Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 8178
Vorher
AMICRA Microtechnologies GmbHASM AMICRA Microtechnologies GmbH
Eingetragen
7.5.2001
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen zur Charakterisierung und Handhabung von Komponenten und Baugruppen sowie diesbezügliche Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Horst Lapsien
seit 25.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ASMPT Singapore Pte. Ltd.SGP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ASMPT Singapore Pte. Ltd.
Singapore
229.771 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ASMPT AMICRA GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

der ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 30.642.669,15 25.388
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -319.487,77 -1.545
3. Sonstige betriebliche Erträge 359.835,00 658
davon aus BP-Feststellung: EUR 0,00 (Vj. TEUR 26)
davon aus Währungsumrechnung: EUR 84.265,25 (Vj. TEUR 59)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.231.043,72 -11.502
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -547.900,01 -276
-15.778.943,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.179.551,75 -7.401
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.765.151,94 -1.659
davon für Altersversorgung: EUR -250.777,94 (Vj. TEUR -318)
-9.944.703,69
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -829.707,88 -873
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.952.749,95 -2.214
davon aus Währungsumrechnung: EUR -924,68 (Vj. TEUR 59)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -936,58 -428
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj. TEUR 421)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -179.952,00 -116
davon latente Steuern: EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
10. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.996.022,55 32

Bilanz zum 31. Dezember 2022

der ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 242.032,29 605
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50,00 1
242.082,29 606
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 453.118,87 910
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 516.520,98 593
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.580,80 5
974.220,65 1.508
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
1.216.302,94 2.114
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.024.625,29 6.344
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.445.848,54 8.765
3. Geleistete Anzahlungen 25.254,57 118
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -761.094,84 -1.318
13.734.633,56 13.909
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.233.291,14 5.551
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.090,72 1.477
3. Sonstige Vermögensgegenstände 34.477,84 236
8.580.859,70 7.264
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.338.101,05 2.225
27.653.594,31 23.398
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.069,94 47
28.945.967,19 25.559

Passiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 229.771,00 230
II. Kapitalrücklage 29.863.008,56 29.863
III. Verlustvortrag -7.712.959,68 -7.725
IV. Jahresüberschuss 1.996.022,55 32
24.375.842,43 22.400
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 179.952,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 1.358.408,18 1.017
1.538.360,18 1.017
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.191,95 1.225
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.881.919,39 697
4. Sonstige Verbindlichkeiten 465.653,24 170
davon aus Steuern: EUR 438 (Vj. TEUR 116)
3.031.764,58 2.142
28.945.967,19 25.559

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ASMPT AMICRA GmbH (nachfolgend "AMICRA" oder "Gesellschaft" genannt) ist weltweit bekannt für höchste Präzision beim Chip-Bestücken (Die-Bonder) für die Optoelektronik- und Halbleiterindustrie. In unserem Segment sind wir einer der globalen Technologie- und Marktführer. Mit fast 20 Jahren Erfahrung in der Herstellung und Entwicklung von Produktionsanlagen hat AMICRA in der gesamten Halbleiterindustrie Maßstäbe für Präzision und Qualität gesetzt.

Die Produktpalette umfasst die klassischen Die-Bonder bis hin zu individuellen Produktionsanlagen für die Optoelektronik bzw. die Halbleiterindustrie. Es werden vier unterschiedliche Standardmaschinen angeboten (AFC, NOVA, NANO und CoS). Diese kommen in folgenden Bereichen zum Einsatz:

AFC

NOVA

NANO

CoS

Diese Maschinen bestehen aus Baugruppen, die von namhaften Zulieferern vormontiert und in Regensburg durch Mitarbeiter von AMICRA zunächst auf Funktionalität geprüft werden. Bei AMICRA wird, neben der Montage einiger Schlüsselbaugruppen, im Anschluss noch die Endmontage und die finale Inbetriebnahme durchgeführt. Anschließend wird der Kundenprozess auf den Maschinen aufgesetzt.

Seit 2018 gehört AMICRA zur ASM-Gruppe mit Hauptsitz in Singapur.

Forschung und Entwicklung

Durch die internationale Ausrichtung ist für uns die Entwicklung der Weltwirtschaft von entsprechender Bedeutung. Hierbei teilt sich F&E in zwei grobe Bereiche. Zum einen wird an der stetigen Verbesserung der Hard- und Software unserer bestehenden Anlagen gearbeitet. Hier werden vom Markt höhere Stückzahlen/größere Geschwindigkeit in höchster Präzision gefordert. Dies geschieht vielfach im Rahmen von Kundenprojekten.

Daneben ist ein großer Teil der Beschäftigten in Zusammenarbeit mit den Entwicklungsbereichen der ASMPT-Gruppe damit beschäftigt, Maschinen für den asiatischen Markt zu konzipieren, da wir hier einem zunehmenden Preisdruck ausgesetzt sind.

2. Wirtschaftsbericht

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Aus Sicht des 31. Dezembers 2022 können die gesamtwirtschaftliche Lage und die branchenbezogene Lage wie folgt zusammengefasst werden:

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hatte negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und sorgte für politische Unsicherheit. Hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind sichtbare Folgen. Dennoch ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Gestiegene Energiepreise und weiter anhaltende Material- und Lieferengpässe führten zu einem Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland um durchschnittlich 7,9 % gegenüber dem Vorjahr. 1

Der Optoelektronik-Markt hat in Deutschland in 2022 einen Umsatz von ca. 76 Mrd. € erwirtschaftet. Trotz der Belastung durch Lieferkettenschwierigkeiten und höheren Kosten ist die Branche um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Im internationalen Vergleich liegt das größte Umsatzvolumen weiterhin in China. 2 Der Umsatz in der Halbleiterindustrie lag in 2022 weltweit bei rund 573,5 Mrd. US- Dollar. 3

Geschäftsverlauf 2022

Der Auftragseingang 2022 hat die Erwartungen von 28,5 Mio. USD nicht vollständig erfüllt. Im Geschäftsjahr war ein Gesamtauftragsvolumen von 25,8 Mio. USD zu verzeichnen. Zum Geschäftsjahresende bestand ein Auftragsbestand von ca. 8,2 Mio. USD.

Um auf die angespannte Marktlage bezüglich elektronischer Komponenten besser vorbereitet zu sein, wurden vermehrt Schlüsselkomponenten vorrätig gehalten. Darüber hinaus wird ein gewisser Bestand an Vorproduktionsanlagen gehalten, um auch kurzfristig auf Kundenanfragen zu reagieren und lieferfähig zu sein. Dies und der hohe Auftragsbestand führten zu einem hohen Liquiditätsbedarf zur Finanzierung des Working Capitals.

Das Geschäftsjahr 2022 hat umsatzseitig die Erwartungen übertroffen. Der Jahresumsatz lag mit 30,6 Mio. € über Plan von 27,3 Mio. €. Dies gilt auch für das Jahresergebnis von 2 Mio. € nach Steuern, das mit 0,7 Mio. € geplant war.

Die Investitionsausgaben betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 205 T€ für Betriebsausstattungen, geringwertige Wirtschaftsgüter und Büroeinrichtungen.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag 2022 bei 121 Mitarbeitern (Vj. 123). Damit waren durchschnittlich zwei Mitarbeiter weniger als im Vorjahr beschäftigt. Zusätzlich waren mehrere Mitarbeiter (Sales Manager und Applikationsingenieure) bei Schwestergesellschaften in Asien und den USA tätig.

1 Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023 des statistischen Bundesamtes bzw. Nr. 22 vom 17. Januar 2023.
2 Statista - Optoelektronik Deutschland vom 17.05.2023.
3 Statista - Umsatz in der Halbleiterindustrie weltweit in den Jahren 1988 bis 2022 vom 12.06.2023.

Durch die zunehmende Auslagerung der Fertigung an Zulieferer wird der Zuwachs an Personal weiterhin überwiegend in den Entwicklungsbereichen liegen.

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2022 als positiv ein.

Änderungen, wie zum Beispiel Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen, gab es nach dem Einstieg des Mutterkonzerns in 2018 als alleiniger Gesellschafter nicht.

Der zukünftige Fokus der Gesellschaft liegt auf den Wachstumsmärkten Silicon Photonics, Consumer Health und Automative HeadLamp.

Für das Jahr 2023 ist die Geschäftsleitung optimistisch und geht von Planerfüllung aus.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich mit 30.643 T€ um 5.255 T€ gegenüber dem Vorjahr (25.388 T€) erhöht, was einem Anstieg von rd. 21 % entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf den Wegfall der pandemischen Lage und den daraus resultierenden Anstieg der Nachfrage zurückzuführen. Das Jahresergebnis lag mit 1.996 T€ um ein Vielfaches über dem Vorjahr (Vj. 32 T€) und übertraf auch die Prognose von 700 T€ deutlich.

Nach wie vor liegt ein Schwerpunkt auf der Reduktion der Kosten, vor allem der Materialkosten. Durch niedrigere Herstellungskosten aufgrund von gruppeneigener Fertigung (Insourcing) konnten auch für 2022 die Materialpreise gesenkt und Einsparpotenziale genutzt werden. Darüber hinaus wurden weitere Preise durch Rahmenkontrakte mit langjährigen Lieferanten gesichert. Für einzelne Produkte ließ sich ein Preisanstieg jedoch nicht vermeiden. Im Vergleich zu den gestiegenen Umsätzen erhöhte sich der Materialaufwand von 11.778 T€ im Vorjahr um 4.001 T€ bzw. 34 % auf 15.779 T€ überproportional. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich somit - bezogen auf die Gesamtleistung - von 48,1 % im Vorjahr auf 51,4 % im Berichtsjahr.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei 9.945 T€, was einem Anstieg in Höhe von 885 T€ bzw. 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch Bonuszahlungen in Höhe von 638 T€ begründet. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt bei 32,4 % (Vj. 37,0 %).

Die Abschreibungen haben sich um 43 T€ auf 830 T€ reduziert, was auf geringere Investitionen als im Vorjahr zurückzuführen ist. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 261 T€ bzw. 12 % auf 1.953 T€ gesunken, was im Wesentlichen auf gesunkene Aufwendungen für Rückstellungen und Wertberichtigungen zurückzuführen ist.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag mit 28.946 T€ um 3.387 T€ bzw. 13 % über dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der flüssigen Mittel um 3.113 T€ bzw. 140 % auf TEUR 5.338 zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 534 T€ bzw. 35 % auf TEUR 974 reduziert. Die Vorräte bestanden nahezu unverändert zum Vorjahr (-174 T€; -1 %). Die Vorräte bestehen größtenteils aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit TEUR 6.025 (Vj. TEUR 6.344) sowie unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen mit TEUR 8.446 (Vj. TEUR 8.765). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit TEUR -761 (Vj. TEUR -1.318) offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 1.091 T€ (15 %) auf TEUR 8.581 erhöht, was im Wesentlichen aus den gestiegenen Umsatzerlösen resultiert.

Auf der Passivseite zeigt sich der Anstieg der Bilanzsumme vor allem in dem Anstieg des Eigenkapitals aufgrund des deutlich höheren Jahresüberschusses (+1.964 T€) sowie in den um 521 T€ (51 %) gestiegenen sonstigen Rückstellungen. Außerdem wurden im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.882 T€ ausgewiesen; die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund von Steuerverbindlichkeiten um 296 T€ gegenüber dem Vorjahr. Rückläufig entwickelt haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-541 T€; -44 %), ebenso wie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt wurden (Vj. 50 T€).

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote betrug zum Geschäftsjahresende 84,2 %, was einem leichten Rückgang von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, jedoch immer noch eine sehr hohe Eigenkapitalquote darstellt. Innerhalb des Fremdkapitals erhöhten sich die Rückstellungen auf 1.538 T€ (+521 T€).

Die Verbindlichkeiten sind vor allem im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen insgesamt um 890 T€ gestiegen. Gegenläufig hierzu sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund vollständiger Rückzahlung im Geschäftsjahr um 50 T€ auf 0 T€ gesunken. Dies entspricht der Konzernstrategie, die darauf ausgerichtet ist, künftig Finanzmittel ausschließlich über IC Darlehen zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt ist unsere Finanzlage als geordnet zu bezeichnen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft definiert die folgenden Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren:

Umsatz

Jahresergebnis

Auftragsbestand

Für eine Analyse dieser Kennzahlen wird auf die vorherigen Kapitel verwiesen.

3. Prognosebericht

Für den Optoelektronikmarkt in Deutschland wird für das Jahr 2023 ein Umsatzvolumen von ca. 0,78 Mrd. € prognostiziert. Dies würde einem Umsatzwachstum der Branche in Höhe von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Hintergrund für das prognostizierte Wachstum ist die steigende Nachfrage nach technologisch fortschrittlicher Optoelektronik in der Automobilelektronikbranche. 4 Für die deutsche Wirtschaft insgesamt wird für das Jahr 2023 ein minimales Wachstum des BIPs in Höhe von 0,2 % gegenüber 2022 erwartet. Im ersten Quartal 2023 ist das BIP um 0,3 % gesunken, damit liegen zwei negative Quartale in Folge vor und Deutschland befindet sich in einer technischen Rezession. 5 Die Prognose ist bedingt durch weiterhin bestehende Unsicherheiten über die Energieversorgungslage sowie weiter anhaltende Preissteigerungen. Vor diesem Hintergrund wird eine Inflationsrate von 6,6 % für Deutschland prognostiziert. 6

Die zukunftsgerichteten Aussagen über Risiken und Chancen beruhen auf heutigen Kenntnissen und bestimmten Annahmen und bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Bedingt durch die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Energiekrise, Inflation, Halbleiterkrise) liegen einige Faktoren, die Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf haben könnten, außerhalb des Einflussbereiches von AMICRA.

Dies vorausgeschickt, beurteilen wir die Entwicklung der Gesellschaft, in Ergänzung zum Risikobericht, wie folgt:

Die internen Abwicklungsprozesse sowie fachlich hochqualifiziertes Personal garantieren eine effektive und kostenoptimierte Projektabwicklung und sind wesentlicher Bestandteil des künftigen Geschäftserfolgs. Um insbesondere die Mitarbeiterqualifizierung weiter voranzutreiben bzw. auf weiterhin hohem Niveau zu halten, wird auch zukünftig eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen gepflegt sowie die Ausbildung von Nachwuchskräften in allen Bereichen gefördert.

Ende Dezember 2022 sind ca. 8,2 Mio. USD Aufträge im Bestand (Vj. 14,0 Mio. USD). Im 1. Quartal 2023 sind bereits Aufträge im Wert von 8,0 Mio. USD eingegangen.

Die Vertriebspipeline zeigte zwar einen kleinen Rückgang der Aufträge in Q4/2022. Wir halten es jedoch derzeit für weiterhin möglich, dass der für das Geschäftsjahr 2023 geplante Auftragseingang von über 29,1 Mio. USD erreicht werden kann. Auch das Umsatzziel 2023 von 27,7 Mio. USD halten wir derzeit für realistisch. Wenn auch vor dem Hintergrund der derzeit geführten Kundengespräche und deren Einschätzung zur Marktlage dieses Ziel erreichbar erscheint, sehen wir uns mit der aktuellen geopolitischen Lage sowie dem Ukraine-Konflikt vor eine noch nie dagewesene Herausforderung gestellt. Die Prognose ist somit mit Unsicherheiten behaftet. Bei einem Umsatz von 27,7 Mio. USD planen wir ein Jahresergebnis vor Steuern von rund 0,7 Mio. USD. Dieses ist aber auch mit den o.g. Unsicherheiten belegt.

4 Statista - Optoelektronik Deutschland vom 17.05.2023.
5 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 203 vom 25. Mai 2023.
6 Aktualisierte Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vom 22. März 2023.

Das Unternehmen ist in den relevanten Marktsegmenten mit seinen Produkten gegenüber den Wettbewerbern jedoch sehr gut aufgestellt. Zudem wird weiterhin intensiv an der Senkung der Kosten gearbeitet, vor allem auf Materialseite. Ebenfalls kann die Fertigung von Baugruppen direkt bei der Muttergesellschaft erfolgen statt bei externen Unternehmen. Vor allem aber können, mit Hilfe der Muttergesellschaft, wesentliche Entwicklungen von Baugruppen erfolgen, mit dem Ziel die Materialkosten zu senken. Das Management geht wie im Vorjahr von relevanten Kosteneinsparungen aus.

Obwohl die Lage auf den Beschaffungsmärkten voraussichtlich auch künftig angespannt bleiben wird, wird das Wachstumsziel zusammenfassend als realisierbar eingeschätzt.

4. Chancen- und Risikobericht

Jedes weltweit tätige Unternehmen unterliegt zwangsläufig Markt-, Beschaffungs-, Standort-, Personal-, Finanz- und Haftungsrisiken, die sich trotz aller Sorgfalt nicht restlos ausschließen lassen. Es bieten sich aber auch vielfältige Chancen. Im Unternehmen werden daher Planungs-, Controlling- und Informationssysteme eingesetzt.

Marktrisiken

Wie auch in der Vergangenheit arbeitet das Management im neuen Geschäftsjahr schwerpunktmäßig an der Verbesserung der Kostensituation. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass sich die Materialkosten insbesondere durch die Zusammenarbeit mit neuen Lieferanten langfristig senken lassen.

Da die Geschäfte größtenteils in Euro abgewickelt werden, bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Beschaffung

Als produzierendes Unternehmen sehen wir uns aufgrund der allgemeinen Marktsituation auf dem Elektronik-Markt einem erhöhten Risiko bei der Beschaffung von Schlüsselkomponenten ausgesetzt. Hierunter fallen die Verfügbarkeit von benötigen Produkten sowie die langen Lieferzeiten für einzelne Baugruppen. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko durch ein aktives Lieferantenmanagement sowie durch die Einbindung neuer Lieferanten aus dem Konzern entgegen. Damit werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermieden und Lieferbeziehungen optimiert. Außerdem gibt es für jeden Beschaffungsfall eine "Second Source" bzw. die Möglichkeit, dass AMICRA die Leistung selbst erbringt. Dem Risiko von Materialengpässen begegnet die Gesellschaft ansonsten durch höhere Bestände.

Forderungsausfälle

Durch Kundenanzahlung bei Erhalt der Bestellung sowie zusätzliche Abschlagszahlungen (marktüblich) wird die Eigenfinanzierung verringert und somit ein mögliches Ausfallrisiko minimiert. Durch gezielten Einsatz von Prüfungshandlungen hinsichtlich der Kundenliquidität (Risk Management Singapur) wurde erreicht, dass seit mehreren Jahren in Folge keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren. Entsprechende Risiken sind über Kreditlimits abgesichert.

Personal

Die Gesellschaft ist vom derzeitigen Fachkräftemangel vor allem in den Bereichen IT, Inbetriebnahme, Konstruktion und Buchhaltung betroffen. Aufgrund des Standorts in Regensburg mit einer vielseitigen Ausbildungsinfrastruktur bieten sich vor allem mit Blick auf die Ostbayerische Technische Hochschule hervorragende Rekrutierungsmöglichkeiten für hochspezialisiertes Personal, um diesem Mangel entgegenzuwirken.

Außerdem hat die Gesellschaft ein personalisiertes Weiterbildungssystem implementiert, um insbesondere Nachwuchskräfte intern zu fördern und damit zu einem hohen Qualitätsstandard und Wissensstand der Mitarbeiter beizutragen. Individueller Weiterbildungsbedarf wird im Rahmen von Mitarbeitergesprächen analysiert.

Haftung

Produkte des Unternehmens werden für technisch anspruchsvolle Anwendungen mit entsprechend hohen Anforderungen bezüglich der Verfügbarkeit verwendet. Daher ist das Unternehmen Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Diese werden durch Maßnahmen im Rahmen des Qualitäts- und Risikomanagements systematisch minimiert. Des Weiteren bestehen umfassende Versicherungen für Produkthaftungen. Gewährleistungsrückstellungen wurden im üblichen Rahmen gebildet.

Ukraine-/Russland-Krise

Die Folgen des Krieges Russland gegen die Ukraine spiegeln sich bei der Gesellschaft im Wesentlichen durch gestiegene Energie- und Transportkosten wider. Da die Gesellschaft und ihre Vorproduzenten keine Materialien aus der Ukraine beziehen, ergeben sich hierdurch keine weiteren Beschaffungsrisiken.

Gesamtaussage

AMICRA bewegt sich in einem Marktumfeld, in dem die für das Unternehmen relevanten Segmente stark wachsen. Es besteht hohes Potenzial in der Entstehung weiterer Marktsegmente, in denen Produkte des Unternehmens nachgefragt werden können. Insbesondere die stetig wachsende Anzahl an Aufträgen aus den zurzeit wachsenden Märkten im Bereich der optoelektronischen Industrie und der Halbleiterindustrie sowie auch aus dem Consumer-Bereich ist sehr vielversprechend.

Eine Erhöhung der Anzahl an Folgeaufträgen und der Stückzahlen an Anlagen bei einzelnen Aufträgen sowie die Kostenreduktion werden zu Margenverbesserungen führen.

Die hohe Qualität unserer Produkte, die Gewinnung neuer Kunden und die Verfestigung bestehender Kundenbeziehungen sind die Basis für weiteres Wachstum und den Erfolg des Unternehmens.

Durch die anhaltenden Engpässe im Beschaffungsbereich und die gestiegenen Energiekosten ist es nicht unwahrscheinlich, dass die oben beschriebene Chancenlage eingetrübt wird und ggf. die geplanten Ziele nicht erreicht werden. Die Geschäftsleitung geht aber davon aus, dass es durch den finanziellen Rückhalt im Gesamtkonzern und die grundsätzlich zukunftsträchtige Aufstellung des Unternehmens nur zu temporären negativen Entwicklungen in Bezug auf die geplanten Eckdaten kommt.

5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten und Darlehen aus dem Konzernverbund.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Bei vielen Kunden handelt es sich um namhafte Konzerne. Darüber hinaus wird vonseiten des Risk Managements (Singapur) ein Kreditlimit je Kunde festgelegt. Dieses wird vor Auftragsannahme nochmals geprüft. Sollte ein Kreditlimit überschritten werden, sind Sonderfreigaben im Rahmen der Gruppenrichtlinie "Risk-Management" erforderlich.

Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Auch in Coronazeiten hatten wir keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Mit den Lieferanten besteht eine langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über einen Kontokorrentrahmen und im Rahmen von Anzahlungsbürgschaften über einen Aval-Kreditrahmen einer Versicherung.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Es wird jeder Auftrag im Liquiditätsplan der Gesellschaft abgebildet, um die Geldein- und -ausgänge überwachen und steuern zu können.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informiert sich das Management vor Eingehen von neuen Geschäftsbeziehungen über die Bonität des Kunden.

 

Regenburg, den 31. Oktober 2023

Rudolf Kaiser

Horst Lapsien

Dr. Johann Weinhändler

Geschäftsführer

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ASMPT AMICRA GmbH hat ihren Sitz in Regensburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HR B 8178 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bilanzansätze des Anlagevermögens beruhen auf den Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten, von denen der Nutzungsdauer entsprechende, planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen werden. Die Nutzungsdauer wurde aus langjährigen Erfahrungswerten bemessen und orientiert sich zudem an handelsrechtlichen und steuerlichen Höchstsätzen.

Die Zugänge werden mit den Rechnungsbeträgen zuzüglich Nebenkosten, abzüglich Nachlässen und evtl. Skonti aktiviert. Die Abgänge werden mit den historischen Anschaffungskosten nach Aufrechnung mit bisherigen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Ausscheidens erfasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von regelmäßig drei Jahren).

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs.2 HGB wird für zwei in 2015 abgeschlossene Eigenentwicklungen sowie für eine weitere Neuentwicklung, welche in 2018 fertiggestellt wurde, in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand wird für Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung konkretisiert. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch das Projektcontrolling laufend überwacht. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von regelmäßig fünf Jahren). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 830 TEUR (Vj. 873 TEUR) vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben.

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist mit den Anschaffungskosten auf Basis von Einzelwerten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für einen Teil der Bestände wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen und der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse werden Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungszeitraum auf deren Finanzierung entfallen, einbezogen (§ 255 Abs. 3 HGB, § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Von den Vorräten werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen abgesetzt, sobald ihnen bereits unfertige Erzeugnisse oder Leistungen gegenüberstehen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko gegenüber Dritten durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt unter Einbeziehung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen zum Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (im aktuellen Geschäftsjahr nicht zutreffend) werden ggf. mit den entsprechenden Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsumrechnung

Die Gesellschaft bezieht in geringem Umfang Waren von Lieferanten, die in US-Dollar (USD) fakturieren. Die Umrechnung in EUR erfolgt zum Tageskurs bei Rechnungsfälligkeit. Dabei auftretende Währungsdifferenzen werden als Aufwand oder Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von insgesamt 242 TEUR (Vj. 605 TEUR), die in voller Höhe auf die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen entfallen.

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten 3.321 TEUR (Vj. 3.158 TEUR).

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den nachfolgenden Anlagenspiegel verwiesen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.256.916,68 0,00 0,00 4.256.916,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.956,29 0,00 0,00 260.956,29
Summe 4.517.872,97 0,00 0,00 4.517.872,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.876.093,24 96.643,16 596.754,60 1.375.981,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.659.244,82 108.336,07 1.767.580,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 5.761,67 4.580,80 5.761,67 4.580,80
Summe 3.541.099,73 209.560,03 602.516,27 3.148.143,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.058.972,70 209.560,03 602.516,27 7.666.016,46
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.651.839,82 363.044,57 0,00 4.014.884,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.440,95 465,34 0,00 260.906,29
Summe 3.912.280,77 363.509,91 0,00 4.275.790,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 965.930,07 281.826,30 324.893,44 922.862,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.688,24 184.371,67 0,00 1.251.059,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 2.032.618,32 466.197,97 324.893,44 2.173.922,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.944.899,09 829.707,88 324.893,44 6.449.713,53
Buchwerte
Stand 01.01.2022 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 605.076,86 242.032,29
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 515,34 50,00
Summe 605.592,20 242.082,29
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 910.163,17 453.118,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 592.556,58 516.520,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 5.761,67 4.580,80
Summe 1.508.481,41 974.220,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.114.073,61 1.216.302,94

2. Vorräte

In den Vorräten sind Wertberichtigungen in Höhe von 1.937 TEUR (Vj. 2.590 TEUR) enthalten.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 312 TEUR (Vj. 1.459 TEUR), darin enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin (ASM Technology Singapore Pte Ltd.) in Höhe von 149 TEUR (Vj. 928 TEUR).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen (Posten > 5 TEUR) wie folgt zusammen:

TEUR
Tantiemen/Strukturziele Geschäftsführer 279
Gewährleistung 203
Überstunden Mitarbeiter 201
Urlaubsrückstände Mitarbeiter 184
Verkaufsprovisionen 177
Abschluss/Prüfung 106
Nebenkosten 2022 105
Versicherungsbeiträge 2022 41
Kleinbeträge unter 5.000 EUR 27
Reisekosten 13
Archivierungskosten 10
Schwerbehindertenabgabe 10
Ausstehende Warenrechnungen 2
1.358

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt (Vj. 50 TEUR). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren Verbindlichkeiten in Höhe von 1.489 TEUR aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Beträge aus Steuern in Höhe von 438 TEUR (Vj. 116 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr ergibt sich ein aktiver Überhang, der aufgrund des Aktivierungswahlrechts nicht ausgewiesen wird.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Fällig
bis zu 1 Jahr mehr als 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen 319 1.552 5.035

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 46 TEUR (Vj. 288 TEUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebssteuern (Kfz-Steuern) in Höhe von 1 TEUR (Vj. 0,8 TEUR) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 74
Gewerbliche Arbeitnehmer Teilzeit 8
Angestellt Vollzeit 31
Angestellte Teilzeit 8
Summe 121

Mitglieder der Geschäftsführung

Rudolf Kaiser, Dipl.-Ing. (FH), Geschäftsführer - Finanzen, Administration und Software

Horst Lapsien, Techniker und Betriebswirt (VWA), Geschäftsführer - Design & Produktion

Dr. Johann Weinhändler, Techniker und Master of Business Administration (MBA), Geschäftsführer - Vertrieb, Marketing, Geschäftsentwicklung und Qualitätsmanagement

Bei der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ASM Technology Singapore Pte Ltd. mit Sitz in Singapur einbezogen. Der Konzernabschluss der ASM Technology Singapore Pte Ltd. ist entsprechend den jeweiligen landesrechtlichen und/oder gesetzlichen Bestimmungen bekannt zu machen.

Aufgrund der entstandenen Verlustsituation hat die Konzernmuttergesellschaft zur Sicherung der Unternehmensfortführung unter dem Datum vom 1. April 2021 eine Patronatserklärung abgegeben. In der Patronatserklärung verpflichtet sich die Muttergesellschaft, unsere Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass wir in der Lage sind, unsere Verpflichtungen zu erfüllen. Für den Erstattungsanspruch auf die zur Verfügung gestellten Mittel im Rahmen dieser Vereinbarung hat die Muttergesellschaft darüber hinaus einen Rangrücktritt erklärt. Diese Erklärung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 42 TEUR.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.996 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Nachtragsbericht

Nach Aufstellung des Jahresabschlusses 2022 hat die Gesellschaft Kenntnis darüber erlangt, dass Gesellschaften innerhalb der Gruppe eines Kunden insolvent sind. Aus Vorsichtsgründen wurden daher in Q1 2023 die Forderungen gegen diesen Kunden um 50 % wertberichtigt (446 TEUR). Derzeit liegen der Gesellschaft keine Informationen vor, dass der Kunde selbst auch insolvent ist.

Weiterhin ist die Gesellschaft von den langen Lieferzeiten innerhalb der Branche betroffen. Dem wird mit einer Aufstockung des Lagerbestandes entsprechender Teile entgegengewirkt. Die Auswirkungen des im Februar 2022 ausgebrochenen Krieges in der Ukraine zeigen sich bei der Gesellschaft insgesamt durch gestiegene Energie- und Transportkosten. Die Gesellschaft und ihre Lieferanten sind jedoch nicht von Materialengpässen betroffen.

 

Regensburg, den 31. Oktober 2023

Rudolf Kaiser

Horst Lapsien

Dr. Johann Weinhändler

Geschäftsführer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.256.916,68 0,00 0,00 4.256.916,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.956,29 0,00 0,00 260.956,29
Summe 4.517.872,97 0,00 0,00 4.517.872,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.876.093,24 96.643,16 596.754,60 1.375.981,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.659.244,82 108.336,07 1.767.580,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 5.761,67 4.580,80 5.761,67 4.580,80
Summe 3.541.099,73 209.560,03 602.516,27 3.148.143,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.058.972,70 209.560,03 602.516,27 7.666.016,46
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.651.839,82 363.044,57 0,00 4.014.884,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.440,95 465,34 0,00 260.906,29
Summe 3.912.280,77 363.509,91 0,00 4.275.790,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 965.930,07 281.826,30 324.893,44 922.862,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.688,24 184.371,67 0,00 1.251.059,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 2.032.618,32 466.197,97 324.893,44 2.173.922,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.944.899,09 829.707,88 324.893,44 6.449.713,53
Buchwerte
Stand 01.01.2022 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 605.076,86 242.032,29
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 515,34 50,00
Summe 605.592,20 242.082,29
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 910.163,17 453.118,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 592.556,58 516.520,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 5.761,67 4.580,80
Summe 1.508.481,41 974.220,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.114.073,61 1.216.302,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASMPT AMICRA GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 31. Oktober 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer

Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile:

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2023 festgestellt.

Angaben zum Unterzeichner nach § 245 HGB:

 

Regensburg, den 31. Oktober 2023

gez. Rudolf Kaiser

gez. Horst Lapsien

gez. Dr. Johann Weinhändler

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.