PRINT. Forum Druck GmbHLiquidiert

74912 Kirchardt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 753542
Eingetragen
18.9.1975
Branche
Drucken von ZeitungenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenDruck- und Medienvorstufe
Gegenstand
Industrielle Herstellung und der Handel mit Druckerzeugnissen aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Monika Stimpfle
seit 3.9.2018
Prokura
Sandra Eckart
seit 3.9.2018
Prokura
Rene Klein
seit 3.8.2015
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG

Wemding

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

I. Grundlagen des Konzerns

Seit ihrer Gründung im Jahr 1899 hat sich die FIRMENGRUPPE APPL (nachfolgend auch "Konzern" genannt) zu einem Druckunternehmen sowohl von nationaler als auch europäischer Bedeutung entwickelt und zugleich die Flexibilität eines Familienunternehmens bewahrt. Die einzelnen Unternehmen des Konzerns decken das gesamte Spektrum an gängigen Druckverfahren im High-Volume-Bereich ab. Ein Schwerpunkt im Portfolio bildet dabei die Spezialisierung auf das Drucken in Sonderformaten. An fünf Standorten in Deutschland werden im Rollen- und Bogenoffset- sowie im Tief- und Digitaldruckverfahren umfangreiche Dienstleistungen für Verlage, Werbeagenturen, den Handel sowie Endverbraucher erbracht. Täglich werden in der Gruppe rund 600 Tonnen Papier bedruckt.

Per 31. Dezember 2017 hält die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG folgende Anteile:

- appl Druck GmbH 100%, - diese wiederum hält die Anteile an

Sellier Druck GmbH zu 100%

Echter Druck GmbH zu 100%

- aprinta druck GmbH 100%

- PRINT.Forum Druck GmbH 100%

- Kuncke Druck GmbH 100%

- MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG 94%

- rose druck GmbH 30%

Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG fungiert als klassische Holding mit zentralen Dienstleistungsangeboten für ihre Tochterunternehmen, wie zentraler Einkauf, Disposition, Finanzbuchhaltung, Personalwesen und Finanzen.

Das Ziel sämtlicher unternehmerischer Aktivitäten ist auf den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie auf die Gewinnung von Neukunden gerichtet.

II. Wirtschaftsbericht der FIRMENGRUPPE APPL

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) International

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht das weltwirtschaftliche Wachstum so hoch wie lange nicht mehr. In seiner jüngsten Vorhersage vom Januar 2018 rechnet der IWF für das Jahr 2017 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,7%. 2016 betrug der Wert 3,2%.

Für die EU geht der IWF davon aus, dass in 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,4% das stärkste Wachstum seit zehn Jahren verzeichnet werden wird. 2016 betrug der Wert lediglich 1,8%. Wirtschaft und Beschäftigung zeigen sich robust, Investitionen ziehen an und die öffentlichen Defizite und Schuldenstände gehen sukzessive zurück (Quelle: IWF, World Economic Outlook - Update, January 22, 2018).

b) Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2017 um 2,2% höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Beflügelt wurde der kräftige Wirtschaftsaufschwung von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach Produkten "Made in Germany" ankurbelt.

c) Branche

Retrospektiv betrachtet, ist die Druckbranche mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung konfrontiert. So blieben Umsatz, Produktion und Preise unter dem Vorjahresniveau - was als Indizien eines sich fortschreitenden Wandels und Preiswettbewerbs in der Branche zu interpretieren ist. Laut Statistischem Bundesamt hat sich der Umsatz in der deutschen Druckindustrie (Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten) in der Branchenklassifizierung "Drucken a.n.g." ("Drucken anderweitig nicht genannt" - beinhaltet die für die FIRMENGRUPPE APPL relevanten Druckbereiche) seit dem Indexjahr 2009 von 10,468 Mrd. Euro um -1,4% auf 9,365 Mrd. Euro (2017) stetig reduziert.

Die Druckindustrie war eine der Branchen, die früh von der Digitalisierung, die mittlerweile jedoch jeden Wirtschaftszweig tangiert, erfasst wurde. So ist die Nachfrage nach Printprodukten tendenziell rückläufig. Gleichzeitig kann die Wettbewerbssituation innerhalb der Branche als angespannt bezeichnet werden: Um den Umsatz auf konstant hohen Niveau zu halten, ist die Umsatzproduktivität tendenziell steigend (Quelle: bvdm, Bundesverband Druck und Medien e.V.).

In den einzelnen Druckverfahren gestaltet sich die Entwicklung unterschiedlich: Das Digitaldruckverfahren gewinnt aktuell insbesondere wertmäßig - was allerdings auch an den relativ hohen Kosten pro gedruckter Seite verglichen mit den bisher gängigen Druckverfahren liegt. Auch die Gewichte der Verfahren Tiefdruck und Offsetdruck verschieben sich seit Jahren kontinuierlich. Einst stark relevant für Werbedrucke, Verkaufskataloge und Zeitschriften in hoher Qualität und Auflage, wurden die Printprodukte zunehmend im immer leistungsfähiger werdenden Rollenoffsetverfahren hergestellt (Quelle: Fachpresse, Smithers Pira).

c.a) Werbemarkt

Der deutsche Werbemarkt hat sich auch im Jahr 2017 positiv gegenüber dem Vorjahr entwickelt. Diese Entwicklung ist allerdings differenziert zu betrachten. Während mobile Werbung stetig wächst und Werbung im Bereich Online-Handel weiterhin im Trend liegt, mussten Printmedien 2017 leichte Verluste von -1,2% hinnehmen. Zeitungen, mit insgesamt 4,9 Mrd. Euro, wiesen einen leichten Rückgang von -0,5% aus, Publikumszeitschriften mit insgesamt 3,4 Mrd. Euro erreichten ein Minus von -1,5% sowie Fachzeitschriften mit rückläufigen Werbeausgaben fielen auf insgesamt 0,4 Mrd. Euro und verzeichneten einen Rückgang von -4,8% (Quelle: Nielsen Media Research, Pressemitteilung vom 18. Januar 2018).

c.b) Produktion

Das Printvolumen von Akzidenz-Rollenoffsetdruckereien ist überwiegend weiter gewachsen. Umgerechnet auf die Anzahl produzierter 16-Seiter, ist das Druckvolumen bis 2016 auf 68,1 Mrd. gestiegen, was einem Plus gegenüber 2008 von 34% entspricht. Die insgesamt guten Produktionswerte und rückläufige Margenentwicklung sind ein weiterer Indikator für einen Preisverfall. Weiterhin weist die rückläufige durchschnittliche Auflage auf eine gestiegene Produktvielfalt hin (Quelle: EWA European Web Association).

Den größten Markt stellen die im Offsetdruckverfahren hergestellten Werbedrucke dar, die zusammen mit den Offset-Anzeigenblättern gemessen am Produktionswert deutlich rückläufig sind (ggü. 2011: -19% bzw. -17% Rückgang). Der Wert für die Werbedrucke im Tiefdruck hat sich seit 2011 mehr als halbiert, wohingegen der Wert für Digitaldruck-Werbeschriften um 9% anstieg).

Die Produktionswerte der analog hergestellten Kataloge sind, je nach Druckverfahren, leicht bis deutlich rückläufig.

Die Produktionswerte für Bücher und Broschüren (in losen Bogen) haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren als relativ stabil erwiesen. Gemessen an der Produktgruppe Sach-, Schul- und Kunstbücher, ist der Markt jedoch rückläufig (Quelle: Statistisches Bundesamt).

c.c) Kosten und Preise

In den für die FIRMENGRUPPE APPL relevanten Produktbereichen konnten sich die sinkenden Erzeugerpreise auch zum Jahreswechsel nicht wesentlich erholen. Spätestens seit 2013 entwickeln sich die Erzeugerpreise bei Zeitschriften, Werbedrucken und Büchern rückläufig. Im Jahresverlauf 2017 zeigte sich allerdings ein weitgehend stabilisierender Trend. Eine gegenläufige Entwicklung ist im Bereich Druckweiterverarbeitung zu erkennen.

Stagnierenden beziehungsweise rückläufigen Erzeugerpreisen stehen steigende Kosten gegenüber. Insbesondere stiegen auf der Beschaffungsseite die Kosten für Papier. Aufgrund von Fabrikschließungen und generell rückläufiger Nachfrage sind die Kapazitäten der Papierindustrie in Europa gesunken. In der Folge sind die Preise insbesondere zum Jahreswechsel 2017/2018 gestiegen.

Im Zuge der anhaltend hohen EEG-Umlage sind auch die Kosten für Energie in der Druckbranche seit dem Indexjahr 2010 um 27,5% gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt, November 2017).

c.d) Beschäftigte

Per 31. März 2017 existierten in Deutschland laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit und laut Berechnungen des bvdm 8.126 Druckbetriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Im Jahr zuvor lag die Anzahl der Druckbetriebe noch um 3,5% höher. Zusammen beschäftigten die Unternehmen 134.062 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Reduzierung von -1,9% gegenüber dem Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf und Lage der FIRMENGRUPPE APPL

Die FIRMENGRUPPE APPL hat als ein führender mittelständischer Familienbetrieb der Druckindustrie in 2017 mit durchschnittlich 660 Mitarbeitern insgesamt rund 180 Mio. Euro Umsatzerlöse erwirtschaftet und hat es in den letzten Jahren (seit 2009) trotz des generell schwierigen Marktumfeldes geschafft, die Fremdverschuldung um mehr als 110 Mio. Euro zu reduzieren. Dies ist aufgrund der insgesamt guten Ertragsentwicklung der Vorjahre gelungen.

Die Auftragslage im abgeschlossenen Geschäftsjahr gestaltete sich im Bereich Rollenoffsetdruck und Bogenoffsetdruck zufriedenstellend. Im Bereich Tiefdruck gestaltet sich die Auftragssituation dagegen erneut nicht zufriedenstellend. Hier bewegt sich die FIRMENGRUPPE APPL mit ihrem Tiefdruckunternehmen PRINT.Forum in einer seit Jahren rezessiven und von Überkapazitäten geprägten Branche. Obwohl regelmäßig Druckkapazitäten aus dem europäischen Markt genommen werden, sinkt nahezu parallel die Nachfrage nach hochauflagigen Printprodukten. Im Zuge dessen hält der über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb weiterhin an. Im Bereich Weiterverarbeitung kann die Auftragslage ebenfalls als ausbaufähig bezeichnet werden. Insgesamt waren die Kapazitätsauslastung und der Produktionsausstoß unterjährig auch in 2017 von den branchenüblichen saisonalen Zyklen geprägt. Wesentliche Veränderungen innerhalb unserer Produktgruppen oder Sortimentsänderungen gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Allerdings waren Rückgänge im Buch- und Zeitschriftengeschäft zu verzeichnen, welche aber durch Zuwächse im Beilagen- und Kataloggeschäft kompensiert wurden.

Seit 2014 erhalten zwei Unternehmen der FIRMENGRUPPE APPL, echter druck sowie PRINT.Forum, eine prozentuale Befreiung von der EEG-Umlage. Im Geschäftsjahr 2017 profitierten echter druck und PRINT.Forum von einer 80-prozentigen EEG-Kappung, da wieder die sogenannte "Härtefallklausel" (gemessen an der Höhe der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung) Anwendung findet.

Der Einkauf für Druckmaterialien und Instandhaltungsartikel ist auf Holdingebene zentral gebündelt. Unverändert verfügt die FIRMENGRUPPE APPL über eine breite Diversifizierung im Lieferantenkreis. Liefer- oder Rohstoffengpässe gab es zu keinem Zeitpunkt. Durch Preisgleitklauseln und Preisabsicherungsvereinbarungen konnten unerwartete Preissteigerung vermieden werden. Einige Druckmaterialen können im Rahmen einer Einkaufsgemeinschaft einer anderen Unternehmensgruppe zu optimalen Konditionen beschafft werden.

Die Tochterunternehmen profitieren von den zentralen Dienstleistungsangeboten der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG. Unternehmensfunktionen wie Finanzbuchhaltung, Personalabteilung und Einkauf werden durch die Tochterunternehmen bei der Holding hinzugekauft und im Rahmen einer Management-Fee durch die Holding abgerechnet.

Aufgrund verschiedener Einzelfaktoren sind in 2017 insgesamt erhebliche Verluste angefallen. Wesentlicher Verlustbringer war das in 2017 neu eingeführte Vertriebskonzept aufgrund einer verfehlten Preispolitik und ein daraus resultierender Margenverfall i. H. v. -6,9 Mio. Euro. Auch vor diesem Hintergrund hat sich die Geschäftsleitung in 2017 dazu entschieden und begonnen, ein gesamtheitliches Konzept zur strategischen Neuausrichtung der FIRMENGRUPPE APPL zu erarbeiten.

Ein tragfähiges und erfolgsversprechendes Zukunftskonzept wurde dann gemeinsam mit einem externen Strategieberater Anfang 2018 verabschiedet. In diesem Zusammenhang konnte auch die Finanzierung der FIRMENGRUPPE APPL für die kommenden Jahre erfolgreich sichergestellt werden. Ergebnis dieses Konzeptes sind allerdings zum Teil umfangreiche, immanente Restrukturierungsmaßnahmen. Aufgrund der sich aus dem Konzept ergebenden, werterhellenden Erkenntnisse, wurden in 2017 zum Teil erhebliche Restrukturierungsrückstellungen gebildet. Insbesondere folgende Einzeleffekte belasten die Ergebnissituation in 2017 außergewöhnlich:

Rückstellungen in Verbindung mit den in 2018 aufgenommenen Verhandlungen zur Betriebsschließung der PRINT.Forum Druck GmbH und der Teilbetriebsschließung von Echter Druck GmbH (insgesamt rd. -9,6 Mio. Euro) bspw. für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen, drohende Verluste aus Leasingverbindlichkeiten

Abwertung in Bau befindlicher Anlagen (rund -0,7 Mio. Euro)

Restrukturierungsrückstellungen für Beratungsaufwendungen (rd. -1,4 Mio. Euro)

Drohverlustrückstellung aus bestehenden Arbeitsverhältnissen (rd. -1,2 Mio. Euro)

Abwertung Beteiligungsansatz rose druck GmbH (rd. -0,6 Mio. EUR) und sonstige Einmaleffekte (rd. -0,2 Mio. Euro)

Somit war für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 ein signifikanter Verlust von rd. -18,5 Mio. Euro aufgelaufen. Das um vorgenannte, nicht operative Effekte (-12,5 Mio. Euro) adjustierte Geschäftsergebnis belief sich somit auf -5,8 Mio. Euro (Vorjahr: +0,3 Mio. Euro).

a) Ertragslage

Die FIRMENGRUPPE APPL konnte im Geschäftsjahr 2017 ihren Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld halten (+0,3 % gegenüber Vorjahr). Der Gesamtumsatz im Konzern erhöhte sich per 31. Dezember 2017 auf 180,2 Mio. Euro (Vorjahr: 179,5 Mio. Euro). Umsatzrückgänge waren insbesondere im Buchgeschäft (-2,1 Mio. Euro) und im Beilagengeschäft (-2,7 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Die Materialeinsatzquote stieg aufgrund des papierintensiven Beilagen- und Kataloggeschäfts bei gleichzeitigen Preissteigerungen auf dem Papiermarkt auf 52,7% der Gesamtleistung (Vorjahr: 49,6%). Die Fremdleistungsquote reduzierte sich auf 10,7% (Vorjahr: 17,8%). Somit verlor der Rohertrag im Geschäftsjahr 2017 insgesamt rund -6,3 Mio. Euro gegenüber Vorjahr, die Rohertragsquote sank auf 33,7% (Vorjahr (35,7%).

Die Personalkosten der FIRMENGRUPPE APPL i. H. v. -35,2 Mio. Euro lagen leicht über Vorjahr (-31,4 Mio. Euro). Die Quote Personalaufwand zu Rohertrag lag in 2017 bei 61,0 % (Vorjahr: 55,3%).

Die um Sondereffekte bereinigten, sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2017 auf -26 Mio. Euro und lagen damit nahezu auf Vorjahresniveau. Aufgrund des geringen Investitionsvolumens in 2017 sanken die Abschreibungen auf -3,9 Mio. EUR (VJ: -4,3 Mio. Euro). Zusätzlich erfolgte eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von -2,8 Mio. Euro. Erwähnenswert hierbei ist die Sonderabschreibung der Beteiligung an der PRINT.Forum Druck GmbH in Höhe von -2,6 Mio. Euro sowie die Abwertung der Beteiligung an der rose druck GmbH in Höhe von -0,6 Mio. Euro. Das Finanzergebnis lag mit -0,3 Mio. Euro unter Vorjahresniveau (-0,4 Mio. Euro).

Insgesamt ergibt sich somit für 2017 ein um Sondereffekte (-12,5 Mio. Euro) bereinigtes EBIT i. H. v. -5,5 Mio. Euro (VJ: 0,8 Mio. Euro), welches wesentlich auf die verfehlte Vertriebsstrategie mit einer Ergebniswirkung von -6,9 Mio. Euro zurückzuführen ist.

Die Sondereffekte und eine geringe Steuerbelastung verursachten somit in 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von insgesamt -18,5 Mio. Euro (VJ: +0,3 Mio. Euro).

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns der FIRMENGRUPPE APPL zeigt sich in 2017 weiterhin ausgeglichen. Die zur Verfügung stehenden Kontokorrentkreditlinien für die Firmengruppe waren zum Stichtag durch den Konzern in Höhe von -0,1 Mio. EUR beansprucht. Zum Stichtag verfügte der Konzern gleichzeitig auch über Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kasseneinlagen in Höhe von über 1,4 Mio. Euro. Die Liquiditätssituation kann somit als angemessen beurteilt werden. Kurzfristige Kreditlinien standen neben Bankguthaben zu jedem Zeitpunkt in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Für die in 2017 getätigten Investitionen in Höhe von 2,2 Mio. Euro wurden Finanzierungsmittel bei Leasinggesellschaften in Höhe von 1,8 Mio. Euro neu aufgenommen. Der Rest wurde aus Eigenmitteln finanziert. Die bestehenden Darlehen und Leasingverbindlichkeiten wurden in Höhe von 16,1 Mio. Euro planmäßig zurückgeführt. Skontierungsmöglichkeiten wurden im Wesentlichen genutzt.

Das Periodenergebnis des Konzerns ist die Ausgangsgröße für die Erstellung der Kapitalflussrechnung. Im Berichtszeitraum führte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,7 Mio. Euro sowie aus Investitionstätigkeit in Höhe von -0,2 Mio. Euro, saldiert um den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -5,2 Mio. Euro, zu einer Reduzierung des Finanzmittelfonds um 3,6 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag.

c) Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2017 reduzierte sich die Bilanzsumme auf 50,8 Mio. Euro (Vorjahr: 59,2 Mio. Euro). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 67,9%.

Am 31. Dezember 2017 bewegten sich die immateriellen Vermögensgegenstände nahezu auf Vorjahresniveau. Die Sachanlagen reduzierten sich auf 26,8 Mio. Euro und sind damit um 4,1 Mio. Euro niedriger als im letzten Geschäftsjahr. Die Reduzierung begründet sich in der planmäßigen Abschreibung.

Es wurden präventiv alle zur Erhaltung des Bestandes und für den einwandfreien Betrieb notwendigen Instandhaltungs- Reparatur- und Wartungsmaßnahmen an Gebäuden und Maschinen durchgeführt.

Investitionen wurden in Höhe von 2,2 Mio. Euro getätigt, inklusive leasingfinanzierter Investitionen, ohne Investitionen aus Verkäufen innerhalb der Konzerngesellschaften. Ein Investitions- und Instandhaltungsstau besteht nicht.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich zum 31. Dezember 2017 von 20,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,3 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung reduzierten sich um -0,5 Mio. Euro.

Das Eigenkapital i. H. v. 2,0 Mio. Euro lag insbesondere aufgrund der vorgenannten ergebniswirksamen Sondereffekte um -18,5 Mio. Euro unter Vorjahresniveau. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt somit 4,0%.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Liquidität

Eigenkapitalquote

Cash-Flow

Verschuldungsgrad

Debitorenlaufzeit/Kreditorenlaufzeit

Die liquiden Mittel der FIRMENGRUPPE APPL betrugen zum 31. Dezember 2017 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,0 Mio. Euro)

Das Eigenkapital lag mit 2,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von 20,1 Mio. Euro. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 4,0%.

Zum Bilanzstichtag führte der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,7 Mio. Euro sowie der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -0,2 Mio. Euro, saldiert um den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -5,2 Mio. Euro zu einem Finanzmittelfonds von 1,3 Mio. Euro.

Der dynamische Verschuldungsgrad betrug per 31. Dezember 2017 -0,7 (Verbindlichkeiten bei Banken, um Bankguthaben bereinigt, im Verhältnis zum operativen Cashflow, definiert als Jahresüberschuss nach Steuern zuzüglich Zinsen und Abschreibungen).

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 betrug die Kreditorenlaufzeit 51 Tage. Die Debitorenlaufzeit konnte durch das seit 2012 bestehende Factoring auf konstant niedrigem Niveau gehalten werden und lag zum Stichtag 31. Dezember 2017 bei 6,4 Tagen.

b) Mitarbeiter

Im Jahr 2017 waren im Konzern der FIRMENGRUPPE APPL durchschnittlich 660 Mitarbeiter beschäftigt.

Die FIRMENGRUPPE APPL investiert in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und damit gleichzeitig in die Zukunftssicherung des Unternehmens. Gefördert werden deshalb Bildungsmaßnahmen, die die Fachkompetenz des Arbeitnehmers in Bezug auf seinen Arbeitsplatz erhöhen und ein überwiegend betriebliches Interesse erkennen lassen.

Des Weiteren finden in regelmäßigen Abständen Trainings für Vertriebsmitarbeiter sowie Führungskräfte statt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Arbeitszeitmodell "Flexible Arbeitszeit" für Angestellte implementiert. Diese Arbeitszeitregelung ermöglicht Angestellten den Auf- und Abbau von Überstunden unter Berücksichtigung von abteilungsbezogenen Kernarbeitszeiten.

c) Umweltschutz

Die FIRMENGRUPPE APPL verpflichtet sich, durch verantwortungsbewusstes Handeln unter Berücksichtigung aller rechtlicher Anforderungen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Zur Erreichung dieser strategischen und operativen Ziele werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses Umwelt- und Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Dies geschieht unter Einbindung aller Mitarbeiter. Finanzielle und zeitliche Ressourcen werden zur Verfügung gestellt.

Die Zertifizierung aller Druckbetriebe der FIRMENGRUPPE APPL nach den Richtlinien von FSC und PEFC besteht unverändert seit dem Jahr der Erstzertifizierung 2008.

Daneben betreiben die Unternehmen aprinta druck GmbH, appl Druck GmbH und PRINT.Forum Druck GmbH ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß DIN ISO 14001. Seit 2017 sind auch die Unternehmen Sellier Druck GmbH und Kuncke Druck GmbH nach DIN ISO 14001 zertifiziert.

Die Druckereien aprinta druck GmbH, Sellier Druck GmbH und Echter Druck GmbH haben einen wichtigen Schritt zur Vermeidung von VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen) vollzogen, indem in der Produktion auf Alkohol verzichtet wird.

Die Unternehmen appl druck GmbH und Echter Druck GmbH fördern seit 2010 die Generierung erneuerbarer Energien durch zur Verfügung Stellung von Dachflächen zur Photovoltaiknutzung. Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG leistet ihren Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit durch Betreibung einer Photovoltaikanlage.

Alle Unternehmen der FIRMENGRUPPE APPL verfügen über ein anerkanntes Energiemanagementsystem gemäß DIN ISO 50001. Die Unternehmen Echter Druck GmbH und PRINT.Forum Druck GmbH erfüllen dadurch die Voraussetzung zur Begrenzung der EEG-Umlage.

Seit 2016 bietet die FIRMENGRUPPE APPL klimaneutrales Drucken in ihrem Leistungskatalog an, um Neu- und Bestandskunden auf eine neue Art anzusprechen und um auf die nachhaltige Medienproduktion in der Unternehmensgruppe aufmerksam zu machen. Klimaneutrales Drucken bedeutet, dass alle CO 2-Emissionen, die beim Druckvorgang selbst, sowie bei der Herstellung der benötigten Materialien (Papier, Energie, Farbe, etc.) entstehen, berechnet, ausgewiesen und mittels Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen bzw. kompensiert werden.

d) Social Responsibility

Die FIRMENGRUPPE APPL engagiert sich seit Jahren bei der Johanniter-Aktion "Weihnachts-Trucker". Notleidenden und bedürftigen Menschen in Südosteuropa mit dringend benötigten Grundnahrungsmitteln über den Winter zu helfen und Kindern eine Freude zu bereiten, ist der Grundgedanke dieser Aktion. Mit freiwilligen Helfern aus der Belegschaft werden nach Vorgabe von Packlisten Lebensmittel und Hygieneartikel zu Hilfspaketen zusammengestellt. Ein firmeneigener APPL-LKW mit freiwilligen Helfern war zusammen mit dem Hilfskonvoi im Jahr 2017 nach Albanien, Bosnien und Rumänien angetreten.

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir trotz eines schwierigen Geschäftsjahres 2017 zukunftsgerichtet weiterhin als zufriedenstellend ein.

Das übergeordnete finanzpolitische Ziel der FIRMENGRUPPE APPL ist die Sicherstellung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Eigenkapitalrentabilität, Finanzierungsstabilität und Liquidität.

Zudem ist unser Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge nahezu vollständig realisieren.

In 2018 konnten Verhandlungen mit allen Finanzierungspartnern der FIRMENGRUPPE APPL erfolgreich abgeschlossen werden und somit die Durchfinanzierung der Gruppe für die kommenden Jahre gewährleistet werden.

III. Prognosebericht

1. Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft gewinnt deutlich an Fahrt. Aufgrund der derzeit günstigen Wirtschaftslage prognostiziert der IWF für die Jahre 2018 und 2019 einen Zuwachs von jeweils 3,9%. Jedoch warnen IWF-Ökonomen vor Selbstzufriedenheit. So sollte die derzeit günstige Lage genutzt werden, sich gegen die nächste Krise zu wappnen.

Nach einem Plus von 2,4% in 2017 soll die europäische Wirtschaft auch in den kommenden beiden Jahren ein solides Wachstum ausweisen (2,2% in 2018, 2,0% in 2019). Ursächlich für diese optimistische Prognose sei laut IWF unter anderem die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die eine Trendwende für ihre unkonventionellen Anleiheläufe allerdings bereits eingeleitet hat (Quelle: IWF, World Economic Outlook - Update, January 22, 2018).

Die Erwartungen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsproduktes sind auch für die kommenden zwei Jahre optimistisch. So rechnet die EU-Kommission mit einem Wachstum von 2,3% in 2018 sowie 2,1% in 2019. Nach Ansichten des IWFs nähert sich die deutsche Wirtschaft damit bei bereits deutlich ausgelasteten Kapazitäten in großen Schritten der Hochkonjunktur.

2. Erwartete Entwicklung relevanter Märkte

Im Buchmarkt werden sinkende Umsätze mit gedruckten Ausgaben erwartet. Laut PWC-Prognose sinken die Umsätze mit gedruckten Büchern 2017-2021 insgesamt um -3,3% p.a. auf 7,1 Mrd. Euro. Von den Rückgängen sind insbesondere die Bereiche Professional und Education (Schul- und Lehrbücher) betroffen. Gründe hierfür liegen in der zunehmenden Nutzung von E-Books. Für den Consumer-Bereich wird nur ein vergleichsweise geringer Umsatzrückgang von -0,7% p.a. erwartet (Quelle: PWC, Börsenverein des deutschen Buchhandels). In England, Frankreich und den Beneluxländern werden bis 2025 im Buchsegment leichte Zuwächse erwartet.

Im Zuge des digitalen Wandels werden am Markt für Zeitschriften und Zeitungen trotz steigender Titelanzahl immer geringere Druckauflagen verzeichnet. Steigende Entwicklungen kann es jedoch bei einzelnen erfolgreichen Titeln geben (Quelle: PZ Online).

Der stationäre Einzelhandel, darunter insbesondere Lebensmitteleinzelhandel, Discounter und Möbeleinzelhandel stellen für APPL die bedeutendsten Kundengruppen für Beilagen und Anzeigenblätter dar. Der Distanzhandel ist insbesondere für das Kataloggeschäft bedeutend. Wesentliche Branchendaten weisen positive Wachstumsraten aus. Dies könnte aus dieser Sicht zu weiter wachsenden Aufträgen für Druckereierzeugnissen werden (Quelle: GfK, PCW, bvdm, Statista, Ibi Research).

Auch das Wachstum im Druckmaschinenmarkt kann ein Indikator für eine wachsende Nachfrage nach Druckprodukten sein. Gemäß einer internationalen Studie soll der deutsche Markt für Offset-Druckmaschinen in den relevanten Bereichen 2017 - 2025 im Schnitt um 2,4% p.a. wachsen (Quelle: Marketysers).

3. Geplanter Umsatz und Ergebnisentwicklung

Die nachfolgenden Erwartungen beziehen sich auf eine Stabilisierung der vorhin beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Lage und unterstellen ein weitgehendes Eintreten der geäußerten Erwartungen für die deutsche Druckindustrie. Unter Berücksichtigung dieser Prognoseeinschätzungen erwarten wir im Planungshorizont 2018 für den Konzern eine Gesamtleistung zwischen 170 und 175 Mio. Euro und aufgrund der vorgesehenen Restrukturierungsmaßnahmen ein leicht positives EBITDA bei einem geplanten Jahresfehlbetrag von -2,5 bis -2,0 Mio. Euro. Ab 2019 wird von positiven Effekten aus den Restrukturierungsmaßnahmen ausgegangen. Das Plan-EBIT steigt auf 5,0 bis 5,5 Mio. Euro, der geplante Jahresüberschuss liegt bei 3,0 bis 3,5 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Höhe von 2,8 Mio. Euro geplant. Die Liquiditätssituation wird für den Prognosezeitraum als angemessen erwartet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die zunehmende Substitution der Printprodukte durch andere Medien, neue Drucktechniken sowie die Marktkonsolidierung wird die Branche auch zukünftig vor Herausforderungen stellen und den Strukturwandel forcieren.

Wachstumspotenziale bestehen für führende vollstufige Anbieter. Positiv bewerten wir die hohe Produktionsflexibilität und Druckkompetenz im Rollen- und Bogenoffsetdruck, die hohen Farbdruck- und Buchbinderqualitäten sowie die Reputation der FIRMENGRUPPE APPL.

Kurz- bis mittelfristig sehen wir Chancen zur Profitabilitätssteigerung durch optimierte Produktionsabläufe und dem Ausbau beziehungsweise der Flexibilisierung unseres Schichtsystems in einzelnen Produktionsbereichen sowie durch die Erschließung weiterer Gruppensynergien.

Vom allgemeinen wirtschaftlichen Wachstum, der für Deutschland im kommenden Jahr prognostiziert wird, dürfte die deutsche Druckindustrie ebenfalls profitieren. Durch den unmittelbaren Zusammenhang des privaten Konsums mit Werbedrucken aller Art dürfte die Produktion dieser auch 2018 an Bedeutung und Wert zunehmen. Aufgrund der weiterhin hohen Preissensibilität der Werbetreibenden sehen wir weiterhin ein verstärktes Potenzial bei Format- und Papieroptimierungen für unser Haus. Aufgrund unserer speziellen Abschnittskonfigurationen bei appl druck im Rollenoffsetdruckverfahren können wir unseren Kunden bei niedrigerem Papierverbrauch ein individuelleres Produktportfolio anbieten.

Chancen sehen wir nicht nur bei der Gewinnung neuer Kundengruppen, sondern auch bei der Steigerung des Bestandskundengeschäftes.

Auch in 2018 soll wieder im Rahmen einer Einkaufsgemeinschaft mit einer anderen Unternehmensgruppe Farbe und Papier gemeinsam beschafft werden.

Ende 2017 wurde in der FIRMENGRUPPE APPL ein neues Projekt zum Thema "Lean Management" Im Bereich Produktion gestartet. Einsparpotenziale können sich beispielsweise durch die Optimierung der Rüstzeiten sowie durch die Reduzierung der Makulatur ergeben.

Ein eigens dafür gegründetes Projektteam wird ab dem Frühjahr 2018 mit der Implementierung von Lean-Management in den beiden Produktionen der appl druck GmbH in Wemding sowie der Sellier Druck GmbH in Freising beginnen.

Aufgrund der anhaltenden Marktbereinigung besteht die Chance auf Marktanteilsgewinne durch den Wegfall von Marktteilnehmern.

Die FIRMENGRUPPE APPL wird die sich bietenden Chancen weiterhin nutzen, um die wirtschaftliche Entwicklung positiv voranzutreiben.

2. Risiken

a) Risikomanagementsystem

Die FIRMENGRUPPE APPL verfügt über hohe Qualitätsstandards und alle relevanten Systeme des Risikomanagements. Jährlich wird das seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -analyse überprüft und gegebenenfalls weiter verbessert.

Zur Früherkennung und Abwehr finanzieller Risiken werden Instrumente der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung genutzt. Im Zuge der Anbindung aller Unternehmensstandorte an das gemeinsame ERP-System ergeben sich detaillierte Analysemöglichkeiten in den Bereichen Vertriebs- und Produktionscontrolling. Quartalsweise Berichtswesen sind fest installiert. Die Liquiditäts- und Cashflow-Planung wird regelmäßig angepasst. Im Horizont von drei Jahren wird eine revolvierende Geschäfts- und Finanzplanung erstellt (Bilanz und GuV auf konsolidierter Ebene, Cashflow-Rechnung).

Kurswechselrisiken werden über Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte abgesichert. Zinsänderungsrisiken werden sowohl über Festzinsverträge als auch über Zinsswaps abgesichert.

Unser Lieferantenbewertungssystem liefert relevante Informationen für den Einkauf.

Durch die Installation von Sicherheitsbeauftragten werden externe Risiken, unter anderem der Missbrauch von Daten, abgewendet. Auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Brandschutzes finden regelmäßig Unterweisungen und Übungen statt. Vor diesem Hintergrund ist die Durchführung interner und externer Audits obligatorisch. Im Rahmen der ISO-50001-Zertifizierung wurden Beauftragte für Umwelt- und Energiemanagement in der FIRMENGRUPPE APPL berufen. Daneben ist ein Compliance-Beauftragter installiert.

Sämtliche Anlagegegenstände und Vorräte sind gegen betriebsübliche Risiken versichert. Insbesondere bestehen Versicherungen gegen Elementarschäden, Feuer, Betriebsunterbrechung, Maschinenbruch, Haftpflicht, Umweltschäden, Dekontaminierung und Betriebsunfälle. Darüber hinaus besteht eine Warenkreditversicherung zur Absicherung von Forderungsausfällen für alle Unternehmen der FIRMENGRUPPE APPL. Der Versicherungsumfang wird von Experten jährlich auf Aktualität und Angemessenheit hin überprüft.

Zur Vermeidung beziehungsweise Verminderung von IT-Risiken verfügt die FIRMENGRUPPE APPL unter anderem über Back-Up-Rechner, Datensicherungssysteme sowie über Maßnahmen zum Viren- und Zugangsschutz. Auf Basis anerkannter Standards wird der Schutz von Informationen und IT-Systemen laufend kontrolliert und optimiert.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend auch im Hinblick auf eine gruppeneinheitliche Vorgehensweise weiterentwickelt.

b) Risikobericht

Marktrisiken sehen wir insbesondere aufgrund einer möglichen Konjunkturabschwächung und durch reduzierte Werbeausgaben der Unternehmen bei gleichzeitig steigender Bedeutung digitaler Medien. Weitere Risiken sind der über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb aufgrund der bestehenden Drucküberkapazitäten. Insbesondere besteht die Gefahr, dass durch die starke Wettbewerbssituation höhere Rabatte an Kunden vergeben werden und die Margen dadurch weiter sinken. Mit einem konsequenten Kostenmanagement soll dieser Situation entgegengewirkt werden.

Viele mittelständisch geprägte Druckereien können den hohen Investitionsbedarf in industrielle Druckverfahren zur Sicherstellung einer gleichbleibend hohen Druckqualität nicht darstellen. Steigende Energie- und Papierkosten, welche aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität nur eingeschränkt an Kunden weitergegeben werden können, stellen uns ebenfalls vor zusätzliche Herausforderungen.

Eine Risikoreduzierung soll durch aktives Kundenmanagement, beispielsweise gezielte Maßnahmen für Key-Account-Kunden, erreicht werden. Zu weiteren Gegenmaßnahmen zählt die Überprüfung von Einzeltiteln mit niedrigen Margen.

Sinkende Auflagen bei Produkten wie Bücher und Zeitschriften führen ebenso zu steigenden Stückkosten. Dieser Entwicklung müssen wir mit Produktivitätssteigerungen entgegnen. Risikomindernd wirkt sich die breite Diversifikation über Kunden und Branchen und das Produktportfolio der FIRMENGRUPPE APPL aus.

Der Tiefdruckmarkt wird von uns weiterhin intensiv und kritisch beobachtet. Wir gehen davon aus, dass der harte, über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb anhalten wird. Auch dürfte sich die Nachfrage nach Printprodukten aus dem Bereich Tiefdruck weiter langsam abschwächen. Nach wie vor dringen große Druckmaschinen aus dem Rollenoffsetdruck in das Marktumfeld ein. Die Risikominimierungsstrategie beruht unter anderem auf einem stringenten Kostenmanagement insbesondere im Personalbereich sowie auf einer permanenten Marktbeobachtung.

3. Fazit

Die FIRMENGRUPPE APPL plant, ihre Marktposition mit Schwerpunkt Rollenoffsetdruck im hoch- und mittelvolumigen Bereich von Sonderformaten sowie in der Herstellung von hochwertigen vierfarbigen Büchern zu stärken und den Geschäftsanteil in Deutschland und ausgewählten europäischen Kernmärkten zu erhöhen.

Insgesamt gehen wir von einem konstanten Marktvolumen aus, aufgrund der Tatsache, dass sich der Gesamtumsatz der deutschen Druckindustrie seit 2008 nicht verändert hat.

Konsequentes Kostenmanagement wird auch 2018 einer der Schwerpunkte im Geschäftsjahr bleiben. Dies kann auch durch die Erschließung weiterer Gruppensynergieeffekte erreicht werden. Insbesondere die erfolgreiche Durchführung der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen werden maßgeblich für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg der FIRMENGRUPPE APPL sein.

Nachdem das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2017 insbesondere durch eine verfehlte Preispolitik und Vertriebsstrategie sowie aufgrund verschiedener Einzeleffekte negativ beeinträchtigt war, sollen Druckaufträge vor Auftragsannahme hinsichtlich ihrer Produktionsmöglichkeiten im eigenen Haus explizit überprüft werden, so dass Auslagerungen künftig stark eingeschränkt werden können. Unter dieser Voraussetzung wird die Ertragskraft der Konzerngesellschaften der FIRMENGRUPPE APPL mit positivem Ergebnis nachhaltig ausreichend stark eingeschätzt, so dass gegebenenfalls auch negative Ergebnisse anderer Konzerngesellschaften übernommen werden können, ohne dass dies zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der künftigen Entwicklung des Konzerns führen wird.

Die Ergebnisabführungsverträge zwischen der Muttergesellschaft FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG und den Tochtergesellschaften bestehen weiterhin fort. Insgesamt betrachtet sehen wir der Zukunft unserer Unternehmensgruppe mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit aufgrund unserer Kompetenzen, Nischenprodukte, der Unternehmensgröße sowie der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern steigern können.

Sofern die konjunkturellen Erwartungen nicht eintreten, besteht das Risiko, dass die tatsächliche Entwicklung deutlich von den vorgenannten Erwartungen abweichen kann. Die Geschäftsführung hat vor diesem Hintergrund Vorsorge getroffen, um für den Fall einer Verschlechterung in der Entwicklung Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Der Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben basieren auf Umständen, die der Unternehmensleitung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannt waren.

Obwohl die Unternehmensleitung annimmt, dass die diesen Aussagen und Angaben zu Grunde liegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, kann nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Die Annahmen und Erwartungen können Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse nicht nur unwesentlich von den auf die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben abweichen.

Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören insbesondere Veränderungen im wirtschaftlichen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen, die Einführung von Konkurrenzprodukten oder die mangelnde Akzeptanz eigener (Neu-) Produkte und Dienstleistungen sowie eventuelle Änderungen in der Geschäftsstrategie.

 

Wemding, den 11. Juli 2018

acomp GmbH

Markus Appl, Geschäftsführer

Monika Stimpfle, Geschäftsführerin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

AKTIVSEITE

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00     0
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 497.501,35     528
    497.502,35   528
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.998.835,99     22.096
2. technische Anlagen und Maschinen 4.548.714,85     6.805
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 835.403,07     930
4. geleistete Anzahlungen 461.112,98     1.100
    26.844.066,89   30.931
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.624,49     3
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.212.708,81     6.164
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 900.000,00     1.491
4. Genossenschaftsanteile 728,00     1
    7.116.061,30   7.659
      34.457.630,54 39.118
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.859.639,82     4.619
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.162.713,68     3.881
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.149.043,93     738
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -617.169,42     -1.525
    7.554.228,01   7.713
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.422.144,23     3.881
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.770.135,51     2.229
    6.192.279,74   6.110
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.416.212,67   4.957
      15.162.720,42 18.780
C. Rechnungsabgrenzungsposten     1.056.621,44 1.285
D. Aktive latente Steuern     78.903,35 54
      50.755.875,75 59.237

PASSIVSEITE

       
      31.12.2017 31.12.2016
    EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital        
I. Kapitalanteile   1.416.490,81   1.104
II. Rücklagen        
Gewinnrücklage   19.411.734,03   19.412
III. Verlustvortrag   -309.987,95   -287
IV. Konzerngewinn / -verlust   -18.491.324,14   307
      2.026.912,75 20.536
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.147.833,00   1.114
2. Steuerrückstellungen   74.000,00   58
3. sonstige Rückstellungen   13.328.764,53   3.000
      14.550.597,53 4.172
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   9.106.212,27   13.693
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   20.896.904,71   17.480
3. sonstige Verbindlichkeiten   4.175.248,49   3.356
- davon aus Steuern: EUR 566.855,26 (Vj. TEUR 1.162)     34.178.365,47 34.529
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 21.501,08 (Vj. TEUR 31)        
      50.755.875,75 59.237

Konzern-, Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar zum 31. Dezember 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

2017 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse   180.198.531,91 179.545
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -1.307.259,04 -350
3. andere aktivierte Eigenleistungen   50.388,50 0
4. Gesamtleistung   178.941.661,37 179.196
5. sonstige betriebliche Erträge   2.336.326,64 2.008
6. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -95.524.028,58   -88.874
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -25.931.500,68   -26.322
    -113.786.381,10 -115.196
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -29.661.233,06   -29.772
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -5.526.631,53   -5.613
- davon für Altersversorgung: TEUR 32 (Vj. TEUR 87)      
    -35.187.864,59 -35.385
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -3.888.675,27 -4.322
9. sonstige betriebliche Aufwendungen   -38.214.843,36 -25.498
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 60.603,97  61
11. Erträge aus Beteiligungen   0,00 31
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   389.695,23 512
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -589.853,07 0
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -650.847,65 -894
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -23.642,19 -51
- davon latente Steuern: Ertrag TEUR 23 (Vj. Ertrag TEUR 1)      
16. Ergebnis nach Steuern   -18.282.968,18 461
17. sonstige Steuern   -208.355,96 -154
18. Jahresfehlbetrag ( Vj. Jahresüberschuss)   -18.491.324,14 307

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Konsoliderungsgrundsätze

I. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL beinhaltet die Abschlüsse folgender eigenständiger Gesellschaften, die als Tochterunternehmen vollkonsolidiert wurden:

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding, Amtsgericht Augsburg, HRA 15169

appl Druck GmbH, Wemding (100%), Amtsgericht Augsburg, HRB 26438

aprinta druck GmbH, Wemding (100%), Amtsgericht Augsburg, HRB 26437

Sellier Druck GmbH, Freising (100%), Amtsgericht München, HRB 44893

Echter Druck GmbH, Würzburg (100%), Amtsgericht Würzburg, HRB 6748

PRINT.Forum Druck GmbH, Kirchardt (100%), Amtsgericht Stuttgart, HRB 753542

Kuncke Druck GmbH, Ahrensburg (100%), Amtsgericht Lübeck, HRB 2087 AH

Mutterunternehmen ist die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Wemding - sie ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRA 15169. Die acomp GmbH, eingetragen im Amtsgericht Augsburg unter HRB 295, hält als Komplementärin 1% der Stimmrechte an der Muttergesellschaft. Aufgrund von Satzungsbestimmungen ist sie jedoch dauerhaft nicht in der Lage die Geschäftstätigkeit des Konzerns zu kontrollieren. Sie ist daher nicht Teil des Konsolidierungskreises des Konzerns.

Die MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG , eingetragen im Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRA 44648 (94% Anteile) wird gem. § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Muttergesellschaft aufgrund von Satzungsbestimmungen andauernd an der Ausübung Ihrer Rechte bezogen auf die Geschäftsführung nachhaltig gehindert ist. Sie wird als Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt, da die Auswirkung einer at-equity Bewertung nur unwesentliche Bedeutung hätte.

Die rose druck GmbH, Landau, eingetragen im Amtsgericht Landau unter HRB 30929, wird aufgrund der 30 % Beteiligung der Muttergesellschaft als assoziiertes Unternehmen behandelt und at-equity bewertet. Auf eine Vereinheitlichung der Bewertungsgrundsätze wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der FIRMENGRUPPE APPL ist der Offset-, Tief, und Digitaldruck und die Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen aller Art.

Die Produktpalette umfasst den Druck und die Herstellung von Büchern, Zeitschriften, Beilagen und Prospekten jeglicher Art. Kunden sind Verlage und Betriebe, sowie Werbeagenturen.

II. Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL wurde auf den 31. Dezember 2017 aufgestellt. Der Abschlussstichtag aller Tochtergesellschaften stimmt mit dem Konzernabschlussstichtag überein. Die Gewinn- und Verlustrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, sowie die Kapitalflussrechnung umfassen den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017.

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG ist als Mutterunternehmen zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Erstkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte unter Anwendung der Neubewertungsmethode zum 3. Januar 2011. Von der Erleichterung des § 301 Abs. 2 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Vielmehr wurde für die Erstkonsolidierung der jeweilige Wert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des ursprünglichen erstmaligen Kontrollerwerbs zugrunde gelegt. Die entsprechenden Daten lagen aufgrund interner Konsolidierungsmaßnahmen aus früheren Jahren vor.

Zunächst wurden sämtliche stillen Reserven in den Wirtschaftsgütern der einbezogenen Tochtergesellschaften aufgestockt. Anschließend wurde das so neu bewertete Eigenkapital der Tochtergesellschaften mit dem Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft verrechnet.

Nach der Kapitalkonsolidierung verblieb ein aktivischer Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 6.821. Dieser wurde wie folgt behandelt:

Sofern er aus einer Akquisition entstanden ist, die schon mehr als 5 Jahre zurücklag, wurde er mit den Konzernrücklagen verrechnet. Dies betrifft einen Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 6.640.

Sofern seine Entstehung aufgrund einer Transaktion vor weniger als 5 Jahren begründet wurde, wurde er als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren ab seiner Entstehung linear erfolgswirksam abgeschrieben.

Durch den Erwerb von Anteilen außenstehender Gesellschafter entstand bei der Kapitalkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 42.002,11, der in voller Höhe in die Konzernrücklagen eingestellt wurde, da er ausschließlich durch die Konsolidierungstechnik verursacht war.

2. Forderungen- und Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Forderungen- und Schuldenkonsolidierung eliminiert.

3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Der Konzernabschluss wurde durch Addition der einzelnen Jahresabschlüsse und anschließender Eliminierung der internen Umsätze aufgestellt.

4. Zwischenerfolgseliminierung

Zwischengewinne aus regelmäßigem internen Waren- und Dienstleistungsverkehr wurden nicht gekürzt, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Firmengruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB).

IV. Grundlagen der Währungsumrechnung

Bei der Konsolidierung der Tochterunternehmen waren keine Währungsumrechnungen vorzunehmen, da es sich ausschließlich um deutsche Tochterunternehmen handelt.

Berichtswährung ist Euro.

V. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz (einschl. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden)

Der Jahresabschluss der FIRMENGRUPPE APPL wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres beibehalten.

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Immaterielle Vermögenswerte

Selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte wurden zu Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Es handelt sich dabei um Lizenzen und Anpassungen von Anwendersoftware, die über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, bei grundlegenden Softwareprogrammen auf 5 Jahre, abgeschrieben werden.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Geschäftswert ist bereits abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau werden in Höhe der geleisteten Zahlung aktiviert.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden, mit Ausnahme der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem in 2018 realisierten Verkaufswert bewertet. Es erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 386,7 aufgrund dauernder Wertminderung. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert (TEUR 900,0) und dem anteiligen Eigenkapital beträgt TEUR 409,4 per 31. Dezember 2017. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht vorhanden.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Auf Altbestände wurden entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Daneben werden pauschale Abschläge für Boni und Skonti vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde nicht vorgenommen, da eine marktübliche Verzinsung gegeben ist.

Es besteht eine Warenkreditversicherung.

Währungsumrechnung in den einbezogenen Gesellschaften

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Kassenstände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält neben vorausgezahlten betrieblichen Aufwendungen auch die auf die Laufzeit der Darlehen zu verteilenden Disagio Beträge.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Betrag von TEUR 30,5 (Vj. TEUR 40) für Disagio enthalten.

Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Konzernbilanz.

Die Differenz ergibt sich aus Differenzen in den Wertansätzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren der Aktivierung eines Firmenwertes.

Es wurde ein Steuersatz für die zu erwartende Gewerbesteuerlast von 13 % angesetzt.

Es ergaben sich aktive latente Steuern i. H. v. TEUR 87,9, sowie passive latente Steuern i. H. v. TEUR 9,0 die miteinander verrechnet wurden.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß HGB angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Pensionsrückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Methode Projected-Unit-Credit-Methode
Zinssatz 3,68 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0 % - 2%
zugrunde gelegte Sterbetafel Prof. Heubeck 2005/G

Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen nach BilMoG war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt; der noch nicht zugeführte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 67.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 137. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Gewerbesteuern sowie eine Rückstellung für Steuernachzahlungen aus Betriebsprüfung.

Angaben und Erläuterungen zu Sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr werden grundsätzlich abgezinst.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Restrukturierung TEUR 10.960,0
Überstundenrückstellung TEUR 547,6
Urlaubsrückstellungen TEUR 482,2
Berufsgenossenschaftsrückstellung TEUR 404,0
Rückstellung für Drohverluste TEUR 349,0

Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (vgl. hierzu Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse für nicht konsolidierte Unternehmen der FIRMENGRUPPE APPL zu vermerken:

aus Bürgschaften TEUR 3.731
aus Gewährleistungsverträgen (Garantieverträge) TEUR 1.260
Summe (betrifft ausschließlich m. appl GmbH & Co. KG) TEUR 4.990

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen und aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der derzeitigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Art der außerbilanziellen Geschäfte Zweck
Leasingverträge Finanzierung von Investitionen
Factoring Optimierung Forderungsmanagement
  Diversifizierung der Refinanzierungsstruktur
  Verbesserung der Liquidität

Aus den Leasingverträgen und Sale-and-lease-back Vereinbarungen ergeben sich Belastungen aus den in der Zukunft liegenden Zahlungsverpflichtungen. Neben einem Preisvorteil in der Refinanzierung, der durch die Eigentümerstellung des Leasinggebers begründet wird, trägt Leasing insbesondere zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsstruktur bei.

Beim Factoring ergeben sich Risiken aus der Höhe der Gebühren in Abhängigkeit von der allgemeinen Kurzfristzinsentwicklung. Die Vorteile des Factoring liegen zum einen in der Verminderung der Bilanzsumme. Des Weiteren werden die Bonitätsrisiken der Debitoren auf den Factor übertragen.

Es ergaben sich folgende Veränderungen bei den Bilanzpositionen:

- Forderungen: - TEUR 10.681
- sonstige Vermögensgegenstände: + TEUR 1.442

Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den oben genannten Leasinggeschäften zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 19.389 (Barwert TEUR 13.976) und davon sind TEUR 7.259 innerhalb eines Jahres fällig.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Sale-and-Lease-Back-Geschäft. Der Verpflichtung aus Immobilienleasing steht ein Anspruch aus Mieterdarlehen, der sich bis zum 1. März 2029 in Höhe von TEUR 8.118 ansammelt, entgegen (bisher angesparter Betrag EUR 4.813).

Daneben bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen:

- Miete kumuliert bis Ende der Laufzeit 9/2018 (Echter): TEUR 582
- Miete jährlich (Sellier): TEUR 480

Angaben nach § 264 Abs. 2 HGB

Zur wirtschaftlich sinnvollen Darstellung der Ertragslage wurden Fremdlöhne für Leiharbeiter anstatt als Fremdleistungen, unter Personalaufwand gezeigt.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
in TEUR
Akzidenz 2.075,1
Buch 57.756,5
Beilage 75.394,7
Katalog 15.909,0
Zeitschrift 20.405,0
UE Weiterberechnung 0,0
UE MM-Fee 497,1
Sonstige 492,0
Geografisch bestimmter Markt Umsatz
in TEUR
Inland 159.654,2
EU/Drittland 20.544,0

2. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Restrukturierung des Konzerns in Höhe von TEUR 12.400, die außergewöhnlicher Natur sind. Des Weiteren sind dort Aufwendungen nach Art. 67 EGHGB von TEUR 10 enthalten.

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind Abschreibungen aufgrund einer Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert - der sich aufgrund einer zukünftigen Veräußerung ermittelt - von TEUR 590 enthalten.

3. Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Ergebnis wird auf das Verlustvortragskonto gebucht und auf neue Rechnung vorgetragen.

4. Anpassung Vorjahreswerte

Aufgrund eines Ausweisfehlers wurden in den Vorjahreswerten folgende Anpassungen vorgenommen:

Aufwendungen für bezogene Leistungen (-TEUR 5.325)

Personalaufwand (+TEUR 3.988)

sonstige betriebliche Aufwendungen (+TEUR 1.336)

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Konzerns durch folgende Personen geführt:

Markus Appl Geschäftsführer Produktion und Marketing, Sprecher der Geschäftsleitung
Monika Stimpfle Geschäftsführerin Einkauf, EDV, Logistik und Immobilien
Thomas Zinn Geschäftsführer Vertrieb, Finanzen und Personal (bis 26. Februar 2018)

2. Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs 4 HGB verzichtet.

3. Angaben über den Anteilsbesitz an nicht konsolidierten Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile

Firmenname Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital (100 %)
% in 2017 per 2017
MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG 94 TEUR 31,1 TEUR 32,4
rose druck GmbH 30 TEUR 330,1 TEUR 4.364,8

4. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.572,5 (Vorjahr: Verbindlichkeiten von TEUR 100).

5. Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen

Folgende in diesen Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 Nr. 4 bzw. § 264b HGB in Anspruch:

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding (Muttergesellschaft)

appl Druck GmbH, Wemding

aprinta druck GmbH, Wemding

Sellier Druck GmbH, Freising

Echter Druck GmbH, Würzburg

PRINT.Forum Druck GmbH, Kirchardt

Kuncke Druck GmbH, Ahrensburg

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Leistungen des Geschäftsjahres betrug TEUR 97,5 und gliedert sich wie folgt:

Abschlussprüfung:   TEUR 83,0
Steuerberatung:   TEUR 14,5

Hierin sind die Honorare von sämtlichen konsolidierten Gesellschaften enthalten.

7. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 466
Angestellte 196

Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt 662 + 33 Auszubildende.

 

Wemding, den 5. Juli 2018

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG
vertreten
durch die Komplementärin acomp GmbH

Markus Appl, Geschäftsführer

Monika Stimpfle, Geschäftsführerin

Konzern Anlagenspiegel per 31. Dezember 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

Anschaffungskosten
01.01.2017 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. selbst geschaffene Konzessionen usw. 719.000,00 0,00 0,00 0,00 719.000,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 2.003.457,34 165.257,85 18.889,02 0,00 2.149.826,17
3. Geschäfts oder Firmenwert 554.598,54 0,00 0,00 0,00 554.598,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.277.055,88 165.257,85 18.889,02 0,00 3.423.424,71
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.869.474,81 0,00 1.670,40 0,00 29.867.804,41
2. technischen Anlagen und Maschinen 47.249.330,32 114.068,75 11.944,79 0,00 47.351.454,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.874.065,84 135.124,38 215.377,81 0,00 3.793.812,41
4. Anlagen im Bau 1.100.000,00 11.113,97 650.000,99 0,00 461.112,98
Summe Sachanlagen 82.092.870,97 260.307,10 878.993,99 0,00 81.474.184,08
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen 1.492.477,56 0,00 0,00 0,00 1.105.765,49
2. sonstige Ausleihungen 6.164.575,29 140.120,28 91.986,76 0,00 6.212.708,81
3. Beteiligungen 1.620,00 0,00 1.620,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 728,00 0,00 0,00 0,00 728,00
Summe Finanzanlagen 7.659.400,85 140.120,28 93.606,76 0,00 7.705.914,37
Summe Anlagevermögen 93.029.327,70 565.685,23 991.489,77 0,00 92.603.523,16
kumulierte Abschreibungen
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. selbst geschaffene Konzessionen usw. 718.999,00 0,00 0,00 718.999,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 1.475.149,51 194.629,31 17.454,00 1.652.324,82
3. Geschäfts oder Firmenwert 554.598,54 0,00 0,00 554.598,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.748.747,05 194.629,31 17.454,00 2.925.922,36
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.773.287,42 1.095.681,00 0,00 8.868.968,42
2. technischen Anlagen und Maschinen 40.444.614,78 2.370.469,74 11.512,49 42.802.739,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.944.089,13 227.895,22 213.575,01 2.958.409,34
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 51.161.991,33 3.694.045,96 225.087,50 54.630.117,19
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen 0,00 589.853,07 0,00 589.853,07
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 589.853,07 0,00 -589.853,07
Summe Anlagevermögen 53.910.738,38 4.478.528,34 242.541,50 58.145.892,62
Buchwert Buchwert
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. selbst geschaffene Konzessionen usw. 1,00 1,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 497.501,35 528.307,83
3. Geschäfts oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 497.502,35 528.308,83
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.998.835,99 22.096.187,39
2. technischen Anlagen und Maschinen 4.548.714,85 6.804.715,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 835.403,07 929.976,71
4. Anlagen im Bau 461.112,98 1.100.000,00
Summe Sachanlagen 26.844.066,89 30.930.879,64
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen 902.624,49 1.492.477,56
2. sonstige Ausleihungen 6.212.708,81 6.164.575,29
3. Beteiligungen 0,00 1.620,00
4. Genossenschaftsanteile 728,00 728,00
Summe Finanzanlagen 7.116.061,30 7.659.400,85
Summe Anlagevermögen 34.457.630,54 39.118.589,32

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

Kapitalanteile Rücklagen Gewinnrücklage Gewinn-/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss bzw. -fehlbetrag Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2015 5.580 15.261 2.713 -3.000 20.554
Einstellung/Entnahmen in Rücklagen -4.806 4.151 0 3.000 2.345
sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 330 0 -3.000 330 -2.340
übriges Konzernergebnis 0 0 0 -23 -23
Stand 31.12.2016 1.104 19.412 -287 307 20.536
Einstellung/Entnahmen in Rücklagen 312 0 -23 -307 -18
sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 -18.491 -18.491
übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 1.416 19.412 -310 -18.491 2.027

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2017

Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre davon besichert Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   9.106.212,27 4.807.106,07 4.299.106,20 0,00 9.030.522,66 Grundschulden, Sicherungsübereignung
  Vorjahr 13.693.107,69 7.167.230,69 5.854.705,00 671.172,00 13.693.107,69  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   20.896.904,71 20.896.904,71        
  Vorjahr 17.479.839,62 17.479.839,62        
3. sonstige Verbindlichkeiten   4.175.248,49 4.175.248,49        
  Vorjahr 3.356.148,72 3.356.148,72        
- davon aus Steuern:   566.855,26          
  Vorjahr 1.162.376,00          
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:   21.501,08          
  Vorjahr 31.277,00          
    34.178.365,47 29.879.259,27 4.299.106,20 0,00 9.030.522,66  
  Vorjahr 34.529.096,03 28.003.219,03 5.854.705,00 671.172,00 13.693.107,69  

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2017

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

Wert
(€)
1. Periodenergebnis (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) -18.491.324
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.478.528
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 10.362.216
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -108.312
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 303.922
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.236.165
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 748.116
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 261.152
9. - sonstige Beteiligungserträge -60.604
10. +/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 428
11. +/- Ertagsteueraufwand/-ertrag -23.642
12. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0
13. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen 15.280
15. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe 1 bis 14) 1.721.925
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenst. d. Immat. Anlagevermögens 0
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle Anlagevermögen -165.258
18. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0
19. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -260.307
20. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0
21. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -140.120
22. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0
23. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0
24. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0
25. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0
26. + erhaltene Zinsen 389.695
27. + erhaltene Dividenden 0
28. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe 16 bis 27) -175.990
29. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0
30. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen 0
31. + Netto-Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0
32. - Netto-Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.586.895
33. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0
34. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 74.916
35. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten  
36. - Gezahlte Zinsen -650.848
37. - Gezahlte Dividenden 0
38. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe 29 bis 37) -5.162.827
39. = Zahlungswirksame Veränd. d. Finanzmittelfonds (Summe aus 15, 28, 38) -3.616.893
40. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0
41. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.957.415
42. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe 39 bis 41) 1.340.523
Zusammenfassung des Finanzmittelfonds  
liquide Mittel zum 31. Dezember 1.416.213
abzüglich kurzfristige Kreditaufnahme -75.690
  1.340.523

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 12. Juli 2018

H/W/S GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dirk Cordes, Wirtschaftsprüfer

Andreas Mayer, Wirtschaftsprüfer

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