Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 200416
Vorher
OSKUDA Kunst-Darm GmbH
Eingetragen
30.8.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit TextilienHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung, Handel und Vertrieb von Kunstdärmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Schum
seit 28.5.2024
Prokura
Manja Fröhlich
seit 29.10.2020
Prokura
Siegfried Weber
seit 4.4.2019
Geschäftsführer
Torben Müller
seit 4.4.2019
Geschäftsführer
Valentino Ivandic
seit 18.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cordevigo Interim Lux Bidco S.à r.l.LUX
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kalle GmbH
Germany
104.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OSKUTEX GmbH

Georgsmarienhütte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Die OSKUTEX GmbH, Georgsmarienhütte, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Kalle GmbH, Wiesbaden. Mit dieser besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Geschäftstätigkeit der OSKUTEX GmbH umfasst die Herstellung, Konfektionierung und den Vertrieb von Wursthüllen, hauptsächlich auf Basis von Textilien.

Die Gesellschaft unterhält neben der Zentrale in Georgsmarienhütte zwei Betriebsstätten, in Schwaan und in Landau.

Als oberste Holdinggesellschaft, in den die Kalle Gruppe mit der Muttergesellschaft Sixteen Gooseberry S.à r.l. einbezogen ist, fungiert die Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l. in Luxemburg. Zur Kalle-Gruppe gehören zum Jahresende 2022 insgesamt 23 - davon 9 inländische und 14 ausländische - Gesellschaften. Die Cordevigo Holding GmbH ist die oberste deutsche Holdinggesellschaft der Kalle-Gruppe, welche mit Ausnahme der Kalle USA LLC, Gurnee, Illinois (USA) sowie deren mittelbare Beteiligung Jif-Pak Manufacturing LLC, Vista, Kalifornien (USA), die übrigen operativen Gesellschaften umfasst.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022 zeigte sich die globale Wirtschaftslage robust und man spürte die Fortsetzung der Erholung nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie (BIP-Wachstum 2021 5,9% 1 , Forecast 2022 2,9% 2 ). Diese Erholung wurde gedämpft durch den Ausbruch des Krieges zwischen der Ukraine und Russland, und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Weltwirtschaft. Die Sanktionen führten zu Störungen der weltweiten Wertschöpfungsketten und erhöhten den inflationären Druck (die jahresdurchschnittliche Inflation für 2022 betrug 7,9% 3 ). Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen führte zu erheblichen Preissteigerungen und teilweise Lieferengpässen 4 . Auch die anhaltenden Lieferengpässe hemmte den weiteren Aufschwung 5 .

Auch im Jahr 2022 hat die angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten und dem Logistikmarkt zu weiteren Kostensteigerungen für die Kalle Gruppe geführt. Die Preise für diverse Rohstoffe der Gesellschaft unterlagen extremen Steigerungen, teilweise mit Erhöhung im dreistelligen Prozentbereich.

Trotz der Herausforderungen hat sich der Wursthüllenmarkt behaupten können, denn in der Krise essen Konsumenten wieder vermehrt verarbeitete Wurstwaren, die in künstlichen Wursthüllen hergestellt werden. In einem Umfeld der Unsicherheit und Volatilität, welche das Verbraucherverhalten auf der ganzen Welt beeinflusst hat, bleibt die Gesamtmarktgröße unverändert (4,5 Mrd. EUR für Natur- und Kunstdarm gesamt 6 ). Der Trend (Wechsel vom Naturdarm zum Kunstdarm) hält an, aktuelle Schätzungen für die Marktgröße des Kunstdarms liegen derzeit bei 2,4 Mrd 7 . EUR bis 2,8 Mrd. EUR.

Auch der Trend zum Bezug von wirtschaftlicheren Hüllenoptionen bleibt unverändert, da die Herausforderungen in der Lieferkette anhalten und die Wirtschaft weiterhin unter den Folgen von Corona, Brexit und dem Krieg in der Ukraine mit Russland leidet, was bei Kunden 8 als auch Verbrauchern zum Horten (am besten geeignet hierfür sind langlebige Produkte - meist aus dem Billigsegment) geführt hat.

Die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette war wichtiger denn je. Dies zeigte sich auch im Auftragseingang der Kalle Group. Wir hatten im Durchschnitt 30% mehr Auftragseingang als geplant für 2022 und 42% mehr als im gleichen Zeitraum 2021.

Der Devisenmarkt unterlag deutlichen Schwankungen. Der U.S. Dollar, die wichtigste Fremdwährung für die OSKUtex GmbH, war im Jahr 2022 volatil und notierte zwischen 0,96 USD/EUR und 1,14 USD/EUR. Am Jahresende lag der Kurs bei 1,07 USD/EUR.

III. Geschäftsentwicklung 2022

Wegen den vorhergenannten Preissteigerungen waren wir gezwungen unsere Verkaufspreise anzuheben. Dies führte zu steigenden Umsätzen in 2022. In Summe lag der Gesamtumsatz rund 1,7% über dem Niveau des Geschäftsjahres 2021. Dazu gegenläufig wirkte sich der Wegfall einer Produktgruppe für eine Region aus, die wir nur noch bis 03/2022 hergestellt haben

Aus Sicht der Geschäftsleitung ist das Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend verlaufen. Die deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Transport und Energien mussten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Es wurde ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 3,4 Mio. € erzielt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022 bei 157 Personen (Vj. 168).

1. Forschung und Entwicklung

Die OSKUTEX GmbH ist in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Kalle GmbH eingebunden. Diese betreibt den Hauptteil der Entwicklungen. Die produktnahe Einzelentwicklung wird dann an den einzelnen Standorten der OSKUTEX GmbH durchgeführt.

2. Ertragslage

Die Nettoerlöse der OSKUTEX GmbH lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 19,8 Mio. € und damit um ca. 0,3 Mio. € über dem Vorjahr. Der Mehrerlös resultiert im Wesentlichen aus den aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen weitergereichten Preiserhöhungen. Der Umsatz im Jahr 2022 verteilt sich im Wesentlichen auf die Hauptproduktlinien Textildarmgeschäft. Der Auslandsanteil der Erlöse liegt bei ca. 36 %. Die Gesellschaft konzentriert sich weiterhin auf die Direktbelieferung von Industriekunden, das Handelsgeschäft und das Geschäft mit verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 0,6 Mio. € auf 0,1 Mio. € gesunken. Im Geschäftsjahr 2021 waren hier 0,5 Mio. € Erträge aus Anlagenabgängen enthalten.

Auf der Kostenseite belasteten neben den Materialkosten, die Personalkosten im Produktionsbereich sowie Verwaltungskosten das Ergebnis der Gesellschaft. Jedoch sind alle Kosten prozentual etwas niedriger als im Vorjahr, sodass sich das Ergebnis leicht positiv entwickelt hat. Der Wareneinsatz (Material, Bestandsveränderungen, bezogene Leistungen) bezogen auf den Umsatz reduzierte sich im Vergleichszeitraum von 44,9% auf 44,5% und die Personalkosten reduzierten sich ebenfalls von 26,4% auf 25,5%. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung von Fremdlöhnen (Leiharbeiter) und Schadenskosten sowie von sonstigen Transportleistungen.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Gewinnabführung im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 4,3 Mio. € nach 4,2 Mio. € im Vorjahr. Die Umsatzrendite im Geschäftsjahr beläuft sich auf 21,5% (Vorjahr 21,8%). In der Prognose wurde der Umsatz mit 19,0 Mio.€ und der EBITDA mit 4,2 Mio.€ angegeben. Der Mehrumsatz resultiert im Wesentlichen aus Preiserhöhungen bzgl. weitergereichten Kosten.

Neben den dargestellten steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren gibt es weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die von der Geschäftsführung verfolgt werden. Effiziente Herstellungsprozesse, Produktsicherheit, Ressourcenschonung, Umweltschutz und Hygiene haben einen sehr hohen Stellenwert bei unserer Arbeit.

3. Vermögens- und Finanzlage

Im Sachanlagenbereich wurden Investitionsausgaben in Höhe von 0,03 Mio. € getätigt. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 0,6 Mio. €.

Die Vermögensstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Hieraus ergeben sich folgende Kennzahlen Anlagevermögen mit 37%, das Vorratsvermögen mit 47% sowie die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 13,0% der Bilanzsumme. Die in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel liegen bei 0,2 Mio. €. Das wirtschaftliche Eigenkapital in Höhe von 9,2 Mio. € (Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Darlehnsverrechnungskonto) liegt um ca. 1,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 79,7% (Vorjahr 87,9%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inkl. verbundene Unternehmen betragen 9,1% (inkl. gegenüber der Gesellschafterin) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten 7,5% der Bilanzsumme. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (vor Gewinnabführung) beträgt 3,4 Mio.€.

Der Vorratsbestand zum 31.12.2022 in Höhe von 5.377 t€ hat sich zum Vorjahr um 422 T€ erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte zum 31.12.2022 in Höhe von 616 T€ sind gegenüber dem Stand von 2021 um 93 T€ gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten zum 31.12.2022 in Höhe von 959 T€ sind verglichen mit dem Geschäftsjahr 2021 um 200 T€ gestiegen.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt, sofern notwendig, durch verbundene Unternehmen.

Zum Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 0,0 Mio. € auf 0,3 Mio. €. Aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte, im Wesentlichen durch das positive Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und Zinsen, ein Mittelzufluss von 4,6 Mio. €. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 0,0 Mio. €. Die Finanzierungstätigkeit war geprägt durch Tilgungen von Gesellschafterdarlehen, sodass daraus insgesamt ein Mittelabfluss von 4,6 Mio. € resultierte.

Die Gesellschaft sieht sich aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Zukunft insgesamt gut aufgestellt, um sich auch weiterhin erfolgreich entwickeln zu können.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft ist in das Konzern-Reporting der Muttergesellschaft eingebunden. In diesem Zusammenhang werden bereichsspezifische KPI ́s (Key Perfomance Indicators) festgelegt, mit deren Hilfe die Steuerung des Unternehmens erfolgt. Diese sind im Wesentlichen der Umsatz und das EBITDA.

Zur Berechnung der Umsatzrendite setzen wir das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Gewinnabführung ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Gewinnabführung in Höhe von 4,3 Mio.€, Vorjahr 4,2 Mio.€) im Verhältnis zum Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%-Punkte gesunken und beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 21,5% (Vorjahr 21,8%). Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Gewinnabführung wurde im Vergleich zur Vorjahresprognose nahezu erreicht. Bedingt durch die zum Teil anhaltende Corona Pandemie und des Ukraine Krieges und damit zusammenhängenden Preissteigerungen im Einkauf, wurden diese Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergegeben. Durch diese Maßnahme konnte die Prognose nahezu erreicht werden.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann aus unserer Sicht insgesamt als gut bezeichnet werden.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Geschäftliche Aktivitäten sind, wie jede unternehmerische Tätigkeit, einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft beeinflussen können. Soweit Chancen und Risiken quantifizierbar sind bzw. im Risikomanagementsystem quantifiziert werden, ist dies im Folgenden angegeben. Die dargestellten Risiken stellen die Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

Da die Gesellschaft im Bereich Wursthüllen in einem breiten Produktspektrum tätig ist und darüber hinaus eine geographische Diversifikation besteht, weist die Risikolage ein insgesamt ausgeglichenes Chancen- und Risikoprofil auf.

Durch die Ukraine Krise sind die globalen Versorgungsketten unter Druck geraten. Die hierdurch entstandenen Herausforderungen bezüglich der Verfügbarkeit von Materialien werden mit den Lieferanten abgestimmt und angegangen. Die daraus resultierenden Preissteigerungen werden weitergegeben, um das Ertragsniveau nicht zu gefährden. Dies ist jedoch in einigen Fällen nur zeitversetzt möglich. Trotz dieser Engpässe kam es in der Versorgung unserer Kunden bisher nicht zu signifikanten Lieferverzögerungen. Unsere Dual Sourcing Strategie hat sich bewährt, trotzdem arbeiten wir kontinuierlich an der Qualifizierung neuer Lieferanten. Die Bezugsrisiken aus der aktuellen Krise sind nach derzeitiger Einschätzung von untergeordneter Bedeutung, da der direkte Warenbezug aus den betroffenen Gebieten limitiert ist.

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch neben weiteren Konzerngesellschaften als Garantin für die Verbindlichkeiten der Kalle Management GmbH, Wiesbaden, Cordevigo US Bidco LLC, Delaware, USA, sowie Cordevigo Interim Lux Bidco S.à r.l., Luxemburg, für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren und 6 Monaten abgeschlossene Senior Facilities Agreement (SFA) sowie für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren abgeschlossene Second Lien Facility Agreement (SLF). Das SFA umfasst ein Gesamtvolumen von TEUR 300.000 und das SLF ein Volumen von TEUR 55.385 und TUSD 39.968 (TEUR 92.783 zum Stichtag). Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahme der Haftung gering, da die vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) der Kalle-Gruppe in den obengenannten Kreditverträgen aufgrund der aktuellen Planungsrechnung eingehalten werden können.

Es können sich Risiken aus dem Ausfall von Forderungen von Kunden ergeben. Diese sind jedoch überschaubar, da die Gesellschaft den wesentlichen Teil ihrer Forderungen versichert. Ein potenzieller Forderungsausfall würde daher lediglich zu einer leichten Beeinträchtigung der Finanzlage der Gesellschaft führen.

Ein geringerer operativer Mittelzufluss könnte zur Verringerung der Liquidität führen. Aufgrund der verfügbaren konzerninternen Finanzierung sind jedoch keine wesentlichen Risiken absehbar.

Die Kalle Gruppe ist durch ein Konsortium unter Führung der Bank of Ireland plc, Dublin, Irland, sowie der Global Loan Agency Services Limited, London, Großbritannien, finanziert.

Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass Chancen und Risken durch das breite Produktspektrum und die geographische Diversifikation sich weitestgehend ausgleichen. Es wird weiter davon ausgegangen, dass die Planung der Kalle Gruppe für 2023 erreicht wird und damit auch alle Covenants eingehalten werden.

Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in dem weiteren Ausbau von Value-Added-Casings. Dieses innovative Verfahren ersetzt ganze Produktionsschritte in der Wurstherstellung, indem ein direkter Übertrag von der Hülle auf die Füllung stattfindet.

V. Ausblick 2023

2022 war weiter geprägt durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der zum Teil andauernden Covid-19 Pandemie sowie durch Engpässe in den globalen Versorgungsketten bei gleichzeitig steigenden Preisen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2023 eine schrittweise Normalisierung erreicht wird. Oberste Priorität hat die Sicherung der Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden. Für 2023 erwarten wir in Summe einen leichten Umsatzrückgang sowie einen leichten Rückgang des EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und vor Gewinnabführung) gegenüber dem Vorjahr. Dies im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall einer Produktlinie und die Erhöhung des Mindestlohns und weitere Personalkosten (Inflationsausgleich).

Die Phase der hohen Inflation wird sich stärker auf die Konsumkanäle von außerhäuslichen Lebensmitteln und Fleisch auswirken als auf den Konsum zu Hause und auf die Einzelhandelskanäle, was zugunsten von preisgünstigeren Fleischprodukten (z. B. Hot-Dog-Kategorie) geht.

Wir gehen davon aus, dass die OSKUtex GmbH in einer Position der Stärke ist, um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern. Auch das Jahr 2023 wird getrieben werden durch die anhaltende beispiellose Kosteninflation bei gleichzeitiger Preiserhöhung, die sich auf die Kaufentscheidungen der Verbraucher auswirkt, die damit verbundenen Folgen des Produktmixes, anhaltende Herausforderungen bei der Rohstoffverfügbarkeit, und dem unvorhersehbaren Verhalten einiger Wettbewerber.

Die weltweite Nachfrage nach verarbeiteten Fleischwaren wird in den kommenden Jahren weiter anhalten, im Wesentlichen getrieben durch die steigende Bevölkerungszahl, während der Konsum pro Kopf stabil bleibt. Der heutige Konsument legt einen größeren Fokus auf Fleischersatzprodukte und Produkte mit einer besseren ökologischen und ethischen Vertretbarkeit.

Wir erwarten in Summe einen leichten Umsatzanstieg sowie ein moderat sinkendes EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Abschreibung und Zinsen) im Vergleich zum Vorjahr.

 

Georgsmarienhütte, 03. Mai 2023

Die Geschäftsführung

1 Quelle: GDP growth (annual %) - World | Data (worldbank.org)
2 Quelle: The Global Economic Outlook in Five Charts (worldbank.org)
3 Quelle: Inflationsrate weltweit bis 2027 | Statista
4 Quelle: Sachverständigenrat für Wirtschaft: Konjunkturprognose 2022 und 2023 (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)
5 Quelle: Lieferengpässe in allen Bereichen - Logistik hängt zwischen den Stühlen | DIE Logistik24 GmbH (die-logistik.de)
6 Quelle: Informe Anual Viscofan Consolidado 2022_completo_EN.pdf, S. 127
7 Quelle: Informe Anual Viscofan Consolidado 2022_completo_EN.pdf, S. 127
8 Quelle: Deutsche Wirtschaft bunkert aus Angst vor Lieferengpässen (handelsblatt.com)

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.949,00 29.268,00
2. Entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen 16.031,00 208.398,00
II. Sachanlagen 41.980,00 237.666,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.584.741,04 2.691.680,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.564.975,00 1.843.807,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.163,00 66.508,56
4.207.879,04 4.601.995,60
4.249.859,04 4.839.661,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.572.169,63 2.294.472,93
2. Unfertige Erzeugnisse 2.059.174,66 1.702.235,81
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 745.981,05 958.310,64
5.377.325,34 4.955.019,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 616.156,02 522.763,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 452.710,05 478.318,36
3. Sonstige Vermögensgegenstände 410.563,95 480.366,58
1.479.430,02 1.481.448,69
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 261.280,24 282.721,97
IV. Aktive Rechnungsabgrenzung 44.068,39 5.203,26
11.411.963,03 11.564.054,90

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 104.000,00 104.000,00
II. Kapitalrücklage 4.141.778,03 4.141.778,03
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
4.245.778,03 4.245.778,03
B. Sonderposten mit Rücklagenanteil für Investitionszuschüsse und -zulagen 19.277,00 32.121,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 38.536,00 58.642,00
2. Sonstige Rückstellungen 348.228,38 281.315,40
386.764,38 339.957,40
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 901.211,24 700.828,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 78.031,06 47.190,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 4.923.623,17 5.928.499,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 857.278,15 269.679,88
davon aus Steuern EUR 31.570,22 (Vj. EUR 31.324,07)
davon aus sozialer Sicherheit EUR 2.559,20 (Vj. EUR 11.165,30)
6.760.143,62 6.946.198,47
11.411.963,03 11.564.054,90

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022
EUR
EUR 2021
EUR
1. Umsatzerlöse 19.814.838,30 19.485.483,95
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 88.501,87 -39.121,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 73.747,21 633.447,10
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.807,01 (Vj. EUR 10.762,80)
19.977.087,38 20.079.810,04
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.863.010,42 7.817.493,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.045.422,35 889.470,07
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.157.590,13 4.225.096,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 902.623,67 920.688,01
davon für Altersversorgung EUR 9.750,04 (Vj. EUR 8.040,33)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 614.362,91 623.609,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.739.856,10 1.995.931,38
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 13.760,96 (Vj. EUR 35.779,55)
16.322.865,58 16.472.289,84
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 275.270,16 286.254,90
davon an verbundene Unternehmen EUR 231.277,90 (Vj. EUR 255.190,54)
davon aus Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. EUR 1.719,00)
-275.270,16 -286.254,90
9. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung 3.378.951,64 3.321.265,30
10. Sonstige Steuern 14.381,85 14.862,84
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 3.364.569,79 3.306.402,46
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die OSKUTEX GmbH, Georgsmarienhütte, ist eine Tochtergesellschaft der Kalle GmbH, Wiesbaden. Die Gesellschaft ist unter der Firma OSKUTEX GmbH mit Sitz in Georgsmarienhütte, Osterheide 3, unter der Nummer HRB 200416 im Handelsregister Osnabrück eingetragen.

Der Jahresabschluss der OSKUTEX GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurde gemäß §§ 242 ff und 264 ff des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wird teilweise der Vermerk im Anhang gewählt.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden Angaben zu den Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten nicht in der Bilanz, sondern im Anhang angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Wahl der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgt nach dem Prinzip der Stetigkeit.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser gem. § 253 Abs. 4 S. 1 HGB angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Bei den Vorräten werden die fertigen und unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind hierbei auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer werden hierbei durch eine Abwertung von bis zu 100% der Erzeugnisse in Abhängigkeit von der Mindesthaltbarkeitsdauer und Alter berücksichtigt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug notwendiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Ansatz einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Guthaben in fremder Währung bestehen zum Stichtag nicht.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde für Investitionszuschüsse und für -zulagen gebildet und wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten. Investitionszuschüsse für Maschinen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren und Zuschüsse für Gebäude über 33 Jahre aufgelöst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zu Barwerten gemäß dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft. Da es sich um eine Entgeltumwandlungs-Direktzusage handelt, werden künftige Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen und die Fluktuationsrate wie im Vorjahr bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Der ermittelte Betrag wird aufgrund des § 253 Abs. 2 HGB mit einem Diskontierungsfaktor in Höhe von 1,79 % (Vorjahr 1,87 %), der sich bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem Umfang Rechnung. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen). Steuerrückstellungen sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft nicht zu bilden.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, da sie regelmäßig eine vereinbarte Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch unrealisierte Währungsdifferenzen.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Forderungen in Fremdwährung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine vereinbarte Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Kalle GmbH, Wiesbaden 287.786,36 € 284.434,10 €
Kalle Casing GmbH & Co. KG, Wiesbaden 93.812,33 € 116.208,29 €
Kalle Polska Sp.z.o.o., Lodz, Polen 42.865,10 € 47.806,18 €
Kalle Management GmbH, Wiesbaden 20.016,46 € 14.907,67 €
Foodpack B.V., Harderwijk, Niederlande 6.550,50 € 3.149,67 €
Kalle CZ s.r.o., Zebrák, Tschechische Republik 1.176,05 € 2.339,05 €
Kalle Austria GmbH, Guntramsdorf Österreich 503,25 € 7.321,92 €
Kalle Hungaria Kft., Budapest Ungarn 0,00 € 2.151,78 €
452.710,05 € 478.318,36 €

Bei den Forderungen gegen die Kalle GmbH, Wiesbaden, handelt es sich zusätzlich um Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 432.693,59 € (Vj. 463.410,69 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die Kalle Management GmbH bestehen Forderungen aus der Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von 20.016,46 € (Vj. 14.907,67 €).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine vereinbarte Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme der Sicherheitsleistung beim Zoll in Höhe von 150.000,00 €, wie im Vorjahr, eine vereinbarte Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt im Geschäftsjahr konstant 4.141.778,03 €.

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 129,00 €.

Sonstige Rückstellungen

Bei dem Ausweis handelt es sich um sonstige Rückstellungen, die sich wie folgt zusammensetzen:

31.12.2022 31.12.2021
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 130.276,13 € 95.269,74 €
Rückstellung Personalkosten 99.171,00 € 65.499,00 €
Abschluss- und Prüfungskosten 51.600,00 € 36.000,00 €
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 51.000,00 € 49.000,00 €
Gewährleistungen 16.181,25 € 35.546,66 €
348.228,38 € 281.315,40 €

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, vereinbarte Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich wie folgt zusammensetzen:

31.12.2022 31.12.2021
Kalle Polska, Lodz, Polen 60.283,96 € 25.559,82 €
Kalle CZ s.r.o., Zebrák, Tschechische Republik 15.964,26 € 4.790,13 €
Kalle Casing GmbH & Co. KG, Wiesbaden 1.782,84 € 560,00 €
Jif-Pak Manufacturing LLC, Vista, Kalifornien., USA 0,00 € 9.982,95 €
Kalle Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 0,00 € 6.297,60 €
78.031,06 € 47.190,50 €

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, Darlehnsverrechnungskonto

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Kalle GmbH, Wiesbaden, aus dem Darlehensverrechnungskonto und dem Ergebnisabführungsvertrag betragen 4.912.123,17 € (Vj. 5.916.275,48 €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin betragen 11.500,00 € (Vj. 12.223,89 €). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von 586.757,31 €, mehr als einem Jahr von 270.520,84 €, davon mehr als fünf Jahre von 0,00 €. Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt 435.131,56 € durch ähnliche Rechte (Eigentumsvorbehalt) gesichert.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2022 2021
Europa 19,5 Mio. € 19,2 Mio. €
Amerika 0,2 Mio. € 0,2 Mio. €
Rest 0,1 Mio. € 0,1 Mio. €
19,8 Mio. € 19,5 Mio. €

Auf eine Gliederung nach Tätigkeitsbereichen nach § 285 Nr. 4 HGB wird verzichtet, da sich die für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft typischen Produkte nicht erheblich voneinander unterscheiden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
Sonstige periodenfremde Erträge 45.284,63 € 49.429,60 €
Auflösung Sonderposten mit Rücklageanteil 12.844,00 € 12.844,00 €
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 9.806,69 € 5.533,23 €
Erträge aus Kursdifferenzen 3.807,01 € 10.762,80 €
Erträge aus Schadenersatzleistungen 1.615,39 € 2.708,24 €
Herabsetzung Wertberichtigungen auf Forderungen 389,49 € 12.993,11 €
Erträge aus Anlagenverkäufen 0,00 € 535.021,42 €
Sonstige betriebliche Erträge 0,00 € 4.154,70 €
73.747,21 € 633.447,10 €

Abschreibung

Die Abschreibungen je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
Verschiedene betriebliche Kosten 847.586,77 € 1.029.627,83 €
Kosten der Warenabgabe 545.793,84 € 519.587,45 €
Reparaturen und Instandhaltungen 83.561,78 € 80.472,78 €
Fahrzeugkosten 58.698,05 € 65.767,84 €
Vertriebskosten 57.054,02 € 65.897,76 €
Grundstücksaufwendungen 43.950,46 € 45.580,94 €
Versicherungen und Abgaben 39.812,56 € 64.079,80 €
Saldo Verlust aus Anlagenverkauf und Verschrottung von Anlagevermögen 21.239,00 € 55.210,35 €
Werbe- und Reisekosten 14.807,64 € 16.882,35 €
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 13.760,96 € 35.779,55 €
Forderungsverluste und PWB-Forderungen 6.685,09 € 5.505,07 €
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 6.495,93 € 11.179,66 €
Übrige betriebliche Aufwendungen 410,00 € 360,00 €
1.739.856,10 € 1.995.931,38 €

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der in der Zuführung zur Pensionsrückstellung enthaltene Zinsanteil beträgt 0,00 € (Vj. 1.719,00 €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Kalle GmbH sind keine das Geschäftsjahr 2022 betreffende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betrugen im Geschäftsjahr 14.381,85 € (Vj. 14.862,84 €).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Abs. 3a HGB aus Miet- und Leasingverpflichtungen sowie Erbpacht betragen für 1 Jahr 33 T€, 2 bis 5 Jahre 83 T€ sowie über 5 Jahre 892 T€.

Zur Beschaffung liquider Mittel, die der Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit dienen, sowie zur besseren Liquiditätsplanung werden rollierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 war ein Forderungsbestand im Nominalwert von 903 T€ verkauft. Da es sich um echtes Factoring handelt, entstehen aus diesen Verträgen keine Risiken für die Gesellschaft.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch neben weiteren Konzerngesellschaften als Garantin für die Verbindlichkeiten der Kalle Management GmbH, Wiesbaden, Cordivigo US Bidco LLC, Delaware, USA, sowie Cordevigo Interim Lux Bidco S.à.r.l., Luxembourg, für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021 für eine Dauer von 8 Jahren und 6 Monaten abgeschlossene Senior Facilities Agreement (SFA) sowie für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021 für eine Dauer von 8 Jahren abgeschlossene Second Lien Facility Agreement (SLF). Das SFA umfasst ein Gesamtvolumen von TEUR 300.000 und das SLF ein Volumen von TEUR 55.299 und TUSD 39.968 (TEUR 92.783 zum Stichtag). Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahmen der Haftung gering, da die vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) der Kalle-Gruppe in den obengenannten Kreditverträgen aufgrund der aktuellen Planungsrechnung gemäß der Prognose der Geschäftsführung eingehalten werden können.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres sind die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt worden:

Siegfried Weber, Co-CEO Kalle Gruppe, Cape Coral Vereinigte Staaten

Torben Müller, Co-CEO Kalle Gruppe, Ellerstadt

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer:

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 157 Mitarbeiter (Vorjahr: 168 Mitarbeiter):

15 (Vorjahr: 16) Angestellte
134 (Vorjahr: 139) Arbeiter
0 (Vorjahr: 1) Heimarbeiter SV-pflichtig
8 (Vorjahr: 12) Geringfügig Beschäftigte
(davon 0 (Vorjahr: 2) Heimarbeiter).

Konzern

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der OSKUTEX GmbH einbezogen ist, wird von der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, jeweils zu ihrem Abschlussstichtag am 31. Dezember jeden Jahres aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft, 37A, avenue, John F. Kennedy, L-1855 Luxemburg, Luxemburg, erhältlich. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im luxemburgischen Handels- und Firmenregister (Registre de Commerce et des Sociètès de Luxembourg, kurz: RCS) unter der Gesellschaftsnummer B-205703.

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der OSKUTEX GmbH einbezogen ist, wird von der Sixteen Gooseberry S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, jeweils zu ihrem Abschlussstichtag am 31. Dezember jeden Jahres aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft, 37A, avenue, John F. Kennedy, L-1855 Luxemburg, Luxemburg, erhältlich.

Als verbundene Unternehmen gelten alle Gesellschaften, an denen die Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, mit Mehrheit mittelbar und unmittelbar beteiligt ist.

Honorare des Abschlussprüfers

Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB im Konzernabschluss der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg vorgenommen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen sind ausschließlich 100-prozentige Tochterunternehmen der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Lexemburg Vertragspartner der Gesellschaft. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit sonstigen nahen stehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

 

Georgsmarienhütte, 3. Mai 2023

Torben Müller, Geschäftsführer

Siegfried Weber, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 31.12.2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 903.142,89 0,00 0,00 0,00 903.142,89
2. Entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen 1.005.464,69 0,00 0,00 0,00 1.005.464,69
1.908.607,58 0,00 0,00 0,00 1.908.607,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.903.209,77 0,00 0,00 0,00 5.903.209,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.311.423,52 21.700,00 669.595,00 0,00 6.663.528,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 877.387,45 20.108,09 156.762,95 0,00 740.732,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.092.020,74 41.808,09 826.357,95 0,00 13.307.470,88
16.000.628,32 41.808,09 826.357,95 0,00 15.216.078,46
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 873.874,89 3.319,00 0,00 877.193,89
2. Entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen 797.066,69 192.367,00 0,00 989.433,69
1.670.941,58 195.686,00 0,00 1.866.627,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.211.529,73 106.939,00 0,00 3.318.468,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.467.616,52 286.617,26 655.680,26 5.098.553,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 810.878,89 25.120,65 153.429,95 682.569,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.490.025,14 418.676,91 809.110,21 9.099.591,84
11.160.966,72 614.362,91 809.110,21 10.966.219,42
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.949,00 29.268,00
2. Entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen 16.031,00 208.398,00
41.980,00 237.666,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.584.741,04 2.691.680,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.564.975,00 1.843.807,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.163,00 66.508,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
4.207.879,04 4.601.995,60
4.249.859,04 4.839.661,60

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OSKUTEX GmbH, Georgsmarienhütte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OSKUTEX GmbH, Georgsmarienhütte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSKUTEX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 3. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 10.05.2023 festgestellt.

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