Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 18661
Eingetragen
10.1.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Gründung, der Erwerb, das Halten und das Verwalten sowie der Verkauf von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Milla
seit 7.3.2019
Geschäftsführer
Heiko Petersen
seit 7.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

41542 Dormagen, Narzissenweg 8
22.250 €
89.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pirapora GmbH

Mönchengladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.267,00 36.073,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.782.599,84 2.866.411,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.639.011,00 3.978.341,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.837,00 331.764,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.750.188,63 6.443.707,17
19.133.636,47 13.620.224,01
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.850,87 6.984,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.895.643,00 6.031.492,08
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.532.188,83 5.589.437,43
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.876.558,81 5.835.406,85
4. Geleistete Anzahlungen 346.103,18 3.443.982,92
17.650.493,82 20.900.319,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 883.883,84 1.222.502,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.199.696,72 1.463.875,28
4.083.580,56 2.686.377,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.770,44 24.574,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 10.721,71
D. Aktive latente Steuern 1.711.025,00 1.643.645,00
42.636.624,16 38.928.919,25

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 8.079.318,53 6.424.690,16
III. Konzernbilanzgewinn 2.586.443,69 1.654.628,37
IV. Nicht beherrschende Anteile 905.360,19 760.477,36
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 7.808.161,56 7.808.161,56
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.274.225,00 8.735.648,00
2. Steuerrückstellungen 2.091.040,00 1.933.089,00
3. Sonstige Rückstellungen 928.414,78 745.707,85
12.293.679,78 11.414.444,85
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.115.136,52 6.614.544,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.720.868,30 2.082.020,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.102.655,59 2.144.951,50
10.938.660,41 10.841.516,95
42.636.624,16 38.928.919,25

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 63.479.294,88 60.929.953,15
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.374.513,27 2.398.339,45
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 8.868,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.984.795,48 1.199.015,23
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.436.469,39 40.940.685,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.431,00 44.438.900,39 12.688,75 40.953.374,70
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.846.138,43 8.323.746,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.676.161,77 11.522.300,20 4.652.235,50 12.975.982,14
- Davon für Altersversorgung Euro 715.171,17 (Euro 2.816.555,50)
7. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.689.114,00 1.142.442,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.089.145,20 6.198.919,19
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.478,32 1.290,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 482.474,28 497.747,54
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 890.959,36 963.003,00
- Davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro 67.380,00 (Euro 728.701,00)
12. Ergebnis nach Steuern 2.781.056,52 1.797.129,45
13. Sonstige Steuern 49.730,00 49.867,72
14. Konzernjahresüberschuss 2.731.326,52 1.747.261,73
15. Nicht beherrschende Anteile 144.882,83- 92.633,36-
16. Konzernbilanzgewinn 2.586.443,69 1.654.628,37

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Pirapora GmbH hat ihren Sitz in Mönchengladbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter HRB 18661 eingetragen.

Der Konzern überschreitet zum 31.12.2022 und 31.12.2023 die Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 HGB. Die Pirapora GmbH als Mutterunternehmen ist daher gem. § 290 Abs. 1 i.V.m. § 293 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss zu erstellen.

Der Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierung und Bewertung der Posten der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Methoden vollzogen.

Der Konzernabschluss wurde auf den Bilanzstichtag der Muttergesellschaft, den 31.12.2023 aufgestellt. Die einbezogenen Tochtergesellschaften haben ihre Abschlüsse auf den gleichen Stichtag erstellt.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Pirapora GmbH nur die ESK-SIC GmbH, Frechen einzubeziehen. Die Pirapora GmbH hält 94,7 % der Geschäftsanteile der ESK-SIC GmbH.

Der Konzernabschluss der Pirapora GmbH mit Sitz in Mönchengladbach stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss wird in dem elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

III. Konsolidierungsgrundätze

Die Unternehmen wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen, basierend auf den beizulegenden Zweitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet.

Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gem. § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet.

Konzerninterne Umsatzerlöse, Zinserträge und -aufwendungen sowie gegenseitige Leistungsverrechnungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gem. § 305 HGB eliminiert.

Über die Zwischenerfolgseliminierung werden Gewinne und/oder Verluste, die bei einbezogenen Unternehmen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen in deren Jahresabschluss als realisiert erfasst wurden, eliminiert.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen werden vorwiegend nach der linearen Methode vorgenommen. Den Abschreibungen werden im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Geschäfts- und Fabrikbauten 20 bis 32 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen € 250,00 und € 800,00 werden, entsprechend den steuerlichen Vorschriften, im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wegen der untergeordneten Bedeutung dieses Postens für den Jahresabschluss steht diese Vorgehensweise im Einklang mit der Auffassung des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Auf überalterte, schwergängige sowie schwer verwertbare Bestände werden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Für bestimmte, nicht bestandsmäßig geführte Vorräte werden im Hinblick auf die untergeordnete Bedeutung Festwerte gebildet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zum Abschlussstichtag entsprechend dem Fertigungsgrad mit gleitenden Durchschnittspreisen für die eingesetzten Rohstoffe und mit Plankosten der Fertigung bewertet. Diese Plankosten (Standardpreise) werden auf der Ebene der einzelnen Materialnummern um die durchschnittlichen Preisabweichungen der Periode korrigiert. Wegen der Lagerrisiken werden auf die ermittelten Herstellungskosten Abschläge vorgenommen. Wie beim gesamten Umlaufvermögen wird das Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 Sätze 1 und 2 HGB beachtet. Gemeinkostenzuschläge sind in den Herstellungskosten enthalten, nicht jedoch allgemeine Geschäftskosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 und 4 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen.

Das übrige Umlaufvermögen wird zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Aufgrund des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Beträge in fremder Währung werden mit dem Kurs vom Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Anschaffungskurs oder dem ungünstigeren Stichtagskurs.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt zu den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen. Bei der Bewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 2 HGB Gebrauch gemacht.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Wegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Seite 6).

2. Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen in der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und für Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Die Ermittlung der Steuerlatenz erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %.

4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren), den Heubeck Richttafeln 2018 G und eines Rententrends von 2,20 % jährlich ermittelt worden. Die Berechnung erfolgte nach der Neufassung von § 253 Abs. 2 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den Personalbereich (T€ 656) und übrige ungewisse Verbindlichkeiten (T€ 252).

Die Altersteilzeitverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,03 %, den Heubeck Richttafeln 2018 G und eines Gehaltstrends von 3,0 % jährlich ermittelt worden. Zum Bilanzstichtag wurde das Deckungsvermögen mit einem Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten) von T€ 417 mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung von T€ 507 verrechnet und auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung verdeutlicht die Übersicht auf Seite 7.

7. Konzernkapitalflussrechnung

Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode gem. DRS 21, getrennt nach den Zahlungsströmen resultierend aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Der Finanzmittelbestand beinhaltet ausschließlich den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten zum 31.12.2023.

KONZERN-ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 880.545,01 36.673,90 0,00 0,00 917.218,91
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 880.545,01 36.673,90 0,00 0,00 917.218,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.220.716,39 842.130,54 284.112,06 14.532,52 11.332.426,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.647.790,60 1.181.416,47 3.866.902,88 153.319,63 73.542.790,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.835.662,47 224.340,69 583.867,36 0,00 6.643.870,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.492.699,85 5.186.736,40 -4.734.882,30 99.725,39 6.844.828,56
Summe Sachanlagen 91.196.869,31 7.434.624,10 0,00 267.577,54 98.363.915,87
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.984,29 0,00 0,00 4.133,42 2.850,87
Summe Finanzanlagen 6.984,29 0,00 0,00 4.133,42 2.850,87
Summe Anlagevermögen 92.084.398,61 7.471.298,00 0,00 271.710,96 99.283.985,65
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Geschäftsjahr Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 844.472,01 35.479,90 0,00 879.951,91
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 844.472,01 35.479,90 0,00 879.951,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.354.304,55 195.522,08 0,00 7.549.826,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.669.449,60 1.232.502,12 1.827,60 65.903.779,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.503.898,47 178.135,05 0,00 5.682.033,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.992,68 47.474,85 -1.827,60 94.639,93
Summe Sachanlagen 77.576.645,30 1.653.634,10 0,00 79.230.279,40
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 78.421.117,31 1.689.114,00 0,00 80.110.231,31
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.267,00 36.073,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 37.267,00 36.073,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.782.599,84 2.866.411,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.639.011,00 3.978.341,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.837,00 331.764,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.750.188,63 6.443.707,17
Summe Sachanlagen 19.133.636,47 13.620.224,01
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.850,87 6.984,29
Summe Finanzanlagen 2.850,87 6.984,29
Summe Anlagevermögen 19.173.754,34 13.663.281,30

KONZERN-VERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31.12.2023

Restlaufzeit
unter 1 Jahr über 1 Jahr insgesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.435.636,96 2.679.499,56 5.115.136,52
(Vorjahr) (3.956.093,55) (2.658.450,92) (6.614.544,47)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.720.868,30 0,00 3.720.868,30
(Vorjahr) (2.082.020,98) (0,00) (2.082.020,98)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 302.655,59 1.800.000,00 2.102.655,59
(Vorjahr) (344.951,50) (1.800.000,00) (2.144.951,50)
davon aus Steuern 102.073,12
(Vorjahr) (203.477,66)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 44.948,37
(Vorjahr) (43.449,92)
Summe 6.459.160,85 4.479.499,56 10.938.660,41
(Vorjahr) (6.383.066,03) (4.458.450.92) (10.841.516,95)
davon
über 5 Jahre gesichert gesichert durch
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.755.057,32 ---
(Vorjahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 ---
(Vorjahr)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 ---
(Vorjahr)
davon aus Steuern
(Vorjahr)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
(Vorjahr)
Summe 0,00 0,00
(Vorjahr)

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse weisen folgende Struktur auf:

2023 2022
% %
Inland 46,5 44,6
Übriges Europa 45,4 47,6
Übrige 8,1 7,8
100,0 100,0

VII. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von T€ 595. Die Restlaufzeiten betragen:

Restlaufzeit T€
bis 1 Jahr 348
1 bis 5 Jahre 247
über 5 Jahre 0

Zur Zinssicherung wurde ein Zinsswap mit einem Volumen zum Bilanzstichtag von T€ 4.000 abgeschlossen. Nach der Marktbewertungsmethode ergab sich ein positiver Marktwert von T€ 83. Ein bilanzierter Buchwert ist nicht vorhanden.

VIII. Sonstige Angaben

1. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung betrug im Geschäftsjahr T€ 50.

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr (ohne Geschäftsführer) durchschnittlich 160 Angestellte (Vorjahr 145).

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer des Mutterunternehmens waren im Geschäftsjahr 2023:

 

Herr Heiko Petersen

 

Herr Rolf Milla

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres der Pirapora GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mönchengladbach, den 27.06.2025

Heiko Petersen

Rolf Milla

Konzern-Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Pirapora GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Der Pirapora-Konzern ist spezialisiert auf die Herstellung von Körnungen und Fraktionen aus kristallinem Siliciumcarbid, welches bei namhaften Kunden der Schleifmittel-, Keramik- und Feuerfestindustrie, im Elektronikbereich, bei modernen Verbundwerkstoffen sowie bei Partikelfiltern und Wärmedämmstoffen weltweit Einsatz findet.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche des Konzerns gliedern sich in die Organisationseinheiten Produktion, Personal, Controlling, Vertrieb, Technik sowie Forschung und Entwicklung.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden circa 3,7 % vom Nettoumsatz aus dem Kerngeschäft für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Es werden derzeit im F&E-Bereich sieben Mitarbeiter beschäftigt.

Im Jahr 2023 hat der Konzern seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert, um nachhaltige und effiziente Produktionsprozesse zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) wurde das RECOSiC-Verfahren entwickelt. Dieses innovative Recyclingverfahren ermöglicht es, Abfall- und Nebenprodukte aus der Produktion in hochwertiges Siliciumcarbid mit einem Reinheitsgrad von über 98 % umzuwandeln. Dabei wird die Energieaufnahme um 80 % reduziert, was zu einer signifikanten Senkung der CO 2 -Emissionen führt.

Darüber hinaus wurde im zweiten Quartal 2023 eine Technikumsanlage im Industriemaßstab in Betrieb genommen, um die Effizienz und Skalierbarkeit des RECOSiC-Verfahrens zu demonstrieren. Weitere Kapazitätserweiterungen sind geplant, um die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlich produziertem Siliciumcarbid zu decken.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Globale Wirtschaft

Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft weiterhin von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine und die Handelskonflikte zwischen den USA und China, führten zu Störungen in globalen Lieferketten und erhöhten wirtschaftliche Risiken. Zudem beeinflussten die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin einige Volkswirtschaften, insbesondere in Schwellenländern.

Trotz dieser Herausforderungen wuchs die Weltwirtschaft mit einem moderaten Tempo. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 bei 3,2 % (Vorjahr: 3,4 %). Während die US-Wirtschaft aufgrund stabiler Konsumausgaben ein vergleichsweises robustes Wachstum verzeichnete, schwächelte das Wachstum in der Eurozone und China. Die restriktivere Geldpolitik vieler Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung wirkte sich dämpfend auf Investitionstätigkeiten und das Kreditwachstum aus.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023 weitgehend. Insgesamt ist jedoch für das Jahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % zu verzeichnen. Be-sonders die exportabhängige Industrie litt unter der schwachen internationalen Nachfrage, während hohe Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen weiter unter Druck setzten. Wichtige Konjunkturindikatoren wie die Industrieproduktion, die im Jahresverlauf um 1,5 % zurückging (kalenderbereinigt), und die Exportzahlen, die ein Minus von 1,4 % verzeichneten, signalisierten eine anhaltende Schwäche. Besonders betroffen waren die Chemie-, Stahl- und Automobilbranche, die unter gestiegenen Produktionskosten und einer schleppenden Nachfrage aus den wichtigsten Absatzmärkten litten.

Trotz des schwierigen Umfelds zeigten sich einige positive Entwicklungen: Die Inflationsrate, die 2022 noch bei 6,9 % lag, sank im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,9 %, was auf gesunkene Energiepreise und eine Entspannung der Lieferketten zurückzuführen war. Gleichzeitig führte die schwächere Nachfrage dazu, dass die Kapazitätsauslastung in der deutschen Industrie unter ihrem langfristigen Durchschnitt blieb. Besonders betroffen waren der Maschinenbau, die Chemie- und Automobilindustrie. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich stabiler, getrieben durch eine anhaltend hohe Nachfrage nach IT- und Finanzdienstleistungen.

Unternehmensumfeld

Die Ertragslage deutscher Unternehmen entwickelte sich trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche positiv. Die nichtfinanziellen Unternehmen konnten ihre Umsatzrenditen verbessern, insbesondere aufgrund sinkender Material- und Energiekosten. Laut der Deutschen Bundesbank stieg die durchschnittliche Vor-Steuer- Umsatzrendite von 4,2 % im Jahr 2022 auf 5,3 % im Jahr 2023. Besonders große Unternehmen mit hoher Exportquote profitierten von gesunkenen Logistikkosten und einer Stabilisierung der globalen Lieferketten.

Investitionen blieben insgesamt auf einem zurückhaltenden Niveau. Während große Unternehmen ihre Innovationsbudgets stabil hielten, fuhren viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Investitionen zurück. Besonders im Maschinenbau und in der Automobilindustrie war eine abwartende Haltung spürbar, da Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen technologischen Ausrichtung und regulatorischer Vorgaben herrschten.

Die Finanzierungskosten für Unternehmen stiegen infolge der restriktiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Kreditvergabe an Unternehmen verlangsamte sich spürbar, und viele Firmen setzten verstärkt auf interne Finanzierungsmöglichkeiten. Während große börsennotierte Unternehmen von einer weiterhin starken Eigenkapitalbasis profitierten, standen insbesondere KMU unter Druck, da Banken ihre Kreditvergabekriterien verschärften.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Konzern trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen.

Der Materialaufwand erhöht sich um EUR 3,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Gründe für den höheren Materialaufwand waren höhere Preis für Rohstoffe und viele übrigen Materialien. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Aufwendung für Fremdpersonal sind teilweise wegen höheren Bedarfs und höherer Preise gestiegen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022 Veränderung absolut Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Gesamtleistung 64.863 63.329 1.534 2,42 %
Betriebsergebnis 4.110 3.257 853 26,19 %
Zinsergebnis -482 -497 15 2,93 %
Steuerergebnis -891 -963 72 7,48 %
Jahresergebnis 2.731 1.747 984 56,41 %

Die Gesamtleistung des Unternehmens stieg im Jahr 2023 um 2,4 % auf 64,9 Mio. EUR (Vorjahr: 63,3 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 26,2 % auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR), was insbesondere auf geringere Personalkosten sowie höhere Durchschnittspreise zurückzuführen ist. Das Jahresergebnis wuchs auf 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns kann als solide bezeichnet werden. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten werden aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil gehalten. Die Verbindlichkeiten stiegen lediglich um 0,9%. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Working-Capital reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR und setzt sich aus Forderungen 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR), Vorräten 17,7 Mio. EUR (Vorjahr 20,9 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten Mio. EUR 10,9 (Vorjahr 10,8 Mio. EUR) zusammen.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiv TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 19.174 13.663 5.511 40,3
Umlaufvermögen
-Vorräte 17.650 20.900 -3.250 -15,6
-Forderungen 4.084 2.686 1.398 52,0
liquide Mittel 17 24 -7 -23,3
Passiva
Eigenkapital 19.405 16.673 2.732 16.4
Rückstellungen 12.293 11.414 879 7,7
Verbindlichkeiten 10.938 10.841 97 0,9
Bilanzsumme 42.636 38.928 3.708 9,5

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.511 TEUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.689 TEUR Anlagezugängen von 7.471 TEUR und Anlagenabgängen in Höhe von 271 TEUR.

Das Vorratsvermögen ist zum Jahresende um 3.250 TEUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Verkauf an die Factoring- Gesellschaft sind auf 5.194 TEUR gesunken.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 19.405 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,5 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht vollständig beansprucht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr um 1.499 TEUR gesunken. Dies lag zum einen an der planmäßigen Tilgung des in 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aufgenommenen Darlehens für Investitionen sowie geringerer Ausnutzung der Kontokorrentlinie zum Jahresende.

Der Mietkaufbetrag für Investitionen zum Stichtag betrug 761 TEUR. In den langfristigen Passiva sind Rückstellungen für Pensionen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um 1.639 TEUR auf 3.721 TEUR gestiegen, was speziell aufgrund von Investitionen und Rohwarelieferungen, die erst im Januar 2024 fälligen wurden, zurückzuführen ist.

Aufgrund der Entwicklung der Energiepreise hat die ehemalige Schwestergesellschaft in den Niederlanden Teile ihres Stroms verkauft und die ESK-SIC GmbH mit weniger Rohware beliefert, als vertraglich vereinbart. Als Ausgleich wurde der ESK-SIC GmbH ein Anteil von dem Erlös aus dem Stromverkauf vergütet. Dies hat zu einer starken Erhöhung des Jahresüberschusses beigetragen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren legt der Konzern den Fokus auf:

1.

Umsatzentwicklung,

2.

Betriebsergebnis und

3.

Branchenentwicklung

Der Umsatz in 2023 (63,5 Mio. EUR) hat sich im Vergleich zur Prognose im Lagebericht 2022 und zum Budget für das Jahr 2023 (70,8 Mio. EUR) schlechter entwickelt. Der gesamte europäische SiC-Markt war weiterhin von einer herausfordernden Rohmaterialversorgung geprägt, die jedoch hohe Absatzpreise über verschiedene Produktgruppen hinweg ermöglichte. Diese Situation hat insbesondere zum durchschnittlichen Preisanstieg in den Produktgruppen REFSiC und Spezialitäten geführt. Die im Lagebericht 2022 geplante Umsatzverdoppelung im Geschäftsbereich Keramik wurde nur knapp verfehlt.

Der Konzern wird dank gemeinsamer Forschungsprojekte mit dem IKTS Fraunhofer Institut Dresden insbesondere zum Recycling von SiC (Markenname RECOSiC) weiterhin als Innovationsführer im SiC-Markt wahrgenommen. Diese Situation hat die ESK dazu genutzt, um Kunden in den Zukunftsmärkten der ESK-SIC GmbH Muster für innovative Lösungen zur Verfügung zu stellen.

Da die Materialknappheit in 2024 weiter abgenommen hat, wie es erwartet wurde, hat sie an ihrem bereits in 2022 eingeschlagenen Weg zu einem höherwertigen Produktmix festgehalten. Sie hat den intensiven technologischen Austausch mit ihren Kunden weiter vorangetrieben, um die zunehmenden Qualitätsanforderungen der Kunden bedienen zu können und hält somit an ihrer Strategie fest.

Die gestiegenen Rohwarekosten konnten durch Erhöhungen der Verkaufspreise zum Teil ausgeglichen werden. Die Erhöhung der Fixkosten wurde ebenfalls über höhere Verkaufspreise teilweise kompensiert. Dies und die Erhöhung der sonstigen Betrieblichen Erträge, aufgrund eines Einmaleffektes, führte zu einem verbesserten Betriebsergebnis von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR).

In der Produktsparte Spezialitäten Keramik konnte der Absatz, im Vergleich zum Vorjahr, weiter steigern. Neben einer Mengensteigerung konnte, aufgrund eines veränderten Produktmixes, ein höherer Durchschnittspreis erzielt werden.

4. Gesamtaussage

Der Konzern schätzt seine Vermögens- und Finanzlage weiterhin als gut ein. Die Ertragslage bleibt ausbaufähig.

Die Umsatzentwicklung wird auch für die kommenden Jahre als steigend eingeschätzt. Aufgrund sinkender Durchschnittspreise in 2024 sehen wir in den vorläufigen Zahlen einen Rückgang im Umsatz bei steigenden Mengen. Da wir in 2024 auch höhere Kosten haben, werden wir ein deutlich schlechteres Ergebnis als 2023 haben.

Risiken für die zukünftige Entwicklung bestehen insbesondere durch weiterhin hohe Energiekosten sowie die Investition in RECOSiC. Die Marktlage sollte jedoch notwendige Preis-erhöhungen aufgrund höherer Energiepreise ermöglichen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden konnten, waren derzeit die Investitionen in RECOSiC. Inzwischen hat der Konzern einen Investor gefunden, der die Tochtergesellschaft ESK-SIC GmbH Enfe 2024 von den bisherigen Eigentümern gekauft hat. Der neue Eigentümer investiert in den Aufbau einer entsprechenden Produktionslinie für das RECOSiC-Verfahren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Der Konzern beurteilt die voraussichtliche Entwicklung als positiv. Insbesondere die konsequente Ausrichtung auf nachhaltige Produkte für Hightech-Keramikanwendungen in Kooperation mit dem Fraunhofer-IKTS werden die Marktposition der ESK in den kommenden Jahren deutlich stärken. Insbesondere Kunden aus der Halbleiterlieferkette in Europa und Japan sowie Unternehmen die im Markt für den keramischen 3D-Druck aktiv sind setzen verstärkt auf technisches Zusammenarbeiten mit der ESK-SIC GmbH. Zu nennen sind hier vor allem die Unternehmen Kyocera und Schunk Ingenieurkeramik. Das Unternehmen plant in den kommenden Jahren starke Investitionen in die neue klimafreundliche RECOSiC-Technologie und weitere Patentanmeldungen mit dem Fraunhofer IKTS. Bis zur Umstellung auf die RECOSiC-Technologie, welche 2026 große Teile des Rohstoffbezugs durch Recycling überflüssig machen soll und die ESK von der Volatilität des Rohstoffeinkaufes befreit, wird allerdings die Energiepreispolitik des Standortes Deutschland mögliche Unternehmensergebnisse maßgeblich beeinflussen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Branchenspezifische Risiken:

Durch die Lieferfähigkeit und eine durch Investitionen optimierte Produktion war der Konzern weiterhin in der Lage, Marktrisiken nicht nur zu reduzieren, sondern auch zu Nutzen und in den interessanten Märkten mit guten Margen stark zuzulegen.

Die Rohstoffproduktion der ehemaligen Schwestergesellschaft in den Niederlanden ist durch den massiven Anstieg der Energiekosten sowie die durchaus berechtigten steigenden CO 2 -Abgaben weiterhin stark belastet.

Durch das Sourcen von weiteren externen Lieferanten und das abschließen von langfristigen Lieferverträgen, konnte das Risiko von Versorgungsausfällen weiterhin deutlich verringert werden.

Allerdings ist der Konzern auch weiterhin Schwankungen in den Rohstoffpreisen, insbesondere für Siliciumcarbid, ausgesetzt. Geopolitische Spannungen und Handelsbeschränkungen in die Lieferketten könnten die Tätigkeiten der Tochtergesellschaft ESK-SIC GmbH beeinflussen.

Ertragsorientierte Risiken:

Um die bereits oben genannten Erhöhungen der Rohstoffkosten zuzüglich des Ausgleichs der allgemeinen Inflation durchzusetzen, werden zeitnah entsprechende Preiserhöhung durchzuführen sein. Diese im Markt durchzusetzen ist das größte Ertragsrisiko und wird sich unterschiedlich in den einzelnen Produktgruppen niederschlagen müssen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit für das Kerngeschäft nicht zu erkennen. Allerdings stellt die Investition in das Zukunftsprojekt RECOSiC den Konzern vor finanzielle Herausforderungen.

Am 01.01.2025 hat die Schunk Group, mit der Konzernobergesellschaft Schunk GmbH, Heuchelheim, die Tochtergesellschaft ESK-SIC GmbH übernommen. Durch diese Eingliederung und die damit verbundene Strategie ist die Finanzierung der Investition in das RECOSiC gewährleistet.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, werden durch Sicherungsgeschäfte kompensiert, allerdings nehmen Währungsrisiken eine untergeordnete Rolle ein, da der überwiegende Teil der Geschäfte in EUR abgewickelt werden.

Chancenbericht:

Die bereits in der Vergangenheit schon oft genannte Recyclingtechnologie eröffnet der Tochtergesellschaft ESK-SIC GmbH weiterhin eine völlig neue Kundenstruktur, welche nun immer stärker von börsennotierten, internationalen Großkonzernen mit Technologieausrichtung dominiert wird. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen, die Technologieführerschaft der ESK-SIC GmbH im Bereich keramischer Spezialpulver stärken und die Marge des Unternehmens steigen lassen.

 

Mönchengladbach, den 27.06.2025

Heiko Petersen

Rolf Milla

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
T€
Konzernjahresüberschuss 2.731
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.689
+/- Zunahme / Abnahme langfristiger Rückstellungen 538
+/- Zunahme / Abnahme kurzfristiger Rückstellungen 341
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 1.796
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 1.596
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 12
+ Zinsaufwendungen 482
- Zinserträge -46
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 891
-/+ Ertragsteuerzahlungen -891
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.139
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -37
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.167
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0
+ Erhaltene Zinsen 46
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.158
- Gezahlte Zinsen -482
+/- Saldo aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen und Auszahlungen zur Tilgung von Darlehen -1.499
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.981
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -7
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 25
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 18
davon: Flüssige Mittel 18

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Stand 01.01.2022 25.000,00 6.424.690,16
Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 1.654.628,37
Stand 31.12.2022 25.000,00 6.424.690,16 1.654.628,37
Stand 01.01.2023 25.000,00 8.079.318,53
Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 2.586.443,69
Stand 31.12.2023 25.000,00 8.079.318,53 2.586.443,69
Eigenkapital des Mutterunternehmens nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2022 6.449.690,16 667.844,00 7.117.534,16
Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 1.654.628,37 92.633,36 1.747.261,73
Stand 31.12.2022 8.104.318,53 760.477,36 8.864.795,89
Stand 01.01.2023 8.104.318,53 760.477,36 8.864.795,89
Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 2.586.443,69 144.882,83 2.731.326,52
Stand 31.12.2023 10.690.762,22 905.360,19 11.596.122,41

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pirapora GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Pirapora GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pirapora GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, den 15.07.2025

WWS WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Germund, Wirtschaftsprüfer

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