Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 17098
Eingetragen
24.3.2010
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzWärme- und KältehandelGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Die Beratung und Konzepterstellung, Ingenieurleistungen, Logistik und Handel jeglicher Art in der Abfallwirtschaft sowie der Betrieb entsprechender Anlagen im Bereich der Ver- und Entsorgung, Gründung und Übernahme von gleichartigen Unternehmen und Errichtung von Zweigniederlassungen; desweiteren die Vermarktung von Bau- und Brennstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Blum
seit 14.6.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bottrop
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RAU West GmbH

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

RAU West GmbH, Gelsenkirchen

1. Grundlage des Unternehmens und Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens konzentriert sich, wie auch in den Vorjahren, auf die Geschäftsfelder Flächenrecycling, Abbruch und Aufbereitung, Rückbau von Gleisanlagen sowie Entsorgung von Altschotter- und Bodenmassen.

Zu unseren Aufgaben gehört es, den Verbrauch bestehender Ressourcen einzuschränken, die Umwelt dadurch rechts- und regelkonform zu schützen, anfallenden Abfall wiederzuverwenden und als Produkt und Rohstoff dem Materialkreislauf zuzuführen.

Neben dem Verwaltungssitz in Gelsenkirchen betreibt die Gesellschaft eine Aufbereitungsanlage in Neubeckum, in welcher Oberbaumaterialien wie Bahnschotter, Bahnschwellen und Schienen aus dem Bahnbereich per Bahn- und LKW-Anlieferung angenommen und aufbereitet werden, sodass sie dem Materialkreislauf anschließend umweltgerecht erneut zur Verfügung gestellt werden können.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Jahren des stetigen Wirtschaftswachstums hat sich ab 2020 in Folge der weltweit um sich greifenden Corona-Pandemie und aus den Folgewirkungen des seit Februar 2022 andauernden Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine ein deutlicher Rückgang des Wirtschaftswachstums sowohl landes- als auch weltweit eingestellt. Nach Angaben führender Wirtschaftsforschungsinstitute hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zwar in den Jahren 2021 und 2022 gegenüber dem Krisenjahr 2020 stabilisiert, ist jedoch gesamt jeweils hinter den Erwartungen für die betreffenden Jahre zurückgeblieben. Für das Jahr 2023 hat sich keine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft eingestellt. Entsprechend stellt das Statistische Bundesamt für das Jahr 2023 einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,3 % fest.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung, so die Angaben führender Wirtschaftsforschungsinstitute, war die bereits 2022 einsetzende Inflationsentwicklung aufgrund der vorbezeichneten Einflüsse aus den Jahren 2020 bis 2022, die in 2023 bedeutende Preissteigerungen auf allen Wirtschaftsstufen mit sich geführt und ein deutlich ungünstigeres Finanzierungsumfeld in Folge eines Anstiegs des Zinsniveaus induziert hat. Dies wiederum hat auf breiter Basis zu einem nennenswerten Rückgang der Nachfrage aus dem In- und Ausland geführt. Positiv wird in diesem Kontext ein unverändert robuster Arbeitsmarkt hervorgehoben.

Deutschland befindet sich in einer notwendigen Transformation zu einer ressourcenschonenden und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kreislaufwirtschaft. Für den Umgang mit Abfällen, die beim Bau und dem Abbruch anfallen, bedeutet dies: umwelt - und recyclinggerechte Durchführung sämtlicher Maßnahmen unter Beschränkung der Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen auf ein unumgänglich notwendiges Niveau sowie dem Erhalt der Materialien im Wirtschaftskreislauf, soweit dies möglich ist.

Das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft ist durch die Affinität zur Baubranche, den Material- und Fachkräftemangel, die zunehmenden Baukosten und die schlechten Finanzierungsbedingungen sowie die seit 2022 andauernde Energiekrise belastet. Die Produktion im Tiefbau- und im Ausbaugewerbe konnte trotz der geopolitischen Unwägbarkeiten gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein leichtes Plus von 0,2 %.

3. Geschäftsverlauf sowie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage

Zur Steuerung des Unternehmens dienen die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden nicht zu Steuerungszwecken genutzt.

Im aktuellen Berichtsjahr betragen unsere Umsatzerlöse T€ 28.839 und konnten somit trotz der negativen äußeren Einflüsse um T€ 9.829 gesteigert werden. Durch die bereits vor einigen Jahren perspektivische Neuausrichtung auf andere Geschäftsfelder erwarten wir eine weitere Konsolidierung unserer Umsatzerlöse auf einem zufriedenstellenden Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von T€ 97 auf T€ 1.068. Dies resultiert hauptsächlich aus der Bereinigung von Altverbindlichkeiten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand stieg von T€ 13.933 um T€ 4.454 weniger stark als die Umsatzerlöse auf T€ 18.387, wobei insbesondere die Entsorgungskosten deutlich durch die Umsatz- und Kostensteigerungen angestiegen sind.

Die Abschreibungen stiegen infolge der Investitionen ins Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um T€ 121 auf T€ 255.

Der Personalaufwand hat sich um T€ 509 auf T€ 1.138 erhöht. Der Anstieg beruht auf Neueinstellungen, der Gewährung von Gewinnbezügen und allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen Aufwendungen betragen T€ 2.701 nach T€ 2.211 in 2022. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lässt sich vornehmlich auf die Bereinigung von Altforderungen (T€ 616) zurückführen.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich auf T€ 7.523 (2022: T€ 2.757) erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen nahezu ausschließlich auf die Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres.

Der Jahresüberschuss verbesserte sich von T€ 1.779 in 2022 um T€ 3.172 auf T€ 4.951.

Das Jahr 2023 hat die Erwartungen der Geschäftsführung erfüllt.

3.2 Finanzlage

Auch 2023 hat sich die Gesellschaft weitestgehend selbst finanziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Bankguthaben und flüssigen Mittel erhöhten sich von T€ 3.294 um T€ 6.089 auf T€ 9.383.

Die Gesellschaft hat in 2023 einen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 8.737 erwirtschaftet (Vorjahr: T€ 2.805).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Stichtagsvergleich von T€ 3.448 auf T€ 4.366, bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse.

Finanzielle Verpflichtungen wurden regelmäßig und fristgerecht erfüllt. Mit dem erzielten Cash-Flow konnte die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit problemlos nachkommen.

Sämtliche Darlehen wurden im Geschäftsjahr planmäßig bedient. Die Restdarlehensverbindlichkeiten zur Finanzierung des Anlagevermögens betragen T€ 65 zum 31.12.2023.

3.3 Vermögenslage

Im Vorjahresvergleich ist die Bilanzsumme 2023 von T€ 9.405 auf T€ 16.782 gestiegen.

Die wesentlichen Teile des Anlagevermögens entfallen mit T€ 1.991 auf technische Anlagen und Maschinen. Als wesentlicher Zugang im Anlagevermögen ist eine Gleisschotteranlage mit T€ 1.300 zu benennen.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 85,7 % und ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Das Eigenkapital ist in Folge der erfolgten Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 1.325 sowie des erwirtschafteten Jahresüberschusses im Vergleich zu 2022 um T€ 3.626 auf T€ 8.004 gestiegen, was aufgrund der erhöhten Bilanzsumme zu einer Eigenkapitalquote von rund 47,7 % (Vorjahr: 49,7 %) führt.

Auch im Geschäftsjahr 2023 haben wir Investitionen im Bereich Maschinen, Betriebsvorrichtungen und Technische Anlagen getätigt. Es wurden T€ 1.342 in Betriebsvorrichtungen, wobei T€ 879 aus Anlagen im Bau des Vorjahres stammen, T€ 538 in Maschinen und T€ 108 in andere technische Anlagen investiert. Diese Investitionen wurden vollständig im Anlagevermögen aktiviert und nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln finanziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus der Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften in Höhe von T€ 304 nach T€ 403 im Vorjahr.

3.4 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist sehr zufriedenstellend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels - sowie durch Skontoausnutzung - auszugleichen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 war weiterhin von Unsicherheiten geprägt, die sich aus den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und globalen wirtschaftlichen Herausforderungen ergaben. Die Inflation hat sich bedingt durch rückläufige Energiepreise und eine stabilere Versorgungslage verringert. Sie lag durchschnittlich bei etwa 3 % bis 4 %.

Gemäß Frühjahrsgutachten 2025 des Sachverständigenrats befindet sich die deutsche Wirtschaft weiter in einer ausgeprägten Schwächephase. Die US-Einfuhrzölle belasten die weltwirtschaftliche Aktivität und den globalen Warenhandel. Die damit verbundene hohe handelspolitische Unsicherheit wirkt sich negativ auf die Investitionsentscheidungen von Unternehmen aus. Für den Euroraum wird ein Wachstum des BIP von 1,1 % erwartet. Das deutsche BIP wird im Jahr 2025 preisbereinigt stagnieren. Die Verbraucherpreisinflation wird für das Jahr 2025 mit durchschnittlich 2,1 % erwartet.

Aufgrund der globalen Unsicherheiten ist die künftige Geschäftspolitik darauf ausgerichtet, die bisherige erfolgreiche Unternehmensentwicklung weiter zu verfolgen. Wie bereits in den Vorjahren wird in der Konzentration auf die Kernkompetenzen der RAU West GmbH der Schlüssel für einen weiteren Ausbau der manifestierten Marktstellung gesehen.

Für das Geschäftsjahr 2024 konnte ein gleicher Umsatz wie im Berichtsjahr erzielt werden. Durch Einsparungen wurde das Jahresergebnis 2024 leicht gesteigert.

Die Liquidität der RAU West GmbH war im Jahr 2024 weiterhin stabil und lag leicht unter dem Vorjahresniveau.

Für 2025 wird aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im öffentlichen Bereich und des damit verbundenen Preisdrucks mit einem rückläufigen Umsatz von T€ 8.000 gegenüber dem Berichtsjahr sowie mit einem leicht rückläufigen operativen Ergebnis gerechnet.

4.2 Chancen-und Risikobericht

Die Gesamtrisikosituation war im Berichtsjahr weitgehend stabil. Die wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, die konjunkturellen Unsicherheiten sowie der intensive Wettbewerb.

Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung der Rau West GmbH den Bestand des Unternehmens in keinster Weise gefährdet. Weder zum Abschlussstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestanden bestandsgefährdende Risiken.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass sie auch in Zukunft Hausforderungen meistern und Chancen nutzen können wird, ohne dabei hohe Risiken eingehen zu müssen.

Die Gesellschaft hat Maßnahmen zur Risikoüberwachung und -früherkennung eingerichtet. Die Ziele des Risikomanagements der Gesellschaft liegen darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um ggf. angemessen agieren bzw. reagieren zu können.

Risikofaktoren werden laufend untersucht und entsprechend gegensteuernde Maßnahmen getroffen.

Die bestehende interne Berichterstattung mit ihren Auswertungen bildet die Basis des Systems.

Kundenforderungen werden nach festgelegtem Rhythmus kontinuierlich überwacht. Ausfallrisiken von Kunden sind über ein zeitnahes Forderungsmanagement auf ein vertretbares Niveau reduziert.

Ausfallrisiken, welchen die Gesellschaft ausgesetzt sein könnte, sind aufgrund der Bonität des Hauptauftragsgebers, gering.

Zinsrisiken aus variablen Zinsvereinbarungen bestehen nicht, dies gilt auch für etwaige Liquiditätsrisiken aus schwankenden Ein- bzw. Auszahlungen.

Der Versicherungsschutz ist angemessen und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Über all dem stehen weiterhin die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie die Energiekrise. Diese außergewöhnlichen Vorkommnisse sind ausschlaggebend dafür, dass sich unsere wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken über dem allgemeinen Unternehmerrisiko bewegen.

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der Betrachtung aller Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation war im Berichtsjahr weitgehend stabil.

 

Gelsenkirchen, 27. Juni 2025

RAU West GmbH

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

RAU WEST GMBH, GELSENKIRCHEN

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.375.981,27 1.319.317,37
I. Sachanlagen 2.375.981,27 1.319.317,37
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.388.334,32 8.072.445,34
I. Vorräte 47.377,81 128.965,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.957.909,95 4.649.305,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.383.046,56 3.294.174,79
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.654,08 12.958,11
16.781.969,67 9.404.720,82

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 8.003.703,19 4.377.979,26
I. Gezeichnetes Kapital 12.500,00 12.500,00
II. Gewinnvortrag 3.040.479,26 2.586.116,29
III. Jahresüberschuss 4.950.723,93 1.779.362,97
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.221.996,86 2.470.434,85
C. VERBINDLICHKEITEN 5.556.269,62 2.556.306,71
16.781.969,67 9.404.720,82

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
1. Personalaufwand -1.138.187,64 -629.469,30
a) Löhne und Gehälter -980.264,17 -506.675,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -157.923,47 -122.793,51
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -255.135,21 -134.244,49
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.701.454,89 -2.211.041,99
4. Erträge aus Beteiligungen 87.021,30 565.497,90
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.693,82 1,11
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.555,72 -7.573,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.534.835,33 -976.457,00
8. Ergebnis nach Steuern 4.988.444,59 1.780.750,17
9. Sonstige Steuern -37.720,66 -1.387,20
10. Jahresüberschuss 4.950.723,93 1.779.362,97

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

RAU West GmbH, Gelsenkirchen

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die RAU West GmbH hat ihren Sitz in Gelsenkirchen und wird beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter der Registernummer HRB 17098 geführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Grundsätzen der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264-288 HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Von den großenabhängigen Erleichterungen bezüglich der Form der Darstellung wurde Gebrauch gemacht.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde vor der Gewinnverwendung aufgestellt.

Im Gegensatz zum Vorjahr werden die Aufwendungen für Entsorgung T€ 6.046 (2022: T€ 4.926) sowie für Transporte T€ 1.656 (2022: T€ 2.036) nicht in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern im Materialaufwand ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde angepasst.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundliegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand nicht statt.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert zum 01.01.2023 als Bilanzvorträge in neue Rechnung vorgenommen.

Der Wertansatz der Sachanlagen berechnet sich aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Bewertungsfreiheit von geringwertigen Wirtschaftsgütern im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wird in Anspruch genommen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden, soweit vorhanden, zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag bewertet und hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit geprüft. Uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben.

Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie als Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sie sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Vorjahre und das Geschäftsjahr betreffende Steuern.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage A zum Anhang zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft ist an der Arbeitsgemeinschaft Spezialrückbau Stricker-Rau West zu 50 % beteiligt. Die Forderungen werden unter Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen.

Zum Abschlussstichtag haben sonstige Forderungen und Vermögensgenstände in Höhe von T€ 320 (Vorjahr: T€ 319) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle weiteren sonstigen Vermögensgegenstände und Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen betriebsübliche Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 230) sowie Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen (T€ 1.186). Sie wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet, wobei alle erkennbaren Risiken berücksichtigt wurden. Die Rückstellung für Rückbau wurde entsprechend der Laufzeit des Mietvertrages gebildet und abgezinst.

4. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahre
von mehr als fünf Jahre
Gesamtbetrag 31.12.2022
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.920.760,28 2.920.760,28 0,00 0,00 1.488.449,03
Sonstige Verbindlichkeiten 2.635.509,34 2.635.509,34 0,00 0,00 867.857,68
5.556.269,62 5.556.269,62 0,00 0,00 2.556.306,71

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 2.567 (Vorjahr: T€ 636) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften bestehen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 3).

Die Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Anlagevermögens unterliegen den üblichen Eigentumsvorbehalten.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T€ 676 (Vorjahr: T€ 0) und periodenfremde Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T€ 616 (Vorjahr: T€ 0) betreffen Forderungs- und Verbindlichkeitskorrekturen der Vorjahre.

Erträge aus Beteiligungen enthalten die Erträge aus der Beteiligung an einer Arbeitsgemeinschaft.

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen sowie der Rückstellung für Archivierungsaufwendungen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 0).

V. Sonstige Angaben

1. Avale

Es bestehen Avale in Höhe von T€ 299.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miete und Leasingverträgen für die Jahre 2024 ff. in folgender Höhe:

2024
T€
2025-2028
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Miet- und Leasingverpflichtungen 127 422 355

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 19 Personen (Vorjahr: 14) beschäftigt.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Herr Andreas Blum, Kaufmann, Bottrop

Herr Dipl.-Ing. Jürgen Dirk Rödiger, Leipzig (bis 09.12.2024, Tag der Eintragung im Handelsregister)

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 25 für Abschlussprüfungsleistungen berechnet.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 7.991 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Gelsenkirchen, 27. Juni 2025

RAU West GmbH

gez. Andreas Blum

Angaben zur Feststellung:

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 30.06.2025.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2023
I. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.562,21 19.843,00 0,00 4.689,94 87.715,27
Technische Anlagen und Maschinen 388.193,92 538.155,00 1.404.256,71 85.212,00 2.245.393,63
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.928,63 289.967,89 0,00 99.842,78 782.053,74
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 879.778,06 524.478,65 -1.404.256,71 0,00 0,00
1.932.462,82 1.372.444,54 0,00 189.744,72 3.115.162,64
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 547,94 938,00 1.485,94 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 130.463,92 163.481,32 39.137,61 254.807,63
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.133,59 90.715,89 88.475,74 484.373,74
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
613.145,45 255.135,21 129.099,29 739.181,37
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.715,27 72.014,27
Technische Anlagen und Maschinen 1.990.586,00 257.730,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.680,00 109.795,04
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 879.778,06
2.375.981,27 1.319.317,37

Der vorstehende verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht sind zur Offenlegung bestimmt. Gegenüber dem festgestellten Jahresabschluss wurden die Aufstellungserleichterungen nur für die Offenlegung sowie Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RAU West GmbH, Gelsenkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RAU West GmbH, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RAU West GmbH, Gelsenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 30. Juni 2025

Moore Rhein-Ruhr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Dr. Alexander Wolff, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Volkw. Katharina Berger, Wirtschaftsprüferin

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