Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 5474
Eingetragen
22.12.2008
Branche
Herstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Fahrrädern, Zubehör und artverwandten Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Accell Duitsland BVNLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Accell Duitsland BV
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Accell Germany GmbH

Sennfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell Konzernstruktur

Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel mit Fahrrädern und Fahrradteilen sowie die Fertigung von Fahrrädern. Die Accell Germany GmbH ist Teil des Konzerns der Accell Group B.V., Heerenveen, Niederlande, und bezieht einen Großteil ihrer Fahrräder von Schwesterunternehmen aus Ungarn, China, Taiwan sowie Kambodscha. Absatzgebiet ist Europa, insbesondere Deutschland.

Die Accell Group B.V. hat eine marktführende Position für Elektrofahrräder in Europa.

Das Produktportfolio der Accell Germany Gruppe umfasst insbesondere die Kernmarken Winora, Haibike, Ghost, E.Wiener Bike Parts und XLC Komponenten.

Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:

Ghost-Bikes GmbH - Tochtergesellschaft zu 100 %

Winora Staiger GmbH - Tochtergesellschaft zu 100 %

Engelbert Wiener Bike Parts GmbH - Tochtergesellschaft zu 94,8 %

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr TEUR 7.432 (Vj. TEUR 7.797) für Forschung und Entwicklung aufgewandt, welche sich auf Produktentwicklungen bezogen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden, wie im Vorjahr innerhalb des Konzerns weiterbelastet und dafür wurden die operativen Firmen mit einer Technology Royalty in Höhe von TEUR 8.149 (Vj. TEUR 6.754) belastet.

II. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die, trotz der jüngsten Rückgänge, nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Entgegen den Erwartungen und dem allgemeinen negativen Konsumklima haben 2023 sowohl die Fahrradproduktion als auch die Fahrradverkäufe abermals ein hohes Niveau erreicht. Es ist vergleichbar mit dem coronabedingten Fahrrad-Boomjahr 2020. Insgesamt ist der Fahrrad- bzw. E-Bike Bestand in Deutschland 2023, wie in den vergangenen Jahren, weitergewachsen. Der Trend geht dabei neben dem Neukauf vermehrt auch zur Anschaffung von Zweit- oder Dritträdern - zum Beispiel für die Freizeit, den Sport oder den Transport. Ein starker Treiber der Fahrradbranche bleibt weiterhin das E-Bike. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 gab es allerdings einen signifikanten Einbruch des Fahrradmarktes, der im Zusammenspiel mit den vorhandenen Überbeständen die negative Geschäftsentwicklung der Gruppe erklärt.

Mit 2,3 Millionen produzierten Fahrrädern und E-Bikes war die Produktion auf einem hohen Niveau. Allerdings ein leichter Rückgang zum Jahr 2022 mit 2,6 Millionen produzierten Fahrrädern und E-Bikes. Die Fahrradproduktion hat sich um 22,2% verringert auf insgesamt rund 0,7 Mio. Stück und die E-Bike Produktion verringerte sich um 5,9 % auf 1,6 Millionen Fahrzeuge. Im Bereich der Zweiradteile und Komponenten fiel der Produktionswert um 11 % auf 1,4 Mrd. Euro. Durch hochwertige Produkte und den hohen E-Bike-Anteil hat sich der Umsatz der Branche mit Fahrrädern und E-Bikes in den letzten 10 Jahren fast vervierfacht: von rund 2 Mrd. Euro in 2013 auf 7,06 Mrd. Euro in 2023. In der Branche liegt ein stabiles Umsatzhoch vor, wobei sich der Umsatz um 4 % im Vergleich zum Vorjahr (7,36 Mrd. Euro) verringerte. Deutschland und Europa leisten einen signifikanten Anteil an der Wertschöpfung und stehen für zukunftsfähige Produkte und Arbeitsplätze. Der Verkauf an Verbraucher:innen war in 2023 insgesamt rückläufig. Die Gesamtstückzahl verkaufter Räder lag 2023 bei 4,0 Millionen. Das ist ein Rückgang um 600.000 Stück im Vergleich zu 2022.

Fast gleichbleibend ist die Entwicklung im E-Bike-Verkauf, er erreichte 2023 einen Wert von 2,1 Mio. Stück (-4,5 % zu 2022). Trotzdem sind E-Bikes in Deutschland mit einem Marktanteil von 52,5 % klar auf der Überholspur. Der E-Bike-Verkauf hat sich zum Jahr 2018 (1 Mio. Stück) mehr als verdoppelt und im Vergleich zum Jahr 2013 (400.000 Stück) verfünffacht. In der Produktgruppe Lastenräder gibt es in Deutschland inzwischen eine sehr klare Dominanz bei unterstützten Fahrzeugen. Es wurden 2023 235.250 Lastenräder (Vorjahr 212.800) verkauft, davon 189.000 (Vorjahr 165.000) als E-Lastenräder.

So lag der durchschnittliche Verkaufspreis inkl. MwSt. über alle Verkaufskanäle und Modellgruppen, also auch deutlich teurere Gruppen (u.a. Lastenräder) hinweg, laut den Erhebungen des ZIV im Jahr 2023 bei 470 Euro für ein Fahrrad und 2.950 Euro für ein E-Bike.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

Leistungsindikatoren 31.12.2023
TEUR
Veränderung
in %
31.12.2022
TEUR
Umsatzerlöse 564.230 -8,2 614.450
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - 104.055 -409,1 33.668

2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufes

Der Umsatz ist um TEUR 50.220 gefallen. Die Umsätze sind im Fahrradhandel und Teilehandel zurückgegangen.

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Konzerns fielen im Geschäftsjahr um insgesamt TEUR 50.220 auf TEUR 564.230. Die Erlöse aus dem Verkauf von Fahrrädern verringerten sich um TEUR 32.763 auf TEUR 414.065, was im Wesentlichen auf geringere Umsätze mit Dritten zurückzuführen ist. Die Erlöse aus dem Verkauf von Teilen verringerten sich um TEUR 17.457 auf TEUR 150.165. Geografisch gesehen hat sich der Umsatz in Deutschland um TEUR 43.516 verringert und in den anderen europäischen Ländern um TEUR 6.704.

Das Verhältnis zwischen Materialaufwand und Gesamtleistung hat sich verschlechtert. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) beträgt in 2023 99,6 % (Vorjahr 75,4%).

Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 2.810 auf TEUR 41.830. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung von 6,0 % (Vorjahr 6,1 %). Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus dem Ausbau aller Abteilungen sowohl in der Verwaltung als auch im gewerblichen Bereich. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um 45 auf 670.

Die Abschreibungen haben sich um TEUR 193 auf TEUR 4.280 verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Ablauf der Nutzungsdauer ohne Ersatzbeschaffung bei einigen Anlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 11.772 auf TEUR 84.060. Sie betragen 12,1 % an der Gesamtleistung. Haupttreiber für die Erhöhung sind gestiegene Group Fees (TEUR 6.154) und externe Lagerkosten (TEUR 4.389).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.626 verschlechtert.

Die Zinserträge sind um TEUR 18.910 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen, was insbesondere auf ein höheres Zinsniveau und ein höheres Barvermögen zurückzuführen ist. Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 23.536 angestiegen, was neben einem höheren Zinsniveau insbesondere auf eine Erhöhung der Bankverbindlichkeiten, um TEUR 150.796 zurückzuführen ist.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 22.454 (Ertrag aus latenten Steuern) ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 104.055.

2.2.2 Finanzlage

Der Konzernabschluss der Accell Germany GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital ohne Berücksichtigung der Minderheitsanteile in Höhe von TEUR 185.611 aus. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 28,0 % (Vorjahr 49,5 %). Unter Einbezug der Minderheitsanteile von TEUR 193 (Vorjahr TEUR 193) in die Berechnung der Eigenkapitalquote ergibt sich ein Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital von 28,0 % (Vorjahr 49,6 %).

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft hat sich um TEUR 82.508 reduziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 150.796 erhöht, während die liquiden Mittel um TEUR 68.288 angestiegen sind.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei TEUR -78.975 und somit leicht über dem Vorjahresniveau. Dieser leichte Anstieg ist, trotz des deutlich schlechteren Ergebnisses, im Wesentlichen auf ein geringeres Working Capital in Folge des starken Aufbaus von Rückstellungen sowie des deutlich geringeren Aufbaus von Forderungen zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei TEUR 25.399, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit bei TEUR -28.932. Da sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Investitionen bzw. Finanzierungsmaßnahmen außerhalb des Finanzmittelfonds ereigneten, führen die erhaltenen Zinsen im Investitions-Cashflow sowie die bezahlten Zinsen im Finanzierungs-Cashflow zu den ungewöhnlichen Zahlungsströmen in diesen Bereichen.

2.2.3 Vermögenslage

Die Gesellschaft weist ein Anlagevermögen in Höhe von TEUR 29.790 aus, das für 2023 4,5 % (Vj. 5,4 %) der Bilanzsumme beträgt. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.042 aufgrund von planmäßigen Abschreibungen verringert.

Für den Anstieg des Umlaufvermögens um TEUR 61.813 auf TEUR 614.295 sind insbesondere die Vorräte sowie die Bankguthaben verantwortlich. Die Lagerbestände stiegen um TEUR 32.809. Der Anstieg resultiert aus höheren Beständen an fertigen Erzeugnissen bzw. Waren mit TEUR 76.159, während die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 43.351 gefallen sind. Die Kassenbestände und Bankguthaben sind um TEUR 68.288 gestiegen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände entsprechen 6,7 % (Vj. 14,3 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist auf den Verkauf der Forderungen bei der Winora-Staiger GmbH zurückzuführen. Das Umlaufvermögen beträgt 92,4 % (Vj. 94,5 %) der Bilanzsumme.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich in Höhe um TEUR 141.507 auf TEUR 406.373. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 150.796 sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten im Verbund um TEUR 803.

Die Rückstellungen der Gesellschaft betragen TEUR 72.663. Das entspricht einem Anteil am Gesamtkapital in Höhe von 10,9 % (Vorjahr 5,0 %). Insgesamt sind die Rückstellungen um TEUR 43.430 gestiegen, was im Wesentlichen auf die neu dotierte Rückstellung für nicht mehr nutzbare Bestände zurückzuführen ist.

2.2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbereich

Zum 31.12.2023 beschäftigte der Konzern 670 Mitarbeiter und 625 im Vorjahr. Um dem Auftragsvolumen im Geschäftsjahr gerecht zu werden, wurden Zeitarbeitskräfte eingesetzt.

Im weiteren beruflichen Leben bilden wir unsere Mitarbeiter fachlich, arbeitstechnisch und in den Sozialkompetenzen weiter aus. Schließlich führen wir regelmäßig integrative Veranstaltungen für unsere Mitarbeiter durch, um das Selbstverständnis für Accell zu stärken.

2.2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Die Geschäftsführung ist nicht zufrieden mit der Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2023. Die aktuelle Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 wird weiterhin als herausfordernd eingestuft, was insbesondere auf ein zurückhaltendes Konsumentenverhalten sowie Überbestände im Fahrradmarkt zurückzuführen ist.

III. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagementsystem

Als international tätiges Unternehmen ist der Accell Konzern allgemeinen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, wobei die Schwerpunkte externe, unternehmensstrategische Risiken und Prozessrisiken sind.

Um Accell nicht bestandsgefährdenden Risiken und unkontrollierbaren Entwicklungen auszusetzen, ist ein Risikomanagementsystem implementiert. Wir verstehen dieses als integrativen Bestandteil der Unternehmensführung. Das Risikomanagementsystem ist neben den bereits bestehenden Controllinginstrumentarien darauf ausgerichtet, Risiken soweit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen.

Accell lässt sich dabei von dem Gedanken leiten, dass Risiken nur durch die Übernahme eines erheblichen Ausmaßes an Eigenverantwortung und die Schaffung einer hohen Risikosensibilität auf allen Ebenen reduziert oder vermieden werden können. Das Risikomanagement wird als originäre Aufgabe der Geschäftsleiter verstanden.

Die Risiken wurden in folgende Kategorien eingeteilt:

Absatz- und Marktrisiken

Beschaffungs- und Produktrisiken

Personalrisiken

finanzwirtschaftliche Risiken

Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft.

Zusätzlich wurde bei der Konzernmutter Accell Group B.V. ein interner Auditor eingestellt, um konzerninterne Audits durchzuführen.

3.2 Risikoberichterstattung

Das Ergebnis des Konzerns ist geprägt durch das wirtschaftliche Umfeld seiner Absatz- und Beschaffungsmärkte. Das Konsumverhalten der Endabnehmer nimmt ebenso Einfluss auf den Erfolg, wie die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der Länder, in denen der Konzern als Käufer bzw. Verkäufer auftritt.

Insbesondere das Marktsegment der E-Bikes sowie der Export ins europäische Ausland ermöglicht Chancen, vorhandene Marktanteile weiter auszubauen. Aktuell ist das Geschäft mit hochwertigen Gravelrädern sehr erfolgreich.

Trotz der gesunkenen Nachfrage in 2023 und bis heute angespannten Lage in der Fahrradbranche durch einen enormen Anstieg an Lagerware, hat der ZIV keinen Zweifel daran, dass der Absatz bald wieder anwachsen wird. Ab 2025 geht der Verband von einer Erholung aus und weist darauf hin, dass die Absätze nach wie vor über dem Vor-Corona-Niveau liegen.

Zur Begrenzung eventueller Risiken in Bezug auf Beschaffungsmärkte werden fixe Vertragskonditionen bei Lieferanten abgesichert. Diese Modalitäten werden in regelmäßigen Abständen neu verhandelt, um den natürlichen Schwankungen der Rohstoffpreise Rechnung zu tragen. Als Teil des Konzerns Accell Group B.V. profitieren wir bei der Preisgestaltung von dessen Einkaufsvolumina und der daraus resultierenden starken Verhandlungsposition.

Zur Reduzierung finanzieller Risiken, wie Zins- und Wechselkursänderungsrisiken sowie Liquiditätsrisiken, partizipiert der deutsche Teilkonzern am zentralen Risikomanagement der Konzernmutter Accell Group B.V. Die Accell Germany GmbH unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken wie der gesamte Konzern. Die Risiken werden sortiert und entsprechend als gering, mittel oder hoch eingestuft. Im Folgenden wird eine Liste mit Risiken und die Vorgehensweise des Risikomanagements aufgeführt:

Marketing und Entwicklung

Die Markenstrategie erfordert kontinuierliche Innovation und Entwicklung von attraktiven Produkten auch wegen der fortlaufenden Entwicklungen des Wettbewerbs. Diese Herausforderung muss auch langfristig erfüllt werden, um Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verhindern. Es besteht derzeit aus Sicht der Geschäftsführung ein geringes Risiko, dass das Unternehmen versagt, solch innovative Produkte und Entwicklungen zu vermarkten. Accell Germany GmbH investiert kontinuierlich in seine Marken und die Verfügbarkeit von talentierten und motivierten Mitarbeitern und das Personal ist ein Key Faktor in dieser Hinsicht.

Veränderungen im Markt

Durch die Überkapazität an Lagerware in der gesamten Fahrradindustrie hat sich der Markt- und Preisdruck in den Jahren 2023 und 2024 sehr verändert. Der daraus resultierende Rabattdruck wirkt sich negativ auf das Jahresergebnis aus und die hiermit verbundenen Risiken werden von der Geschäftsführung als hoch eingestuft. Dennoch ist lt. ZIV das E-Bike Segment zukunftsträchtig:

"Das E-Bike ist der Motor der Fahrradbranche. 2023 wurden in Deutschland 53% (2022 48%) erstmals mehr E-Bikes als klassische Fahrräder (47%) verkauft."

Saisonaler Umsatz und logistische Risiken

Der Umsatz ist zu großen Teilen saisonalen Einflüssen ausgesetzt. Die Fahrräder werden primär im Frühjahr und Sommer verkauft. Es besteht das geringe Risiko, dass das Unternehmen nicht schnell genug reagieren kann und dies Lieferterminschwierigkeiten erzeugen kann, die zu einem Umsatzrückgang oder Herstellungskostenanstieg führen können. Auch das Wetter hat Einfluss auf saisonale Geschäfte. Schlechtes Wetter im Frühjahr oder ein schlechter Sommer können negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrrädern haben. Der Accell Konzern wendet saisonale Produktionspläne an und verbessert permanent die Vorhersage seiner Umsätze. Lange Lieferzeiten kombiniert mit der Ungewissheit des Wetters und der Verkäufe können in hohen Vorratsbeständen enden. Daher versucht das Unternehmen, so flexibel wie möglich zu reagieren. Insgesamt schätzen wir die saisonalen und logistischen Risiken als moderat ein.

Produkthaftung

Durch Fehler in unseren Produkten können Endverbraucher Schaden erleiden und Schadensersatz fordern. Dies kann zu finanziellem Schaden infolge eines Anstiegs der Gewährleistungsverpflichtungen und/oder Schädigung der Marken führen. Das Unternehmen sichert die Qualität und Sicherheit seiner Produkte mit großer Sorgfalt mithilfe von Standards basierend auf gesetzlichen Vorschriften und Regeln, Tests und Kontrollsystemen sowie Rückrufszenarien, um die Risiken weiterhin moderat zu halten.

Liquiditätsrisiken sowie Kurs-, Zins- und Kreditrisiken

Die deutsche Accell Gruppe ist in das Cashpoolingsystem der Konzernmutter Accell B.V. eingebunden. Finanzielle Schwierigkeiten der Accell B.V. stellen insofern auch ein Risiko hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit der Accell Germany Gruppe dar.

Umsatz, Ergebnis und Cashflow sind Wechselkursfluktuationen ausgesetzt. Dies betrifft hauptsächlich den US-Dollar und zu geringeren Teilen auch den japanischen Yen. Veränderungen der Zinssätze beeinflussen auch die Ergebnisse sowie den Cashflow des Unternehmens. Die Konzernmutter Accell Group B.V. versucht die Wechselkursfluktuationen mit Derivaten zu minimieren. Diese Derivate werden auch von Accell Germany GmbH genutzt. Um Zinsrisiken zu vermeiden, finanziert sich der Teilkonzern Accell Germany GmbH hauptsächlich über die Konzernmutter Accell Group B.V., die Zinsrisiken zum Teil mit Zinsswaps sichert. Zudem wurde die Accell Group B. V. von dem Finanzinvestor KKR übernommen, der über hohe finanzielle Mittel verfügt und uns in Krisenzeiten bereits finanziell unterstützt hat. Im Jahr 2024 wurden weitere signifikante Anstrengungen im Bereich der Finanzierung bzw. Restrukturierung unternommen, um den Fortbestand der Gruppe zu sichern (vgl. auch Ausführungen unten im Abschnitt "Gesamtbild der Risikolage"). Der Erfolg der Implementierung dieser Maßnahmen ist von entscheidender Bedeutung für die Gruppe. Das Liquiditäts- und Zinsrisiko wird somit derzeit als hoch eingestuft.

Importzölle

Importe von Fahrrädern und Fahrradteilen von außerhalb Europas müssen zu diversen Sätzen (5-15 %) verzollt werden. Zusätzlich fallen Anti-Dumpingzölle für Importe von Fahrrädern und Fahrradteilen aus China und Vietnam an. Der Hauptgrund für diese Abgaben ist, eine Einfuhr zu unfairen Preisen zu vermeiden. Fahrradhersteller, die Teile zur eigenen Produktion einführen, sind von dieser Zollabgabe befreit. Alle Accell Group Unternehmen haben eine Befreiung. Der aktuelle Satz für Anti-Dumpingzölle für Importe aus China ist 48,5 %. Die europäische Kommission überprüft derzeit diese Zollabgabe, deren Ergebnis die Beschaffungsstruktur im europäischen Fahrradmarkt verändern könnte. Die Accell Gruppe positioniert sich im höheren Marktsegment. Der Anteil der Lohnkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten in diesem Segment ist limitiert. Das reduziert den Einfluss eines möglichen Wegfalls der Zölle bzw. einer Reduzierung der Einfuhrzölle.

3.3 Gesamtbild zur Risikolage

Aufgrund der derzeitigen Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns sowie aufgrund der aktuellen Marktsituation sind Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Die Konzernmutter hat sich mit der Mehrheit ihrer finanziellen Beteiligten geeinigt, die Bilanz der Gruppe zu sanieren und langfristige Finanzmittel für das Unternehmen bereitzustellen.

Die wichtigsten Elemente der Rekapitalisierung sind:

eine Verringerung der konsolidierten Konzernverschuldung um ca. 600 Mio. € bzw. ca. 40% der Gesamtverschuldung, von ca. 1,4 Mrd. € auf ca. 800 Mio. € in der operativen Gruppe

zusätzliche Barmittel in Höhe von ca. 235 Mio. € für das Unternehmen, die bereits gewährt worden sind und

eine Verlängerung der rekapitalisierten Schulden der Gruppe bis 2030.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses haben rund 80% der vorrangigen Kreditgeber von Accell und 100% der Aktionäre eine verbindliche Vereinbarung zur Unterstützung der Rekapitalisierung unterzeichnet, die durch ein "Scheme of Arrangement" im Vereinigten Königreich umgesetzt werden soll. Die erfolgreiche Umsetzung der Rekapitalisierung hängt daher von der Genehmigung des britischen Gerichts ab, die außerhalb des Einflussbereiches der Accell Group liegt. Es wird erwartet, dass die Rekapitalisierung bis zum 1. Quartal 2025 vollständig umgesetzt sein wird. Außerdem setzt der Konzern auf eine Markterholung in den Hauptmärkten in West- und Mitteleuropa im Jahr 2025.

Sollte die Rekapitalisierung des Konzerns durchgeführt werden, wird die Gruppe in der Lage sein, sich um zusätzliche Fremdfinanzierung zu bemühen, um die Liquidität zu unterstützen, ohne zusätzliche Zustimmungen ihrer Kreditgeber zu benötigen. Die Gruppe hat zum jetzigen Zeitpunkt keine formelle Zusage eines Kreditgebers, eine solche Fremdfinanzierung bereitzustellen.

Die Accell Germany-Gruppe als deutscher Teilkonzern der Accell Group ist auf Grund des gruppenweit bestehenden Cash-Poolings finanziell abhängig vom Fortbestehen der Accell Group und von der damit verbundenen Bereitstellung adäquater Finanzmittel aus dem Cash Pool. Die Gesellschafterin der Muttergesellschaft, die Accell Group B.V., Heerenveen, Niederlande, hat aus diesem Grund eine Patronatserklärung an die Muttergesellschaft abgegeben, wodurch sichergestellt wird, dass mindestens für die nächsten 12 Monate ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden und alle Verpflichtungen der Muttergesellschaft übernommen werden.

Die Fähigkeit des Konzerns, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen, hängt von der erfolgreichen und rechtzeitigen Durchführung und dem Abschluss der finanziellen Umstrukturierung sowie von der Fähigkeit ab, Bedingungen für eine zusätzliche Fremdfinanzierung zu vereinbaren, falls der Zeitpunkt und das Ausmaß der Markterholung wesentlich hinter den Prognosen zurückbleiben.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass für die Dauer des Prognosezeitraums ausweislich der Liquiditätsplanung der Gesellschaft bzw. Des Teilkonzern mit der Entstehung einer Liquiditätslücke gerechnet wird. Die erwartete Liquiditätslücke muss durch die Konzernmutter, die Accell Group B.V., Heerenveen, Niederlande, geschlossen werden. Diese hat der Gesellschaft daher eine betraglich unbeschränkte Patronatserklärung mit einer Laufzeit von 12 Monaten ab dem Datum der Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erteilt. Die Konzernmutter ihrerseits befindet sich in einem Restrukturierungsprozess. Der Fortbestand der Konzernmutter ist davon abhängig, dass die Rekapitalisierung des Konzerns erfolgreich abgeschlossen wird. Die Konzernmutter hat sich mit der Mehrheit ihrer finanziellen Beteiligten geeinigt, die Bilanz des Konzerns zu sanieren und langfristige Finanzmittel für den Konzern bereitzustellen. Zwischenzeitlich wurde seitens der beteiligten Banken sowie von den Gesellschaftern ein Konsortialkredit in für den Prognosezeitraum ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt worden. Zudem müssen Forderungsverzichte von weiteren Gläubigern erfolgen. Soweit das Ausmaß der tatsächlichen Markterholung oder deren Zeitpunkt hinter den in der Liquiditätsplanung auf Ebene der Konzernmutter enthaltenen Annahmen zurückbleiben sollte, kann sich zudem das Erfordernis einer zusätzlichen Fremdfinanzierung ergeben. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

Die beiden wesentlichen Ungewissheiten in der Rechnungslegung des Konzerns sind identifiziert. Ungeachtet dieser Unsicherheiten wurde in den Jahresabschlüssen des Konzerns von der Annahme der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Das Risikomanagementsystem ermöglicht, zeitnah Risiken zu erkennen, um die notwendigen Maßnahmen zur Risikobewältigung zu veranlassen.

Neben einem engen Monitoring der Gesamtmarktsituation werden Produktionspläne laufend überarbeitet und gezielt angepasst, um keine weiteren Risiken in den Beständen aufzubauen.

3.4 Chancen

Wir verstehen Chancen als Potenziale, die im Wesentlichen über einen Planungszeitraum von über ein Jahr hinausreichen. Daher sind Chancen unserer Einschätzung nach quantitativ nicht prognostizierbar und werden von uns nachfolgend qualitativ beurteilt.

Das Wachstumspotenzial der E-Bikes wurde durch die steigende Akzeptanz speziell im sportlichen Bereich verstärkt. Die Produktpalette der Winora Group wurde weiter ausgebaut. Das enge partnerschaftliche Verhältnis mit unseren Kunden, die Markenbindung und die Unterstützung in der Zusammenarbeit bilden nach wie vor die Basis für die Zukunft. Schließlich garantieren auch unsere hochqualifizierten und engagierten Mitarbeiter die Umsetzung unserer Ziele.

Die Accell Germany GmbH befindet sich durch die Einbindung in den Accell Group B.V.-Konzern weltweit in einer sehr guten Positionierung. Damit profitiert auch der deutsche Teilkonzern von der Kompetenz und Leistungsfähigkeit des Weltkonzerns und beurteilt dies als Chance.

Die Verbesserung unserer Produktions- und Serviceprozesse sowie die Optimierung von Liefer- bzw. Reaktionszeiten zum Kunden hin verstehen wir als weitere Chance, unsere zukünftigen Ziele zu erreichen.

IV. Prognose und künftige Entwicklung des Konzerns

4.1 Vorjahresprognose

Die im Vorjahr getroffenen Umsatz- und Ergebnisprognosen konnten aufgrund der schwierigen Marktlage sowie der angespannten Situation mit den hohen Lagerbeständen nicht erfüllt werden.

4.2 Künftige Entwicklung

Einige der im Konzernlagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen.

Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung, welche wiederum auf der Entwicklung der allgemeinen Marktsituation (ZIV, etc.) basiert. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Accell Germany Konzerns wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

Die oben angesprochenen Risiken im Markt, insbesondere durch hohe Lagerbestände, eine verhaltenen Kundennachfrage sowie daraus resultierende Preisnachlässe, wirken sich negativ aus, was sich im Geschäftsjahr 2023 in einer deutlichen rückläufigen Umsatzentwicklung und einem deutlichen Jahresfehlbetrag gezeigt hat.

Auch für das Geschäftsjahr 2024, welches sich im Gesamtmarkt durch weitere Bestandsoptimierung kennzeichnet, wird mit einer weiteren deutlichen negativen Umsatzentwicklung und einem Jahresfehlbetrag auf Vorjahresniveau gerechnet.

Für das Jahr 2025 wird eine leichte Entspannung am Markt prognostiziert. Wir rechnen mit einem geringem Umsatzwachstum und einem leicht verbesserten Jahresfehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf einen geplanten niedrigeren Lagerbestand zurückzuführen, der aus einer deutlichen Reduktion der Produktionskapazitäten zurückzuführen ist (ZIV Juli 2024 -18% Produktionsvolumen).

Weiterhin steht die Entwicklung des E-Bikes und Cargobikes, die auch den Prognosen von ZIV folgend in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten versprechen, im Zentrum der weiteren Entwicklung.

 

Sennfeld, 24. Januar 2025

Accell Germany GmbH

Gijsbert de Zoeten

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.256.755,60 5.583.279,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.918.902,95 18.819.867,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.235.772,83 1.755.134,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.306.665,51 4.473.772,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.525,24 25.532.866,53 1.199.843,02 26.248.618,05
29.789.622,13 31.831.897,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.113.829,56 67.464.502,76
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 233.503.712,20 257.617.541,76 157.344.358,56 224.808.861,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.254.383,47 68.154.615,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.088.182,67 4.392.171,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.015.633,26 44.358.199,40 11.095.424,48 83.642.211,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 312.318.982,80 244.030.602,39
614.294.723,96 552.481.675,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 649.782,26 409.004,57
D. Aktive latente Steuern 20.105.863,67 0,00
664.839.992,02 584.722.577,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 47.104.988,00 47.104.988,00
III. Gewinnrücklagen 888,82 888,82
IV. Konzernbilanzgewinn 138.479.903,87 242.534.388,38
V. Anteile anderer Gesellschafter 193.347,77 193.481,94
185.804.128,46 289.858.747,14
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.201.456,00 5.400.611,00
2. Steuerrückstellungen 11.111.301,10 14.661.263,00
3. Sonstige Rückstellungen 56.350.534,68 9.171.328,96
72.663.291,78 29.233.202,96
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 360.081.136,99 209.284.657,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.813.201,88 38.544.087,66
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.663.793,04 15.860.922,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.814.439,87 1.175.485,33
406.372.571,78 264.865.152,97
D. Passive Latente Steuern 0,00 765.474,46
664.839.992,02 584.722.577,53

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 564.229.726,46 614.449.622,99
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 129.787.332,28 24.910.680,95
3. Gesamtleistung 694.017.058,74 639.360.303,94
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.914.571,86 2.980.128,58
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 913 (i. Vj. TEUR 1.222) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -685.191.011,28 -476.902.274,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.275.386,97 -691.466.398,25 -4.915.510,97 -481.817.785,74
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -34.902.514,67 -31.486.696,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.927.147,00 -41.829.661,67 -7.533.352,61 -39.020.049,18
- davon für Altersversorgung TEUR 40 (i. Vj. TEUR 633) -
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.280.491,97 -4.473.978,41
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -4.280.491,97 -3.199,87 -4.477.178,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -84.059.546,21 -72.287.980,90
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 2.473 (i. Vj. TEUR 1.233) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.647.812,85 8.737.344,95
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.003.322,87 -5.467.287,68
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.454.014,85 -14.253.129,26
- davon Erträge aus latente Steuern TEUR 20.871 (i. Vj. TEUR 382) -
12. Ergebnis nach Steuern -103.605.962,67 33.754.366,43
13. Sonstige Steuern -448.656,01 -86.253,29
14. Konzernjahresfehlbetrag/Konzernjahresüberschuss -104.054.618,68 33.668.113,14
15. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 134,17 134,17
16. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 242.534.388,38 208.866.141,07
17. Konzernbilanzgewinn 138.479.903,87 242.534.388,38

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag/Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -104.055 33.668
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.280 4.474
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 46.973 -164
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -71 -379
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.235 -131.334
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.289 11.864
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11 60
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.355 -3.270
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -22.454 14.253
10. - Ertragsteuerzahlungen -1.960 -9.273
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -78.975 -80.101
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1 31
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -42 -31
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.208 -4.088
15. + Erhaltene Zinsen 27.648 8.732
16. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 25.399 4.644
17. - Gezahlte Zinsen -28.932 -5.621
18. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -28.932 -5.621
19. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -82.508 -81.078
20. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 34.746 115.824
21. Finanzmittelfonds am Ende der Periode -47.762 34.746
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Flüssige Mittel 312.319 244.031
Kontokorrentkredite -360.081 -209.285
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -47.762 34.746

Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklagen
EUR
Bilanzgewinn
EUR
Summe
EUR
31. Dezember 2021 25.000,00 47.104.988,00 888,82 208.866.141,07 255.997.017,89
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 33.668.247,31 33.668.247,31
31. Dezember 2022 25.000,00 47.104.988,00 888,82 242.534.388,38 289.665.265,20
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -104.054.484,51 -104.054.484,51
31. Dezember 2023 25.000,00 47.104.988,00 888,82 138.479.903,87 185.610.780,69
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Verluste
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
31. Dezember 2021 195.360,32 -1.744,21 193.616,11 256.190.634,00
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -134,17 -134,17 33.668.113,14
31. Dezember 2022 195.360,32 -1.878,38 193.481,94 289.858.747,14
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -134,17 -134,17 -104.054.618,68
31. Dezember 2023 195.360,32 -2.012,55 193.347,77 185.804.128,46

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Das Mutterunternehmen führt die Firma "Accell Germany GmbH".

Sitz des Mutterunternehmens ist Sennfeld.

Die Accell Germany GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 5474 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Accell Germany GmbH ist für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt worden.

Der Konzernabschluss ist gleichzeitig befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften Winora Staiger GmbH, Sennfeld, Engelbert Wiener Bike Parts GmbH, Sennfeld, und Ghost-Bikes GmbH, Waldsassen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Das Geschäftsjahr des Konzerns und der konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

C. Angaben zum Konsolidierungskreis

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises ist in entsprechender Anwendung der §§ 294 und 296 HGB erfolgt.

In den vorliegenden konsolidierten Jahresabschluss der Accell Germany GmbH sind die in der Anlage 2 zum Konzernanhang aufgeführten Unternehmen einbezogen worden.

Die im Vorjahr in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Accell Bike Parts GmbH und Batavus Bäumker GmbH wurden zum 1. Januar 2023 auf die Winora Staiger GmbH verschmolzen.

Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von mehr als 50 % wurden vollkonsolidiert.

D. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die nach § 301 HGB vorzunehmende Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Die aus dem Erwerb der Engelbert Wiener Bike Parts GmbH und der Ghost-Bikes GmbH resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Diese wurden ab dem Geschäftsjahr 2009 über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die sich aus dem Erwerb der Winora Staiger GmbH und der Batavus Bäumker GmbH ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden unter der Position "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Diese wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die Batavus Bäumker GmbH wurde zum 1. Januar 2023 auf die Winora Staiger GmbH verschmolzen. Der sich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Accell Bike Parts GmbH ergebende technische aktive Unterschiedsbetrag wurde entsprechend DRS 23 Tz. 113 erfolgsneutral mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet. Die Accell Bike Parts GmbH wurde zum 1. Januar 2023 auf die Winora Staiger GmbH verschmolzen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischengewinne fielen nicht an.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geschäfts- und Firmenwerte aus Erstkonsolidierung werden über fünf Jahre abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, beispielsweise bestimmte Markenrechte, werden ab dem Geschäftsjahr 2017 linear über 10 Jahre abgeschrieben (DRS 24 Tz. 108).

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ausschließlich linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit entsprechend den steuerlichen Regelungen auch in der Handelsbilanz in einem Sammelposten aktiviert, dieser wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Hinblick auf Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko wird darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % p. a. auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Für Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet.

F. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr TEUR 4.392) enthalten.

Im Rahmen eines Factoringgeschäfts wurden zur Verbesserung der liquiden Mittel Forderungen in Höhe von TEUR 35.316 verkauft. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus dieser Transaktion in Höhe vom TEUR 11.892 in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

3. Eigenkapital

Das im Konzern ausgewiesene Eigenkapital ergibt sich aus dem in Anlage 1.4 beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel. Das Stammkapital entspricht der im Handelsregister eingetragenen Stammeinlage der Muttergesellschaft. Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von EUR 41.599.988,00 aus der Einlage der Beteiligungen der Tochtergesellschaften Winora Staiger GmbH, Engelbert Wiener Bike Parts GmbH, Ghost-Bikes GmbH und Batavus Bäumker GmbH (zum 1. Januar 2023 auf die Winora Staiger GmbH verschmolzen) der Gesellschafterin Accell Duitsland B.V. in die Accell Germany GmbH (gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Mit Beschluss vom 12. Oktober 2015 wurde eine Verbindlichkeit gegenüber der Accell Duitsland B.V. in Höhe von EUR 5.505.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der sich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (01.01.2018) der Accell Bike Parts GmbH ergebende technische aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 18 wurde entsprechend DRS 23 Tz. 113 erfolgsneutral mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet. Die Accell Bike Parts GmbH wurde zum 1. Januar 2023 auf die Winora Staiger GmbH verschmolzen.

Zum 31. Dezember 2023 stehen TEUR 135.175, resultierend aus Gewinnvorträgen, dem Jahresüberschuss und den zur Ausschüttung gesperrten Beträgen (TEUR 40) der Muttergesellschaft, zur Ausschüttung an die Gesellschafter der Accell Germany GmbH zur Verfügung.

4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

Durchschnittlicher Marktzins (10-Jahresdurchschnitt) von 1,83 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde.

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit.

Rententrend von 2,20 %

Fluktuationsrate von 0,00 %

Sterbetafel nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 39.980. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Aufwände aus der Änderung der Abzinsung von Pensionsrückstellungen werden unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für nicht mehr nutzbare Bestände gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Überstundenansprüche, Garantien, Bonusverpflichtungen, Abschlusskosten und ausstehende Rechnungen gebildet.

5. Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten und die Art der Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt besichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 360.081 0 0 360.081 0
(Vorjahr) (209.197) (88) (0) (209.285) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.813 0 0 27.813 0
(Vorjahr) (38.544) (0) (0) (38.544) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.664 0 0 16.664 0
(Vorjahr) (15.861) (0) (0) (15.861) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.815 0 0 1.815 0
(Vorjahr) (1.175) (0) (0) (1.175) (0)
- davon aus Steuern 686 0 0 686
(Vorjahr) (378) (0) (0) (378)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8 0 0 8
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
406.373 0 0 406.373 0
(264.777) (88) (0) (264.865) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 16.664 (Vorjahr TEUR 15.861) aus Lieferungen und Leistungen.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben diverse Leasingverträge und Mietverträge abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge ergeben sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2024 3.137
Folgejahre 6.439
Gesamt 9.576

7. Aktive latente Steuern (Vorjahr Passive latente Steuern)

Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz bei der Accell Germany GmbH liegt bei 28,78 %. Der Berechnung wurde ein Gewerbesteuerhebesatz von 370 % zugrunde gelegt.

Aktivische Steuerlatenzen 2023
EUR
Passivische Steuerlatenzen 2023
EUR
Aktivische Steuerlatenzen 2022
EUR
Passivische Steuerlatenzen 2022
EUR
Steuerlatenzen aus konsolidierungsbedingten Bewertungsunterschieden
Bewertung von Gebäuden 0,00 1.117.857,36 0,00 1.178.752,93
Bewertung von Grundstücken 0,00 386.904,75 0,00 386.904,75
Aktivierung Marke 0,00 2.820.000,00 0,00 3.760.000,00
Bewertung Pensionsrückstellung 2.545.275,00 0,00 2.665.913,00 0,00
Unterschiedsbeträge 2.545.275,00 4.324.762,11 2.665.913,00 5.325.657,68
Steuerlatenz 732.530,15 1.244.666,50 767.249,76 1.532.724,24
Steuerlatenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen
Verrechenbarer Verlust 71.641.000,00 0,00 0,00 0,00
Steuerlatenz 20.618.000,00 0,00 0,00 0,00
Aktiver/Passiver Überhang 20.105.863,67 765.474,46

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Konzernergebnis

Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2023 ergibt sich aufgrund der Effekte der Gewinnabführungsverträge der Tochterunternehmen aus dem Ergebnis des Jahresabschlusses der Accell Germany GmbH sowie aus den im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten Unterschiedsbeträgen und leitet sich insgesamt wie folgt ab:

EUR
Ergebnis Einzelabschluss Accell Germany GmbH -123.925.061,23
Abschreibung Bewertungsunterschiede Gebäude -60.895,58
Abschreibung von Marken -940.000,00
Veränderung latenter Steuern 20.871.338,13
Konzernjahresfehlbetrag -104.054.618,68

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden geographisch unterteilten Märkten erzielt:

TEUR
Inland 403.148
Ausland 161.082
564.230

3. Sonstige betriebliche Erträge

An periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 16 sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 12) angefallen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 753 resultieren im Wesentlichen aus Forderungsverlusten (TEUR 542).

5. Zinsergebnis

Der Zinsaufwand enthält TEUR 71 (Vorjahr TEUR 143) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltenen periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 1.583 resultierten aus der Anpassung der Körperschaftsteuerrückstellung 2022 aufgrund des geplanten steuerlichen Verlustrücktrags.

H. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverpflichtungen aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen außerhalb des Teilkonzerns in Höhe von TEUR 65.000. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

2. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Kaufmännisch 446
Gewerblich 224
Gesamt 670

3. Derivate/Bewertungseinheit

Zur Sicherung von Fremdwährungsverbindlichkeiten und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Beschaffungstransaktionen in ausländischer Währung bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte. Die Sicherungskontrakte werden abgeschlossen, um das Risiko aus Kursschwankungen von ausländischen Währungen, insbesondere USD, JPY, CHF, CNY und TWD, zu reduzieren.

Zur Sicherung von Fremdwährungsforderungen und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Absatztransaktionen in ausländischer Währung bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte. Die Sicherungskontrakte werden abgeschlossen, um das Risiko aus Kursschwankungen von ausländischen Währungen, insbesondere CHF, zu reduzieren.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte wird auf Basis der zum Realisationszeitpunkt bestehenden Wechselkurse bestimmt.

Für die abgesicherten Nominalvolumina aller Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 12.316 wurde mittels eines Macro-Hedging in gleicher Höhe eine Bewertungseinheit nach der Einfrierungsmethode gebildet. Die im ersten Halbjahr 2024 erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährung werden zum gesicherten Kurs getauscht. Das Risiko von Währungskursverlusten durch Aufwertung oder Abwertung der Fremdwährung gegenüber dem EUR ist damit eliminiert. Die Devisentermingeschäfte haben zum Bilanzstichtag einen positiven Marktwert von TEUR 213 und einen negativen Marktwert von TEUR 733.

4. Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Anthonie Anbeek, CEO Accell Group, Den Doldern, Niederlande

(bis 11. Oktober 2023)

Herr Ruben Baldew, CFO Accell Group, HG Blaricum, Niederlande

(bis 15. April 2024)

Herr Toine van Doremalen, CFO Accell Group, EA Laren, Niederlande

(von 11. Oktober 2023 bis 15. April 2024)

Herr Gijsbert de Zoeten, CFO Accell Group, den Haag, Niederlande

(ab 15. April 2024)

5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 314 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB.

6. Gesamthonorar Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 165. Es betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

7. Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

Die in den Konzernabschluss der Accell Germany GmbH gemäß § 264 Abs. 3 HGB einbezogenen Kapitalgesellschaften Winora Staiger GmbH, Sennfeld, Engelbert Wiener Bike Parts GmbH, Sennfeld, und Ghost-Bikes GmbH, Waldsassen, sind befreit von der Verpflichtung zur Erstellung eines Anhangs und Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften ergänzenden Vorschriften sowie von den Vorschriften des HGB zur Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Auf Grund der sich immer weiter eintrübenden Ertragssituation wurden auf Ebene der Accell Group Maßnahmen unternommen, um den Fortbestand der Gruppe und somit auch des deutschen Teilkonzerns zu sichern. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine Wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht im Abschnitt 3.3 "Gesamtbild zur Risikolage".

9. Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft

Die Geschäftsführung der Accell Germany GmbH schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 123.925.061,23 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 259.140.250,83 auf neue Rechnung vorzutragen.

10. Konzernverhältnisse

Die Accell Germany GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Accell Group B.V., Heerenveen, Niederlande, einbezogen, der am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist.

 

Sennfeld, 24. Januar 2025

Accell Germany GmbH

Gijsbert de Zoeten

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen 1
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.318.923,95 42.564,21 0,00 0,00 16.361.488,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.413.874,59 0,00 0,00 0,00 17.413.874,59
33.732.798,54 42.564,21 0,00 0,00 33.775.362,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.023.702,81 421.166,60 0,00 1.368.024,24 30.812.893,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.471.043,13 252.569,70 0,00 0,00 3.723.612,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.038.532,11 1.209.315,62 288.336,29 77.670,00 20.037.181,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.199.843,02 324.876,46 7.500,00 -1.445.694,24 71.525,24
52.733.121,07 2.207.928,38 295.836,29 0,00 54.645.213,16
86.465.919,61 2.250.492,59 295.836,29 0,00 88.420.575,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen 1
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.735.644,49 1.369.088,07 0,00 0,00 12.104.732,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.413.874,59 0,00 0,00 0,00 17.413.874,59
28.149.519,08 1.369.088,07 0,00 0,00 29.518.607,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.203.835,30 690.155,40 0,00 0,00 10.893.990,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.715.908,19 771.931,81 0,00 0,00 2.487.840,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.564.759,53 1.449.316,69 283.560,29 0,00 15.730.515,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
26.484.503,02 2.911.403,90 283.560,29 0,00 29.112.346,63
54.634.022,10 4.280.491,97 283.560,29 0,00 58.630.953,78
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.256.755,60 5.583.279,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4.256.755,60 5.583.279,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.918.902,95 18.819.867,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.235.772,83 1.755.134,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.306.665,51 4.473.772,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.525,24 1.199.843,02
25.532.866,53 26.248.618,05
29.789.622,13 31.831.897,51

1 Fertigstellung von Anlagen im Bau

Konzern-Beteiligungsspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Name und Sitz der einbezogenen Gesellschaften Direkte Beteiligung
%
Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis vor EAV 1
EUR
Winora Staiger GmbH, Sennfeld 100,0 5.515.670,27 -57.419.884,31
Engelbert Wiener Bike Parts GmbH, Sennfeld 94,8 3.564.495,81 -18.935.877,10
Ghost-Bikes GmbH, Waldsassen 100,0 11.922.058,91 -75.685.137,30

1 Vorliegen eines Ergebnisabführungsvertrages

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Accell Germany GmbH, Sennfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Accell Germany GmbH, Sennfeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der KonzernGewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Accell Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe auf Seite 15 im Konzernanhang ("Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag") sowie die Angaben in Abschnitt 3.3 "Gesamtbild zur Risikolage" des Konzernlageberichts, wonach die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft für die Dauer des Prognosezeitraums ausweislich ihrer Liquiditätsplanung mit der Entstehung einer Liquiditätslücke rechnen. Die erwartete Liquiditätslücke muss durch die Gesellschafterin, die Accell Group B.V., Heerenveen, Niederlande, geschlossen werden. Diese hat der Gesellschaft daher eine betraglich unbeschränkte Patronatserklärung mit einer Laufzeit von 12 Monaten ab dem Datum der Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erteilt. Die Gesellschafterin ihrerseits befindet sich in einem Restrukturierungsprozess. Der Fortbestand der Gesellschafterin ist davon abhängig, dass die Rekapitalisierung des Konzerns erfolgreich abgeschlossen wird. Die Gesellschafterin hat sich mit der Mehrheit ihrer finanziellen Beteiligten geeinigt, die Bilanz des Konzerns zu sanieren und langfristige Finanzmittel für den Konzern bereitzustellen. Zwischenzeitlich wurde seitens der beteiligten Banken sowie von den Gesellschaftern ein Konsortialkredit in für den Prognosezeitraum ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt worden. Zudem müssen Forderungsverzichte von weiteren Gläubigern erfolgen. Soweit das Ausmaß der tatsächlichen Markterholung oder deren Zeitpunkt hinter den in der Liquiditätsplanung auf Ebene der Gesellschafterin enthaltenen Annahmen zurückbleiben sollte, kann sich zudem das Erfordernis einer zusätzlichen Fremdfinanzierung ergeben. Wie auf Seite 15 des Konzernanhangs und in Abschnitt 3.3 des Konzernlageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlageberichtsind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 24. Januar 2025

KPMG AG
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Lauer, Wirtschaftsprüfer

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