Reutlinger Systems GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olav Stemper seit 17.11.2025 | Geschäftsführer |
Rainer Hermann Aßion seit 19.7.2024 | Prokura |
Salima Tamimi seit 31.10.2022 | Prokura |
Dirk Sommer seit 16.6.2014 | Prokura |
Wolf Reutlinger seit 13.12.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REUTLINGER GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Reutlinger GmbH, gegründet 1873 in Frankfurt am Main, ist ein weltweit führender Hersteller von Abhängesystemen, insbesondere für die Bereiche Rigging und Veranstaltungstechnik. Das Unternehmen begann ursprünglich mit der industriellen Herstellung und Verarbeitung von Draht- und Hanfseilen. Unter der Leitung von Dipl.-Ing. Wolf Reutlinger, der seit 1987 die Geschäfte führt, entwickelte sich die Reutlinger GmbH zu einem Innovationsführer, der hochqualitative und kundenindividuelle Lösungen bietet. Gegenstand des heutigen Unternehmens ist die Herstellung, der Groß- und Einzelhandel von Seilen und Seilgleitern sowie die technische Projektierung und Herstellung für Verbindungsmittel von Seilen sowie der Import und Export von Gütern aller Art. Modernste CAD-Systeme und ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem stellen sicher, dass Kundenanforderungen effizient erfüllt werden. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Lösungen anzubieten, die durch ihre Flexibilität, Stärke und Designmöglichkeiten hervorstechen. Es umfasst ein breites Sortiment und ist in der Lage, Produkte binnen kürzester Zeit zu liefern. Neben der Veranstaltungstechnik werden auch Produkte für Schutzvorrichtungen und andere Industriebereiche angeboten, was das Unternehmen in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie widerstandsfähig gemacht hat. Geschäftsführer ist der Gesellschafter Herr Wolf Reutlinger. Frau Salima Tamimi hat Einzelprokura. Herr Dirk Sommer und Herr Dirk Schulz (bis 31.10.2023) haben Gesamtprokura. Das Jahr 2023 war bei uns vor allem durch die Feierlichkeiten zu unserem 150-jährigem Firmenjubiläum geprägt. Mit Stolz können wir auf eine solch lange Firmengeschichte zurückblicken und gleichzeitig die Neuausrichtung für die kommenden Reutlinger Generationen vorantreiben. Organisatorische Struktur Die Reutlinger GmbH hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main und agiert von dort aus als zentrale Steuerungseinheit. Ergänzt wird die Firmenstruktur durch ein globales Netzwerk von Auslandsvertretungen, das den internationalen Kundenstamm optimal betreut und erweitert. Dieses organisatorische Setup ermöglicht eine flexible und schnelle Reaktion auf Marktanforderungen und sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globale Konjunkturentwicklung hat sich auch im Jahr 2023 nicht erholt. Die Corona-Pandemie ist zwar vorbei, doch nun belastet der Ukraine-Krieg und der Konflikt um Gaza die wirtschaftliche Entwicklung. Dies hat massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Der Bereich Unterhaltungs- und Kulturveranstaltungen hatte auch 2023 noch Nachholbedarf aus den Corona-Jahren. Auch ist der Umsatz im Bereich Leuchten stark zurückgegangen, was durch den Rückgang in der Bauindustrie begründet ist. Weiterhin war 2023 von anhaltenden Inflationsraten und hohen Zinssätzen geprägt, was das Investitionsklima weltweit dämpfte. Die deutsche Regierung prognostiziert für 2024 einen weiteren realen Rückgang des BIP, nachdem dieses bereits 2023 um 0,4 % gesunken war. Es wird erst ab 2025 mit einer möglichen Erholung der Wirtschaftslage gerechnet. Treibende Faktoren werden voraussichtlich die steigende Kaufkraft durch sinkende Inflationsraten und eine langsame Erholung des privaten Konsums. Dennoch bleibt die industrielle Nachfrage in Kernbranchen wie dem Maschinenbau schwach, was die Erholung insgesamt bremst. Nach dem pandemiebedingten Nachfragerückgang und Lieferengpässen sehen sich Unternehmen weiterhin steigenden Kosten und einem herausfordernden Arbeitsmarkt ausgesetzt. Jedoch könnte die wachsende Nachfrage nach innovativen Technologien und nachhaltigen Lösungen die Branche mittel- bis langfristig beleben. Insgesamt bleibt das Umfeld von einem Spannungsfeld zwischen vorsichtiger Erholung und strukturellen Herausforderungen geprägt. Ein Schwerpunkt für Unternehmen wird darin liegen, die Kosten zu optimieren und zugleich in Digitalisierung sowie nachhaltige Prozesse zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Verschiebungen belasten zwar unser Ergebnis, werfen uns jedoch in unserer inneren Ruhe nicht aus der Bahn. Es zeigt uns lediglich, dass wir mit unserer grundsätzlichen Strategie auf verschiedene Branchen und ein breitgefächertes Kundenportfolio zu setzen richtig aufgestellt sind. Dies gepaart mit unserer tiefen Fertigung am Standort Frankfurt mit kurzen Reaktionszeiten auf Kundenanfragen und der hohen Produktqualität, hebt uns weiterhin von den Mitbewerbern ab. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Umsatzanteil im Export ist im Jahr 2023 mit 40,5% leicht über dem Vorjahresniveau. Durch hohe Produktqualität, zertifizierte Sicherheit, und technisch hohe Beratungskompetenz, sowie hoher Lieferfähigkeit, konnte sich das Unternehmen auch 2023 erfolgreich gegen Billigangebote und Plagiate aus Asien sowie europäische Konkurrenz behaupten. Die Positionierung des Markennamens 'REUTLINGER' als Synonym für Innovation, Qualität und Sicherheit von Drahtseilabhängungen und Befestigungslösungen allgemein konnte in den verschiedenen Marktsegmenten verstärkt und das Produktsortiment weiter ausgebaut und optimiert werden. Produktentwicklungen für die verschiedenen Anwendungsbereiche und weitere Verbesserungen der internen Prozessabläufe zur weiteren Steigerung der Qualität und Effizienz stehen weiterhin im Vordergrund. Zur effizienten Bedienung der Kundenbedarfe, wird weiter in Automation und in neue Fertigungsmaschinen investiert. Die Auftragslage im Vertriebsbüro in Frankreich war 2023 rückläufig im Verhältnis zu dem starken Jahr 2022. Dies lag vor allem an dem extremen Preisdruck, der in diesen Ländern noch stärker ist als in Deutschland und in denen das Prädikat "Made in Germany" einen geringeren Stellenwert hat. Das Ziel, die vorhandene Kundenbasis im südeuropäischen Raum zu stabilisieren und aktiv Neukunden zu gewinnen war durch Restriktionen bei den Reise- und Ansprache-Möglichkeiten beschränkt. Generell befinden wir uns in einer Umbruchphase, die auch noch das Jahr 2024 andauern wird. Diese Neuausrichtung können wir aber aus unserem eigenen Antrieb und vorhandenen finanziellen Rücklagen umsetzen. Die Auslastung der verbliebenen Stammbelegschaft lag trotz des gefallenen Umsatzes auf zufriedenstellendem Niveau. Im Jahresdurchschnitt wurden 65 Mitarbeiter bei der Reutlinger GmbH beschäftigt, davon sind 23 Angestellte (ohne Geschäftsführung) und 42 gewerbliche Arbeitnehmer. Dazu kommen noch 2 gewerbliche Auszubildende. Die Angestellten verfügen über ein ihren Aufgaben entsprechend hohes Ausbildungsniveau. Die laufende Förderung und Weiterentwicklung von eigenen Mitarbeitern mit entsprechender Motivation und Befähigung zur Übernahme neuer und anspruchsvollerer Aufgaben wird weiter vorangetrieben. Die unternehmerischen Funktionen der Gesellschaft sind in den entsprechenden Zuständigkeitsbereichen organisiert. Sie werden kontinuierlich den Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen, auch prozesstechnisch und produktionstechnisch angepasst. Das in 2022 neu eingeführte ERP-System erleichtert die Prozessoptimierungen. a. Ertragslage Das Rohergebnis ist um TEUR 703 (9,7%) auf TEUR 6.566 (Vj.: TEUR 7.269) gesunken. Bei einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 211 (Vj.: TEUR 748) wurde das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 142 (Vj.: TEUR 504) abgeschlossen. Die Gesellschaft befindet sich trotz der schwierigen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Lage weiterhin in einer soliden und stabilen wirtschaftlichen Situation. Die Bestandserhöhung der fertigen Erzeugnisse beträgt im Berichtsjahr TEUR 275 (Vj.: TEUR 263). Grund hierfür ist die Vorproduktion der Standardartikel, um die Mitarbeitenden weiterhin in Vollzeit beschäftigen zu können. Im Bereich des Produktmix ergab sich eine weitere Verschiebung zu Produkten mit geringerem Materialkostenanteil. Insgesamt ist der reelle Materialaufwand des Geschäftsjahres, durch gestiegene Bezugskosten der Rohstoffe im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Personalaufwendungen sind auf Grund von vermindertem Personalbestand wegen Personalanpassungen um weitere 3,4% von TEUR 4.311 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 4.164 zurückgegangen. Die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit TEUR 392 zum Vorjahr (TEUR 423) leicht zurückgegangen. Die sonstigen Aufwendungen sind mit TEUR 1.770 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 1.754 nahezu identisch. Das Finanzergebnis verbesserte sich leicht im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4 auf TEUR -29. b. Finanzlage Die Reutlinger GmbH finanziert Investitionen und Wachstum im Normalfall durch Eigenmittel der Gesellschaft. Working Capital Kredite aufzunehmen, ist nicht beabsichtigt und auch nicht notwendig. Eine Ausnahme für Fremdfinanzierung war der Kauf des neuen Gebäudes im Jahr 2020. Die Reutlinger GmbH besitzt zum Stichtag einen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.884 (Vj.: TEUR 5.131). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit zahlungsfähig. Alle Liefer- und Verkaufsgeschäfte werden in Euro abgeschlossen. Für die Finanzierung des neuen Gebäudes wurde in 2020 ein Bankdarlehen über TEUR 2.500 aufgenommen wovon noch TEUR 1.528 offenstehen. Der Cashflow als Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen beträgt TEUR 534 (Vj.: TEUR 927). Investitionen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 163 getätigt (Vj.: TEUR 140). Die Investitionen lagen hauptsächlich im Bereich Gewerblicher Schutzrechte und der Weiterentwicklung des in 2022 eingeführten und aktivierten neuen ERP-Systems sowie im Bereich technische Anlagen und Maschinen zur Verbesserung der Prozessabläufe in der Produktion. Durch die steigenden Qualitätsanforderungen sowie Produktentwicklungen, sind weiteren Investitionen, insbesondere in Entwicklung, IT und weiter technischen Anlagen für die nächsten Jahre geplant. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.103 auf TEUR 14.964 zum 31. Dezember 2023 vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind unverändert zum Vorjahr, da sich die Investitionen in selber Höhe bewegt haben, wie die Abschreibungen. Die grundstücksgleichen Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken mit 4.391 TEUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund planmäßiger Abschreibungen um TEUR 96 vermindert. Die übrigen Sachanlagen haben sich um TEUR 134 auf TEUR 555 vermindert. Grund sind die planmäßigen Abschreibungen. Die Vorräte sind, im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 421 auf TEUR 5.110 gestiegen. Um der globalen Entwicklung vorzubeugen und einen strategischen Wettbewerbsvorsprung gegenüber den Mitbewerbern zu haben, erlauben wir uns diesen großzügigen Lagerbestand. Diesen können wir uns aufgrund unserer Finanzlage auch leisten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 64 auf TEUR 594 gesunken. Die Zahlungsziele der Kunden haben sich zum Vorjahr nicht verändert. Der verminderte Umsatz spiegelt sich somit auch in den niedrigeren offenen Forderungen. Es bestehen keine nennenswerten überfälligen Forderungen an Kunden. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf selbem Niveau wie im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 77,5% (Vj.: 71,3%). Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen von TEUR 806 (Vj.: TEUR 845). Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 135 gebildet (Vj.: TEUR 635). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 398 enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und Gewährleistungen (Vj.: TEUR 614). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch die laufenden Tilgungsleistungen auf TEUR 1.528 (Vj.: TEUR 1.944) reduziert werden. III. Prognosebericht Auf Grund der weltweiten Krisengebiete gehen wir auch für 2024 nicht von einer gravierenden Änderung der Marktlage aus. Wir erwarten eine weitgehend ähnliche Geschäftslage im Umsatz wie 2023. Allerdings gehen wir von einem erhöhten Anstieg der Materialkosten aus. Durch die steigenden Zinsen kommt noch erschwerend die rückläufige Tätigkeit in der Baubranche hinzu. Wegen der geringeren Umsatzerwartung haben wir bereits Vorsorge getroffen und unsere Produktionskapazitäten angepasst. Die Personalkosten werden zwar in vergleichbarer Höhe sein, wie 2023, da wir unser Stammpersonal behalten möchten und zudem allen Mitarbeitenden die Inflationsausgleichsprämie ausbezahlt haben. Für 2023 hatten wir auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Lage und der geplanten Neuausrichtung und Umstrukturierung mit einem im Vergleich zum Vorjahr negativen Geschäftsverlauf gerechnet. Die zusätzlichen Krisengebiete neben dem anhaltenden Ukrainekrieg, hatten einen über den geplanten Geschäftsverlauf hinaus einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Wir erwarten 2024 auf Grund der schwierigen Lage der Leuchtenindustrie und der Kostensteigerungen ein weiter rückläufiges Umsatzniveau wie 2023 und eine vergleichbare Ertragslage. Nach unserer Einschätzung ist damit aber die Talsohle erreicht. Ab 2025 sollten dann unsere Maßnahmen sich positiv auf unsere Ergebnisse auswirken. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können, werden aus heutiger Sicht nicht gesehen. Es drohen auch keine Rechtsstreitigkeiten, die eine Gefährdung des Fortbestehens der Gesellschaft nach sich ziehen können. Über die gewöhnlichen Geschäftsrisiken und die Weltwirtschaftslage hinaus sehen wir keine wesentlichen weiteren Risiken für unser Unternehmen, auch nicht aus dem Ukrainekrieg und dem seit dem 07.10.2023 bestehenden Konflikt in Gaza. Bedingt durch die Tatsache, dass die Reutlinger GmbH mehrere Geschäftsbereiche unterhält, sehen wir uns konjunkturellen und Krisen bzw. Kriegs bedingten Schwankungen einzelner Wirtschaftsbereiche nicht so stark ausgesetzt, da wir hier durch verstärkte Akquise in anderen Geschäftsbereichen dies gut kompensieren können. Wir verfügen über eine breite Kundenbasis und über eine Reihe von langjährigen Kundenbeziehungen. Die Abhängigkeit des Umsatzes von einzelnen Großkunden ist moderat. Es zeigte sich damit, dass selbst ein deutlicher Geschäftsrückgang oder gar der Verlust einzelner Großkunden die Gesellschaft nicht existentiell gefährdet. Den zu erwartenden Anstieg der Rohstoffpreise begegnen wir weiterhin mit langfristigen Vereinbarungen mit unseren Lieferanten und internen Kostensenkungsprojekten. Auf Grund der guten Liquiditätslage leisten wir uns weiterhin eine komfortable Lagerhaltung. Ebenfalls versuchen wir mit weiterer Automatisierung unsere Kosten "in house" niedrig zu halten und die Produktion effektiv zu gestalten. Hier hat uns der Umzug in unser neues Gebäude im Januar 2021 geholfen, um die Fertigungs- und Logistikprozesse zu optimieren. Dem Kostendruck begegnen wir durch die Weitergabe von Steigerungen unserer Verkaufspreise. Wir werden uns mit unseren Stärken, wie hoher Kundenorientierung, Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Innovationskraft, und anwendungstechnischer Beratungskompetenz auch weiterhin im internationalen Wettbewerb gut behaupten. Auch arbeiten wir verstärkt an Strategien, unsere Produkte auch in neue Märkte zu bringen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Aufgrund der hohen Bankguthaben bestehen keine Liquiditätsrisiken. Die Zusammenarbeit mit unseren Großkunden hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt positiv entwickelt. Es wurden und werden mit diesen gemeinsam neue Produkte entwickelt. Die Bonität der Kunden ist insgesamt weiterhin gut und die fristgerechte Zahlungsfähigkeit ist gewährleistet. Zahlungsausfälle bewegen sich im unteren 5-stelligen Bereich. Wertberichtigungen in jahresüblicher Höhe wurden vorgenommen. Alle Liefer- und Verkaufsgeschäfte werden in Euro abgeschlossen. Die Daueranzahlungen sind durch die schwimmende Ware abgesichert. Es bestehen weiterhin keine Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. In den Aufbau neuer Märkte, neuer Produktentwicklungen und Prozessverbesserungen wird weiter investiert. Des Weiteren forscht Reutlinger ständig an neuen Produkten zum Thema Abhängungen und entwickelt die bestehenden Produkte weiter. Risikomanagementziele und -methoden Die Gesellschaft unternimmt stetig Maßnahmen zur Erkennung und Eingrenzung von möglichen Chancen und Risiken, die einen positiven bzw. negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben könnten. In regelmäßig stattfindenden Meetings der Geschäftsleitung werden alle verfügbaren Daten und Informationen über die Entwicklung auf den für die Reutlinger GmbH maßgeblichen Märkten, zum Wettbewerb, zu Produkten und neuen Technologien ausgewertet und entsprechende Maßnahmen und Strategien zum Markt- und Wettbewerbsverhalten erarbeitet. Vermögensrisiken sind - sofern versicherbar - durch Versicherungen abgedeckt. Risiken, die in dem Markt und durch unsere Produkte entstehen, versuchen wir durch externe TÜV Tests mit Zertifikaten etc. zu minimieren.
Frankfurt am Main, den 12. November 2024 gez. Wolf Reutlinger, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare oder degressive Abschreibungen über die Nutzungsdauer angesetzt. Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung pro rata temporis (linear) abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Wert EUR 250, aber nicht EUR 800 netto übersteigt, werden im Zugangsjahr 2023 in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 gehen aus dem beiliegenden Anlagenspiegel hervor. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte (beizulegenden Werte) am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Im Bereich der Vorräte wurden zur genaueren Ermittlung der Anschaffungskosten die Zugänge grundsätzlich mit dem durchschnittlichen Einkaufspreis pro Artikel bewertet; dabei werden sehr niedrige Einkaufspreise nicht berücksichtigt, um Ausreißer zu vermeiden. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten sowie den Materialgemeinkosten und den Fertigungsgemeinkosten und dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Bewertung durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Dabei wurden branchenübliche Reichweitenabwertungen vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vj.: 1 %) auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen gegen Gesellschafter wurden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert aktiviert; bei erkennbaren Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Unter der Position Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Es ist vollständig eingezahlt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 805.971,00 Euro. Die Berechnungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 805.971 Euro erfolgten gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB. Als Bewertungsverfahren wird die "Projected Unit Credit Method" angewandt. Der Rechnungszins wird mit 1,82 % (Vj.: 1,78 %) angesetzt. Er beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahr und ist den von der Deutschen Bundesbank für den 31.12.2023 bekannt gegebenen Abzinsungssätzen entnommen. Gehaltstrend und Fluktuationsansatz betragen 0 % p.a., der Rententrend 1 % p.a. Die Biometrische Rechnungsgrundlagen sind den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck entnommen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Anlagenspiegel zum 31.12.2023REUTLINGER GmbH Seil- und Netztechnik, Frankfurt am Main
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 48 Euro (Vorjahr: 0 Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 185 (Vj.: TEUR 189) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegenüber dem Untermieter aus Nebenkosten in Höhe von TEUR 74 (Vj. TEUR 69) enthalten. Ebenfalls sind in dieser Position Steuerguthaben in Höhe von TEUR 77 (Vj.: TEUR 34), Forderungen gegenüber der Sozialversicherung TEUR 14 (Vj.: TEUR 21) sowie Forderungen und Darlehen gegenüber Lieferanten von TEUR 16 (Vj.: TEUR 16) enthalten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Den Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr die handelsrechtlich zulässigen Höchstbeträge von TEUR 53 aufgelöst und TEUR 14 zugeführt. Vermögensgegenstände i.S. von § 246 Abs. 2 HGB, die nur der Erfüllung der Pensionsverpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, liegen keine mehr vor. Die Aufwendungen zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen betragen TEUR 15 (Vj: TEUR 16). Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 6.082 (Vj.: EUR 29.044). Dieser Unterschiedsbetrag ist für eine Ausschüttung gesperrt. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Tantieme an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 200 (Vj.: TEUR 232) Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 53 (Vj.: TEUR 53), nicht genommene Überstunden TEUR 16 (Vj.: TEUR 17), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 36 (Vj.: TEUR 41), sowie Prozesskostenrückstellungen von TEUR 46. Angaben zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten und deren Laufzeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.528 (Vj.: TEUR 1.944) durch eine vollstreckbare Buchgrundschuld gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte gesichert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. Aus dem abgeschlossenen Erbbaurechtkaufvertrag vom 30.07.2020 besteht eine finanzielle Verpflichtung aus Erbbauzinsen ab 01.10.2020 bis zum 31.08.2021 von jährlich Euro 100.000,00, ab 01.09.2021 bis 31.08.2023 von jährlich Euro 110.000,00 und ab 01.09.2023 bis 31.08.2025 von jährlich Euro 119.779,12. Die Laufzeit des Erbbaurechtsvertrages beträgt 95 Jahre und endet am 31. Dezember 2096. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Mietverträgen für Parkplätze und Kantinenausstattungen mit jährlichen Aufwendungen in Höhe von Euro 4.500,00. Die Verträge haben eine unbefristete Laufzeit. Sonstige Pflichtangaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 65 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt, davon 23 Angestellte und 42 gewerbliche Arbeitnehmer. Im Vorjahr wurden 72 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt, davon 27 Angestellte und 45 gewerbliche Arbeitnehmer. Namen der Geschäftsführer Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Dipl.-Ing. Wolf Reutlinger, Frankfurt am Main, bestellt. Der Geschäftsführer übt hauptberuflich die Tätigkeit als Ingenieur aus. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach §286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 142.205,38 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, den 12. November 2024 gez. Wolf Reutlinger, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Reutlinger GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reutlinger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reutlinger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, 29.11.2024 BINGMANN
PartG mbB
Florian Bingmann, Wirtschaftsprüfer |
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