Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 5521
Eingetragen
8.10.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Entwicklung und Verkauf neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte, Lösungen, Services und Applikationen sowie Erbringung von Beratungs- und Dienstleistungen im Bereich Digitalisierung in der Getränke- und Liquid-Food-Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Louis Noall
seit 3.3.2021
Prokura
Severin Diepold
seit 12.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KRONES Holding GmbH
Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Syskron GmbH

Wackersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Syskron GmbH mit Sitz in Wackersdorf ist unter der Nummer HRB 5521 beim Amtsgericht Amberg in das Handelsregister eingetragen. Die Syskron GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Syskron Holding GmbH, Wackersdorf, und gehört zum Konzernkreis der KRONES Aktiengesellschaft (KRONES AG), Neutraubling.

Das Stammkapital beträgt TEUR 5.000. Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist seit dem 1. Mai 2020 Severin Diepold. Im Berichtsjahr war Thomas Bernard bis 1. Mai 2020 bestellt.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde eine konsequente Optimierung des Produktportfolios gestartet. In einem ersten großen Teilschritt wurde der Geschäftsbereich Intralogistik zum Stichtag 1. Juli 2019 an das Schwesterunternehmen System Logistics GmbH veräußert, um dort sämtliche zukünftigen Intralogistik- Aktivitäten zu bündeln.

Das Management fokussiert sich nunmehr auf die tiefe Integration der Digitalisierung in den Machine-Life-Cycle der KRONES-Anlagen innerhalb der Kernsegmente Abfüll- und Verpackungstechnik, um den Kunden der Branche Liquid Food & Beverage einen signifikanten digitalen Mehrwert als bei klassischen IT-Projekten zu bieten.

Dieser neue digitale Ansatz stellt eine Abkehr vom klassischen Systemhaus-Ansatz als unabhängiger Integrator für kundenseitig bestehende Maschinen- und Software Umgebungen dar. Mit diesem klassischen Ansatz geht regelmäßig ein hoher Aufwand für das Customizing mit wenig skalierbaren Lösungen einher.

Durch die großen Entwicklungsanstrengungen der vergangenen Jahre kann Syskron zukünftig als Digital Service Center und Schlüssel zum Management des gesamten Maschine-Life-Cycle der KRONES-Anlagen fungieren. Der Weg dorthin wird ermöglicht durch ein mehrstufiges digitales Ökosystem.

Der geschaffene Edge Gateway "ReadyKit" ermöglicht die erforderliche Konnektivität sowohl für Bestands- wie für Neumaschinen. Mit der Entwicklung von "Share2Act" hat Syskron eine multimandantenfähige Plattform geschaffen, die herstellerübergreifend Maschinen miteinander verbindet und die wichtige Steuerung von Performance und Maintenance in Echtzeit ermöglicht. Darauf aufbauend können jederzeit eine Vielzahl von Funktionalitäten im Bereich IoT und Cloud Computing in Verbindung mit Service-Level-Agreements angeboten werden. Es entsteht daraus ein transparenter Kundenmehrwert basierend auf messbaren Erfolgsparametern und die Möglichkeit Maintenance- und Service-Contracts einzugehen.

2. Forschung und Entwicklung

Innovative Produkte und Lösungen, die beim Kunden Mehrwert schaffen, sind die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Im Berichtsjahr wurden umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt. Zum Stichtag waren für diesen Bereich 17 (Vj. 23) Mitarbeiter mit Forschungs- und Entwicklungsleistungen betraut. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2020 hierfür im Geschäftsbereich Digitalisierung Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.412 (Vj. TEUR 1.650) an. Diese umfassen im Wesentlichen Softwarelösungen zur Maschinenkonnektivität, Integrationsmodule sowie Visualisierungs- und Konfigurationssysteme zur Projektabwicklung.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft klettert aus den Tiefen, anfällig für Rückschläge. Die globale Konjunktur war 2020 stark von der Corona-Pandemie belastet. Vor allem im ersten Halbjahr führten die strikten Lockdowns weltweit zu einem massiven Einbruch der Wirtschaftstätigkeit. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2021 fiel das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 3,5% (2019: plus 2,8%). Zur Jahresmitte lag die IWF-Prognose noch bei minus 4,9%. Die dynamische Erholung im zweiten Halbjahr ließ den Rückgang gegenüber dem Vorjahr abschmelzen.

Überdurchschnittlich stark verlangsamte sich die Konjunktur 2020 in den reifen Industriestaaten. Hier ging die Wirtschaftsleistung insgesamt um 4,9% zurück (Vorjahr: plus 1,6%). Vor allem innerhalb der Eurozone litt die Konjunktur an den Folgen der Corona-Pandemie. Im gemeinsamen Währungsraum fiel das BIP 2020 um 7,2% nach einem Plus von 1,3% im Vorjahr.

Relativ gut durch die Krise kam die weltweit größte Volkswirtschaft USA. Dort ging im Berichtszeitraum das BIP nur um 3,4% zurück (Vorjahr: plus 2,2%). In Japan verringerte sich die Wirtschaftsleistung 2020 um 5,1% (Vorjahr: plus 0,3%).

Weniger stark brach im Berichtszeitraum die Konjunktur in den Schwellen- und Entwicklungsländern ein. Dort fiel das BIP 2020 um 2,4% (2019: plus 3,6%). Laut IWF-Experten liegt das vor allem an der positiven Entwicklung in China. Die Wirtschaft im Reich der Mitte erholte sich von dem Einbruch im ersten und zweiten Quartal im weiteren Jahresverlauf am stärksten. Dadurch ist China 2020 die einzige große Wirtschaftsnation, die mit plus 2,3% (Vorjahr: plus 6,0%) ein Wachstum verzeichnen konnte. Der Hauptgrund hierfür ist, dass das bevölkerungsreichste Land die Pandemie schnell in den Griff bekam.

In Indien war dies nicht der Fall. Deshalb litt dort die Wirtschaft stark unter der Corona-Krise und das BIP brach um 8,0% (Vorjahr: plus 4,2%) ein.

Die Länder Latein-Amerikas wurden ebenfalls stark von der Corona-Pandemie getroffen. Die Wirtschaftsleistung in dieser Region verringerte sich um 7,4% (Vorjahr: plus 0,2%).

Im Raum Naher Osten/Zentralasien betrug der BIP-Rückgang im Berichtsjahr 3,2% (Vorjahr: plus 1,4%). Die Wirtschaftstätigkeit in der Region Sub-Sahara Afrika war ebenfalls rückläufig. Dort verringerte sich das BIP 2020 um 2,6% (Vorjahr: plus 3,2%).

Im europäischen Vergleich (Euro-Raum: minus 7,2%) hat sich die Volkswirtschaft in Deutschland im Berichtsjahr noch einigermaßen behaupten können. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes fiel das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 4,9%. Die deutsche Wirtschaft ist damit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Krisenjahr 2020 in eine ähnlich starke Rezession gerutscht wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 (BIP 2009: minus 5,7%).

Die Corona-Pandemie hinterließ 2020 in nahezu allen Bereichen ihre Spuren. Während die Industrie von der teilweisen Störung der Lieferketten im ersten Halbjahr getroffen wurde, litten viele Dienstleistungsbereiche unter den Lockdowns. Das Baugewerbe konnte sich in der Krise gut behaupten. Großer Profiteur der Corona-Maßnahmen der Regierungen war der Onlinehandel.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus haben das Krisenjahr 2020 mit deutlichen Minusraten abgeschlossen. Diese sind aber nicht ganz so hoch, wie zwischenzeitlich erwartet. Anhand vorläufiger Zahlen rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) damit, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2020 aufgrund der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 14% gesunken ist. Die ursprüngliche VDMA-Prognose vom Jahresanfang lag bei einem Minus von 2%.

Die Corona-Pandemie belastet auch die Nachfrage nach Abfüll- und Verpackungstechnik. Dies ändert aber nichts an den langfristig guten Wachstumsaussichten für die Märkte von KRONES. Denn die Megatrends, die dazu führen, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel mittel- und langfristig überproportional steigt, sind intakt.

Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2020 lebten 7,8 Mrd. Menschen auf der Erde. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen.

Anders als in den vergangenen Jahren, als der weltweite Verbrauch von abgepackten Getränken stetig gestiegen ist, war der Konsum 2020 rückläufig. Grund hierfür ist die Corona-Pandemie. Die Lockdowns und Einschränkungen im Gastronomiebereich wirkten sich stark auf den Getränkekonsum in Bars und Restaurants aus. Laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2020 mit insgesamt 1.292 Mrd. Litern um 5,4% unter dem Vorjahreswert von 1.366 Mrd. Litern.

Gestützt von den Megatrends dürfte der weltweite Getränkekonsum nach der Corona-Delle mittel- und langfristig wieder steigen. Für den Zeitraum 2020 bis 2023 rechnen die Marktforscher von Global Data aber nur mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1,1%. Innerhalb der einzelnen Getränkefabriken unterscheiden sich die erwarteten Steigerungsraten erheblich. Überdurchschnittliche Wachstumsraten erwarten die Marktforscher bei abgepacktem Wasser sowie Milch- und Milchmixgetränken.

3. Geschäftsverlauf

Grundlage für die Analyse des Geschäftsergebnisses stellt das Jahresergebnis dar. Das Jahresergebnis lässt sich in folgende Komponenten gliedern:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Betriebsergebnis -2.457 -1.263 -1.194
Finanzergebnis -54 -122 68
Ertragsteuern -996 -592 -404
Jahresergebnis -3.508 -1.977 -1.530

Im Geschäftsjahr war ein deutlicher Rückgang beim Auftragseingang zu verzeichnen, dieser schlug auch auf das Betriebsergebnis durch. Bezogen auf den Geschäftsbereich Digitalisierung führte dies zu einer Verschlechterung um TEUR 2.978 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das gesamte Betriebsergebnis verschlechterte sich um TEUR 1.194 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019.

Die Verbesserung beim Finanzergebnis von TEUR 68 ist im Wesentlichen auf eine verminderte Nutzung im Cashpooling zurückzuführen.

Im Bereich Ertragssteuern wurde der Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge entsprechend aktueller Planungsprämissen auf einen 3-Jahreshorizont in Bezug auf die Nutzung der Verlustvorträge angepasst. Dies führte zu einer Abwertung um TEUR 890 (Vj. TEUR 505).

Die Erwartungen aus der Planung des Vorjahres konnten teilweise nicht erfüllt werden.

4. Lage

Ertragslage

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Ergebniskomponenten dargestellt:

2020 2019 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 17.984 48.884 -30.899 -63,2
Bestandsveränderungen -4.237 -5.394 1.158 -21,5
Betriebsleistung 13.748 43.489 -29.742 -68,4
Materialaufwand -7.619 -26.978 19.360 -71,8
Personalaufwand -6.700 -13.109 6.409 -48,9
Sonstige betriebliche Erlöse 271 3.222 -2.951 -91,6
Abschreibungen -211 -223 12 -5,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.942 -7.659 5.721 -74,7
Sonstige Steuern -4 -3 -1 33,3
Betriebsergebnis -2.457 -1.263 -1.194 -94,7

Folgende finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft beschreiben den aktuellen Entwicklungsstand.

Der Rückgang der Betriebsleistung um 68,4 % gegenüber dem Vorjahr ist zum einen auf den Abgang des Geschäftsbereichs Intralogistik zum 1. Juli 2019 mit TEUR 14.616 zurückzuführen. Zum anderen konnte, verursacht durch Corona-Einschränkungen, nur ein um TEUR 10.290 deutlich geringerer Auftragseingang im Berichtsjahr erreicht werden. Dies führte im Jahresvergleich zu einer um TEUR 15.126 geringeren Betriebsleistung bezogen auf den Geschäftsbereich Digitalisierung.

Das Verhältnis von Materialaufwand zu Betriebsleistung konnte aufgrund gleichzeitiger Optimierungen der Produktivität und Zukauf um 6,6%-Punkte auf 55,4% (Vj. 62,0%) gesenkt werden.

Im Bereich Personal ist vor allem aufgrund des Abgangs des Geschäftsbereichs Intralogistik zum 1. Juli 2019 eine Gehaltskostenreduzierung zu verzeichnen. In geringem Umfang wurde mit TEUR 101 während des Geschäftsjahres von Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Zu Berichtsjahresende lag die Mitarbeiterzahl im Bereich Digitalisierung bei 79 (Vj. 91), auch hieraus ergibt sich eine Verringerung beim Personalaufwand.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Vorjahr TEUR 3.006 mit Bezug zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Intralogistik enthalten.

Das Verhältnis von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Betriebsleistung konnte durch Kosteneinsparungen, auch bedingt durch Corona-Einschränkungen auf 14,1% (Vj. 17,6%) reduziert werden. Im Vorjahr ist ein Ausgleichsbetrag von TEUR 4.204 in Verbindung mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Intralogistik enthalten.

Die Auftragslage stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderungen
TEUR TEUR %
Auftragsbestand Digitalisierung 14.409 17.445 -17,4

Zum Geschäftsjahresende zeigt der Auftragsbestand trotz unterjährigem deutlich geringerem Auftragseingang eine solide Basis für das Geschäftsjahr 2021.

Vermögenslage

Der Gesellschafter Syskron Holding GmbH wurde durch außerordentliche Gesellschafterversammlung am 17. August 2021 darüber informiert, dass sich rechnerisch eine bilanzielle Überschuldung ergibt. Der Gesellschafter und die Geschäftsführung sehen aufgrund des guten Geschäftsverlaufs im Jahr 2021 eine positive Fortführungsprognose. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Abschnitt "Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage".

Nachstehende Tabelle zeigt die aktuelle Situation für das Eigenkapital:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000 -
Kapitalrücklage 6.500 6.500 -
Verlustvorträge -9.953 -7.976 1.977
Jahresfehlbetrag -3.508 -1.977 1.532
Eigenkapital -1.960 1.547 -3.508

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR %
Sachanlagevermögen 258 419 -38,4
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.744 13.981 -30,3
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2 1 100,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.659 11.905 -86,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.497 2.620 -42,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.017 21.289 -43,6

Die Vermögenslage ist im Vorjahr durch die Umsetzung struktureller Maßnahmen geprägt und damit nur begrenzt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Reduzierung beim Sachanlagevermögen geht auf die teilweise Übertragung von Anlagegütern auf ein verbundenes Unternehmen zurück.

Der Abbau der unfertigen Leistungen geht unter anderem auf die Fertigstellung von einigen großvolumigen und langlaufenden Projekten sowie einem deutlich geringeren Auftragseingang zurück.

Die deutliche Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf die Bezahlung eines im Jahr 2019 fertiggestellten größeren Projekts mit der Tochtergesellschaft der KRONES AG in Ungarn zurückzuführen.

Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist im Wesentlichen auf die Fertigstellung von einigen langlaufenden Projekten im Berichtsjahr zurückzuführen.

Der Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen im Wesentlichen auf der Verringerung der Verbindlichkeiten im Rahmen des Cashpooling mit der KRONES AG.

Als Investition in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wurden in den Jahren 2014 bis 2020 wesentliche immaterielle Vermögenswerte geschaffen, die jedoch nicht aktiviert wurden. Diese umfassen im Wesentlichen Softwarelösungen zur Projektrealisierung, Visualisierung und Simulierung.

Finanzlage

2020 2019
TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag -3.508 -1.977
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 211 223
- Abnahme / + Zunahme von Rückstellungen -230 -29
Cash-Flow im engeren Sinn -3.527 -1.783
2020 2019
TEUR TEUR
Cash-Pool Verbindlichkeiten 11.313 18.555

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aktuell als zufriedenstellend anzusehen ist. Der Ausblick auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2021 und die darauffolgenden Planungsperioden zeigt eine deutlich positive Geschäftsentwicklung und ermöglicht einen Wiederaufbau des Eigenkapitals und eine weitere Reduzierung der Cash-Pool Verbindlichkeiten.

Wesentlicher Einflussfaktor dafür ist die im Jahr 2021 beginnende Verrechnung von Entwicklungskosten in Form eines Subscription-Modells, welches als tragende Säule auch in zukünftige Perioden positiv in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einwirkt.

Weiterhin hat für das Geschäftsjahr 2021 die Veräußerung eines Geschäftsteils inklusive Software im Bereich der Brauereitechnik positiven Anschub gegeben.

C. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die Entwicklungsroadmap von Syskron ist im Laufe des Geschäftsjahres fest mit dem KRONES F&E Portfolio verankert worden und mündet in eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie. Dies ermöglicht nun bereits ab 2021 eine stufenweise Möglichkeit zur Verrechnung von Entwicklungskosten in Form von Subscriptions.

Schlüssel-Know-how aus der Branche Liquid Food & Beverage ermöglicht einen entsprechenden Vorsprung im Wettbewerb aufzubauen, um Marktstandards zu setzen und Marktanteile zu sichern, beziehungsweise auszubauen. Neue Technologien ermöglichen es, die komplette Getränkefabrik digital abzubilden. So lassen sich Potenziale entlang der Wertschöpfungskette umfassender ausschöpfen und messbare Mehrwerte für die Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie schaffen. Durch die Release-Fähigkeit der von der Syskron GmbH implementierten Softwaresysteme ergeben sich zusätzliche Geschäftsmodelle über langlaufende Software Wartungs- und Supportverträge insbesondere bei den produktionskritischen Systemen.

Die Gesellschaft agiert auf einem wachsenden Markt und profitiert von der Reputation der Muttergesellschaft KRONES AG. Ein weiterer Wachstumsfaktor ist der hohe Nachholbedarf im eher traditionell ausgerichteten Kernmarkt der kurzfristig aufgeholt werden muss, um die digitale Basis für die Anforderungen neuer Geschäftsmodelle zu schaffen.

Risiken

Für den Aufbau des digitalen Ökosystem liefert Syskron die technische Grundlage. Dies soll zügig mit großen Schritten erfolgen. Ein Risiko besteht in Bezug auf die Notwendigkeit hierfür erforderliche Expertise für Anlagenprojektierung und -management extern zukaufen zu müssen. Weiterhin ist es aufwändig erfahrene IT-Mitarbeiter bezogen auf neue Technologien in ausreichender Anzahl gewinnen zu können.

Seit Anfang 2020 beeinträchtigt der Ausbruch des Corona-Virus die weltweite Wirtschaft deutlich. Risiken ergeben sich aus einem möglicherweise noch gravierenderen Verlauf der Corona-Krise, insbesondere im Falle einer massiven zweiten weltweiten Infektionswelle, die zu neuerlichen weitreichenden Lockdown-Maßnahmen führen würde. Ein noch tieferer Einbruch der Weltwirtschaft als im Prognosebericht erläutert, wäre die Folge.

Das Ausfallrisiko der Forderungen ist unwesentlich, da wir überwiegend als Unterlieferant der KRONES AG fungieren bzw. im Direktgeschäft mit langjährigen, renommierten Kunden der KRONES AG zusammenarbeiten. Bei größeren Aufträgen sind grundsätzlich Anzahlungen vereinbart, die das Ausfallrisiko weiter vermindern. Bisher hatten wir keinerlei Ausfälle zu verzeichnen.

Durch vereinbarte Anzahlungsrechnungen ist das Liquiditätsrisiko bei langlaufenden Projekten plan- und überschaubar. Zudem wurde im Januar 2018 mit der KRONES AG ein Cash-Pooling Vertrag abgeschlossen.

Wir schließen unsere Verträge in EURO ab. Aus diesem Grund sind hieraus keine Kursrisiken zu berücksichtigen. Generell wird auf den Einsatz von risikobehafteten Finanzinstrumenten verzichtet. In diesem Zusammenhang wird die Erfassung von Risiken betreffend Finanzinstrumente grundsätzlich durchgeführt, sobald diese zu tragen kommen sollten.

D. Prognosebericht

Wir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen.

Prognose der Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft dürfte sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds 2021 deutlich von dem Einbruch im Vorjahr erholen. Der IWF geht davon aus, dass die globale Konjunktur 2021 um 6,0% zulegen wird. Zum Jahresanfang lag die Prognose noch bei 5,5%. Ein Grund für das starke Wachstum der Weltwirtschaft ist das Abklingen der Covid-19-Pandemie durch den vermehrten Einsatz von Impfstoffen. Damit dürfte im laufenden Jahr der Konjunktureinbruch des Jahres 2020 (minus 3,5%) wieder wettgemacht werden. Zudem unterstützen die in den großen Volkswirtschaften eingeleiteten Investitionsprogramme den Aufschwung. Der IWF erwartet, dass sich diese positiven Faktoren vor allem im zweiten Halbjahr 2021 niederschlagen werden. Nicht zuletzt werden die Notenbanken mit ihrer weiterhin lockeren Geldpolitik die Erholung unterstützen. Als Risikofaktoren gelten weiterhin die weltweit noch keineswegs überstandene Covid-19-Pandemie sowie die Wirksamkeit der staatlichen Hilfsprogramme.

Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2021 aufgrund der schnelleren Impfung der Bevölkerung und der weiterhin niedrigeren Zinsen mit einem BIP-Wachstum von 5,6%. Für die Euro-Zone rechnet der IWF insgesamt mit einem Wachstum von 4,6%. In Deutschland erwarten die Experten eine weniger starke Erholung des Wachstums und prognostizieren für 2021 eine Zunahme des BIP um 3,6%.

Wegen der hohen fiskalischen Anreize in den USA, dürfte das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft 2021 um 7,0% steigen. Auch Japan sollte von staatlichen Unterstützungsprogrammen profitieren. Für dieses Land liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 2,8%.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2021 mit 6,3% im Vergleich zum schwachen Vorjahr deutlich zunehmen. Wachstumstreiber ist, wie im Vorjahr, China. Für die Volkswirtschaft im Reich der Mitte prognostiziert der IWF 2021 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8,1%. Nach dem starken Einbruch im Jahr 2020, soll in Indien die Wirtschaftsleistung 2021 sogar um 9,5% steigen. Weniger Dynamik erwartet der IWF für die Region Naher Osten/Zentralasien. Dort rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um 4,0%. In Lateinamerika soll die Wirtschaft 2021 um 5,8% zulegen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich aufgrund einer sehr niedrigen Vorjahresbasis sowie durch die weltweit kraftvolle Erholung der Industriekonjunktur auch für die Branche hohe Wachstumsraten im Jahr 2021 ergeben werden. Aufgrund der starken Nachfrage, die durch umfangreiche Konjunkturpakete in wichtigen Absatzmärkten gestützt wird, soll gemäß Einschätzungen des VDMA der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 10% steigen. Sorgen bereiten lediglich die angespannten Lieferketten sowie die neuerliche Diskussion um Grenzschließungen in der EU.

Prognose der Unternehmensentwicklung

Nach dem schwierigen Jahr 2020 ist KRONES verhalten optimistisch in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Gründe für eine gewisse Zurückhaltung gibt es weiterhin genug. Die Märkte von KRONES haben sich bislang jedoch schneller vom Corona-bedingten Einbruch erholt als erwartet. Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr sind insgesamt positiv, KRONES rechnet weiterhin mit einer hohen Nachfrage und stabilen Auslastung. Diese guten Marktgegebenheiten von KRONES haben auch mittelbar positiven Einfluss auf die Entwicklung der aktuellen und zukünftigen Auftragslage der Syskron GmbH.

Vor allem die Digitalisierung in der Getränkefabrik bietet mittel- bis langfristig große Chancen. Die Syskron GmbH ist als Komplettanbieter, zusammen mit der KRONES AG, in einer sehr guten Position, weil wir die Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden erfassen können und die Integration der Daten und Prozesse in die Bestandssysteme der Kunden vorantreiben. Mit der daraus gewonnenen durchgängigen Integration von Daten und Prozessen bilden wir die Basis für unsere Kunden neue Produkte und Services zu entwickeln und so nachhaltig Mehrwert zu schaffen. Die Planung und der Betrieb solcher integrierten Systeme erfordert erweiterte Servicemodelle, die neues Geschäftspotential für die Gesellschaft bieten. Ebenso entsteht eine deutlich tiefere Integration in die Wertschöpfungskette unserer Kunden was eine langfristige Unterstützung unserer Kunden in der Entwicklung zu einer digitalen Fabrik ermöglicht.

Für das Geschäftsjahr 2021 gehen wir, bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie, von einem mit 12,5 Mio. EUR weiterhin niedrigeren Auftragseingang aus.

Resultierend daraus planen wir für das Geschäftsjahr 2021 mit einer Betriebsleistung zwischen 15,9 und 16,5 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 wird voraussichtlich um 25-30% geringer sein als zum Ende des aktuellen Geschäftsjahrs.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2021 mit einem deutlich positiven Betriebsergebnis zwischen 6,3 und 7,8 Mio. EUR. Bei der Liquidität erwarten wir eine Reduzierung der aktuellen Cash-Pool Verbindlichkeiten auf 5,5 Mio. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage.

 

Wackersdorf, den 12. Oktober 2021

Syskron GmbH

Der Geschäftsführer

Severin Diepold

Bilanz

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen 388.996,12 513.831,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 130.205,00 94.535,00
II. Sachanlagen 258.157,00 418.662,00
III. Finanzanlagen 634,12 634,12
B. Umlaufvermögen 11.696.465,08 26.642.650,03
I. Vorräte 9.774.011,98 14.062.996,30
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.650,40 70.247,89
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.744.361,58 13.981.177,41
3. geleistete Anzahlungen 0,00 11.571,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.920.227,32 12.578.405,91
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.768,04 640.329,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.658.664,49 11.905.466,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 244.794,79 32.609,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.225,78 1.247,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.123,42 255.188,46
D. Aktive latente Steuern 1.695.000,00 2.585.000,00
Summe 13.949.584,62 29.996.669,61

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital -1.960.256,45 1.547.354,64
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 6.500.000,00 6.500.000,00
III. Verlustvortrag 9.952.645,38 7.975.811,11
IV. Jahresfehlbetrag 3.507.611,07 1.976.834,25
B. Rückstellungen 1.078.055,43 1.308.338,11
C. Verbindlichkeiten 14.728.507,90 26.948.297,11
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.497.390,70 2.620.092,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 711.829,48 660.378,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.017.435,18 21.289.293,89
4. sonstige Verbindlichkeiten 501.852,54 2.378.531,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 103.277,74 192.679,75
Summe 13.949.584,62 29.996.669,61

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2020-31.12.2020 01.01.2019 -31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.984.399,71 48.883.834,72
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 4.236.815,83 5.394.369,17
3. sonstige betriebliche Erträge 270.558,34 3.221.763,27
4. Materialaufwand 7.618.719,28 26.978.320,25
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.302.356,08 6.919.464,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.316.363,20 20.058.856,19
5. Personalaufwand 6.700.047,48 13.108.909,27
a) Löhne und Gehälter 5.648.679,05 11.193.019,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.051.368,43 1.915.889,88
- davon für Altersversorgung € 93.568,42 (Vorjahr € 151.031,46)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 210.999,97 223.367,76
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.942.003,51 7.659.440,31
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 54.195,42 122.340,51
- davon an verbundene Unternehmen € 54.195,42 (Vorjahr € 122.340,51)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 996.165,00 592.346,53
10. Ergebnis nach Steuern -3.503.988,44 -1.973.495,81
11. sonstige Steuern 3.622,63 3.338,44
12. Jahresfehlbetrag 3.507.611,07 1.976.834,25

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.315,17 48.758,00 0,00 222.073,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.061.732,58 37.406,97 53.607,33 1.045.532,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634,12 0,00 0,00 634,12
1.235.681,87 86.164,97 53.607,33 1.268.239,51
Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.780,17 13.088,00 0,00 91.868,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.070,58 197.911,97 53.607,33 787.375,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
721.850,75 210.999,97 53.607,33 879.243,39
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.205,00 94.535,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.157,00 418.662,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634,12 634,12
388.996,12 513.831,12

Anhang

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Gesellschaftsrechtliche Angaben

Die Syskron GmbH, Wackersdorf, gilt gemäß § 267 Abs. 3 HGB und § 267 Abs. 4 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Amberg im Register B unter der Nummer 5521 eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde wie im Vorjahr nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches sowie der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft hat im Vorjahr 2019 zum Stichtag 1. Juli 2019 den Geschäftsbereich Intralogistik an ein verbundenes Unternehmen veräußert.

Aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereichs Intralogistik im Vorjahr 2019 sind die Werte des aktuellen Geschäftsjahres nur eingeschränkt vergleichbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden nach dem tatsächlichen Wertverzehr linear vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden ebenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bedingt verwendungsfähige Vermögensgegenstände bleiben außer Ansatz.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Zuschlags für notwendige Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bei Abschlagszahlungen auf erbrachte Teilleistungen erfolgte der Ausweis im Passivposten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen".

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird allen erkennbaren Risiken durch Abschläge Rechnung getragen. Der pauschale Abschlag beträgt 0,5 %. Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich latente Steuern. Diese werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet, soweit Zahlungen vereinnahmt wurden, die erst in nachfolgenden Geschäftsjahren ertragswirksam werden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer etwaigen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz1 HGB) beachtet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Beteiligungen im Sinne des § 271 HGB

Die Syskron GmbH, Wackersdorf, ist zu 100% am Kapital der Syskron Guatemala, Sociedad Anonima, Guatemala, beteiligt. Das Stamm- bzw. Festkapital dieser Gesellschaft beträgt umgerechnet EUR 634,12 (Q 5.000 Guatemaltekischer Quetzal) und wurde vollständig einbezahlt.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 21, das laufende Ergebnis des Geschäftsjahres beträgt TEUR -21.

Die Gesellschaft wurde zum 27.04.2021 liquidiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie auch im Vorjahr, vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 1.659 (Vj. TEUR 11.905) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 28,075%. Aus körperschaftsteuerlichen TEUR 2.338 (Vj. TEUR 1.440) und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen TEUR 1.780 (Vj. TEUR 1.114) sowie aus temporären Differenzen von Schulden TEUR 99 (Vj. TEUR 31) ergaben sich zum Stichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.217 (Vj. TEUR 2.585). Beim Bilanzansatz wurde auf einen 3-Jahreshorizont in Bezug auf die Verlustnutzung abgestellt.

Die bilanzierten latenten Steuerguthaben wurden im Geschäftsjahr daraufhin wie folgt angepasst:

Vortrag zum 1.1.2020 Veränderung des Geschäftsjahres Stand 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 2.585 -890 1.695

Ausschüttungssperre

Ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.695 unterliegt der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalkosten (Boni für Zielvereinbarung Personal), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen aus drohenden Verlusten enthalten.

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.469 (Vj. TEUR 2.430).

Die Gesellschaft ist in das Cashpooling der KRONES AG eingebunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen darauf mit TEUR 11.313 (Vj. TEUR 18.555).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 704 (Vj. TEUR 2.734), davon sind TEUR 141 (Vj. TEUR 146) gegenüber dem Gesellschafter.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerzahllast von TEUR 410 (Vj. TEUR 2.115) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheiten für Verbindlichkeiten sind nicht bestellt.

4. Erläuterungen zur GuV

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse Inland betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 16.188 (Vj. TEUR 41.435). Die Umsatzerlöse Ausland betragen TEUR 1.797 (Vj. TEUR 7.449).

Die Gesamtumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 17.984 (Vj. TEUR 48.884).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Vorjahr TEUR 3.006 mit Bezug zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Intralogistik enthalten.

Materialaufwand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 7.619 (Vj. TEUR 26.978) angefallen. Im Vorjahr entfallen davon auf den Geschäftsbereich Intralogistik TEUR 10.291.

Personalaufwand

In den sozialen Aufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 94 (Vj. TEUR 151) enthalten.

Von den Personalaufwendungen im Vorjahr entfallen TEUR 3.373 auf Gehälter und TEUR 588 auf Sozialaufwendungen des Geschäftsbereichs Intralogistik.

Abschreibungen

Im Berichtsjahr sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 211 (Vj. TEUR 223) angefallen.

Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie auf Finanzanlagevermögen vorgenommen.

Verschiedene betriebliche Kosten

Im Vorjahr sind betriebliche Aufwendungen des Geschäftsbereichs Intralogistik bis zur Veräußerung am 1. Juli 2019 in Höhe von TEUR 949 sowie ein Ausgleichsbetrag von TEUR 4.204 in Verbindung mit der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs enthalten.

5. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen über genutzte Büroräume im Gewerbepark Regensburg. Daraus ergeben sich insgesamt Mietverpflichtungen von TEUR 242. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nur im branchenüblichen Rahmen.

Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:

2020 2019
Angestellte 85 140
Gesamt 85 140

Der Rückgang der Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Verkauf des Geschäftsbereichs Intralogistik zurückzuführen.

Mitgliedschaft im Konzern

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der KRONES AG mit Sitz in Neutraubling einbezogen. Die KRONES AG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der KRONES AG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der KRONES AG gilt als befreiender Konzernabschluss für die Syskron GmbH.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der KRONES AG einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Der Gesellschafter Syskron Holding GmbH wurde durch außerordentliche Gesellschafterversammlung am 17. August 2021 darüber informiert, dass sich rechnerisch eine bilanzielle Überschuldung ergibt. Der Gesellschafter und die Geschäftsführung sehen aufgrund des guten Geschäftsverlaufs im Jahr 2021 eine positive Fortführungsprognose.

Als international tätiges Unternehmen ist auch Syskron von der globalen Entwicklung der Covid-19-Pandemie abhängig. Hierbei ist zu beachten, dass es Regionen gibt, in denen die Covid-Situation weiterhin angespannt ist.

Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurde die Schwestergesellschaft Syskron X GmbH in die Syskron GmbH verschmolzen.

Weiterhin wurde ein Geschäftsteil inklusive Software aus dem Bereich Brauereitechnik zum 01.01.2021 an die Krones AG veräußert.

Geschäftsführung

Thomas Bernard, Wenzenbach, Dipl.-Informatiker (Univ.) (bis 1. Mai 2020)

Severin Diepold, Regensburg, Business Consultant (seit 1. Mai 2020)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

 

Wackersdorf, den 12. Oktober 2021

Syskron GmbH

Der Geschäftsführer

Severin Diepold

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Syskron GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Syskron GmbH, Wackersdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Syskron GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufs pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 12. Oktober 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Schütz, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 14.10.2021.

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