Roland Mills Ost GmbH & Co. KG
Selbe AdresseMahl- und Schälmühlen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heliodor Rawski seit 8.1.2026 | Prokura |
Fabian Maciejewski seit 3.9.2025 | Prokura |
Bernd Brenner seit 5.6.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Roland Mills United GmbH & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Roland Mills United GmbH & Co. KGBremenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns Die Roland Mills United-Gruppe ist ein Mühlenunternehmen mit Mühlenstandorten in Bremen, Bad Langensalza, Münster und Recklinghausen, an denen über eine Million Tonnen Weichweizen, Roggen, Durum und Dinkel vermahlen wird. Daneben gehört auch ein Logistikunternehmen sowie verschiedene auf die Weiterverarbeitung von Getreide spezialisierte Unternehmen zum Konzernverbund. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet laut Sachverständigenrat (Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023) die Aussichten für die Weltwirtschaft. Die daraus resultierende politische Unsicherheit führt zu drastisch steigenden und nachhaltig höheren Preisen für Rohstoffe und Energie. Die Ursache liegt in der Bedeutung der Ukraine und Russland als Hauptexporteur in diesen Segmenten. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie fielen zunehmend geringer aus, die Wirtschaftsleistung stieg um rd. 2,9 % im Vergleich zu 2020. Die Risiken aus der Unterbrechung von Lieferketten jedoch waren in einzelnen Branchen bereits zu erkennen. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um 1,8 % steigt. Für das Jahr 2023 ist dann ein Anstieg um 3,6 % zu erwarten (Stand März 2022). Die geerntete Brotgetreidemenge verminderte sich laut Statistischem Bundesamt in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 %. Obwohl die Anbauflächen des Winterweizens gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt wurden, ist die Erntemenge, vor allem witterungsbedingt, gesunken. Die geernteten Qualitäten, insbesondere beim Weizen liegen im Mittel deutlich unter dem Vorjahr. Die unterdurchschnittliche Ernte mit extrem heterogenen Qualitäten in Deutschland, vor allem schlechte Ernten in wichtigen Anbauregionen in der Welt, führten zu deutlich erhöhten Rohstoffpreisen. Die Vermahlungsmenge der deutschen Mühlen hat sich im Getreidewirtschaftsjahr 2020/2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ca. 2,7 % vermindert. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Weichweizen-Mahlerzeugnissen, Roggenmehlen und -schroten ist bei leicht rückläufiger Bevölkerungszahl um ca. 1,7 % zurückgegangen. Geschäftsverlauf 2021 Das Geschäftsjahr 2021 ist durch im 2. Halbjahr 2021 stark gestiegene Energiekosten und Logistikkosten negativ beeinflusst. Weiterhin negativ wirkten sich die Qualitätsschwankungen aus der neuen Ernte aus. Hier mussten Qualitätsdefizite durch Zukäufe zu hohen Preisen ausgeglichen werden. Die Vermahlungsmenge der Roland Mills United-Gruppe lag mit 1,16 Millionen Tonnen um 0,1 Millionen Tonnen unter der geplanten Vermahlung, da sich die Inbetriebnahme der Weichweizenmühle in Bad Langensalza um ca. 6 Monate verzögerte. Die Versorgung unserer Kunden konnte durch unsere eigenen Mühlenstandorte Bremen, Recklinghausen und Münster sowie durch Zukäufe von anderen Mühlen jederzeit sichergestellt werden. Betriebswirtschaftliche Darstellung der Ertragslage
Das Betriebsergebnis liegt mit -0,5 Mio. EUR um 5,3 Mio. EUR unter dem bereinigten Vorjahresbetriebsergebnis. Laut Gewinn- und Verlustrechnung stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Mio. EUR auf 330,2 Mio. EUR, insbesondere aufgrund rohstoffbedingt höherer Absatzpreise. Die Absatzmenge war im Vergleich zum Vorjahr ca. 4 % niedriger. Die verminderten Absätze sind zurückzuführen auf die schwache Konjunktur im 1. Halbjahr 2021 und auf Marktauseinandersetzungen durch Auslastungsdefizite in der Mühlenwirtschaft. Das Rohergebnis verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zur Gesamtleistung) stieg von 79 % im Vorjahr auf 81 % im Berichtsjahr. Der Anstieg resultiert aus der schlechteren Ausbeute und erntebedingten Qualitätsmängeln des Getreides. Die bezogenen Leistungen stiegen um 4,0 Mio. EUR insbesondere auf Grund der im IV. Quartal 2021 extrem gestiegenen Energiekosten. Das Konzernergebnis ist durch die Vollkonsolidierung der Roland Beans GmbH mit 0,6 Mio. EUR belastet. Auf den Minderheitsgesellschafter der Roland Beans GmbH entfällt ein Ergebnisanteil von 30 % (0,2 Mio. EUR). Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres nach Steuern beträgt in 2021 0,093 Mio. EUR und liegt damit deutlich unterhalb der Vorjahresprognose. Produktion und Investitionen Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen mit 2,4 Mio. EUR auf die ERP-Software sowie mit 0,6 Mio. EUR auf den aus der Erstkonsolidierung der Roland Beans GmbH entstandenen Geschäfts- und Firmenwert. In das Sachanlagevermögen wurden im Jahre 2021 Investitionen in Höhe von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,4 Mio. EUR) getätigt. Der überwiegende Teil entfällt auf die infolge des Brandes neuangeschaffte Weizenmühle am Standort Bad Langensalza (Mühle 2) und auf eine neue Dinkelschälung am Standort Bremen. Auch an den anderen Standorten wurde weiter in die Modernisierung unserer Mühlenanlagen investiert, um den Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und die Produktqualität gerecht zu werden. Sonstige Entwicklungen im Geschäftsjahr In der Kundenstruktur von Roland Mills United hat es keine nennenswerten Veränderungen gegeben. Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2021 472 Mitarbeiter beschäftigt, davon 348 gewerbliche Mitarbeiter und 124 Angestellte. Die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise führten zu einem erhöhten Finanzbedarf. Diesen erhöhten Finanzbedarf konnten wir mit unseren Hausbanken und Gesellschaftermitteln decken. Die Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur ist abgeschlossen und zusätzliche finanzielle Mittel wurden durch die Gremien unserer Hausbanken im Juni 2022 genehmigt. III. Darstellung der Lage Das Anlagevermögen in Höhe von 60,2 Mio. EUR macht 56,0 % des Gesamtvermögens aus. Davon entfallen 53,6 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen, 3,6 Mio. EUR auf die Finanzanlagen und 3,0 auf immaterielle Vermögensgegenstände. Das Anlagevermögen ist zu 91,6 % durch Konzerneigenkapital in Höhe von 55,2 Mio. EUR gedeckt. Das Umlaufvermögen ist mit 46,9 Mio. EUR bzw. 43,7 % an der Bilanzsumme beteiligt. Hiervon betreffen 6,0 % die Kundenforderungen, 67,5 % die Vorräte und 14,1 % die sonstigen Vermögensgegenstände. Die liquiden Mittel haben mit 3,6 Mio. EUR einen Anteil von 3,3 % an der Bilanzsumme. Aus der operativen Tätigkeit erzielte der Konzern einen positiven Cashflow von TEUR 2.532. Aus der Investitionstätigkeit erzielte die RMU-Gruppe einen negativen Cashflow in Höhe von TEUR 12.194. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR 6.442. Der Finanzmittelfonds (Kassenbestand abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) der RMU-Gruppe reduzierte sich in Folge der extrem gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise im Berichtsjahr um EUR 16,7 Millionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 6,2 Mio. EUR aufgebaut. Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten in Folge der gestiegenen Rohstoffpreise um 7,8 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft 55,2 Mio. EUR, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 51,4 %. Die Gesamtleistung beträgt 331,4 Mio. EUR und hat sich zum Vorjahr um 13,3 Mio. EUR erhöht. Dem steht ein Materialaufwand von 282,0 Mio. EUR gegenüber, so dass ein Rohertrag von 49,4 Mio. EUR bzw. 14,9 % (im Vorjahr: 55,1 Mio. EUR bzw. 17,3 %) erwirtschaftet wurde. Das EBITDA beträgt 7,0 Mio. EUR bzw. 2,11 % (im Vorjahr: 20,6 Mio. EUR bzw. 6,5 %) der Gesamtleistung. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen verbleibt ein EBIT von 1,1 Mio. EUR bzw. 0,03 % (im Vorjahr: 14,9 Mio. EUR bzw. 4,7 %) der Gesamtleistung. Nach Abzug des Finanzergebnisses, der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der Sonstigen Steuern ergibt sich schlussendlich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 0,093 Mio. EUR (im Vorjahr: Konzernjahresüberschuss in Höhe von 11,97 Mio. EUR). IV. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung a) Risikobericht Absatzmarkt Die auch zukünftig in der Mühlenwirtschaft bestehenden Kapazitätsreserven können aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität nach wie vor zu einem verstärkten Preis- und Margendruck führen. In steigenden Einkaufspreisen für Getreide, die nicht zeitnah an Kunden weitergegeben werden können, sowie in dem weiter fortschreitenden Konzentrationsprozess im Lebensmitteleinzelhandel und im Backgewerbe mit der sich dadurch verstärkenden Marktmacht liegen weitere Risiken. Aufgrund des unsicheren Fortgangs des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sowie der Corona-Pandemie erwarten wir keine signifikanten Absatzrisiken. Beschaffungsmarkt Der wesentliche Kostenblock in der Müllerei und damit ein großes Risiko liegt im Getreideeinstand und den stark volatilen Getreidemärkten. Bei einem Anteil der Rohstoffkosten von etwa 80 % an den Gesamtkosten ist es entscheidend für das Unternehmensergebnis, ob Mehlkontrakte an den Kassamärkten oder den Warenterminbörsen gedeckt werden. Roland Mills United verfolgt die Strategie, an den Märkten nicht zu spekulieren. Alle offenen Positionen werden unmittelbar glatt gestellt, da Spekulationsverluste mit den niedrigen Mühlenmargen nicht ausgeglichen werden können. Bei den weiter zu erwartenden stark volatilen Getreidemärkten erscheint das Risiko einer anderen Strategie als nicht tragbar. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führt zu erheblichen Engpässen in der Rohstoffversorgung, dies betrifft sowohl Getreide als auch Energie. Die Roland Mills-Gruppe bezieht kein Getreide direkt aus der Ukraine oder Russland und hat mit Händlern ausschließlich Ware mit dem Ursprung "aus der EU" gehandelt. Somit ist die Versorgung unserer Mühlen jederzeit sichergestellt. Coronabedingte Lieferengpässe im Rohstoffbereich sind aufgrund der internationalen Bezugsquellen nicht zu erwarten. Den Strombedarf des Jahres 2022 haben wir zu ca. 80 % bereits am Terminmarkt gedeckt. Weiterhin haben wir Termingeschäfte für die Jahre 2023 und 2024 über ca. 74 % des Strombedarfes bereits abgeschlossen, so dass die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleistet ist. Schadensrisiken Zu den wesentlichen Schadensrisiken gehören Feuer, Explosion, Produktschaden sowie Produkt- und Umwelthaftpflichtschäden. Für diese Schadensrisiken hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, die regelmäßig überprüft werden. Durch externe Revisionen sowie regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten wird die betriebliche Sicherheit auf hohem Niveau gewährleistet. Durch die vier verschiedenen Mühlenstandorte können wir die Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden sicherstellen. Das Krisenmanagement der RMU-Gruppe hat sich bei der Bearbeitung des Schadensereignisses in Bad Langensalza als funktionsfähig erwiesen. Alle Kunden konnten durch die anderen Mühlenstandorte und in geringem Maße durch Zukäufe von anderen Mühlen versorgt werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt. Im Falle einer Absicherung gegen diese Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem minimiert das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen. Ein erhöhtes Ausfallrisiko vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird nicht gesehen. Die von unserer Warenkreditversicherung gewährten Limits bilden die Basis für die Kundengeschäftsbeziehung und diese werden ohne wesentliche Einschränkungen gezeichnet. Nach Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur in 2022 gewährleistet der zur Absicherung des Liquiditätsrisikos mit den finanzierenden Banken abgeschlossene Multibankrahmenkreditvertrag zusammen mit dem Forderungsverkauf im Rahmen einer ABS Transaktion die Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten. Fremdwährungsrisiken Der Konzern übt seine Tätigkeit überwiegend im europäischen Raum aus. Für Exporte in Nicht-Euroländer werden die dabei entstehenden Währungsrisiken teilweise durch derivative Sicherungsgeschäfte begrenzt. Investitionen Die Müllerei ist ein sehr kapitalintensives Gewerbe. Investitionen müssen über einen langen Zeitraum abgeschrieben werden. Entscheidungen über Investitionen sind durch den hohen Kapitaleinsatz und die langfristige Bindung des Kapitals regelmäßig mit Chancen und Risiken behaftet. Chancen der künftigen Entwicklung Die grundsätzliche Lage unserer Standorte in Bezug auf die Getreideversorgung und die Distanz zu den Kunden garantiert eine hohe Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zum Marktumfeld. Darum erwarten wir für die Zukunft entsprechend positive Ergebnisse. Im Jahr 2019 wurde mit unserem Partner FAVA-TRADING GmbH & Co. KG das Joint-Venture Roland Beans GmbH gegründet. In 2021 wurden zusätzliche 20 % der Anteile durch die Roland Mills United GmbH & Co. KG erworben. Zweck dieser Tochtergesellschaft ist die Vermarktung von prozessierten Leguminosen. Leguminosen sind sehr proteinhaltig und in fast allen Bereichen der Lebensmittelproduktion vielseitig einsetzbar. Wir erhoffen uns mit dem Eintritt in diesen stetig wachsenden Markt zur Diversifikation des Portfolios der RMU-Gruppe beizutragen. b) Prognosebericht Aufgrund der langfristigen Abschlüsse mit einem Großteil der Kunden unserer Gruppe, sind unvorhersehbare Kostenentwicklungen nicht immer zeitnah umzusetzen. Im Laufe des Jahres werden alle relevanten Kostenentwicklungen im Markt umgesetzt. Wir gehen im Jahr 2022 von stark schwankenden Getreidemärkten aus. Für das kommende Geschäftsjahr planen wir - vor dem Hintergrund der extrem gestiegenen Energiekosten - mit einem negativen operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau.
Bremen, den 6. Juli 2022 ROLAND MILLS UNITED GMBH & CO. KG gez. Claas Schütte gez. Stephan Kill KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernergebnisverwendungsrechnung
Konzernanhang1. Allgemeine Angaben Die Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, hat als Mutterunternehmen den Konzernabschluss nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss des Vorjahres ist wesentlich geprägt durch die außerordentlichen Erträge aus der Schadensregulierung des Brandes an unserem Mühlenstandort in Bad Langensalza. Die Darstellung der wesentlichen Effekte und eine Anpassung der Ertragslage zur Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss 2021 erfolgt im Rahmen der Lageberichterstattung. Die Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen im Handelsregister unter HRA 23264 HB eingetragen. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, als Muttergesellschaft folgende Tochterunternehmen einbezogen, da eine Stimmrechtsmehrheit besteht:
Die folgenden Unternehmen werden nach der Buchwertmethode at equity in den Konzernabschluss einbezogen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Stichtag des Konzernabschlusses und Abschlussstichtag der einbezogenen Konzernunternehmen ist der 31. Dezember 2021. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bis 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnungen der Buchwerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Erstkonsolidierungen von Tochterunternehmen für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, erfolgen gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2004. Abweichend hiervon erfolgte die Erstkonsolidierung der MillEx Logistics GmbH, Bad Langensalza, zum 31. Dezember 2006, der Ranks Meel B.V., Ameide/ Niederlande, zum 1. Mai 2008 und der Ranks Beheer B.V., Uithuizermeeden/Niederlande, zum 1. Mai 2008. Die Roland Mills United Verwaltungs-GmbH, Bremen, ist 2012 erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden. Die Hansa Mehl GmbH, Bremen, wurde in 2016 erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die VESTA Agrarhandel GmbH, Recklinghausen, ist als Tochterunternehmen erstmalig in den Konzernabschluss 2020 einbezogen worden Mit Kaufvertrag vom 28.06.2021 hat die Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, weitere 20 % der Anteile an der Roland Beans GmbH, Bremen, erworben und hält dementsprechend 70 % der Anteile an der Gesellschaft. Der Übergang der Kaufanteile erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2021. Die Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse 2021 und 2020 ist durch die Erstkonsolidierung nicht wesentlich eingeschränkt. Aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Roland Beans GmbH, Bremen, ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 621, der über eine Laufzeit von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Im Übrigen ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung und wurden deshalb nicht eliminiert. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Einzelabschlüssen an. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen bei beweglichen Gegenständen in der Regel degressiv unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Der Übergang auf die lineare Methode erfolgt in dem Jahr, in dem der lineare Abschreibungsbetrag den degressiven übersteigt. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben, soweit kein außerplanmäßiger Wertminderungsbedarf besteht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit in den Aufwand gebucht werden. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem assoziierten Unternehmen besteht in Höhe des anteiligen negativen Eigenkapitals (TEUR 3) ein Unterschiedsbetrag zum Buchwert des assoziierten Unternehmens im Konzernabschluss. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu ihren durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Der verlustfreien Bewertung wird unter Verwendung der retrograden Methode Rechnung getragen. Dabei wurden von den durchschnittlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten sowie für Gewinn vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennbeträgen unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für erkennbare Risiken bewertet. Außerdem sind Pauschalwertberichtigungen für das allgemeine Kredit- und Zinsrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Derivative Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Warentermingeschäfte und Swaps, werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Preisrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Die gesicherten Grundgeschäfte werden einzeln bewertet, sofern die zulässige Bildung von Bewertungseinheiten unterbleibt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bewertet. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden bereits gezahlte zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit-Credit-Methode bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,87 % p.a. der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bei den erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen werden neben dem reinen Gehaltstrend auch eine erwartete Inflationsrate und ein Karrieretrend einbezogen. Den Berechnungen liegen eine Anwartschaftsdynamik von 1,00 % p. a. und eine Rentendynamik von 0,00 % p. a. bzw. 3,00 % p. a. sowie die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 77. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs- und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in den Handels- und Steuerbilanzen der konsolidierten Gesellschaften, auf Konsolidierungsvorgänge und auf ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge berechnet. Steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit berücksichtigt, wie ihre Realisierbarkeit in den nächsten fünf Jahren erwartet wird. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung und die Zusammensetzung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt. Der Zugang zum Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens und wird mangels verlässlicher Schätzbarkeit über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Für die Ausleihungen an assoziierte Unternehmen wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung über TEUR 300 aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des assoziierten Unternehmens ausgesprochen. Da es sich nach Einschätzung der Geschäftsführung nur um eine vorübergehende Wertminderung handelt, ist eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert nicht vorgenommen worden. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 31.047 im Rahmen von Asset Backed Securities-Transaktionen an eine Zweckgesellschaft veräußert worden und werden dementsprechend nicht aktiviert. Die Transaktionen dienen der Verbesserung der Liquidität und der Kapitalstruktur. Das Forderungsausfallrisiko geht auf die Zweckgesellschaft über. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden unter dem Posten "Sonderposten für Investitionszuwendungen" ausgewiesen und über die Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstands ertragswirksam vereinnahmt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Globalzessionen gesichert. Aus Zeitunterschieden zwischen Zahlungseingängen von Debitoren und Abrechnungen im Rahmen der ABS-Transaktionen ergibt sich ein innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesener Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 5.596 (Vorjahr: TEUR 931). Die latenten Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen am Abschlussstichtag gültigen Steuersatz (Gewerbesteuer) von 15,54 % bewertet. Die gebildeten latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aufgrund positiver Ergänzungsbilanzen von Gesellschaftern (aktive latente Steuern), aufgrund steuerlicher Rücklagenbildung (passive latente Steuern) sowie aufgrund erfolgter Konsolidierungsmaßnahmen. Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgte verrechnet gemäß §§ 306, 274 Absatz 1 HGB, im Berichtsjahr werden TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 830) passive latente Steuern ausgewiesen. Die latenten Steuersalden veränderten sich in 2021 wie folgt:
6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Bereiche:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 2.805 aus Versicherungserstattungen für Brandschäden. Es bestehen daneben periodenfremde Erträge im Wesentlichen aufgrund von Nachbelastungen auf Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 340 und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 131. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 49 aus der Ausbuchung von Forderungen für alte Geschäftsjahre. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die Sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Erträge aufgrund voraussichtlicher Steuererstattungen für Vorjahre von insgesamt TEUR 13. Die Zinsaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 5 entsprechende Nachzahlungszinsen nach § 233a AO. 7. Nachtragsbericht Zu den Auswirkungen aufgrund des unsicheren Fortgangs des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der Corona-Pandemie sowie zu wesentlichen im Jahr 2022 vorgenommenen Finanzierungsmaßnahmen wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. 8. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von EUR 2.400.000,00. Derivative Finanzinstrumente werden, soweit sie nicht Gegenstand einer Bewertungseinheit sind, nach der Mark-to-Market-Methode bewertet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch und werden nur zu marktüblichen Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss voll einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres betrug:
Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr setzt sich zusammen aus Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 106), anderen Bestätigungsleistungen (TEUR 52) und Steuerberatungsleistungen (TEUR 78). Nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Forderungsverkäufen im Rahmen von Asset Backed Securities (ABS)-Transaktionen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den Folgejahren zu zahlenden Beträge aus Miet- und Leasingverhältnissen auf TEUR 2.247. Hiervon sind TEUR 1.080 innerhalb eines Jahres fällig. Die Geschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation. Dies sind zugleich wesentliche Vorteile der Geschäfte. Weitere Vorteile bestehen in den kurzen Vertragsbindungen. Risiken liegen in den unkündbaren Grundmietzeiten sowie in den höheren Refinanzierungskosten. Die Forderungsverkäufe betragen zum Bilanzstichtag TEUR 31.047. Die Forderungsverkäufe dienen ebenfalls der Verbesserung der Liquidität und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Zweckgesellschaft über. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Roland Mills United Verwaltungs-GmbH, Bremen, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 50.000,00. Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin waren bzw. sind zurzeit:
Mitglieder des Verwaltungsrats waren im Geschäftsjahr:
Für seine Tätigkeit erhielt der Verwaltungsrat im Geschäftsjahr 2021 Vergütungen von TEUR 78. Der Finanzmittelfonds der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich aus den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Die Angaben zum Anteilsbesitz werden in einer gesonderten Aufstellung gemacht. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Die folgenden Kommanditgesellschaften sind in den Konzernabschluss der Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, einbezogen worden:
Diese Gesellschaften sind daher gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch:
Bremen, den 6. Juli 2022 MillEx Logistics GmbH, Bad Langensalza Roland Mills West GmbH, Recklinghausen gez. Claas Schütte, Geschäftsführer gez. Stephan Kill, Geschäftsführer Weitere Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 24. Mai 2022 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Aufstellung des AnteilbesitzesZum 31. Dezember 2021 war die Gesellschaft an folgenden Gesellschaften unmittelbar bzw. mittelbar beteiligt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Roland Mills United GmbH & Co. KG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 6. Juli 2022 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Wagener, Wirtschaftsprüfer gez. Stuntebeck, Wirtschaftsprüfer |
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