Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 579
Vorher
August Hildebrandt GmbH Kabeltrommeln
Eingetragen
10.10.1990
Branche
Veredlung von HolzwarenBearbeitung und Veredlung von HolzHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Verarbeitung von Holz und anderen Materialien zu Kabeltrommeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christoph Braun
seit 31.1.2022
Prokura
Sabine von Köppen
seit 26.3.2009
Geschäftsführer
Mathias Lohraff
seit 24.3.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Sabine Lohraff
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lohraff Holding GmbH
Germany
690.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

August Hildebrandt GmbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2020

I. Grundlagen des Unternehmens

Die August Hildebrandt GmbH ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, welches heute zu den größten Kabeltrommelproduzenten Europas zählt. Das Unternehmen produziert für alle namenhaften Hersteller aus der Kabel- und Seilindustrie Trommeln und Spulen aus Holz, Stahl, Sperrholz sowie Kunststoff.

Die Produktion und Montage erfolgten an den Standorten Schwerin, Hannover, Stolberg und Mönchengladbach. Hauptabsatzgebiet ist Europa. Daneben werden auch Exporte nach Übersee durchgeführt.

Die Gesellschaft verfügt über ein Stammkapital in Höhe von TEUR 690.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Der Markt für Kabel und Leitungen war in 2020 - wie in allen anderen Branchen - überschattet von der Covid-19-Pandemie. Trotz der Pandemie war der Markt aufgrund der Zugehörigkeit zum Energie- und Infrastrukturbereich relativ stabil. Der Breitbandausbau wurde in Deutschland vorangetrieben. Die Bedarfe an Kabel und Leitungen waren da. Insgesamt waren die pandemiebedingten Ausfälle, sowohl personalbedingt als auch lieferkettenmäßig bedingt, relativ gering. Die Branche hat sich in der gesamten Pandemiezeit - trotz vieler Unsicherheiten, Neuausrichtungen und der Umstellung von Büroarbeit auf Arbeit im Homeoffice gut gehalten und weiterentwickelt.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Gesamtumsatz der August Hildebrandt GmbH im Jahr 2020 betrug 25.724 TEUR (VJ TEUR 26.247). Der Jahresumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr nur um knapp 2 % gesunken. Der prognostizierte Umsatzrückgang um 10 % ist nicht eingetreten, was angesichts der widrigen Umstände als sehr positiv hervorgehoben werden kann.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich der Stahltrommelbereich sehr gut entwickelt hat. Dieser Bereich kompensierte große Auftragsrückgänge bei den Holztrommeln.

Insgesamt kann die Umsatzentwicklung als zufriedenstellend bewertet werden.

3. Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 497 (VJ 480). Die Investitionen bezogen sich im Wesentlichen auf Instandhaltungsmaßnahmen, Ersatzinvestitionen und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Digitalisierung.

4. Personal

Im Geschäftsjahr 2020 betrug die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (einschließlich Geschäftsführung und Auszubildende) 79 am Standort Schwerin, 9 am Standort Hannover, 8 am Standort Stolberg und 7 am Standort Mönchengladbach.

Von der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl arbeiteten 88 Mitarbeiter in der Produktion und 15 Mitarbeiter in der Geschäftsleitung und Verwaltung. Per Stichtag (31.12.2020) betrug die Arbeitnehmerzahl 102 (VJ 102).

Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt war deutlich zu spüren. Die Mitarbeitergewinnung wird zukünftig mit deutlichen Anstrengungen verbunden sein. Inwieweit sich der Arbeitnehmermarkt aufgrund des erwarteten Wirtschaftseinbruchs infolge der Covid-19-Pandemie entspannt, bleibt weiterhin abzuwarten. Die in 2019 begonnenen und auch in 2020 fortgeführten Inhouse-Qualifizierungen der Mitarbeiter im Bereich Digitalisierung werden fortgeführt. Prozessabläufe sollen weiter optimiert werden.

5. Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen

Der Vertriebsbereich wurde aufgrund der Pandemie völlig neu ausgerichtet. Kundenbesuche vor Ort wurden fast vollständig auf digitale Kundenmeetings umgestellt. Dies hieß ein Umdenken sowohl auf Vertriebsseite als auch auf Kundenseite, was zunehmend im Laufe des Jahres immer besser gelang. Der Schwerpunkt im Vertrieb lag wie in den Vorjahren gleichmäßig auf allen Bereichen und Produkten. Die August Hildebrandt GmbH versteht sich nach wie vor als Komplettanbieter von Kabeltrommeln und Dienstleistungen rund um die Kabeltrommel.

6. Marketing und Kommunikation

In 2019 wurde mit den Messevorbereitungen für die WIRE 2020 in Düsseldorf begonnen. Wie in den Vorjahren auch sollte die August Hildebrandt GmbH 2020 unter dem Logo der Firmengruppe mit einem eigenen Messestand vertreten sein. Aufgrund der Pandemie wurde die Messe 2020 ersatzlos gestrichen. Begonnene Investitionen in einen neuen Messestand mussten abgebrochen und zurückgestellt werden.

Die interne Kommunikation wurde verbessert und Corona-bedingt angepasst. Es wurde neue Hardware gekauft um mehr Homeoffice für die Mitarbeiter zu ermöglichen. Es wurde zum Teil die tägliche Arbeit auf Homeoffice umgestellt. Interne Meetings vor Ort wurden unter Berücksichtigung der Einhaltung der Hygienemaßnahmen neu organisiert. Gleiches wurde auch im Produktionsbereich vorgenommen.

Nicht zwingend notwendige Marketingmaßnahmen wurden -pandemiebedingt- auf die Folgejahre verschoben.

III. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2020 bei der oben genannten Umsatzminderung ein Ergebnis vor Ertragssteuern von TEUR 994, welches TEUR 212 unter dem des Vorjahres liegt. Ursächlich hierfür sind die erhöhten Materialeinsatzkosten zu sehen.

Die Personalkosten sind weiterhin angepasst worden.

Der Jahresüberschuss der August Hildebrandt GmbH beträgt TEUR 533 (VJ 752) und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um ca. 29,1 % vermindert.

2. Vermögens- und Finanzlage

Zum 31.12.2020 beträgt die Bilanzsumme TEUR 8.020 (VJ 7.928). Die Zunahme der Bilanzsumme beträgt somit rund TEUR 92 (rund 1,1 %).

Insgesamt stellt sich die Vermögenslage folgendermaßen dar:

2020 2019 +/-
TEUR TEUR TEUR
Langfristig gebundenes Vermögen 1.041 943 98
Kurzfristig gebundenes Vermögen 6.235 5.292 943
Liquide Mittel 744 1.693 -949
8.020 7.928 92

Die Zunahme beim langfristigen Vermögen beruht insbesondere auf Zugängen im Sachanlagevermögen durch Investitionen. Hier handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen für Maschinen und Anlagen.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 4.269 (VJ 3.735). Die Eigenkapitalquote beträgt damit 53,2 % (VJ 47,1 %). Die Verbindlichkeiten wurden in Höhe von TEUR 228 abgebaut.

Die Gesellschaft erreichte im Geschäftsjahr 2020 einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -234 (VJ TEUR 2.254). Der Cashflow des Geschäftsjahres wurde stark negativ beeinflusst durch den Aufbau des Vorratsvermögens um TEUR 1.097.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit entwickelte sich wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
Einzahlung aus der Darlehensaufnahme 0 1.000
Auszahlung aus der Darlehenstilgung -200 -150
Gezahlte Zinsen -39 -37
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter -0 -1.000
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -239 -249

Die liquiden Mittel verminderten sich zum Vorjahr um TEUR 949 und liegen am Bilanzstichtag bei TEUR 744. Das Unternehmen verfügt gleichzeitig über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten.

IV. Chancen und Risiken der heutigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Forderungsbereich sind sämtliche erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigungen (Pauschalwertberichtigungen) abgedeckt.

Weiterhin wurden alle notwendigen Rückstellungen gebildet bzw. weitergeführt.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Risiken der Geschäftsentwicklung sieht die August Hildebrandt GmbH - wie in den Vorjahren - in den stetig steigenden Transport- und Personalkosten und den sonstigen steigenden Unternehmenskosten, die nicht parallel auf die Verkaufspreise umgelegt werden können. Daneben bestehen Risiken in der Rohstoffbeschaffung, insbesondere beim Holzeinkauf.

Das Risiko einer weltweiten Wirtschaftsrezession infolge der Covid-19-Pandemie ist zwar gegeben, kann in der Branche aber teilweise minimiert werden. Hier sehen wir Chancen für die nächsten Jahre auf Grund der Umsetzung staatlich angekündigter Konjunkturmaßnahmen im Bereich Energieausbau. Hiervon sollte die gesamte Branche profitieren.

V. Prognose

Für 2021 ist geplant, den Umsatz weitestgehend stabil zu halten. Die Umsatzstabilisierung wird davon abhängen, inwieweit die Rohstoffversorgung, insbesondere im Holzbereich, sichergestellt werden kann. Es ist zu erwarten, dass pandemiebedingt die Rohstoffmärkte erhebliche Turbulenzen erfahren werden. Es wird temporär zu Verknappungen kommen, was zu Preissteigerungen führen wird. Diese Preissteigerungen im Rohstoffbereich müssen sich zeitnah bei den Verkaufspreisen der Kabeltrommeln wiederfinden. Hierauf müssen die Kunden umfassend und zeitnah eingestellt werden. Nur so kann sichergestellt werden, das Umsatz- und Gewinnannahmen eintreffen. Zahlenmäßig gehen wir von Preissteigerungen von 30-50 % auf Kabeltrommeln aus. Es wird demnach geplant, den Umsatz um 30- 50 % zu steigern- was einer Umsatzstabilisierung entspricht.

Der Stahltrommelbereich wird in den nächsten Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen. Diese hängt mit staatlichen Investitionen in den Netzausbau in Deutschland zusammen. Allein für die Korridorprojekte wurden Aufträge an die Kabelindustrie in Höhe von 2,1 Milliarden Euro vergeben. Diese enormen Investitionen werden einen extrem hohen Bedarf an Stahltrommeln hervorrufen. In 2021 werden die Ausschreibungen zu den Projekten abgeschlossen.

Insgesamt weist die August Hildebrandt GmbH trotz erwarteter Geschäftseintrübung infolge der weltweiten Corona-Pandemie eine positive Geschäftsentwicklung auf.

VI. Unterzeichnung des Lageberichts 2020

 

Schwerin 05.05.2021

gez. S. von Koppen

gez. M. Lohraff

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.795,00 120.585,00
94.795,00 120.585,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.813,35 122.817,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 164.926,00 247.902,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.889,00 373.512,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 165.500,00 58.020,00
926.128,35 802.251,88
1.020.923,35 922.836,88
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.103.495,99 1.676.990,72
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.036.550,75 621.929,06
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 800.693,54 544.855,84
3.940.740,28 2.843.775,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.852.370,75 2.000.203,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 242.099,89 277.415,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 219.802,77 190.722,94
2.314.273,41 2.468.341,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 743.600,86 1.692.889,48
6.998.614,55 7.005.007,02
8.019.537,90 7.927.843,90

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 690.000,00 690.000,00
II. Gewinnvortrag 3.044.909,46 2.292.915,80
III. Jahresüberschuss 533.592,48 751.993,66
4.268.501,94 3.734.909,46
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 2.952,52 16.946,87
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 802.500,00 1.023.976,00
2. Steuerrückstellungen 78.299,01 77.156,01
3. Sonstige Rückstellungen 997.338,39 974.893,42
1.878.137,40 2.076.025,43
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 700.000,00 900.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.713,28 779.329,33
3. Sonstige Verbindlichkeiten 404.439,26 351.114,83
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 28.079,54 (Vorjahr: EUR 9.116,27)
- davon aus Steuern: EUR 83.252,79 (Vorjahr: EUR 72.756,11)
1.802.152,54 2.030.444,16
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 67.793,50 69.517,98
8.019.537,90 7.927.843,90

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Rohergebnis 11.332.012,87 11.350.085,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.866.816,61 4.818.580,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 586.721,83 894.820,61
5.453.538,44 5.713.400,80
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 292.775,36 245.653,48
292.775,36 245.653,48
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.537.264,71 4.142.206,30
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 185,56 (Vorjahr: EUR 10,00)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.411,85 1.762,27
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 225,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.783,22 36.580,09
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 460.316,23 454.348,92
8. Ergebnis nach Steuern 550.746,76 759.657,96
9. Sonstige Steuern 17.154,28 7.664,30
10. Jahresüberschuss 533.592,48 751.993,66

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2020

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2020 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2020
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.556,15 0,00 0,00 302.556,15
302.556,15 0,00 0,00 302.556,15
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 521.473,92 34.702,71 0,00 556.176,63
Technische Anlagen und Maschinen 4.783.293,77 92.568,90 398.000,00 4.477.862,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.348.700,71 262.575,22 0,00 1.611.275,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.020,00 165.500,00 58.020,00 165.500,00
6.711.488,40 555.346,83 456.020,00 6.810.815,23
FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
7.014.044,55 555.346,83 456.020,00 7.113.371,38
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2020 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2020
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 181.971,15 25.790,00 0,00 207.761,15
181.971,15 25.790,00 0,00 207.761,15
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 398.656,57 23.706,71 0,00 422.363,28
Technische Anlagen und Maschinen 4.535.391,77 69.079,90 291.535,00 4.312.936,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.188,18 174.198,75 0,00 1.149.386,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.909.236,52 266.985,36 291.535,00 5.884.686,88
FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
6.091.207,67 292.775,36 291.535,00 6.092.448,03
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.795,00 120.585,00
94.795,00 120.585,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.813,35 122.817,35
Technische Anlagen und Maschinen 164.926,00 247.902,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.889,00 373.512,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 165.500,00 58.020,00
926.128,35 802.251,88
FINANZANLAGEN 0,00 0,00
1.020.923,35 922.836,88

ANHANG zum 31. Dezember 2020

August Hildebrandt GmbH

ALLGEMEINE ANGABEN

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: August Hildebrandt GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schwerin
Registergericht: Amtsgericht Schwerin
Register-Nummer HRB 579

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 aber nicht mehr als EUR 1.000 wurde bis 2017 ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die Bewertung von Forderungen in fremder Währung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Methode mit Hilfe der "Projected Unit Credit Method" ermittelt.

Die Berechnung erfolgte unter folgenden Annahmen:

Zinssatz 2,30% und 2,31%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00% bis 2,5%
zugrunde gelegte Sterbetafel 2018 G Dr. Klaus Heubeck

Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war keine Zuführung der Rückstellungen erforderlich.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 90.117. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden EUR 802.500,-
verrechnete Aufwendungen EUR 75.586,-
verrechnete Erträge EUR 0,-

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Es wurden keine Bewertungseinheiten gebildet.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage3.1) ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die Restlaufzeiten der Forderungen ergeben sich aus dem folgenden Forderungenspiegel:

Insgesamt Restlaufzeit
Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
In TEUR In TEUR In TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.852 1.852 0
Vorjahr 2.000 2.000 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 242 242 0
Vorjahr 277 277 0
Sonstige Vermögensgegenstände 220 200 20
Vorjahr 191 171 20
Summe 2.314 2.294 20
Vorjahr 2.468 2.448 20

Von den Sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) auf Kautionen und TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 166) auf Steuern.

Die Gesellschaft weist die erhaltenen Investitionszuschüsse in einem besonderen Posten im Sinne von § 265 Abs. 5 HGB zwischen dem Eigenkapital und den Rückstellungen aus. Dieser Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände Gewinn erhöhend aufgelöst.

Die Entwicklung der Rückstellungen ergibt sich aus folgendem Rückstellungsspiegel:

Anfangsbestand Verbrauch /Auflösung Zuführung Endbestand
EUR EUR EUR EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionen 1.023.976,00 225.125,00 3.649,00 802.500,00
Summe 1.023.976,00 225.125,00 3.649,00 802.500,00
Steuerrückstellungen
Körperschaftsteuer 41.449,92 0,00 0,00 41.449,92
Gewerbesteuer 35.706,09 9.483,00 10.626,00 36.849,09
Summe 77.156,01 0,00 10.626,00 78.299,01
Sonstige Rückstellungen
Personalkosten 742.841,63 684.291,63 623.657,00 682.207,00
ausstehende Rechnungen 61.076,16 0,00 83.663,69 144.739,85
Jahresabschluss, Aufbewahrung Unterlagen, Prüfung 71.478,62 21.900,62 22.822,50 72.400,50
Gewährleistungen 54.147,01 1.155,97 0,00 52.991,04
Rückbauverpflichtungen 45.000,00 0,00 0,00 45.000,00
Sonstige Rückstellungen 350,00 350,00 0,00 0,00
Summe 974.893,42 707.698,22 730.143,19 997.338,39

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
Insgesamt Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
In EUR In TEUR In TEUR In TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 700 200 500 0
Vorjahr 900 200 700 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 698 698 0 0
Vorjahr 779 779 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 404 390 14 0
Vorjahr 351 332 19 0
Summe 1.802 1.288 514 0
Vorjahr 2.030 1.311 719 0

Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 67.793,50 erhöhten sich im Geschäftsjahr um EUR 1.724,48.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den ,Sonstigen betrieblichen Erträgen' sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 13.994,35 enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von insgesamt EUR 1.411,85 (Vorjahr: EUR 1.762,27) betreffen mit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 225,00) verbundene Unternehmen. Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 112,73).

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Am Abschlussstichtag liegen weder Eventualverbindlichkeiten noch andere nicht aus der Bilanz ersichtliche wesentliche Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB vor.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Verpflichtungen aus Leasingverträgen fällig bis 1 Jahr: 186 T€
Verpflichtungen aus Leasingverträgen fällig 2 bis 5 Jahre 135 T€
Verpflichtungen aus Mietverträgen fällig bis 1 Jahr: 657 T€
Verpflichtungen aus Mietverträgen fällig 2 bis 5 Jahre: 328 T€

SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführer

Familienname Vorname Ort ausgeübter Beruf Anmerkung
Lohraff Mathias Hagenow Kaufmann
von Köppen Sabine Hamburg Juristin

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 102 Arbeitnehmer (Vorjahr 102) beschäftigt.

ERGEBNISVERWENDUNG

Die Geschäftsführung schlägt vor, das übrige Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Über die endgültige Gewinnverwendung wird die Gesellschafterversammlung abschließend entscheiden.

UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2020

 

Schwerin 05.05.2021

gez. S. von Köppen

gez. M. Lohraff

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die August Hildebrandt GmbH, Schwerin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der August Hildebrandt GmbH, Schwerin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der August Hildebrandt GmbH, Schwerin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, 7. Mai 2021

FinPro Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rudnick, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.