K-Industries D Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Franz Kreuzer seit 4.7.2023 | Geschäftsführer |
Nadar Nasrallah seit 4.7.2023 | Prokura |
Franz Kreuzer seit 21.3.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AUREUS Industrieholding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
K industries - ALTHAMMER GmbHHeidenheim an der BrenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir fertigen maßgeschneiderte Produkte höchster Präzision und Qualität im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Seit 2009 stellt das Unternehmen auch Tragkörbe für den Transport und die Lagerung von Kernbrennstäben her. Prozessstraffungen in allen Organisationseinheiten, sowie die Hebung von Synergien innerhalb der Gruppe (z.B. spezifische Einsatz von Fachpersonal innerhalb der Gruppe, funktionsbezogene Mitarbeiterschulungen) führen zu einer kontinuierlichen Organisationsentwicklung. Der gemeinsame Vertrieb im Behälterbau mit unserer Schwester, der K industries GmbH, ist einer der Erfolgsfaktoren in der Effizienz- und Ressourcenoptimierung. Wir sind in der Lage Kapazitäten und Kompetenzen in beiden Unternehmen auszugleichen und den Kunden optimal zu versorgen. Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 bediente die K industries - ALTHAMMER GmbH (in der Folge Ki Althammer) im Speziellen den heimischen Markt im Bereich der Entsorgungs- und Recyclingindustrie, Stahlindustrie sowie Energie- und Umweltindustrie. Durch intensive Kundenbetreuung und kontinuierlichen Marktaufbau ist es uns gelungen, neue Kunden zu gewinnen und unseren Marktanteil mit unserem strategischen Partner weiter auszubauen. Die Ki Althammer konzentriert sich neben dem traditionellen Bestandskundengeschäft weiterhin auf die Gewinnung neuer Märkte und Kunden im In- und Ausland, vorwiegend in Europa. 2. Forschung und Entwicklung Im F&E Bereich arbeiten wir sehr intensiv mit unserem strategischen Partner dahingehend zusammen, dass unsere Produkte in neuen Märkten (tlw. Europa, Japan) zugelassen werden. Der CASTOR®s (geo24B) für den belgischen Markt wurde im Bereich des Produktions- und Abwicklungsverfahrens optimiert, und wir haben die Herstellkosten ab Start der Serie bis dato um knapp 40% reduziert. Weiters haben wir 6 Tragkörbe der Serie V/19 im Auftrag, welche für den Schweizer Markt vorgesehen sind. Der erste Tragkorb steht kurz vor Auslieferung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren, sowie ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel belasteten die Herstellung von Waren und Dienstleistungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen und ließen die Wirtschaft in Deutschland schrumpfen. Im 2. Halbjahr 2022 verloren die privaten Haushalte die Kaufkraft aufgrund der hohen Inflation und das BIP begann zu schrumpfen. Das IFO Institut prognostiziert für das Jahr 2023 für Deutschland ein Wirtschaftsschrumpfen um 0,4%. Im Euroraum wirkten die hohe Inflation sowie die stark gestiegenen Zinsen als Dämpfer. Vor allem der reale Kaufkraftverlust beeinträchtigte den privaten Konsum und die Baubranche ist aufgrund des hohen Zinsniveaus stark beeinträchtigt. Die im Jahr 2022 begonnene Preisentwicklung ließ die M+E Firmen pessimistisch in das 2. HJ 2022 gehen und ein Rückgang in der Industrieproduktion stellte sich ein. Im metallverarbeitenden Gewerbe erholte sich der Absatz im 1. Halbjahr 2023 aufgrund stabilisierter Lieferketten und einer Beruhigung auf den Energiemärkten sowie gesunkener Frachtkosten. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Verlauf des Wirtschaftsjahres 2022/2023 in der Ki Althammer ist trotz der hohen Inflation sowie der angespannten, wirtschaftlichen Lage zur Zufriedenheit verlaufen. Es ist uns gelungen, 11 von 12 budgetierten Tragkörben der Serie V/52 abzuarbeiten. Die budgetierten Tragkörbe für den Schweizer Markt mussten aufgrund kundenseitiger Dokumentationsanpassungen in das Folgejahr verschoben werden. 2022/23 wurde unser budgetiertes EBITDA-Ziel von 13% aufgrund der Verschiebung der TK-Serie für den Schweizer Markt nicht erreicht. Die budgetierte Betriebsleistung von TEUR 17.911 wurde mit TEUR 15.517 um 13,4 % unterschritten. Kundenseitig sind weiterhin Ersatzinvestitionen in vielen Branchen dringend durchzuführen. Aufgrund dessen sind unsere Auftragsbücher für die kommenden 2 Jahre (2023/2024: MEUR 20,0, 2024/25: MEUR 9,3) mit insgesamt MEUR 29,3 Auftragsstand sehr gut gefüllt. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde aus einem Offertvolumen von mehr als MEUR 38,7 (VJ MEUR 37,5) ein Auftragseingang in Höhe von MEUR 21,2 (VJ MEUR 6,3) generiert. Hinter den Auftragseingängen stehen insgesamt 78 Aufträge (VJ 45). Die durchschnittliche Auftragsgröße liegt bei knapp TEUR 271 (VJ TEUR 140). a. Ertragslage Prozentuell hat das EBITDA (9,1 %) im Vergleich zum Vorjahr (16,0 %) zur Betriebsleistung (BL) um 6,9 Prozentpunkte abgenommen. Die Reduktion resultiert aus der Verschiebung der Schweizer Tragkorbserie in das kommende Wirtschaftsjahr. Weiters wurde im Behälterbau im Vorjahr ein Großprojekt in der Papierindustrie abgeschlossen, welches einen wesentlichen Beitrag zum Gesamterfolg brachte. Die Betriebsleistung liegt bei EUR 15.516.672 (VJ TEUR 15.889). Materialaufwand sowie wesentliche, bezogene Leistungen sind im Verhältnis zur BL leicht gestiegen (von 49,6 % auf 47,8 %). Der Grund für den minimalen Anstieg liegt im planbaren Hauptgeschäft der Serienfertigung. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt (in TEUR):
b. Finanzlage Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Bereich des Kreditorenmanagements steht die Skontoausnützung im Vordergrund. Die Zahlungsfähigkeit war stets gegeben. Unsere zur Verfügung gestellten Kreditlinien in Höhe von MEUR 1 (VJ MEUR 1) sind aufgrund der sehr guten Finanzierung durch unsere Kundenanzahlungen für unsere Unternehmensgröße ausrechend. Die Kreditlinie wurde im April 2023 einmalig mit ca. TEUR 42 ausgenutzt. Infolge des positiven Ergebnisses ist der statische Verschuldungsgrad (Fremdkapital/Gesamtkapital) im laufenden Geschäftsjahr von 61,5 % zum 30.06.2022 auf 59,3 % zum 30.06.2023 gesunken. Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 40,7 % (VJ 38,5 %). Unsere Investitionstätigkeiten konzentrierten sich im Geschäftsjahr, mit Ausnahme eines Ankaufs einer vorab geleasten Fräsmaschine zu Anschaffungskosten von 150.000,00, auf Kleininvestitionen/kleine Ersatzbeschaffungen. In den anstehenden 2-3 Jahren sind auch weiterhin nur Ersatzbeschaffungen geplant. c. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr ergab sich bei der Vermögensstruktur eine Erhöhung der Bilanzsumme um rd. TEUR 1.001 (= 12,7 %). Im Wesentlichen betrifft dies aktivseitig die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit + 2.046 TEUR und die liquiden Mittel (Bankguthaben) mit - 935 TEUR. Auf der Passivseite haben sich das EK um + 1.500 TEUR sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um + 1.689 TEUR erhöht, wobei sich die Verbindlichkeiten in Summe nur um + 819 TEUR erhöht haben. Die starke Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen ist auf die Anarbeitung der Tragkorbserien zurück zu führen, sowie der Überzahlung bei den Einsatzelementen iHv TEUR 619 und einem Großauftrag im Behälterbau iHv TEUR 334. Die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und die damit zusammenhängende Reduktion des Bankguthabens ist auf eine Darlehensgewährung rückzuführen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen hat ein der Unternehmensgröße angepasstes Reporting, welches unsere wesentlichen Steuerungsgrößen, die Betriebsleistung sowie das EBITDA, laufend überprüft, damit bei Bedarf Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Betriebsleistung beinhaltet die Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und die aktivierte Eigenleistung und beträgt zum 30.06.2023 TEUR 15.517 (VJ TEUR 15.889). Das EBITDA errechnet sich nach dem Gesamtkostenverfahren aus der Summe des EBIT exklusive der Abschreibungen des Anlagevermögens und der Haftungsprovisionen und beträgt für das GJ 2022/23 TEUR 1.410 (VJ TEUR 2.541). 4. Gesamtaussage Die im GJ 2022/23 wirtschaftlich allgemein ungewisse Entwicklung aufgrund der schwachen Wirtschaftsleistung und der aufgrund der hohen Inflation prognostizierten Rezession führte durch konsequente Auseinandersetzung mit diesen Thematiken zu keinen Auftragseinbußen. Unser Geschäftsmodell mit unserem stabilen Team, welches sich nachhaltig entwickelt hat, hat abermals gezeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten profitabel sind. IV. Prognosebericht Im Jahr 2024 soll die deutsche Wirtschaftsleistung laut letzter Prognosen der IFO nur um 1,5% steigen, und die deutsche Wirtschaft wird sich nur sehr langsam aus der Rezession herauslösen. Im verarbeitenden Gewerbe wird ein Wachstum aufgrund der sich lösenden Ressourcenengpässe prognostiziert. Die Nachfrage im Baugewerbe soll aufgrund der hohen Zinsen weiterhin sinken. Jedoch ist zu erwarten, dass sich diese Erholungseffekte aufgrund der gesunkenen Nachfrage, der Arbeitskräfteengpässe sowie der hohen Kerninflation im 2. Halbjahr 2023 abschwächen. Die Auftragsbestände im metallverarbeitenden Gewerbe werden erstmals seit Ende 2020 nur noch ausgeglichen bewertet und aufgrund der reduzierten Produktions- und Personalpläne kann sich trotz der Entspannung auf den Rohstoff- und Energiemärkten kein Aufwärtstrend ableiten. Unsere langjährigen Projektpartner sind in vielschichtigen Branchen unterwegs und somit erwarten wir keinen Auftragsrückgang. Unsere Zulieferkette ist aufgrund einer breit aufgestellten Lieferantenstruktur sehr gut aufgebaut und wir sehen hier künftig aufgrund der intensiven Abstimmung keine wesentliche Beeinträchtigung. Unsere Produkte zielen auf Branchen ab, die aus heutiger Sicht Ersatzinvestitionen benötigen (z.B. Papier-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie). Unsere Standardprodukte im Behälterbau sind weiters in neuen Märkten sehr gut einsetzbar. Kundenseitig erhalten wir laufend Anfragen aus dem Markt und verzeichnen kontinuierlich Auftragseingänge. Im Wirtschaftsjahr 2023/2024 wird ein Auftragszugang im Maschinenbau für unsere Serienproduktion in Höhe von MEUR 10 geplant. Dieser Auftragseingang wird sich in den folgenden Wirtschaftsjahren bis 2025/2026 im Umsatz realisieren. Dazu kommen noch weitere Auftragseingänge aus Ausrüstungsteilen, die zur Beladung für die CASTOR® Behälter benötigt werden (bspw. Einsatzelemente, Dummy-Elemente). Aufgrund unserer laufenden, mit dem Kunden abgestimmten F&E können wir mittelfristig gute Auftragseingänge sichern. Im Bereich Behälterbau wird mit einem Auftragseingang von MEUR 5 geplant. Der Fokus liegt speziell auf Behälter, die aufgrund ihrer Bauart und damit verbundenen Abnahmen (Prozessbehälter, Wärmetauscher, Sondermaterialien, Abmessungen) tiefes Know-How benötigen, über das die Ki Althammer verfügt. Mit einem bereits akquirierten und auf das Folgejahr zu übertragenden Auftragsstand in Höhe von MEUR 20,0 gehen wir für 2023/2024 von einer zu diesem Jahr um MEUR 3,7 (+ 24%) gesteigerten Betriebsleistung aus. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir von einem EBITDA von 13,3% der Betriebsleistung aus. V. Chancen- und Risikobericht In der Ki Althammer ist ein der Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagement implementiert, welches aktiv gelebt wird. Standardisierte Reportings bilden die Basis für die entsprechenden Meetings in denen bewusst eingegangene, wie auch potenzielle Risiken aber auch Chancen besprochen werden. Diese Meetings finden auf allen Organisationsebenen statt und werden vom jeweiligen Verantwortlichen entsprechend kommuniziert. Auf aggregierter Ebene werden diese entsprechend gemessen, überwacht und gemanagt. Neben jenen, dem internationalen Projektgeschäft geschuldeten und allgegenwärtigen Risiken wie bspw. das Bonitäts- und Ausfallrisiko, werden auch mögliche allgemeine und operative Risiken durch proaktives Vertragsstudium entschärft. Jeder Auftrag unterliegt einem laufenden Monitoring, welches etwaige Risiken und Chancen frühzeitig aufzeigt und erlaubt, entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Ergebnisverbesserung zu entwickeln. Die volatilen Marktpreise sind bei uns u.a. durch Preisgleitklauseln zum Kunden abgedeckt. Lieferantenseitig haben wir aufgrund unserer Geschäftsbeziehungen und einer breiten Lieferantenauswahl - auch innerhalb der K industries Gruppe - keine Beschaffungsprobleme. Die globale wirtschaftliche Entwicklung stellt Ki Althammer vor laufend neue Herausforderungen. Die Märkte, in denen wir tätig sind, unterliegen deren saisonaler Schwankungen und somit sind wir stets bedacht, unsere Vertriebstätigkeiten auf Märkte zu fokussieren, wo Investitionsbedarf ist (z.B. Papierindustrie), aber auch wo dieser mittel- bis langfristig sein wird (Umwelt- und Kunststoffindustrie). Unsere Kunden befinden sich überwiegend im europäischen Raum und aufgrund dessen gibt es in politischer, rechtsstaatlicher sowie sozialer Entwicklung keine gravierenden Unterschiede. Ertragsorientierte Risiken sind minimal, da unsere Serienfertigung nur einen Mitbewerber am deutschen Markt hat, und wir unseren Kunden aufgrund unserer laufenden F&E Projekte an uns binden. Im Bereich Behälterbau haben wir aufgrund unserer langjährigen Kundenbeziehungen ein solides Basisgeschäft und im Konzern können wir flexibel Aufträge je nach Auslastung aussteuern. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kundenanzahlungen und über Kreditlinien von Banken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden regelmäßig Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge ermöglichen. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen ebenfalls nicht. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in den strukturellen Problemen hinsichtlich des Fachkräftemangels sowie der teilweise hohen Bürokratie bzw. starrer, politischer Systeme. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung dieser jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Heidenheim an der Brenz, 18.09.2023 gez. Franz Kreuzer, Geschäftsführer gez. Philipp Kreuzer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma K industries - ALTHAMMER GmbH mit Sitz in Heidenheim an der Brenz im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 736482 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 - 30.06.2023 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches in der geltenden Fassung, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Es wurde zudem von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden. Allen erkennbaren Risiken und drohenden Verlusten wurde entsprechend Rechnung getragen. Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Von einer Verkürzung gemäß § 265 Abs. 7 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen in der GuV angepasst, indem ein Umsatzerlöskonto in den sonstigen betrieblichen Ertrag umgegliedert wurde. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände Die betriebliche Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Firmenwerts wurde individuell unter Beachtung der rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Gegebenheiten unabhängig von der steuerlichen Regelung gem. § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG auf 5 Jahre geschätzt. Sachanlagevermögen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, dem pro ratio temporis Ansatz wurde Rechnung getragen. Die Annahme der Nutzungsdauer erfolgte in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen und nach den betriebswirtschaftlichen Erfahrungen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR netto wurden nach § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 800 EUR netto wurden aktiviert und über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Umlaufvermögen Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten. Die Anschaffungskosten wurden einzeln auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Bei der Ermittlung unfertigen Erzeugnisse wurden folgende Kosten miteinbezogen: • Fertigungsmaterial • Fertigungslöhne • Sonderkosten der Fertigung • Variable Materialgemeinkosten • Fixen Materialgemeinkosten • Variable Fertigungsgemeinkosten • Fixen Fertigungsgemeinkosten Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden soziale Aufwendungen sowie direkt zurechenbare Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Weiters wurden keine Verwaltungsgemeinkosten aktiviert. Eine verlustfreie Bewertung ist durch eine retrograde Bewertung, ausgehend vom Verkaufspreis, gewährleistet. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird bei Bedarf eine Teilwertabschreibung durchgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Fremdwährungsforderungen sind unterjährig als nicht wesentlich zu deklarieren und zum 30.06.2023 gab es keinen offenen Fremdwährungsforderungsposten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet. Aktive latente Steuern Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen gemäß Wahlrecht aktiviert. Der zu Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 29,12 %. Rückstellungen Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Die Bewertung Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt nach dem Pauschalwertverfahren. Die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Professor Klaus Heubeck dient als Grundlage für die Berechnung. Weiters wurde der nach § 5 Abs. 4 EStG notwendigen Kürzung von Anwartschaften vor dem 01.01.1983 ebenfalls aufgrund der Unwesentlichkeit keine Rechnung getragen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagenspiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen:
Eigenkapital Für das ausgewiesene Eigenkapital besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von insgesamt 59 TEUR (VJ: 21 TEUR) aus aktiven latenten Steuern. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 379 (VJ: TEUR 401). Verbindlichkeiten Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben:
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB Die Eventualverbindlichkeiten betragen zum 30.06.2023 EUR 2.192.886,70 (VJ: TEUR 1.404) und setzen sich wie folgt zusammen:
Im Anlagenbau ist die Ausstellung von Garantien zur Absicherung der vertraglichen Verpflichtungen üblich. Diese Garantien wurden für uns von der R&V Versicherung ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, und Gewährleistungsgarantien. Im Fall der Garantieziehung bestehen vertragliche Regressansprüche. Ein Risiko einer Garantieinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der hier ausgewiesenen Eventualverbindlichlichkeiten wird aufgrund der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter und des hohen Qualitätsstandards (ISO-Zertifizierung) als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen nicht vor. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Für fremde Darlehen, die in Höhe von TEUR 44 (VJ: TEUR 108) an verbundene Unternehmen ausgereicht wurden, wurden Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignungen und Globalzession gestellt. Die K industries - ALTHAMMER GmbH ist Garantierende in Verbindung mit ihren Schwestern für eine Fremdkapitalfinanzierung in der K industries - Deutschland Holding (Gesellschafter) in Höhe von EUR 2.600.000 (VJ: MEUR 2,6). Die Haftungsübernahmen wurden dahingehend übernommen, da beide Gesellschaften zum Zeitpunkt der Haftungsübernahmen reine Holdinggesellschaften waren. Das Risiko des Eintritts in eine Haftung ist aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich zu beurteilen. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:
Sonstige Pflichtangaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt:
Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung
Weitere Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Angaben zum Einbezug in den Konzernabschluss Das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss K industries - ALTHAMMER GmbH einbezogen wird, ist die AUREUS Industrieholding GmbH mit Sitz in St. Andrä. Das kleinste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die K industries - ALTHAMMER GmbH einbezogen wird, ist die K-Industries D Holding GmbH mit Sitz in Heidenheim an der Brenz. Die K-Industries D Holding GmbH ist nach § 293 (1) zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Das oberste Mutterunternehmen ist nach § 244 UGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) verpflichtet, einen Konzernabschluss zum 30.06.2023 zu erstellen und beim Landesgericht in Klagenfurt einzureichen. Ergebnisverwendung Es ist vorgesehen, EUR 1.000.000,00 an die Mutter, die K Industries D Holding GmbH, Heidenheim auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.954.321,01 (VJ TEUR 2.426) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. sonstige Berichtsbestandteile
Heidenheim, an der Brenz, den 29.08.2023 gez. Franz Kreuzer, Geschäftsführer gez. Philipp Kreuzer, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.09.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahreabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die K industries - ALTHAMMER GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der K industries - ALTHAMMER GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der K industries - ALTHAMMER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Günzburg, den 18.09.2023 U&P
gez. Anna Toelg, Wirtschaftsprüfer gez. Kurt Leißa, Wirtschaftsprüfer |
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