Palladio GmbH
Klettenbergstraße 12, 60322 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Polarczek seit 29.11.2024 | Geschäftsführer |
Dennis Schnutenhaus seit 15.10.2024 | Prokura |
Bernd Dr. Kreuter seit 4.1.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Palladio GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023OFFENLEGUNGSFASSUNG Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 C. Handelsrechtlicher Jahresabschluss I. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
II. Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
D. Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Palladio GmbH hat ihren Sitz in der Klettenbergstraße 12, 60322 Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 89827). Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH- Gesetzes (GmbHG) beachtet. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Forderungs- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. II. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit Die Gliederung der Bilanz und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. III. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind grundsätzlich nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind gegebenenfalls nachfolgend gesondert angegeben. IV. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Euro (EUR) ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. 2. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR betrugen, wurden im Erwerbsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an den verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und soweit notwendig um außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB vermindert. Zur Entwicklung der Sachanlagen und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital beim Anlagevermögen im Geschäftsjahr aktiviert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Der Anteilsbesitz nach § 271 Abs. 1 HGB gliedert sich wie folgt:
Die Gesellschaft hat auf die Beteiligung an der Palladio Kommunal GmbH eine Abschreibung nach § 253 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 253.818,07 vorgenommen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden am Abschlussstichtag nicht. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am Bilanzstichtag nicht vorzunehmen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen und dieser Aufwand je Einzelposition EUR 800,00 übersteigt. Das Eigenkapital in Höhe von EUR 6.143.198,91 setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.000,00, aus den Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 860.000,00, aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 113.340,98 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.144.857,93. Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von EUR 5.330.036,89 (Vorjahr: EUR 4.097.315,82). Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen am Abschlussstichtag EUR 542,90. Abegsehen von üblichen Eigentumsvorbehalten bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen sonst keine Sicherungsrechte Sinne von § 285 Nr. 1b HGB. VI. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 38.255,94 sind ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Aufwendungen oder Erträge aus der Währungsumrechnung waren nicht auszuweisen. Im Vorjahr wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 257,21 ausgewiesen. VII. Sonstige Angaben Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Infolge der am Abschlussstichtag bestehenden, nicht vorzeitig kündbaren Verträge ergeben sich die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr beträgt EUR 10.400,00. Es entfällt vollständig auf die Abschlussprüfungsleistungen. /III. Ergänzende Angaben Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr: Dr. Bernd Kreuter, Diplom-Mathematiker, Michael Rieder, Diplom-Betriebswirt. Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB wurden aufgrund der Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 65 Mitarbeiter ohne Geschäftsführer, hiervon waren durchschnittlich 46 Mitarbeiter in Vollzeit und 19 Mitarbeiter in Teilzeit tätig. IX. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 113.340,98 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.144.857,93 eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 5.000.000,00 vorzunehmen. Der verbleibende Betrag soll als neuer Gewinnvortrag in Höhe von EUR 258.198,91 vorgetragen werden. X. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Gesellschaft hat im März 2024 eine Zahlung in Höhe von EUR 400.000,00 in die Kapitalrücklage der Palladio Management GmbH geleistet. XI. Anlagenspiegel
Frankfurt am Main, den 3. Mai 2024 Palladio GmbH Dr. Bernd Kreuter, Geschäftsführer Michael Rieder, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaft b) Marktüberblick Private Markets c) Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Palladio-Gruppe 2) Darstellung des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses der Palladio GmbH a) Ertragslage b) Vermögenslage c) Finanzlage d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft III. Risikobericht 1) Preisänderungsrisiken 2) Ausfallrisiko 3) Liquiditätsrisiko 4) Risiken aus Zahlungsstromschwankungen IV. Chancenbericht 1) Marktpositionierung 2) Leistungsbilanz 3) Kundenstamm 4) Mitarbeiter V. Prognosebericht I. Grundlagen des UnternehmensDie Palladio GmbH, Frankfurt, ist eine deutsche eigentümergeführte Investmentboutique, die sich auf die unabhängige Beratung deutscher professioneller Anleger in Sachwertanlagen spezialisiert hat. Die von Palladio und ihren Tochtergesellschaften ("Palladio-Gruppe") aufgelegten, verwalteten Fonds ("Palladio-Fonds") sowie die im Rahmen von Anlageberatungsmandaten betreuten Kunden investieren in verschiedenen Anlageklassen, insbesondere in die Segmente Infrastruktur, Private Equity und Private Debt. Zu den wesentlichen Tochtergesellschaften der Palladio GmbH gehört die Palladio (Luxembourg) S.à r.l., Luxemburg, die als nach dem AIFM-Gesetz lizensierte Kapitalverwaltungsgesellschaft vorwiegend die Anlageverwaltung der betreuten Kapitalanlageprodukte übernimmt. Der Tochtergesellschaft Palladio Management GmbH wurde seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Erbringen von Wertpapierdienstleistungen gemäß § 15 WpIG erteilt. Diese Erlaubnis bezieht sich auf die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG), sowie die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG,). Innerhalb der Palladio-Gruppe erbringt die Palladio GmbH operativ Beratungsleistungen an die Tochtergesellschaft Palladio (Luxembourg) S.à r.l. und stellt der inländischen Tochtergesellschaft Palladio Management GmbH die notwendigen Ressourcen zur Erfüllung ihres Geschäftszwecks zur Verfügung. Weiterhin ist die Palladio GmbH Asset Manager einer Reihe von in den Jahren 2012 und 2014 aufgelegten operativen Gesellschaften im Bereich der Erneuerbaren Energien. II. Wirtschaftsbericht1) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaft 1 Die Erholung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der hohen Inflation ist überraschend robust verlaufen. Die Inflation war in einem stärkeren Umfang rückläufig als erwartet, während ihre Auswirkungen auf die Beschäftigung sowie die Wirtschaftsaktivität geringer ausfielen als angenommen. Ursache war die straffe Notenbankpolitik und die günstige Angebotsentwicklung. Gleichzeitig dürften sich die erhöhten Zinsen zur Bekämpfung der Inflation sowie die rückläufigen fiskalischen Maßnahmen angesichts eines hohen Schuldenstands dämpfend auf das künftige Wirtschaftswachstum auswirken. Während die USA und einige der wichtigsten Schwellen- und Entwicklungsländer ein höher als erwartetes Wirtschaftswachstum verzeichneten, konnten die EU-Staaten infolge des schwachen Konsums, den Folgen der hohen Energiepreise sowie der Schwäche der zinssensitiven Branchen, wie dem produzierenden Gewerbe und dem Investment Sektor, nur ein moderates Wachstum verzeichnen. Weitere Folgen des gestiegenen Zinsniveaus waren höhere Finanzierungszinsen, die eine Herausforderung für viele Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Schulden darstellten. Auch wenn erwartet wird, dass einige Zentralbanken aufgrund der niedrigeren Inflation Zinssenkungen vornehmen, geht der IWF weiterhin von erhöhten Finanzierungskosten aus. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF einen Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,1 %. Für die kommenden Jahre erwartet der IWF nur eine geringe Wachstumsdynamik: entsprechend wird in den Jahren 2024 und 2025 das Wachstum wenig verändert bei 3,1 % bzw. 3,2 % erwartet. Damit liegt das globale Wachstum infolge einer restriktiven Geld- und Fiskalpolitik vieler Länder und nur geringer Produktivitätssteigerungen weiterhin unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %. Für die hochentwickelten Volkswirtschaften sieht der IWF für 2024 einen Wachstumsrückgang auf 1,5 % gefolgt von einer Erholung auf 1,8 % im Jahr 2025. Dabei dürfte sich der EURO-Raum nach und nach von seinem Tief des Jahres 2023 erholen, während die USA eine Abschwächung des Wachstums verzeichnen dürften. Demgegenüber wird für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein stabiles Wirtschaftswachstum für 2024 und 2025 erwartet, jedoch ist von regionalen Unterschieden auszugehen.
1 IMF World Economic Outlook Update January 2024
Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Jahr 2023 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,5 %. Für 2024 und 2025 wird aufgrund der Folgeeffekte der restriktiven Geldpolitik, einer erwarteten Straffung der Fiskalpolitik sowie einem schwächeren Arbeitsmarkt von einer Verlangsamung des Wachstums auf 2,1 % und 1,7 % ausgegangen. Das Wachstum in den europäischen Volkswirtschaften lag im Jahr 2023 angesichts der massiven Auswirkungen der Folgen des Ukraine-Krieges nur bei 0,5 %. Für 2024 hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2023 um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert und geht nur noch von einem moderaten Wachstum von 0,9 % aus. Die Prognose erfolgt allerdings unter der Erwartung eines Anstiegs des privaten Konsums infolge der gesunkenen Inflation. Für 2025 erwartet der IWF einen Wachstumsanstieg auf 1,7 %. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete laut IWF im Jahr 2023 aufgrund der Schwäche der zinssensitiven Branchen und einem niedrigeren Handelsvolumen einen Rückgang des Wachstums auf -0,3 %. Für 2024 hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2024 um 0,4 Prozentpunkte auf nur noch 0,5 % revidiert. Erst für 2025 wird ein moderates Wachstum um 1,6 % prognostiziert. Nach einem geschätzten Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,5 % im Jahr 2023 wird für Großbritannien für das Jahr 2024 ein leichter Anstieg des BIP auf 0,6 % prognostiziert. Ursache ist der allmähliche Rückgang der hohen Energiepreise. Unter der Voraussetzung einer Zinssenkung infolge der gesunkenen Inflation erwartet der IWF für 2025 ein Wachstum von 1,6 %. Bei den Schwellenländern lag das erwartete Wirtschaftswachstum Chinas bei 5,2 % im Jahr 2023. Für 2024 und 2025 erwartet der IWF einen Wachstumsrückgang auf 4,6 % bzw. 4,1 %, wobei für das Jahr 2024 die Prognose leicht um 0,4 Prozentpunkte angehoben wurde. Ursache hierfür sind die Folgeeffekte eines stärker als erwarteten Wachstums im Jahr 2023. In Bezug auf Indien wird für 2023 ein Wirtschaftswachstum von 6,7 % prognostiziert, während der IWF für die Folgejahre aufgrund einer stabilen Inlandsnachfrage weiterhin von Wachstumsraten von 6,5 % ausgeht. b) Marktüberblick Private Markets Infrastruktur 2 Infrastruktur Fundraising Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt von der rückläufigen aber immer noch hohen Inflation sowie den gestiegenen Leitzinsen westlicher Zentralbanken. Der deutliche Zinsanstieg hat insbesondere zur Folge, dass die relative Attraktivität von Fremdkapital- gegenüber Eigenkapitalinvestitionen über alle Assetklassen hinweg gewachsen ist. Hinzu kamen die militärischen Konflikte in der Ukraine und in Nahost. Während der Krieg in der Ukraine in erster Linie zu einer Verteuerung europäischer Energieimporte durch die Abkehr von russischen Importen geführt hat, besteht weiterhin das Risiko, dass sich der Konflikt in Nahost negativ auf globale Lieferketten und die Energiemärkte auswirken wird. Dabei spielen vor allem die Überfälle auf Güterschiffe am Horn von Afrika und im Roten Meer eine entscheidende Rolle. In Summe wirkten sich diese makroökonomischen Unsicherheiten dämpfend auf das Fundraising-Umfeld von Infrastruktur-Fonds aus: im Jahr 2023 erreichte die Fundraising-Aktivität gemessen am Gesamtvolumen abgeschlossener Fundraisings USD 78 Mrd. (vgl. 2022: USD 177 Mrd.). Dies entspricht einem Rückgang um 56 % gegenüber dem Rekordjahr 2022. Dabei wurden im vierten Quartal 2023 mit USD 57 Mrd. circa 73 % des Gesamtvolumens im Jahr 2023 eingeworben. Mit Blick auf 84 abgeschlossene Fundraisings im Jahr 2023 zeigt sich außerdem, dass im Vorjahresvergleich 47 % weniger Fonds ihr Fundraising abgeschlossen haben (vgl. 2022: 159). Zwei fortwährend zu beobachtende Trends waren (i) die Konzentration von Kapitalzusagen auf Large- Cap Fonds (mit Fondsvolumen USD >10 Mrd.) sowie (ii) die längere Dauer der Fundraising-Perioden. Allein die fünfte Generation der Flagship-Strategie von Brookfield stellte mit einer finalen Fondsgröße von USD 28 Mrd. rund 36 % des Gesamtvolumens des weltweit abgeschlossenen Fundraisings im Jahr 2023 dar. Darüber hinaus lagen erstmals bei mehr als der Hälfte aller Fonds mindestens zwei Jahre zwischen dem Beginn des Fundraisings und dem finalen Closing. Im vierten Quartal 2023 entfiel die Mehrheit der Fundraising-Aktivitäten im Marktsegment nicht börsengelisteter Infrastrukturfonds auf Nordamerika. Mit 79 % des eingeworbenen Kapitals konzentrierte sich dort ein Großteil der Aktivität - acht Fonds warben USD 45 Mrd. ein. In Europa warben 13 Fonds insgesamt USD 11 Mrd. ein. In Asien wurde im gleichen Zeitraum lediglich ein abgeschlossenes Fundraising mit einem eingeworbenen Kapital von USD 0,8 Mrd. verzeichnet. Außerhalb dieser Regionen konnte kein Fonds ein Fundraising abschließen. Zu Beginn des ersten Quartals 2024 befand sich eine Rekordanzahl von insgesamt 604 Fonds mit einem Gesamt-Zielvolumen von USD 545 Mrd. im Fundraising. Sowohl die Anzahl der Fonds (+33 %) wie auch das Zielvolumen (+51 %) stiegen in Folge des schleppenden Fundraisings deutlich an (vgl. Januar 2023: 453 Fonds; Zielvolumina USD 360 Mrd.). Infrastruktur Transaktionen Neben dem Fundraising wurde auch die Transaktionsaktivität im Jahr 2023 negativ von den anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen beeinträchtigt. Dies zeigt sich sowohl an der Anzahl der Transaktionen als auch bei den Transaktionsvolumina. Insgesamt sank das Transaktionsvolumen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 %. Parallel ging die Anzahl der Transaktionen um 22 % zurück. Dabei entfielen 59 % des Volumens (53 % der Anzahl) abgeschlossener Infrastrukturtransaktionen auf das zweite Halbjahr 2023. Während im Jahr 2022 39 % der getätigten Transaktionen auf Europa entfielen, stieg dieser Anteil im Jahr 2023 auf 44 % an. Dieser Anstieg ist jedoch weniger auf eine Zunahme der Transaktionsaktivität innerhalb Europas zurückzuführen, sondern vielmehr auf die vergleichsweise starken Rückgänge der Transaktionsaktivitäten außerhalb Europas. In Europa ist der Rückgang der getätigten Transaktionen mit 15 %, verglichen mit den Regionen Nordamerika (-29 %), APAC (-32 %) und dem Rest der Welt (34 %), weniger stark ausgefallen. Transaktionsvolumina Betrachtet man die Entwicklung abgeschlossener Transaktionen einzelner Sektoren im vierten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich ein heterogenes Bild. Drei der sechs analysierten Sektoren wiesen eine positive Entwicklung auf. Mit einer Zunahme des Transaktionsvolumens um 206 % verzeichnete der Sektor Soziale Infrastruktur einen außergewöhnlich hohen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei repräsentierten zwei Transaktionen innerhalb Europas aus dem Bildungs- und Gesundheitsbereich gemeinsam 63 % der gesamten Aktivität des Sektors. Gleichzeitig gilt zu beachten, dass der Sektor dennoch mit 2 % weiterhin nur einen geringen Teil des gesamten Transaktionsvolumens ausmacht. Vor dem Hintergrund der weltweiten Anstrengungen, dem Klimawandel entgegenzuwirken, überrascht die anhaltend hohe Bedeutung des Sektors Erneuerbare Energien nicht. Mit 52 % verzeichnete der Sektor mehr als die Hälfte aller Transaktion im vierten Quartal 2023 sowie 25 % gemessen am Transaktionsvolumen. Durch eine Zunahme der durchschnittlichen Transaktionsgröße wurde der leichte Rückgang der Anzahl Transaktionen sogar überkompensiert. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal nahm das Volumen abgeschlossener Transaktion um 5 % zu. Der größte Anteil am globalen Transaktionsvolumen entfiel auf den Sektor Versorgung (26 %). Hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen stellte der Sektor 11 % dar. Das auf den Sektor entfallende Transaktionsvolumen stieg um 13 % gegenüber dem Vorjahresquartal, die Anzahl Transaktion sank hingegen um -15 %. Einen deutlichen Rückgang des Transaktionsvolumens verzeichnete der Sektor Transport. Verglichen mit dem Vorjahresquartal verringerte sich das Volumen um -82 % und umfasste nur noch 10 % des Gesamtvolumens. Dies ist jedoch in Anbetracht des erreichten Rekordvolumens in Q4 2022 (u.a. Take Private von Atlantia durch Edizione und Blackstone) keine unerwartete Entwicklung. Die Anzahl der Transaktionen im Sektor verringerte sich um -38 % und repräsentierte 9 % aller Transaktion. Die übrigen Sektoren Energie und Telekommunikation wiesen im Berichtszeitraum ebenso rückläufige Werte hinsichtlich Transaktionsvolumina und -anzahl auf. Private Equity 3 Private Equity-Fundraising 4 Das herausfordernde Marktumfeld in Folge des Ukraine-Krieges mit steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, hoher Inflation und gestiegenen Zinsen wirkt sich weiterhin auf das Private Equity-Fundraising aus. Die Anzahl abgeschlossener Fundraisings lag im vierten Quartal 2023 mit 327 Fonds um 65 % unter dem Vorjahreswert (vgl. Q4 2022: 922 Fonds). Das Fundraising-Volumen verzeichnete im vierten Quartal 2023 mit USD 162 Mrd. einen Rückgang um 33 % gegenüber dem Vorjahr (vgl. Q4 2022: USD 242 Mrd.). Die durchschnittliche Fondsgröße ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 88 % angestiegen. Im Gesamtjahr 2023 sank die Anzahl abgeschlossener Fundraisings um 47% und das Fundraising- Volumen um 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der sich im Fundraising befindlichen Fonds stieg weiter an. Insgesamt sind per Januar 2024 10.604 Fonds im Fundraising, ein Anstieg von 18 % gegenüber dem Jahresbeginn 2023. Das Zielvolumen aller Fonds verzeichnete einen leichten Rückgang von 6 % auf USD 1.598 Mrd. Buyout -Transaktionen 5 Im vierten Quartal 2023 wurden 1.840 Buyout-Transaktionen getätigt, was einem Rückgang von 11 % gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals entspricht (vgl. Q4 2022: 2.056). Das Transaktionsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 17 % auf USD 148 Mrd. (vgl. Q4 2022: USD 126 Mrd.). Auf Gesamtjahressicht 2023 verzeichneten sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch die Transaktionsvolumina einen Rückgang. Insgesamt ging die Anzahl der Transaktionen um 19 % zurück. Parallel sank das Transaktionsvolumen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36 %. Hinsichtlich der Transaktionsvolumina war Nordamerika mit einem Anteil von 46 % (vgl. Q4 2022: 56 %) im vierten Quartal 2023 führend. Europa wies einen Anteil von 27 % auf und befindet sich damit deutlich über dem Vorjahresniveau (vgl. Q4 2022: 11 %). Asien verzeichnete einen geringfügigen Rückgang auf 24 % (vgl. Q4 2022: 26 %).
3 Quelle: Preqin, Werte 2023 annualisiert auf
Basis Stand Oktober 2023
c) Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Palladio-Gruppe In Auswirkung der makroökonomischen Unsicherheiten und den gestiegenen Leitzinsen war bei den institutionellen Investoren eine Zurückhaltung zu verspüren. Das Wachstum an Zusagen durch Neu- und Bestandskunden der Palladio-Gruppe lag hinter den Vorjahreswerten. Den im Jahr 2023 getätigten Investitionen der Bestandskunden standen auch einzelne Desinvestitionen gegenüber, da einige langjährige Bestandskunden Teile ihres reifen Portfolios erfolgreich realisierten. Im Bereich der von der Palladio (Luxembourg) S.à r.l. verwalteten AIFs wurden Anteile für einen Infrastruktur-Dachfonds durch die Palladio Management GmbH vermittelt, dessen Final Closing im Ende 2023 erfolgte. Weiterhin wurden Anteile an einem Private Equity-Dachfonds vermittelt. Darüber hinaus erfolgte die Auflage eines Artikel 9-Infrastrukturfonds durch die Palladio (Luxembourg) S.à r.l. und ein erfolgreicher Vertriebsstart im Januar 2023. 2) Darstellung des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses der Palladio GmbH Nachfolgend erfolgt die Kommentierung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzzahlen der Palladio GmbH. a) Ertragslage Die Ertragslage der Palladio GmbH stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
1 enthalten Umsatzerlöse (TEUR 25.861
Vorjahr TEUR 19.358) sowie sonstige betriebliche
Erträge
Die Erhöhung der Operativen Erträge im Vergleich zum Vorjahr ist getrieben durch Einmaleffekte aus erfolgsbezogenen Gebührenbestandteilen, positiven Entwicklungen des Neugeschäfts sowie Folgeeffekte aus dem starken Vertriebsergebnis des Jahres 2022. Mit TEUR 25.900 bewegen sich die Operativen Erträge ca. 33,6% über dem Vorjahr. Mit ca. 82% bilden die Personalbezogenen Kosten den größten Anteil an den Operativen Kosten ab. Dies folgt der positiven Geschäftsentwicklung und bildet einen kontinuierlichen und qualitativ hochwertigen Aufbau der Mitarbeiterbasis ab. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Personalkosten um ca. 20,4%. Die Palladio GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 5.145 erwirtschaftet, der damit um 36,9% gestiegen ist. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine für das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. b) Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
1 enthält Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Das Vermögen ist im Wesentlichen kurzfristig gebunden. Größte Position des Nettoumlaufvermögens sind ist der Bestand an Liquiden Mitteln (TEUR 7.042), gefolgt von Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 5028) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 700), die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts vollständig beglichen waren. c) Finanzlage Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 7.042 (Vorjahr: TEUR 4.510). Die Eigenkapitalquote der Palladio GmbH liegt bei 46,5 % (VJ 49,3%). Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 waren stets ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war somit ganzjährig geordnet. d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Geschäftsentwicklung der Palladio GmbH lag im Jahr 2023 über den Erwartungen. Die Palladio GmbH hat im laufenden Geschäftsjahr die Umsätze gegenüber dem Vorjahr erneut steigern können. Die Steigerung resultierte neben Einmaleffekten aus erfolgsbezogenen Gebührenbestandteile aus dem organischen Wachstum des Kerngeschäfts und Ausweitung auf einiger Geschäftsbereiche. III. RisikoberichtAuch Aufgrund der Art der Leistungserbringung der Gesellschaft innerhalb der Palladio-Gruppe ist das Risikomanagement der Gesellschaft organisationsspezifisch und prozessorientiert aufgebaut. In einem Organisationshandbuch der Palladio Management GmbH, das in Teilen ebenfalls Anwendung für die Palladio GmbH findet, sind die Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie zur Kommunikation der Risiken dargestellt. Gemäß § 289 HGB hat die Gesellschaft insbesondere Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu betrachten. Die genannten Risikoarten wurden im abgelaufenen Berichtszeitraum gesamthaft als nicht geschäftsgefährdend bzw. nicht signifikant klassifiziert. 1) Preisänderungsrisiken Das Preisänderungsrisiko bezeichnet das Risiko finanzieller Verluste, die aus der Volatilität von Marktpreisen resultieren, insbesondere wenn sich die Einkaufs- oder Verkaufspreise von Gütern und Dienstleistungen unerwartet zu Ungunsten des Unternehmens entwickeln. In den bestehenden Dienstleistungsverträgen der Gesellschaft und der Palladio-Gruppe sind die Höhe und Anspruch auf feste sowie variable Vergütungskomponenten jeweils abschließend geregelt. Aufgrund der Langfristigkeit der unterliegenden Kundenverträge der Palladio-Gruppe wird das Preisänderungsrisiko für bestehende Verträge auf ein Minimum reduziert und als gering eingestuft. 2) Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko beschreibt die Gefahr finanzieller Verluste, die entstehen, wenn Vertragspartner ihren Zahlungs- oder Lieferverpflichtungen nicht nachkommen, was zu direkten Einbußen bei Forderungen, Finanzanlagen oder anderen finanziellen Vermögenswerten führt. Die Mehrheit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft ergibt sich aus Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften und deren Forderungen aufgrund langfristiger Verträge mit Institutionellen Kunden. Bankguthaben und Sichteinlagen werden gegenüber deutschen Instituten gehalten. Das Ausfallrisiko der Gesellschaft wird als gering eingestuft. 3) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass ablaufende Verpflichtungen gegenüber Dritten nicht planmäßig refinanziert oder beglichen werden. Dieses Risiko wird von der Gesellschaft als nicht signifikant eingestuft. Ein regelmäßiges Liquiditätsmonitoring sowie langfristig geschlossene Verträge im Rahmen des stabilen Geschäftsmodells machen die voraussichtlichen Zahlungsflüsse, abgesehen von extremen makroökonomischen Marktverwerfungen hinreichend planbar. 4) Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen umfassen die Gefahr finanzieller Unterdeckungen, die entstehen, wenn die zeitliche Verteilung oder die Höhe der tatsächlichen Ein- und Auszahlungen nicht mit den geplanten Zahlungsströmen übereinstimmen, wodurch die Liquidität und die finanzielle Flexibilität des Unternehmens beeinträchtigt werden können. Durch ein fortlaufendes und zukunftsorientiertes Liquiditätsmonitoring sowie die unter dem Liquiditätsrisiko beschriebenen Maßnahmen sind uns alle wesentlichen Zahlungsströme bekannt, wodurch das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen als gering eingestuft wird. Zusammenfassend ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die vorstehend dargestellten Risiken unter Berücksichtigung des Umfangs der Geschäftstätigkeit als überschaubar einzuschätzen sind und angemessen und wirksam überwacht werden. IV. Chancenbericht1) Marktpositionierung Die Palladio-Gruppe ist seit 2012 am Markt vertreten und hat sich innerhalb kurzer Zeit als unabhängiger Asset Manager im Bereich alternativer Anlageklassen in Deutschland etabliert. Aktuell bietet die Palladio-Gruppe institutionellen Investoren ein breites Spektrum an Dienstleistungen im Bereich Infrastruktur und Private Equity an. Die Tochtergesellschaft Palladio (Luxembourg) S.à r.l., ist innerhalb der Palladio-Gruppe für die Implementierung von Plattformlösungen und die Auflage weiterer Anlageprodukte zuständig. Dabei fungiert die Palladio GmbH konzernintern u.a. als Berater für ihre Luxemburger Tochtergesellschaft. Die Palladio (Luxembourg) S.à r.l. konnte im Berichtsjahr ihr Kapitalanlagevolumen durch Kundenzeichnungen bestehender und neuer Kunden erneut steigern. Mit ihrer Fokussierung auf die externe Anlageberatung von institutionellen Kunden am Standort in Deutschland und Luxemburg rundet die Palladio Management GmbH das Dienstleistungsspektrum innerhalb der Palladio Gruppe ab, um die unterschiedlichen Kundenanforderungen optimal abdecken zu können. Weiterhin fungiert die Palladio Management GmbH als Anlagevermittler für Kapitalanlageprodukte der Schwestergesellschaft Palladio (Luxembourg) S.à r.l.. Die Palladio Management GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 ein geringeres Anlageberatungsvolumen als im Vorjahr. Desinvestitionen reifer Portfolien konnten dabei nicht vollständig durch neue Investitionen kompensiert werden. Jedoch konnte ein im Jahr 2023 verhandelter Anlageberatungsvertrag für ein neues Mandat im Januar 2024 final unterzeichnet werden. In der Gesamtbetrachtung der Palladio-Gruppe konnte eine Erhöhung des Volumens an beratenen Kundenzusagen verzeichnet werden. Die jüngsten regulatorischen Anforderungen im Bereich ESG stellen Marktteilnehmer weiterhin vor neue Herausforderungen. Die Palladio-Gruppe hat die Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit in so gut wie allen Geschäftsbereichen weiter ausgebaut. Dazu gehören der Aufbau eines ESG-Reportings, die Integration aller Nachhaltigkeitsaspekte in unseren Investmentprozess sowie die Auflage eines Artikel 9-Infrastrukturfonds durch die Palladio (Luxembourg) S.à r.l. 2) Leistungsbilanz Die Palladio-Gruppe konnte im Rahmen ihrer Mandate durch sorgfältige Investmentauswahl ausgewogene Portfolien von hoher Qualität aufbauen, die sich durch eine positive Wertentwicklung oberhalb des Niveaus vergleichbarer traditioneller Anlageklassen auszeichnen. Auf dieser Basis konnte eine unverändert hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden. 3) Kundenstamm Der Kundenstamm der Palladio GmbH ist aufgrund der Position und Leistungserbringung innerhalb der Palladio-Gruppe im Wesentlichen unverändert. Die Palladio-Gruppe hingegen konnte in den vergangenen Geschäftsjahren einen stabilen institutionellen Kundenstamm aufbauen und kontinuierlich erweitern. 4) Mitarbeiter Der Palladio GmbH ist es gelungen, ein ausgewogenes, breites Team mit exzellenter Expertise im angebotenen Dienstleistungsspektrum aufzubauen. Im Jahr 2023 wurde das Team durch Neueinstellungen weiter verstärkt. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Teams soll auch die Basis für die fortlaufende Weiterentwicklung der Palladio GmbH, ihres Angebotsspektrums und der Optimierung der internen Abläufe gelegt werden. V. PrognoseberichtDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt von den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die westliche Energie-, Sicherheits- und Geldpolitik. Gestützt von dem hohen Investitionsbedarf im Infrastruktursektor sowie dem verglichen mit anderen Anlageklassen hohen Maß an Inflationsschutz, hielt das Interesse der Investoren an der Anlageklasse Infrastruktur weiterhin an. Allerdings haben die aktuellen geopolitischen Spannungen weiterhin die internationalen Finanzmärkte belastet. Das trotz nachlassender Inflation unverändert höhere Zinsniveau hat global zu rückläufigen Transaktionsaktivitäten geführt. Durch das gestiegene Zinsniveau ist bei einer Vielzahl von Investoren aufgrund des Denominatoreffekts ein Ungleichgewicht zwischen illiquiden und liquiden Vermögenswerten in ihren Portfolien entstanden, in deren Folge sich die Summe des investierbaren Kapitals verringert hat. Dieser Effekt hielt auch noch Ende 2023 an, auch wenn die Investitionstätigkeit der Anlageberatungsmandate im vierten Quartal 2023 wieder zugenommen hat. Aus heutiger Sicht können die Auswirkungen der aktuellen Entwicklung auf die Performance der investierten Assets nicht im Detail beurteilt werden, wobei sich die von der Palladio-Gruppe betreuten Portfolien als sehr resilient erwiesen haben. Dennoch ist bei einer anhaltend negativen Marktentwicklung nicht auszuschließen, dass sich bei den Vermögenswerten der von der Palladio-Gruppe verwalteten Portfolien, die zu einem Zeitwert bewertet werden, Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Infolgedessen können sich rückläufige Marktpreise negativ auf den Wert dieser Finanzanlagen auswirken und in geringeren Erträgen resultieren. Dies könnte auch zu einem vorübergehend negativen Effekt auf die Unternehmens-Ertragslage führen, auch wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, dass dies nur kurzfristig Einfluss auf eine langfristig steigende Profitabilität der Palladio GmbH hätte. Zum aktuellen Zeitpunkt sowie auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 sind jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Auch im Jahr 2024 soll der Kundenbestand der Palladio-Gruppe ausgeweitet und die Anlagevermittlungsaktivitäten auf Basis einer attraktiven Produktstrategie, z.B. in den Bereichen Energietransformation, auf hohem Niveau fortgeführt werden. Daneben ist zu erwarten, dass sich der im 4. Quartal 2023 verzeichnete moderate Anstieg der Investitionstätigkeit bei den Anlageberatungsmandaten fortsetzt. Auch wenn für das laufende Geschäftsjahr ein höherer laufender Umsatz prognostiziert wird, erwartet die Geschäftsführung gegebenenfalls geringere Umsätze aus erfolgsabhängiger Vergütung. Auch für die Jahre 2025 und 2026 geht die Geschäftsführung von einem Anstieg der laufenden Umsätze aus. Die Geschäftsführung prüft in regelmäßigen Abständen das Geschäftsmodell unter Berücksichtigung sich ständig verändernder Finanzmärkte und Marktbedingungen, um mit innovativen Strategien auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Daher sind wir zuversichtlich, im weiteren Geschäftswachstum an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen zu können. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen erwartet die Geschäftsführung der Palladio GmbH für das laufende Geschäftsjahr einen moderaten Anstieg der Investitionstätigkeit der Bestands- und Neukunden, während sich die Umsätze als wesentlicher Teil der Operativen Erträge insgesamt auf hohem Niveau, jedoch temporär leicht unterhalb des Niveaus von 2023 bewegen dürften.
Frankfurt, den 03.05.2024 Palladio GmbH Dr. Bernd Kreuter, Geschäftsführer Michael Rieder, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Palladio GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Palladio GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palladio GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 07.05.2024 WEDDING
& Cie. GmbH
Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer |
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