Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 4937
Eingetragen
13.11.2000
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Beteiligung an Industriebetrieben und anlagen aller Art sowie Erwerb, Vermietung und Verpachtung von Immobilien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Regina Seiwald
seit 18.7.2024
Prokura
Jessica Sauer
seit 18.7.2024
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FLIB GmbH

Haiger

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 86.191.114,91 66.892
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 56.961,00 505
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 86.248.075,91 4
4. sonstige betriebliche Erträge 688.824,79 480
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 2.432,06 (11)
86.936.900,70 67.881
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 53.149.347,40 - 41.583
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 935.659,49 - 54.085.006,89 - 178
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 9.081.867,95 - 5.525
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 1.939.416,49 - 1.206
davon für Altersversorgung: EUR - 25.778,20 - 11.021.284,44 (- 16)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 1.165.447,96 - 893
8. sonstige betriebliche Aufwendungen - 15.450.161,61 - 11.298
davon aus der Währungsumrechnung: EUR - 57.579,47 - 81.721.900,90 (- 18)
5.214.999,80 7.198
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 - 66
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.014,64 2
davon aus Abzinsung: EUR 5.300,00 13.014,64 (0)
11. negative Zinsen aus Geldanlagen - 3,06 - 1
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 386.960,22 - 386.963,28 - 373.948,64 - 311
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.621.488,52 - 1.947
davon aus latenten Steuern: EUR 3.470,00 (3)
14. Ergebnis nach Steuern 3.219.562,64 4.875
15. sonstige Steuern - 73.213,12 - 75
16. Jahresüberschuss 3.146.349,52 4.800

Konzernanhang 2022/2023

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die FLIB GmbH hat ihren Sitz in Haiger und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 4937.

Der Konzernabschluss der FLIB GmbH, Haiger, zum 30. Juni 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. i. V. m. §§ 264 ff. HGB) in Euro unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 298 HGB i. V. m. § 266 HGB für die Konzernbilanz und § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses wird das gesetzliche Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "negative Zinsen aus Geldanlagen" erweitert.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der FLIB GmbH, Haiger, werden die Gesellschaften, an denen die FLIB GmbH, Haiger, unmittelbar und mittelbar zu mehr als 50 % beteiligt ist, einbezogen.

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen:

Mutterunternehmen
FLIB GmbH, Haiger
Beteiligungsquote
Tochterunternehmen
ORANIER Heiztechnik GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Properties GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Küchentechnik GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER e-Power GmbH, Haiger 100,0 %
Elkas Logistic Solutions GmbH, Gladenbach 100,0 %
Tochterunternehmen der
ORANIER Heiztechnik GmbH, Haiger
Justus GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Heiz- und Küchentechnik GmbH, Chur/Schweiz 100,0 %
Tochterunternehmen der ORANIER Heiztechnik GmbH
und der ORANIER Küchentechnik GmbH, beide Haiger
ORANIER Trademark GmbH, Haiger jeweils 50,0 %

III. Konsolidierungsgrundsätze

1. Der Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (§§ 300 ff. HGB) aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 30. Juni 2011. Für danach erfolgte Erwerbe gilt als Konsolidierungszeitpunkt der Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligung bzw. der Zeitpunkt, zu dem die Beteiligung nicht mehr unwesentlich i. S. d. § 296 HGB ist. Der sich zum Bilanzstichtag aus der Währungsumrechnung des Beteiligungswertes ergebende Differenzbetrag wird als gesonderter Posten ausgewiesen.

2. Die Aktiv- und Passivposten von auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet worden ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral ausgeglichen und sind im Konzerneigenkapital verrechnet.

3. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden verrechnet. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr gem. § 304 HGB liegen nicht vor.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen werden grundsätzlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft aufgestellt. Bei der einbezogenen Auslandsgesellschaft werden Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede angepasst, soweit sich wesentliche Änderungen ergeben.

2. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung im Zuge der Vollkonsolidierung der ORANIER Küchentechnik GmbH, Haiger, von TEUR 871 und einem im Jahresabschluss der Elkas Logistic Solutions GmbH, Gladenbach, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 88. Da für die Produkte der ORANIER-Gruppe aufgrund ihres Marktsegments sowie ihrer guten Reputation mit einem entsprechend langen Lebenszyklus gerechnet werden kann, wird der als entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung über fünf Jahre abgeschrieben.

3. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungssätze liegen im Rahmen der steuerlich zulässigen Prozentsätze.

4. Die für die Vorräte angesetzten Anschaffungskosten sind nach dem gewogenen Durchschnitt ermittelt. Notwendige Abwertungen werden vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nettobetrag ausgewiesen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Bestehende Ausfallrisiken bei Debitoren sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

6. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Vorauszahlungsbetrag Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

7. Die Rückstellungen sind für sämtliche ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Dabei sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

8. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

9. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

10. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus Grundgeschäften (Darlehensverträge) auf den 3-Monats-Euribor wurden als Mikro-Hedges betrags- und fristengleiche Zinsswaps sowie ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) abgeschlossen.

Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente ermitteln sich wie folgt:

Nominalbetrag 30.6.2023 Marktwert 30.6.2023
TEUR TEUR
Zinsswaps 2.112 117
Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) 765 - 42

Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet. Die Laufzeiten der Zinsswaps betragen bis zu 7 Jahre.

Grund- und Sicherungsgeschäfte stimmen in ihren Bedingungen und Parametern überein (Critical Term Match-Methode). Sie wurden jeweils zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Zum Bilanzstichtag ergaben sich hieraus keine zu bildenden Drohverlustrückstellungen.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zu diesem Bilanzposten ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:

30.6.2023 30.6.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.358 9.446
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (10.358) (9.446)
sonstige Vermögensgegenstände 262 248
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (262) (248)
Gesamtbetrag 10.620 9.694
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (10.620) (9.694)

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio von TEUR 21 (30.6.2022: TEUR 24).

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu ersehen:

30.6.2023 30.6.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.634 9.485
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (4.003) (1.782)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (6.493) (5.252)
davon Restlaufzeit über 5 Jahre (1.138) (2.451)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 235 459
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (235) (459)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.666 3.318
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (4.666) (3.318)
sonstige Verbindlichkeiten 4.128 4.623
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (3.228) (3.123)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (900) (1.500)
davon gegenüber Gesellschaftern (1.138) (1.107)
Gesamtbetrag 20.663 17.885
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (12.132) (8.682)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (7.393) (6.752)
davon Restlaufzeit über 5 Jahre (1.138) (2.451)
davon gegenüber Gesellschaftern (1.138) (1.107)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 4.312 (30.6.2022: TEUR 5.016) durch Grundschulden, Pfandrechte an beweglichen Sachen sowie Sicherungsabtretung der Forderungen gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Anlagegegenständen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren.

5. Passive latente Steuern

Die Bildung des Postens passive latente Steuern resultiert aus von der Steuerbilanz abweichenden Bewertungen von Sachanlagen im Rahmen der Behandlung von Unterschiedsbeträgen bei der Kapitalkonsolidierung. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit unternehmensindividuellen Steuersätzen von 28,25 %. Der Saldo der passiven latenten Steuern hat sich wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zum Ende des Geschäftsjahres
TEUR TEUR TEUR
passive latente Steuern 7 - 4 3

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

a) nach Tätigkeitsbereichen

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Feststoffbrenngeräte 45.277 39.181
Küchengeräte 24.410 14.827
Gasheizgeräte 4.747 5.955
übrige 16.944 8.886
Erlösschmälerungen - 5.187 - 1.957
86.191 66.892

b) nach geographisch bestimmten Märkten

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Inland 75.409 60.109
Ausland 10.782 6.783
86.191 66.892

VII. sonstige Angaben

1. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:

30.6.2023
TEUR
bis ein Jahr 625
über ein Jahr 477
1.102

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer wird für Abschlussprüferleistungen des Geschäftsjahres 2022/2023 voraussichtlich ein Honorar von TEUR 83 (2021/2022: TEUR 67)

und für Steuerberatungsleistungen TEUR 25 (2021/2022: TEUR 18) berechnen.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern 113 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer.

4. Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer des Mutterunternehmens war im Geschäftsjahr 2022/2023

Herr Diplom-Kaufmann Nikolaus Fleischhacker, Dillenburg.

 

Haiger, den 1. November 2023

Nikolaus Fleischhacker

Konzernkapitalflussrechnung 2022/2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
laufende Geschäftstätigkeit
- Periodenergebnis 3.146 4.800
- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.165 893
- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 843 548
- Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen - 1 11
- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 6.086 - 6.132
- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 767 1.804
- Zinsaufwendungen 368 311
- Ertragsteueraufwand 1.621 1.947
- Ertragsteuerzahlungen - 2.667 - 922
cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 844 3.260
Investitionstätigkeit
- Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und von Sach- und Finanzanlagevermögen 9 16
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sach- und Finanzanlagevermögen - 1.870 - 2.187
cash-flow aus der Investitionstätigkeit - 1.861 - 2.171
Finanzierungstätigkeit
- Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 0
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 - 1.500
- Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen 1.703 5.107
- Auszahlungen für Darlehenstilgungen - 1.913 - 716
- gezahlte Zinsen - 368 - 311
cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit - 578 2.580
wechselkurs-, konsolidierungkreis- und bewertungs- bedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 7 - 2.796
Liquiditätsveränderung gesamt - 3.276 873
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 1.209 336
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 2.067 1.209

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 623 1.678
Jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten - 2.690 - 469
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 2.067 1.209

Konzernlagebericht 2022/2023

Inhaltsverzeichnis:

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Heiztechnik

1.2 Küchentechnik

1.3 Ladungsträger

2. Geschäftsverlauf/Lage

2.1 Ertragslage

2.1.1 ORANIER Heiztechnik-Gruppe

2.1.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

2.1.3 ORANIER Properties GmbH

2.1.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

2.1.5 ORANIER e-Power GmbH

2.1.6 Gesamtergebnis

2.2 Vermögenslage

2.3 Finanzlage

2.4 Liquiditätslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

1. ORANIER Heiztechnik-Gruppe

2. ORANIER Küchentechnik GmbH

3. ORANIER Properties GmbH und ORANIER e-Power GmbH

4. Elkas Logistic Solutions GmbH

5. Gesamt

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

1.1 ORANIER Heiztechnik GmbH und ORANIER Küchentechnik GmbH

1.2 Elkas Logistic Solutions GmbH

2. Chancenbericht

2.1 ORANIER Heiztechnik GmbH

2.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

2.3 ORANIER e-Power GmbH

2.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

3. Gesamtaussage

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des FLIB-Konzerns ist die Beteiligung an Industriebetrieben, Industrieanlagen und Immobilien aller Art. Schwerpunkte sind Unternehmen der Branche Heiztechnik (insbesondere Feststoffbrenngeräte, Gasheizgeräte und Gartengrills), der Branche Küchentechnik (Standherde, Einbaugeräte) und der Betrieb eines Gewerbeparks in Haiger-Sechshelden.

Seit dem Jahr 2022 sind noch ein Unternehmen zur Produktion von Ladungsträgern und ein Unternehmen zur Produktion von Elektroenergie und Verkauf von Strom für Fahrzeuge über Ladestationen dazugekommen.

2. Forschung und Entwicklung

Auch wenn der Konzern in den Hauptbetätigungsbereichen Heiz- und Küchentechnik keine eigene Fertigung unterhält, wird intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet.

Diese Arbeit erstreckt sich in der Sparte Heiztechnik bei den Kamin- und Pelletöfen auf neue Designentwürfe, auf die Verbesserung der Verbrennungstechnik und auf neue Technologien wie automatische Verbrennungsluftregelung und App-gesteuerte Steuerungselektroniken. Pionierarbeit hat ORANIER Heiztechnik im Bereich der wasserführenden Kamin- und Pelletöfen geleistet. Das eigene Buch "Ratgeber für wasserführende Kamin- und Pelletöfen" hat sich inzwischen in der fünften Auflage als Standardwerk in der Branche etabliert. Darüber hinaus ist der "Ratgeber für Pelletöfen" jetzt in der zweiten Auflage erschienen und untermauert die Kompetenz von ORANIER in dieser Technologie. Das Sortiment der Gasöfen wird ergänzt um Gaskaminöfen, die neben der Wärme auch noch flackerndes Feuer ohne die lästigen Holz- und Reinigungsarbeiten bieten.

In der Sparte Küchentechnik verfügen wir über eine eigene Abteilung für Produktmanagement mit einem angeschlossenen Labor. Die Arbeit erstreckt sich schwerpunktmäßig auf die Produktgruppen Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Standherde. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den produzierenden Firmen technische Ideen umgesetzt. Immer mehr Bedeutung bekommen die Kochfeldabzüge, das ist ein Kochfeld mit integriertem Dunstabzug. Insbesondere bei Kochinseln erfreuen sich diese Geräte wachsender Beliebtheit, weil dadurch die Dunstabzugshaube als störendes Gestaltungselement in der modernen Küche entfallen kann. ORANIER hat zwei Produktlinien, zum einen als Panoramakochfeld mit vier nebeneinander liegenden Kochzonen und dem dahinter liegenden Abzug, zum anderen eine Produktserie mit konventioneller Anordnung und dem Abzug zentral in der Mitte. Die breite Modellpalette unterscheidet sich dabei in der Ausstattung der Kochzonen und der Bedienelemente.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Heiztechnik

Die Branche befindet sich in einem bisher nicht gekannten Boom, der durch mehrere sich überlagernde Faktoren begründet ist:

- Krieg in Europa und drohende Engpässe bei der Gasversorgung

Die drohenden Engpässe bei der Gasversorgung in Folge des Krieges in der Ukraine sind im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar nicht eingetreten, trotzdem ist das Bewusstsein eines drohenden Blackouts noch bei vielen Bürgern präsent. Das veranlasst viele Menschen in Westeuropa über eine alternative Heizquelle nachzudenken und sich so ein Stück Unabhängigkeit zu schaffen. So sind seit dem Jahr 2022 die Verkaufszahlen von Holzöfen sprunghaft gestiegen. Die Pelletöfen haben eine Umsatzdelle erlitten, weil die Brennstoffkosten sich in kurzer Zeit vervierfacht haben. Inzwischen sind die Preise zwar wieder auf ein normales Niveau gesunken, der Markt der Pelletöfen hat das aber noch nicht verziehen.

- Austauschpflicht nach den Vorschriften der Bundesimmissionsschutz Verordnung (BImSchV)

Weil moderne Einzelraumfeuerstätten gegenüber alten Anlagen um bis zu 80 % weniger Emissionen verursachen, sieht die BImSchV den stufenweisen Austausch vor. Die nächste und letzte Frist wird Ende 2024 kommen, dann müssen alle Geräte, die vor 2010 eingebaut wurden, ausgetauscht werden. Die prognostizierte Menge von über 2 Mio. Geräten ist von den Herstellern nicht zu schaffen, deshalb wird sich der Austausch noch über den Stichtag hinausziehen.

- Pelletöfen

Der Markt von Pelletöfen ist im vergangenen Jahr eingebrochen. Der Rückgang ist im Ausland noch deutlicher als in Deutschland, wo Pelletöfen noch eine untergeordnete Rolle spielen. Ursache ist hauptsächlich die Kostenexplosion bei dem Brennstoff Pellet, die im letzten Jahr durch Panikkäufe wegen drohender Energieengpässe entstanden ist. Der Pelletpreis stieg teilweise um das 4-fache, das hat viele Käufer verschreckt. Es wird einige Zeit dauern, bis der Markt wieder Vertrauen gefunden hat.

- Gasöfen

Die Unsicherheit über die Zukunft der Gasheizgeräte hat dem Gesamtmarkt einen empfindlichen Rückschlag versetzt. Für Gasöfen gibt es keine Branchenzahlen, weil nahezu der gesamte Bedarf in Deutschland durch ORANIER gedeckt wird.

Die Veränderungen betrugen im Einzelnen:

Deutschland Europäisches Ausland
Kaminöfen
2022 20,1% 11,3%
1-6/2023 31,2% 1,5%
Pelletöfen
2022 28,3% -0,6%
1-6/2023 11,1% -51,3%
Festbrennstoffherde
2022 41,7% -22,4%
1-6/2023 -13,4% -24,2%

Branchenentwicklung lt. HKI in Stück

Limitierender Faktor für die Verkaufszahlen sind die Kapazitätsgrenzen. Alle Hersteller schieben inzwischen einen enormen Auftragsbestand vor sich her, der augenblicklich je nach Modell auf über neun Monate reicht.

Die Rohstoffversorgung zur Produktion der Geräte hat sich inzwischen weitgehend stabilisiert. Alle notwendigen Materialien, wie Stahl, Vermiculite, Glaskeramikscheiben für Kaminöfen und die Elektronik für die Pelletöfen sind in ausreichender Menge verfügbar.

1.2 Küchentechnik

Vor zwei Jahren mussten die Menschen während der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen, daher wurden die Konsumausgaben umgeschichtet. Der Renovierungstrend umfasste u. a. die technische Erneuerung der Hausgeräte, insbesondere im Bereich Küche. Es entstand ein Nachfrageboom durch vorgezogene Investitionen. Seit dem Ende der Pandemie wird die wiedergewonnene Freiheit wieder verstärkt zu Reisen und Freizeitaktivitäten außerhaus genutzt und die Konsumausgaben im häuslichen Umfeld sind zurückgefallen.

Im Jahr 2022 erreichte nach ZVEI Berechnungen der inländische Gesamt-Jahresumsatz mit Haushalt-Groß- und -Kleingeräten einen neuerlichen Rekordwert von ca. 10,5 Milliarden Euro, ein Plus von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Haushalt-Großgeräte kamen hier auf einen Anteil von ca. 6,8 Milliarden Euro (+ 2 %). Gestützt wird dieses Wachstum weiterhin durch den Trend zu höherwertigen Geräten und dem überdurchschnittlichen Plus bei Einbaugeräten. Wie in vielen anderen Branchen auch, beeinträchtigte die Knappheit an Halbleitern und anderen Vorprodukten weiterhin die Lieferfähigkeit. Die Situation hatte sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 jedoch zunehmend entspannt und in 2023 weitgehend aufgelöst.

Für 2023 belastet die krisenbedingte Verunsicherung der Verbraucher, insbesondere die hohe Inflationsrate, das Konsumklima. Allerdings bleibt das Ersatzgeschäft eine stabile Stütze und die langfristigen Trends Komfort, Energieeffizienz und Vernetzung werden auch 2023 prägend sein.

1.3 Ladungsträger

Unter Ladungsträger versteht man Lager und Transporteinrichtung für große Teile und Baugruppen. Man unterscheidet Universalladungsträger, z. B. Gitterboxen und Spezialladungsträger. Diese werden individuell für die Teile konstruiert und gefertigt. Hauptabnehmer ist die Automobilindustrie, aber auch viele andere Branchen, so z. B. Airlines oder Bahngesellschaften. In diesem Markt werden jährlich Umsätze in Milliardenhöhe getätigt.

Die langsame Erholung des relevanten Marktes von den coronabedingten Verwerfungen hat bereits 2021/2022 eingesetzt. Im Verlauf des Jahres 2023 zeichnen sich wieder stetig steigende Bedarfe der Kunden ab. Hintergrund ist, dass benötigte Bedarfsmengen während der Corona-Pandemie kontinuierlich verschoben wurden.

Die Rohstoffpreise haben sich nach den volatilen Veränderungen der letzten Jahre in 2023 stabilisiert, dadurch werden die darauf basierenden Kalkulationen wieder verlässlicher.

2. Geschäftsverlauf/Lage

2.1 Ertragslage

Der konsolidierte Konzernumsatz ist aufgrund der erstmals ganzjährigen Vollkonsolidierung der ORANIER Küchentechnik und der ELKAS Logistic Solutions GmbH von EUR 66,9 Mio. auf EUR 86,2 Mio. gestiegen.

Dadurch hat sich auch der Materialaufwand um EUR 12,3 Mio. auf EUR 54,1 Mio. erhöht. Das entspricht nahezu unverändert zum Vorjahr einer Materialeinsatzquote von 62,7 %.

Der Personalaufwand hat sich auf EUR 11 Mio. erhöht.

Seit der Übernahme aller Geschäftsanteile an der ORANIER Küchentechnik GmbH wird der Firmenwert auf fünf Jahre abgeschrieben. Durch die Vollkonsolidierung der ELKAS Logistic Solutions GmbH fließen auch die Abschreibungen auf immaterielle und materielle Anlagegüter in die Konzernrechnung ein. Zusammengenommen erhöhen sich die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 272 auf TEUR 1.165.

Neben gestiegenen Umsätzen sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen - insbesondere die Vertriebskosten, Kosten für Gewährleistungen und Wertberichtigungen auf Forderungen - gestiegen.

Im Einzelnen:

2.1.1 ORANIER Heiztechnik-Gruppe

In der günstigen Marktlage konnte der Umsatz bei ORANIER Heiztechnik und JUSTUS mit Kamin- und Pelletöfen gesteigert werden. Die Unsicherheit über die Zukunft der Gasheizgeräte hat dem Gesamtmarkt einen empfindlichen Rückschlag versetzt. Daraus resultiert ein Umsatzrückgang um 28 % in diesem Segment.

Auch in diesem Jahr konnten in den Frühjahr- und Sommermonaten keine Lagerbestände in Vorbereitung auf die umsatzstarken Monate im Herbst aufgebaut werden. Inzwischen haben allerdings die Lieferanten von Kaminöfen die Kapazitäten gesteigert, außerdem wurden neue Lieferanten aufgebaut, die künftig Ausweichmöglichkeiten schaffen.

Im Export hat sich ORANIER Heiztechnik GmbH in den letzten Jahren gut aufgestellt und ist nun in Mitteleuropa in nahezu allen westlichen Nachbarländern entweder mit einer eigenen Niederlassung oder mit einem Generalimporteur vertreten. Hier liegt auch weiterhin ein interessantes Wachstumspotential.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt der Deckungsbeitrag II (Nettoerlöse abzüglich aller variablen Kosten) der ORANIER Heiztechnik GmbH mit 42 % leicht unter dem Vorjahresniveau.

2.1.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

Im vorletzten Geschäftsjahr konnten die A-Marken durch Versorgungsengpässe bei Baugruppen dem Markt nicht die geforderten Mengen liefern. So kam ORANIER in die Lage, diese Lücke zu füllen und konnte den Umsatz deutlich steigern. Im Berichtsjahr hat sich die Lieferfähigkeit der Marktbegleiter wieder eingestellt, somit war ORANIER als Lückenbüßer nicht mehr so stark gefordert. Der Umsatz ging deshalb bei den Einbaugeräten um 0,9 % zurück.

In der Warengruppe Standherde dominieren die Gasgeräte, die wegen der zukünftig unsicheren Gasversorgung im letzten Jahr einen Rückgang um 29 % hinnehmen mussten.

Der Rohertrag lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 9,7 Mio. und somit auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 505 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Deutliche Steigerungen gab es bei den Vertriebskosten (TEUR 435), da insbesondere die Kosten für Verbandsabgaben und für Ausgangsfrachten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind.

Nachdem ORANIER Küchentechnik GmbH keine eigene Produktion unterhält und auch die Gebäude gemietet sind, gibt es wenig Anlagevermögen. Somit betragen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung nur TEUR 77.

Die Erlöse waren zu gering, um die inflationsbedingten Mehraufwendungen zu decken. Somit war das Ergebnis vor Steuern bei der ORANIER Küchentechnik zum ersten Mal mit TEUR - 436 negativ.

2.1.3 ORANIER Properties GmbH

Der Gewerbepark Sechshelden liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn Abfahrt der A 45 Dillenburg und in der geographischen Mitte Deutschlands. Diese Lage, in Verbindung mit einer gepflegten Gesamterscheinung, modernen Bauten und Infrastruktur, sorgt dafür, dass alle vermietbaren Flächen belegt sind. Etwa die Hälfte wird von Unternehmen aus dem Konzernverbund genutzt, der Rest ist an Unternehmen unterschiedlicher Branchen langfristig vermietet.

Die Mieteinnahmen an konzernfremde Unternehmen liegen auf Vorjahresniveau. Die Mietverträge wurden alle langfristig abgeschlossen; die Bonität der Mieter schwankt zwischen sehr gut und befriedigend. Die Mietzahlungen erfolgen pünktlich. Die Umsatzerlöse mit Dritten liegen bei TEUR 1.185 und damit auf dem Niveau der Vorjahre.

2.1.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

Die wirtschaftliche Entwicklung war im ersten Jahr nach der Neugründung schwierig. Seit dem Wechsel der Geschäftsführung zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wurden eine Vielzahl von Restrukturierungen vorgenommen, die einen Turnaround erkennen lassen.

Der Umsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 11.598, bei einem Verlust von TEUR 646, der durch Dotierung einer Kapitalrücklage gedeckt wurde.

2.1.5 ORANIER e-Power GmbH

Die neu gegründete Gesellschaft soll künftig eine Photovoltaikanlage auf den Hallendächern des Gewerbeparks Sechshelden und Ladestationen für E-Autos betreiben. Die Anlage ist derzeit in der Bauphase und liefert noch keinen Umsatz und Ertrag. Der Geschäftsbetrieb soll im Herbst 2023 aufgenommen werden.

2.1.6 Gesamtergebnis

Das im Vorjahr prognostizierte starke Umsatzwachstum bei rückläufiger Umsatzrentabilität ist eingetreten. Im Berichtsjahr wurde ein zufriedenstellender Gewinn von TEUR 3.146 nach Steuern (Vorjahr: TEUR 4.800) erzielt.

2.2 Vermögenslage

Aus der Konsolidierung der im Vorjahr erworben Anteile der ORANIER Küchentechnik GmbH ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.244, der künftig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Zum Bilanzstichtag beträgt der Restwert TEUR 871.

Die Sachanlagen weisen einen Buchwert von EUR 9,8 Mio. aus. Die größten Positionen sind dabei die Grundstücke und Bauten (EUR 7,1 Mio.). Im Berichtsjahr wurden bei den Sachanlagen insgesamt Zugänge im Wert von TEUR 1.870 aktiviert. Durch über den Abschreibungen und Anlageabgängen liegende Ersatzinvestitionen und Anzahlungen auf die Investitionen der ORANIER e-Power GmbH (TEUR 1.329) haben sich die Sachanlagen per Saldo um TEUR 1.021 erhöht.

Die Vorräte haben sich auf TEUR 16.485 erhöht. Der Lagerbestand besteht fast ausschließlich aus aktuellen Modellen; für Geräte mit niedrigem Lagerumschlag wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um TEUR 911 über dem Vorjahr.

2.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 30 % der Bilanzsumme. Sie beinhalten im Wesentlichen Darlehen in Höhe von

EUR 3,4 Mio. für den Erwerb der Anteile an der Küchentechnik

EUR 4,3 Mio. für den Kauf und die Weiterentwicklung des Betriebsgeländes in Haiger

EUR 1,2 Mio. für bisher geleistete Anzahlung auf die Errichtung des Ladeparks für Elektroautos

in Anspruch genommene Kontokorrentlinien

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen um TEUR 1.348 über dem Vorjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Darlehen gegenüber JUST PROPERTIES S.A, Luxemburg, in Höhe von EUR 1,5 Mio. sowie Umsatz- und Lohnsteuerverbindlichkeiten. Darüber hinaus wird ein Gesellschafterdarlehen von EUR 1,1 Mio. zur Verfügung gestellt.

Daneben wird der Konzern nach wie vor in erheblichem Umfang durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozentpunkte auf 31,6 % gestiegen.

2.4 Liquiditätslage

Zur Finanzierung des operativen Geschäftes verfügt der Konzern neben den bereits genannten Komponenten Eigenkapital und Darlehen über ausreichende Kontokorrentlinien. Durch den Aufbau des Vorratsvermögens ergibt sich durch diese Kapitalbindung ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 844. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 1.861. Die Unternehmensgruppe war damit jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Deckungsbeitrag, EBITDA sowie Umsatzrentabilität betrachtet.

Die Umsatzerlöse 2022/2023 lagen bei EUR 86,2 Mio.; der Deckungsbeitrag II (Nettoerlös abzgl. aller variablen Kosten) beträgt EUR 32,9 Mio., das sind 38,2 % vom Umsatz. Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,3 % vom Umsatz. Insgesamt hat der Konzern ein Jahresergebnis von TEUR 3.146 erwirtschaftet, das entspricht einer Umsatzrentabilität von 3,6 %.

III. Prognosebericht

Die ORANIER Unternehmensgruppe hat sich in den vergangenen beiden Jahren breiter aufgestellt. Mit dem Erwerb weiterer Geschäftsanteile an der ORANIER Küchentechnik GmbH und der Neugründung von Elkas Logistic Solutions GmbH hat sich die Abhängigkeit von dem Markt für Einzelraumheizungen reduziert. In den einzelnen Bereichen sind die Strategien durchaus unterschiedlich.

1. ORANIER Heiztechnik-Gruppe

In den vergangenen Jahren hat ORANIER kontinuierlich die Palette der Geräte erweitert, um nicht nur in deutschsprachigen Ländern, sondern auch im übrigen Europa ein interessantes Sortiment anbieten zu können. Vor allem bei Pelletöfen konnte ein großer Fortschritt erzielt werden.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau der Exportmärkte in Europa, entweder über eigene rechtlich nicht selbstständige Niederlassungen in EU-Ländern oder Tochtergesellschaften außerhalb der EU. Außerhalb dieser Länder arbeitet ORANIER mit Generalimporteuren zusammen.

2. ORANIER Küchentechnik GmbH

ORANIER Küchentechnik GmbH ist einer der wenigen kleineren Anbieter, der sich in dem von großen Konzernen dominierten Markt behaupten kann. Die Entwicklung der Geräte findet weitgehend im eigenen Haus statt, die Produktion erfolgt in verlängerter Werkbank bei leistungsfähigen Lieferanten in der ganzen Welt. Der Überwachung der Produktion und der intensiven Wareneingangskontrolle wird dabei höchste Priorität eingeräumt.

Auf der Messe im Herbst diesen Jahres wird ein neues Sortiment gezeigt, welches ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Auch im scharfen Wettbewerb kann dann immer noch eine auskömmliche Marge erzielt werden. Im kommenden Jahr wird mit wieder steigenden Umsätzen gerechnet, wobei die Standherde branchenüblich zurückgehen und die Einbaugeräte überproportional zulegen werden.

3. ORANIER Properties GmbH und ORANIER e-Power GmbH

Der Standort in Haiger-Sechshelden liegt nicht nur in der Mitte von Deutschland, sondern auch von Europa. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn in Verbindung mit einer repräsentativen Immobilie bietet nicht nur Potential für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe, sondern auch für die Mieter. Mit der Investition in eine Photovoltaikanlage auf den Hallendächern und einer Stromtankstelle mit 12 Schnellladesäulen kann auch der vorbeifahrende Autobahnverkehr bedient werden.

4. Elkas Logistic Solutions GmbH

Elkas hat eine Tradition von über 50 Jahren und war lange Zeit sehr erfolgreich. Ziel ist es, die bewährten Methoden, die von der ausgeschiedenen Geschäftsführung vernachlässigt wurden, wieder aufzugreifen uns so an die Erfolgsgeschichte der Vergangenheit anzuknüpfen. Kurzfristig konnten bereits eine Reihe von Verbesserungen erzielt werden.

5. Gesamt

Die Umsatzerlöse 2022/2023 lagen bei EUR 86,2 Mio., das Jahresergebnis bei TEUR 3.146. Unsere Planung für das Geschäftsjahr 2023/2024 sieht starke Steigerungen bei Umsatz und EBITDA und Deckungsbeitrag II vor, damit eine Trendumkehr bei der Umsatzrentabilität. Es gilt dabei zu beachten, dass der Planbarkeit aufgrund des unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfelds durchaus Grenzen gesetzt sind.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Neben gesamtwirtschaftlichen Risiken ist unser Unternehmen diversen weiteren spezifischen Risiken ausgesetzt, die im Folgenden beschrieben sind:

1.1 ORANIER Heiztechnik GmbH und ORANIER Küchentechnik GmbH

Marktlage

Wie unter Ziffer II. 1. bereits beschrieben, lagen die Schwankungsbreiten sowohl in der Heiztechnik als auch in der Küchentechnik in den letzten Jahren im einstelligen Bereich. Nachdem ORANIER keine eigene Fertigung unterhält, liegt der Break-even-Point deutlich unter den Schwankungsbreiten. Zudem ist die Kundenstruktur breit angelegt, sodass keine ausgeprägte Abhängigkeit von einzelnen Abnehmern besteht.

Produktqualität

Durch die ausgelagerte Produktion hat ORANIER keinen unmittelbaren Einfluss auf die Produktqualität. Diese wird durch einen umfangreichen Leistungskatalog und Stichprobenkontrollen beim Wareneingang sichergestellt. Kundendienst-Statistiken und Fehler bei der Wareneingangsprüfung führen zu unmittelbaren Rückkopplungen in dem Leistungskatalog an die Lieferanten.

Versorgungssicherheit

Durch den Ausfall eines Lieferanten kann es zu Versorgungsengpässen kommen. Für jede Produktgruppe hat ORANIER allerdings mehrere alternative Lieferanten, auf die das Sortiment aufgeteilt ist. Im Falle des Ausfalls eines Lieferanten können nach einer Übergangszeit von 3 bis 4 Monaten die übrigen Lieferanten die fehlenden Fertigungskapazitäten ausgleichen.

Währungsrisiko Einkauf

Ca. 95 % der Fertiggeräte werden im Ausland zugekauft. Die Lieferverträge wurden ausschließlich auf Euro-Basis abgeschlossen. Bei starken Währungsschwankungen könnte es zu Nachverhandlungen der Lieferanten kommen.

Währungsrisiko Verkauf

Mehr als 95 % des Umsatzes wird im Euro-Raum getätigt, sodass von einer Währungsverschiebung nur der geringe Umsatzanteil mit der Schweiz betroffen ist.

EDV

Der Konzern verfügt über ein selbst programmiertes ERP-System, das laufend an die Bedürfnisse angepasst wurde. Dieses System kann nicht mehr weiterentwickelt werden und soll durch eine Standardlösung ersetzt werden. Die Prozessaufnahme ist erfolgt, die Ausschreibung läuft. Eine Umstellung soll zum Jahreswechsel 2024/25 erfolgen.

Die Sicherung der Daten erfolgt regelmäßig und automatisiert.

Liquidität

Neben dem laufenden Betrieb werden aus dem Cash-Flow auch die Annuitäten für das neue Betriebsgelände und den Erwerb der ORANIER Küchentechnik bedient. Sollte die Ertragslage einbrechen, so könnte es zu Liquiditätsengpässen kommen.

Dem Risiko von Zahlungsstromschwankungen infolge Zinsänderungsrisiken begegnen wir durch Abschluss von Mikro-Hedges (Zinsswaps bzw. Zinsbegrenzungsgeschäften). Diese ökonomischen Sicherungsbeziehungen werden als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Konzernabschluss abgebildet.

Schadensrisiko

Für alle wesentlichen Risiken wie Cyber-Kriminalität, Feuer, Unwetter, Überschwemmung ist eine entsprechende Versicherung abgeschlossen, die Schäden weitgehend abdeckt. Der Selbstbehalt ist jeweils vergleichsweise niedrig und gemessen am Gesamtvermögen zu vernachlässigen. Die Verträge werden jährlich von einem internationalen Maklerbüro überprüft.

1.2 Elkas Logistic Solutions GmbH

Elkas unterhält eine eigene Fertigung und ist folglich sensibel bei Schwankungen im Auftragseingang. Mit Abrufaufträgen großer Kunden kann die Produktion allerdings für einige Monate nivelliert werden.

2. Chancenbericht

2.1 ORANIER Heiztechnik GmbH

Der Markt in der Heiztechnik konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr beachtliche Steigerungen erfahren. Diese lagen nicht nur in Deutschland, sondern auch in den von ORANIER bedienten ausländischen Märkten. Im kommenden Geschäftsjahr wird aufgrund der Suche nach Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und der gesetzlichen Regelungen der Bundesimmissionsschutzverordnung(BImSchV) zum Austausch von älteren Kaminöfen weiterhin mit einem starken Markt gerechnet. Außerdem werden wegen steigender Kosten für fossile Brennstoffe (CO 2 -Abgaben) Pellets und Holz zu einer interessanten Alternative.

Weil in einem Holzofen nur so viel CO 2 freigesetzt wird, wie zuvor im Wald durch Photosynthese gebunden wurde, ist das Heizen mit Holz klimaneu-tral. Dies ist vor dem Hintergrund der Klimaziele der Bundesregierung ein wichtiges politisches Argument.

Pelletöfen eignen sich besonders als Ergänzung für die immer stärker nachgefragten Wärmepumpen, weil die Effizienz in den kalten Monaten (unter 5 °C) dann gering ist. Es empfiehlt sich das Zuheizen mit einem Festbrennstoffgerät. Für diesen wachsenden Markt hat ORANIER neue Modelle entwickelt, die international ein interessantes Wachstumspotential bieten.

2.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

Eine mögliche Rezession macht die Käufer besonders preissensibel. Weil wir die Geräte von ORANIER in einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis sehen als die A-Marken, können wir Marktanteile gewinnen.

2.3 ORANIER e-Power GmbH

Die exponierte Lage des Betriebsgeländes direkt neben der Autobahnabfahrt bietet der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen die Möglichkeit des schnellen Aufladens. Die geplanten 12 Schnellladesäulen können durch die Versorgung des Geländes mit Mittelspannung ausreichend mit Strom versorgt werden.

2.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

Der Nachholbedarf ist bei Ladungsträgern erheblich. Beginnt der Markt anzuspringen, kann Elkas den Bedarf mit Leiharbeitern an den vorhandenen Robotern schnell bedienen. Hier besteht eine sehr gute Skalierbarkeit.

3. Gesamtaussage

Alle Chancen und Risiken werden überschattet von der Klimakrise, dem Krieg in der Ukraine und der Verunsicherung der Bevölkerung infolge des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Menschen sind nachhaltig verunsichert und vorsichtig in den Neuanschaffungen, deshalb droht in Europa - wenn nicht sogar weltweit - eine Rezession.

ORANIER ist in der komfortablen Situation, dass mit den Kamin- und Pelletöfen Produkte angeboten werden, die derzeit eine noch nie dagewesen Nachfrage haben. Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Beschaffungsseite, damit die Lieferketten stabil bleiben.

Mit den Erträgen aus der Heiztechnik ist die Unternehmensgruppe jederzeit in der Lage, eine mögliche Nachfragedelle in anderen Sparten ausgleichen zu können und so nicht nur die notwendige technische Weiterentwicklung der Produkte zu finanzieren, sondern auch den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

 

Haiger, den 1. November 2023

Geschäftsleitung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FLIB GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FLIB GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FLIB GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschenburg, den 1. November 2023

Siegwolf, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 133.586,00 199
2. Geschäfts- oder Firmenwert 959.279,00 1.218
3. geleistete Anzahlungen 77.000,00 1.169.865,00 77
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 7.110.362,00 7.515
2. technische Anlagen und Maschinen 117.799,00 142
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.230.540,00 1.068
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.328.902,28 9.787.603,28 10.957.468,28 41
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.240.797,88 2.817
2. unfertige Erzeugnisse 551.658,00 499
3. fertige Erzeugnisse und Waren 10.983.069,70 7.803
4. geleistete Anzahlungen 709.171,81 16.484.697,39 254
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.357.996,40 9.447
2. sonstige Vermögensgegenstände 262.069,38 10.620.065,78 248
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 623.312,45 27.728.075,62 1.678
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.887,41 83
38.799.431,31 33.089

Passiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 255.000,00 255
II. Kapitalrücklage 119.500,00 119
III. Gewinnrücklagen:
1. gesetzliche Rücklage 9.128,07 9
2. andere Gewinnrücklagen 1.745.000,00 1.754.128,07 1.745
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 34.646,99 28
V. Gewinnvortrag 6.937.773,35 2.138
VI. Jahresüberschuss 3.146.349,52 12.247.397,93 4.800
B. Rückstellungen:
1. Steuerrückstellungen 958.486,36 1.818
2. sonstige Rückstellungen 4.924.602,00 5.883.088,36 4.283
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.633.986,65 9.485
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 234.807,16 459
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.666.032,53 3.318
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.128.488,68 4.623
davon aus Steuern: EUR 721.260,03 (1.094)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 97.000,99 20.663.315,02 (87)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.500,00 2
E. Passive latente Steuern 3.130,00 7
38.799.431,31 33.089
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Zugänge Abgänge
1.7.2022 U = Umbuchungen 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.435.285,81 0,00 6.725,80 1.428.560,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.382.556,61 0,00 38.345,00 1.344.211,61
3. geleistete Anzahlungen 77.000,00 0,00 0,00 77.000,00
2.894.842,42 0,00 45.070,80 2.849.771,62
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 10.921.637,10 49.000,00 0,00 10.970.637,10
2. technische Anlagen und Maschinen 170.306,06 8.882,95 4.173,09 175.015,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.452.410,15 454.865,69 301.595,60 3.675.321,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.301,47 1.357.242,28 0,00 1.328.902,28
U 69.641,47 U 69.641,47
14.585.654,78 1.869.990,92 305.768,69 16.149.877,01
U 69.641,47 U 69.641,47
insgesamt 17.480.497,20 1.869.990,92 350.839,49 18.999.648,63
kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge
1.7.2022 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.236.361,81 65.336,00 6.723,80 1.294.974,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 164.433,61 258.843,00 38.344,00 384.932,61
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.400.795,42 324.179,00 45.067,80 1.679.906,62
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 3.407.073,10 453.202,00 0,00 3.860.275,10
2. technische Anlagen und Maschinen 28.231,06 29.404,16 418,30 57.216,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.384.004,15 358.662,80 297.885,24 2.444.781,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.819.308,31 841.268,96 298.303,54 6.362.273,73
insgesamt 7.220.103,73 1.165.447,96 343.371,34 8.042.180,35
Buchwert
30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 133.586,00 198.924,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 959.279,00 1.218.123,00
3. geleistete Anzahlungen 77.000,00 77.000,00
1.169.865,00 1.494.047,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 7.110.362,00 7.514.564,00
2. technische Anlagen und Maschinen 117.799,00 142.075,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.230.540,00 1.068.406,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.328.902,28 41.301,47
9.787.603,28 8.766.346,47
insgesamt 10.957.468,28 10.260.393,47

Konzerneigenkapitalspiegel 2022/2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 1.7.2021 255.000,00 119.500,00 4.982,51 1.745.000,00 1.749.982,51 1.869.482,51
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 4.145,56 0,00 4.145,56 4.145,56
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2022/1.7.2022 255.000,00 119.500,00 9.128,07 1.745.000,00 1.754.128,07 1.873.628,07
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2023 255.000,00 119.500,00 9.128,07 1.745.000,00 1.754.128,07 1.873.628,07
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 1.7.2021 857,38 860.684,37 2.780.978,74 5.767.003,00
Ergebnisvortrag 0,00 2.780.978,74 - 2.780.978,74 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 - 4.145,56 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 - 1.500.000,00 0,00 - 1.500.000,00
Währungsumrechnung 26.997,37 0,00 0,00 26.997,37
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 4.800.255,80 4.800.255,80
Stand 30.6.2022/1.7.2022 27.854,75 2.137.517,55 4.800.255,80 9.094.256,17
Ergebnisvortrag 0,00 4.800.255,80 - 4.800.255,80 0,00
Währungsumrechnung 6.792,24 0,00 0,00 6.792,24
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 3.146.349,52 3.146.349,52
Stand 30.6.2023 34.646,99 6.937.773,35 3.146.349,52 12.247.397,93

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