Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 351964
Vorher
Inotec GmbH Maschinenentwicklung u. Vertrieb
Eingetragen
28.9.1988
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen für die Lebensmittelindustrie. Ferner der Handel und der Vertrieb von Ersatz- und Zusatzteilen für diese Maschinen sowie die Durchführung von Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Martin Dr. Henger
seit 1.7.2025
Geschäftsführer
Mark Dr. Betzold
seit 10.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Germany
102.500 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Inotec GmbH Maschinenentwicklung u. Vertrieb

Reutlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Inotec GmbH Maschinenentwicklung und Vertrieb, Reutlingen

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen gehört der Branche der Nahrungsmittel-Industriemaschinen in den Segmenten Fleisch- u. Wurstwaren, Hospitalnahrung, Babynahrung, Käse- und Tiernahrung an.

Der Hauptteil der Aktivitäten liegt in der Herstellung von Serienmaschinen und Linien für die Fleischwarenindustrie und der dazugehörenden Ersatz- und Verschleißteilen. Der Anteil der Prozesstechnologie für die Tiernahrungsindustrie im In- und Ausland wächst. Die Maschinen sind ausgelegt für extreme Produktionseinsätze meist im Nassbereich. Innovative Technik in Verbindung mit höchster Fertigungsqualität und gleichzeitig einfachster Bedienung sowie angepasstem Marketing ermöglichen auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld die Erhaltung unserer Marktführerschaft in den Bereichen Zerkleinern, Trennen, Abbinden, Prozessmaschinen (z. B. Batchkocher) und Mischen. Geliefert werden die Maschinen im Wesentlichen an die Großindustrie im In- und Ausland.

II. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft verstärkt kontinuierlich den Umfang eigener R & D-Tätigkeiten zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neuentwicklungen.

III. Bericht über die Zweigniederlassung

Die Gesellschaft hat eine Serviceniederlassung in 33442 Herzebrock-Clarholz. Mit 2 Mitarbeitern werden von diesem Standort Kunden oberhalb der Mainlinie, sowie verschiedene Auslandskunden betreut.

B. Wirtschaftsbericht

I. Branchenentwicklung

Seit Beginn 2019 sehen wir weniger Anfragen für Linien Projekte weltweit. In Europa haben wir in einige großen Märkte, einen kräftigen Gegenwind für Linien Projekten; dazu gehört in erster Linie, Russland wo einige Linien Projekte zurückgestellt wurden, die heimischen Kunden haben nicht genug Kaufkraft um die teuer geworden Fleischprodukte zu kaufen. In Polen hat der jüngste Fleischskandal als deutliche Konsequenz dass die Linien Projekte verzögern werden.

In Asien bleibt China auf dem niedrigen Niveau des Vorjahrs bedingt durch die Schweinepest in einigen Provinzen, die Konsequenz ist Vertrauensverlust in Fleischprodukte und hohe Preise für Rohmaterial (Schwein-Rind-Geflügel). Dazu kommen noch die Überkapazitäten der letzten 3 Jahren.

Thailand hat auch einige Überkapazitäten, insbesondere in der CP Gruppe, die auf die Verkaufspreise für Geflügel drücken somit wird kurzfristig keine Firma in größere Linien investieren können.

In Südamerika, ist Brasilien immer noch auf einem niedrigen Niveau, jeder hofft, das mit der neuen Regierungen die Wirtschaft und somit auch die Lebensmittelbranche wieder angekurbelt wird.

Somit wird es in 2019, eine Herausforderung den Umsatz von 2018 halten oder steigern zu können, wir hoffen dass die Messe-IFFA-2019 uns positive Überraschungen bringen wird durch die vielen neuen Entwicklungen die wir ausstellen werden.

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2018

Wieder haben wir im Geschäftsjahr 2018 mit unserer Gesamtleistung die 30 Millionen EuroGrenze erreicht und konnten unsere Marktposition als einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialmaschinen in der Nahrungsmittelindustrie einmal mehr bestätigen.

Für unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2018 waren folgende Faktoren maßgeblich:

Die neuen Standardmaschinen in den Bereichen Zerkleinerung, Mischen, Wursttrennen und Abbinden haben mehr Umsatz als im Vorjahr erbracht. Der Linienbereich hat durch die Verschiebung zweier Linien in diesem Jahr für einen geringen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr erbracht.

Weiterhin bleiben wir natürlich abhängig vom dem Investitionsverhalten unserer Kunden und hier war in einigen Ländern eine geringere Investitionsneigung zu spüren.

Wir sehen die Auftragsvergabe an uns aber als einen Vertrauensbeweis in unser Knowhow.

Durch die Kaufkraftreduzierung der Bevölkerung im russischsprachigen Raum haben sich unsere Akquisitionen schwieriger gestaltet. Wir rechnen hier jedoch nur mit einer zeitlichen Verschiebung nach hinten und nicht mit einem dauerhaften Nachfragerückgang.

Der Nordamerikanische Markt hat sich gut entwickelt und wird sich auch weiterhin für uns stabil entwickeln.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Umsatzerlös von 28.998 Mio. Euro erzielt, dies entspricht einer Verminderung von 1.119 TSD Euro zum Vorjahr.

Unser Jahresüberschuss liegt nahezu auf Vorjahresniveau. Unsere Eigenkapitalquote hat sich in diesem Jahr um 13,6 % gesteigert und hat sich von 40,0 % auf 43,6 % erhöht.

III. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen stabil. Aufgrund von Neuentwicklungen musste der Lagerbestand entsprechend angepasst werden.

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 43,6 % und liegt damit über dem Branchendurchschnitt.

Die Eigenkapitalrendite liegt deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen.

Zu den kurz- und langfristigen Fremdmitteln, verfügen wir langfristig über ein typisch stilles Beteiligungskapital in Höhe von 1 Mio. Euro.

Darüber hinaus unterhält unsere Gesellschaft eine Kreditlinie in ausreichender Höhe. Diese Kreditlinie wurde von unserer Gesellschaft im abgelaufenen Jahr nur teilweise in Anspruch genommen.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 14,6 % der Bilanzsumme aus. Diese Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen mit Skonto beglichen.

Für die Pensionsrückstellungen haben wir einen Aktiven Unterschiedsbetrag von 485 TSD EUR Guthaben aus der Vermögenssaldierung.

Unsere Investitionsvorhaben laufen im üblichen Rahmen weiter.

Die Beschäftigungslage kann für das 1. und 2. Halbjahr 2019 als gut bezeichnet werden.

Unsere wirtschaftliche Lage in 2019 ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Es sind im Wesentlichen keine Änderungen der Geschäftspolitik geplant, in einigen Ländern haben wir zur Verbesserung der globalen Markterschließung neue Vertriebspartner die erfolgreicher als die Vorgänger agieren.

Mit der Vermarktung innovativer Spezialmaschinen und Linienkonzepte können wir die Produktivität und Qualität unserer Industriekunden ständig verbessern.

Wir stellten in 2016/2018 eine völlig neue Linie unserer Standartmaschinen vor, die sich im Design, in der Handhabung und den technischen Möglichkeiten deutlich von den bisherigen Modellen unterscheidet.

Diese neuen Standartserien, insbesondere auch die Abbindemaschine gilt es jetzt in 2019 weiter im Markt zu platzieren. Die Kunden nehmen die Konzeption gut an und durch die innovativen Verbesserungen können wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen. Durch die einfache Touchscreen-Bedienung mit Symbolen gibt es keine Sprachbarrieren, durch Anwender- und Produktkodierung ist eine 100 % Reproduktion und Kontrolle der Prozesse gewährleistet.

Die positiven Umsatzerwartungen für 2019 sind auch abhängig von möglichen Großprojekten und deren Umsetzung.

Der größte Umsatz kommt aus den Märkten Deutschland, Osteuropa, Nord- und Südamerika und Asien. Die Investitionsneigung bleibt in einigen Ländern verhalten, in Zentraleuropa und Nordamerika wird sie sich verbessern. Unsere Großkunden weltweit stehen in einem harten Wettbewerb.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Wir sehen optimistisch in das Jahr 2019

Ein Risiko stellt die abflauende Wirtschaftslage in einigen Länder der Welt dar, die Investitionen in China und Südwesteuropa bleiben auf einem niedrigeren Niveau. Dazu kommen noch die geopolitischen Auswirkungen und die damit verbundenen Wirtschaftsembargos sowie Einfuhrzollentwicklungen.

2. Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist gut.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Beteiligungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement.

3. Unternehmensinternes Steuerungssystem und verwendete Kennzahlen

Grundlage des Steuerungssystems unseres Unternehmens sind Planungen basierend auf Planabsatzmengen unserer weltweiten Vertriebspartner und interne Vertriebs- und Projektplanungen. Monatlich werden mittels der Erfolgsrechnung das Ergebnis und die Kostenstruktur analysiert und mit den Verantwortlichen besprochen, um Abweichungen zu analysieren und Maßnahmen einleiten zu können.

Monatlich findet eine Geschäftsleitungsbesprechung statt, in der die Ergebnissituation, aktuelle Entwicklungen und die strategische Ausrichtung behandelt werden. Die kurzfristige, operative Steuerung des Unternehmens erfolgt in wöchentlichen Absprachen zwischen den Verantwortlichen, in der zeitnah aktuelle Entwicklungen besprochen und Entscheidungen für notwendige Korrekturmaßnahmen getroffen werden.

Für die Steuerung des Unternehmens werden vor allem Finanzkennzahlen eingesetzt. Die wichtigste Kennzahl ist das monatliche Finanzergebnis (KER) und verschiedene Kostenrelationen zum Umsatz wie z.B. der Materialaufwand und die Personalkosten. Konstant geprüft und verfolgt werden Liquidität, Forderungsbestand und Verbindlichkeiten sowie Vorräte.

 

Reutlingen, den 29. April 2019

- Die Geschäftsführung -

Frank Gekeler

Miroslav Domlatil

Adrien Dessert

Holger Schwenk

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 2.821.322,50 2.197.826,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.596.177,21 884.183,46
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 429.736,25 0,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.166.440,96 884.183,46
II. Sachanlagen 608.504,50 697.002,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 3.246,00
2. technische Anlagen und Maschinen 215.046,50 243.415,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.457,00 450.341,50
III. Finanzanlagen 616.640,79 616.640,79
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 615.140,79 615.140,79
2. sonstige Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
B. Umlaufvermögen 13.969.721,95 14.110.849,12
I. Vorräte 9.736.568,72 9.156.345,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.479.790,15 4.112.532,20
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.018,27 120.279,30
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.430.771,88 3.992.252,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -231.414,88 13.926,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 753.363,08 841.971,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.910,98 14.590,36
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 484.863,12 555.672,55
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.411.818,55 16.878.938,78

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 7.582.191,88 6.754.760,34
I. gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 6.652.501,96 5.807.186,46
III. Jahresüberschuss 827.431,54 845.315,50
B. Einlagen stiller Gesellschafter 1.000.000,00 1.000.000,00
C. Rückstellungen 1.216.928,00 1.446.343,55
D. Verbindlichkeiten 7.612.698,67 7.677.834,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 1.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 500.000,00 500.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 500.000,00 500.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.813.160,06 1.566.855,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.813.160,06 1.566.855,20
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.799.538,61 5.110.979,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.452.343,51 5.025.979,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.347.195,10 85.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.411.818,55 16.878.938,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 10.796.329,77 11.041.405,04
2. Personalaufwand 5.462.235,27 4.922.629,00
a) Löhne und Gehälter 4.401.177,43 4.151.159,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.061.057,84 771.469,92
davon für Altersversorgung 204.415,61 81.016,11
3. Abschreibungen 258.906,76 212.098,09
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 258.906,76 212.098,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.660.584,29 4.391.230,07
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 70,33 160,28
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 3.791,53 3.791,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.413,81 11.183,41
davon aus verbundenen Unternehmen 54.261,62 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 249.417,30 273.072,92
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 394.619,42 402.695,87
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 120.326,15 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 832.980,54 850.862,50
9. sonstige Steuern 5.549,00 5.547,00
10. Jahresüberschuss 827.431,54 845.315,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Inotec GmbH Maschinenentwicklung und Vertrieb, Reutlingen

Handelsregister Stuttgart, HRA 351964

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den aktuellen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Ansatzvorschriften und die Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Bilanzstichtag einzeln bewertet.

Alle Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden und bis zum Tag der Aufstellung bekanntgeworden sind, wurden berücksichtigt.

Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens wurden höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungsplan entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 410,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen vorgenommen, wenn sich ein niedrigerer Wert aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergab. Konnte ein Börsen- oder Marktpreis nicht festgestellt werden und waren die Anschaffungs- oder Herstellungskosten höher als der Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, so wurde auf diesen Wert abgeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag bewertet.

Für das allgemeine Kreditrisiko wurde bei Liefer- und Leistungsforderungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den Netto-Forderungsbestand in Abzug gebracht.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Erläuterungen zu Bilanzpositionen

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Es handelt sich um Lizenzen, Konstruktionsdaten, EDV-Software und um geleistete Anzahlungen für Softwareentwicklung Mikrowellenmischer sowie Softwareentwicklung EPLAN P8.

Finanzanlagen

Es eine 51%ige Beteiligung an der Niob spol.s.r.o., Tschechien.

Aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 1.933. Die Gesellschaft hat in 2017 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 82 erzielt. Der Jahresabschluss 2018 lag zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vor.

Des Weiteren besteht eine 67%ige Beteiligung an der Stimpfl & Gieseler GmbH in Vogt. Aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 74. Die Gesellschaft hat in 2018 einen Jahresüberschuss von TEUR 46 erzielt.

Forderungen gegenüber Geschäftsführern

Gegenüber Geschäftsführern bestehen Forderungen i.H.v. EUR 306.029,39 (Vj.: TEUR 412). Das Darlehen wird mit 1,5% p.a. verzinst.

Die Tilgung betrug im Geschäftsjahr 2018 TEUR 30.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpfändetes Planvermögen zur Sicherung der Pensionszahlungen wurde mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Folgende Zahlen lagen der Saldierung zugrunde:

Beizulegender Wert des Planvermögens EUR 2.006.801,89
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen EUR 1.521.938,77
Nettowert der Pensionsverpflichtungen EUR -484.863,12
Anschaffungskosten des Planvermögens EUR 2.006.801,89

Zinsaufwendungen (EUR 48.720) und -erträge (EUR 53.536) wurden saldiert im Finanzergebnis dargestellt.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet.

Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Istzeiten erdient worden ist.

Folgende Annahmen wurden bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt:

Biometrische Rechnungsgrundlagen: Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck

Rechnungszinssatz: 3,21%
Gehaltstrend: 0,00 %
Rententrend: 0,50 %
BBG-Trend: 0,00 %

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von Euro 56.873,00. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 § 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also EUR 3.791,53 den Pensionsrückstellungen zugeführt und als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum Ende des Wirtschaftsjahres beträgt EUR 26.540,73 (Art. 67 II EGHGB).

Ausschüttungssperrbetrag

Pensionsrückstellung

Für die Ermittlung der Ausschüttungssperre ergab sich eine Pensionsrückstellung von TEUR 1.737 (Abzinsungssatz 7-Jahresdurchschnitt: 2,8 %).

Der ausschüttungsgesperrte Differenzbetrag beträgt TEUR 215.

selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände

Die Sperrbetrag beträgt TEUR 429.

Sonstige Verbindlichkeiten

- davon aus Steuern TEUR 64 (Vj.: TEUR 71)
- davon i.R.d. sozialen Sicherheit TEUR 0 (Vj.: TEUR 0)

Gesellschafterverbindlichkeiten

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 1.720 (Vj : TEUR 1.885).

Sonstige Angaben

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Jahres waren 60 Arbeitnehmer beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für in Höhe von TEUR 1.073. Weitere wesentliche Verpflichtungen sind Pachtverträge für unbewegliche Vermögensgegenstände mit einer jährlichen Verpflichtung von TEUR 235.

Eventualverbindlichkeiten

Verpflichtungen aus Bankbürgschaften und Avalkrediten bestehen in Höhe von TEUR 1.108. Ein Wechselobligo besteht nicht.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung obliegt den Herren Frank Gekeler, Miroslav Domlatil, Adrien Dessert (alle Reutlingen) und Holger Schwenk (Waldenbuch). Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Reutlingen, 18. März 2019

Frank Gekeler

Miroslav Domlatil

Adrien Dessert

Holger Schwenk

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 429.736,25 0,00 0,00 429.736,25
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.393.369,69 391.399,68 0,00 0,00 1.784.769,37
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.738,28 0,00 0,00 0,00 40.738,28
2. technische Anlagen und Maschinen 335.578,37 0,00 0,00 0,00 335.578,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.458.686,78 61.266,58 0,00 0,00 1.519.953,36
  1.835.003,43 61.266,58 0,00 0,00 1.896.270,01
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 872.024,16 0,00 0,00 0,00 872.024,16
2. Genossenschaftsanteile 1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
  873.524,16 0,00 0,00 0,00 873.524,16
  4.101.897,28 882.402,51 0,00 0,00 4.984.299,79
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen,        
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte        
sowie Lizenzen an solchen        
Rechten und Werten 509.186,23 109.142,18 0,00 618.328,41
  509.186,23 109.142,18 0,00 618.328,41
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.492,28 3.245,00 0,00 40.737,28
2. technische Anlagen und Maschinen 92.163,37 28.368,50 0,00 120.531,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.008.345,28 118.151,08 0,00 1.126.496,36
  1.138.000,93 149.764,58 0,00 1.287.765,51
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 256.883,37 0,00 0,00 256.883,37
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  256.883,37 0,00 0,00 256.883,37
  1.904.070,53 258.906,76 0,00 2.162.977,29
Restbuchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 429.736,25 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte    
sowie Lizenzen an solchen    
Rechten und Werten 1.166.440,96 884.183,46
  1.596.177,21 884.183,46
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 3.246,00
2. technische Anlagen und Maschinen 215.046,50 243.415,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.457,00 450.341,50
  608.504,50 697.002,50
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 615.140,79 615.140,79
2. Genossenschaftsanteile 1.500,00 1.500,00
  616.640,79 616.640,79
  2.821.322,50 2.197.826,75

Bericht des Aufsichtsrats

Die Pflicht zur Offenlegung des Berichts des Aufsichtsrats besteht nur, sofern dessen Erstellung auf einer gesetzlichen Verpflichtung beruht. Dies gilt stets für die AG (§ 171 Abs. 2 AktG) sowie ausnahmsweise auch für die KGaA (§ 278 Abs. 2 AktG). Für die GmbH kann sich die Verpflichtung zur Erstellung eines Bericht des AR dann ergeben, wenn dessen Berichtspflicht gesetzlich vorgeschrieben ist und eine Berichtspflicht des AR vorsieht (z.B. § 77 Abs. 1 BetrVG, § 25 Abs. 1 Nr. 2 MitbestG, § 3 Montan-MitbestG oder § 1 abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, die alle auf § 171 AktG verweisen).

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Inotec GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Inotec GmbH, Reutlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inotec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritischeGrundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 29. April 2019

H/W/S GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Lacher, Wirtschaftsprüfer

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