Suss MicroTec Lithography GmbHLiquidiert

Schleißheimer Straße 90, 85748 Garching bei München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140542
Eingetragen
28.12.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von optischen und fotografischen Instrumenten und GerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Handel mit und Herstellung von optischen, feinmechanischen und sonstigen technischen Geräten für Wissenschaft und Industrie sowie Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten für mikrotechnische Fertigungsverfahren, insbesondere von Labor-, Produktions- und Testgeräten und -systemen für die Mikroelektronik und die Mikrosystemtechnik.

Historie

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Management

NameRolle
Giorgio Nocera
seit 29.6.2021
Prokura
Thomas Rohe
seit 29.6.2021
Prokura
Götz M. Bendele
seit 29.6.2021
Prokura
Oliver Albrecht
seit 29.6.2021
Prokura
Tobias Nottelmann
seit 5.6.2020
Prokura
Tonia Laich
seit 6.3.2020
Prokura
Geschäftsführer
Rolf Wolf
seit 17.10.2011
Geschäftsführer
Heinz Hocke
seit 31.1.2011
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Suss MicroTec Lithography GmbH

Garching b. München

Jahresabschluss 31.12.2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

  31.12.2009 31.12.2008
  EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.166,90   893.338,99  
2. Geschäfts-oder Firmenwert 5.472,37 387.639,27 11.442,21 904.781,20
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.224,57   1.395,80  
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.533,00   57.247,71  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.079,60   1.307.413,07  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159.546,12 1.281.383,29 144.277,48 1.510.334,06
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen   2,02   2,02
    1.669.024,58   2.415.117,28
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.371.681,95   8.075.458,30  
2. Unfertige Erzeugnisse 7.744.146,23   10.338.561,25  
3. Fertige Erzeugnisse 8.748.410,55   6.907.488,06  
4. Geleistete Anzahlungen 78.000,00 22.942.238,73 61.488,00 25.382.995,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.249.833,48   6.348.319,71  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.083.910,54   7.590.226,08  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.472.810,68 22.806.554,70 1.566.285,42 15.504.831,21
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.380.675,83 (i. Vj. EUR 1.503.386,14)-        
    45.748.793,43   40.887.826,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten   82.460,47   87.482,81
    47.500.278,48   43.390.426,91

Passiva

       
      31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     2.000.100,00 2.000.100,00
II. Kapitalrücklage     9.540.955,21 9.540.955,21
III. Bilanzgewinn     17.388.038,13 12.207.287,03
      28.929.093,34 23.748.342,24
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     337.791,00 336.162,00
2. Steuerrückstellungen     554.334,00 99.546,00
3. Sonstige Rückstellungen     4.082.963,97 4.890.041,21
      4.975.088,97 5.325.749,21
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     152,40 119,73
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 152,40 (i. Vj. EUR 119,73)-        
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen     9.779.762,57 9.260.472,87
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     1.630.320,68 1.355.932,26
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.630.320,68 (i. Vj. EUR 1.355.932,26)-        
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     1.756.826,05 3.250.423,09
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.756.826,05 (i. Vj. EUR 3.250.423,09)-        
5. Sonstige Verbindlichkeiten     280.936,47 359.227,51
-davon aus Steuern EUR 239.090,39 (i. Vj. EUR 303.770,28)-        
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.090,72 (i. Vj. EUR 2.865,24)-        
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 267.827,07 (i. Vj. EUR 346.118,11)-        
      13.447.998,17 14.226.175,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten     148.098,00 90.160,00
      47.500.278,48 43.390.426,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

  2009 2008
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   69.586.469,65   85.887.770,66
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -753.492,53   -4.890.151,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   938.041,33   766.533,38
4. Sonstige betriebliche Erträge   2.829.164,57   4.956.779,72
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -28.931.261,26   -30.732.932,84  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.638.513,35 -31.569.774,61 -4.410.657,08 -35.143.589,92
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -14.800.540,96   -17.074.268,40  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.482.046,17 -17.282.587,13 -2.761.761,25 -19.836.029,65
--davon für Altersversorgung EUR 42.536,22 (i. Vj. EUR 169.465,38)--        
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -891.194,26   -1.325.291,87
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -17.148.053,53   -20.618.481,10
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   157.414,96   108.889,08
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 157.414,96 (i. Vj. EUR 108.889,08)--        
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -204.781,59   -579.729,49
--davon an verbundene Unternehmen EUR 175.346,62 (i. Vj. EUR 505.529,59)--        
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   5.661.206,86   9.326.699,50
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -479.173,32   -891.165,42
13. Sonstige Steuern   -1.282,44   -20.006,25
14. Jahresüberschuss   5.180.751,10   8.415.527,83
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   12.207.287,03   3.791.759,20
16. Bilanzgewinn   17.388.038,13   12.207.287,03

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2000 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen einer Anwachsung von der Karl Süss KG Präzisionsgeräte für Wissenschaft und Industrie GmbH und Co., Garching, zum Buchwert übernommen. Als Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen werden weiterhin die ursprünglichen historischen Anschaffungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare und degressive Methode) auf Grundlage steuerlicher Afa-Tabellen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert größer € 150 und kleiner € 1.000 werden ab 1. Januar 2008 in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre zu je 20 % abgeschrieben. Die Abgangsfiktion für die bis zum 31. Dezember 2007 angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter beinhaltet den Abgang nach fünf Jahren.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip (niedrigere Wiederbeschaffungskosten) wurde beachtet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB a. F. unter Einbeziehung der steuerlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, Unverkäuflichkeit, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Grundlage für die Ermittlung der Abwertungen sind Altersstruktur- und Gängigkeitsanalysen auf Einzelproduktebene.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung wurde mit 1 % auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen verminderten Nettoforderungsbestand berechnet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit dem Stichtagskurs bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung werden mit dem Nennwert, der sich aus der Umrechnung mit dem Devisenmittelkurs am Transaktionstag ergibt, bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Teilwertverfahren gem. § 6a EStG unter Verwendung von einem Zinsfuß von 6 % p.a. unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Betrag der nicht bilanzierten Versorgungsverpflichtungen (Altzusagen) i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf € 2,27 Mio. (i. Vj. € 2,31 Mio.).

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeit nach dem Blockmodell betrifft neun abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Die tariflichen Aufstockungsbeträge sowie die laut Betriebsvereinbarung zugesagten Rentenversicherungsbeiträge werden zu Vertragsbeginn zu 100 % zurückgestellt und mit einem Zinssatz in Höhe von 5,5 % abgezinst. Die Bewertung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Teilwertverfahren) mit einem Rechnungszinsfuss von 5,5 % auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 und unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW RS HFA 3 erfolgt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe dotiert, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber verbundenen Unternehmen werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Fremdwährungspositionen in der Bilanz sind grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungs- bzw. Verbindlichkeitsbegründung oder zum niedrigeren Kurs bei Forderungen bzw. höherem Kurs bei Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag bewertet.

Umsatzerlöse beim Verkauf von Maschinen (inkl. Installation) werden erst bei vollständiger Leistungserbringung bezogen auf Lieferung und Installation realisiert. Damit werden die Umsätze aus diesem Tätigkeitsbereich grundsätzlich bei Vorliegen einer Abnahmebescheinigung durch den Kunden erfasst. Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft, Serviceleistungen und separaten Maschinenlieferungen (ohne Installation) werden nach Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Verkauf der Güter bzw. der Erbringung der Dienstleistung realisiert.

Die Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft sind entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung dem jeweiligen Geschäftsjahr zugeordnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel, der Bestandteil dieses Anhangs ist, dargestellt.

2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzung

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 958 (Vj: T€ 2.832) sowie Forderungen gegen Gesellschafter aus dem Cash Pooling in Höhe von T€ 13.126 (Vj: T€ 4.758).

In der Position sonstige Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen in Höhe von T€ 1.376 (Vj: T€ 1.499) enthalten.

3. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2009 T€ 9.541 (Vj: T€ 9.541), der Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2008 als Bestandteil des Bilanzgewinnes zum 31. Dezember 2009 weist einen Wert in Höhe von T€ 12.207 aus.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

  31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
Provisionen 607 377
Ausstehende Rechnungen 370 538
Garantien, Nachlaufkosten 839 941
Urlaub und Überstunden 601 1.303
Prämien-/Bonuszahlungen 587 641
Altersteilzeit und ERA 649 762
Abfindungen 0 44
Drohende Verlust 229 0
Sonstige Personalrückstellungen 201 284
Summe 4.083 4.890

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

  Gesamtbetrag
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahren
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152,40 152,40 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.779.762,57 9.779.762,57 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.630.320,68 1.630.320,68 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.756.826,05 1.756.826,05 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschafter 133.433,18 133.433,18 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 280.936,47 267.827,07 13.109,40 0,00
Summe 13.447.998,17 13.434.888,77 13.109,40 0,00

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.757 (Vj: T€ 3.190) und sonstige Verrechnungen in Höhe von T€ 0 (Vj: T€ 60).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten im Geschäftsjahr 2009 von T€ 3.250 um T€ 1.493 auf T€ 1.757 reduziert werden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer zusammen.

6. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und Regionen in T€:

Region Geräte Service Ersatzteile Gesamtergebnis
Europa 21.102.652 1.676.046 3.252.842 26.031.540
Asien 32.916.962 176.138 1.550.620 34.643.720
Japan 3.990.452 61.787 219.800 4.272.079
USA 3.900.124 26.659 712.388 4.639.171
Gesamtergebnis 61.910.190 1.940.630 5.735.650 69.586.470

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 484 (Vj: T€ 331) (periodenfremder Ertrag), Mieterlöse in Höhe von T€ 195 (Vj: T€ 193), Kursdifferenzen in Höhe von T€ 854 (Vj: T€ 2.794), Ergebnis aus vereinnahmten Fördermitteln in Höhe von T€ 163 (Vj: T€ 21), Erlöse aus Lizenzen und Patenten in Höhe von T€ 231 (Vj: T€ 101) und sonstige Verwaltungserlöse in Höhe von T€ 763 (Vj: T€ 947).

8.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 479 betreffen mit T€ 219 Gewerbesteuer für das Jahr 2009 und mit T€ 260 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für das Jahr 2009.

Sonstige Angaben

1. Konzernverhältnisse

Die Suss MicroTec Lithography GmbH wird als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Süss MicroTec AG, Garching, in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Süss MicroTec AG wird gem. § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und befreit die Suss MicroTec Lithography GmbH einen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht aufzustellen.

2. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

  2009 2008
Angestellte 244 246

Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern handelt es sich um 244 Angestellte an den Standorten Garching und Vaihingen.

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von T€ 636 (Vj: T€ 1.651) bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Suss MicroTec Lithography GmbH ist Mietverpflichtungen in Höhe von T€ 1.497 für das Jahr 2010 eingegangen. Für die Jahre 2011 bis 2013 bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 3.722. Ferner hat die Gesellschaft Leasingverpflichtungen in Höhe von T€ 131 für das Jahr 2010 und T€ 234 bis zum Jahr 2013. Es besteht zum 31. Dezember 2009 ein Bestellobligo in Höhe von T€ 4.805.

4. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % oder mehr besteht

Die Suss MicroTec Lithography GmbH ist an der Hugle Lithography Inc., USA, mit 53,13 % beteiligt. Die Gesellschaft weist 2009 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.997 und ein Eigenkapital in Höhe von € -28.799 aus. Die Beteiligung an der Hugle wurde zum 31. Dezember 2005 auf € 1,00 abgewertet.

5. Bezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen T€ 515.

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr die folgenden Herren an:

Rolf Wolf

Kaufmännischer und Vertriebs-Geschäftsführer

Dr. Ralf Süss

Technischer Geschäftsführer

6. Abschlussprüfung

Wir verweisen gem. § 285 Nr. 17. HGB n.F. bezüglich der Honorare des Abschlussprüfers auf den Konzernabschluss der Süss MicroTec AG.

7. Bezüge ausgeschiedener Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen

Die Bezüge ausgeschiedener Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr T€ 277. Zum 31. Dezember 2009 sind für diese Personengruppe Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 256 gebildet. Der Gesamtbetrag nicht passivierter Altzusagen entfällt ebenfalls auf frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene.

 

Garching, 30. März 2010

Rolf Wolf

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.945.833,50 12.989,00 0,00 10.958.822,50
2. Geschäfts-oder Firmenwert 8.230.998,92 0,00 0,00 8.230.998,92
  19.176.832,42 12.989,00 0,00 19.189.821,42
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 910.679,49 24.625,03 1,00 935.303,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 301.871,23 14.797,46 0,00 316.668,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.208.131,46 78.327,84 566.445,20 4.720.014,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.277,48 15.268,64 0,00 159.546,12
  6.564.959,66 133.018,97 566.446,20 6.131.532,43
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.176.278,59 0,00 0,00 2.176.278,59
  2.176.278,59 0,00 0,00 2.176.278,59
Anlagevermögen gesamt 27.918.070,67 146.007,97 566.446,20 27.497.632,44
  Kumulierte Abschreibungen
  1.1.2009
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.052.494,51 524.161,09 0,00 10.576.655,60
2. Geschäfts-oder Firmenwert 8.219.556,71 5.969,84 0,00 8.225.526,55
  18.272.051,22 530.130,93 0,00 18.802.182,15
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 909.283,69 2.796,26 1,00 912.078,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 244.623,52 12.512,17 0,00 257.135,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.900.718,39 345.754,90 565.538,79 3.680.934,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.054.625,60 361.063,33 565.539,79 4.850.149,14
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.176.276,57 0,00 0,00 2.176.276,57
  2.176.276,57 0,00 0,00 2.176.276,57
Anlagevermögen gesamt 25.502.953,39 891.194,26 565.539,79 25.828.607,86
  Buchwerte
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.166,90 893.338,99
2. Geschäfts-oder Firmenwert 5.472,37 11.442,21
  387.639,27 904.781,20
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.224,57 1.395,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.533,00 57.247,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.079,60 1.307.413,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159.546,12 144.277,48
  1.281.383,29 1.510.334,06
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2,02 2,02
  2,02 2,02
Anlagevermögen gesamt 1.669.024,58 2.415.117,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

der SUSS MicroTec Lithography GmbH

Das Unternehmen - SUSS MicroTec Lithography GmbH (SMTL)

Die SMTL produziert und vertreibt mit im Jahresdurchschnitt 244 Mitarbeitern an den zwei Standorten Vaihingen und Garching Labor- und Produktionsgeräte für die Mikroelektronik und Halbleitertechnik. Die SMTL ist innerhalb der SÜSS-Gruppe für die Produktlinien Mask Aligner und Coater/Developer verantwortlich und stellt damit den Kernbereich des Segments "Lithografie" innerhalb des SÜSS MicroTec Konzerns dar.

Die SMTL wird in den Konzernabschluss der Süss MicroTec AG (SMT AG) mit Sitz in Garching bei München einbezogen. Letztere hält 100 % der Anteile an der SMTL.

Produktlinien und Dienstleistungen

Die SMTL entwickelt, produziert und vertreibt die Produktlinien Mask-/Bond Aligner, Spin Coater und Developer. Diese Produktlinien stellten innerhalb der SÜSS-Gruppe auch 2009 mit einem Umsatzanteil von rund 75 % der fortgeführten Aktivitäten das Kernsegment der SÜSS MicroTec-Gruppe dar.

Mit Mask Alignern wird im Halbleiter-Fertigungsprozess eine Strukturierung mit Hilfe eines Photolithografieverfahrens vorgenommen, mit Spin Coatern und Developern werden die Prozessschritte direkt vor und direkt nach der Photolithografie durchgeführt. Die drei wesentlichen Zielmärkte für SÜSS-Lithographielösungen sind:

Advanced Packaging für Endprodukte wie: PC, Laptop, Handy, PDA, MP3, Smart Phone, DVD-Player, Digitalkamera, etc.

MEMS für Endprodukte wie: Reifendruck-, Airbag- und Regensensoren, Park-Distance-Systeme, ESP, ABS, Druckköpfe von Tintenstrahldruckern, Projektionsdisplays, Beamer, Blutzuckermessgeräte, DNA-Analyse, Bio-Chips, biometrische Erkennung, Uhrenkomponenten etc.

Compound Semi für Endprodukte wie: LED, RFID-Carts, Smart Labels, Wireless Networks (WLAN, Hotspots, Bluetooth), etc.

Das Produktportfolio wurde auch 2009 zielgerichtet erweitert und deckt Kundenanforderungen bzgl. aller Wafergrößen von 2" (50mm) bis 12" (300mm) sowie diverser Applikationen ab.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde neben der ACS300 Gen2, einer Weiterentwicklung des überaus erfolgreichen Coat- und Developer Cluster ACS300Plus, das neuentwickelte Beleuchtungssystem MO Exposure Optics in den Markt eingeführt.

Die zweite Generation des ACS300 wurde hinsichtlich des Systemaufbaus und der Prozessmodule eigens für Anwendungen, wie dem Advanced Packaging und der 3D-Integration entwickelt. Das modulare System für die Belackung, Aushärtung und Entwicklung von Wafern bis 300mm Durchmesser eignet sich dank seiner Fähigkeit extrem dicke Fotolackschichten bearbeiten zu können, insbesondere für Anwendungen wie Solder-Bumping, Gold-Bumping oder Redistribution Layer. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem ACS300Plus, verfügt die Weiterentwicklung des Clusters über die höchste, derzeit auf dem Markt erhältliche Belackungs- und Entwicklungskonformität sowie über eine erweiterte Effizienz bei gleichzeitig kleinerer Grundfläche.

Zu den neuen Technologien, die SÜSS MicroTec im abgelaufenen Geschäftsjahr in das Produktportfolio aufgenommen hat, zählt auch die patentierte MO Exposure Optik, ein neues Beleuchtungssystem, das auf alle Generationen von manuellen und automatischen Mask Alignern der SMTL nachgerüstet werden kann. Die gemeinsam mit der Konzerntochter Suss MicroOptics aus Neuchatel entwickelte Optiktechnologie basiert auf hochwertigen Mikro-Optiken (Mikrolinsen Arrays), die eine verbesserte Auflösung und Schärfentiefe sowie hervorragende Uniformität in der Maskenbeleuchtung ermöglichen.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Branchenspezifische Rahmenbedingungen und Marktstellung

Der Vereinigung der Halbleiterindustrie Semiconductor Industry Association (SIA) zufolge verzeichnete die weltweite Halbleiterbranche in 2009 einen Umsatzrückgang von 9,0 % auf 226,3 Mrd. US-Dollar (2008: 248,6 Mrd. US-Dollar). Insgesamt fiel die Jahresentwicklung damit jedoch besser aus, als noch zu Beginn des Jahres erwartet. Nach bereits starken Einbrüchen im Jahr 2008 erreichte die Branche laut dem Marktforschungsinstitut Gartner im ersten Quartal des Jahres 2009 ihren Tiefpunkt. In den darauffolgenden drei Quartalen stiegen die Umsätze wieder stetig an. Lageraufstockungen sowie die starke Nachfrage nach PC's, Mobiltelefonen und Verbraucherelektronik trugen insbesondere im vierten Quartal 2009 zur Verbesserung der Gesamtjahresentwicklung bei.

Nach Angaben des Fachverbands ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) verzeichnete der deutsche Halbleitermarkt in 2009 einen Umsatzrückgang von rund 22 % auf 7,2 Mrd. EUR. Als Ursache wurden hier die Umsatzrückgänge in den Treibersegmenten Automobil- und Industrie-Elektronik sowie der Datentechnik als Folge der globalen Wirtschaftskrise angeführt.

Unternehmensentwicklung der SMTL GmbH

Trotz des seit 2007 anhaltend schwierigen Branchenumfeldes konnte die SMTL im Geschäftsjahr 2009 ihre führende Weltmarktposition von Lithografielösungen für die Bereiche Advanced Packaging (AdP), MEMS und Compound Semi (CSE) weiter festigen und bei reduziertem Umsatz auch 2009 ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften.

Auftragslage und Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2009 entwickelte sich besonders in den letzten zwei Quartalen erfreulich über den getroffenen Erwartungen. Dies ist vor allem auf Markterfolge in der Region Taiwan zurückzuführen, wo langjährige Kunden im Bereich Advanced Packaging 300mm Litholösungen im vierten Quartal bestellt haben.

Der Auftragseingang belief sich 2009 auf 71,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer Reduzierung gegenüber 2008 (88,4 Mio. EUR) von 19,3 %, lag jedoch mit 20,2 % über Plan. Der Auftragseingang im Produktbereich Coater konnte zum Vorjahr (33,7 Mio. EUR) sogar eine Steigerung von 7 % auf 36,2 Mio. EUR verzeichnen.

Die Umsatzerlöse (69,6 Mio. EUR) sind gegenüber dem Vorjahr (85,9 Mio. EUR) um etwa 19 % gesunken. In 2009 wurden Umsätze mit Dritten in Höhe von 56,5 Mio. EUR (Vorjahr: 63,9 Mio. EUR) getätigt, Umsätze mit verbundenen Unternehmen erfolgten in Höhe von 13,1 Mio. EUR (Vorjahr: 22,0 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist der Umsatzrückgang von 16,3 Mio. EUR (Vorjahr: Steigerung 16,1 Mio. EUR) auf die Umsätze mit Dritten der Produktlinie Coater mit einem Anteil von 10,5 Mio. EUR zurückzuführen.

Auch beim Umsatz hat die Region Taiwan 2009 eine besondere Rolle gespielt. Vom Umsatz in Gesamt-Asien in Höhe von 38,9 Mio. EUR entfielen allein auf Taiwan 12,5 Mio. EUR.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Trotz des deutlichen Umsatzrückgangs im Vergleich zum Vorjahr konnte die SMTL einen positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 5,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR) erwirtschaften.

Die Umsatzerlöse von 69,6 Mio. EUR (Vorjahr: 85,9 Mio. EUR) waren die Basis dafür, dass sich das Jahresergebnis der SMTL im Geschäftsjahr 2009 mit einem Jahresüberschuss von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR) positiv entwickeln konnte.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Net Operating Profit) verringerte sich um 3,7 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR im Wesentlichen durch den Umsatzrückgang von 16,3 Mio. EUR gegenüber 2008. Durch die Umsatzreduzierung sank auch der Materialaufwand deutlich um 3,6 Mio. EUR auf 31,6 Mio. EUR. Die um 2,6 Mio. EUR gesunkenen Personalkosten resultieren in der Hauptsache aus der Abnahme der Kosten im Gehaltsbereich. Durch strukturelle Personalveränderungen, deutlichen Rückgang der Überstunden und Einführung von Kurzarbeit konnte im Wesentlichen diese Kostenreduktion herbeigeführt werden.

Positiv wirkten sich die um 3,5 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Darin enthalten sind vor allem ein um 1,0 Mio. EUR reduzierter Aufwand an Aushilfen und Zeitarbeitskräfte und ein verringerter Aufwand aus der Weiterbelastung von Verwaltungs- und Marketingumlagen der Süss MicroTec AG in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Im Bereich der Reinigungs-, Werbungs- und Mietkosten konnten weitere 1,1 Mio. EUR eingespart werden. Die Gewährleistungskosten konnten um 0,2 Mio. EUR und der Kursdifferenzaufwand um 0,4 Mio. EUR gesenkt werden.

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2009 konnte ein positiver Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR) erzielt werden.

Im Wesentlichen ist der verringerte Cashflow auf das reduzierte Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Vorteilhaft wirkten sich im Wesentlichen die Reduzierung der Vorräte um 2,4 Mio. EUR auf 22,9 Mio. EUR und der Abbau der operativen Forderungen an verbundene Unternehmen um 1,9 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR aus.

Gegenläufig waren die Mittelabflüsse bei der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,5 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR und dem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresberechnung.

Die Investitionstätigkeit wurde eingeschränkt und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR.

Die SMTL ist über eine entsprechende Cash-Pool-Vereinbarung mit der Süss MicroTec AG, Garching, (sog. Cash-Pool-Führer) in das konzernweite Cash-Pooling eingebunden. Die Cash-Pool-Konten werden dabei täglich auf Null gestellt bei gleichzeitiger Erfassung der Transfers auf verzinslichen Verrechnungskonten der teilnehmenden Gesellschaften.

In 2009 wurde über das Cash-Pooling von der SMTL der Free Cash Flow in Höhe von 8,4 Mio. EUR an die Süss MicroTec AG abgeführt und führte damit zu einem negativen Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit.

Vermögenslage

Die wesentlichen Bilanzkennzahlen stellen sich wie folgt dar:

  31.12.2009 (Mio. EUR / %) 31.12.2008 (Mio. EUR / %)
Bilanzsumme 47,5 43,4
Anlagevermögen 1,7 2,4
Anlagevermögen in % der Bilanzsumme 3,5% 5,5%
Umlaufvermögen 45,7 40,9
Eigenkapital 28,9 23,8
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 60,9% 54,8%

Die Verringerung des Anlagevermögens um 0,8 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus moderater Investitionstätigkeit und aus fortgeführten planmäßigen Abschreibungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7,2 Mio. EUR haben sich kurzfristig durch starke Umsätze im Dezember 2009 um 0,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Durch den hohen Mittelabfluss aus dem Cash-Pooling an die Süss MicroTec AG ergab sich im Berichtsjahr eine deutliche Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 14,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR) und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR).

Die Kapitalrücklage zum 31.12.2009 beträgt unverändert 9,5 Mio. EUR.

Die Steuerrückstellungen wurden um 0,5 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR in Folge der reduzierten Vorauszahlungen in 2009 erhöht.

Bei den sonstigen Rückstellungen (4,1 Mio. EUR) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (4,9 Mio. EUR) vor allem die Rückstellung für Urlaubstage und Überstunden um 0,7 Mio. EUR und die Rückstellung für ausstehende Rechnungen um 0,2 Mio. EUR reduziert.

Die Garantierückstellungen wurden auf Grund des reduzierten Umsatzes um 0,2 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR reduziert.

Die erhaltenen Anzahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio. EUR gestiegen. Dies liegt vor allem am erhöhten Auftragseingang im 3. und 4. Quartal 2009.

Die sonstigen Verbindlichkeiten waren Ende 2009 mit 0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Diese sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer zusammen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend lässt sich für das Geschäftsjahr 2009 feststellen, dass die SMTL auch in einem schwierigen Marktumfeld und in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise in der Lage ist, deutlich und nachhaltig profitabel zu sein und signifikant positive Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften.

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 2009 3,7 Mio. EUR gegenüber 4,5 Mio. EUR in 2008. Dies entspricht 5,3 % vom Umsatz. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten neben eigenen Personalaufwendungen auch forschungsbedingte sonstige betriebliche Aufwendungen aus der Inanspruchnahme Dritter für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).

Die konsequente Investition in Innovation und produktübergreifende Standardisierung von Lösungen bleibt weiterhin ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie, um kurz-, mittel- und langfristig die SÜSS-Marktanteile in den jeweiligen Geschäftsfeldern zu erhöhen bzw. neue Geschäftsfelder zu adressieren. Für 2010 ist ein F&E Budget in Höhe von 6,0 Mio. EUR vorgesehen. Mittelfristig wird weiterhin ein Entwicklungsbudget in Höhe von rund 10 % der Umsatzerlöse angestrebt.

In der Forschung und Entwicklung waren im Jahresdurchschnitt 49 (Vorjahr: 52) Mitarbeiter beschäftigt.

Mitarbeiter

In der SMTL waren 2009 an den Standorten Garching und Vaihingen im Jahresdurchschnitt 244 inkl. Auszubildende 256 (Vorjahr: 246 inkl. Auszubildende 257) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Wissen stellen einen erheblichen Teil unseres Unternehmenswerts dar. Daher sind interessante Aufgabenstellungen, ein motivierendes Umfeld und eine leistungsgerechte Bezahlung Grundvoraussetzungen für die Bindung des Stammpersonals und für die Anwerbung qualifizierter neuer Mitarbeiter.

Die betriebsinterne Ausbildung zu Mechatronikern und Industriekaufleuten und die Übernahme nach der Ausbildung in feste Beschäftigungsverhältnisse ist ein wichtiges Element im Rahmen unseres Personalentwicklungsprogrammes. Seit dem Ausbildungsbeginn September 2008 bilden wir auch zum Industriemechaniker aus. Dazu haben wir zum Ausbildungsbeginn im September 2009 eigens eine entsprechend ausgestattete Lehrwerkstatt eingerichtet.

Ende 2009 beschäftigten wir 14 Auszubildende. Im Rahmen von Praktika und vergebenen Diplomarbeiten binden wir junge Akademiker frühzeitig an das Unternehmen.

Der Krankenstand betrug in 2009 durchschnittlich 3,15 % (in 2008 3,16 %). Damit liegt der Wert weiterhin deutlich unter dem Vergleichswert vom Verband VDMA in Höhe von 3,7 %.

Das Durchschnittsalter in der SMTL beträgt 42,3 Jahre: 30 % der Mitarbeiter sind in der Altersgruppe zwischen 35 und 44 Jahren, 49 % sind über 45 Jahre alt und davon sind 56 % über 50 Jahre alt. 21 % sind unter 35 Jahre und davon sind 31 % unter 25 Jahre alt.

Somit ist eine ausgewogene Mischung zwischen erfahrenen und jungen Mitarbeitern gewährleistet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Relevante Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Risikobericht

Die SMTL ist in das Risikofrüherkennungssystem der Süss MicroTec AG eingebunden. Dies erfolgt über die Abgabe standardisierter Risikomeldungen.

Neben kurzfristigen (operativen) Risiken befasst sich das Risikomanagement bei SÜSS MicroTec auch mit langfristigen (strategischen) Entwicklungen, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken können. Auf der Grundlage eines chancenorientierten, gleichzeitig aber risikobewussten Managements ist es jedoch nicht unser Ziel, alle potenziellen Risiken grundsätzlich zu vermeiden. Vielmehr streben wir stets ein Optimum aus Risikovermeidung, -reduzierung und kontrollierter Risikoakzeptanz an. Die allgemeinen und aktuellen Risiken für das Unternehmen ergeben sich im Wesentlichen aus der weltweiten Tätigkeit in der Hochtechnologie und aus der Marktlage in den wichtigsten Zielmärkten.

Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Unser Geschäftsumfeld wird durch die regionalen wie auch die weltweiten konjunkturellen Bedingungen beeinflusst. Ausgelöst durch die Fehlentwicklung auf dem US-Hypothekenmarkt waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Diese schlug sich in der Abschwächung des Geschäfts- und Konsumklimas, einer erhöhten Arbeitslosigkeit, einem Rückgang des Investitionsvolumens und daraus resultierend in gesunkener Nachfrage und schwierigeren Marktbedingungen nieder. Im Umfeld dieser Entwicklung ist die ökonomische Situation in den meisten Industrieländern von hoher Unsicherheit gekennzeichnet. Wenngleich in den vergangenen Monaten bestimmte Indizes und ökonomische Daten auf erste Anzeichen einer Erholung und Stabilisierung des makroökonomischen Umfelds hindeuteten, besteht keine Gewissheit, inwieweit diese Erholung umfassend und nachhaltig ist.

Sollte die Erholung nur vorübergehend sein oder sich der weltweite Konjunkturabschwung fortsetzen, kann nicht garantiert werden, dass sie keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Die gegenwärtige Kreditverknappung auf den Finanzmärkten könnte beispielsweise die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden erschweren, was zur Folge haben kann, dass sich Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte ändern, verzögern oder Transaktionen nicht durchgeführt werden. Vor diesem Hintergrund können auch Stornierungen bereits erteilter Aufträge nicht ausgeschlossen werden. Zudem kann eine unzureichende Generierung von Umsätzen oder ein erschwerter Zugang zu den Kapitalmärkten bei unseren Kunden dazu führen, dass sie nicht in der Lage sind, ausstehende Rechnungen fristgerecht oder vollständig zu begleichen. Dadurch könnten unser Ergebnis und unsere Cash Flows negativ beeinflusst werden.

Zahlreiche andere Faktoren, wie Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen sowie globale politische Konflikte, einschließlich der Situation im Nahen und Mittleren Osten und in anderen Regionen, wirken sich weiterhin auf makroökonomische Faktoren sowie die internationalen Kapitalmärkte aus. Unsicherheiten hinsichtlich der politischen und wirtschaftlichen Bedingungen können die Nachfrage nach unseren Produkten beeinträchtigen und unsere Budgetierung wie auch unsere Prognosen erschweren.

Zyklische Marktschwankungen und Marktentwicklung

Die schwierige Einschätzbarkeit der kurz- und mittelfristigen Marktentwicklung des Halbleitermarktes für Halbleiterausrüster gehört weiterhin zu den größten Risiken des Unternehmens. Insbesondere die Halbleiterindustrie, die zu unseren Absatzmärkten zählt, ist von starken Marktzyklen geprägt. Diesen Risiken begegnen wir durch laufende Marktbeobachtung mit dezidierten Abteilungen (Business Development und Product Management), Abstimmung unserer Produkt-Roadmaps mit ausgewählten, marktrelevanten Kunden und schlanken Strukturen, die bei schwacher Geschäftsentwicklung zügig angepasst und gegebenenfalls durch Outsourcing ergänzt werden können.

Marktpositionierung

Neue technologische Entwicklungen des Wettbewerbs könnten Teile des Produktportfolios und damit Teile des Potenzials ungeplant obsolet machen, wenn neue Technologien schnellere, effizientere oder günstigere Lösungen für das gleiche Problem bieten würden. Diesem Risiko begegnen wir vor allem durch gezielte Forschung und Entwicklung und durch einen laufenden Abgleich der Entwicklungsplanung mit den wesentlichen Kunden.

Abhängigkeit von einzelnen Know-how Trägern

In einzelnen Bereichen ist das Unternehmen von dem Wissen weniger oder einzelner Mitarbeiter abhängig. Eine Nichtverfügbarkeit stellt ein potenzielles Risiko dar, das verstärkt durch Crosstraining, interne Dokumentationspflichten und IP-Management kontrolliert wird. Dies wird durch geeignete IT-Maßnahmen unterstützt.

Die kontinuierliche Verbesserung von Qualitätsmanagement-Verfahren ist ein weiteres wesentliches Element, personenunabhängige Prozessabläufe sicherzustellen. Das Qualitätsmanagement der SMTL ist im November 2007 vom TÜV-Süd erfolgreich gemäß den Anforderungen der IS09001 zertifiziert und im November 2009 erfolgreich rezertifiziert worden.

Betriebliche Risiken

Vermögens- und Ertragslage

Infolge der durch die unsichere ökonomische Situation der meisten Industrieländer bedingten Investitionszurückhaltung vieler Kunden kann nicht ausgeschlossen werden, dass die SMTL ihre für 2010 gesteckten Umsatzziele nicht erreichen kann. Durchgeführte und derzeit laufende Kosteneinsparmaßnahmen könnten demzufolge nicht ausreichen, um ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Wir begegnen diesem Risiko durch eine konsequente Auswertung der zur Verfügung stehenden Frühindikatoren, vor allem unseres Auftragseingangs.

Preisdruck

Im jetzigen Marktumfeld besteht unverändert ein deutlicher Preisdruck. Dieser beinhaltet das Risiko, dass auch bei sich erholenden Märkten ursprüngliche Zielverkaufspreise nicht mehr erzielt werden können. Diesem Risiko begegnen wir mit einer stetigen Preispolitik. So verzichten wir bei unattraktiven Konditionen auch auf Aufträge, um bei sich erholenden Märkten den Kunden gegenüber eine konsistente Preisgestaltung zu gewährleisten.

Rechtliche Risiken, insbesondere Haftungsrisiken

Die Produkte der SMTL werden durch ein umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagement regelmäßig analysiert, kontrolliert und optimiert. Auf Grund des Einsatzes der Produkte im Produktionsumfeld von Unternehmen mit wachsenden Anforderungen an die Produktqualität, kann sich das Haftungsrisiko der SMTL erhöhen. SÜSS MicroTec verfügt, neben anderen Versicherungen, über eine Produkthaftpflichtversicherung für die Gruppe, die das potenzielle Risiko soweit möglich limitiert und in die auch die SMTL eingebunden ist.

Finanzmarktrisiken

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen, oder die als Sicherheit dienenden Vermögenswerte an Wert verlieren. Die SMTL hat die konzernweit gültige Richtlinie zum Thema "Credit Assessment" implementiert.

Finanzierungssystematik

Auf Grund der Einbeziehung in das Cash-Pooling bei der Muttergesellschaft besteht eine Abhängigkeit im Rahmen der kurzfristigen Finanzierung.

Gesamtrisiko

In der SMTL wurden keine bestandsgefährdenden Risiken im Geschäftsjahr 2009 für das Unternehmen erkennbar. Der Fortbestand des Unternehmens war unter Substanz- und Liquiditätsaspekten zu keiner Zeit gefährdet.

Prognosebericht

Vor dem Hintergrund fallender Speicherchippreise und bestehender Überkapazitäten hatten die Halbleiterhersteller beginnend in der Jahresmitte 2008 ihre Investitionsbereitschaft in Halbleiter-Equipment deutlich reduziert. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner verzeichnete die Halbleiter-Equipment-Industrie in Folge dessen in 2009 einen Umsatzrückgang von -42,6 % (Stand Dezember 2009). Bei der Bewertung dieser Zahlen ist jedoch zu berücksichtigen, dass sie Märkte reflektieren, die für große "Frontend"-orientierte Hersteller wie Applied Materials oder ASML bestimmend sind.

Die SMTL ist hingegen im klassischen "Frontend" der Chiphersteller kaum aktiv und ist als innovativer, spezialisierter Equipment-Hersteller hauptsächlich in den Teilmärkten MEMS, Advanced Packaging, Verbindungshalbleiter und 3D-Integration tätig. Es ist der SMTL in 2009 daher auch gelungen sich dem globalen Trend zu entziehen und den Umsatzrückgang deutlich moderater zu gestalten.

Für das Geschäftsjahr 2010 und folgende gehen wir für unsere Hauptmärkte von folgenden Entwicklungen aus:

Markt für Mikrosystemtechnik (MEMS)

Trotz der stetig steigenden Absatzzahlen, blieb der Markt für Mikrosystemtechnik (MEMS) nach 2007 und 2008 auch im Jahr 2009 ohne nennenswertes Wachstum. Grund hierfür ist laut dem Industrieverband SEMI der wachsende Anteil an Niedrigpreis-MEMS-Bauteilen für Verbraucherelektronik, der sich negativ auf die durchschnittlichen Verkaufspreise auswirkte. Das Marktforschungsinstitut Yole Developpement geht jedoch vor dem Hintergrund einer langsam einsetzenden Erholung der Weltwirtschaft davon aus, dass der MEMS-Markt im Jahr 2010 erstmalig wieder um 14 % auf ein Marktvolumen von 8,0 Mrd. US-Dollar wachsen wird. Die Marktforscher prognostizieren darüber hinaus eine durchschnittliche Wachstumsrate von 24,2 % pro Jahr mit einem erwarteten Umsatz im Bereich der Mikrosystemtechnik von 12,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 (Stand August 2009).

Während die vormals starken Treiber des Marktes, wie die Automobilindustrie und Tintenstrahldruckerköpfe, in den vergangenen drei Jahren aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise und den damit zurückgehenden Absatzzahlen an Bedeutung verloren haben, werden laut Yole Developpement zukünftig insbesondere mobile Anwendungen im Bereich der Verbraucherelektronik sowie die Märkte in der Industrie und Medizintechnik die größten Wachstumstreiber sein. Vor allem die Nachfrage der Konsumenten in der Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nach multiplen, integrierten Funktionen sollte einen starken Impuls auslösen. Auf der Angebotsseite reagieren die Hersteller auf die steigenden Anforderungen mit neuen Produkten und Applikationen. So finden Drehratensensoren und mehrachsige Beschleunigungssensoren als Instrumente in mobilen Elektronikgeräten, z.B. als Bildstabilisatoren in Handys oder in Spielekonsolen, Anwendung. Videospiel-Controller, wie sie in der Nintendo Wii oder der Sony Playstation verbaut werden, werden laut dem Marktforschungsinstitut iSuppli auch in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen.

Bei der Interpretation der Marktzahlen ist hingegen zu berücksichtigen, dass der Equipment-Markt in diesem Bereich weniger schnell wächst, als der MEMS-Markt selbst, da durch die gesteigerte Produktivität der Fertigungssysteme eine stets höhere Anzahl an MEMS-Bauteilen pro Maschine gefertigt werden kann.

Advanced Packaging und 3D-Integration

Für das Wafer Level Packaging (Advanced Packaging) prognostizieren die Forscher von TechSearch International Inc. (Stand Juli 2009) für den Zeitraum von 2009 bis 2012 einen Anstieg der Zahl der gebumpten 200mm-Wafer von 4,4 Mio. Stück auf 7,5 Mio. Stück oder eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 19,5 %. Bei der Interpretation der Zahlen kann jedoch nicht von einer proportionalen Erhöhung des Equipments ausgegangen werden. Für das Marktforschungsinstitut Yole Developpement wird das Wachstum im Advanced Packaging in den kommenden Jahren vor allem aus dem Bereich der dreidimensionalen Systemintegration (3D-Integration) kommen. Dieser noch junge Sub-Markt des Advanced Packaging wird nach Schätzungen des Marktforschungsinstitutes Yole Developpement im Zeitraum von 2010 bis 2015 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 59,5 % pro Jahr aufweisen (Stand Januar 2009). Wesentliche Wachstumstreiber sind dabei vor allem CMOS-Bildsensoren sowie MEMS und Speichermedien (DRAM).

Verbindungshalbleiter (LED)

Die SMTL konzentriert sich in diesem Markt auf das Wachstumssegment LEDs (Leuchtdioden) und adressiert mit seinen Produktlösungen insbesondere Hersteller von höherwertigen Leuchtdioden, sogenannten High-Brightness (HB)- und Ultra-High-Brigthness (UHB)-LEDs. Die hocheffizienten Leuchtdioden sind im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln extrem platzsparend und haben eine bis zu 50mal so lange Lebensdauer bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch und geringerer Wärmeentwicklung. Neben diesen umweltfreundlichen Eigenschaften haben die hohe Vibrations- und Stoßfestigkeit sowie die zunehmend preiswertere Herstellung der Dioden zu einer breiten Akzeptanz in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen geführt. Dabei wird die Nachfrage zunehmend durch den Einsatz in der Computer-und Fernsehtechnik getrieben.

Das französische Marktforschungsinstitut Yole Developpement prognostiziert für den weltweiten LED-Markt für die kommenden sechs Jahre daher eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 14,1 % auf ein Marktvolumen von 11,65 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015. Laut den Marktforschern wird das Wachstum dabei insbesondere von der steigenden Nachfrage nach Ultra-High-Brightness-LEDs getrieben werden, deren durchschnittliche jährliche Wachstumsrate sich im genannten Zeitraum auf +54,4 % belaufen soll. Für die Equipmenthersteller leitete sich nach Schätzungen von Yole Developpement aus dem Markt für HB- und UHB-LEDs für die kommenden fünf Jahre eine durchschnittliche jährliche Marktwachstumsrate von +33,6 % auf ein Marktvolumen von 353 Mio. US-Dollar im Jahr 2015 ab.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der SMTL

Für die Halbleiter-Equipment-Industrie prognostizieren aktuelle Studien führender Marktforschungsinstitute wie Gartner und iSuppli Marktwachstumsraten für 2010 im Bereich zwischen 45 und 47 %. Für 2011 rechnet Gartner mit einem weiteren Wachstum von 30,2 %. Diese Prognosen beziehen sich jedoch wie gesagt auf Märkte, die für große "Frontend"-orientierte Hersteller bestimmend sind und somit für uns nur eine bedingte Aussagekraft haben.

Entsprechend haben wir in unserer internen Planung diese Wachstumsraten nicht antizipiert und gehen für 2010 und 2011 von einer stabilen Geschäftsentwicklung der SMTL auf ähnlichem Niveau wie 2009 aus.

Insgesamt erwarten wir, dass das operative Geschäft in den Jahren 2010 und 2011 ein leicht verbessertes positives Betriebsergebnis zu 2009 sowie einen weiterhin positiven, ebenfalls leicht zum Vorjahr ansteigenden, operativen Cash Flow generieren wird.

Vorausschauende Aussagen

Der Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SMTL beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, die im Risikobericht angesprochen wurden, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Garching, den 30. März 2010

R. Wolf, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Suss MicroTec Lithography GmbH, Garching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 29. April 2010

KPMG AG
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