Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 198614
Eingetragen
7.5.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Erbringung von technischen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Abwicklung von Zahlungsvorgängen und der elektronischen Übermittlung von Informationen aller Art, einschließlich der Erfassung, Bearbeitung und Übermittlung zahlungsverkehrsbezogener Daten, jeweils mit der Maßgabe, dass die Gesellschaft zu keiner Zeit in den Besitz fremder Geldbeträge gelangt. Weiter ist die Vermietung und Verkauf von Hard- und Softwareprodukten zum Zwecke der Erbringung der in Absatz (1) genannten Dienstleistungen sowie die Beratung bei operativen, insbesondere technischen Fragen im Zusammenhang mit den in Absatz (1) genannten Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Sharon Julie Dean
seit 9.9.2022
Geschäftsführer
Thomas Joseph Looney
seit 7.12.2021
Prokura
Andre Walter Machicao
seit 23.8.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Payworks GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Payworks GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft / Wer wir sind / Grundlegende Informationen über die Gesellschaft

Payworks GmbH (die "Gesellschaft") ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 198164, und der Unternehmenszweck ist die Bereitstellung technischer Dienstleistungen in Verbindung mit der Abwicklung von Zahlungen bei Zahlungsvorgängen. Die Gesellschaft nimmt zu keiner Zeit Geldbeträge von Dritten in Besitz.

Der weitere Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung von Software für Kartenterminal-Geräte (In-person Acceptance Solutions) zur Erbringung der oben genannten Dienstleistungen, sowie die Erbringung von Kundenunterstützung bei betrieblichen, insbesondere technischen Problemen im Zusammenhang mit den zuvor genannten Dienstleistungen.

Die Gesellschaft besteht seit 2012 und beschäftigte zum 30. September 2024 in Deutschland 78 Angestellte.

Im Juli 2019 erwarb die Visa International Service Association ("Visa International"), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Visa Inc., einer an der New Yorker Börse notierten Aktiengesellschaft ("Visa"), die Payworks GmbH. Im Geschäftsjahr 2024 setzte die Gesellschaft den Prozess der Anpassung ihrer Richtlinien, Verfahren und Systemen an die von Visa International fort.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs mit Geschäftsergebnis

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken".

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels.

Die neueste Prognose aus dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024 zeigt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2024 gegenüber dem 2. Quartal 2024 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahmen im 3. Quartal 2024 vor allem die staatlichen und die privaten Konsumausgaben zu. Im 2. Quartal 2024 ging die Wirtschaftsleistung nach den neuesten Berechnungen um 0,3 % zurück (bisher: -0,1 %), nach einem Plus zum Jahresbeginn (+0,2 %).

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 3. Quartal 2024 preisbereinigt um 0,2 % höher als im 3. Quartal 2023. Preis- und kalenderbereinigt ergab sich hingegen ein Rückgang (-0,2 %), da ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als im Vorjahreszeitraum.

2.2 Zahlungsverkehrssektorbedingung

Laut spezifischen Marktforschungen der Zahlungsindustrie, der deutsche Zahlungsmarkt wird voraussichtlich von 2022 bis 2027 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von +12,32% verzeichnen. Die Hauptfaktoren, die das Marktwachstum in der Region vorantreiben, sind unter anderem das robuste Wachstum des E-Commerce, die zunehmende Internetdurchdringung und die schnelle Einführung mobiler Zahlungen. Deutschland ist ein bargelddominiertes Land, aber seit der Pandemie werden Barzahlungen in Deutschland aktiv abgeraten. Infolgedessen haben die meisten Einrichtungen und Geschäfte begonnen, Kartenzahlungen zu akzeptieren, und die Deutschen haben begonnen, auf digitale Zahlungslösungen umzusteigen.

Die Digitalisierung zusammen mit der Einführung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) und dem robusten Wachstum des E-Commerce bereitet den Weg für die Entwicklung vieler neuer Zahlungsoptionen in der Region. Innovative digitale Zahlungslösungen finden ihren Weg in den deutschen Zahlungsmarkt. Vor allem getrieben durch die zunehmende Nutzung von Smartphones und das Aufkommen digitaler Zahlungsoptionen.

Seit der Pandemie nutzen mehr Menschen elektronische Zahlungsmittel. Neue Kartenterminals, leichter zugängliche Lösungen für kleinere Händler, bargeldloses Ticketing im Transit, mobiles Bezahlen und kontaktlose Karten sind alles wichtiger als vor ein paar Jahren. Auch staatliche Initiativen tragen dazu bei, indem sie kürzlich mehrere Gesetzesinitiativen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Zahlungssektors umgesetzt haben.

2.3 Geschäftsergebnis

Das Bruttoergebnis der Gesellschaft fiel um EUR 4,3 Mio. auf rund EUR 22,2 Mio. (Vorjahr: EUR 26,5 Mio.). Diese Verringerung ist hauptsächlich auf weniger Projektstunden in Zusammenarbeit mit einem großen Kunden zurückzuführen, der gleichzeitig ein verbundenes Unternehmen ist.

2.4 Geschäftsleistung

Die individuelle Entwicklung der Gesellschaft war positiv, der Umsatz und Gewinn jedoch geringer als im Vorjahr, da weniger Mitarbeiter als im Vorjahr Software für verbundene Unternehmen entwickelt haben. Entsprechend fällt das Ergebniswachstum geringer als im Vorjahr aus.

Die Personalkosten fielen im vergangenen Geschäftsjahr um EUR 270.074,30 oder 2,1 %. Die Kapazitätsauslastung der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr verblieb auf einem konstant hohen Niveau.

2.5 Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden EUR 154.808 in Software sowie in Sachanlagen, Anlagen und Ausrüstung, technische Geräte, Betriebsmittel, sonstige Geräte und sonstige Anlagen investiert.

2.6 Personal

Im Laufe des Geschäftsjahres wurde die Geschäftspolitik eingeführt, den Mitarbeitern Informationen über die Gesellschaft, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen und künftig geplante Änderungen in der Organisation zur Verfügung zu stellen. Ein Dialog während des ganzen Jahres stellt eine angemessene Kommunikation sicher um ein Verständnis für unsere Ziele, Strategien, Werte und Geschäftsentwicklung zu verbreiten.

Unseren Mitarbeitern wird außerdem ein anonymer Kanal zur Verfügung gestellt, um Ansichten und Meinungen über die Arbeit für das Unternehmen durch regelmäßige Mitarbeiter Surveys mitzuteilen. Es ist die Politik des Unternehmens, sicherzustellen, dass kein Mitarbeiter benachteiligt oder weniger günstig behandelt wird und alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Geschlechtsumwandlung, Familienstand, Alter, Behinderung, Schwangerschaft, Religion oder sexueller Orientierung. Bewerbungen von behinderten Personen werden unter Berücksichtigung ihrer besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten umfassend und fair berücksichtigt.

2.7 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Payworks GmbH setzt die Geschäftsführung vor allem auf erhaltenen Cashflows von verbundenen Unternehmen, um die Liquidität zur Deckung der Ausgaben und zur Aufrechterhaltung eines starken Kassenbestands zu sichern. Diese Steuerungsgröße hat sich für das Geschäftsjahr 2023/24 mit 16% weniger entgegen der Prognose des Vorjahres deutlich schlechter entwickelt als geplant. Für das kommende Jahr gehen wir von einem Ergebnis ungefähr auf Höhe des Geschäftsjahres 2023/24 aus.

Trotz der Verringerung des Cashflows ist der Cash-bestand mit rund 18,1 Millionen Euro weiterhin sehr positiv. Liquidität und Cash-Bestand stellt für das Management den wichtigsten Faktor zur Sicherung der zukünftigen Geschäftsentwicklung dar und dürfte immer noch im Geschäftsjahr 24/25 wachsen.

Da das Unternehmen Teil einer größeren Unternehmensgruppe ist, ist die Aufrechterhaltung einer positiven Liquiditätsbilanz, ohne internen/externen Finanzierungen, ein wichtigerer Faktor als alle anderen Indikatoren und bleibt daher sehr positiv.

3. Darstellung der Unternehmenslage

3.1 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die vorliegende Bilanz der Gesellschaft zeigt in jeder Hinsicht geordnete Vermögensverhältnisse auf einer sicheren finanziellen Basis.

Die Bilanzsumme beträgt EUR 24.624.656,39 und liegt damit EUR 4.352.180,45 über dem Vorjahreswert von EUR 20.272.475,94. Auf der Aktivseite der Bilanz weist die Gesellschaft Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5,7 Millionen (Vorjahr: EUR 6,5 Millionen) aus, dies entspricht 23,2 % (Vorjahr: 32,0 %) der Bilanzsumme. Gleichzeitig weisen die Verbindlichkeiten einen Betrag (Kredite und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) in Höhe von EUR 2,6 Millionen (Vorjahr: EUR 2,0 Millionen) aus.

Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital beträgt EUR 18,3 Millionen (Vorjahr: EUR 15,3 Millionen). Die Eigenkapitalquote beträgt 74,3 % (Vorjahr: 75,6 %).

Das Eigenkapital hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Zum 30 Sep 2024
Euro
Zum 30 Sep 2023
Euro
Stammkapital 58.012,00 58.012,00
Kapitalrücklage 13.579.456,75 13.579.456,75
Bilanzgewinn / -verlust 4.662.024,10 1.688.589,56
Eigenkapital 18.299.492,85 15.326.058,31
Bilanzsumme 24.624.656,39 20.272.475,94
Eigenkapitalquote 74,31% 75,60%

Die Eigenkapitalquote ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme leicht zurückgegangen.

3.2 Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein Gewinn vor Steuern (Gewinn aus ordentlicher Tätigkeit) von EUR 3.964.878,77 (Vorjahr: EUR 7.087.436,89) erzielt. Darin enthalten sind Kapitalerträge in Höhe von EUR 22,00 (Vorjahr: EUR 525,00). Aufgrund des Gewinns im abgelaufenen Geschäftsjahr und nach Verlustverrechnung aus den Vorjahren, muss die Gesellschaft inländische Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 991.444,23 zahlen. Damit beträgt der Nettogewinn in 2023/2024 EUR 2.973.434,54 (Vorjahr: EUR 6.203.267,47).

Die Gesamtverschuldung der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen belief sich zum 30. September 2024 auf EUR 2.608.404,36 (Vorjahr: EUR 1.950.595,68). Die Gesellschaft benötigte im Berichtsjahr keine externen Bankfinanzierungen, und es wird auch nicht erwartet, dass eine solche in Zukunft benötigt wird.

Die Liquiditätssituation ist positiv. Zum 30. September 2024 verfügte die Gesellschaft über EUR 18.100.258,61 (Vorjahr: 12.452.904,26) als Guthaben. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten.

4. Erwartete Entwicklung mit ihren wichtigsten Chancen und Risiken

4.1. Erwartete Geschäftsentwicklung und Chancen

Die Gesellschaft wird den Prozess der Anpassung seiner Richtlinien, Verfahren und Systeme an die von Visa fortsetzen. Die Gesellschaft baut die Unified Commerce solution von Cybersource, einer Visa Solution und insbesondere dem persönlichen Kanal, weiter auf und konzentriert sich auf deren Verbesserung. Der Lösungsansatz akzeptiert Zahlungen im Geschäft über unterstützte POS-Terminals oder ermöglicht Smartphones und Tablets zu schnellen, mobilen POS-Lösungen für sichere Zahlungen und bietet eine weltweite Akzeptanz von Zahlungen mit Geschwindigkeit und Sicherheit.

Für das Wirtschaftsjahr 2024 / 2025 wird ein ähnliches Ergebnis wie im laufenden Jahr erwartet.

4.2. Risikobericht

i) Der intensive Wettbewerb innerhalb der Branche könnte die Nachfrage für Produkte und Dienstleistungen verringern oder beseitigen

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft ist hart umkämpft und unterliegt einem raschen technologischen Wandel. Wir gehen davon aus, dass sich der Wettbewerb in der Zukunft verschärfen wird und erwarten die Konkurrenz von Erwerbern, unabhängigen Vertriebsorganisationen und Zahlungsabwicklern (Beispiele: ACI, Adyen, Stripe, and Mastercard Payment Gateway Services).

ii) Mögliche Systemausfälle und Kapazitätsmängel können sich negativ auf die Nachfrage nach Dienstleistungen auswirken

Die Fähigkeit, Dienstleistungen für Händler zu erbringen, hängt vom störungsfreien Betrieb der Handelstransaktionsverarbeitungssysteme der Gesellschaft ab. Die Systeme und Operationen sind anfällig für Beschädigungen oder Unterbrechungen durch:

- "Denial-of-Service" -Angriffe;

- Computerviren;

- Krieg, Erdbeben, Feuer, Überschwemmung und andere vom Menschen oder der Natur verursachte Katastrophen; und

- Stromausfall, Telekommunikations- oder Datennetzausfall, Fahrlässigkeit des Betreibers, unsachgemäßer Betrieb durch Mitarbeiter, physische und elektronische Einbrüche und ähnliche Ereignisse.

Trotz der Tatsache, dass die unmittelbare Muttergesellschaft der Gesellschaft, Visa International, redundante Server in Hosting-Centern von Drittanbietern implementiert hat, kann es aus den oben genannten Gründen und aus verschiedenen anderen Gründen zu Dienstunterbrechungen kommen.

4.3. Risikoberichterstattung in Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumenten

Ausblick zum Preis-, Kredit-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiko

Das Preisrisiko für Finanzinstrumente entsteht beispielsweise aufgrund von Änderungen der Rohstoffpreise oder der Aktienkurse. Die Gesellschaft verfügt über keine Anlagen, die einem solchen Risiko ausgesetzt sein könnten.

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Partei einer Finanzvereinbarung einen finanziellen Verlust für diese andere Partei verursacht, indem sie eine Schuld nicht zurückzahlt oder auf andere Weise einer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommt. Unternehmensrichtlinien zielen darauf ab, solche Verluste zu minimieren, und verlangen, dass aufgeschobene Bedingungen nur Kunden gewährt werden, die eine angemessene Zahlungshistorie nachweisen und/oder die Kreditwürdigkeit des Kunden befriedigen. Die Gesellschaft begrenzt das Kontrahentenrisiko einzelner Handelsschuldner in Abhängigkeit von der Größe und Kreditwürdigkeit des Kunden.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten hat, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft ist bestrebt, das Liquiditätsrisiko zu mindern, indem es die Intercompany Cash Collections rechtzeitig anwendet.

Das Cashflow-Risiko ist das Risiko einer Variabilität der Cashflows, die auf ein bestimmtes Risiko im Zusammenhang mit einem erfassten Vermögenswert oder einer erfassten Verbindlichkeit zurückzuführen ist. Ein Beispiel könnten zukünftige Zinszahlungen für Schulden mit variablem Zinssatz sein. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko, sofern dies durch Cashflow-, Management- und Prognosetechniken angemessen ist. Das Risiko wird aufgrund der erheblichen Barreserven der Gesellschaft weiter reduziert.

5. Forschung & Entwicklung

Die Gesellschaft investiert in Forschung & Entwicklung und entwickelt und testet Frontend- und Backend-eigene Software für Kartenterminal-Geräte (In-person Acceptance Solutions). Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen 71 Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung.

 

München, den 11. Dezember 2024

Sharon Dean

Andre Machicao

vorläufige Bilanz

Aktiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 526.293,13 622.699,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 6,00
II. Sachanlagen 431.227,00 527.633,00
III. Finanzanlagen 95.060,13 95.060,13
B. Umlaufvermögen 23.947.265,72 19.547.525,56
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.847.007,11 7.094.621,30
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.100.258,61 12.452.904,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.097,54 102.251,25
Summe Aktiva 24.624.656,39 20.272.475,94

Passiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 18.299.492,85 15.326.058,31
I. ausgegebenes Kapital 58.012,00 58.012,00
1. Gezeichnetes Kapital 60.991,00 60.991,00
2. eigene Anteile -2.979,00 -2.979,00
II. Kapitalrücklage 13.579.456,75 13.579.456,75
III. Gewinnvortrag 1.688.589,56 -4.514.677,91
IV. Jahresüberschuss 2.973.434,54 6.203.267,47
B. Rückstellungen 3.399.298,55 2.776.597,22
C. Verbindlichkeiten 2.925.864,99 2.169.820,41
Summe Passiva 24.624.656,39 20.272.475,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 30.9.2024
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Rohergebnis 22.290.497,03 26.705.373,24
2. Vertriebskosten 485.075,41 2.053.170,72
3. allgemeine Verwaltungskosten 4.231.862,95 4.554.245,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.608.701,90 13.011.045,26
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6.589,52 112.168,38
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,00 525,00
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 991.444,23 882.842,00
7. Ergebnis nach Steuern 2.973.434,54 6.204.594,89
8. sonstige Steuern 0,00 1.327,42
9. Jahresüberschuss 2.973.434,54 6.203.267,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

der Payworks GmbH, München

I. ANGABEN ZUR IDENTIFIKATION DER GESELLSCHAFT (§ 264 ABS. 1a HGB)

Die Firma der Gesellschaft lautet Payworks GmbH. Der Sitz ist in München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 198614 im Register des Amtsgerichts München eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bei Aufstellung des Anhangs wurde gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Technische Anlagen und Maschinen: 4 bis 14 Jahre.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 23 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Bei der Bewertung wurden sämtliche erkennbaren Risiken berücksichtigt.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 5.721 (Vorjahr: TEUR 6.477) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Vorjahr
Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
Gesamt
TEUR
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.608 0 0 2.608 1.951 1.951
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 2 2
Sonstige 317 0 0 317 217 217
2.925 0 0 2.925 2.170 2.170

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit EUR 0,00 (im Vorjahr: TEUR 1.950.595,68) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

4. Davon-Vermerke

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 271.100,89 (Vorjahr: TEUR 171) an Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 46.359,74 (Vorjahr: TEUR 46) an Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen aus Mietverträgen über Geschäftsräume (incl. Nebenkosten) sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 135.004,98. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Innerhalb eines Jahres werden EUR 135.004,98 für die Miete der Geschäftsräume fällig.

6. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Überhang von aktiven latenten Steuerlatenzen wird nicht bilanziert.

V. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

a) Löhne und Gehälter EUR 9.555.948,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung EUR 2.767.779,15
davon für Altersversorgung EUR 630.972,29

2. Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 51.620,73 (Vorjahr: EUR 119.600,08) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 34.124,24 (Vorjahr: EUR 542.004,33) enthalten.

VI. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 82 Mitarbeiter, davon 82 Angestellte.

2. Gesellschaftsorgane

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. war bestellt:

• Herr Andre Machicao, Geschäftsführer

• Frau Sharon Dean, Geschäftsführerin

Die Angabe der Bezüge entfällt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB.

3. Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen zum 30.09.2024 ist die Visa International Service Association mit Sitz in Wilmington, USA. Der Jahresabschluss zum 30.09.2024 der Payworks GmbH wird in den Konzernabschluss der Visa U.S.A., Inc. einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter https://usa.visa.com abrufbar.

4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent

der Anteile

Die Gesellschaft hält zum 30. September 2024 jeweils 100% der Anteile an folgenden Unternehmen:

Payworks Technologies Poland Sp.z o. o., Poland:

Eigenkapital: EUR 707.123,50

Jahresüberschuss: EUR 547.094,76

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 30.09.2024 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 11. Dezember 2024

Payworks GmbH

Geschäftsführung

Sharon Dean

Andre Machicao

Anlagenspiegel zum 30. September 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.10.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 30.09.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.007,92 0,00 0,00 0,00 111.007,92
111.007,92 0,00 0,00 0,00 111.007,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 297.616,54 6.728,45 0,00 0,00 304.344,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 813.937,02 148.079,37 0,00 0,00 962.016,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.111.553,56 154.807,82 0,00 0,00 1.266.361,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.202,13 0,00 0,00 0,00 1.202,13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 93.858,00 0,00 0,00 0,00 93.858,00
95.060,13 0,00 0,00 0,00 95.060,13
1.317.621,61 154.807,82 0,00 0,00 1.472.429,43
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 30.09.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.001,92 0,00 0,00 0,00 111.001,92
111.001,92 0,00 0,00 0,00 111.001,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 174.686,54 53.228,45 0,00 0,00 227.914,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.234,02 197.985,37 0,00 0,00 607.219,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
583.920,56 251.213,82 0,00 0,00 835.134,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
694.922,48 251.213,82 0,00 0,00 946.136,30
Buchwerte
Stand 30.09.2024
EUR
Stand 30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 6,00
6,00 6,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 76.430,00 122.930,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.797,00 404.703,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
431.227,00 527.633,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.202,13 1.202,13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 93.858,00 93.858,00
95.060,13 95.060,13
526.293,13 622.699,13

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Payworks GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Payworks GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Payworks GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fellbach, den 11. Dezember 2024

KKLB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Jöde, Wirtschaftsprüfer

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