Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 8315
Vorher
HoLe Vertriebs GmbHLeos Jeans Handels GmbH
Eingetragen
28.4.2016
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist der Ein- und Verkauf sowie die Vermittlung von Schuhen, Textilien und Accessoires aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LEOS Jeans Handels GmbH (vormals: HoLe Vertriebs GmbH)

Butzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 vom 01. August 2021 bis zum 31. Juli 2022

LEOS Jeans Handels GmbH vormals: HoLe Vertriebs GmbH

Inhaltsverzeichnis

I. Das Unternehmen

II. Wirtschaftsbericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Branchenbezogene Entwicklung2. Umsatz3. Filialen

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage2. Vermögens- und Kapitalstruktur3. Investitionen

III. Prognosebericht

IV. Risiko-/Chancenbericht

I. Das Unternehmen

Unsere Historie

Die LEOS Jeans Handels GmbH entstand am 01.08.2021 durch die Verschmelzung der 1981 gegründeten Leo’s Jeans Handels GmbH auf die 2016 gegründeten HoLe Vertriebs GmbH mit anschließender Umbenennung zur LEOS Jeans Handels GmbH und gehört neben der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG und der J. Leonhardt Gesellschaft mit beschränkter Haftung zur Hosen-Leonhardt Unternehmensgruppe.

Die heutige Unternehmensgruppe geht aus der im Jahr 1957 von Joachim Leonhardt gegründeten Firma Hosen Leonhardt hervor, die in den 70ern ihren ersten Jeans-Store eröffnete. Weitere Jeans-Stores folgten und 1991 bekam die Firma mit ihrem neuen Inhaber Gerhard Leffers ein modernes Gesicht. Der Erfolg brachte einen weiteren Ausbau der Kette mit sich und im Jahr 2015 wurde die gesamte Unternehmensgruppe von seinem Neffen Daniel Leffers übernommen und kontinuierlich weiterentwickelt.

Zur LEOS Jeans Handels GmbH gehören zum 31.07.2022 insgesamt 44 Filialen von denen sechs Flächen als reine Tamaris-Stores betrieben werden. Zwei dieser Filialen wurden am 01.08.2022 verkauft, so dass wir nunmehr mit 42 Filialen ins neue Wirtschaftsjahr starten.

Unser Unternehmensziel

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, dass wir in der Lage sind, unseren Kunden die richtige Ware am richtigen Ort zur richtigen Zeit in der richtigen Menge mit dem richtigen Personal anbieten zu können.

Unsere Erfolgsmarken

II. Wirtschaftsbericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Branchenbezogene Entwicklung

Die Zeitschrift „Textilwirtschaft“ berichtet:

August 2021: +11% (August 2020: -11%)

Umsatzplus durch Herbsteinbruch. Nach dem schwächeren Juli hatte sich die Umsatzsituation im stationären Modehandel stabilisiert. Vor allem in der zweiten Monatshälfte wartete der August mit eher herbstlichem Wetter auf. Das zahlte sich für den stationären Modehandel aus.

September 2021: +1% (September 2020: -18%)

Schwächer als erhofft. Die Erwartungen an den Saisonauftakt-Monat September waren groß. Erfüllt wurden sie nicht ganz. Dafür waren die Herausforderungen mit Lieferkettenproblemen und teils zu sommerlichen Temperaturen zu groß.

Oktober 2021: +8% (Oktober 2020: -12%)

Ausgleich verfehlt. Trotz guter Voraussetzungen konnte der stationäre Modehandel im Oktober das Minus aus dem Vorjahr nicht kompensieren. Verantwortlich hierfür war nicht nur Corona, sondern auch die sich weiter zuspitzende Preisentwicklung und die daraus resultierende Inflationsangst sowie die Lieferkettenproblematik und das zum Teil stürmische Wetter.

November 2021: +23% (November 2020: -26%)

Vierte Welle forderte Tribut. Trotz des starken Zuwachses ist es dem stationären Modehandel im November nicht gelungen, den Rückgang von 2020 aufzuholen. Mit den steigenden Inzidenzen auf mehr als 400 im Bundesdurchschnitt verschlechterte sich auch wieder die Erlössituation.

Dezember 2021: +47% (Dezember 2020: -37%)

Enttäuscht trotz Rekordplus. Nach dem zuwachsstarken November schloss der Dezember auch mit einem hohen Plus. Allerdings hatten sich viele mehr erhofft. Doch die 2G-Regel im Einzelhandel, die steigenden Infektionszahlen und die Omikron-Variante drücken auf die Konsumlaune und Modeumsätze.

Januar 2022: -28% (Januar 2020: -2%)

Aufgrund des Shutdowns im vergangenen Jahr wird hier mit 2020 vergleichen

Wochenlanges Umsatzdrama. Die Infektionszahlen stiegen, die Umsätze weiter im Sinkflug und die Händler tief pessimistisch. Die Unternehmer führten die desaströse Situation fast ausschließlich auf die Pandemie zurück. Die Kunden waren durch die hohen Infektionszahlen und die permanente Hysterie in den Medien stark verunsichert.

Februar 2022: -12% (Februar 2020: -5%)

Aufgrund des Shutdowns im vergangenen Jahr wird hier mit 2020 verglichen

Verbesserung in stürmischen Zeiten. Zwar schloss der Handel im Februar mit einem Minus ab, doch der Abstand zur Vor-Corona-Umsatzsituation hatte sich verringert. Mit dem Abflauen der Omikron-Welle, der Ankündigung, dass weitere Corona-Einschränkungen wegfielen und dem - zumindest am Monatsende - frühlingshaften Wetter, hatte der Februar die neue Saison eingeläutet und die Hoffnung auf eine weitere Normalisierung im stationären Modehandel genährt.

März 2022: +95% (März 2021: -46%)

Gut, aber nicht gut genug. Krieg in der Ukraine, Preissteigerungen und hohe Corona-Zahlen belasteten die Konsumstimmung und die Umsätze. Die Kunden waren durch die gestiegenen Preise für Energie stark verunsichert. Die massiven Preissteigerungen für Benzin und Diesel waren nur ein Grund für eine deutliche Verschlechterung der Konsumstimmung. Die sich wieder verschärfende Infektionslage, aber vor allem der Krieg in der Ukraine verunsicherten die Verbraucher. Infolgedessen rutschte die Konsumstimmung deutlich ab.

April 2022: +559% (April 2021: -80%)

Aufwärtsbewegung trotz Konsumklimakrise. Der stationäre Modehandel meldete im April ein hohes dreistelliges Plus. Das war nicht nur auf Basiseffekte zurückzuführen. In diesem April konnten im Vergleich zum Vorjahr alle Geschäfte öffnen. Im Monatsverlauf fiel die Maskenpflicht im Einzelhandel und führte zu einer Veränderung des Shopping-Verhaltens. Dabei schienen diese positiven Impulse sogar die hohe Inflation und die Angst infolge des Ukraine-Krieges, die zu einem Einsturz des Konsumklimas führten, zumindest zum Teil vergessen machen.

Mai 2022: +196% (Mai 2021: -41%)

Trotz hoher Inflation auf Kurs. Der stationäre Modehandel meldete im Mai ein dreistelliges Plus und blieb so auf Erholungskurs - trotz belasteter Konsumstimmung. Keine Corona-Beschränkungen mehr, sinkende Fallzahlen, sonniges Wetter, die Rückkehr von Events und Familienfeiern sowie zwei Verkaufstage mehr als im Vorjahr - diese Gemengelage bescherte dem stationären Modehandel einen positiven Monatsabschluss für den Mai.

Juni 2022: -17% (Juni 2021: +26%)

Inflationssorgen und hohe Vorlage stoppten Plustrend. Nach drei Monaten mit Zuwächsen blieben die Erlöse im Juni wie erwartet hinter dem Vorjahr zurück. Die weiter steigenden Preise, vor allem für Energie und Lebensmittel, schmälerten die Konsumbudgets der Verbraucher und schürten auch die Inflations- und Rezessionsangst. Das Abflauen der Konsumstimmung, sowie Kriegssorgen bremsten infolgedessen die Umsatzerholung ab.

Juli 2022: -1% (Juli 2021: +9%)

Schlechte Konsumstimmung hielt Umsätze im Minus. Hohe Inflation, Rezessions- und Kriegssorgen belasteten die Verbraucher - und damit auch die Modenachfrage im Juli. Mit dem weiteren Minus im Juli bekam die Erholung im stationären Modehandel einen weiteren Dämpfer.

Von einer Krise zur nächsten oder von Corona zum Krieg. Auch für uns lag das 1. Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2021-2022 erneut vollkommen im Zeichen der Corona-Krise. Steigende Fallzahlen verbunden mit Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel sorgten wiederholt für rückläufige Kundenfrequenzen und wirkten sich somit direkt auf die Umsatzerlöse aus. Erst im 2. Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2021-2022 entspannte sich die Corona-Lage und es bestand die berechtigte Hoffnung auf eine Normalisierung im stationären Einzelhandel. Durch den Kriegsbeginn in der Ukraine und die damit verbundene Verunsicherung im Land wurde diese Hoffnung für die gesamte Branche jedoch schnell zerschlagen. Steigende Preise für Lebensmittel, Energie und Treibstoffe, Inflations- und Rezessionsängste sowie Kriegssorgen wirkten sich negativ auf die Konsumstimmung im Land aus und bremste die Umsatzerholung, womit der stationäre Einzelhandel nach Beendigung der Corona-Krise gerechnet hatte, schnell ab.

2. Umsatz

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2021-2022 einen Gesamtumsatz von netto T€ 15.448 (Vorjahr: T€ 5.297) erzielt. Davon wurden T€ 14.893 durch unsere Filialen erwirtschaftet. Weitere T€ 555 sind auf den Verkauf von Waren an die Firma Wortmann sowie an die DaLe Vertriebs GmbH zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen, das von unserem Inhaber Daniel Leffers im April 2020 gegründet wurde und ebenfalls im stationären Modehandel tätig ist. Das Umsatzplus zum Vorjahr liegt bei 191,64%. Jedoch können beide Jahre aufgrund der Verschmelzung der Leo’s Jeans Handels GmbH auf die HoLe Vertriebs GmbH nicht direkt miteinander verglichen werden.

3. Filialen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen, sondern eine Vielzahl unselbständiger Betriebstätten, die sich alle ausschließlich im Inland befinden. Im Rahmen der Verschmelzung der Leo’s Jeans Handels GmbH auf die HoLe Vertriebs GmbH sind wir mit insgesamt 46 Filialen ins Wirtschaftsjahr 2021-2022 gestartet. Durch die Eröffnung von vier neuen Shops und die Schließung von sechs betriebswirtschaftlich unrentablen Filialen, verfügen wir zum Wirtschaftsjahresende 2021-2022 über insgesamt 44 Filialen, von denen sechs Flächen als reine Tamaris Schuhläden betrieben werden. Zwei dieser Filialen wurden am 01.08.2022 verkauft, so dass wir nunmehr mit 42 Filialen ins neue Wirtschaftsjahr starten.

B. Darstellung der Lage

Zunächst ist anzumerken, dass auch hier die Werte des aktuellen Geschäftsjahres mit dem Vorjahr aufgrund der Verschmelzung der Leo’s Jeans Handels GmbH auf die HoLe Vertriebs GmbH nicht direkt vergleichbar sind.

1. Ertragslage

Die Wareneinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 50,38%, auf 44,87%, also um 5,51%-Punkte verändert. In Kombination mit dem Umsatzzuwachs verändert sich der Warenrohgewinn somit von T€ 2.628 im Vorjahr auf T€ 8.517 im Berichtsjahr, also um T€ 5.889. Durch die Verschmelzung beider Firmen haben sich jedoch nicht nur die Umsätze erhöht, sondern auch die Kosten. Dies hat zur Folge, dass das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Berichtsjahr somit bei T€ -740 (Vorjahr: T€ -280) liegt.

Unser Jahresergebnis endet, wie im Vorjahr auch, mit einem Jahresüberschuss von T€ 0. Hierbei sind die zwischen der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG als Betriebsgesellschaft und der GmbH als Vertriebsgesellschaft bestehenden Verträge, vor allem der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, mit zu berücksichtigen.

2. Vermögens- und Kapitalstruktur

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag erhöht sich zum Vorjahr aufgrund der Verschmelzung der Leos`s Jeans Handels GmbH auf die HoLe Vertriebs GmbH und beträgt T€ 1.217. Die Vorräte haben sich um T€ 1.564 auf T€ 3.136 verändert. Das Warenlager ist aktuell und beinhaltet keine besonderen Risiken. Die Bilanzsumme beträgt T€ 6.026 (Vorjahr T€ 3.003) und die Eigenkapitalquote liegt bei 20,20% (Vorjahr 11,66%).

3. Investitionen

Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 1.335 und Restwertausbuchungen in Höhe von T€ 66 getätigt. Die Afa beträgt T€ 419 (Vorjahr T€ 338), so dass sich das Anlagevermögen nunmehr auf T€ 1.746 (Vorjahr T€ 896) beläuft.

III. Prognosebericht

Wirtschaftsjahr 2022-2023

Die Zeitschrift „Textilwirtschaft“ berichtet:

August 2022: -6% (August 2021: +11%)

Berg- und Talfahrt mit negativem Ausgang. Extreme Hitze, starke Reduzierungen, unsichere Aussichten - diese Gemengelage hatte den Handel im August auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Zunehmend hatten sich die Verbraucher fürs Sparen entschieden und stellten einen neuen Sparrekord auf. Für Konsum blieb dadurch weniger, durch die hohe Inflation verlor das verfügbare Einkommen stetig. Eine Entwicklung, die den Modekonsum beeinflusste.

September 2022: +10% (September 2021: +1%)

Sinkende Temperaturen - steigende Erlöse. Während niedrige Temperaturen und herbstliches Regenwetter das Ende des Sommers einläuteten, zogen die Umsätze zweistellig an. Angesichts des deutlichen Temperaturabfalls stieg der Bedarf an warmer Bekleidung und befeuerte die Nachfrage.

Oktober 2022: -5% (Oktober 2021: +8%)

(Umsatz)hitzefrei. Wir erlebten einen Oktober, dessen Temperaturen eher dem hierzulange typischen Mai entsprachen. Ungewöhnlich warmes Wetter bei gleichzeitig frostiger Konsumstimmung, dazu noch ein Verkaufstag weniger als im Vorjahr - der Oktober hatte den stationären Modehandel gefordert.

November 2022: +8% (November 2021: +23%)

Kälteschub befeuerte Modeumsätze. Kühleres Wetter sorgte für mehr Bedarfskäufe und der Kälteeinbruch verlieh der Modenachfrage neuen Schwung. Gleichzeitig brachten erste Weihnachtsdekorationen die Verbraucher in Kauflaune und die Modekonsumlaune hellte sich auf.

Dezember 2022: +42% (Dezember 2021: +47%)

Normales Weihnachtsgeschäft sorgte für hohes Plus. Die vergangenen zwei Jahre musste der Handel im Dezember schließen bzw. es galt die 2G-Regel. Die Corona-Maßnahmen trafen den stationären Modehandel besonders heftig. Auf Basis dieser Vorlage legten die Erlöse zweistellig zu.

Januar 2023: +37% (Januar 2022: -28%)

Hohes Plus erfüllte die Erwartungen. T-Shirt-Wetter zu Neujahr, Schnee am Monatsende - mit einer Durchschnittstemperatur von 3,5 Grad Celsius war der Monat so warm wie ein typischer März. Für den Modehandel eine besondere Herausforderung. Trotz dieser nicht optimalen Wetterbedingungen verlief der Januar für den stationären Modehandel äußerst zuwachsstark.

Februar 2023: +22% (Februar 2022: -12%)

Einpendeln im zweistelligen Plusbereich. Die erste Frühjahrsware setzte Impulse und trotz der Karnevalstage schloss der Februar mit einem zweistelligen Umsatzplus und verzeichnete so das vierte Monatsplus in Folge. Der Februar hatte damit die Erwartungen der stationären Modeanbieter erfüllt.

März 2023: +16% (März 2022: +95%)

Weiter im Plus, aber weniger stark. Die Plusserie hielt an und auch im März war der Umsatzzuwachs zweistellig ausgefallen. Allerdings hatte sich das Wachstum abgeschwächt. Das Aprilwetter im März hatte nicht unbedingt dabei geholfen, die Lust auf Frühjahrsmode zu entfachen.

April 2023: +9% (April 2022: +559%)

Verregneter Start ins zweite Quartal. Der April war viel nasser und kühler als sonst. Nicht nur der verzögerte Frühjahrsstart schlug auf die Stimmung der Konsumenten. Auch die anhaltende Inflation dämpfte die Konsumstimmung. Viele Konsumenten agierten vorsichtig - für den stationären Modehandel eine Herausforderung.

Mai 2023: +1% (Mai 2022: +196%)

Gerade noch im Plus. Der Mai 2023 zeigte, welchen Herausforderungen sich der stationäre Modenhandel stellen muss. Im Spannungsfeld zwischen schwacher Konsumstimmung, hohem Preisniveau, einem Kalendereffekt und den wechselhaften Temperaturen lief es nur auf ein kleines Umsatzplus hinaus.

Juni 2023: +20% (Juni 2022: -17%)

Gelungener Sommerauftakt. Anders als im April und Mai passten im Juni Wetter und Ware in den Bekleidungsgeschäften zusammen. Bei zum Teil hochsommerlichen Temperaturen stieg die Nachfrage nach Sommermode, mit positiven Folgen für den stationären Modehandel, der stabil zweistellig zulegte.

Juli 2023: +6% (Juli 2022: -1%)

Rückkehr zum einstelligen Plus. Die Entwicklung der Modehandelsumsätze waren im Juli von unterschiedlichen Faktoren geprägt. Sommerferien und Regenwetter, Sommer-Sale und erste Herbstware, das Wetter zu warm und zu nass. So lautete das Fazit, das der Deutsche Wetterdienst zum Juli gezogen hat.

Immer noch im Krisenmodus. Auch im Wirtschaftsjahr 2022-2023 sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine allgegenwärtig. Die anhaltend hohe Inflation und die weiterhin schlechte Konsumstimmung im Land sind verbunden mit zunehmenden Wetterextremen maßgeblich für die schwierige Lage im stationären Modehandel verantwortlich.

Um trotz der schwierigen Umsatzlage eine stabile Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung sicherzustellen, unterliegt das gesamte Unternehmen wie im Vorjahr auch einem permanenten und straffen Kostenmanagement zur Vermeidung nicht zwingend notwendiger Ausgaben. Die beiden größten Kostenblöcke bilden hierbei die Personal- und Mietkosten. Wir sind ständig bestrebt vorhandene Arbeitsabläufe zu optimieren, um unsere Mitarbeiter effizient einsetzen zu können. Darüber hinaus sind wir mit unseren Vermietern permanent im Gespräch, um die Mietkosten auf einem wirtschaftlichen Niveau zu halten.

Für alle Mietflächen, die von uns als positiv eingeschätzt wurden und deren Mietvertrag im aktuellen Wirtschaftsjahr regulär ausgelaufen wäre, wurden bereits frühzeitig Anschlussmietverträge mit zum Teil reduzierten Mieten unterzeichnet, um unseren Bestand an erfolgreichen Filialen zu sichern.

Wir sind mit 42 Filialen ins Wirtschaftsjahr 2022-2023 gestartet. Durch die Schließung von sechs weiteren betriebswirtschaftlich unrentablen Filialen, verringert sich unser Filialnetz bis zum Wirtschaftsjahresende 2022-2023 auf insgesamt 36 Filialen.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land rechnen wir für das Wirtschaftsjahr 2022-2023 derzeit mit einem Umsatz von ca. T€ 17.500. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung wird sich im Vergleich zum Berichtsjahr deutlich verbessern aber dennoch bei ca. -500 T€ liegen.

Unser Jahresergebnis wird jedoch, wie im Vorjahr auch, auf einen Jahresüberschuss von T€ 0 laufen. Dies resultiert aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG als Betriebsgesellschaft und der GmbH als Vertriebsgesellschaft.

Wirtschaftsjahr 2023-2024

Die Zeitschrift „Textilwirtschaft“ berichtet:

August 2023: +4% (August 2022: -6%)

Achterbahnfahrt mit Plus-Ausgang. Der nasse August belastete die Modeumsätze. Als „Temperaturachterbahn“ bezeichneten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes diesen Monat. Zu sonnenscheinarm, zu warm, aber gleichzeitig zu nass - so das Fazit. Die Wetterkapriolen beeinflussten auch die Umsatzentwicklung im stationären Modehandel. Unterm Strich reichte es aber zu einem positiven Abschluss.

September 2023: -12% (September 2022: +10%)

Sommerloch im September. Dieser Monat war der wärmste und der zweitsonnigste September seit Messbeginn. Eine Anomalie, die auch der stationäre Modehandel schmerzlich zu spüren bekam. Das Sommerwetter sorgte für die den ersten Minusmonat seit Oktober 2022.

Oktober 2023: +9% (Oktober 2022: -5%)

Shopping in the rain mit Plusausgang. Der Oktober 2023 war der regenreichste seit mehr als 20 Jahren. Zudem schwankte das Wetter zwischen knapp 30 Grad und schweren Sturmfluten. Für den stationären Modehandel brachte der Monat dennoch die ersehnte Wetter- und damit verbundene Umsatzwende und sorgte somit für einen positiven Quartalsauftakt.

November 2023: -1% (November 2022: +8%)

Black Friday brachte keine Umsatzwende. Der Monat stand ganz im Zeichen von Rabattaktionen, doch der stationäre Modehandel blieb trotz des Black Fridays hinter dem Vorjahr zurück. Strömender Regen sorgte für geringe Kundenfrequenz und das zunehmend winterliche Wetter hatte Einfluss auf die Modenachfrage.

Dezember 2023: -6% (Dezember 2022: +42%)

Weihnachtsmärchen im stationären Modehandel blieb aus. Die Nachrichten- und Wetterlage ließ keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. Die Konsumstimmung war angesichts von Rezession- und Kriegssorgen weiter auf niedrigem Niveau und bei meist milden Temperaturen und Dauerregen fehlte die Lust an einem Shopping-Bummel und der Bedarf an Winterware. Der wichtige Dezember war damit zweitschwächster Monat des Jahres 2023.

Januar 2024: +1% (Januar 2023: +37%)

Umsatz-Achterbahnfahrt mit Plusausgang. Wetterextreme, Streiks und Demonstrationen beeinflussten neben Inflation und verhaltener Konsumstimmung die Mode-Nachfrage im Januar. Die Folge war eine volatile Umsatzentwicklung. Dennoch reichte es zum positiven Abschluss und somit zu einem positiven Jahresauftakt.

Februar 2024: +4% (Februar 2023: +22%)

„Novum in der Klimareihe“ sorgte für Umsatzplus. Der Februar, der temperaturmäßig eher ein April war, hatte dem stationären Modehandel einen verfrühten Start in die Frühjahrssaison beschert. Bei mildem Wetter wuchs das Interesse an der neuen Mode und brachte dem stationären Modehandel einen Umsatzzuwachs ein. Zusätzlich profitierte der Handel in diesem Februar vom Schaltjahr-Effekt, der dem stationären Modehandel einen zusätzlichen Verkaufstag bescherte.

März 2024: +6% (März 2023: +16%)

Wonnemonat März? Anlässe pushen Umsatz und Marge. Ein starkes Osterwochenende und bevorstehende Abi-Bälle und Hochzeiten verhalfen dem stationären Einzelhandel zu einem Umsatzplus trotz geringer Kundenfrequenz. Vollpreis, höhere Bons mit eben diesen Anlass-Teilen beflügeln die Marge.

April 2024: +6% (April 2023: +9%)

Der April macht mit den Umsätzen, was er will. Der April machte seinem Ruf als unberechenbarer Monat alle Ehre. Wettertechnisch war von Sommertagen bis zu Nachtfrösten und Hagelschlag alles dabei. Für den stationären Modehandel waren diese Wetterumschwünge sehr herausfordernd. Dass es dennoch zu einem positiven Abschluss gereicht hat, lag daran, dass der April in diesem Jahr zwei Verkaufstage mehr als im Vorjahr hatte.

Mai 2024: -4% (Mai 2023: +1%)

Ins Wasser gefallen. Allein der Auftakt war positiv. Seinem Image als Wonnemonat konnte der Mai indes nicht gerecht werden. Starke Regenfälle in ganz Deutschland mit teilweise heftigen Überschwemmungen führten zu einem Rückgang der bedarfsorientierten Modenachfrage und sorgten für den ersten Minusmonat im Jahr 2024.

Und die Krise hält weiterhin an. Auch im Wirtschaftsjahr 2023-2024 bestimmen Rezessions- und Kriegssorgen das Konsumverhalten noch immer nachhaltig. In Kombination mit häufig auftretenden außergewöhnlichen Wetterlagen sind sie auch weiterhin für die schlechte Konsumstimmung im Land und die damit einhergehende schwierige Lage im stationären Modehandel verantwortlich.

Unser Ziel ist es, trotz der schwierigen Umsatzlage eine stabile Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung sicherzustellen. Deshalb unterliegt das gesamte Unternehmen wie im Vorjahr auch einem permanenten und straffen Kostenmanagement zur Vermeidung nicht zwingend notwendiger Ausgaben. Die beiden größten Kostenblöcke der Personal- und Mietkosten haben wir hierbei noch immer fest im Blick. Arbeitsabläufe werden weiter optimiert, um unsere Mitarbeiter effizient einsetzen zu können. Auch finden weiterhin intensive Gespräche mit unseren Vermietern statt, um die Mietkosten auch weiterhin auf einem für uns wirtschaftlichen Niveau zu halten.

Für alle Mietflächen, die von uns als positiv eingeschätzt wurden und deren Mietvertrag im aktuellen Wirtschaftsjahr regulär ausgelaufen wäre, wurden bereits frühzeitig Anschlussmietverträge mit zum Teil reduzierten Mieten unterzeichnet, um unseren Bestand an erfolgreichen Filialen zu sichern.

Wir sind mit 36 Filialen ins Wirtschaftsjahr 2023-2024 gestartet. Durch die Eröffnung einer neuen Fläche, die Schließung von sieben weiteren betriebswirtschaftlich unrentablen Filialen und den Verkauf von vier Filialen an die Firma DaLe Vertriebs GmbH, verringert sich unser Filialnetz bis zum Wirtschaftsjahresende 2023-2024 auf insgesamt 26 Filialen.

Aufgrund der anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land rechnen wir für das Wirtschaftsjahr 2023-2024 derzeit mit einem Umsatz von ca.T€ 14.500 und einem negativen Ergebnis vor Ergebnisabführung von ca. 200 T€.

Unser Jahresergebnis wird jedoch, wie im Vorjahr auch, auf einen Jahresüberschuss von T€ 0 laufen. Dies resultiert aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG als Betriebsgesellschaft und der GmbH als Vertriebsgesellschaft.

IV. Risiko-/Chancenbericht

Ein effektives Risiko- und Chancenmanagement im stationären Modehandel erfordert eine fortlaufende Analyse des Marktumfeldes, eine Anpassung an sich ständig ändernde Verkaufspräferenzen und eine agile Geschäftsstrategie, um auf potenzielle Risiken vorbereitet zu sein und Chancen optimal nutzen zu können.

Deshalb erfolgt eine permanente und ganzheitliche Beobachtung und Bewertung aller relevanten Risiken, mit denen sich unser Unternehmen in seinem Marktgeschehen konfrontiert sieht. Die Hauptrisiken liegen hier für uns zum einen in der Warenbeschaffung und dem Warenabsatz, zum anderen jedoch auch in der Gestaltung unserer Kostenstruktur.

Im Beschaffungsbereich müssen wir stets mit einem Ausfallrisiko unserer Lieferanten rechnen. Dies kann zu möglichen Versorgungsengpässen mit dringend benötigter Ware oder auch im schlimmsten Fall zum kompletten Wegfall eines Lieferanten führen. Zur Risikominimierung arbeiten wir mit einer breiten Streuung der Umsatzanteile auf alle Lieferanten um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten so gering wie möglich zu halten.

Im Absatzbereich besteht das Hauptrisiko in einer negativen Entwicklung unserer Umsätze. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und trotz optimalem Warenangebot und exzellenter Beratung in unseren Filialen nicht immer von uns steuerbar. Hierzu zählen zunächst gesamtwirtschaftliche Risiken, wie eine negative konjunkturelle, wirtschaftspolitische und auch gesellschaftspolitische Entwicklung im Land. Wir stellen immer wieder fest, dass das Kaufverhalten der Bevölkerung massiv von der gesamtwirtschaftlichen Lage beeinflusst wird und zu Umsatzverlusten im Einzelhandel führt. Hinzu kommen branchenspezifische Entwicklungen, wie beispielsweise der Umsatzzuwachs im Online-Handel, der eine sinkende Kundenfrequenz in Innenstädten und Einkaufszentren zur Folge hat und somit ganz klar zu Lasten des stationären Einzelhandels geht. Zu erwähnen ist an dieser Stelle auch die Wetterlage, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Kaufverhalten hat und die generell sinkende Bereitschaft der Kunden, Geld für Bekleidung auszugeben.

Die Folgen einer negativen Umsatzentwicklung liegen auf der Hand. Sie führt in der Regel zu einer negativen Erlös- und Liquiditätsentwicklung. Um diese Risiken zu minimieren, ist es bei Umsatzverlusten unabdingbar, sowohl den Umfang der georderten Ware als auch die Kostenstruktur des Unternehmens im Auge zu behalten und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Wir arbeiten hier sehr erfolgreich mit einer umfangreichen Einkaufsplanung, die mit den voraussichtlich zu erwartenden Umsätzen des laufenden Monats, das noch zur Verfügung stehende Einkaufslimit berechnet. Somit stellen wir sicher, dass wir den Wareneingang stets den aktuellen Umsatzerwartungen anpassen können. Ergänzt wird dieses Planungssystem durch eine detaillierte Finanzplanung, die uns unter Berücksichtigung des voraussichtlich zu erwartenden Umsatzes des laufenden Monats, unsere Ergebnis- und Liquiditätssituation bis zum Geschäftsjahresende aufzeigt.

Bilanz

Aktiva

31.7.2022
EUR
31.7.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.745.638,50 895.759,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 110.423,00 39.348,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 22.236,00 27.795,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 88.187,00 11.553,00
II. Sachanlagen 1.635.215,50 856.411,50
1. technische Anlagen und Maschinen 14.285,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.620.930,50 856.411,50
B. Umlaufvermögen 4.206.507,80 2.047.673,80
I. Vorräte 3.136.299,24 1.572.439,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 741.254,58 316.065,68
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230.979,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 741.254,58 85.086,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 109.304,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 328.953,98 159.168,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.032,73 59.237,07
Summe Aktiva 6.026.179,03 3.002.670,37

Passiva

31.7.2022
EUR
31.7.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.217.057,40 350.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Kapitalrücklage 600.000,00
III. Gewinnvortrag 267.057,40
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.024.337,21 480.040,94
C. Verbindlichkeiten 3.784.784,42 2.172.629,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 397.106,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 22.106,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 375.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.722.433,67 605.030,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.722.433,67 605.030,35
3. sonstige Verbindlichkeiten 665.244,71 1.567.599,08
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 665.244,71 1.567.599,08
Summe Passiva 6.026.179,03 3.002.670,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1.8.2021 - 31.7.2022
EUR
1.8.2020 - 31.7.2021
EUR
1. Rohergebnis 10.170.515,04 5.262.260,98
2. Personalaufwand 4.351.586,44 1.165.758,10
a) Löhne und Gehälter 3.623.096,69 743.745,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 728.489,75 422.012,70
davon für Altersversorgung 10.839,72 3.840,00
3. Abschreibungen 418.660,69 338.164,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 418.660,69 338.164,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.116.968,59 4.026.610,52
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.811,20 2.032,28
davon Erträge aus Abzinsung 2.000,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.405,06 12.920,02
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 612,18
7. Ergebnis nach Steuern -737.294,54 -279.159,92
8. sonstige Steuern 3.046,58 644,16
9. Erträge aus Verlustübernahme 740.341,12 279.804,08
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Grundsätzliche Ausführungen

Die Gesellschaft wurde mit not. Urkunde Nr. 80/2016 der Notarin Patricia Ludwig, Butzbach vom 11.04.2016 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Butzbach. Entsprechend wird die Gesellschaft beim Amtsgericht Friedberg im Handelsregister unter der HRB-Nr. 8315 geführt.

Im Notarvertrag, Urkundenverzeichnis Nr. 114/2022FS der Notarin Friederike Schröder vom 16.03.2022 festgehalten, wurde das Schwesterunternehmen LEO ́S Jeans Handels GmbH rückwirkend zum 31.07.2021, 24:00 Uhr / 01.08.2021, 0:00 Uhr im Ganzen auf die Gesellschaft verschmolzen und diese in die LEOS Jeans Handels GmbH umfirmiert.

Die Gesellschaft hat den Unternehmenspachtvertrag der alten LEO ́S mit der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG im Rahmen der Verschmelzung gekündigt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr Euro 350.000,00. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Im Rahmen der Verschmelzung der LEO ́S Jeans Handels GmbH wurde deren Stammkapital in Höhe von Euro 600.000,00 übernommen und in eine Kapitalrücklage eingestellt. Der übernommene Gewinnvortrag aus vor organschaftlichen Zeiten in Höhe von Euro 267.057,40 wurde in den Gewinnvortrag eingestellt.

Alleiniger Gesellschafter der GmbH ist die Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG.

Mit der KG wurde dann am 24.05.2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Laufzeit des Vertrages ist unbestimmt, hat aber eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren. Nach dem Vertrag ist die Leitung der GmbH der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG unterstellt. Die KG hat unter Anwendung der entsprechenden Vorschriften des § 302 AktG während der Vertragsdauer Anspruch auf die Übertragung der Gewinne wie aber auch umgekehrt die Verluste der GmbH auszugleichen. Die jeweiligen Gesellschafterversammlungen der KG sowie der GmbH haben am 24.05.2016 dem Vertragswerk zugestimmt. Die Eintragung dieses Verhältnisses in das Handelsregister der GmbH erfolgte am 31.05.2016.

Durch diese Maßnahmen entstand eine auch steuerrechtlich zu beachtende Organschaft, in welcher die KG als Organträger und die GmbH als Organgesellschaft anzusehen sind.

Gegenstand des Unternehmens der LEOS Jeans Handels GmbH ist der Einzelhandel mit Textilien und Accessoires aller Art.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. August eines jeden Jahres und endet am 31. Juli des Folgejahres. Entsprechend beinhaltet das Berichtsjahr den Zeitraum vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022. Die in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen beinhalten entsprechend des Zeitraumes 01.08.2020 bis 31.07.2021.

Die Gesellschaft betreibt nach der Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft zum 31.07.2022 insgesamt 44 Ladenlokale (Vorjahr: 37 Ladenlokale), überwiegend verteilt auf dem westlichen Bundesgebiet. Über diese Ladenlokale, die als unselbständige Betriebsstätten in die Gesellschaft eingebunden sind, werden Jeans-Waren sowie Schuhe und ergänzende Artikel (Accessoires) an Endverbraucher veräußert. Vier Ladenlokale wurden im Berichtsjahr eröffnet und sechs unrentable geschlossen. Neun Ladenlokale wurden von der verschmolzenen Schwesterfirma LEO‘S Jeans Handels GmbH übernommen. Mit Ausnahme von vier Handelsvertreter-Filialen werden die Ladenlokale von angestelltem Personal geführt.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31.07.2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in seiner für das Berichtsjahr geltenden Fassung aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittlere Kapitalgesellschaft (GmbH) im Sinne von § 267 HGB.

Die Aufstellung erfolgte deshalb unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 242 bis 256 a und 264 bis 289 HGB. Die Erstellung des Anhangs erfolgte auf der Grundlage der §§ 284 bis 288 HGB. Der Lagebericht wurde entsprechend § 289 HGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschusses erfordert bei verschiedenen Positionen Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf die zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenstände, Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum haben. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert im Berichtsjahr angewendet. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorjahreszahlen sind aufgrund der rückwirkenden Verschmelzung mit der alten LEO ́S nicht mit den aktuellen Ausweisen vergleichbar.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Der in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltene entgeltlich erworbene Geschäftswert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben, da eine verlässliche Schätzung einer niedrigeren Nutzungsdauer nicht möglich war.

Die Gegenstände des Anlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der steuerlichen Abschreibungssätze abgeschrieben. Die Abschreibung der im Berichtsjahr erworbenen Vermögensgegenstände erfolgte linear, neu angeschaffte geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis zu Euro 800,00 wurden im Berichtsjahr aktiviert und auf 5 Jahre abgeschrieben.

Nach der Kündigung des Betriebspachtvertrages zwischen der LEO ́S alt und der KG hat die Gesellschaft die vorhandenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen von der LEO ́S alt im Rahmen der Verschmelzung zu Buchwerten übernommenen. Weiter wurden Lizenzen, Fahrzeuge, Sonstige Transportmittel, Filialeinrichtungen, EDV-Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung von der KG zu einem Wert über Buchwert erworben. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Filialeinrichtungen für Filialen, deren endgültige Schließung bereits im Geschäftsjahr beschlossen wurde, werden über die Restlaufzeit abgeschrieben. Hieraus ergab sich eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Euro 78.896,00.

Der Anlagespiegel (Wiedergabe der Einzelpositionen des Anlagevermögens) ist nach dem BilRUG zwingend in den Anhang einzubeziehen..

Es besteht ein Festwert für Warensicherungen in Höhe von Euro 130.681,00 (Vorjahr: Euro 43.813,52). Der Festwert wurde im Geschäftsjahr neu aufgenommen und wird unter den Roh-Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen.

Der Warenbestand wurde einzeln aufgenommen. Die Bewertung erfolgte zu Einkaufspreisen, auf welche - basierend auf vorhandenen Erfahrungswerten branchenübliche Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen wurden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die Kassen- und Bankbestände sowie der Rechnungsabgrenzungsposten sind jeweils mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen. Besondere Risiken, für die ein Bewertungsabschlag hätte vorgenommen werden müssen, waren bei diesen Vermögensgegenständen keine vorhanden bzw. nicht erkennbar.

Mit Ausnahme von fünf Mitarbeiterdarlehen und zwei Handelsvertreterdarlehen sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Das gezeichnete Kapital ist mit seinem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet. Dies ist der Aufwand, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung im Erfüllungszeitpunkt zur Begleichung der Verpflichtung erforderlich ist. Hierbei sind zukünftig zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen ebenso zu berücksichtigen (Aufzinsung) wie eine zum Bilanzstichtag noch vorhandene Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zum Fälligkeitszeitpunkt der Verpflichtung, welcher durch eine Abzinsung Rechnung zu tragen ist. Die Abzinsung ist unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes laufzeitorientiert vorzunehmen, der Marktzinssatz ist den Bekanntmachungen der Bundesbank zu entnehmen (§ 253 Abs. 2 S. 1, S. 4+5 HGB i.V. mit RückAbzinsV).

Rückstellungen wurden gebildet für bei der Gesellschaft vorhandene sonstige Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Weitere Risiken oder auch ungewisse Verbindlichkeiten, für welche ebenfalls eine Rückstellung hätte gebildet werden müssen, waren nicht vorhanden bzw. nicht erkennbar.

Die Verbindlichkeiten sind ebenfalls mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Laufzeitenzuordnungen der gesamten Verbindlichkeiten sind in der Bilanz offen ausgewiesen.

IV. Anmerkungen zur Bilanz

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwandsanteile, die erst nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam werden.

Die Pensionsrückstellung basiert auf Pensionszusagen gegenüber einem ehemaligen Prokuristen sowie gegenüber einem früheren Handelsvertreter der alten LEO ́S. Der Handelsvertreter ist bereits aus Altersgründen aus den Diensten der Gesellschaft ausgeschieden.

Die Rückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der bereits an den ehemaligen Handelsvertreter von der Gesellschaft geleisteten Pensionsauszahlungen und unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit-Methode“ ermittelt. Ein auf den Bilanzstichtag lautendes versicherungsmathematisches Gutachten hierzu liegt der Gesellschaft vor. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % sowie eine Rentenanwartschaftsdynamik von 1,00 % angesetzt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (bisheriger Ansatz) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 1.631,00.

Für diesen Unterschiedsbetrag gilt grundsätzlich eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Dagegen ist dieser Unterschiedsbetrag nicht abführungsgesperrt, weshalb dieser Betrag in seiner vollen Höhe im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit in das Jahresergebnis einzubeziehen und an die KG als Organträger abzuführen ist.

Die Pensionszusagen gegenüber dem ehemaligen Prokuristen sowie einem früheren Handelsvertreter der Gesellschaft sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Diese wurden an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB ist dieser Vermögensgegenstand (Aktivvermögen der Rückdeckungsversicherungen = Planvermögen) deshalb mit den Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Das Planvermögen ist am Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Berechnung nachgewiesen (Euro 40.689,25, Vorjahr: Euro 41.538,43). Da der ausgeschiedene Handelsvertreter bereits die ihm zugesagte Versorgungsrente erhält, reduziert sich das ihm zuzurechnende Planvermögen mit Ablauf jedes Leistungsjahres entsprechend. Diesem Planvermögen steht ein Erfüllungsbetrag aus den Rückstellungen für diese Pensionen von insgesamt Euro 45.709,00 (Vorjahr: Euro 45.946,00) gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

• Rückstellung für Aufbewahrung von Unterlagen

• Rückstellung für Mieten und Mietnebenkosten von geschlossenen Filialen bis zur Beendigung der Mietverhältnisse

• Rückstellung für Urlaubsverpflichtung Arbeitnehmer

• Rückstellung für Rechtsanwalt- und Prozesskosten, Steuerberatungskosten

• Rückstellung für Wareneingang ohne Rechnung

• Rückstellung für Rückbaukosten der Ladenlokale bei Beendigung der Mietverhältnisse

• Rückstellung für Kosten der Jahresabschlussprüfung

• Verschiedene sonstige Rückstellungen

wie z.B. Schwerbehindertenabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Überstunden, IHK-Beiträge.

Mit der Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG (Organträger = verbundenes Unternehmen) besteht ein Verrechnungskonto, welches in Form eines Kontokorrents zwischen den Gesellschaften geführt wird. Dieses Konto wird nicht verzinst, da dieses Verrechnungskonto jährlich zwischen den Gesellschaften ausgeglichen wird. Das Verrechnungskonto valutiert am Bilanzstichtag mit einer Verbindlichkeit in Höhe von Euro 2.722.433,67 (Vorjahr Forderung: Euro 230.979,47).

Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent) und ein im Vorjahr zu Beginn der Pandemie aufgenommenes KFW-Förderdarlehen in Höhe von Euro 500.000,00 mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Darlehensstand zum Bilanzstichtag beträgt Euro 375.000,00.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wie auch die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Sie sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Diese enthalten Verbindlichkeiten in Höhe Euro 128.846,07 gegenüber der DaLe Vertriebs GmbH.

In den sonstigen Verbindlichkeiten Euro 382.261,79 (Vorjahr: Euro 1.559.454,71) sind im Wesentlichen strittige Mietverbindlichkeiten aus der Pandemiezeit in Höhe von Euro 169.439,00 (Vorjahr: Euro 1.468.307,78) enthalten. Verbindlichkeiten aus Mietverträgen gegenüber Vermietern die ursprünglich von der KG abgeschlossen wurden, sind im Berichtsjahr auf diese Gesellschaft übertragen worden.

Von den Filialen der Gesellschaft verkaufte Warengutscheine sind bis zum 31.12.2019 mit ihren Brutto-Beträgen als „sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen, da es sich bei den Warengutscheinen um reine Wertgutscheine (also ohne Bezug auf eine konkrete Ware, die ein Kunde mittels des Gutscheins erwerben kann) handelt. Gutscheine ab dem 01.01.2019 wurden entsprechend der Gesetzesänderung mit den Netto-Beträgen als „sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Auch sind Provisionen gegenüber Handelsvertretern enthalten.

V. Anmerkungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Auf der Grundlage des auch für das Berichtsjahr bereits geltenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages hat die Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG den bei der Gesellschaft entstandenen Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 740.341,12 (Vorjahr: Euro 279.804,08) auszugleichen.

Im Berichtsjahr werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen insgesamt Euro 1.653.612,12 (Vorjahr: Euro 2.634.263,36) ausgewiesen. Diese beinhalten Erträge aus einer Tätigkeitsvergütung an die DaLe Vertriebs GmbH in Höhe von Euro 400.000,00 und die Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG in Höhe von Euro 26.000,00 sowie die Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von Euro 59.492,05. Die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen außerordentlichen Erträge in Höhe von Euro 945.384,80 umfassen neben Überbrückungshilfen Euro 855.331,77 insbesondere Euro 54.475,78 aus der Anpassung eines Festwerts. Daneben werden unter den aperiodischen Erträgen insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Euro 61.835,87, der Auflösung von Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 17.628,81, aus Mieterlässen in Höhe von Euro 95.610,06, aus Nebenkostenabrechnungen früherer Geschäftsjahre Euro 25.908,16 sowie die Erstattung von Bankgebühren in Höhe von Euro 16.560,00 für vorangegangene Jahre ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind außerordentliche Aufwendungen für die Rückführung zu viel beanspruchter Überbrückungshilfen in Höhe von Euro 272.219,58 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt Euro 9.641,76.

VI. Sonstige Anmerkungen

Zum 31.07.2022 waren folgende Arbeitskräfte in der Gesellschaft tätig:

1 Geschäftsführer (VJ 1)

125 Voll- und Teilzeitkräfte (VJ 74)

72 Aushilfskräfte (VJ 29)

Ohne Einbezug der Person des Geschäftsführers und Auszubildenden waren im Geschäftsjahresdurchschnitt 188,25 (Vollzeit 59,25, Teilzeit 58,25, Aushilfen 70,75) (Vorjahr: 104,25) Arbeitnehmer im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB in der Gesellschaft beschäftigt.

Im Zusammenhang mit der Anmietung der Ladenlokale hat die Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG (Besitzgesellschaft) den Vermietern auch Mietkautionen zu stellen. Diese wurden in Form von Aval-Bürgschaften zugunsten der GmbH durch die HypoVereinsbank (Bürgschaftsvolumen am Bilanzstichtag wie im Vorjahr Euro 141.090,29) und durch die Joachim Leonhardt HOSEN-LEONHARDT GmbH & Co. KG (Bürgschaftsvolumen am Bilanzstichtag = Euro 890.050,83 (Vorjahr: Euro 671.631,68) bzw. zugunsten der R+V Kautionsversicherung in Höhe von Euro 231.742,55 (Vorjahr: Euro 162.464,55) sowie zwei Barbürgschaften in Höhe von Euro 28.489,80 (Vorjahr: Euro 3.000,00) erbracht.

In der Gesellschaft sind sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Abs. 3 HGB aus der Übernahme vor allem der Verpflichtungen aus den langfristigen Mietverträgen der Ladenlokale sowie aus sonst noch bestehenden Leasing- bzw. Mietverträgen vorhanden. Der Jahresbetrag der hieraus resultierenden Mietzins-Verpflichtungen beträgt im Folge-Geschäftsjahr T€ 2.399 (Vorjahr: T€ 2.232) mit einer Laufzeit von 1,92 (Vorjahr: 2,1) Jahre sowie aus bestehenden Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge (Restverpflichtung der zu leistenden Leasingraten der Folgejahre = T€ 136.

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Daniel Leffers (Textilbetriebswirt).

Auf die Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 9a und b HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 6. November 2023 wurde unser Unternehmen Opfer eines schwerwiegenden Hackerangriffs durch den LockBit Black 3.0 Virus. Dieser Angriff führte zu einem vollständigen Zusammenbruch unserer IT-Infrastruktur auf dem lokalen Server. Der Zugang zu unserem System wurde durch eine Sicherheitslücke bei einem Drittanbieter erlangt, der für die Verwaltung unserer IT-Infrastruktur verantwortlich ist.

Betroffene Bereiche:

- Vollständiger Ausfall der lokalen IT-Infrastruktur

- Kompromittierung sensibler Kundendaten und interner Dokumente

Die unmittelbaren Kosten zur Bewältigung dieses Vorfalls werden auf etwa T€ 325 geschätzt, davon extern T€ 170.

Die Hackergruppe hinter dem Angriff wurde zerschlagen. Die Daten konnten von der Polizei sichergestellt werden, jedoch ist noch keine Entschlüsselung erfolgt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Butzbach, den 02.07.2024

Daniel Leffers, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Ich habe dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der LEOS Jeans Handels GmbH, Butzbach, vormals: HoLe Vertriebs GmbH, Butzbach, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 in der diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss und Lagebericht) beigefügten Fassung den am 2.Juli 2024 in Frankfurt am Main unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

An die LEOS Jeans Handels GmbH, Butzbach

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Ich habe den Jahresabschluss der LEOS Jeans Handels GmbH, Butzbach, (Vormals: HoLe Vertriebs GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 und dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der LEOS Jeans Handels GmbH, Butzbach, (Vormals: HoLe Vertriebs GmbH) für das Geschäftsjahr vom 01. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei dolosen Handlungen höher als bei Irrtümer, da dolose Handlungen, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

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