NETYO Consulting UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Shovan Kumar Ghosh seit 10.10.2024 | Prokura |
Christoph Grass seit 8.7.2024 | Geschäftsführer |
Christian Klein seit 21.5.2024 | Prokura |
Patrick Kaminsky seit 11.1.2018 | Geschäftsführer |
Sven Brückner seit 19.6.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GKW Consult GmbH (vormals: Tractebel GKW GmbH)MannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023InhaltsverzeichnisBilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangl. Allgemeines Der vorliegende Jahresabschluss der GKW Consult GmbH (Amtsgericht Mannheim HRB 5700) wurde gemäß 88 242 ff. HGB und 88 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgen die Wertangaben im Anhang in Tausend Euro. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften dieser Größenklasse erstellt. Im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. GuV-Rechnung anzubringenden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang aufgeführt. In dem Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 21. März 2023 bestand zwischen der GKW Consult GmbH, Mannheim und der Lahmeyer Holding GmbH, Bad Vilbel, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. In diesem Zeitraum existierte zwischen der GKW Consult GmbH, Mannheim (Organgesellschaft) und der Lahmeyer Holding GmbH, Bad Vilbel (Organträgerin) eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Aufgrund des Gesellschafterwechsels am 21. März 2023 (siehe auch unter "Sonstige Angaben" - "Gesellschafter und Beherrschung") wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der Lahmeyer Holding GmbH mit Wirkung zum 21. März 2023 außerordentlich gekündigt. Il. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Unter der Annahme der Unternehmensfortführung, auf die im weiteren Verlauf dieses Anhangs unter Erläuterungen zur Bilanz eingegangen wird, sind die Vermögensgegenstände und Schulden nach den folgenden Grundsätzen bewertet worden. Diese Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind mit Ausnahme der erfolgten Änderungen bei der Bilanzierung und Bewertung der unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden analog 8 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben. Bis zum Geschäftsjahr 2022 wurden die im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Projektverträgen der Gesellschaft erbrachten unfertigen Leistungen mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung der direkt zurechenbaren Kosten bewertet. Aus Vereinfachungsgründen wurde hierbei eine retrograde Ermittlung der unfertigen Leistungen vorgenommen, indem die Auftragswerte der Projekte in das Verhältnis zu den bereits gestellten Rechnungen gesetzt und die sich auf dieser Basis ergebende Ist- Marge ins Verhältnis zur Plan-Marge des Projektes gesetzt wurde. Sofern die Ist-Marge kleiner war als die Planmarge, wurden unfertige Leistungen bilanziert. War die Ist-Marge größer als die Planmarge wurden Rückstellungen für ausstehende Projektkosten gebildet. Hierbei wurde vereinfachend unterstellt, dass es sich bei den abgeschlossenen Projektverträgen im Wesentlichen um Verträge mit Werkvertragscharakter handelte. Dennoch wurde die geplante Projektmarge bereits anteilig ertragswirksam bilanziert. Mit Eingliederung der Gesellschaft in die GFA-Gruppe wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der GFA-Gruppe übernommen. Diese sehen keine vereinfachende retrograde Bilanzierung und Bewertung der Projektleistungen vor. Vielmehr wird auf die dokumentierte tatsächlich erbrachte Leistung anhand der vorliegenden Projektdokumentation abgestellt. Die bestehenden Verträge wurden vor diesem Hintergrund detailliert analysiert und hinsichtlich der unterschiedlichen Leistungstypen (Werkoder Dienstvertrag) sowie der dokumentierten Projektleistung im Detail betrachtet. Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Projektverträge beinhalten sehr unterschiedliche und ineinander übergehende Projektkomponenten. Nach detaillierter Analyse wurde festgestellt, dass die Mmittlerweile abgeschlossenen Verträge überwiegend einen Dienstleistungscharakter haben, so dass die bisherige bilanzielle Abbildung der Projektleistungen nicht mehr sachgerecht erschien. Die Bilanzierung wurde daher angepasst und abweichend zur Vergangenheit werden keine unfertigen Leistungen mehr innerhalb des Vorratsvermögens ausgewiesen, sondern analog der Bilanzierungspolitik der GFA-Gruppe, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die im Vorjahr in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 5.365 wurden einschließlich der mit ihnen verrechneten erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 35 in voller Höhe in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Veränderungen der abgegrenzten Leistungen der Gesellschaft werden somit zukünftig nicht mehr als Bestandsveränderung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung < ausgewiesen, sonderm _ als _Materialaufwand. Die im Vorjahresabschluss ausgewiesene Bestandsveränderung in Höhe von TEUR 487 wurde aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit ebenfalls in den Materialaufwand umgegliedert. Darüber hinaus führte eine gegenüber den Vorjahren deutlich vorsichtigere Bewertungsmethodik zu einer wesentlichen Abwertung der im Vorjahr in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen in Höhe von rund TEUR 3.400, die das Ergebnis der Gesellschaft in entsprechender Höhe deutlich belastet hat. Zudem werden in den Projektaufwendungen ab dem Geschäftsjahr 2023 auch die projektbezogenen Reisekosten der Mitarbeitenden der GKW ausgewiesen, die im Geschäfts-jahr 2022 noch innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Der gesetzliche Vertreter ist der Überzeugung, dass die gegenüber dem Vorjahr geänderten und deutlich vorsichtigeren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu einem besseren Bild der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Ansprüche aus erbrachten Dienstleistungen, bei denen die Abrechenbarkeit gemäß Vertrag zum Bilanzstichtag noch nicht gegeben ist, werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Abgrenzung dieser Dienstleistungen zum Bilanzstichtag erfolgt zu den vertraglich vereinbarten Honorarsätzen und den abrechenbaren Reise- und Sachkosten. Die Projektdeckungsbeiträge werden somit periodengerecht erfasst. Erhaltene Anzahlungen, die auf bereits erbrachte Leistungen der Gesellschaft entfallen, wurden projektbezogen mit den für die erbrachten Leistungen aktivierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Die Saldierung betrug per 31. Dezember 2023 TEUR 1.275 (Vj. TEUR 35 im Bereich der unfertigen Leistungen). Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertmethode) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen wurde gem. 8253 Abs.2 Satz 2 HGB pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vj. 1,78%) verwendet. Da es keine aktiven Leistungsanwärter gibt, wurden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen sowie die erwartete Fluktuation nicht berücksichtigt. Rentensteigerungen wurden hingegen mit 2,25% (Vj. 2,27%) bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 22). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Euro-Mittelwert am Entstehungstag. Die Wertansätze für langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten erfolgen zum MNiederst- bzw. Höchstwert. Die Bewertung kurzfristiger Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sowie Bankguthaben mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Il. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklundges Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagespiegel dargestellt, der einen integralen Bestandteil des Anhangs bildet und diesem als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 624 (Vj. TEUR 777) noch nicht fällige Sicherheitseinbehalte, deren Restlaufzeit sich nach der Laufzeit der korrespondierenden Projekte richtet. Ein Großteil der Forderungen aus Sicherheitseinbehalten wird faktisch eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen. Darüber hinaus enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ansprüche aus erbrachten Dienstleistungen (TEUR 1.716, Vj. TEUR 412), bei denen die Abrechenbarkeit gemäß Vertrag zum Bilanzstichtag noch nicht gegeben ist und die damit rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die mit den jeweiligen Verbindlichkeiten saldierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 87 (Vj. TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen in Höhe von TEUR 1.254 gegen die ehemalige Gesellschafterin Lahmeyer Holding GmbH, Bad Vilbel ausgewiesen, die aus Verlustausgleichsansprüchen zzgl. Zinsen für das Geschäftsjahr 2022 aufgrund des bis zum 21. März 2023 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag resultieren. In den sonstigen Vermögensgegenständen haben die Kautionen in Höhe von insgesamt TEUR 107 (Vj. TEUR 108) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 22). Dieser ist nach 8 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von TEUR 1.103 (Vj. TEUR 1.106) wurde der Jahresabschluss aufgrund der zu erwartenden zu-künftigen Zahlungsfähigkeit unter Annahme von Going Concern aufgestellt. Hinsichtlich weiterführender Erläuterungen wird auf den Lagebericht verwiesen, insbesondere auf die Erläuterungen zur Finanzlage und den Abschnitt "Liquiditätsrisiken" 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
Die Restlaufzeiten der erhaltenen Anzahlungen richten sich nach dem Projektfortschritt und können daher nicht eindeutig ermittelt werden. Ein erheblicher Teil der erhaltenen Anzahlungen wird aber durch eine Vielzahl an Langzeitprojekten faktisch eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aufgrund einer Darlehensinanspruchnahme bei der GFA Consulting Group GmbH in Höhe von TEUR 922. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestanden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber des damaligen verbundenen Unternehmens Tractebel Engineering GmbH in Höhe von TEUR 10.341. Im Rahmen des Erwerbs durch die GFA Holding erfolgte ein Darlehensverzicht über TEUR 1.100. Darüber hinaus erfolgte mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ein weiterer Darlehensverzicht mit Besserungsschein seitens der GFA Holding über TEUR 3.100. Der in der Verzichtserklärung vereinbarte Besserungsschein sieht vor, dass die Verbindlichkeit bei der GKW in dem Zeitpunkt und in der Höhe wieder auflebt, in dem bzw. in der ein Jahresüberschuss in einem der folgenden Geschäftsjahre erzielt wird und somit eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Lage vorliegt. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GFA Holding AG aus Darlehensverpflichtungen von TEUR 6.141. Die mit den jeweiligen Forderungen (TEUR 87) saldierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 335 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 97 (Vj. TEUR 964) ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die GKW Consult GmbH erwirtschaftet im Wesentlichen Umsatzerlöse im Ausland. Es wird von der Erleichterung gem. $& 288 Abs. 2. S. 1 Gebrauch gemacht. 2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand Innerhalb des Materialaufwandes werden Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von TEUR 3.400 aufgrund der gegenüber dem Vorjahr geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zu den unfertigen Leistungen im Kapitel "Bilanzierungsund Bewertungsmethoden". 4. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 28) enthalten. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 733 (Vj. TEUR 50). Diese sind hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Aufwendungen in voller Höhe als Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung zu klassifizieren sind. Wechselkursverluste sind in Höhe von TEUR 1.152 (Vj. TEUR 458) angefallen und sind somit in 2023 höher als die Wechselkursgewinne. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 0 (Vj. TEUR 133 ggü. Tractebel) verbundene Unternehmen. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 8) die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und in Höhe von TEUR 425 (Vj. TEUR 172 ggü. Tractebel) verbundene Unternehmen. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag V. Sonstige Angaben Die Gesellschaftsanteile wurden bis zum 21. März 2023 vollständig von der Lahmeyer Holding GmbH, Bad Vilbel, gehalten. Ab dem 21. März 2023 werden alle Gesellschaftsanteile vollständig von der GFA Holding AG, Hamburg, gehalten. Die Gesellschaft wurde im Rahmen der Transaktion von Tractebel GKW GmbH in GKW Consult GmbH umbenannt. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Lahmeyer Holding GmbH wurde beendet. 2. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt (Geschäftsführer):
Für die Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 262 (Vj. TEUR 265) gebildet. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Verweis auf 8& 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Mitarbeiterstruktur Es wurden im Jahr 2023 durchschnittlich 277 Mitarbeiter beschäftigt
4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen für die Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen bis zum Ende der Laufzeit dieser Verträge insgesamt TEUR 503 (Vj. TEUR 943). Davon ist ein Betrag in Höhe von TEUR 214 (Vj. TEUR 279) innerhalb eines Jahres fällig. 5. Honorare des Abschlussprüfers Das Honorar für die Jahresabschlussprüfung und die weiteren an den Abschlussprüfer gezahlten Honorare werden in die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr im Konzernanhang der Muttergesellschaft GFA Beteiligungs GmbH, Hamburg, einbezogen. 6. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31.Dezember 2023 der GFA Beteiligungs GmbH, Hamburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. 7. Nachtragsbericht# Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, ereignet. Mannheim, den 28. Juni 2024 GKW Consult GmbH
Patrick
Kaminsky
Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens Die GKW Consult GmbH ist ein weltweit tätiges Ingenieurunternehmen, das sich mit der Beratung, Planung und Bauleitung von Projekten der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung, der Abfalltechnik, des allgemeinen Wasserbaus, der allgemeinen Wasserwirtschaft, des Gewässerschutzes und der Agrartechnik beschäftigt. Die GKW Consult GmbH ist vornehmlich im Ausland in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig. Regionale Schwerpunkte der Tätigkeit befinden sich in Ost-Afrika, Maghreb (insbesondere Marokko und Tunesien) und Indien. Niederlassungen werden in Tansania, Bulgarien, Burkina Faso, Indien, Marokko, Peru, Pakistan, Jordanien und Tunesien unterhalten. Allgemeines Kunden der GKW Consult GmbH sind Institutionen der öffentlichen Hand, Privat- und Entwicklungsbanken (als Kunden oder als Finanziers) und in zunehmendem Maße Unternehmen der privaten Wirtschaft. Die internationale Entwicklungsarbeit wird durch nationale und internationale Finanzierungseinrichtungen koordiniert. Die Nachfrage nach den von der GKW Consult GmbH angebotenen Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen ergibt sich insbesondere durch den Nachholbedarf und den zukünftigen Ausbau im Wasserversorgungssektor in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Privatisierungen von Energie- und Wasserversorgungsunternehmen lösen weiterhin eine Nachfrage nach unseren Beratungsleistungen aus. Die Finanzierung von großen Infrastrukturprojekten durch die weltweit tätigen Entwicklungsbanken bei diesen Institutionen unterstützen die Geschäftstätigkeit der GKW Consult GmbH. Gesellschafter Die Gesellschaftsanteile wurden am 21. März 2023 vollständig von der Lahmeyer Holding GmbH, Bad Vilbel, an die GFA Holding AG, Hamburg, veräußert. Die Gesellschaft wurde im Rahmen der Transaktion in GKW Consult GmbH umbenannt und gehört seitdem zur GFAGruppe. Der bis zum 21. März 2023 bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der Lahmeyer Holding GmbH wurde außerordentlich gekündigt. Da das auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 21. März 2023 entfallende Jahresergebnis der Gesellschaft aufgrund eines Ertrags aus Forderungsverzicht von TEUR 1.100 insgesamt positiv war, hat die Lahmeyer Holding GmbH bereits in dem abgeschlossenen Kaufvertrag mit der GFA Holding AG auf die Durchführung des Ergebnisabführungsvertrags für den Zeitraum vom 1. Januar bis 21. März 2023 verzichtet. Vor diesem Hintergrund beträgt das Ergebnis aus der Ergebnisübernahme im Geschäftsjahr TEUR 0. 2. Wirtschaftsbericht Darstellung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die generelle Erholung der Weltwirtschaft von der durch das SARS-COV2 Virus ausgelöste Pandemie mit einem BIP-Wachstum von 3,2 % (Vorjahr: 3,35%) hat sich im Geschäftsjahr nicht positiv auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausgewirkt. Investitionen aus dem Bereich der Internationalen Entwicklungs- und Zusammenarbeit unterlagen wie im Vorjahr einer leichten Steigerung. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine führten an vielen Stellen zu einer Umwidmung von Mitteln in die Energiesicherheit, insbesondere bei der deutschen Industrie. Aus diesem Grund stagnierte die Nachfrage der Ingenieurdienstleistungen im privaten Wassersektor auf niedrigem Niveau. Es besteht ein Mangel an qualifiziertem Fachpersonal, insbesondere in den Bereichen Maschinen- und Elektrotechnik. Die Nachfrage nach den von GKW Consult GmbH angebotenen Ingenieurdienstleistungen im Internationen Bereich ist im Allgemeinen weiterhin hoch, viele Projekte sind aber verzögert worden. Dies sind zum einen Nachwirkungen der SARS-COV2 Pandemie, da in den stark betroffenen Jahren wenige Machbarkeitsstudien für neue Projekte durchgeführt wurden. Zum anderen verzögern die gestiegenen administrativen Prozesse und Anforderungen bei den Geberbanken die schnelle Vergabe von Ingenieurleistungen. Vorgenommene Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen Wir verweisen auf das Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023, in dem die im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen einschließlich der Ausweisanpassungen im Vorjahr im Detail erläutert werden. Wie dort beschrieben, weist die Gesellschaft abweichend zur Vergangenheit in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 keine Bestandsveränderung mehr aus, da auch die bislang innerhalb des Vorratsvermögens ausgewiesenen unfertigen Leistungen abweichend zur Vergangenheit in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert werden. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Die Gesamtleistung, die aufgrund der getätigten Ausweisänderung in den beiden Geschäftsjahren 2022 und 2023 den Umsatzerlösen entspricht, wurde für das Geschäftsjahr 2023 mit 13,0 Mio. EUR prognostiziert. Diese Prognose wurde mit 15,1 Mio. EUR deutlich übertroffen. Hintergrund für diese positive Abweichung gegenüber der Prognose im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 ist, dass mehr Projektleistungen abgerechnet werden konnten als wir dies erwartet hatten. Darüber hinaus wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein gegenüber 2022 reduzierter operativer Verlust erwartet. Das operative Ergebnis wird definiert als Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und bereinigt um die im Anhang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr dargestellten Erträge und Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung. Das operative Ergebnis stellt sich somit im Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 und im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Entgegen der Prognose konnte der um die Aufwendungen und Erträge außergewöhnlicher Bedeutung bereinigte operative Verlust des Geschäftsjahr 2023 nicht reduziert werden, sondern liegt mit TEUR 1.122 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Auf Basis der fortschreitenden Integration in die GFA-Gruppe wird für die kommenden Jahre mit einer stetigen Verbesserung des operativen Ergebnisses gerechnet. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zur Prognose für das Geschäftsjahr 2024. Geschäftsentwicklung, Auftragseingang- und UmsatzentwicklungInnerhalb der GKW Consult GmbH werden die verschiedenen Aufgabengebiete von den acht operativen Geschäftsbereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft & Regionale Entwicklung, Industriewasser, Regionalbereich Indien, Regionalbereich Lateinamerika, Regionalbereich Tansania und Regionalbereich Maghreb wahrgenommen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 15.088 (Vj. TEUR 13.415). Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 liegt deutlich unter dem Jahresumsatz und beträgt TEUR 10.126 (Vj. TEUR 12.742), und ist auch im Vergleich zum Vorjahr rückläufig; dies hängt mit den oben beschriebenen Verzögerungen von Projekten und Projektstarts zusammen. In 2024 wurden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bereits Zuschläge in Höhe von über TEUR 12.000 erteilt, so dass der gesetzliche Vertreter davon ausgeht, dass ab dem Geschäftsjahr 2024 die Auftragseingänge wieder deutlich über dem Niveau der Geschäftsjahre 2022 und 2023 liegen werden. Ertragslage Der Umsatz in Höhe von TEUR 15.088 (im Vorjahr 13.415) gliedert sich auf in die Bereiche Bauüberwachungsleistungen (51% bzw. TEUR 7.632) und Planungsleistungen (49% bzw. TEUR 7.455). Mit 29% (TEUR 4.341) tragen die Projekte aus dem Regionalbereich Indien zum Gesamtumsatz bei, dies ist somit der umsatzstärkste Bereich. Der Bereich Wasserversorgung (TEUR 3.766) und der Geschäftsbereich Regionale Entwicklung (TEUR 2.999) folgen mit 25% bzw. 20%. Der restliche Umsatz gliedert sich in den Bereich Abwasserentsorgung (TEUR 1.816), den Regionalbereich Maghreb (TEUR 1.199), den Bereich Industriewasser (TEUR 290), den Regionalbereich Lateinamerika (TEUR 398), East Africa (TEUR 159) sowie Sonstige (TEUR 117) auf. Die bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 1.800 um TEUR 744 über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Hintergrund für diesen Anstieg sind im Wesentlichen die um TEUR 695 gestiegenen Wechselkursgewinne. Diesem Anstieg stehen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 694 gestiegene Wechselkursaufwendungen entgegen. Hinsichtlich der dargestellten Bereinigungen in Höhe von TEUR 5.258 verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 zu den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die bereinigten Projektkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.386 und damit deutlich stärker als die Umsatzerlöse erhöht. Ursächlich für diese Margenverschlechterung ist neben der Abarbeitung einzelner margenschwacher Projekte auch die gegenüber den Vorjahren geänderte vorsichtigere Bilanzierungspolitik. Der aus der Bilanzierungsänderung resultierende Einmaleffekt auf die bereits per 31. Dezember 2022 bestehende Projektbewertung beträgt rund TEUR 3.400 und wurde in dieser Höhe bereinigt. Darüber hinaus werden in den Projektaufwendungen ab dem Geschäftsjahr 2023 auch die projektbezogenen Reisekosten der Mitarbeitenden der GKW ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2022 noch innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Die Personalaufwendungen reduzierten sich um 5,0% (TEUR 345) auf TEUR 6.513. Die Reduzierung resultiert insbesondere aus einer vom ehemaligen Konzernverbund in 2022 veranlassten Sonderzahlung in Höhe von TEUR 414, für die im Vorjahr aufwandswirksam Rückstellungen in entsprechender Höhe zu bilden waren. Die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen mit TEUR 3.612 trotz der bereits erwähnten um TEUR 694 gestiegenen Wechselkursaufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres. Hintergrund für diese Entwicklung sind die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 614 geringeren projektbezogenen Reisekosten der Mitarbeitenden der GKW, die ab dem Geschäftsjahr 2023 innerhalb der Projektaufwendungen ausgewiesen werden. Hinsichtlich der dargestellten Bereinigungen in Höhe von TEUR 733 verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das bereinigte EBITDA hat sich insbesondere infolge der gesunkenen Personalaufwendungen mit TEUR -523 um TEUR 260 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 405 verschlechtert. Hintergrund hierfür sind die an das veränderte Zinsumfeld angepassten Zinskonditionen des bestehenden Gesellschafterdarlehens. Das bereinigte operative Ergebnis betrug somit TEUR -1.122 und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das berichtete Ergebnis ist aufgrund der in 2023 erfolgten zwei Darlehensverzichtsverklärungen der Gesellschafter mit TEUR 3 knapp positiv. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.114 auf TEUR 12.270 verringert. Der deutlichen Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht eine Reduzierung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.109 entgegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 12.581 um TEUR 4.299 auf TEUR 8.282 verringert. Hintergrund des starken Rückgangs ist die Verringerung der in diesem Bilanzposten abgegrenzten noch nicht abrechenbaren Projektleistungen um TEUR 4.027. In Höhe von TEUR 3.400 ist dieser Rückgang auf die gegenüber dem Vorjahr veränderte Bewertungssystematik der in diesem Posten ausgewiesenen abgegrenzten Projektleistungen zurückzuführen. Wir verweisen auf die Ausführungen der Gesellschaft im Anhang für das Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus wird abweichend zum Vorjahr ein deutlich größerer Betrag der erhaltenen Anzahlungen mit den noch nicht abrechenbaren Projektleistungen verrechnet. Während im Vorjahr lediglich TEUR 35 erhaltene Anzahlungen mit den noch nicht abrechenbaren Projektleistungen verrechnet wurden, werden per 31. Dezember 2023 erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.275 mit den ausgewiesenen noch nicht abrechenbaren Projektabgrenzungen verrechnet. Unter Berücksichtigung dieses Effekts haben sich die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen noch nicht abrechenbaren Projektabgrenzungen um insgesamt TEUR 5.302 verringert. Die gegenüber den Mittelgebern bereits abgerechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.102 erhöht. Hintergrund hierfür sind einzelne wenige Projekte, bei denen die Mittelgeber aufgrund komplexer Abrechnungsmodalitäten erst mit großem Zeitverzug die gestellten Rechnungen begleichen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von TEUR 1.412 auf TEUR 0. Wesentlichen Einfluss hatten hier die Forderungen aus der Verlustübernahme der Vorjahre durch die Altgesellschafterin. Diese war per 31. Dezember 2023 noch nicht beglichen, wird aber aufgrund des Gesellschafterwechsels per 31. Dezember 2023 in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, die sich in entsprechender Höhe erhöht haben. Gegenläufig haben sich die in den sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesenen Steuererstattungsansprüche um TEUR 782 verringert. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 657 auf TEUR 769 erhöht. Hintergrund hierfür ist bei einem negativen operativen und einem negativen investiven Cashflow der positive Finanzierungcashflow, durch ein von der GFA-Gruppe gewährtes kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 922. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag liegt infolge des geringen Jahresüberschusses mit TEUR 1.103 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Überschuldungs-Quote (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) ist zum Stichtag aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 9,0% angestiegen (Vj. 6,4%) . Während die Rückstellungen für Pensionen mit TEUR 457 auf dem Niveau des Vorjahres liegen, haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 904 verringert. Hintergrund des Rückgangs sind um TEUR 492 gesunkene personalbezogene Rückstellungen sowie um TEUR 415 gesunkene abgegrenzte Projektkosten. Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund der bereits erläuterten höheren Verrechnung mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.236 gesunken. Die auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen liegen insgesamt mit TEUR 1.821 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.796). Die GKW Consult GmbH hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die laufende Betriebsmittelfinanzierung erfolgt konzernintern über die GFA Gruppe bzw. bis zum 21. März 2023 über die Tractebel Engineering GmbH. Die zum 31. Dezember 2022 hieraus resultierenden Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.341, die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden, haben sich in 2023 infolge von zwei Darlehensverzichtserklärungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.200 verringert. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Anhang für das Geschäftsjahr 2023. Unter Berücksichtigung der in 2023 neu gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 922 betragen die Finanzierungsverbindlichkeiten per 31. Dezember 2023 TEUR 7.063. Gesamtaussage Der Gesamtleistung des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 15.088 steht eine Gesamtleistung des Vorjahres in Höhe von TEUR 13.415 gegenüber. Das bereinigte operative Ergebnis liegt mit TEUR -1.122 auf dem Niveau des Vorjahres. Der gesetzliche Vertreter ist mit diesem Ergebnis nicht zufrieden, schaut aber aufgrund der fortschreitenden Integration in die GFA Gruppe und der damit verbundenen strukturellen und organisatorischen Veränderungen optimistisch in die Zukunft. Mittelfristig erwartet die Gesellschaft Gewinne und damit einen positiven operativen Cashflow. Dieser soll verwendet werden, um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag abzubauen und das konzerninterne Darlehen zurückzuführen. 3. Chancen- und Risikobericht Die GKW Consult GmbH war bis zum 21. März 2023 in das Risiko-Managementsystem der Tractebel Gruppe eingebunden. Im Rahmen des Verkaufs aller Gesellschaftsanteile an die GFA Holding AG, Hamburg - vgl. auch 1. Gesellschafter - wurden im Rahmen der Migration alle Risiko-Managementsysteme neu aufgesetzt. Ein wesentlicher Grund für die Veräußerung durch die Tractebel Gruppe war die Gruppenstrategie sich stärker auf bestimme Länder zu fokussieren. Die GFA-Gruppe hat das erklärte Ziel, einer der präferierten Partner der deutschen und europäischen Entwicklungs- und Zusammenarbeit weltweit zu sein. Dadurch ergibt sich mit der GKW Consult GmbH eine große Schnittmenge im Bezug auf Kunden und Regionen. Da die GFA-Gruppe bisher keine Ingenieurdienstleistungen angeboten hat, sondern vielmehr oftmals auf Subunternehmer in dem Bereich zurückgriffen hat, besteht auch keine gruppeninterne Konkurrenz, sondern vielmehr eine gruppeninterne Nachfrage nach den von der GKW angebotenen Leistungen, die das laufende Geschäft der GKW Consult ergänzt. Weiterhin sind die Projektsteuerungsprozesse der GFA-Gruppe auf Projekte im Internationalen Sektor fokussiert und passen somit gut zu den Projekten der GKW. Unabhängig vom Gesellschafter bearbeitet die GKW Consult GmbH einen international wachsenden Markt im Beratungsgeschäft mit unterschiedlichen Kundengruppen (Öffentliche Hand, Privatunternehmen, Entwicklungsbanken), die eine Risikostreuung der angenommenen Aufträge ermöglichen. Die Chancen der Gesellschaft werden im Ausbau von Marktpotentialen in Asien, dem mittleren Osten und Südamerika neben dem traditionell starken Afrikageschäft gesehen. Mit besonderen Wachstumschancen ist das internationale Consultinggeschäft für Infrastrukturdienstleistungen im Bereich Wasserver- und Entsorgung, Energie, Wasserkraft und Bewässerung in den Ländern Afrikas, des Nahen und Mittleren Osten sowie Asiens verbunden. Höhere Wachstumsraten dieser Länder im weltweiten Vergleich sowohl für die Bevölkerung als auch für das Bruttoinlandsprodukt führen grundsätzlich zu einer stabilen Nachfrage und guten Auftragschancen für die GKW Consult GmbH, immer unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung der Projekte auftraggeberseitig sichergestellt wird. Nicht zuletzt führt die Liberalisierung und Privatisierung der Energie- und Wasserversorgung in diesen Regionen zu einer zusätzlichen Nachfrage nach anspruchsvollen Consultingleistungen sowohl in technischer und technologischer Hinsicht als auch unter betriebswirtschaftlichen Aspekten. Die weltweite Nachfrage nach komplexen Infrastrukturdienstleistungen im Ingenieurbereich steigt in den nächsten Jahren aufgrund der Bedürfnisse nach Wasser und Abwasser weiter an. GKW Consult GmbH wird an dieser Marktentwicklung partizipieren. Die GKW Consult GmbH wird daher die Aktivitäten und Ergebnisse in den Weltmärkten weiterhin ständig überprüfen und sich damit auf Erfolg versprechende Markt- und Kundensegmente konzentrieren. Die besonderen Chancen bei der zukünftigen Entwicklung der GKW Consult GmbH liegen in dem weiterhin weltweit steigenden Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Zusammen mit der steigenden Urbanisierung in Schwellenländern sind hier insbesondere in dem Bereich der Planung von Großkläranlagen viele zukünftige Projekte zu erwarten. Internationale Aktivitäten zur Effizienzsteigerung und Rehakbilitierung von existierenden Anlagen führen auch zu einer verstärkten Nachfrage in den Schwellenländern aufgrund der Kapitalknappheit für Neuanlagen als auch zu Potential in den Industrieländern wegen der steigenden Energiepreise. Die nachfolgend beschriebenen Risiken haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und werden deshalb näher erläutert. Trotzdem können weitere Risiken, die der Gesellschaft noch nicht bekannt sind oder welche die Gesellschaft noch nicht als wesentlich einschätzt, die Geschäftslage nachteilig beeinflussen. Projekt-Risiken Die GKW Consult GmbH übernimmt sowohl Planungs- und Beratungsleistungen sowie Bauüberwachung als auch Management- oder Controllingaufträge für langlaufende Projekte mit bis zu 10 Jahren Laufzeit. Die Bewertung und Steuerung dieser Projekte erfolgt anhand eines definierten Ablaufprozesses mit hierfür geeigneten Controlling-Instrumenten. Hierbei steht die ständige Ermittlung projektbezogener Ergebnisrisiken zwecks frühzeitiger Gegensteuerung im Vordergrund. Als Teil des Risikomanagementsystems werden die Umsatz- und Kostenentwicklungen der jeweiligen Projekte in regelmäßigen Abständen kritisch durchgesehen, um ggf. rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Dabei werden insbesondere die Projekte betrachtet, welche zu einem Festpreis angeboten und abgeschlossen wurden. Bei diesen Projekten besteht das Risiko, dass aufgrund einer fehlerhaften Einschätzung der Gesamtkosten das Projekt zum Ende hin einen Verlust erleidet. Auch nach Wechsel des Gesellschafters besteht dieses Risiko fort, hat sich aber aufgrund der deutlich vorsichtigeren Bilanzierungspolitik maßgeblich verringert. Liquiditätsrisiken Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.103 (Vj. TEUR 1.106). Die Überschuldungsquote beträgt somit 9,0 % (Vj. 6,4 %). Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss von TEUR 3 aus, der maßgeblich durch die beiden im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Forderungsverzichte in Höhe von TEUR 4.200 positiv geprägt ist. Trotz der bilanziellen Überschuldung und der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Ertragslage bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken. Grundlage dieser Einschätzung bildet die von dem gesetzlichen Vertreter aufgestellte Ertragsplanung und die hieraus abgeleitete Liquiditätsplanung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Diese sieht keinen weiteren externen Finanzierungsbedarf im relevanten Prognosezeitraum vor, sondern geht von einem positiven operativen Cashflow aus. Hierbei ist die Gesellschaft davon abhängig, dass die unterstellten Annahmen eintreffen, die nicht zuletzt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie den politischen Rahmenbedingungen abhängen. Sollte die Gesellschaft entgegen der aktuellen Einschätzung kurzfristig Liquidität benötigen, geht der gesetzliche Vertreter davon aus, dass diese wie in der Vergangenheit von dem Gesellschafter zur Verfügung gestellt werden wird. Mitarbeiter Die Mitarbeiter stellen einen wichtigen Erfolgsfaktor für die GKW Consult GmbH dar. Daher ist es von herausragender Bedeutung, qualifizierte und langjährig erfahrene Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen. Der GKW Consult GmbH ist es bisher gelungen, teilweise unter Einsatz fremden Personals, qualifizierte Projektteams für die auftragsgemäße Abwicklung der Projekte zu bilden. Die mangelnde Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal stellt ein mittleres Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Um diesem entgegenzuwirken, legt die GKW Consult GmbH viel Wert auf die Mitarbeiterbindung und auf die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Länderrisiken Die GKW Consult GmbH erwirtschaftet den weitaus größten Teil ihrer Umsätze im Ausland. Die daraus entstehenden spezifischen Länderrisiken können politische oder wirtschaftliche Hintergründe haben. Nachteilige politische Veränderungen z. B. Einschränkung des Wettbewerbs oder wirtschaftliche Veränderungen wie Konjunkturkrisen, Einschränkung des Kapitalverkehrs oder Hochinflation können sich ergeben. Die GKW Consult GmbH tätigt das Auslandsgeschäft vornehmlich in Entwicklungs- und Schwellenländern. Hierbei werden die spezifischen Länderrisiken insbesondere durch Mitarbeiter/ innen vor Ort ständig kritisch beobachtet und bei der Bewertung der Projekte berücksichtigt. Gegebenenfalls werden, in Abstimmung mit den Geschäftsbereichsleitungen, kurzfristig Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -minimierung veranlasst. Dies gilt insbesondere für politische Risiken, während wirtschaftliche Risiken, z. B. durch Fremdwährungsabsicherungsgeschäfte oder durch Verringerung eines nicht konvertiblen Landeswährungsanteils am Auftragswert etc. beherrschbar sind. Da die GKW in vielen Ländern aktiv ist, sehen wir hier eine deutliche Risikostreuung und schätzen das Risiko auf die Ertragslage als gering ein. Fremdwährungsrisiken Der Anteil an Zahlungsströmen in Fremdwährungen wird zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe analysiert. Sofern es sich um kleinere, lokale, Beträge auf der Ausgabenseite handelt, werden dieser mit einem Risikoaufschlag eingepreist. Für die größeren Hauptwährungen der GKW (aktuell USD und INR) wird ermittelt, inwieweit sich Einnahmen und Ausgaben in den Währungen projektübergreifend ausgleichen. Für größere, nicht durch die obigen Maßnahmen abgedeckte, Positionen wird, sofern notwendig, eine Absicherungsstrategie festgelegt. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Ausfallrisiken Forderungen bei Kunden in Entwicklungs- und Schwellenländern müssen, verglichen mit Westeuropa, unter erheblich veränderten Bewertungsmaßstäben gesehen werden. Hierbei sind fällige Forderungen älter als 180 oder 360 Tage nicht ungewöhnlich. Das ständige Überwachen und Bewerten der Forderungen sowie der Kontakt vor Ort mit dem Kunden zur Veranlassung der Zahlung sind deshalb Bestandteil des Risikomanagementsystems. Die Zahlungsfähigkeit der Kunden ist über die Finanzierung der Internationalen Geberbanken sichergestellt. Trotzdem sind die Auszahlungsprozesse zum Teil sehr aufwändig und verbunden mit mehreren Kontrollinstanzen. Dies verursacht oft eine deutliche Überschreitung des Zahlungsziels. Compliance Einige der Länder und Regionen, in denen wir tätig sind, haben einen kritischen Ruf hinsichtlich der Einhaltung von Compliance und Transparenzregelungen. Zur Risikominimierung hat die GKW Consult GmbH das Risikomanagementsystem der Tractebel Gruppe in 2012 eingeführt. Nach dem Verkauf im März 2023 wurde das Compliance- und Risikomanagementsystem modifiziert, weiterentwickelt und in die Systeme der GFA-Gruppe überführt. In diesem Zusammenhang sehen wir aktuell insgesamt keine maßgeblichen Risiken. Laufende Rechtsstreitigkeiten Die GKW Consult GmbH hat keine Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten, ohne dass für diese eine entsprechende Versicherungsdeckung besteht. Konjunkturrisiken Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die souveräne Ukraine einmarschiert. Die internationale Staatengemeinschaft hat in großer Geschlossenheit u. a. mit Sanktionen gegen Russland reagiert. Als Folge des Konflikts und der Sanktionen wurden umgehend negative Reaktionen an den Güter- und Finanzmärkten spürbar. Es ist zu erwarten, dass sich aus dem weiteren Verlauf des Kriegsgeschehen sowie den Sanktionsmaßnahmen auch weiterhin erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft und die globalen Handelsströme ergeben werden, die momentan nur schwer zu prognostizieren sind. Das von Sanktionen betroffene Russland ist für die GKW kein bedeutender Markt. Die globalen Auswirkungen der Konflikte in der Ukraine und den Palästinensergebieten auf die zukünftige Geschäftsentwicklung sind nicht abschätzbar. Ein spezielles Risiko, das sich aus der infolge des Angriffskrieges entwickelten weltweiten Inflation ergibt, ist, dass die Kostenschätzungen für von internationalen Gebern finanzierte Projekte überschritten werden und damit eine Umsetzung von diesen Projekten in Frage gestellt werden könnte, bzw. die Aufstockung von Mitteln zu erheblichen Verzögerungen führt. Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen. Internes Steuerungssystem, wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren waren bis zum Geschäftsjahr 2022 die Gesamtleistung sowie das operative Ergebnis. Ab dem Geschäftsjahr 2023 und mit Integration der Gesellschaft in die GFA-Gruppe sind die finanziellen Leistungsindikatoren zukünftig die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), die im Rahmen von Quartalsberechnungen ermittelt werden. Dabei werden Abweichungen sowohl zur ursprünglichen Planung als auch zum Vorjahr systematisch analysiert. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Auftragsbestands fortlaufend überwacht. Im Rahmen der laufenden Liquiditätssteuerung werden täglich die Ein- und Auszahlungen überwacht und mit dem verfügbaren Finanzmittelrahmen (Bestand der liquiden Mittel zuzüglich der freien Finanzierungsfazilitäten) verglichen. Darüber hinaus wird der Bedarf an Avalkrediten zweimal wöchentlich mit den verfügbaren Avalkreditrahmenlinien abgeglichen. 4. Prognosebericht Aufgrund der fortgesetzten Konflikte in der Ukraine und den Palästinensergebieten und der verzögerten Auftragsvergabe wird auch im Jahr 2024 noch keine vollständige Erholung der Umsatzerlöse und des EBITDA erwartet. Längerfristige Auswirkungen auf die Ertragslage werden aber nicht erwartet, vielmehr wird ab 2025 eine weiter fortschreitende Normalisierung des Geschäftsumfeldes erwartet, denn aus unserer Sicht bestehen an der Fortsetzung der begonnenen, in der Regel langfristigen Projekte keine Zweifel. Die Auftraggeber haben ein großes Interesse daran, die Projekte umzusetzen, so dass es wahrscheinlich nur zu einer zeitlichen Verschiebung kommen wird. Darüber hinaus führt der Gesellschafterwechsel zu einer Erhöhung des Marktpotenzials. Zum einen durch die Möglichkeit, in zusätzlichen Ländern zu akquirieren, zum anderen, weil die Kombination der Leistungen in vielen Projekten nachgefragt wird und die Leistungen der GKW gemeinsam mit den anderen Unternehmen der GFA-Gruppe einen Vorteil in der Akquise bieten. Die Erwartungen für 2024 werden durch den Putsch im Niger sowie durch die Terrorangriffe in Israel und die militärische Antwort Israels beeinträchtig. Diese beiden Ereignisse führen zu Verzögerungen im Projektablauf sowie insbesondere im Niger zu einer Unsicherheit in Bezug auf das weitere Engagement der deutschen und französischen Entwicklungshilfe. Auf dieser Basis werden für 2024 Umsatzerlöse zwischen EUR 15 Mio. und EUR 16 Mio. erwartet. Für 2024 wird von einem leicht positiven operativen EBITDA unterhalb von EUR 1,0 Mio. ausgegangen. Mannheim, den 28. Juni 2024 GKW Consult GmbH
Patrick Kaminsky Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GKW Consult GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GKW Consult GmbH, Mannheim,-- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GKW Consult GmbH, Mannheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß 8 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hamburg, 28. Juni 2024 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
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