"Marc Aurel" Textil-GmbHLiquidiert

33332 Gütersloh, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 1815
Eingetragen
28.1.1982
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von Arbeits- und BerufsbekleidungHerstellung von sonstigen Textilwaren a. n. g.
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Textilwaren aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jan Brandt
seit 12.2.2026
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

"Marc Aurel" Textil-GmbH

Gütersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die "Marc Aurel" Textil-GmbH ist ein bekanntes und weltweit agierendes Modeunternehmen am Standort Deutschland. Unter der Marke Marc Aurel wird trendorientierte und hochwertige Damenmode für die anspruchsvolle und modeaffine Kundin angeboten. Marc Aurel ist im Marktsegment Contemporary und im Facheinzelhandel positioniert. Die Marke ist stark internationalisiert mit einer Vertriebsstruktur in aktuell 23 Länder weltweit. Eigene Online - Shops im B2B und B2C - Bereich sowie der Vertrieb über B2C-Marktplätzte sind weiterhin Bestandteile im weiteren Ausbau der Multi - Channel Strategie.

Das Geschäftsmodell der "Marc Aurel" Textil-GmbH umfasst die gesamte Wertschöpfungskette beginnend mit der Entwicklung, dem Design der Kollektionen, der weltweiten Beschaffung, der Produktionssteuerung, der Multi-Channel Vertrieb bis hin zum Transport und Logistik der Produkte zum Point-of-Sale.

Die Entwicklung der jährlich fünf DOB-Kollektionen ist im Hause Marc Aurel Teamarbeit. Das an der Kollektion beteiligte Team besteht sowohl aus Designern wie auch Technikern, die über die Entwicklung einzelner Produkte, attraktiver Outfits und die Zusammensetzung der Kollektionen entscheiden. Hier trifft Kreativität und Innovation auf technisches Fachwissen.

Die Gesellschaft verfügt zusätzlich über ein eigenes Beschaffungs- und Produktionsteam, das die Auswahl und die Steuerung der bestens geeigneten weltweiten Produktionspartner hinsichtlich Qualitätsansprüche zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglicht. Kosteneffiziente Beschaffungsstrukturen sind essenziell für unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Im Rahmen der Absicherung der Zukunft von Marc Aurel hat sich im Juli 2023 mit der MKCP Fashion Beteiligungsges. mbH ein neuer Gesellschafter beteiligt, der 50% der Geschäftsanteile an der Marc Aurel Textil GmbH übernommen hat mit der Zielsetzung, sich in der strategisches Zukunftsausrichtung des Unternehmens zu engagieren. Der Gesellschafter der MKCP Fashion Beteiligungsges. mbH, Herr Michael Krieger, ist auch als Geschäftsführer in die Marc Aurel Textil GmbH eingetreten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Konjunkturelle Entwicklung und Lage der Branche 2023

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich die Lage in Deutschland durch eine Polykrise aus. Diverse Themen beschäftigen die Bevölkerung. Diese waren unter anderem Energie, Krieg, Inflation, Zinsanstiege, Konsumzurückhaltung, Bürokratieaufbau, Klimawandel, Arbeitsmarkt, Zinsanstieg oder Heizungsgesetz etc." und hatten natürlich auch Auswirkungen auf die Fashion Branche.

Zum Anfang des Jahres 2023 gingen die meisten volkswirtschaftlichen Institute davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft aufgrund der Rohstoffverknappungen, gestiegenen Preisen und gestörten Lieferketten auf 2,9 % und klar unter dem Niveau des Vorjahres liegen würde (2022: 5,1 %). Entgegen den Erwartungen hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft im Jahr 2023 nicht ganz so verschlechtert und wird aktuell auf ein Wachstum in Höhe von 3,2 % geschätzt. Der gleiche Wert wird auch für das Jahr 2024 erwartet.

In Deutschland verringerte sich die Wirtschaftsleistung in 2023 mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise moderat (2022: 1,9 %), da die Bundesregierung diverse Entlastungspakete geschnürt hat, um die Marktteilnehmer zu unterstützen. Zusätzlich gedrosselt wurde das Wirtschaftswachstum in 2023 durch die Zinspolitik der Notenbanken. Diese haben, um die hohe Inflation zu bekämpfen, die Leitzinsen ab Mitte der zweiten Jahreshälfte 2022 sehr deutlich angehoben und in 2023 nicht gesenkt, sondern noch einmal erhöht.

Die sehr hohen Inflationsraten in Verbindung mit den gestiegen Zinskosten haben das Konsumklima spürbar negativ beeinflusst.

Laut GfK Consumer Panel Fashion gaben die privaten Haushalte demnach 1,2 % mehr für Bekleidung aus als noch 2022. Ende November hatte der aufgelaufene Zwölf-Monats-Wert noch bei plus 3,6 % gelegen.

Ebenfalls deutlich verschlechtert hat sich das Ergebnis bezüglich der Online-Ausgaben für Mode. Aufgelaufen für die vergangenen zwölf Monate liegen sie per Ende Dezember 13,3 % unter dem Vorjahreszeitraum, im wichtigen vierten Quartal 2023 lag das Minus bei 2,9% (Quelle: Textilwirtschaft).

Der Ausblick auf 2024 wird schwierig. Das nächste Jahr wird aller Voraussicht nach nicht glanzvoll. Die Untersuchung "State of the Fashion" (SOF) geht davon aus, dass die Modeindustrie insgesamt um 2 bis 4 Prozent wächst. Klammert man die Luxusindustrie aus, rechnen die Experten in Europa mit Wachstumsraten von 1 bis 3 %. (Quelle: Textilwirtschaft).

2. Darstellung und Analyse der Lage der Gesellschaft

Nach der CORONA Pandemie liefen die Geschäfte in den Jahren 2021 und 2022 sehr gut und so konnte der Umsatz als Partner des stationären Einzelhandels weiter stabilisiert werden. Zum Verlauf des Jahres 2023 waren jedoch die ersten Auswirkungen durch die steigende Verunsicherung in der Bevölkerung und die stark angestiegene Inflation aufgrund des Ukraine-Krieges zu spüren. Diese äußerte sich in einer ersten Kaufzurückhaltung in den Vororderphasen der Kollektionen 2023 sowie in einem rückläufigen Onlineumsatz im Vergleich zu 2022. Trotz der Lieferkettenprobleme aufgrund der CORONA-Pandemie und ab 2022 auch durch den Krieg in der Ukraine ist es dem Unternehmen gelungen, die gesamte Vororder an den Fachhandel auszuliefern und den erwarteten Umsatz in 2023 zu realisieren.

Aufgrund der genannten Auswirkungen konnte die "Marc Aurel" Textil-GmbH in dem betroffenen Marktumfeld und als Partner des stationären Einzelhandels den Umsatz des Vorjahres nicht halten und hatte eine leichten Umsatzreduzierung um 1,54 Mio. € (minus 6,0 %) verzeichnen und erzielte 2023 einen Umsatz von 24,23 Mio. € nach 25,77 Mio. € im Vorjahr.

Parallel entwickelte sich der Umsatz im B2C E-Commerce 2023 nicht so stabil und es konnte das Niveau von 2022 nicht gehalten werden. Auch bei anderen Wettbewerbern dieses Bereiches sind die Umsätze rückläufig, teilweise waren diese dort schon in 2022 rückläufig. In diesem Bereich ist die Verschiebung der Umsätze in den stationären Handel nach Wegfall der CORONA-bedingten Einschränkungen deutlich zu spüren. Aber die gute und schnelle Bestellabwicklung im B2B durch die geschlossenen Fachhändler bewies sich neben dem B2C-Absatz weiterhin als guter und trotzdem stabiler Absatzkanal.

Auch Marc Aurel spürte in 2023 die Veränderung im Käuferverhalten in den Umsatzzahlen, da die Kunden zunehmend wieder den stationären Einzelhandel nutzen. So lag der Onlineumsatz im B2C mit 3.206 T€ unter dem Vorjahr (VJ 3.626 T€). Dabei waren überproportional die Online-Marktplätze betroffen, während der Rückgang im eigenen Onlineshop nicht so stark ausfiel.

Die Gesamtleistung des Unternehmens lag mit 23,07 Mio. € und damit um 3.488 T€ unter dem Vorjahreswert (26,56 Mio. €).

Das Einkaufsvolumen wird weiterhin auf ein Netzwerk von Lieferanten verteilt, um das Risiko zu streuen und sich möglichst unabhängig von einzelnen Beschaffungsmärkten und Produktionsbetrieben zu machen. Dabei werden für die Beschaffung in Fremdwährungsgeschäfte diese in US-Dollar mit Devisentermingeschäften abgesichert.

Durch Optimierung der Produktions- und Beschaffungsstrukturen in Asien, Türkei und Osteuropa und gesunkene Bezugspreise für Logistikdienstleistungen, entwickelte sich der Materialaufwand von 45,8 % im Berichtsjahr besser gegenüber dem Vorjahrsniveau mit 49,6 % .

3. Ertragslage der Gesellschaft

Nach dem sehr guten Vorjahresergebnis in Höhe von 1.454 T€ führte der Umsatzrückgang für Marc Aurel entsprechend auch zu einer Reduzierung des Betriebsergebnisses auf ein Ergebnis in Höhe von 441 T€.

Im Lagebericht 2022 wurde noch ein Jahresergebnis in Höhe von 750 TEUR erwartet. Jedoch fiel 2023 der Umsatz im Onlinehandel sowie in der Vororder für die Frühjahr/Sommer Kollektion geringer aus als erwartet und somit konnte das Umsatzziel nicht erreicht werden. Trotz der der genannten anhaltenden und herausfordernden Rahmenbedingungen auch im Jahre 2023 schaffte Marc Aurel trotzdem im dritten Jahr in Folge ein deutliches, positives Ergebnis zu erwirtschaften. Das führte dazu, dass die Eigenkapitalsituation des Unternehmens mit 35,3% (Vorjahr 24,7%) nochmals deutlich verbessert wurde.

Die Personalkostenquote in Relation zur Gesamtleistung hat sich aufgrund des Umsatzrückgangs auf 21,6% (VJ 17,9%) leicht verschlechtert, während die Abschreibungen sich in Ihrer Gesamthöhe praktisch nicht verändert haben. Die umsatzabhängigen Betriebskosten haben sich aufgrund des geringeren Umsatzes entsprechend reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auch insgesamt auf 7.021 TEUR reduziert (VJ: 7.319 TEUR). Die Steuerquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist mit 0,37% (VJ: 0,33%) auch in 2023 sehr gering.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 7.593 T€ (VJ: 9.079 T€) gesunken.

Auf der Aktivseite sind die Vorräte mit 4.629 T€ (VJ: 5.776 T€) die größte Position. Die Reduzierung zum Vorjahr resultiert aus geringeren Vorbestellungen im Vergleich zum Vorjahr, das führte zu einem niedrigerem Wareneingang im Dezember für die anstehende Auslieferung der Frühjahr/Sommer Kollektion 2024. Gleichzeitig wurden im Laufe des Jahres 2023 die Bestände der vorhandenen Kollektionen gezielt reduziert.

Saisonal und Auslieferungsbedingt ergeben sich zwangsläufig jeweils zum 31.12. und 31.07. eines Jahres die jeweils höchsten Bestände an Vorratsvermögen. Die Auftragsstruktur durch Farbthemen und Outfitlieferung und dem Ziel einer effizienten Beschaffungs- und Produktionsstruktur unter der Berücksichtigung hoher Frachtkosten aus Asien und Osteuropa verursachen immer eine hohe Warenbereitstellung zu den jeweiligen Peak - Terminen zur Gewährleistung der Lieferbereitschaft der Saisonen.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 der Marc Aurel belaufen sich auf insgesamt 117 T€, dabei maßgeblich in die Erweiterung der EDV-Software mit 13 T€, EDV-Hardware mit 20 T€, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 84 T€.

Die Eigenkapitalquote wurde weiter ausgebaut im Vergleich zur Bilanzsumme und beträgt zufriedenstellende 35,3 %.

Die Rückstellungen aus dem Jahr 2023 bewegten sich mit 755 T€ auf dem Vorjahresniveau mit 724 T€. Die Steigerung ist fast ausschließlich auf die sonstigen Rückstellungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 636 T€ reduziert. Ebenfalls haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 581 T€ reduziert.

Die "Marc Aurel" Textil-GmbH verfügt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen über eine solide Liquiditätslage und konnte die Bankverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um 741 T€ auf 530 T€ gegenüber dem Vorjahr (VJ: 1.271 T€) weiter reduzieren. Grundsätzlich sieht die Finanzierungsstrategie einen ausgewogenen Mix aus kurzfristigen Bankverbindlichkeiten mit marktgerechten Zinssätzen und langfristigen Verbindlichkeiten vor.

Die "Marc Aurel" Textil-GmbH war und ist jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die Inanspruchnahme der Kreditlinie in Höhe von 20,7% entspricht dem zeitlichen Verlauf einer auftragsorientierten und vorfinanzierten, sowie durch Akkreditive und Bankfreistellungen, frühzeitig abgesicherten Produktion.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren analysieren wir diverse Kennzahlen, z.B. Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite. Der Umsatz bezogen auf den Personalaufwand liegt mit 4,87 Euro (VJ 5,42 Euro) je Euro Personalaufwand erwartungsgemäß unter dem Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Steuern ist mit 2,2 % (VJ 5,8 %) aufgrund der rückläufigen Umsätze deutlich gesunken, aber weiterhin positiv. Die Kennzahlen zeigen den unter Berücksichtigung der genannten Krisenthemen, Corona und Ukraine-Krieg, zu erwartendem Verlauf.

III. Prognosebericht

Neben dem sich schon in der Vergangenheit länger abzeichnenden Strukturwandel innerhalb der Textil- und Bekleidungsbranche, hat die Corona Pandemie und den Krieg in der Ukraine diese Entwicklung weiterhin beschleunigt und insbesondere die Situation des stationären Einzelhandels weiter verschärft. Auch der bundesweite Onlinehandel ist erstmalig 2022 davon betroffen und muss auch im Jahr 2023 sehr deutliche Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen. Eine Erholung wird leicht erst in 2024 erwartet, und etwas deutlicher in 2025. Hinzu kommen weitere Insolvenzen bekannter, größerer Unternehmen aus Bekleidungsindustrie und - handel, die sich nach den Insolvenzen in 2023 auch in 2024 weiter fortsetzen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hatte die "Marc Aurel" Textil-GmbH bereits in 2020 frühzeitig einen Sanierungsplan erarbeitet und eingeleitet, dessen positive Auswirkungen in Bezug auf Kostenreduzierungen im Bereich Personal, Fracht und Logistikosten sowie effizientere Prozesse und Strukturen als Full-Year Effekt auch im Jahr 2023 noch gut erkennbar war. Die Optimierung und Digitalisierung aller Geschäftsprozesse im Unternehmen, auch unter Einbindung der Lieferanten, ist ein weiterer wesentlicher Baustein der zukünftigen Neuausrichtung und startet 2024 mit zwei großen Digitalisierungsprojekten in der IT-Landschaft, um den Bedürfnissen des Handels nach Geschwindigkeit, Innovation und Qualität gerecht zu werden. Dabei werden auch die internen Geschäftsprozesse analysiert und auf die zukünftigen Anforderungen des Marktes und der Wettbewerbsfähigkeit optimiert.

Innerhalb der Vertriebsorganisation wird jeder Absatzkanal auf Profitabilität und Wachstumschance analysiert, um auch nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten, dies hatte zur Folge, dass die österreichische Marc Aurel GmbH (fungierte als Distributor) in 2022 liquidiert wurde und die zukünftigen Umsätze direkt von Deutschland aus abgewickelt wurden. Weiterhin wurde die Vermarktung über Outlets, die über die Marc Aurel Retail GmbH betreut werden, in den letzten 2 Jahren auf höhere Profitabilität und Warenvermarktung optimiert und ausgerichtet und ein neuer Standort in Neumünster im Dezember 2023 eröffnet.

Der weiteren Analyse, der Ausbau und die Entwicklung der digitalen Absatzkanäle haben höchste Priorität, insbesondere die Analyse des Zusammenwirkens von Vertrieb, Marketing und Social-Media sind notwendig geworden, um unseren Kunden ein positives Kauferlebnis zu garantieren. Hier sollen ab 2024 auch die ersten Auslandsmärkte über den Onlinehandel gezielt angebunden werden.

Den schwierigen Rahmenbedingungen im Bekleidungshandel konnte auch Marc Aurel sich nicht ganz entziehen und musste im ersten Quartal 2024 erneut leichte Rückgänge in der Vororder, wie auch im Onlinehandel, leicht unter den Gesamtmarktrückgängen, hinnehmen. Durch ein stabiles und kontinuierliches Nachorder Geschäft im B2B sowie eine erwarte stabile Umsatzentwicklung im E-Commerce Bereich im zweiten Halbjahr 2024, erwarten wir die Gesamtentwicklung zufriedenstellend zu stabilisieren. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwartet Marc Aurel einen Jahresüberschuss von ca. 100 T€ sowie eine Erholung in 2025.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Als weltweit agierendes Modeunternehmen ist die "Marc Aurel" Textil-GmbH von Veränderungen und Unsicherheiten, die sich aus nationalen und internationalen Rahmenbedingungen, aus klimatischem und demografischem Wandel ergeben können, betroffen. Risiken bestehen in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in Branchen- und Marktrisiken und in denen sich daraus veränderten Rahmenbedingungen, wodurch insbesondere das Kaufverhalten der Verbraucher beeinflusst wird.

Im Anschluss an die Corona-Pandemie hat der neue Krisenherd, der Krieg in der Ukraine, neue Risiken für die Branche geschaffen., Durch den Krieg ist die Inflation in Deutschland deutlich angestiegen und verunsichert auch die Kunden der Marc Aurel. Hinzu kommen noch deutliche Zinserhöhung durch die Notenbanken. Diese Maßnahmen bremsen aktuell den privaten Konsum und erhöhen damit die Gefahr von weiteren Umsatz- und Forderungsausfällen. Dieses gilt auch für die Lieferanten und gefährdet die Lieferfähigkeit. Diese und auch andere Entwicklungen und die damit verbundenen Risiken werden innerhalb der Geschäftsführung beobachtet, analysiert und entsprechende Strategien entwickelt.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren in der Abschätzung von Forderungsausfällen, in den Wechselkursen wie US - Dollar und Schweizer Franken, in Liquiditäts- und Zinsveränderungen. Leistungswirtschaftliche Risiken können sich aus der internationalen Beschaffung, so in der Nichteinhaltung von Lieferterminen unserer weltweiten Lieferanten und deren Lieferung von qualitativ unzureichender Ware ergeben.

2. Chancenbericht

Um Trends und Entwicklungen in der Modebranche, sowie das Konsumverhalten der privaten Haushalte frühzeitig identifizieren zu können, beobachtet und analysiert Marc Aurel ständig die Märkte, die Zielgruppen, aufkommende Modetrends, die Entwicklung neuer Materialien und Wettbewerber. Auch eine verstärkte Kundennähe aufgrund EDI gestützter Sales - Reports unserer Kunden trägt dazu bei, Informationen zu Trends und Kaufverhalten sehr aktuell zu erhalten. Diese Erkenntnisse fließen in die Kollektionserstellung und so können diese noch gezielter auf die Nachfrage zugeschnitten werden.

Aber auch die Chancen durch das Erschließen neuer Märkte und Absatzkanäle durch digitale Plattformen werden beobachtet, analysiert und mit der Entwicklung des B2C-Online Shops erfolgreich umgesetzt.

3. Gesamtaussage Chancen und Risiken

Die Risiko- und Chancenpolitik der "Marc Aurel" Textil-GmbH verfolgt neben der Bestandsicherung des Unternehmens das Ziel, die Erreichung der finanziellen und strategischen Unternehmensziele sicherzustellen. Ziel unseres Risikomanagement - Systems ist auch, Risiken grundsätzlich nicht einzugehen, identifizierte Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken. Unsere Chancen - und Risikomanagement ist die Grundlage zur Risikosteuerung und dient gleichzeitig als Informationsgrundlage.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, sowie Akkreditive und Devisentermingeschäfte.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen in- und ausländischen Kundenstamm. Aufträge der Kunden sind über den Kreditversicherer Atradius besichert. Forderungsausfälle sind daher die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kreditlinien der Banken, Gesellschafterdarlehen und Lieferantenkredite.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und eine Delkredere Absicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Verwendung von Finanzinstrumenten (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Zum Bilanzstichtag sind Devisentermingeschäfte mit einem bewilligten Saldo in Höhe von 1.467 T€ vorhanden.

Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Aktuell konzentriert sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Firma "Marc Aurel" Textil-GmbH auf die Entwicklung neuer Kollektionen und Looks.

Bestehende Zweigniederlassungen (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

 

Gütersloh, den 26.04.2024

gez. Reinhold Richter, Geschäftsführer

gez. Michael Krieger, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 116.343,00 154.740,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.179,00 34.455,00
2. technische Anlagen und Maschinen 34.508,00 35.130,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.236,01 230.923,01 197.148,00
III. Finanzanlagen 100,00 347.366,01 100,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.628.552,88 5.775.816,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.482.658,44 2.440.249,00
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 398.340,18 EUR (Vorjahr: 428.019,69 EUR)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.560,70 7.157.772,02 371.098,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.792,34 70.314,13
7.592.930,37 9.079.051,48

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300.000,00
II. Kapitalrücklage 504.388,54 504.388,54
III. Gewinnrücklagen 438.505,47 0,00
III. Verlustvortrag 0,00 -1.015.519,37
IV. Jahresüberschuss 440.771,02 2.683.665,03 1.454.024,84
B. Rückstellungen 755.357,00 724.448,54
C. Verbindlichkeiten 4.153.908,34 6.111.708,93
davon gegenüber Kreditinstituten 530.017,70 EUR (Vorjahr: 1.270.648,02 EUR)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 611.217,80 EUR (Vorjahr: 963.145,46 EUR)
davon aus Steuern: 438.973,83 EUR (Vorjahr: 185.741,81 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4.271,42 EUR (Vorjahr: 11.417,07 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.153.908,34 EUR (Vorjahr: 6.111.708,93 EUR)
7.592.930,37 9.079.051,48

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 12.811.199,58 13.935.676,38
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.175.918,29 -3.982.139,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -798.585,16 -770.086,90
davon für Altersversorgung: 813,43 EUR (Vorjahr 764,05 EUR) -4.974.503,45
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -186.186,42 -213.941,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.021.153,92 -7.319.170,52
davon aus Währungsumrechung: 51.443,87 EUR (Vorjahr: 87.398,43 EUR)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.022,32 1.806,72
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -106.492,64 -108.761,40
davon aus verbundenen Unternehmen: 31.601,01 EUR (Vorjahr: 34.398,43 EUR)
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -84.839,45 -87.417,49
8. Ergebnis nach Steuern 443.046,02 1.455.965,10
9. sonstige Steuern -2.275,00 -1.940,26
10. Jahresüberschuss 440.771,02 1.454.024,84

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: "Marc Aurel" Textil-GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gütersloh
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Gütersloh
Register-Nr.: HRB 1815

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR (netto) wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die in den Vorräten enthaltenen Waren wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Selbst hergestellte Waren wurden zu den steuerlichen Herstellungskosten bewertet. Vom handelsrechtlichen Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten wurde Gebrauch gemacht. Vertriebsgemeinkosten und Zinsen für Fremdkapital wurden nicht miteinbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und verminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Haftungsverhältnisse berücksichtigen die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse sind mit dem Betrag vermerkt, mit dem die Gesellschaft nach den Verhältnissen im Bilanzstichtag haftet. Bestehende Rückgriffsforderungen werden nicht abgezogen.

Angaben zur Bilanz

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Zugang der Abschreibungen EUR 186.186,42
Zugänge zum Anlagevermögen EUR 116.701,43

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 3.1 beigefügten Anlagengitter.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 398.340,18 (Vorjahr: EUR 428.019,69) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 383.316,84 enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschaftern in Höhe von EUR 8.972,29 enthalten.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es werden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 397.537,29 (Vorjahr: EUR 252.053,83) ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerrückforderungsansprüche (EUR 312.057,69), Kautionen (EUR 27.531,00), debitorische Kreditoren (EUR 46.998,19) und übrige Forderungen (EUR 10.950,41).

Auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuern wurde entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht verzichtet:

Stand 31.12.2023
EUR
passive latente Steuern auf Unterschiedsbetrag Anlagevermögen -53.414,12
aktive latente Steuern auf Unterschiedsbetrag aktive Rechnungsabgrenzung 9.832,71
aktive latente Steuern auf Unterschiedsbetrag Drohverlustrückstellung 7.427,18
aktive latente Steuern auf Verlustvorträge zur KSt 48.573,07
12.418,84
Ansatz 0,00

Die nachfolgende Darstellung zeigt den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind:

Gesamtbetrag
EUR
Sicherung
EUR
Vermerk
4.153.908,34 1.191.866,41 1, 2, 4, 5,6

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 4.153.908,34 (Vorjahr: EUR 6.111.708,93).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche und periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung wie folgt angefallen:

Sonstige betriebliche Erträge: TEUR
Erträge aus der Versicherungsentschädigung 62
Erträge aus der Zuschreibung von Umlaufvermögen 27
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
Periodenfremde Aufwendungen 5

Sonstige Angaben

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 47,00
Angestellte 82,00
leitende Angestellte 2,00

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 129 Köpfe.

Finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 495.000,00 für 2024, danach EUR 432.000,00 p.a. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus sonstigen Mietverträgen, zahlbar in 2024 (EUR 48.000,00), in 2025 (EUR 16.000,00). Zum Bilanzstichtag bestehen ebenfalls Verpflichtungen aus Leasingverträgen für sonstige Wirtschaftsgüter und sind zahlbar in 2024 (EUR 46.602,55), sowie in 2025 (EUR 28.186,50).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Reinhold Richter, Kaufmann, Geschäftsführer.

Michael Krieger, Kaufmann, Geschäftsführer ab 07.08.2023

Jeder Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe haben wir gemäß § 288 Abs. 2 HBG verzichtet.

Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 440.771,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gütersloh, den 26.04.2024

gez. Reinhold Richter

gez. Michael Krieger

Zusätzliche Angaben zur Offenlegung:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 17. Juni 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen (ungekürzten) Jahresabschluss.

An die "Marc Aurel" Textil-GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der "Marc Aurel" Textil-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der "Marc Aurel" Textil-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 29. Mai 2024

Busch von Rönn und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Matthias von Rönn, Wirtschaftsprüfer

Anja Chalupa, Wirtschaftsprüferin

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.630.088,49 13.177,13 0,00 0,00 1.643.265,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 89.980,00 9.911,10 0,00 0,00 99.891,10
2. technische Anlagen und Maschinen 315.435,88 15.050,00 0,00 0,00 330.485,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.909.182,65 78.563,20 0,00 5.322,00 1.982.423,85
2.314.598,53 103.524,30 0,00 5.322,00 2.412.800,83
III. Finanzanlagen 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
3.944.787,02 116.701,43 0,00 5.322,00 4.056.166,45
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.475.348,49 51.574,13 0,00 0,00 1.526.922,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.525,00 11.187,10 0,00 0,00 66.712,10
2. technische Anlagen und Maschinen 280.305,88 15.672,00 0,00 0,00 295.977,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.712.034,65 107.753,19 0,00 600,00 1.819.187,84
2.047.865,53 134.612,29 0,00 600,00 2.181.877,82
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.523.214,02 186.186,42 0,00 600,00 3.708.800,44
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 116.343,00 154.740,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.179,00 34.455,00
2. technische Anlagen und Maschinen 34.508,00 35.130,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.236,01 197.148,00
230.923,01 266.733,00
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
347.366,01 421.573,00

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