GigaPrint GmbH
Selbe AdresseDruck- und Medienvorstufe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Kram seit 29.10.2021 | Prokura |
Helmut Hackner seit 25.2.2021 | Prokura |
Martin Straßer seit 18.9.2020 | Geschäftsführer |
Birgit Asam seit 18.9.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KraussMaffei Automation GmbHVaterstetten (vormals: Oberding)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Die Gesellschaft Die KraussMaffei Automation GmbH ("KMA" oder "Gesellschaft") zählt zu den Herstellern von Automationslösungen bei der Produktion und Verarbeitung von Kunststoff. Die Gesellschaft entwickelt und produziert die Produkte und Anlagen in eigenen Produktionsstätten in Deutschland. Vertrieben werden diese unter der Marke KraussMaffei über eigene Mitarbeiter und ein weltweit dicht geknüpftes Vertriebs- und Servicenetz des direkten Mutterunternehmens KraussMaffei Technologies GmbH ("KMT"). Ein wichtiges Ziel ist es, den Kunden weltweit mit hochwertigen, effizienten und bedürfnisgerechten Automationslösungen und Anlagen sowie umfassenden Serviceleistungen einen Mehrwert über deren gesamte Wertschöpfungskette zu bieten. Dabei bedient die KMA internationale Kunden aus verschiedenen Abnehmerbranchen, insbesondere aus der Verpackungs-, der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie sowie der Bau-, der Elektro-/Elektronik-, der Medizin-/Pharma- und der Haushaltsgeräteindustrie. Nach Einschätzung der Geschäftsführung der Gesellschaft zeichnet sich das Produktportfolio durch eine hochwertige und innovative Maschinentechnik aus. Die Gesellschaft hat das Ziel mittels eines hohen Prozess- und Anwendungs-Know-hows der Mitarbeiter die Kunden effizient und zielgerichtet über den gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess hinweg zu beraten. Mit individuellen und auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Systemlösungen wird ein breites Applikationsspektrum abgedeckt. Als wesentliches Plus im Wettbewerb sehen die gesetzlichen Vertreter die Tatsache, dass die KraussMaffei Gruppe als weltweit einziger Hersteller Produkte und Lösungen für die drei marktrelevanten Technologien Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik anbietet (Grand View Research 2024). Des Weiteren bietet die KMA im 2nd Level Support oder über das Servicenetz der Niederlassungen der KMT weltweit Serviceleistungen an, unter anderem die Bereitstellung und den Einbau von Ersatzteilen, die Wartung, die Nachrüstung, die Generalüberholung und die Instandhaltung oder Verlagerungen von Anlagen und Systemen. Die Geschäftstätigkeit der KraussMaffei Gruppe, KMG einschließlich ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen, wird im Wesentlichen nach den zwei Geschäftssegmenten, Neumaschinengeschäft und Digital & Service Solutions (DSS), gesteuert. Das Neumaschinengeschäft der KMA umfasst nach Meinung der Geschäftsführung der Gesellschaft hochwertige, spezialisierte und automatisierte Komplettlösungen sowie Standardroboter und -anlagen und unterteilt sich in die Bereiche: ● Modular ● Engineered Das Modular Geschäft ist geprägt durch den Einsatz hochgradig standardisierter Roboter und Peripherien, jeweils mit starkem Wiederholungscharakter. Bei den Robotern kommen die Produktgruppen Linear- und Industrieroboter sowie Angusspicker und PET-Entnahmesysteme zum Einsatz. Bei den Peripherien handelt es sich im Wesentlichen um Schutzeinhausungen und Fördertechniken. In der Regel ist der wertmäßige Anteil von kundenspezifischen Sonderlösungen oder -anpassungen kleiner zehn Prozent des Gesamtauftragswertes. Bei Engineered Projekten ist der Anteil an kundenspezifischen Lösungen markant. Trotz Verwendung der standardisierten Komponenten handelt es sich fast ausschließlich um einmalige Sonderlösungen. Ein Wiederholcharakter ist damit höchst selten gegeben. Die angebotenen Serviceleistungen beinhalten unter anderem die Bereitstellung und den Einbau von Ersatzteilen, die Wartung, die Nachrüstung, die Generalüberholung, die Instandhaltung der Roboter und Anlagen oder Verlagerungen von Anlagen und Systemen. Rechtliche und organisatorische Struktur Die KraussMaffei Automation GmbH, Oberding, ist Teil des KraussMaffei Konzerns ("Konzern"). Die KraussMaffei Technologies GmbH ("KMT") ist zu 100 % direkter Anteilseigner an der KMA und die KraussMaffei Group GmbH ("KMG") ist zu 100 % direkter Anteilseigner an der KMT. Die China National Chemical Equipment (Luxembourg) S.à r.l. ("CNCE Lux"), welche selbst zu 100% von der KraussMaffei Company Limited, Qingdao, China, gehalten wird, ist Alleingesellschafterin der KMG. Die CNCE Lux und ihre Tochtergesellschaften bilden den KraussMaffei Konzern ("KraussMaffei Gruppe", "KraussMaffei Konzern" oder "KM Gruppe") 2. Rahmenbedingungen 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft steht weiterhin vor den Herausforderungen der Inflation und den geringen Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum war im Jahr 2023 bisher stärker als erwartet, schwächt sich aber nun aufgrund strafferer Finanzierungsbedingungen, eines schwachen Handelswachstums und eines geringeren Unternehmens- und Verbrauchervertrauens ab. Die Risiken für die kurzfristigen Aussichten sind nach wie vor eher abwärts gerichtet und umfassen eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen, beispielsweise aufgrund des sich entwickelnden Konflikts nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel, und eine unerwartet starke Auswirkung der geldpolitischen Straffung. Auf der anderen Seite könnte das Wachstum auch stärker ausfallen, wenn die Haushalte mehr von den während der Pandemie angesammelten überschüssigen Ersparnissen ausgeben.[1] Vor dem Hintergrund der negativen Schocks durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und der drastischen Verschärfung der Geldpolitik erwies sich das globale Wachstum als robust und die Inflation ging schneller als erwartet zurück. Die Weltwirtschaft wuchs in 2023 mit einer annualisierten Rate von 3,1 %, gegenüber 2,8 % in der zweiten Jahreshälfte 2022, was dem Trend vor der Pandemie entspricht. Die Ergebnisse waren von Land zu Land unterschiedlich. Das starke Wachstum in den Vereinigten Staaten und vielen Schwellenländern wurde durch eine Verlangsamung in den meisten europäischen Ländern ausgeglichen[2] Zu laufenden Preisen betrachtet blieb die Maschinenbauindustrie in den ersten acht Monaten 2023 weltweit auf Wachstumskurs. Der durchschnittliche nominale Zuwachs betrug 4,5 %. Im aktuellen Umfeld steigender Preise ist es jedoch wichtig im Blick zu behalten, wie stark Preiseffekte zum nominalen Wachstum beitragen. In der zweiten Jahreshälfte dürften die Umsatzzuwächse jedoch in Folge weiterhin schwacher Order spürbar kleiner werden und in einigen Ländern preisbereinigt in den Minusbereich rutschen.[3] Wegen des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfeldes ist davon auszugehen, dass die Investitionsbudgets noch eine Weile reduziert werden. Andererseits ergeben sich große Investitionsbedarfe aufgrund der ökologischen und digitalen Transformation. Die VDMA-Volkswirte prognostizieren für das Jahr 2023 preisbereinigt eine Stagnation des Weltmaschinenumsatzes, bei einem weiterhin sehr heterogenen Bild auf Länderebene.[4] 2.2. Entwicklung im Markt für Kunststoff- und Gummimaschinen Für Kunststoff- und Gummimaschinen ist noch keine Trendwende in Sicht. Der Auftragseingang ist weiterhin nicht zufriedenstellend, da rückläufig und der Umsatz immer noch positiv, da noch die restlichen vorhandenen Alt-Aufträge abgearbeitet werden. Das Polster schmilzt aber von Monat zu Monat. Einige Unternehmen sind angesichts stark rückläufiger Aufträge nicht mehr in der komfortablen Lage, die Produktion mit ihren Auftragsbeständen ausreichend zu puffern.[5] Bei der Nachfragesituation nach Kunststoff- und Gummimaschinen hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 gegenüber der ersten Jahreshälfte - mit einer einzigen Ausnahme - nichts verändert. Alle in der Umfrage des VDMA enthaltenen Absatzregionen weisen im Grunde den identischen negativen (Umfrage-)Saldo (die Differenz aus "verbessert" gegenüber "verschlechtert" der Einschätzungen der 58 befragten Unternehmen hinsichtlich der Veränderung der aktuellen Nachfragesituation) auf wie vor einem halben Jahr. China wird jetzt mit -11 nicht mehr ganz so schlecht bewertet wie damals mit -16. Die einzige Ausnahme aber ist Nordamerika, das mit +10 einen positiven Saldo aufweist - zuletzt noch -9. Besonders negativ wird die Situation in Deutschland, Westeuropa und Osteuropa eingeschätzt.[6] 2.3. Rechtliche Rahmenbedingungen Das rechtliche Umfeld der Gesellschaft ist von einer Vielzahl nationaler und internationaler gesetzlicher Regelungen geprägt. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit haben unter anderem Vorschriften über Betriebsgenehmigungen, die technische Sicherheit von Maschinen, medizin- und pharmarechtliche Regelungen, Bauvorschriften, arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, Exportkontrollregelungen sowie umwelt- und anwendergerechte Bestimmungen betreffend Produktion, Standorte und Erzeugnisse. Sämtliche Produktionsstandorte unterliegen den einschlägigen Vorschriften zum Schutz der Umwelt. Diese betreffen unter anderem die Begrenzung von Luft- und Bodenverunreinigungen, Einleitungen in unterirdische Gewässer, sonstige Emissionen in die Umwelt, die Handhabung, Lagerung und den Transport von Gefahrstoffen sowie die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen. Die KMA hat nach Auffassung der Geschäftsführung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mittels interner Kontrollsysteme aktiv und konsequent die Einhaltung geltender Richtlinien und Vorschriften sichergestellt. . 2.4. Position im Wettbewerb Der Konzern ist im oberen (hochpreisigen) Marktsegment tätig und steht nur bedingt in Konkurrenz mit den vielen Wettbewerbern, die eher das untere Marktsegment abdecken. Dem Markttrend folgend, hat der Konzern kontinuierlich auch neue Produkte und neue Kundenanwendungen für das mittlere Marktsegment entwickelt. Aufgrund hoher Eintrittsbarrieren für das obere Marktsegment ist die Anzahl an Wettbewerbern im Bereich Neumaschine (Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik), in denen der Konzern aktiv ist, begrenzt. Die KMA ist mit ihrer Geschäftstätigkeit in Zusammenarbeit mit der KMT hauptsächlich für das Segment Spritzgießtechnik tätig. Vereinzelt werden Prozesse im Bereich Reaktionstechnik automatisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte sich die Gesellschaft, nach Auffassung der Geschäftsführung, trotz schwierigem Marktumfeld erneut gegen international agierende Wettbewerber und in den einzelnen Ländern gegen lokale Anbieter behaupten. Zu den wesentlichen Wettbewerbern aus Sicht der KMA zählen im Markt für Automationslösungen unter anderen Engel Automation (Österreich), SAR (Deutschland, USA), Sepro (Frankreich), Wittmann (Österreich, USA), Arburg (Deutschland, USA), JR Automation (USA). 3. Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung der KraussMaffei Automation GmbH werden die Umsatzerlöse und der operative Gewinn-/ Verlust (Ergebnis vor Steuern) herangezogen. Der Auftragseingang spiegelt den nicht-finanziellen Leistungsindikator wider. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden erst im März 2024 aufgestellt. Daher erfolgte keine Prognoseberichterstattung für das Geschäftsjahr 2023. Aus diesem Grund kann im Lagebericht 2023 kein Vergleich zur Prognose aus dem Vorjahr erstellt werden. Im Vergleich zu den Ist-Zahlen des Vorjahres ergibt sich ein Umsatz in Höhe von 35,9 Mio. € (Vorjahr: 38,2 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang von 6,0 %. Das Ergebnis nach Steuern, das dem Ergebnis vor Steuern entspricht, belief sich auf -1,2 Mio. € (Vorjahr: -3,2 Mio. €). Der Auftragseingang ist um 22,0 % von 40,4 Mio. € im Vorjahr auf 31,5 Mio. € in 2023 gesunken. Der Auftragsbestand hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ebenfalls von 19,9 Mio. € auf 15,5 Mio. € verschlechtert. Dies entspricht einem Rückgang von 22,1% gegenüber dem vergleichbaren Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2022. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 4.1. Ertragslage Die negative Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. Der Umsatz, der zum überwiegenden Teil mit Gesellschaften des KraussMaffei Konzerns erzielt wird (2023: ca. 95%, 2022: ca. 91 %) betrug 35,9 Mio. € (Vorjahr: 38,2 Mio. €). Obwohl der Gesamtumsatz des Unternehmens sich somit um 6% verringert hat, konnte im Bereich Automobile ein Wachstum 36% erreicht werden. Der Anteil am Gesamtumsatz ist in diesem Bereich von 37,0% im Vorjahr auf 53,7% in 2023 gestiegen und hat nach wie vor den größten Anteil am Gesamtumsatz. Die Division Neumaschine hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 29,2 Mio. € (Vorjahr. 31,7 Mio. €) einen Anteil von 81 % (Vorjahr: 83%) am Gesamtumsatz der Gesellschaft. Mit einem Anteil von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €) trug DSS 18 % (Vorjahr: 17 %) zum Gesamtumsatz bei. Die Herstellungskosten des Umsatzes betrugen 28,6 Mio. € (Vorjahr: 29,8 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurde ein Bruttoergebnis von 7,2 Mio. € erzielt (Vorjahr: 8,4 Mio. €), die Bruttoergebnismarge vom Umsatz lag mit 20,2% unter dem Wert des Vorjahres (22,0%). Der Rückgang des Bruttoergebnisses in % begründet sich im Wesentlichen in der fehlenden Auslastung im laufenden Geschäftsjahr. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind in 2023 mit 1,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr 1,8 Mio. € gesunken. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand gemessen am Umsatz lag mit 4,2% leicht unter dem Niveau des Vorjahres (4,6%). Die Vertriebskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €). Der Vertriebsaufwand lag gemessen am Umsatz mit 16,2% (Vorjahr: 14,8%) über dem Vorjahresniveau. Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) und lagen gemessen am Umsatz mit 3,5% deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 4,7%). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.175 T€ (Vorjahr: 245 T€) beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 27 T€ (Vorjahr: 32 T€). Der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die KraussMaffei Technologies GmbH abgeführte Verlust betrug -1,2 Mio. € (Vorjahr: -3,2 Mio. €). 4.2. Finanzlage Da die KMA, wie auch ihre Gesellschafterin, die KraussMaffei Technologies GmbH (KMT), an das Cashpooling der KMG angeschlossen ist und über keine eigene externe Finanzierung verfügt, ist die Gesellschaft sowie alle übrigen deutschen Konzerngesellschaften vollumfänglich von der Finanzkraft der KMG abhängig. Die Zahlungsfähigkeit der KMG sowie des KraussMaffei-Konzerns war zum Bilanzstichtag insbesondere wegen der ausstehenden Verlängerung von Darlehen mit verbundenen Unternehmen (mit ursprünglicher Fälligkeit am 25. April 2025) i.H.v. 400,0 mEUR nicht gewährleistet und dadurch auch die KMA in ihrem Bestand gefährdet. Die Geschäftsführungder KMG beabsichtigt die KMA rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die KMT zu verschmelzen. Damit der Jahresabschluss der KMA unter Fortführungsannahme aufgestellt werden kann, muss die Fortführung der aufnehmenden Gesellschaft, der KMT, gewährleistet sein. Hierfür haben die Gesellschafter der KMG zusammen mit der Geschäftsführungdie in den Unterabschnitten "Liquidität" und "Finanzkennzahlen" im Risikoberichtsabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" dargestellten Maßnahmen nach dem Bilanzstichtag umgesetzt. Die KMA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,1 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Mittel flossen überwiegend in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Working Capital ist im Vergleich zum Vorjahr von 10,0 Mio. € auf 8,2 Mio. € gesunken. Die Vorräte (abzgl. erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen) sind von 9,0Mio. € im Vorjahr auf 6,8 Mio. € in diesem Jahr gesunken. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. verbundene Unternehmen) ist von 8,1Mio. € im Vorjahr auf 6,7Mio. € in diesem Jahr gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. verbundene Unternehmen) sind von 5,5Mio. € im Vorjahr auf 2,3 Mio. € in diesem Jahr ebenfalls gesunken. Die Relation von Working Capital zu Umsatz hat sich auf 22,8% verbessert (Vorjahr: 26,1%) und führt im Vergleich zum Vorjahr zu einer geringeren Kapitalbindung. Zum Bilanzstichtag bestehen bilaterale Kreditlinien mit Banken/Versicherungsgesellschaften für die Ausstellung von Avalen. Diese Kreditlinien können von der KraussMaffei Group GmbH ("KMG"), der KraussMaffei Technologies GmbH ("KMT"), der KraussMaffei Extrusion GmbH ("KME"), der KraussMaffei Automation GmbH ("KMA"), der Krauss-Maffei Corporation ("KMC") und der NETSTAL Maschinen AG ("NMAG") genutzt werden. Das Gesamtvolumen der Kreditlinien, die auch von der KMA genutzt werden können, beträgt 64.159 TEUR. Zum Bilanzstichtag wurden diese Linien mit einem Gesamtbetrag von 55.926 TEUR in Anspruch genommen, davon entfallen auf die KMA 0,00 TEUR. Die Provisionen für die Linien, die nur für die Ausstellung von Garantien in Anspruch genommen werden können, liegen zwischen 1,10% p.a. und 2,75% p.a. 4.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 14,7 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. €). Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen mit 1,0 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 1,1 Mio. €. Dabei haben sich sowohl die immateriellen Vermögensgegenstände, bedingt durch höhere Abschreibungen als Zugänge, verringert als auch die Sachanlagen, die ebenfalls aufgrund geringer Investitionen bei nahezu unveränderter Abschreibungshöhe auf 1,0 Mio. € reduziert wurden. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens beliefen sich auf 13,7 Mio. € (Vorjahr: 17,3 Mio. €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Abbau der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um 1,2 Mio. € und einem Abbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,9 Mio. €. Bei unverändertem Eigenkapital aufgrund der Ergebnisabführung zur Muttergesellschaft und einer sinkenden Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 34,3% auf 43,1% gestiegen. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 6,4 Mio. € auf 5,8 Mio. € gesunken. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Rückstellungen für Restrukturierung und eine Reduzierung der Rückstellung für Reklamationen zurück zu führen. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr von 5,8 Mio. € auf 2,6 Mio. € gesunken. Der Rückgang begründet sich in den sinkenden Verbindlichkeiten sowohl gegenüber verbundenen Unternehmen als auch aus Lieferungen und Leistungen. 4.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zusammenfassend lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung sagen, dass sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht verbessert hat aber trotzdem weiter angespannt bleibt. Die Geschäftsführung stellt den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung auf. Die Finanzierung der KMA erfolgt ausschließlich über das Cashpooling. Dadurch ist die Zahlungsfähigkeit der KMA eng verbunden mit der Zahlungsfähigkeit der KraussMaffei Gruppe. Durch die nach dem Bilanzstichtag getroffenen Maßnahmen, geht die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, ihre zukünftigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. 5. Geschäftsentwicklung der Bereiche und weitere ergebnisrelevante FaktorenIm Rahmen der Berichterstattung erfolgt eine Darstellung der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in den Bereichen Entwicklung, Herstellung, den Verkauf und den Service von Automationen als ergebnisrelevante Faktoren. 5.1. Forschung und Entwicklung Für die kontinuierliche Verbesserung der im Markt eingeführten Produkte (Modell- und Produktpflege), mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu steigern, wurden in 2023 verschiedene Standardisierungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Hard- und Software durchgeführt. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind in 2023 mit 1,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr 1,8 Mio. € gesunken. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand gemessen am Umsatz lag mit 4,2% unter dem Niveau des Vorjahres (4,6%). Zum 31.12.2023 arbeiteten in den Entwicklungsabteilungen der Gesellschaft insgesamt 9 Mitarbeiter (Vorjahr: 14 Mitarbeiter). Durch die Umstrukturierung der KraussMaffei werden bestehende und zukünftige Entwicklungsthemen global in einer gemeinsamen Entwicklungsroadmap gesteuert. Hierzu werden die Ressourcen gebündelt und das Produktportfolio wird noch stärker aufeinander abgestimmt. 5.2. Produktion Die KMA produziert Ihre Roboter sowie benötigen Komponenten und Teile an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die größte Produktionsstätte ist Oberding. Zum 31. Dezember 2023 arbeiteten insgesamt 115 Mitarbeiter (Vorjahr: 120 Mitarbeiter) in den Produktionswerken. 5.3. Personal Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der KMA zum 31. Dezember 2023 hat sich um 20 auf 170 Mitarbeiter, gegenüber dem Vorjahreswert von 190 Mitarbeitern, verringert. Dies entspricht einer Reduzierung um 10,5%. Die Geschäftsführungder KMA glaubt weiter an die Notwendigkeit den Personalbedarf mit Nachwuchskräften auch durch eigene Ausbildung decken zu können. In Hinblick auf die geplante rückwirkende Verschmelzung mit der KMT zum 01.01.2024 wurden neue Auszubildende zentral über die Muttergesellschaft KMT eingestellt und betreut. Aus diesem Grund haben sich die Mitarbeiter in Ausbildung zum 31. Dezember 2023 von 6 Mitarbeiter im Vorjahr auf 4 Mitarbeiter reduziert und der Anteil an der Gesamtbelegschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2,3% (Vorjahr: 3,1%) reduziert. 5.4. Vertrieb und Marketing Die vielfältigen Vertriebs- und Marketingmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten das Ziel, die gemeinsamen Endkunden der KMT und KMA sowohl persönlich als auch mittels des Einsatzes zahlreicher Informationen und Unterlagen von den Produkten und Dienstleistungen der Gesellschaft zu überzeugen. Neben der eigenen Vertriebsaktivität hat das weltweite Netz von Händlern und Vertretern zur Geschäftsentwicklung beigetragen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die großen nationalen und internationalen Messen. 6. Chancen- und Risikomanagement Die KMA ist im Rahmen ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Risiken kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem. Damit können Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Das Risikomanagementsystem des KraussMaffei-Konzerns fußt auf einem managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Der ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten COSO-Standard (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Enterprise Risk Management - Integrating with Strategy and Performance (2017) und ist an die Anforderungen von KraussMaffei angepasst. Die Rahmenwerke verknüpfen den ERM-Prozess mit dem Finanzberichterstattungsprozess und dem Internen Kontrollsystem (IKS) der Gesellschaft. Sie messen der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Für das Überwachungs- und Steuerungssystem werden im Wesentlichen die folgenden Instrumentarien genutzt: • Geschäftsführungs- und Management-Sitzungen • Jahresplanung und Prognoserechnung (Budgetplanung, unterjährige Planungen und eine Mittelfristplanung) • Monats- und Quartalsberichterstattung • Investitionsplanung • Produktions- und Kapazitätsplanung (Budgetplanung und Mittelfristplanung) • Strategische Unternehmensausrichtung • Vertriebs- und Markt-Analysen • Bereichsübergreifende Koordination von Projekten • Strategische Entwicklungsprojekte • Risikoworkshops • Patentkoordination • Einkaufs- und Lieferantenmanagement • Debitorenmanagement • Absatzfinanzierung • Liquiditätsplanung • Personalplanung und -entwicklung • Konzernrevision • Compliance Management • Internes Kontrollsystem • Risikoreporting - Risikomanagement Berichterstattung Diese Einrichtungen und Instrumentarien bilden die Grundlage für das bestehende Risikomanagement. 6.1. Jährliche Risikomanagement Berichterstattung Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung sämtlicher bestandsgefährdender Risiken ist installiert, dessen Aufgabe es ist, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 24 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen, um die notwendigen Schritte zu einer angemessenen Bewältigung in einem geordneten Verfahren einzuleiten. Die wesentlichen geschäftlichen Risiken werden den Unternehmensabläufen gegenübergestellt, analysiert und quantifiziert. Die Risikosteuerung erfolgt über die Definition und Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Auf Risikoerfassungsbögen werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Basierend auf den genannten Prozessen zum Risikomanagement hat die KMA die folgenden Kategorien für die Eintrittswahrscheinlichkeit und für die Risikobedeutung festgelegt:
Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotential. Aus der Addition aller einzelnen Risikopotentiale ergibt sich die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft. Diese wiederum lässt sich segmentieren nach spezifischen Risiken in den einzelnen Bereichen sowie nach übergreifenden Risiken auf Gesellschaftsebene. Der Stand der Umsetzung wird in regelmäßigen Abständen über das Risikomanagementsystem kontrolliert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen folgende Chancen wie auch Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft haben können. Ein Risiko ist die Beschreibung eines Ereignisses mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen. Eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Zum 31. Dezember 2023 ist über folgende wesentliche mittelbare Risiken für die KMA zu berichten: • Umfeld- und Branchenrisiken • Unternehmensstrategische Risiken • Leistungswirtschaftliche Risiken • Finanzwirtschaftliche Risiken • Rechtliche Risiken • Sonstige Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Allgemeines wirtschaftliches Umfeld (gravierend / wahrscheinlich) Der im Februar 2022 begonnene Ukrainekrieg, dauert bereits länger an als erwartet. Eine Beendigung des Konflikts ist bis auf Weiteres nicht absehbar, was das wirtschaftliche Wachstum insbesondere in der europäischen Union und damit auch die Nachfrage nach Produkten von KraussMaffei bremsen könnte. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Dezember 2023 um 8,6 % niedriger als im Dezember 2022. Im November 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -7,9 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gingen die Erzeugerpreise im Dezember 2023 gegenüber dem Vormonat um 1,2 % zurück. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren die gewerblichen Erzeugerpreise 2,4 % niedriger als im Jahresdurchschnitt 2022. Allerdings blieben die Erzeugerpreise im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau, nachdem sie in den Jahren 2021 (+10,5 % gegenüber 2020) und 2022 (+32,9 % gegenüber 2021) sehr stark gestiegen waren.[7] Obwohl die Zunahme von Preissteigerungen wie beschrieben zuletzt abgenommen hat, könnten anhaltende bzw. sich verschärfende Lieferengpässe sowie weitere Energiepreiserhöhungen die Preisentwicklung und damit auch die Kostenstruktur des KM-Konzerns negativ beeinflussen. Die inflatorische Entwicklung seit Ende 2021 führten sowohl in den USA durch die Federal Reserve Bank (FED) als auch nachgelagert in der EU durch die EZB zu erheblichen geldpolitischen Straffungen (Leitzinserhöhungen). Während die FED den Leitzins im Jahresverlauf bis Juli 2023 auf 5,5 % erhöhte, wurde der Leitzins der Europäischen Union bis September 2023 auf 4,5 % erhöht. Eine weitere Erhöhung seitens der EZB im Oktober 2023 blieb aus. Das anhaltend hohe Zinsniveau trägt zur Investitionszurückhaltung der Kunden von KraussMaffei bei. Kurz- bis mittelfristig ist mit keiner Leitzinsreduzierung der Notenbanken zu rechnen. Wettbewerb (gravierend / wahrscheinlich) Die aggressive Preisgestaltung von Marktbegleitern in einem extremen Verdrängungsmarkt führt zu zusätzlichem Druck auf die Margen und die Wettbewerbsposition der KM-Gruppe. Sämtliche Marktbegleiter haben, wie auch KraussMaffei, deutliche Überkapazitäten. Diese Entwicklungen erfordern eine genaue Überwachung und gezielte Strategien, um sich den Marktbedingungen anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In Bezug auf die beschriebenen Umfeld- und Branchenrisiken besteht aktuell ein wahrscheinliches Risiko einer zunächst anhaltenden konjunkturellen Schwächephase sowohl weltwirtschaftlich als auch europäisch sowie in Bezug auf die Entwicklung der Nachfrage nach Produkten des Maschinenbaus (siehe hierzu Abschnitt "Prognosebericht und Ausblick"). Die KM-Gruppe begegnet den Risiken mit einer aktiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtung, um schnell auf Marktänderungen zu reagieren und gegebenenfalls notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Unternehmensstrategische Risiken (gravierend / eventuell) Wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist es, , innovative Verfahrenslösungen und neuer Serviceleistungen zu etablieren und das Produkt- und Leistungsportfolio gezielt auszubauen. Hierzu geht die Gesellschaft auch aktiv Kooperationen ein. Dabei besteht das Risiko, dass nachfolgend eine Markteinführung nicht erfolgreich verläuft. Die KMA begegnet diesem Risiko mit einer klaren Orientierung auf die Marktbedürfnisse, einem stringenten Entwicklungsmanagement und einer zielgerichteten Markteinführung. Leistungswirtschaftliche Risiken Innovation (wesentlich / unwahrscheinlich) Die KMA ist stets bestrebt neue und innovative Maschinen und Anlagen, Verfahren und Serviceleistungen anzubieten. Damit ist die Gesellschaft dem Risiko ausgesetzt, dass diese neuen Leistungen, trotz eines hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwands, nicht von den Kunden angenommen werden. Dieses Risiko wird minimiert, indem die Gesellschaft sich konsequent an den Bedürfnissen des Marktes und damit der Kunden orientiert. Lieferantenengpässe (wesentlich / eventuell) Des Weiteren bestehen für die Gesellschaft Abhängigkeiten in der Geschäftsbeziehung mit Lieferanten sowie mit eigenen Produktionsstandorten. Bei einer Verschlechterung der Geschäftsbeziehungen oder verspätete bzw. nicht korrekte Lieferungen können sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit oder das Kundenverhältnis auswirken. Dies könnte zu Preisnachlässen, Umsatzausfällen oder Pönalen seitens der KM-Gruppe führen. Des Weiteren könnten Zulieferer in Liquiditätsprobleme gelangen. Die KMA begegnet diesem Risiko durch einen stetigen Kontakt mit ihren Partnern, wenn möglich einem Ausweichen auf alternative Zulieferer und durch ein aktives Lieferantenmanagement sowie der Verpflichtung der Lieferanten zur Zahlung von Vertragsstrafen oder Schadenersatz. Mitarbeiterqualifikation (wesentlich / eventuell) Zudem unterliegt die Gesellschaft dem Risiko, dass die Innovationskraft beeinträchtigt wird, wenn es ihr nicht gelingt qualifizierte Fachkräfte zu halten oder zu gewinnen. Die Gesellschaft ist bestrebt die Mitarbeiterfluktuation so gering wie möglich zu halten und gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, insbesondere durch eine aktive Personalarbeit, eine aktive Kandidatensuche über die eigene Homepage oder Online-Jobbörsen sowie einem Recruiting von Praktikanten, Studenten und Absolventen bei Hochschulveranstaltungen. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquidität (existenzbedrohend / eventuell) Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist ein weiteres wichtiges Unternehmensziel. Nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie das mit der KMG bestehende Cashpooling stellen die Liquiditätsversorgung grundsätzlich sicher. Ein mögliches Liquiditätsrisiko liegt darin, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie beispielsweise einer monatlich durchgeführten Liquiditätsplanung für die jeweils nächsten drei Monate, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft ist, neben dem Erreichen der Ertrags- und Liquiditätsplanung der KMA selbst, aufgrund der ausschließlichen Finanzierung über das Cashpooling der KMG, maßgeblich von der Ertrags- und Liquiditätskraft der KMG bzw. des KM-Konzerns insgesamt und damit von deren bzw. dessen Finanzkraft abhängig. Die Geschäftsführung der KMG beabsichtigt, die KMA rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die KraussMaffei Technologies GmbH (KMT) zu verschmelzen. Damit der Jahresabschluss der KMA unter Fortführungsannahme aufgestellt werden kann, muss die Fortführung der aufnehmenden Gesellschaft, der KMT, gewährleistet sein. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sowie des KraussMaffei-Konzerns war zum Bilanzstichtag, insbesondere wegen der ausstehenden Verlängerung von Darlehen mit verbundenen Unternehmen (mit ursprünglicher Fälligkeit am 25. April 2025) i.H.v. 400,0 mEUR, nicht gewährleistet und die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Um die Unternehmenstätigkeit mindestens bis Mai 2025 sicherzustellen, haben die Gesellschafter zusammen mit der Geschäftsführungnach dem Bilanzstichtag folgende Maßnahmen umgesetzt: • Im Oktober 2023 und Februar 2024 wurden externe Darlehen des KM-Konzerns in Höhe von insgesamt 400,0 mEUR zurückgeführt und mittels eines Darlehens der Sinochem Hong Kong (Group) Company Limited (eine Finanzierungsgesellschaft der Sinochem Gruppe) vollständig ersetzt. Dieses Darlehen ist am 28. Februar 2024 bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. • Der KM-Konzern verfügt zum 29. Februar 2024 über verzinsliche Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 1.194,7 mEUR. Von diesen Darlehen ist seit dem 28. April 2023 ein Gesamtvolumen von 348,4 mEUR als Darlehen mit unbestimmter Laufzeit ausgestaltet. Die vertragskonform nicht geleisteten und insofern aufgelaufenen Zinsen im Zeitraum 29. April 2023 bis einschließlich 29. Februar 2024 belaufen sich auf 10,8 mEUR. Das Darlehen wird mit 3,75 % verzinst. Die Verzinsung erhöht sich ab dem 28. April 2028 auf 6,75 %. Alle übrigen Darlehen (insgesamt 846,3 mEUR, davon sind zum 29. Februar 2024 257,5 mEUR noch nicht in Anspruch genommen) haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Verzinsungen dieser Darlehen liegen bei 3,425 % bzw. setzen sich aus dem laufzeitäquivalenten EURIBOR zzgl. einer Marge im Bereich von 0,725 % und 0,95 % zusammen. • Die Liquidität innerhalb des KM-Konzerns ist durch Cashpooling-Vereinbarungen mit der KraussMaffei Group GmbH als Cashpool-Führer gesichert. Am 6. März 2024 wurde der Cashpool-Rahmenvertrag mit der KMG, vorbehaltlich weiterer Verlängerungen, bis zum 30. Juni 2026 verlängert. • Am 6. Februar 2024 wurde der Kaufvertrag über den Verkauf der NETSTAL Maschinen AG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der KMT, unterzeichnet. Die KMT rechnet mit einem Zufluss an liquiden Mitteln in Höhe von ca. 170 mEUR im Jahr 2024. Die liquiden Mittel werden zur (teilweisen) Rückführung der in Anspruch genommenen Darlehen mit verbundenen Unternehmen genutzt und reduzieren somit die Zinslast des KM-Konzerns. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung als revolvierende Kreditlinie, kann der KM-Konzern im Liquiditätsbedarf wieder auf diese Mittel zurückgreifen. • Als Unsicherheit bleibt bestehen, ob es der aufnehmenden Gesellschaft gelingt, die Ergebnis- und Liquiditätsplanung in den Geschäftsjahren ab 2024 deutlich zu verbessern, um eine ausreichende Liquidität aus operativer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Die dabei zugrunde gelegte Planung basiert auf Annahmen und ist daher zwangsläufig mit Unsicherheiten behaftet. Risiken, die zu einer negativen Abweichung der (Liquiditäts-)Planung führen können, sind vor allem: • Stabilisierung der Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 • Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere der Abbau von Personalkosten aus dem im Februar 2023 beschlossenen Personalabbauprogramm sowie die Reduzierung von Materialkosten durch Konsolidierung der Lieferanten und dem verstärkten Bezug aus best-cost Ländern • Die allgemeinwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken (u.a. die weitere Entwicklung des Inflations- und Beschaffungspreisniveaus, die Aufrechterhaltung der Lieferketten bzgl. der Verfügbarkeit von RHB-Stoffen sowie die Kundennachfrage) Zinsentwicklung (wesentlich / wahrscheinlich) Die KMA ist zudem einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, da die Cashpooling-Forderungen und Cashpooling-Verbindlichkeiten variabel verzinst sind. Schwankungen von Zinssätzen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Forderungen bzw. Schulden sowie auf die Kosten für die Refinanzierung dieser Schulden auswirken. Es besteht das Risiko, dass sich Zinserhöhungen wesentlich auf das Finanzergebnis auswirken. Rechtliche Risiken Haftungs- oder Schadensersatzansprüche (wesentlich / unwahrscheinlich) Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko von Haftungs- oder Schadenersatzansprüchen, beispielsweise aufgrund von Konstruktionsfehlern, Mängeln an einzelnen Maschinen und Anlagen, schwerwiegenden Serien- und Baureihenfehlern oder der Verletzung vertraglicher Vereinbarungen mit Kunden und Geschäftspartnern. Dies könnte zu erheblichen Nachbesserungsarbeiten, der Rücknahme oder dem Austausch von Produkten oder der Nachlieferung und Ausbesserung von Einzelteilen und damit zu Kosten für die Gesellschaft führen. Nachfolgend könnte dies sowohl die Reputation der Gesellschaft als auch die Marktakzeptanz für die Produkte und damit die Ertragslage belasten. Die KMA begegnet diesem Risiko unter anderem durch eine hohe Qualität in der Produktherstellung, einem aktiven Prozess- und Qualitätsmanagement sowie der Regelung geeigneter Haftungsbeschränkungen beziehungsweise Gewährleistungsausschlüssen in den Verträgen mit Kunden und Geschäftspartnern. Sonstige Risiken Geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse (wesentlich / unwahrscheinlich) Es besteht das Risiko, dass immaterialgüterrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Gesellschaft Wettbewerbern, Mitarbeitern oder Dritten durch das Abwerben von Mitarbeitern, durch Diebstahl von Daten und sonstigen elektronischen Informationen oder durch andere illegale Handlungen bekannt werden könnten. Dies könnte nachfolgend die Wettbewerbsposition schwächen und sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken. Die KMA begegnet diesem Risiko durch aktives Ergreifen von Maßnahmen zum Schutz ihres Know-hows und Fachwissens im Unternehmen. IT (wesentlich / eventuell) Die KraussMaffei Gruppe nutzt als global agierender Technologiekonzern eine Vielzahl an standardisierter sowie auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgelegter IT-Systemanwendungen, Netzwerkumgebungen und IT-Infrastruktur. Die technologische Entwicklung und Nutzung der neuesten und sichersten IT-Systeme hat für die KraussMaffei Gruppe hohe Priorität. Die Nutzung von IT-Systemen birgt das generelle Risiko unbefugten Zugriffs auf die weltweiten elektronischen Daten des Konzerns. Das Risiko besteht insbesondere im Zugriff auf sensible Daten (z.B. technische Konstruktionsdaten, Mitarbeiterdaten). Das Risiko ist aufgrund hoher Sicherheitsstandards jedoch als eventuell einzuschätzen. Die KraussMaffei Gruppe begegnet Risiken aus IT-Sachverhalten mit spezialisiertem Personal sowie prozessbasierten Sicherheitsmaßnahmen. Die Einführung eines funktionsübergreifenden Business Continuity Managements ist in Planung. Das Risiko eines Systemausfalls aufgrund exogener Einwirkungen (u.a. Angriffe) außerhalb des Firmennetzwerks stellt einen weiteren Risikofaktor dar, dem die KMG-Gruppemit stetigen Sicherheitsupdates der Firewall (APT-Abwehr) und streng kontrollierten Richtlinien zur Nutzung externer Software begegnet. Das Risiko wird als wesentlich eingeschätzt. Kurzfristige Systemausfälle aufgrund der allgemeinen Schnelllebigkeit der IT-Entwicklung werden als weiteres Risiko wahrgenommen. Diesem Risiko wird mit regelmäßigen Serverwartungen und einem hohen Standard an Datensicherheit begegnet. Das Risiko wird als wesentlich eingestuft. Ein weiteres Risiko besteht in der Nichteinhaltung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und daraus resultierender Strafzahlungen. Die KraussMaffei Gruppe begegnet diesem Risiko mit der erweiterten Detektion von Schwachstellen, um bedarfsgerecht entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Das Risiko wird als wesentlich eingestuft. 6.2. Chancenbericht Neben den aufgeführten Risiken sieht die KMA auch Chancen, ihre Marktposition und Ertragslage auszubauen. Diese Erwartungen werden durch die folgenden Markttrends gestützt. Die Gesellschaft sieht sich zur Nutzung dieser Trends technologisch mit ihrem Produkt- und Leistungsportfolio sehr gut aufgestellt, um daraus resultierende Marktpotenziale zu nutzen und um Kunden einen Mehrwert entlang ihrer Wertschöpfungskette zu bieten. Die Reihenfolge der Chancen entspricht der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Urbanisierung und Globalisierung (wesentlich / eventuell) Die Weltbevölkerung sowie deren Wohlstand wachsen weiter, wodurch die Nachfrage zur Herstellung von Kunststoffprodukten steigen wird. Des Weiteren wird ein weltweit steigender Bedarf an Medizinapplikationen erwartet, welcher in den Schwellenländern durch einen wachsenden Standard in der medizinischen Versorgung und in vielen Industriegesellschaften durch eine steigende Anzahl von älteren Menschen verursacht wird. Automobile Megatrends (wesentlich / eventuell) Die wachsende Nachfrage nach Elektromobilität und die Gewichtsreduzierung bei konventionellen Fahrzeugen und Elektroautos werden zu einem erhöhten Kunststoffeinsatz und entsprechender erhöhter Nachfrage nach kunststoffverarbeitenden Maschinen in der Automobilindustrie führen. Ressourcenschonung und Materialeinsparung (wesentlich / eventuell) Im Hinblick auf knapper werdende Ressourcen und Rohstoffe sind Produzenten angehalten, verstärkt Material einzusparen sowie neue als auch nachwachsende Rohstoffe sukzessive in den Produktionsprozess einzubinden. So sind Unternehmen unter anderem in der Verpackungsindustrie und in der Automobilindustrie bestrebt, Materialanteile und Gewicht zu reduzieren. Insbesondere im Transportwesen erwartet die Gesellschaft, dass im Rahmen von Leichtbauprojekten herkömmliche Werkstoffe wie Metalle und Aluminium in Zukunft durch leichtere Faserverbundwerkstoffe substituiert werden. Im Hinblick auf diese Trends verfügt die KMA über eine hohe Kompetenz in der Beratung und Umsetzung. Energie-, Prozess- und Produkteffizienz (wesentlich / eventuell) Wesentliche Anforderungen sind für die Kunden künftig Effizienzverbesserungen, die auch zu Kosteneinsparungen führen. Die von der Geschäftsführung rückwirkend zum 1. Januar 2024 beabsichtigte Verschmelzung der KMA auf die KraussMaffei Technologies GmbH (KMT) soll zusätzlich zur Effizienzsteigerung beitragen. Die Anforderungen diesbezüglich steigen. Des Weiteren steigen die Anforderungen zur Reduktion der Emission von Kohlenstoffdioxid im Produktionsprozess. Die KMA verfügt bereichsübergreifend über effiziente Maschinentechnik, intelligente Verarbeitungstechnologien sowie verfahrensübergreifende Systemlösungen, um Produzenten entlang deren gesamter Wertschöpfungskette der Kunststoffproduktion und -verarbeitung fach- und bedarfsgerecht zu beraten und zu unterstützen. Die Geschäftsführung der KMA sieht außerdem wesentliche Potenziale in der Hebung von Effizienzen innerhalb der eigenen Produktion. Kreislaufwirtschaft und Recycling (gravierend / wahrscheinlich) Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft bringt große Chancen für ein nachhaltiges Wachstum unserer Industrie mit sich. Ob energieeffizientes Bauen, E-Mobilität oder der Schutz von Lebensmitteln - im Kreislauf geführte Kunststoffe liefern die Werkstoffe, die unsere Gesellschaft heute und in Zukunft braucht. Sie sind unerlässlich zur Bewältigung wichtiger Herausforderungen wie der Energiewende, der Digitalisierung und moderner medizin-technischer Versorgung. Kunststoffprodukte leisten einen wichtigen Beitrag zur CO 2 -Reduktion durch Leichtbau in der Mobilität, durch Erhalt von frischen Lebensmitteln mittels Verpackung, durch Isolierung von Gebäuden sowie durch den Einsatz von Rezyklaten. Das Geschäftsfeld Extrusionstechnik leistet im Bereich der Herstellung und Aufbereitung von Rezyklaten einen wichtigen Beitrag. Zudem können auf unseren Extrusions- und Spritzgießmaschinen aus wiederaufbereiteten Kunststoffen wie Rezyklaten qualitativ hochwertige Endprodukte gefertigt werden. Darüber hinaus machen unsere digitalen Lösungen die Kreislaufwirtschaft noch wesentlich effizienter als bisher. Hochwertige Oberflächen (wesentlich / eventuell) Ein wesentlicher Trend ist der steigende Bedarf nach hochwertigen und kratzfesten Oberflächen, insbesondere in der Automobil-, der Elektronik- und der Haushaltsgeräteindustrie. Hieraus folgen unter anderem ein verstärkter Fokus auf Mehrschichtfolien oder funktionale Beschichtungen. Die Bereiche Spritzgieß- und Reaktionstechnik verfügen beispielsweise über eine hochwertige Verfahrenslösung, mit der Kunden entsprechende Oberflächen unter dem Wegfall von Lackierprozessen in einem Prozessschritt in einer Spritzgießmaschine herstellen können. Digitalisierung (wesentlich / wahrscheinlich) Die Digitalisierung ist ein Megatrend, der die Transformation von analogen zu digitalen Prozessen und Technologien in verschiedenen Bereichen vorantreibt. Im Kontext der Industrie bedeutet dies, dass traditionelle Produktions- und Betriebsabläufe durch den Einsatz von digitalen Technologien wie künstlicher Intelligenz, Internet der Dinge (IIoT), Big Data-Analyse und automatisierten Systemen optimiert werden. Unternehmen können dadurch effizienter arbeiten, Kosten senken, die Qualität verbessern und flexibler auf Marktanforderungen reagieren. Im Hinblick auf KMT als Hersteller von Kunststoffmaschinen eröffnet die Digitalisierung verschiedene Chancen. Angesichts des Fachkräftemangels und der steigenden Anforderungen im Zusammenhang mit Industrie 4.0 bieten digitale Lösungen die Möglichkeit, die Bediener zu unterstützen und die Effizienz der Fabriksteuerung und -überwachung zu verbessern. Durch die Integration digitaler Technologien in ihre Produkte und Dienstleistungen kann die KMT (als potentielle Gesamtrechtsnachfolgerin der KMA) nicht nur wettbewerbsfähig bleiben, sondern auch neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen und sich als Innovationsführer positionieren. 6.3. Zusammenfassende Beurteilung Am 28. Februar 2023 wurde ein Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Konzernbetriebsrat geschlossen. Ziel ist es, identifizierte Einsparpotentiale von mehreren Hundert Stellen in nicht-produzierenden Bereichen weltweit zu realisieren und bis Ende 2024 umzusetzen. Die Herausforderungen der nächsten Geschäftsjahre bestehen im Wesentlichen darin, die komplexe Restrukturierung fristgerecht zu implementieren und die damit verbundenen Kosteneinsparungen zu erzielen, die Geschäftsprozesse, auch im Hinblick auf die neuen Produktionsstandorte in Laatzen (KME) und Parsdorf (KMT / KMG) einschließlich der Integration der KMA in die KMT, so zu gestalten, dass die gesetzten Ziele der Ertrags- und Liquiditätsplanung eingehalten werden Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten und Herausforderungen im Zusammenhang mit den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sowie der wirtschaftlichen Entwicklung im Maschinenbau und damit verbunden die angestrebte Stabilisierung der Umsatzerlöse der KM-Gruppe. Die Auswirkungen auf die oben dargestellten Risikogruppen können insgesamt einen gravierenden Einfluss auf die KraussMaffei Gruppe und die Gesellschaft haben. Soweit es im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und den allgemeinwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu weiteren negativen Auswirkungen auf die Beschaffungs-, Produktions- und Umsatzentwicklung der KraussMaffei Gruppe bzw. der Gesellschaft kommt oder die Annahmen und Maßnahmen die der Unternehmens- und Liquiditätsplanung zugrunde liegen, wie der Abbau von Personal- und Materialkosten sowie eine mittelfristige Stabilisierung der Umsatzerlöse, nicht im erforderlichen Umfang eintreten, kann dies zu negativen Abweichungen von der Ertrags- und Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 führen. Aufgrund der starken Stellung im Markt und der technologischen Führungsposition, den qualifizierten Mitarbeitern sowie den strukturierten Prozessen zur frühen Risikoerkennung geht die Geschäftsführungder KMA davon aus, dass künftig aufkommenden Herausforderungen aus den geschilderten Risiken entsprechend entgegengewirkt werden kann. In den beschriebenen Chancen sieht die KMA Potentiale zu einer positiveren Geschäftsentwicklung. Die genannten Chancen und Risiken können sich teilweise erheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. 7. Prognosebericht und Ausblick Da die Geschäftsführungdavon ausgeht, dass die KMA rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die KraussMaffei Technologies GmbH verschmolzen wird, erfolgt keine Prognose für das Geschäftsjahr 2024.
Oberding, den 14.05.2024 Martin Straßer, Geschäftsführer [1] OECD Economic Outlook, Volume 2023 Issue 2, Chapter 'General assessment of the macroeconomic situation - Introduction' [2] OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024 : Strengthening the Foundations for Growth | OECD iLibrary (oecd-ilibrary.org) [3] VDMA - International-Maschinenbau-Konjunktur-2023-11Konjunkturbulletin international, Januar 2023 [4] ebenda [5] VDMA - Info Tag Kunstoff- und Gummimaschinen - November 2023 [6] Tendenzumfrage - Auswertung Kunststoff- & Gummimaschinen - Januar 2024 [7] Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 030 vom 19. Januar 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023I. Allgemeine HinweiseDie KraussMaffei Automation GmbH ("KMA"), Oberding, ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 206164 eingetragen. Die Gesellschaft ist Teil des KraussMaffei Konzerns ("KM-Konzern"). Mit der KraussMaffei Technologies GmbH (Alleingesellschafterin der KMA und Organträger) besteht eine ertragssteuerliche Organschaft. Die KraussMaffei Group GmbH ("KMG"), welche zu 100 % an der KMT beteiligt ist, berechnet als oberste Organträgerin der deutschen Gesellschaften des KM-Konzerns keine Steuerumlagen. Die China National Chemical Equipment (Luxembourg) S.à r.l. ("CNCE Lux"), welche selbst zu 100 % von der KraussMaffei Company Limited, Qingdao, China, gehalten wird, ist Alleingesellschafterin der KMG. Die CNCE Lux und ihre Tochtergesellschaften bilden den KM-Konzern. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Zwischen der KraussMaffei Automation GmbH und der KraussMaffei Technologies GmbH besteht mit Wirkung ab dem 21. Mai 2010 ein Beherrschungsvertrag. Der Ergebnisabführungsvertrag vom 30. April 2008 ist durch den Vertrag vom 12. September 2013 bis zum 31. Dezember 2017 verlängert worden. Dieser Vertrag verlängert sich automatisch immer um ein Jahr, sofern er nicht fristgerecht sechs Monate vor Ablauf gekündigt wird. Zum 31.12.2023 wurde der Vertrag nicht gekündigt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Die Gesellschaft nimmt die Aufstellungserleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Da die KMA, wie auch ihre Gesellschafterin die KraussMaffei Technologies GmbH (KMT), an das Cashpooling der KMG angeschlossen ist und über keine eigene externe Finanzierung verfügt, ist die Gesellschaft sowie alle übrigen deutschen Konzerngesellschaften vollumfänglich von der Finanzkraft der KMG abhängig. Die Zahlungsfähigkeit der KMG sowie des KraussMaffei-Konzerns war zum Bilanzstichtag insbesondere wegen der ausstehenden Verlängerung von Darlehen mit verbundenen Unternehmen (mit ursprünglicher Fälligkeit am 25. April 2025) i.H.v. 400,0 mEUR nicht gewährleistet und dadurch auch die KMA in ihrem Bestand gefährdet. Die Geschäftsführung der KMG beabsichtigt die KMA rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die KMT zu verschmelzen. Damit der Jahresabschluss der KMA unter Fortführungsannahme aufgestellt werden kann, muss die Fortführung der aufnehmenden Gesellschaft, der KMT, gewährleistet sein. Hierfür haben die Gesellschafter der KMG zusammen mit der Geschäftsleitung nach dem Bilanzstichtag folgende Maßnahmen umgesetzt: • Im Oktober 2023 und Februar 2024 wurden externe Darlehen des KM-Konzerns in Höhe von insgesamt 400,0 mEUR zurückgeführt und mittels eines Darlehens der Sinochem Hong Kong (Group) Company Limited (eine Finanzierungsgesellschaft der Sinochem Gruppe) vollständig ersetzt. Dieses Darlehen ist am 28. Februar 2024 bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. • Der KM-Konzern verfügt zum 29. Februar 2024 über verzinsliche Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 1.194,7 mEUR. Von diesen Darlehen ist seit dem 28. April 2023 ein Gesamtvolumen von 348,4 mEUR als Darlehen mit unbestimmter Laufzeit ausgestaltet. Die vertragskonform nicht geleisteten und insofern aufgelaufenen Zinsen im Zeitraum 29. April 2023 bis einschließlich 29. Februar 2024 belaufen sich auf 10,8 mEUR. Das Darlehen wird mit 3,75 % verzinst. Die Verzinsung erhöht sich ab dem 28. April 2028 auf 6,75 %. Alle übrigen Darlehen (insgesamt 846,3 mEUR, davon sind zum 29. Februar 2024 257,5 mEUR noch nicht in Anspruch genommen) haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Verzinsungen dieser Darlehen liegen bei 3,425 % bzw. setzen sich aus dem laufzeitäquivalenten EURIBOR zzgl. einer Marge im Bereich von 0,725 % und 0,95 % zusammen. • Die Liquidität innerhalb des KM-Konzerns ist durch Cashpooling-Vereinbarungen mit der KraussMaffei Group GmbH als Cashpool-Führer gesichert. Am 6. März 2024 wurde der Cashpool-Rahmenvertrag mit der KMG, vorbehaltlich weiterer Verlängerungen, bis zum 30. Juni 2026 verlängert. • Am 6. Februar 2024 wurde der Kaufvertrag über den Verkauf der NETSTAL Maschinen AG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der KMT, unterzeichnet. Die KMT rechnet mit einem Zufluss an liquiden Mitteln in Höhe von ca. 170 mEUR in 2024.. Die liquiden Mittel werden zur (teilweisen) Rückführung der in Anspruch genommenen Darlehen mit verbundenen Unternehmen genutzt und reduzieren somit die Zinslast des KM-Konzerns. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung als revolvierende Kreditlinie, kann der KM-Konzern im Liquiditätsbedarf wieder auf diese Mittel zurückgreifen. • Als Unsicherheit bleibt bestehen, ob es der aufnehmenden Gesellschaft, der KMT, gelingt, die Ergebnis- und Liquiditätsplanung in den Geschäftsjahren ab 2024 deutlich zu verbessern, um eine ausreichende Liquidität aus operativer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Die dabei zugrunde gelegte Planung basiert auf Annahmen und ist daher zwangsläufig mit Unsicherheiten behaftet. Risiken, die zu einer negativen Abweichung der (Liquiditäts-)Planung führen können, sind vor allem: - Stabilisierung der Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 - Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere der Abbau von Personalkosten aus dem im Februar 2023 beschlossenen Personalabbauprogramm sowie die Reduzierung von Materialkosten durch Konsolidierung der Lieferanten und dem verstärkten Bezug aus best-cost Ländern - Die allgemeinwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken (u.a. die weitere Entwicklung des Inflations- und Beschaffungspreisniveaus, die Aufrechterhaltung der Lieferketten bzgl. der Verfügbarkeit von RHB-Stoffen sowie die Kundennachfrage) II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von mindestens 3 Jahre bis maximal 5 Jahre um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten separat bilanziert und abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 - 25 Jahre) abgeschrieben. Dabei gelten die folgenden, für die unterschiedlichen Klassen, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern: EDV-Hardware 1-10 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-20 Jahre, Gebäude 10-25 Jahre. Die Anlagegüter werden planmäßig linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der jahrgangsbezogene Sammelposten wird im Zeitraum von fünf Jahren jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Im Jahr der Beendigung der Abschreibung wird der Sammelposten als Abgang erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Dauerhaft dem Unternehmenszweck dienende Fertigerzeugnisse, die in Showrooms (Technikum) Kunden präsentiert werden oder die zu Schulungszwecken gefertigt worden sind, sind im Anlagevermögen aktiviert worden. Die Anlagen werden planmäßig linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtagangesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Darüber hinaus werden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, die durch den Herstellungsprozess veranlasst sind, berücksichtigt werden. Der Ermittlung der Herstellungskosten liegt der Ansatz der Normalauslastung zugrunde. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Teile für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. alle bis zur Veräußerung voraussichtlich noch anfallenden Kosten werden berücksichtigt; liegen die voraussichtlichen Selbstkosten über den Verkaufspreisen wurden Abschläge von den Vorräten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Soweit es sich um Lieferverpflichtungen handelt, werden solche Rückstellungen unter Berücksichtigung von gegebenenfalls zuerst zu erfolgenden Abwertungen des die jeweilige Verpflichtung betreffenden Vorratsvermögens gebildet, Die vom Kunden erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bewertet und offen on den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen dargestellt, deren Leistungen erst nach dem Stichtag erbracht werden. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftervertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die der Ermittlung zu Grunde liegende Richttafel Heubeck 2018 G angewendet. Die Richttafel 2018 G berücksichtigt im Wesentlichen neue Erkenntnisse zum Rückgang von Sterblichkeit und Invalidität. Für die Abzinsung wurde pauschal der für den 31. Dezember 2023 ermittelt durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren für eine restliche Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vorjahr ("VJ"): 1,78 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer gesellschaftstypischen Rate berücksichtigt. Die Bandbreite beträgt bei den Frauen zwischen 0,00 % und 8,00 % sowie bei den Männern zwischen 0,00 % und 6,00 %. Bei Ergebniseffekten aus Rechnungszinsänderungen wird wie in den Vorjahren vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese im Personalaufwand auszuweisen. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010/11 verteilt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden anhand von Teuerungsraten bei der Bewertung über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellungen für Garantien und Reklamationen) wurden gemäß dem auf Grundlage der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten Zinsatzes abgezinst. Die Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags erfolgt für die wesentlichen sonstigen Rückstellung durch folgende Vorgehensweise: 1) Rückstellung für fehlende Kosten: Dabei handelt es sich um eine Abgrenzung von Aufwendungen der Sache oder der Zeit nach, d.h. die vollständige Bilanzierung von Aufwendungen in der Berichtsperiode. Da zum Bilanzstichtag für bereits erhaltene Leistungen noch nicht alle Eingangsrechnungen vorliegen, werden so genannte Rückstellungen für fehlende Kosten gebildet. Die Ermittlung erfolgt durch eine systematische Abfrage der Fachabteilung hinsichtlich Art und Umfang bereits erhaltener Leistungen, eine Auswertung wiederkehrender Kosten inkl. der Beurteilung auf Vollständigkeit zum Bilanzstichtag sowie auf Basis erfahrungsbasierter Schätzungen. 2) Rückstellung für nicht genommenen Urlaub und Gleitzeitbestände: Rückstellungen für Überstunden (Arbeitszeitkonten) sowie nicht genommene Urlaubstage der Mitarbeiter (jeweils Erfüllungsrückstand der KMA) werden auf Basis der IT-gestützten Datenerfassung (elektronische Zeit- und Urlaubserfassung) mitarbeiterspezifisch (unter Anwendung eines individuellen Stundensatzes) ermittelt. Zur Ermittlung des Urlaubsentgelts pro Urlaubstag werden dabei aus Vereinfachungsgründen bei einer 5-Tage-Woche pauschal 220 Arbeitstage herangezogen. 3) Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften: Diese Rückstellung wird im Wesentlichen für Kundenaufträge bilanziert, deren voraussichtlichen Umsatzerlöse hinter den jeweiligen Herstellungskosten zurückbleiben. Die Ermittlung erfolgt auftragsbezogen, indem die voraussichtlichen Umsatzerlöse den bisher entstandenen Aufwendungen zzgl. den noch erwarteten Aufwendungen gegenübergestellt werden. Vorranging erfolgt die Abschreibung des Vorratsbestands. Nur für einen über den Buchwert des Vorratsvermögens hinausgehender Verlustanteil wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. 4) Rückstellung für Restrukturierungen Der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags wird zum einen aus Erfahrungswerten jüngerer Restrukturierungsprogramme und zum anderen aus der erwarteten Anzahl abzubauender Stellen ermittelt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (in Tausend €)
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.955 T€ (VJ: 3.890 T€) gegen die Gesellschafterin KraussMaffei Technologies GmbH sowie Finanzforderungen in Höhe von 1.249 T€ (VJ: 3.237 T€). Alle Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 4.500 T€. Es ist eingeteilt in 4.500.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils 1,00 € mit den laufenden Nummern 1 - 4.500.000. Die KraussMaffei Technologies GmbH, München, ist Alleingesellschafter. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt 1 T€ (VJ: 2 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem 10-Jahres-Durchschnittszinsatz von 1,83 % (VJ: 1,78 %) und mit einem 7-Jahres-Durchschnittszinsatz von 1,75 % (VJ: 1,44 %) beträgt zum 31.12.2023 3 T€ (VJ: 13 TEUR). 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5.507 T€ (VJ: 6.110 T€) betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Reklamationen 665 T€ (VJ: 996 T€), fehlende Kosten 912 T€ (VJ: 1.038 T€), Personalkosten 854 T€ (VJ: 1.028 T€), Strukturmaßnahmen 2.315 T€ (VJ: 2.527 T€) und andere Risiken aus dem laufenden Geschäft. 6. Verbindlichkeiten (in Tausend €)
Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin KraussMaffei Technologies GmbH in Höhe von 26 T€ (VJ: 227 T€). Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 7. sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 3.689 T€. Auf Leasing und Mieten entfallen 786 T€ (davon innerhalb eines Jahres fällig 451 T€) und auf Abnahmeverpflichtung für Gegenstände des Umlaufvermögens 2.903 T€. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung8. Materialaufwand (in Tausend €)
9. Personalaufwand (in Tausend €)
10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.046 T€ (VJ: 143 T€). Außerdem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 27 T€ (VJ: 32 T€) enthalten. 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren sonstige betriebliche Aufwendungen aus der Umstellung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1 T€ (VJ: 1 T€). Außerdem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 33 T€ (VJ: 36 T€) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 842 TEUR (VJ: 2.532 TEUR) für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten. 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Gesellschaft hat am 21. Mai 2010 mit der KraussMaffei Technologies GmbH einen Beherrschungsvertrag geschlossen. Der mit der KraussMaffei Technologies GmbH abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag vom 30. April 2008 ist durch den Vertrag vom 12. September 2013 geändert worden. Der oberste Organträger ist die KraussMaffei Group GmbH. Demzufolge werden laufende und latente Ertragssteuern für die Wirtschaftsjahre ab 2008 auf Ebene des obersten Organträgers erfasst. 13. Ergebnisabführung Der von der Gesellschaft an die Organträgerin abgeführte Verlust in Höhe von 1.249 T€ enthält - entsprechend dem Wortlaut des § 301 AktG - auch den nach § 253 (6) Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrten Betrag. Das BMF hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass die Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB n.F. hinsichtlich des jährlich zu ermittelnden Unterschiedsbetrags (Abstockungsgewinns), der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt, keine Abführungssperre bei der Organgesellschaft begründet, d.h. eine analoge Anwendung der Abführungssperre kommt nicht in Betracht. V. Sonstige AngabenAufgliederung der Mitarbeiterzahl nach Gruppen
Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Die Geschäftsführung besteht aus einem Mitglied. Angaben zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 und 14 a HGB Die KraussMaffei Company Limited, Qingdao, China, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, die China National Chemical Corporation, Beijing, China, den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen auf. Der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht der KraussMaffei Company Limited wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Der Konzernabschluss der China National Chemical Corporation ist öffentlich nicht verfügbar. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der KMA schlägt vor den vororganschaftlichen Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen Nachtragsbericht zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres Aufgrund der Einbindung in das Cashpooling der KMG sowie der 100 % Finanzierung der KMA über das Cashpooling, sind die nachfolgenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ebenso für den Jahresabschluss der KMA maßgeblich: • Am 6. März 2024 wurde der Cashpool-Rahmenvertrag mit der KMG, vorbehaltlich weiterer Verlängerungen, bis zum 30. Juni 2026 verlängert. • Im Oktober 2023 und Februar 2024 wurden externe Darlehen des KM-Konzerns in Höhe von insgesamt 400,0 mEUR zurückgeführt und mittels eines Darlehens der Sinochem Hong Kong (Group) Company Limited (eine Finanzierungsgesellschaft der Sinochem Gruppe) vollständig ersetzt. Dieses Darlehen ist am 28. Februar 2024 bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. • Der KM-Konzern verfügt zum 29. Februar 2024 über verzinsliche Darlehen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 1.194,7 mEUR, Von diesen Darlehen ist seit dem 28. April 2023 ein Gesamtvolumen von 348,4 mEUR als Darlehen mit unbestimmter Laufzeit ausgestaltet. Die vertragskonform nicht geleisteten und insofern aufgelaufenen Zinsen im Zeitraum 29. April 2023 bis einschließlich 29. Februar 2024 belaufen sich auf 10,8 mEUR. Alle übrigen Darlehen (insgesamt 846,3 mEUR, davon sind zum 29. Februar 2024 257,5 mEUR noch nicht in Anspruch genommen) haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. • Am 6. Februar 2024 wurde der Kaufvertrag über den Verkauf der NETSTAL Maschinen AG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der KMT, unterzeichnet. Die KMT rechnet mit einem Zufluss an liquiden Mitteln in Höhe von ca. 170 mEUR in 2024. Die liquiden Mittel werden zur (teilweisen) Rückführung der in Anspruch genommenen Darlehen mit verbundenen Unternehmen genutzt und reduzieren somit die Zinslast des KM-Konzerns. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung als revolvierende Kreditlinie, kann der KM-Konzern im Liquiditätsbedarf wieder auf diese Mittel zurückgreifen. Geschäftsführung Martin Straßer, Eitting, Vorsitzender
Oberding, den 14. Mai 2024 KraussMaffei Automation GmbH Martin Straßer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KraussMaffei Automation GmbH, Oberding Für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der KraussMaffei Automation GmbH, Oberding, wurde nachträglich von den Aufstellungserleichterungen sowie von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch gemacht. Wir weisen darauf hin, dass sich der erteilte Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der KraussMaffei Automation GmbH, Oberding, bezieht. PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der KraussMaffei Automation GmbH, Oberding - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KraussMaffei Automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 14. Mai 2024 BDO
AG
Sailer, Wirtschaftsprüfer Scholz-Vollrath, Wirtschaftsprüferin GesellschafterbeschlussUnter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Formen und Fristen für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung beschließt die KraussMaffei Technologies GmbH mit Sitz in Vaterstetten / OT Parsdorf (HRB 201924) als alleinige Gesellschafterin der KraussMaffei Automation GmbH mit Sitz in Vaterstetten (HRB 206164): 1. Der von der Geschäftsführung der KraussMaffei Automation GmbH aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023, der mit einen uneingeschränkten Prüfungsvermerk der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft versehen ist, wird hiermit festgestellt. 2. Der Jahresverlust für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 1.249.040,57 ist gemäß bestehendem Gewinnabführungsvertrag der Gesellschaft mit der KraussMaffei Technologies GmbH von dieser ausgeglichen worden. 3. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 4. Zum Abschlussprüfer für das am 31.12.2024 endende Geschäftsjahr wird die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt. 5. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Die Gesellschafterin:
Parsdorf, den 02.09.2024 KraussMaffei Technologies GmbH ppa. Faridh Morales ppa. Dr. Marku |
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