TEUR 389 auf TEUR 796 zu. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Geschäftsjahr stichtagsbedingt auf TEUR 341 (Vorjahr: TEUR 182). Zudem bestanden zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 24.990 (Vorjahr: TEUR 19.625). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Verlustübernahme gemäß des Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft zurückzuführen. Außerdem nahmen die Intercompany Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Intercompany-Darlehen zu. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Geschäftsjahr auf TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 190). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Zusammenfassend erhöhte sich die Bilanzsumme der Product Service im Berichtsjahr von TEUR 20.405 auf TEUR 26.578. Investitionen Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 127 betrafen, wie im Vorjahr, im Wesentlichen den Bereich der Funklabore und bewegten sich leicht über dem Niveau des Vorjahres. Liquidität Die Liquidität der Product Service war im Berichtsjahr stets sichergestellt. Es wird auch in Zukunft eine stabile Vermögens- und Finanzlage erwartet. Die Liquidität der Gesellschaft ist auch mittel- und langfristig trotz des bis September 2025 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft durch die Möglichkeit der Nutzung der Finanzierungsinstrumente der Eurofins-Gruppe gewährleistet. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 341). Angesichts des erwarteten Kapitalbedarfs und der vorliegenden bilanziellen Überschuldung erfolgten Erhöhungen der Kapitalrücklage im Jahr 2024 in Höhe von insgesamt TEUR 10.707, im Jahr 2025 um insgesamt weitere TEUR 12.374 und im Februar 2026 um weitere TEUR 1.374. Der Gesellschaft stehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 drei Darlehensverträge mit einer Intercompany-Kreditlinie in Höhe von insgesamt TEUR 7.294 zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.244 beansprucht ist. Die Darlehensverträge bzw. die Kreditlinie haben in Höhe von TEUR 5.877 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr sowie in Höhe von TEUR 1.367 eine Restlaufzeit von über einem Jahr, davon TEUR 672 mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die kurzfristige Kreditlinie kann bei Bedarf jährlich, soweit erforderlich, verlängert werden. Die finanziellen Mittel aus der Erhöhung der Kapitalrücklage sowie aus der Veräußerung des Tochterunternehmens (siehe hierzu Ausführungen in Abschnitt C.1.3.) wurden im November 2025 und Februar 2026 dazu verwendet, um die Darlehensverbindlichkeiten vollständig zurückzuzahlen. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen verringerte sich um TEUR 360 auf TEUR 910 (Vorjahr: TEUR 1.270), da die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 die Investitionen deutlich überstiegen. Im Finanzanlagevermögen werden unverändert die Anteile an der Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 4.295 (Vorjahr: TEUR 4.295) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt deutlich um TEUR 597 auf TEUR 1.452 (Vorjahr: TEUR 855) an. Ebenso stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich von TEUR 545 auf TEUR 2.046. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf der stichtagsbedingten Erhöhung der Intercompany Forderungen aus dem Leistungsaustausch sowie von Forderungen aus dem Cash-Pooling mit einem Verbundunternehmen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht C.1. Prognosebericht C.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds4 gibt für das Jahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,3 % an, für das Jahr 2025 werden 3,2 % prognostiziert. Dieser Wert wird unter anderem durch ein voraussichtliches Wirtschaftswachstum für China in Höhe von 4,8 % und Indien in Höhe von 6,6 % beeinflusst, wohingegen sich das Wirtschaftswachstum der USA für das Jahr 2025 voraussichtlich auf 2,0 % verringert. Das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2026 wird mit 3,1 % auf Vorjahresniveau prognostiziert. Hintergrund der Prognose sind die direkten Auswirkungen neuer Handelsmaßnahmen sowie deren indirekte Effekte durch Handelsverflechtungen. Bezogen auf die Euro-Zone wird im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 0,9 % gerechnet, fortgesetzt mit 1,2 % im Jahr 2025 und 1,1 % in 2026. Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für das Jahr 2024 mit einem Rückgang von -0,5 % angegeben, im Jahr 2025 wird eine leichte Verbesserung auf 0,2 % erwartet. Als einen Hauptgrund nennt der Währungsfonds die weiter schwache Verbraucherstimmung in Deutschland. Für das Jahr 2026 wird mit 0,9 % Wachstum eine leichte Erholung prognostiziert. Der globale Testing Inspection & Cerification (TIC) Markt wird im Jahr 2024 mit USD 256,9 Mrd. bemessen. Für die Jahre bis 2034 wird ein Wachstum auf USD 430,3 Mrd. bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,2 % erwartet.5 Der Trend zur Vernetzung von Produkten und Maschinen durch den Einsatz von verschiedenen Funktechnologien wird sich in den kommenden Jahren verstärken6 und voraussichtlich aufgrund der Anforderungen der diversen Regulierungsbehörden zur Produktsicherheit zu einer wachsenden Nachfrage nach den Dienstleistungen „Testen“ und „Zertifizieren“ führen.7
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IWF, World Economic Outlook Oktober 2025. C.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Neben den oben skizzierten Trends wird die Geschäftsentwicklung zudem von der Kundenzufriedenheit und der Wettbewerbssituation beeinflusst. Generell unterstützt die Kundenzufriedenheit die Geschäftsentwicklung. Die globale Marktentwicklung sowie der Einfluss des Regulierungsumfeldes und die Nachfragestruktur der Kunden dürften kurzfristig jedoch einen stärkeren Effekt auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens haben als die positive Wahrnehmung durch den Kunden. Aufgrund der Kundenkontakte und der hohen Angebotsbreite im Gruppen-Verbund erwartet das Unternehmen auf mittlere Sicht eine positive Entwicklung der Gesamtleistung. Die Produktionskosten sollen durch konsequente Weiterentwicklung der Prozesse, IT-Systeme und der Prüfmethoden perspektivisch markt- und wettbewerbsfähig gehalten werden. Investitionen in die Labore und versiertes Personal bilden den Grundstein für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Neben Bestandskundenausbau und Neukundengewinnung soll konsequent an der Verringerung von Produktionskosten gearbeitet werden, um die Profitabilität zu erhöhen. Dies wird aufgrund der Preisdynamik am Beschaffungsmarkt auch in den Folgejahren erschwert. Auch wird erwartet, dass diese Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Aufgrund der schlechten Ergebnisse der vergangenen Geschäftsjahre und der zunehmenden bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft hat die Gesellschafterin im Jahr 2024 Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Product Service in Höhe von TEUR 10.707, im Jahr 2025 weitere Einzahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 12.374 und im Jahr 2026 Einzahlungen in Höhe von TEUR 1.374 geleistet und damit die Finanzierung der Gesellschaft bisher gesichert. Die bestehenden Intercompany-Darlehen konnten u. a. durch diese finanziellen Mittel im November 2025 sowie im Februar 2026 vollständig zurückgezahlt werden. Siehe hierzu auch die Ausführungen im Abschnitt B.2.3. unter „Liquidität“. Die Wachstumsdynamik im Bereich von Testing und Zertifizierung zusammen mit der gruppenweiten Strategie im Bereich E&E als Partner für Kunden für den globalen Marktzugang durch Testing und Zertifizierung in den verschiedenen Märkten („Global Market Access“ Initiative) bietet der Gesellschaft mittel- und langfristig gute Wachstumsmöglichkeiten, sodass positive Effekte für die Gesamtleistung und das Betriebsergebnis erwartet werden. Die Vorjahresprognose, im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung zwischen TEUR 10.500 und TEUR 11.000 sowie ein Betriebsergebnis zwischen TEUR -500 und TEUR -1.000 zu erzielen, wurde erreicht. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 entsprach im Wesentlichen den Erwartungen der Geschäftsführung und wurde im operativen Bereich, bei einer gestiegenen Auftragslage, insbesondere durch stark erhöhte Materialaufwendungen (+TEUR 2.075) sowie gestiegene Personalaufwendungen (+TEUR 469) und sonstige betriebliche Aufwendungen (+TEUR 524) beeinflusst. Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang der Gesamtleistung auf ein Niveau zwischen TEUR 7.250 und TEUR 7.750 erwartet, was einerseits auf einen deutlichen Rückgang der Auftragslage im Vergleich zu 2023 zurückzuführen ist, aber auch darauf, dass die Gesellschaft die Durchführung von Leistungen für ein ehemaliges Eurofins-Gruppenunternehmen zum Ende 2023 eingestellt hat. Da dies mit einer deutlichen Reduzierung des Personals einhergeht, das ausschließlich für diesen Kunden eingesetzt wird, wird der Rückgang des Betriebsergebnisses, trotz gesunkener Umsatzerlöse, teilweise kompensiert. Für das Betriebsergebnis wird ein Niveau zwischen TEUR -1.000 und TEUR -1.500 und für das Jahresergebnis ein Niveau zwischen TEUR -3.250 und TEUR -3.750 erwartet. Das Jahresergebnis wird in 2024 weiterhin durch Verluste aus der Ergebnisabführung des Tochterunternehmens sowie hohe Zinsaufwendungen aus den geschlossenen Intercompany-Darlehen beeinflusst. Für das Jahr 2025 wird eine Gesamtleistung zwischen TEUR 6.300 und TEUR 6.800 und ein weiterhin deutlich negatives Betriebsergebnis zwischen TEUR -1.900 und TEUR -2.400 aufgrund einer anhaltenden Verschlechterung der Auftragslage erwartet. Für das Jahr 2026 wird eine Konsolidierung mit leicht verbesserter Gesamtleistung zwischen TEUR 6.500 und TEUR 7.000 und ein verbessertes, aber weiterhin deutlich negatives Betriebsergebnis zwischen TEUR -500 und TEUR -1.000 aufgrund einer langsamen Verbesserung der Auftragslage und der Kostenstruktur erwartet, die 2026 aber noch nicht ausreichen wird, um ein positives Betriebsergebnis zu erzielen. C.1.3. Zusammenfassende Gesamtaussage der Zukunftsprognose Der Trend zur Vernetzung von Produkten und Maschinen durch den Einsatz von verschiedenen Funktechnologien wird sich in den kommenden Jahren verstärken8 und zu einer wachsenden Nachfrage nach den Dienstleistungen „Testen“ und „Zertifizieren“ führen.9 Dies unterstreicht die Richtigkeit der bereits in den letzten Jahren ausgearbeiteten Strategien und eingeleiteten Investitionen, sich als Partner der Industrie für den globalen Marktzugang zu positionieren. Innerhalb der Product Service ergaben sich im Geschäftsjahr 2025 große strukturelle Veränderungen. So hat die Gesellschaft mit vom 24. September 2025 notariell beurkundetem Geschäftsanteilskaufvertrag sämtliche gehaltenen Anteile an der Eurofins Product Testing Verwaltungs GmbH veräußert. Der Kaufpreis der Anteile beträgt TEUR 6.000 und ist im November 2025 eingegangen, so dass die Liquidität der Gesellschaft deutlich gestärkt wurde. Der zwischen den Gesellschaften bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Kündigungsschreiben vom 15. September 2025 fristlos gekündigt. Die Product Service hält somit fortan keine Anteile an Tochterunternehmen mehr. Mit notariell beurkundetem Vertrag vom gleichen Tag wurden zudem die Geschäftsanteile der Product Service innerhalb der Eurofins-Gruppe veräußert. Neue Gesellschafterin der Product Service ist die Electrical and Electronics Testing LUX Holding S.à r.l., Luxemburg.
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Wireless Connectivity Technology Market Size, Share, Competitive Landscape and Trend
Analysis Report, by Technology and Application: Global Opportunity Analysis and Industry
Forecast, 2020-2027. Durch die Einzahlungen in die Kapitalrücklage in den Geschäftsjahren 2024 bis 2026 und die Ausweitung der Kreditlinie durch die Eurofins-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 konnte die bilanzielle Überschuldung und die damit verbundene angespannte Liquiditätssituation der Gesellschaft beseitigt werden. Darüber hinaus wird nach der Veräußerung der Anteile des Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2025 sowie der Rückzahlung der Intercompany-Darlehen im November 2025 und Februar 2026 das Jahresergebnis der Gesellschaft zukünftig nicht mehr durch die Verlustübernahmen aus dem Tochterunternehmen sowie die Darlehenszinsen aus den Intercompany-Darlehen beeinflusst. Mittel- und langfristig sind die Geschäftsaussichten der Product Service aus Sicht der Geschäftsführung daher als positiv anzunehmen. C.2. Risikobericht Die Gesellschaft ist auch zukünftig auf die finanzielle Unterstützung der Eurofins-Gruppe, insbesondere auf die Unterstützung der Gesellschafterin, angewiesen. Sollten die geplanten Erträge und Ergebnisse ausbleiben und die damit verbundenen Zahlungsmittelzuflüsse nicht oder erst später als erwartet zugehen, so werden weitere liquide Mittel der Gesellschafterin benötigt, um den Fortbestand des Unternehmens und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Bleibt diese finanzielle Unterstützung wider Erwarten aus, so wäre der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Grundsätzlich konnte die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft durch die Einstellungen in die Kapitalrücklage und die damit verbundenen Zahlungsmittelzuflüsse in den Geschäftsjahren 2024 bis 2026 beseitigt werden. Zudem sind der Gesellschaft im November 2025 durch den Verkauf des gehaltenen Finanzanlagevermögens weitere Zahlungsmittel zugeflossen. Die Ausführungen im Prognosebericht zeigen jedoch, dass die Gesellschaft zumindest kurz- bis mittelfristig nicht in der Lage ist, aus seinem operativen Geschäft positive Betriebsergebnisse zu erwirtschaften. Das monatliche Gruppenreporting und das allgemeine monatliche Berichtswesen dienen den gesetzlichen Vertretern als Informationsquelle für mögliche Risiken. Angesichts des hochpolitisierten und dadurch volatilen Marktumfelds sind die getroffenen Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere bergen negative Auswirkungen der US-Zoll-, Regulierungs- und Wirtschaftspolitik Risiken für das Weltwirtschaftswachstum und sorgen für erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf die Nachfrage nach den Leistungen der Gesellschaft. Preisänderungsrisiken können aus Änderungen der Einkaufskonditionen bei Verbrauchs- und Gebrauchsartikeln und anderen Inputs resultieren. Für die Gesellschaft stellen vor allem die weltweiten Lieferketten-Probleme im Bereich E&E ein großes Risiko dar, da gerade hier Lieferengpässe zu deutlichen Verzögerungen und Unsicherheiten bei den Kunden führen können, was sich auf das Auftragsvolumen und die Durchführungszeiten auswirkt. Der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und seine Auswirkungen auf das Preisniveau und insbesondere die Energiekosten, aber auch eine generelle Unsicherheit bei potenziellen Kunden über die wirtschaftliche Entwicklung, bergen zusammen mit den globalen Lieferketten-Problemen erhebliche Risiken. Durch die Krise bestehen im Jahr 2023 und fortfolgend weiterhin Risiken im Bereich der Energieversorgung und der Zulieferung von Verbrauchsmaterialien sowie aufgrund gestiegener Rohstoffpreise. Die Gesellschaft berücksichtigt diese Preissteigerungen in ihrer Planung. Die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft wird durch Liquiditätsberichte gesteuert. Spezielle - über das generelle Geschäftsrisiko hinausgehende - Liquiditätsrisiken liegen nicht vor. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Bereich „Finanz- und Vermögenslage“ zur Liquidität der Gesellschaft. Grundsätzlich unterliegt die Gesellschaft den allgemeinen IT-Risiken. Zur Stärkung der IT-Sicherheit wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen und die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema sensibilisiert. C.3. Chancenbericht Wir sind optimistisch, mit unseren hohen Qualitätsansprüchen die Kundenzufriedenheit weiter verbessern zu können und dadurch weitere Kunden gewinnen zu können. Die Zugehörigkeit zur Eurofins-Gruppe bestätigt sich als strategischer Vorteil, der es uns ermöglicht, von Auftragseingängen anderer Verbundgesellschaften zu profitieren und internationale Aufträge mithilfe des globalen Netzwerks der Eurofins-E&E-Gruppe erfolgreich zu bearbeiten. Die generelle Bereitschaft des Marktes, Zertifizierung als Qualitätsmerkmal anzuerkennen und zu fordern, bietet für unsere Gesellschaft weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten. Langfristig ist die Gesellschaft deshalb interessiert, in Deutschland die Expansion voranzutreiben. Durch steigende Investitionen in Betriebsausstattung und Personal wird die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit angestrebt. Die Anforderungen an Know-How und Kompetenzen der Mitarbeiter nehmen stetig zu, weshalb die Gesellschaft fortlaufend in die Ausbildung der Mitarbeiter investiert. Die Gesellschaft steht ihren Kunden bei der Entwicklung neuer Geräte beratend und unterstützend zur Seite. Zu diesem Zweck werden neue Testsysteme entwickelt bzw. bestehende Testsysteme verbessert, um die steigenden Markt- und Kundenanforderungen erfüllen zu können. Das Thema Cyber-Security und die damit verbundenen gesetzgeberischen Initiativen zu Sicherheitsanforderungen für digitale Produkte, wie zum Beispiel das im Oktober 2024 beschlossene Cyberresilienzgesetz sowie die Umsetzung der Delegierten Verordnung (EU) 2022/30 zur Funkanlagenrichtlinie der EU, stellen zukünftig hohe Sicherheitsanforderungen an die Hersteller digitaler Produkte und vernetzter Geräte. Die Gesellschaft sieht sich in diesem Segment aufgrund ihrer Expertise sehr gut aufgestellt und betrachtet deshalb das Thema E-Sicherheit als einen Haupttreiber für das eigene zukünftige Wachstum. Für die Zukunft erwarten wir eine stabile Marktstellung. Die Gesellschaft ist zusammen mit ihren verbundenen Unternehmen global aufgestellt und die Eurofins-Gruppe verfolgt im Bereich E&E aktiv eine Global Market Access Initiative, die es Kunden standortübergreifend ermöglicht, mit Eurofins als Partner Marktzugang durch Testing und Zertifizierung zu erhalten. Unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten in den weltweiten Absatzmärkten, vor allem aufgrund der unterbrochenen Lieferketten und der fortbestehenden hohen gesamtwirtschaftlichen Volatilität, bleibt jedoch ein grundsätzlich erhebliches Prognoserisiko bestehen.
Reichenwalde, den 25. Februar 2026 gez. Thomas Kühl gez. Tarik Mahammed BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Eurofins Product Service GmbH, Reichenwalde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Eurofins Product Service GmbH, Reichenwalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofins Product Service GmbH, Reichenwalde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in den Abschnitten A. und C.5. des Anhangs sowie die Ausführungen in den Abschnitten B.2.3. und C.2. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in den Jahren 2024 und 2025 sowie im Februar 2026 bereits erhebliche finanzielle Mittel aus Einstellungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin erhalten hat, mit denen die Jahresfehlbeträge der Vorjahre ausgeglichen wurden. Sollten die geplanten Erträge und Ergebnisse ausbleiben und die damit verbundenen Zahlungsmittelzuflüsse nicht oder erst später als erwartet zugehen, so werden weitere liquide Mittel der Gesellschafterin benötigt, um den Fortbestand des Unternehmens und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 25. Februar 2026 Moore BRL GmbH gez. Christian Peters, Wirtschaftsprüfer gez. Hannes Braun, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 06.03.2026 festgestellt. |
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