Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 7067
Vorher
LOTUM Labs GmbHGames for Friends GmbH
Eingetragen
20.7.2010
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von ComputerspielenErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der neuen Medien, insbesondere im Internet oder als sogenannte Smartphone-Apps, soweit hierfür keine besondere Erlaubnis erforderlich ist. Daneben kann die Gesellschaft auch einige Produkte aus diesem Bereich verlegen (publishen).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Anders
seit 20.7.2010
Geschäftsführer
Sebastian Schmitt
seit 20.7.2010
Geschäftsführer
Jens Abke
seit 20.7.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
13.64%
13.64%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LOTUM Holding GmbHEigenbeteiligung
13.64%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Sebastian Schmitt
Dürerstraße 4e, 61231 Bad Nauheim
25.00%
Dominik Anders
Ritterstraße 5, 61231 Bad Nauheim
25.00%
Jens Abke
Habichtweg 14, 61231 Bad Nauheim
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOTUM media GmbH

Bad Nauheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die LOTUM media GmbH erbringt Werbevermarktungs-, Marketing-, Entwicklungs- und Supportdienstleistungen für Publisher von Spielen für mobile Endgeräte (Mobiltelefone, Tablets). Die LOTUM media GmbH unterhält Beziehungen zu Gesellschaften die Spiele für mobile Endgeräte entwickeln und auf verschiedene Plattformen publishen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Beziehungen zu Gesellschaften aus dem eigenen Firmenverbund, mit denen die LOTUM media GmbH Dienstleistungsverträge abschließt.

Die LOTUM media GmbH wurde am 20.07.2010 als "LOTUM Labs GmbH" gegründet und hat ihren Sitz in Bad Nauheim. Am 27.01.2015 wurde die Firmierung in "LOTUM media GmbH" geändert.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der LOTUM media GmbH liegt in der Werbevermarktung von Spielen wie zum Beispiel "Quiz Planet", "4 Bilder 1 Wort" oder "Word Blitz". Alle Spiele sind kostenlos zugänglich (free-to-play), der Umsatz ergibt sich hauptsächlich aus In-App-Verkäufen und Werbeeinnahmen in den Spielen.

Die Strategie der LOTUM media GmbH besteht in der Vermarktung eines Portfolios verschiedener Spiele, um den Erfolg zu maximieren und das Risiko durch Diversifikation zu minimieren. Durch diese gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen wurde eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Die Spiele werden über die großen Plattformen von Apple, Google oder Facebook weltweit angeboten und genutzt.

Die LOTUM media GmbH ist nur an einem Standort, am Sitz der Gesellschaft in Bad Nauheim tätig.

Geschäftsverlauf

Gesamt- und Branchen bezogene Rahmenbedingungen

Laut der Analysen von "statista" war der Umsatz des deutschen "Mobile Games" Marktes im Jahr 2023 ein Jahr mit steigenden Wachstum. Der Umsatz mit Games, Gebühren für Online-Dienste und Games-Hardware ist in Deutschland um 6% gestiegen im Vergleich zu 2022.

Das weiterhin größte Segment des Spielemarktes ist Mobile Gaming (In-Game und In-App Käufe). Laut dem Marktforschungsunternehmen "Newzoo" stagnierte der Weltweite Games Markt (leichte Erhöhung von 0,5 Prozent in 2023). Neben den bekannten großen Märkten - Nord- und Südamerika, Europa und China - findet sich hier ein besonders starkes und schnelles Wachstum in den Regionen Asien-Pazifik sowie dem Mittleren Osten und Afrika.

Ursache des Abschwungs war die rückläufige Inlandsnachfrage.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der LOTUM media GmbH war insgesamt nicht ganz zufriedenstellend. Die allgemeine Branchenentwicklung zeigte sich auch in den Umsätzen des Unternehmens. Der Umsatzrückgang mit rund 6 % ist schlechter als die weltweite Branchenentwicklung. Auf nahezu allen wichtigen Märkten war der Umsatz rückläufig.

Die Entwicklung der Währungsparitäten insbesondere zum US-Dollar beeinflusst die Geschäfte der LOTUM media GmbH negativ, da ein Großteil der Erlöse im Ausland fakturiert werden. Im Berichtsjahr ist das saldierte Währungsergebnis TEUR -431 und damit TEUR 1.277 niedriger als im Vorjahr (TEUR 846).

Aufgrund der veränderten Währungsparitäten lag das Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres.

Investitionen

Neu- und Ersatzinvestitionen in das Anlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 149 (i. Vj. TEUR 221) vorgenommen.

Personal

Unser einzigartiges Team aus sympathischen Menschen machen unsere Firmenkultur zu etwas ganz Besonderem. Das Unternehmensumfeld soll kreative Freiräume bieten, die die Chance auf etwas neues ermöglichen. In diesem Umfeld konnten wir unsere Mitarbeiterzahl nachhaltig steigern von 46 Mitarbeitern in 2022 auf 50 in 2023 (jeweils Stand 31.12.), dies bedeutet ein Wachstum der Mitarbeiterzahl von 9%

Insbesondere die Ausbildung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter spielen für uns eine zentrale Rolle. Wir unterstützen ihre persönliche und fachliche Entwicklung entsprechend ihren Stärken, Ambitionen und Kompetenzen. Wissensdurst ist unser Antrieb und jede Form von Weiterbildung wird unterstützt. Entsprechend positiv haben sich deshalb die Fortbildungskosten verändert, mit einer Steigerungsrate von 38,82%.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Geschäftsentwicklung der LOTUM media GmbH war insgesamt nicht ganz zufriedenstellend.

Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr 2023 gekennzeichnet von der Entwicklung der Währungsparität zum US-Dollar und dem rückläufigen Branchenumsatz nach dem Boom der Corona-Pandemie Jahre.

Es wird ein Ergebnis nach Steuer in Höhe von TEUR 963 (i. Vj. TEUR 1.775) vorgelegt. Die absolute Änderung beträgt TEUR - 812 oder -45,73 %.

Das Ergebnis wurde durch ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst, im Wesentlichen die sinkende Nachfrage und der damit verbundene Umsatzrückgang.

In Anlehnung an die Branche wird für 2024 mit einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung, und damit einer Erhöhung der Umsatzerlöse gerechnet.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Ertragslage wird in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung in Kurzform wie folgt berichtet:

1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 20.845,7 100,0 22.178,3 100,0 -1.332,6 -6,0
Gesamtleistung 20.845,7 100,0 22.178,3 100,0 -1.332,6 -6,0
Sonstige betriebliche Erträge 80,5 0,4 1.682,8 7,6 -1.602,3 -95,2
Finanzerträge 501,0 2,4 37,9 0,2 463,1 1.221,9
Erträge gesamt 21.427,2 102,8 23.899,0 107,8 -2.471,8 -10,3
Materialaufwand 13.590,3 65,2 15.284,6 68,9 -1.694,3 -11,1
Personalaufwand 4.303,6 20,6 3.638,8 16,4 664,8 18,3
Abschreibungen 206,1 1,0 225,5 1,0 -19,4 -8,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.966,0 9,4 2.245,1 10,1 -279,1 -12,4
Finanzaufwand 0,6 0,0 0,0 0,0 0,6 -
EE-Steuern 397,5 1,9 730,3 3,3 -332,8 -45,6
Aufwendungen gesamt 20.464,1 98,2 22.124,3 99,8 -1.660,2 -7,5
Jahresergebnis 963,1 4,6 1.774,7 8,0 -811,6 -45,7

Rundungsbedingte Differenz

(Ergebnis nach Steuern) -0,1 0,1

Insgesamt wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.846 (i. Vj. TEUR 22.178) erzielt, die Änderung zum Vorjahr beträgt wie bereits beschrieben TEUR 1.333 bzw. -6%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr stark auf TEUR 80 (Vj. TEUR 1.683), dies war zum überwiegenden Teil auf die verringerten Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR - 1.577) zurückzuführen.

Die im Materialaufwand ausgewiesenen Fremdleistungen aus der Weiterberechnung der Vermarktungserlöse entwickelt sich mit TEUR 13.588 (i. Vj. TEUR 15.285) etwas unterproportional zu den Umsätzen, da im Vorjahr mit den Fremdleistungen auch Leistungen für Wartung und Dienstleistung an der Software abgerechnet wurde, die unabhängig von der Umsatzentwicklung ist. Die Fremdleistungen resultieren aus weiterberechneten Aufwendungen innerhalb der LOTUM Gruppe.

Die Personalkosten erhöhten sich um TEUR 665 auf TEUR 4.304 (i. Vj. TEUR 3.639). Diese Erhöhung war gekennzeichnet durch den Personalaufbau.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres (TEUR 206, i. Vj. TEUR 226) umfassen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Diese sind aufgrund der zurückgehenden Investitionen ebenfalls rückläufig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um -12,43 % gesunken (von TEUR 2.245 auf TEUR 1.966). Diese positive Entwicklung ist gekennzeichnet durch den Rückgang der Aufwendungen aus Währungsumrechnung (von TEUR 789 auf TEUR 490) bei einem gegenläufigen Anstieg der Reisekosten (von TEUR 30 auf TEUR 66). Gegenläufig haben sich zudem die Aufwendungen für Wartungskosten Hard- und Software (von TEUR 108 auf TEUR 215), Fortbildungsaufwendungen (TEUR 123 i.Vj. TEUR 89) sowie Rechts- und Beratungskosten (von TEUR 35 auf TEUR 68) erhöht.

Die Zinserträge sind um TEUR 463 auf TEUR 501 marktbedingt und aufgrund steigender Zinsen gestiegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.361 EUR (i. Vj. TEUR 2.505) erzielt.

Der Steueraufwand (TEUR 398; i. Vj. TEUR 730) ist in Relation zum Ergebnis vor Steuern gesunken.

Das Jahresergebnis hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 812 bzw. -45,73 % verringert (TEUR 963 i.Vj. TEUR 1.775).

2. Finanzlage

Es wird damit gerechnet, dass auch künftig alle finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

Mit der geordneten Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus Eigenmitteln.

Die Bilanzsumme von LOTUM media GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 36.068. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 TEUR 28.787 um TEUR 7.280 bzw. +25,29 % verändert.

Dies führten zu einem ausgeglichenen Finanzbild. Das Anlagevermögen war zu 100 % durch langfristiges Kapital gedeckt.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme von LOTUM media GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 36.068. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 28.787) um 25,29 % erhöht.

Das Anlagevermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 2,78 % bzw. TEUR 1.004, dabei betreffen die unter Grundstücke und Bauten ausgewiesenen Sachanlagen Bauten auf fremden Grundstücken.

Das Anlagevermögen verminderte sich um planmäßige Abschreibungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.952; i.Vj. TEUR 1.743) haben sich stichtagsbedingt erhöht und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.110; i. Vj. TEUR 2.033) aufgrund höherer Umsatzsteuerforderungen leicht erhöht. Die Erhöhung der liquiden Mittel (TEUR 30.878; i. Vj. TEUR 23.842) beruht auf der Erhöhung von kurzfristigen Kundenforderungen, Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der LOTUM Gruppe.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 14.998. Dies entspricht einer Erhöhung um TEUR 963 zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ist rückläufig, bei einer erhöhten Bilanzsumme mit 41,58 % (i. Vj. 48,76 %). Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Durch die positive Kapitalstruktur können Investitionsmaßnahmen mit eigenen Mitteln durchgeführt werden und die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens gestärkt werden.

Die Steuerrückstellungen sind ergebnis- und stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 705 auf TEUR 49 zurückgegangen. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 54 auf TEUR 210. Im Wesentlichen war dieser Effekt auf die Erhöhung der Rückstellungen für Personalkosten zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von TEUR 13.806 im Vorjahr auf TEUR 20.737 im Jahr 2023. Die Erhöhung beruht auf dem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten innerhalb der LOTUM Gruppe.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gefallen von TEUR 85 auf TEUR 73. Dieser Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist dadurch begründet, dass etwas weniger Lohnsteuer für den Dezember 2023 zu zahlen war.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung ist nicht ganz zufriedenstellend.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der LOTUM media GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt nicht mehr so positiv entwickelt, wie in den Vorjahren.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten sprunghaften Entwicklung im Markt für (mobile) Games, erscheint sehr schwierig.

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken insbesondere in der Entwicklung der drei großen Plattformen (Google, Apple und Facebook), erschweren jede Prognose.

Die Grundannahme ist, dass sich der globale Markt für Computerspiele langfristig weiter positiv entwickelt und wächst und dass die Bereitschaft der Nutzer für Spielinhalte zu bezahlen weiter ansteigen wird. Kurz und mittelfristig ist die Branche aber auch Schwankungen unterworfen, die zu rückläufigen Ergebnissen führen können. Diese kurz- und mittelfristigen Trends entstehen, z.B. durch den Boom der durch neue Spielehighlights entsteht und das abnehmende Interesse, wenn die Spiele etabliert sind.

Die Effekte der Branchen bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der LOTUM media GmbH, trotz des wieder ansteigenden, schwankenden Branchentrends wird auch mit rückläufigen Umsatzerlösen in der Zukunft gerechnet.

Ein weiterer Trend im Marktumfeld für mobile Spiele ist der steigende Wettbewerb durch eine wachsende Anzahl an Entwicklern. Die Eintrittsbarrieren für kleinere Entwicklungsstudios ist durch die Vielzahl der vorhandenen Programmiertools gering. Neu veröffentlichte Spiele wecken Interesse und ziehen die Spieler von etablierten Spielen ab, dies könnte die zukünftige Entwicklung der LOTUM media GmbH beeinträchtigen, wenn das vorhandene Spielportfolio nicht mehr interessant genug ist, und Neuentwicklungen nicht fruchten.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in der Vermarktung von neuen Spielinhalten, um durch dieses nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Die bisher erfolgreiche Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert fortgesetzt.

Die Entwicklung wird im Jahr 2024 voraussichtlich nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Spielemarktes abweichen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind steigende Umsatzerlöse zu verzeichnen.

Mit der steigenden Umsatzentwicklung wird auch eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbunden sein.

Es wird erwartet, dass sich die Währungsparität zum US-Dollar wesentlich ändern wird, so dass für 2024 mit einem wieder positiven Saldo aus Währungsumrechnung zu rechnen ist.

Durch den gezielten Aufbau von fachlich herausragendem Personal in den Bereichen Entwicklung und Design kann die LOTUM media GmbH effizient und schnell auf Marktveränderungen reagieren.

In Anlehnung an die Branche ergaben sich für 2024 ein Aufschwung und damit ein Anstieg der Umsatzerlöse.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung und die Risikoanalyse sichergestellt werden. Das Risikomanagement erfolgt durch klare Aufgabenzuweisung in der Organisation der Betriebsabläufe, der Dokumentation der Betriebsabläufe sowie durch das funktionierende Berichtssystem.

Wesentliche Risiken sind:

Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Der Markt für Mobile Spiele ist ein rasant wachsender und sich verändernder Markt, der durch niedrige Einstiegshürden einen intensiven Wettbewerb mit sich bringt. Der hohe Wettbewerb kann sich negativ auf die von einzelnen Spielen erzielbaren Umsätze und notwendigen Marketingkosten auswirken.

Ein weiteres Risiko ist die die Abhängigkeit von den großen Plattformanbietern (Apple, Google und Facebook). Für die LOTUM media GmbH besteht eine Abhängigkeit von diesen Geschäftspartnern sowohl im Zugang zur Plattform, der Geschäftsbedingungen der Plattformbetreiber sowie deren Fähigkeit, die Plattformen für die Spieler weltweit attraktiv zu halten.

Arbeitsmarkt:

Durch die Ausrichtung des Geschäfts steht die LOTUM media GmbH im Wettbewerb mit Entwicklern und Publishern (weltweit) und es könnte im Recruiting-Bereich für Personal zu einem zunehmenden Mangel an ausreichend qualifiziertem Personal kommen. Die LOTUM media GmbH begegnet diesem Risiko durch Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes sowie durch gezielte Recruiting-Maßnahmen.

Abhängigkeit von einzelnen Titeln:

Durch die Konzentration des monetären Erfolges von Mobile-Spielen auf eine insgesamt kleine Anzahl von erfolgreichen Spielen, besteht das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen sehr erfolgreichen Titeln. Bei schwindendem Interesse der Nutzer könnten keine erfolgreichen neuen Titel vorhanden sein.

In der Gesamteinschätzung sieht sich die LOTUM media GmbH jedoch gut aufgestellt, um die nächsten Jahre erfolgreich zu meistern, ohne dabei die bestehenden Risiken aus der Betrachtung zu verlieren.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, insbesondere in der Abhängigkeit von den drei großen Plattformbetreibern (Apple, Google und Facebook).

Die Abhängigkeit von den Plattformbetreibern führt auch zu finanzwirtschaftlichen Risiken, wie Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen Wechselkursrisiken ausgesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch die Nutzung von "Cloud"- Systemen reduziert, dies generiert aber wieder neue Risiken im Zugang zu den Cloud-Systemen sowie der Abhängigkeit von den Betreibern dieser Systeme.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die LOTUM media GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind weniger in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen, als in der Änderung des Nachfrageverhaltens Ihrer Kundengruppe.

Die geopolitischen Entwicklungen stellen nach wie vor eine unvorhersehbare Variable dar. Die LOTUM media GmbH unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in Krisengebiete, die unmittelbar das operative Geschäft betreffen könnten. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass zeitversetzt und mittelbar Einfluss über Kundenverhalten sich auf die LOTUM media GmbH auswirken.

Die mögliche Einführung internationaler Strafzölle könnte zu Absatz- und Wirtschaftsrezessionsrisken in Deutschland führen, die negative Auswirkungen auf die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben könnten.

Eine Änderung des Nachfrageverhaltens könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative und interessante (mobile) Spiele zu vermarkten, die die Kundenerwartungen erfüllen.

Personalrisiken

Die LOTUM media GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Umweltrisiken

Die Entwicklung des Unternehmens wird im Wesentlichen durch keine besonderen externen Umweltfaktoren gefährdet.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Allenfalls ist langfristig in der dynamischen Wettbewerbssituation ein Bestandsrisiko zu sehen, durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern, die heute noch nicht am Markt vorhanden sind.

E. Forschung und Entwicklung

Die LOTUM media GmbH ist ein Vermarktungs- und Dienstleistungsunternehmen.

 

Bad Nauheim, den 31.03.2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.004.249,00 1.063.022,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.749,00 1.959,00
II. Sachanlagen 1.002.500,00 1.061.063,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 665.491,00 727.838,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.009,00 333.225,00
B. Umlaufvermögen 34.942.130,78 27.618.785,43
I. Vorräte 2.250,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.062.194,52 3.776.552,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 30.877.686,26 23.842.232,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.478,04 105.606,06
Summe Aktiva 36.067.857,82 28.787.413,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.998.482,91 14.035.421,27
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 14.010.421,27 12.235.796,69
III. Jahresüberschuss 963.061,64 1.774.624,58
B. Rückstellungen 259.114,98 860.638,15
C. Verbindlichkeiten 20.810.259,93 13.891.354,07
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.810.259,93 13.891.354,07
Summe Passiva 36.067.857,82 28.787.413,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.335.867,26 8.576.450,77
2. Personalaufwand 4.303.580,76 3.638.839,63
a) Löhne und Gehälter 3.682.017,44 3.080.907,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 621.563,32 557.931,75
davon für Altersversorgung 6.308,56 9.039,05
3. Abschreibungen 206.103,94 225.511,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 206.103,94 225.511,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.966.035,58 2.245.127,87
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 489.695,47 789.167,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 500.998,81 37.929,54
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 550,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 397.534,15 730.276,82
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 91.614,12
8. Ergebnis nach Steuern 963.061,64 1.774.624,58
9. Jahresüberschuss 963.061,64 1.774.624,58

Anhang

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht

Firmenname laut Registergericht: LOTUM media GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Nauheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Friedberg
Register-Nr.: HRB 7067

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Allgemeine Angabe

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften Anwendung.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

2.2. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um zeitanteilige Abschreibungen

Soweit abnutzbar, wurden die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Zugänge des Geschäftsjahres 2023 wurden zeitanteilig abgeschrieben.

Bewegliche, selbständig nutzungsfähige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

2.3. Forderungen

Die Forderungen sind zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet. Einzelwertberichtigungen werden in Abhängigkeit von dem wahrscheinlichen individuellen Forderungsausfall angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos sowie des Zinsausfalls wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet (0,5% der Forderungssumme).

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Kursänderungen wurden durch Neubewertungen auf den Bilanzstichtag berücksichtigt.

2.4. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden gebildet in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist unter vorsichtiger Einschätzung aller am Bilanzstichtag vorhandenen Risiken.

2.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden analog den Forderungen in ausländischer Währung bewertet.

Entsprechend § 274 HGB werden passive latente Steuern gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem für die Gesellschaft geltenden Steuersatz.

3. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

3.1. Angaben zur Bilanz

3.1.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Brutto-Anlagenspiegel beigefügt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge- 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen-
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 9.093,80 7.344,80 210,00 1.749,00 1.959,00
9.093,80 7.344,80 210,00 1.749,00 1.959,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 938.419,66 272.928,66 62.347,00 665.491,00 727.838,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 882.072,09 149.254,94 683.648,92 143.546,94 337.009,00 333.225,00
10.669,11-
Summe Sachanlagen 1.820.491,75 149.254,9 956.577,58 205.893,94 1.002.500,00 1.061.063,00
410.669,11-
Summe Anlagevermögen 1.829.585,55 149.254,94 963.922,38 206.103,94 1.004.249,00 1.063.022,00
10.669,11-

3.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von Euro 17.136,00.

3.1.3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Urlaubsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Aufbewahrungsverpflichtungen.

3.1.4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen € 20.736.879,13. Die Restlaufzeit beträgt weniger als 1 Jahr nach dem Bilanzstichtag. Eine Besicherung ist nicht erfolgt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen € 73.380,80. Sie beinhalten Verbindlichkeiten für Steuern (€ 72.375,24) sowie sonstigen Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit (€ 1.005,56).

3.2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.2.1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Inland und Ausland erzielt.

Umsatzerlöse EU 73 %
Umsatzerlöse Drittland 8 %
Umsatzerlöse Inland 19 %

3.2.2. Währungserträge / -Aufwendungen

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von € 58.397,23 resultieren aus Währungskursdifferenzen, die auf das Ergebnis 2023.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind € 489.180,93 aus Währungskursdifferenzen enthalten, die auf das Ergebnis 2023 außergewöhnliche Bedeutung haben.

3.2.3. Anzahl der Mitarbeiter

In Verweis auf § 285 Nr. 7 HGB beträgt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 46,75.

4. Sonstige Angaben

4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung, durch den abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von 5.5 Jahren, und einer damit verbundenen Gesamtverpflichtung in Höhe von Euro 2.337.613,74.

4.2. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 01.01.2023 bis 31.12.2023 wird - vorbehaltlich eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung - auf neue Rechnung vorgetragen.

4.3. Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde im Jahre 2023 vertreten durch die Geschäftsführer:

Dominik Anders, Geschäftsführer

Jens Abke, Geschäftsführer

Sebastian Schmitt, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge.

Es bestehen unverzinste Forderungen gegenüber Geschäftsführern in Höhe von TEUR 23.

4.4. Ereignisse nach dem Stichtag

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Bericht des Aufsichtsrats

Ein Aufsichtsrat ist nicht eingerichtet.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bad Nauheim, den 31.03.2025

Dominik Anders

Jens Abke

Sebastian Schmitt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die LOTUM media GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOTUM media GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOTUM media GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Würzburg, den 31. März 2025

KBL Corporate Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Kernchen, Wirtschaftsprüfer

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