Brownian Motion Consulting GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Firma Serafin PH GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Serafin Asset Management GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023SERAFIN Asset Management GmbHFrankfurt/Main
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 124832Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Angaben zum Jahresabschluss A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches ("HGB") für große Kapitalgesellschaften aufgestellt gemäß §§340 Abs.4a, 340 a Abs.1 i.V.m. §264 HGB, da die Gesellschaft ein Wertpapierinstitut i.S.d. §2 Abs.1 Wertpapierinstitutsgesetz ("WpIG") ist. Die Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung wurden berücksichtigt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach Formblatt 1 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung ("RechKredV") gemäß § 340 a Abs. 2 Satz 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach Formblatt 3 der RechKredV (Staffelform) gegliedert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt. Die Vorschriften des § 340 e HGB zur Bewertung von Vermögensgegenständen wurden beachtet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Euroreferenzkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit Nominalwerten bewertet. Die Bewertung der Forderungen an Kunden erfolgt zum Nominalwert. Immaterielle Anlagewerte Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen. Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren vorgenommen. Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis EUR 800 (ohne Umsatzsteuer) werden im Anschaffungsjahr entsprechend § 6 Abs. 2 Einkommenssteuergesetz ("EStG") sofort abgeschrieben und deren Abgang unterstellt. Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung der sonstigen Vermögengegenstände erfolgt zum Nominalwert. Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nominalwert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Der Ansatz der passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nominalwert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. C. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die Guthaben bestehen bei deutschen Kreditinstituten. Die auf Euro lautenden Guthaben betragen TEUR 563 (Vorjahr TEUR 2.595). Die in USD bestehenden Guthaben betragen umgerechnet TEUR 43 (Vorjahr TEUR 24) und die in CHF bestehenden Guthaben betragen umgerechnet TEUR 5 (Vorjahr TEUR 44). Von den Guthaben sind TEUR 611 (Vorjahr TEUR 2.663) täglich fällig. Die anderen Forderungen bestehen aus Festgeldanlagen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr TEUR 0) mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden in Höhe von insgesamt TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 897) enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter (verbundenes Unternehmen) in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 600). Die bestehenden Forderungen von TEUR 84 (Vorjahr TEUR 897) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte enthalten aktivierte Werte in Höhe von TEUR 311 (Vorjahr TEUR 13) für Websites und die entwickelte Robo-App der Gesellschaft. Im Vorjahr waren zudem geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 279 aktiviert. Die Websites und die Robo-App haben eine Nutzungsdauer von 3 Jahren. Sachanlagen Die Sachanlagen bestehen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 92). Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 13 Jahren. Die Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten und Abschreibungen) je Anlageposten sowie Zu- und Abgänge und die Abschreibungen des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 74 (Vorjahr TEUR 135) enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 134). Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen zeitlich abgegrenzte Aufwendungen für Lizenzen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 33). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit täglicher Fälligkeit betragen TEUR 52 (Vorjahr TEUR 195), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 5 (Vorjahr TEUR 142). Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 61 (Vorjahr TEUR 101) und betreffen hauptsächlich Lohn- und Kirchensteuer. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen enthalten Personal- und Urlaubskosten TEUR 144 (Vorjahr TEUR 134), Kosten für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung TEUR 24 (Vorjahr TEUR 26) sowie Kosten für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr TEUR 28). Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um Zuzahlungen in das Eigenkapital nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge Die Zinserträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 0) betreffen Bankzinsen aus Kapitalanlagen. Provisionserträge Nach geographischen Märkten gliedern sich die Provisionserträge in Höhe von TEUR 571 (Vorjahr TEUR 471) wie folgt:
Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr TEUR 17) betreffen Kosten für die praktische Umsetzung der Portfolioverwaltung bei Investmentvermögen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 5), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 0) und Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 5). Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.072 (Vorjahr TEUR 1.067), Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen TEUR 338 (Vorjahr TEUR 155), nicht abziehbare Vorsteuer TEUR 147 (Vorjahr TEUR 116), Buchführungs-, Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 107 (Vorjahr TEUR 72), Werbe-, Recruiting und Reisekosten TEUR 226 (Vorjahr TEUR 52) und übrige Kosten TEUR 130 (Vorjahr TEUR 208). II. Sonstige Angaben A. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beträgt insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 18) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. B. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen Im Geschäftsjahr sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden. C. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Abschlussstichtag. D. Organe, Organkredite und Aufwendungen für Organe Geschäftsführer:
Die Gesamtbezüge der Organe betragen TEUR 456 (Vorjahr TEUR 496). E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 15 Vollzeitangestellte und 9 Teilzeitangestellte beschäftigt. F. Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis ist die Serafin GmbH, München. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Serafin GmbH wird die Gesellschaft nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. G. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Russlands fortwährender Krieg gegen die Ukraine sowie Israels Vergeltungsschläge gegen den Angriffskrieg der Hamas bleiben stetige "Unruheherde" für Kapitalanleger, die sich aber nach aktueller Einschätzung nicht negativ auf unser Geschäftsergebnis 2024 auswirken sollten. Diese "Brandherde" bleiben jedoch unkalkulierbar, insbesondere wenn weitere Akteure aktiv in das Kriegsgeschehen mit Israel eintreten sollten, was dann auch auf die Unsicherheiten der Anleger sowie unser Marktgeschehen negative Wirkungen haben könnte. Neben den geopolitischen Spannungen könnten auch weitere Inflationstendenzen bzw. die entsprechenden Reaktionen der Notenbanken Einfluss auf unser Geschäft haben. Aktuell entspannt sich diese Situation ein wenig, aber die anhaltende Inflation im Dienstleistungssektor und ein widerstandsfähiger Arbeitsmarkt sind neben den Nahost Spannungen "Bremsen" für eine tatsächliche Zinswende. H. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.421.776,71 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, 02. April 2024 Silvio Halsig, Geschäftsführer Dr. Philipp Moritz Hetzer, Geschäftsführer Thorsten Ott, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT AM MAIN GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell und Geschäftsverlauf 2023 Die weltweiten Kapitalmärkte wurden im Jahr 2023, insbesondere im ersten Halbjahr, durch eine hohe Inflation, steigende Zinsen und die Energiekrise negativ beeinflusst, was sich beispielsweise durch eine hohe Volatilität an den Anleihe-/Aktienmärkten bemerkbar machte. Dieses waren die unmittelbaren Folgen des andauernden Ukraine- Kriegs, auch wenn sich die Verwerfungen an den Güter- und Rohstoffmärkten sowie die Lieferkettenproblematik spürbar verbessert hatten. Auch die Lage im Nahen Osten nach dem Anschlag vom 07.10.2023 der Hamas auf Israel und die darauffolgende militärische Reaktion Israels trugen nicht zur Marktberuhigung bei. Dennoch gab es andererseits Rekorde zu verzeichnen, das deutsche Aktienbarometer Dax konnte im Laufe des Jahres ein neues Allzeithoch markieren. Der Marktauftritt der Gesellschaft konzentriert sich auf Privatanleger mit Sitz in Deutschland sowie institutionelle Kunden, um diesen insbesondere die Finanzportfolioverwaltung zu erbringen. Die Erlaubnis zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gem. §15 Abs.1, Abs.9 WpIG wurde durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt am Main, am 18.07.2022 erteilt. Die Geschäftsaufnahme im Rahmen der Erlaubnis erfolgte zum 01.09.2022. Die Gesellschaft hat als von der BaFin reguliertes Wertpapierinstitut von der Möglichkeit, die Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung, Anlageberatung und die Finanzportfolioverwaltung zu erbringen, nicht vollumfänglich Gebrauch gemacht. Die Wertpapierdienstleistung der Abschlussvermittlung wurde nicht erbracht. Als Beschränkungen darf die Gesellschaft sich bei der Erbringung der genannten Wertpapierdienstleistungen nicht Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschaffen. Zudem dürfen Finanzinstrumente auf eigene Rechnung weder gehalten, angeschafft noch veräußert werden. Die inflationssenkenden Maßnahmen der EZB in Form von Zinserhöhungen hatten ihr Ziel erreicht und die Inflationsentwicklung zeigte eine rücklaufende Tendenz. Tatsächlich stehen die Vorzeichen für die Konjunktur der kommenden Monate auf Rezession. Diese Ungewissheit führte nach wie vor zu einem zurückhaltenden Investorenverhalten und Rücknahmen bei Mitbewerbern aufgrund der Reduzierung von Risikopositionen. Demzufolge wurde Liquidität mangels Alternativen aufgebaut, nicht zuletzt aufgrund des attraktiveren Zinsniveaus. Private Markets, insbesondere Private Equity, Private Debt, Private Infrastructure und Private Equity Real Estate, waren Bereiche mit weiterhin gutem Interesse der Investoren und Mittelzuflüssen. Auch wurden ETFs für die taktischen Asset Allokationen kurzfristig eingesetzt. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 kein Wachstum der verwalteten Kundenvermögen (Assets under Management/AuM) erwirtschaften, vielmehr kam es zu Nettomittelabflüssen. Die Gesellschaft verzeichnete im institutionellen Bereich keinen Neugeldzufluss. Performancebedingt kam es zu einem positiven Beitrag von TEUR 2.965, aus dem Wholesale-Segment resultierte hingegen ein negativer Beitrag von TEUR -32.449 aus Mittelabflüssen. Das Privatkundengeschäft brachte Mittelzuflüsse in Höhe von TEUR 3.616. Insgesamt ergibt sich hierdurch ein negativer Beitrag bei den AuM von TEUR -25.867 gegenüber dem Vorjahr. Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft setzen sich zusammen aus den Provisionserträgen und den Assets under Management (AuM). Für die Gesellschaft und deren Geschäftstätigkeit sind nichtfinanzielle Leistungsindikatoren nicht von wesentlicher Bedeutung. Die Provisionserträge lagen zum 31.12.2023 bei TEUR 571 (im Vorjahr: TEUR 471). Darunter fallen im Rahmen von Intercompany-Verrechnungen Einnahmen in Höhe von TEUR 215 (im Vorjahr: TEUR 196). Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 lagen die Planungen für die erwarteten Provisionserträge demgegenüber bei TEUR 612. Wir prognostizierten für das Jahr 2023 ursprünglich ein Jahresergebnis zwischen TEUR -5.300 und TEUR -5.500 und AuM in Höhe von TEUR 95.386. Die notwendigen Investitionen, insbesondere in zusätzliches Personal, führten zu steigenden Kosten. Insgesamt wurde durch ein strenges Kostenmanagement und aufgrund der verzögerten Einführung der digitalen Vermögensverwaltung ein höheres Jahresergebnis als prognostiziert in Höhe von TEUR -4.422 erzielt. Die Prognose zu den AuM ist mit einem Jahresendstand zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 76.536 nicht eingetroffen. Standorte Die Gesellschaft unterhält einen weiteren Standort für den Bereich Marketing in Köln. Alle operativen Geschäfte wurden vom Sitz in Frankfurt am Main aus getätigt. Organisation Die Zusammensetzung der Geschäftsleitung war bis zum 31.03.2023 unverändert und bestand aus Herrn Dr. Moritz Hetzer, Herrn Frank Huwe und Herrn Thorsten Ott. Zum 31.03.2023 ist Herr Frank Huwe plangemäß aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Fortan bestand die Geschäftsleitung aus Herrn Dr. Moritz Hetzer und Herrn Thorsten Ott. Zum 01.07.2023 wurde Herr Silvio Halsig weiteres Mitglied der Geschäftsführung. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren neben den Geschäftsführern 24 Personen bei der Gesellschaft beschäftigt. Zum Jahresende 2023 teilt sich die Belegschaft auf 19 männliche und 5 weibliche Mitarbeiter auf. 2. Wirtschaftsbericht Ertragslage In dem Geschäftsmodell der Gesellschaft sind Provisionserträge die wichtigste Ertragskomponente. Der Provisionsertrag lag per 31.12.2023 bei TEUR 571 (im Vorjahr: TEUR 471). Darüber hinaus fielen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 51 an (im Vorjahr: TEUR 15). Zinserträge spielen demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle für die Ertragsentwicklung der Gesellschaft. Diese lagen zum Jahresende bei TEUR 4 (im Vorjahr: TEUR 0). Die betrieblichen Aufwendungen lagen per 31.12.2023 bei TEUR 4.922 (im Vorjahr: TEUR 3.746). Dieser Betrag teilt sich auf in TEUR 2.798 für Personalaufwand (im Vorjahr: TEUR 2.031), TEUR 2.020 für andere Verwaltungsaufwendungen (im Vorjahr: TEUR 1.670), TEUR 100 für Abschreibungen (im Vorjahr: TEUR 44) sowie TEUR 4 für bezogene Waren und Dienstleistungen sowie Währungsumrechnungen (im Vorjahr: TEUR 1). Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 lagen die konkretisierten Budgetplanungen für das erwartete Jahresergebnis bei TEUR -5.496. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 tatsächlich mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -4.422 ab (im Vorjahr: TEUR - 3.315). Unter Berücksichtigung des bestehenden Verlustvortrags in Höhe von TEUR -4.470 ergibt sich ein Bilanzverlust zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR -8.892 (im Vorjahr: TEUR -4.470). Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 911 (im Vorjahr: TEUR 2.663). Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 84 (im Vorjahr: TEUR 897) beinhalten insbesondere Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Sachanlagen bestehen überwiegend aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Darüber hinaus bestehen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 312 (im Vorjahr: TEUR 293), die insbesondere auf aktivierten Anzahlungen für die Entwicklung der digitalen Vermögensverwaltung basieren. Die Gesellschaft verfügt, bei einem Stammkapital von unverändert TEUR 100 und unter Berücksichtigung der Kapitalrücklage und des Bilanzverlustes, zum Abschlussstichtag über ein Eigenkapital von TEUR 1.108 (im Vorjahr: TEUR 3.630). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 74,08 Prozent (im Vorjahr: 88,24 Prozent). Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr war stets eine ausreichende Liquidität gegeben. Es wurde kein Fremdkapital eingesetzt. Das Eigenkapital der Gesellschaft teilt sich auf in gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 100 sowie voll eingezahlte Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 9.900 und den Bilanzverlust in Höhe von TEUR -8.892. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt nicht plangemäß verlaufen. 3. Risiko-/Chancenbericht Grundsätze Entsprechend § 45 WpIG haben wir angemessene Strategien, Grundsätze, Verfahren und Systeme zur Risikosteuerung eingerichtet. Diese gewährleisten die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen sowie deren Ursachen und Auswirkungen auf die Eigenmittel. Wir stützen uns in sinngemäßer Anwendung auf das BaFin-Rundschreiben 05/2023 (BA) Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) in der jeweils aktuellen Fassung und setzen die Vorgaben des Art. 23 Abs. 1 DelVO (EU) 2017/565 um. Die Gesellschaft hat eine zu ihrer Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie entwickelt, welche die Umsetzung der Geschäftsstrategie sichern, die Erreichung der Unternehmensziele unterstützen und die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Risiken minimieren soll. Zur Risikoidentifizierung werden die für unsere Gesellschaft wesentlichen Risikoarten im Wege einer jährlichen Risikoinventur erhoben. Bei der Risikobewertung werden die aus der Geschäftstätigkeit unseres Instituts resultierenden Risiken den relevanten Risikoarten zugeordnet und deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Auswirkungen auf das Unternehmen analysiert und beurteilt. Für die sich aus dieser Beurteilung ergebenden wesentlichen Risiken analysieren wir die Risikotragfähigkeit unseres Instituts und leiten Maßnahmen zu Risikosteuerung, Risikokommunikation und Risikocontrolling ab. In der Gesellschaft ist ein Risikosteuerungs- und -controlling-System implementiert. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf der Basis der ermittelten Risikotragfähigkeit. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ist gegeben, wenn die wesentlichen Risiken durch die Risikodeckungsmasse bzw. das Gesamt-Risikolimit, unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, laufend gedeckt sind. In der Abteilung Risikocontrolling gehen alle Risikomeldungen zentral ein; hier ist das Risikocontrolling inkl. der Risikoberichterstattung konzentriert. Die einzelnen Funktionen sind im Rahmen der Aufbauorganisation (Funktionsbeschreibungen) geregelt. Die Abteilung ist primär für die Erhebung, Beurteilung und Weiterleitung der relevanten Informationen an die Geschäftsführung verantwortlich. Das Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko (d.h. Vertriebs- und Produktivitätsrisiko sowie Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken) wurde als das wesentliche Hauptrisiko im Geschäftsmodell der Gesellschaft identifiziert. Hierbei besteht insbesondere das Risiko von Verlusten durch die negative Abweichung von Erträgen und Kosten von den Planzahlen. Das Geschäftsrisiko wird sowohl durch die gewählte Geschäftsstrategie als auch durch das Marktumfeld und das Kundenverhalten bestimmt. Auch das Liquiditätsrisiko stellt für die Gesellschaft - unter aufsichtsrechtlichen Aspekten - eine "wesentliche" Risikoart dar. Unsere Geschäftstätigkeit beinhaltet kein Einlagengeschäft, da die erteilte BaFin-Erlaubnis dies ausschließt. Somit werden keine Kundengelder entgegengenommen. Auszahlungen liquider Mittel an Kunden sind nicht zu leisten. Liquiditätsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit können insbesondere als Folge von Ertragsrisiken entstehen. Rückläufige Erträge verursachen Gewinneinbußen und führen im Falle einer Kostenunterdeckung zu Verlusten. Folgen sind das Aufzehren des Eigenkapitals sowie das Risiko von Liquiditätsengpässen. In diesem Zusammenhang stufen wir das Liquiditätsrisiko als wesentlich ein. Auch das Adressenausfallrisiko stellt sich für die Gesellschaft - unter aufsichtsrechtlichen Aspekten - als "wesentliche" Risikoart dar. Insoweit besteht die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. In diesem Zusammenhang stuft die Gesellschaft das Adressenausfallrisiko als unbedeutend ein. Dennoch hat die Gesellschaft Ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten ausgebaut, um dem Adressenausfallrisiko (Klumpenrisiko) entgegenzuwirken. Operationelle Risiken beurteilt die Gesellschaft grundsätzlich als aufsichtsrechtlich wesentliche Risikoart. Die im Zusammenhang mit Adressenausfall- und Geschäftsrisiken auftretenden operationellen Risiken werden betriebswirtschaftlich implizit bei diesen Risikoarten abgebildet. Die verbleibenden operationellen Risiken haben für die Gesellschaft eine geringe Bedeutung, da hinsichtlich "Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement" risikoreduzierende Maßnahmen implementiert wurden. Die Gesellschaft zählt auch die Risiken, die durch wesentliche Auslagerungen von Aktivitäten und Prozessen entstehen, zu den operationellen Risiken. Die Quantifizierung der operationellen Risiken für die aktuelle Auslastung und das Negativszenario erfolgt nach dem Ansatz hypothetischer Annahmen über Schadenseintritte sowie nach qualitativen Verfahren im Zuge der Revision des Auslagerungscontrollings. Zur Vermeidung und zur Kontrolle operationeller Risiken hat die Gesellschaft Maßnahmen implementiert. Kontrollen werden durch in den Arbeitsablauf implementierte, fehlerverhindernde Maßnahmen gewährleistet, die in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert sind. Durch sie werden die Wahrscheinlichkeiten des Auftretens von Fehlern reduziert und entstandene Fehler aufgedeckt. Wichtigste systemintegrierte Kontrollen sind insbesondere:
Risikotragfähigkeit und Risikodeckungspotenzial Im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsbetrachtung stellen wir Risiken und Risikodeckungspotenziale gegenüber. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial abgesichert sind. Als Risikodeckungskapital verwendet die Gesellschaft ausschließlich bilanzielle Eigenkapitalpositionen. Die Gesellschaft stuft die Geschäftsrisiken als wesentlich ein. Auf Basis der aktuellen Risikotragfähigkeitsberechnungen hinsichtlich der Geschäftsrisiken wird das Risikobudget zum Abschlussstichtag nicht belastet. Auch hinsichtlich der operationellen Risiken wird kein Budget verbraucht. Erst im entsprechenden Negativszenario für das Jahr 2023 sind TEUR 114 als Money at Risk-Position aufgrund von Vertriebs-, Performance- sowie Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken eingestellt. Weitere TEUR 10 belasten das Risikobudget aufgrund operationeller Risiken. Den Risikoauslastungen steht ein Risikobudget in Höhe von TEUR 2.922 gegenüber, welches regelmäßig durch bilanzielle Eigenkapitalpositionen gedeckt werden soll. Zum Abschlussstichtag bestanden keine bestandsgefährdenden Risiken, die der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit entgegenstehen. 4. Prognosebericht Auch die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2024 ff. wird insbesondere vom Ausmaß und der Geschwindigkeit einer konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft sowie der Bekämpfung von preistreibenden Faktoren bzw. deren Folgewirkungen abhängen. Durch das Ende der Leitzinserhöhungen der Zentralbanken werden die Aktienmärkte an Attraktivität gewinnen, auch wenn nach wie vor an den Aktienmärkten mit einer gewissen Volatilität zu rechnen ist. Das Kursniveau scheint in Anbetracht der Wachstumsaussichten auf Unternehmensseite und der Gewinnprognosen weiterhin attraktiv und die Gewinnerwartungen der Unternehmen fallen relativ stabil aus; andererseits bestehen nach wie vor geopolitische Unsicherheiten, welche im Jahresverlauf 2023 weiter zugenommen haben. Die Marktbearbeitung und Betreuung im Segment der Privatkunden mit Sitz in Deutschland und der institutionellen Anleger in Deutschland steht für die nächsten Jahre im Fokus der Gesellschaft. Die Zielsetzung besteht darin, insbesondere die Finanzportfolioverwaltung für die genannten Kundengruppen zu erbringen. Zudem sollen die Fondsprodukte der SAM- Gruppe über professionelle Vertriebspartner und das eigene Sales Team an deutsche Investoren vertrieben werden. Die laufende Kundenbetreuung von institutionellen Mandanten erfolgt ebenfalls durch die Gesellschaft. Die Neugeschäftsperspektiven sehen wir im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr positiver. Die Konzentrierung der Vertriebsaktivitäten auf Wholesale-Kunden ist in vollem Gange. Dies sollte in Zukunft zu einem gut diversifizierten Kundenbuch führen. Zudem versprechen wir uns aus der Neuausrichtung des Robo-Geschäfts - weg von Retailkunden und hin zu Private Wealth Kunden - in 2024 einen positiven Effekt. Wir sehen grundsätzlich die Chance, mit unseren Investmentstrategien und Fondsprodukten die Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland forcieren zu können. Die Auswirkungen des Ukraine Krieges und des Krieges zwischen Israel und Palästinensern spielt für die Gesellschaft direkt eine nur untergeordnete Rolle, da wir weder Produkte aus der Region Ukraine/Russland/Israel einsetzen noch Kunden außerhalb Deutschlands betreuen. Die Aussichten auf ein leicht positives Weltwirtschaftswachstum geben Grund zum verhalten positiven Ausblick für 2024. Wir erwarten, dass etwaige Rückschläge an den Aktienmärkten als gute Einstiegspunkte genutzt werden. Da wir im deutschen Markt noch wenig Exposure mit unseren Aktienfonds haben, erwarten wir, dass dieses Jahr positive Net New Money (NNM-)Zahlen erreicht werden können. Wir kalkulieren im kommenden Jahr mit Provisionserträgen in Höhe von TEUR 637. Für das Geschäftsjahr 2024 zielt unsere Prognose auf ein Wachstum der AuM zum Geschäftsjahresende 2024 auf einen Wert von TEUR 83.000 für das Fondsgeschäft und TEUR 50.000 für das Geschäft der digitalen Vermögensverwaltung ab. Die AuM sollen bis zum Geschäftsjahr 2027 einen Wert von insgesamt TEUR 1.100.000 erreichen. Wir prognostizieren für das Geschäftsjahr 2024 nochmals einen Jahresfehlbetrag von TEUR -4.400. Für diese Zwecke beabsichtigt die Gesellschafterin, weitere Kapitalmaßnahmen (Zuzahlungen in die Kapitalrücklage) zu ergreifen. Als größtes Risiko für die eingeschlagene Geschäftsstrategie sehen wir die geopolitische Entwicklung und deren Einfluss auf die Kapitalmärkte an. Stark schwankende oder rückläufige Kurse bergen das Risiko, dass die institutionellen Anleger weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Produkten interessiert sind und stattdessen risikoarme Fondsprodukte bevorzugen. In einem Markt mit Verdrängungswettbewerb besteht ein weiteres Risiko in der Erhöhung der Wettbewerbsintensität, in deren Folge die Margenvorstellungen nicht mehr am Markt durchsetzbar sind. Investoren trauen der Marktlage noch nicht und sind deshalb verhalten in das Jahr 2024 gestartet. Nur wenige haben Aktienallokation aufgebaut und somit den guten Jahresstart verpasst. Nach einigen Zinsschritten ist jetzt Nachholbedarf im Fixed Income Bereich aufgekommen. Nach unserem Geschäftsmodell sind wir immer noch zu sehr von den Aktienmärkten abhängig. In unsicheren Zeiten werden wir deshalb voraussichtlich mit Rücknahmen konfrontiert sein.
Frankfurt am Main, 02. April 2024 Die Geschäftsführung Dr. Moritz Hetzer Silvio Halsig Thorsten Ott BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SERAFIN Asset Management GmbH, Frankfurt/Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SERAFIN Asset Management GmbH, Frankfurt/Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SERAFIN Asset Management GmbH, Frankfurt/Main, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, 09. April 2024 DMP
Audit & Valuation GmbH
Carsten Matthäus, Wirtschaftsprüfer Stephan Harzer, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Feststellung des Jahresabschlusses durch den Gesellschafter Der Gesellschafter hat den Jahresabschluss der Serafin Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 am 22.05.2024 festgestellt und für die Ergebnisverwendung entschieden, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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