Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 25899
Eingetragen
28.5.2014
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Im- und Export von Fahrrädern, Fahrradanhängern und Babyausstattung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Boldt
seit 13.6.2022
Prokura
Nikolai Boldt
seit 13.2.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nikolai Boldt
53773 Hennef (Sieg)
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Qeridoo GmbH

Buchholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Qeridoo GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet und hat ihren Sitz in Buchholz (Mendt). Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Qeridoo GmbH liegt in der Entwicklung und dem Vertrieb von Fahrradanhängern und Kinderprodukten. Das Produktionsprogramm umfasst Fahrradanhänger und Zubehör. Die Qeridoo GmbH unterscheidet sich durch Innovation und Forschung im Bereich der Fahrradanhänger vom Markt. Die Flexibilität unseres aufstrebenden Unternehmens und die verlässliche Zusammenarbeit mit erprobten Partnern erlaubt uns, unseren Kunden qualitativ hochwertige und sichere Produkte zu einem fairen Preis zu bieten. Die Strategie der Qeridoo GmbH bezieht sich auf den Ausbau der Marktanteile, Entwicklung neuer Produkte und leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Im Berichtsjahr konnten wir die verfügbaren Produktionskapazitäten bis an ihre Grenzen auslasten.

2. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

3. Forschung und Entwicklung

Die Qeridoo GmbH entwickelt Fahrradanhänger, multifunktionale Kindertransporter, Cargotrailer und zusätzliches Zubehör. Die Entwicklung erfolgt federführend durch eigenes Personal unterstützt von externen Dienstleistern. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Geschäftsjahr acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Durch die Intensivierung der Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Fahrradanhänger streben wir eine rentable Ausweitung des Geschäfts an. Wir sind neue Kooperationen in dem Gebiet Forschung und Entwicklung eingegangen. Es wurden mehrere Patente durch Qeridoo GmbH angemeldet.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von einer Reihe von Herausforderungen geprägt, die zu einer insgesamt stagnierenden Entwicklung geführt haben.

Die wichtigsten Faktoren, die die deutsche Wirtschaft 2023 beeinflusst haben:

Die Inflation in Deutschland erreichte im Jahr 2023 ein Niveau, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Steigende Energiepreise, insbesondere für Gas, sowie Lieferkettenprobleme trieben die Preise in die Höhe. Die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energieimporten machte die deutsche Wirtschaft besonders anfällig für die Energiekrise, die durch den Ukraine- Krieg verschärft wurde. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, sowie die anhaltende COVID-19-Pandemie schürten Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern. Die Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe Inflation mit einer restriktiveren Geldpolitik und hob die Leitzinsen an. Dies führte zu höheren Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher. Die hohe Inflation und die steigenden Zinsen führten zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben und der Investitionen.

In der Konsequenz ergaben sich folgende Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im Jahr 2023 weitgehend. Die deutsche Industrie, insbesondere die energieintensive Industrie, war von der Energiekrise und den hohen Energiepreisen besonders betroffen. Die steigende Arbeitslosigkeit war eine Folge der wirtschaftlichen Schwäche. Das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern in die wirtschaftliche Zukunft nahm ab.

Entwicklung der Branche

Das Wachstum des Freizeit-Konsumgütersektors, das durch die Corona-Pandemie beflügelt wurde, hat sich 2023 abgekühlt. Der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise haben zu einer Konsumzurückhaltung geführt, die sich negativ auf die Nachfrage nach Freizeitprodukten ausgewirkt hat.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Qeridoo GmbH hat im vergangenen Jahr aufgrund der globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und der veränderten Kundennachfrage erhebliche Anpassungen vorgenommen. Die Lieferkettenunterbrechungen und die eingeschränkte Zahlungsfähigkeit vieler Kunden haben zu einem Rückgang des Umsatzes um 50 % geführt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, hat das Unternehmen seine Produktpalette optimiert, neue Vertriebskanäle erschlossen und Kosten reduziert. Für das kommende Jahr erwartet Qeridoo eine weiterhin herausfordernde Marktsituation und wird sich auf die Sicherung der Liquidität und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder konzentrieren.

III. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Qeridoo GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Rohertrag von TEUR 3.951, der um TEUR 3.170 bzw. 44,5 % unter dem des Vorjahres lag. Der Rückgang des Rohertrages ist im Wesentlichen auf absatzbedingt niedrigere Umsätze zurückzuführen. Dieser Rückgang resultierte vor allem aus einer geringeren Nachfrage im Freizeitartikelmarkt, bedingt durch das Ende der Corona-Krise und dem Eintreten einer gewissen Marktsättigung. In dem Zuge haben sich die aufgehobenen Beschränkungen in anderen Bereichen der Freizeitgestaltung negativ auf die Auftragslage der Qeridoo GmbH ausgewirkt. Zusätzlich verteuerte sich der Einkauf infolge von Preiserhöhungen unseres Hauptlieferanten und einer ungünstigen EUR/CNY- Wechselkursentwicklung im Berichtsjahr gegenüber dem Jahr 2022. Aufgrund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die Versorgung mit Waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar nicht immer termingerecht, aber im Großen und Ganzen sichergestellt.

Die Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Rohertrag 3.951 7.121
Personalkosten -1.528 -1.810
Abschreibungen -328 -237
sonstige Aufwendungen -2.116 -2.206
sonstige Erträge 60 104
Betriebsergebnis 39 2.972
Finanzergebnis -21 -76
Neutrales Ergebnis 216 224
Geschäftsergebnis 234 3.120
Ertragsteuern 61 -979
Gewinn 295 2.141

Innerhalb der sonstigen Aufwendungen konnten in erster Linie die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen reduziert werden (TEUR -319); gegenläufig erhöhten sich die Raumkosten um TEUR 148. Das Betriebsergebnis lag mit TEUR 39 deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Im neutralen Ergebnis werden nicht operative Erträge und Aufwendungen zusammengefasst; im Wesentlichen Forschungszuschüsse, Währungskursgewinne und -verluste, Forderungsverluste, Verluste aus Anlagenabgängen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen.

2. Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Qeridoo GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Anlagevermögen 5.124 3.945
Warenbestand 4.093 3.364
Kundenforderungen 1.330 1.534
sonstige Forderungen/ARAP 1.864 1.159
Liquide Mittel 2.161 5.558
Umlaufvermögen 9.448 11.615
Gesamtvermögen 14.572 15.560

Die Bilanzsumme liegt mit TEUR 14.572 unter dem Niveau des Vorjahres. Innerhalb der Vermögenslage ergab sich eine Zunahme des langfristigen Anlagevermögens (TEUR +1.179) gegenüber dem deutlichen Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens (TEUR -2.167). Zur Veränderung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel im Anhang. Die Investitionen des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen den Erweiterungsbau des Betriebsgebäudes sowie Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abnahme des Umlaufvermögens resultiert aus gegenläufigen Effekten. Der Warenbestand wurde aufgestockt (TEUR +729), wohingegen die liquiden Mittel reduziert wurden (TEUR -3.397). Die sonstigen Forderungen setzen sich aus Steuererstattungsansprüchen aufgrund von Überzahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer für das Berichts- und Vorjahr, Forderungen gegenüber dem Gesellschafter sowie aus einem Anspruch gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen im Zusammenhang mit Forschungszulagen zusammen.

Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über hohe liquide Mittel und eine solide Finanzierung.

3. Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Stammkapital 25 25
Bilanzgewinn 10.521 10.726
Eigenkapital 10.546 10.751
Rückstellungen 347 1.340
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 3.177 2.415
Lieferantenverbindlichkeiten 395 639
übrige Verbindlichkeiten/PRAP 107 415
Fremdkapital 4.026 4.809
Gesamtkapital 14.572 15.560

Die Gesellschaft ist überwiegend durch Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital reduzierte sich aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 500; gegenläufig wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 295 erzielt. In Relation zur Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 72,4 % (Vorjahr 69,1 %). Die langfristigen Bankverbindlichkeiten haben sich aufgrund weiterer Kreditaufnahme deutlich erhöht. Demgegenüber konnten die Rückstellungen und die Lieferungsverbindlichkeiten deutlich reduziert werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftsfähigkeit lag im Berichtsjahr bei TEUR -1.981. Dem standen ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -1.657 und ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR +241 gegenüber. Im Saldo ergab sich damit eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands von TEUR -3.397, die zu einem Rückgang der liquiden Mittel von TEUR 5.558 im Vorjahr auf TEUR 2.161 zum Ende des Berichtsjahres führte.

Trotz erheblich negativer Cashflows aus der laufenden Tätigkeit ist die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin solide. Die finanziellen Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit fristgerecht erfüllt werden. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage schätzen wir insgesamt als gut ein.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir den Umsatz und Rohertrag heran. Die Entwicklung von Umsatz und Marge wird im Rahmen eines monatlichen Controllings ausgewertet, analysiert und aus den Erkenntnissen entsprechende Maßnahmen für die Preisgestaltung abgeleitet.

IV. Prognose-, Chancen - und Risikobericht

Die Prognose für die Freizeitbranche ist von einer hohen Unsicherheit geprägt. Während wir in Europa von einer allmählichen Erholung ausgehen, wird die hohe Inflation und die Energiekrise die Kaufkraft der Verbraucher weiterhin belasten. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 war eine deutliche Kaufzurückhaltung zu beobachten. Für das kommende Jahr erwarten wir eine Stabilisierung der Nachfrage, wobei das Niveau der Corona-Jahre jedoch nicht mehr erreicht werden wird. Die Fahrradanhängerbranche bietet weiterhin Wachstumspotenzial, insbesondere im Bereich der E-Bikes und der nachhaltigen Mobilität. Um die Risiken zu minimieren, hat das Unternehmen seine Kostenstruktur optimiert und neue Vertriebskanäle erschlossen.

Das Unternehmen hat ein robustes Risikomanagementsystem implementiert, das die Identifizierung, Bewertung und Kommunikation von Risiken sicherstellt.

Wirtschaftliche Risiken:

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Geschäftsaktivitäten. Ein Rückgang des privaten Konsums, der durch eine steigende Arbeitslosigkeit und eine geringere Kaufkraft verursacht wird, könnte zu einem Umsatzrückgang und einer verminderten Profitabilität führen.

Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Risiken sehen wir auch die Gefahr von Preisschwankungen bei Rohstoffen. Obwohl wir diese Risiken als beherrschbar einschätzen, können sie sich negativ auf unsere Kostenstruktur auswirken.

Personalrisiken

Die Qeridoo GmbH braucht qualifizierte Fach- und Führungskräfte, um ihre strategischen Ziele zu erreichen. Um auch in Zeiten des Fachkräftemangels weiterhin qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden, bietet Qeridoo seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen attraktive Arbeitsbedingungen sowie eine faire Vergütungsstruktur. Außerdem investieren wir ständig in die Aus- und Weiterbildung, um die fachliche Kompetenz des Personals zu sichern.

Wir testen gerade ein Pilotprojekt mit einer 4-Tage-Woche mit 36 Stunden, um die bestehenden Mitarbeiter noch stärker an das Unternehmen zu binden und in schwierigen Zeiten zu entlasten. Wir hoffen, dass wir dadurch mehr Motivation für die Arbeit schaffen und neue Mitarbeiter für uns begeistern können.

Produktrisiken

Die Zukunft des Unternehmens hängt stark davon ab, innovative Produkte zu schaffen und die Qualität der bestehenden Produkte zu gewährleisten.

Die Lagerbestandrisiken werden durch eine ständige Überwachung der Vorräte minimiert. Dies ist wichtig, um Über- und Mangelbestände frühzeitig zu erkennen und den Lagerbestand zu optimieren. Es wurden Versicherungen abgeschlossen, um Risiken der Zerstörung durch Feuer und Wasser zu verringern.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Devisentermingeschäfte. Die Gesellschaft verfügt über einen Kundenstamm, der in der Regel solvent ist. Forderungsausfälle sind seltene Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Der überwiegende Teil der Kundenforderungen ist gegen Ausfall kreditversichert. Soweit kein Versicherungsschutz erlangt werden kann, wird in der Regel nur gegen Vorkasse geliefert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten und geduldeten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und durch eigene Liquidität. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Zur Absicherung von Wechselkursrisiken beim Einkauf in fremder Währung nutzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption zur Absicherung von Wechselkursschwankungen auf der Beschaffungsseite. Hierüber werden mehr als 90 % der Einkäufe in Fremdwährung abgesichert, die an Kunden in Euro berechnet werden. Die Sicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Absicherung von Wechselkursschwankungen zukünftiger Zahlungsströme und werden nicht zu Spekulationszwecken abgeschlossen.

Sonstige Risiken

Um Risiken aus verschiedenen rechtlichen Bereichen zu minimieren, stützen wir Entscheidungen auf den Rat externer Sachverständiger.

Bestandsgefährdende Risiken

Keines der genannten Risiken gefährdet derzeit den Bestand. Andere bestandsgefährdende Risiken sind momentan nicht zu sehen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung

Wir sehen Chancen für die Zukunft des Unternehmens in der Erweiterung unseres Angebots durch die Schaffung neuer und innovativer Produkte. Dabei ist es wichtig, die Qualität, die Qeridoo auszeichnet und die im Markt geschätzt wird, weiterhin zu garantieren. Mit dem Angebot innovativer Produkte bei hohem Qualitätsstandard wollen wir unsere Marktanteile sichern und durch den Eintritt in neue Absatzmärkte weiter vergrößern. Das Marktumfeld für diese Strategie ist positiv, da sich durch die Corona-Pandemie der Trend zu Outdoor-Freizeit-Aktivitäten erhöht hat und diese Entwicklung wahrscheinlich dauerhaft bleibt.

Diese Entwicklung soll unterstützt werden von internen Optimierungsmaßnahmen unserer Produktions- und Logistikprozesse und Künstliche Intelligenz, wodurch sich Chancen zur Steigerung der Produktivität und Ertragskraft ergeben. Gleichzeitig werden wir die langjährige, vertrauensvolle Kommunikation mit unseren Kunden in bewährter Form fortsetzen und so dauerhaft die Marke Qeridoo als starken Partner des Handels festigen. Diese Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

Ausblick

Für 2024 erwarten wir einen leicht steigenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings könnten die hohe Inflation und die gestiegenen Energiepreise unsere Geschäftsentwicklung beeinträchtigen.

Wir gehen davon aus, dass wir im laufenden Geschäftsjahr ein leicht positives Ergebnis erzielen werden. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor.

 

Buchholz, den 10. Januar 2025

Nikolai Boldt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.929,00 44.148,00
II. Sachanlagen 5.073.063,13 3.901.368,76
III. Finanzanlagen 28.614,64 0,00
5.123.606,77 3.945.516,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.092.565,52 3.363.622,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.097.632,43 2.651.679,02
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.161.552,31 5.557.896,62
9.351.750,26 11.573.198,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.398,55 41.494,66
14.571.755,58 15.560.209,59

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 10.521.318,24 10.725.955,33
10.546.318,24 10.750.955,33
B. Rückstellungen 346.875,07 1.340.058,38
C. Verbindlichkeiten 3.678.562,27 3.469.195,88
(davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 3.176.599,87; Vorjahr € 2.415.439,33)
14.571.755,58 15.560.209,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 4.342.432,52 7.636.279,97
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.314.903,91 -1.577.395,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -213.170,33 -232.620,11
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -327.879,40 -236.984,63
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.229.312,27 -2.389.977,39
257.166,61 3.199.302,56
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.642,59 10.776,82
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.385,36 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -73.965,16 -86.426,77
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60.998,54 -978.580,14
9. Ergebnis nach Steuern 297.457,22 2.145.072,47
10. Sonstige Steuern -2.094,31 -4.600,27
11. Jahresüberschuss 295.362,91 2.140.472,20
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.225.955,33 8.585.483,13
13. Bilanzgewinn 10.521.318,24 10.725.955,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Qeridoo GmbH hat ihren Sitz in Buchholz (Mendt) und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter der Nummer HR B 25899.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in §§ 264 ff HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. Die Erleichterungsmöglichkeiten für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung (§§ 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewandt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle unmittelbar zurechenbaren Kosten.

Die Abschreibungen entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Jahr des Zugangs wird zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden sofort als Aufwand gebucht und nicht im Anlagevermögen erfasst.

Bei den Vorräten sind die Warenbestände zu Anschaffungskosten bewertet. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden - soweit erforderlich - durch pauschale Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert aktiviert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbaren Risiken durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, zeitanteilig unter Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Die Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten in ausreichendem Maße in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihren Entstehungskursen oder den ungünstigeren Kursen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Bankguthaben sowie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

a) Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter auf den Seiten 4 und 5 wie folgt:

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.289,84 74.141,84 20.769,00 1.550,00
118.289,84 74.141,84 20.769,00 1.550,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.914.320,75 300.819,81 101.553,60
2. Technische Anlage und Maschinen 55.549,24 12.476,24 6.546,60 829,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.074,84 303.193,84 199.010,20 2.734,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 832.913,82 0,00
4.517.858,65 616.489,89 307.110,40 3.563,65 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1.385,36
0,00 0,00 1.385,36 0,00 0,00
4.636.148,49 690.631,73 329.264,76 5.113,65 0,00
kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.360,84 21.929,00 44.148,00 3.000,00
93.360,84 21.929,00 44.148,00 0,00 3.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 402.373,41 4.210.918,94 2.613.500,94 15.388,65
2. Technische Anlage und Maschinen 18.193,25 122.870,00 43.073,00 31.106,60 1.530,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.469,98 729.448,00 411.881,00 234.124,82 4.071,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.826,19 832.913,82 1.346.739,90 146.517,20
920.036,64 5.073.063,13 3.901.368,76 1.627.359,97 152.118,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.385,36 28.614,64 0,00 30.000,00
1.385,36 28.614,64 0,00 30.000,00 0,00
1.014.782,84 5.123.606,77 3.945.516,76 1.657.359,97 155.118,85
Restbuchwerte
Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.289,84
0.00 115.289,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.683.582,95 4.613.292,35
2. Technische Anlage und Maschinen 55.938,00 141.063,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.789,38 1.228.917,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -2.023.310,33 9.826,19
0,00 5.993.099,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00
0,00 30.000,00
0,00 6.138.389,61

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - mit Ausnahme eines Darlehens an den Gesellschafter-Geschäftsführer - vertragliche Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenständen sind drei Darlehen an den Gesellschafter- Geschäftsführer in Höhe von jeweils nominal € 100.000,00 ausgewiesen, die mit 1,0 % bzw. 1,5 % p.a. verzinst werden. Die im Berichtsjahr abgegrenzten Zinsen betragen € 2.022,60. Das erste Darlehen ist zum 8. Januar 2024, das zweite zum 31. Dezember 2024 und das dritte zum 31. Dezember 2032 zur Rückzahlung fällig - die beiden letztgenannten jeweils inklusive Zinsen.

Des Weiteren sind Forderungen aus Steuerüberzahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von insgesamt T€ 1.078 unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert. Es handelt sich um die zu erwartenden Erstattungen nach Durchführung der Veranlagung für das Berichtsjahr.

c) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.000,00 und ist voll eingezahlt.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von € 8.585.483,13. Der Gewinnvortrag wurde durch eine mit Gesellschafterversammlungsbeschluss vom 28. April 2023 beschlossene Gewinnausschüttung in Höhe von € 500.000,00 gemindert.

d) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die zu erwartenden Nachzahlungen für Körperschaftsteuer aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Urlaubsguthaben von Mitarbeitern, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie ausstehende Rechnungen.

e) Verbindlichkeiten

Von dem Gesamtbetrag der ausgewiesenen Verbindlichkeiten von € 3.678.562,27 (Vorjahr € 3.469.195,88) haben € 967.562,76 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr (Vorjahr € 1.357.042,26). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von € 797.778,74 (Vorjahr € 859.451,54).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und persönliche Bürgschaften seitens des Gesellschafters besichert. Die Besicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt im Rahmen der üblichen Eigentumsvorbehalte.

f) Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Erträge und Aufwendungen

Innerhalb des Postens "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten (T€ 65; Vorjahr T€ 75). Weiterhin wurden Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst (T€ 220; Vorjahr T€ 299) sowie Erträge aus der Auflösung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (T€ 47; Vorjahr T€ 0).

Innerhalb des Postens "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind die eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (T€ 607; Vorjahr T€ 1.023) deutlich gesunken. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste (T€ 70; Vorjahr T€ 187), Zuführungen zur Einzelwertberichtigung auf Forderungen (T€ 60; Vorjahr T€ 0), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 150; Vorjahr T€ 0) sowie periodenfremde Aufwendungen (T€ 26; Vorjahr T€ 0).

Darüber hinaus sind keine der Höhe nach außergewöhnlichen oder periodenfremden Erträge und/oder Aufwendungen angefallen.

b) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen des Berichtsjahres enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

c) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der ausgewiesene Steuerertrag resultiert aus Gewerbesteuererstattungen für die Jahre 2018 bis 2020. Für das laufende Jahr sind aufgrund von Abweichungen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis keine Steuern angefallen. Latente Steuern wurden nicht gebildet, da zum Ende des Berichtsjahres keine Abweichungen mehr zwischen Handels- und Steuerbilanz vorliegen.

E. Sonstige Angaben

Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von jährlichen Miet- und Leasingaufwendungen betragen aktuell rund T€ 103 (Vorjahr T€ 54). Es handelt sich in der Regel um kurzfristige Verträge. Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (inklusive dem Geschäftsführer) betrug 33 (Vorjahr 37).

Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 oblag Herrn Nikolai Boldt, Hennef. Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft hält folgenden Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Firma: Boldt Immobilien GmbH & Co. KG
Sitz: Buchholz
Kommanditkapital: € 5.000,00
Anteil am Eigenkapital: 100 %
Eigenkapital: € 3.615
Ergebnis des Geschäftsjahres: € -1.385
Firma: Boldt Verwaltungs GmbH (Komplementär-GmbH)
Sitz: Buchholz
Stammkapital: € 25.000,00
Anteil am Eigenkapital: 100 %
Eigenkapital: € 22.869
Ergebnis des Geschäftsjahres: € -2.131

Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten:

Mit notariellem Kaufvertrag vom 29. Dezember 2023 und Wirkung zum 1. Januar 2024 hat die Gesellschaft sämtliche Grundstücke und aufstehende Gebäude zu Buchwerten in Höhe von T€ 3.950 auf die Tochtergesellschaft Boldt Immobilien GmbH & Co. KG übertragen. Der Bilanzansatz "Grundstücke und Bauten" verringert sich hierdurch um T€ 3.950. Korrespondierend erhöht sich der Wert der "Anteile an verbundenen Unternehmen" (Aktivtausch).

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 10.521.318,24 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Buchholz, den 10. Januar 2025

Nikolai Boldt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Qeridoo GmbH, Buchholz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Qeridoo GmbH, Buchholz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Qeridoo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 10. Januar 2025

SJS Schwieren Jansen Scherer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Siegel, Wirtschaftsprüfer

Jansen, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss wurde in der vorliegenden Fassung durch Gesellschafterbeschluss vom 17. Januar 2025 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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