Winkelmann Group Beteiligungs SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Andreas Dr. Nilsson seit 30.1.2025 | Geschäftsführer |
Christian Knechtel seit 6.12.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KGAhlenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Konzerns Die Unternehmensgruppe Winkelmann ist der Partner für industrielle Lösungen von energieeffizienten Systemen und Komponenten. Dies findet sich in vielfältigsten Industriebereichen wieder. Die Unternehmensgruppe ist in fünf Geschäftsbereiche gegliedert: Der Geschäftsbereich Building + Industry umfasst im Wesentlichen die Gebäudetechnik und Industrieanwendungen für die wasserführende Heizungs-, Kälte- und Klima- sowie Frischwassertechnik. Dies wird auch mit der Überschrift "Energizing Water and Comfort" gekennzeichnet. Die Leitmarken sind "Reflex - Thinking Solutions.", "nema - Your smart choice for hydraulic applications" und "Winkelmann OEM Competence". Mit mehreren Vertriebs- und Produktionsunternehmen am Markt agiert der Geschäftsbereich in den Produktsegmenten der emaillierten, indirekt beheizten Warmwasserspeicher/Warmwassersolarspeicher, Einbaudruckausgleichsgefäße für wandhängende Heizungsthermen sowie die unter den Marken "reflex" und "nema" geführten Druckausgleichsgefäße und -anlagen sowie Nachspeise-, Entlüftungs- und Entgasungssysteme, die sowohl an den Großhandel, als auch an OEM's geliefert werden. Abgerundet wird das Produktprogramm durch Heizungsverteiler, die unter der Marke "Sinusverteiler" vertrieben werden und ihren Einsatz in Heizzentralen sowie in Kälteanlagen finden. Die Erfolgsfaktoren des Geschäftsbereichs Building + Industry liegen in der intensiven und internationalen Kundenbetreuung über ein Netzwerk von Produktions- und Vertriebsgesellschaften, reinen Vertriebsgesellschaften, Betriebsstätten und Vertretungen im In- und Ausland, verbunden mit einem leistungsfähigen Service für das Produktsortiment sowie im Qualitätsstandard der hoch automatisierten Fertigungskapazitäten, die dennoch eine hohe Flexibilität für Kundenwünsche in Form von kurzfristigem Mehrbedarf aufweisen. Der Geschäftsbereich Automotive konzentriert sich auf die Entwicklung und Fertigung von rotationssymmetrischen Motor- und Getriebekomponenten sowie Komponenten für Kraftstoffmodule. Mit Hilfe der Umform-, Füge-, Duroplast- und Vulkanisationtechnik werden an verschiedenen Produktionsstandorten Lösungen aus Aluminium, Stahl und Kunststoff für namhafte Automobilhersteller und Zulieferer gefertigt. Das Produktspektrum umfasst Motorenkomponenten, Einspritzleitungen für Ottomotoren, die sowohl gelötet als auch geschmiedet werden, und Getriebekomponenten, die in klassischen Antriebskonzepten sowie in neuen elektrifizierten Antrieben zum Einsatz kommen. Die Marktstellung in diesem Geschäftsbereich ergibt sich im Wesentlichen aus der Innovation hoch entwickelter Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen, aus effizienten Fertigungsprozessen und aus der bedienten Kundenvielfalt sowie aus den Qualitätsstandards. Das Kundenportfolio setzt sich aus OEMs der Pkw- und Nutzfahrzeugbranche sowie deren Systemlieferanten zusammen. Neben dem Standort Ahlen produziert und vertreibt der Geschäftsbereich seine Produkte mit eigenen Tochtergesellschaften in Polen und Mexiko und trägt damit der Nachfrage nach kostengünstigen Produktionsstandorten Rechnung. Der Geschäftsbereich Flowforming befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von hochkomplexen Komponenten und Baugruppen von der Umformung, Zerspanung bis zur Montage. Durch den Einsatz verschiedenster Fertigungsverfahren vom Drückwalzen über Zerspanen und Schweißen bis zur Montage kann der Geschäftsbereich auf alle wesentlichen Verfahren der Metallbearbeitung zurückgreifen und seinen Kunden entsprechende Lösungen anbieten. Dabei konzentriert sich der Geschäftsbereich auf die Anwendungsbereiche Fahrzeugtechnik, Luftfahrtechnik, Raumfahrttechnik, Verteidigung und Sicherheit, Öl, Gas & Wasserstoff sowie allgemeinen industriellen Anwendungen. Die Produktionsstandorte in Deutschland, den USA und der Türkei bieten vielfältige Möglichkeiten für das umfangreiche Produktspektrum, welches unter anderem folgende Produkte umfasst: Rotationssymmetrische Getriebekomponenten (Lamellenträger, Rotorträger, Hohlwellen, Baugruppen) und Präzisionsrohre in unterschiedlichsten Stahllegierungen, NE-Legierungen und Oberflächengüten, Druckspeicher, Kegel & Konen, Druckbehälter, für die Raumfahrtindustrie sowie Antriebswellen und Hydraulikzylinder für die Luftfahrt. Durch Kaltverfestigung mittels vielfältiger spanloser Umformverfahren entstehen Bauteile, die bei höchster Präzision erhebliche Gewichtsvorteile aufweisen. Der im Jahr 2022 neu gegründete Geschäftsbereich Construction Components beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Systemen für die Bau- und Konstruktionsindustrie. Mit der ersten Geschäftseinheit Winkelmann Foundation + Construction werden Lösungen für den alternativen Betonfundamentbau entwickelt und produziert. Dabei wird die Kernkompetenz der Winkelmann Group, die Metallumformung, genutzt und auf ein neues Produktspektrum übertragen. Das erste Produkt der Geschäftseinheit ist das Schraubpfahlfundament, das aus mindestens drei Teilen besteht, eine umgeformte Helixgeometrie darstellt und eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer Betonlösung bietet. Die Geschäftseinheit arbeitet mit ihrem Haupt- und Produktionsstandort in Polen und Vertriebsrepräsentanten auf internationalen Märkten. Die Anwendungsgebiete erstrecken sich vom Haus-, Garten- und Landschaftsbau, Hallen- und Containerbau, Photovoltaik- und Solaranlagenbau, Carports und Garagen über Werbeanlagen und Fahnenmasten, Stadtmobiliar, Verkehrstechnik und Beschilderung, solare Straßenbeleuchtung bis hin zur Forst- und Landwirtschaft, textilen Architektur und dem Zaun- und Sicherungsanlagenbau. Der fünfte Geschäftsbereich Energie konzentriert sich auf die Entwicklung, den Betrieb und die Vermarktung von Erneuerbare-Energien-Anlagen (Einzelanlagen bis hin zu Systemlösungen) sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Technologien zur Energieerzeugung. Zur Bündelung und Steuerung aller Energiethemen wurde 2022 dieser Geschäftsbereich gegründet. Neben dem Aufbau eines nachhaltigen Energiemanagementsystems für die internen Stakeholder der Winkelmann Group beschäftigt sich der Geschäftsbereich länderübergreifend mit Themen, die die Energiewende unterstützen und sowohl intern als auch extern Kosten einsparen und vor allem Ressourcen schonen sollen. Wesentliche Projekte, die im Jahr 2022 gestartet wurden, sind: Aufbau einer nachhaltigen und effizienten Energieversorgung der Gruppe und deren Absicherung, Entwicklung diverser erneuerbarer Energieprojekte zur Förderung der Energieautarkie der Winkelmann Group sowie die Evaluierung von Systemlösungen mit Wasserstoff. Forschung und Entwicklung Innovationen waren und sind für die Unternehmensgruppe Winkelmann der Schlüssel zum Erfolg. Das Know-How und die Fähigkeiten unserer hochqualifizierten Mitarbeitenden sind hierbei unsere wertvollste Ressource und die Basis unserer Innovationskraft. Der übergeordnete Rahmen für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird durch die Unternehmensstrategie sowie durch die Unternehmensziele definiert. Dabei liegt unser Innovationsfokus auf der Entwicklung industrieller Lösungen von energieeffizienten Systemen und Komponenten. Um unsere Innovationsleistung weiter zu stärken und noch besser und schneller auf die branchenspezifischen Anforderungen unserer Kunden eingehen zu können, ordnen wir unsere Entwicklungsaktivitäten in anwendungsnahe Entwicklungseinheiten in den Geschäftsbereichen ein. Die Produkt-Serienentwicklung wird zentral in den jeweiligen Geschäftsbereichen koordiniert, erfolgt jedoch in der Regel dezentral an den verschiedenen Produktionsstandorten. Insbesondere die letzten Jahre waren darauf ausgelegt, die Entwicklungsfunktion in den Geschäftsbereichen durch gezielte Investitionen in Personal und weitere Strukturmaßnahmen zu stärken und zu systematisieren. Ziel ist es, Markteinführungszeiten neuer Produkte weiter zu verkürzen und das organische Wachstum der Unternehmensgruppe Winkelmann zu beschleunigen. Innovationsaktivitäten mit hoher strategischer und gruppenweiter Relevanz oder Relevanz für mehrere Unternehmensbereiche werden künftig in einem zentralen Innovationsbereich gebündelt, der aus der strategischen Finanzholding heraus gesteuert wird. Zusammen mit den Entwicklungseinheiten der Geschäftsbereiche bildet er den Kern unseres globalen Kompetenz- und Wissensverbunds. Damit wird die Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche gezielt gefördert. Aus der Unternehmensstrategie und aus den konkret erkennbaren Chancen und Risiken relevanter Megatrends werden strategische Handlungsfelder für die fünf beschriebenen Geschäftsbereiche abgeleitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft stark durch den russischen Krieg in der Ukraine, den global kräftig steigenden Inflationsraten sowie den instabilen Zulieferketten beeinflusst. Infolge des Kriegs und der resultierenden Sanktionen gegen Russland verschärften sich Lieferkettenprobleme weiter und ein massiver Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen sorgte für zunehmenden Preisdruck. Hinzu kamen wiederholt weitreichende Beschränkungen in China im Rahmen der Null-COVID-Politik, wodurch immer wieder bedeutende Teile der chinesischen Wirtschaft beeinträchtigt wurden. Dies trug dazu bei, dass globale Lieferketten zusätzlich belastet wurden. Um dem Inflationsanstieg entgegenzuwirken, erhöhte die Mehrzahl der großen Zentralbanken (mit Ausnahme Chinas) ihre Leitzinsen im Lauf des Jahres deutlich. Dies belastete die Weltwirtschaft, sodass sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf rund 3% verringerte. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und legte im Vergleich zum Vorjahr nur noch um knapp 4% zu. Auch die USA konnten sich diesen Entwicklungen nicht entziehen. In den ersten beiden Quartalen schrumpfte die US-Wirtschaft, unter anderem aufgrund eines rekordhohen Außenhandelsdefizits und der Folgen der anhaltenden Lieferkettenstörungen. Der private Verbrauch erwies sich jedoch trotz hoher Inflation und steigender Zinsen im gesamten Jahr als widerstandfähig. Die Inflationsrate erreichte im Juni mit 9% ihren Höhepunkt und ging danach graduell zurück, lag im Jahresdurchschnitt jedoch mit 8% so hoch wie zuletzt Anfang der 1980er-Jahre. Die US-Zentralbank Fed erhöhte in diesem Umfeld ihren Leitzins kräftig um 425 Basispunkte auf 4,5% zum Jahresende. Trotzdem konnte die US-Wirtschaft im Gesamtjahr dank der robusten Inlandsnachfrage mit 2,1% wachsen. In der Eurozone waren die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine besonders ausgeprägt. Im ersten Halbjahr konnte die Region dennoch ein überraschend starkes Wachstum verzeichnen, getrieben vor allem durch die Erholung des Dienstleistungssektors nach der weitgehenden Abschaffung von COVID-Maßnahmen und einer dynamischen Entwicklung in Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien, die erstmals seit Beginn der Pandemie eine annähernd "normale" Tourismussaison erlebten. Jedoch nahmen die Belastungen durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise im Jahresverlauf stark zu und die hohe Unsicherheit bei der Energieversorgung belastete die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern zunehmend. Dies führte dazu, dass sich die Wachstumsdynamik am Jahresende deutlich abschwächte. Aufgrund des guten Jahresstarts wuchs die Wirtschaft der Eurozone im Gesamtjahr dennoch um 3,5%. Mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten stiegen die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt deutlich um 8,4% gegenüber dem Vorjahr an. Im vierten Quartal erreichte die Inflationsrate sogar ein zweistelliges Niveau. Die Europäische Zentralbank beendete ihre Nullzinspolitik im zweiten Halbjahr und erhöhte die Leitzinsen auf 2,5% zum Jahresende. Die chinesische Wirtschaft wurde im Jahr 2022 durch die konsequente Null-COVID-Strategie, das verlangsamte Wachstum im Immobiliensektor sowie eine im Jahresverlauf nachlassende Nachfrage aus dem Ausland belastet und konnte nur um 3% zum Vorjahr zulegen. Anders als in den USA und Europa blieb der Preisdruck in China mit 2% sehr moderat. In diesem Umfeld waren die Wechselkurse volatil. Der Kurs des US-Dollar zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 0,95 und 1,15. Zum Jahresende war der Euro rund 6% schwächer als zum Jahresende 2021. Beim Chinesischen Renminbi ergab sich eine Schwankungsbreite zum Euro von 6,7 bis 7,5. Im Jahresendvergleich zeigte sich eine Aufwertung des Euro von knapp 2,5%. Die Preise für Energie und Rohstoffe erhielten infolge des Kriegs in der Ukraine einen massiven Schub und stiegen zwischenzeitlich auf neue Rekordniveaus. Zum Jahresende lag der Rohölpreis mit rund USD 85 je Barrel knapp 10% über dem Ende des Vorjahres, im Jahresdurchschnitt betrug der Preisanstieg mehr als 40% im Vergleich zum Jahresdurchschnittspreis des Vorjahres. Der europäische Gaspreis unterlag noch größeren Schwankungen und stieg zwischenzeitlich auf über € 300 je MWh an. Zum Jahresende lag der Preis mit rund € 75 nur noch knapp 10% höher als zum Jahresende 2021. Auch die Preise für industrielle Rohstoffe stiegen zwischenzeitlich um mehr als 25% im Vergleich zum Vorjahresende, gaben im Jahresverlauf jedoch deutlich nach und lagen zuletzt knapp 20% unter dem Vorjahresende. Geschäftsbereich Building + Industry Neben der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung einzelner Staaten und Regionen beeinflussen unter anderem die Bau- und Sanitärwirtschaft die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereichs Building + Industry im besonderen Maße. Die Entwicklung dieser Branchen im Berichtsjahr ist wie folgt: Europäischer Bausektor Im vergangenen Jahr sind in den 19 Ländern des EUROCONSTRUCT-Gebiets insgesamt rund € 1,9 Bill. in Bauvorhaben geflossen. Das waren € 156 Mrd. mehr als im ersten Corona Jahr 2020 (jeweils in Preisen von 2021). Damals schrumpfte der Markt um 4,4%. Die größten absoluten Einbußen entfielen dabei auf Großbritannien (€ -32 Mrd.), Frankreich (€ -26 Mrd.) und Spanien (€ -13 Mrd.), aber auch für Italien (€ -9 Mrd.) wurde ein deutlicher Rückgang vermeldet. In lediglich vier Ländern wurden 2020 mehr Baumaßnahmen durchgeführt als 2019, darunter in Deutschland. In den Jahren 2021 (+5,8%) und 2022 (+3,0%) erholte sich der europäische Bausektor dann kräftig. Die coronabedingten Behinderungen auf den Baustellen spielten so gut wie keine Rolle mehr. Die wirtschaftliche Belebung sowie der investive Nachholbedarf überwogen vielerorts die negativen Faktoren wie die rasant steigenden Zinsen und Baukosten. Deutsches Bauhauptgewerbe 2022 gab es einen realen Umsatzrückgang im deutschen Bauhauptgewerbe von 5,1%. Die Bauindustrie erwartet für 2023 einen weiteren Rückgang um 6%. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wird bei etwa 927.000 stagnieren. Die Versorgungslage mit Baumaterial hat sich zwischenzeitlich deutlich verbessert. Im Mai 2022 meldeten noch 52% der Firmen des Bauhauptgewerbes eine Behinderung ihrer Produktion durch Materialknappheit. Bis Februar 2023 ging der Wert auf 10% zurück. Auch bei den Preisen zeichnet sich eine Entspannung ab. Bei den meisten Baumaterialien wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes im Juni 2022 erreicht. Bis Februar 2023 gingen viele Preise teilweise deutlich zurück. Bei einigen energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) geht der Anstieg aber weiter. Für das Jahr 2023 wird mit einer weiteren Verbesserung bei der Versorgungslage und mit insgesamt rückläufigen Materialpreisen gegenüber 2022 gerechnet. Der Anteil der Firmen, die eine Behinderung ihrer Produktion durch Auftragsmangel melden, hat sich von Januar 2022 (15%) bis Februar 2023 (23%) deutlich erhöht. Genauso stark war der Anstieg bei der Produktionsbehinderung durch Stornierungen von 3% im Januar 2022 auf 12% im Februar 2023. Allerdings gab im Februar aber immer noch jede vierte Firma an, durch Arbeitskräftemangel behindert zu werden. Auftragsmangel und Stornierungen werden der Branche auch 2023 zu schaffen machen. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2022 um 9,7% zurück. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember mit € 68 Mrd. auf einem Rekordwert zu diesem Zeitpunkt, der durch die Baupreisentwicklung überzeichnet war. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Dezember mit (saisonbereinigt) 4,4 Monaten noch auf einem hohen Niveau, gingen aber bis zum Februar 2023 weiter auf 4,2 Monate zurück. Der Auftragseingang verzeichnete im Januar 2023 einen realen Rückgang von 19,1%. SHK Markt Mit einem nominalen Umsatzwachstum von 8,7% und einer hohen Nachfrage beim Heizungsbau schließt die Bilanz im SHK-Handwerk für 2022 deutlich positiv. Kritischer werden die eher verhaltene Entwicklung beim Bäderbau und der steigende Fachkräftebedarf gesehen. 980.000 Wärmeerzeuger hat das deutsche Heizungsbauerhandwerk im Jahr 2022 installiert, darunter 236.000 Wärmepumpen. Das entspricht fast der Hälfte der von der Bundesregierung ab dem Jahr 2024 angepeilten Stückzahl von 500.000 Wärmepumpen pro Jahr und einer Absatzsteigerung von über 50% im Verhältnis zum Vorjahr. Die Beschäftigtenzahl im gesamten Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik lag 2022 bei 543.000. Damit hat sich die Beschäftigtenzahl erneut erhöht, während sich die Unternehmensanzahl leicht rückläufig entwickelte. Die weltweiten Umsätze im Gesamtmarkt der Haus- und Gebäudetechnik beliefen sich 2022 auf € 74,3 Mrd. (Inland: € 61,3 Mrd.; Ausland: € 13 Mrd.). Der Megatrend Klimaschutz und die Nachfrage nach komplexer Gebäudetechnik beflügeln den Wirtschaftsbereich. Insgesamt hat das Sanitär- und Heizungsbauerhandwerk einen Gesamtumsatz von € 57,5 Mrd. erwirtschaftet. Dies entspricht einem nominalen Umsatzwachstum von +8,7% von 2021 auf 2022, wobei unter Berücksichtigung der Preissteigerungs- und Inflationsraten eher von einem Nullwachstum ausgegangen werden kann. Im Jahr 2022 lagen die Bauinvestitionen im Hochbau bei € 308,6 Mrd. in Deutschland. Auf den Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik entfällt mit € 61,3 Mrd. Inlandsumsatz ein Anteil von 19,9% am Hochbauvolumen. Die Haus- und Gebäudetechnik gewinnt immer stärker an Bedeutung. Im Jahr 2022 ließen sich der Branche 49.800 Unternehmen zuordnen. Die Beschäftigtenzahl im Wirtschaftsbereich lag 2022 bei 543.000. Damit hat sich die Beschäftigtenzahl im Wirtschaftsbereich erneut erhöht, während sich die Unternehmensanzahl leicht rückläufig entwickelte. Der Bereich Heizung und Lüftung profitierte von staatlicher Förderung im Rahmen des Klimapakets bei den Bestandsmaßnahmen. Die Energiekrise und der Wille nach mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verstärkten den Trend zu erneuerbaren Energien. Besonders Wärmepumpen und Solarthermie sowie Biomasse gewinnen anhaltend an Marktanteilen. Lieferengpässe verzögern die Umsetzung von Projekten und wirken sich negativ aus. Die Umsätze in der Heizungs-, Kälte-, Klima- und Lüftungsbranche erreichten im Jahr 2022 insgesamt ca. € 46,9 Mrd. Für 2023 werden steigende Umsätze in Höhe von +4,5% erwartet. Damit wird das Umsatzwachstum in 2023 voraussichtlich schwächer ausfallen als im Jahr 2022. Die Gründe dafür liegen insbesondere in der konjunkturellen Abkühlung im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Auch der Aufschub von nicht zwingend notwendigen Sanierungen im Bad führt zu einer schwächeren Nachfrage. Gestiegene Preise für Baumaterialien und Zinsanstiege drosseln die Neubauvorhaben merklich. Gleiches gilt für Investorenprojekte im Inland. Vor allem die zu erwartende Steigerung bei der Heizungssanierung, die anstehenden Aufgaben einer verpflichtenden Heizungsprüfung oder eines hydraulischen Abgleichs bei Millionen von Gasheizungen werden jedoch im Fachhandwerk für weiter gut gefüllte Auftragsbücher sorgen. Geschäftsbereich Automotive Die vorstehend beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Vor allem die anhaltenden Lieferkettenstörungen und Angebotsengpässe sowie die im Jahresverlauf nachlassende volkswirtschaftliche Konjunkturdynamik beeinflussten die Absatzmärkte. Der weltweite Pkw-Markt bewegte sich in diesem Umfeld leicht unter Vorjahresniveau. Das regionale Bild war dabei sehr unterschiedlich. Der europäische Markt verzeichnete im Vergleich zum bereits geringen Vorjahresvolumen einen Absatzrückgang von rund 4%. Der US-amerikanische Markt für Pkw und als leichte Nutzfahrzeuge zugelassene Vans und SUVs lag um etwa 8% unter dem Vorjahresniveau. Neben anhaltenden Lieferengpässen wirkten sich die stark gestiegenen Zinsen dämpfend auf die Marktentwicklung aus. Ein deutlicher Zuwachs war hingegen im chinesischen Markt zu beobachten. Dort beeinträchtigten die wiederkehrenden COVID-Restriktionen mitunter die Absatzentwicklung. Dank staatlicher Stimuli in Form reduzierter Steuersätze beim Autokauf übertrafen die Verkaufszahlen dennoch das Vorjahresniveau deutlich. Die genannten Einflussfaktoren prägten auch die Entwicklung wichtiger Transporter-Absatzmärkte. In Europa verzeichnete der Transportermarkt deutliche Rückgänge. Der US- amerikanische Markt für große Transporter bewegte sich leicht unter seinem Vorjahresniveau. In China lagen die Verkaufszahlen im Segment der mittelgroßen Transporter leicht über dem Vorjahresniveau. Geschäftsbereich Flowforming Im Geschäftsbereich Flowforming standen nach einem guten Geschäftsjahr 2021 die Vorzeichen für 2022 weiterhin auf Wachstum, dies speziell im Bereich der Bau- und Landmaschinen. Der Angriffskrieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland führten bei den Herstellern in diesen Bereichen nur zu geringen Absatzrückgängen. Der durch den genannten Angriffskrieg erwartete starke Anstieg im Bereich Verteidigung und Sicherheit blieb jedoch aus, stattdessen nahm das Öl- und Gasgeschäft wieder an Fahrt auf. Eine Hürde war jedoch das Thema der Materialkosten und -verfügbarkeit. Weiterhin relevant für das Seriengeschäft dieses Geschäftsbereichs sind Automotive-nahe Absatzsegmente. Diese Branchenentwicklung ist bereits unter dem Geschäftsbereich Automotive dargestellt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf 2022 der Unternehmensgruppe Winkelmann ist geprägt durch den eingeschlagenen Weg der Transformation, der auf eine nachhaltige Stärkung der Umsatz- und Ertragslage abzielt, jedoch das aktuelle Geschäftsjahr aufgrund der notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen stark belastet hat. Während die Umsatzerlöse mit einem Volumen von € 691,2 Mio. annähernd € 100 Mio. über dem Niveau von 2021 mit € 592,9 Mio. € (+16,6%) liegen, beläuft sich das EBITDA als Messgröße der operativen Leistungsfähigkeit lediglich auf € 42,9 Mio. und fällt damit deutlich schwächer aus als im Vorjahr. Auch im Vergleich zu den budgetierten Werten konnten die Umsatzerlöse um 1,0% übertroffen werden, während dessen das EBITDA um 50% verfehlt wurde. Der Zielerreichungsgrad im budgetierten EBIT für 2022, welches in Höhe von € 53,0 Mio. vorgegeben war, liegt mit realisierten € 17,8 Mio. bei 33,6%. Der Grund für diese ambivalente Entwicklung liegt in der Transformation und Restrukturierung sowie der Diversifizierung der Unternehmensgruppe und den unterschiedlichen Entwicklungen und strategischen Ausrichtungen in den Geschäftsbereichen, die im Folgenden beschrieben werden. Daneben waren die Steigerungen in den Einstandspreisen für Produktionsmaterial und Dienstleistungen und die angestrebte Kompensation über Verkaufspreisanpassungen das zentrale Thema in 2022. Der Geschäftsbereich Building + Industry hat seinen äußerst positiven Trend aus dem Jahr 2021, in dem ein Umsatzwachstum von 18,1% erzielt werden konnte, fortgesetzt. Im Berichtsjahr 2022 liegt die Steigerung bei 19,9%. In absoluten Werten betragen die Umsatzerlöse € 411,6 Mio. nach € 343,3 Mio. in 2021. Von dieser deutlichen Steigerung entfällt ein großer Anteil auf Preiseffekte, die aufgrund der beträchtlichen Steigerungen der Einkaufspreise notwendig waren. Der kleinere Teil stellt reales Wachstum dar, welches insbesondere durch die nationalen und internationalen Förderprogramme zur Reduzierung der Netto-Emission von Treibhausgasen angetrieben worden ist. Das nominale Wachstum konnte in sämtlichen Vertriebskanälen generiert werden. Zur Steigerung der Effizienz in der Fertigung sowie zur prozessualen Verbesserung wurden Maßnahmen eingeleitet, um dem Marktdruck entgegen zu wirken. Im Berichtsjahr ist es weiterhin gelungen, das EBITDA mit einem Wert von € 77,1 Mio. weitestgehend auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von € 79,2 Mio. zu halten und die massiven Preissteigerungen auf der Einstandsseite und den geplanten Strukturkostenanstieg zur Sicherung des zukünftigen Wachstums auszugleichen. Im Vergleich zum Budget konnten die Umsatzerlöse um 1% und das EBITDA um 16,3% übertroffen werden. Beides ist hierbei getrieben durch höhere Verkaufspreiseffekte als geplant. Unverändert ist der Geschäftsbereich Building + Industry das stabilisierende Element in der Unternehmensgruppe. Der Geschäftsbereich Automotive hat nach wie vor gewichtige Aufgaben in seinem Restrukturierungsprozess zu lösen. Nachdem in 2021 die Shanghai Winkelmann Longchuan SWL Motorcomponents Co., Ltd. veräußert wurde, konnte in 2022 auch für den zweiten chinesischen Produktionsstandort in der Nähe von Peking, der Winkelmann Powertrain Components (Langfang) Co., Ltd., mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01. ein Käufer gefunden werden. Auf der Basis eines nahezu ausschließlich am Verbrennungsmotor fokussierten Produktportfolios sind für die verbliebenen Produktionsstandorte in 2022 weitere wesentliche strategische Weichenstellungen vorgenommen worden. Im Kern bestehen die Maßnahmen in einer Neuausrichtung der Produktionsstandorte in Deutschland, Polen und Mexiko auf Basis der bestehenden Produktkompetenzen. Der defizitäre deutsche Produktionsstandort, der als Winkelmann Powertrain Components GmbH & Co. KG firmiert, wird bis zum Jahr 2025 durch Rückgabe und Einstellung von unprofitablen Aufträgen bis auf einen nachhaltig rentablen Kern heruntergefahren. Dies geht mit einem umfassenden Sozialplan einher, der nach begonnenen Verhandlungen in 2022 nun im März 2023 finalisiert werden konnte. Der polnische Standort wird als eigenständiges Kompetenzzentrum für das Produktportfolio "Drehschwingungsdämper" für PKW- und Nutzfahrzeuganwendungen ausgebaut und wird von seinen Kosten- und Effizienzvorteilen im Vergleich zum deutschen Produktionsstandort profitieren. Das Produktionswerk in Mexiko, welches auf den nordamerikanischen Markt fokussiert, in dem dem Verbrennungsmotor eine längere Zukunft zugesprochen wird als in Europa, wird als unabhängiger Standort für Kraftstoff-Einspritzsysteme entwickelt. Als weitere Maßnahme ist die türkische Winkelmann Otomotiv Parçalari mit Wirkung zum 01.01.2022 dem Geschäftsbereich Flowforming zugeordnet worden und soll unter diesen neuen "Schirm" eine Automotive-unabhängige Kundenfokussierung entwickeln. Vor diesem Hintergrund ergeben sich bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis folgende Geschäftszahlen für 2022: Die Umsatzerlöse liegen im Berichtsjahr bei € 225,0 Mio. und konnten gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 um € 16,4 Mio. (+7,9%) gesteigert werden. Insbesondere der mexikanische Produktionsstandort konnte über Neu- und Hochläufe mit € 15,6 Mio. hierzu beitragen. Die inflationsbedingte Umsatzsteigerung durch Anpassung der Verkaufspreise liegt insgesamt bei ca. € 7,0 Mio. Trotz des Umsatzanstiegs zeigt sich jedoch auf der Ergebnisseite ein deutlich negatives Bild. Das EBITDA ist mit € -43,4 Mio. stark defizitär, nachdem in 2021 noch ein konsolidierungskreisbereinigtes EBITDA von € 5,0 generiert werden konnte. Für diese Ergebnisentwicklung sind drei Faktoren entscheidend: Erstens ist im Zuge der anstehenden Reduzierung des Geschäftsvolumens der Winkelmann Powertrain Components GmbH & Co. KG eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von € 27,2 Mio. gebildet worden, deren Hauptkomponente der mittlerweile verhandelte Sozialplan bildet. Zweitens sind zur weiteren Entwicklung der strategischen Ausrichtung mit den damit verbundenen komplexen Aufgabenstellungen externe Beratungskosten in erheblichem Umfang angefallen. Drittens ist es nicht vollständig gelungen, die signifikanten Materialkostensteigerungen über Preisanpassungen an den Markt weiterzugeben. Hier ist ein deutlicher Kostenblock bei dem Geschäftsbereich verblieben. Bereits im Geschäftsjahr 2021 haben Sondereffekte die Ergebnissituation des Geschäftsbereichs Automotive stark belastet. Hier ist vor dem Hintergrund der Fokussierung des Produktportfolios auf den Verbrennungsmotor ein strikter "Werthaltigkeits"-Test vorgenommen worden. Ziel war es, die Werte in der Bilanz nicht über den erzielbaren Betrag hinaus anzusetzen, wobei dieser den höheren Wert aus dem Barwert der zukünftigen Cash Flows und einem aktuellen Netto-Veräußerungswert darstellt. In Folge dessen sind im Anlagevermögen Sonderabschreibungen in Höhe von knapp € 25 Mio. vorgenommen worden, die zu einem signifikant negativem EBIT geführt haben. In der EBITDA-Betrachtung neutralisiert sich dieser Sachverhalt. Im Geschäftsbereich Flowforming haben sich im Geschäftsjahr 2022 deutliche Veränderungen ergeben. Der innovative Anbieter von hochkomplexen metallumgeformten und bearbeiteten Komponenten für die Verwendung in verschiedenen industriellen Applikationen ist durch die Akquisition von drei deutschen Unternehmen, der Stöhr Armaturen GmbH & Co. KG, der Laser Team Gesellschaft für innovative Schweiss- und Schneidtechnik mbH und der K&H Zerspanung GmbH, deutlich gewachsen und hat seine Kompetenz um die Zerspanungs- und Schweißtechnik erweitert. Weiterhin ist intern die türkische Winkelmann Otomotiv Parçalari dem Segment Flowforming zugeordnet worden, die bis 2021 zum Automotive-Konsolidierungskreis gehörte. Der Geschäftsbereich hat sich in 2022 intensiv mit der Integration der neuen Einheiten befasst, was auch noch in 2023 zu den Kernaufgaben zählen wird. Vor diesem Hintergrund ist in 2022 ein Umsatz von € 49,5 Mio. erlöst worden, wobei € 11,8 Mio. auf die neu akquirierten Unternehmen entfällt. Der Vorjahresumsatz des Geschäftsbereichs lag konsolidierungskreisbereinigt bei € 34,7 Mio. Das EBITDA ist von € 7,5 Mio. in 2021 auf aktuell € 6,3 Mio. gesunken, wobei in 2022 € 1,3 Mio. auf die Neu-Akquisitionen entfällt. Die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung liegen in dem Aufbau von Strukturkosten, die vor dem Hintergrund der Erweiterung des Geschäftsbereichs und der angestrebten weitgehenden Unabhängigkeit von der strategischen Finanzholding notwendig waren, sowie in den stark gestiegenen Einstandspreisen für Produktionsmaterial und fertigungsnahen Dienstleistungen, die nicht vollständig über Verkaufspreisanpassungen ausgeglichen werden konnten. In 2022 hat der neu gegründete Geschäftsbereich Construction Components seine Geschäftstätigkeit aufgenommen. Als Basis diente die Akquisition der Deutsche Fundamentbaugesellschaft mbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2022. Im Berichtsjahr entsprechen die Segmentzahlen weitestgehend denen der Neuakquisition. Die Umsatzerlöse betragen € 2,7 Mio. bei einem EBITDA in Höhe von € 0,5 Mio. Die deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens ist ab 2023 geplant. Die Markttreiber hierfür sind die signifikante Reduktion der CO 2 -Emmission im Vergleich zu Fundamentlösungen aus Beton sowie die Kostenreduktion aufgrund unseres patentierten Verfahrens. Im Jahr 2022 wurden insgesamt € 44,4 Mio. investiert. Hiervon entfallen € 14,3 Mio. auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenskäufen, € 20,0 Mio. auf Investitionen in Sachanlagen, € 9,3 Mio. auf Zugänge in Finanzanlagen und € 0,8 Mio. auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Die Zugänge in den Sachanlagen ergeben sich im Wesentlichen aus projektbezogenen und kapazitätserweiternden Investitionen. Die Finanzanlagen haben sich durch Zuführungen in die Beteiligungen an einer Private-Equity-Gesellschaft mit dem Fokus auf mittelständische Unternehmen erhöht. Die Zugänge in den immateriellen Vermögensgegenständen ergeben sich maßgeblich aus der SAP S/4-Umstellung. Die Anzahl der Mitarbeiter einschließlich der 87 (Vorjahr: 100) Auszubildenden in der Unternehmensgruppe Winkelmann beläuft sich zum Stichtag 31.12.2022 auf 4.100 Mitarbeiter nach 4.033 Mitarbeitern zum 31.12.2021. In den Vorjahreswerten war die Winkelmann Powertrain Components (Langfang) Co., Ltd. mit 59 Mitarbeitern enthalten. Die in 2022 neu akquirierten Unternehmen verfügen über 117 Mitarbeiter. Die Mitarbeiteranzahl im Inland hat sich von 1.150 Mitarbeitern zum 31.12.2021 auf 1.247 Mitarbeiter zum 31.12.2022 akquisitionsbedingt erhöht. Im Ausland waren zum Bilanzstichtag 2022 2.853 Mitarbeiter beschäftigt, in 2021 2.883 Mitarbeiter. Durch in- und externe Schulungsmaßnahmen werden umfangreiche Möglichkeiten zur betrieblichen Weiterbildung geboten, um die fachliche Kompetenz sowie die Flexibilität der Mitarbeiter zu erhalten und zu steigern. Für die Auszubildenden ist eigens das Winkelmann Talent Center mit eigenem, modernem Maschinenpark und neuester Kommunikations- und Präsentationstechnik eingerichtet worden, um optimal auszubilden und junge Talente an die Unternehmensgruppe zu binden. C. Ertragslage Mit € 691,2 Mio. liegt der Konzernumsatz in 2022 16,6% über dem Vorjahresniveau in Höhe von € 592,9 Mio. Bereinigt um den Entkonsolidierungseffekt der chinesischen Winkelmann Powertrain Components (Langfang) Co., Ltd. liegt das Umsatzwachstum bei 19,0%. Der Umsatzanteil der neu akquirierten Gesellschaften beträgt € 14,4 Mio., so dass das organische Wachstum bei 16,5% liegt. Dieses beruht mit einem Anteil von ca. 12%-Punkten auf Preiseffekten. Das Rohergebnis hat sich mit 51,6% der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Hier lag die Rohgewinnmarge bei 55,6%. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus Verwässerungseffekten aufgrund der Teuerungszuschläge, die aufgrund der drastischen Einkaufspreiserhöhungen in allen wichtigen Materialgruppen notwendig waren. Im Automotive-Segment ist es allerdings nicht vollständig gelungen, die Materialverteuerung über Verkaufspreiserhöhungen zu kompensieren. Die Auswirkungen auf die Rohertragsmarge wären noch negativer ausgefallen, wenn nicht der Segmentanteil des Geschäftsbereiches Building + Industry, der ein höheres Deckungsbeitragsniveau aufweist, aufgrund des guten Geschäftsverlaufs dieses Segments von 57,9% in 2021 auf 59,6% im Berichtsjahr gestiegen wäre. Die Personalkostenquote beträgt 23,2% der Gesamtleistung gegenüber einem Vorjahreswert von 24,4%. Der Geschäftsbereich Automotive hat seine Restrukturierungsmaßnahmen an den Standorten Deutschland und Polen weiter fortgesetzt und im Stichtagsvergleich 31.12. die Mitarbeiteranzahl um weitere 58 Personen (= -5,2%) reduziert. Das Abschreibungsvolumen hat sich von € 52,0 Mio. in 2021 auf € 25,0 Mio. in 2022 verringert, wobei im Berichtsjahr € 1,6 Mio. auf neu entstandene Geschäftswertabschreibungen entfallen. Die Begründung der signifikanten Reduzierung liegt in Sonderabschreibungen des Vorjahres im Segment Automotive in Höhe von € 24,4 Mio. aufgrund eines "Werthaltigkeits"-Test. Der relative Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung liegt im Berichtsjahr bei 22,5% nach 16,5% im Vorjahr. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind die bilanzierten Restrukturierungsrückstellungen der Winkelmann Powertrain Components GmbH & Co. KG in Höhe von € 27,2 Mio. sowie stark gestiegene Beratungskosten im Zuge der Bearbeitung komplexer Aufgabenstellung hinsichtlich der Restrukturierung des Geschäftsbereichs Automotive, aber auch im Rahmen der Strategiebildung der weiteren Segmente sowie in überproportional angestiegenen Ausgangsfrachten sowie Reise- und Bewirtungskosten. Das EBIT beläuft sich im Berichtsjahr auf € 17,8 Mio. und fällt damit um € 23,1 Mio. niedriger aus als in 2021. Hierbei sind folgende wesentliche Sondereffekte zu erwähnen: Im Rahmen der verabschiedeten Reduzierung des Geschäftsvolumens der Winkelmann Powertrain Components GmbH & Co. KG ist eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von € 27,2 Mio. gebildet worden, die als Kerngröße die verhandelten Sozialplankosten von € 22,8 Mio. enthält. Weiterhin ist das bereits erwähnte Beratungskostenvolumen um € 14,7 Mio. gestiegen. Bereinigt um diese beiden kostentreibenden Faktoren beläuft sich das normalisierte EBIT auf € 59,7 Mio. Im Vorjahr sind im Geschäftsbereich Automotive Sonderabschreibungen in Höhe von € 24,4 Mio. vorgenommen worden, um sicherzustellen, dass die Bilanzwerte nicht über dem höheren Wert aus dem Barwert der zukünftigen diskontierten Cash Flows und einem Nettoveräußerungswert angesetzt werden. Dieser konsequente Schritt ist vor dem Hintergrund der signifikanten Veränderung in der Automobilwirtschaft und des aktuellen Produktportfolios durchgeführt worden. Wird auch dieser Effekt bereinigt, beträgt das Vorjahres-EBIT € 65,3 Mio. Der Rückgang des normalisierten operativen Ergebnisses liegt im Jahresvergleich damit bei € 5,6 Mio., was darauf zurückzuführen ist, dass im Geschäftsbereich Automotive die Preissteigerung auf der Einkaufsseite nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden konnte. Im EBIT sind im Berichtsjahr saldierte Kursgewinne in Höhe von € 3,6 Mio. enthalten nach € 4,9 Mio. saldierten Kursgewinnen in 2021. Dies geht im Wesentlichen auf die Abwertung der türkischen Lira sowie des polnischen Zloty zurück, während die Umsatzerlöse der türkischen und polnischen Gesellschaften der Winkelmann Gruppe hauptsächlich in Euro generiert werden. Das Finanzergebnis liegt im Berichtsjahr bei € -2,1 Mio. nach € 17,1 Mio. in 2021. Im Vorjahr waren Entkonsolidierungsgewinne aus der Veräußerung der Anteile an der Shanghai Winkelmann Longchuan SWL Motorcomponents Co., Ltd. in Höhe von € 13,2 Mio. sowie Gewinnzuweisungen aus einem Private-Equity-Fonds in Höhe von € 13,3 Mio. für das gute Ergebnis verantwortlich. In 2022 sind durch die Entkonsolidierung der Winkelmann Powertrain Components (Langfang) Co., Ltd. Verluste in Höhe von € 2,1 Mio. angefallen. Weiterhin belaufen sich die Erträge aus dem Private-Equity-Fonds im Berichtsjahr auf € 4,1 Mio. Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen haben sich von € 5,4 Mio. in 2021 auf € 2,8 Mio. in 2022 aufgrund des steigenden Diskontierungszinssatzes reduziert. Nach wie vor sind Teile der freien Liquidität in einen Spezial-Anlageinvestmentfonds ausgegliedert, der als Finanzanlage zu Anschaffungskosten bilanziert wird. Das Volumen zu Anschaffungskosten beträgt € 50,9 Mio. Der Marktwert zum 31.12.2022 liegt bei € 49,1 Mio. Der Wertverlust wird sich in 2023 weitestgehend ausgleichen. Eine Wertberichtigung ist nicht erforderlich gewesen. Die Steuerquote im Konzern, definiert als Ertragsteueraufwand in Relation zum Ergebnis vor Steuern, hat sich von 36,1% in 2021 auf 71,3% in 2022 wesentlich erhöht. Diese Veränderung resultiert aus der starken Belastung des Konzern-Vorsteuer-Ergebnisses durch die Restrukturierung des Automotive-Bereichs, in dem keine Steueraufwendungen anfallen, während die profitablen anderen Segmente "normale" Steueraufwendungen ausweisen. Auf Basis der vorstehend erläuterten Entwicklungen liegt der Konzernjahresüberschuss in 2022 bei € 3,2 Mio. nach € 35,7 Mio. im Vorjahr. Hinsichtlich der Auftragslage ist unter normalen Umständen die Aussagefähigkeit im Geschäftsbereich Automotive und im Stammgeschäft des Segmentes Flowforming aufgrund der spezifischen Geschäfts- und Kundenstruktur relativ einfach gegeben. Ein sehr hoher Prozentanteil des 12-Monats-Forecasts ist sogenanntes "booked business". Aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges sowie der anhaltenden Materialversorgungsprobleme und Kapazitätsengpässe ist jedoch eine gesicherte Aussage über die Auftragslage nur schwer möglich. Gleiches gilt für den Geschäftsbereich Building + Industry. Hinzukommend hat hier die Auftragslage im Handelsgeschäft eine Reichweite von lediglich zwei Wochen und im OEM-Geschäft von acht bis zwölf Wochen. Deshalb sind Aussagen zur Auftragslage in diesem Segment naturgemäß nur kurzfristiger Natur. D. Finanzlage Die Finanzierung ist durch ausreichende Liquiditätsreserven sichergestellt. Zum Bilanzstichtag standen konzernweit € 201,9 Mio. (Vorjahr: € 201,5 Mio.) an liquiden Mitteln zur Verfügung. Zusätzlich sind freie liquide Mittel zu Anschaffungskosten von € 50,9 Mio. in den Finanzanlagen investiert. Der Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften wird - sofern erforderlich - über die Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Unternehmensgruppe ist bankenunabhängig. Ausnahmen hiervon bestehen lediglich bei den neu akquirierten Unternehmen, in denen eine Fremdfinanzierung von in Summe € 5,4 Mio. übernommen wurde. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt in 2022 bei € 51,0 Mio. und damit leicht über dem Vorjahresniveau von € 48,2 Mio. Die starke Ergebnisbelastung aufgrund der Restrukturierungsaufwendungen wird sich erst in den Folgejahren liquiditätsseitig auswirken. Der Cash Flow aus der investiven Tätigkeit liegt bei € -36,5 Mio. €, wobei € 16,2 Mio. auf Unternehmenskäufe entfallen. Im Vorjahr war der Cash Flow aus investiver Tätigkeit aufgrund der Veräußerung der Anteile an der Shanghai Winkelmann Longchuan SWL Motorcomponents Co., Ltd. in Höhe noch mit - €36,0 Mio. positiv. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern sind in 2022 um € 7,4 Mio. auf € 0,4 Mio. zurückgeführt worden. E. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme liegt zum Abschlussstichtag 31.12.2022 bei € 773,1 Mio. und damit um € 49,4 Mio. über dem Vorjahresniveau (€ 723,7 Mio.). Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte aufgrund der neu bilanzierten Geschäftswerte (€ 12,7 Mio.) sowie das Vorratsvermögen um € 18,8 Mio. angewachsen. Auf der Passivseite der Bilanz zeigen sich insbesondere Anstiege in den Rückstellungen (€ + 34,2 Mio.) aufgrund der Automotive-Restrukturierung sowie in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ +7,5 Mio.) durch das gestiegene Geschäftsvolumen. Das Konzerneigenkapital beläuft sich nach € 539,4 Mio. im Vorjahr auf € 533,9 Mio. im Berichtsjahr und beträgt damit 69,1 % (Vorjahr 74,5%) der Konzernbilanzsumme. Der Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital hat sich auf € 1,3 Mio. nach € 5,2 Mio. in 2021 reduziert und resultiert zum einen aus der Entkonsolidierung der Winkelmann Powertrain Components (Langfang) Co., Ltd. (€ -3,5 Mio.) sowie der Übernahme der 30% Fremdanteile an der Reflex CN Co., Ltd. (€ -1,1 Mio.) sowie durch neue Fremdanteile in Höhe von 30% an den Gesellschaften K&H Zerspanung und Laser Team (€ +0,7 Mio.). Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung liegt in 2022 bei € -42,6 Mio. (Vorjahr: € -40,3 Mio.). Diese Position geht im Wesentlichen auf die polnischen und türkischen Gesellschaften zurück und begründet sich darin, dass die türkische Lira und der polnische Zloty zum Bilanzstichtag deutlich schwächer waren als zu dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften. F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Für das Jahr 2023 geht die Unternehmensgruppe Winkelmann davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft weiter merklich verlangsamen wird. Vor allem in den ersten Monaten dürften weiterhin hohe Inflationsraten in großen Teilen der Welt zu zusätzlichen Zinserhöhungen führen. Ungünstigere Finanzierungsbedingungen, sinkende Realeinkommen und anhaltend hohe Preise für Material, Energie und Nahrungsmittel werden voraussichtlich den privaten Verbrauch und die Unternehmenstätigkeit bremsen. Auch wird erwartet, dass die US-Wirtschaft im Jahr 2023 infolge der aggressiven Zinserhöhungen und deren Auswirkungen, insbesondere auf den bedeutenden Immobiliensektor, eine milde Rezession durchlaufen wird. Die Erwartung für das Gesamtjahr ist jedoch, auch dank eines spürbaren Rückgangs der Inflation und der damit einhergehenden positiven Effekte für die Kaufkraft der privaten Haushalte, dass das Niveau des Jahres 2022 leicht übertroffen wird. Die chinesische Volkswirtschaft sollte in diesem Jahr dank der umfassenden Lockerung der COVID-19-Restriktionen und gezielter wirtschaftlicher Unterstützungsmaßnahmen der Regierung spürbar kräftiger wachsen. Die fortgesetzte Konsolidierung des Immobiliensektors und eine schwächere Nachfrage aus dem Ausland werden das Wachstum jedoch etwas bremsen. Auch in der Eurozone bleiben die konjunkturellen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 anspruchsvoll. Ausschlaggebend hierfür sind anhaltende Materialversorgungsprobleme und Kapazitätsengpässe. Der seit mehr als ein Jahr andauernde Krieg in der Ukraine belastet weiterhin die europäische Wirtschaft. Unternehmen und Gesellschaften kämpfen mit hohen Erzeugerpreisen und Inflationsraten, auch wenn die Spitze der Kostenexplosion erreicht sein könnte und eine erste Entspannung spürbar ist. Die Energiepreise insbesondere für Gas fallen seit Jahresbeginn und die Inflationsrate in der Eurozone könnte sich wieder im einstelligen Bereich verfestigen. Nach fast drei Jahren des Pandemiegeschehens scheint das Coronavirus beherrschbar, so dass zahlreiche Maßnahmen zum Infektionsschutz aufgehoben sind, da sich laut WHO die Pandemie einem Wendepunkt annäherte. Auch wenn noch eine allgemeine Verunsicherung spürbar ist, wächst die Zuversicht in der deutschen Wirtschaft. Dies unterstreicht auch der ifo Geschäftsklimaindex, der im März 2023 zum fünften Mal in Folge gestiegen ist. Demnach geht das Verarbeitende Gewerbe mit einer positiven Erwartungshaltung in das Jahr 2023. Auch die Bundesregierung blickt in ihrer vergangenen Konjunktur-Prognose optimistischer auf das neue Jahr und prognostiziert für 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2%. Bei der Inflation erwartet sie im Jahresverlauf rückläufige Raten. Für den Jahresdurchschnitt 2023 wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0% gegenüber dem Vorjahr vorhergesagt. Dabei wirken sich die Strom- und Gaspreisbremsen dämpfend auf die Inflationsrate aus. Zusammenfassend ist das aktuelle Unsicherheitspotenzial weiterhin hoch und kann deutliche Einflüsse auf die im Folgenden dargestellte Prognose für die Entwicklung der Unternehmensgruppe Winkelmann haben, wobei jeweils darauf eingegangen wird, welche Entwicklungsannahmen getroffen und antizipiert worden sind. Die Ende 2022 verabschiedete Planung sieht für das Jahr 2023 ein Umsatzvolumen von € 780 Mio. (2022: € 691,2 Mio.) bei einem EBITDA von € 65 Mio. vor. Das budgetierte Ergebnis liegt damit deutlich über dem EBITDA des Jahres 2022 in Höhe von € 42,9 Mio., wobei dieses allerdings durch Restrukturierungsrückstellungen für den Geschäftsbereich Automotive belastet war. Das dargestellte deutliche Umsatzwachstum resultiert im Wesentlichen aus Inflationseffekten. Das verabschiedete Budget basiert auf der Annahme, dass die weiterhin andauernde Corona-Pandemie keine signifikanten Einflüsse auf der Absatzseite haben wird. Weiterhin sind die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges dahingehend antizipiert, dass die Geschäfte mit den Ländern Russland und Belarus eingestellt sind. Hinsichtlich möglicher Lieferkettenstörungen und anderer Verfügbarkeitsengpässe wird davon ausgegangen, dass sich dieses in 2023 deutlich verbessert. Auf der Beschaffungsseite sieht die Budgetannahme vor, dass der Preis für Stahlblech als Haupteinsatzmaterial der Unternehmensgruppe je nach Geschäftsbereich rückläufig sein wird, während in allen sonstigen Materialgruppen von einer Steigerung ausgegangen wird. Während die Energiepreise für die Unternehmensgruppe Winkelmann in 2022 aufgrund der längerfristigen Kontrahierung aus dem Jahr 2020 keinen Kostentreiber darstellte, wird sich dieses in 2023 deutlich ändern. Hinsichtlich der Entgelte werden in den Kernländern deutliche Steigerungen im höheren einstelligen Bereich erwartet. Als Hauptgegensteuerungsmaßnahme ist das Erheben von Teuerungszuschlägen in der Budgetierung vorgesehen, die die Teuerungseffekte weitestgehend kompensieren sollen. Die Entwicklung der dargestellten geo- und handelspolitischen Risiken wird laufend verfolgt und - wenn notwendig - weitere Maßnahmen eingeleitet, die die Ergebnis- und vor allem die Liquiditätssituation sicherstellen. Trotz der dargestellten Unsicherheiten wird an wesentlichen Projekten konsequent weitergearbeitet. Auf oberster Konzernebene wird der Umbau der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG zu einer strategischen Finanzholding, der bereits in 2022 mit grundlegenden organisatorischen Änderungen gestartet ist, weiter vorangetrieben und gefestigt. Im Kern wird die bisherige operative Fokussierung zurückgefahren und die neue Rolle als aktiver Business Development Partner der Geschäftsbereiche weiterentwickelt und auf eine unternehmensweite und übergreifende Portfoliostrategie abgezielt. Der Geschäftsbereich Building + Industry führt seine Veränderungsprozesse konsequent fort. Das Umsatzvolumen wird erwartet preisbedingt auf € 466 Mio. anwachsen. Das EBITDA soll mit € 79 Mio. auf dem Niveau von 2022 liegen. Die signifikanten Kostensteigerungen in Material, Energie und Personal sollen kompensiert werden. Das umfassende Strategieprojekt "Fit for Future 2030" sieht in 2023 beginnend eine umfassende Investitionsoffensive im Logistik- und Fertigungsbereich vor, um zusätzliche Kapazitäten - insbesondere im Produktbereich Warmwasserspeicher für Wärmepumpen - und Effizienzen zu schaffen. Das geplante Investitionsvolumen liegt in 2023 bei ca. € 118 Mio. Im Geschäftsbereich Automotive wird das Restrukturierungsprogramm WAM 2030 konsequent fortgesetzt. Es sieht den Ausbau des polnischen Fertigungsstandorts zum unabhängigen Kompetenzzentrum für Drehschwingungsdämpfer vor. Dieses geht einher mit der in 2023 vorgesehenen gesellschaftsrechtlichen Verselbstständigung dieses Produktbereichs. Daneben wird am mexikanischen Produktionsstandort die Produktion von Kraftstoff-Einspritz- und Verteilungssystemen zunehmend konzentriert und dieser ebenfalls zu einem unabhängigen Kompetenzzentrum weiterentwickelt. In 2022 ist die Entscheidung gefallen, in den kommenden zwei bis drei Jahren das Geschäftsvolumen des deutschen Produktionsstandorts signifikant bis auf einen nachhaltig profitablen Kern zu reduzieren. Hierzu werden in 2023 die Verhandlungen mit den Kunden zur Rückgabe bzw. Einstellung oder Verlagerung von Produkten finalisiert. Der im März 2023 verabschiedete Sozialplan wird ab 2024 umgesetzt. Für 2023 gilt noch Bestandsschutz aus dem vorherigen Sanierungstarifvertrag. In Summe erwartet der Geschäftsbereich Automotive in 2023 einen Umsatz von € 242 Mio. Die Steigerung um ca. 7% geht aufgrund von Neu- und Hochläufen weitestgehend auf den mexikanischen Standort zurück. Das EBITDA wird bei einem Volumen von € -13,2 Mio. gesehen nach rückstellungsbedingten € -43,4 Mio. in 2022. Der Geschäftsbereich Flowforming hat in 2022 drei neue Unternehmen akquiriert und zusätzlich die türkische Winkelmann Otomotiv Parçalari vom Geschäftsbereich Automotive übernommen. Das Geschäftsjahr 2023 wird seinen Schwerpunkt in der Integration dieser deutlichen Segmenterweiterung haben. Zusätzlich ist am US-amerikanischen Fertigungsstandort der Turnaround mit einem ausgeglichenen EBITDA in 2023 zu schaffen, nachdem die Vorjahre deutlich defizitär verlaufen sind. Die Basis hierfür bildet der erste akquirierte Serienauftrag, der in 2023 anläuft. Das Umsatzvolumen des Geschäftsbereich wird bei € 60 Mio. erwartet nach € 49,5 Mio. in 2022. Das EBITDA steigert sich durch Zusatz-Deckungsbeiträge aus der Umsatzsteigerung von € 6,3 Mio. auf € 7,5 Mio. Der in 2022 mit der Akquisition der Deutsche Fundamentbaugesellschaft mbH neu gestartete Geschäftsbereich Construction Components wird in 2023 seinen Fokus auf den Aufbau zusätzlicher Fertigungskapazitäten in Polen legen sowie die Vermarktungsstrategie des Schraubpfahlfundaments weiter forcieren. Die Erfolgsfaktoren des Geschäftsmodells liegen vor allem in der deutlich niedrigeren CO 2 -Emission im Vergleich zum Betonfundament sowie in dem kosteneffizienteren und patentierten Fertigungsverfahren auf Basis der Metallumformung, während die Konkurrenz die Helixstruktur auf das Schraubpfahlfundament aufschweißt. Der Umsatzbeitrag des neuen Segments wird bei ca. € 10 Mio. liegen. Der ebenfalls in 2022 neu gegründete Geschäftsbereich Energie wird seine Geschäftstätigkeit in 2023 starten. Er ist zunächst fokussiert auf die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen zur internen Nutzung. Das veranschlagte Investitionsvolumen liegt im Betrachtungsjahr bei ca. € 20 Mio. Die Unternehmensgruppe Winkelmann befindet sich in 2023 und den Folgejahren in einem intensiven Transformationsprozess, der zu einem deutlich negativen Free Cash Flow führen wird. Trotz der aktuell sehr komfortablen Ausstattung mit Liquidität werden in 2023 zwei Cashorientierte Projekte mit hoher Priorität vorangetrieben. Zum einen geht es um die Optimierung des Trade Working Capitals, welches seit Beginn der Corona-Pandemie eher auf die Sicherstellung der Produktionsfähigkeit ausgerichtet war und zusätzlich von einer Asynchronität der Zahlungsbedingungen auf Kunden- und Lieferantenseite gekennzeichnet ist. Zum anderen wird ein Konsortialkredit aufgesetzt, der auch in den Worst-Case-Szenarien möglicher Entwicklungen die ausreichende Liquidität der Gruppe sicherstellen soll. Operative Chancen werden in der Unternehmensgruppe Winkelmann im Wesentlichen in den Regionen und Marktsegmenten identifiziert und bewertet. Dies erfolgt auf der Basis von enger Beobachtung und Analysen der jeweiligen Märkte. So können Trends und Entwicklungen frühzeitig erkannt und potenzielle Chancen abgeleitet werden. Die einzelnen Chancen werden dann im Rahmen des Planungsprozesses detailliert analysiert und bewertet. Über Szenariorechnungen fließen sie unmittelbar in die Mittelfristplanung ein. Die Koordination und Ressourcenallokation erfolgt auf Konzernebene. Chancen von übergeordneter strategischer Bedeutung wie Akquisitionen, Kooperationen oder auch Strategieanpassungen werden auf Ebene der Gruppengeschäftsführung in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Geschäftsbereichsleitung analysiert, bewertet und umgesetzt. Neben den Risiken werden auch die Chancen abgeleitet und analysiert, die sich aus den globalen Megatrends und den damit zukünftig verbundenen Implikationen für die Unternehmensgruppe Winkelmann ergeben können. Entsprechende Chancen werden somit im Rahmen der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie systematisch berücksichtigt. G. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Rahmen der Risikosteuerung nutzt die Unternehmensgruppe Winkelmann Finanzinstrumente. Der Einsatz von originären Finanzinstrumenten wie Wertpapieren und Guthaben unterliegt einer strikten Risikopolitik. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus Wertpapieren werden durch entsprechende Anlagerichtlinien und Wertsicherungskonzepte begrenzt. Guthaben und Kassenbestände unterliegen einer Kontrahentenrisikosteuerung. Entsprechende Einlagen werden nur bei Banken mit erstklassiger Bonität getätigt. Im Rahmen des Währungsrisikomanagements werden derivative Finanzinstrumente genutzt. Diese decken das durch "natural hedging" nicht gesicherte operative Währungsrisiko ab. Grundsätzlich werden nur genehmigte Instrumente zur Absicherung genutzt. Hierzu zählen Devisentermingeschäfte und Optionen. Dem aus dem Abschluss der Geschäfte resultierenden Ausfallrisiko wird durch Kontrahentenmanagement und Limitwesen Rechnung getragen. Wesentlichen Zahlungsstromschwankungen unterliegt die Unternehmensgruppe Winkelmann nicht. Schwankungen und etwaige Unterdeckungen werden durch die strategische Liquiditätsreserve gedeckt. H. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess Die Unternehmensgruppe Winkelmann hat Steuerungs- und Kontrollsysteme implementiert, die es dem Management ermöglichen, Risiken zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das einheitliche Planungs- und Reporting-System des Konzerns sowie eine monatlich zu bewertende Checkliste als Risikoleitfaden gewährleisten dabei eine sachgerechte und zeitnahe Information der jeweiligen Entscheidungsträger sowie eine Sensibilisierung für Risikoaspekte. Dieses wird ergänzt durch eine ad-hoc Risiko-Kommunikation. Durch die dezentrale Gruppenstruktur wird die Nähe der Entscheidungsträger zum Markt konsequent unterstützt. Der Grad der Zielerreichung wird fortlaufend überprüft und zeigt als Frühindikator Veränderungen der relevanten Risikofaktoren. Für alle erkennbaren Bestands- und Produktrisiken wurden - soweit möglich - entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Um die Sicherheit im Bereich der Informationstechnologie zu gewährleisten, bestehen den Anforderungen entsprechende Zugangsregelungen. Durch eine integrierte Infrastruktur ist die Verfügbarkeit der Netzwerk- und Serversysteme sichergestellt. Daten werden regelmäßig archiviert und sind vor unbefugten Zugriffen geschützt. Das Risikomanagementsystem der Unternehmensgruppe Winkelmann kategorisiert Risiken in folgende Gruppen:
Allgemeine externe Risiken bzw. Marktrisiken: Die Unternehmensgruppe Winkelmann ist den Einflüssen allgemein-wirtschaftlicher sowie branchenspezifischer Entwicklungen ausgesetzt. Die Unternehmensgruppe steuert diese Risiken im Wesentlichen über zwei Stoßrichtungen: Erstens ist um die Kernkompetenz der Blechumformung ein diversifiziertes Produktspektrum aufgebaut worden, welches in die fünf genannten Geschäftsbereiche aufgeteilt wurde, die jeweils über unterschiedliche Chancen- und Risikoprofile verfügen. Hierdurch entstehen ausgleichende Effekte. Zweitens sind laufende Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramme mit dem entsprechenden Projekt-Management implementiert und erfolgreich umgesetzt worden. Hier profitiert die Unternehmensgruppe Winkelmann in hohem Maße von ihrer mittelständischen Ausprägung. Strategische Risiken: Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und um den Anforderungen des Marktes weltweit gerecht zu werden, hat die Unternehmensgruppe Winkelmann die internationalen Geschäftsaktivitäten in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Bei der Planung wurde das Marktpotenzial für den Absatz und in Bezug auf den jeweiligen Arbeitsmarkt entsprechend bewertet, die rechtlichen Gegebenheiten wurden geprüft und die politische Lage des jeweiligen Standortes wurde betrachtet. Eine positive Bewertung all dieser Parameter gab letztendlich den Ausschlag für die Akquisition oder die Gründung neuer Standorte. Trotz aller Sorgfalt können unzutreffende Einschätzungen oder unvorhergesehene Ereignisse die zukünftige Entwicklung dieser Standorte beeinträchtigen. Deshalb findet ein regelmäßiger, strukturierter Austausch zwischen der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG und der Geschäftsführung der internationalen Standorte statt, um eine laufende strategische Risikoeinschätzung zu erhalten und Steuerungsmaßnahmen zu definieren. Leistungswirtschaftliche Risiken: Leistungswirtschaftliche Risiken ergeben sich durch die laufende operative Tätigkeit in den einzelnen Funktionsbereichen. Sie werden im Wesentlichen durch das gruppenweit einheitliche Reportingsystem sowie durch die monatliche Bearbeitung einer Checkliste als Risikoleitfaden kommuniziert. Identifizierte Risiken oder Veränderungen bereits identifizierter Risiken werden regelmäßig in den Führungsgremien bewertet. Finanzwirtschaftliche Risiken: Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich grundsätzlich aus Fremdwährungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken. Für die Unternehmensgruppe Winkelmann stellen Währungsveränderungen kein signifikantes Risikopotenzial dar, da im Wesentlichen Einkaufs- und Verkaufswährung übereinstimmen und sich dadurch ein "natural hedge" ergibt. Hierdurch nicht abgedeckte Risiken werden durch entsprechende Finanzinstrumente gesichert. Zinsänderungsrisiken sind für die Unternehmensgruppe Winkelmann nicht relevant. Liquiditätsrisiken sind zurzeit nicht von Bedeutung. Zusammenfassung: Die Risikosituation der Unternehmensgruppe Winkelmann ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. Das integrierte Risikomanagementsystem gewährleistet jederzeit die Steuerung aller identifizierten Risiken. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind Risiken oder Risikokombinationen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht erkennbar. In Kombination mit den überwiegend mittel- und langfristig attraktiven Chancen verfügt die Unternehmensgruppe über ein ausgewogenes, zukunftsgerechtes Risiko-Chancen-Profil, um gemäß der Unternehmensstrategie weiter profitabel zu wachsen. Aufgrund der derzeitigen geo- und handelspolitischen Krisen und Risiken kann sich diese Risikoeinschätzung kurzfristig ändern und eine langfristige Prognose ist derzeitig nur schwer zu erstellen.
Ahlen, im Mai 2023 Heinrich Winkelmann Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH gez. Heinrich Winkelmann gez. Christian Knechtel Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG hat ihren Sitz in Ahlen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Münster unter der Registernummer HRA 6293 eingetragen. Der Konzernabschluss der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG, Ahlen, zum 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Bilanz wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt und hinsichtlich der Gewinnverwendung erweitert. Die Werte aus dem Vorjahreskonzernabschluss zum 31.12.2021 wurden unverändert zum 01.01.2022 übernommen. II. Währungsumrechnung In den Konzernabschluss einbezogene ausländische Einzelabschlüsse in Fremdwährung wurden gemäß § 308a HGB in der Bilanz mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag und in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Die Währungsdifferenzen, die sich aus der Anwendung der unterschiedlichen Umrechnungskurse ergeben haben, wurden ebenso wie die Währungsdifferenzen aus der Verschiebung der Währungsparitäten seit dem vorangegangenen Bilanzstichtag gemäß § 308a HGB unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Für die Tochterunternehmen in der Türkei, welche im Berichtsjahr erstmals als Hochinflationsland gilt, erfolgte gemäß DRS 25 eine Bereinigung der Inflationseffekte durch Indexierung mit anschließender Umrechnung der Abschlüsse nach der Stichtagskursmethode. III. Konsolidierungskreis und -methoden Neben der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG wurden 27 inländische sowie 25 ausländische Gesellschaften nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderungen im Konsolidierungskreis, die sich im Berichtsjahr ergeben haben, werden nachfolgend dargestellt:
Wir verweisen auf die Aufstellung des Beteiligungsbesitzes, die als Anlage beigefügt und Bestandteil des Konzernanhangs ist. Für Zugänge bis zum 31.12.2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung in allen Fällen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Beteiligungsansatz und Buchwert sind den Vermögensgegenständen und Schulden der Tochterunternehmen soweit zugeordnet worden, wie die Zeitwerte von den Buchwerten abweichen. Darüber hinaus wurden aktivische Unterschiedsbeträge, soweit möglich, bereits in Vorjahren erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Soweit eine Verrechnung nicht vorgenommen wurde, sind die Unterschiedsbeträge als Firmenwerte ausgewiesen, die gemäß § 309 Abs. 1 HGB über höchstens 4 Jahre linear abgeschrieben wurden. Für Zugänge ab dem 01.01.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und je nach wirtschaftlicher Verursachung zwischen 5 und 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei Geringfügigkeit wurden die Unterschiedsbeträge unmittelbar im Jahr der Erstkonsolidierung aufwandswirksam erfasst. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert fortgeführt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Im Jahr des Zugangs wurden die immateriellen Vermögensgegenstände pro rata temporis abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die als Firmenwerte ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden linear über 5 bzw. 15 Jahre abgeschrieben. Die kumulierten Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich wie folgt entwickelt (in TEUR):
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Anlagen. Die vorgegebenen Nutzungsdauern wurden nach steuerlich höchstmöglichen Sätzen ermittelt. Sofern erforderlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: TEUR 24.391) vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils unter EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Bedarf vorgenommen. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden 100% der Anteile an einem inländischen Spezial-AIF (Alternativer Investmentfonds) ausgewiesen. Bei dem Spezial-AIF "WAF" (Auflagedatum 07.03.2011) steht dem in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Anteile in Höhe von TEUR 50.911 ein Marktwert von TEUR 49.054 (Vorjahr: TEUR 52.255) gegenüber. Dieser Marktwert verteilt sich auf Rentenpapiere (TEUR 44.469; Vorjahr: TEUR 43.644), Aktien (TEUR 1.301; Vorjahr: TEUR 7.076) sowie geldnahe Positionen (TEUR 3.284; Vorjahr: TEUR 1.535). Der Wertverlust wird sich in 2023 weitestgehend ausgleichen. Eine Wertberichtigung war nicht erforderlich. Ausschüttungen wurden nicht vorgenommen. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen nicht. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet; für überalterte und wenig gängige Materialien wurden Wertabschläge vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Material- und Fertigungsgemeinkostenzuschläge. Ferner wurde der Werteverzehr des Anlagenvermögens berücksichtigt, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sofern sich aus der Rückrechnung vom erzielbaren Verkaufspreis unter Abzug aller bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten ein niedrigerer Wert ergab, wurde dieser angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Für erkennbare Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen in Abzug gebracht. Dem allgemeinen Delkredere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend im Zeitablauf. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft Ansprüche aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen, die nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen waren. Zusätzlich wurde der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen mit der an die Berechtigten verpfändeten Rückdeckungsversicherung verrechnet.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden versicherungsmathematisch nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) ermittelt. Dabei wurde gemäß dem Wahlrecht des §253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (im Berichtsjahr 1,78%). Ferner wurden eine Rentendynamik von 2,0%, eine Gehaltsdynamik von 2,0% sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. In diesen Rückstellungen sind TEUR 2.123 für frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebene enthalten. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre beträgt TEUR 4.617. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken, Wagnisse und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sofern erforderlich, wurden Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit dem Barwert bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. V. Angaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der dem Anhang beigefügt ist. Er enthält auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, für Risiken aus dem Absatz- und Beschaffungsbereich sowie für Beratungs- und Jahresabschlusskosten gebildet. Die Fristigkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 ergibt sich aus der nachstehenden Übersicht:
Fristigkeiten per 31.12.2021:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Guthaben der Kommanditisten mit TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 7.561). Im Vorjahr waren zudem TEUR 213 Verbindlichkeiten gegenüber Fremdgesellschaftern enthalten (Berichtsjahr: TEUR 0). Der Ansatz der aktiven latenten Steuern resultiert in erster Linie aus der unterschiedlichen Bewertung insbesondere der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Handels- und Steuerrecht sowie der Nichtanerkennung von handelsrechtlich gebotenen Rückstellungen. Ferner sind die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf die Eliminierung von Zwischengewinnen im Anlage- und Umlaufvermögen zurückzuführen. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 1.654) resultieren im Wesentlichen aus der teilweisen Nutzung der degressiven Abschreibungsmethode und auf der Bildung passiver latenter Steuern auf stille Reserven. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde gelegt. Für inländische Personengesellschaften kam ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz in Höhe von 15,6% zur Anwendung. Bei den inländischen Kapitalgesellschaften wurde ein kombinierter Körperschaft- und Gewerbesteuersatz von 31,4% zugrunde gelegt. Die Steuersätze bei den ausländischen Gesellschaften betragen 9 - 30%. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von verschiedenen Leasingverträgen. Zweck und Vorteil dieser Leasingverträge ist die Nutzung der Vermögensgegenstände ohne Eigentumserwerb unter Abwälzung der mit dem Eigentum verbundenen Risiken. Aus Leasingverträgen resultierende zukünftige Zahlungsverpflichtungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Aufteilung:
Das für das Geschäftsjahr 2022 vom Konzernabschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrifft mit TEUR 199 ausschließlich Wirtschaftsprüfungsleistungen. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Die Beiratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2022 betrugen TEUR 139. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen enthalten, die aus Kosten des Sozialplans in Höhe von TEUR 22.934 aus der Restrukturierung des Bereichs Automotive resultieren. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um zukünftige Personalaufwendungen für Abfindungen und Freistellungen. Weitere Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.716 für benötigte externe Unterstützung sind in den Beratungskosten sowie TEUR 2.500 für notwendige interne Verlagerungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Im Berichtsjahr werden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 4.368 (Vorjahr: TEUR 2.695) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um die Abwertung von Anteilen an einem Private Equity Fund. VII. Sonstige Angaben Eine Aufstellung des Beteiligungsbesitzes bezüglich der in den Konzern einbezogenen Unternehmen ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung setzt sich ausschließlich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle sind nicht enthalten. Der Konzernabschluss befreit die folgenden Gesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HBG von der Verpflichtung, den Jahresabschluss offen zu legen:
Außerdem werden auf Grund von § 264 Abs. 3 HGB die folgenden Gesellschaften von der Verpflichtung befreit, einen Anhang und einen Lagebericht aufzustellen:
Des Weiteren werden auf Grund von § 264 Abs. 3 HGB die folgenden Gesellschaften von der Verpflichtung befreit, einen Anhang aufzustellen:
Von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts und zur Offenlegung des Jahresabschlusses werden gemäß § 264 b HGB die folgenden Gesellschaften befreit:
Von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs und zur Offenlegung des Jahresabschlusses werden gemäß § 264 b HGB die folgenden Gesellschaften befreit:
Die Stöhr Armaturen GmbH & Co KG, Königsbrunn, wird gemäß § 264 b HGB von der Pflicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses befreit. Der Konzernabschluss befreit die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften gemäß § 291 Abs. 2 HGB hinsichtlich der Aufstellung, der Offenlegung und der Prüfung eines eigenen (Teil-) Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts:
Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Konzern im Durchschnitt 4.034 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt (ohne Auszubildende):
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Miet-, Leasing-, Pacht- und Wartungsverträgen in Höhe von rd. EUR 11,5 Mio. Im Bereich des Finanzanlagevermögens bestehen noch Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 15.730. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 293.748.
Ahlen, den 17.05.2023 Heinrich Winkelmann Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH gez. Heinrich Winkelmann gez. Christian Knechtel Aufstellung des Beteiligungsbesitzes 2022
1) davon 0,99% indirekt über die Winkelmann
Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Kapitalflussrechnung im Konzern 2022
Der Finanzmittelfonds ist definiert als Kassenbestand zuzüglich kurzfristiger Guthaben bei Kreditinstituten und entspricht insofern der Bilanzposition "Liquide Mittel". Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022
6.1.7 Bestätigungsvermerk BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG, Ahlen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG, Ahlen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WINKELMANN GROUP GMBH & CO. KG, Ahlen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 30. Mai 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Wambach, Wirtschaftsprüfer gez. Groll, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 16. Juni 2023 gebilligt. |
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