Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 28444
Vorher
XLHealth Ventures GmbHKSM KoWaDi Security Management GmbH
Eingetragen
31.8.2016
Branche
Erbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Erbringung von personellen und technischen Dienstleistungen im Bereich des Betriebs, der Bewachung oder Sicherung von Gebäuden und Grundstücken und von sonstigem Eigentum von Personen oder Unternehmen; Erbringung von Fernund Vorort-Dienstleistungen für Menschen im häuslichen Umfeld, z.B. Remote-Monitoring von Vitalfunktionen, energetische Gebäudesteuerung, häusliche Pflege: Entwicklung, Betrieb und Vertrieb von Software und von Meldesystemen, die für vorgenannte Unternehmensgegenstände geeignet sind; Die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Liegenschaftsverwaltung, einschließlich administrativer und handwerklicher Arbeiten; Die Übernahme der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin bei der Firma Koblenzer Wach- und Schließdienst Josef Lauer GmbH & Co. KG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Koenen
seit 26.5.2025
Geschäftsführer
Jonas Jaber
seit 25.11.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GT 3 Software und Beteiligung GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KSM GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Der Geschäftszweck unserer Gesellschaft ist die Erbringung von personellen und technischen Dienstleistungen im Bereich des Betriebs, der Bewachung oder Sicherung von Gebäuden und Grundstücken und von sonstigem Eigentum von Personen oder Unternehmen.

Die KSM GmbH bietet mit ihren 360 Mitarbeitern ein umfassendes Dienstleistungspaket im Bereich der Bewachung oder Sicherung von Gebäuden und Grundstücken. Neue und ergänzende Produkte stehen im Focus der Unternehmensentwicklung.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Koblenz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt ging in Deutschland im Jahr 2024 mit 0,2 % (Rückgang Vorjahr 0,3 %) zurück. Für 2025 wird eine Stagnation angenommen. Die Institute erwarten eine schwache Erholung mit Zuwächsen von 0,7% (2026) und 1,2% (2027). Mit 6,0% lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2024 über dem Vorjahresniveau von 5,7%. Die Teuerungsrate lag, insbesondere aufgrund der etwas gefallenen Energie- und Lebensmittelpreise bei 2,2% im Vergleich zu 5,9% im Vorjahr. Für 2025 wird mit einem Rückgang auf 1,9% gerechnet.

Von privaten Unternehmen für Dritte angebotene Bewachungs- und Sicherheitsdienstleistungen unterliegen der gesetzlichen Regulierung. Die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zum Betrieb eines Bewachungsunternehmens finden sich in der Gewerbeordnung (GewO). Die hierfür einschlägigen Vorschriften des § 34a GewO legen vor allem die Voraussetzungen für den Betrieb eines Bewachungsgewerbes und für das mit Bewachungs- und Sicherheitsaufgaben eingesetzten Personals fest. Diese Bestimmungen wurden im Hinblick auf die Zuverlässigkeits- und Qualifikationsvoraussetzungen immer mehr verschärf, zuletzt durch das "Gesetz zur Änderung bewachungsrechtlicher Vorschriften" vom 4.11.2016 und das "Zweite Gesetz zur Änderung bewachungsrechtlicher Vorschriften" vom 29.11.2018. Voraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis ist nach § 34a Abs. 1 GewO die Zuverlässigkeit des Antragstellers und der mit der Leitung des Betriebs oder einer Niederlassung beauftragten Person sowie dessen Qualifikation ("Sachkunde") für die Durchführung von Wach- und Sicherheitsaufgaben.

Die gewachsene Bedeutung der Sicherheitswirtschaft dokumentiert sich auch darin, dass die Bundesregierung im Jahr 2023 mit dem Referentenentwurf des Sicherheitsgewerbegesetzes (SiGG) in Umsetzung des Koalitionsvertrages einer seit langem vom BDSW erhobenen Forderung entsprochen hat, die Rechtsgrundlagen für die Sicherheitswirtschaft aus der Gewerbeordnung herauszulösen und in einem eigenen "Stammgesetz" neu zu regeln. Ziel sei es mit Blick auf die Gewährleistung der inneren Sicherheit auf ein insgesamt höheres Niveau zu kommen und u.a. die Qualitätsanforderungen neu zu formulieren. "Regelungsbedarf gibt es im SIGG nicht nur für die externen Erbringer von Sicherheitsdienstleistungen, sondern - z.B. beim Schutz kritischer Infrastrukturen - auch für die Inhouse Kräfte. Nicht zuletzt darf die steigende Qualitätsanforderung an externe Dienstleister nicht zu verstärktem lnsourcing von Dienstleistungen bei Kunden führen, um die Umsetzung neuer Standards, die naturgemäß auch mehr kosten, zu umgehen.

Des Weiteren habe die Bundesregierung 2023 zu Recht den Wirtschaftsschutz zu einem strategischen Thema erklärt und Eckpunkte für eine nationale Wirtschaftsschutzstrategie vorgestellt. Denn die Bedrohungsszenarien werden vielfältiger. Zum Problembewusstsein trage auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine bei, der zu einer großen Dynamik etwa im Bereich der Drohnentechnologie führe. Neue Risiken aus der Wirtschaftsspionage, Möglichkeiten zur Sabotage wie zum Beispiel bei Tesla und bei den unterseeischen Energie- und Datenleitungen in der Ostsee oder das weiterhin hohe Risiko von Cyberattacken belegen nicht nur die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen, sondern auch diejenige der großen wie kleinen Betriebe. Breit aufgestellte Sicherheitsdienstleister unterstützen die Wirtschaft, insbesondere KMU, mit integrierten Sicherheitskonzepten.

2.2 Zum Marktumfeld

Sicherheitsdienstleistungen

Nach einem Zuwachs von 12,6% im Jahr 2023 auf 13,4 Mrd. € geht die Sicherheitswirtschaft für 2024 erneut von einem kräftigen Wachstum des Branchenumsatzes auf geschätzte 13,04 Mrd. € aus. Die Sicherheitswirtschaft wächst mit einem Umsatzplus von rund 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erneut über dem Wirtschaftsdurchschnitt.

Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend wächst die Sicherheitswirtschaft bundesweit und schafft es trotz spürbarem Arbeitskräftemangel den Personalbestand weiter auszubauen. Die Beschäftigung stieg (zum 30.06.2024) gegenüber dem Jahresende 2023 um rund 5.000, deutlich an. Damit sind nun fast 289.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Branche tätig. Die Anzahl der Sicherheitsunternehmen ist in den letzten 5 Jahren sprunghaft gestiegen. Dies ist ein Spiegelbild dessen, dass es weiterhin einen wachsenden Bedarf für zusätzliche Sicherheit im öffentlichen und privaten Raum, insbesondere auch in der Wirtschaft gibt. Die Sicherheit von Veranstaltungen und insbesondere im Hinblick auf die Änderungen zur kritischen Infrastruktur bleibt zudem ein zentrales und innerpolitisches Thema.

Beschaffungsmarkt

Die Sicherheitsdienstleistung ist sehr personal lastig. Neben dem vielzitierten Fachkräftemangel besteht inzwischen auch ein Personalmangel in der Sicherheitsbranche. Der Grund hierfür ist generell der demografische Wandel mit einer rückläufigen Entwicklung der Anzahl an Arbeitskräften bei einer weiterhin noch guten konjunkturellen Ausgangssituation und einer großen Arbeitskräftenachfrage in vielen Branchen. Besonders betroffen sind Berufe und Wirtschaftszweige, die als wenig attraktiv gelten und wenig Anziehungskraft auf geeignete Arbeitskräfte ausüben. Betroffen sind aber Berufe und Branchen, die aufgrund einer prosperierenden ökonomischen Situation eine steigende Nachfrage nach Fachkräften haben, welche das verfügbare Angebot übersteigt. Für die Wach- und Sicherheitsdienstleistungsbranche dürften nach unserem Dafürhalten beide Gründe für den Arbeitskräftemangel verantwortlich sein. Nur durch eine beachtliche Steigerung (Erweiterung des Aufgabenportfolios durch neue Aufgaben, Steigerung der Attraktivität durch Einsatz von mehr Technik und digitalen Anwendungen, Prämien für die Vermittlung neuer Mitarbeiter*innen usw.) der Rekrutierung Methoden und -Strategien kann man diesem Trend entgegenwirken. Der Hauptgrund für die schwierige Stellenbesetzung bei einfachen Tätigkeiten liegt in den schlechten (Bezahlungs-)Konditionen und den wenig attraktiven Arbeitsbedingungen.

2.3 Geschäftsverlauf

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren

Das Geschäft steuern wir im Wesentlichen anhand des EBITDA, der Systemumsätze und des Jahresüberschusses.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ -1.355. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf T€ -105 und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ -1.552.

Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde auch das Vorjahr pro forma um die Daten der angewachsenen Gesellschaft ergänzt.

2023 2022 +/-
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 14.045 100,0 12.746 100,0 1.299 10,2
Betriebsleistung 14.045 100,0 12.746 100,0 1.299 10,2
Materialaufwand -1.590 -11,3 -973 -7,6 -617 -63,4
Personalaufwand -12.007 -85,5 -10.125 -79,4 -1.882 -18,6
Abschreibungen -871 -6,2 -843 -6,6 -28 -3,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.023 -14,4 -1.926 -15,1 -97 -5,0
Sonstige Steuern -6 0,0 -2 0,0 -4 <-100,0
Betriebsaufwand -16.497 -117,4 -13.869 -108,7 -2.628 -18,9
Sonstige betriebliche Erträge 153 1,1 234 1,8 -81 -34,6
Betriebsergebnis -2.299 -16,3 -889 -6,9 -1.410 <-100,0
Finanz- und Beteiligungsergebnis -389 -2,8 -169 -1,3 -220 <-100,0
Neutrales Ergebnis -94 -0,7 14 0,1 -108 <-100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.782 -19,8 -1.044 -8,1 -1.738 <-100,0
Ertragsteuern 0 0,0 -5 0,0 5 100,0
Jahresergebnis -2.782 -19,8 -1.049 -8,1 -1.733 <-100,0

Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen für die beiden Abschlussstichtage 31. Dezember 2023 und 2022:

Vermögensstruktur

31.12.2023 31.12.2022 +/-
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.152 70,9 10.948 78,9 -796
Sachanlagen 231 1,6 201 1,5 30
Langfristig gebundenes Vermögen 10.383 72,5 11.149 80,4 -766
Vorräte 85 0,6 84 0,6 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.267 15,8 2.002 14,4 265
Sonstige Vermögensgegenstände 296 2,1 174 1,3 122
Rechnungsabgrenzungsposten 27 0,2 20 0,1 7
Kurzfristig gebundenes Vermögen 2.675 18,7 2.280 16,4 395
Liquide Mittel 104 0,7 12 0,1 92
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.160 8,1 428 3,1 732
14.322 100,0 13.869 100,0 453

Kapitalstruktur

31.12.2023 31.12.2022 +/-
T€ % T€ % T€
Gezeichnetes/Eingefordertes Kapital 25 0,2 25 0,2 0
Rücklagen 2.750 19,2 700 5,0 2.050
Bilanzverlust -3.935 -27,5 -1.153 -8,3 -2.782
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.160 8,1 428 3,1 732
Eigenkapital 0 0,0 0 0,0 0
Steuerrückstellungen 15 0,1 15 0,1 0
Kurzfristige Sonstige Rückstellungen 550 3,8 479 3,5 71
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0,0 109 0,8 -109
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 375 2,6 601 4,2 -226
Kurzfristige Verbindlichkeiten im Verbundbereich 12.588 87,9 11.922 86,0 666
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 794 5,6 743 5,4 51
Kurzfristiges Fremdkapital 14.322 100,0 13.869 100,0 453
14.322 100,0 13.869 100,0 453

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung des Kerngeschäftes mit der Marke KOWADI ist sehr solide leicht über dem Plan verlaufen, die Vermögens-, Finanz und Ertragslage werden als gut bewertet.

Die neue Marke Companyon befindet sich im Aufbau und bietet enormes Potential. Insofern gehen wir davon aus, dass es sich hierbei um Anlaufverluste für den genannten Geschäftsbereich handelt, dem zukünftige Erträge in diesem Bereich gegenüberstehen werden. Insbesondere die Produktentwicklung sowie die Anlauffinanzierung wirken sich wie kalkuliert auf das Ergebnis negativ aus. Dieser Effekt wird voraussichtlich bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 anhalten.

3. Risiko- und Chancenbericht

Planungs- und Kontrollprozesse sowie Branchenstandards bilden bei der KSM GmbH die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagements. Dafür sind bei der KSM GmbH Informations-, Controlling und Überwachungssysteme auf modernen Stand eingerichtet und optimiert worden. Die Aufgaben und Prozesse sind definiert und den Verantwortlichen übertragen.

Als Sicherheitsunternehmen mit Qualitätsanspruch ist die KSM GmbH vielfach zertifiziert (keine Gruppenzertifizierung), dazu zählen DIN EN 5018, DIN 77200, VdS 2172, VdS 3138, und DIN EN 9001-2015. Auch mit diesen Zertifizierungen und den damit verbundenen regelmäßigen Audits stellen wir den Qualitätsanspruch sicher. Unser Fokus gilt dabei der steten Optimierung zu Gunsten der Kunden, der Mitarbeiter und der Geschäftsentwicklung.

Monatlich wird geprüft, in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen, bei Abweichungen erfolgt unverzügliche Handlungen, was bei einem agilen Unternehmen wie der KSM GmbH vorteilhaft ist.

Marktchancen

Dank der 116-jährigen Erfahrung steht KOWADI auf soliden Füßen und besitzt Potential zum (räumlichen) Wachstum. Der Markt wird weiterhin stark umkämpft, mit Zuverlässigkeit und Qualität ist weiterhin Wachstum generierbar. Dabei wird der Fokus auch auf den Bereich der Sicherheitstechnik erweitert, erste Maßnahmen zeigen ein hoffnungsvolles Potential.

Durch unsere Agilität und dem steten Blick nach Optimierungen ist die KSM GmbH mit modernen Techniken die wechselnden/steigenden Anforderungen der Kunden serviceorientiert zu bedienen.

4. Prognosebericht

Die Wachstumssteigerungen durch die Sondereffekte stagnieren, dennoch steigt bundesweit der Ruf nach Sicherheit. Durch die enorme Steigerung der Sicherheitsdienstleister in den letzten Jahren steigt der Konkurrenzkampf.

Für das Jahr 2024 ist das Kerngeschäft weiterhin wirtschaftlich solide (Gem. Planung ein Überschuss in Höhe von ca. T€ 785) und die Kosten der Produktentwicklung sowie Vorfinanzierung dauern in 2024 noch planmäßig an (Gem. Planung ein Fehlbetrag von ca. T€ 307).

Mit weiterhin viel Engagement, Erweiterung in den Bereichen Qualitätsoptimierung und stetigen Fortbildungen der Mitarbeiter werden wir den kontinuierlichen steten Wachstumsweg beibehalten.

Derzeit sieht die Gesellschaft, deren Gesellschafter die GT 3 Software und Beteiligungs GmbH, Eitelborn ist, keine Risiken die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen könnten.

 

Koblenz, im Juli 2025

Bernhard Kron

Daniel Koenen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 10.382.756,00 11.149.205,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.152.208,00 10.948.235,00
II. Sachanlagen 230.548,00 200.970,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.036.672,40 2.272.590,20
I. Vorräte 84.916,69 84.367,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.563.136,84 2.176.264,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 388.618,87 11.958,42
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.018,91 19.487,61
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.160.320,72 428.091,29
14.606.768,03 13.869.374,10

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.750.000,00 700.000,00
III. Verlustvortrag -1.153.091,29 -103.766,31
IV. Jahresfehlbetrag -2.782.229,43 -1.049.324,98
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.160.320,72 428.091,29
B. RÜCKSTELLUNGEN 565.858,14 494.395,38
C. VERBINDLICHKEITEN 14.040.909,89 13.374.978,72
- davon gegenüber Kreditinstituten: € 0,00 (Vorjahr: € 108.531,72)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 12.587.664,14 (Vorjahr: € 11.922.093,74)
14.606.768,03 13.869.374,10

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 12.633.030,10 12.039.713,74
2. Personalaufwand 12.006.690,86 10.125.439,23
a) Löhne und Gehälter 9.903.793,98 8.379.922,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.102.896,88 1.745.517,06
- davon für Altersversorgung: € 6.005,72 (Vorjahr: € 6.621,72)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 871.453,86 843.022,40
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.142.512,88 1.944.755,46
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41,56 4.271,74
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 388.818,49 173.382,37
- davon an verbundende Unternehmen: € 384.680,19 (Vorjahr: € 165.517,16)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 4.439,00
8. Ergebnis nach Steuern -2.776.404,43 -1.047.052,98
9. Sonstige Steuern 5.825,00 2.272,00
10. Jahresfehlbetrag -2.782.229,43 -1.049.324,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemein

Firma: KSM GmbH
Sitz: Koblenz
Registergericht: Amtsgericht Koblenz
Handelsregister-Nr.: HR B 28444

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB auf. Die Darstellung des Jahresabschlusses wurde gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten.

B. Bilanz

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz wurde entsprechend dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema aufgestellt. Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Soweit Abweichungen bestehen, sind sie und ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der jeweiligen Bilanzposition erläutert.

Von bestehenden Ansatzwahlrechten wird nur Gebrauch gemacht, soweit aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften eine Aktivierungs- bzw. Passivierungspflicht besteht.

2. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (nur Sachanlagen) abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis linear abgeschrieben.

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer Abschreibungsmethode
Ähnliche Rechte und Werte, EDV-Software 3 bis 10 Jahre linear
Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre linear
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 13 Jahre linear
Fahrzeuge und Transportmittel 2 bis 11 Jahre linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre linear

Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 im Einzelfall wurde ein Sammelposten gem. § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der jährlich mit 20 % abgeschrieben wird.

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte werden gem. einer Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer auf die Firmenwerte orientiert sich an unternehmensinternen Erfahrungswerten über die Nutzbarkeit der zugrunde liegenden Ressourcen.

Für den "Kundenstamm aus 2010" basiert die Schätzung der Nutzungsdauer von 5 Jahren auf einem erstellten Vertriebskonzept. Jährliche Abschreibungen fallen hier nicht mehr an.

Bezüglich des Kundenstammes "Service Team Michel e.K., Pfalzfeld," basiert die Schätzung der Nutzungsdauer von 15 Jahren auf einem im Zusammenhang mit dem Asset Deal erstellten Vertriebskonzept.

Für den Firmenwert "Koblenzer Wach- und Schließdienst Josef Lauer GmbH & Co. KG" basiert die Schätzung der Nutzungsdauer von 15 Jahren auf Grund der nachgewiesenen langjährigen Kundenbeziehungen.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anschluss an den Anhang (Anlage A) dargestellt.

3. Umlaufvermögen

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten auf Vollkostenbasis bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt, wobei auf Lieferforderungen neben notwendigen Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % vorgenommen wurde. Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen am Abschlussstichtag nicht.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Beträge in fremder Währung sind nicht enthalten. Bei den in dieser Position enthaltenen Bankkonten bei der Sparksse Koblenz, Nr. 310631 (Kontokorrentkonto) und Nr. 310649 (Geldmarktkonto) handelt es sich gemäß Vollmacht vom 1. April 2022 um ein Treuhandverhältnis zwischen der KSM GmbH als Verwalter und dem Auftraggeber.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Gezeichnetes Kapital 25.000,00
Kapitalrücklage 2.750.000,00
Verlustvortrag -1.153.091,29
Jahresfehlbetrag -2.782.229,43
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -1.160.320,72

Das gezeichnete Kapital wird in voller Höhe von der GT 3 Software und Beteiligungs GmbH, Koblenz, gehalten. Durch einen Rangrücktritt eines Gläubigers im Rang hinter allen übrigen Gläubigern wurde die bilanzielle Überschuldung ausgeglichen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.782.229,43 wird auf das neue Jahr vorgetragen.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen decken alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Fremdwährungsverbindlichkeiten liegen nicht vor.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise Eigentumsvorbehalte im üblichen Rahmen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 11.922.093,74 in Form eines Darlehens enthalten. Im Berichtsjahr sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 12.221.063,81 in Form eines Darlehens enthalten. Diese werden ausgewiesen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 74.945,17 (Vorjahr: € 65.984,63) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 19.568,51 (Vorjahr: € 7.060,78) enthalten.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Angestellte 361 331

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Nachname Vorname Ausgeübter Beruf Vertretungsberechtigung
Kron Bernhard Kaufmann einzelvertretungsberechtigt bis 24. November 2024, gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen ab 25. November 2024
Koenen Daniel Kaufmann gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen (seit 26. Mai 2025)
Winkhaus Bernd Kaufmann einzelvertretungsberechtigt (vom 29. September 2022 bis zum 11. August 2023)
Lavrentev Viktor Kaufmann gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen (vom 27. Oktober 2023 bis 25. Mai 2025)

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe wird unter Inanspruchnahme der Schutzklauseln des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

bis zu einem Jahr
T€
zwischen einem und fünf Jahren
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Leasing Pkw, Betriebsausstattung 117 208 0
Miete Immobilie 179 716 283
296 924 283

 

Koblenz, 21. Juli 2025

KSM GmbH

gez. Bernhard Kron

gez. Daniel Koenen

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.701,46 2.200,00 0,00 150.901,46
Geschäfts- oder Firmenwert 11.663.785,91 0,00 0,00 11.663.785,91
11.812.487,37 2.200,00 0,00 11.814.687,37
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.317,00 0,00 0,00 1.317,00
Technische Anlagen und Maschinen 33.788,87 0,00 6.742,50 27.046,37
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.042,56 102.825,86 21.745,32 581.123,10
535.148,43 102.825,86 28.487,82 609.486,47
12.347.635,80 105.025,86 28.487,82 12.424.173,84
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.611,46 22.001,00 0,00 89.612,46
Geschäfts- oder Firmenwert 796.640,91 776.226,00 0,00 1.572.866,91
864.252,37 798.227,00 0,00 1.662.479,37
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 28.264,87 986,00 6.741,50 22.509,37
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.913,56 72.240,86 21.725,32 356.429,10
334.178,43 73.226,86 28.466,82 378.938,47
1.198.430,80 871.453,86 28.466,82 2.041.417,84
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.289,00 81.090,00
Geschäfts- oder Firmenwert 10.090.919,00 10.867.145,00
10.152.208,00 10.948.235,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.317,00 1.317,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.537,00 5.524,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.694,00 194.129,00
230.548,00 200.970,00
10.382.756,00 11.149.205,00

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KSM GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KSM GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KSM GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von T€ 1.160 ausweist. Die bilanzielle Überschuldung wurde durch eine Rangrücktrittserklärung der GT 3 Software und Beteiligungs GmbH beseitigt. Nach den Planungen der Gesellschaft für die Folgejahre steht dieser "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" einer Fortführung des Unternehmens nicht entgegen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, 21. Juli 2025

ETL-Heimfarth & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmut Heimfarth, Wirtschaftsprüfer

Michael Kaiser, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 22. Juli 2025 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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