Doll TimTech GmbH
Gewerbegebiet Nord 12, 09456 Mildenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Sturm seit 29.6.2023 | Geschäftsführer |
Rico Kunzmann seit 6.7.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Doll Fahrzeugbau GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Doll Fahrzeugbau GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Doll Fahrzeugbau GmbH, BerlinI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern ist spezialisiert auf Transportlösungen für lange, schwere oder überdimensionale Güter sowie auf Fahrzeuge für Spezialanwendungen. Mit DOLL eigenen digitalen Assistenzsystemen, innovativen Achstechnologien und richtungsweisenden Lenksystemen, gelten die Fahrzeuglösungen in den jeweiligen Marktbereichen Holztransport, Schwertransport, Defence und Flugfeld vielfach als innovations- und qualitätsführend. Das Know How von DOLL liegt vor allem im Engineering, im Stahlbau, in der mechanischen Bearbeitung, in der Hydraulik und Pneumatik sowie in der Elektrik und Elektronik. Durch die Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Ingenieursbereichen und den modernen Fertigungsprozessen und -methoden entstehen Produkte auf höchstem Qualitätsniveau für den wirtschaftlichen und sicheren Einsatz auf jedem Terrain. Mit spezialisierten Ansprechpartnern und Dienstleistungen etabliert sich DOLL weltweit als verlässlicher Partner. Der Konzern besteht aus der Muttergesellschaft, der Doll Fahrzeugbau GmbH mit Geschäftsanschrift in Oppenau sowie weiteren Tochtergesellschaften, Doll TimTech GmbH (vormals Doll Sachsen GmbH) in Mildenau, Doll America Inc. in New Jersey (USA), Doll Airport Equipment GmbH in Oppenau und DOLL France SAS in Paris (Frankreich). Der Standort Oppenau fokussiert sich auf die Produktion von Fahrzeugen für die Bereiche Schwertransport, Defence und Flugfeld. Alle Aktivitäten im Geschäftsbereich Flugfeld werden ab Januar 2022 in der Doll Airport Equipment GmbH gebündelt. In der Doll America Inc. werden die Hubscherenfahrzeuge für den nordamerikanischen Flugfeldmarkt gefertigt. Der Standort Mildenau ist spezialisiert auf die Produktion von Holztransportfahrzeugen. Im Februar 2021 wurde die DOLL France SAS gegründet welche sich auf den Handel und Service von Holztransportfahrzeugen in Frankreich und BENELUX konzentriert. DOLL ist in fünf Geschäftsbereiche strukturiert: Geschäftsbereich Holztransport Hier bietet DOLL ein vollumfängliches Produktportfolio an hochwertigen Holztransportfahrzeugen für Rundholz. Langholztransportkonzepte für Stammlängen bis zu 22 Metern, Kurzholzfahrzeuge für Holzlängen zwischen zwei und sechs Metern sowie hydraulisch gelenkte und ungelenkte Sattelauflieger für den kombinierten Transport von Lang- und Kurzholz. Über einen umfangreichen Varianten- und Optionsbaukasten können die Fahrzeuge anwendungs- bzw. kundenspezifisch konfiguriert und seriennah produziert werden. Langholz-, Kurzholz- und Sattelkupplungsaufbauten werden auf kundenspezifische Chassis inklusive Kranaufbauten realisiert sowie mit der DOLL-tronic vollintegriert. Mit dem Ratioplus bietet DOLL für den Langholztransport ein elektronisch unterstütztes Lenksystem als Alleinstellungsmerkmal. Ab Ende des Geschäftsjahrs 2023 wird der Bereich Holztransport über die 100 %ige Tochtergesellschaft, Doll TimTech GmbH, abgewickelt. Geschäftsbereich Schwertransport Das Produktprogramm beinhaltet anspruchsvolle und hochwertige Fahrzeug- und Transportkonzepte für die Bauindustrie und die Schwertransportunternehmen. Die Fahrzeugtypen untergliedern sich in Plattform-, Semitiefbett- und Tiefbett-Sattelauflieger sowie Selbstlenk-Nachläufer. Mit Optionen kann auf spezialisierte Transportanforderungen eingegangen werden. Im Langmaterialtransport können mit speziellen Aufbauten auf Zugmaschinen in Kombination mit Selbstlenk-Nachläufern lange Betonfertigteile oder Windenergie-Rotorblätter mit über 90m Länge transportiert werden. Eigenentwickelte Fahrwerkstechnologien wie die DOLL-Panther-Achstechnologie ermöglichen Geländegängigkeit und hohe Manövrierfähigkeit. Unterstützende elektronische Steuerung von Systemen und Funktionen durch die DOLL-tronic erleichtert die Handhabung der Fahrzeuge und stellen veritable Kundenvorteile dar. Geschäftsbereich Defence In diesem Segment geht DOLL mit einem sehr spezialisierten Produkt- und Serviceprogramm auf die Besonderheiten der logistischen Anforderungen im militärischen Sonder- und Schwertransport ein. Anwendungsspezifische Anhänger und Sattelauflieger in sehr robuster Ausführung, militärisch verifiziert und einsatzerprobt sowie mit speziellen Achskonzepten und Systemen ermöglichen in unterschiedlichsten Klimazonen Langlebigkeit im leichten wie im schweren Gelände. Systeme und Elektronik nach Militärstandard, die Verwendung hochwertiger Komponenten, sowie die Sicherstellung der Ersatzteilversorgung im Ausland oder in Krisengebieten stellen die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge sicher. Darüber hinaus verfügt DOLL über großes Know-how und Aufbau-Kompetenz für beispielsweise verwindungsfreie Spezialaufbauten, die ansonsten nur noch wenige mittelständische Fahrzeugbauer vorweisen können. Geschäftsbereich Flugfeld Das Produktspektrum umfasst hochwertige Scheren-Hubfahrzeuge mit Straßenzulassung und Einsatz auf dem Flughafenvorfeld. Ein umfangreiches Portfolio an Catering-, Cleaning- und Medical-Hubfahrzeugen in unterschiedlichsten Ausführungen sind weltweit auf den Flughäfen im Alltagseinsatz. Die Varianten werden zur Beladung aller üblichen Flugzeugtypen eingesetzt. Die Übergabehöhen reichen von 1,10 m bis zu 8,30 m für den Airbus A380. Das Produktprogramm wird mit von DOLL modifizierten LKW-Chassis namhafter Hersteller angeboten. Sehr hohe Sicherheitsstandards und ausgereifte elektronische Assistenzsysteme wie die DOLL SAS Annäherungssensorik, das DOLL OCS Bedien- und Steuerungssystem und das DOLL Vision X Screen im Fahrerhaus erleichtern die Handhabung der Fahrzeuge. Ergänzt wird das Portfolio mit speziellen Flugzeug-Bergegeräten. Ab dem Geschäftsjahr 2022 wird der Bereich Flugfeld über die 100 %-ige Tochtergesellschaft DOLL Airport Equipment GmbH abgewickelt. Geschäftsbereich Service Der DOLL Service mit seiner Basis am Standort Oppenau wurde als eigenständiger Geschäftsbereich aufgestellt und etabliert DOLL als verlässlichen Partner in allen zuvor genannten Marktsegmenten. Eine 24h-Servicehotline steht für Notfälle und technischen Support ebenso zur Verfügung wie eine schnelle Ersatzteil-Auslieferung am selben Tag der Bestellungen bei Bestelleingang bis 12 Uhr. Reparatur- und Wartungsarbeiten am Standort oder über das DOLL-Servicepartnernetz werden ebenso angeboten wie ein mobiler On-Site Support. Darüber hinaus runden Inhouse- und On-Site Trainings, Vermietung von Fahrzeugen sowie An- und Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen das Service Programm ab. 2. Rechtliche Sachverhalte Der Konzern wird im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes vertreten durch die Geschäftsführer Herr Markus Ehl, Baden-Baden Herr Renato Ramella, Bad Feilnbach Es besteht ein Beirat, der die Geschäftsführung überwacht. Die Doll Fahrzeugbau GmbH ist Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen: - Doll TimTech GmbH, Berlin (vormals: Doll Sachsen GmbH) - Doll America Inc., Hainesport, New Jersey, USA - Doll Airport Equipment GmbH, Stuttgart - DOLL France SAS, Paris, Frankreich Im Zuge der Fokussierung von Doll Sachsen GmbH auf die Produktion von Holzfahrzeugen und dem Tatbestand, dass nun auch der Marktzugang direkt über Doll Sachsen erfolgt, hat die Gesellschaft durch Gesellschafterbeschluss vom 29. März 2022 beschlossen die Doll Sachsen GmbH in die Doll TimTech GmbH umzubenennen. Es handelt sich lediglich um eine Namensänderung. Weiterhin sollen nach einer Übergangszeit von 3-4 Monaten zukünftig alle Neuaufträge direkt von der Doll TimTech GmbH an den Endkunden abgerechnet werden. So soll im Namen auch die Marktausrichtung auf den Bereich Holz verdeutlicht werden. Die Änderung ist beim Handelsregister bereits eingetragen. 3. Forschung und Entwicklung In den Geschäftsbereichen Holz, Schwertransport und Defence hat die Doll Fahrzeugbau GmbH auch im Geschäftsjahr 2022 wesentliche Entwicklungen betrieben. Dazu zählen im Wesentlichen die Neu-Entwicklung von teleskopierbaren Sattelaufliegern der LOGO Baureihe sowie die Prototypen- und Achsentwicklung im Defencegeschäft. Der Konzern betreibt Entwicklung mit dem Ziel, bestehende Produkte weiterzuentwickeln und neue, zukunftsträchtige Produkte in den Markt zu bringen. In 2022 wurden hierzu EUR 0,7 Mio. investiert, dies entspricht einer Entwicklungsquote von 0,9 % bezogen auf den Umsatz. Die Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 2022 EUR 0,47 Mio. Die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten, die an fremde Dritte in Auftrag gegeben wurden, belaufen sich auf TEUR 56. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Dem Statistischen Bundesamt zu Folge ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Während die Dienstleistungsbereiche nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen profitierten, führten zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen sowie Material und Fachkräftemangel im Baugewerbe zum deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Das verarbeitende Gewerbe wurde vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 durch erhebliche Störungen der internationalen Lieferketten stark ausgebremst. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Insgesamt hat die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % zugenommen. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zu Folge konnte die Automobilindustrie trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion im Jahr 2022 um 23 % steigern. Ein Teil des Umsatzplus ist dem deutlichen Inflationsanstieg geschuldet. Das Umsatzplus erstreckte sich dabei über alle Herstellergruppen. Unter den Herstellergruppen verzeichneten die OEMs prozentual das stärkste Wachstum. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren konnten hierbei gegenüber dem Vorjahr um 28 % zulegen. Die Hersteller von Karosserien, Aufbauten und Anhängern steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um knapp 7 % auf 14,0 Milliarden Euro. Die Zulieferer verbuchten 2022 unter den Herstellergruppen prozentual das niedrigste Umsatzwachstum von 6 %. Die großen internationalen Märkte für schwere Nutzfahrzeuge (> 6 Tonnen) entwickelten sich im Jahr 2022 uneinheitlich. Während Europa (EU, EFTA & UK), die USA und Indien die Erholung fortsetzen konnten, verzeichneten China und Brasilien im zurückliegenden Jahr teils erhebliche Rückgänge. Mit weiterhin kräftiger Nachfrage sowie Nachholbedarfen wäre im Jahr 2022 in einigen Märkten für schwere Nutzfahrzeuge ein stärkeres Wachstum angezeigt gewesen. Doch fortdauernde Störungen in den Lieferketten, aber auch unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sorgten dafür, dass das Erholungspotenzial nicht überall vollumfänglich realisiert werden konnte. In Europa (EU, EFTA & UK) stieg der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Von den fünf größten europäischen Einzelmärkten konnten das Vereinigte Königreich, Polen und Italien positive Wachstumsraten verzeichnen. Der französische Markt stagnierte. Der deutsche Markt erlitt hingegen einen Dämpfer (-2 %), bleibt aber dennoch der größte Einzelmarkt Europas. Auch bei DOLL entwickelten sich die Geschäftsbereiche aufgrund der makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen sehr unterschiedlich. Nahezu alle Geschäftsbereiche haben im Geschäftsjahr 2022 zweistellige Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich Defence weist einen Umsatzrückgang - aufgrund von Projektverschiebungen die sich erst im dritten Quartal 2022 materialisiert haben - auf. Diese Verschiebung wird zu einem überpropotionalen Anstieg der Umsatzerlöse in 2023 führen. Der Geschäftsbereich Service konnte in 2022 eine neue Höchstmarke erreichen. Nach einem sehr schwachen Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2022 erwarten wir in 2023 im Bereich Holz eine deutliche Erholung. Im Bereich Defence gibt es weiterhin eine sehr gute Projektpipeline, die durch die Ukraine-Krise noch stärker angewachsen ist. Bedingt durch die langen Entscheidungsphasen erwarten wir auch in 2023 sehr gute Auftragseingänge von über EUR 100 Mio., die sich allerdings teilweise erst im Jahr 2024 im Umsatz wiederfinden werden. 2. Geschäftsverlauf Trotz der geopolitischen und makroökonomischen Unwägbarkeiten in 2022 konnte der Umsatz gesteigert aber das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden. Der Rückgang des Jahresergebnisses ggü. dem Vorjahr ist der Veränderung im Produktmix innerhalb der Geschäftsbereiche, deutlich höheren Material- und Energiepreisen, Vorlaufkosten für abzuwickelnde Großprojekte in 2023 sowie höheren Abschreibungen geschuldet. Die Rohertragsquote liegt mit 5,0 %-Punkten unter dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen einem signifikantem Handelswarenumsatz mit einer niedrigen Marge, einem überdurchschnittlichen Energiepreisanstieg sowie den hohen Materialpreissteigerungen auf Vorprodukte geschuldet. Einen positiven Einfluss auf das Ergebnis haben die gesunkenen Personalkosten aufgrund einer gesunkenen Mitarbeiteranzahl sowie der Abbau von Zeitkonten. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss i.H.v. EUR 56.089,34 (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. EUR 1.175.569,44) erwirtschaftet. Die Gruppe verfügt zum Jahresende 2022 über einen Rekord-Auftragsbestand in Höhe von EUR 159,3 Mio., der damit bereits ca. 85 % des geplanten Neu-Fahrzeug-Umsatzes für 2023 abdeckt. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf in 2022 trotz der negativen Einflüsse aus Krieg, Krise, Materialknappheit und Inflation als erfreulich. 3. Lage Die Angebots- und Bestelltätigkeit in den Geschäftsbereichen Holz und Schwerlast haben sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 deutlich abgekühlt. Zurückzuführen ist die Zurückhaltung der Kunden auf deutlich gestiegene Finanzierungskosten aufgrund der restriktiven Geldpolitik der EZB, der Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine, die langen Lieferzeiten der LKW-Hersteller sowie die hohe Inflation. Während die Auswirkungen des Ukraine Konfliktes sich negativ auf die Geschäftsbereiche Holz und Schwerlast auswirkten, konnte im Geschäftsbereich Defence ein neuer Rekord-Auftragseingang verbucht werden. Der Auftragsbestand befindet sich zum Jahresende 2022, bedingt durch mehrere Vertragsabschlüsse von Großprojekten im Bereich Defence auf einem Rekordwert von EUR 159,3 Mio. Bedingt durch die Ukraine-Krise erwarten wir im Laufe des Kalenderjahres 2023 weitere positive Vertragsabschlüsse bei den bereits bekannten Defence-Projekten. Der Bereich Schwerlast und Holz wird durch die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen insgesamt unter Einbeziehung der Doll TimTech GmbH weiterwachsen und auch der Service wird infolge verstärkter Vertriebsaktivitäten seinen Wachstumskurs fortsetzen. Der Anstieg der Flugaktivitäten und die erwartete Normalisierung des Flugverkehrs in 2023, auf Vor-Corona-Niveau, wird im Laufe des Geschäftsjahres zu einer wesentlichen Verbesserung der Pipeline sowohl in Europa als auch in den USA beitragen. Allerdings bereitet die Verfügbarkeit der Chassis, diesseits und jenseits des Atlantiks, uns und unseren Kunden nach wie vor erhebliche Sorgen. Wir erwarten insgesamt in 2023 mehr als eine Verdoppelung der Umsatzerlöse. 4. Geschäftsbereichsberichterstattung Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich auf das Verhältnis der Geschäftsjahre 2022 zu 2021. Im Holztransport liegt der Auftragseingang insgesamt um 17% unter dem Rekordwert des Vorjahres. Die Umsatzerlöse hingegen verzeichnen ein Zuwachs von 10%. Trotz vorgenommenen Portfoliobereinigungen und Konzentration auf Nischen- und Spezialprodukte im Bereich Schwertransport konnte der Auftragseingang um 8% gesteigert werden. Beim Umsatz wurde ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 18% erzielt. Sowohl der Auftragseingang im Geschäftsbereich Flugfeld als auch der Umsatz konnten gegenüber dem pandemiebedingten Vorjahr vervierfacht werden. Im Geschäftsbereich Defence haben Projektverschiebungen aus 2021 in das Jahr 2022 zu einer Rekordauftragseingang geführt. Hier konnte der Auftragseingang versiebzehntfach werden. Der Umsatz ist dagegen aufgrund des geringen Auftragsbestandes per Ende 2021 und die Verbuchung von Neuprojekten in im zweiten Halbjahr 2022 - die nur teilweise in 2022 verumsatzt werden konnten - um 25% zurück gegangen. Im Service konnte der Auftragseingang und Umsatz um 18% zulegen und eine neue Höchstmarke markieren. 5. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 8,7 % auf EUR 86,1 Mio. (Vorjahr: EUR 79,2 Mio.) gestiegen. Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere höhere Umsätze aus den Geschäftsbereichen Holz, Schwerlast, Flugfeld und Service. Der Rückgang im Geschäftsbereich Defence ist dem schwachen Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2021 aufgrund von Projektverschiebungen in das zweite Halbjahr 2022 geschuldet, die nur teilweise noch im Jahr 2022 verumsatzt werden konnten. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit insgesamt EUR 0,91 Mio. (Vorjahr: EUR 0,88 Mio.) geringfügig über dem Vorjahr. Schwerpunkt der Entwicklungsleistungen waren nach wie vor Neu- und Weiterentwicklungen in den Geschäftsbereichen Holz und Defence. Der Anstieg der Gesamtleistung um 11,4 % auf EUR 88,7 Mio. ist im Wesentlichen auf das höhere Umsatzvolumen sowie den Bestandsaufbau zurückzuführen. In der Bestandserhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse spiegelt sich der hohe Anarbeitungsgrad für Auslieferungen in Q1 2023 wider. Bezogen auf die Gesamtleistung errechnet sich eine gegenüber den Erwartungen verschlechterte Materialeinsatzquote von 64,3 % gegenüber 59,0 % im Vorjahr. Die höhere Materialquote resultiert aus einem veränderten Produktmix, einem deutlich höheren Handelswarenumsatz, sowie aus signifikanten Energie- und Materialpreissteigerungen ab dem zweiten Quartal 2022. Weiterhin berücksichtigt die Materialquote Kosten des externen Dienstleisters für Lagerhaltung und Ersatzteilversand sowie auftragsbezogene Dokumentationskosten zur Abarbeitung der Aufträge aus dem Bereich Defence. Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 0,8 Mio. liegen aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremder Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten sowie geringeren Erträge aus der Währungsumrechnung aufgrund des USD/EUR-Wechselkurses mit insgesamt EUR 0,3 Mio. unter dem Vorjahr. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio. gesunken. Der Rückgang ist der gesunkenen Mitarbeiteranzahl sowie dem Abbau von Zeitkonten geschuldet. Die Abschreibungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. sind auf Vorjahresniveau und verteilen sich mit EUR 0,7 Mio. auf die immateriellen Vermögensgegenstände und mit EUR 1,2 Mio. auf das Sachanlagevermögen. Die Abschreibungen beinhalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 8,0 Mio. liegen mit EUR 0,7 Mio. über dem Vorjahresniveau. Die Aufwendungen enthalten Vorlaufkosten im Zusammenhang mit den Großprojekten im GB Defence i.H.v. EUR 0,3 Mio. Die Vorlaufkosten betreffen Kosten im Zusammenhang mit dem strategischen Einkauf, des Qualitätsmanagements, Dokumentation sowie Rechtsberatung. Weiterhin resultiert der Anstieg aus höheren Fracht-, Marketing- und Reisekosten. Die Veränderung im Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr resultiert aus höheren Zinserträgen und geringeren Zinsaufwendungen. Die geringeren Zinszahlungen resultieren aus geringeren Bereitstellungsprovisionen bestehender Kredite sowie aus einer geringeren durchschnittlichen Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien der Poolbanken. Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 56.089,34. 6. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Geschäftsführung sind der Auftragseingang, die Umsatzerlöse, die Rohertragsmarge, der Jahresüberschuss sowie die getätigten Investitionen. Während die Auftragseingänge in den Geschäftsbereichen Defence, Schwerlast und Flugfeld deutliche Zuwachsraten vorweisen können hat der Bereich Holz aufgrund der unsicheren Gemengelage aus Preissteigerungen, höheren Finanzierungskosten sowie höheren Lieferzeiten der LKW Hersteller einen Rückgang zu verkraften. Der Geschäftsbereich Service ist ebenfalls im niedrigen zweistelligen Bereich gewachsen. Insgesamt ergibt sich eine Verdreifachung beim Gesamtauftragseingang gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022 ist die Gesamtleistung von EUR 79,6 Mio. auf EUR 88,8 Mio. (+11,4 %) gestiegen. Der im Lagebericht 2021 prognostizierte Umsatzrückgang von 10 % konnte aufgrund der Abrechnung eines Projektauftrages zum Ende des Jahres mit einem hohen Handelswarenanteil i.H.v. EUR 10,6 Mio. überkompensiert werden. Veränderungen im Produktmix verbunden mit einem signifikantem Handelswarenumsatz mit einer niedrigen Marge, einem überdurchschnittlichen Energiepreisanstieg sowie hohen Materialpreissteigerungen auf Vorprodukte, haben zu einem Rückgang der Rohertragsmarge von 40,8 % im Vorjahr auf 35,8 % in 2022 geführt. Der materialaufwandbedingte Rückgang des absoluten Rohertrages, geringere sonstige betriebliche Erträge, höhere sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen sowie Ertragsteuern konnten nur teilweise durch geringere Personalkosten kompensiert werden und haben zu einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) geführt. Somit wurden das prognostizierte Ziel eines ausgeglichenes Jahresergebnises erreicht. Sowohl die prognostizierten Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung wurden konsequent umgesetzt als auch die im Lagebericht 2021 prognostizierten Ziele bei den Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von EUR 1,9 Mio. ebenfalls übertroffen. 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der durchschnittliche Personalbestand von 332 Mitarbeitern liegt mit 4,0 % unter dem Vorjahr. Zum Jahresende waren 313 Mitarbeiter und 25 Auszubildende beschäftigt. Der Großteil der Belegschaft ist durch eine lange Betriebszugehörigkeit geprägt. Eine hohe Identifikation mit dem Doll-Konzern begleitet von einem hohen Maß an Erfahrung und Wissen sichert die Erfüllung höchster Anforderungen des unternehmerischen Umfelds. 8. Kapitalstruktur Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen, Kontokorrentlinien und Darlehen von Kreditinstituten, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie über Mietkaufverträge im Bereich des Anlagevermögens. Der Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,8 % auf 21,7 % ist trotz des positiven Jahresergebnisses auf eine Verlängerung der Bilanzsumme um EUR 17,5 Mio. zurückzuführen. Die Verlängerung resultiert aus einem Großauftrag im Geschäftsbereich Defence und spiegelt sich in den Vorräten und in den erhaltenen Kundenanzahlungen wider. Bereinigt um diesen Großauftrag ergäbe sich eine Eigenkapitalquote von 32,0%. Die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich zum 31. Dezember 2022 aus bis 2026 zugesagten Bankdarlehen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) und einer KfW Tranche von EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) zusammen. Das KfW-Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Änderungen bei den Laufzeiten sowie Kreditkonditionen während des Geschäftsjahres 2022 haben sich nicht ergeben. Alle Darlehen sind in Euro ausgegeben und sind mit branchenüblichen Zinssätzen versehen. Die bis zum 30. Juni 2024 vertraglich gewährte Kontokorrentlinie betrug zum Stichtag EUR 6,0 Mio. und verteilte sich auf ein Bankenkonsortium von drei Banken, sodass zum Stichtag EUR 6,0 Mio. nicht ausgenutzte Betriebsmittelkreditlinien bestanden haben. Der teilweise langfristig laufende Produktionsprozess wird durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen abgesichert, sodass 97 % der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertigen und unfertigen Erzeugnisse (Vorjahr: 58 % der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) zum Stichtag finanziert wurden. Insbesondere bei größeren Projekten und ausländischen Kunden werden Anzahlungen vereinbart, um die Liquidität im Produktionsprozess zu sichern. Ein Großprojekt aus dem Geschäftsbereich Defence ist für den signifikanten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verantwortlich. Die Veränderungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern spiegeln ausschließlich den Anstieg der gebuchten Zinsen im Zusammenhang mit der Zinsstundung des Gesellschafters wider. Bei der Verzinsung der Gesellschafterdarlehen haben sich keine Änderungen ergeben. Die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 0,2 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der Mietkaufverbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Investitionen in die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1,0 Mio., in das entgeltlich erworbene immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR 102 und in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 1,5 Mio. Hierbei wurden in gleicher Höhe Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Grundsätzlich bestehen zur Antizipation von Risiken ausreichende Rückstellungen. Der Konzern war insgesamt im Geschäftsjahr 2022 stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzugehen. 9. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Bilanzsumme des Konzerns um EUR 17,5 Mio. (51,0 %) auf EUR 51,8 Mio. erhöht, im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der Vorräte, die jedoch durch die erhaltenen Anzahlungen nahezu vollständig kompensiert wurden, der Forderungen aus Lieferung und Leistung, der sonstigen Vermögensgegenstände bestehend aus einer Vorsteuerforderung sowie einem deutlich höheren Kassenbestand. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um EUR 0,4 Mio. Zurückzuführen ist dies je zur Hälfte auf eine Erhöhung im Bereich der Immateriellen Vermögengegenstände und der Sachanlagen. Im Umlaufvermögen hat sich der Vorratsbestand (vor der offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen) um EUR 61,9 auf EUR 77,9 Mio. (Vorjahr: EUR 16,0 Mio.) erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Beschaffung von LKWs im hohen zweistelligen Bereich im Zusammenhang mit einem Großauftrag im Geschäftsbereich Defence. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich bedingt durch eine hohe Anzahlung im Zusammenhang mit dem Großauftrag von EUR 4,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 93,7 Mio. -davon EUR 75,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) offen im Vorratsvermögen abgesetzt - signifikant erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 14,7 Mio. auf EUR 21,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.) erhöht. Die Erhöhung resultiert überwiegend mit EUR 12,5 Mio. aus dem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände. Diese enthalten eine Vorsteuerforderung gegenüber der Finanzverwaltung in Höhe von EUR 12,4 Mio. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 2,1 Mio. auf EUR 9,2 Mio. resultiert aus höheren Abrechnungen zum Jahresende. Der gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Kassenbestand von EUR 13,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) ist der hohen Anzahlung aus dem Großprojekt im Geschäftsbereich Defence geschuldet. III. Prognosebericht Neben der weiteren Optimierung der internen Prozesse liegt der Kern der weiter angestrebten Produktivitätssteigerung in der Optimierung der Taktmontage, der Verbesserung der Logistik und der Reduzierung der nichtwertschöpfenden Tätigkeiten wie z.B. Rüstzeiten, Transportzeiten und Nacharbeiten. Weiterhin wird geplant bis zum Ende des Jahres die Langholz- sowie Aufbautenfertigung ebenfalls über die Doll TimTech GmbH abzuwickeln und somit mehr Fertigungsfläche für den Service am Standadort Oppenau bereitzustellen. Die aktuelle Entwicklung in den von uns adressierten Marktsegmenten entwickelt sich sehr unterschiedlich. Während im Geschäftsbereich Schwerlast die notwendigen Preiserhöhungen im Q4/2022 die Kaufentscheidungen unserer Kunden stark belasten, führt die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine und die Diskussion über eine Aufstockung der Verteidigungsausgaben der NATO Länder zu einer sehr erfreulichen Entwicklung im Geschäftsbereich Defence. Um den Preisabstand im Geschäftsbereich Schwerlast nicht weiter zum Wettbewerb zu vergrößern wurde ein Kostensenkungsprogramm initiiert. Dieser Ansatz hat bereits zu höheren Auftragseingängen im März 2023 geführt. Insgesamt sprechen erste Anzeichen in 2023 dafür, dass der Markt sich wieder beruhigt und wir von einer erhöhten Nachfrage ab dem Q2/2023 ausgehen können. Der Anstieg der Flugaktivitäten und die erwartete Normalisierung des Flugverkehrs in 2023, auf Vor-Corona-Niveau, wird im Laufe des Geschäftsjahres zu einer wesentlichen Verbesserung der Pipeline im Geschäftsbereich Flugfeld sowohl in Europa als auch in den USA beitragen. Allerdings bereitet die Verfügbarkeit der Chassis, diesseits und jenseits des Atlantik, uns und unseren Kunden nach wie vor erhebliche Sorgen. Auf der Beschaffungsseite erwarten wir weiterhin volatile Lieferketten, speziell bei Elektronik und Hydraulik Komponenten. Lediglich im Bereich von Stahl und Energie erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Entspannung. Höhere Beschaffungsvolumina sowie ein erhöhtes Materialsourcing werthaltiger Komponenten aus Low-Cost-Countries sollten auf der Materialseite zu einer deutlichen Entspannung der Materialpreise führen. Um der nach wie vor hohen Inflation zu begegnen, wurden auf der Verkaufsseite Verträge an geeignete Indizes gekoppelt. Aufgrund des Rekord-Auftragsbestandes zum Jahresende, maßgeblich beeinflusst durch den Geschäftsbereich Defence, gehen wir von mehr als einer Verdoppelung des Umsatzes in 2023 aus. Mit der geplanten Umsatzverdoppelung wird ein deutlich erhöhtes Ergebnis prognostiziert. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir, trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen, weiter konsequent fortsetzen und zielen, wie schon bereits in den Vorjahren, im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung und Modularisierung des bestehenden Produktprogramms ab. Für das neue Geschäftsjahr sind sowohl Ersatz- als auch Erweiterungsinvestitionen in einer Größenordnung von EUR 4,8 Mio. geplant, davon EUR 0,5 Mio. in die Weiterentwicklung unserer Produktpalette, EUR 1,4 Mio. im Bereich Gebäude und Grundstücke sowie EUR 2,9 Mio. in technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Hierbei entfallen EUR 1,3 Mio. auf die geplante Anschaffung von zwei Schweißrobotern. Durch die kontinuierlichen Optimierungsmaßnahmen im Bereich Einkauf und Produktion, den bereits durchgeführten Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite, sowie dem hohen Bestand an Kundenanzahlungen, sehen wir den Konzern sehr gut aufgestellt, um den gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen entgegentreten zu können. Aus heutiger Sicht sehen wir keine wesentlichen Gefahren für den Bestand des Konzerns oder seiner weiteren Entwicklung. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken Neben dem Risiko einer weiteren konjunkturellen Abkühlung bedingt durch eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs bzw. eine Verschärfung des Handelskonfliktes zwischen den Großmächten USA und China könnte die damit einhergehende Verschlechterung der Lieferketten (Verfügbarkeit und Preis) Einfluss auf unser Gruppe haben. Gestörte Lieferketten durch klimabedingte Veränderungen wie ein zu niedriger Rheinpegel bzw. die Abschaltung von Kernkraftwerken durch zunehmende Wassertemperaturen bzw. ein erneutes Erdbeben in der Türkei könnten ebenfalls indirekt einen negativen Einfluss auf unseren Konzern haben. Zu den wesentlichen Finanzierungsinstrumenten der Doll Fahrzeugbau GmbH zählen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Bank- und KfW Darlehen, die Finanzierung über Mietkauf sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Grundsätzliches Ziel des Konzerns ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen des Cash Managements kontinuierlich überwacht. Neben dem bewährten hausinternen Debitorenmanagement kann dabei auf das Wissen und die Datenbanken der Kreditversicherer zurückgegriffen werden. Informationen über drohende Zahlungsausfälle auf Kundenseite können so rechtzeitig erkannt werden. Rund 98 % des Geschäftsvolumens wickelt der Konzern in Euro ab. Das verbleibende Risiko aus Fremdwährungsgeschäften wird bei Bedarf durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Branchenspezifische Risiken In den USA und im Euroraum befinden sich die Inflationsraten nach wie vor auf sehr hohen Niveaus. Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation steuert die EZB nach sechs Zinserhöhungen in Folge auf eine weitere Erhöhung zu, was zu einer Verteuerung von Krediten führt und die Nachfrage bei unseren Kunden in den Bereichen Holz, Schwerlast und Flugfeld bremst. Die nach wie vor bestehende Chipknappheit führt zu langen Lieferzeiten der LKW-Hersteller und bremst das Wachstum bzw. führt zur Verschiebung von Projektentscheidungen. Nicht zu unterschätzen ist gegenwärtig die Unterbrechung von Lieferketten durch die Zunahme von Cyberangriffen auf Unternehmen bzw. kritische Infrastruktur. Hier arbeiten wir konsequent an der Optimierung unserer Notfallpläne und der präventiven Erkennung von sich anbahnenden Angriffen, um gezielt reagieren zu können. Produktions- und Beschaffungsrisiken Im Produktionsbereich wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Anlagen durch kontinuierliche Instandhaltung und vorbeugende Wartung weitgehend reduziert. Für Großschäden und Betriebsunterbrechungen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Ein weiteres Produktionsrisiko sind ein zunehmender Fachkräftemangel, nach wie vor bestehende Versorgungsengpässe sowie lange Lieferzeiten der Chassis Hersteller. Die Produktion kann durch den Einsatz von Leiharbeitern und ausgewählten Montagedienstleistern, mit denen wir in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gesammelt haben, gewährleistet werden. Dem Risiko des Ausfalls von Lieferanten wird durch eine, soweit möglich, Dual-Sourcing-Strategie begegnet. Wo dies nicht möglich ist, werden diese Lieferanten kontinuierlich überwacht, um frühzeitig Risiken zu erkennen und rechtzeitig Alternativen aufzubauen. Dabei ist es unser Ziel, mit bedeutenden Zulieferern strategische Partnerschaften aufzubauen und eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu pflegen. Die wesentlichen Risiken auf der Beschaffungsseite sehen wir in der Stabilität der Lieferketten. Die im Vorjahr beobachtete Volatilität bei den Einkaufspreisen hat sich deutlich abgeschwächt. Ertragsorientierte Risiken Aufgrund der Exportquote des Konzerns von 51% sehen wir uns verschiedenen konjunkturellen, geopolitischen sowie wechselkurspolitischen Risiken ausgesetzt. Hinzu kommt das Risiko der steigenden Rohmaterialpreise, insbesondere für Elektronik- und Hydraulikkomponenten sowie Energie. Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage und der Erfahrung der ersten Monate erwarten wir insgesamt eine leichte Entspannung auf der Beschaffungsseite einerseits und eine Stabilisierung sowie Preissenkungen bei bestimmten Materialgruppen auf der anderen Seite. Wir sind aber auch stets bemüht, Preiserhöhungen auf Rohmaterialien schnell an den Markt weiterzugeben. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Liquiditätsanstieg in 2022 ist im Wesentlichen der guten Projektlage aus dem Geschäftsbereich Defence geschuldet. Mit dieser hohen Liquidität können die geplanten Herausforderungen und Anlaufkosten aus dem Projektgeschäft, das notwendige Working Capital, sowie die geplanten Investitionen ohne Probleme aus eigener Kraft finanziert werden. Zusammen mit der Neufinanzierung und der Erhöhung der Avallinien , sowie weiterer kurzfristiger Finanzierungen über Kundenanzahlungen, sehen wir eine gute und stabile Liquiditätslage für das Jahr 2023. 2. Chancenbericht Maßgeblich für den Erfolg der Marke DOLL sind die Markenstärke, die über Generationen gehaltenen Qualitätsversprechen, die Innovationsstärke und die Fähigkeit zur Umsetzung von Sonderlösungen. Indem man die Stärken ausbaut und gleichzeitig die Effizienz steigert, sorgt man dafür, dass man sich zunehmend vom Wettbewerb differenziert. Im Bereich Defence stehen im Jahr 2023 außerordentliche Großprojekte zur Vergabe an, die für die kommenden Jahre eine sehr gute Auslastung versprechen. Die weiterführenden Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Fertigung und Logistik unterstützt durch zielgerichtete Investitionen werden zu einer geringeren Abhängigkeit, höherer Prozess- und Qualitätssicherheit in bestimmten Teilbereichen sowie zu einer Ergebnisverbesserung führen. Durch das initiierte Redesign-Projekt im Bereich Schwerlast erwarten wir im Laufe des Jahres 2023 wesentliche Verbesserungen, was den Materialanteil und die Fertigungszeiten unserer Kern-Produkte im Bereich Schwerlast betrifft. Der Anstieg der Flugaktivitäten und die erwartete Normalisierung des Flugverkehrs in 2023, auf Vor-Corona-Niveau, verbunden mit dem Ausbau von Vertriebsaktivitäten im Mittleren Osten und Amerika, wird im Laufe des Geschäftsjahres zu einer wesentlichen Verbesserung der Pipeline sowohl in Europa als auch in den USA beitragen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Positive Ergebniseffekte sehen wir auch in den hohen Zinsen in Verbindung mit der hohen Liquidität aus der erhaltenen Anzahlung, die zielgerichtet, sicher und gewinnbringend angelegt werden kann. 3. Gesamtaussage Unsere aktuelle Budgetplanung für das Jahr 2023 basiert auf der Planung des Vertriebes. Aufgrund des bereits sehr hohen Auftragsbestandes im Bereich Defence, einem moderaten geplanten Wachstum im Geschäftsbereich Service, sowie der weiteren Verfolgung unserer Nischenstrategie im Geschäftsbereich Schwerlast sind wir sehr zuversichtlich, dass sich der Umsatz des Konzerns in 2023 verdoppeln wird. In 2023 gehen wir von einem deutlich erhöhten Jahresergebnis aus. Aus heutiger Sicht sehen wir keine existenzbedrohenden Risiken für den Konzern. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Doll Fahrzeugbau GmbH bestehenden Finanzinstrumenten zählen Lieferantenkredite, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Bank- und KfW Darlehen, die Finanzierung über Mietkauf sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Konzern verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm und ein aktives Forderungsmanagement. Forderungsausfälle sind von der Anzahl her eine Ausnahme, jedoch können diese Einzelfälle aufgrund der zum Teil hohen Auftragsvolumina einen erheblichen Betrag umfassen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Um die möglichen Ausfallrisiken zu minimieren, besteht eine Warenkreditversicherung zum Schutz vor Forderungsausfall bei der Allianz Trade Finance (vormals Euler Hermes). Verbindlichkeiten werden unter Skontoausnutzung oder innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern durch Eigenmittel, Gesellschafterdarlehen, Lieferantenkredite, Kundenanzahlungen und Kontokorrentkredite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzern ist die Sicherung des Geschäftserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement mit einer angemessenen Ausfallversicherung. Finanzderivate werden nur im Bedarfsfall zur Absicherung von Geschäften in Fremdwährung eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren keine entsprechenden Verträge abgeschlossen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Der Konzern unterhält keine Niederlassungen.
Oppenau, den 13. Juni 2023 Doll Fahrzeugbau GmbH gez. Markus Ehl, Geschäftsführer gez. Renato Ramella, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin
KonzernanhangA. Konsolidierungskreis Muttergesellschaft Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin Industriestraße 13 77728 Oppenau Amtsgericht Charlottenburg HRB 160127 B Einzubeziehende Tochterunternehmen ("Konsolidierungskreis im weiteren Sinne") 1. Doll TimTech GmbH (vormals: Doll Sachsen GmbH), Berlin Gewerbegebiet Nord 12 09456 Mildenau Amtsgericht Charlottenburg HRB 160140 B
Inanspruchnahme der Befreiung der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung nach § 300 Abs. 2 HGB gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie § 290 Abs. 1 i.V.m. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 2. Doll America Inc., Bridgeport 5 B Mary Way 08036 Hainesport, New Jersey (USA)
Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung nach § 300 Abs. 2 HGB gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie § 290 Abs. 1 i.V.m. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 3. DOLL Airport Equipment GmbH, Stuttgart Industriestraße 13 77728 Oppenau Amtsgericht Stuttgart HRB 765274
Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung nach § 300 Abs. 2 HGB gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie § 290 Abs. 1 i.V.m. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 4. DOLL France SAS, Paris 153 Boulevard Haussmann, 75008 Paris (Frankreich) Amtsgericht Paris R.C.S. 894 130 749
Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung nach § 300 Abs. 2 HGB gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie § 290 Abs. 1 i.V.m. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Der Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember. B. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der Doll TimTech GmbH (vormals: Doll Sachsen GmbH) wird ab 2014 nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB) führte weder zu einem aktivischen noch passivischen Unterschiedsbetrag. Die Kapitalkonsolidierung der Doll America Inc., die den nordamerikanischen Markt mit Catering-Fahrzeugen bedient und dabei von der Muttergesellschaft Catering-Bausätze erhält, die auf die lokalen LKW-Marken aufgebaut werden, wurde zum 31. Dezember 2016 nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2016. Hierbei wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 519 aufgrund des negativen Eigenkapitals aktiviert. Dieser wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben, wobei dieser im Geschäftsjahr 2020 coronabedingt und aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben worden ist. Die Kapitalkonsolidierung der Doll France SAS, die den französischen Markt sowie die benachbarten Benelux-Staaten bedient und sich auf den Handel und Service von Holztransportfahrzeugen konzentriert, wurde zum 31. Dezember 2021 nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2021. Hierbei wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Jahresfehlbetrages bzw. der Anlaufkosten von TEUR 101 aktiviert. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung der DOLL Airport Equipment GmbH wird ab 2021 nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung führte weder zu einem aktivischen noch passivischen Unterschiedsbetrag. Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten (§ 303 HGB) sowie die entsprechenden Aufwands- und Ertragspositionen (§ 305 HGB) zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden konsolidiert. Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB wurde durchgeführt. Die Währungsumrechnung erfolgte gemäß den Vorschriften des § 308a HGB. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Eigenkapitalpositionen wurden mit den historischen Kursen zum jeweiligen Stichtag des Sachverhaltes bewertet. G&V Positionen wurden mit dem Monatsdurchschnittskurs bewertet. Für die jeweiligen Kurse wurden die Referenzkurse aus der Datenbank der Deutschen Bundesbank herangezogen. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. C. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter den Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Die Regelungen des GmbHG sind ebenfalls beachtet worden. Die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, nicht vergleichbare Vorjahresbeträge, Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, nicht vergleichbare Vorjahresbeträge, Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit haben sich im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. Zu den Effekten aus dem Carve-Outs des Geschäftsbetriebs Flugfeld von der Doll Fahrzeugbau GmbH in die Doll Airport Equipment GmbH verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden konzerneinheitlich gemäß § 308 HGB angewandt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren darüber hinaus im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die gemäß dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB aktivierten selbst erschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens unterliegen einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde unverändert zum Vorjahr angewandt. Mit Beginn der Entwicklungsphase werden die Kosten verursachungsgerecht den Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände zugeordnet. Die Nutzungsdauer erstreckt in der Regel über den Produktionszeitraum des jeweiligen Produktes, in der Regel mindestens 5 Jahre. Die Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre verteilt aufgelöst. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich etwaiger Anschaffungskostenminderungen sowie zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen sowohl die Einzelkosten als auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Wertminderungen werden durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgt ggf. eine Wertaufholung. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt netto (ohne Umsatzsteuer). Diese sind auch im Vorjahr auf der Aktivseite offen von Vorräten abgesetzt worden. Übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die Gesamthöhe der Vorräte, wird der Überhang passivisch ausgewiesen. Für bestimmte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 409 angesetzt. Die Festwertinventur erfolgte im Rahmen der Inventur für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020. Bei den grundsätzlich zu Nominalwerten bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht abgesicherten Nettoforderungen abgedeckt. Wertminderungen bei den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen werden durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgt eine Wertaufholung bis zu den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aus der Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern ergab sich ein Aktivüberhang. Das Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Der Aktivüberhang ergibt sich im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen und aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Urlaub und Überstunden. Die gegenläufigen passiven latenten Steuern resultieren aus dem Ansatzverbot der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2022 resultieren somit ausschließlich aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Für die Bewertung der aktiven latenten Steuern wurde der Steuersatz des empfangenden Unternehmens Doll America Inc. in Höhe von 27,85 % genutzt, da es sich ausschließlich um einen Effekt aus der Zwischenergebniseliminierung handelt. Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. D. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Konzernanlagenspiegel ersichtlich. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2022 Engineeringkosten in Höhe von TEUR 3.564 an, wovon Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 908 als selbst geschaffene (immaterielle) Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden. Die Pflichtangaben zum Geschäfts- oder Firmenwert sind in Kapital B. angegeben. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 34) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle weiteren Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem beiliegenden Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten Eine Übersicht der Fristigkeiten zeigt der folgende Verbindlichkeitenspiegel:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren i.H.v. TEUR 222 enthalten. Mit den Kreditinstituten wurde ein Sicherheitenpoolvertrag geschlossen. Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Grundschulden in Höhe von TEUR 9.000. Das Warenlager, Maschinen und Einrichtungsgegenstände sind sicherungsübereignet. Die Forderungen sind im Rahmen einer Globalzession abgetreten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus Vorratslieferungen unterliegen branchenüblichen Eigentumsvorbehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern unterliegen in voller Höhe einer Belassungserklärung zugunsten des Bankenkonsortiums. E. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 89 enthalten. Personalaufwand Die Personalaufwendung enthalten Erträge aus der Auflösung von Zeitguthaben in Höhe von TEUR 342. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 31 HGB. Für Beratungsaufwendungen zu Sonderprojekten sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 453 angefallen. Die Sonderprojekte betreffen im Wesentlichen Beratungskosten im Einkaufsbereich (TEUR 331) sowie technische Unterstützung im Produktionsbereich (TEUR 28). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält Zinsaufwendungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 137). F. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfond gemäß der nach § 297 Abs. 1 S. 1 HGB aufzustellenden Kapitalflussrechnung setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten zusammen. Der Aufbau der Kapitalflussrechnung entspricht den Empfehlungen des Deutschen Standardisierungsrats (DRS 21). Die Kapitalflussrechnung ist Teil des Konzernabschlusses. G. Sonstige Angaben Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasing- und Mietverträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis zum Jahr 2027 sind TEUR 538 in 2023 zu entrichten. Das Gesamtobligo aus diesen Verträgen beträgt TEUR 1.287. Honorar Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr sind durch die Abschlussprüfungsgesellschaft folgende Kosten berücksichtigt (Angaben in TEUR):
Mitglieder der Geschäftsführung Herr Markus Adolf Ehl, CEO, Baden-Baden Herr Renato Ramella, CSO, Bad Feilnbach Mitglieder des Beirats Herr Kai H. Brandes, Berlin Herr Karl-J. Kraus, Berlin Herr Walter Gehl, Frankfurt am Main Ein Vorsitzender des Beirats wird gemäß Gesellschafterbeschluss vom 20. August 2018 nicht ernannt. Organbezüge Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 in Verbindung mit § 285 Nr. 9 a HGB wurde für die Geschäftsführer sowie die Beiratsmitglieder Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss aus dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin, von EUR 718.687,15 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) hat das zweite Los, des in 2022 geschlossenen Rahmenvertrages, abgerufen. Dieses Los beinhaltet insgesamt 91 militärische 8 Achs Sattelauflieger. Der Rahmenvertrag beinhaltet insgesamt 249 Sattelauflieger mit einem Gesamtvolumen von weit über EUR 100 Millionen.
Oppenau, den 13. Juni 2023 Doll Fahrzeugbau GmbH gez. Markus Adolf Ehl, Geschäftsführer gez. Renato Ramella, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 14.08.2023 gebilligt. BestätigungsvermerkAn die Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzung interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung der Doll Fahrzeugbau GmbH, Berlin, feststellen.
Wuppertal, den 13. Juni 2023 Buth
& Hermanns Partnerschaft mbB
gez. Michael Hermanns, Wirtschaftsprüfer gez. Jens Krummen, Wirtschaftsprüfer |
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