Stammdaten

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Amtsgericht Düsseldorf HRB 44636
Vorher
Client Logic Beteiligungs GmbH
Eingetragen
19.9.2002
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Erbringung von Serviceleistungen aller Art für Dritte, insbesondere über Telekommunikationseinrichtungen sowie sämtliche damit zusammenhängenden Geschäfte.

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Sitel GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Überblick und allgemeine Branchenentwicklung

Die SITEL GmbH erbringt in Deutschland Dienstleistungen für Outsourcing Lösungen im Telefon-/Online-/E-Mail-/Social-Media- und IT-gestützten Kundenservice sowie im Verkauf (Contact-Center). Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2020 auf dem Vorjahresniveau gefestigt werden.

Die Bereitstellung von Servicedienstleistungen im Kundenmanagement im Namen und im Auftrag von Unternehmen ist das Kerngeschäft der SITEL. Die Gesellschaft übernimmt alle operativen Vorgänge des vereinbarten Kundenmanagements sowie die Prozessverantwortung. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Gewinnung von werthaltigen großen und mittleren, nationalen und internationalen Kunden mit der Zielsetzung einer langfristigen Partnerschaft. Die Kernkompetenzen basieren auf den Werten Qualität der Leistung, Verlässlichkeit und Flexibilität sowie auf einer stabilen und einheitlichen Prozess- und Ablauforganisation im Kundenservice über verschiedene Märkte. Die Gesellschaft bietet ihren Auftraggebern ein weltweit durchgängiges Service- und Qualitätsniveau und wird damit ihrem Anspruch gerecht, ein weltweit agierender Servicepartner zu sein.

Die deutsche Wirtschaft erwies sich im Jahr 2020, auch unter "Covid-19" Bedingungen, erneut als robust und widerstandsfähig. Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds ist das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr nur um 5% gesunken. Dagegen nahm z.B. das Geschäft der Call-Center in Deutschland zu - war jedoch, wie schon in den Jahren davor, von verschiedenen Konsolidierungen geprägt. Der Veränderungsprozess der Branche - weg vom Massengeschäft hin zur Spezialisierung auf qualitativ hohem Niveau - ist ungebrochen. Weniger anspruchsvolle Tätigkeiten werden in das benachbarte Ausland verlagert bzw. automatisiert. Die Branche unterliegt unverändert einem sehr starken Preis- und Qualitätswettbewerb und ist nach wie vor gekennzeichnet durch einen Trend zu hochqualitativen Outsourcing-Dienstleistungen. Bedeutende Kriterien sind in den Kernkompetenzen Qualität, Service und Kosten sowie in der Flexibilität und Dynamik zu sehen. Angesichts der wachsenden Digitalisierung spielen zudem digitale Lösungen eine wichtige Rolle. Hinzu kommt die Verpflichtung, als Servicedienstleister Innovationen im Kundenservice zu bieten.

SITEL setzt zur Sicherung einer hohen, gleichbleibenden Prozessqualität den Qualitätsstandard Global Operating System (GOS) des Sitel-Konzerns ein. Es handelt sich um ein weltweit erprobtes und bewährtes Qualitätssicherungssystem, das die Prozesskonsistenz, Kundenzufriedenheit und das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung berücksichtigt sowie sämtliche Bereiche auf Basis der COPC Zertifizierung durch regelmäßige Audits und Zertifizierungen sicherstellt. Mit der eingesetzten Six Sigma Methodik erreicht die Gesellschaft Qualitätsverbesserungen in den Kernprozessen der Organisationsstruktur, Einführungsprozessen, Qualitätsüberwachung, Kundenzufriedenheit und des Work Force Managements. Darüber hinaus bezieht SITEL neueste Trends und Marktentwicklungen in die Kundenservicelösungen ein. Hier kann SITEL auf spezialisierte Schwestergesellschaften wie Innso, TSC oder auch Learning Tribes zurückgreifen.

SITEL sichert die Wettbewerbsfähigkeit unter anderem damit, dass das Unternehmen in erhöhtem Maße in Aus- und Weiterbildung investiert und damit zur Professionalisierung der Branche beiträgt.

Die fortwährenden Maßnahmen zur Qualitätssteigerung sichern den Kundenstamm und die Möglichkeit, diesen profitabel auszubauen.

Die gesamte Branche (Niedriglohnsektor) steht weiterhin auf dem Prüfstand und Konsolidierungskurs. Branchenspezifische Themen in 2020 waren Digitalisierung, Automatisierung, Mitarbeitergewinnung, Retention und die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns. Verschärfte Gesetze und Bußgelder tragen neben dem Kostendruck zu einer Marktbereinigung der Branche bei.

B. Geschäftsverlauf

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf T€ 140.458 (Vorjahr T€ 142.400). Die Anzahl der Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert. Gleichzeitig unterlagen die Volumina einzelner Kunden ungleichmäßigen Schwankungen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten vor allem Sub-Kontraktorkosten für Aufträge, bei denen Konzerngesellschaften als Zulieferer tätig sind. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Jahr 2020 um ca. 30% erhöht und sind zum 31.12.2020 wie folgt ausgewiesen: T€ 14.453 (Vorjahr T€ 11.122).

Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund von geringerer Provisionsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr von T€ 102.227 auf T€ 99.717 reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um T€ 3.194 unter denen des Vorjahres. Angestiegen sind Aufwendungen für Raummieten & Energie (T€ 211). Dagegen rückläufig waren vor allem Management Fees (T€ 1.074), Telefon- (T€ 382) Reparatur- und Instandhaltungskosten (T€ 507), sowie Reisekosten (T€427), Beratungskosten (T€ 445) und sonstiger Aufwand (T€ 570).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen haben sich infolge der Kündigung der Kunden der SRM Inkasso GmbH in 2020 um T€ 1.462 auf T€ 148 reduziert.

Das Zinsergebnis entspricht dem des Vorjahres. Die Zinserträge in Höhe von T€ 513 betreffen in vollem Umfang der Verzinsung der Cashpool-Forderung in 2020. Die Zinsaufwendungen von T€ 232 beziehen sich auf die Verzinsung von Rückbauverpflichtungen T€ 35, Zinsaufwand aus den Factoring-Aktivitäten T€ 77 und den Zinsen aus Darlehensverträgen (bis April 2020) T€ 120.

Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 653 auf T€ 11.352 gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war der leichte Rückgang der Umsatzerlöse (um T€ 1.942), dem niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen (Reduzierung um T€ 3.194) entgegenstanden. Das Ergebnis vor Steuern bewegt sich stabil auf einem hohen Niveau von T€ 10.755 (Vorjahr T€ 11.656).

Die Ertragsteuern von T€ 3.479 entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020. Es verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 7.276 (Vorjahr T€ 7.908).

Finanzlage

Bei einem Jahresüberschuss von T€ 7.276, unbaren Aufwendungen, die aus Abschreibungen und der Veränderung langfristiger Rückstellungen resultieren, anderer Bereinigungsposten sowie einer Verminderung des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) von T€ 8.398, beläuft sich der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf T€ 464. Die Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens sind in den nachfolgenden Erläuterungen zur Vermögenslage dargestellt.

Für Investitionen in das Anlagevermögen hat die Gesellschaft im Berichtsjahr T€ 883 aufgewandt. Diese betreffen im Wesentlichen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Mietereinbauten. Unter Berücksichtigung der Erträge aus Gewinnabführung bzw. Aufwendungen aus Verlustübernahme ergibt sich ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von T€ 238.

Der um T€ 1.462 reduzierte Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 413 (Vorjahr 1.876) resultiert aus den geringeren Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften. Insgesamt sind liquide Mittel in Höhe von T€ 934 abgeflossen, sodass die Liquiditätsbestände zum 31. Dezember 2020 T€ 16.935 betragen und sich aus den Bankguthaben und Kassenbeständen von insgesamt T€ 1.585 und dem Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 15.350 zusammensetzen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 5.981 auf T€ 43.122 vermindert. Der Rückgang betrifft mit T€ 7.041 die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und resultiert mit T€ 2.423 aus niedrigeren Cashpool-Forderungen, gleichzeitiger Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.914 und der liquiden Mittel um T€ 1.489.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind vor allem durch Vorauszahlungen auf Umsatzsteuer, die auf noch nicht berechnete Leistungen zu zahlen sind, um T€ 195 gestiegen.

Der Jahresüberschuss von T€ 7.276 hat das Eigenkapital auf T€ 26.098 ansteigen lassen.

Die Rückstellungen liegen mit T€ 13.105 (Vorjahr T€ 12.180) in etwa auf Vorjahresniveau. Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund des Jahresergebnisses 2020 um T€ 1.614 erhöht. Der Gesamtbetrag für Steuerrückstellungen T€ 5.251 betrifft unter anderem auch die Vorjahre. Der Rückgang von sonstigen Rückstellungen T€ 750 resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Rückstellung für die Verkaufsprovision.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten um T€ 14.182 auf insgesamt T€ 3.919 betrifft die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 16.669 auf T€ 2.454 resultiert aus internen Verrechnungen und dem Ausgleich von Verbindlichkeiten.

Mitarbeiter

Im Jahr 2020 hat die Sitel, wie in jedem Jahr, in die Mitarbeiterentwicklung, aber auch in Tools, die eine Kommunikation mit den Mitarbeitern deutlich erleichtern - wie Team Link oder SitelMAX investiert. Dies geschah im Zusammenhang mit dem 5-Jahres-Strategie-Plan, der damit auch im Bereich Human Resources konsequent umgesetzt wird.

Die Sitel hat im Jahresdurchschnitt 3.785 (Vorjahr 3.414) Angestellte beschäftigt. Ein sehr starker Anstieg der Mitarbeiteranzahl um rund 900 war durch den gewonnenen Auftrag für die Corona Impfhotline im Dezember 2020 zu vermerken.

Die zum Bilanzstichtag beschäftigten Mitarbeiter hatten eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 4,4 Jahren. Dies ist geringer als im Vorjahr, hängt jedoch mit der eben beschriebenen Einstellung von 900 Agenten im Dezember 2020 zusammen. Insgesamt zeigt sich ein zufriedenstellendes Bild. Die Agenten weisen eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 3,84 Jahren auf, welche einen sehr guten Wert für die Branche darstellt. Im Bereich Management und Support beträgt die Betriebszugehörigkeit nach internen Berechnungen sogar über 8 Jahren.

Die Mitarbeiterfluktuation der SITEL GmbH liegt im Jahr 2020 bei 38,9%. Dies ist mit dem immer intensiver werdenden Wettbewerb am Arbeitsmarkt zu begründen. Die stetig sinkende Arbeitslosenquote führt zusätzlich dazu, dass die Mitarbeiter sehr schnell neue Herausforderungen suchen und diese auch finden.

Virtuelles Recruitment

Im Jahr 2020 wurde in den Bereich Rekrutierung investiert. Mit der Einführung des Accessment Tools von Harver mit Integration zu dem Success Factors als HR Tool ist nunmehr ein vollkommen virtuelles rekrutieren möglich. Damit ist das Unternehmen in der Lage, zu 100% virtuell zu rekrutieren und somit durch die Strategie Sitel@Home zu wachsen.

Trainings-Strategie

Durch die Covid 19-Krise bekam das Thema Sitel@Home und die damit verbundene virtuelle Ausbildung der Mitarbeiter eine noch größere Bedeutung. Darauf basierend wurde ein neues Ausbildungskonzept für die Trainer entwickelt und implementiert. In der Folge davon haben wir ein neues Ausbildungskonzept für die Trainer entwickelt und implementiert. Ziel war und ist es, Methodik, Didaktik und die immer wichtiger werdende Medienkompetenz allen Sitel-Trainern nahegebracht wird. Die damit erworbene Durchführungskompetenz virtueller Trainings kommt unseren neuen @Home-Mitarbeitern täglich zugute.

Entwicklung der Führungskräfte

Neben der weiterhin laufenden, wertebasierten Ausbildung unserer Führungskräfte mittels Standardprogrammen hat das Unternehmen zusätzlich in sogenannte Top-Talent-Programme investiert. Wir fördern in einem dreistufigen Programm sowie in einem auf die leitenden Angestellten zugeschnittenen Modul unsere Top-Mitarbeiter mittels anspruchsvoller Kursreihen, die ein volles Jahr dauern und in wesentlichen Teilen mittels teambasierter Lernprozesse durchgeführt wird.

Arbeitnehmervertretung

Der Dialog und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung sind und bleiben von großer Bedeutung und wichtige Bausteine der Personalpolitik.

Sitel hat sich im Rahmen des Programms Corporate Social Responsibility unter anderem dem Thema "Diversity" verpflichtet. Mit der Selbstverpflichtung im Verein Charta der Vielfalt setzt sich Sitel für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld und Chancengleichheit für alle Beschäftigte ein.

Corona Pandemie

Sitel ist stolz darauf, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne größeres Infektionsgeschehen in den Niederlassungen soweit durch die Pandemie gebracht zu haben. Dies hängt damit zusammen, dass sofort alle Vorsichts- und Hygienemaßnahmen konsequent umgesetzt wurden. Vor allem war aber entscheidend, dass in einem sehr großen Kraftakt zu Beginn der Pandemie mehr als 2/3 der Mitarbeiter ins Home Office entsandt werden konnten.

C. Chancen- und Risikobericht

Voraussetzung für anhaltend profitables Wachstum ist die optimale Chancennutzung unter Abwägung der damit verbundenen Risiken. Aus diesem Grund stellt SITEL sicher, dass mögliche Chancen und Risiken frühzeitig identifiziert werden, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zur Chancennutzung bzw. Risikohandhabung ergreifen zu können. Dazu werden halbjährlich Risiken identifiziert, erfasst und an die Konzernmutter berichtet. Die ermittelten Ergebnisse bilden den Ausgangspunkt für die zu ergreifenden Maßnahmen zur Risikominimierung. Im folgenden Abschnitt stellen wir die bedeutsamen Chancen und anschließend die möglichen Risiken für SITEL dar.

Chancen

Chancen für die Contact-Center-Dienstleister können sich aus einem erweiterten Dienstleistungsverständnis (Customer Focus), Verfügbarkeit von Personal und der Notwendigkeit von Kostensenkungsmaßnahmen ergeben. Deutliches Potenzial wird in vertikalen Märkten der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Gesundheit, Transport und digitalen Bereichen gesehen.

SITEL sieht weiterhin Chancen für moderates Wachstum im Inland und in Kombination mit Near- und Offshore Standorten. Die Gesellschaft bietet sowohl Branchenkompetenz als auch maßgeschneiderte Back-Office Service Angebote für die spezifischen Anforderungen von Kunden und Auftraggebern. Zudem sieht SITEL Steigerungspotenzial für die Gesellschaft im Auftragsbereich durch Flexibilität und Dynamik in der Bearbeitung der Kundenaufträge sowie in der kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung der Kundeninteraktion und damit der Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Darüber hinaus bietet die Digitalisierung weitreichende neue Chancen. Über die klassischen Kontaktmöglichkeiten hinaus haben sich neue bzw. soziale Medien als weitere Kommunikationskanäle im Kundendialog vielerorts etabliert - Tendenz steigend. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach innovativen, digitalen Kundenservicestrategien bei den Kundenservicedienstleistern, die bereits, wie die SITEL, eine umfassende Multichannel-Kommunikation über sämtlichen klassischen und auch neuen Kanäle bieten können. Dies bietet die Chance, spezifischer auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können, um so die Customer Experience maßgeblich zu verbessern.

Mit der Digitalisierung ist in Zukunft zudem ein immenser Anstieg der über die Kundenanfragen generierten Daten verbunden. Begriffe wie Big Data, Künstliche Intelligenz (AI - Artificial Intelligence) und Automatisierung rücken in den Vordergrund. Diese Innovationen und Technologien werden neue Geschäftschancen bieten.

Die Kundenzufriedenheit wiederum liefert wichtige Erkenntnisse über die Bereiche, in denen Verbesserungen notwendig sind. Bei der Messung der Kundenzufriedenheit ist die Idee eines bestimmten, aussagefähigen Kennwerts, besonders erfolgsversprechend. Der von Amazon entwickelte Ansatz zur Erfassung negativer Kundenrückmeldungen NRR (Negative Response Rate) und die daraus resultierende Weiterentwicklung der Positiven Response Rate (PRR), wird auch in Zukunft eine große Rolle bei der Messung der Kundenzufriedenheit in Contact-Centern spielen.

Eine weitere Rolle in puncto Kundenzufriedenheit spielt der anhaltende Trend zu Self-Service-Lösungen. Der schnelle Zugang zu Self-Service-Optionen für die eigenständige Problemlösung führt zu einer höheren Zufriedenheit bei den Kunden. Zugleich werden die Anzahl wie auch die Dauer der Anrufe beim Kundenservice verringert. Die Aufgabe für Contact-Center besteht hier in redaktionellen Tätigkeiten.

Darüber hinaus besitzt der Mitarbeiter eine Schlüsselfunktion, um positive Kundenerlebnisse zu schaffen. Er muss nicht nur einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnehmen, sondern zudem entsprechend qualifiziert werden, um den steigenden Kundenanforderungen Rechnung zu tragen und das Instrumentarium der neuen Medien zu beherrschen. Da ist es naheliegend, dass viele Unternehmen heute über ganz neue Kanäle rekrutieren, nicht mehr ausschließlich über klassische Print-Anzeigen, sondern auch über Foren wie Xing oder Portale wie z.B. Stepstone, Indeed und Facebook, um die internetaffine Zielgruppe zu erreichen.

Ein weiterer Trend, der die Branche begleitet, ist das Thema Telearbeit. Diese bringt neue Möglichkeiten der Rekrutierung mit sich und erweitert die geographische Reichweite eines Contact-Centers. Mit der Telearbeit (work@home) sind die Einsatzmöglichkeiten von Zeitzonen unabhängiger und auch die Arbeitszeiten können flexibler gestaltet werden. Für großes Potenzial in diesem Zusammenhang sorgt die zunehmende Verbreitung von cloudbasierter Kommunikation in Call-Centern, die es ermöglicht, dass Mitarbeiter nahtlos zusammenarbeiten können, auch wenn sie nicht an einem Ort sitzen. Durch die kontinuierlichen Verbesserungen bei cloudbasierten Unified Communications-Lösungen werden externe Mitarbeiter zu einem permanenten und nutzbringenden Teil der Umgebung in Contact-Centern. SITEL zeichnet sich durch eine ausgesprochene Flexibilität hinsichtlich der Telearbeit aus, was große Chancen bietet. Denn die Fähigkeit, Mitarbeiter im Home Office arbeiten lassen zu können, kann geschäftsentscheidend sein - gerade in kritischen Situationen wie etwa der Corona-Krise. Dies hat SITEL bewiesen, indem innerhalb kürzester Zeit mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze ins Home Office verlegt werden konnten. So blieb SITEL jederzeit handlungsfähig - bei gleichbleibender Qualität.

Risiken

Nach wie vor besteht durch den hohen Preiswettbewerb sowohl für bestehende als auch für neue Aufträge ein bedeutsames Risiko für die Margenentwicklung. Insbesondere die Telekommunikations- und IT-Branche befindet sich weiterhin auf Konsolidierungskurs. SITEL begegnet diesem Margendruck durch Prozessoptimierungen und Kostenreduktion (Lean Management) in den jeweiligen Projekten und allen Unternehmensbereichen.

Mit den Top 10 Kunden wird ein hoher Prozentanteil der Umsatzerlöse erzielt. Durch den Ausfall eines dieser Kunden könnten sich Risiken insbesondere aus nicht gedeckten Personal- und Mietkosten ergeben. SITEL steuert einem möglichen Kundenausfall mit einem aktiven Kundenmanagement und Risikostreuung entgegen. Intensive Kundenkommunikation, enge Kundenbindung und spezielle Kundeneinbindungsprogramme sollen dies unterstützen. Des Weiteren wird das Risiko durch verstärkte Kundenakquisitionen und Diversifikation in verschiedene Branchen reduziert.

Einem Debitorenausfallrisiko begegnet die SITEL mittels Kontrolle der Kreditwürdigkeit und durch regelmäßige und zeitnahe Überwachung des Zahlungseingangs in Verbindung mit einem effektiven Mahn- und internen Berichtswesens.

Dem Risiko unzureichender Liquidität wird durch eine differenzierte Drei-Monats-Cash-Flow-Planung sowie durch die Einbeziehung der SITEL in das Cashpoolsystem des SITEL Konzerns begegnet.

Durch das Gesetz zur Änderung datenschutzrechtlicher Vorschriften sowie durch das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen, gewinnen die Themen Datenqualität und Datensicherung weiterhin an Bedeutung. SITEL begegnet etwaigen datenschutzrechtlichen Risiken mit einer frühzeitigen Einschätzung der Veränderungen und leitet frühzeitig Maßnahmen ein, die das Risiko, das sich aus gesetzlichen Veränderungen ergeben könnte, minimiert. Insbesondere die kontinuierliche Überwachung der Datenschutzrichtlinien und die Auditierung und Weiterentwicklung interner Qualitätsstandards sowie deren frühzeitige Anpassung an gesetzliche Veränderungen, unterstützen dies.

Risiken könnten sich aus zu hohen vorgehaltenen Personalressourcen ergeben, die das Ergebnis belasten. Das zu erwartende Callvolumen seitens der Kunden ist nur bedingt zu prognostizieren, was für die Auftragnehmer eine Herausforderung im Bereich des Personaleinsatzes bedeutet. SITEL begegnet diesem Risiko zum einen durch eine flexible Personaleinsatzplanung und Arbeitszeitkonten. Zum anderen wird die Nutzung der verschiedensten Kommunikationsmedien optimiert und es werden Prozesse geschaffen, die frühzeitig eine Anpassung an den benötigten Personalbedarf ermöglichen.

Die vorgenannten Risiken werden sämtlich als gering bzw. mittelgroß und branchenüblich eingestuft - sofern ein Risikofall eintritt, wären die finanziellen Auswirkungen sichtbar, aber im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel und der aktuellen Marksituation beherrschbar. Bestandsgefährdende Risiken, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit der SITEL beeinträchtigen können, sind bis heute nicht bekannt.

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen unserer Gesellschaft ist durch die Corona-Pandemie nicht wesentlich - vor allem nicht negativ - beeinflusst. In Abhängigkeit von der Entwicklung dieser Pandemie ergeben sich für die Zukunft für die Dienstleistungen unserer Branche eher Chancen als Risiken.

D. Ausblick und Steuerungssystem

Die strategische Ausrichtung der SITEL beruht auf zwei Säulen. Zum einen richtet sich die Konzentration auf hochqualitativen Kundenservice mit einem starken Fokus auf die Omnichannel-Kommunikation, um nachhaltig die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Kundenbindung zu stärken sowie den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Zum anderen liegt der Fokus auf der Gewinnung von profitablen Neukunden und auf dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts. Die Ziele des operativen Geschäftes sind dabei die Optimierung der Kundeninteraktion durch eine Ausrichtung der Wertschöpfungsprozesse an der Kundenorientierung und eine frühe Einbindung der Kunden in die internen Prozesse sowie das Kundenfeedback. Für die kommenden beiden Geschäftsjahre wird ein konzentriertes und zielgerichtetes Wachstum angestrebt.

Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

Mit den zwei bedeutsamsten Steuerungsgrößen (Key Performance Indicators, KPI's) überprüft die SITEL Group fortlaufend Umsatzerlöse und Profitabilität. Die Performance-Ziele der Projekte orientieren sich, ebenso wie die ergebnisabhängige Vergütung der Führungskräfte, an ausgewählten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Steuerungskennzahlen werden grundsätzlich monatlich ermittelt und der Geschäftsleitung in einem umfangreichen Bericht zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise kann das Management im Falle von Abweichungen zeitnah gegensteuern.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden differenziert nach Kunden und Projekten im Berichtswesen der Sitel Group erfasst, um frühzeitig Wachstumsträger und relevante Entwicklungen zu identifizieren und zu analysieren.

Profitabilität EBITDA

Zentrale Größe für die operative Steuerung und die Analyse der Ertragslage ist das bereinigte EBITDA. Es entspricht dem Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA), ohne Berücksichtigung von Ergebnisabführungen und Einmal- und Sondereffekten.

Kennzahlen Unternehmenssteuerung

Die für die Unternehmenssteuerung relevanten KPI's betrugen im Betrachtungszeitraum 2020 bzw. werden sich im Prognosezeitraum 2021 - 2022 voraussichtlich wie folgt entwickeln:

2020 Ist 2021 Prognose 2022 Prognose
Umsatzerlöse in Mio. € 140,0 126,9 132,5
EBITDA in Mio. € 11,4 14,4 16,2

Die gleichbleibende Nachfrage nach Call-Center-Dienstleistungen während der Corona-Krise führte zu einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2020. Insbesondere sind bedeutsame negative Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht erkennbar.

Für das Jahr 2021 wird gegenüber dem Jahr 2020 mit leicht sinkenden Umsatzerlösen und einem ebenfalls leicht sinkenden EBITDA gerechnet.

E. Umsetzung des Gendergesetzes

Die nach den §§ 36 und 52 GmbHG festzulegenden Zielgrößen für die Anteile der Frauen im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurden 2016 bestimmt.

Im Bereich der Gender Diversity wurden im Oktober 2020 die folgenden Quoten eingehalten:

Männer Frauen
Anzahl Anteil
in %
Anzahl Anteil
in %
Beirat 6 60 4 40
1. Führungsebene 12 67 4 33
2. Führungsebene 12 52 11 48

Das Ziel des Beirates im Jahr 2020 einen Frauenanteil von 30% zu erreichen, konnte bereits im Jahr 2018 realisiert werden. Die Zusammensetzung der Mitglieder der 1. und 2. Führungsebne soll beibehalten werden, da die gesetzlich angestrebten Quoten bereits eingehalten werden.

 

Düsseldorf, den 29.07.2021

SITEL GmbH

Geschäftsführung

Christian Sajons

Lilia Hitz

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 63.001,87 85.531,59
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.065,81 1.507.954,88
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873,42 873,42
1.444.941,10 1.594.359,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 557.000,00 557.000,00
2.001.941,10 2.151.359,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.667.111,00 12.753.228,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.505.307,96 30.969.378,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.324.893,96 3.130.249,58
39.497.312,92 46.852.856,07
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.585.051,11 96.074,12
41.082.364,03 46.948.930,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.389,62 2.857,15
43.121.694,75 49.103.147,23

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 57.656.313,20 57.656.313,20
III. Verlustvortrag -38.864.332,65 -46.772.099,00
IV. Jahresüberschuss 7.275.700,44 7.907.766,35
26.097.680,99 18.821.980,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.175.054,00 1.114.173,00
2. Steuerrückstellungen 5.251.522,41 3.637.175,09
3. Sonstige Rückstellungen 6.678.699,50 7.428.754,54
13.105.275,91 12.180.102,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 288.259,39 218.680,35
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.453.630,50 16.669.323,26
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.176.847,96 1.213.060,44
3.918.737,85 18.101.064,05
43.121.694,75 49.103.147,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 140.458.332,71 142.399.939,33
2. Sonstige betriebliche Erträge 691.863,29 470.463,90
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.452.750,57 -11.121.849,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -82.166.994,74 -84.588.558,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -17.550.087,40 -17.638.470,76
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.010.275,02 -918.947,27
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.628.480,43 -18.822.420,43
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 147.817,49 1.609.611,72
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -15.376,28 -4.608,47
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 512.668,28 865.798,32
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -231.736,57 -595.123,98
11. Ergebnis vor Steuern 10.754.980,76 11.655.834,45
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.479.280,32 -3.748.068,10
13. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 7.275.700,44 7.907.766,35

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Die SITEL GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist unter der Nummer HRB 44636 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Die SITEL GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs.3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage wurde das gesetzliche Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis vor Steuern" erweitert.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (T€) aufgestellt.

Die SITEL GmbH hält jeweils 100 % der Anteile am Kapital der SRM Inkasso GmbH, Lutherstadt-Wittenberg, sowie der Sitel Personaldienstleistungen GmbH, Krefeld. Mit beiden Gesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge. Die SITEL GmbH ist Organträgerin einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Sitel Personaldienstleistungen GmbH und der SRM Inkasso GmbH.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach den Grundsätzen der Einzelbewertung und der Unternehmensfortführung. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Dabei wird von folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern ausgegangen:

EDV Programme zwei bis sieben Jahre;

Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis zehn Jahre.

Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich € 250,00 werden direkt als Aufwand erfasst. Die Sammelabschreibung (Pool-Abschreibung) für alle GWG zwischen 250,01 und 1.000 Euro wird lt. §6 Abs.2a EStG ebenfalls verwendet.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf Finanzanlagen werden nur vorgenommen, sofern es sich um dauernde Wertminderungen handelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Rückdeckungsversicherungen sind mit den von der Versicherung ermittelten Aktivwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,35 % zugrunde (15,99 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,29 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 437 %.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein aktiver Überhang der Steuerlatenzen, die im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen resultieren. Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Projected Unit Credit-Methode. Als Rechnungszinssatz wird ein fristenkongruenter, durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird in Höhe von 2,30 %, verwendet. Dabei wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 %, Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze von 2,0 %, ein Sozialversicherungstrend von 1,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % unterstellt. Der Bewertung liegen die "Heubeck-Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Der gem. § 253 Abs.6 HGB n.F. ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf von T€ 136.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die Restmietdauern zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in fremden Währungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren / höheren (Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände / Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2020 sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält jeweils 100 % der Anteile am Kapital der SRM Inkasso GmbH, Lutherstadt-Wittenberg, sowie der Sitel Personaldienstleistungen GmbH, Krefeld.

Die SRM Inkasso GmbH hat zum 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 2.931. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages hat die SRM Inkasso GmbH im Geschäftsjahr 2020 ihr positives Ergebnis in Höhe von T€ 148 an die Sitel GmbH abgeführt.

Die Sitel Personaldienstleistungen GmbH hat zum 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 25. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages wurde das negative Ergebnis der Sitel Personaldienstleistungen GmbH im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von T€ 15 von der Sitel GmbH ausgeglichen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ein Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 15.350 (Vorjahr T€ 17.773). Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 3.192 (Vorjahr T€ 3.030) aus Gewinnabführungen und umsatzsteuerlichen Organschaften. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 2.962; Vorjahr: T€ 10.167) resultieren unverändert zum Vorjahr in voller Höhe aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen und Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 1.811 (Vorjahr T€ 1.753).

Eigenkapital

Die Anteile am Kapital werden von der ClientLogic (UK) Holding Ltd., Watford/Großbritannien gehalten.

Rückstellungen für Pensionen

Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind die Pensionsrückstellungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst worden. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen in Höhe von T€ 1.175. Diese liegen um T€ 136 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2020 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2020 in Höhe von T€ 136 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und dem Management in Höhe von T€ 4.171 (Vorjahr T€ 4.482), Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 1.233 (Vorjahr T€ 1.342), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von T€ 683 (Vorjahr T€ 687), Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 348 (Vorjahr T€ 351) sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 163 (Vorjahr T€ 480) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - insgesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 2.453 (T€ 9.749) sowie im Vorjahr den Finanzbereich in Höhe von T€ 6.920. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind T€ 2.453 (Vorjahr T€ 9.232) innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr hatte ein Betrag von T€ 111 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 782 (Vorjahr T€ 811) Verbindlichkeiten aus Steuern.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

2020
T€
2019
T€
Inbound (Kundenbetreuung) 131.982 134.473
Outbound (Kundenaquise) 368 2.174
Sonstiges 8.108 5.753
Gesamt nach Tätigkeitsbereichen 140.458 142.400
Inland 70.759 81.721
Europa (außer Deutschland) 62.822 54.522 *
Asien - -
Verschiedene Länder 6.878 6.157
Gesamt nach geografisch bestimmten Märkten 140.458 142.400

* Die Asienumsätze aus dem Vorjahr (T€ 20.520) wurden angepasst, da diese in dem Tätigkeitsbereich Europa realisiert wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 107 (Vorjahr T€ 211). Periodenfremden Erträge bestehen in Höhe von T€ 564 (Vorjahr T€ 257) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

T€ 57 (Vorjahr T€ 59) der Personalaufwendungen sind für die Altersversorgung aufgewandt worden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 181 (Vorjahr T€ 41). Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

Das für das Geschäftsjahr 2020 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 118 (Vorjahr T€ 89) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge resultieren aus dem mit der SRM Inkasso GmbH (T€ 148; Vorjahr: T€ 1.610) abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag.

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen resultieren aus dem mit der Sitel Personaldienstleistungen GmbH (T€ 15; Vorjahr: T€ 5) abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge resultieren in Höhe von T€ 513 (Vorjahr T€ 866) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten:

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 35 (Vorjahr T€ 30),

Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 120 (Vorjahr T€ 418).

Die Zinsaufwendungen betreffen im Vorjahr in Höhe von T€ 42 Zinsen auf Mehrsteuern für Vorjahre.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres sind in Höhe von T€ 32 periodenfremd.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte

Zum 31. Dezember 2020 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für die Geschäftsräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Büroausstattung in Höhe von insgesamt T€ 12.840 (Vorjahr T€ 17.240); davon zahlbar innerhalb eines Jahres von T€ 4.173 (Vorjahr T€ 4.400), nach einem Jahr und innerhalb von fünf Jahren von T€ 8.667 (Vorjahr T€ 12.710) und nach fünf Jahren von T€ 0 (Vorjahr T€ 130).

Der Zweck und Vorteil dieser Miet- und Leasingverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Dem Risiko längerfristiger Vertragslaufzeiten stehen höhere Planungssicherheiten sowie Liquiditätsvorteile entgegen. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft mit der HSBC FACTORING FRANCE S.A., Paris/Frankreich, einen Factoringvertrag abgeschlossen, aufgrund dessen die HSBC FACTORING FRANCE S.A. Forderungen mit einer Finanzierungsobergrenze von T€ 8.000 von der Gesellschaft ankauft. Für die angekauften Forderungen übernimmt die HSBC FACTORING FRANCE S.A. das Delkredererisiko.

Zum 31. Dezember 2020 waren T€ 3.732 (Vorjahr: T€ 7.384) der an die HSBC FACTORING FRANCE S.A. verkauften Forderungen von den Kunden noch nicht ausgeglichen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs an die HSBC FACTORING FRANCE S.A. ausgebucht, da alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden.

Anzahl der Mitarbeiter

Die SITEL GmbH hat im Jahresdurchschnitt 3.785 (Vorjahr 3.414) Angestellte beschäftigt; davon 1.879 weibliche und 1.906 männliche Angestellte.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren

 

Pedro Lozano de Castro, Pozuelo de Alarcón, Madrid/Spanien, (bis 2. 11. 2020)

 

Christian Sajons, Zirndorf

 

Lilia Hitz, Sofia/Bulgarien (seit 02.11.2020)

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird gemäß § 286 Abs.4 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht anzugeben.

Beirat

Beiratsmitglieder der Gesellschaft waren

 

John Hayward (Vorsitzender)

Vice President Legal EMEA

 

Matthias Sackwitz (stellvertretender Vorsitzender; bis 23.08.2020)

Mitglied Betriebsrat Wirtschaftsausschuss

Team Manager

 

Michael Baack (stellvertretender Vorsitzender; seit 24.08.2020)

Vorsitzender Gesamtbetriebsrat

 

Esmeralda Mingo (bis 23.03.2020)

General Manager Iberica Region

 

Lilia Hitz (seit 27.04.2020 bis 10.11.2020)

CFO EMEA

 

Monika Roehr (seit 10.11.2020)

General Manager Poland

 

Katarina Savic (seit 20.09.2019)

General Manager Serbia

 

Michael Welsh

Human Resource Director UKIN

 

Colin Baker

Director Project Management EMEA

Vice President, Solutioning, Innovations & Implementation

 

Denis Hofmann (seit 29.10.2019)

Director CX & Digital Transformation Germany

 

Alexandra Buschmann

Betriebsratsvorsitzende Standort Dessau

 

Burhan Karaca (bis 23.08.2020)

Betriebsratsvorsitzender Standort Düsseldorf

 

Alen Alagic

Betriebsratsvorsitzender Standort Berlin

 

Claudia Retzke (seit 24.08.2020)

Betriebsratsvorsitzende Standort Wittenberg

Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen stellt die Sitel Group S.A., Luxemburg/Luxemburg auf. Der Konzernabschluss der Sitel Group S.A. ist beim luxemburgischen Handels- und Firmenregister "Registre de Commerce et des Sociétés (RCS)" sowie über unsere Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 7.276 mit dem Verlustvortrag von T€ 38.864 zu verrechnen.

Nachtragbericht

Das erste Halbjahr 2021 ist weltweit durch regional unterschiedliche Entwicklungen der Covid-19-Pandemie bei zuletzt wieder sinkenden Infektionszahlen gekennzeichnet. Dies führte zu weiteren deutlichen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Die "Delta-Variante" der Covid-19 breitet sich in den letzten Wochen rasant aus. Die weitere Entwicklung der weltweiten Situation und der Verhältnisse in Deutschland bleiben ungewiss.

Das Ausmaß der Auswirkung auf die Gesellschaft wird stark von der Dauer der Krise abhängen. Die Gesellschaft hat umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um negative Auswirkungen auf das Ergebnis soweit möglich zu begrenzen.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sitel GmbH ereignet.

 

Düsseldorf, den 29.07.2021

SITEL GmbH

Geschäftsführung

Christian Sajons

Lilia Hitz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 1.852.906,39 0,00 0,00 1.852.906,39
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 2.557.286,29 5.814,70 1.465,17 2.561.635,82
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.486.722,52 877.508,98 21.113,52 15.343.117,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873,42 0,00 0,00 873,42
17.044.882,23 883.323,68 22.578,69 17.905.627,22
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 557.000,00 0,00 0,00 557.000,00
19.454.788,62 883.323,68 22.578,69 20.315.533,61
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 1.852.906,39 0,00 0,00 1.852.906,39
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 2.471.754,70 26.981,88 102,63 2.498.633,95
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.978.767,64 983.293,14 8,61 13.962.052,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.450.522,34 1.010.275,02 111,24 16.460.686,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.303.428,73 1.010.275,02 111,24 18.313.592,51
Restbuchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 63.001,87 85.531,59
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.065,81 1.507.954,88
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873,42 873,42
1.444.941,10 1.594.359,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 557.000,00 557.000,00
2.001.941,10 2.151.359,89

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sitel GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sitel GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sitel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Juli 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 20.08.2021 festgestellt.

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