Pharma Stulln Vertriebs GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Dr. Stuhldreher seit 19.2.2024 | Geschäftsführer |
Karl Dr. Luschmann seit 16.7.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 87.50% | |
| 12.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pharma Stulln GmbHStullnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtBranchenumfeld Die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2023 wurde geprägt durch hohe Inflationszahlen und in der Folge einen Zinsanstieg der Kredite für Investitionen. Das Wachstum der Wirtschaft in Deutschland ist eingebrochen. Manchen Branchen - Bauwirtschaft, Automobil, Maschinenbau - brechen die Aufträge weg. Die Arzneimittelhersteller sind hier nur bedingt betroffen. Wir sehen weiterhin eine hohe Nachfrage. Die Energiekosten normalisieren sich wieder, Gas und Strom, sind wieder bezahlbar, stagnieren aber auf hohem Niveau. Die Beschaffungskosten für Packmittel und Kunststoffe bleiben teuer sind aber wieder kurzfristig verfügbar. In Folge der steigenden Inflation haben sich auch die Löhne und Gehälter verteuert. Obwohl die Grundstoffe für die Arzneimittelherstellung normal verfügbar sind, bestehen nach wie vor Versorgungsengpässe bei gängigen Arzneimitteln. Der Kostendruck im Gesundheitswesen bleibt hoch, weshalb wir die gestiegen Produktionskosten bei freiverkäuflichen Arzneimitteln und bei Medizinprodukten, durch Preisanpassungen kompensieren müssen. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Entwicklung Das Umsatzwachstum im Jahr 2023 lag mit 8,3 % im Rahmen der Erwartung und war begrenzt durch die hohe Kapazitätsauslastung. Der Umsatz liegt bei 70,7 Mio. € gegenüber 65,3 Mio. im Vorjahr. Hierbei sehen wir einen gleichmäßigen Zuwachs über alle Bereiche hinweg, bei eigenen Produkten als auch den Lizenzprodukten und bei den Lohnkunden. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg hatte auch die bessere Wahrnehmung der Pharma Stulln GmbH im Markt, welche wir mit dem Ausbau des Außendienstes erreicht haben. Erstmals sind wir nahezu flächendeckend mit eigenen Mitarbeitern bei den Augenärzten vor Ort präsent. Im Jahr 2023 setzt sich der Umsatz wie folgt zusammen:
Regionale Verteilung Die Exporte nach China sind - bedingt durch fehelende Kapazitäten - nur um 2,2 % auf 15,1, Mio. € angestiegen, wobei die Exporte ins übrige außereuropäische Ausland niedriger ausgefallen sind. Die Auftragslage hätte hier ein Umsatzwachstum ermöglicht. Im Jahr 2023 hat sich der Inlandsanteil am Gesamtumsatz auf 55,2 % erhöht. Nach Regionen verteilt sich der Umsatz in 2023 (2022) in Mio. € wie folgt:
Wirtschaftliches Ergebnis und Kennzahlen Das Betriebsergebnis ist mit 12,7 Mio. € um 0,2 Mio. € niedriger als im Jahr 2022. Die Quote für den Wareneinsatz liegt bei 34,7 %, die Personalkosten haben sich um 20 % auf 19,9 Mio. € (28,2 %) erhöht, die Abschreibungen um 0,6 Mio. € (5,9 %). Die Sonstigen Kosten sind um 0,7 Mio. € mit 9,8 Mio. € (13.7 % vom Umsatz). niedriger ausgefallen. Die Eigenkapitalquote liegt unverändert bei 63 %, sofern man die Verbindlichkeiten gegenüber der Holding Gesellschaft als Eigenkapital betrachtet. Die Bankverbindlichkeiten haben sich trotz umfangreicher Investitionen um 1,3 Mio. € auf 9,5 Mio. € verringert. Dagegen stehen Neuinvestitionen von 8,5 Mio. €. Die Bilanzsumme liegt bei 76,9 Mio. € und das EBITDA bei 24,7 % (25,4 % in 2022). Die Investitionsausgaben flossen in den Aufbau eines neuen Lagergebäudes, in ein Labor- und Bürogebäude, in Anzahlungen auf Maschinenbestellungen, Planungskosten und in die Erneuerung der Firmeninfrastruktur. Auch die F+E Ausgaben und die Ausgaben für Vertrieb wurden erhöht. Die Debitorenforderungen an unsere Kunden sind weiterhin auf hohem Niveau, während wir die Kreditorenverbindlichkeiten sehr niedrig halten und Rechnungen kurzfristig begleichen. Diese Diskrepanz ist längeren Zahlungszielen und einem hohen Warenbestand zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit geschuldet. Liquide Mittel sind mit einem Bestand von 4,3 Mio. € zum 31.12.2023 trotzdem ausreichend vorhanden. Aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird der gesamte verbleibende Gewinn vor Steuern in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt. Chancen- und RisikoberichtDas Wachstumspotential der Pharma Stulln ist vor dem Hintergrund der geringen Fertigungskapazitäten in Europa im Sterilbereich und hier insbesondere in der Spezialisierung auf die BFS-Fertigung ungebrochen. Auch im Jahr 2024 planen wir die Einführung neuer Produkte. Wir erwarten für die nächsten beiden Jahre ein organisches Wachstum bei vorhandener Kapazität von 5 - 6 % pro Jahr. Die Einschätzung basiert auf bereits vorliegenden Produktionsaufträgen unserer Kunden und eigenen Absatzerwartungen für die bereits vorhandenen Märkte. Kapazitätserweiterungen und der Eintritt in neue Märkte sind hierin nicht berücksichtigt. Neben den europäischen Ländern sind unsere wichtigsten außereuropäischen Exportländer China, Canada und Australien. In allen drei Ländern erwarten wir einen Anstieg der Absatzzahlen. Auch auf dem Heimatmarkt sind wir zunehmend präsent. Gegenüber 2022 haben wir hier den Umsatz mit Arzneimitteln und Medizinprodukten mit eigenem Label auf 9,2 Mio. € gesteigert. Im regulatorischen Umfeld haben wir die Anpassungen unserer Medizinprodukte an die "Medical Device Regulation" (MDR) für die Entwicklung und die Herstellung von Medizinprodukten in Europa abgeschlossen. Für die Umsetzung des neuen Annex 1 gibt es eine 5 Jahres Roadmap. Die neuen Vorgaben zur Herstellung steriler Arzneimittel wird zu umfangreichen Investitionen führen und die Produkte massiv verteuern, was für den Standort DE nicht förderlich ist. Diese überbordende Regulierung in der EU führt zum Verlust von Fertigungskapazitäten in Europa und die MDR zwingt nun auch mittelständische Hersteller innovativer Medizinprodukte diese zuerst in den USA zu registrieren. Erst im zweiten Schritt wird man überlegen, ob sich auch eine Registrierung in der EU rechnen wird. Innovationen im Medizinproduktebereich stehen deshalb den Patienten in der EU erst verzögert zu Verfügung. Beide Regularien bedingen zudem massive Investitionen in den Maschinenpark, ohne aber einen spürbaren Mehrwert an Produktsicherheit zu gewinnen. Manche Herstellungsstätte in der EU wird geschlossen werden und die Produktion wird in außereuropäische Länder abwandern. Das widerspricht diametral dem aktuellen Ziel der Politik den Pharmastandort in Deutschland zu stärken und Produktionskapazitäten in die EU zurückzuführen. Die aktuelle Situation der Arzneimittel - Lieferengpässe wird hierdurch zementiert. Positiv ist, dass die Eintrittshürde in der EU für neue Hersteller extrem kostspielig und hoch ist, so dass die Kapazitäten der aktuellen Herstellungsstätten für Medizinprodukte und Arzneimittel sehr gesucht und knapp bleiben werden. Der Personalbestand beläuft sich auf 370 Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel bleibt problematisch und ist als größtes potenzielles Risiko für die Erweiterung des Produktionsstandortes im Inland zu sehen, weshalb eine Produktionserweiterung im europäischen Ausland attraktiver wird. Entwicklung und AusblickIm Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von 77 Mio. € (+10 %). Der Umsatzanstieg resultiert aus einer erhöhten Produktion sowie einer inflationsbedingten Preisanpassung. Die aktuelle Vollauslastung verhindert im Moment höhere Produktion - und Umsatzzahlen. Aufgrund der im Jahr 2023 begonnenen Investitionen in die Erweiterung unserer Fertigungskapazität und dem damit einhergehenden Aufbau von Personal geht die Geschäftsleitung von einem nahezu gleichbleibenden Ergebnis für das Jahr 2024 aus. Erst ab Q2/2026 und 2027 stehen uns nach Abschluss der Neubauarbeiten weitere Produktionskapazitäten zu Verfügung. Die Anzahl der Mitarbeiter wird geplant auf ca. 380 ansteigen. Der Auftragseingang ist unverändert hoch. Für 2024 und 2025 besteht Vollauslastung. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Fertigungskapazität haben bereits begonnen, die Fertigungskapazität für einzeldosierte Augentropfen werden wir damit um 100 % erweitern. Dies wird zu höheren Abschreibungen führen und möglicherweise kurzfristig Einfluss auf das Ergebnis in den nächsten 5 Jahren haben. Die Investitionskosten liegen im hohen 2-stelligen Millionenbereich, sind auch im Hinblick auf die energetischen Standards für Industriebauten und der Berücksichtigung alternativer Energieträger immens und werden durch keine staatliche Förderung unterstützt. Trotz aller geschilderten Probleme, welche mit der Erweiterung der Pharma Stulln am Standort verbunden sind, sehen wir die Entwicklung der Firma auf gutem Weg und sind vorsichtig optimistisch. Neue Produktentwicklungen, welche die Wachstumstreiber für die nächsten Jahre sein werden, sollen kontinuierlich bis 2026 in den verschiedenen Märkten etabliert werden. Potential und Interesse erfahren wir aus allen Regionen, konkret aus Südost - Asien und Australien. Auch der Absatz in China wird weiter steigen und bleibt nach Europa der wichtigste Absatzmarkt für die Pharma Stulln. Zur langfristigen Sicherung des Produktionsstandortes sind kontinuierliche, hohe Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten und damit in Gebäude mit Reinraumtechnik mit höchsten Anforderungen an Material und qualifiziertem Personal nötig. Die gesetzlich geforderte Berücksichtigung von ESG -Standards und der Umstieg von CO 2 basierten Primärenergieträgern wie Erdgas auf regenerative Energien, wird die wohl die größte Herausforderung für die nächsten Jahre werden. Trotz alledem wollen wir ein familiengeführtes unabhängiges Unternehmen bleiben und sind optimistisch, dass uns dies auch gelingt.
Stulln, den 01.12.2024 Geschäftsleitung Dr. Karl Luschmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Pharma Stulln GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:
Die Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (GWG) bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Wertpapiere zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere Wert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach dem Teilwertverfahren durchgeführt. Aufgrund der erstmaligen Anwendungen der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 31.12.2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 250.097,00 Euro. Dieser Betrag ist bis spätestens zum 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Die Veränderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Zuführung wegen Verzinsung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt worden. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 109.047,87 Euro gegenüber der Penta Arzneimittel GmbH und in Höhe von 50.792,19 Euro gegenüber der Dr. Friedrich Eberth GmbH. Ferner bestand am Bilanzstichtag eine Forderung in Höhe von 36.318,39 Euro aus Umsatzsteuer gegenüber der Penta Arzneimittel GmbH, begründet durch die umsatzsteuerliche Organschaft. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Gegenüber der Pharma Stulln Vertriebs GmbH besteht eine Verbindlichkeit aus Umsatzsteuer in Höhe von 397,12 Euro, begründet durch die umsatzsteuerliche Organschaft. Gegenüber der Pharma Stulln Vertriebs GmbH besteht per 31.12.2023 eine weitere Verbindlichkeit in Höhe von 1.175,00 Euro. Gegenüber der TAKE Holding GmbH besteht per 31.12.2023 eine Verbindlichkeit in Höhe von 43.280.640,69 Euro. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 30.111,94 Euro gegenüber der der Dr. Eberth Arzneimittel GmbH Nachtragsbericht Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 32.564.748,95 Euro. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 33.932.143,66 Euro. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen 4.180.086,30 Euro. Abgänge des Geschäftsjahres betrugen 998.584,67 Euro. Aktivierte Disagiobeträge bzw. sonstige Rechnungsabgrenzungsposten Am Bilanzstichtag sind Rechnungsabgrenzungsposten und abgegrenzte Finanzierungskosten in Höhe von 16.963,17 Euro vorhanden. Wesentliche, nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.865 TEuro), für Urlaub (886 TEuro), Aufbewahrungsverpflichtung (71 TEuro), Mehrarbeiten (503 TEuro), Jubiläumszuwendungen (434 TEuro) und drohende Verluste (100 TEuro) enthalten. Pensionsrückstellung Für die Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Heubeck AG vor. Die Berechnung wurde nach den Bestimmungen des § 253 Abs. 1 und 2 HGB durchgeführt. Als Rechnungsgrundlage für die Rückstellungsberechnung zum Bilanzstichtag dienen die anerkannten Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % p.a.. Den Berechnungen wurde ein Rententrend von 2,00 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeitenspiegel 2023 (alle Angaben in Euro)
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 2.653.824,00 Euro. Die anschließend einzeln aufgeführten Besicherungen sind für folgende bilanzierte Verbindlichkeiten maßgebend: • HypoVereinsbank AG 23889277, 21804576, 27837964, 27299622, 24915387, 34435871 und 17636081 durch Nummer 1 • Sparkasse im Landkreis Schwandorf 6080281006 und 6080197970 durch Nummer 2 • Commerzbank AG 1353330 durch Nummer 3 Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: 1) Sicherungsübereignung der Warenvorräte für alle Kredite, Buchgrundschulden in Höhe von 766.938,00 Euro und 2.556.459,00 Euro auf Objekt Werksstraße 3, 92551 Stulln, Abtretung von Forderungen für alle Kredite, selbstschuldnerische Bürgschaft von der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH in Höhe von 11.100.000,00 Euro für das Darlehen 17636081 und 5.000.000,00 Euro für das Darlehen 34435871 2) Sicherungsübereignung der Augentropfenlinie, Sicherungsübereignung der Bottelpack-Maschine 3) Sicherungsübereignung Verpackungsanlage für Augentropfenflaschen und Flaschenfüll- und Verschließmaschine für Augentropen Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 12 TEuro Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil enthalten. Außerordentliche Aufwendungen und außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen und außerordentliche Erträge von wesentlicher Bedeutung waren im Berichtszeitraum nicht gegeben. Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag von 40 TEuro ist die Köperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag für die Ausgleichszahlung an den außenstehenden Gesellschafter, resultierend aus dem Ergebnisübernahmevertrag, erfasst. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen:
Sonstige Pflichtangaben Angabe über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile: Die Pharma Stulln GmbH hält in ihrem Betriebsvermögen folgende Beteiligungen:
Angaben zum Mutterunternehmen der Gesellschaft TAKE Holding GmbH, mit Sitz in 92280 Kastl Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 38.900,00 Euro und gliedert sich wie folgt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Dr. Karl Luschmann (Apotheker) Dr. Christoph Stuhldreher (ab 02/2024) Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers gemäß § 285 Nr. 9a und b HGB in Anspruch. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 364 (VJ 340). Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungAufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der TAKE Holding GmbH beträgt der Jahresüberschuss 0,00 Euro.
Stulln, den 12.12.2024 Geschäftsführung Dr. Karl Luschmann Bericht des AufsichtsratsFehlanzeige sonstige Berichtsbestandteile
Stulln, den 12. Dezember 2024 Dr. Karl Luschmann, Apotheker Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pharma Stulln GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pharma Stulln GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharma Stulln GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, 12. Dezember 2024 ARB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Frank Bayer, Wirtschaftsprüfer |
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