CTS EVENTIM AktiengesellschaftLiquidiert
81673 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Josef Meiser seit 28.6.2013 | Prokura |
Karsten Elbrecht seit 7.12.2012 | Prokura |
Richard Hess seit 26.4.2005 | Prokura |
Rainer Appel seit 26.4.2005 | Prokura |
Klaus-Peter Schulenberg seit 26.4.2005 | Vorstandsmitglied |
Volker Bischoff seit 26.4.2005 | Vorstandsmitglied |
Christian Alexander Ruoff seit 26.4.2005 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CTS Eventim AGMünchenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012GESCHÄFTSBERICHT 2012BERICHT DES AUFSICHTSRATSBERICHT DES AUFSICHTSRATS DER CTS EVENTIM AG ZUM JAHRESABSCHLUSS DER GESELLSCHAFT UND ZUM KONZERNABSCHLUSS SOWIE ZUM LAGEBERICHT FÜR DIE GESELLSCHAFT UND DEREN KONZERN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR 2012 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2012.I. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten während des Berichtszeitraums die Herren Edmund Hug (Oberstenfeld), Prof. Jobst W. Plog (Hamburg) und Dr. Bernd Kundrun (Hamburg) an. Den Vorsitz hatte durchgängig Herr Hug, sein Stellvertreter war durchgängig Herr Prof. Plog. Ausschüsse wurden nicht gebildet. II. Der Aufsichtsrat nahm während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er wurde vom Vorstand regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft und deren Konzern überwacht. Er hat sich von der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt und war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Unter anderem hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr auch die Akquisitionen der Gesellschaft intensiv begleitet und soweit erforderlich über die Zustimmung zu solchen Maßnahmen beraten und entschieden. Soweit erforderlich wurden Beschlüsse auch im schriftlichen Verfahren gefasst. Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch den Vorstand erfolgte sowohl im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen als auch - beispielsweise bei Vorgängen von besonderer Bedeutung oder hoher Dringlichkeit - außerhalb dieser Sitzungen. Im Berichtsjahr traf sich der Aufsichtsrat am 23. März 2012 (Bilanzsitzung), am 14. Mai 2012, am 23. August 2012 und am 13. November 2012 zu Sitzungen, an denen jeweils auch der Vorstand der Gesellschaft teilnahm, und hatte Gelegenheit, die Vorgänge zu erörtern, die für das Unternehmen von Bedeutung waren. Der Aufsichtsrat hat unter anderem anhand der vorgelegten Berichte die allgemeine Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und deren Konzernunternehmen sowie insbesondere auch die Umsetzung der geplanten Kennzahlen für Umsatz und Ergebnis sowie die Entwicklung der Liquidität und der wesentlichen Projekte der Gesellschaft und deren Konzern geprüft. III. In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 15. Mai 2012 in Bremen wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück, zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 gewählt. Der Auftrag zur Prüfung wurde ordnungsgemäß vom Aufsichtsratsvorsitzenden im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder erteilt. Der Jahresabschluss 2012, der Konzernabschluss 2012 sowie der zusammengefasste Lagebericht sind dem Aufsichtsrat vom Vorstand der Gesellschaft zusammen mit den entsprechenden Prüfungsberichten rechtzeitig zugeleitet und vom Aufsichtsrat geprüft worden. In der Aufsichtsratssitzung am 21. März 2013 sind der Jahresabschluss und der Konzernabschluss 2012, der zusammengefasste Lagebericht und der Vorschlag zur Ergebnisverwendung vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte Gelegenheit zur Rücksprache mit dem Abschlussprüfer, der an der Sitzung teilnahm. Die Abschlüsse wurden vom Vorstand entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erstellt und vom Abschlussprüfer mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Aufsichtsrat billigt nach der abschließenden Prüfung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat billigt außerdem den vom Vorstand erstellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 und erhebt auch gegen diesen keine Einwände. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an, da er diesen für den Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre angemessen erachtet. IV. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin erklärt, dass nach den Umständen, die zum Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, die Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dass berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse verbundener Unternehmen im Sinne des § 312 AktG im Geschäftsjahr 2012 weder getroffen noch unterlassen wurden. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands ebenfalls geprüft und stimmt mit dem Prüfungsergebnis überein. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die im Bericht enthaltenen Schlusserklärungen des Vorstands keine Einwendungen zu erheben. V. Beim Vorstand ergaben sich im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. VI. Aufsichtsrat und Vorstand haben zuletzt am 13. November 2012 eine aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.eventim.de veröffentlicht wurde. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die Leistungen im Geschäftsjahr 2012.
21. März 2013 Edmund Hug, Vorsitzender Prof. Jobst W. Plog, stellv. Vorsitzender Dr. Bernd Kundrun CORPORATE GOVERNANCE BERICHT DER CTS EVENTIM AGDie CTS EVENTIM AG hat sich immer schon an national und international anerkannten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung orientiert. Corporate Governance ist für uns ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind unter Punkt 6.13 und Punkt 6.14 im Konzernanhang angegeben. Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen sind unter Punkt 6.11 im Konzernanhang dargestellt. Im Übrigen berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) über die Corporate Governance bei der Gesellschaft wie folgt: 4.1 CORPORATE GOVERNANCE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat der CTS EVENTIM AG haben am 13. November 2012 eine weitere Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung lautet: "Die CTS Eventim AG entsprach seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung und entspricht weitergehend den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der am 15. Juni 2012 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Fassung mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Empfehlungen: In Übereinstimmung mit der für die im Segment Prime Standard notierte Gesellschaft maßgeblichen Börsenordnung erfolgt die Veröffentlichung der Zwischenberichte binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums (DCGK 7.1.2), da so leichter sicherzustellen ist, dass auch von den zahlreichen nicht börsennotierten Konzerngesellschaften im In- und Ausland verlässliche Zahlen einbezogen werden können. Eine Bildung von Ausschüssen erfolgt im Aufsichtsrat der Gesellschaft nicht, da dieser nur aus drei Mitgliedern besteht. Nach Einschätzung der Gesellschaft dient die Einrichtung von Ausschüssen unter dieser Voraussetzung nicht der Effizienzsteigerung der Aufsichtsratstätigkeit (DCGK 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Aus den gleichen Gründen sieht der Aufsichtsrat weiterhin davon ab, für seine Zusammensetzung konkrete Ziele zu benennen und zu veröffentlichen (DCGK 5.4.1). Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde vom Aufsichtsrat bislang nicht festgelegt, da die Gesellschaft keine Veranlassung sieht, die Auswahlmöglichkeiten des Aufsichtsrats - und damit letztlich der Aktionäre - bei der Besetzung des Vorstands einzuschränken (DCGK 5.1.2). Die D&O-Policen für den Vorstand enthalten die in § 93 II 3 AktG vorgesehene Selbstbeteiligung. Die Policen für den Aufsichtsrat enthalten keine Selbstbeteiligung, da eine solche angesichts der moderaten Vergütung weder zur Verhaltenssteuerung erforderlich oder geeignet noch angemessen erscheint (DCGK 3.8). Zum Schutz der Geheimhaltungsinteressen der Gesellschaft werden im Internet neben dem Geschäftsbericht zwar auch die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Vorstandsberichte hierzu veröffentlicht, nicht jedoch sonstige tagesordnungsrelevante Unterlagen wie bspw. Verträge oder Jahresabschlüsse. Diese Unterlagen werden ausschließlich Aktionären der Gesellschaft nach Maßgabe der dahingehenden gesetzlichen Verpflichtungen zugänglich gemacht (DCGK 2.3.1)." Darüber hinaus folgt die CTS EVENTIM AG bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen des DCGK zu guter Corporate Governance. 4.2 BESITZ VON AKTIEN DER GESELLSCHAFT ODER SICH DARAUF BEZIEHENDE FINANZINSTRUMENTE DURCH VORSTANDS- ODER AUFSICHTSRATSMITGLIEDERZum Stichtag des Jahresabschlusses 31. Dezember 2012 wurden von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der CTS EVENTIM AG die nachfolgend angegebenen Stückzahlen an nennwertlosen Inhaber-Stückaktien der Gesellschaft (ISIN DE0005470306) gehalten:
4.3 ERWERB ODER VERÄUSSERUNG VON AKTIEN DER GESELLSCHAFT ODER SICH DARAUF BEZIEHENDE FINANZINSTRUMENTE DURCH VORSTANDS- ODER AUFSICHTSRATSMITGLIEDERIm Berichtszeitraum gab es keine Transaktionen von Organmitgliedern der CTS EVENTIM AG mit nennwertlosen Inhaber-Stückaktien der Gesellschaft (ISIN DE0005470306). 4.4 ERLÄUTERUNGEN ZUM VERGÜTUNGSSYSTEM DES VORSTANDSDie Höhe der den Mitgliedern des Vorstands der CTS EVENTIM AG insgesamt gewährten Vergütungen wird jährlich im Anhang zum Jahresabschluss der Gesellschaft offen gelegt und belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 3.351. Die Vergütung setzt sich aus festen jährlichen Bezügen und einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung zusammen. Als Kriterien für die Gewährung und die Höhe der variablen Vergütung wurden Umsatz, EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und andere erfolgsabhängige Kennzahlen vereinbart, also eindeutige, überprüfbare und relevante Erfolgskriterien, deren Überprüfung laufend durch den Aufsichtsrat erfolgt. Daneben erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, insbesondere in Form eines angemessenen Dienstfahrzeugs. Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile sind nicht vereinbart und werden den Mitgliedern des Vorstands der CTS EVENTIM AG auch nicht gewährt, so dass sich Angaben hierzu erübrigen. Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind vertraglich nicht zugesagt. Die nach dem Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz offenzulegenden Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle. Bezüge der Vorstandsmitglieder der CTS EVENTIM AG:
Die Vorstandsbezüge beinhalten variable Vergütungsteile in Höhe von TEUR 502 sowie fixe Vergütungskomponenten von TEUR 2.849. Die gewährten Nebenleistungen beinhalten unter anderem die Bereitstellung von Firmenwagen. 4.5 ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und befinden sich in regelmäßigem Kontakt. Bei der CTS EVENTIM AG finden jährlich regelmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Planung, die Risikosituation und das Risikomanagement. Die Arbeit der Organe Vorstand und Aufsichtsrat ist jeweils in einer Geschäftsordnung geregelt. Die Geschäftsordnungen regeln insbesondere die interne Organisation und die Beschlussfassung. Der Vorstandsvorsitzende befindet sich in regelmäßigem Informationsaustausch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Vorstand hält in der Regel wöchentliche Vorstandssitzungen ab. Seine Beschlüsse werden grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht drei Vorstandsbereiche vor: Den Vorstandsvorsitzenden (CEO), den Vorstand Finanzen (CFO) und den Vorstand Operating Officer (COO). ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT1. VORBEMERKUNGDer Vorstand hat neben dem Einzelabschluss der CTS EVENTIM AG (im Folgenden: CTS AG) nach handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) einen Konzernabschluss nach den Anforderungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wobei alle am Bilanzstichtag gültigen IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet wurden, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ein Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Grundsätzen wurde nicht erstellt. Der Lagebericht der CTS AG und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die in diesem zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Informationen auf die wirtschaftliche Lage und Geschäftsentwicklung des Konzerns und der CTS AG. Informationen zur wirtschaftlichen Lage und zur Geschäftsentwicklung der CTS AG sind zudem in separaten Kapiteln aufgeführt oder durch den Hinweis "CTS AG" als solche gekennzeichnet. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011. Die Vergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung und die der Bilanz beziehen sich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011. 2. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN2.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT2.1.1 RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDer Konzern bewegt sich mit seinen Segmenten Ticketing und Live-Entertainment auf dem Markt für Freizeitveranstaltungen. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die CTS AG, ist operativ im Ticketing tätig und aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung das dominierende Unternehmen in diesem Segment. Aussagen, die für das Segment Ticketing getroffen werden, gelten daher insbesondere auch für die CTS AG. 2.1.1.1 VERÄNDERUNG IN DER KONZERNSTRUKTURIn den Konzernabschluss sind neben der CTS AG als Mutterunternehmen alle wesentlichen Beteiligungen einbezogen. Im Berichtszeitraum 2012 wurden folgende Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen und entweder vollkonsolidiert bzw. at equity erfasst. TICKETINGMit Vertrag vom 30. Juli 2012 hat die CTS AG 65% der Anteile an der nolock Softwarelösungen GmbH, Wien (im Folgenden: nolock GmbH) erworben. Die nolock GmbH war in der Vergangenheit als externer Dienstleister im Bereich Softwareentwicklungen für den CTS Konzern tätig und ergänzt die Softwareweiterentwicklungen im Bereich E-Commerce sowie internationale Softwareprojekte. Mit Vertrag vom 13. September 2012 wurde die Ticket Online Austria GmbH, Wien, auf die Ticket Express Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH, Wien, verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 23. Oktober 2012 wirksam. Mit Eintragung in das Handelsregister im November 2012 erfolgte die Umfirmierung der EVENTIM CH AG, Zürich in die Ticketcorner Holding AG, Rümlang. LIVE-ENTERTAINMENTMit Eintrag in das englische Handelsregister vom 22. Mai 2012 wurde die Stage C Limited (im Folgenden: Stage C) als Akquisitonsgesellschaft mit Sitz in London gegründet. Die Stage C wird zusammen mit der Anschutz Entertainment Group (AEG) als Joint-Venture (im Folgenden: Joint-Venture HAL Apollo) zu gleichen Teilen gehalten und unter Anwendung der Equity-Methode in den CTS Konzern einbezogen. Mit Kaufvertrag vom 31. Mai 2012 hat die Stage C 100% der Anteile an der Hammersmith Apollo Ltd, London, (im Folgenden: HAL Apollo) von der britischen HMV Group plc. erworben. Der Vollzug der Transaktion stand zum Erwerbszeitpunkt unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die englischen und deutschen Kartellbehörden. Die Freigabe erfolgte Anfang August 2012. Die HAL Apollo ist die Betreibergesellschaft der gleichnamigen Veranstaltungsstätte im Zentrum von London und mit einer Kapazität von über 5.000 Plätzen eine der beliebtesten Londoner Veranstaltungsstätten und Veranstaltungsort zahlreicher Live Konzerte, namhafter TV-Produktionen sowie Comedy-Shows. Die Arena Holding GmbH, Köln, wurde am 26. Juli 2012 als zukünftige Akquisitionsholding gegründet und am 7. August 2012 in das Handelsregister eingetragen. Mit Datum vom 21. Dezember 2012 hat die CTS AG über ihre Tochtergesellschaft, die getgo consulting GmbH, Hamburg, 100% der Anteile über die Akquisitionsgesellschaft Arena Holding GmbH, Köln, an der Arena Management GmbH, Köln, konsolidiert. Die Lanxess Arena ist mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Plätzen und jährlich bis zu 1,8 Millionen Besuchern eine der größten und erfolgreichsten Veranstaltungshallen. Die nachfolgende Übersicht umfasst sämtliche über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2012:
2.1.2 GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTURDer CTS Konzern ist Europäischer Marktführer im Ticketing und als Musikveranstalter im Live Entertainment Marktführer in Kontinentaleuropa. Weltweit ist der Konzern die Nummer zwei im Ticketing und die Nummer drei im Live-Entertainment. Über eine der modernsten Ticketing-Plattformen und ein komplexes, weit reichendes Vertriebsnetz wird den Musikveranstaltern ein hoch-performanter Ticketverkauf ermöglicht. Den Kartenkäufern werden über die CTS-Systeme jederzeit verfügbare Onlineportale für den Erwerb von Veranstaltungstickets für über 180.000 Veranstaltungen im Internet weltweit zur Verfügung gestellt. Die Konzerngesellschaften werden den zwei Segmenten Ticketing und Live-Entertainment zugeordnet. Gegenstand des Geschäftsfeldes Ticketing ist die Herstellung, der Verkauf, die Vermittlung, der Vertrieb und die Vermarktung von Eintrittskarten für Konzert-, Theater-, Kunst-, Sport- und andere Veranstaltungen im In- und Ausland, unter Verwendung modernster Datenverarbeitung und Datenübertragungstechniken. Die professionelle Vermarktung von Events (Tickets) über den marktführenden Netzvertrieb (eventim.net), dem Inhouse-Ticketing-Produkt (eventim. inhouse), dem Sport-Ticketing-Produkt (eventim.tixx) sowie einer Lösung für Stadien und Arenen im Bereich Ticketvertrieb und Einlasskontrolle ermöglicht den Veranstaltern eine hohe Auslastung der Events über einen schnellen und breiten Abverkauf sämtlicher verfügbarer Ticketkontingente. Über die Ticketsoftwarevernetzung von Netz, Web und Inhouse sowie deren Internationalisierung können weitergehend auch grenzüberschreitend Tickets in einem einheitlichen Ticketsystem (Global Ticketing System) angeboten werden. Umfangreiche Aktivitäten im Web-Verkauf durch die platzgenaue Buchung von Tickets im Internet über einen Saalplan, den mobilen Ticketverkauf über iPhone/iPad- und Android-Apps, VIP-Packages, Reisebundles, Ticketbörse und zusätzliche Aktivitäten im Bereich Social Media insbesondere Facebook und Twitter wurden zielgerichtet anhand der Bedürfnisse eines "vernetzten Verbrauchers" entwickelt und bereitgestellt. Die Veranstaltungen, deren Tickets über die CTS Ticket-Software verkauft werden, erstrecken sich bei Konzerten von Klassik bis Rock und Pop über Theater, Festivals, Messen und Ausstellungen bis zum Sport und hier im Besonderen Fußball. Der CTS Konzern ist als führender Ticketanbieter hervorragend im Markt positioniert. Über ein breit gefächertes Vertriebsnetz mit einem flächendeckenden Vorverkaufsstellennetz, Verkauf über Call Center und Internet-Ticketshops wurde die Marktposition im Ticketing weiter gefestigt und ausgebaut. Gegenstand des Segmentes Live-Entertainment ist die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Tourneen und Veranstaltungen, insbesondere im Musik- und Konzertbereich, sowie die Vermarktung von Musikproduktionen. Die Veranstalter von Freizeit/Musik-Events sehen den professionellen Vertrieb ihrer Eintrittskarten als erfolgskritischen Faktor. 2.1.3 WESENTLICHE STANDORTEIm Segment Ticketing bewegt sich der Konzern neben dem deutschen Markt in den Ländern Italien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Finnland, Schweden, Israel, Tschechien, Polen, Russland, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Serbien. Im Segment Live-Entertainment ist der Konzern im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie durch das Joint-Venture HAL Apollo auch in Großbritannien tätig. 2.1.4 LEITUNG UND KONTROLLE2.1.4.1 ORGANISATION DER LEITUNG UND KONTROLLEZu den wichtigsten Aufgaben der CTS AG als Mutterunternehmen zählen neben der Abwicklung des eigenen, operativen Geschäfts die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement und teilweise das Finanzmanagement für den CTS Konzern. Satzungsgemäß hat die CTS AG als Mutterunternehmen ihren Sitz in München; der Verwaltungssitz befindet sich in Bremen. Die Konzerngesellschaften werden zwei Segmenten zugeordnet: Ticketing und Live-Entertainment. Der CTS Konzern wird dezentral geführt, um eine hohe Markttransparenz zu gewährleisten und bei möglichen Marktveränderungen schnell reagieren zu können. So haben die Tochtergesellschaften weitgehende Selbständigkeit für alle markt- und kundenorientierten Aktivitäten. Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem folgen den gesetzlichen Rahmenbedingungen und orientieren sich am langfristigen Unternehmenserfolg. 2.1.4.2 GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMSDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus verschiedenen Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das erfolgsunabhängige Fixum und Nebenleistungen in Form von Sachbezügen sowie einer erfolgsabhängigen Tantieme. Das Fixum und die Nebenleistungen werden monatlich als Gehalt ausgezahlt. Als Vergütungsbestandteil sind die Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Die individuelle Tantieme wird vom Aufsichtsrat auf Grundlage erfolgsabhängiger Parameter beschlossen. Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind vertraglich nicht zugesagt. Kredite an Vorstandsmitglieder oder deren Angehörige sind nicht gewährt. Hinsichtlich der Einzelheiten der Vergütungen in individualisierter Form verweisen wir auf Punkt 6.13 im Konzernanhang sowie auf Punkt 4.4 im Corporate Governance Bericht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der CTS AG erhielten für das Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von insgesamt TEUR 80 sowie Auslagenersatz von TEUR 3. 2.1.5 RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTORENIm April 2010 hat die CTS AG einen Schiedsklageantrag gegen Live Nation Inc. und Live Nation Worldwide Inc. zur International Chamber of Commerce (ICC) eingereicht, in dem Vertragsverstöße von Live Nation geltend gemacht und eine Verurteilung zur Erfüllung des im Dezember 2007 abgeschlossenen Kooperationsvertrags sowie Schadenersatz beantragt werden. Im Juni 2010 hat Live Nation unter Berufung auf vermeintliche Vertragsbrüche seitens der CTS AG die Kündigung des Kooperationsvertrags erklärt. Die CTS AG hat die von Live Nation erklärte Kündigung zurückgewiesen und macht nunmehr im Wege der Schiedsklage Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe geltend. Eine Entscheidung über die Schiedsklage wird im ersten Halbjahr 2013 erwartet. 2.2 UNTERNEHMENSSTEUERUNGIm Mittelpunkt der Unternehmensstrategie steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns wird ein Kennzahlensystem eingesetzt. Zentrale Kriterien zur Beurteilung der Wertentwicklung (Kennzahlen) des operativen Geschäfts pro Segment sind die nachhaltige Steigerung des Umsatzes, des EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation), des normalisierten EBITDA, des EBIT (Earnings before Interest and Taxes), des normalisierten EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation sowie des EPS (Earnings per Share). Mit der Ausrichtung auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes werden temporäre Sondereffekte durch eine Normalisierung angepasst, wodurch die Vergleichbarkeit der zentralen Beurteilungskriterien über mehrere Jahre hinweg gewährleistet wird. Die maßgeblichen Kennzahlen Umsatz, EBITDA, normalisiertes EBITDA, EBIT und normalisiertes EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation und EPS konnten gegenüber dem Vorjahr verbessert werden (vgl. Konzernkennzahlen). Die Rendite auf das im Konzern gebundene Kapital (Return on Capital Employed "ROCE") konnte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr auf 31,6% weiterhin verbessert werden (Vorjahr: 24,6%). Basierend auf den gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkosten von 7,3% (Weighted Average Cost of Capital "WACC") hat der CTS Konzern im Geschäftsjahr 2012 eine Nettorendite auf das gebundene Kapital von 24,3% erwirtschaftet - ein deutlicher Indikator für die positive Wertschöpfung des CTS Konzerns. Im Geschäftsjahr 2010 wurde infolge der durchgeführten Akquisitionen sowie der daraus resultierenden umfassenden Effekte aus der Neubewertung von übernommenen immateriellen Vermögenswerten (Marke, Kundenstamm und Software) die Kennzahl "normalisiertes EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation" definiert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation sind nach IFRS zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Konzern die immateriellen Vermögenswerte der Akquisitionsgesellschaften mit den Zeitwerten neu zu bewerten. Bei der Erstkonsolidierung der Ticketcorner-Gruppe und der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe wurden in 2010 übernommene Ticketsoftwareprodukte erheblich abgewertet beziehungsweise neu bewertete Werte wie Marke und Kundenstamm entsprechend den Zeitwerten gebildet. Diese neubewerteten immateriellen Vermögenswerte werden über neu festgelegte Nutzungsdauern im Konzern abgeschrieben. Die umfangreichen Abschreibungen im Konzern aus der Kaufpreisallokation in Höhe von TEUR 10.058 (Vorjahr: TEUR 10.520) wurden in der Kennzahl "normalisiertes EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation" zur Darstellung der tatsächlichen Ertragskraft eliminiert. Das Finanzmanagement soll die Zahlungsfähigkeit und die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicherstellen. Der Konzern hält Liquiditätsreserven in Form von Kontokorrentkreditlinien und Barmitteln sowie eine Syndizierte Kreditlinie (Revolving Credit Facility) vor. Der CTS Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Die Konzernunternehmen operieren unter der Unternehmensfortführungsprämisse. Die Kapitalstruktur des CTS Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem den Eigenkapitalgebern der CTS AG zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich insbesondere aus ausgegebenen Aktien und dem erwirtschafteten Konzernergebnis zusammen. Eine Steuerungsgröße im Rahmen des Kapitalrisikomanagements ist das Verhältnis zwischen der Konzern-Nettoverschuldung und dem Konzern-Eigenkapital nach IFRS (Gearing). Unter Risikogesichtspunkten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und Eigenkapital anzustreben. Die Darstellung des Nettoverschuldungsgrades erfolgt im Rahmen der Erläuterung der Vermögenslage unter Punkt 3.2.1. 2.3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDer CTS Konzern betreibt aufgrund seines Geschäftsmodells keine Forschung im eigentlichen Sinne. Dennoch werden stetig Entwicklungen im Softwarebereich vorangetrieben. Um das Dienstleistungsangebot im Zusammenhang mit dem Ticketvertrieb zu verbreitern, weitere Einkaufsquellen zu erschließen und auch zukünftig den Anforderungsprofilen der Veranstalter, Vorverkaufsstellen und Internetkunden gerecht zu werden, werden die Ticketvertriebssysteme laufend verbessert und erweitert. Bei der Erschließung neuer Märkte plant der Konzern zukünftig Weiterentwicklungen in neue Technologien des Online Reservierungs-Systems, des Vertriebsnetzes und der Vertriebsplattform. Zielsetzung ist dabei die proprietäre Entwicklung einer der modernsten und performantesten Ticketing-Plattformen der Welt, Weiterentwicklung von Saalplanbuchungen, Mobile Ticketing, RFID- und Zugangskontrollsystemen. Des Weiteren stehen zusätzliche Entwicklungen von Chip-Tickets oder auch die erweiterte Personalisierung von Tickets im Fokus. Leistungen für Softwareentwicklungen, soweit sie die in IAS 38 genannten Voraussetzungen erfüllen, sind im Konzern zu aktivieren. Die nicht aktivierungsfähigen Kosten werden überwiegend in den Herstellungskosten ausgewiesen. Unter Forschung und Entwicklung sind keine Aufwendungen auszuweisen. 2.4 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF2.4.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENSynchron zur abflauenden wirtschaftlichen Dynamik Mitte des Jahres 2011 ist im Herbst des Jahres 2012 die Weltwirtschaft unter dem Eindruck der Staatschuldenkrisen der Industrieländer insbesondere in den USA, Japan und Europa abermals in einen konjunkturellen Abschwung geraten. Diese Entwicklung stürzte die Finanzmärkte erneut in Turbulenzen. Die Aktienkurse fielen, die Renditen für die Anleihen von Krisenstaaten erhöhten sich, und mit der Unsicherheit stieg auch das Ausfallrisiko für Banken. Auch das Expansionstempo in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat deutlich nachgelassen, insbesondere aufgrund der schwächeren Impulse für die Exportwirtschaft. Das zusammengefasste Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Welt legte laut Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2012 mit rund 3,0%, nach rund 3,8% in 2011, spürbar langsamer zu. Die jüngste Erfahrung zeigt, dass eine erwartete Konjunkturerholung immer wieder durch ein neues Aufflammen der Krise in Europa verhindert werden kann. Eine optimistische Wirtschaftsprognose der Weltkonjunktur geht für 2013 von einer moderaten konjunkturellen Expansion in den industriealisierten Ländern aus, wobei der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in den USA und auch in Japan niedriger ausfallen als 2012, während für die europäische Union nach dem Rückgang der Produktion im Vorjahr 2012 für 2013 wieder von einem leichten Plus auszugehen ist. Bei den Schwellenländern wird mit einer leichten Beschleunigung im Verlauf des Jahres 2013 gerechnet. Für die Weltwirtschaft insgesamt wird in 2013 von einem moderaten Anstieg des zusammengefassten Bruttoinlandsproduktes gegenüber 2012 ausgegangen. Die Lage in Europa ist unverändert kritisch. Viele Länder der Europäischen Union entwickelten sich rezessiv, mit abnehmenden realen Bruttoinlandsprodukten in 2012. Exporte in wichtige Handelspartnerländer waren rückläufig. Die problematische Arbeitsmarktlage in Europa belastet die Erholung. Das reale BIP im Durchschnitt aller 27 Länder der EU ist in 2012 um 0,3% zurückgegangen. Die europäische Konjunktur im Euro-Raum sucht inmitten einer umfassenden Konsolidierung der Staatshaushalte nach neuen Wachstumsimpulsen. Lieferte der Außenhandel noch im 1. Halbjahr 2012 kräftige Impulse für die Konjunktur, schwächte sich dieser Einfluss im 2. Halbjahr deutlich ab. Neben erhöhten Steuern/Abgaben bremsten die steigende Arbeitslosigkeit und die hohe Haushaltsverschuldung die privaten Konsumabgaben. Die deutsche Wirtschaft hingegen hat sich im Jahr 2012 gut behauptet, die robuste Inlandsnachfrage erweist sich als Stabilitätsfaktor und Einnahmequelle des Staates. Die deutsche Außenwirtschaft erzielt ihre Absatzerfolge jedoch zunehmend in Drittstaaten. Deutschland bleibt damit ein zentraler Baustein der Rettung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Im Jahresdurchschnitt wird im Euro-Raum für 2013 gegenüber 2012 auf Basis steigender Arbeitslosenquoten nur ein leicht rückläufiges bzw. stagnierendes Bruttoinlandsprodukt erwartet. Voraussetzung dieser Prognose ist aber, dass die Konsolidierungsbemühungen in den Ländern aufrechterhalten werden, um somit die Finanzpolitik nachhaltig zu stützen. Gegenüber den erheblichen Belastungen durch die Euro-Schuldenkrise hat sich im europäischen Vergleich die Wirtschaft in Deutschland robust gezeigt. Die Konjunktur in Deutschland startete Anfang 2012 dynamisch und hielt sich bis zum Herbst auf dem positiven Niveau. Dennoch sind Anzeichen einer wirtschaftlichen Eintrübung bei deutschen Unternehmen erkennbar. Da etwa 40% der deutschen Ausfuhren in den Euro-Raum geliefert werden, ist auch die deutsche Exportwirtschaft von der EWU-Krise durch die rückläufige Nachfrage betroffen. Dennoch konnten die deutschen Exporte in 2012 insgesamt noch um rund 4% zulegen, nach aber fast 8% Wachstum im Vorjahr 2011. In 2012 präsentierte sich auch der Arbeitsmarkt in Deutschland in robuster Verfassung. Die globale Wachstumsrate der Produktion in Deutschland lag in 2012 gemäß vorläufiger Angabe des Statistischen Bundesamtes bei 0,7%, nach 3% in 2011. Trotz stabilem Arbeitsmarkt und der hohen Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie in 2012 fällt aber die Wirtschaftsprognose 2013 mit einer erwarteten Konjunkturverlangsamung eher zurückhaltend aus. Das Welthandelsvolumen wird in 2013 etwas schwächer wachsen als in 2012, und damit wird sich auch die Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten weiter verhalten entwickeln. 2.4.2 BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDie Branchensituation in den Segmenten Ticketing und Live-Entertainment ist unverändert durch eine verstärkte Globalisierung und Konzentration geprägt. Die technische Entwicklung ist ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Die fortschreitende Digitalisierung der Welt beschleunigt die Globalisierung und lässt die Informationsflut weiter anschwellen. Heute nutzen rund 2 Milliarden Menschen das Internet. Mit der Entwicklung des mobilen Internets und der entsprechenden Endgeräte gewinnt der zeit- und ortsunabhängige Bezug von Medieninhalten für die Konsumenten an Bedeutung. Zu einer der wichtigsten Onlineanwendungen gehören die Social Media; nach der PwC-Studie Social Media Deutschland 2012 gehören mittlerweile 75% der Internetnutzer zu Social-Media-Nutzern. Die Kommunikation in sozialen Netzwerken oder die Vernetzung sämtlicher mobiler Endgeräte über "Cloud-Computing" erweitert die Nutzung des Internets und führen zur Digitalisierung klassischer Industrien. Dabei werden Highspeed-Internetzugänge über Breitbandanschlüsse immer wichtiger. Die Onlinemarktplätze (App-Stores) bieten eine breite Vielfalt von Applikationen. Die Apps gehören zu den populärsten Anwendungen der Smartphone- und Tablet-Nutzer. Seit dem Bestehen von Apples App Stores 2008 wurden nach Unternehmensangaben bereits 30 Milliarden Anwendungen heruntergeladen. Mittlerweile sind ca. 500.000 Apps für das iPhone und 200.000 Apps für das iPad im App Store verfügbar. Auch im App Store für Android-Geräte, Google Play, stehen mittlerweile 400.000 Apps zum Download bereit. In der PwC-Studie "German Entertainment and Media Outlook 2012-2016" wird auf Basis der Umsatzerlöse im Internetzugangsmarkt in Deutschland von knapp 10 Milliarden Euro im Jahr 2011 in dem Zeitraum bis 2016 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,7% prognostiziert. Um am Wachstum der Unterhaltungs- und Medienbrache partizipieren zu können, stellen sich die Unternehmen auf die weiter zunehmende Digitalisierung ein. Die Bedürfnisse eines "vernetzten Verbrauchers" beeinflussen Geschäftsmodelle, Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen. Der Veranstaltungsmarkt ist unverändert erfolgreich. Der Trend zu Live-Events ist ungebrochen. Trotz unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und wachsender Konkurrenz durch Computerspiele, Videos, Tonträger und Internet sind die Menschen weiterhin bereit, Live-Events zu besuchen und Eintrittskarten zu erwerben. In der vom Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft und Branchenmagazin Musikmarkt veröffentlichten Konsumstudie des Veranstaltungsmarktes 2011 konnten die Musikveranstaltungen den zweiten Platz hinter dem Buchmarkt und vor der Software/Games-Branche verfestigen. Kein anderes Entertainment-Segment zeigte eine derart positive Entwicklung wie Veranstaltungen. 2.4.3 GESCHÄFTSVERLAUF DES CTS KONZERNSDer CTS Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 trotz eines herausfordernden unternehmerischen Umfelds seine Profitabilität weiter steigern. Das Geschäft mit Eintrittskarten für Musik-, Sport- und Kulturveranstaltungen hat sich unverändert als äußerst robust und tragfähig erwiesen. Wesentliche Kennzahlen werden in der nachstehenden Übersicht dargestellt:
Im Segment Ticketing konnte trotz einer geringeren Dichte an Veranstaltungen im Vorverkauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012, bedingt durch internationale Großereignisse im Bereich Sport, der Umsatz absolut gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies gelang durch ein erwartungsgemäß starkes Jahresendgeschäft, dabei wurde die Profitabilität kontinuierlich über das Geschäftsjahr 2012 verbessert. Im Berichtszeitraum wurden 20,6 Mio. Tickets über das Internet verkauft, was einem Zuwachs von rund 7% gegenüber dem Vorjahr (19,2 Mio. Tickets) entspricht. Die strategischen Zukäufe der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe sowie die Ticketcorner-Gruppe im Segment Ticketing der vergangenen Jahre wurden planmäßig integriert und leisten einen positiven Beitrag zu Umsatz und Ergebnis. Dabei konnten zusätzlich nachhaltige Synergien aufgrund von Skaleneffekten und eine deutliche Verbesserung der Kennzahlen realisiert werden. Nach der im Vorjahreszeitraum erfolgten Ticketing-Projektabwicklung der Fußball Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland konnten im Berichtsjahr im Rahmen der laufenden Projektleistungen für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi (im Folgenden: Sotschi) erste Umsatzerlöse erzielt werden. Die CTS EVENTIM AG ist offizieller Lieferant des Organisationskomitees Sotschi 2014 in der Kategorie "Ticketing Services". Für die Olympischen Winterspiele 2014 wird der CTS Konzern die vollständige Online-Ticketplattform bereitstellen. Das Segment Live-Entertainment verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 eine sehr positive Entwicklung. Eine hohe Anzahl attraktiver Live-Events führten zu entsprechenden Umsatz- und Ergebnisbeiträgen, insbesondere etablierte Festivals wie Rock am Ring und Rock im Park, sowie Tourneen von Bryan Adams, Coldplay, Nickelback und Shadowland waren bei den Fans besonders begehrt. Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit gewinnt neben dem Aufbau neuer Veranstaltungsformate partiell auch der Betrieb renommierter Veranstaltungsstätten an Bedeutung. So betreibt CTS AG neben der Waldbühne in Berlin auch das berühmte Hammersmith Apollo in London (zusammen mit Anschutz Entertainment Group (AEG)) und hat im vierten Quartal 2012 die Betriebsgesellschaft der Lanxess Arena in Köln übernommen. Diese Diversifikation des Segments Live-Entertainment soll national und international weiter entwickelt werden. 2.4.4 ENTWICKLUNG DES AKTIENKURSESDer Kurs der CTS-Aktie konnte im Berichtsjahr einen Wertzuwachs von 14,8% realisieren. Zusätzlich wurde eine Dividende in Höhe von rechnerisch EUR 0,44 je gewinnbezugsberechtigter Aktie im Geschäftsjahr 2012 ausgezahlt. Damit hat die CTS-Aktie einen absoluten Zuwachs von 16,8% im abgelaufenen Geschäftsjahr generiert. Mit dieser Entwicklung knüpft die CTS-Aktie auch im Geschäftsjahr 2012 an ihre ungebrochen positive Wertentwicklung über die letzten 10 Jahre an. Eine detaillierte Berichterstattung zur Entwicklung des Aktienkurses sowie Informationen zur Investor Relations-Arbeit finden Sie auf Seite 6 des Geschäftsberichts 2012. 3. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE3.1 ERTRAGSLAGE3.1.1 ERTRAGSLAGE KONZERN (IFRS)
3.1.1.1 UMSATZENTWICKLUNGDie Umsatzerlöse im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz deutlich gesteigert und die europäische Marktführerschaft weiter ausgebaut. Auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erwies sich das Geschäftsmodell erneut als sehr robust. Im Berichtszeitraum konnte ein Umsatz von TEUR 520.334 (Vorjahr: TEUR 502.814; +3,5%) erzielt werden. Der Umsatz (vor Konsolidierung zwischen den Segmenten) verteilt sich sehr ausgewogen auf zwei stabile Säulen mit TEUR 231.507 (Vorjahr: TEUR 228.712) auf das Segment Ticketing und mit TEUR 296.426 (Vorjahr: TEUR 280.968) auf das Segment Live-Entertainment. Das Segment Ticketing erreichte im Geschäftsjahr 2012 durch starkes Wachstum in den europäischen Kernmärkten und durch die erfolgreich integrierten Akquisitionen der Ticketcorner-Gruppe und See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe, einen Umsatz von TEUR 231.507 nach TEUR 228.712 im Vorjahr (+1,2%). Diese Umsatzentwicklung konnte trotz einer geringeren Dichte an Veranstaltungen im Vorverkauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012, bedingt durch internationale Großereignisse im Bereich Sport, durch ein erwartungsgemäß starkes Jahresendgeschäft realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2012 wurden rund 20,6 Mio. Tickets (Vorjahr: 19,2 Mio.) über die Internetportale des Konzerns verkauft, dies entspricht einer Internetticketmengensteigerung von rund 7%. Der Umsatzanteil, der über Auslandsgesellschaften generiert wurde, lag im Berichtszeitraum 2012 mit 39% leicht über Vorjahresniveau. Das Segment Live-Entertainment verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 eine ausgezeichnete Entwicklung. Attraktive Live-Events führten zu einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 15.458 auf TEUR 296.426 (Vorjahr: TEUR 280.968; +5,5%). Der im Berichtsjahr realisierte Konzernumsatz in Höhe von TEUR 520.334 (Vorjahr: TEUR 502.814) entfällt mit TEUR 384.681 (Vorjahr: 386.825) auf Deutschland mit TEUR 47.656 (Vorjahr: TEUR 35.516) auf Österreich, mit TEUR 44.178 (Vorjahr: TEUR 38.721) auf die Schweiz, mit 23.671 (Vorjahr: TEUR 23.703) auf Italien und 20.148 (Vorjahr: TEUR 18.049) auf andere Länder. 3.1.1.2 ERGEBNISENTWICKLUNGBRUTTOERGEBNISDas Bruttoergebnis im Konzern beträgt im Berichtszeitraum 2012 TEUR 179.314 nach TEUR 162.379 im Vorjahr (+10,4%). Die Konzernbruttomarge konnte durch Margenverbesserungen in beiden Segmenten von 32,3% auf 34,5% gesteigert werden und ist weitergehend aufgrund eines prozentual gestiegenen Anteils des margenstarken Segments Ticketing am Bruttoergebnis des Konzerns positiv beeinflusst. Die Bruttomarge im Konzern und den Segmenten entwickelte sich wie folgt:
Im Segment Ticketing konnte die Bruttomarge unter anderem durch realisierte Synergien von 57,4% auf 60,8% gesteigert werden. Im Segment Live-Entertainment erhöhte sich die Bruttomarge von 11,0% im Vorjahr auf 13,1%, da die Herstellungskosten unterproportional zum Umsatz gestiegen sind. ZU NORMALISIERENDE SONDEREFFEKTEDas Ergebnis im Konzern war im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahr durch Sondereffekte ausschließlich im Segment Ticketing temporär belastet. Die Sondereffekte wurden in beiden Berichtsperioden normalisiert und setzen sich wie folgt zusammen:
EBITDA / NORMALISIERTES EBITDADas EBITDA im Konzern hat sich um TEUR 24.289 bzw. 25,7% auf TEUR 118.924 (Vorjahr: TEUR 94.635) verbessert. Das Wachstum des EBITDA von TEUR 24.289 verteilt sich mit TEUR 16.863 auf das Segment Ticketing und mit TEUR 7.814 auf das Segment Live-Entertainment. Die EBITDA-Marge im Konzern hat sich um 4,0% auf 22,9% im Vergleich zu 18,8% im Vorjahr verbessert. Der Anteil der Auslandsgesellschaften am Konzern-EBITDA liegt mit 19,0% auf Vorjahresniveau. Das normalisierte EBITDA im Konzern konnte von TEUR 104.233 um 13,4% auf TEUR 118.211 gesteigert werden. Die normalisierte EBITDA-Marge erreichte 22,7% nach 20,7% im Vorjahr. Der Anteil der Auslandsgesellschaften am normalisierten Konzern-EBITDA liegt mit 19,0% auf Vorjahresniveau. Im Segment Ticketing erhöhte sich das EBITDA um TEUR 16.863 (+22,2%) auf TEUR 92.690 (Vorjahr: TEUR 75.827). Die weitere Ticketmengensteigerung im Vertrieb über die Internetplattformen des CTS Konzerns und die in 2010 neu akquirierten Gesellschaften führten zu Ergebnisverbesserungen. Des Weiteren konnten eingesparte Aufwendungen aus Sondereffekten und betriebliche Erträge aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition zu Ergebnisverbesserungen beitragen. Die sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung im saisonal starken vierten Quartal 2012 hat maßgeblich zur EBITDA Steigerung beigetragen. Die EBITDA-Marge konnte von 33,2% auf 40,0% gesteigert werden. Der prozentuale Anteil der Auslandsgesellschaften am EBITDA liegt mit rund 23,0% auf Vorjahresniveau. Das normalisierte EBITDA verbesserte sich um TEUR 6.551 (+7,7%) von TEUR 85.426 auf TEUR 91.977. Der prozentuale Anteil der Auslandsgesellschaften am normalisierten EBITDA beträgt im Vergleich zum Vorjahr unverändert 23,0%. Die normalisierte EBITDA-Marge konnte von 37,4% auf 39,7% gesteigert werden. Im Segment Live-Entertainment hat sich das EBITDA von TEUR 18.808 um TEUR 7.814 auf TEUR 26.622, im Wesentlichen aufgrund positiver Ergebnisbeiträge der Open Air Festivals Rock im Park und Rock am Ring, sowie durchgeführte Tourneen und Veranstaltungen von "Alegria" Cirque du Soleil, Coldplay, Lionel Richie, Bruce Springsteen, Byan Adams und Shadowland verbessert. Die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2012 verbesserte sich auf 9,0% nach 6,7% im Vorjahr. EBIT / NORMALISIERTES EBIT VOR ABSCHREIBUNGEN AUS KAUFPREISALLOKATIONDas EBIT im Konzern liegt mit TEUR 96.130 um 33,4% deutlich über dem Vorjahreswert (TEUR 72.061). Die Abschreibungen im Konzern liegen mit TEUR 22.794 geringfügig über Vorjahresniveau (TEUR 22.574) und beinhalten in Höhe von TEUR 10.058 (Vorjahr: TEUR 10.520) Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen durch die in 2010 akquirierten Gesellschaften Ticketcorner-Gruppe und See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe im Segment Ticketing. Die EBIT-Marge hat sich von 14,3% auf 18,5% verbessert. Das normalisierte EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation (zur Erläuterung der Kennzahl siehe auch Seite 17 " 2.2 Unternehmenssteuerung") erhöhte sich von TEUR 92.179 um 14,4% auf TEUR 105.475. Die normalisierte EBIT-Marge beträgt 20,3% im Vergleich zu 18,3% im Vorjahr. Im Segment Ticketing konnte das EBIT deutlich von TEUR 55.181 auf TEUR 71.983 gesteigert werden (+30,5%). Die EBIT-Marge betrug 31,1% nach 24,1% im Vorjahr. Das normalisierte EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation erhöhte sich von TEUR 75.299 um TEUR 6.029 auf TEUR 81.328 (+8,0%). Die normalisierte EBIT-Marge betrug 35,1% nach 32,9% im Vorjahr. Das Segment Live-Entertainment erzielte ein EBIT von TEUR 24.535 nach TEUR 16.879 im Vorjahr (+45,4%). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,3% im Vergleich zu 6,0% im Vorjahr. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis in Höhe von TEUR -7.970 (Vorjahr: TEUR -5.018) umfasst im Wesentlichen Finanzerträge von TEUR 2.125 (Vorjahr: TEUR 2.204), Finanzaufwendungen von TEUR 8.173 (Vorjahr: TEUR 7.581) und Ergebnisse von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen von TEUR -1.932 (Vorjahr: TEUR 80). Die Finanzerträge betreffen vorwiegend Zinserträge. Die Finanzaufwendungen umfassen im Wesentlichen Fremdkapitalkosten (insbesondere Zinsaufwendungen und sonstige Kreditkosten) aus der Finanzierung der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Akquisitionen sowie für einen im Berichtsjahr neu abgeschlossenen Syndizierten Kredit (Revolving Credit Facility). Die Ergebnisse von Beteiligungen an at equity bilanzierten unternehmen beziehen sich auf das Segment Live-Entertainment. Die negativen Ergebniseffekte resultieren unter anderem aus Fehlbeträgen zusätzlicher Veranstaltungsformate und dem Joint-Venture HAL Apollo (insbesondere durch Akquisitionskosten und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation). STEUERNDie Steueraufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2012 um TEUR 5.985 auf TEUR 27.074 erhöht. Im Steueraufwand sind latente Steuererträge (TEUR 3.259, Vorjahr: TEUR 2.987) mit den tatsächlichen Steueraufwendungen der konsolidierten Einzelgesellschaften (TEUR 30.333, Vorjahr: TEUR 24.076) verrechnet. Der latente Steuerertrag resultiert hauptsächlich aus den im Rahmen der Kaufpreisallokation erfolgsneutral erfassten passiven latenten Steuern, die im Zeitraum nach der Erstkonsolidierung erfolgswirksam aufgelöst werden. Latente Steuererträge und Steueraufwendungen wurden auf Basis der bestehenden nutzbaren Verlustvorträge sowie für temporäre Differenzen gebildet und im Steueraufwand verrechnet. Steuerliche Verlustvorträge, für die in der Vergangenheit aktive latente Steuern gebildet wurden, werden durch positive Jahresergebnisse der Einzelgesellschaften abgebaut und führen über den Abbau zu latenten Steueraufwendungen. Die Konzernsteuerquote stellt das Verhältnis der Steuern (inklusive latenten Steuern) zum Ergebnis vor Steuern dar. Die Quote beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 auf 30,7% (Vorjahr: 31,5%). Die Reduzierung der Konzernsteuerquote resultiert aus geringeren Gewerbesteuerhinzurechnungen und nicht abziehbaren Betriebsausgaben gegenüber dem Vorjahr sowie der Nutzung von steuerlich wirksamen Verlustvorträgen. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDie nicht beherrschenden Anteile umfassen Anteile Fremder am laufenden Ergebnis und haben sich von TEUR 3.766 um TEUR 2.330 auf TEUR 6.096 verändert. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteile haben sich aufgrund der positiven Ergebnisentwicklungen in beiden Segmenten und einer zeitlich ausgelaufenen Put-Option auf nicht beherrschende Anteile im Segment Live-Entertainment erhöht. KONZERNERGEBNIS NACH NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILENDas Konzernergebnis beträgt TEUR 54.990 (Vorjahr: TEUR 42.188). Das Ergebnis je Aktie (EPS) konnte im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 1,15 deutlich verbessert werden (Vorjahr: EUR 0,88). Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der börsennotierten Einzelgesellschaft CTS AG beträgt TEUR 52.175 (Vorjahr: TEUR 43.299) und das ausschüttungsfähige Ergebnis je Aktie auf Ebene der CTS AG EUR 1,09 (Vorjahr: EUR 0,86). Im Rahmen der Überleitung auf das IFRS-Jahresergebnis der CTS AG wurde im Wesentlichen die handelsrechtliche Firmenwertabschreibung (TEUR +327) eliminiert sowie die langfristigen Finanzverbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (TEUR -195) bewertet. 3.1.1.3 WESENTLICHE POSTERN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
VERTRIEBSKOSTENDer Anstieg der Vertriebskosten von TEUR 3.738 ist unter anderem auf gestiegene Personalkosten (TEUR +1.435), erhöhte Aufwendungen aus der Stichtagsbewertung von Forderungen (TEUR +1.190), Werbekosten und Aufwendungen für Werbemagazine (TEUR +792) und Abschreibungen (TEUR +331, davon Abschreibungen aus Kaufpreisallokation TEUR -105) zurückzuführen. Gemessen am Umsatz haben sich die Vertriebskosten geringfügig von 10,1% auf 10,5% erhöht. Zur Entwicklung der Personalkosten wird auf den Abschnitt Personalaufwand verwiesen. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTENDie Erhöhung der allgemeinen Verwaltungskosten von TEUR 593 ergibt sich hauptsächlich aus gestiegenen Personalaufwendungen (TEUR +483). Gemessen am Umsatz haben sich die allgemeinen Verwaltungskosten von 6,7% auf 6,6% reduziert. Zur Entwicklung der Personalkosten wird auf den Abschnitt Personalaufwand verwiesen. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDer Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 3.957 gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus erhöhten Werbe- und Marketingerträgen (TEUR +768) und Erträge aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition (TEUR +2.900) im Segment Ticketing. Des Weiteren sind im Berichtsjahr 2012 sonstige betriebliche Erträge aus der Erstkonsolidierung der Arena Management GmbH, Köln, von TEUR 2.746 im Segment Live-Entertainment entstanden. Gemäß IFRS 3 führten sowohl ein negativer Unterschiedsbetrag (Differenz zwischen Eigenkapital und Kaufpreis) von TEUR 1.340 als auch ein Ergebniseffekt aus der Kaufpreisallokation der übernommenen Vermögenswerte von TEUR 1.406 zu erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen. Demgegenüber stand ein Rückgang der Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten / abgeschriebenen Forderungen (TEUR -1.540), Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR -456), periodenfremden Erträge (TEUR -582) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR -403). SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 7.508 gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich aufgrund gesunkener Aufwendungen aus den genannten zu normalisierenden Sondereffekten (TEUR -8.865) sowie durch geringere Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (TEUR -1.056). Demgegenüber standen im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Fremdleistungen (TEUR +723) und Aufwendungen für Weiterberechnungen (TEUR +496). PERSONALAUFWANDDie Personalaufwendungen lagen mit TEUR 71.480 leicht über dem Vorjahresniveau (TEUR 70.576). Dem Anstieg der Personalkosten im Segment Live Entertainment (TEUR +1.762) stand eine Reduzierung der Personalkosten im Segment Ticketing (TEUR -858) gegenüber. Der Anstieg im Segment Live-Entertainment umfasst höhere Personalaufwendungen im laufenden Geschäftsbetrieb und erhöhte Zuführungen zu Pensionsrückstellungen infolge eines geringeren Abzinsungssatzes im Rahmen der versicherungsmathematischen Ermittlung. Die Personalkostenreduktion im Segment Ticketing ist vorwiegend durch die laufende Integration der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe entstanden, während das Vorjahr mit Personalrestruktuierungsaufwendungen belastet war. Segmentaufteilung der Mitarbeiter (Festangestellte / Aushilfen), Endstände:
Im Segment Ticketing steht dem organischen Personalaufbau ein überproportionaler Personalabbau bei den in 2010 akquirierten Gesellschaften gegenüber. Im Segment Live-Entertainment ist der Personalaufbau auf die im Dezember 2012 akquirierte Arena Management GmbH zurückzuführen. Der Personalbestand der Arena Management GmbH umfasst ca. 50% Aushilfen, die für den Betrieb der Lanxess Arena zeitweise tätig sind. Aufteilung der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres nach Regionen:
Durchschnittlich beschäftigte der Konzern in 2012 161 Mitarbeiter mehr als im Geschäftsjahr 2011. 3.1.1.4 ENTWICKLUNG DER SEGMENTE TICKETING UND LIVE-ENTERTAINMENTTICKETING
In den Jahren 2009 bis 2012 ist das Segment Ticketing im Umsatz jährlich um durchschnittlich 15% gewachsen. Vom Segmentumsatz im Berichtsjahr 2012 entfielen TEUR 144.981 (Vorjahr: TEUR 133.793) auf Umsätze im Internet, dies entspricht einem Internetumsatzwachstum von 8,4%. Die über das Internet generierten Umsatzerlöse am Segmentumsatz Ticketing liegen im Geschäftsjahr 2012 bei 63% (Vorjahr: 58%). Das EBITDA konnte in der Jahresentwicklung bis 2012 pro Jahr um durchschnittlich 19% verbessert werden. Das normalisierte EBITDA konnte in der Jahresentwicklung bis 2012 pro Jahr um durchschnittlich 18% verbessert werden. LIVE-ENTERTAINMENT
In den Jahren 2009 bis 2010 konnte sowohl Umsatz als auch Ergebnis im Segment Live-Entertainment gesteigert werden. Das Geschäftsjahr 2011 lag aufgrund einer geringeren Anzahl attraktiver Veranstaltungen und der Entkonsolidierungseffekte der FKP Scorpio Gruppe erwartungsgemäß unter den Rekordjahren 2009 und 2010. Die hohe Anzahl attraktiver Live-Veranstaltungen im Geschäftsjahr 2012 trug zu einer positiven Entwicklung bei. Das EBITDA konnte in der Jahresentwicklung bis 2012 pro Jahr um durchschnittlich 2,8% verbessert werden. 3.1.2 ERTRAGSLAGE CTS AG (HGB)
3.1.2.1 UMSATZENTWICKLUNGDie Umsatzerlöse der CTS AG konnten im Geschäftsjahr 2012 von TEUR 107.960 um TEUR 12.607 auf TEUR 120.567 gesteigert werden; dies entspricht einem Umsatzwachstum von 11,7%. Wesentlichen Einfluss auf die positive Umsatzentwicklung hatte das weitere Wachstum an verkauften Internettickets. Im Ticketing-Basisgeschäft war insbesondere der Anstieg der Erlöse aus Softwarelizenzen für die Steigerung des Umsatzes maßgebend. Die fehlenden Umsätzerlöse aus dem Vorjahresprojekt FiFa Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland konnten durch erste Umsatzerlöse im Berichtsjahr infolge der Projektabwicklung für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi kompensiert werden. 3.1.2.2 ERGEBNISENTWICKLUNGBRUTTOERGEBNISDas Bruttoergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,9% erhöht. Die anhaltende Steigerung der Umsatzerlöse aus dem Internetvertrieb hat dabei wesentlich zur Erhöhung des Bruttoergebnisses beigetragen und angestiegene anteilige Personalkosten kompensiert. Die Bruttomarge ist leicht gesunken und beträgt 58,4% (Vorjahr: 58,8%). ZU NORMALISIERENDE SONDEREFFEKTEIm Vergleich zum Vorjahr war das Ergebnis der CTS AG im Berichtsjahr wesentlich geringer durch Sondereffekte belastet. Die Akquisitions-/Integrationskosten in Höhe von TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 1.277) betrafen vorwiegend durchgeführte und geplante Projekte des Berichtsjahres. Im Berichtszeitraum wurden Erträge der CTS AG aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition in Höhe von TEUR -2.900 normalisiert. Im Zusammenhang mit dem Schiedsgerichtsverfahren mit Live Nation sind nur noch geringfügige Rechtsberatungskosten (TEUR 75; Vorjahr: TEUR 7.363) in 2012 entstanden. EBITDA / NORMALISIERTES EBITDAEine sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung im saisonal starken vierten Quartal 2012 und eine weitere Ticketmengensteigerung im Online-Vertrieb hat maßgeblich zur EBITDA Steigerung auf TEUR 53.452 (Vorjahr: TEUR 36.987) beigetragen. Des Weiteren führten geringere Aufwendungen aus Sondereffekten und gestiegene betriebliche Erträge aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition zu Ergebnisverbesserungen. Die EBITDA-Marge konnte auf 44,3% (Vorjahr: 34,3%) verbessert werden. Das normalisierte EBITDA ist um 12,3% (TEUR +5.617) auf TEUR 51.244 gestiegen, die normalisierte EBITDA-Marge hat sich von 42,3% im Vorjahr auf 42,5% erhöht. Das erhöhte Bruttoergebnis führte auf Basis nur leicht angestiegener Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstiger betrieblicher Aufwendungen zu einem verbesserten normalisierten EBITDA. EBIT / NORMALISIERTES EBITDas EBIT betrug im Berichtsjahr TEUR 49.645 (Vorjahr: TEUR 34.101), während sich die EBIT-Marge von 31,6% auf 41,2% verbesserte. Das normalisierte EBIT beträgt TEUR 47.437 (Vorjahr: TEUR 42.741), die normalisierte EBIT-Marge liegt bei 39,3% (Vorjahr: 39,6%). FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis hat sich von TEUR 22.448 im Vorjahr um TEUR -2.527 auf TEUR 19.921 verringert. Das Finanzergebnis umfasst Beteiligungserträge aus Dividenden und Ergebnisabführungsverträgen von TEUR 25.901 (Vorjahr: TEUR 26.209), Zinserträge von TEUR 1.254 (Vorjahr: TEUR 1.224), Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 386), Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR -1.851, Zinsaufwendungen von TEUR -4.623 (Vorjahr: TEUR -4.834) sowie sonstige Finanzaufwendungen von TEUR -797 (Vorjahr: TEUR -537). Die Beteiligungserträge aus Dividenden und Ergebnisabführungsverträgen sind insgesamt geringfügig um TEUR 308 gesunken. Der Erhöhung bei den Beteiligungserträgen aus Dividenden von TEUR 5.305 steht ein Rückgang von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen von TEUR 5.613 gegenüber. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen stehen im Zusammenhang mit der Konzentration der schweizer Geschäftsaktivitäten im Segment Ticketing bzw. der Integration der Ticketcorner-Gruppe in den CTS Konzern. Dabei war in den aktivierten Finanzanlagen ein Beteiligungsbuchwert einer nicht mehr operativ tätigen Beteiligungsgesellschaft in der Schweiz abzuschreiben. Die Zinsaufwendungen sowie die sonstigen Finanzaufwendungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung von Akquisitionen des Jahres 2010 sowie mit einem im Berichtsjahr neu vereinbarten Syndizierten Kredit (Revolving Credit Facility). AUSSERORDENTLICHES ERGEBNISIm Vorjahr wurde ein Verschmelzungsverlust von TEUR 88 aufgrund der Verschmelzung der TSC Ticket- & Tourist-Service-Center GmbH, Bremen, ausgewiesen. STEUERNDer Steueraufwand hat sich von TEUR 13.163 um TEUR 4.228 auf TEUR 17.391 erhöht. Im Steueraufwand sind Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 17.391 (Vorjahr: TEUR 13.369) enthalten. Die Steuerquote (Steuern von Einkommen und vom Ertrag / Ergebnis vor Steuern) beträgt 25,0%. JAHRESERGEBNISDer handelsrechtliche Jahresüberschuss ist von TEUR 43.299 auf TEUR 52.175 gestiegen. Die Nettorendite beträgt 43,3% (Vorjahr: 40,1%). 3.1.2.3 WESENTLICHE POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
VERTRIEBSKOSTENDie Vertriebskosten sind um TEUR 1.619 auf TEUR 15.565 gestiegen. Der Anstieg ist vorwiegend durch höhere anteilige Personalkosten (TEUR +904), Abschreibungen (TEUR +470), Werbekosten (TEUR +447), Miet- und Raumkosten (TEUR +193) und Reisekosten (TEUR +124) beeinflusst. Demgegenüber stehen geringere Aufwendungen für Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen (TEUR -517) sowie geringere anteilige Rechts- und Beratungskosten (TEUR -185). Im Verhältnis zum Umsatz betragen die Vertriebskosten unverändert zum Vorjahr 12,9%. ALLGEMEINEN VERWALTUNGSKOSTENDie Erhöhung der allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr um TEUR 757 auf TEUR 7.047 ergeben sich im Wesentlichen aus gestiegenen anteiligen Personalkosten (TEUR +443), höheren anteiligen Abschreibungen (TEUR +230), höheren Kosten für Abgaben und Versicherungsbeiträge (TEUR +100) sowie gestiegenen anteiligen Miet- und Raumkosten (TEUR +72). Gegenläufig sind die anteiligen Kosten für Fremdpersonal um TEUR 155 zurückgegangen. Im Verhältnis zum Umsatz betragen die Verwaltungskosten unverändert zum Vorjahr 5,8%. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 4.806 auf TEUR 8.049 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition (TEUR +2.900). Darüber hinaus haben höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR +663), konzerninternen Weiterberechnungen (TEUR +834), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR +230) sowie Kostenerstattungen (TEUR +192) zum Anstieg beigetragen. Gegenläufig wirkte sich hauptsächlich der Rückgang von Erträgen aus der Währungsumrechnung (TEUR -144) aus. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDer Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR -6.197 auf TEUR 6.181 ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr nur noch geringfügige Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit dem Live Nation Schiedsgerichtsverfahren entstanden sind (TEUR -7.947). Außerdem waren die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen geringer (TEUR -317). Die Aufwendungen für Fremdleistungen (TEUR +537) und konzerninterne Weiterberechnungen (TEUR +899) sind im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg der Fremdleistungen und konzerninternen Weiterberechnungen steht vorwiegend im Zusammenhang mit dem Projekt Olympische Winterspiele in Sotschi 2014. PERSONALAUFWANDDie Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 12.689 um TEUR 1.772 auf TEUR 14.461 gestiegen. Im Zuge der weiteren Internationalisierung bzw. Akqusitionsstrategie des Konzerns sowie der damit verbundenen erhöhten Komplexität und Zentralisierung von Funktionsbereichen aus einzelnen Tochtergesellschaften erhöhten sich die Personalaufwendungen. Am Ende des Geschäftsjahres 2012 beschäftigte die CTS AG 231 Mitarbeiter (Vorjahr: 191). Die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt stieg von 186 im Vorjahr auf 210 im laufenden Geschäftsjahr. 3.2 VERMÖGENSLAGE3.2.1 VERMÖGENSLAGE KONZERN (IFRS)
Das KURZFRISTIGE VERMÖGEN hat sich um TEUR 87.524 auf TEUR 430.792 erhöht. Dies ist insbesondere auf einen Anstieg der liquiden Mittel um TEUR 69.550 auf TEUR 319.514, der sonstigen Vermögenswerte um TEUR 20.759 auf TEUR 63.397 und der geleisteten Anzahlungen um TEUR 1.382 auf TEUR 16.252 zurückzuführen. Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.347 auf TEUR 27.611 und die Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierten Unternehmen um TEUR 2.878 auf TEUR 2.167 reduziert. Der Anstieg der liquiden Mittel von TEUR 69.550 resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Konzernergebnis sowie aus erhöhten erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Ticketgeldern zum Bilanzstichtag. Demgegenüber führte insbesondere die Dividendenauszahlung im zweiten Quartal 2012 zu Zahlungsabflüssen in der Berichtsperiode. In den liquiden Mitteln von TEUR 319.514 (Vorjahr: TEUR 249.964) sind unter anderem Ticketgelder aus dem Kartenvorverkauf für noch nicht abgerechnete Veranstaltungen (noch nicht abgerechnete Ticketgelder im Segment Ticketing) enthalten, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind (TEUR 145.002; Vorjahr: TEUR 124.234). Des Weiteren bestehen in den sonstigen Vermögenswerten Forderungen aus Ticketgeldern aus dem Kartenvorverkauf im Segment Ticketing (TEUR 30.937; Vorjahr: TEUR 18.997). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 1.347 im Rahmen des laufenden Geschäfts reduziert. Der Anstieg der geleisteten Anzahlungen um TEUR 1.382 ist hauptsächlich auf bereits verauslagte Produktionskosten im Segment Live-Entertainment für Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2013 zurückzuführen. Die sonstigen Vermögenswerte haben sich um TEUR 20.759 im Wesentlichen durch Forderungen aus Ticketgeldern im Segment Ticketing um TEUR 11.940, Vorsteuerforderungen (TEUR 1.014), sowie Forderungen gegenüber Veranstaltern (TEUR 1.232) im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und Wertpapiere des Umlaufvermögens von TEUR 1.566 erhöht. Das LANGFRISTIGE VERMÖGEN hat sich um TEUR 10.079 auf TEUR 380.298 erhöht, insbesondere aufgrund des Anlagevermögens (TEUR 4.243), Forderungen gegenüber verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen (TEUR 3.727), sonstige Vermögenswerte (TEUR 1.092) und Geschäfts- oder Firmenwerte (TEUR 907). Die Veränderung des Anlagevermögens um TEUR 4.243 betrifft im Wesentlichen einen Anstieg der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (TEUR +14.466), die sich hauptsächlich aufgrund des Anteilserwerbes an dem Joint-Venture HAL Apollo erhöht haben. Demgegenüber haben die planmäßigen Abschreibungen der im Rahmen der Kaufpreisallokation der Ticketcorner-Gruppe und der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe aktivierten Vermögenswerte Marke, Kundenstamm und Software das Anlagevermögen reduziert. Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwertes von TEUR 907 resultiert aus Währungseffekten durch die Stichtagsbewertung zum 31. Dezember 2012 von Geschäfts- und Firmenwerten in Fremdwährungen (TEUR +455; Euro zu Schweizer Franken) sowie aus der Akquisition der nolock Softwarelösungen GmbH, Wien (im Folgenden: nolock) (TEUR +452). Die sonstigen Vermögenswerte haben sich im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere im Segment Ticketing um TEUR 1.092 erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen macht 47% (Vorjahr: 52%) der Bilanzsumme aus. Unter anderem aufgrund der aktivierten Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation der im Geschäftsjahr 2010 akquirierten Gesellschaften ist das langfristig gebundene Vermögen nur noch teilweise durch Eigenkapital finanziert. Das KURZFRISTIGE FREMDKAPITAL stieg um TEUR 86.375 auf TEUR 415.942. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die erhaltenen Anzahlungen (TEUR +31.614), die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR +27.927) und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristigen Anteile an langfristigen Finanzverbindlichkeiten (TEUR +21.826) zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristigen Anteile an langfristigen Finanzverbindlichkeiten (TEUR +21.826) haben sich hauptsächlich durch die fristgerechte Umgliederung von Kreditverbindlichkeiten und Kaufpreisverbindlichkeiten von den langfristigen Finanzverbindlichkeiten in das kurzfristige Fremdkapital erhöht. Weiterhin erhöhten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Fremdfinanzierung des Anteilserwerbes am Joint-Venture HAL Apollo. Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen im Segment Live-Entertainment von TEUR 31.614 ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im vierten Quartal erhöhte Ticketgelder aus dem Vorverkauf für Veranstaltungen in 2013 vereinnahmt wurden. Die erhaltenen Anzahlungen im Segment Live-Entertainment werden nach Durchführung der Veranstaltungen in die Umsatzerlöse umgebucht. Die Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR +27.927 betrifft vorwiegend erhöhte Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern im Segment Ticketing. Im Vergleich zum Vorjahr bestand zum 31. Dezember 2012 stichtagsbedingt eine höhere Anzahl noch nicht abgerechneter Veranstaltungen, so dass sich die Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern entsprechend erhöht haben. Das LANGFRISTIGE FREMDKAPITAL reduzierte sich um TEUR 24.339, im Wesentlichen aufgrund geringerer mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten (TEUR -20.735). Die Veränderung der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von TEUR -20.735 resultiert überwiegend aus der fristgerechten Umgliederung von Kreditverbindlichkeiten und Kaufpreisverbindlichkeiten in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das EIGENKAPITAL erhöhte sich um TEUR 35.567 auf TEUR 215.425, im Wesentlichen aufgrund des positiven Konzernergebnisses von TEUR 54.990. Demgegenüber steht unter anderem die eigenkapitalmindernde Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2011 (TEUR -21.118). Nach § 150 AktG muss eine Aktiengesellschaft eine gesetzliche Rücklage bilden, wenn die Kapitalrücklage nicht 10% des Grundkapitals ausmacht. Die jährliche Zuführung zur gesetzlichen Rücklage beträgt 5% des Jahresüberschusses bis insgesamt 10% des gezeichneten Kapitals durch die Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage gedeckt sind. Daraufhin wurde bei der CTS AG die gesetzliche Rücklage um TEUR 235 aufgestockt. Zum 31. Dezember 2012 bestanden aufgrund ausgelaufener Verpflichtungen keine Verbindlichkeiten aus der Bilanzierung von Andienungsrechten mehr. Dementsprechend wurden die Andienungsrechte bestimmter Minderheitsgesellschafter aus den Finanzverbindlichkeiten in die nicht beherrschenden Anteile in das Eigenkapital umgegliedert. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) hat sich leicht von 25,2% auf 26,6% erhöht. Die Eigenkapitalrentabilität (Konzernergebnis / Eigenkapital) beträgt 25,5% nach 23,5% im Vorjahr. SONSTIGE ANGABENDer Nettoverschuldungsgrad stellt sich wie folgt dar:
1 Schulden sind definiert als lang- und
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Nettoverschuldung gibt an, wie hoch die Verschuldung eines Unternehmens ist, sofern alle Finanzverbindlichkeiten durch liquide Mittel getilgt würden. Der CTS Konzern hat zum Jahresende 2012 eine höhere Position an liquiden Mitteln als Fremdkapital. Der Konzern ist aufgrund des negativen Nettoverschuldungsgrades de facto schuldenfrei. Durch die Hebelwirkung des eingesetzten Fremdkapitals (Leverage Effekt) werden positive Effekte auf die Eigenkapitalrendite erwartet. Von den Fremdkapitalmitteln sind TEUR 149.704 zum Bilanzstichtag an die Einhaltung üblicher "Financial Covenants" für Gesellschaften mit guter Bonität gebunden. Neben der Erfüllung dieser "Financial Covenants" bestehen keine besonderen Einschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten. Der CTS Konzern geht in den kommenden Jahren von einer Einhaltung der "Financial Covenants" aus. 3.2.2 VERMÖGENSLAGE CTS AG (HGB)
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme der CTS AG um TEUR 58.611 auf TEUR 446.403 (+15%). Das KURZFRISTIGE VERMÖGEN erhöhte sich um TEUR 36.924 auf TEUR 166.121 (+29%). Die Veränderung ergibt sich hauptsächlich aus dem Anstieg der liquiden Mittel (TEUR +32.630) und der sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR +8.937). Demgegenüber stehen Rückgänge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -1.491) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen (TEUR -3.011). Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr von TEUR 85.215 um TEUR 32.630 auf TEUR 117.845 gestiegen. Die Erhöhung ist unter anderem auf das gestiegene Jahresergebnis und auf höhere Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern (TEUR +13.128) zurückzuführen. Wesentlicher Zahlungsabfluss in der laufenden Berichtsperiode war die Dividendenauszahlung im zweiten Quartal 2012. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen sind um TEUR 3.011 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr Darlehensforderungen getilgt und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen beglichen wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um TEUR 8.937 im Wesentlichen durch höhere Forderungen aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern (TEUR 6.928). Das LANGFRISTIGE VERMÖGEN erhöhte sich um TEUR 21.687 auf TEUR 280.282. Die Erhöhung entfällt mit TEUR 20.242 zum wesentlichen Teil auf das Anlagevermögen und mit TEUR 2.001 auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen. Den Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 31.888 stehen Abschreibungen von TEUR 5.658 und Abgänge von TEUR 6.316 gegenüber. Von den Zugängen entfallen TEUR 5.060 auf die immateriellen Vermögensgegenstände, hauptsächlich aus Weiterentwicklungen des Global Ticketing Systems (TEUR 4.413). Die Zugänge bei den Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.594 betreffen vorwiegend die EDV-Hardwareausstattung für den Betrieb des Global Ticketing Systems und die Anbindung von Vorverkaufsstellen an das Global Ticketing System (TEUR 1.051). Die Zugänge bei den Finanzanlagen in Höhe von TEUR 25.234 resultieren aus Kapitalerhöhungen im Wesentlichen bei den Akquisitionsgesellschaften (TEUR 20.668) für den Erwerb des Joint-Venture HAL Apollo und der Arena Management GmbH, vertraglich vereinbarten Restkaufpreiszahlungen für bestehende Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 4.064) sowie dem Erwerb einer neuen Beteiligung (TEUR 501). Die Abschreibungen von TEUR 5.658 betreffen im Wesentlichen lineare Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie Abschreibungen von Finanzanlagen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen stehen vorwiegend im Zusammenhang mit der Konzentration der schweizer Geschäftsaktivitäten im Segment Ticketing bzw. der Integration der Ticketcorner-Gruppe in den CTS Konzern. Die Abgänge in den Finanzanlagen von TEUR 6.259 betreffen die Tilgung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Erhöhung der langfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen von TEUR 2.001 resultiert mit TEUR 3.835 aus der Darlehensgewährung an verbundene Unternehmen für den operativen Geschäftsbetrieb; demgegenüber standen Darlehensrückzahlungen von verbundenen Unternehmen und die fristgerechte Umgliederungen von langfristigen in kurzfristige Forderungen. Der Rückgang der langfristigen sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 229 ergibt sich im Wesentlichen aus der Umgliederung von Rechnungsabgrenzungsposten aus dem langfristigen in den kurzfristigen Bereich (TEUR -370). Langfristige Darlehensforderungen gegenüber Veranstaltern im laufenden Geschäftsbetrieb haben sich im Gegensatz dazu um TEUR 139 erhöht. Das KURZFRISTIGE FREMDKAPITAL erhöhte sich um TEUR 44.839 auf TEUR 159.217, im Wesentlichen durch die Erhöhung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und dem kurzfristigen Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten (TEUR +25.792) sowie gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR +14.251). Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 14.251 ist hauptsächlich durch gestiegene Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern (TEUR +13.204) verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 für eine deutlich höhere Anzahl an Veranstaltungen und Tourneen Ticketgelder noch nicht abgerechnet. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus verkauften und noch nicht eingelösten Gutscheinen um TEUR 1.569 gestiegen. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige Anteile an langfristigen Finanzverbindlichkeiten von TEUR 25.792 resultiert mit TEUR 19.000 aus einer kurzfristigen Inanspruchnahme eines Syndizierten Kredites (Revolving Credit Facility) zur Finanzierung des Joint-Ventures HAL Apollo; Anfang des Geschäftsjahres 2013 wurde diese kurzfristige Akquisitionsfinanzierung in ein langfristiges endfälliges Darlehen umgeschuldet. Darüber hinaus wurden langfristige Kreditverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.285 gemäß bestehender Tilgungsvereinbarungen in kurzfristige Finanzverbindlichkeiten umgegliedert und Zinsen für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 722 zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Dem stehen planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.214 gegenüber. Das LANGFRISTIGE FREMDKAPITAL hat sich um TEUR 17.285 auf TEUR 116.472 verringert. Der Rückgang resultiert aus der fristgerechten Umgliederung von Kreditverbindlichkeiten in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das EIGENKAPITAL erhöhte sich um TEUR 31.057 auf TEUR 170.714. Dem Jahresüberschuss im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 52.175 steht die auf der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2012 beschlossene Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 21.118 gegenüber. Nach § 150 AktG muss eine Aktiengesellschaft eine gesetzliche Rücklage bilden, wenn die Kapitalrücklage nicht 10% des Grundkapitals ausmacht. Die jährliche Zuführung zur gesetzlichen Rücklage beträgt 5% des Jahresüberschusses bis insgesamt 10% des gezeichneten Kapitals durch die Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage gedeckt sind. Daraufhin wurde bei der CTS AG im Berichtsjahr die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 235 gebildet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 36,0% auf 38,2%. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss / Eigenkapital) beträgt 30,6% nach 31,0% in 2011. 3.3 FINANZLAGE3.3.1 FINANZLAGE KONZERN (IFRS)
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht den liquiden Mitteln in der Bilanz. Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 haben sich die liquiden Mittel von TEUR 249.964 um TEUR 69.550 auf TEUR 319.514 erhöht. Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber zahlungsbezogen ermittelt. CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEITDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR +112.575 um TEUR -4.445 auf TEUR +108.130 gesunken. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit ist insbesondere durch den erhöhten Konzernüberschuss um TEUR 12.802 von TEUR 42.188 auf TEUR 54.990 gestiegen. Zusätzlich wirkte sich die Erhöhung der Verbindlichkeiten um TEUR +19.264 positiv im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Demgegenüber steht ein Rückgang des Cashflows im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Wesentlichen durch erhöhte Forderungen und sonstige Vermögenswerte (TEUR -29.027) sowie durch höhere Ertragssteuerzahlungen (TEUR -11.319) und höhere geleistete Anzahlungen (TEUR -4.243). Der positive Cashflow-Effekt von TEUR +19.264 aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen im Segment Live-Entertainment (TEUR +12.564) und Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern im Segment Ticketing (TEUR +15.042). Demgegenüber stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -3.928) und der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -4.414). Im Segment Live-Entertainment werden im Vorverkaufszeitraum die Ticketeinnahmen beim Veranstalter als erhaltene Anzahlungen passivisch abgegrenzt. Nach Durchführung der Veranstaltung werden die erhaltenen Anzahlungen in die Umsatzerlöse umgebucht. Im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum führten Vorverkäufe für Veranstaltungen die nach dem Bilanzstichtag stattfinden zu einem erhöhten Mittelzufluss. Im Vergleich zum Vorjahr führt dies zu einem positiven Cashflow-Effekt von TEUR +12.564. Aufgrund des saisonal sehr hohen Kartenvorverkaufs im vierten Quartal ergibt sich zum Ende des Jahres in der Regel ein hoher Bestand an Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern im Segment Ticketing, der im Laufe des Folgejahres aufgrund der Durchführung und Abrechnung vieler Veranstaltungen zu Zahlungsabflüssen von Ticketgeldern an die Veranstalter führt. Die erfolgreichen Vorverkäufe im vierten Quartal und eine hohe Anzahl noch nicht abgerechneter Veranstaltungen zum Stichtag 31. Dezember 2012 hat im Berichtzeitraum insgesamt zu einem Mittelzufluss aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern geführt. In der Vorjahresperiode wurden hingegen aufgrund der Abrechnung vieler Veranstaltungen und Großtourneen mehr Ticketgelder an Veranstalter ausgezahlt, so dass sich im Periodenvergleich aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern ein positiver Cashflow-Effekt von TEUR +15.042 ergab. Der negative Cashflow-Effekt aus den erhöhten Forderungen und sonstigen Vermögenswerten (TEUR -29.027) resultiert aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Ticketgeldern und einem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten. Die im Periodenvergleich um TEUR 11.319 erhöhten Ertragsteuerzahlungen sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass erhöhte Vorauszahlungen sowie Nachzahlungen für Vorjahre geleistet wurden. Der negative Cashflow-Effekt aus den geleisteten Anzahlungen von TEUR -4.243 resultiert aus dem Anstieg von geleisteten Anzahlungen aufgrund von Produktionskostenzahlungen für zukünftige Veranstaltungen nach dem Bilanzstichtag. CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITDer Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich von TEUR -13.197 um TEUR +620 auf TEUR -12.577 verbessert. Durch die Akquisition des Joint-Venture HAL Apollo ergab sich im Berichtsjahr ein erhöhter Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -15.833. Demgegenüber standen positive Cashflow-Effekte aus höheren konsolidierungskreisbedingten Veränderungen des Finanzmittelbestandes von TEUR +14.331 (im Wesentlichen durch die Erstkonsolidierung der Arena Management GmbH) und einer geringeren Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögenswerte von TEUR +2.010. CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITDer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -27.592 um TEUR +1.105 auf TEUR -26.487 verändert. Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch die akquisitionsbedingte Aufnahme um TEUR +17.250. Gegenläufig wirkte die erhöhte planmäßige Tilgung von Finanzkrediten von TEUR -10.714 und die Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile aus Restzahlungen für Anteilsaufstockungen und Ausschüttungen von TEUR -5.191. Mit der derzeitigen Finanzausstattung kann der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen sowie geplante Investitionen und die laufende Geschäftstätigkeit aus eigenen Mitteln finanzieren. 3.3.2 FINANZLAGE CTS AG (HGB)
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht den liquiden Mitteln in der Bilanz. Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 haben sich die liquiden Mittel von TEUR 85.215 um TEUR 32.630 auf TEUR 117.845 erhöht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR +5.764 auf TEUR +70.845 erhöht. Der Anstieg in 2012 im Vergleich zur Vorjahresperiode resultiert im Wesentlichen aus positiven Cashflow-Effekten aus dem höheren Jahresergebnis (TEUR +8.876), höheren Abschreibungen (TEUR +2.772) und der Veränderung der Forderungen (TEUR +4.746). Gegenläufige negative Effekte ergaben sich aus der Veränderung der Verbindlichkeiten (TEUR -9.267) und Rückstellungen (TEUR -1.475). Der positive Cashflow-Effekt aus den Forderungen von TEUR +4.746 ergibt sich im Wesentlichen durch den Mittelzufluss aus den Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +4.736) und den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR +15.632). Dem stehen negative Effekte aus den Veränderungen der sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR -16.334) gegenüber. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +15.632) hat vorwiegend der Ausgleich von im Vorjahr aufgebauten Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und gewährten Darlehen zu einem positiven Cashflow-Effekt geführt. Der negative Cashflow-Effekt aus den sonstigen Vermögensgegenständen und Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR -16.334) resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau von Forderungen aus Ticketgeldern (TEUR -10.663), die durch hohe Ticketverkäufe Ende Dezember 2012 begründet sind. Dem positiven Cashflow-Effekt aus Ertragsteuererstattungen (TEUR +4.433) im Vorjahr steht kein entsprechender Mittelzufluss im Berichtsjahr gegenüber. Der negative Cashflow-Effekt aus den Verbindlichkeiten von TEUR -9.267 resultiert mit TEUR -6.726 aus einem zur Vorperiode geringeren Anstieg der Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern. Ein weiterer negativer Cashflow-Effekt ergibt sich aus einem geringeren Aufbau von Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR -1.708) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der negative Cashflow-Effekt aus der Veränderung der Rückstellungen von TEUR -1.475 resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Steuerrückstellungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich von TEUR -211 um TEUR -25.394 auf TEUR -25.605 verändert. Der erhöhte Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei den Akquisitionsgesellschaften für den Erwerb des Joint-Venture HAL Apollo und der Arena Management GmbH, vertraglich vereinbarten Restkaufpreiszahlungen für bestehende Anteile an verbundenen Unternehmen sowie dem Erwerb einer neuen Beteiligung. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -21.378 um TEUR 8.768 auf TEUR -12.610 verbessert. Im Gegensatz zum Vorjahr führte im Berichtszeitraum die Aufnahme kurzfristiger Fremdmittel zu einem positiven Cashflow-Effekt (TEUR +19.000). Demgegenüber standen im Vergleich zum Vorjahr höhere Mittelabflüsse für die planmäßige Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten (TEUR -10.715). 3.4 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEDie CTS AG und der Konzern haben das Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen und Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und damit die europäische Marktführerschaft weiter ausgebaut. Auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erwies sich das Geschäftsmodell erneut als sehr robust. In beiden Geschäftsbereichen Ticketing und Live-Entertainment konnten sämtliche Kennzahlen verbessert werden. Damit konnte der CTS Konzern die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2012 erfüllen. Durch das organische Wachstum in den europäischen Kernmärkten im Segment Ticketing, den weiteren Ausbau des Internetgeschäfts sowie auch durch die erfolgreiche Integration der akquirierten Beteiligungen konnte das Betriebsergebnis des CTS Konzerns verbessert werden. Die erwarteten Synergien aus den in 2010 akquirierten Gesellschaften wurden zu einem Großteil im Berichtsjahr realisiert. Des Weiteren konnten eingesparte Aufwendungen aus Sondereffekten und betriebliche Erträge aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition zu Ergebnisverbesserungen beitragen. Im Segment Live-Entertainment hat sich die Geschäftsentwicklung im Wesentlichen aufgrund positiver Ergebnisbeiträge der Open Air Festivals Rock im Park und Rock am Ring sowie durchgeführter Tourneen und Veranstaltungen verbessert. 4. ERGEBNISVERWENDUNG DER CTS AGDie CTS AG hat im Geschäftsjahr 2011 einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 43.299 erzielt. Die Hauptversammlung am 15. Mai 2012 hat beschlossen, von dem per 31. Dezember 2011 bestehenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 87.096 einen Betrag in Höhe von TEUR 21.118 (EUR 0,44 pro gewinnbezugsberechtigter Aktie) an die Aktionäre auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte am 16. Mai 2012, der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 65.978 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die CTS AG einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 52.175. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von TEUR 27.358 (EUR 0,57 pro gewinnbezugsberechtigter Aktie) zur Ausschüttung vor, sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von TEUR 90.560 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. ABHÄNGIGKEITSBERICHT DER EINZELGESELLSCHAFT CTS AGNach § 17 (1) AktG besteht zum Stichtag ein Abhängigkeitsverhältnis zum Mehrheitsaktionär Klaus-Peter Schulenberg (herrschendes Unternehmen) bzw. zu ihm nahestehenden oder ihm zuzurechnenden Gesellschaften. Es wird daher ein Bericht gemäß § 312 AktG erstattet, der dem Aufsichtsrat und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegen hat. Der Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Schlusserklärung des Vorstandes: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen oder Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens im Sinne des § 312 AktG wurden im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen." 6. NACHTRAGSBERICHTEs haben sich keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben. 7. RISIKOBERICHT7.1 RISIKOMANAGEMENTSYSTEMDie Risikopolitik des Konzerns ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik. Die Reputation der CTS AG und des Konzerns ebenso wie die der einzelnen Marken haben für den Konzern eine herausragende Bedeutung. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden eingegangen, wenn sie im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Nutzung der Kernkompetenzen des Konzerns stehen. Die mit ihnen verbundenen Chancen müssen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Risiken sind dabei definiert als negative Abweichungen von der Unternehmensplanung. Zusammenfassend lässt sich der Vorstand von folgenden risikopolitischen Grundsätzen leiten: a) die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist notwendigerweise mit Risiko verbunden, b) keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich ziehen, c) Ertragsrisiken müssen mit einer entsprechenden Rendite verbunden sein, d) Risiken sind, soweit wirtschaftlich tragbar, abzusichern und e) Restrisiken müssen mittels des Risikomanagementsystems gesteuert werden. Um Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und dokumentieren zu können, verfügt der Konzern über ein systematisches und angemessenes Risikomanagementsystem, welches eng in die betrieblichen Abläufe integriert ist. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Alle wesentlichen Tochtergesellschaften der Segmente Ticketing und Live-Entertainment sind in das Risikomanagementsystem eingebunden, für alle Berichtseinheiten sind entsprechend eigene Risikomanagementbeauftragte benannt. Durch quartalsweise Risikomeldungen und durch ein internes Meldewesen wird gewährleistet, dass die Unternehmensleitung zeitnah über mögliche Risiken der künftigen Entwicklung informiert wird. Zusätzlich werden Risikomanagement-Instrumente, wie ein Berichtswesen mit konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Abschlüssen und regelmäßigen Review-Meetings eingesetzt, um die unterschiedlichen Risiken zu identifizieren und zu analysieren, sowie die Unternehmensleitung über den Geschäftsverlauf in den einzelnen Gesellschaften zu informieren. Das Risikomanagement-System des CTS Konzerns dient damit nicht nur dem im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken. Es erfasst darüber hinaus alle erkannten Risiken, die die Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten. Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses angemessen Vorsorge getroffen. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems des CTS Konzerns wird laufend auch in Zusammenarbeit mit externen Beratern überprüft und weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Risikomanagementsoftware erworben. Der Risikotransfer auf Versicherer erfolgt durch den Abschluss von Versicherungsverträgen mit angemessenen Deckungssummen. Im Wesentlichen decken die Versicherungen Sach- und Haftpflichtschäden ab. Vereinzelt werden auch spezielle operative Risiken versichert. Darüber hinaus wird die Geschäftsleitung, sowohl durch eigene als auch durch externe Fachleute, bei wichtigen Entscheidungsprozessen umfassend beraten. Der Abschlussprüfer beurteilt die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet nach Durchführung der Jahresabschlussprüfung über das Ergebnis der Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse dienen zur weiteren Verbesserung der Früherkennung und Steuerung von Risiken. 7.2 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEMDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Kontrollsystems im CTS Konzern. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen, wie zum Beispiel das "Vier-Augen-Prinzip", ein wesentlicher Teil der prozessintegrierten Maßnahmen. Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, wie zum Beispiel der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des CTS Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der einbezogenen Formularabschlüsse der Konzerngesellschaften bilden die wesentlichen prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für alle zu übermittelnden Finanzinformationen von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gibt eine Richtlinie Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisregelungen nach den IFRS/IAS und den damit verbundenen Reporting-Anforderungen an die einbezogenen Tochterunternehmen vor. Die Bilanzierungsrichtlinie wird jährlich aktualisiert und enthält eine Übersicht über die von der EU übernommenen Standards und Interpretationen, sowie deren verbindliche Anwendungszeitpunkte. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Reporting Packages im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der CTS AG im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme. Zur Aufstellung des CTS Konzernabschlusses werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen zu standardisierten Reporting Packages ergänzt. Sämtliche Reporting Packages werden dann zur Erstellung des Konzernabschlusses über eine Schnittstelle in das Konsolidierungssystem der Firma LucaNet AG übernommen. Die von der CTS AG genutzte Konsolidierungssoftware LucaNet World wird bereits mehrere Jahre zur Erstellung des CTS Konzernabschlusses eingesetzt. In LucaNet World werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des CTS Konzernabschlusses, wie zum Beispiel die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung einschließlich der Equity-Bewertung, generiert und vollständig dokumentiert. Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung in den Konzerngesellschaften ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu trügerischen oder arglistigen Handlungen. Die organisatorischen Maßnahmen sind auch darauf ausgerichtet, unternehmens- oder konzernweite Umstrukturierungen oder Veränderungen in der Geschäftstätigkeit einzelner Geschäftsbereiche zeitnah und sachgerecht in der Konzernrechnungslegung zu erfassen. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (sogenannte Cash Generating Units = CGU's) wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den Konzernberichtseinheiten (Segmenten) Ticketing und Live-Entertainment. Der Regelungsumfang erstreckt sich auf Konzernebene unter anderem auch auf die zentrale Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen anzuwendenden Parameter. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht (einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im CTS Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zu einer eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems. Es kann somit auch bei konzernweit eingesetzten Systemen nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleistet werden. 7.3 RISIKOKATEGORIENIm CTS Konzern werden die Risiken in sieben Kategorien eingeteilt: 1. Strategische Risiken 2. Marktrisiken 3. Leistungsrisiken 4. Projektrisiken 5. Finanzrisiken 6. Politische / rechtliche Risiken 7. Compliance-Risiken Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend diejenigen Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in wesentlichem Umfang negativ beeinflussen können. 7.3.1 STRATEGISCHE RISIKENRISIKEN DER KÜNFTIGEN GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNGDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingen bleiben auch in 2013 herausfordernd. Ein vom Nachrichtendienst Bloomberg erhobener Konsens unter Bankvolkswirten zeichnet für den Euroraum in 2013 einen Rückgang von 0,2% des realen Bruttoinlandsprodukts ab. Für die Bundesrepublik Deutschland erwartet die OECD lediglich ein Wachstum von 0,7%. Wie die geschäftlichen Entwicklungen in der Vergangenheit gezeigt haben, entwickelt sich der Veranstaltungsmarkt relativ konjunkturunabhängig. BRANCHE, MARKT UND WETTBEWERBDer Konzern beansprucht zurzeit eine führende Marktposition beim Ticketvertrieb. Es ist nicht sicher, dass diese Marktposition gehalten werden kann. Die Konzerngesellschaften stehen mit ihren Dienstleistungen in einem Wettbewerb mit regionalen und überregionalen Anbietern im In- und Ausland sowie dem direkten Kartenverkauf durch die Veranstalter. Jedoch wird versucht, die führende Marktposition durch die Erweiterung des Vertriebsnetzes und ein verbessertes Dienstleistungsangebot auszubauen. Dazu gehört zum Beispiel ein exklusiver Vorverkaufsservice, platzgenaue Buchung von Tickets im Internet über einen Saalplan, der Ticketverkauf über Mobile Shop und über die iPhone App, Cross- und Upselling, Promotions, VIP-Packages, Ticketbörse, spezielle Businessangebote, Print-at-Home-Lösungen und das mobile Zugangskontrollsystem eventim.access mobile. Mögliche Marktentwicklungen können aufgrund einer verstärkten Globalisierung und Konzentration im Ticketing und Live-Entertainment zu Veränderungen in den Geschäftsmodellen oder der Wertschöpfungskette führen. Der Konzern beobachtet aufmerksam mögliche Marktveränderungen, um darauf flexibel reagieren zu können. 7.3.2 MARKTRISIKENPRODUKTE, DIENSTE, INNOVATIONDie Weiterentwicklung der CTS-Ticket-Softwaresysteme ("Global Ticketing System" sowie Inhouse-Produkte) steht im Umfeld des besonders raschen Wandels auf dem Gebiet der Informationstechnologie, welche ständig neue Industriestandards sowie neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Es besteht Unsicherheit darüber, ob der CTS Konzern neue Technologien rechtzeitig und ohne Verminderung der Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit des Systems einführt. Der CTS Konzern nutzt Technologien von externen Spezialisten von denen Lizenzen erworben werden. Sollten die Nutzungsrechte für diese Technologien verloren gehen, könnte dies die Entwicklung verzögern und den Betrieb der Produkte einschränken oder zur Zahlung höherer Lizenzgebühren führen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie die Werthaltigkeit der Unternehmenswerte im Bereich Ticketing hängen im Wesentlichen davon ab, dass Veranstalter ihre Eintrittskarten über das CTS-Vertriebsnetz vertreiben und Ticketkontingente zur Verfügung stellen. Der Konzern glaubt, dass die Veranstalter auch zukünftig aufgrund der vielfältigen Produkt- und Vertriebsstruktur diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen werden. Dieses Risiko wird in den deutschsprachigen Ländern durch die Beteiligung an verschiedenen namhaften regionalen und überregionalen Konzertveranstaltern und in den übrigen Märkten teilweise durch langfristige Vertragsbeziehungen minimiert. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie die Werthaltigkeit der Unternehmenswerte im Bereich Live-Entertainment hängen im Wesentlichen davon ab, dass die Veranstalter auch zukünftig erfolgreiche nationale und internationale Künstlerprodukte mit einer hohen Besucherauslastung anbieten können. Auf einen sich vereinzelt abzeichnenden Wettbewerbs- und Preisdruck reagiert der CTS Konzern durch neue branchen- und/oder kundenspezifische Serviceangebote und Vertriebsinitiativen. 7.3.3 LEISTUNGSRISIKENSTABILITÄT UND SICHERHEIT DER EINGESETZTEN IT-INFRASTRUKTURDie Verfügbarkeit und Sicherheit der eingesetzten Soft- und Hardware im In- und Ausland ist eine wesentliche Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Störungen oder Ausfälle können interne und externe Prozesse des Konzerns oder Dienstleistungen für den Kunden nachhaltig beeinträchtigen. Diesen Risiken wird mit einer Vielzahl von Maßnahmen begegnet, die in einer vom Vorstand verabschiedeten IT-Sicherheitsrichtlinie geregelt sind. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit und Sicherheit der betriebenen Plattformen, IT-Infrastruktur und der in diesen Plattformen gespeicherten und verarbeiteten Daten wird durch technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet. Für die physische Sicherheit, wie den Schutz vor Brand, Stromausfall, Naturkatastrophen oder Einbruch, wird die Infrastruktur in einem modernen externen Rechenzentrum, ausgestattet mit mehrfach redundanten Strom- und Internetanbindungen, getrennten Brandschutzzonen und einer permanenten Überwachung betrieben. Der Betrieb der Systemlandschaft folgt dokumentierten Prozessen und Vorschriften. Datenschutzrichtlinien, Vorschriften zum Umgang mit Informationen und zur Inbetriebnahme und Wartung von Systemen und Netzwerken, Schulungen der Mitarbeiter und regelmäßige Risikoberichte und Notfallplanungen bilden den Kern der Maßnahmen. Störungen und Ausfälle werden durch den hoch redundanten Systemaufbau und ein permanentes Monitoring aller Systemkomponenten verhindert. Ein gespiegelter Systemaufbau, mit mehrfach redundanten Systemkomponenten und Backupsystemen, gewährleistet nicht alleine die Verfügbarkeit der Plattformen, sondern ermöglicht durch intelligente automatische und auch manuell steuerbare Lastverteilungsalgorithmen die Bewältigung von Spitzenlasten. Durch eine aus mehreren Strängen bestehende Testumgebung wird sichergestellt, dass nur Software- und Systemänderungen in den Produktivbetrieb überführt werden, welche die Qualitätssicherung und Lasttests erfolgreich durchlaufen haben und den Produktivbetrieb somit nicht beeinträchtigen. Ein mehrschichtiges Sicherheitssystem mit Firewalls und Einbrucherkennung verhindert das Durchdringen von Angriffen auf die produktive Infrastruktur. Dazu wird anhand regelmäßiger Sicherheitstests der Netzwerke, Server und Software durch unabhängige Organisationen die Sicherheit aller Plattformen getestet und kontinuierlich verbessert. RISIKEN DURCH SICHERHEITSBEDROHUNG IM INTERNETDie Prozesse im CTS Konzern, wie Softwareentwicklung, Vernetzung von Ticketsystemen, Online-Ticketvertrieb, Datenaustausch zwischen den Systemen und Finanzvorgänge sind von der IT-Infrastruktur und IT-Anwendung abhängig. Um die Sicherheit der verarbeiteten Informationen in den IT-Systemen zu gewährleisten, wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Dennoch können unbefugte Benutzer versuchen, durch Cyber-Angriffe auf CTS-Systeme zuzugreifen und geistiges Eigentum und vertrauliche Daten zu stehlen, unbefugt zu nutzen oder zu sabotieren. Ein Verstoß gegen die IT-Sicherheitsrichtlinie und jeglicher Missbrauch oder Diebstahl könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bedeuten. EINKAUFAls IT-naher Dienstleister, Betreiber und Anbieter von Ticketvertriebssystemen und als Veranstalter von Live-Events arbeitet der CTS Konzern mit sehr unterschiedlichen Lieferanten zusammen. Potenziellen Risiken in diesem Bereich wird durch Qualitätsstandards im Liefer- und Beschaffungsprozess, durch Ausschreibungen und durch Projektkalkulationen begegnet. PERSONALRISIKENDie bisherigen wirtschaftlichen Erfolge beruhen zu einem wesentlichen Teil auf der Tätigkeit und dem besonderen Einsatz einiger Schlüsselpersonen, die zentrale Führungsfunktionen innehaben. Der wirtschaftliche Erfolg wird auch zukünftig davon abhängen, dass diese qualifizierten Führungskräfte weiterhin für den Konzern tätig sind bzw. es gelingt, neue hochqualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland zu gewinnen. Elemente der Managemententwicklung sind zielorientierte Betreuung, Förderung von Potenzialen sowie Anreizsysteme. 7.3.4 PROJEKTRISIKENInsbesondere im Rahmen größerer Projekte können Risiken auftreten. Diese betreffen in erster Linie Qualitätsrisiken, das heißt die Gefahr, dass die Ziele von Projekten nicht vollumfänglich erreicht werden können, aber auch Kostenrisiken und Terminrisiken. Beispiele dafür sind unter anderem Kundengroßprojekte, IT-Projekte (Softwareentwicklung, -gestellung bzw. technische Abwicklung und Implementierung) und neue Veranstaltungsformate. Projektrisiken werden durch ein adäquates Projektmanagement identifiziert und gesteuert. Die Projektabwicklung ist häufig auch mit einem beträchtlichen Einsatz von Ressourcen seitens des Kunden verbunden und unterliegt einer Vielzahl von Risiken, auf die der CTS Konzern oftmals keinen Einfluss hat. 7.3.5 FINANZRISIKENLIQUIDITÄTSRISIKENLiquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen des Konzerns nicht aus vorhandener Liquidität oder entsprechenden Kreditlinien gedeckt werden können. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsplanung und -steuerung vorgenommen. Gelder aus Kartenvorverkäufen werden dabei bis zur Abrechnung der jeweiligen Veranstaltung auf Servicekonten geführt. Es bestehen standardisierte Kreditverträge mit verschiedenen Bankadressen. Dem Prolongationsrisiko wird durch unterschiedliche Laufzeiten Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wurde zusätzlich zu den bestehenden Akquisitionsfinanzierungen eine Syndizierte Kreditlinie (Revolving Credit Facility) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 verfügte der Konzern über ausreichende Liquiditätsreserven. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2012 Bankverbindlichkeiten von TEUR 199.100 (Vorjahr: TEUR 190.246) aus. Von den Fremdkapitalmitteln sind TEUR 149.704 an die Einhaltung üblicher "Financial Covenants" für Gesellschaften mit guter Bonität gebunden. Es besteht keine Gewissheit, dass die Covenants in der Zukunft eingehalten werden. Auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen geht der CTS Konzern jedoch von der Einhaltung der Covenants auch in den kommenden Jahren aus. KREDITRISIKENBei Kreditrisiken besteht die Gefahr, dass der Schuldner einer Forderung diese nicht mehr begleichen kann. Das maximale Kreditrisiko entspricht theoretisch dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber demselben Schuldner, soweit die zivilrechtliche Aufrechnungslage hergestellt werden kann. In den Jahresabschlüssen der CTS AG und des Konzerns wurde identifizierten Kreditrisiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Diese werden auf Basis von historischen Ausfallquoten und zukünftigen Erwartungen bezüglich der Einbringlichkeit der Forderungen gebildet. Eine Einzelwertberichtigung wird hierbei vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass die entsprechende Forderung nicht oder nicht vollständig einbringlich ist. Die Indikationen beruhen ferner auf intensiven Kontakten mit den jeweiligen Schuldnern im Rahmen des Forderungsmanagements. Es bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken. Für die Überleitung der Wertberichtigungskonten und die Altersstruktur der Forderungen wird auf die zusätzlichen Angaben zu den Finanzinstrumenten (IFRS 7) im Konzernanhang unter Punkt 3 verwiesen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Sicherheiten von TEUR 8.889 (Vorjahr: TEUR 8.770), hauptsächlich für die Risikoabsicherung des Ticketvorverkaufs von diversen Vorverkaufsstellen (TEUR 8.741; Vorjahr: TEUR 8.706), an Konzerngesellschaften geleistet. WÄHRUNGSRISIKENDie Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten in Fremdwährungen. Im Konzern werden teilweise Künstlerverträge und auch Lizenzverträge in Fremdwährungen geschlossen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzern-Berichtserstattungswährung resultieren), bleiben grundsätzlich ungesichert. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns beeinflussen können, werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls abgesichert. Ein Währungsrisiko kann auch dort bestehen, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften in einer anderen Währung als der dem Konzernabschluss zugrundeliegenden Währung existieren. Zur Darstellung von Finanzrisiken erstellt der CTS Konzern Sensitivitätsanalysen gemäß IFRS 7, welche die Auswirkungen hypothetischer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber allen anderen Währungen auf das Ergebnis nach Steuern und gegebenenfalls das Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Fremdwährungskurse auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2012 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis nach Steuern um TEUR 1.581 niedriger (höher) (Vorjahr: TEUR 540) gewesen. Die hypothetische Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern von TEUR -1.581 (Vorjahr: TEUR -540) ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR / GBP (TEUR -663; im Vorjahr TEUR -481). ZINSRISIKENFür langfristige Darlehen existieren hauptsächlich feste Zinssatzvereinbarungen (mit einer Zinsbindungsfrist von 1, 3 bzw. 7 Jahren). Kurzfristige Betriebsmittellinien werden darüber hinaus nicht fortwährend im Jahr in Anspruch genommen. Eine im Berichtsjahr aufgenommene Syndizierte Kreditlinie (Revolving Credit Facility) wird projektbezogen genutzt. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zinssicherungsinstrumente in Form von derivativen Finanzinstrumenten wurden im Berichtsjahr zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Finanzierungsmittel eingesetzt. Im Rahmen dieser zugrunde liegenden Forward-Zinsswap-Kontrakte werden feste Zinsen gezahlt und im Gegenzug variable Zinsen vereinnahmt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. Variabel verzinste Darlehen und mittelfristig ablaufende Festzinsvereinbarungen werden im Hinblick auf die Zinsentwicklung für eine Absicherung regelmäßig überprüft. Aufgrund der derzeitigen Marktlage wird kurzfristig von keiner signifikanten Zinssteigerung ausgegangen. Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Auf Basis von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze zum 31. Dezember 2012 ergeben sich Effekte auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie auf das Eigenkapital. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus originären, variabel verzinslichen liquiden Mitteln und Finanzschulden von TEUR 47.852 (Vorjahr: TEUR 71.383). Der hypothetische Effekt auf das Eigenkapital ergibt sich aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis nach Steuern um TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 221 geringer) höher (geringer; TEUR 33) und das Eigenkapital um TEUR 1.806 höher (TEUR 1.355 geringer) gewesen. SONSTIGE PREISRISIKENDie durch den CTS Konzern gehaltenen Wertpapiere unterliegen Marktpreisrisiken. Diese Marktpreisrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, indem die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktpreise auf den bilanziellen Ansatz von unter den Finanzanlagen bzw. sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ermittelt werden. Wenn die Marktpreise zum 31. Dezember 2012 um eine Standardabweichung bezüglich der jeweiligen historischen relativen Wertänderungen im Verlauf des Geschäftsjahres höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 2) höher (niedriger) gewesen. STEUERNAufgrund unterschiedlicher Betrachtungsweise steuerlicher Sachverhalte könnte es zu Steuernachforderungen kommen, die nachteilige Auswirkungen auf die finanzielle Lage haben. Derzeit wird eine Konzernbetriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2009 durchgeführt, die im Dezember 2011 begonnen hat. Im Berichtsjahr wurden bei der Mehrzahl der Tochtergesellschaften im Segment Live-Entertainment Betriebsprüfungen durchgeführt, die die Jahre 2005 bis 2009 umfassen. Aus den abgeschlossenen Prüfungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen. RECHTSSTREITIGKEITEN UND SCHADENERSATZANSPRÜCHEÜber schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche wird unter Punkt 6.7 im Konzernanhang berichtet. RISIKEN IM RAHMEN DER BERICHTERSTATTUNG UND PLANUNGDie Einhaltung aller für den CTS Konzern geltenden Rechnungslegungsvorschriften und aller neuen, relevanten Verlautbarungen wird regelmäßig geprüft. Zukünftige Verlautbarungen zu Bilanzierungsmethoden und Rechnungslegungsstandards, zum Beispiel zu Umsatzrealisierung und Leasing, können auch Finanzinformationen beeinflussen. Eine Prognose der Umsatzerlöse im CTS Konzern ist von vielen Faktoren abhängig und damit mit Unsicherheiten belastet. Diese Faktoren sind zum Beispiel die gesellschaftliche Entwicklung, geographische Absatzmärkte, saisonale Schwankungen, Menge der Veranstaltungen, Menge pro Vertriebskanal, Ticketpreis, Genre, Marktanteil, Budgetveränderungen bei Kunden, zeitliche Disposition und Bewertung beim "Künstler-Booking" eines jährlich veränderten Contents im Live-Entertainment sowie Währungs- und Zinsprämissen. Betriebliche Aufwendungen basieren auf erwarteten Umsatzerlösen. Das Ausbleiben erwarteter Umsatzerlöse kann zu Schwankungen bei den Betriebsergebnissen führen. Die Verwendung von Schätzungen durch das Management kann sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. KAPITALMANAGEMENTZiel des Kapitalmanagements im CTS Konzern ist eine effiziente Steuerung finanzieller Ressourcen innerhalb der Geschäftsbereiche unter der Maßgabe, den größtmöglichen Effekt auf die Rentabilität und den Shareholder Value auszuweisen. Als integraler Bestandteil der Finanzpolitik innerhalb des CTS Konzerns sorgt der Bereich Kapitalmanagement für eine angemessene Eigenkapitalausstattung, die Finanzierung von Investitionen sowie den Abbau bzw. Aufbau von Schulden. 7.3.6 POLITISCHE / RECHTLICHE RISIKENPolitische / rechtliche Risiken können entstehen, wenn Rahmenbedingungen durch staatliche Aktivitäten, insbesondere im Rahmen der Gesetzgebung, vorgegeben oder geändert werden. Beispiele dafür sind handels- und steuerrechtliche Entwicklungen, Maßnahmen zur Marktregulierung, aber auch risikorelevante Einflüsse von Verbraucherschutzorganisationen. 7.3.7 COMPLIANCE-RISIKENCompliance-Risiken können entstehen, wenn geltende Gesetze, Vorschriften und Branchennormen nicht eingehalten werden. Durch interne Richtlinien sowie Kontrollmechanismen wird die Vermeidung solcher Risiken unterstützt. 7.4 GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNSDie Gesamtschau der Risiken ergibt, dass der Konzern im Wesentlichen von Markt- und Leistungsrisiken betroffen ist. Der Vorstand geht zum Zeitpunkt der Berichterstattung davon aus, dass die Risiken in der Gesamtbewertung begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand der CTS AG bzw. des Konzerns nicht gefährden. Es sind aktuell keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen könnten. 8. ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 120 (3) SATZ 2 AKTG ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 (4) UND 315 (4) HGBDas Grundkapital der CTS AG beträgt EUR 48.000.000 und ist eingeteilt in 48.000.000 nennbetragslose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt. Herr Klaus-Peter Schulenberg, Bremen, hält 50,2% der Stimmrechte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Besondere Arten der Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind, bestehen nicht. Für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84 und 85 AktG sowie § 5 Ziffer III 3 der Satzung der Gesellschaft maßgeblich. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestellt (auf höchstens fünf Jahre) und auch abberufen. Eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Vorstand besteht nach § 5 Ziffer I der Satzung aus zwei oder mehr Personen, die Zahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt, der gemäß § 84 AktG auch ein Mitglied des Vorstands zu dessen Vorsitzenden ernennen kann. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 (1) AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der gemäß § 179 (2) AktG eine Mehrheit von Dreiviertel des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Die Satzung der CTS AG macht in § 8 (8) von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 (2) AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse soweit zulässig mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Beschlüsse der Hauptversammlung, für die nach dem Gesetz eine qualifizierte Stimmen- oder Kapitalmehrheit erforderlich ist, werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit Zwei-Drittel-Stimmenmehrheit gefasst. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um nominal bis zu EUR 12.000.000 durch Ausgabe von bis zu 12.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um nominal bis zu EUR 720.000 zu erhöhen durch Ausgabe von bis zu 720.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, soweit Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplans aufgrund der am 21. Januar 2000 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen (bedingtes Kapital 2001/1, erhöht auf EUR 720.000 durch die am 23. August 2005 und am 13. Mai 2011 beschlossenen Kapitalerhöhungen). Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2013 Options- und Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 275 Mio. EUR und mit einer Laufzeit von maximal 20 Jahren auszugeben, den Inhabern Options- bzw. Wandlungsrechte auf bis zu 22.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 22.000.000 zu gewähren, und dabei unter bestimmten Bedingungen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen das Bezugsrecht der Aktionäre an den Schuldverschreibungen auszuschließen. Im Hinblick auf eine eventuelle Ausgabe von Aktien an die Inhaber der aus der Ermächtigung gegebenenfalls resultierenden Options- und Wandelungsrechte wurde ein bedingtes Kapital von EUR 22.000.000 geschaffen (bedingtes Kapital 2008, erhöht auf EUR 22.000.000 durch die am 13. Mai 2011 beschlossene Kapitalerhöhung). Die Gesellschaft ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10% des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft in Höhe von 48.000.000 Stückaktien zu den im entsprechenden Ermächtigungsbeschluss vom 12. Mai 2010 festgelegten Erwerbspreisen und Rahmenbedingungen zu erwerben und für bestimmte Zwecke zu verwenden, teilweise auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und hieraus folgende Wirkungen sind keine Angaben zu machen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht. 9. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungsgremien der CTS AG. Der Vorstand berichtet in einer Erklärung gemäß § 289a (1) HGB zur Unternehmensführung. Die aktuelle sowie alle bisherigen Erklärungen dazu sind im Internet dauerhaft unter http://www.eventim.de/tickets.html?affiliate=EVE&fun=tdoc&doc=eventim/default/info/de/investor/investorCorporateGovernance/managementDeclaration zugänglich. 10. PROGNOSEBERICHT10.1 KÜNFTIGE WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENAufgrund der Tatsache, dass führende Zentralbanken unverändert an ihrer expansiven Geldmarktpolitik festhalten, besteht weiterhin das Risiko einer signifikant steigenden Inflation. Temporär wirken eine schleppende Konjunktur in den führenden Industrienationen sowie teilweise hohe Arbeitslosenquoten, die niedrige Lohnsteigerungen zur Folge haben, einer sprunghaft steigenden Inflation entgegen. Mittel- bis langfristig besteht somit ein signifikantes Inflationsrisiko. Frühindikatoren hierfür sind eine steigende Aktivität im Kreditkanal sowie die Erholung der Immobilienpreise und eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage. Ein vom Nachrichtendienst Bloomberg erhobener Konsens unter Bankvolkswirten erwartet für 2013 eine unveränderte Haltung der Europäischen Zentralbank mit einem Leitzins von 0,75%. Auch im Geschäftsjahr 2013 wird die Europäische Schuldenkrise die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin beeinflussen. Zudem sorgen unklare Kräfteverhältnisse nach den italienischen Parlamentswahlen Ende Februar 2013 sowie eine eingetrübte Konjunkturlage in Frankreich für weitere Unsicherheit. Zur Schaffung zuverlässiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bedarf es verschiedener Faktoren: Zum einen die Entwicklung einiger Peripherie- und Krisenländer der Eurozone nach irischem Vorbild, und zum anderen ein stärkeres globales Wachstum, damit auch die Eurozone schneller wachsen kann als erwartet. Abschließend sind Durchbrüche auf dem Weg zu einer echten Integration, samt einem System von fiskalischen Transfers, bei den nächsten europäischen Gipfeltreffen im Jahr 2013 notwendig. Als Negativ-Szenario besteht weiterhin die Gefahr, dass Griechenland 2013 die Eurozone verlassen könnte. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, würde dieses Negativ-Szenario schwerwiegende Ansteckungseffekte für die restliche Eurozone mit sich bringen, da vermutlich koordinierende Maßnahmen ausbleiben würden. Gegenüber dem Vorjahr erwartet der volkswirtschaftliche Konsens weiterhin ein leicht negatives Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von -0,1% für den Euroraum sowie einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote auf 12%. Für die Bundesrepublik Deutschland erwarten die Volkswirte auch in 2013 nur ein sehr leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7% bei einer nahezu unveränderten Arbeitslosenquote von 6,9%. 10.2 ERWARTETE ERTRAGSLAGEDie Basis des Erfolgs des CTS Konzerns ist das überzeugende Geschäftsmodell, das von den beiden Segmenten Ticketing und Live-Entertainment getragen wird. Voraussetzung für die Einrichtung eines Ticketvertriebsnetzes ist ein ausreichend zur Verfügung stehendes Veranstaltungsvolumen. Gleichzeitig setzt die Akquisition von Veranstaltungen ein funktionierendes und weitreichendes Vertriebsnetz voraus. Die Beteiligung an Veranstaltern im Segment Live-Entertainment und darüber hinaus die erstklassigen, langjährigen Kontakte zu weiteren Veranstaltern stellen sicher, dass der CTS Konzern eine sehr große Anzahl an attraktiven Veranstaltungen im Segment Ticketing im Angebot hat. Die leistungsfähige Ticketing-Software sorgt anschließend dafür, dass die Fans einfach und schnell die gewünschten Tickets erwerben können. Diese Kombination überzeugt seit vielen Jahren. Seit dem Gang an die Börse im Jahr 2000 hat die CTS-Aktie die Erwartungen des Marktes erfüllt bzw. übertroffen. Mittlerweile ist das Papier ein attraktiver, etablierter SDAX-Wert, der von Anlegern und Analysten geschätzt wird. Der Konzern ruht sich nicht auf diesem Erfolg aus und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der eingesetzten Technologie und innovativen Produkten. Der Ausbau der führenden Marktposition in Europa gehört auch in Zukunft zu den vorrangigen Zielen des Vorstands. Der CTS Konzern verfolgt somit konsequent den eingeschlagenen profitablen Wachstumskurs für das Geschäftsjahr 2013. TICKETINGDie Wachstumsstrategie im Segment Ticketing umfasst die organische und akquisitorische Entwicklung der Kernmärkte im In- und Ausland, die Abwicklung von Großprojekten und die Diversifikation der Produktvielfalt. Im Mittelpunkt der Konzernaktivitäten steht dabei der weitere Ausbau des Ticketmengenvolumens über stationäre Vertriebskanäle (Vorverkaufstellen) und margenstarker Online-Portale, denn hier liegt das größte Wachstumspotential. Die Menschen greifen in zunehmendem Maße auf das Internet als Informations- und Einkaufsplattform zurück; ein Trend, dessen Ende nicht abzusehen ist. Eine Studie von PricewaterhouseCoopers zeigt, dass 2012 rund 42% der Befragten ihrer Konsumausgaben über das Internet getätigt haben, ein Anstieg von 16% gegenüber dem Vorjahr. Der CTS Konzern ist hier ausgezeichnet positioniert, um weiteres Wachstum zu generieren und seine Marktführerschaft in Deutschland und Europa auszubauen. Im Segment Ticketing soll der komplette Ticketverkauf in Europa aus einer Datenbank abgewickelt werden und die Ticketingsoftware in allen wichtigen europäischen Märkten aktiv sein. Schwerpunkt dieser Wachstumsstrategie und Basis für eine profitable Geschäftsentwicklung sind kontinuierliche Innovationen und Verbesserungen der Ticketing-Portale und Softwareprodukte. Im Fokus bleiben das frühzeitige Erkennen von technologischen Trends und die Entwicklung passender Produkte. Das Ticketsystem bietet online viele exklusive Services wie zum Beispiel FanTickets (Original Tickets mit Farbdruck des jeweiligen Tour-Art-Works des Künstlers), Hunderte von exklusiven Vorverkäufen, platzgenaue Buchung von Tickets im Internet über einen Saalplan, den Ticketverkauf über den Mobile Shop und die iPhone- sowie Android-App, Möglichkeiten für Cross- und Upselling, die Nutzung von Promotions zur zielgerichteten Steuerung von Vorteilsangeboten, VIP-Packages und Reisebundles, Ticketbörse, kundenspezifische Segmentierungs- und Individualisierungsmöglichkeiten der angebotenen Produkte, realtime Vorschläge, Multivariantentesting zur fortlaufenden Optimierung der Usability der Webshops, Print-at-Home-sowie Mobile-Ticket-Lösungen auch für Passbook und das Zugangskontrollsystem eventim.access mobile. Umfangreiche Aktivitäten und Apps im Bereich Marketing und Social Media, insbesondere über Google, Facebook und Twitter, komplettieren die Serviceleistungen im Internet und ermöglichen Verkäufe in vielen sozialen Netzen. So partizipiert der CTS Konzern am Trend zu mobilen Lösungen und beweist einmal mehr seine Kernkompetenz in Sachen Technologie. Im Bereich der Hardwareumgebung (Rechenzentrum und andere Hardware) wird zukünftig der Ausbau der Virtualisierungsstrategie und der Einsatz von zukunftsweisenden Cloud Technologien verfolgt. Hierbei stehen die Erhöhung der Betriebssicherheit der IT-Infrastruktur bei gleichzeitiger Steigerung der Verfügbarkeit sowie auch die Reduzierung der Wartungsaufwendungen im Fokus. Der Ausbau des Online-Ticketings in ganz Europa bleibt für den CTS Konzern auch zukünftig eine Aufgabe mit hoher Priorität: In bestehenden und in neuen Märkten ist die weitere Steigerung der Gesamtticketmenge mit einer überproportionalen Entwicklung im Internetticketing geplant. Steigende Internet-Ticketmengen führen auf Basis bestehender Kostenstrukturen zu einer Verbesserung der Ergebnismarge. Die durchschnittliche Wertschöpfung pro Online-Ticket ist deutlich höher als bei herkömmlichen Karten. Die strategischen Zukäufe der vergangenen Jahre, zu denen die See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe sowie die Ticketcorner-Gruppe zählen, wurden reibungslos integriert und leisten ebenfalls einen nachhaltigen Beitrag zu Umsatz und Ergebnis des Segments Ticketing. Jährliche Ticketmengen- und Umsatzsteigerungen führen aufgrund einer unterproportionalen Kostenentwicklung (Fixkostendegression) zu Skaleneffekten im Ticketing und damit Margensteigerungen. So konnten über die akquirierten Gesellschaften Synergien realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2013 werden weitere Synergiepotentiale erwartet. Im Sportbereich nutzen eine Vielzahl der in den höchsten Spielklassen vertretenen Fußball- Eishockey-, Basketball-, und Handballvereine die innovativen Softwarelösungen EVENTIM.Tixx und EVENTIM.Farm des CTS Konzerns, um ihre Geschäftsabläufe im Ticketing zu optimieren. Sie erhöhen ihre Wertschöpfung im Ticketing und Merchandising durch Nutzung von CRM-Funktionalitäten. Eine gezielte Kundenansprache und Kundenbindung ist möglich. Der CTS Konzern stellt diesen Kunden Software-Schnittstellen zur Verfügung, so dass Eintrittskarten für diese Ligasport-Veranstaltungen auch über die CTS-Systeme erhältlich sind. Weitere Schwerpunkte im Sportbereich stellen Motorsport- und Boxveranstaltungen dar. Der CTS Konzern verfolgt hier das Ziel, den bestehenden Kundenstamm kontinuierlich zu erweitern und vor allem im europäischen Ausland weitere Kunden im Bereich Ligasport zu gewinnen. Im Kulturbereich nutzen führende Kulturveranstalter Europas wie das Opernhaus Zürich, die Internationalen Filmfestspiele Berlin "Berlinale", die finnische Nationaloper in Helsinki oder die Berliner Philharmoniker, die spezialisierte Ticketing-Lösung EVENTIM.Inhouse des CTS Konzerns, um das Ticketing- und Besuchermanagement in Theaterbetrieben, Opern- und Konzerthäusern und Festspielen optimal abzubilden. Der CTS Konzern ist bestrebt, den breiten Kundenstamm im Jahr 2013 durch Teilnahme an vielversprechenden Ausschreibungen zu erweitern. Kulturveranstalter sollen durch die Weiterentwicklung von Funktionalitäten zur Kundengewinnung und Kundenbindung sowie zur Integration von Vertriebspartnern dauerhaft unterstützt werden. Zusätzlich zu den organischen Ticketingwachstumsfeldern stehen zukünftig auch die Abwicklung von sportlichen Groß-Events im In- und Ausland im Vordergrund. So konnte der CTS Konzern den Auftrag für die Abwicklung des Ticketverkaufs für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 akquirieren. Neben dem klassischen Verkauf von Eintrittskarten spielt die Diversifikation von Ticketingprodukten bzw. weitergehenden Produkten und Zusatzleistungen im Onlineverkauf eine verstärkte Rolle. Ziel ist es, diese Geschäftsbereiche weiter auszubauen und noch mehr Kunden von der hervorragenden Plattform-Technologie zu überzeugen. LIVE-ENTERTAINMENTIm Segment Live-Entertainment ist der CTS Konzern durch Tochtergesellschaften und Beteiligungen sehr gut aufgestellt. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Konzertveranstalter des CTS Konzerns das Publikum mit Künstlern wie zum Beispiel Depeche Mode, Roger Waters, Xavier Naidoo und Helene Fischer begeistern. Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit wurden in den letzten Jahren neben dem Aufbau neuer Veranstaltungsformate partiell auch bedeutende Veranstaltungsstätten betrieben bzw. vertraglich gebunden. In diesem Zusammenhang wurden bereits neben dem bestehenden Pachtvertrag für die Waldbühne Berlin auch die Betreibergesellschaften der Lanxess Arena in Köln und der Hammersmith Apollo in London übernommen. Diese Diversifikation des Segmentes Live-Entertainment wird sowohl national als auch international weiter entwickelt. Im Zuge der strategischen Ausrichtung einer weiteren Ergebnis- und Margenverbesserung in diesem Segment steht die Verbesserung der Nettoergebnismarge im Vordergrund. Aus diesem Grund werden Gesellschaftsanteile an konsolidierten Gesellschaften aufgestockt bzw. reduziert. Auch künftig wird in diesem Segment aufgrund hochkarätiger Tourneen, Events, Festivals sowie neuen Veranstaltungsformaten (zum Beispiel "Edutainment") von einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung ausgegangen. 10.3 ERWARTETE FINANZLAGEZukünftige Investitionen werden aus laufenden Cashflows bedient. Aufgrund der aktuellen Konditionen am Fremdfinanzierungsmarkt für Gesellschaften mit guter Bonität werden zur Erhaltung der Liquiditätsausstattung auch zukünftig partielle Fremdfinanzierungen für Akquisitionen in Betracht gezogen. 10.4 GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSSofern die gesetzten Geschäftserwartungen und strategischen Planungen eintreffen, kann auch in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 für den CTS Konzern und für die CTS AG mit einer positiven Geschäftsentwicklung und damit mit einem Umsatzwachstum und einer entsprechenden weiteren Ergebnisverbesserung gerechnet werden. Im Segment Ticketing erwarten wir eine weitere Ergebnissteigerung, wenn der Anteil des Internetgeschäfts weiter ausgebaut werden kann. Im Segment Live-Entertainment erwarten wir auf Basis der Rekordergebnisse des Geschäftsjahres 2012 eine nur moderate Geschäftsentwicklung. Dennoch können sich aufgrund weltweiter Marktunsicherheiten negative Effekte auf den Veranstaltungsmarkt und damit auf die Geschäftsentwicklung des CTS Konzerns ergeben. Die Höhe einer Dividende wird sich auch zukünftig an der strategischen Konzernentwicklung und an der Ergebnisentwicklung orientieren.
Bremen, 14. März 2013 CTS
EVENTIM
Der Vorstand KONZERNABSCHLUSS 2012KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012 (IFRS)AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012 (IFRS)
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012 (IFRS)
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS (IFRS)
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012 (IFRS)
KONZERNANHANG
ZUM KONZERNABSCHLUSS
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Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben: Übertragung finanzieller Vermögenswerte" (anzuwenden am oder nach dem 01. Juli 2011) |
Es wurden alle ab dem Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Aus der Erstanwendung des oben genannten Standards/Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CTS Konzerns ergeben.
1.4 NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN
Das IASB und das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und noch nicht im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 angewendet wurden.
| ― |
Änderungen des IFRS 1
"Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende
Hochinflation und Beseitigung fester
Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender"
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| ― |
Änderungen des IAS 12
"Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender
Vermögenswerte"
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| ― |
Änderung des IAS 1
"Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner
Posten des sonstigen Ergebnisses (Juni 2011)"
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| ― |
Änderung des IFRS 7
"Angaben: Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten"
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| ― |
Änderung des IAS 32
"Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und
finanziellen Verbindlichkeiten"
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| ― |
IFRS 9 "Finanzinstrumente:
Klassifizierung und Bewertung: Finanzielle
Vermögenswerte (November 2009)"
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| ― |
IFRS 9 "Finanzinstrumente:
Klassifizierung und Bewertung: Finanzielle
Verbindlichkeiten (Oktober 2010)"
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| ― |
Änderungen des IFRS 7 und
IFRS 9 "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und
Angaben zum Übergang"
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| ― |
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2014) |
| ― |
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2014) |
| ― |
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2014) |
| ― |
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwert" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2013) |
| ― |
IAS 27 "Einzelabschlüsse (revised Mai 2011)" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2014) |
| ― |
IAS 28 "Anteile an assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (revised Mai
2011)"
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| ― |
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (revised Juni 2011)" (anzuwenden am oder nach dem 01. Januar 2013) |
| ― |
IFRIC 20 "Abraumkosten in der
Produktionsphase eines Tagebaubergwerks (Oktober
2011)"
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| ― |
IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der
International Financial Reporting Standards -
Darlehen der öffentlichen Hand"
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| ― |
Änderungen des IFRS 7 und
IFRS 9: Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und
Angaben zum Übergang
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Änderungen des IFRS 10,
Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen
anderen Unternehmen, und IAS 27,
Einzelabschlüsse - Investment Gesellschaften
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| ― |
Änderung der
Übergangsbestimmungen der IFRS 10, IFRS 11 und
IFRS 12 (Juni 2012)
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Verbesserungen der International
Financial Reporting Standards (Mai 2012)
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Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegt, wurden nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen der Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CTS Konzerns werden noch geprüft, aktuell werden aber keine wesentlichen zukünftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
1.5 ANGABEN ZU KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEN
Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen. Einige kleinere regionale Tochtergesellschaften, sowohl im Segment Ticketing als auch im Segment Live-Entertainment, wurden wegen Unwesentlichkeit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in ihrer Gesamtheit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Umsatzerlöse der aktivierten Beteiligungen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, betragen weniger als 1,5% der Umsatzerlöse des Konzerns.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Der Bilanzstichtag der konsolidierten Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt ("purchase accounting"). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses werden identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist gemäß IAS 36 jährlich hinsichtlich seiner Werthaltigkeit zu überprüfen.
Die Konsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Erwerbszeitpunkt, zum Zeitpunkt der Beherrschung oder bei Überschreitung der Wesentlichkeitsgrenzen für die Einbeziehung in den Konzernkreis.
Beteiligungen an Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode bewertet, dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20% und 50% der Fall ("at equity bilanzierte Unternehmen"). Joint-Ventures mit einem Stimmrechtsanteil von 50% werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital angesetzt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals fließen ins Beteiligungsergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ein. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem at equity bilanzierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das at equity bilanzierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das at equity bilanzierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Umsätze, Zwischenergebnisse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert.
1.6 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE
1.6.1 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE IM SEGMENT TICKETING
1.6.1.1 VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
Im Berichtszeitraum wurden im Segment Ticketing folgende Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
Mit Vertrag vom 30. Juli 2012 hat die CTS AG 65% der Anteile an der nolock Softwarelösungen GmbH, Wien (im Folgenden: nolock GmbH), erworben. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile betrug TEUR 500.
Mit Vertrag vom 13. September 2012 wurde die Ticket Online Austria GmbH, Wien, auf die Ticket Express Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH, Wien, verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 23. Oktober 2012 wirksam.
Mit Eintragung in das Handelsregister im November 2012 erfolgte die Umfirmierung der EVENTIM CH AG, Zürich in die Ticketcorner Holding AG, Rümlang.
1.6.2 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE IM SEGMENT LIVE-ENTERTAINMENT
1.6.2.1 VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
Im Berichtszeitraum wurden im Segment Live-Entertainment folgende Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
Die Arena Holding GmbH, Köln, wurde am 26. Juli 2012 als zukünftige Akquisitionsholding gegründet und am 7. August 2012 in das Handelsregister eingetragen.
Mit Datum vom 21. Dezember 2012 hat die CTS AG über ihre Tochtergesellschaft, die getgo consulting GmbH, Hamburg, 100% der Anteile über die Akquisitionsgesellschaft Arena Holding GmbH, Köln, an der Arena Management GmbH, Köln, konsolidiert. Die Arena Management GmbH betreibt die Lanxess Arena in Köln. Die Lanxess Arena in Köln ist mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Plätzen und jährlich bis zu 1,8 Millionen Besuchern eine der weltweit größten und erfolgreichsten Veranstaltungshallen. Seit Erstkonsolidierungszeitpunkt hat die Arena Management GmbH Umsatzerlöse von TEUR 1.305 und ein Ergebnis von TEUR 276 erzielt. Mit Erwerb der Gesellschaft wurden Zahlungsmitteläquivalente von TEUR 15.723 übernommen.
Zu dem Joint-Venture Hammersmith Apollo ltd., London, wird auf Punkt 1.6.2.3 verwiesen.
1.6.2.2 KAUFPREISALLOKATION
VORLÄUFIGE KAUFPREISALLOKATION ARENA MANAGEMENT GMBH
In der folgenden Übersicht sind auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation die Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt unmittelbar vor Erwerb der Arena Management dargestellt:
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Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt -
vorläufige Kaufpreisallokation -
[TEUR] |
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| Liquide Mittel | 15.723 |
| Vorräte | 320 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.372 |
| Sonstige Vermögenswerte | 713 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.128 |
| Sachanlagevermögen | 350 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.116 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.466 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.855 |
| Rückstellungen | 102 |
| Steuerrückstellungen | 1.580 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.636 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 17.173 |
| Latente Steuern | 675 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 675 |
| Nettovermögen | 2.746 |
Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden Vermögenswerte und Schulden mit dem Fair Value bewertet. Im Wesentlichen wurde ein Kundenstamm mit einem Fair Value von TEUR 2.081 ermittelt. Auf die temporären Differenzen aus der Neubewertung der immateriellen Vermögenswerte wurden passive latente Steuern von TEUR 675 gebildet. Auch nach wiederholter Prüfung der Zeitwerte gemäß IFRS 3.56 wurde das im Rahmen der Ursprungsbewertung festgestellte Nettovermögen (TEUR 2.746) bestätigt.
Zum 31. Dezember 2012 ist die Kaufpreisallokation noch vorläufig, da noch Untersuchungen in Bezug auf die immateriellen Vermögenswerte sowie Würdigungen rechtlicher Sachverhalte ausstehen. Eine abschließende Beurteilung der angesetzten Vermögenswerte und Schulden erfolgt innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Unternehmenserwerb.
Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.372 setzt sich zusammen aus dem Bruttowert der Forderungen von TEUR 1.723 und Wertberichtigungen von TEUR 351.
Die Anschaffungsnebenkosten von TEUR 67 wurden gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2012 erfasst.
Überleitung Anschaffungskosten zum Erstkonsolidierungsstichtag (21. Dezember 2012):
| [TEUR] | |
| Anschaffungskosten | 0 |
| Liquide Mittel | 15.723 |
| Vorräte | 320 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.372 |
| Sonstige Vermögenswerte | 713 |
| Sachanlagevermögen | 350 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.116 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | -3.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -8.855 |
| Rückstellungen | -102 |
| Steuerrückstellungen | -1.580 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -3.636 |
| Latente Steuern | -675 |
| Nettovermögen / Eigenkapital | 2.746 |
| Negativer Unterschiedsbetrag | -2.746 |
| 0 |
Im Zuge der Akquisition hat sich die CTS AG verpflichtet, ein Gesellschafterdarlehen des Veräußerers von TEUR 3.000 zu tilgen. Unter Berücksichtigung des abzulösenden Gesellschafterdarlehens ergibt sich ein Kaufpreis in Summe von TEUR 3.000.
Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen der an der Arena Management GmbH beteiligten Banken wurde dem CTS Konzern die Übernahme der Gesellschaftsanteile an der Arena Management GmbH angeboten. Der im Anteilskaufvertrag vereinbarte Darlehensverzicht der Altgesellschafter führte zur Beseitigung der Überschuldung bzw. zu einer Kapitalüberdeckung.
Nach der Erstkonsolidierung ergab sich über die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ein negativer Unterschiedsbetrag (Differenz zwischen Nettovermögen und Anschaffungskosten), der gemäß IFRS 3 zu sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 2.746 führt.
Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit im Segment Live-Entertainment wurden in den letzten Jahren neben dem Aufbau neuer Veranstaltungsformate partiell auch bedeutende Veranstaltungsstätten wie zum Beispiel die Waldbühne in Berlin betrieben. Im Berichtsjahr wurde diese Geschäftstätigkeit durch Übernahme der Betreibergesellschaften der Hammersmith Apollo in London und auch der Lanxess Arena in Köln sowohl national als auch international weiter diversifiziert. Im Zuge der Akquisition der Betreibergesellschaft der Lanxess Arena (Arena Management GmbH) ergab sich über vertraglich vereinbarte Kapitalmaßnahmen der Verkäufer und der Neubewertung der Vermögenswerte im Rahmen der Erstkonsolidierung ein höheres Eigenkapital.
1.6.2.3 JOINT-VENTURE HAMMERSMITH APOLLO LTD.
Mit Eintrag in das englische Handelsregister vom 22. Mai 2012 wurde die Stage C als Akquisitionsgesellschaft mit Sitz in London gegründet. Die Stage C wird zusammen mit der Anschutz Entertainment Group (AEG) als Joint Venture (im Folgenden: Joint-Venture HAL Apollo) zu gleichen Teilen gehalten und unter Anwendung der Equity-Methode in den CTS Konzernabschluss einbezogen. Die getgo consulting GmbH, Hamburg, (100%ige Tochtergesellschaft der CTS AG) hat als Anteilseigner bei Gründung der Stage C 14,4 Mio. GBP (rund 16,4 Mio. EUR) in das Eigenkapital eingezahlt.
Mit Kaufvertrag vom 31. Mai 2012 hat die Stage C 100% der Anteile an der Hammersmith Apollo Ltd., London, (im Folgenden: HAL Apollo) von der britischen HMV Group plc. für einen Kaufpreis von 32 Mio. GBP (rund 40 EUR Mio.) erworben. Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft betreffen Kundenstamm und langfristige Nutzungsrechte an der Veranstaltungsstätte. Der Vollzug der Transaktion stand zum Erwerbszeitpunkt unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die englischen und deutschen Kartellbehörden. Die Freigabe erfolgte Anfang August 2012 und die Gesellschaft wurde ab diesem Zeitpunkt at equity konsolidiert. Die HAL Apollo ist die Betreibergesellschaft der gleichnamigen Veranstaltungsstätte im Zentrum von London. Diese ist mit einer Kapazität von über 5.000 Plätzen eine der beliebtesten Londoner Veranstaltungsstätten und Veranstaltungsort zahlreicher Live Konzerte, namhafter TV-Produktionen sowie Comedy-Shows.
Durch die Beteiligung am Joint-Venture HAL Apollo schafft der CTS Konzern die Grundlage für einen weiteren zügigen Ausbau der Marktposition in Großbritannien. Der im CTS Konzernabschluss gemäß IAS 31 bilanzierte Anteil am Teilkonzern der Stage C beträgt zum 31. Dezember 2012 TEUR 16.009. Der dem CTS Konzern zuzurechnende Anteil an den Umsatzerlösen umfasst TEUR 1.393. Das anteilige, nach der Equity-Methode konsolidierte Nettoergebnis (unter Berücksichtigung der Akquisitionskosten und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation) beträgt TEUR -388.
In der folgenden Übersicht sind die Buchwerte zum 31. Dezember 2012 dargestellt:
|
31.12.2012
[TEUR] |
|
| Liquide Mittel | 2.573 |
| Vorräte | 108 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 227 |
| Sonstige Vermögenswerte | 77 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.985 |
| Sachanlagevermögen | 8.845 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 36.011 |
| Latente Steuern | 3.892 |
| Langfristige Vermögenswerte | 48.748 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.012 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.725 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.971 |
| Steuerrückstellungen | 273 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 248 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.229 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.742 |
| Latente Steuern | 2.683 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 13.425 |
| Nettovermögen | 31.079 |
1.6.2.4 PRO-FORMA ANGABEN
Die folgende Pro-forma-Rechnung stellt die Finanzdaten des CTS Konzerns einschließlich der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen voll und at equity konsolidierten Konzernunternehmen unter der Annahme dar, dass diese bereits zu Beginn des Geschäftsjahres in den Konzernabschluss, zu den Bedingungen des tatsächlichen Unternehmenserwerbes, einbezogen wären.
|
2012
[TEUR] |
|
| Umsatzerlöse | |
| Ausgewiesen | 520.334 |
| Pro-forma | 557.699 |
| Konzernergebnis | |
| Ausgewiesen | 54.990 |
| Pro-forma | 63.976 |
Bei der Ermittlung der Pro-forma Angaben wurden unter anderem die Abschreibungen auf die aufgedeckten stillen Reserven bei der Neubewertung der immateriellen Vermögenswerte und entsprechend die latenten Steuern berücksichtigt. Die Umsatzerlöse werden unter Berücksichtigung der Eliminierung von wesentlichen Intercompany-Beziehungen für das gesamte Geschäftsjahr 2012 erfasst.
1.7 ANTEILSBESITZLISTE
Auf einen Abdruck der Angaben nach § 313 (2) HGB, die Bestandteil dieses Konzernanhangs sind, wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Diese Angaben sind auf der Internetseite der CTS AG unter www.eventim.de/tickets.html?affiliate=TUG&fun=tdoc&doc=eventim/default/info/de/investor/investorStrucre hinterlegt.
1.8 GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Geschäftstransaktionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der lokalen Landeswährung vorgenommen werden, werden zum Transaktionskurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Die Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften, deren Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach der funktionalen Umrechnungsmethode. Die funktionale Währung der Unternehmensteile außerhalb Deutschlands ist die lokale Landeswährung. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden der Unternehmensteile außerhalb Deutschlands bzw. außerhalb des Euro-Währungsgebietes mit dem Stichtagkurs in Euro umgerechnet. Erlöse und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des jeweiligen Geschäftsjahres umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals ausgewiesen.
1.9 WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.
HINWEIS ZUR BILANZIERUNG NACH IFRS 3 UND IAS 27
Veränderungen der Beteiligungsquote an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, sind nicht als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen, sondern direkt mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Bei einem Verkauf von Anteilen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert bewertet und ein aus der Neubewertung entstehender Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
LIQUIDE MITTEL
Die liquiden Mittel enthalten Bank- und Kassenbestände. Die Bank- und Kassenbestände werden zum Bilanzstichtag mit dem Nennwert bewertet.
FORDERUNGEN
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken sowie teilweise auch erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzern ist grundsätzlich bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten möglichen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen.
VORRÄTE
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und abzüglich erhaltener Boni oder Skonti, bzw. zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Abschlussstichtag angesetzt. Fremdkapitalkosten für Vorräte werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, sofern es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte gemäß IAS 23 handelt.
GELEISTETE ANZAHLUNGEN
Die geleisteten Anzahlungen im Segment Live-Entertainment werden zu Anschaffungskosten angesetzt.
FINANZINSTRUMENTE
Die ausgewiesenen Werte der Finanzinstrumente des Konzerns, dazu gehören liquide Mittel, Ausleihungen, Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente entsprechen den Bilanzierungsvorschriften des IAS 39.
Finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 grundsätzlich in die folgenden Kategorien unterteilt:
| ― |
Kredite und Forderungen |
| ― |
erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― |
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
| ― |
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Die originären finanziellen Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Klassifizierung der originären finanziellen Vermögenswerte hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den diese erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag.
Der Konzern stuft zum Stichtag keine Finanzinstrumente in die Kategorie "bis zu Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen" und "erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte" ein. Es werden finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" gehalten.
Derivative Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 grundsätzlich in der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und mit ihrem positiven oder negativen Marktwert als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zu bilanzieren. Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind dabei ergebniswirksam zu erfassen. Ausnahme hiervon bilden Derivate, die als Cashflow-Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind (Hedge Accounting). Die Wertänderungen der zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsderivate werden folglich im Rahmen von effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Konzernergebnis erfasst.
Zum Stichtag sind keine Finanzinstrumente in die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft. Derivative Finanzinstrumente wurden als Cashflow-Sicherungsinstrumente designiert.
Wenn die derivativen Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente auslaufen, veräußert werden oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen, verbleibt der erfolgsneutral erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Kann der Eintritt der zukünftigen Transaktion unwiderruflich nicht mehr erwartet werden, sind die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne jegliche Absicht, die Forderungen zu handeln. Kredite und Forderungen sind in der Bilanz in den liquiden Mitteln, Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen und in den sonstigen Vermögenswerten enthalten. Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst.
Zu den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zählen Beteiligungen und Wertpapiere. Die Beteiligungen werden grundsätzlich mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten gezeigt, da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen. Soweit Hinweise auf niedrigere beizulegende Zeitwerte bestehen, werden diese angesetzt. Die Wertpapiere werden bei erstmaliger bilanzieller Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Erfüllungstag angesetzt. Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalkosten für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, sofern es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte gemäß IAS 23 handelt.
Eigene Softwareentwicklungskosten werden aktiviert, soweit sie die in IAS 38 genannten Voraussetzungen erfüllen. Die der Software direkt zurechenbaren Kosten umfassen die Personalkosten für die an der Entwicklung beteiligten Mitarbeiter sowie ein angemessener Teil der entsprechenden Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten für Software werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
| ― |
Software, Lizenzen: zwischen 2 - 10 Jahre |
| ― |
Marke: zwischen 5 - 10 Jahre |
| ― |
Kundenstamm: zwischen 4 - 12 Jahre |
| ― |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: zwischen 3 - 13 Jahre |
Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen.
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit seiner Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich zum Bilanzstichtag bzw. bei Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse, die darauf hindeuten, dass der Marktwert einer Berichtseinheit des Konzerns deren Buchwert unterschreiten könnte. Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden.
Der Konzern beurteilt regelmäßig die Werthaltigkeit der Buchwerte sämtlicher Vermögenswerte gemäß IAS 36. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände vermuten lassen, dass der Buchwert eines solchen Vermögenswertes unter Umständen den beizulegenden Wert nicht mehr erreicht, führt der Konzern einen Vergleich zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Bilanzwert jenes Vermögenswertes durch (Werthaltigkeitstest). Falls die Werthaltigkeit des Vermögenswertes nicht mehr gegeben ist, bucht der Konzern eine Wertberichtigung zur Abschreibung des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag. Die Buchwerte der Berichtseinheiten haben in keinem der Fälle den jeweiligen Zeitwert überschritten, und somit ergab sich auch kein Hinweis auf die Wertminderung einer Berichtseinheit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012.
Der CTS Konzern ist Leasingnehmer für gemietete Sachanlagen im Rahmen von Leasingverträgen. In den Fällen, in denen der CTS Konzern die Chancen und Risiken aus der Nutzung der Leasinggegenstände im Wesentlichen übernimmt, wurden diese aktiviert (Finance Lease). Die Aktivierung erfolgt dabei mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die auch für vergleichbare erworbene Vermögenswerte Anwendung findet. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den Verbindlichkeiten mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei denen der CTS Konzern nicht der wirtschaftliche Eigentümer des gemieteten Vermögenswerts ist (Operating Lease), werden aufwandswirksam erfasst.
LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden in Übereinstimmung mit IAS 12 bilanziert. Nach IAS 12 werden latente Steuern nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode gebucht.
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, mit dem die abzugsfähige temporäre Differenz oder der Verlustvortrag verrechnet werden kann. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden mit den geltenden Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich auf das zu versteuernde Einkommen in den Jahren, in denen diese zeitlichen Unterschiede voraussichtlich angerechnet oder beglichen werden, anzuwenden sind. Die Auswirkung eines geänderten Steuersatzes auf latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten wird ertragswirksam erfasst.
VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten wurden gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, wenn Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, mit deren Inanspruchnahme entsprechend IAS 37 hinreichend wahrscheinlich zu rechnen ist. Die Rückstellung wird mit dem Betrag angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der erwarteten Ausgaben darstellt, die zur Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Dabei handelt es sich um Verpflichtungen des Unternehmens aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen sind von der Betriebszugehörigkeit und Vergütungsstufe des Mitarbeiters abhängig.
Der Rückstellungsbewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen liegt die Methode der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode) zugrunde. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden erfolgswirksam erfasst.
Sofern Rückdeckungsversicherungen und liquide Mittel für Pensionszusagen bestehen, bei denen die Versicherungsleistungen nur zur Deckung der Leistung aus der Versorgungszusage verwendet werden können und die Versicherungsleistungen an die begünstigten Arbeitnehmer verpfändet sind, werden diese gemäß IAS 19 als qualifizierte Versicherungspolicen behandelt. Die Rückdeckungswerte werden als Planvermögen mit der entsprechenden Pensionsrückstellung in der Bilanz saldiert.
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
UMSATZREALISIERUNG
Umsätze und sonstige Erlöse werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen. Preisnachlässe vermindern die Umsatzerlöse, sobald der entsprechende Umsatz berücksichtigt wird.
Umsatzerlöse im Segment Ticketing, die mit dem Verkauf der Tickets an Endkunden in Zusammenhang stehen, werden bei Leistungserbringung der jeweiligen CTS Ticketing-Gesellschaft gegenüber dem Endkunden realisiert. Im Segment Live-Entertainment werden im Vorverkaufszeitraum die Ticketeinnahmen beim Veranstalter als erhaltene Anzahlungen passivisch abgegrenzt. Nach Durchführung der Veranstaltung erfolgt die Umbuchung der erhaltenen Anzahlungen in die Umsatzerlöse und entsprechend die Ertragsrealisation.
AUFWANDSERFASSUNG
Aufwendungen werden im Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst.
Leistungen für Softwareentwicklungen werden, soweit sie die in IAS 38 genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, aufwandswirksam erfasst und überwiegend in die Herstellungskosten gegliedert.
SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN DES MANAGEMENTS
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden (Bewertungsunsicherheiten), die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem jährlich durchzuführenden Impairmenttest zum Geschäfts- oder Firmenwert sowie für den Ansatz von aktiven latenten Steuern müssen Annahmen getroffen werden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Der Konzern untersucht jährlich, in Einklang mit oben dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, ob eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde basierend auf Berechnungen des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Diesen Berechnungen müssen Annahmen zugrunde gelegt werden, die auf Schätzungen des Managements beruhen. Sofern sich Entwicklungen ergeben, die außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegen, können die künftigen Buchwerte von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechend angepasst.
Im Konzernabschluss werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen bilanziert. Bei der Bilanzierung aktiver latenter Steuern muss das Management Einschätzungen hinsichtlich der Werthaltigkeit treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt dabei von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Ertragslage in der Vergangenheit, operativen Planungen und Steuerplanstrategien. Weichen die Schätzungen von den tatsächlichen Ereignissen ab, dann müssen im Zweifel die Wertansätze angepasst werden.
2. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
LIQUIDE MITTEL (1)
Die liquiden Mittel von TEUR 319.514 (Vorjahr: TEUR 249.964) setzen sich vorwiegend aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (KURZFRISTIG) (2)
Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 27.610 (Vorjahr: TEUR 28.958) sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Zuge des operativen Geschäftsbetriebes haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR -1.347 reduziert.
FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UND AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN (KURZFRISTIG) (3)
Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen von TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR 5.045) betreffen überwiegend Forderungen gegen Tochterunternehmen in Osteuropa, die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden (TEUR 1.923; Vorjahr: TEUR 1.609).
VORRÄTE (4)
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe | 297 | 310 | -13 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.554 | 1.483 | 71 |
| 1.851 | 1.793 | 58 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen im Wesentlichen Ticketrohlinge. Die fertigen Erzeugnisse und Waren beinhalten überwiegend IT-Hardware, Merchandising Artikel und Tickets. Es wurden keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.
GELEISTETE ANZAHLUNGEN (5)
Die geleisteten Anzahlungen von TEUR 16.252 (Vorjahr: TEUR 14.870) betreffen bereits verauslagte Produktionskosten im Segment Live-Entertainment (z.B. Künstlergagen) für Veranstaltungen, die in 2013 stattfinden.
FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN (KURZFRISTIG) (6)
Die Forderungen aus Ertragsteuern von TEUR 8.341 (Vorjahr: TEUR 7.702) betreffen insbesondere Kapitalertragsteuern sowie Steuererstattungsansprüche im Zusammenhang mit geleisteten Vorauszahlungen.
SONSTIGE VERMÖGENSWERTE (KURZFRISTIG) (7)
Die sonstigen Vermögenswerte von TEUR 55.056 (Vorjahr: TEUR 34.936) setzen sich zusammen aus finanziellen Vermögenswerten von TEUR 45.254 (Vorjahr: TEUR 27.026) und nicht finanziellen Vermögenswerten von TEUR 9.802 (Vorjahr: TEUR 7.910).
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betreffen unter anderem Forderungen aus Ticketgeldern aus dem Kartenvorverkauf im Segment Ticketing von TEUR 30.937 (Vorjahr: TEUR 18.997), kurzfristige Darlehen und Ausleihungen von TEUR 3.640 (Vorjahr: TEUR 2.408), diese umfassen vorwiegend Forderungen gegenüber Veranstaltern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, und erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Wertpapiere von TEUR 2.725 (Vorjahr: TEUR 1.159).
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern von TEUR 3.168 (Vorjahr: TEUR 1.943), übrige Forderungen von TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 636) und einen Posten zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen von TEUR 5.799 (Vorjahr: TEUR 5.331), der unter anderem abzugrenzende Marketingaufwendungen und Produktionskosten im Segment Live-Entertainment sowie abgegrenzte Vorauszahlungen an Veranstalter für Ticketvertriebsrechte im Segment Ticketing beinhaltet.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden von den Konzerngesellschaften Sicherheiten von TEUR 934 (Vorjahr: TEUR 838), unter anderem für Mietkautionen TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 494), geleistet.
SACHANLAGEVERMÖGEN (8)
Die Entwicklung und Zusammensetzung ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
[TEUR] |
Technische Anlagen und Maschinen
[TEUR] |
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
[TEUR] |
Geleistete Anzahlungen
[TEUR] |
Summe
[TEUR] |
|
| 2011 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 01. Januar 2011 | 784 | 698 | 34.716 | 0 | 36.198 |
| Zugang Konzernkreis | 6 | 0 | 147 | 0 | 153 |
| Zugang | 129 | 20 | 4.527 | 10 | 4.686 |
| Abgang | 0 | 0 | -2.297 | 0 | -2.297 |
| Währungsdifferenzen | 3 | -13 | 30 | 0 | 20 |
| 31. Dezember 2011 | 922 | 705 | 37.123 | 10 | 38.760 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| 01. Januar 2011 | 183 | 573 | 20.085 | 0 | 20.841 |
| Zugang | 151 | 64 | 5.224 | 0 | 5.439 |
| Abgang | 0 | -4 | -2.083 | 0 | -2.087 |
| Währungsdifferenzen | 1 | -4 | 17 | 0 | 14 |
| 31. Dezember 2011 | 335 | 629 | 23.243 | 0 | 24.207 |
| Buchwert am 31. Dezember 2011 | 587 | 76 | 13.880 | 10 | 14.553 |
| 2012 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 01. Januar 2012 | 922 | 705 | 37.123 | 10 | 38.760 |
| Zugang Konzernkreis | 190 | 0 | 181 | 0 | 371 |
| Zugang | 66 | 23 | 4.715 | 0 | 4.804 |
| Abgang | -144 | -15 | -3.586 | -2 | -3.747 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 8 | -8 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 2 | 11 | 38 | 0 | 51 |
| 31. Dezember 2012 | 1.036 | 724 | 38.479 | 0 | 40.239 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| 01. Januar 2012 | 335 | 629 | 23.243 | 0 | 24.207 |
| Zugang | 160 | 35 | 5.334 | 0 | 5.529 |
| Abgang | -144 | -9 | -2.615 | 0 | -2.768 |
| Währungsdifferenzen | 1 | 4 | 23 | 0 | 28 |
| 31. Dezember 2012 | 352 | 659 | 25.985 | 0 | 26.996 |
| Buchwert am 31. Dezember 2012 | 684 | 65 | 12.494 | 0 | 13.243 |
Die Zugänge der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen überwiegend Hardware für neue IT Infrastruktur (unter anderem Server für Rechenzentren sowie Ausstattungen der Vorverkaufsstellen/Veranstalter und Hardware für Einlasskontrollen in Stadien), Büro- und Geschäftsausstattungen sowie Ausstellungsinventar für Veranstaltungsreihen im Bereich "Edutainment".
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (9), GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT (16)
Die Entwicklung und Zusammensetzung ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
|
Software,
Lizenzen und ähnliche Rechte [TEUR] |
Aktivierte
Entwicklungs- kosten [TEUR] |
Geschäfts- und
Firmenwert [TEUR] |
Kundenstamm
[TEUR] |
Geleistete
Anzahlungen / Selbsterstellte Software in der Entwicklung [TEUR] |
Summe
[TEUR] |
|
| 2011 | ||||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| 01. Januar 2011 | 48.251 | 16.206 | 253.559 | 83.890 | 1.296 | 403.202 |
| Zugang Konzernkreis | 120 | 0 | 1.605 | 4 | 0 | 1.729 |
| Zugang | 3.332 | 3.879 | 0 | 0 | 1.520 | 8.731 |
| Abgang | -150 | 0 | 0 | 0 | -4 | -154 |
| Umbuchungen | 255 | 455 | 0 | 0 | -709 | 1 |
| Währungsdifferenzen | 166 | 57 | 1.323 | 400 | 0 | 1.946 |
| 31. Dezember 2011 | 51.974 | 20.597 | 256.487 | 84.294 | 2.103 | 415.455 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01. Januar 2011 | 32.212 | 4.131 | 4.690 | 13.166 | 0 | 54.199 |
| Zugang | 5.782 | 2.161 | 0 | 9.193 | 0 | 17.136 |
| Abgang | -134 | 0 | 0 | 0 | 0 | -134 |
| Umbuchungen | 16 | -16 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 39 | 29 | 0 | 95 | 0 | 163 |
| 31. Dezember 2011 | 37.915 | 6.305 | 4.690 | 22.454 | 0 | 71.364 |
| Buchwert am 31. Dezember 2011 | 14.059 | 14.292 | 251.797 | 61.840 | 2.103 | 344.091 |
| 2012 | ||||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| 01. Januar 2012 | 51.974 | 20.597 | 256.487 | 84.294 | 2.103 | 415.455 |
| Zugang Konzernkreis | 35 | 0 | 452 | 2.081 | 0 | 2.568 |
| Zugang | 1.013 | 4.645 | 0 | 0 | 1.063 | 6.721 |
| Abgang | -442 | -1.900 | 0 | 0 | 0 | -2.342 |
| Umbuchungen | 0 | 2.341 | 0 | 0 | -2.341 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 119 | 47 | 455 | 138 | 0 | 759 |
| 31. Dezember 2012 | 52.699 | 25.730 | 257.394 | 86.513 | 825 | 423.161 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01. Januar 2012 | 37.915 | 6.305 | 4.690 | 22.454 | 0 | 71.364 |
| Zugang | 5.783 | 2.015 | 0 | 9.466 | 0 | 17.264 |
| Abgang | -491 | -1.751 | 0 | 0 | 0 | -2.242 |
| Währungsdifferenzen | 29 | 40 | 0 | 47 | 0 | 116 |
| 31. Dezember 2012 | 43.236 | 6.609 | 4.690 | 31.967 | 0 | 86.502 |
| Buchwert am 31. Dezember 2012 | 9.463 | 19.121 | 252.704 | 54.546 | 825 | 336.661 |
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 6.721 betreffen Zugänge für Software, Lizenzen und ähnliche Rechte (TEUR 1.013), aktivierte Entwicklungskosten (TEUR 4.645) und geleistete Anzahlungen / selbsterstellte Software in der Entwicklung (TEUR 1.063).
Die Zugänge der Software, Lizenzen und ähnliche Rechte umfassen im Wesentlichen Zahlungen für Ticketrechte im Segment Ticketing. Die Zugänge der aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 4.645) und der geleisteten Anzahlungen / selbsterstellte Software in der Entwicklung (TEUR 1.063) betreffen überwiegend Weiterentwicklungen von Ticketvertriebssoftware. Von den Investitionen entfallen TEUR 4.803 auf eigene und TEUR 1.911 auf fremde Softwareentwicklungen.
Erläuterungen zu der Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes werden unter dem Punkt "Geschäfts- oder Firmenwert (16)" in diesem Kapitel dargestellt.
Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes bestehen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
FINANZANLAGEN (10), ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN (11), AUSLEIHUNGEN (12)
Die Entwicklung und Zusammensetzung ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
|
Anteile an
verbundenen unternehmen [TEUR] |
Beteiligungen
[TEUR] |
Beteiligungen an at equity bilanzierten unternehmen
[TEUR] |
Wertpapiere des
Anlagevermögens [TEUR] |
Sonstige
Ausleihungen [TEUR] |
Summe
[TEUR] |
|
| 2011 | ||||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| 01. Januar 2011 | 283 | 1.881 | 1.993 | 32 | 534 | 4.723 |
| Zugang | 240 | 0 | 80 | 0 | 101 | 421 |
| Abgang | 0 | 0 | 0 | 0 | -103 | -103 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 25 | 0 | 0 | 2 | 27 |
| 31. Dezember 2011 | 523 | 1.906 | 2.073 | 32 | 534 | 5.068 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01. Januar 2011 | 1 | 156 | 0 | 5 | 0 | 162 |
| 31. Dezember 2011 | 1 | 156 | 0 | 5 | 0 | 162 |
| Buchwert 31. Dezember 2011 | 522 | 1.750 | 2.073 | 27 | 534 | 4.906 |
| 2012 | ||||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| 01. Januar 2012 | 523 | 1.906 | 2.073 | 32 | 534 | 5.068 |
| Zugang Konzernkreis | 0 | 0 | 16.398 | 0 | 0 | 16.398 |
| Zugang | 150 | 204 | 0 | 0 | 98 | 452 |
| Abgang | 0 | 0 | -1.932 | -14 | -264 | -2.210 |
| Umbuchungen | -93 | 0 | 0 | 0 | 0 | -93 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 9 | 0 | 0 | 1 | 10 |
| 31. Dezember 2012 | 580 | 2.119 | 16.539 | 18 | 369 | 19.625 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01. Januar 2012 | 1 | 156 | 0 | 5 | 0 | 162 |
| Zugang | 0 | 569 | 0 | 0 | 100 | 669 |
| 31. Dezember 2012 | 1 | 725 | 0 | 5 | 100 | 831 |
| Buchwert am 31. Dezember 2012 | 579 | 1.394 | 16.539 | 13 | 269 | 18.794 |
FINANZANLAGEN (10)
Die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.986 (Vorjahr: TEUR 2.301) betreffen überwiegend Beteiligungen (TEUR 1.394; Vorjahr: TEUR 1.750).
ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN (11)
Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen haben sich von TEUR 2.073 um TEUR 14.466 auf TEUR 16.539 im Wesentlichen aufgrund des Anteilserwerbes an dem Joint-Venture HAL Apollo erhöht.
Folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen at equity bilanzierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den CTS Konzern entfallenen Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100% dar.
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
|
| Gesamtvermögen | 72.829 | 17.788 |
| Gesamtschulden | 47.252 | 20.414 |
| Umsatzerlöse | 81.262 | 71.342 |
| Ergebnis | -3.499 | 272 |
Von den oben genannten Werten entfallen auf das Joint-Venture HAL Apollo ein Gesamtvermögen von TEUR 51.733, Gesamtschulden von TEUR 20.654, Umsatzerlöse von TEUR 2.785 und ein Ergebnis von TEUR -776.
AUSLEIHUNGEN (12)
Die Ausleihungen von TEUR 269 betreffen in voller Höhe Ausleihungen gegenüber fremden Dritten insbesondere im Segment Live-Entertainment (Vorjahr: TEUR 534).
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (LANGFRISTIG) (13)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren betragen TEUR 61.
FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UND AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN (LANGFRISTIG) (14)
Die Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen betreffen Forderungen gegen Stage C von TEUR 3.727.
SONSTIGE VERMÖGENSWERTE (LANGFRISTIG) (15)
Die langfristigen sonstigen Vermögenswerte von TEUR 4.143 (Vorjahr: TEUR 3.051) umfassen mit TEUR 4.103 (Vorjahr: TEUR 3.051) finanzielle Vermögenswerte. Die Forderungen sind zwischen zwei und fünf Jahren fällig. Die sonstigen Vermögenswerte haben sich im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere im Segment Ticketing um TEUR 1.092 erhöht.
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT (16)
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 252.704 (Vorjahr: TEUR 251.797) entfällt mit TEUR 217.413 (Vorjahr: TEUR 216.507) auf das Segment Ticketing und mit TEUR 35.290 (Vorjahr: TEUR 35.290) auf das Segment Live-Entertainment.
Der Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Ticketing erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 907. Der Anstieg entfällt mit TEUR 455 auf Währungseffekte durch die Stichtagsbewertung zum 31. Dezember 2012 von Geschäfts- und Firmenwerten in Fremdwährungen (Euro zu Schweizer Franken) sowie mit TEUR 452 auf die Akquisition der nolock GmbH.
Im Segment Live-Entertainment ergab sich keine Veränderung des Geschäfts- und Firmenwertes.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde Zwecks Überprüfung auf Wertminderung zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit = CGUs) zugeordnet. Die CGUs entsprechen den Konzernberichtseinheiten (operativen Segmenten) Ticketing und Live-Entertainment. Der Buchwert des den Geschäftsbereichen Ticketing und Live-Entertainment zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes ist im Vergleich zum Gesamtbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes signifikant.
Im Rahmen des Impairment-Tests für den Geschäfts- oder Firmenwert wird der erzielbare Betrag einer CGU, der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, bestimmt. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des Betrags wider, für den ein unabhängiger Dritter die zahlungsmittelgenerierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde, Veräußerungskosten werden zusätzlich abgezogen. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage eines Discounted Cashflow-Bewertungsmodells (DCF) ermittelt. Diese Vorgehensweise sowie die Grundannahmen gelten für alle zu prüfenden firmenwerttragenden CGUs. Die Berechnungen basieren auf prognostizierten Cashflows, die aus einer Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen hat das Management das gegenwärtige und künftige Wahrscheinlichkeitsniveau, geschäftliche und konjunkturelle Trends sowie die wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Die Cashflows im Jahr der ewigen Rente entsprechen dem Cashflow des letzten Jahres der Fünfjahresplanung. Zu Beginn des Detailplanungszeitraums wurde eine EBITDA-Marge im Segment Ticketing von 40,0% und im Segment Live-Entertainment von 9,0% zugrunde gelegt. In den Folgejahren wurde unter anderem aufgrund einer erwarteten Zunahme des margenstarken Internet-Ticketverkaufs mit einer moderat ansteigenden EBITDA-Marge gerechnet. Es wird ein Diskontierungssatz von 7,3% (Vorjahr: 7,1%) verwendet. Die genutzten Diskontierungszinssätze sind Nachsteuerzinssätze und reflektieren die spezifischen Risiken der betreffenden CGUs. Der Konzern verwendet für die Extrapolation der Cashflows im Anschluss an den Detailplanungszeitraum konstante Wachstumsraten von 1,0% (Vorjahr: 1,0%). Die Wachstumsrate ist aus vergangenen Erfahrungen abgeleitet worden und überschreitet die langfristige Entwicklung der jeweiligen Märkte, auf denen die Legaleinheit tätig ist, nicht. Die Wachstumsraten berücksichtigen externe makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde kein Wertberichtigungsbedarf für die nach Segmenten aufgeteilten Geschäfts- oder Firmenwerte festgestellt. Wäre der geschätzte Diskontierungsfaktor um 1,0% höher oder die EBITDA-Marge im Segment Ticketing bzw. im Segment Live-Entertainment um 10,0% geringer gewesen, hätte sich kein Wertminderungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte in den jeweiligen Segmenten ergeben.
Negative Unterschiedsbeträge aus einem Unternehmenszusammenschluss werden gemäß IFRS 3 nach Zuordnung stiller Reserven und stiller Lasten sowie nochmaliger Überprüfung in der Periode, in der der Zusammenschluss stattgefunden hat, erfolgswirksam vereinnahmt.
Das Management geht davon aus, dass jede angemessenerweise für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen, auf denen der erzielbare Betrag von den CGUs beruht, nicht dazu führt, dass der Buchwert der CGUs den erzielbaren Betrag übersteigt.
LATENTE STEUERN (17)
Die aktiven latenten Steuern von TEUR 3.668 betreffen folgende Sachverhalte:
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.480 | 2.254 | -774 |
| Temporäre Differenzen | 2.188 | 1.365 | 823 |
| 3.668 | 3.619 | 49 |
Es wird davon ausgegangen, dass die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.480 (Vorjahr: TEUR 2.254) zum 31. Dezember 2012 mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nutzbar sind, da die Gesellschaften in künftigen Perioden Gewinne in mindestens gleicher Höhe erzielen werden.
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten und Verlustvorträge:
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|
Aktive latente Steuern
[TEUR] |
Passive latente Steuern
[TEUR] |
Aktive latente Steuern
[TEUR] |
Passive latente Steuern
[TEUR] |
|
| Forderungen | 193 | 126 | 462 | 551 |
| Sonstige Vermögenswerte | 244 | 62 | 1.081 | 569 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 437 | 188 | 1.543 | 1.120 |
| Sachanlagevermögen | 4 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.015 | 16.711 | 2.088 | 19.921 |
| Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 12 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.019 | 16.711 | 2.088 | 19.933 |
| Sonstige Rückstellungen | 437 | 1 | 170 | 126 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 173 | 200 | 7 | 45 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 610 | 201 | 177 | 171 |
| Finanzverbindlichkeiten | 159 | 23 | 55 | 905 |
| Pensionsrückstellungen | 840 | 13 | 713 | 26 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 999 | 36 | 768 | 931 |
| Verlustvorträge | 1.480 | 0 | 2.254 | 0 |
| Gesamt | 4.545 | 17.136 | 6.830 | 22.155 |
| Saldierung | -877 | -877 | -3.211 | -3.211 |
| Bilanzansatz | 3.668 | 16.259 | 3.619 | 18.944 |
Die passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus den temporären Differenzen, die sich aus der Fair Value Bewertung der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation der Ticketcorner-Gruppe und der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe und der Arena Management ergeben haben.
Der latente Steuersatz im Inland lag zwischen 29,3% und 32,7%. Dieser Steuersatz enthält neben der Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, den Solidaritätszuschlag von 5,5% sowie Gewerbesteuersätze zwischen 13,5% und 16,5%. Für die ausländischen Tochterunternehmen wurde der jeweils gültige Steuersatz angesetzt.
Die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge zum 31. Dezember 2012 setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
|
| bis zu 1 Jahre | 66 | 0 |
| bis zu 4 Jahre | 0 | 214 |
| bis zu 5 Jahre | 297 | 199 |
| bis zu 6 Jahre | 0 | 1.001 |
| bis zu 7 Jahre | 0 | 12 |
| unbegrenzt | 6.398 | 8.999 |
| 6.761 | 10.425 |
Es wird davon ausgegangen, dass die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.761 zum 31. Dezember 2012 mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nutzbar sind, da die Gesellschaften in künftigen Perioden Gewinne in mindestens gleicher Höhe erzielen werden.
Für körperschaftsteuerliche Verluste in Höhe von TEUR 3.935 (Vorjahr: TEUR 3.215) und für gewerbesteuerliche Verluste und in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 137) wurden aktive latente Steuern gebildet, obwohl die Gesellschaften eine Verlusthistorie aufweisen und keine korrespondierenden passiven latenten Steuern bestehen. Bei diesen Gesellschaften liegt aber eine positive steuerliche Ergebnisplanung vor.
Es wurden keine aktiven latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 748 (Vorjahr: TEUR 665), körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 70) und sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge von TEUR 4.200 (Vorjahr: TEUR 3.487) angesetzt, da aktuell von einer kurzfristigen Realisierung der hieraus resultierenden steuerlichen Vorteile nicht auszugehen ist.
KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN UND KURZFRISTIGER ANTEIL AN LANGFRISTIGEN FINANZVERBINDLICHKEITEN (18)
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristigen Anteile an langfristigen Finanzverbindlichkeiten von TEUR 46.575 (Vorjahr: TEUR 24.749) betreffen mit TEUR 43.672 (Vorjahr: TEUR 16.079) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und mit TEUR 2.903 (Vorjahr: TEUR 6.764) Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerben von bereits konsolidierten Tochtergesellschaften. Im Vorjahr waren kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus gewährten Andienungsrechten (Put-Option), die gemäß IAS 32 anzusetzen waren, von TEUR 1.906 bilanziert; diese Put-Option ist in 2012 ausgelaufen.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der kurzfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten ergibt sich hauptsächlich durch die fristgerechte Umgliederung von Kreditverbindlichkeiten in das kurzfristige Fremdkapital und die kurzfristige Inanspruchnahme eines Syndizierten Kredites (Revolving Credit Facility) zur Fremdfinanzierung des Joint-Ventures HAL Apollo.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden marktüblich verzinst.
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (19)
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 48.303 (Vorjahr: TEUR 41.003) sind innerhalb eines Jahres fällig.
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UND AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN (20)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen von TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 2.736) resultieren überwiegend aus Lieferungen und Leistungen und entfallen mit TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 2.691) auf Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen im Segment Live-Entertainment.
ERHALTENE ANZAHLUNGEN (21)
Die erhaltenen Anzahlungen von TEUR 115.397 (Vorjahr: TEUR 83.783) umfassen hauptsächlich bereits vereinnahmte Kartengelder für künftige Veranstaltungen in dem Segment Live-Entertainment. Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass erhöhte Ticketgelder aus dem Vorverkauf von Veranstaltungen in 2013 vereinnahmt wurden.
Die erhaltenen Anzahlungen werden nach Durchführung und Abrechnung der Veranstaltungen als Umsatzerlöse realisiert.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN (22)
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
|
Personalrestrukturierung
[TEUR] |
Übrige
[TEUR] |
Summe
[TEUR] |
|
| 01. Januar 2011 | 2.430 | 1.955 | 4.385 |
| Veränderung Konzernkreis | 0 | 21 | 21 |
| Verbrauch | -740 | -1.352 | -2.092 |
| Auflösung | 0 | -37 | -37 |
| Zuführung | 431 | 1.678 | 2.109 |
| Währung | 0 | 16 | 16 |
| 31. Dezember 2011 | 2.121 | 2.281 | 4.402 |
| Veränderung Konzernkreis | 0 | 119 | 119 |
| Verbrauch | -1.518 | -1.132 | -2.650 |
| Auflösung | -318 | -299 | -617 |
| Zuführung | 56 | 1.342 | 1.398 |
| Währung | -1 | 27 | 26 |
| 31. Dezember 2012 | 340 | 2.338 | 2.678 |
Die Rückstellungen für Personalrestrukturierungen stehen im Zusammenhang mit der Integration der im Geschäftsjahr 2010 akquirierten Gesellschaften. Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von Sachverhalten mit Wertansätzen von im Einzelfall nur untergeordneter Bedeutung, wie zum Beispiel Provisionen und Prozessrisiken sowie ausstehende Kosten im Segment Live-Entertainment.
STEUERRÜCKSTELLUNGEN (23)
Die Steuerrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Stand 01.01. | 10.986 | 8.359 |
| Veränderung Konzernkreis | 1.587 | 0 |
| Verbrauch | -7.495 | -5.028 |
| Auflösung | -108 | -187 |
| Zuführung | 7.897 | 7.828 |
| Währungsdifferenzen | 6 | 14 |
| Stand 31.12. | 12.873 | 10.986 |
Insbesondere aufgrund geringerer Vorauszahlungen in einigen Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine erhöhte Zuführung zu Steuerrückstellungen.
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) (24)
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus finanziellen Verbindlichkeiten von TEUR 152.459 (Vorjahr: TEUR 130.529) und nicht finanziellen Verbindlichkeiten von TEUR 37.376 (Vorjahr: TEUR 31.379).
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketeinnahmen TEUR 145.002 (Vorjahr: TEUR 124.234), Verbindlichkeiten aus Ticketversicherungen TEUR 2.340 (Vorjahr: TEUR 1.332), Verbindlichkeiten aus Fremdkonzerten im Segment Live-Entertainment TEUR 1.362 (Vorjahr: TEUR 1.633), Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 172) sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten von TEUR 3.596 (Vorjahr: TEUR 3.158).
Die nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultieren aus Steuerverbindlichkeiten TEUR 13.545 (Vorjahr: TEUR 13.646), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 487), Verbindlichkeiten gegenüber Personal TEUR 9.944 (Vorjahr: TEUR 9.064), Gutscheinverbindlichkeiten TEUR 8.425 (Vorjahr: TEUR 5.716), passiven Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 4.242 (Vorjahr: TEUR 1.012) und übrigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 1.154).
MITTEL- UND LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN (25)
Zum Bilanzstichtag werden mittel- und langfristige Finanzverbindlichkeiten von TEUR 159.406 (Vorjahr: TEUR 180.141) ausgewiesen. Die mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen mit TEUR 155.428 (Vorjahr: TEUR 174.167) Darlehen gegenüber Kreditinstituten und mit TEUR 3.978 (Vorjahr: TEUR 5.974) Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen für den Anteilserwerb von bereits konsolidierten Tochtergesellschaften. Die mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich vorwiegend durch die fristgerechte Umgliederung von Kreditverbindlichkeiten sowie Kaufpreisverbindlichkeiten in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und aus der Stichtagsumrechnung von Verbindlichkeiten in Fremdwährungen (Euro zu Schweizer Franken; TEUR -335).
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) (26)
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 172) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (TEUR 143; Vorjahr: TEUR 163). Die Verbindlichkeiten sind zwischen ein und fünf Jahren fällig.
KONZERNVERBINDLICHKEITENSPIEGEL
Die Zusammensetzung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 sind nachfolgend in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
| Gesamt | Restlaufzeit | ||||
| [TEUR] |
Bis zu einem Jahr
[TEUR] |
Zwischen ein und fünf Jahren
[TEUR] |
mehr als fünf Jahre
[TEUR] |
1)
aus Steuern 2) im Rahmen der sozialen Sicherheit
[TEUR] |
|
| Finanzverbindlichkeiten | 205.981 | 46.575 | 113.653 | 45.753 | |
| (Vorjahr: 204.890) | (Vorjahr: 24.749) | (Vorjahr: 119.154) | (Vorjahr: 60.987) | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 115.397 | 115.397 | |||
| (Vorjahr: 83.783) | (Vorjahr: 83.783) | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 48.303 | 48.303 | |||
| (Vorjahr: 41.003) | (Vorjahr: 41.003) | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 281 | 281 | |||
| (Vorjahr: 2.736) | (Vorjahr: 2.736) | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 190.107 | 189.835 | 272 | 1) 13.545 | |
| (Vorjahr: 162.080) | (Vorjahr: 161.908) | (Vorjahr: 172) | (Vorjahr: 13.646) | ||
| 2) 576 | |||||
| (Vorjahr: 487) | |||||
| Verbindlichkeiten, gesamt | 560.069 | 400.391 | 113.925 | 45.753 | |
ANGABEN ZU FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten (TEUR 205.981) umfassen Finanzkredite in Höhe von TEUR 199.100 (Vorjahr: TEUR 190.246) sowie Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von TEUR 6.881 (Vorjahr: TEUR 14.644).
In den Finanzkrediten zum 31. Dezember 2012 sind folgende wesentliche Darlehen enthalten:
| ― |
TEUR 89.286 Tilgungsdarlehen mit einer Restlaufzeit von rund 6 Jahren |
| ― |
TEUR 45.000 endfälliges Schuldscheindarlehen mit einer Restlaufzeit von rund 3 Jahren |
| ― |
TEUR 41.418 Tilgungsdarlehen mit einer Restlaufzeit von rund 7 Jahren. Das Darlehen wurde in Schweizer Franken aufgenommen und unterliegt aufgrund der Stichtagsumrechnung von Verbindlichkeiten in Fremdwährungen Buchwertschwankungen. |
| ― |
TEUR 19.000 Teilinanspruchnahme Syndizierter Kredit (Revolving Credit Facility) mit einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr. Anfang des Geschäftsjahres 2013 wurde diese kurzfristige Inanspruchnahme des Syndizierten Kredites in ein langfristiges endfälliges Darlehen (Restlaufzeit von 5 Jahren) umgeschuldet. Mit Datum vom 13. März 2012 hat die CTS AG eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 60,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. |
Der überwiegende Teil der Darlehen ist festverzinslich zwischen 2 und 7 Jahren finanziert.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (27)
Im CTS Konzern bestehen Pensionszusagen, die nach IAS 19 als leistungsorientierte Zusagen einzustufen sind. Ein leistungsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, bei dem ein Betrag an Pensionsleistungen festgeschrieben wird, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die Tochtergesellschaften Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG, TicketOne S.p.A., T.O.S.T. Ticketone Sistemi Teatrali S.r.l., T.O.S.C. - Ticketone Sistemi Culturali S.r.l., CTS Eventim Sports GmbH und Ticketcorner AG haben an ausgewählte Berechtigte direkte Einzelpensionszusagen erteilt. Die in der Bilanz angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Zusagen entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind die aktuellen Heubeck-Richttafeln 2005 G anzuwenden. In der Schweiz werden für die demographischen Annahmen die Generationstafeln des Schweizer Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) 2010 herangezogen. Die an begünstigte Mitarbeiter verpfändeten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen zu den Pensionszusagen werden als Planvermögen qualifiziert und wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Beiträge an Anspruchsberechtigte aus der Pensionsverpflichtung von TEUR 3.409 (Vorjahr: TEUR 2.469) geleistet; aus dem Planvermögen wurden im Berichtsjahr Zahlungen von TEUR 1.675 (Vorjahr: TEUR 2.434) geleistet.
Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -7.634 | -6.862 |
| Barwert der Verpflichtungen | 11.420 | 11.667 |
| Pensionsrückstellungen | 3.786 | 4.805 |
Der Barwert der Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Beginn des Jahres | 11.667 | 11.667 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 538 | 595 |
| Zinsaufwand | 390 | 456 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 1.313 | 67 |
| Währungsdifferenzen | 53 | 183 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 868 | 1.168 |
| Geleistete Zahlungen | -3.409 | -2.469 |
| Endes des Jahres | 11.420 | 11.667 |
In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung des Planvermögens dargestellt. Bei dem Planvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Zusammen mit den erwirtschafteten Erträgen aus den vergangenen Jahren und den damit verbundenen zukünftigen Renditeerwartungen werden im Durchschnitt 3,15% - 3,6% als langfristige Renditeerwartung angesetzt. Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beläuft sich auf TEUR 996 (Vorjahr: TEUR 305).
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01. Januar | 6.862 | 7.250 |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen | 204 | 238 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 792 | 68 |
| Währungsdifferenzen | 44 | 149 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 431 | 423 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 976 | 1.168 |
| Geleistete Zahlungen | -1.675 | -2.434 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31. Dezember | 7.634 | 6.862 |
Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 538 | 595 |
| Zinsaufwand | 390 | 456 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -204 | -238 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 521 | -1 |
| Summe | 1.245 | 812 |
Die versicherungsmathematischen Verluste im Berichtsjahr sind überwiegend durch Zinssatzänderung und zusätzliche Invalidenrenten entstanden.
Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge wurden nach dem Umsatzkostenverfahren TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 255) in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 192) in den Vertriebskosten und TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 365) in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig im Jahr der Entstehung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen werden getroffen:
| 2012 | 2011 | |
| Abzinsungssatz | 2,0% - 3,6% | 2,5% - 4,9% |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 3,15% - 3,6% | 3,15% - 3,8% |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 1,0% - 2,5% | 1,25% - 3,0% |
| Zukünftige Rentensteigerungen | 1,0% - 3,0% | 1,0% - 3,0% |
Bei der Ermittlung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße. Die Datenbasis, die bisher für die Ermittlung des Abzinsungssatzes herangezogen wurde, wird aufgrund der signifikanten Verringerung von berücksichtigten laufzeitkongruenten, hochwertigen Industrieanleihen durch Ratingherabstufungen nicht mehr als ausreichende Grundlage angesehen. Daher wurden zur Ableitung des Pensionszinssatzes für die Eurozone die Auswahlkriterien für die Datenbasis und das Extrapolationsverfahren angepasst. In die Datenbasis gehen zukünftig hochwertige Industrieanleihen ein, die von mindestens einer der drei großen Ratingagenturen AA-geratet werden. Die Änderung führte zum 31. Dezember 2012 insgesamt zu einer Erhöhung des Abzinsungssatzes für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen in der Eurozone um 0,4%. Bei einem um 40 Basispunkte niedrigeren Rechnungszins wäre die Pensionsverpflichtung in der Eurozone um TEUR 218 höher gewesen.
Die erfahrungswertbedingten Anpassungen bei Planschulden und Planvermögen ergeben sich wie folgt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
2010
[TEUR] |
2009
[TEUR] |
2008
[TEUR] |
|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 11.420 | 11.667 | 11.667 | 3.668 | 3.186 |
| Zeitwert des Planvermögens | -7.634 | -6.862 | -7.250 | -952 | -939 |
| Fehlbetrag / Überschuss | 3.786 | 4.805 | 4.417 | 2.716 | 2.247 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen bei Planschulden | 1.313 | 67 | 73 | 203 | 122 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen bei Planvermögen | -792 | -68 | 178 | 44 | 36 |
LATENTE STEUERN (28)
Die passiven latenten Steuern von TEUR 16.259 (Vorjahr: TEUR 18.944) resultieren aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen. Die Veränderung der passiven latenten Steuern von TEUR -2.685 resultiert vorwiegend aus temporären Differenzen, die sich aus der Fair Value Bewertung der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation der Ticketcorner-Gruppe und der See Tickets Germany / Ticket Online Gruppe und der Arena Management ergeben haben.
EIGENKAPITAL (29)
Die Muttergesellschaft des Konzerns besteht in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Die Anteilseigner haften daher grundsätzlich nur in Höhe ihrer Kapitaleinlage.
Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung aus Eigenmitteln bei der CTS AG wurden Rücklagen in gezeichnetes Kapital umgewandelt, was zu einer Reduzierung der Kapitalrücklage geführt hat. Da die nach Kapitalerhöhung verbliebene Kapitalrücklage nicht mehr 10% des Grundkapitals ausmacht, wurde gem. §150 AktG zum Stichtag eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 5% des Jahresüberschusses der CTS AG nach HGB gebildet.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente (Forward-Zinsswap-Kontrakte, Cashflow Hedge) ein Verlust aus der effektiven Sicherung, der im Eigenkapital im Posten kumuliertes sonstiges Konzernergebnis erfasst wird. Die Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente betragen TEUR -482 und werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern im Posten kumuliertes sonstiges Konzernergebnis in Höhe von TEUR -333 ausgewiesen. Gewinne bzw. Verluste aus einem ineffektiven Teil der Sicherungsinstrumente bestehen nicht.
Zur Veränderung des Eigenkapitals wird auf die Entwicklung des Konzerneigenkapitals, auf Seite 70, verwiesen.
BESCHLÜSSE DER HAUPTVERSAMMLUNG
In der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. August 2005 wurde beschlossen, das gezeichnete Kapital der CTS AG von ursprünglichen EUR 12.000.000 aus Gesellschaftsmitteln um weitere EUR 12.000.000 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 06. Oktober 2005 beim Amtsgericht München eingetragen, die entsprechenden nennwertlosen Stückaktien wurden den Depots der Aktionäre am 30. Oktober 2005 gutgeschrieben. In der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 13. Mai 2011 wurde beschlossen, das gezeichnete Kapital der CTS AG von EUR 24.000.000 aus Gesellschaftsmitteln um weitere EUR 24.000.000 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 03. Juni 2011 beim Amtsgericht München eingetragen, die entsprechenden nennwertlosen Stückaktien wurden den Depots der Aktionäre am 08. Juli 2011 gutgeschrieben. Die Gesellschaft hat somit zum Stichtag insgesamt 48.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgegeben. Jede Aktie repräsentiert einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 1,00.
Zum Bilanzstichtag bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 12.000.000 (genehmigtes Kapital 2009). Es ist bis zum 13. Mai 2014 befristet. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gezeichnete Kapital bis zum 13. Mai 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 12.000.000 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Jedoch ist der Vorstand ermächtigt, in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde bislang in keinem Fall Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 21. Januar 2000 wurde eine bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 180.000 beschlossen (bedingtes Kapital 2000/1). Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplans aufgrund der am 21. Januar 2000 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Durch die am 23. August 2005 und am 13. Mai 2011 beschlossenen Kapitalerhöhungen auf insgesamt EUR 48.000.000 hat sich dieses bedingte Kapital gemäß § 218 Satz 1 AktG entsprechend auf insgesamt EUR 720.000 erhöht. Von der Ermächtigung wurde bislang nicht Gebrauch gemacht.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 erteilte dem Vorstand die Ermächtigung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2013 Options- und Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 275 Mio. EUR und mit einer Laufzeit von maximal 20 Jahren auszugeben, den Inhabern Options- bzw. Wandlungsrechte auf bis zu 11.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einen anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 11.000.000 zu gewähren, und dabei unter bestimmten Bedingungen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen das Bezugsrecht der Aktionäre an den Schuldverschreibungen auszuschließen. Im Hinblick auf eine eventuelle Ausgabe von Aktien an die Inhaber der aus der Ermächtigung gegebenenfalls resultierenden Options- und Wandelungsrechte wurde zugleich durch entsprechende Satzungsänderung ein bedingtes Kapital von EUR 11.000.000 geschaffen ("bedingtes Kapital 2008"). Durch die am 13. Mai 2011 beschlossene Kapitalerhöhung auf insgesamt EUR 48.000.000 hat sich dieses bedingte Kapital gemäß § 218 Satz 1 AktG entsprechend auf EUR 22.000.000 erhöht. Von der Ermächtigung wurde bislang nicht Gebrauch gemacht.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 (1) Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 11. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10% des zum Beschlusszeitpunkt bestehenden Grundkapitals zu erwerben und für bestimmte, im Beschluss aufgeführte Zwecke zu verwenden, teilweise auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien im XETRA-Handelssystem während der letzten fünf Börsentage vor Veröffentlichung des Angebots zum Erwerb der Aktien. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebotes dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme in Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung zum Erwerb kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke im Rahmen der oben genannten Beschränkung ausgeübt werden.
In der Kapitalrücklage wird das Aufgeld (§ 272 (2) Nr. 1 HGB) aus der Börsenemission der Gesellschaft ausgewiesen. Im Rahmen der im Oktober 2005 vollzogenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wurde ein Teilbetrag von EUR 12.000.000 der Kapitalrücklage in gezeichnetes Kapital umgewandelt und es wurden 12.000.000 neue nennwertlose Inhaberstückaktien ausgegeben. Im Rahmen der im Mai 2011 vollzogenen weiteren Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wurde ein weiterer Teilbetrag von EUR 24.000.000 aus Rücklagen in gezeichnetes Kapital umgewandelt und es wurden 24.000.000 neue nennwertlose Inhaberstückaktien ausgegeben.
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Gemäß IAS 1 werden die nicht beherrschenden Anteile gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Die nicht beherrschenden Anteile reduzierten sich um TEUR 3.046 auf TEUR 14.522. Die Veränderung ergibt sich aus dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Unternehmensanteilen (TEUR 26) sowie aus anteiligen Gewinnen am Konzernergebnis 2012 (TEUR 6.096), saldiert mit Ausschüttungen an nicht beherrschenden Anteilen (TEUR -5.486) im Geschäftsjahr 2012.
3. ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)
3.1 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
In der folgenden Tabelle werden die finanziellen Vermögenswerte in der Altersstruktur der Überfälligkeiten zum 31. Dezember 2012 dargestellt:
| davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|
Buchwert
31.12.2012 [TEUR] |
davon: zum
Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig [TEUR] |
weniger als 30 Tage
[TEUR] |
zwischen 30 und 90 Tage
[TEUR] |
zwischen 90 und 180 Tage
[TEUR] |
mehr als 180 Tage
[TEUR] |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27.671 | 20.783 | 2.929 | 723 | 233 | 1.909 |
| Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen | 5.895 | 4.620 | 209 | 148 | 176 | 742 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 46.632 | 43.024 | 1.912 | 338 | 184 | 874 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (erfolgsneutral zum Fair Value) | 2.725 | 2.725 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen (erfolgsneutral zum Fair Value) | 13 | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen (zu Anschaffungskosten) | 1.973 | 1.973 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen | 269 | 269 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 85.178 | 73.407 | 5.050 | 1.209 | 593 | 3.525 | |
In der folgenden Tabelle werden die finanziellen Vermögenswerte in der Altersstruktur der Überfälligkeiten zum 31. Dezember 2011 dargestellt:
| davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|
Buchwert
31.12.2011 [TEUR] |
davon: zum
Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig [TEUR] |
weniger als 30 Tage
[TEUR] |
zwischen 30 und 90 Tage
[TEUR] |
zwischen 90 und 180 Tage
[TEUR] |
mehr als 180 Tage
[TEUR] |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.958 | 21.260 | 3.848 | 589 | 651 | 1.459 |
| Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen | 5.045 | 4.470 | 196 | 76 | 56 | 247 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 28.918 | 26.780 | 1.287 | 301 | 78 | 335 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (erfolgsneutral zum Fair Value) | 1.159 | 1.159 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen (erfolgsneutral zum Fair Value) | 27 | 27 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen (zu Anschaffungskosten) | 2.273 | 2.273 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen | 534 | 534 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 66.914 | 56.503 | 5.331 | 966 | 785 | 2.041 | |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Wertberichtigungen 01. Januar | 3.718 | 4.712 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 351 | 56 |
| Verbrauch | -1.121 | -1.539 |
| Auflösung | -94 | -497 |
| Zuführung | 1.964 | 992 |
| Währungsdifferenzen | 42 | -6 |
| Wertberichtigungen 31. Dezember | 4.860 | 3.718 |
3.2 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
In der folgenden Tabelle werden die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 dargestellt:
|
Buchwert
31.12.2012 [TEUR] |
Tilgung <1 Jahr
[TEUR] |
Zinsen <1 Jahr
[TEUR] |
Tilgung <2 Jahre
[TEUR] |
Zinsen <2 Jahre
[TEUR] |
Tilgung <4 Jahre
[TEUR] |
|
| Finanzverbindlichkeiten | 136.173 | -47.796 | -2.214 | -1.757 | -1.707 | -53.050 |
| Finanzverbindlichkeiten in Sicherungsbeziehungen | 69.808 | 0 | 0 | -14.286 | -145 | -28.572 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 48.303 | -48.303 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 281 | -281 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 152.138 | -151.996 | -8 | -111 | -3 | -32 |
| Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 482 | 0 | 0 | 0 | -451 | 0 |
| 407.185 | -248.376 | -2.222 | -16.154 | -2.306 | -81.654 |
|
Zinsen <4 Jahre
[TEUR] |
Tilgung>4 Jahre
[TEUR] |
Zinsen>4 Jahre
[TEUR] |
|
| Finanzverbindlichkeiten | -1.499 | -33.135 | -905 |
| Finanzverbindlichkeiten in Sicherungsbeziehungen | -723 | -28.572 | -491 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | -1 | 0 | 0 |
| Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten | -85 | 0 | 201 |
| -2.308 | -61.707 | -1.195 |
Der Buchwert der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 fällt aufgrund der effektivzinskonstanten Amortisation der Transaktionskosten geringer aus.
In der folgenden Tabelle werden die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 dargestellt:
|
Buchwert
31.12.2011 [TEUR] |
Tilgung <1 Jahr
[TEUR] |
Zinsen <1 Jahr
[TEUR] |
Tilgung <2 Jahre
[TEUR] |
Zinsen <2 Jahre
[TEUR] |
Tilgung <4 Jahre
[TEUR] |
|
| Finanzverbindlichkeiten | 204.890 | -27.123 | -5.113 | -23.734 | -4.534 | -97.344 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 41.003 | -41.003 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 2.736 | -2.736 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 130.691 | -130.529 | 0 | -163 | 0 | 0 |
| 379.320 | -201.391 | -5.113 | -23.897 | -4.534 | -97.344 |
|
Zinsen <4 Jahre
[TEUR] |
Tilgung>4 Jahre
[TEUR] |
Zinsen>4 Jahre
[TEUR] |
|
| Finanzverbindlichkeiten | -8.798 | -59.793 | -1.932 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
| -8.798 | -59.793 | -1.932 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagkassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2012 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
3.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
In der folgenden Tabelle werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Geschäftsjahr 2012 dargestellt:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|
Buchwert
31.12.2012 [TEUR] |
Fortgeführte
Anschaffungskosten [TEUR] |
Fair Value erfolgsneutral
[TEUR] |
Anschaffungskosten
[TEUR] |
Fair Value
[TEUR] |
|
| AKTIVA | |||||
| Liquide Mittel | 319.514 | 319.514 | 319.514 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27.671 | 27.671 | 27.577 | ||
| Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen | 5.895 | 5.895 | 5.840 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 46.632 | 46.632 | 46.466 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (erfolgsneutral zum Fair Value) | 2.725 | 2.725 | 2.725 | ||
| Finanzanlagen (erfolgsneutral zum Fair Value) | 13 | 13 | 13 | ||
| Finanzanlagen (zu Anschaffungskosten) | 1.973 | 1.973 | |||
| Ausleihungen | 269 | 269 | 279 | ||
| PASSIVA | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 46.575 | 46.575 | 46.285 | ||
| Mittel- und langfristige Finanzverbindlichkeiten | 159.406 | 159.406 | 164.581 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 48.303 | 48.303 | 48.280 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 281 | 281 | 280 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 152.621 | 152.621 | 152.554 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Kredite und Forderungen | 399.981 | 399.981 | 399.676 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 407.186 | 407.186 | 411.980 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 4.711 | 2.738 | 1.973 | 2.738 | |
In der folgenden Tabelle werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Geschäftsjahr 2011 dargestellt:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|
Buchwert
31.12.2011 [TEUR] |
Fortgeführte Anschaffungskosten
[TEUR] |
Fair Value erfolgsneutral
[TEUR] |
Anschaffungskosten
[TEUR] |
Fair Value
[TEUR] |
|
| AKTIVA | |||||
| Liquide Mittel | 249.964 | 249.964 | 249.964 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.958 | 28.958 | 28.556 | ||
| Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen | 5.045 | 5.045 | 5.292 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 28.918 | 28.918 | 28.340 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (erfolgsneutral zum Fair Value) | 1.159 | 1.159 | 1.159 | ||
| Finanzanlagen (erfolgsneutral zum Fair Value) | 27 | 27 | 27 | ||
| Finanzanlagen (zu Anschaffungskosten) | 2.273 | 2.273 | |||
| Ausleihungen | 534 | 534 | 565 | ||
| PASSIVA | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige Anteile an langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 24.749 | 24.749 | 24.459 | ||
| Mittel- und langfristige Finanzverbindlichkeiten | 180.141 | 180.141 | 197.811 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 41.003 | 41.003 | 40.864 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen | 2.736 | 2.736 | 2.681 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 130.691 | 130.691 | 129.633 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Kredite und Forderungen | 313.419 | 313.419 | 312.717 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 379.320 | 379.320 | 395.448 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 3.459 | 1.186 | 2.273 | 1.186 | |
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.
Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem Fondsanteile, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Für nicht börsennotierte Finanzinstrumente wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsstrukturkurven und des bonitätsabhängigen Kreditrisiko-Aufschlags des CTS Konzerns ermittelt.
Für liquide Mittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeit die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene und at equity bilanzierte Unternehmen, sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten, Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und at equity bilanzierten Unternehmen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Finanzinstrumenten verbundenen Zahlungsströme.
In Ermangelung eines aktiven Marktes können die Fair Values für Anteile und Beteiligungen nicht verlässlich ermittelt werden. Diese Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Demnach entspricht der Buchwert der Zinsderivate dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert. Da die Ermittlung dieser beizulegenden Zeitwerte auf Basis von beobachtbaren Marktparametern (insbesondere Zinssätze) erfolgt, handelt es sich um Fair Values des Level 2 gemäß der Hierarchie des IFRS 7.
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden in Höhe von TEUR 2.738 (Vorjahr: TEUR 1.186) erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und in Höhe von TEUR 1.973 (Vorjahr: TEUR 2.273) zu Anschaffungskosten bilanziert. Da die Fair Values (TEUR 2.738; Vorjahr: TEUR 1.186) beobachtbaren Marktpreisen (Kursen) entsprechen, handelt es sich um Fair Values des Level 1 gemäß der Hierarchie des IFRS 7.
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 01. Januar | 3.459 | 5.049 |
| Veränderung Konzernkreis | -94 | 0 |
| Zugang | 1.902 | 240 |
| Abgang | -14 | -1.816 |
| Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte | -568 | 0 |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | 26 | -14 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 31. Dezember | 4.711 | 3.459 |
NETTOGEWINNE/-VERLUSTE AUS FINANZINSTRUMENTEN
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Kredite und Forderungen | 1.859 | 1.451 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 43 | 266 |
| Finanzielle originäre Verbindlichkeiten | -6.679 | -6.885 |
| Derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen | -482 | 0 |
| -5.259 | -5.168 |
Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen und Wertberichtigungen auf Forderungen. Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand beläuft sich auf TEUR 706 (Vorjahr: TEUR 730). Die Gewinne und Verluste von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Konzernergebnis im Eigenkapital ausgewiesen. Ebenfalls erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Konzernergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden die Wertänderungen der zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsderivate im Rahmen von effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen.
FINANZRISIKEN
Angaben zu den Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, werden gemäß IFRS 7.B6 im Lagebericht unter Punkt 7 Risikobericht dargestellt.
3.4 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
3.4.1 ZINSDERIVATE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Finanzierungsmittel wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps abgeschlossen. Mit einem negativen Marktwert von insgesamt TEUR 482 sind diese Finanzinstrumente unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß der Regelungen des IAS 39 Hedge Accounting bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahin gehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.
IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß der Regelungen des Hedge Accounting unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden in Übereinstimmung mit der Risikostrategie drei Cashflow-Sicherungsbeziehungen, bestehend jeweils aus zukünftigen variablen Zinszahlungen für Finanzierungsmittel und einem Forward Interest Rate Swap (Payer-Swap), designiert. Durch diese Zinsswaps wird der noch nicht fixierte zukünftige Zinsaufwand der Finanzierungsmittel wirtschaftlich abgesichert. Dadurch sind die in den Jahren 2014 - 2018 zu leistenden variablen Zinszahlungen der Finanzierung ökonomisch in ihrer Höhe auf dem Zinsniveau bei Abschluss der Zinsswaps fixiert.
4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UMSATZERLÖSE (1)
Der Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von TEUR 520.334 (Vorjahr: TEUR 502.814; +3,5%). Der Umsatz (vor Konsolidierung zwischen den Segmenten) verteilt sich mit TEUR 231.507 (Vorjahr: TEUR 228.712) auf das Segment Ticketing und mit TEUR 296.426 (Vorjahr: TEUR 280.968) auf das Segment Live-Entertainment.
HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN (2)
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen nach Funktionen dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der Tochtergesellschaften werden zunächst nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt und für die Einbeziehung in den IFRS Konzernabschluss über ein Umrechnungsschlüsselverfahren der zuzuordnenden Kostenarten auf die Funktionskosten des Umsatzkostenverfahrens umgegliedert. Die Zuordnung der Kostenarten erfolgt entweder zu 100% oder anhand der Mitarbeiterzahlen und der Personalkosten. Anhand dieses Umrechnungsschlüssels werden Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen nach GKV der Einzelgesellschaften auf Herstellungskosten, Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten und sonstige betriebliche Aufwendungen aufgeteilt.
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen sämtliche Materialaufwendungen sowie anteilige Personalkosten, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.
Im Folgenden werden die Materialaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gemäß Gesamtkostenverfahren dargestellt.
| Materialaufwand (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 17.653 | 15.196 | 2.457 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 279.195 | 280.445 | -1.250 |
| 296.848 | 295.641 | 1.207 |
Der Materialaufwand nach Gesamtkostenverfahren wird im Umsatzkostenverfahren vollständig den Herstellungskosten zugeordnet.
| Personalaufwand (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Löhne und Gehälter | 60.927 | 59.218 | 1.709 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 10.553 | 11.358 | -805 |
| 71.480 | 70.576 | 904 |
Der Personalaufwand nach Gesamtkostenverfahren wird im Umsatzkostenverfahren prozentual auf die Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten verteilt. Der Personalaufwand wurde mit TEUR 26.669 (Vorjahr: TEUR 26.930) in den Herstellungskosten, mit TEUR 24.795 (Vorjahr: TEUR 23.290) in den Vertriebskosten und mit TEUR 20.070 (Vorjahr: TEUR 19.527) in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Der Personalaufwand im Zusammenhang mit den zu normalisierenden Sondereffekten wurde in voller Höhe den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet (TEUR -54, Vorjahr: TEUR 829).
Der Anstieg der Personalkosten ist auf das Segment Live-Entertainment zurückzuführen. Demgegenüber steht ein Rückgang der Personalaufwendungen im Segment Ticketing, hauptsächlich infolge der durchgeführten Personalrestrukturierungen bei den im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Gesellschaften.
Die Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2012 9,8%. In der Position Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind TEUR 2.907 (Vorjahr: TEUR 3.525) Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein beitragsorientierter Versorgungsplan.
| Abschreibungen (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 22.794 | 22.574 | 220 |
| 22.794 | 22.574 | 220 |
Die Abschreibungen nach Gesamtkostenverfahren werden im Umsatzkostenverfahren prozentual auf die Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten verteilt. Der Abschreibungsaufwand wurde mit TEUR 8.868 (Vorjahr: TEUR 8.708) in den Herstellungskosten, mit TEUR 7.817 (Vorjahr: TEUR 7.679) in den Vertriebskosten und mit TEUR 6.109 (Vorjahr: TEUR 6.187) in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt.
Die Abschreibungen umfassen in Höhe von TEUR 10.058 (Vorjahr: TEUR 10.520) Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen.
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 50.650 | 55.276 | -4.626 |
| 50.650 | 55.276 | -4.626 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Gesamtkostenverfahren werden im Umsatzkostenverfahren prozentual auf die Herstellungskosten, Vertriebskosten, allgemeinen Verwaltungskosten und auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verteilt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden mit TEUR 8.929 (Vorjahr: TEUR 9.128) in den Herstellungskosten, mit TEUR 21.853 (Vorjahr: TEUR 19.753) in den Vertriebskosten und mit TEUR 7.878 (Vorjahr: TEUR 7.781) in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Der Restbetrag von TEUR 11.990 (Vorjahr: TEUR 18.614) wurde den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr betreffen im Wesentlichen die zu normalisierenden Sondereffekte.
VERTRIEBSKOSTEN (3)
Die Vertriebskosten umfassen die Aufwendungen für Vertrieb, Werbung und Marketing. Der Anstieg der Vertriebskosten von TEUR 3.738 ist im Wesentlichen auf gestiegene Personalkosten (TEUR +1.435), Aufwendungen aus der Stichtagsbewertung von Forderungen (TEUR +1.190), Werbekosten und Aufwendungen für Werbemagazine (TEUR +792) und Abschreibungen (TEUR +331, davon Abschreibungen aus Kaufpreisallokation TEUR -105) zurückzuführen.
ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN (4)
Die Erhöhung der allgemeinen Verwaltungskosten von TEUR 593 ergibt sich hauptsächlich aus gestiegenen Personalaufwendungen (TEUR +483).
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (5)
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Werbe- und Marketingerträge | 4.818 | 4.050 | 768 |
| Erträge aus der Vertragsabwicklung einer Akquisition | 2.900 | 0 | 2.900 |
| Negativer Unterschiedsbetrag aus einer Akquisition | 2.746 | 0 | 2.746 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 1.278 | 1.618 | -340 |
| Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten / abgeschriebenen Forderungen | 807 | 2.347 | -1.540 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | 830 | 1.286 | -456 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 651 | 574 | 77 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0 | 37 | -37 |
| Periodenfremde Erträge | 324 | 906 | -582 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen | 94 | 497 | -403 |
| Schadenersatzleistungen | 32 | 242 | -210 |
| Übrige betriebliche Erträge | 2.792 | 1.758 | 1.034 |
| 17.272 | 13.315 | 3.957 |
Die übrigen betrieblichen Erträge umfassen unter anderem Erträge aus Provisionen und Zuschüsse, Mahngebühren und Kostenerstattungen.
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (6)
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Fremdleistungen | 3.424 | 2.701 | 723 |
| Aufwendungen aus Weiterberechnungen | 1.299 | 803 | 496 |
| Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 863 | 239 | 624 |
| Zu normalisierende Sondereffekte * | 733 | 9.598 | -8.865 |
| Miete / Leasing | 542 | 596 | -54 |
| Warenabgabe | 473 | 393 | 80 |
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 465 | 1.521 | -1.056 |
| Instandhaltung | 404 | 443 | -39 |
| Periodenfremde / neutrale Aufwendungen | 206 | 444 | -238 |
| Spenden | 94 | 86 | 8 |
| Übrige Aufwendungen | 3.432 | 2.619 | 813 |
| 11.935 | 19.443 | -7.508 |
* Darstellung der zu normalisierenden
Sondereffekte im Lagebericht, Seite 25
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen unter anderem Postverluste, nicht stornierbare Tickets, Aufwendungen im Rahmen von Prozessrisiken sowie Vergütungen für den Aufsichtsrat.
ERTRÄGE / AUFWENDUNGEN AUS BETEILIGUNGEN (7)
Die Erträge aus Beteiligungen von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 279) resultieren aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen.
AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN (8)
Die Aufwendungen aus Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen betreffen das Segment Live-Entertainment; darin enthalten sind mit TEUR -388 das Joint-Venture HAL Apollo.
FINANZERTRÄGE (9)
Die Finanzerträge umfassen Zinserträge in Höhe von TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 2.166) und sonstige Finanzerträge in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 38).
FINANZAUFWENDUNGEN (10)
Die Finanzaufwendungen betreffen Zinsaufwendungen von TEUR 6.553 (Vorjahr: TEUR 6.810), Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR -669 und sonstige Finanzaufwendungen von TEUR 951 (Vorjahr: TEUR 772). Die Finanzaufwendungen umfassen im Wesentlichen Fremdkapitalkosten aus der Finanzierung der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Akquisitionen und einem neu abgeschlossenen Syndizierten Kredit (Revolving Credit Facility).
STEUERN (11)
Die Bestandteile des gesamten ausgewiesenen Steueraufwands stellen sich wie folgt dar:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Ertragsteuern | 30.333 | 24.076 | 6.257 |
| Latente Steuern | -3.259 | -2.987 | -272 |
| 27.074 | 21.089 | 5.985 |
Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder berechnet, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften.
Im laufenden Steueraufwand sind periodenfremde tatsächliche Steuern von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 60) und periodenfremde latente Steueraufwendungen von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 1.464) enthalten.
Der latente Steuerertrag (netto) resultiert aus der Entstehung bzw. der Auflösung von zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen IFRS-Buchwerten und steuerlichen Buchwerten sowie aus der Bildung und dem Verbrauch von latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge.
Im Eigenkapital, im Posten kumuliertes sonstiges Konzernergebnis, wurden latente Steuern von TEUR 138 erfolgsneutral erfasst.
Der latente Steuerertrag hat sich wie folgt entwickelt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Latente Steuern | -3.259 | -2.987 | -272 |
| davon: | |||
| aus temporären Differenzen | -4.046 | -1.909 | -2.137 |
| aus Verlustvorträgen | 787 | -1.078 | 1.865 |
Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus den Kaufpreisallokationen der im Geschäftsjahr 2010 und 2012 getätigten Akquisitionen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands für 2012 wird ein durchschnittlicher Steuersatz von rund 31% (Vorjahr: 31%) mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert. Der durchschnittliche Steuersatz entspricht dem Steuersatz der CTS AG, der sich aus dem deutschen Körperschaftsteuersatz von 15% (zzgl. Solidaritätszuschlag 5,5%) und der lokalen Gewerbesteuer (rund 15%) zusammensetzt.
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 88.160 | 67.043 |
| Überleitung zum effektiven Ertragsteueraufwand | ||
| Erwartete Ertragsteuern | 27.330 | 20.783 |
| Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz | -485 | -402 |
| Steuereffekte aus der Nutzung von Verlustvorträgen | -114 | -37 |
| Steuereffekte aus der Neueinschätzung von aktiven latenten Steuern | -91 | -1.132 |
| Änderung der latenten Steuern aufgrund Änderung des Steuersatzes | -10 | 0 |
| Nichtabzugsfähige Aufwendungen / steuerfreie Erträge | 229 | 392 |
| Verluste ohne Bildung aktiver latenter Steuern | 117 | 420 |
| Effekte aus gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen | 22 | 122 |
| Übrige sonstige | 76 | 943 |
| Effektive Ertragsteuern | 27.074 | 21.089 |
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE (12)
Der nicht beherrschende Anteil am Jahresergebnis 2012 hat sich von TEUR 3.766 auf TEUR 6.096 erhöht. Die nicht beherrschenden Anteile betragen im Segment Ticketing TEUR 1.778 und im Segment Live-Entertainment TEUR 4.404.
5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (1)
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR +112.575 um TEUR -4.445 auf TEUR +108.130 gesunken. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit ist insbesondere durch den erhöhten Konzernüberschuss von TEUR 42.188 um TEUR 12.802 auf TEUR 54.990 gestiegen. Zusätzlich wirkte sich die Erhöhung der Verbindlichkeiten um TEUR +19.264 positiv im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Demgegenüber steht ein Rückgang des Cashflows im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Wesentlichen durch erhöhte Forderungen und sonstige Vermögenswerte (TEUR -29.027) sowie durch höhere Ertragssteuerzahlungen (TEUR -11.319) und höhere geleisteten Anzahlungen (TEUR -4.243).
Der positive Cashflow-Effekt von TEUR +19.264 aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen im Segment Live-Entertainment (TEUR +12.564) und Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern im Segment Ticketing (TEUR +15.042). Demgegenüber stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -3.928) und der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -4.414).
Im Segment Live-Entertainment werden im Vorverkaufszeitraum die Ticketeinnahmen beim Veranstalter als erhaltene Anzahlungen passivisch abgegrenzt. Nach Durchführung der Veranstaltung werden die erhaltenen Anzahlungen in die Umsatzerlöse umgebucht. Im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum führten Vorverkäufe für Veranstaltungen die nach dem Bilanzstichtag stattfinden zu einem erhöhten Mittelzufluss. Im Vergleich zum Vorjahr führte dies zu einem positiven Cashflow-Effekt von TEUR +12.564.
Aufgrund des saisonal sehr hohen Kartenvorverkaufs im vierten Quartal ergibt sich zum Ende des Jahres in der Regel ein hoher Bestand an Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern im Segment Ticketing, der im Laufe des Folgejahres aufgrund der Durchführung und Abrechnung vieler Veranstaltungen zu Zahlungsabflüssen von Ticketgeldern an die Veranstalter führt. Die erfolgreichen Vorverkäufe im vierten Quartal und eine hohe Anzahl noch nicht abgerechneter Veranstaltungen zum Stichtag 31. Dezember 2012 haben im Berichtszeitraum insgesamt zu einem Mittelzufluss aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern geführt. In der Vorjahresperiode wurden hingegen aufgrund der Abrechnung vieler Veranstaltungen und Großtourneen mehr Ticketgelder an Veranstalter ausgezahlt, so dass sich im Periodenvergleich aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern ein positiver Cashflow-Effekt von TEUR +15.042 ergab.
Der negative Cashflow-Effekt aus den erhöhten Forderungen und sonstigen Vermögenswerten (TEUR -29.027) resultiert aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gestiegener Forderungen aus Ticketgeldern und einem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte.
Die im Periodenvergleich um TEUR 11.319 erhöhten Ertragsteuerzahlungen sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass erhöhte Vorauszahlungen sowie Nachzahlungen für Vorjahre geleistet wurden.
Der negative Cashflow-Effekt aus den geleisteten Anzahlungen von TEUR -4.243 resultiert aus dem Anstieg von geleisteten Anzahlungen aufgrund von Produktionskostenzahlungen für zukünftige Veranstaltungen nach dem Bilanzstichtag.
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (2)
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich von TEUR -13.197 um TEUR +620 auf TEUR -12.577 verbessert. Für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen wurden Auszahlungen von TEUR -16.898 (Vorjahr: TEUR -1.065) getätigt. Demgegenüber stand eine konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes der erworbenen Gesellschaften von TEUR 15.766 (Vorjahr: TEUR 1.435). Durch die Akquisition des Joint-Venture HAL Apollo ergab sich im Berichtsjahr ein erhöhter Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -15.833. Demgegenüber entstanden positive Cashflow-Effekte aus höheren konsolidierungskreisbedingten Veränderungen des Finanzmittelbestandes von TEUR +14.331 (im Wesentlichen durch die Erstkonsolidierung der Arena Management GmbH) und einer geringeren Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögenswerte von TEUR +2.010.
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (3)
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -27.593 um TEUR +1.106 auf TEUR -26.487 verändert.
Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch die akquisitionsbedingte Aufnahme um TEUR +17.250. Gegenläufig wirkte die erhöhte planmäßige Tilgung von Finanzkrediten von TEUR -10.714 und die Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile aus Restzahlungen für Anteilsaufstockungen und Ausschüttungen von TEUR -5.191.
6. SONSTIGE ANHANGANGABEN
6.1 ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 berechnet, in dem das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen durch die Zahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird (basic earnings per share). Es besteht kein Verwässerungseffekt aus Wandelanleihen, Aktienoptionen oder ähnlichen Instrumenten (potential common stock) zum Bilanzstichtag.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:
|
2012
[EUR] |
2011
[EUR] |
|
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 54.990.160 | 42.188.170 |
| Aktienanzahl | 48.000.000 | 48.000.000 |
| Ergebnis je Aktie | 1,15 | 0,88 |
6.2 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Der Konzern bewegt sich mit seinen Geschäftsfeldern Ticketing und Live-Entertainment auf dem Markt für Freizeitveranstaltungen. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die CTS AG, ist im Ticketing tätig und ist das "bestimmende" Unternehmen in diesem Segment. Aussagen, welche für das Segment Ticketing getroffen werden, gelten daher insbesondere auch für die CTS AG. Der Vertrieb von Eintrittskarten für Freizeitveranstaltungen ist Grundlage des Geschäftsfeldes Ticketing mit der Vermarktung von Events (Tickets) über den marktführenden Netzbetrieb (eventim.net), dem Inhouse-Ticketing-Produkt (eventim.inhouse), dem Sport-Ticketing-Produkt (eventim.tixx) sowie einer Lösung für Stadien und Arenen im Bereich Ticketvertrieb und Einlasskontrolle. Grundlage des Geschäftsfeldes Live-Entertainment ist die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.
Die Segmentierung des Konzerns erfolgte in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger (Vorstand) und enthält die gemäß IFRS 8 geforderten Bestandteile. Der Hauptentscheidungsträger ist für die Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig.
Die Verrechnungspreise für konzerninterne Leistungen werden entsprechend den marktüblichen Konditionen festgelegt.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN SEGMENTEN
Die operativen Gesellschaften in den Segmenten sind zum Jahresende 2012:
TICKETING
• CTS AG • Ticket Express Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH • ÖTS, Gesellschaft zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH • Ö-Ticket Nord West GmbH • Ö-Ticket-Südost, Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH • Ö-Ticket-Nordost Eintrittskartenvertrieb GmbH • Ticket Express Hungary Kft. • GSO Gesellschaft für Softwareentwicklung und Organisation mbH & Co. KG • CTS Eventim Solutions GmbH • CTS Eventim Sports GmbH • CTS Eventim Nederland B.V. • CTS Eventim RU o.o.o. • TicketOne S.p.A. • T.O.S.T., Ticketone Sistemi Teatrali S.r.l. • T.O.S.C. - TicketOne Sistemi Culturali S.r.l • CTS Eventim Sweden AB • Lippupiste Oy • Eventim UK Limited • Eventim CZ s.r.o. • Eventim Sp. z.o.o • S.C. eventim.ro s.r.l. • Ticketcorner AG • Ticketcorner GmbH • See Tickets Germany GmbH • Ticket Online Sales & Service Center GmbH • Ticket Online Software GmbH • Ticket Online Austria GmbH • CTS Eventim Israel Ltd. • getgo consulting GmbH • nolock Softwarelösungen GmbH
LIVE-ENTERTAINMENT
• Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG • Peter Rieger Konzertagentur GmbH & Co. KG • Semmelconcerts Veranstaltungsservice GmbH • ARGO Konzerte GmbH • Dirk Becker Entertainment GmbH • LS Konzertagentur GmbH • PGM Promoters Group Munich Konzertagentur GmbH • Show-Factory Entertainment GmbH • Seekers Event GmbH • Arena Management GmbH • Joint-Venture HAL Apollo
Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
Die Innenumsätze der Konzerngesellschaften in einem Segment wurden bereits auf Segmentebene konsolidiert. Das Vermögen wurde im Rahmen der Konsolidierung zwischen den Segmenten aufgeteilt. Die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten wurden in der Konsolidierungsspalte eliminiert. Die Leistungen wurden zu marktüblichen Preisen, entsprechend den Preisen mit fremden Dritten, abgerechnet. Einzelne Geschäftsvorfälle werden abweichend ihrer gesellschaftsrechtlichen Zuordnung zu den Segmenten entsprechend ihres wirtschaftlichen Gehaltes sachgerecht in die Segmente gegliedert.
Die Außen- und Innenumsätze für die Segmente setzen sich wie folgt zusammen:
| Ticketing | Live-Entertainment | Summe Segmente | ||||
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Außenumsätze | 227.141 | 224.405 | 293.193 | 278.409 | 520.334 | 502.814 |
| Innenumsätze | 37.727 | 33.737 | 73.904 | 70.364 | 111.631 | 104.101 |
| Umsatzerlöse | 264.868 | 258.142 | 367.097 | 348.773 | 631.965 | 606.915 |
| Konsolidierung innerhalb des Segments | -33.361 | -29.430 | -70.671 | -67.805 | -104.032 | -97.235 |
| Umsatzerlöse nach Konsolidierung innerhalb des Segments | 231.507 | 228.712 | 296.426 | 280.968 | 527.933 | 509.680 |
Überleitung vom operativen Ergebnis (EBIT) der Segmente zum Konzernergebnis:
| Ticketing | Live-Entertainment | Konsolidierung zwischen den Segmenten | ||||
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Umsatzerlöse | 231.507 | 228.712 | 296.426 | 280.968 | -7.599 | -6.866 |
| EBITDA | 92.690 | 75.827 | 26.622 | 18.808 | -388 | 0 |
| EBIT | 71.983 | 55.181 | 24.535 | 16.879 | -388 | 0 |
| Abschreibungen | -20.707 | -20.646 | -2.087 | -1.928 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | ||||||
| Steuern | ||||||
| Konzernergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen | ||||||
| Nicht beherrschende Anteile | ||||||
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | ||||||
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 1.199 | 1.245 | 421 | 207 | ||
| Normalisiertes EBITDA | 91.977 | 85.426 | 26.622 | 18.808 | -388 | 0 |
| Normalisiertes EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation | 81.328 | 75.299 | 24.535 | 16.879 | -388 | 0 |
| Konzern | ||
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Umsatzerlöse | 520.334 | 502.814 |
| EBITDA | 118.924 | 94.635 |
| EBIT | 96.130 | 72.061 |
| Abschreibungen | -22.794 | -22.574 |
| Finanzergebnis | -7.970 | -5.018 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 88.160 | 67.043 |
| Steuern | -27.074 | -21.089 |
| Konzernergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen | 61.086 | 45.954 |
| Nicht beherrschende Anteile | -6.096 | -3.766 |
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 54.990 | 42.188 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 1.620 | 1.452 |
| Normalisiertes EBITDA | 118.211 | 104.233 |
| Normalisiertes EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation | 105.475 | 92.179 |
GEOGRAPHISCHE DARSTELLUNG
In der folgenden Tabelle werden die Außenumsätze nach geographischer Verteilung für das Geschäftsjahr 2012 dargestellt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Deutschland | 384.681 | 386.825 |
| Österreich | 47.656 | 35.516 |
| Schweiz | 44.178 | 38.721 |
| Italien | 23.671 | 23.703 |
| Übrige Länder | 20.148 | 18.049 |
| 520.334 | 502.814 |
In der folgenden Tabelle werden die Buchwerte der langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte nach geographischer Verteilung für das Geschäftsjahr 2012 dargestellt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Deutschland | 287.526 | 276.578 |
| Österreich | 1.540 | 1.422 |
| Schweiz | 67.652 | 71.263 |
| Italien | 4.480 | 5.833 |
| Übrige Länder | 5.286 | 5.618 |
| 366.484 | 360.714 |
6.3 ARBEITNEHMER
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.620 (Vorjahr: 1.452) Angestellte beschäftigt. Davon waren 1.037 (Vorjahr: 881) im Inland und 620 (Vorjahr: 571) im Ausland beschäftigt.
6.4 FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Die Miet- und Leasingverträge sind der Kategorie "operating lease" gemäß IAS 17 zuzuordnen. Die Mietverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mieten für Büroräume und die Lanxess Arena in Köln. Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge.
Die Miet-, Leasing- und sonstigen Verpflichtungen stellen sich wie in der folgenden Tabelle dar:
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||||
|
< 1 Jahr
[TEUR] |
1
- 5 Jahre
[TEUR] |
> 5 Jahre
[TEUR] |
< 1 Jahr
[TEUR] |
1
- 5 Jahre
[TEUR] |
> 5 Jahre
[TEUR] |
|
| Mietverpflichtungen | 13.503 | 41.279 | 26.961 | 5.807 | 8.300 | 1.127 |
| Leasingverpflichtungen | 578 | 477 | 0 | 655 | 469 | 0 |
| Sonstige Verpflichtungen | 1.125 | 206 | 0 | 777 | 260 | 0 |
| 15.206 | 41.962 | 26.961 | 7.239 | 9.029 | 1.127 | |
Darüber hinaus bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse.
6.5 LEASING
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 172) und die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 163) mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,7% und 5,9%. Die wesentlichen Leasingverhältnisse betreffen Kraftfahrzeuge.
6.6 ANGABEN ZU EREIGNISSEN NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.
6.7 ANHÄNGIGE PROZESSE
Der Konzern ist in anhängige Verfahren und Prozesse involviert, wie sie sich im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ergeben. Nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter wird der Abschluss dieser Angelegenheiten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Für Prozesskosten waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 257) gebildet.
Im April 2010 hat die CTS AG einen Schiedsklageantrag gegen Live Nation Inc. und Live Nation Worldwide Inc. zur International Chamber of Commerce (ICC) eingereicht, in dem Vertragsverstöße von Live Nation geltend gemacht und eine Verurteilung zur Erfüllung des im Dezember 2007 abgeschlossenen Kooperationsvertrags sowie Schadenersatz beantragt werden. Im Juni 2010 hat Live Nation unter Berufung auf vermeintliche Vertragsbrüche seitens der CTS AG die Kündigung des Kooperationsvertrags erklärt. Die CTS AG hat die von Live Nation erklärte Kündigung zurückgewiesen und macht nunmehr im Wege der Schiedsklage Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe geltend. Eine Entscheidung über die Schiedsklage wird im ersten Halbjahr 2013 erwartet.
6.8 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der CTS AG haben am 13. November 2012 eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der CTS AG dauerhaft zugänglich gemacht (http://www.eventim.de/tickets.html?affiliate=EVE&fun=tdoc&doc=eventim/default/info/de/investor/investorCorporateGovernance/correspondingDeclaration).
6.9 INANSPRUCHNAHME DES § 264 (3) HGB UND § 264B HGB
Einige Kapitalgesellschaften bzw. Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der CTS AG sind und für die der Konzernabschluss der CTS AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 (3) bzw. § 264b HGB hinsichtlich Offenlegung ihrer Abschlüsse in Anspruch; die mit Stern gekennzeichneten Gesellschaften nehmen zusätzlich die Erleichterung hinsichtlich der Erstellung eines Lageberichts in Anspruch:
| ― |
CTS Eventim Solutions GmbH, Bremen |
| ― |
GSO Gesellschaft für Softwareentwicklung und Organisation mbH & Co. KG, Bremen |
| ― |
See Tickets Germany GmbH, Hamburg |
| ― |
Ticket Online Sales & Service Center GmbH, Parchim* |
| ― |
Ticket Online Software GmbH, Hamburg* |
| ― |
Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main |
| ― |
Peter Rieger Konzertagentur GmbH & Co. KG, Köln |
6.10 MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE GEMÄSS § 15A WPHG
Im Geschäftsjahr 2012 wurden von Organmitgliedern der CTS AG keine mitteilungspflichtigen Wertpapiergeschäfte in Aktien der Gesellschaft getätigt.
6.11 BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Nach IAS 24 müssen Unternehmen oder Personen, die den Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des Konzerns einbezogen werden.
Die Transaktionen des CTS Konzerns mit nahe stehenden Unternehmen und Personen beziehen sich auf wechselseitige Dienstleistungen und wurden ausschließlich mit den zwischen fremden Dritten üblicherweise geltenden Konditionen abgeschlossen. Der Mehrheitsgesellschafter der CTS AG ist beherrschender Gesellschafter weiterer dem Konzern nahe stehenden Unternehmen.
Aufgrund der vertraglichen Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen ergaben sich im Berichtszeitraum 2012 folgende erbrachte und empfangene Lieferungen und Leistungen:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Vom Konzern erbrachte Lieferungen und Leistungen | ||
| Dienstleistungen im Rahmen von Veranstaltungen | 4.524 | 7.757 |
| Weiterberechnung betrieblicher Kosten | 772 | 1.003 |
| Bereitstellung von Vertriebssoftware | 309 | 524 |
| Sonstiges | 295 | 55 |
| 5.900 | 9.339 |
Die vom Konzern erbrachten Lieferungen und Leistungen wurden gegenüber wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften von TEUR 640 (Vorjahr: TEUR 534), at equity bilanzierten Unternehmen von TEUR 1.760 (Vorjahr: TEUR 1.886) und sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen von TEUR 3.501 (Vorjahr: TEUR 6.919) erbracht.
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Vom Konzern empfangene Lieferungen und Leistungen | ||
| Dienstleistungen für Fullfillment | 13.506 | 11.414 |
| Call Center-Betrieb | 2.638 | 2.668 |
| Produktionskosten für Veranstaltungen | 2.406 | 2.491 |
| Mietverträge | 884 | 725 |
| Geschäftsbesorgungsverträge | 999 | 616 |
| Zahlungsdienstleistungen | 831 | 530 |
| Sonstiges | 194 | 1.616 |
| 21.458 | 20.060 |
Die vom Konzern empfangenen Lieferungen und Leistungen wurden von wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften von TEUR 572 (Vorjahr: TEUR 317), at equity bilanzierten Unternehmen von TEUR 1.388 (Vorjahr: TEUR 2.315) und sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen von TEUR 19.497 (Vorjahr: TEUR 17.428) empfangen.
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Forderungen gegen | ||
| Wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 1.923 | 1.609 |
| at equity bilanzierte Unternehmen | 4.035 | 3.386 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen | 729 | 351 |
| 6.687 | 5.346 |
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 29 | 7 |
| at equity bilanzierte Unternehmen | 242 | 2.691 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen | 6.647 | 3.329 |
| 6.918 | 6.027 |
Die Forderungen / Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den at equity bilanzierten Unternehmen wurden im Berichtsjahr verrechnet.
Die Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen werden unter Punkt 6.13 im Konzernanhang angegeben.
6.12 AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER
Im Geschäftsjahr 2012 wurden Honorare für die Abschlussprüfung von TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 294), sonstige Leistungen von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 496) und andere Bestätigungsleistungen von TEUR 39 berechnet.
6.13 MANDATE UND BEZÜGE DES VORSTANDS
Die Vorstandsmitglieder übten im Berichtsjahr keine berichtspflichtigen Aufsichtsratsmandate aus.
Die Bezüge des Vorstandes in individualisierter Form (nach § 315a (1) HGB i.V.m. § 314 (1) Nr 6 HGB) setzten sich wie folgt zusammen:
| Name |
Fixum
[EUR] |
Wert der Nebenleistungen
[EUR] |
Tantieme
[EUR] |
Insgesamt
[EUR] |
| Klaus-Peter Schulenberg | 2.000.000 | 11.642 | 294.711 | 2.306.353 |
| Volker Bischoff | 350.000 | 19.692 | 103.766 | 473.458 |
| Alexander Ruoff | 450.000 | 17.759 | 103.766 | 571.525 |
| Summe | 2.800.000 | 49.039 | 502.243 | 3.351.336 |
Die Vorstandsbezüge beinhalten erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von TEUR 502 sowie erfolgsunabhängige Komponenten von TEUR 2.849. Komponenten mit langfristigen Anreizwirkungen liegen nicht vor.
Die Vergütungen gemäß IAS 24.16 betragen insgesamt TEUR 3.351. Sie beinhalten ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.16 (a).
6.14 MANDATE UND BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:
Edmund Hug, Kaufmann, Oberstenfeld - Vorsitzender -
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Scholz AG, Aalen |
Prof. Jobst W. Plog, Rechtsanwalt, Hamburg - stellv. Vorsitzender -
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Vattenfall GmbH, Berlin |
| ― |
Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover (stellv. Vorsitzender) |
Dr. Bernd Kundrun, Kaufmann, Hamburg
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft, Berlin (Vorsitzender) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der CTS AG erhielten für das Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von gesamt TEUR 80 sowie Auslagenersatz von TEUR 3. Diese Bezüge betreffen ausschließlich kurzfristige Leistungen im Sinne des IAS 24.16(a).
6.15 BETEILIGTE PERSONEN
Der Gesellschaft sind gemäß § 21 (1) WpHG Mitteilungen über Beteiligungen ab 3% bzw. 5% der Stimmrechte und das Über- bzw. Unterschreiten von 3% bzw. 5% der Stimmrechte zugegangen.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 19.04.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99% (1.433.986 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,99% (1.433.986 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 01.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,003% (1.441.910 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 3,003% (1.441.910 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 08.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99% (1.437.853 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,99% (1.437.853 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die Fidelity Funds SICAV, L-1021, Luxembourg, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 1,23% (591.791 Stimmrechte) betrug.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 28.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,05% (1.463.909 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 3,05% (1.463.909 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die Highbridge Capital Management, LLC, New York, NY, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 19.11.2012 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,01% (2.404.083 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 5,01% (2.404.083 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Von Herrn Klaus-Peter Schulenberg, Bremen, wurden zum 31. Dezember 2012 50,2% der Stimmrechte an der Gesellschaft gehalten.
Der Vorstand der CTS AG hat den Konzernabschluss am 14. März 2013 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
7. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bremen, 14. März 2013
CTS EVENTIM Aktiengesellschaft
Klaus-Peter Schulenberg
Volker Bischoff
Alexander Ruoff
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der CTS EVENTIM Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der CTS EVENTIM Aktiengesellschaft, München, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, 14. März 2013
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer
JAHRESABSCHLUSS CTS AG 2012
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012 (HGB)
CTS AG
AKTIVA
|
31.12.2012
[EUR] |
31.12.2011
[EUR] |
|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.098.976 | 11.098.222 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 490.605 | 817.675 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 533.685 | 1.957.177 |
| 16.123.266 | 13.873.074 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 90.689 | 137.155 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1 | 1 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.785.218 | 2.197.476 |
| 2.875.908 | 2.334.632 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 250.267.718 | 226.316.382 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 6.259.738 |
| 3. Beteiligungen | 6.540 | 574.834 |
| 250.274.258 | 233.150.954 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Fertige Erzeugnisse und Waren | 386.739 | 527.572 |
| 386.739 | 527.572 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.519.480 | 9.010.149 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 26.924.215 | 27.186.850 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 656.987 | 1.403.967 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 20.535.817 | 11.885.317 |
| 55.636.499 | 49.486.283 | |
| III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 117.845.136 | 85.214.746 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 3.261.161 | 3.204.696 |
| Summe Aktiva | 446.402.967 | 387.791.957 |
|
Passiva |
||
| 31.12.2012
[EUR] |
31.12.2011
[EUR] |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 48.000.000 | 48.000.000 |
| ./. Nennbetrag eigene Anteile | -4.350 | -4.350 |
| II. Kapitalrücklage | 2.400.000 | 2.400.000 |
| III. Gesetzliche Rücklage | 2.400.000 | 2.164.937 |
| IV. Bilanzgewinn | 117.917.974 | 87.095.896 |
| 170.713.624 | 139.656.483 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 3.071.508 | 2.928.500 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 6.001.388 | 5.139.500 |
| 9.072.896 | 8.068.000 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 157.007.154 | 148.500.000 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 557.023 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.880.933 | 7.567.362 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 9.238.341 | 5.320.273 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12.838 | 10.667 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 92.556.826 | 78.462.987 |
| 266.253.115 | 239.861.289 | |
| D. RECHNUNGSABGREZUNGSPOSTEN | 320.065 | 162.918 |
| E. PASSIVE LATENTE STEUERN | 43.267 | 43.267 |
| Summe Passiva | 446.402.967 | 387.791.957 |
GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG CTS AG
FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER
2012 (HGB)
|
01.01.2012 - 31.12.2012
[EUR] |
01.01.2011 - 31.12.2011
[EUR] |
|
| 1. Umsatzerlöse | 120.567.207 | 107.960.468 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -50.177.933 | -44.486.343 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 70.389.274 | 63.474.125 |
| 4. Vertriebskosten | -15.565.221 | -13.946.438 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -7.047.046 | -6.290.450 |
| 6. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| davon aus Währungsumrechnung EUR 39.103 (Vorjahr: EUR 33.433) | 8.049.457 | 3.242.500 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| davon aus Währungsumrechnung EUR 119.032 (Vorjahr: EUR 179.158) | -6.180.837 | -12.378.338 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 19.653.450 | 14.348.017 |
| 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 36.923 (Vorjahr: EUR 386.194) | 36.923 | 386.194 |
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 6.247.508 | 11.860.613 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.254.210 | 1.224.227 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagevermögens | -1.851.177 | 0 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -5.419.829 | -5.370.562 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 69.566.712 | 56.549.888 |
| 15. Außerordentliche Aufwendungen | 0 | -87.976 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -17.390.887 | -13.368.632 |
| 17. Sonstige Steuern | -597 | 205.470 |
| 18. Jahresüberschuss | 52.175.228 | 43.298.750 |
ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
1. AUFSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die CTS EVENTIM AG (im Folgenden: CTS AG) ist entsprechend § 267 (3) HGB eine große Kapitalgesellschaft. Bei Ausweiswahlrechten wurden zur Wahrung der Übersichtlichkeit die Angaben im Anhang gemacht. Die Beträge sind auf volle Euro gerundet.
2. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN
2.1 ALLGEMEINE ANGABEN
Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 266 HGB i.V.m. § 152 AktG, die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 275 (3) HGB nach Umsatzkostenverfahren. Die ergänzenden Angaben nach § 158 AktG sind im Anhang dargestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.
2.2 BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.
Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert aus der Einbringung des Ticketing Geschäfts wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben, da sich die Ertragsaussichten der übernommenen Kundenbeziehungen über diesen Zeitraum auswirken. Das aus der Übernahme des Internetportals "getgo.de" im Jahr 2002 erworbene Markenrecht wird über 10 Jahre abgeschrieben. Für die aktivierten Releasestände des "Global Ticketing Systems" wird eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrundegelegt.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen erfolgen "pro rata temporis".
Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.
Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1% des Nettoforderungsbetrages gebildet.
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschussstichtag angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert bewertet. Eigene Anteile werden offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.
Rückstellungen werden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert und für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz wurden gemäß § 274 Abs. 1 S. 1 HGB passive latente Steuern gebildet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31% herangezogen worden.
2.3 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sowie kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
3. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES
3.1 BILANZ
AKTIVA
Anlagenspiegel für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 (HGB)
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|
Stand
01.01.2012 [EUR] |
Zugang
[EUR] |
Abgang
[EUR] |
Umgliederungen
[EUR] |
Stand
31.12.2012 [EUR] |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 41.795.062 | 4.581.407 | 231 | 1.902.309 | 48.278.547 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.906.054 | 0 | 0 | 0 | 4.906.054 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.957.177 | 478.817 | 0 | -1.902.309 | 533.685 |
| 48.658.293 | 5.060.224 | 231 | 0 | 53.718.286 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 281.969 | 0 | 0 | 0 | 281.969 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 572.445 | 0 | 0 | 0 | 572.445 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.709.753 | 1.593.608 | 99.277 | 0 | 11.204.084 |
| 10.564.167 | 1.593.608 | 99.277 | 0 | 12.058.498 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 226.316.382 | 25.233.018 | 0 | 0 | 251.549.400 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 6.259.738 | 0 | 6.259.738 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 574.834 | 1.200 | 0 | 0 | 576.034 |
| 233.150.954 | 25.234.218 | 6.259.738 | 0 | 252.125.434 | |
| Summe | 292.373.414 | 31.888.050 | 6.359.246 | 0 | 317.902.218 |
| kumulierte Abschreibungen | ||||
|
Stand
01.01.2012 [EUR] |
Zugang
[EUR] |
Abgang
[EUR] |
Stand
31.12.2012 [EUR] |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 30.696.840 | 2.482.961 | 230 | 33.179.571 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.088.379 | 327.070 | 0 | 4.415.449 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 34.785.219 | 2.810.031 | 230 | 37.595.020 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 144.814 | 46.466 | 0 | 191.280 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 572.444 | 0 | 0 | 572.444 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.512.277 | 950.051 | 43.462 | 8.418.866 |
| 8.229.535 | 996.517 | 43.462 | 9.182.590 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 1.281.682 | 0 | 1.281.682 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 569.494 | 0 | 569.494 |
| 0 | 1.851.176 | 0 | 1.851.176 | |
| Summe | 43.014.754 | 5.657.724 | 43.692 | 48.628.786 |
| Buchwerte | ||
|
Stand
31.12.2012 [EUR] |
Stand
31.12.2011 [EUR] |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.098.976 | 11.098.222 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 490.605 | 817.675 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 533.685 | 1.957.177 |
| 16.123.266 | 13.873.074 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 90.689 | 137.155 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1 | 1 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.785.218 | 2.197.476 |
| 2.785.908 | 2.334.632 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 250.267.718 | 226.316.382 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 6.259.738 |
| 3. Beteiligungen | 6.540 | 574.834 |
| 250.274.258 | 233.150.954 | |
| Summe | 269.273.432 | 249.358.660 |
Die Zugänge im Anlagevermögen von TEUR 31.888 (Vorjahr: TEUR 5.665) betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 5.060; Vorjahr: TEUR 4.191), den Sachanlagen (TEUR 1.594; Vorjahr TEUR 1.022) sowie den Finanzanlagen (TEUR 25.234; Vorjahr TEUR 452). Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen resultieren hauptsächlich aus der Weiterentwicklung des Global Ticketing Systems (TEUR 4.413). Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen vorwiegend EDV-Hardwareausstattung für den Betrieb des Global Ticketing Systems (TEUR 858) und die Anbindung von Vorverkaufsstellen an das Global Ticketing System (TEUR 193). Die Zugänge im Finanzanlagevermögen betreffen im Berichtsjahr neu erworbene Anteile an Tochtergesellschaften (TEUR 501), die Erhöhung von Beteiligungsbuchwerten durch Kapitalaufstockungen bei Tochtergesellschaften (TEUR 20.668), vorwiegend für die Akquisitionen der Joint-Venture HAL Apollo und der Betreibergesellschaft Arena Management GmbH. Weitere Zugänge im Finanzanlagevermögen betreffen vertraglich vereinbarte Restkaufpreiszahlungen für bestehende Beteiligungen (TEUR 4.064).
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.668 (Vorjahr: TEUR 6.482) sowie Darlehensforderungen von TEUR 12.892 (Vorjahr: TEUR 20.705). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.130 (Vorjahr: TEUR 4.129) haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.
Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 256) und Darlehensforderungen von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 1.147). Die Forderungen in Höhe von TEUR 281 haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 3.009 (Vorjahr: TEUR 2.869).
Im aktiven Rechungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen vorausgezahlte zeitraumbezogene Aufwendungen für Finanzierungskosten von TEUR 2.539 (Vorjahr TEUR 2.773), Provisionen von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 93) Wartungsaufwendungen von TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 93) sowie Marketing/Werbeaufwendungen von TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 56) ausgewiesen.
PASSIVA
Die Gesellschaft hat zum Stichtag insgesamt 48.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgegeben. Jede Aktie repräsentiert einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 1,00.
Der Bestand an eigenen Anteilen hat sich in 2011 infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung verdoppelt. Es handelt sich um 4.350 Aktien, die am 31. Juli 2007 zu einem Preis von EUR 14,50 pro Stück erworben wurden. Sie repräsentieren einen Anteil von 0,009% des Grundkapitals in Höhe von EUR 4.350. Im Rahmen der Anwendung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach BilMoG wurde der rechnerische Nennwert der eigenen Anteile offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt.
In der Kapitalrücklage wird das Aufgeld (§ 272 (2) Nr. 1 HGB) aus der Börsenemission der Gesellschaft ausgewiesen. Im Rahmen der im Oktober 2005 vollzogenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wurde ein Teilbetrag von EUR 12.000.000 der Kapitalrücklage in gezeichnetes Kapital umgewandelt und es wurden 12.000.000 neue nennwertlose Inhaberstückaktien ausgegeben. Im Rahmen der im Mai 2011 vollzogenen weiteren Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wurde ein weiterer Teilbetrag von EUR 24.000.000 aus Rücklagen in gezeichnetes Kapital umgewandelt und es wurden 24.000.000 neue nennwertlose Inhaberstückaktien ausgegeben.
Nach §150 AktG muss eine Aktiengesellschaft eine gesetzliche Rücklage bilden, wenn die Kapitalrücklage nicht 10% des Grundkapitals ausmacht. Die jährliche Zuführung zur gesetzlichen Rücklage beträgt 5% des Jahresüberschusses bis insgesamt 10% des gezeichneten Kapitals durch die Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage gedeckt sind. Mit Zuführung zur gesetzlichen Rücklage von EUR 235.063 zum Bilanzstichtag sind 10% des gezeichneten Kapitals erreicht.
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
|
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011/2010 | 87.096 | 69.417 |
| Erhöhung des Unterschiedsbetrags für eigene Anteile | 0 | 2 |
| Einstellung in Gewinnrücklage | 0 | -2.579 |
| Jahresüberschuss 2012/2011 | 52.175 | 43.299 |
| Zuführung gesetzliche Rücklage gem. § 150 AktG | -235 | -2.165 |
| 139.036 | 107.974 | |
| Ausschüttungen 2012/2011 | -21.118 | -20.878 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2012/2011 | 117.918 | 87.096 |
BESCHLÜSSE DER HAUPTVERSAMMLUNG
In der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. August 2005 wurde beschlossen, das gezeichnete Kapital der CTS AG von ursprünglich EUR 12.000.000 aus Gesellschaftsmitteln um weitere EUR 12.000.000 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 06. Oktober 2005 beim Amtsgericht München eingetragen, die entsprechenden nennwertlosen Stückaktien wurden den Depots der Aktionäre am 30. Oktober 2005 gutgeschrieben. In der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 13. Mai 2011 wurde beschlossen, das gezeichnete Kapital der CTS AG von EUR 24.000.000 aus Gesellschaftsmitteln um weitere EUR 24.000.000 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 03. Juni 2011 beim Amtsgericht München eingetragen, die entsprechenden nennwertlosen Stückaktien wurden den Depots der Aktionäre am 08. Juli 2011 gutgeschrieben. Die Gesellschaft hat somit zum Stichtag insgesamt 48.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgegeben. Jede Aktie repräsentiert einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 1,00.
Zum Bilanzstichtag bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 12.000.000 (genehmigtes Kapital 2009). Es ist bis zum 13. Mai 2014 befristet. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gezeichnete Kapital bis zum 13. Mai 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 12.000.000 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Jedoch ist der Vorstand ermächtigt, in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde bislang in keinem Fall Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 21. Januar 2000 wurde eine bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 180.000 beschlossen (bedingtes Kapital 2000/1). Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplans aufgrund der am 21. Januar 2000 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Durch die am 23. August 2005 und am 13. Mai 2011 beschlossenen Kapitalerhöhungen auf insgesamt EUR 48.000.000 hat sich dieses bedingte Kapital gemäß § 218 Satz 1 AktG entsprechend auf insgesamt EUR 720.000 erhöht. Von der Ermächtigung wurde bislang nicht Gebrauch gemacht.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 erteilte dem Vorstand die Ermächtigung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2013 Options- und Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 275 Mio. EUR und mit einer Laufzeit von maximal 20 Jahren auszugeben, den Inhabern Options- bzw. Wandlungsrechte auf bis zu 11.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einen anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 11.000.000 zu gewähren, und dabei unter bestimmten Bedingungen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen das Bezugsrecht der Aktionäre an den Schuldverschreibungen auszuschließen. Im Hinblick auf eine eventuelle Ausgabe von Aktien an die Inhaber der aus der Ermächtigung gegebenenfalls resultierenden Options- und Wandelungsrechte wurde zugleich durch entsprechende Satzungsänderung ein bedingtes Kapital von EUR 11.000.000 geschaffen ("bedingtes Kapital 2008"). Durch die am 13. Mai 2011 beschlossene Kapitalerhöhung auf insgesamt EUR 48.000.000 hat sich dieses bedingte Kapital gemäß § 218 Satz 1 AktG entsprechend auf EUR 22.000.000 erhöht. Von der Ermächtigung wurde bislang nicht Gebrauch gemacht.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 (1) Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 11. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10% des zum Beschlusszeitpunkt bestehenden Grundkapitals zu erwerben und für bestimmte, im Beschluss aufgeführte Zwecke zu verwenden, teilweise auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien im XETRA-Handelssystem während der letzten fünf Börsentage vor Veröffentlichung des Angebots zum Erwerb der Aktien. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebotes dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme in Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung zum Erwerb kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke im Rahmen der oben genannten Beschränkung ausgeübt werden.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem personalbezogene Rückstellungen von TEUR 2.294 (Vorjahr: TEUR 1.967), noch ausstehende Lieferantenrechnungen von TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 1.597), ausstehende Provisionen von TEUR 1.279 (Vorjahr: TEUR 697), Aufsichtsratsvergütungen von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 100) sowie Abschluss- und Prüfungskosten von TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 209).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 5.379 (Vorjahr: 2.500) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2.912 (Vorjahr: TEUR 2.820) auf Darlehensverbindlichkeiten.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich mit TEUR 13 vollständig um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 11).
VERBINDLICHKEITENSPIEGEL
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 sind in dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel erläutert:
| Gesamt | Restlaufzeit | ||||
| [EUR] |
Bis zu einem Jahr
[EUR] |
Zwischen ein und fünf Jahren
[EUR] |
mehr als fünf Jahre
[EUR] |
1)
aus Steuern 2) im Rahmen der sozialen Sicherheit
[EUR] |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber | 157.007.154 | 40.578.586 | 102.142.864 | 14.285.704 | |
| Kreditinstituten | (Vorjahr: TEUR 148.500) | (Vorjahr: TEUR 14.786) | (Vorjahr: TEUR 105.143) | (Vorjahr: TEUR 28.571) | |
| Erhaltene Anzahlungen | 557.023 | 557.023 | |||
| (Vorjahr: TEUR 0) | (Vorjahr: TEUR 0) | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.880.933 | 6.880.933 | 0 | ||
| (Vorjahr: TEUR 7.567) | (Vorjahr: TEUR 7.567) | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 9.238.341 | 9.238.341 | 0 | ||
| (Vorjahr: TEUR 5.320) | (Vorjahr: TEUR 5.320) | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12.838 | 12.838 | 0 | ||
| (Vorjahr: TEUR 11) | (Vorjahr: TEUR 11) | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 92.556.826 | 92.556.826 | 0 | 1) 3.683.101 | |
| (Vorjahr: TEUR 78.463) | (Vorjahr: TEUR 78.463) | (Vorjahr: TEUR 3.416) | |||
| 2) 0 | |||||
| (Vorjahr: TEUR 2) | |||||
| Verbindlichkeiten, gesamt | 266.253.115 | 149.824.547 | 102.142.864 | 14.285.704 | |
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 92.557 beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern von TEUR 81.679 (Vorjahr: TEUR 68.576). Diese resultieren vorwiegend aus Vorverkäufen für zukünftige Veranstaltungen und Tourneen. Den Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern stehen entsprechende Guthaben bei Kreditinstituten sowie in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen für noch ausstehende Ticketgelder gegenüber. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Ticketgeldern gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.610 (Vorjahr: TEUR 5.695). Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 3.683 (Vorjahr TEUR 3.416).
Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in der Handels- und Steuerbilanz. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,0% zugrunde, welcher sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15,0% zzgl. Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,2% zusammensetzt.
3.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
|
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
|
| Ticketerlöse | 88.845 | 83.150 | 5.695 |
| Lizenzgebühren | 11.178 | 9.350 | 1.828 |
| Sonstige Umsatzerlöse | |||
| Datenleitungsgebühren | 3.687 | 2.873 | 814 |
| Systemmiete / Wartung / Installation | 3.356 | 2.544 | 812 |
| Provisionserlöse | 4.488 | 3.826 | 662 |
| Warenverkäufe | 447 | 556 | -109 |
| Pauschalreisen | 314 | 606 | -292 |
| Übrige | 8.252 | 5.055 | 3.197 |
| 120.567 | 107.960 | 12.607 |
Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 9.789 (Vorjahr: TEUR 9.957) im Ausland erzielt.
Der Materialaufwand setzt sich nach § 275 (2) Nr. 5 HGB wie folgt zusammen:
| Materialaufwand (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Aufwendungen für bezogene Waren | 1.060 | 1.442 | -382 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 43.082 | 37.806 | 5.276 |
| 44.142 | 39.248 | 4.894 |
Der Personalaufwand teilt sich nach § 275 (2) Nr. 6 HGB wie folgt auf:
| Personalaufwand (nach Gesamtkostenverfahren) |
2012
[TEUR] |
2011
[TEUR] |
Veränderung
[TEUR] |
| Löhne und Gehälter | 13.023 | 11.334 | 1.689 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.438 | 1.355 | 83 |
| 14.461 | 12.689 | 1.772 |
In den Vertriebskosten (nach Umsatzkostenverfahren) für das Geschäftsjahr 2012 befinden sich die Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 327), anteilige Abschreibungen (51%) auf das Markenrecht des übernommenen Internetportals "getgo.de" in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 99) sowie anteilige Abschreibungen (51%) auf Software in Höhe von TEUR 1.189 (Vorjahr: TEUR 805) und Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 400). Die übrigen anteiligen Abschreibungen (49%) auf diese immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind den Herstellungskosten bzw. Verwaltungskosten zugeordnet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit TEUR 2.900 aus einer vertraglich vereinbarten Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit einer Akquisition. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 152), Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 293) sowie nachträgliche Kostenerstattungen von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 12).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus nachlaufenden Rechnungen und erteilten Gutschriften von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 75) enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 19.653 resultieren vollständig aus Erträgen von verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 14.348).
Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Die Finanzanlagen wurden vollständig bzw. auf den Nennwert der jeweiligen Beteiligung abgeschrieben.
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 386) entfallen vollständig auf Erträge von verbundenen Unternehmen.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 870) enthalten.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 211).
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden TEUR 8.151 (Vorjahr: TEUR 6.740) Gewerbesteuer, TEUR 8.103 (Vorjahr: TEUR 6.542) Körperschaftsteuer sowie TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 360) Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 2012 ausgewiesen. Ferner enthalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag Aufwand für ausländische Quellensteuer in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 195), periodenfremden Aufwand für Steuernachzahlungen für Vorjahre von 552 (Vorjahr: TEUR 43) sowie TEUR 9 Ertragsteueraufwand für eine ausländische Betriebsstätte (Vorjahr: TEUR 0).
Bei den sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR -205) handelt es sich um Aufwand für Kfz-Steuern.
Die Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG stellt sich wie folgt dar:
|
31.12.2012
[TEUR] |
31.12.2011
[TEUR] |
|
| Jahresüberschuss | 52.175 | 43.299 |
| Gewinnvortrag | 65.978 | 45.960 |
| Erhöhung des Unterschiedsbetrags für eigene Anteile | 0 | 2 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | -235 | -2.165 |
| Bilanzgewinn | 117.918 | 87.096 |
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 87.096 wurden TEUR 21.118 ausgeschüttet und TEUR 65.978 auf neue Rechnung vorgetragen.
4. SONSTIGE ANGABEN
4.1 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der CTS Eventim Solutions GmbH, Bremen. Zum Bilanzstichtag weist die CTS Eventim Solutions GmbH keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Des Weiteren haftet die CTS AG für Bank- und Avalkreditlinien von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 3.385). Zum Stichtag wurden Avalkreditlinien durch Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 335) sowie Kreditlinien in Höhe von TEUR 750 in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme aus der Haftungsübernahme ist aufgrund der zukünftig positiven Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften nicht zu rechnen.
Darüber hinaus haftet die Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Erwerb der Ticketcorner-Gruppe für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Ticketcorner Holding AG, Rümlang (vormals: Eventim CH AG, Zürich), bis zu einem Höchstbetrag von TCHF 26.000. Die Verbindlichkeiten der Ticketcorner Holding AG gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag TCHF 50.000. Aufgrund der erwarteten positiven Ertragslage der Ticketcorner-Gruppe wird davon ausgegangen, dass die Tickercorner Holding AG als Holdinggesellschaft zukünftig in der Lage sein wird, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme aus der Haftungsübernahme wird daher nicht gerechnet. Zur weiteren Besicherung der Verbindlichkeiten hat die Gesellschaft ihre Aktien, die 50% des Aktienkapitals der Ticketcorner Holding AG ausmachen, an das Kreditinstitut verpfändet. Eine Pfandbeanspruchung ist aus den genannten Gründen ebenfalls nicht zu erwarten.
Des Weiteren haftet die Gesellschaft für die Erfüllung von Verbindlichkeiten der Eventim UK Ltd, London, gegenüber einem Dienstleister. Zum Bilanzstichtag weist die Eventim UK Ltd., London, gegenüber dem Dienstleister keine Verbindlichkeiten aus, somit besteht zum Bilanzstichtag kein Risiko der Inanspruchnahme.
Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus kurz- und mittelfristigen Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen von TEUR 5.395 (Vorjahr: TEUR 4.634). Davon sind TEUR 2.973 (Vorjahr: TEUR 2.874) innerhalb eines Jahres fällig. Auf zukünftige Mietverpflichtungen entfallen TEUR 4.460 (Vorjahr TEUR 3.681), auf Leasingverpflichtungen TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 263) und auf übrige Verpflichtungen TEUR 729 (Vorjahr TEUR 690). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 45) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Des Weiteren bestanden zum Abschlussstichtag finanzielle Verpflichtungen aus garantierten Auftragsvolumen für Softwareentwicklungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 227.
4.2 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.
Die CTS AG hat im Geschäftsjahr drei derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Nominalwert von TEUR 71.429 abgeschlossen. Die Marktwerte der Finanzderivate betragen zum Bilanzstichtag TEUR -482. Zusammen mit der zugrundeliegenden Finanzierungsverbindlichkeit liegen Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB vor. Eine Drohverlustrückstellung ist somit nicht zu bilden. Die Sicherungsgeschäfte beginnen Ende 2013 und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Festzinssatz liegt zwischen 0,8725% und 0,9% und für den variablen Zinssatz wird der 3-M-Euribor angesetzt.
Die Fälligkeitstage für die variablen Beträge sowie die Festbeträge sind jeweils zum Quartalsende von Laufzeitbeginn bis Laufzeitende. Die Bezugsbeträge der Swaps entwickeln sich hierbei analog der Tilgungspläne der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Da die wesentlichen Konditionen der Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, gleichen sich die resultierenden künftigen variablen Zahlungsströme während der Laufzeit der Swaps voraussichtlich aus, wodurch die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung gegeben ist.
Bei Zinssicherungen wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung prospektiv mit der Critical Terms Match Method überprüft. Diese wird angewendet, da jeweils alle wesentlichen Bewertungsparameter von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch die Anwendung der Hypothetical Derivative Method. Bei dieser Methode wird die Wertentwicklung des tatsächlich abgeschlossenen Sicherungsgeschäfts mit der Wertentwicklung eines fiktiven Sicherungsgeschäfts, bei dem alle bewertungsrelevanten Parameter mit dem Grundgeschäft übereinstimmen, verglichen.
4.3 ERGEBNISVERWENDUNG
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die CTS AG einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 52.175. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von TEUR 27.358 (EUR 0,57 pro gewinnbezugsberechtigter Aktie) zur Ausschüttung vor, sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von TEUR 90.560 auf neue Rechnung vorzutragen
4.4 ANTEILSBESITZLISTE
Eine Anteilsbesitzliste wird auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Diese Angaben sind auf der Internetseite der CTS AG unter http://www.eventim.de/tickets.html?affiliate=EVE&fun=tdoc&doc=eventim/default/info/de/investor/investorStructure hinterlegt.
4.5 ORGANE DER CTS AG
Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an:
Klaus-Peter Schulenberg, Bremen - Vorsitzender -
- Vorstand für Unternehmensstrategie, Neue Medien und Marketing -
Dipl.-Ökonom Volker Bischoff, Stuhr
- Vorstand für Finanzen -
Dipl.-Betriebswirt Alexander Ruoff, Bremen
- Vorstand für Vertrieb -
Die Bezüge des Vorstands in individualisierter Form setzen sich wie folgt zusammen:
| Name |
Fixum
[EUR] |
Wert der Nebenleistungen
[EUR] |
Tantieme
[EUR] |
Insgesamt
[EUR] |
| Klaus-Peter Schulenberg | 2.000.000 | 11.642 | 294.711 | 2.306.353 |
| Volker Bischoff | 350.000 | 19.692 | 103.766 | 473.458 |
| Alexander Ruoff | 450.000 | 17.759 | 103.766 | 571.525 |
| Summe | 2.800.000 | 49.093 | 502.243 | 3.351.336 |
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:
Edmund Hug, Kaufmann, Oberstenfeld - Vorsitzender -
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Scholz AG, Aalen |
Prof. Jobst W. Plog, Rechtsanwalt, Hamburg - stellv. Vorsitzender -
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Vattenfall GmbH, Berlin |
| ― |
Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover (stellv. Vorsitzender) |
Dr. Bernd Kundrun, Kaufmann, Hamburg
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft, Berlin (Vorsitzender) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der CTS AG erhielten für das Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von gesamt TEUR 80 sowie Auslagenersatz von TEUR 3.
4.6 ARBEITNEHMER
Im Jahresmittel wurden von der Gesellschaft 210 (Vorjahr: 186) Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.
4.7 ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrats der Gesellschaft gemäß § 161 AktG, inwieweit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird und welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden, ist abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden (http://www.eventim.de/cgi-bin/tickets.html?affiliate=EVE&fun=tdoc&doc=eventim/default/info/de/investor/investorCorporateGovernance/correspondingDeclaration).
4.8 BETEILIGTE PERSONEN
Der Gesellschaft sind gemäß § 21 (1) WpHG Mitteilungen über Beteiligungen ab 3% bzw. 5% der Stimmrechte und das Über- bzw. Unterschreiten von 3% bzw. 5% der Stimmrechte zugegangen.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 19.04.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99% (1.433.986 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,99% (1.433.986 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 23.04.2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,95% (2.376.799 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 01.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,003% (1.441.910 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 3,003% (1.441.910 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 08.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99% (1.437.853 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,99% (1.437.853 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 2,95% (1.417.953 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die Fidelity Funds SICAV, L-1021, Luxembourg, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 11.05.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 1,23% (591.791 Stimmrechte) betrug.
Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 25.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 4,64% (2.227.181 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die FMR LLC, Boston, Massachusetts, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 28.05.2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,05% (1.463.909 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 3,05% (1.463.909 Stimmrechte) über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die Highbridge Capital Management, LLC, New York, NY, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CTS AG am 19.11.2012 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,01% (2.404.083 Stimmrechte) betrug, und dass ihr davon 5,01% (2.404.083 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Von Herrn Klaus-Peter Schulenberg, Bremen, wurden zum 31. Dezember 2012 50,2% der Stimmrechte an der Gesellschaft gehalten.
4.9 AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER
Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang unter Punkt 6.12 enthalten sind.
4.10 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.
Bremen, 14. März 2013
CTS EVENTIM AG
Klaus-Peter Schulenberg
Volker Bischoff
Alexander Ruoff
5. ANTEILSBESITZLISTE 2012
| Segment Ticketing: Gesellschaft | Land |
Beteiligungsquote (bezogen auf die jeweilige
Obergesellschaft)
[EUR] |
Stammkapital
[EUR] |
Eigenkapital
[EUR] |
Jahresergebnis
[EUR] |
| CTS Eventim Solutions GmbH, Bremen | Deutschland | 100,00% | 226.250 | 231.203 | 0 1 |
| CTS Eventim Sports GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 723.793 | 0 1 |
| eventim Online Holding GmbH, Bremen | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 39.167.807 | 3.554.329 |
| getgo consulting GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 19.571.813 | 10.786 |
| GSO Holding GmbH, Bremen | Deutschland | 100,00% | 50.000 | 6.478.116 | 1.033.565 2 |
| GSO Gesellschaft für Softwareentwicklung und Organisation mbH & Co. KG, Bremen | Deutschland | 100,00% | 501.000 | 5.053.211 | 2.476.500 |
| GSO Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 30.187 | 1.240 |
| See Tickets Germany GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 58.572.489 | 0 1 |
| Ticket Online Sales & Service Center GmbH, Parchim | Deutschland | 100,00% | 50.000 | 5.570.658 | 0 1 |
| Ticket Online Software GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 200.000 | 201.278 | 0 1 |
| Ticketcorner GmbH, Bad Homburg | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 291.655 | 135.469 |
| 61. Lydia Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 18.912 | -446 |
| TEMPODOME GmbH, Hamburg | Deutschland | 72,00% | 62.500 | -4.166 | 151 |
| RP-EVENTIM GmbH, Düsseldorf | Deutschland | 51,00% | 25.000 | 47.783 | -250 |
| Ticket Express Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH, Wien | Österreich | 86,00% | 36.336 | 6.517.549 | 4.265.423 |
| ÖTS Gesellschaft zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH, Stainz | Österreich | 77,50% | 36.336 | 575.892 | 422.607 |
| Ö-Ticket-Nordost Eintrittskartenvertrieb GmbH, Tulln | Österreich | 75,10% | 37.000 | 157.629 | 95.159 |
| Ö-Ticket-Südost, Gesellschaft zur Herstellung und zum Vertrieb elektronischer Eintrittskarten mbH, Wiener Neustadt | Österreich | 66,70% | 37.000 | 248.432 | 162.965 |
| Ö-Ticket Nord West GmbH, Wien | Österreich | 51,00% | 36.336 | 563.576 | 375.749 |
| nolock Softwarelösungen GmbH, Wien | Österreich | 65,00% | 35.000 | 131.850 | 86.856 |
| Ticketcorner Holding AG, Rümlang (vormals: Eventim CH AG, Zürich) | Schweiz | 50,00% | 8.933.080 | 10.390.283 | -63.018 |
| Ticketcorner AG, Rümlang | Schweiz | 100,00% | 7.752.539 | 10.251.216 | 3.939.859 |
| CTS Eventim Schweiz AG, Basel | Schweiz | 100,00% | 63.068 | -742.311 | -16.795 |
| TicketOne S.p.A., Mailand | Italien | 99,70% | 4.998.702 | 10.030.420 | 4.251.188 |
| T.O.S.T. Ticketone Sistemi Teatrali S.r.l., Mailand | Italien | 60,00% | 90.000 | 886.887 | 232.340 |
| T.O.S.C. - TicketOne Sistemi Culturali S.r.l., Rom | Italien | 51,00% | 150.000 | 267.307 | 75.852 |
| Eventim Sp. z.o.o., Warschau | Polen | 100,00% | 12.590 | -1.375.752 | 150.599 |
| Ticket Express Hungary Kft., Budapest | Ungarn | 71,00% | 20.291 | 48.945 | 153 |
| TEX Hungary Kft., Budapest | Ungarn | 71,00% | 59.354 | 324.725 | 156.353 |
| Eventim CZ s.r.o., Prag | Tschechien | 100,00% | 7.520 | -1.071.403 | -245.627 |
| Eventim UK Limited, London | Grossbritannien | 100,00% | 1.144 | -2.231.547 | -837.863 |
| CTS Eventim Nederland B.V., Amsterdam | Niederlande | 100,00% | 18.200 | 125.665 | -196.558 |
| CTS Eventim RU o.o.o., Moskau | Russland | 100,00% | 375.463 | 1.042.602 | 669.830 |
| Eventim RU o.o.o., Moskau | Russland | 100,00% | 78.027 | -361.919 | -51.157 |
| CTS Eventim Sweden AB, Stockholm | Schweden | 100,00% | 10.296 | 6.770 | -293.055 |
| Lippupiste Oy, Tampere | Finnland | 70,00% | 10.372 | 515.856 | 485.940 |
| CTS Eventim Israel Ltd., Tel Aviv | Israel | 70,00% | 21.266 | -812.477 | -27.246 |
| S.C. eventim.ro s.r.l., Bukarest | Rumänien | 59,00% | 34.414 | 250.557 | 23.539 |
| Segment Live-Entertainment: Gesellschaft | Land |
Beteiligungsquote
(bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft) [EUR] |
Stammkapital
[EUR] |
Eigenkapital
[EUR] |
Jahresergebnis
[EUR] |
| MEDUSA Music Group GmbH, Bremen | Deutschland | 94,40% | 11.127.250 | 47.222.906 | 14.323.146 |
| EVENTIM Popkurs Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,00% | 500.000 | 533.634 | 25.206 |
| Marek Lieberberg Konzertagentur Holding GmbH, Frankfurt/Main | Deutschland | 100,00% | 50.000 | 14.860.335 | 9.857.556 2 |
| Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main | Deutschland | 100,00% | 100.000 | 12.276.103 | 12.149.825 |
| Marek Lieberberg Verwaltungs GmbH, Frankfurt/Main | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 28.870 | 0 |
| Peter Rieger Konzertagentur Holding GmbH, Köln | Deutschland | 70,00% | 50.000 | 3.817.022 | 36.450 2 |
| Peter Rieger Konzertagentur GmbH & Co. KG, Köln | Deutschland | 100,00% | 50.000 | 775.000 | 21.553 |
| Peter Rieger Verwaltungs GmbH, Köln | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 37.970 | 1.892 |
| PGM Promoters Group Munich Konzertagentur GmbH, München | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 309.302 | -12.288 |
| Dirk Becker Entertainment GmbH, Köln | Deutschland | 83,00% | 25.000 | 89.488 | 73.837 |
| Seekers Event GmbH, Jena | Deutschland | 51,00% | 27.000 | 670.934 | 538.837 |
| ARGO Konzerte GmbH, Würzburg | Deutschland | 50,20% | 76.694 | 643.241 | 456.464 |
| Semmelconcerts Veranstaltungsservice GmbH, Bayreuth | Deutschland | 50,20% | 25.565 | 1.161.193 | 6.635.628 |
| Arena Holding GmbH, Köln | Deutschland | 100,00% | 25.000 | 3.011.532 | -13.469 |
| Arena Management GmbH, Köln | Deutschland | 100,00% | 1.023.095 | 4.275.120 | 9.634.400 |
| LS Konzertagentur GmbH, Wien | Österreich | 100,00% | 50.000 | 585.130 | 269.728 |
| Show-Factory Entertainment GmbH, Bregenz | Österreich | 51,00% | 35.000 | 134.671 | 96.834 |
| Act Entertainment AG, Basel | Schweiz | 51,00% | 124.250 | 798.331 | 402.373 |
| at equity konsolidierte Gesellschaften: Gesellschaft | Land |
Beteiligungsquote
(bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft) [EUR] |
Stammkapital
[EUR] |
Eigenkapital
[EUR] |
Jahresergebnis
[EUR] |
| FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH, Hamburg | Deutschland | 45,00% | 25.565 | 2.718.295 | 885.033 |
| Greensave GmbH, Würzburg | Deutschland | 49,00% | 25.000 | 35.404 | -4.254 |
| Greenfield Festival AG, Hünenberg | Schweiz | 20,00% | 82.836 | 1.082.410 | 674.086 2 |
| Stage C Ltd., London | UK | 50,00% | 32.894.734 | 30.973.871 | -874.767 |
Das Eigenkapital und das Jahresergebnis bezieht sich auf den jeweiligen lokalen Abschluss
1 bestehender Ergebnisabführungsvertrag
2 Ergebnis der GmbH & Co. KG enthalten
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CTS EVENTIM Aktiengesellschaft, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, 14. März 2013
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der CTS EVENTIM AG beruhen. Diese Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen beruhen, sind durch Formulierungen wie "glauben", "annehmen" und "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die CTS Eventim AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Es ist von der CTS Eventim AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die CTS Eventim AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor. Er steht in beiden Sprachen im Internet unter http://www.eventim.de zum Download bereit.
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Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
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Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
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Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
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Vermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre Betreuung
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
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Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
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Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
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Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Mobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Ambulante Pflegedienste
WBW GmbH
76mBauträger für Wohngebäude
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Architekturbüros für Hochbau
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Seniorenwohnheime
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Wäscherei und chemische Reinigung für Privatkunden
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
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Seniorenwohnheime
Seniorenwohnheime
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