ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH

Breisenbachstraße 87, 44357 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 19112
Vorher
SADA Zwölfte GmbH
Eingetragen
23.12.2004
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von PräzisionsstahlrohrenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Die Fertigung und der Vertrieb von Rohren, Profilen und Zubehör aus NE-Metallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Craig Horne
seit 29.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Glean Group, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Glean Group, LLC
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die in Dortmund ansässige Firma ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH (ARUP) ist Hersteller von Aluminiumrohren und -profilen für Wärmetauscheranwendungen und vertreibt diese hochwertigen Produkte weltweit vorwiegend an Automobilzulieferer sowie Industriekunden. In 2013 wurde zusätzlich mit der Produktion von Messingrohren, hauptsächlich für Wärmetauscher in den Bereichen Eisenbahn, Baufahrzeuge sowie mobiler Energieerzeugung am Standort Dortmund begonnen. Beide Materialien werden in einem Rollformprozess aus Metallband in die gewünschte Profilform gebracht und per Hochfrequenztechnologie geschweißt.

Die Absatzmärkte erstrecken sich in den Regionen EMEA, Asien, Pazifik und Nord- und Südamerika auf 20 unterschiedliche Länder.

Das Unternehmen gehört zur amerikanischen ThermaSys Corporation, welche nach dem Verkauf im Jahre 2012 mit der amerikanischen API Heat Transfer Holding zusammengeführt wurde. Die Zentrale der API-Gruppe ist in Buffalo, New York, USA. Seit dem 10.01.2023 ist Herr Marc Stahlschmidt als Geschäftsführer bestellt.

2. Forschung und Entwicklung

Die ARUP entwickelt im Moment keine eigenen Produkte und hat sich im Laufe der Jahre als zuverlässiger Auftragsproduzent etabliert. Sie fertigt nach Kundenzeichnungen und versucht mit den Kunden zusammen Optimierungen zu erzielen. Das Ingenieurwesen konzentriert sich auf solche Optimierungen und erstellt Machbarkeitsstudien. Im Zuge der Machbarkeitsstudien wurden schon Prototypen produziert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die an der Gemeinschaftsdiagnose (GD) beteiligten Forschungsinstitute bescheinigen der Weltkonjunktur nach kräftigem Start in das Jahr 2023 eine deutliche Verlangsamung im zweiten Halbjahr. Diese resultiere im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen. Als weiterer dämpfender Faktor wird die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, ausgemacht. Sind kurzfristig geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Pandemie die wesentlichen Faktoren, so dürften auf mittlere Sicht die schwache Produktivitätsentwicklung, geringes Tempo bei Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung wachstumshemmend wirken. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beitragen.

Die Inflation sinkt nur langsam von sehr hohem Niveau. Die in fast allen Weltregionen sehr hohe Inflation sehen die Institute der GD mittelfristig wieder sinken und den durch sie erzeugten Kaufkraftentzug zunehmend durch Lohnzuwächse kompensiert.

Der IWF geht davon aus, dass sich das globale Wachstum auf 3,0 % in diesem und 2,9 % im nächsten Jahr (von 3,5 % im Jahr 2022) abschwächen wird. Dies wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt.

Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html :~:text=Der%20IWF%20erwartet%20im%20Jahr,%2D0%2C3%20Prozentpunkte%20entspricht.

Automobilindustrie unter Druck

Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung der weltweiten Nachfrage, der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs ist die Automobilindustrie stark unter Druck geraten. Der weltweite Pkw-Absatz war von 2020 bis 2022 stark beeinträchtigt.

Der Schwerpunkt der deutschen Automobilindustrie liegt in der Herstellung von Personenkraftwagen (Pkw). Laut der ACEA wurden in Deutschland im Jahr 2022 3,3 Millionen Pkw gebaut und damit knappe 13 Prozent mehr als im Jahr 2021. Gemäß des VDA wurden in 2023 4,1 Mio. Personenkraftwagen im Inland bzw. 14,1 Mio. im In- und Ausland produziert. Der größte limitierende Faktor für die Pkw-Produktion stellt derzeit der Halbleitermangel dar.

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) führt der andauernde Halbleitermangel bis 2026 global zu einem Produktionsrückgang von 20 Prozent, falls keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Im Zuge der Coronapandemie hatten die Automobilhersteller ihre Halbleiternachfrage reduziert. Gleichzeitig wurden jedoch von Unternehmen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik deutlich mehr Halbleiter nachgefragt. Als die Autoverkäufe wieder zunahmen, stand dadurch keine ausreichende Zahl an Halbleitern zur Verfügung.

Insgesamt betrachtet, ist die deutsche Automobilindustrie bisher ohne eine größere Insolvenzwelle durch die Krise gekommen. Wie die Gesamtwirtschaft ist jedoch auch die Entwicklung der Automobilindustrie mit hoher Unsicherheit behaftet. Obschon sich die Lieferkettenprobleme etwas entspannt haben, kann es weiterhin zu angebotsseitigen Engpässen kommen. Zudem steigt angesichts der hohen Energiepreise und der Inflation die Sorge vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage.

Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) werden von den Automobilherstellern und -zulieferern die hohen Energie- und Rohstoffpreise als größtes Geschäftsrisiko wahrgenommen. Weitere Geschäftsrisiken sind laut der befragten Unternehmen der Fachkräftemangel, höhere Arbeitskosten und Nachfragerückgänge. Diese Faktoren könnten demnach einer Erholung der Automobilindustrie entgegenstehen.

Auch die Finanzlage bleibt innerhalb der Automobilindustrie angespannt. Laut der DIHK-Umfrage meldeten 37 Prozent der befragten Automobilhersteller und 41 Prozent der Zulieferer eine problematische Finanzlage. Aufgrund hoher Energie-, Material- und Arbeitskosten sind Liquiditätsengpässe das häufigste Finanzproblem. So gaben 22 Prozent der Automobilhersteller und 21 Prozent der Zulieferer Liquiditätsengpässe an. Am zweithäufigsten meldeten die befragten Unternehmen einen Eigenkapitalrückgang als Finanzproblem. Daneben sind die Unternehmen mit einer erschwerten und teureren Fremdkapitalbeschaffung konfrontiert.

Insbesondere für kleinere Automobilzulieferer, die über keine größeren Rücklagen verfügen, könnte die weitere Entwicklung existenzbedrohend werden.

Neben den Auswirkungen der Coronakrise und des Ukrainekriegs ist die Automobilindustrie zusätzlich noch mit einem längerfristigen Strukturwandel konfrontiert. Die Entwicklung zur Elektromobilität, die zunehmende Einführung autonomer Fahrfunktionen und das Aufkommen neuer Mobilitätsdienstleistungen verändern die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten von Zulieferern und Herstellern zum Teil tiefgreifend. Für diesen investitionsintensiven Transformationsprozess benötigt die Automobilbranche stabile Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Bedingungen werden Investitionen jedoch gestoppt oder ins Ausland verlagert. Dies geht aus einer Umfrage des VDA hervor, bei der 28 Prozent der befragten Automobilzulieferer angaben, ihre Produktion ins Ausland verlagern zu wollen und 14 Prozent der Unternehmen eine Streichung der Investitionen planen. Aufgrund der Größe der Automobilindustrie könnte diese Entwicklung auch für den Industriestandort Deutschland zu einer deutlichen Veränderung führen.

Quelle: https://www.roedl.de/themen/sanierungsbrief/2023/02/aktueller-konjunkturueberblick-fokus-automobilindustrie

2. Geschäftsverlauf

ARUP führt ein monatliches Berichtswesen mit Darstellung und Analyse wesentlicher Finanz-KPIs (Key-Performance-Indicators) und der Gewinn- und Verlustrechnung durch. Diese Kennzahlen werden den Zielgrößen gegenübergestellt, in Form von Monatsberichten komprimiert und der Geschäftsleitung und der Gesellschafterin präsentiert. Neben dem Soll-Ist-Abgleich nebst Analyse erfolgt eine monatlich fortlaufende Prognose der Gewinn- und Verlustrechnung und der wesentlichen Finanz-KPIs zum laufenden Geschäftsjahr. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und Betriebsergebnis sowie Working Capital. Die Gesellschaft steuert nach diesen finanziellen Leistungsindikatoren.

Im Vergleich zum Budget konnten die ARUP die Umsatzziele nicht erreichen. Es wurde ein Umsatz von 21.892 T€ generiert. Im Budget war mit 23.538 T€ gerechnet worden. Das Umsatzziel wurde damit um 1.646 T€ verfehlt. Der Hauptgrund dafür war, dass es bei einigen Kunden Verzögerungen bei neuen Projekten gab. Darüber hinaus konnten einige Projekte mit Neu- bzw. Bestandskunden nicht gewonnen werden.

Die Gesellschaft erzielte ein wie prognostiziert positives Betriebsergebnis von 368 T€ (VJ 774 T€). Im Vergleich zum Vorjahr sank die Materialquote, welche das Rohergebnis verbesserte. Auf der anderen Seite stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 503 T€ an. Dies ist insbesondere auf Mehrausgaben im Bereich der Instandhaltung sowie der gestiegenen Vertriebskosten zurückzuführen.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung von einem ähnlichen Betriebsergebnis für 2024 aus.

Das Working Capital als weitere Steuerungsgröße wurde im Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Im Vergleich zum Vorjahr sank es von 7.423 T€ (34,6%) auf 3.983 T€ (18,2%). Im Berichtsjahr sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beglichen werden. Die Gesellschaft prognostiziert ein stabiles Working Capital, da die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen nun konsequent beglichen werden.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf aufgrund des leicht gestiegenen Umsatzes und dem Gewinn neuer Kunden sowie Rückgewinnung des Vertrauens von Bestandskunden als positiv, auch wenn die Einmalkosten durch den Wechsel der Vertriebsleitung nicht vollständig kompensiert wurden.

3. Lage

a) Ertragslage

T € 2023
%
T € 2022
%
Veränderung
T €
Veränderung
%
Betriebliches Rohergebnis 6.700 100,0% 6.228 100,0% 472 7,6%
Personalaufwand -3.953 -59,0% -3.243 -52,1% -710 21,9%
Abschreibungen -209 -3,1% -544 -8,7% 335 -61,6%
sonstige betriebliche Aufwendungen -2.170 -32,4% -1.667 -26,8% -503 30,2%
Betriebsergebnis 368 5,5% 774 12,4% -406 -52,5%
Zinsergebnis 66 1,0% 22 0,4% 44 201,8%
Ertragssteuern -101 -1,5% 0 0,0% -101
Ergebnis nach Steuern 334 5,0% 796 12,8% -462 -58,1%
Sonstige Steuern -12 -0,2% -12 -0,2% 0
Jahresüberschuss 322 4,8% 784 12,6% -462 -58,9%

Mit Umsatzerlösen von 21.892 T€ (VJ 21.481 T€) lagen wir leicht über dem Vorjahreswert. Der positive Trend aus 2022 hielt das erste Halbjahr 2023 noch an. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf einzelne Kundenprojekte zurückzuführen. Dabei gab es steigende Bedarfe für Projekte als auch neue Kundenprojekte, die bei der ARUP platziert wurden.

Die Materialaufwandsquote sank um 2,2 Prozentpunkte auf 70,2%, da sich der Materialaufwand trotz höherer Gesamtleistung um 226 T€ verringerte. Dies führte zu einem besseren Rohergebnis. Das Rohergebnis stieg um 472 T€ an. Das bedeutete einen Anstieg um 2,7 Prozentpunkte.

Durch das im Jahr 2023 gestiegene Produktionsvolumen wurde die Mitarbeiterzahl im Produktionsbereich entsprechend angepasst. Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 55 Personen, Vorjahr 50 Personen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 710 T€ auf 3.953 T€ gestiegen. Der Anstieg ist mit gestiegenen Löhnen und Gehältern, sowie einem Personalaufbau und Abfindungszahlungen erklärbar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 503 T€ an. Darin ist ein Anstieg der Instandhaltungskosten von 169 T€ enthalten. Der Maschinenpark wurde überholt und notwendigen Reparaturen durchgeführt. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg insbesondere um die Vertriebskosten. Insgesamt erhöhte sich der Aufwand um ca. 127 T€. Der Mutterkonzern belastete die ARUP erstmalig mit einer Management Fee in Höhe von 178 T€.

Die Abschreibungen fielen im Geschäftsjahr geringer aus. Sie betrugen 209 T€. Im Vorjahr betrugen sie 544 T€. Allerdings waren darin auch 287 T€ Sonderabschreibung enthalten.

Das betriebliche Ergebnis sank um 406 T€ auf 368 T€.

Durch zwei weitere Darlehen an die Muttergesellschaft stiegen die Zinserträge auf 69 T€ (+42 T€).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 101 T€ (VJ 0 €). Die sonstigen Steuern waren konstant bei 12 T€.

Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 322 T€ (VJ 784 T€).

b) Finanzlage

Die Erhöhung der flüssigen Mittel um 1.067 T€ auf 1.784 T€ sind im Wesentlichen der Senkung der Intercompany Forderungen und des proaktiven Forderungsmanagement geschuldet.

Insgesamt ist die Liquiditätsausstattung weiterhin gut. Sie ist mit ausreichenden Barmitteln sichergestellt. Kredite mussten nicht in Anspruch genommen werden.

c) Vermögenslage

T€ 2023
%
T€ 2022
%
Veränderung
T€
Veränderung
%
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen
Anlagevermögen 4.133 33,2% 1.993 16,7% 2.140 107,4%
Kurz- und mittelfristig gebundenes Vermögen
Vorratsvermögen 2.344 18,8% 1.797 15,0% 547 30,4%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.021 24,3% 3.711 31,0% -690 -18,6%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 660 5,3% 3.666 30,6% -3.006 -82,0%
Sonstige Vermögensgegenstände und RAP 520 4,2% 78 0,7% 442 566,7%
Flüssige Mittel 1.784 14,3% 717 6,0% 1.067 148,8%
12.462 100,0% 11.962 100,0% 500 4,2%

Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 4.133 T€. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 139 T€, die Abschreibungen 209 T€. Im Wesentlichen wurde in Anlagen und Maschinen investiert. In dem Anlagevermögen ist ein Darlehen von 900 T€ an die ThermaSys Group Holding Company enthalten. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr zwei weitere Darlehen mit einer fünfjährigen Laufzeit in Summe von 2.300 T€ an die API Heat Transfer Company gewährt worden.

Die Vorräte haben sich aufgrund des insgesamt angestiegenen Auftragsvolumens um 547 T€ auf 2.344 T€ erhöht. Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg dabei um 365 T€ an. Der Hintergrund des Anstiegs ist im hohen Auftragsbestand im Januar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 690 T€ auf 3.021 T€ gesunken. Hierbei konnten im Vergleich zum Vorjahr 391 T€ überfällige Forderungen durch ein proaktives Forderungsmanagement gesenkt werden. Darüber hinaus wurden im Dezember geringe Umsatzerlöse erzielt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 442 T€ auf 520 T€. Der Hauptgrund für den Anstieg sind die Forderungen aus Steuererstattungen.

T€ 2023
%
T€ 2022
%
Veränderung
T€
Veränderung
%
Passiva
Eigenkapital 9.888 79,3% 9.566 80,0% 322 3,4%
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57 0,5% 115 1,0% -58 -50,2%
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen 288 2,3% 384 3,2% -96 -25,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.984 15,9% 1.739 14,5% 245 14,1%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57 0,5% 12 0,1% 45 375,0%
Sonstige Verbindlichkeiten und RAP 187 1,5% 146 1,2% 41 28,1%
12.462 100,0% 11.962 100,0% 500 4,2%

Das Eigenkapital erhöhte sich um 322 T€ auf insgesamt 9.888 T€. Die Eigenkapitalausstattung ist nach unserer Einschätzung auf einem sehr hohen Niveau. Die Eigenkapitalquote lag bei 79,3% (VJ 80,0%).

Die Rückstellungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 96 T€ auf 288 T€. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen. Die Rückstellungen sanken um 82 T€ auf 104 T€. Darüber hinaus sanken die Rückstellungen für Löhne um 30 T€ und Einzelgewährleistungen um 26 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um 245 T€ auf 1.984 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 45 T€ auf 57 T€ (VJ 12 T€). Die Erhöhung resultiert aus Verbindlichkeiten gegenüber der API Heat Transfer.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 107 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau in Höhe von 46 T€. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist mit 105 T€ steuerbedingt.

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Working Capital 3.983 7.423 -3.440 -46,3%
% von Umsatzerlösen 18,2% 34,6%
Vorratsvermögen 2.344 1.797 547 30,4%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.021 3.711 -691 -18,6%
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 660 3.666 -3.006 -82,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.984 1.739 245 14,1%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57 12 45 375,0%

Insgesamt sank das Working Capital mit 3.983 T€ um 46,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft hat im Vorjahr eine Reduzierung des Working Capitals prognostiziert. Der Hauptgrund für die Verminderung war die Bezahlung der Intercompany Forderungen und der damit verbundenen Gewährung der neuen Darlehensverträge.

III. Prognosebericht

Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse mit Dritten in 2024, bei gleichbleibenden LME (Aluminiumpreis), im Vergleich zu 2023 steigen. Die Gesellschaft plant mit Umsatzerlösen mit Dritten i.H.v. 23.700T€ (VJ 21.500 T€). Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen sollen bei leicht erhöhten 3.500 T€ liegen. Die großen beiden Abnehmer sind dabei API Arcade und API Suzhou. Der gesamte Umsatz wird damit voraussichtlich leicht höher als im Vorjahr sein.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres konnte ein neuer Großkunde gewonnen werden. Für das kommende Jahr wird zunächst mit einem Rohrtypen begonnen. Im Laufe des ersten Halbjahres werde die weiteren Typen hinzukommen, so dass ab dem zweiten Halbjahr mit erhöhten Bedarfen zu rechnen ist.

Die Mitarbeiterzahl 2024 wird weiter an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst. Bei kurzfristigen Bedarfen wird die Gesellschaft Leiharbeiter einstellen.

Es wird eine leichte Erhöhung des Working Capitals im Vergleich zu 2023 erwartet. Wir gehen dabei von optimierten Beständen und einem Abbau von obsoletem Material aus. Demgegenüber ist tendenziell von längeren Zahlungszielen auszugehen. Es wird erwartet, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht weiter steigen werden.

Wir erwarten für das Jahr 2024 ein positives Betriebsergebnis zwischen 500 T€ bis 700 T€ aufgrund von steigenden Umsätzen sowie verbesserten Margen durch eine effizientere Ausnutzung der Maschinenkapazitäten.

Die ARUP hat in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres ein neues Preiskalkulationstool eingeführt, welches die genaue Darlegung der einzelnen Kostenbestandteile erlaubt und so zu einer Transparenz führt, die wiederum die Verhandlungen mit den Kunden erleichtert. Die Akzeptanz dieser Transparenz ist sehr hoch. Die ersten Verhandlungen bestätigen, dass die Kunden mit der neuen Transparenz viel besser umgehen können und die ARUP gebeten haben, neue Angebote zu erstellen.

Das Management Team überwacht fortlaufend die Umsatz- und Ertragslage und wird mit geeigneten Maßnahmen situationsbedingt reagieren. Darüber hinaus wird der Cash Conversion Cycle genauer betrachtet und optimiert. Derzeit sieht die Geschäftsführung den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die diversen Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Marktes und der Gesellschaft auswirken. Gleichwohl wird ein nachhaltiges, qualitatives und quantitatives Wachstum angestrebt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als wesentliche Risikofaktoren sind die multiplen Krisen auf den Weltmärkten einzustufen. Insbesondere stehen hier der Ukraine Krieg und die bedrohliche Lage in Nahost im Vordergrund. Daraus ergeben sich einerseits Verunsicherungen im Konsumentenverhalten, andererseits gibt es Unterbrechungen in den Lieferketten. In der Ukraine sind viele Autozulieferer angesiedelt, deren Betriebe stillgelegt wurden. Damit fehlen z.B. Kabelstränge, so dass auch die Produktion der OEM teilweise gestoppt werden musste. Dieser Wegfall der russischen und ukrainischen Kapazitäten musste oftmals durch teurere Kapazitäten substituiert werden, so dass einen weiteren Preisdruck auf die Industrie gibt.

Darüber hinaus sind grundsätzlich Einflüsse auf die Energieversorgung zu vergegenwärtigen, was zu erheblichen Verteuerungen der elektrischen Energie und auch Erdgas geführt hat. Diese höheren Kosten wurden in die Produktkalkulationen aufgenommen und in Form eines "Price Adders" an die Kunden adressiert. Es ergibt sich daraus ein neuer, europäischer Preisdruck, den die Kunden mit mehr Import aus Fernost begegnen könnten. Demgegenüber stehen die langen Transportwege und eine herausfordernde Versorgung mit Containern, sowie die Qualitätsansprüche der OEM.

Die Automobilindustrie steht immer noch vor großen Neuerungen und damit Herausforderungen, was die neuen Antriebssysteme angeht. Der Trend innerhalb der EU ist das Aus vom Verbrennermotor hin zur Elektromobilität. Die damit verbundenen notwendigen technischen Neuerungen in Konstruktion und Ausstattung der Fahrzeuge ist für die Zulieferindustrie von besonderer Aufgabe, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Dieser Trend zur Elektromobilität in Chance und Risiko zugleich, so dass der Anschluss daran nicht verpasst werden darf.

Die Geschäftsleitung steht hinsichtlich der Herausforderungen im ständigen Austausch mit dem weltweiten Lieferanten- und Kundennetzwerk, um die Risiken frühestmöglich zu erkennen und rechtzeitig entgegensteuern zu können.

Neben den allgemeinen politischen Risiken der Energieerzeugung und den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risiken wird im Rahmen des Risikomanagements vor allem operativen Risiken begegnet. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Branchenspezifische Risiken

Obwohl verpflichtende Geschäftsbedingungen vorliegen, besteht das Risiko spezifisches Rohmaterial als Überbestand zu führen, da sehr oft nur eine 1:1-Beziehung zwischen Rohmaterial und Fertigerzeugnis für den Kunden vorliegt. Mögliche Umarbeitungen reduzieren das Risiko.

ARUP wird von einigen Kunden als "Ramp-up-" oder als "Produktionsspitzen-Lieferant" genutzt. Innerhalb der Vertragslaufzeit können sich somit erhebliche Volumen von einem zum anderen Monat, von einem zum anderen Geschäftsjahr verschieben.

Optimale Zusammenarbeit mit Kunden, im Erfahrungsaustausch und in der Planung, können Schrottquoten und Lieferzeiten erheblich verbessern.

Generell versucht ARUP sein großes Potential, intern und im Konzernverbund, mit langjährigem Know-how, verlässlicher Qualität und erfahrenen Mitarbeitern auszuschöpfen.

Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Ertragsorientierte Risiken

Die Kunden von ARUP sind überwiegend im Ausland, z.B. in Fernost, der Türkei, der Slowakei und in den USA angesiedelt. Der überwiegende Teil sind OEM-Lieferanten im Automotive Bereich. Hier bestehen starker Wettbewerb und ein permanenter Preis- und Produktivitätsdruck seitens der Automobilindustrie. Diesen Druck versuchen die Kunden auf ARUP zu übertragen.

In den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft Kunden verloren. Ein Grund dafür war, dass sich Kunden eigene Rohrschweißanlagen angeschafft haben. Diese Produktionsvolumina sind vom Markt verschwunden. Die ARUP kann mit einer Inhouse-Strategie nicht konkurrieren. Es besteht daher ein generelles Risiko, dass Kunden eine vertikale Integrationsstrategie führen. Im Moment sieht die Gesellschaft dafür keine Anhaltspunkte, da auch Inhouse-Produzenten Angebote angefragt haben. Darüber hinaus ist ein Hersteller für Produktionsanlagen in ein Insolvenzverfahren gegangen. Die Risiken werden daher als gering eingestuft.

Personalspezifische Risiken

Die ARUP möchte weiterwachsen. Dazu bedarf es langfristig Bedarf an Produktionsmitarbeitern insbesondere an Maschinenführern, die sich mit der Rohrherstellung auskennen. Gleichzeitig muss die ARUP einer Überalterung der Mitarbeiter entgegenwirken, so dass Personal für das Wachstum als auch für den Ersatz gefunden werden muss. Im Moment gibt es einen Engpass auf dem Markt, so dass Personal schwer zu finden ist. Die Gesellschaft wird daher extern suchen. Dazu werden Anzeigen geschaltet und ggfs. externe Dienstleister in Anspruch genommen. Zukünftig sollen auch Mitarbeiter als Maschinenführer ausgebildet werden, um einem Mangel vorzubeugen. Das Risiko wird im Moment als mittleres Risiko eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die ARUP versucht so weit wie möglich in EUR zu fakturieren, um das Wechselkursrisiko zu minimieren. Es gibt ein paar kleinere Kunden, die nur in USD fakturiert werden, so dass es zu einem geringen Wechselkursrisiko kommt. Darüber hinaus gehören auch Intercompany Kunden zu den USD Kunden. Um das Risiko weiter zu minimieren, werden auch die letzten Intercompany Kunden mit den neuen Bestellungen Anfang des neuen Geschäftsjahres auf EUR umgestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in US-Dollar betrugen 108 TUSD per 31.12.2023, sodass hier ein überschaubares Währungsrisiko besteht.

Die insgesamt positive Liquiditätslage ist zudem durch die Muttergesellschaft und durch Schwestergesellschaften abgesichert. Falls es einen Engpass geben sollte, könnten auch Forderungen vor Fälligkeit bezahlt oder Darlehen getilgt werden. Es wird derzeit keine Fremdfinanzierung in Anspruch genommen.

Wechselkurse und Wechselkursrisiken erleichtern die Situation der Kunden nicht. Bei vielen ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage angespannt. ARUP entgegnet dem mit angepassten Liefer- und Zahlungskonditionen bei Vertragsverlängerungen.

Das finanzwirtschaftliche Risiko wird als geringes Risiko eingeschätzt.

2. Chancenbericht

Durch die Reorganisation des Vertriebes im Berichtsjahr sieht ARUP die Chance, verlorengegangene Kunden zurückzugewinnen und die Marktkenntnisse und Kontakte der neuen Vertriebsleitung zu nutzen, sowie den Vertrieb weiter aktiv zu gestalten.

Im Zuge der Diversifizierung möchte die ARUP weiter expandieren. Dazu werden neue Märkte angegangen, die sich teilweise auch aus dem Wandel zur Elektromobilität er geben. Es sind dazu schon einige Produkttests erfolgreich absolviert worden. Im Moment laufen dazu Verhandlungen mit potenziellen Kunden.

Darüber hinaus möchte die ARUP ihr Markenprofil schärfen. Sie möchte wieder zurück zum alten, bewährten Markenkern und Markennamen. Die ersten Maßnahmen wurden eingeleitet. Das Unternehmen hat ein neue Corporate ldentity erhalten. Zurzeit wird eine neue Homepage entwickelt und ein neuer Marktauftritt erarbeitet. Der zwischen zeitliche Markenauftritt als Thermasystubing soll entfallen, da er bei Kunden merklich nicht angenommen wurde.

3. Gesamtaussage

Durch unsere langjährige Erfahrung und unseren hohen Qualitätsanspruch sind wir in der Lage, den Risiken angemessen zu begegnen und die sich daraus ergebenden Marktchancen zu nutzen.

Von den o.a. Risiken kann grundsätzlich eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für ARUP ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände derzeit keine Risiken vor, die den Fort bestand in einem überschaubaren Zeitraum gefährden.

 

Dortmund, den 12. Juli 2024

Marc Stahlschmidt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29,00 1.217,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 207.500,00 220.011,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 331.955,59 459.983,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.760,38 392.974,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.455,32 18.996,50
932.671,29 1.091.965,31
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.200.000,00 900.000,00
4.132.700,29 1.993.182,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.826.869,38 1.462.262,89
2. Unfertige Erzeugnisse 225.872,98 148.953,61
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 291.298,34 185.612,85
2.344.040,70 1.796.829,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.020.713,12 3.710.903,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 660.125,43 3.666.469,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 492.356,13 49.312,35
4.173.194,68 7.426.685,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.783.909,69 716.828,26
8.301.145,07 9.940.343,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.829,17 28.704,80
12.461.674,53 11.962.230,12

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.732.880,46 2.732.880,46
III. Gewinnrücklage 6.808.050,95 6.024.270,26
IV. Jahresüberschuss 321.841,95 783.780,69
9.887.773,36 9.565.931,41
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 287.964,65 383.972,07
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.310,07 115.399,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.984.465,33 1.739.651,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.250,66 11.613,66
4. Sonstige Verbindlichkeiten 106.629,77 45.842,25
(davon aus Steuern € 104.730,29; Vorjahr € 29.515,76)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 50,00 ; Vorjahr € 177,82)
2.205.655,83 1.912.507,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 80.280,69 99.819,24
12.461.674,53 11.962.230,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 21.891.752,64 21.480.988,56
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 182.604,86 231.608,51
3. Gesamtleistung 22.074.357,50 21.712.597,07
4. Sonstige betriebliche Erträge 123.898,55 240.502,67
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.232.833,22 15.554.743,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 265.719,69 170.177,98
15.498.552,91 15.724.921,41
6. Rohergebnis 6.699.703,14 6.228.178,33
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.319.122,08 2.699.124,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 633.826,33 544.334,42
(davon für Altersversorgung € 6.439,60; Vorjahr € 4.556,00)
3.952.948,41 3.243.458,70
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 209.094,30 543.803,48
(davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen € 0,00; Vorjahr € 286.683,77)
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.169.952,40 1.667.302,74
10. Betriebliches Ergebnis 367.708,03 773.613,41
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69.083,15 27.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 69.083,15; Vorjahr € 27.000,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.603,31 5.117,60
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 100.630,80 0,00
14. Ergebnis nach Steuern 333.557,07 795.495,81
15. Sonstige Steuern 11.715,12 11.715,12
16. Jahresüberschuss 321.841,95 783.780,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH, Dortmund

Registergericht: Amtsgericht Dortmund HRB 19112

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Das Gliederungsschema gemäß § 275 HGB wurde zur verbesserten Darstellung der Ertragslage um die Positionen "Gesamtleistung", "Rohergebnis" und "Betriebliches Ergebnis" ergänzt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagenvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung.

Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude 11 - 20 Jahren, Grundstückseinrichtungen 9 - 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 9 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.

Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens bis zu 250 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. In der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens im Zugangsjahr als Abgang ausgewiesen. Für Vermögensgegenstände über 250 € bis 1.000 € Anschaffungskosten werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen.

Die Ausleihungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung der fremdbezogenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgte mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit der gewogenen Durchschnittsmethode. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Berechnung der Herstellkosten wurde das Wahlrecht zur Einbeziehung der allgemeinen Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen ausgeübt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gem. § 272 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.

III. GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umzurechnen. Wertänderungen aus der Währungsumrechnung sind unter Berücksichtigung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 2.Halbsatz HGB) sowie des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 HGB) berücksichtigt.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs.1 Nr. 4 2. Halbsatz HGB) sowie des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 HGB) umgerechnet (§ 256a Satz 2 HGB).

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) nachvollziehbar dargestellt, ebenso die Abschreibungen auf die Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023.

Im Anlagevermögen sind drei Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen enthalten. Es sind gegenüber dem Vorjahr zwei weitere Darlehen mit insgesamt T€ 2.300 hinzugekommen.

2. Vorräte

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr in Summe um T€ 547 gestiegen. Davon entfallen T€ 365 auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie T€ 106 auf Fertigwaren. Der Bestand wurde erhöht, um die hohe Nachfrage im Januar 2024 zu decken.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 548 (VJ T€ 3.623) sowie Zinsforderungen aus den drei gewährten Darlehen in Höhe von T€ 112 (VJ T€ 43). In den T€ 112 sind Forderungen in Höhe von T€ 72 enthalten, die in 2028 fällig werden. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist hauptsächlich in der Bezahlung der Intercompany Forderungen zu sehen. Im Gegenzug wurden zwei weitere Darlehen gewährt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, Provisionszahlungen, Gewährleistungsansprüche und Rechts- und Beratungskosten sowie Personalrückstellungen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GUV

1. Sonstige betriebliche Erträge/ Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2023 entstanden Gewinne aus Währungsumrechnung USD / EUR i.H.v. T€ 54 (VJ T€ 234). Allerdings entstanden auch Verluste aus Währungsumrechnung USD / EUR i.H.v. T€ 77 (VJ T€ 139) - im Wesentlichen aus der Umrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag. Die entstandenen Währungsgewinne werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Die entstandenen Währungsverluste sind im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 503 gestiegen. Im Laufe des Geschäftsjahres sind einige dringende Reparaturen vorgenommen worden. Dies hat einen Anstieg i.H.v. T€ 169 zur Folge. Darüber hinaus wurde der Vertrieb neu aufgestellt. Daraus ergaben sich höhere Kosten für Werbung, Reisen und sonstige Vertriebskosten i.H.v. T€ 127.

Zusätzlich zu den genannten Kosten wurden das erste Mal vom Konzern Management Fees erhoben, die quartärlich abgerechnet wurden. Insgesamt machten diese Weiterbelastungen Kosten in Höhe von T€ 178 aus.

2. Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 709 gestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist neben der allgemeinen Lohn- und Gehaltsanpassung bedingt durch den Aufbau von Personal, sowie der Umstrukturierung des Vertriebes und der damit einhergehenden Zahlung von Abfindungen.

VI. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der ARUP Rohr- und Profil GmbH haben.

VII. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

31.12.23 31.12.22
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen Gesamtbetrag in T€ 206 165
davon werden 2024 fällig: T€ 68 (VJ T€ 69 in 2023)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: jeweils T€ 0
31.12.23 31.12.22
Dienstleistungsverträge Gesamtbetrag in T€ 26 71
davon werden 2024 fällig: T€ 22 (VJ T€ 37 in 2023)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: jeweils T€ 0
Gesamtbetrag in T€ 232 236

2. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Jahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 55 Personen und teilt sich wie folgt auf:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 38 32
Angestellte 17 18
Arbeitnehmer ARUP 55 50

3. Geschäftsführung

Dennis Schneider, Kaufmann, 4400 Selwood Court, Williamston, Michigan, USA, Vice President Global Operations der API Heat Transfer Gruppe war seit dem 04.12.2019 bis zum 10.1.2023 als Geschäftsführer bestellt.

Seit dem 10.01.2023 ist Marc Stahlschmidt, Plettenberg, als Geschäftsführer bestellt. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 verzichtet.

4. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ThermaSys Group Holding Delaware Corporation mit Sitz in Buffalo, New York, USA einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Sie ist eine 100% Tochter der ThermaSys Germany Holding Company (Delaware Corp.), welche nach dem Verkauf im Jahre 2012 mit der amerikanischen API Heat Transfer Holding, LLC zusammengeführt wurde. Der Gesamtkonzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird auf der Ebene der API Heat Transfer Intermediate Holdings, LLC (Delaware LLC) erstellt.

VIII. VORSCHLAG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG ZUR VERWENDUNG DES JAHRESERGEBNISSES

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dortmund, den 12. Juli 2024

Marc Stahlschmidt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuch.
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.451,43 0,00 0,00 0,00 189.451,43
II Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.582.229,61 0,00 -10.000,00 0,00 5.572.229,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 531.509,61 0,00 -151.809,61 343,38 380.043,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.459.920,69 139.486,31 -607.224,64 0,00 20.992.182,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 900.000,00 2.300.000,00 0,00 0,00 3.200.000,00
22.549.372,12 2.439.486,31 - 607.224,64 0,00 24.381.633,79
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 188.234,43 1.188,00 0,00 189.422,43
II Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.362.218,13 2.511,48 0,00 5.364.729,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 303.653,02 63.482,79 -117.193,39 249.942,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.367.955,38 207.906,30 -556.686,42 20.019.175,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
III Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
20.556.189,81 209.094,30 - 556.686,42 20.208.597,69
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29,00 1.217,00
II Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 207.500,00 220.011,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.100,97 227.856,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 973.007,10 1.091.965,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
0,00 0,00
III Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.200.000,00 900.000,00
4.173.036,10 1.993.182,31

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARUP Alu-Rohr und Profil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 12. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Rieke Marie Schwab-van Geldern, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.07.2024 festgestellt.

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