Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 1654
Eingetragen
12.2.1916
Branche
Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung, Bearbeitung und der Vertrieb von Metallen aller Art sowie der Handel mit solchen Metallen, namentlich der Betrieb von Walzwerken, Zieh-und Preßwerken, von Gießereien, Fabriken zur Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Florian Riedel
seit 18.7.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert96.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
IE industrial economics structuring & corporate finance advisors GmbH (künftig: IE Industrial Economics Equity GmbH)
96.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1000000
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Carl Schreiber GmbH

Neunkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2010 bis zum 31. August 2011

Lagebericht

Geschäftsverlauf

Die Carl Schreiber GmbH ist spezialisierter Hersteller von Blechen, Platten und Ronden aus Kupfer und Kupferlegierungen sowie Anbieter von bearbeiteten und unbearbeiteten Kokillenplatten für Stranggussanlagen in der Stahlindustrie. Beide Segmente (Bleche und Platten sowie Kokillen) sind im Berichtszeitraum wert- und mengenmäßig betrachtet gewachsen. Rund 73 % (Vorjahr: 66 %) der Erzeugnisse wurden in der Berichtsperiode exportiert (wertmäßig). Die Exporte verteilen sich zu annähernd gleichen Teilen auf Europa, Asien und NAFTA.

Die Inlandsnachfrage wird hauptsächlich von Anlagenherstellern bestimmt, die ihrerseits ebenfalls einen hohen Exportanteil aufweisen. Durch den sehr hohen direkten und indirekten Exportanteil der Carl Schreiber GmbH ist das Wachstum der Weltwirtschaft für die Unternehmensentwicklung weit mehr bedeutend als das ökonomische Klima in Deutschland. Abhängigkeiten von einem oder wenigen Großabnehmern bestehen nicht.

Die Produktionsmenge nahm gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um rund 28 % zu. Wertmäßig nahm der Erlös nach Abzug der Metallkosten um 23 % zu.

Das Vormaterial der Carl Schreiber GmbH wird überwiegend von zwei Herstellern bezogen: Aurubis AG und Schwermetall Halbzeugwerk.

Der Kupferpreis hat sich im Berichtszeitraum - wie auch in den Vorjahren - sehr volatil gezeigt. Nachdem der Preis je Tonne an der London Metal Exchange (LME) zum Beginn des Geschäftsjahres bei umgerechnet rund EUR 5.906 lag, lag der Preis bei rund EUR 6.385 am 31. August 2011. Im Verlauf des Geschäftsjahres lag der Preis im Maximum bei EUR 7.561 am 14. Februar 2011, im Minimum bei EUR 5.773 am 29. September 2010.

Ertragslage 01. September 2010 - 31. August 2011

Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr belief sich auf rund TEUR 35.192. Im Vorjahreszeitraum belief sich die Gesamtleistung auf TEUR 26.492. Das entspricht einem Zuwachs von 33 %.

Der Aufwand für den Metalleinkauf (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) mit TEUR 25.158 stieg gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 17.594 (+ 43 %) stärker als die Gesamtleistung. Die Fremdleistungen mit TEUR 2.030 (Vorjahr: TEUR 1.946) lagen 4 % über dem Vorjahr. Hauptgründe für die Reduzierung der Fremdleistungskosten waren die Schaffung eigener Kapazitäten für bislang ausgelagerte Fertigungsschritte durch Investitionen in den letzten drei Geschäftsjahren.

Die stark angestiegene Ausbringungsmenge führte zu einem Anstieg des Personalaufwands durch Wegfall von Kurzarbeitsregelungen, Überstunden, Nachtzuschlägen und die Erhöhung der Zahl der festangestellten Mitarbeiter von TEUR 2.378 um TEUR 459 auf TEUR 2.837.

Das Jahresergebnis in Höhe von rund TEUR 702 wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Carl Schreiber Holding GmbH abgeführt. Es beinhaltet einen latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 252 aufgrund der Unterschiede zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz.

Vermögenslage zum 31. August 2011

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 17.891 (Vorjahr: TEUR 15.633) macht das Anlagevermögen einen Anteil von rund 25 % (Vorjahr: 26 %) aus. Der Grund für den Anstieg der Bilanzsumme von ca. 14 % liegt maßgeblich im Anstieg der Forderungen begründet. Während im Vorjahr der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme noch 49 % ausmachte, sank dieser Anteil auf 46 %. Das Wachstum der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, welches durch die Nachfrage getrieben wird, führte bei einem Plus von 34 % gegenüber dem Vorjahr zu einem relativen Anteil an der Bilanzsumme von 28 %.

Der absolute Wert der Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund TEUR 150 erhöht. Zugängen von TEUR 366 stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 216 gegenüber. Durch die Aktivierung geleisteter Anzahlungen im Rahmen eines Entwicklungsprojektes wurden TEUR 182 an Entwicklungsleistungen aktiviert, denen ein Sonderposten auf der Passivseite der Bilanz in Höhe von TEUR 91 gegenübersteht (siehe auch Forschungs- und Entwicklungsbericht).

Die liquiden Mittel (Kasse und Bankguthaben) stiegen von TEUR 64 auf TEUR 112.

Spiegelbildlich zeigt sich auf der Passivseite der Bilanz ein Ansteigen der Lieferantenverbindlichkeiten (Positionen: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Verbindlichkeiten aus Ausstellung eigener Wechsel) auf TEUR 3.622 (Vorjahr TEUR 2.037), korrespondierend zum Anstieg der Forderungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 7.257 auf TEUR 7.534 angestiegen.

Aufgrund eines Methodenwechsels bei der steuerlichen Bewertung der Bestände ergibt sich eine Abweichung vom steuerlichen zum handelsrechtlichen Ergebnis. Deshalb wurde die Position passive latente Steuern in Höhe von TEUR 252 gebildet, die den Steuereffekt auf die Unterschiede zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz darstellt.

Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals (einschließlich des Sonderpostens) beträgt zum Bilanzstichtag 32 % (Vorjahr: 36 %).

Finanzlage zum 31. August 2011

Langfristige Bankverbindlichkeiten wurden in Höhe von TEUR 347 planmäßig getilgt und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.988.

Die Kontokorrentlinien bei der Sparkasse Burbach-Neunkirchen und der Volksbank Siegerland wurden zum 31. August 2011 mit TEUR 2.547 in Anspruch genommen. Somit ergab sich unter Berücksichtigung der Guthaben bei Kreditinstituten eine frei verfügbare Liquidität zum 31. August 2011 in Höhe von TEUR 865. Linien in Höhe von TEUR 3.200 bei der Sparkasse Burbach-Neunkirchen werden Ende April 2012 neu verhandelt und eine Linie bei der Volksbank Siegerland (TEUR 100) Ende März 2012.

Von den übrigen zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 347 kurzfristig (unter einem Jahr fällig) und TEUR 4.345 bis fünf Jahre zur Rückzahlung fällig (davon sind TEUR 3.000 am 15. Februar 2013 endfällig). TEUR 295 haben eine Fälligkeit von über fünf Jahren. Das am 15. Februar 2013 endfällige Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 3.000 wurde mit einem variablen Zins abgeschlossen. Der variable Zinssatz wurde durch einen Zinsswap mit denselben Konditionen (Höhe, Laufzeit) in ein Schuldscheindarlehen mit einem festen Zinskorridor umgewandelt und abgesichert.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Seit September 2010 entwickelt die Carl Schreiber GmbH in Zusammenarbeit mit Anlagenbauern und Spezialisten für Gießereiinstandhaltung ein Konzept für die integrierte vor-Ort-Kokilleninstandhaltung und das vollständige Materialrecycling über den Lebenszyklus einer Kokille. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Ressourceneffizienz des Landes Nordrhein-Westfahlen zu 50 % gefördert. Die Aufwendungen von TEUR 182, die im Zusammenhang mit dem Projekt während des Geschäftsjahres 2010/11 aufgelaufen sind, werden aktiviert. Der geförderte Anteil in Höhe von TEUR 91 wurde als Sonderposten passiviert. Das Projekt soll im Geschäftsjahr 2011/12 abgeschlossen werden.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Carl Schreiber GmbH ist in einem Nischenmarkt mit einer geringen Anzahl von Wettbewerbern und einer relativ geringen Wettbewerbsintensität tätig. Durch die global breit gestreuten Kunden bleibt das Hauptrisiko für die weitere Entwicklung der Carl Schreiber GmbH die Entwicklung der Weltkonjunktur. Trotz einer sehr guten Erholung der Weltkonjunktur bestehen Risiken aus dem Bereich der internationalen Finanzmärkte, die bei ihrem Eintreten die Erholung in Frage stellen können. So sind die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum insbesondere aufgrund der Schuldenproblematik in der Eurozone und den USA stark eingetrübt. Für das Geschäftsjahr 2011/12 sind unsere Aussichten daher verhalten optimistisch.

Um den marktseitigen Herausforderungen zu begegnen, werden wir die Angebotspalette verbreitern, die Servicequalität weiter verbessern sowie weitere Kundengruppen und regionale Märkte erschließen.

Auch im Bereich der Produktion ergeben sich Potentiale, um ausbringungsmengenabhängige Kosten zu senken und so kurzfristig die Kostenstruktur des Unternehmens weiter zu verbessern. Durch gezielte Investitionen und Verbesserungen werden wir - wie bereits in den abgelaufenen Geschäftsjahren - Engpässe in der Produktion beseitigen und dadurch Aufwendungen für Fremdleistungen weiter reduzieren.

Die Carl Schreiber GmbH trägt durch die zeitgleiche Angebotsbestätigung an den Kunden und Eindeckung mit Metall beim Vormateriallieferanten zum gleichen Preis grundsätzlich kein Risiko der Metallpreisänderung. Allerdings fallen produktionsbedingt Abfälle an, die in einer Gießerei wieder zu neuem Vormaterial umgeschmolzen werden. Dieser Kreislaufbestand ist nicht gehedged und unterliegt bei der Bewertung Schwankungen, die sich aus dem Stichtagswert des Metalls ergeben.

Zukünftig steigende Metallpreise werden eine Auswirkung auf die vorzufinanzierenden Aufträge und somit auf unseren Liquiditätsbedarf haben.

Weitere Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Künftige wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der derzeit noch bestehenden Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der relevanten Nachfragemärkte geht die Geschäftsleitung der Carl Schreiber GmbH von einer moderaten Steigerung der Produktionsmenge für das Geschäftsjahr 2011/2012 aus. Diese moderate Steigerung des Absatzes, verbunden mit einer deutlich verbesserten Ressourcenausstattung auf der Produktionsseite, lassen eine stabile Entwicklung des Betriebsergebnisses erwarten.

Aufgrund unserer derzeitigen Ausstattung mit liquiden Mitteln und freiverfügbaren Liquiditätsreserven stellt eine erhöhte Finanzierungsanforderung durch steigende Auftragseingänge und/oder steigende Metallpreise keine Bedrohung dar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs

Ende Februar 2012 haben wir mit unserem Gesellschafter der Carl Schreiber Holding GmbH und unseren kreditgebenden Banken eine Gesamtfinanzierung vereinbart, die unsere mittelfristige Finanzierung bis Anfang 2016 absichert. Uns liegen Kreditzusagen unserer Hausbanken vor, die Kreditverträge werden zurzeit endgültig bei den Kreditinstituten erstellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. August 2011 liegen nicht vor.

 

Neunkirchen, 01. März 2012

Geschäftsführung

Dr. Christian Müller

Peter Schubert

Florian Riedel

Bilanz

Aktiva

  EUR EUR 31.08.2011
EUR
31.08.2010
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 6.672,00     11.501,00
2. geleistete Anzahlungen 182.224,80     0,00
    188.896,80   11.501,00
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 21.007,00     22.390,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.158.437,00     802.611,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.379,00     192.522,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.332,94     1.282.472,52
    2.450.155,94   2.299.995,52
III. Finanzanlagen        
1. Genossenschaftsanteile 7.680,00     7.680,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.765.000,00     1.765.000,00
    1.772.680,00   1.772.680,00
      4.411.732,74 4.084.176,52
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.781.544,00     5.031.938,00
2. unfertige Erzeugnisse 2.363.117,00     2.601.923,52
3. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00     0,00
4. geleistete Anzahlungen 85.454,00     31.374,52
    8.230.115,00   7.665.236,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.113.373,33     1.096.737,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.016.407,20     1.860.535,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 989.729,86     846.176,45
    5.119.510,39   3.803.449,33
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   111.741,07   63.500,25
      13.461.366,46 11.532.185,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten     17.489,00 16.834,00
      17.890.588,20 15.633.196,14

Passiva

       
    EUR 31.08.2011
EUR
31.08.2010
TEUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   511.291,88   511.291,88
II. Gewinnvortrag   5.122.468,10   5.122.468,10
      5.633.759,98 5.633.759,98
B. Sonderposten     91.112,40 0,00
C. Rückstellungen        
sonstige Rückstellungen     446.928,00 432.220,31
D. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   7.534.490,41   7.257.063,12
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   878.746,79   54.961,28
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.993.092,31   1.098.357,28
4. Verbindlichkeiten aus der Ausstellung eigener Wechsel   750.000,00   883.330,81
5. sonstige Verbindlichkeiten   310.458,31   273.503,36
davon aus Steuern EUR 65.285,31 (Vorjahr: EUR 60.910,27)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 19,63 (Vorjahr: EUR 656,90)        
      11.466.787,82 9.567.215,85
E. Passive latente Steuern     252.000,00 0,00
      17.890.588,20 15.633.196,14

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Bürgschaft für Verbindlichkeiten des Gesellschafters - EUR 2.400.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung

  01.09.2010 bis 31.08.2011
EUR
01.09.2009 bis 31.08.2010
EUR
1. Umsatzerlöse 34.791.652,91 24.710.620,48
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 238.806,52 1.026.382,77
3. andere aktivierte Eigenleistungen 226.416,97 290.160,41
4. sonstige betriebliche Erträge 412.709,56 464.569,68
Gesamtleistung 35.191.972,92 26.491.733,34
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.157.877,47 17.594.333,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.030.450,05 1.946.095,50
  27.188.327,52 19.540.429,09
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.301.461,15 1.921.328,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 535.098,08 456.879,89
  2.836.559,23 2.378.208,22
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 220.904,39 192.751,66
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.612.856,70 3.225.219,56
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 130.422,61 132.009,86
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.543,66 578,14
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 545.010,62 476.633,18
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 954.280,73 811.079,63
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 251.980,78 -13,10
14. aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 702.299,95 811.092,73
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere § 266 und § 275 Absatz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Umstellungseffekte aufgrund der Einführung des BilMoG haben sich nicht ergeben. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit gemäß Art. 67 Absatz 8 Satz 1 EGHGB liegt nicht vor. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst. Wirtschaftsgüter mit einem Wert von EUR 151 bis EUR 1.000 werden nach den Vorschriften des § 6 Absatz 2a EStG in einem Sammelposten erfasst und abgeschrieben.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 Absatz 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten.

Die Genossenschaftsanteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten aktiviert, soweit nicht ein niedriger Wert beizulegen war (Beachtung des Niederstwertprinzips). Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (Beachtung des Niederstwertprinzips), oder mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten aktiviert (verlustfreie Bewertung).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das gezeichnete Kapital wird in Übereinstimmung mit der Satzung ausgewiesen.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab und sind nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden verrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei ca. 30 %. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt hierbei 403 %.

  Handelsbilanz
EUR
Steuerbilanz
EUR
Differenz
EUR
 
Vorräte 8.230.155,00 7.481.115,00 749.000,00 passive Steuerlatenz
Immatrielle Vermögensgegenstände 182.224,80 0,00 182.224,80 passive Steuerlatenz
Sonderposten - 91.112,40 0,00 -91.112,40 aktive Steuerlatenz
Passivüberhang     840.112,40  

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 1.5 dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich den Gesellschafter.

Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von insgesamt TEUR 182 getätigt. Diese Aufwendungen wurden ausschließlich für Entwicklung aufgewendet und dementsprechend in voller Höhe unter dem Posten geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Aufwendungen wurden in Höhe von TEUR 91 öffentlich gefördert. Dieser Betrag wurde als Sonderposten auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

Zum 31. August 2011 bestehen aufgrund der Aktivierung von Entwicklungskosten keine ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 285 Nr. 28 HGB.

2. Forderungen

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 702,38 (Vorjahr: EUR 838,56) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.511 (Vorjahr: TEUR 1.656) den Gesellschafter und sind auch der Position sonstige Vermögensgegenstände zugehörig.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten und Materialreklamationen (TEUR 241; Vorjahr: TEUR 222), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 91; Vorjahr: TEUR 67); Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und anteilige Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldvergütungen (TEUR 52; Vorjahr: TEUR 57) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 13).

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Eigenkapital beträgt DM 1.000.000,00 (EUR 511.291,88).

5. Verbindlichkeiten

    gesamt
TEUR
bis ein Jahr
TEUR
über ein Jahr bis fünf Jahre
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.08.2011 7.535 2.895 4.345 295
  31.08.2010 7.257 2.269 4.366 622
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.08.2011 879 879 0 0
  31.08.2010 55 55 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.08.2011 1.993 1.993 0 0
  31.08.2010 1.098 1.098 0 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 31.08.2011 750 750 0 0
  31.08.2010 883 883 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 31.08.2011 310 282 19 9
  31.08.2010 274 240 19 15
gesamt 31.08.2011 11.467 6.799 4.364 304
  31.08.2010 9.567 4.545 4.385 637

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf dem von der Carl Schreiber Holding GmbH gepachteten Grundbesitz, Globalabtretungen unserer Kundenforderungen, Sicherungsübereignungen unserer technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie eine Bürgschaft der Carl Schreiber Holding GmbH abgesichert.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, soweit sie nicht in der Bilanz erscheinen, betreffen Pacht- und Leasingverhältnisse und betragen TEUR 2.264 (Vorjahr: TEUR 2.680). Sie bestehen in Höhe von TEUR 2.144 gegenüber dem Gesellschafter aus einem Pachtvertrag, der zum 31.12.2016 endet. Die Pacht- und Leasingverpflichtungen für das nächste Geschäftsjahr betragen TEUR 483 (Vorjahr: TEUR 480).

Wir haben in Höhe von TEUR 2.400 eine Bürgschaft für unseren Gesellschafter übernommen.

7. Umsatzerlöse

Die Umatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

  01.09.2010-31.08.2011
TEUR
01.09.2009-31.08.2010
TEUR
Erlöse Inland 9.455 8.298
Erlöse Ausland 25.511 16.566
Erlösschmälerungen -174 -153
  34.792 24.711

8. Aufwendungen für Altersversorgung

Im Geschäftsjahr wurden unter den Personalaufwendungen TEUR 1,6 (Vorjahr: TEUR 1,0) Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen.

9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen den Gesellschafter.

IV. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 56 (Vorjahr: 54) Mitarbeiter ohne Auszubildende beschäftigt, und zwar 35 (Vorjahr: 34) Arbeiter und 21 (Vorjahr 20) Angestellte.

Die Mitglieder der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr die Herren

Herr Florian Riedel, Berlin

Herr Dr. Christian Müller, Kleinmachnow

Herr Peter Schubert, Berlin

Es wurden im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine Geschäftsführervergütungen gezahlt.

 

Neunkirchen, 01. März 2012

Geschäftsführung

Dr. Chistian Müller

Peter Schubert

Florian Riedel

Der Jahresabschluss wurde am 27. August 2012 festgestellt.

Anlagevermögen

  Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.09.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.08.2011
EUR
I. IMMATEIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
1. Software 62.351,83 0,00 0,00 9.297,00 53.054,83
2. geleistete Anzahlungen 0,00 182.224,80 0,00 0,00 182.224,80
  62.351,83 182.224,80 0,00 9.297,00 235.279,63
II. SACHANLAGEN          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 25.430,88 0,00 0,00 0,00 25.430,88
2. technische Anlagen und Maschinen 2.497.681,16 68.241,77 1.419.489,26 21.868,47 3.963.543,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 669.754,71 109.644,36 0,00 10.189,93 769.209,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.282.472,52 188.349,68 -1.419.489,26 0,00 51.332,94
  4.475.339,27 366.235,81 0,00 32.058,40 4.809.516,68
II. FINANZANLAGEN          
1. Genossenschaftsanteile 7.680,00 0,00 0,00 0,00 7.680,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.765.000,00 0,00 0,00 0,00 1.765.000,00
  1.772.680,00 0,00 0,00 0,00 1.772.680,00
  6.310.371,10 548.460,61 0,00 41.355,40 6.817.476,31
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.09.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.08.2011
EUR
I. IMMATEIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Software 50.850,83 4.829,00 9.297,00 46.382,83
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  50.850,83 4.829,00 9.297,00 46.382,83
II. SACHANLAGEN        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.040,88 1.383,00 0,00 4.423,88
2. technische Anlagen und Maschinen 1.695.070,16 131.905,03 21.868,47 1.805.106,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 477.232,71 82.787,36 10.189,93 549.830,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.175.343,75 216.075,39 32.058,40 2.359.360,74
II. FINANZANLAGEN        
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.226.194,58 220.904,39 41.355,40 2.405.743,57
  Buchwerte
  Stand 31.08.2011
EUR
Stand 31.08.2010
EUR
I. IMMATEIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Software 6.672,00 11.501,00
2. geleistete Anzahlungen 182.224,80 0,00
  188.896,80 11.501,00
II. SACHANLAGEN    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 21.007,00 22.390,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.158.437,00 802.611,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 219.379,00 192.522,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.332,94 1.282.472,52
  2.450.155,94 2.299.995,52
II. FINANZANLAGEN    
1. Genossenschaftsanteile 7.680,00 7.680,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.765.000,00 1.765.000,00
  1.772.680,00 1.772.680,00
  4.411.732,74 4.084.176,52

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Jahresabschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Carl Schreiber GmbH, Neunkirchen, für das Geschäftsjahr vom 01. September 2010 bis zum 31. August 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlung werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartung über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Carl Schreiber GmbH, Neunkirchen für das Geschäftsjahr zum 31. August 2011 den gesetzlichen Bestimmungen und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht insgesamt im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 01. März 2012

Philip Warner, Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, falls dabei der von mir erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf meine Jahresabschlussprüfung erfolgt; ich weise hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

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