Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 722535
Vorher
Neckarsee 216. V V GmbHKÖBO ECO > PROCESS Infra GmbHInfra > Process GmbHINFRA >PROCESS GmbH
Eingetragen
14.10.2010
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Planung und Fertigung von Produkten sowie der Verkauf, die Herstellung und Errichtung incl. Service von technischen Produkten und Anlagen im Bereich der Umwelttechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ENTECOgroup gmbh & Co. KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ENTECOgroup gmbh & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GARANT-Filter GmbH

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die GARANT-Filter GmbH ('GARANT') ist gegliedert in die wesentlichen Bereiche Projekte Filtertechnik, Projekte Oberflächentechnik, Produkte und Care (Service und Ersatzteile). Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der im Bereich Umwelttechnik tätigen ENTECCOgroup mit Sitz in Lahr/Schwarzwald. Im Bereich Filtertechnik sind wir für unsere Kunden einer der etablierten Anbieter im Markt und liefern individuell gefertigte Anlagen zur Erreichung hoher Umweltstandards im Bereich der Luftreinhaltung in der industriellen Produktion.

1.2. Steuerungsgrößen und Berichterstattung

Um unsere Ziele erreichen und steuern zu können, ist ein monatliches Reporting Paket von zentraler Bedeutung für das Management der ENTECCOgroup (bestehend aus der GARANT-Filter GmbH in Deutschland und den Schwestergesellschaften LHS in Österreich und Polen). Die bedeutsamsten internen Steuerungsgrößen sind dabei der Auftragseingang, der Umsatz, der Deckungsbeitrag (DB) sowie der EBIT der ENTECCOgroup basierend auf dem internen "Management Reporting". Die zur internen Steuerung verwendete Umsatzgröße sowie der DB werden nach HGB ermittelt.

2. Wirtschaftliche Situation

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die GARANT-Filter GmbH konnte ihre Marktposition im Geschäftsjahr 2023 leicht ausbauen. Die Auftragseingänge waren erneut auf hohem Niveau. Auf Ebene des zu internen Reporting Zwecken verwendeten Konsolidierungskreises "ENTECCOgroup", bestehend aus den Gesellschaften der ENTECCOgroup gmbh & Co KG, der GARANT-Filter GmbH, der LHS Clean Air Systems GmbH (Österreich) und der LHS Clean Air Systems Polska Sp. z o.o. (Polen), wurde eine positive Entwicklung (Gesamtleistungs- und Ergebnissteigerung) verzeichnet. Die Umsatzerlöse ermittelt nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) liegen 1.5% unter dem Vorjahr. Die Gesamtleistung einschließlich Bestandsveränderungen (im Bau befindliche Anlagen) übersteigt das Vorjahr hingegen deutlich und liegt somit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt in Deutschland (preisbereinigtes BiP 2023 0,3% gesunken im Vgl. zu Vorjahr)1. Mit einem Anstieg von 6,2% liegt die GARANT auch deutlich über dem Branchendurchschnitt im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, wo für das Jahr 2023 ein Umsatzrückgang von -2,9% erwartet wird.2

2.2. Unternehmensbezogener Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 kann insgesamt als erfolgreiches Jahr bezeichnet werden. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 waren die Auftragseingänge insgesamt im zweistelligen Prozentbereich höher (17,7%). Geschäftsbereiche mit hohem Auftragseingang in 2023 sind Energie (+148%), Aluminium (+524%) und Asphalt (+70%). Die Bereiche Gießereien (-39%) und Oberflächentechnik (-56%) lagen unter den des Vorjahres.

Unsere Konstruktion war größtenteils voll ausgelastet. Der hohen Nachfrage und unseren Wachstumsplänen geschuldet, haben wir im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 6 neue Mitarbeiter im Technik- und den Verwaltungsbereichen eingestellt. Die Fluktuationsquote ist in unserem Unternehmen bewegt sich im mittleren Bereich.

3. Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögenslage

Die Veränderungen der Vorräte, Forderungen aus LL, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und der Verbindlichkeiten aus LL (= Nettoumlaufvermögen) sind im Wesentlichen abrechnungsbedingt zum Stichtag 31.12.2023. Insgesamt hat sich das Nettoumlaufvermögen um T€ 602 vermindert.

Aufgrund des positiven Ergebnisbeitrags aus 2023 konnte die Eigenkapitalbasis zum Ende des Geschäftsjahres verbessert werden.

3.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse entfallen mit rund 67% auf das Projektgeschäft im Bereich Filter- und Oberflächentechnik, 15% jeweils auf die Bereiche Products und Care (Servicegeschäft), sowie 3% andere.

Aufgrund der deutlichen Erhöhung der Gesamtleistung um T€ 998 (Bestandsaufbau der unfertigen Leistungen bei leicht gesunkenen Umsatzerlösen) und der Verminderung des Materialaufwands um T€ 483 (Erhöhung der Rohertragsquote auf 34,4% aufgrund des Auftragsmixes) hat sich der Rohertrag deutlich um T€ 1.481 erhöht.

Die Personalkosten erhöhten sich jedoch um T€ 442 (im Wesentlichen Erhöhung der Mitarbeiterzahl) und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 913 (im Wesentlichen Ausgangsfrachten und Verkaufsprovisionen +T€ 473 sowie verschiedene Kosten insbesondere Beratungskosten +T€ 228), so dass sich der Jahresüberschuss nur leicht um T€ 45 auf T€ 133 verbesserte.

3.3. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 771 wurde verwendet für Investitionen von T€ 61 und führte zu einer Erhöhung der flüssigen Mittel um T€ 701.

Die Erhöhung ist bedingt durch die Zuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit (erhaltene Zahlungen und Anzahlungen). Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert.

4. Risiken und Ungewissheiten

4.1. Erläuterung zu einzelnen Risikokategorien

a) Beschaffungs- und Preisänderungsrisiken

GARANT ist in besonderem Maße von den Materialkosten abhängig. In einer materialintensiven Industrie wie der Filtertechnik kommt den jeweiligen Einkaufspreisen wesentliche Bedeutung zu.

GARANT hat derzeit keine bestehenden längerfristigen Lieferverträge zu festgelegten Preisen. Da auf der Absatzseite im Wesentlichen mit fixen Pauschalvergütungen gearbeitet wird, trägt GARANT somit das Preisänderungsrisiko aber auch die Vorteile der kurzfristigen Preisreduktionen. Die Realisierung dieser Preisrisiken kann Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GARANT haben. Um dem entgegenzuwirken, wird ein neuer Einkaufsmanager bestellt der sowohl im strategischen als auch operativen Einkauf tätig ist. Darüber hinaus werden in Neuverträgen Preisgleitklauseln integriert, wodurch etwaige lieferantenseitige Preissteigerungen an den Kunden weitergegeben werden können. Ebenso ist die Bindefrist der Angebote auf max. 4 Wochen begrenzt. Somit können immer aktuelle Einkaufspreise in den Angeboten einkalkuliert werden.

b) Absatz

Die Geschäftstätigkeit der GARANT ist von eigenen Vertriebserfolgen, in reduziertem Maße auch von Aufträgen der Schwestergesellschaften abhängig. Sollte die GARANT bzw. ihre Schwestergesellschaften aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Angebote (in technischer und/oder preislicher Hinsicht) nicht genügend Aufträge erhalten, würde dies signifikant nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GARANT haben.

Durch Neueinstellung im Bereich Einkauf ist geplant ausreichende Kostensenkungen und Produkt- und Prozessverbesserungen zu realisieren.

c) Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt über eigene Liquiditätsbestände sowie über das Mutterunternehmen mit Gesellschafterdarlehen. Neue regulatorische Anforderungen und erhöhte Aufsicht seitens der Aufsichtsbehörden veranlassen Banken dazu ihre Kreditvergabepolitik vorsichtiger zu gestalten Dadurch war im Jahr 2023 die Bereitschaft von Banken Finanzmittel in erweitertem Rahmen bereit zu stellen limitiert.

d) Ausfallrisiko

Der Forderungsbestand der GARANT ist in der Regel nicht abgesichert, allerdings wird ein großer Anteil der Umsätze mit Stammkunden getätigt. Gerade im Anlagenbau kann es zu Projektverzögerungen kommen, so dass sich die Bezahlung der GARANT durch den Kunden verzögert. Durch personelle Verstärkungen im kaufmännischen Bereich und durch das neue kontinuierliche Forderungsmanagement wurde das Ausfallsrisiko aber quasi fast auf null gesenkt.

Insbesondere bei größeren Aufträgen wird dem Risiko von Zahlungsstromschwankungen durch Abschlagszahlungen Rechnung getragen. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir konsequent und möglichst vorbeugend durch geeignete betriebswirtschaftliche Maßnahmen von der Auftragsanbahnung bis zur Auslieferung. Für die Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft setzen wir auch externe Experten (Coface) ein. Größere Zahlungsausfälle waren bislang nicht zu verzeichnen, so dass wir aufgrund niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit sowie geringer Auswirkungen das Risiko insgesamt als gering einstufen.

e) Krieg in der Ukraine Ende Februar 2022 begann der Angriff auf die Ukraine, welcher bis heute andauert. Im Geschäftsjahr 2023 hatte die GARANT keine wesentlichen direkten Auswirkungen hieraus auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zum Bilanzstichtag. Die GARANT ist derzeit von dem Ukraine Krieg nicht betroffen, da es in ihrem Auftragsbestand kein Auftragsverhältnis mit einem Kunden in Russland oder mit einem Kunden deren Endkunde in Russland ansässig ist hat.

Als Folge des Kriegs ist ein Anstieg der Energie- und Stahlpreise zu verzeichnen gewesen, was für die GARANT-Filter GmbH ebenfalls zu erhöhten Speditionskosten geführt hat. Die Entwicklung der Stahlpreise stellt durch auch für das Folgejahr verhandelte Preise kurzfristig kein erhöhtes Risiko dar. Absatzseitig sind die Regionen Ukraine und Russland für die GARANT-Filter GmbH von eher untergeordneter Bedeutung, weshalb adverse Effekte in diesem Zusammenhang nicht zu erwarten sind. Insgesamt ergeben sich aus dem Krieg in der Ukraine keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

f) Zinsen, Inflation und Währungsrisiken

Die steigende Zins- und Inflationsentwicklung sind wichtige Faktoren, die bei der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage berücksichtigt werden müssen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir an Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsmaßnahmen gearbeitet, um die Auswirkungen der hohen Zinsen und der hohen Inflation zu mildern und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu erhalten. Wir werden weiterhin die Marktentwicklung genau verfolgen und flexible Strategien entwickeln, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

In aller Regel verkauft die GARANT in EUR, ebenso finden nahezu alle Einkaufstransaktionen in EUR statt. Von daher ist das Fremdwährungsrisiko derzeit sehr gering.

g) Steuerrisiken

Um etwaige Steuerrisiken zu senken, nimmt GARANT in diesem Zusammenhang verstärkt steuerrechtliche Beratung durch externe Steuerrechtsexperten im In- und Ausland in Anspruch.

h) Gewährleistungs-, Produkthaftpflichtrisiken und Rechtsfälle Unsere Produkte basieren auf einer ausgereiften und zuverlässigen Technologie, die wir in weiten Teilen selbst entwickelt haben. Qualitätsmängel werden durch ein einheitliches Qualitätssicherungssystem und durch dokumentierte Geschäftsprozesse vorgebeugt. Die von uns produzierten Systeme werden im Rahmen der Übergabe an die Kunden einem Testlauf unterzogen, mit dem der Nachweis über die Einhaltung der vorgegebenen Spezifikationen erbracht wird. Gewährleistungsrisiken, die darin bestehen, dass wir ausgelieferte Systeme unentgeltlich nachbearbeiten müssen, existieren, werden von uns allerdings als überschaubar und daher gering betrachtet. Für mögliche Gewährleistungsverpflichtungen bilden wir darüber hinaus Rückstellungen in ausreichender Höhe. Für Produkthaftpflichtrisiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz.

Aufgrund des hohen Vertragsvolumens bei größeren Aufträgen, der Einordnung von Filtersystemen als Teil umfänglicher Projekte im Industrieanlagenbau, verbindlicher Lieferterminierung, Gewährleistung und zugesagter Vertragserfüllungsdetails besteht ein erhöhtes Risiko von Rechtstreitigkeiten mit Kunden und Lieferanten. Die GARANT sichert sich durch externe Rechtberatung und detaillierte Vertragsprüfung bereits in der Vertragsanbahnungsphase ab. Dennoch kann es zu Rechtstreitigkeiten, wie einer seit August 2021 bestehenden Klage eines Kunden. Da GARANT die rechtliche Situation fortwährend extern überprüfen lässt und, wie in diesem Fall, ihre Position durch Gegenklage (Schadenersatz aufgrund Vertragsrücktritt) aktiv verteidigt, kann das Risiko von Rechtsfällen zwar als erhöht bewertet werden, befindet sich aber unter Kontrolle.

i) Personalbeschaffungsrisiko

Um in Zeiten des Fachkräftemangels qualifizierte neue Mitarbeiter rekrutieren zu können, arbeiten wir im Personalbereich eng mit spezialisierten, externen Personaldienstleistern zusammen. Aufgrund unseres positiven Betriebsklimas sowie des positiv bewerteten Industriesegments der GARANT (Umwelttechnik) gelingt es uns zusätzlich, über interne Netzwerke Mitarbeiter zu gewinnen. Das Risiko, in Zukunft nicht mehr genug qualifiziertes Personal zur Verfügung zu haben, sehen wir momentan als gering an.

j) IT-Risiken

Möglichen Ausfallrisiken die durch einen IT-Ausfall hervorgerufen werden könnten, begegnen wir mit gezielten organisatorischen und technischen Maßnahmen. Wir setzen Hardware und Software anerkannter und führender Hersteller ein. Für die Sicherstellung des IT-Betriebs haben wir Wartungsverträge mit leistungsfähigen IT-Dienstleistern abgeschlossen. Eine 2023 in Auftrag gegebene Analyse der Sicherheit unserer IT-Infrastruktur hat eine insgesamt solide Situation widergespiegelt. Wir schätzen das IT-Sicherheitsrisiko als gering ein.

Gesamtbewertung

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Trotz aller bestehenden Risiken ist die GARANT in einem Wachstumsmarkt tätig. Die Gesellschaft zusammen mit ihren Schwestergesellschaften kann für nahezu alle Industrien tätig werden, national wie international. Somit ist der Bestand der GARANT nicht gefährdet. Er stützt sich vielmehr auf stetige internationale Erhöhungen der Anforderungen im Bereich der Umwelttechnik und zunehmende gesellschaftspolitische Bedeutung des Bereichs Umweltschutz.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Risiken ist zusammenfassend festzuhalten, dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennbar sind. Die Umsetzung der mit dem Konzern abgestimmten Strategieplanung soll in den nächsten Jahren zu höheren Umsätzen und einer besseren Ertragslage führen.

5. Chancenbericht

Wir erwarten durch die Unterstützung unserer Konzernmuttergesellschaft, der ENTECCOgroup, sowie unter Einbezug von affiliierter Unternehmen wie der GARANT Indien und ENVIROproducts in Rumänien unsere Wettbewerbsfähigkeit durch die Erschließung zusätzlicher internationaler Märkte, weiter ausbauen zu können. Ziel ist es, dass die vereinten Unternehmen gemeinsam und schneller wachsen können als dies eigenständig möglich wäre. Die Zusammenarbeit mit anderen ENTECCO-Gesellschaften soll der GARANT-Filter GmbH helfen, geografisch zu wachsen und unsere Marktposition weiter auszubauen. Die Verfolgung der ENTECCO Produktionsstrategie ermöglicht uns effizienter und damit kostengünstiger zu produzieren, und verschafft uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Wir arbeiten weiter daran unsere Marktstellung zu erhalten und auszubauen.

6. Prognosebericht

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf unsere Unternehmensplanung unter Einbezug der durch den Ukraine Krieg veränderten Rahmenbedingungen der globalen Wirtschaft in Bezug auf die Entwicklung auf den Beschaffungs- und Energiemärkten. Wie bereits im Risikobericht dargestellt, birgt die derzeitige Situation Chancen als auch Risiken. In ihrer Gesamtheit ergeben sich jedoch keine wesentlichen Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der GARANT-Filter GmbH. Negative wesentliche Effekte aufgrund des anhaltenden kriegerischen Konflikts in der Ukraine erwarten wir wie im Risikobericht dargestellt keine. Diese Annahme hat sich bis zum Aufstellungszeitpunkt verifiziert, sodass die nachfolgenden Schilderungen ohne Implikationen aus der Ukraine Krise ausgeführt werden.

Unsere Auftragseingänge im Bereich Filter- und Oberflächentechnik liegen derzeit leicht unter dem Vorjahresniveau. Bis zum Jahresende wird erwartet, dass wir die Differenz zum Vorjahresniveau deutlich verkleinern werden. Für das Jahr 2024 gehen wir von einem Auftragseingang von TEUR 20.100 aus, 12% niedriger als 2023.

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023 lag deutlich über der des Vorjahres. Für 2024 erwarten wir einen weiteren Anstieg auf über TEUR 18.380 unter Realisierung einer EBIT-Marge von 2,4%. Die GARANT-Filter GmbH hat in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen geschaffen, sich im Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Durch kontinuierliche Investition in qualifizierte Mitarbeiter, Verbesserung der Prozesse, sowie Optimierung der Einkaufskosten über die ENTECCOgroup Produktionsstrategie, haben wir eine gute Basis gelegt, um künftig weiter nachhaltig profitabel wachsen zu können.

 

Lahr, den 10.Juli 2024

Gez.: Marianne Sommer, Geschäftsführung

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

2 Quelle: https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2022/deutscher-maschinenbau-in-grosser-sorge-umsatzrueckgang-in-2023-erwartet.html

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 823.341,00 882.935,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 630.997,00 693.800,00
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 500.033,00 572.415,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 130.962,00 121.383,00
II. Sachanlagen 192.344,00 189.135,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.343,00 189.134,00
B. Umlaufvermögen 7.617.262,14 8.328.559,42
I. Vorräte 983.766,00 631.554,30
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 952.470,00 71.333,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.887.613,12 7.652.036,81
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 985.628,88 968.089,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.901.984,24 6.683.947,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -129.199,54 -129.199,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 745.883,02 44.968,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.672,74 71.680,58
Summe Aktiva 8.466.275,88 9.283.175,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 552.500,63 418.927,91
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 925.000,00 925.000,00
III. Bilanzverlust 397.499,37 531.072,09
davon Verlustvortrag 531.072,09 618.482,19
B. Rückstellungen 1.822.369,00 1.792.633,00
C. Verbindlichkeiten 6.091.406,25 7.071.614,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.100,01 58.500,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12,21 12,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 46.087,80 58.488,10
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.045.306,24 7.013.113,78
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.045.306,24 7.013.113,78
Summe Passiva 8.466.275,88 9.283.175,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.998.208,11 4.634.347,05
2. Personalaufwand 2.939.581,90 2.498.237,50
a) Löhne und Gehälter 2.456.983,41 2.112.798,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 482.598,49 385.438,71
davon für Altersversorgung 6.362,83 5.274,35
3. Abschreibungen 130.278,54 110.954,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 130.278,54 110.954,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.698.413,54 1.784.640,05
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 309,64
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.624,80 9.529,50
davon aus verbundenen Unternehmen 9.624,80 9.529,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.706,00 159.831,35
davon an verbundene Unternehmen 100.561,00 152.207,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 541,21
8. Ergebnis nach Steuern 138.311,72 90.213,10
9. sonstige Steuern 4.739,00 2.803,00
10. Jahresüberschuss 133.572,72 87.410,10
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 531.072,09 618.482,19
12. Bilanzverlust 397.499,37 531.072,09

Anhang zum 31. Dezember 2023

Rechtliche Verhältnisse

Firma: GARANT-Filter GmbH
Sitz: Lahr
Registergericht: Freiburg
HR-Nummer: HRB 722535

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Firma GARANT-Filter GmbH, wirde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 23. Juli 2015 aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen sind dies folgende Grundsätze und Methoden:

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die aus Erwerben und aus Umwandlungen entstandenen Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften planmäßig vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wird auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach der PUC Methode durchgeführt. Der Rückstellungsbetrag ist der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregel aufgrund der in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeit erdient worden ist. Die Pensionszusagen wurden gemäß dem Anteilskaufvertrag vom 29.10.2013 UR Nr. 1672/2013 (Z) auf den zum 31. Dezember 2013 erdienten Teil zum Kapitalwert verbindlich festgeschrieben.

Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.

Gemäß Gutachten der BVE

Der Rückstellungsbetrag ist unter den folgenden Trendannahmen ermittelt:

Rechnungszinssatz : 0,91% (Vorjahr: 0,61%)
Gehaltstrend: 0,00 %
Rententrend: 0,00 %
Fluktuationsrate: 0,00 %

Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz wird aus dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelt. Bisher wurde der Rechnungszinssatz aus dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelt. Der hieraus entstehende absolute Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB im Anhang anzugeben und beträgt 0 €.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Sonstige Pflichtangaben

Im Berichtsjahr sind durchschnittlich 35 Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Marianne Sommer

Wolfgang Pförsich (bis zum 11.07.2023)

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbH

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen die nachfolgenden Rechte und Verpflichtungen:

Forderungen gegen Gesellschafterin EUR 977.005,87
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafterin EUR 0,00
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
2 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 46,1 0,0 46,1 0,0
erhaltene Anzahlungen 2.726,5 2.726,5 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 2.981,3 2.981,3 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 337,6 337,6 0,0 0,0
Summe 6.091,5 6.045,4 46,1 0,0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Form von Miet-und Leasingverträgen zum 31.12.2023 in Höhe von 348.225,00 €.

Bericht des Aufsichtsrats

N/A

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lahr, den 18. September 2024

gez.: Marianne Sommer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GARANT-Filter GmbH, Lahr

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der GARANT-Filter GmbH, Lahr - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GARANT-Filter GmbH, Lahr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, den 10. Juli 2024

Andreas Regniet, Wirtschaftsprüfer

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