inter-moda GmbHLiquidiert

Kabeler Straße 4, 58099 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 788
Eingetragen
7.2.1975
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
das Halten und Verwalten (einschließlich Veräußerung) eigenen Vermögens. Ausgenommen sind Bankgeschäfte oder erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen nach dem Kreditwesengesetz. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben und Handlungen vornehmen, die geeignet sind, dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar zu dienen.

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Dr. Schulte
seit 28.5.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kirk Beauty One GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018/19

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Anhang Nr. Mio. € Mio.€
1. Umsatzerlöse 3.453,5 3.276,8
2. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.880,6 -1.838,9
3. Rohertrag aus dem Handelsgeschäft 1.572,9 1.438,0
4. Sonstige betriebliche Erträge 6 295,8 284,5
5. Personalaufwand 7 -642,7 -617,3
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -943,2 -903,5
7. Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte -0,4 0,0
8. EBITDA 282,5 201,7
9. Abschreibungen 11 -136,6 -373,3
10. EBIT 145,9 -171,6
11. Finanzerträge 9 58,9 33,4
12. Finanzaufwendungen 9 -124,4 -125,0
13. Finanzergebnis 9 -65,5 -91,6
14. Ergebnis vor Steuern (EBT) 80,5 -263,2
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 10 -63,3 -27,0
16. Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode 17,2 -290,2
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 17,2 -290,2
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 0,0 0,0

Konzern-Überleitung vom Gewinn oder Verlust zum Gesamtergebnis

der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr 2018/19

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Anhang Nr. Mio.€ Mio. €
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode 17,2 -290,2
Komponenten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der ausländischen Abschlüsse -1,4 -0,2
Komponenten, die niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen -5,4 1,0
Sonstiges Ergebnis (OCI) -6,8 0,8
Gesamtergebnis 10,4 -289,3
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 10,4 -289,3
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 0,0 0,0

Konzern-Bilanz zum 30. September 2019

Aktiva

30.09.2019 30.09.2018
Anhang Nr. Mio. € Mio. €
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 11 2.347,6 2.360,6
II. Sachanlagen 11 292,8 313,2
III. Steuerforderungen 0,0 0,0
IV. Finanzielle Vermögenswerte 15 569,8 383,7
V. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,0 0,0
VI. Latente Steueransprüche 12 85,6 63,5
3.295,8 3.120,9
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 13 744,4 756,0
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 45,7 47,2
III. Steuerforderungen 30,6 26,6
IV. Finanzielle Vermögenswerte 15 155,4 368,5
V. Sonstige Vermögenswerte 16 30,1 26,6
VI. Liquide Mittel 17 81,0 102,9
1.087,3 1.327,9
Summe 4.383,0 4.448,8

Passiva

30.09.2019 30.09.2018
Anhang Nr. Mio. € Mio. €
A. Eigenkapital 18
I. Gezeichnetes Kapital 0,0 0,0
II. Kapitalrücklage 1.125,1 1.125,1
III. Rücklagen -266,0 -228,2
IV. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,0 0,0
859,1 896,9
B. Langfristiges Fremdkapital
I. Rückstellungen für Pensionen 19 40,1 33,3
II. Sonstige langfristige Rückstellungen 20 53,8 41,9
III. Finanzielle Verbindlichkeiten 22 2.313,5 2.306,1
IV. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23 8,9 5,0
V. Latente Steuerschulden 12 196,9 208,8
2.613,2 2.595,1
C. Kurzfristiges Fremdkapital
I. Kurzfristige Rückstellungen 20 114,6 102,6
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 487,0 565,5
III. Steuerverbindlichkeiten 60,9 54,5
IV. Finanzielle Verbindlichkeiten 22 37,5 31,3
V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23 210,8 202,9
910,8 956,8
Summe 4.383,0 4.448,8

*) Gezeichnetes Kapital beträgt 25.000,00 €.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr 2018/19

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2018 0,0 1.125,1 -229,0
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, nach Steuern -51,3
Angepasster Stand 01.10.2018 0,0 1.125,1 -280,3
Währungsumrechnung
Bewertungseffekt aus IAS 19
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode 17,2
Gesamtergebnis 0,0 0,0 17,2
Verlustübernahme durch Kirk Beauty Two GmbH 2,8
Anteilsbasierte Vergütung 0,2
Transaktionen mit Anteilseignern 0,0 0,0 3,0
30.09.2019 0,0 1.125,1 -260,2
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen Rücklagen
Versicherungsmathematische Verluste Währungsumrechnungsrücklage Summe Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2018 2,5 -1,6 896,9 0,0
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, nach Steuern -51,3
Angepasster Stand 01.10.2018 2,5 -1,6 845,5 0,0
Währungsumrechnung -1,4 -1,4
Bewertungseffekt aus IAS 19 -5,4 0,0 -5,3
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode 17,2 0,0
Gesamtergebnis -5,4 -1,3 10,4 0,0
Verlustübernahme durch Kirk Beauty Two GmbH 2,8
Anteilsbasierte Vergütung 0,2
Transaktionen mit Anteilseignern 0,0 0,0 3,0 0,0
30.09.2019 -2,9 -2,9 859,0 0,0

der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr 2017/18

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen
Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2017 0,0 1.125,1 -30,5
Währungsumrechnung
Bewertungseffekt aus IAS 19
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -290,2
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -290,2
Verlustübernahme durch Kirk Beauty Two GmbH 90,4
Anteilsbasierte Vergütung 1,2
Transaktionen mit Anteilseignern 0,0 0,0 91,6
30.09.2018 0,0 1.125,1 -229,0
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen
Rücklagen
Versicherungsmathematische Verluste Währungsumrechnungsrücklage Summe Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2017 1,5 -1,4 1.094,7 0,0
Währungsumrechnung -0,2 -0,2
Bewertungseffekt aus IAS 19 1,0 0,0 1,0
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -290,2 0,0
Gesamtergebnis 1,0 -0,2 -289,3 0,0
Verlustübernahme durch Kirk Beauty Two GmbH 90,4 0,0
Anteilsbasierte Vergütung 1,2
Transaktionen mit Anteilseignern 0,0 0,0 91,6 0,0
30.09.2018 2,5 -1,6 896,9 0,0

Konzern-Kapitalflussrechnung der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr 2018/19

Die Kapitalflussrechnung wird im Anhang unter der Nummer 24 "Kapitalflussrechnung" erläutert.

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
1. Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode 17,2 -290,2
2. + Steuern vom Einkommen und Ertrag 63,3 27,0
3. + Finanzergebnis 65,5 91,6
4. + Abschreibungen 136,6 373,3
5. = EBITDA 282,5 201,7
6. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 29,4 -22,9
7. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -7,2 0,7
8. +/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -10,1 -1,2
9. +/- Veränderung des Working Capital ohne Verbindlichkeiten aus Investitionen in das Anlagevermögen -39,7 -9,1
10. +/- Veränderung sonstiger Vermögenswerte und Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5,3 -8,8
11. -/+ Gezahlte/erhaltene Steuern -51,4 -31,3
12. Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 198,3 129,0
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten des Anlagevermögens 25,1 3,5
14. - Investitionen in das Anlagevermögen -128,0 -94,8
15. - Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -3,5 -298,3
16. = Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -106,4 -389,5
17. Freier Cash Flow (Summe aus 12. und 16.) 91,9 -260,5
18. - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -5,2 -12,9
19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 3,1 307,9
20. - Gezahlte Zinsen -111,6 -109,1
21. - Auszahlungen für den Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten 0,0 -0,7
22. = Mittelabfluss (i. Vj.: Mittelzufluss) aus Finanzierungstätigkeit -113,6 185,3
23. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (Summe aus 12., 16. und 22.) -21,8 -75,3
24. +/- Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes -0,1 -0,2
25. + Finanzmittelbestand zu Beginn der Berichtsperiode 102,9 178,4
26. = Finanzmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode 81,0 102,9

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/19

Segmentberichterstattungfür das Geschäftsjahr 2018/19

Deutschland 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Außenumsatz (netto) Mio. € 1.289,1 1.157,2
Innenumsatz Mio. € 48,6 67,4
Umsatzerlöse Mio. € 1.337,8 1.224,6
EBITDA Mio. € 57,2 46,8
EBITDA-Marge % 4,4 4,0
Sondereffekte/Bereinigun gen Mio. € 38,6 73,9
Bereinigtes EBITDA Mio. € 95,8 120,7
Bereinigte EBITDA-Marge % 7,4 10,4
Vorräte Mio. € 249,1 274,8
Investitionen Mio. € 50,8 55,9
Frankreich 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018 Süd-West-Europa 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Außenumsatz (netto) 767,1 758,6 1.051,5 1.047,7
Innenumsatz 0,0 0,0 0,0 0,0
Umsatzerlöse 767,1 758,6 1.051,5 1.047,7
EBITDA 108,8 115,8 70,9 -4,6
EBITDA-Marge 14,2 15,3 6,7 -0,4
Sondereffekte/Bereinigun gen 6,6 3,6 21,2 95,5
Bereinigtes EBITDA 115,3 119,4 92,1 90,9
Bereinigte EBITDA-Marge 15,0 15,7 8,8 8,7
Vorräte 120,7 122,4 291,0 277,9
Investitionen 18,5 23,1 23,3 31,9
Ost-Europa 01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Außenumsatz (netto) Mio. € 345,8 313,3
Innenumsatz Mio. € 0,0 0,0
Umsatzerlöse Mio. € 345,8 313,4
EBITDA Mio. € 45,1 44,7
EBITDA-Marge % 13,0 14,3
Sondereffekte/Bereinigun gen Mio. € 2,1 1,7
Bereinigtes EBITDA Mio. € 47,1 46,4
Bereinigte EBITDA-Marge % 13,6 14,8
Vorräte Mio. € 87,9 85,9
Investitionen Mio. € 16,1 15,6
Überleitung 01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018 Kirk Beauty One GmbH 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Außenumsatz (netto) 3.453,5 3.276,8
Innenumsatz -48,6 -67,4 0,0 0,0
Umsatzerlöse -48,6 -67,4 3.453,5 3.276,8
EBITDA 0,7 -0,9 282,5 201,7
EBITDA-Marge 8,2 6,2
Sondereffekte/Bereinigun gen 68,4 174,7
Bereinigtes EBITDA 0,7 -0,9 350,9 376,4
Bereinigte EBITDA-Marge 10,2 11,5
Vorräte -4,3 -4,9 744,4 756,0
Investitionen 108,6 126,4

Die Segmentberichterstattung wird unter der Nummer 25 "Segmentberichterstattung" erläutert.

1 | Allgemeine Grundsätze

Die Kirk Beauty One GmbH (Konzernmuttergesellschaft, Konzernmutterunternehmen) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und hat ihren Sitz in der Luise-Rainer-Str. 7-11 in 40235 Düsseldorf, Deutschland und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer 79429 registriert. Der Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (Kirk Beauty One Gruppe, Douglas-Gruppe, Douglas-Konzern, Konzern) zum 30. September 2019 (Bilanzstichtag) umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 (Geschäftsjahr, Berichtsjahr) und wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Er berücksichtigt alle zu diesem Zeitpunkt verabschiedeten und in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards und Interpretationen.

Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315e HGB. (Handelsgesetzbuch). Diese bildet die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Tochtergesellschaften wurden einheitlich nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der IFRS aufgestellt.

In den Geschäftsjahren 2017/18 und 2018/19 wurden untenstehende Akquisitionen 1 getätigt, deren erstmalige Einbeziehung zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr führt.

• Perfumerias IF-Gruppe (Spanien)

Im November 2017 wurden 103 Perfumerias IF Filialen erworben (davon 5 Einzelhandelsgeschäfte in Andorra) und zum 1. November 2017 erstmalig einbezogen.

• LLG-Gruppe (Italien)

Mitte November 2017 hat die Douglas-Gruppe die Gesellschaften Limoni S.p.A., Milano/Italien, und La Gardenia Beauty S.p.A., Grosseto/Italien, und deren Tochtergesellschaften erworben. Die erstmalige Einbeziehung in den Kirk Beauty One Konzern erfolgte zum 1. November 2017.

• Parfümerie AKZENTE (Deutschland)

Mitte August 2018 wurde die Parfümerie AKZENTE GmbH (im Folgenden Parfumdreams) erworben und erstmalig zum 1. September 2018 einbezogen.

• Niche-Beauty.COM GmbH (Deutschland)

Mitte Juli 2019 wurde die Niche-Beauty.COM GmbH (im Folgenden Niche Beauty) erworben und erstmalig zum 1. August 2019 in den Kirk Beauty One Konzern einbezogen.

Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf dem historischen Anschaffungskostenprinzip. Wesentliche Ausnahmen hiervon bilden zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente.

1 Weitere Angaben zur Einbeziehung der Akquisitionen finden sich unter der Nummer 3 "Grundsätze der Konsolidierung".

Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio.€) angegeben, sofern nicht Abweichendes verzeichnet ist. Am 12. Dezember 2019 wird der Konzernabschluss zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätzlich nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichend vom beispielhaft dargestellten Gliederungsschema des IAS 1.102 werden die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren direkt nach den Umsatzerlösen ausgewiesen, um die für den Handel wichtige Kennzahl "Rohertrag aus dem Handelsgeschäft" bilden zu können.

Die oberste Muttergesellschaft ist die Kirk Beauty S.à r.l, mit Sitz in Luxemburg, deren Geschäftstätigkeit das Halten von Beteiligungen ist. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf, der in Luxemburg offengelegt wird.

2 | Neue Rechnungslegungsvorschriften

Der Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU im Zeitpunkt des Bilanzstichtags verpflichtend anzuwenden waren, aufgestellt worden.

In der nachfolgenden Übersicht sind vom IASB neu verabschiedete beziehungsweise überarbeitete Bilanzierungsstandards und Interpretationen dargestellt, die von der Kirk Beauty One GmbH im Geschäftsjahr 2018/19 noch nicht umgesetzt wurden, da sie entweder noch nicht zwingend anzuwenden waren oder von der Europäischen Kommission noch nicht zur Anwendung genehmigt wurden.

Nicht angewendete neue Standard s/ Interpretationen Veröffentlicht durch das IASB Erstanwendun gszeitpunkt in der EU
IFRS 9, IAS 39, Finanzinstrumente,
IFRS 7 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, Finanzinstrumente: Angaben Zusatz: Interest Rate Benchmark Reform 26.09.2019 01.01.2020
IAS 1, IAS 8 Darstellung des Abschlusses, Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler Zusatz: Definition von wesentlich 31.10.2018 01.01.2020
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüss e Zusatz: Definition eines Geschäftsbetriebs 22.10.2018 01.01.2020
Rahmenkonzept Zusatz: überarbeitete Definitionen von Vermögenswerten und Schulden, neue Leitlinien zu Bewertung und Ausbuchung, Ausweis und Angaben 29.03.2018 01.01.2020
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Zusatz: Planänderungen, - kürzungen oder -abgeltungen 07.02.2018 01.01.2019
Improvement Project 2015-2017 Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015-2017 Verbesserung bestehender Standards 12.12.2017 01.01.2019
IFRS 9 Finanzinstrumente Zusatz: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 12.10.2017 01.01.2019
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-unternehmen Zusatz: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 12.10.2017 01.01.2019
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 07.06.2017 01.01.2019
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 01.01.2021
IFRS 16 Leasingverhältnisse Bilanzierung von Leasingverhältnissen, ersetzt IAS 17 13.01.2016 01.01.2019
IFRS 10, IAS 28 Konzernabschlüsse, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-unternehmen Zusatz: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 11.09.2014 Verschoben
Nicht angewendete neue Standard s/ Interpretationen Anerkennung durch die EU-Kommission Voraussichtlic he Auswirkungen auf den Kirk Beauty Konzern
IFRS 9, IAS 39, Finanzinstrumente,
IFRS 7 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, Finanzinstrumente: Angaben Zusatz: Interest Rate Benchmark Reform Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IAS 1, IAS 8 Darstellung des Abschlusses, Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler Zusatz: Definition von wesentlich Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüss e Zusatz: Definition eines Geschäftsbetriebs Bislang noch nicht Keine Auswirkung
Rahmenkonzept Zusatz: überarbeitete Definitionen von Vermögenswerten und Schulden, neue Leitlinien zu Bewertung und Ausbuchung, Ausweis und Angaben Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Zusatz: Planänderungen, - kürzungen oder -abgeltungen 13.03.2019 Keine Auswirkung
Improvement Project 2015-2017 Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015-2017 Verbesserung bestehender Standards 14.03.2019 Keine Auswirkung
IFRS 9 Finanzinstrumente Zusatz: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 22.03.2018 Keine Auswirkung
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-unternehmen Zusatz: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 08.02.2019 Keine Auswirkung
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 23.10.2018 Keine Auswirkung
IFRS 17 Versicherungsverträge Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IFRS 16 Leasingverhältnisse Bilanzierung von Leasingverhältnissen, ersetzt IAS 17 31.10.2017 Wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Jahresabschlu sses
IFRS 10, IAS 28 Konzernabschlüsse, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-unternehmen Zusatz: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Bislang noch nicht Keine wesentlichen Auswirkungen

Die jeweilige Erstanwendung erfolgt zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

Der neue Standard IFRS 16 wird den derzeit geltenden Standard IAS 17 (Leasingverhältnisse) sowie IFRIC 4 (Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält) ersetzen. In den Anwendungsbereich des IFRS 16 fällt grundsätzlich die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn er das Recht einräumt, die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts über einen festgelegten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren.

Die wesentliche Neuerung des IFRS 16 im Vergleich zu IAS 17 betrifft die Bilanzierung beim Leasingnehmer. So entfällt bei diesem künftig die Klassifizierung in Operating-Leasing- und Finanzierungs-Leasingverhältnisse. Vielmehr muss der Leasingnehmer zu dem Zeitpunkt, zu dem ihm der Leasinggeber den Vermögenswert zur Nutzung überlässt, eine Verbindlichkeit und korrespondierend das Nutzungsrecht am Leasingobjekt als sogenanntes Right-of-Use-Asset ansetzen. Der Leasingnehmer hat die Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen anzusetzen.

Im Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH wird die erstmalige Bilanzierung der Nutzungsrechte, ganz überwiegend aus Filialmietverträgen, als Right-of-Use-Asset und korrespondierend als finanzielle Verbindlichkeit zu einem wesentlichen Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und korrespondierend der Verbindlichkeiten in einer Höhe von 1.500 Mio. € bis 1.900 Mio. € führen (Bilanzverlängerung). Im Rahmen der von IFRS 16 vorgesehenen Folgebewertung wird die Entlastung der Mietaufwendungen eine Verbesserung des EBITDA bewirken. Abschreibungen und Zinsaufwand werden sich voraussichtlich erhöhen. Die Auswirkungen können derzeit nicht verlässlich geschätzt werden.

Der Erstanwendungszeitpunkt für den Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH ist der 1. Oktober 2019. Es wurde sich bei der Erstanwendung für die modifiziert retrospektive Methode entschieden.

Erstmalige Anwendung von IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)

Der neue IFRS 15 ersetzt IAS 18 (Umsatzerlöse) und IAS 11 (Fertigungsaufträge) sowie zugehörige Interpretationen und schreibt ein einheitliches und umfassendes Modell für die Erfassung von Erlösen mit Kunden vor. IFRS 15 behandelt auch diverse Sonderthemen, wie beispielsweise die Behandlung von Rückgaberechten, Kommissionsgeschäften sowie von Kundentreue- und Kundenbindungsprogrammen. Zudem werden die Angabepflichten im Anhang deutlich erweitert. IFRS 15 tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Kirk Beauty One GmbH hat die Regelungen somit erstmals am 1. Oktober 2018 angewandt.

Dem Grunde nach betroffen von den neuen Regelungen des IFRS 15 sind die im Rahmen von Kundenbindungsprogrammen dem Kunden regelmäßig gewährten Optionen, zukünftig zusätzliche Güter oder Dienstleistungen vergünstigt zu erwerben. Zum Zeitpunkt des Umsatzes ist ein Teil des Transaktionspreises auf die dadurch resultierende Option zu allokieren. Die Abgrenzung des Umsatzes erfolgt als Vertragsverbindlichkeit unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Umsatzrealisierung für die Option erfolgt zum Zeitpunkt ihrer Einlösung oder ihres Verfalls.

Die Douglas-Gruppe hat sich für eine rückwirkende Anwendung von IFRS 15 mit Erfassung der kumulierten Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erstanwendung als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen entschieden. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf eine Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts verzichtet.

Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 15 hat sich für die Kirk Beauty One GmbH keine signifikante Veränderung des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung sowie der Allokation des Transaktionspreises zwischen den einzelnen Leistungsverpflichtungen ergeben.

Erstmalige Anwendung von IFRS 9 (Finanzinstrumente)

Zum 1. Oktober 2018 hat der Konzern erstmalig IFRS 9 angewendet. IFRS 9 legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Schulden sowie einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht finanziellen Verträgen fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

Infolge der Einführung von IFRS 9 hat der Konzern Folgeänderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses umgesetzt, wonach eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten gemäß dem Modell der erwarteten Kreditverluste in einem separaten Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen ist. Hiervon ausgenommen sind Wertminderungen auf Forderungen gegen die Kirk Beauty Two GmbH (Gesellschafterin des Konzernmutterunternehmens), welche im Finanzergebnis ausgewiesen sind. Wertminderungen anderer finanzieller Vermögenswerte werden aus Gründen der Wesentlichkeit, ähnlich der vorherigen Darstellung nach IAS 39, nicht separat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Finanzergebnis ausgewiesen.

Darüber hinaus hat der Konzern Folgeänderungen zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben auf die Anhangangaben für das Geschäftsjahr 2018/19 angewendet. Diese wurden jedoch im Allgemeinen nicht auch auf die Vergleichsinformationen angewendet.

Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

IFRS 9 enthält drei grundsätzliche Kategorien zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL). Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. IFRS 9 eliminiert die bisherigen Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Klassifizierung beurteilt.

IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten weitgehend bei.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hatte in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns.

Für eine Erläuterung, wie der Konzern Finanzinstrumente und zugehörige Gewinne und Verluste nach IFRS 9 klassifiziert und bewertet, siehe Anhangangabe Nr. 9 "Finanzergebnis".

Die nachfolgende Tabelle sowie die begleitenden Angaben erläutern die ursprüngliche Bewertungskategorie gemäß IAS 39 2 und die neue Bewertungskategorie gemäß IFRS9 zum 1. Oktober 2018 für jede vom Konzern gebildete Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten.

Ursprüngliche Bewertungskategorie IAS 39 Neue Bewertungskategorie IFRS 9 Ursprünglicher Buchwert IAS 39 Neuer Buchwert IFRS 9
Mio. € Mio.€
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen gegen Gesellschafter KuF AC 578,4 503,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF AC 47,2 47,0
Derivative Finanzinstrumente zHg FVtPL 1,2 1,2
Beteiligungen zVv FVtPL 5,4 5,4
Sonstige finanzielle Forderungen KuF AC 167,2 167,2
Gesamte finanzielle Vermögenswerte 799,4 724,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente OfL OfL 6,1 6,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen OfL OfL 565,5 565,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten OfL OfL 1.670,5 1.670,5
Gesicherte Anleiheverbindlichkeiten OfL OfL 297,9 297,9
Ungesicherte Anleiheverbindlichkeiten OfL OfL 333,2 333,2
Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen OfL OfL 3,5 3,5
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen FVtPL FVtPL 7,4 7,4
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen FVtPL FVtPL 14,7 14,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten OfL OfL 3,9 3,9
Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten 2.902,7 2.902,7

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte zum 1. Oktober 2018 resultieren ausschließlich aus den neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen.

Beteiligungen stellen Investitionen dar, die der Konzern aus strategischen Gründen langfristig halten will. In Übereinstimmung mit IFRS 9 hat der Konzern diese Beteiligungen zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert, da sie anhand der beizulegenden Zeitwerte gesteuert wurden und ihre Wertentwicklung auf dieser Basis überwacht wird.

2 Verwendete Abkürzungen für die Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39
KuF - Kredite und Forderungen; zHg - zu Handelszwecken gehalten;
zVv - zur Veräußerung verfügbar; OfL - sonstige finanzielle Verbindlichkeit;
FVtPL-erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
3 Verwendete Abkürzungen für die Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IFRS
9 AC - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet;
OfL - sonstige finanzielle Verbindlichkeit;
FVtPL - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, die nach IAS 39 als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, sind nun als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" klassifiziert. Eine Erhöhung der Wertberichtigungen dieser Forderungen um 75,5 Mio. € wurde zum 1. Oktober 2018 mit Übergang auf IFRS 9 in den Gewinnrücklagen erfasst.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich zum Übergangszeitpunkt von IFRS 9 am 1. Oktober 2018 durch eine Neubewertung von 47,2 Mio. € um 0,2 Mio. € auf 47,0 Mio. €, der Buchwert der Forderungen gegen Gesellschafter von 578,4 Mio. € um 75,2 Mio. € auf 503,2 Mio. € reduziert.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein Modell der "erwarteten Kreditverluste" ("ECL"). Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte, die als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" klassifiziert werden, auf Vertragsvermögenswerte und auf "als erfolgsneutral zum beizlegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet" klassifizierte Schuldinstrumente anzuwenden, nicht jedoch auf als Finanzanlagen gehaltenen Eigenkapitalinvestments. Nach IFRS 9 werden Kreditverluste früher als nach IAS 39 erfasst - siehe Anhangangabe Nr. 14 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".

Aus der Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Oktober 2018 resultieren zusätzliche Wertminderungen. Diese entfallen in Höhe von 0,2 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von 75,2 Mio. € auf langfristige Ausleihungen. Nach latenten Steuern ergibt sich ein Effekt von 51,3 Mio. € in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital.

Übergang

In Bezug auf die Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 gilt:

In Ausübung seines Befreiungswahlrechtes hat der Konzern Vergleichsinformationen für die vorhergehenden Perioden nicht angepasst.

Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Oktober 2018 erfasst. Insofern entsprechen die für 2017/18 dargestellten Informationen nicht den Anforderungen des IFRS 9, sondern denen des IAS 39.

Die Bestimmung des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird, ist auf Grundlage der Tatsachen und Umstände erfolgt, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestanden.

3 | Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Gesellschaften vollkonsolidiert, bei denen die Kirk Beauty One GmbH unmittelbar oder mittelbar Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die Kirk Beauty One GmbH Verfügungsgewalt über eine Beteiligungsgesellschaft erlangt hat, schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in das Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Renditen zu beeinflussen. Im Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung auf den Konzern werden die entsprechenden Gesellschaften vollkonsolidiert, im Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung werden diese entkonsolidiert.

Deutschland Ausland Summe
01.10.2018 21 43 64
Erstmalig konsolidierte Gesellschaften 2 1 3
Ausgeschiedene Gesellschaften 1 0 1
Verschmolzene Gesellschaften 0 7 7
30.09.2019 22 37 59

Bei zwei Gesellschaften, an denen der Konzern nicht mehrheitlich beteiligt ist, allerdings auf diese einen maßgeblichen Einfluss ausübt, wurde auf die Anwendung der "At equity"-Methode verzichtet. Diese Gesellschaften erbringen im Wesentlichen konzerninterne Leistungen für die Douglas-Gruppe und sind aufgrund ihrer äußerst geringen Geschäftsvolumina für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Ferner haben diese Gesellschaften zum Teil abweichende Abschlussstichtage und stellen keine Zwischenabschlüsse auf. Zum Bilanzstichtag liegen daher keine Finanzinformationen vor und die beizulegenden Zeitwerte können nicht verlässlich ermittelt werden. Der ausgewiesene Buchwert dieser Beteiligungen beläuft sich insgesamt auf 38 tausend Euro.

Akquisitionen

Akquisition "Niche Beauty"

Mit dem Ziel die Position von Douglas im attraktiven Luxussegment weiter auszubauen, wurde am 16. Juli 2019 eine 51-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Niche-Beauty.COM GmbH, Hamburg, einem aufstrebenden Online-Portal exklusiv für außergewöhnliche, internationale Premium-Kosmetikmarken, erworben. Der Onlineshop wird unter der Domain "www.niche-beauty.com" betrieben. Das betrachtete Geschäftsjahr der Niche-Beauty.COM GmbH endet am 31. Dezember 2019. Der Kaufpreis für 51% der Anteile betrug 3,5 Mio. €. Die noch ausstehenden 49 % der Anteile wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 und unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der zweiten Kaufpreistranche erworben. Dies führt zur Anwendung der "Anticipated Acquisition Method" und somit zu einer 100-prozentigen Bilanzierung der Anteile. Der Kaufpreis der 49% der Anteile bestimmt sich auch nach dem Erreichen bestimmter wirtschaftlicher Leistungsindikatoren (Umsatz und EBITDA). Die Untergrenze beträgt 3,5 Mio. €, die Obergrenze 6,0 Mio. €. Die Kaufpreisverbindlichkeit für die zweite Tranche wurde mit ihrem abgezinsten Erwartungswert in Höhe von 5,2 Mio. € angesetzt. Der Erwartungswert wurde anhand einer Gleichverteilung der Leistungsindikatoren innerhalb einer Bandbreite um den angestrebten Zielerreichungsgrad bestimmt. Des Weiteren wurde eine Call-Put-Options-Vereinbarung getroffen, diese wurde bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für die zweite Kaufpreistranche nicht berücksichtigt, da eine Ausübung der Optionen als ökonomisch nicht sinnvoll eingestuft wurde. Die Call Option ist jederzeit vor dem 1. Januar 2022 ausübbar. Die Höhe des Call-Optionspreises richtet sich nach dem Ausübungszeitpunkt und den bis zu diesem Zeitpunkt erreichten Leistungsindikatoren. Die Put-Option unterliegt grundsätzlich den gleichen Bedingungen, für die Zeit nach dem Ausübungszeitpunkt ist zusätzlich ein Abschlag auf den Mindestbetrag zu berücksichtigen.

Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwerts Mio. €
Kaufpreis 8,7
Übernommenes Nettovermögen 1,3
Geschäfts- oder Firmenwert 7,4

Die Kaufpreisaufteilung erfolgte vorläufig. Die endgültige Kaufpreisaufteilung wird spätestens ein Jahr nach dem Erwerbsstichtag (16. Juli 2020) abgeschlossen sein. Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisaufteilung wurde die Marke "Niche Beauty" mit einem Wert von 0,9 Mio. € angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach dem sog. "Income Approach" in Form der Lizenzpreisanalogiemethode. Die mit den Kundendaten des Onlineshops verbundenen Kundenbeziehungen wurden als Vermögenswert identifiziert und mit einem Wert von 1,1 Mio. € angesetzt. Die Bewertung der Kundenbeziehungen erfolgte nach dem kapitalmarktorientierten Verfahren in Form der Residualwertmethode. Die Aufdeckung stiller Reserven des Vorratsbestandes erhöhten diesen um 0,2 Mio. €. Die Bewertung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, ausgehend von den Verkaufspreisen abzüglich der notwendigen Verkaufskosten und abzüglich einer angemessenen Gewinnmarge des Erwerbers. Die mit der Aufdeckung der stillen Reserven passivierten latenten Steuerschulden betrugen 0,7 Mio. €. Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurden latente Steueransprüche in Höhe von 0,1 Mio. € aktiviert.

Die das zu beizulegenden Zeitwerten bewertete übernommene Nettovermögen übersteigende Gegenleistung wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt die erwarteten Synergien wider, die sich vor allem aus einer gestärkten Markposition sowie dem Niche Beauty Webshop ergeben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde dem operativen Segment Deutschland zugeordnet. In der Zeit der Konzernzugehörigkeit trug Niche Beauty zum Umsatz 1,2 Mio. € und zum Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von minus 0,1 Mio. € bei. Wäre die Niche Beauty bereits seit Geschäftsjahresbeginn, dem 1. Oktober 2018, in den Konzernabschluss einbezogen worden, wären die Umsatzerlöse rd. 7,4 Mio. € höher und das Ergebnis vor Steuern rd. 0,3 Mio. € geringer. Die Forderungen entsprechen ihrem Nominalwert, die auch beglichen werden.

Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwerte zum Zeitpunkt der Akquisition zum 1. August 2019 Beizulegende Zeitwerte nach der Kaufpreisallokation zum 1. August 2019
Mio.€ Mio.€
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,6 2,6
Vorräte 0,9 1,1
Forderungen 0,4 0,4
Latente Steueransprüche 0,0 0,1
Finanzielle Verbindlichkeiten 0,9 0,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,2 1,2
Latente Steuerschulden 0,0 0,7
Steuerverbindlichkeiten 0,1 0,1

Akquisition "Parfumdreams"

Die Kaufpreisaufteilung wurde ohne Veränderung zum Vorjahresabschluss abgeschlossen.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögens der konsolidierten Tochterunternehmen im Erwerbszeitpunkt. Dabei entstehende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt und jährlich auf Werthaltigkeit hin geprüft. Negative Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes anteiliges Reinvermögen einschließlich stiller Reserven und Lasten werden als Anteile nicht beherrschender Gesellschafter dargestellt.

Forderungen gegen und entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsvorgängen werden, soweit sie noch nicht durch Umsätze mit Dritten realisiert sind, im Konzernabschluss eliminiert. Umsätze und übrige Erträge aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet.

4 | Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro (Konzernwährung), der funktionalen Währung des Konzernmutterunternehmens, dargestellt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Konzernwährung ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Tochtergesellschaft tätig ist, dies ist grundsätzlich die jeweilige Landeswährung.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden grundsätzlich mit dem Konzerngeschäftsjahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst und innerhalb der Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.

Für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in fremder Währung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt.

Durchschnittskurs 01.10.2018 - 30.09.2019 Stichtagskurs 30.09.2019 Durchschnittskurs 01.10.2017-30.09.2018 Stichtagskurs 30.09.2018
Bulgarischer Lew BGN 0,51130 0,51130 0,51130 0,51130
Schweizer Franken CHF 0,89074 0,92191 0,86098 0,88370
Tschechische Krone CZK 0,03885 0,03874 0,03908 0,03886
Kroatische Kuna HRK 0,13490 0,13493 0,13429 0,13451
Ungarische Forint HUF 0,00310 0,00299 0,00316 0,00308
Polnische Zloty PLN 0,23252 0,22840 0,23565 0,23379
Rumänische Lei RON 0,21191 0,21054 0,21533 0,21442
Türkische Lira TRY 0,15813 0,16263 0,19052 0,14358
U.S. Dollar USD 0,88646 0,91836 0,83990 0,86386

Transaktionen in Fremdwährung werden in der funktionalen Währung, umgerechnet zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Transaktion, gebucht. Nominal in solchen Fremdwährungen gebundene Vermögenswerte und Schulden werden zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Alle hieraus entstehenden Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Insgesamt werden Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 0,6 Mio. € (i. Vj. 0,6 Mio. €) sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 1,3 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €) erfasst.

5 | Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehen und den positiven Unterschiedsbetrag der Anschaffungskosten eines erworbenen Unternehmens über den dem Konzern zustehenden Anteil des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögens des Tochterunternehmens darstellen, werden gemäß den Vorschriften von IFRS 3 aktiviert und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen sowie immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zweck der Wertminderungsprüfung derjenigen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Erwerb profitiert. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit wird grundsätzlich eine einzelne Filiale bzw. ein Online-Shop definiert. Obergrenze für die Allokation ist grundsätzlich das operative Segment und somit das einzelne Land, in dem Douglas tätig ist.

Wird im Rahmen eines Wertminderungstests festgestellt, dass der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Gruppe von Einheiten unterhalb ihres Buchwertes liegt, so wird der zugehörige Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam wertgemindert. Der geminderte Wertansatz wird auch dann beibehalten, wenn in Folgeperioden die Anhaltspunkte für die Wertminderung nicht mehr bestehen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen innerhalb der Douglas-Gruppe nicht vor, Fremdkapitalkosten sind daher in die Ermittlung der Anschaffungskosten nicht einbezogen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden planmäßig, linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr werden diese pro rata temporis abgeschrieben.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt keine planmäßige Abschreibung. Jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten wird überprüft, ob ein Wertminderungsbedarf besteht. Liegt ihr erzielbarer Betrag unterhalb ihres Buchwertes, werden Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Die Marken "Douglas" und "Nocibe" sowie Mietrechte in Frankreich sind als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte, die der planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden nur dann einem Wertminderungstest unterzogen, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

In den Folgejahren ist zu überprüfen, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine in den Vorjahren vorgenommene Wertminderung nicht länger besteht oder sich vermindert hat. Ist dies der Fall, erfolgt eine Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag, allerdings maximal bis auf den fortgeführten Buchwert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden, mit ihren (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen innerhalb der Douglas-Gruppe nicht vor, mithin werden Fremdkapitalkosten in die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht einbezogen. Sachanlagen werden planmäßig, linear über ihre (voraussichtliche) Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr werden diese pro rata temporis abgeschrieben.

Aus den Verträgen zu den angemieteten Geschäftsräumen resultieren Rückbauverpflichtungen für Mietereinbauten, deren abgezinster Wert als Rückstellung passiviert ist. Der abgezinste Wert der Verpflichtung wird als Teil der Anschaffungskosten der Mietereinbauten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Liegen Anhaltspunkte für Wertminderungen vor, werden die entsprechenden Vermögenswerte einem Wertminderungstest unterzogen. Sachanlagen werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus ihrer weiteren Nutzung zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung von Sachanlagen ergibt sich aus der Differenz zwischen ihrem Nettoveräußerungs- und Buchwert.

Die den planmäßigen, linearen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden auf Grundlage der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern pro Anlagenklasse bestimmt und stellen sich wie folgt dar.

Anlagenklassen Jahre
Software 3-5
Mietrechte, sofern mit bestimmter Nutzungsdauer 2-15
Kundenstämme 5-10
Gebäude 10-50
Filialausbauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Leasingverhältnisse

Die Abbildung von Leasingverhältnissen erfolgt entsprechend den Vorschriften von IAS 17.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird dem Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Leasingobjekt trägt. Wesentliche Leasingverhältnisse betreffen die Anmietung von Geschäftsfilialen. Zur Sicherung größtmöglicher Flexibilität werden grundsätzlich Mietverträge mit einer Grundmietzeit von nicht mehr als zehn Jahren und ein- oder mehrfach ausübbaren Mietverlängerungsoptionen abgeschlossen. Bei der Einstufung der Leasingverträge werden auf Basis von Erkenntnissen der Vergangenheit die Grundmietzeit sowie, bei Vorhandensein, die Ausübung einer Verlängerungsoption gewürdigt, wenn die anmietende Konzerngesellschaft die Option innehat und die Ausübung wahrscheinlich ist. Dies führt zu einer Qualifizierung dieser Leasingverträge als Operating-Leasingverhältnis, da die Grundmietzeit zuzüglich einer etwaigen Verlängerungsoption nicht den wesentlichen Anteil der wirtschaftlichen Nutzugsdauer der angemieteten Räumlichkeiten übersteigt.

Finanzielle Vermögenswerte

Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Derivaten werden alle Finanzinstrumente erstmals am Erfüllungstag erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Derivate, die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet sind, werden zum Handelstag bilanziert.

Sämtliche Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Werden Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe zurechenbar sind. Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei erstmaliger Erfassung zum Transaktionspreis bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells ausschließlich zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden (Geschäftsmodell "Halten") und die Vertragsbedingungen an festgelegten Zeitpunkten nur zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag führen.

Schuldinstrumente werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme sowie der Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen") und die Vertragsbedingungen an festgelegten Zeitpunkten nur zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag führen.

Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments (bspw. einer Beteiligung), das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte werden entweder bei Auslaufen der vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme oder bei der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken aus der Bilanz ausgebucht.

Finanzielle Vermögenswerte in fremder Währung werden im Zugangszeitpunkt in die funktionale Währung des erwerbenden Konzernunternehmens umgerechnet. Zu jedem Stichtag erfolgt dann eine erfolgswirksam erfasste Anpassung an den jeweiligen Stichtagskurs. Zinserträge und Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten werden periodengerecht innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind.

Beizulegender Zeitwert

Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) herangezogenen Inputfaktoren sind in drei Hierarchiestufen (Level 1, Level 2 und Level 3) unterteilt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, zu dem am Bewertungsstichtag in einem geordneten Geschäftsvorfall im Hauptmarkt oder, wenn keiner vorhanden ist, im vorteilhaftesten Markt, zu dem der Konzern zu diesem Zeitpunkt Zugang hat, einen Vermögenswert verkauft oder eine Schuld übertragen werden würde. Der beizulegende Zeitwert einer Schuld spiegelt das Risiko einer Nichterfüllung wider. Fair Value Bewertungen, die auf Level 1-Inputfaktoren beruhen, sind Preisnotierungen auf aktiven Märkten, die für den Bewertungsgegenstand festgestellt werden können - wie beispielsweise börsennotierte Preise. Fair Value Bewertungen, die auf Faktoren beruhen, deren Bewertung sich direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten ableiten lässt, fallen in Level 2. In die verwendete Bewertungstechnik fließen alle Faktoren ein, die die Marktteilnehmer bei der Preisfindung einer solchen Transaktion berücksichtigen würden. Die Bewertung von Level 3 beruht auf Preisbildungsmodellen, welchen Inputfaktoren zugrunde gelegt werden, die am Markt nicht beobachtbar sind.

Im Kirk Beauty One Konzern werden Zinscaps sowie Minderheitenoptionen zum Fair Value bewertet. 4 Die Fair Value Bewertung der Zinscaps fällt in die zweite Hierarchiestufe (Level 2), da die Bewertung dieser Finanzinstrumente auf beobachtbaren Marktzinssätzen beruht.

Im Kirk Beauty One Konzern werden Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen zum Fair Value bewertet. 5 Bei den der Bewertung zugrundliegenden Inputfaktoren handelt es sich um Inputfaktoren, die dem Level 2 oder Level 3 der Bewertungshierarchie zuzuordnen sind.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten direkt zurechenbare Transaktionskosten und Gebühren, die einen integralen Teil des Effektivzinssatzes darstellen.

Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden wird der Buchwert aufgrund des kurzen Zeitraums zwischen Entstehung und Fälligkeit als ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert betrachtet.

Derivative Finanzinstrumente

Die Kirk Beauty One GmbH verwendet derivative Finanzinstrumente, wie beispielsweise Zinsderivate, um sich gegen Währungs- und Zinsrisiken abzusichern. In Einklang mit IFRS 9 werden diese Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wird als Vermögenswert angesetzt, wenn er positiv ist, und als Schuld, wenn er negativ ist.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden sofort ergebniswirksam in den sonstigen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Die Kirk Beauty One GmbH wendet nicht die Sondervorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) an.

4 Siehe hierzu Nr. 26 "Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente"
5 Siehe hierzu Nr. 26 "Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente"

Neben derivativen Finanzinstrumenten werden auch in finanziellen Verbindlichkeiten eingebettete Derivate separiert, wenn diese für sich genommen ein Derivat darstellen, nicht das gesamte hybride Finanzinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird und wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken der finanziellen Verbindlichkeit verbunden sind.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Konzerngesellschaft bei Beendigung des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Forward Rates.

Folgebewertung und Gewinne und Verluste

Nettogewinne und Verluste einschließlich der Zins- und Dividendenerträge aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursdifferenzen sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für diese finanziellen Vermögenswerte - mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die einem vereinfachten Ansatz unterliegen - erfolgt bei initialer Erfassung in Stufe 1 des "Modells der erwarteten Kreditverluste" eine Ermittlung des innerhalb der zwölf folgenden Monate erwarteten Kreditverlusts. Sofern ein signifikant gestiegenes Kreditrisiko vorliegt, erfolgt ein Transfer in die Stufe 2 des Modells. Für diese Finanzinstrumente sowie für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Ermittlung der lebenslangen Kreditverluste in Stufe 2 des allgemeinen Wertberichtigungsmodells vorzunehmen. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, werden die finanziellen Vermögenswerte in die Stufe 3 des Modells eingeordnet. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt hierbei auf Einzelpostenbasis in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, z.B. Überfälligkeit, Kontrahenten und Länderrisiken.

Flüssige Mittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen dem allgemeinen Modell der erwarteten Kreditverluste. Da es sich bei den Gegenparteien ausschließlich um Kontrahenten mit mindestens einem Investment-Grade Rating (BBB+ oder größer) handelt, wird von einem geringen Kreditrisiko für diese Finanzinstrumente ausgegangen.

Sofern die Voraussetzungen für ein geringes Kreditrisiko nicht erfüllt sind, bedarf es einer Einschätzung der Veränderung des Kreditrisikos. Bei der Festlegung, ob sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt die Kirk Beauty One GmbH angemessene Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird das Kreditrisiko kontinuierlich auf Basis von Bond-Quotierungen und Ratings nachgehalten, wenn diese liquide verfügbar sind. Weiterhin wird, sofern ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist, von einem signifikant gestiegenen Kreditrisiko ausgegangen.

Objektive Hinweise auf eine Wertminderung liegen vor, wenn die Kirk Beauty One GmbH mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten Zahlungsströme rechnet. Hierzu zählen bspw. signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder Schuldners, Hinweise auf eine Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren sowie Verschlechterung der Marktkonditionen. In diesem Sinne gelten finanzielle Vermögenswerte als ausgefallen, wenn sie mehr als 90 Tage überfällig sind. Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts wird abgeschrieben, wenn nach angemessener Schätzung nicht davon ausgegangen wird, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist.

Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren.

12-Monats-Kreditverluste sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die aus Ausfallereignissen resultieren, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag (oder einem kürzeren Zeitraum, falls die erwartete Laufzeit weniger als zwölf Monate beträgt) möglich sind.

Aufwendungen oder Erträge aus Wertminderungen oder -aufholungen für erwartete Kreditverluste auf finanzielle Vermögenswerte werden unter dem Posten "Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte im allgemeinen Ansatz sind unwesentlich.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis und sonstige Forderungen zum beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt der Umsatzrealisierung aktiviert. Wertzumindernde Forderungen werden wertberichtigt. Dabei werden auf Basis einer stichtagsbezogenen Betrachtung alle erkennbaren Risiken und wertmindernden Faktoren berücksichtigt. Zweifelhafte, aber nicht uneinbringliche Forderungen werden zum Bilanzstichtag mit dem wahrscheinlich einbringbaren Wert bilanziert. Uneinbringliche Forderungen werden komplett abgeschrieben.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, werden basierend auf dem Geschäftsmodell (Halten) sowie der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und weisen Restlaufzeiten von maximal 3 Monaten im Erwerbszeitpunkt auf.

Ertragssteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld oder Steuerforderung für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Werten der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu Steuerentlastungen oder -belastungen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Steuersätze und Steuervorschriften, deren Geltung im Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen erwartet wird. Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem erwartungsgemäß im Zeitpunkt der Umkehr der Differenz zu versteuerndes Einkommen bestehen wird.

Ist der zukünftige steuerliche Vorteil aus Verlustvorträgen mit hinreichender Sicherheit in künftigen Perioden nutzbar, werden hierfür latente Steueransprüche aktiviert. Latente Steueransprüche werden mit latenten Steuerschulden saldiert, soweit diese gegen derselben Steuerbehörde bestehen.

Vorräte

Handelswaren sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert in der Bilanz angesetzt. Die Anschaffungskosten wurden entweder unter Verwendung der Durchschnittskostenmethode oder in einzelnen unbedeutenden Ländern retrograd - ausgehend vom Verkaufspreis mittels angemessener Abschläge - ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Anschaffungskosten einbezogen, da es sich bei den Vorräten ganz überwiegend um im verkaufsfähigen Zustand erworbene Handelswaren handelt und demnach keine qualifizierten Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 vorliegen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Absatz- sowie modische und sonstige Risiken wurden, soweit erforderlich, im Rahmen der Bewertung zum Nettoveräußerungswert berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Konzernfremden besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht, und der künftige Mittelabfluss zur Erfüllung dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Der Wertansatz der Rückstellung bemisst sich bei Einzelrisiken als wahrscheinlichster Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, bei einer großen Anzahl an Risiken als Erwartungswert. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag in der Bilanz angesetzt. Die Fälligkeit langfristiger Personalrückstellungen ist vom Zeitpunkt des Ausscheidens der Mitarbeiter bzw. der geplanten Zahlungsmittelabflüsse abhängig.

Die Fälligkeit langfristiger Rückstellungen im Mietbereich richtet sich nach der Mietvertragsdauer bzw. dem geschätzten Zeitpunkt einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses. Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen werden angesetzt, sofern aus vertraglichen Vereinbarungen und Erfahrungen der Vergangenheit mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % damit gerechnet wird, dass der Kirk Beauty One Konzern aus der Verpflichtung in Anspruch genommen wird. Rückstellungen für belastende Mietverträge werden gebildet, wenn die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete aus dem Vertrag zufließende wirtschaftliche Nutzen. Zur Ermittlung der Rückstellung für Mietunterdeckung werden die angemieteten Objekte einzeln betrachtet und der Barwert einer eventuellen Unterdeckung zurückgestellt. Dabei werden die über die Grundmietzeit anfallenden Kosten, sofern sie dem Mietvertrag zurechenbar sind, berücksichtigt. Optionen zur Stilllegung bzw. zur Kündigung oder Untervermietung des Standortes werden berücksichtigt, soweit ein vertragliches Recht besteht und die mit der Ausübung der Option verbundenen Kosten die geringsten unvermeidbaren Verpflichtungen zur Vertragserfüllung darstellen. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden angesetzt, soweit zum Bilanzstichtag eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung entstanden ist. Diese ist dann gegeben, wenn ein detaillierter Restrukturierungsplan formal verabschiedet und in seinen wesentlichen Bestandteilen an die Betroffenen kommuniziert oder mit der Umsetzung des Plans bereits begonnen wurde. Restrukturierungsrückstellungen enthalten ausschließlich solche Ausgaben, die im Zuge der Restrukturierung zwangsweise entstehen.

Die Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen erfolgt entsprechend der Vorschriften des IAS 19. Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden versicherungsmathematisch mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens nach der Methode der laufenden Einmalprämie (Projected Unit Credit Method) berechnet. Im Rahmen dieses Bewertungsverfahrens werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch die in der Zukunft zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei fondsfinanzierten Pensionsplänen wird sowohl für die Bestimmung des Zinsaufwandes aus der Bewertung der Verpflichtung als auch für die Ermittlung des Zinsertrags aus dem Planvermögen der gleiche Zinssatz verwendet. Ergeben sich aus Änderungen dieser Rechnungsannahmen Differenzen zwischen den ursprünglich ermittelten Pensionsverpflichtungen und den zum Stichtag ermittelten Pensionsverpflichtungen, entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst und innerhalb der Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.

Zum Fair Value bewertetes Planvermögen und Schulden aus Versorgungsplänen werden saldiert dargestellt. Als Planvermögen werden qualifizierte Policen gehalten, die an Mitarbeiter verpfändet sind. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt. Weitere, den Pensionsrückstellungen ähnliche Verpflichtungen, wie Altersteilzeitvereinbarungen und Abfertigungen, werden ebenfalls gemäß den Vorschriften des IAS 19 erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt. Dem Erwerb zuzurechnende Transaktionskosten werden in die Anschaffungskosten der finanziellen Verbindlichkeiten einbezogen. Besteht ein Unterschied zwischen dem ausgezahlten und dem bei Endfälligkeit zurückzuzahlenden Betrag, wird diese Differenz über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung erfüllt ist oder mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist (Verjährung). Eine finanzielle Verbindlichkeit wird auch ausgebucht, wenn die Vertragsbedingungen einer bestehenden finanziellen Verbindlichkeit oder eines Teils davon wesentlich geändert werden. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und sind unverzinslich. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Verbindlichkeiten enthalten im Kirk Beauty One Konzern Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus ausgegebenen Anleihen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von der Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wird im Kirk Beauty One Konzern kein Gebrauch gemacht.

Vertragsverbindlichkeiten

Teilnehmer an Kundenbindungsprogrammen der Douglas-Gruppe können durch getätigte Einkäufe Bonuspunkte erhalten, die sie bei Erreichen bestimmter Schwellenwerte in Rabattgutscheine für spätere Einkäufe umtauschen können.

Die Bonuspunkte stellen eigenständig abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen im Sinne des IFRS 15 dar und sind somit als separate Leistungsverpflichtung zu erfassen.

Bei Kauf erfolgt eine Aufteilung des Transaktionspreises anhand der relativen Einzelveräußerungspreise auf die eigenständigen Leistungsverpflichtungen. Der Transaktionspreis entspricht bei der Douglas-Gruppe dem Verkaufspreis der vom Kunden erworbenen Waren und Dienstleistungen. Mangels beobachtbarer Einzelveräußerungspreise der Bonuspunkte, erfolgt eine Schätzung dieser auf Basis des Preisnachlasses und unter Berücksichtigung von Einlösewahrscheinlichkeiten.

In Höhe der auf die gewährten Bonuspunkte entfallenden Leistungsverpflichtung wird eine Vertragsverbindlichkeit unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanziert. Mit Einlösung oder Verfall der Bonuspunkte erfolgt die Auflösung der Vertragsverbindlichkeit.

Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen

Derivative Finanzinstrumente werden zur Reduzierung von Zahlungsstromschwankungen aufgrund von Zinsrisiken eingesetzt. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch ausgegeben.

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei der erstmaligen Erfassung als auch im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung werden, sofern es sich um derivative Finanzinstrumente handelt, für die ein Sicherungszusammenhang hergestellt werden konnte, entsprechend den Regeln zum Hedge Accounting erfolgsneutral über eine gesonderte Komponente des Eigenkapitals erfasst. Derivative Finanzinstrumente, für die ein solch qualifizierter Sicherungszusammenhang als Cashflow Hedge nicht hergestellt werden konnte, werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge erhöhen oder mindern das Jahresergebnis, sobald die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäftes erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Konzerngesellschaft bei Beendigung des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Forward Rates. Derivative Finanzinstrumente werden als Sicherungsinstrumente ausschließlich im Rahmen von Cashflow Hedges eingesetzt. Durch diese Cashflow Hedges sichert der Kirk Beauty One Konzern künftige Zahlungsströme im Zusammenhang mit Zinsrisiken ab.

Im Hinblick auf Risiken aus Wechselkursschwankungen werden originäre finanzielle Verbindlichkeiten im Rahmen von Net Investment Hedges zur Absicherung der Fremdwährungsrisiken aus Net Investments in konzernfremder Währung eingesetzt. Die Bilanzierung von Net Investment Hedges folgt grundsätzlich den Regelungen von Cashflow Hedges.

Zum Bilanzstichtag sowie zum Vorjahresbilanzstichtag lagen keine nach den Regeln zum Hedge Accounting abzubildende Geschäftsvorfälle vor.

Ertragsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich mit der Übergabe der Ware an den Kunden bzw. mit Erbringung der Leistung. Verpflichtungen aus Kundenbindungsprogrammen, wie z.B. Bonuspunkten, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und direkt mit den Umsatzerlösen verrechnet. Erst bei der Einlösung der Bonuspunkte werden die daraus resultierenden Umsatzerlöse vereinnahmt. Auflösung und Verbrauch der abgegrenzten Umsatzerlöse erfolgen entsprechend dem Einlöseverhalten der Kunden und werden ebenfalls innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Verwendung von Ermessensentscheidungen

Ermessensentscheidungen wurden insbesondere bei der Festlegung des Konsolidierungskreises durch Beurteilung der Beherrschungsmöglichkeit 6 sowie bei der Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Operating- oder Finanzierungsleasing 7 getroffen. Auch bei der erstmaligen Anwendung von IFRS9 basiert die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Ermessensentscheidungen, insbesondere hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von Szenarien und des Kreditrisikos (Verlustrate).

Annahmen und Schätzungen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen herangezogen worden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung von Nutzungsdauern 8, die Bewertung von Rückstellungen und Pensionsrückstellungen 9, die Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten 10, die Bewertung von Rückstellungen 11 und unsicheren Steuerpositionen, die Bewertung von im Rahmen von anteilsbasierten Vergütungen ausgegebenen Instrumenten 12 sowie die Einschätzung der Realisierbarkeit künftiger steuerlicher Entlastungen. Des Weiteren sind Schätzungen und Annahmen insbesondere bei der Ermittlung von Fair Values und Anschaffungskosten im Rahmen von Unternehmenserwerben von Bedeutung. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden im Zeitpunkt der besseren Kenntnis erfolgswirksam erfasst.

6 Siehe hierzu Nr. 3 "Konsolidierungskreis"
7 Siehe hierzu Nr. 5 "Leasingverhältnisse"
8 Siehe hierzu Nr.11 "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen"

9 Siehe hierzu Nr. 20 "Rückstellungen" und Nr. 19 "Pensionsrückstellungen"
10 Siehe hierzu Nr. 11 "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen"
11 Siehe hierzu Nr. 20 "Rückstellungen"
12 Siehe hierzu Nr. 29 "Sonstige Angaben"

6 | Sonstige betriebliche Erträge

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Erträge aus Serviceleistungen an Dritte 206,7 185,0
Erträge aus Vermietung und Untervermietung 18,1 21,6
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 10,4 1,5
Erträge aus Kundenkarten 12,1 12,6
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 12,9 26,5
Erträge aus Provisionen 3,5 3,6
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 2,7 2,8
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 2,3 1,5
Sonstige Erträge 27,1 29,4
Summe 295,8 284,5

7 | Personalaufwand

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Löhne und Gehälter 521,8 501,0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 120,9 116,4
Summe 642,7 617,3

8 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Mieten und Energiekosten 358,2 355,2
Sonstige Dienstleistungen 124,6 125,5
Kosten der Warenabgabe 99,7 89,1
Marketing- und Werbekosten 201,8 187,4
IT-Kosten 29,1 24,2
Aufwendungen aus Untervermietung 10,3 13,1
Reparaturaufwendungen 11,6 11,8
Gebühren und Beiträge 13,9 11,9
Reise- und Kraftfahrzeugkosten 9,4 10,1
Ver- und Gebrauchsmaterial 11,3 10,5
Büro- und Portokosten 10,0 9,9
Kreditkartenprovisionen 13,6 11,4
Übrige Aufwendungen 49,8 43,5
Summe 943,2 903,5

9 | Finanzergebnis

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Beteiligungsergebnis 0,7 0,4
Zinserträge aus Krediten und Forderungen 45,7 32,4
Finanzertrag aus Minderheitenoptionen 0,0 0,0
Finanzertrag aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen 0,0 0,0
Finanzertrag aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen 0,0 0,0
Ertrag aus der Marktpreisbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden 0,0 0,0
Finanzertrag aus Kursdifferenzen 0,6 0,6
Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 11,9 0,0
Summe Finanzerträge 58,9 33,4
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen -0,2 -0,2
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen -0,6 -0,7
Finanzaufwand aus Minderheitenoptionen -1,3 -5,0
Finanzaufwand aus Kursdifferenzen -1,3 -1,0
Finanzaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -119,6 -113,1
Aufwand aus der Marktpreisbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden -1,4 -5,1
Summe Finanzaufwand -124,4 -125,0
Finanzergebnis -65,5 -91,6

Der Finanzaufwand aus Minderheitenoptionen betrifft die den Fremdgesellschaftern zustehenden Ausschüttungen, deren Anteile als Verbindlichkeiten dargestellt werden, weil sie entweder mit einem Optionsrecht ausgestattet sind oder es sich um Personenhandelsgesellschaften mit Sitz in Deutschland handelt, sowie den Effekt aus der Neubewertung zum Bilanzstichtag.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der folgenden Tabelle wird das Nettoergebnis nach Bewertungskategorie für das Geschäftsjahr 2018/19 dargestellt.

Marktwertbewertung Währungsumrechnung Wertminderung
Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 11,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -1,7
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie -1,7 0,0 11,9
Zinsertrag/Zinsaufwand von Vermögenswerten und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen -0,7
Finanzergebnis -1,7 -0,7 11,9
Beteiligungsergebnis Zinsertrag Zinsaufwand Nettogewinne /-verluste
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 45,6 57,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -119,6 -119,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0,7 -1,0 -2,0
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie 0,7 45,6 -120,6 -64,1
Zinsertrag/Zinsaufwand von Vermögenswerten und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen 0,1 -0,8 -1,4
Finanzergebnis 0,7 45,7 -121,4 -65,5

In der folgenden Tabelle wird das Nettoergebnis nach Bewertungskategorie für das Geschäftsjahr 2017/18 dargestellt.

Marktwertbewertung Währungsumrechnung Wertminderung
Mio. € Mio. € Mio.€
Kredite und Forderungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Als zur Veräußerung gehalten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -8,3
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie -8,3 0,0 0,0
Zinsertrag/Zinsaufwand von Vermögenswerten und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen -0,4
Finanzergebnis -8,3 -0,4 0,0
Beteiligungsergebnis Zinsertrag Zinsaufwand Nettogewinne/ -verluste
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Kredite und Forderungen 32,0 32,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -113,1 -113,1
Als zur Veräußerung gehalten 0,4 0,4
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -1,7 -10,0
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie 0,4 32,0 -114,8 -90,7
Zinsertrag/Zinsaufwand von Vermögenswerten und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen 0,4 -0,8 -0,9
Finanzergebnis 0,4 32,4 -115,6 -91,6

Wertminderungen auf Forderung aus Lieferungen und Leistungen, die der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zuzuordnen sind, werden wie im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, sofern es sich nicht um Wertminderungen handelt, die durch die erstmalige Anwendung von IFRS 9 mittels des Modells der erwarteten Kreditverluste bestimmt wurden. Diese sind gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zuzuordnen sind, hat im Geschäftsjahr zu einem Finanzaufwand von 1,7 Mio. € (i. Vj. 8,3 Mio. €) geführt.

10 | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Mio. € Mio. €
Tatsächliches Steuerergebnis 74,9 46,0
davon Inland (Deutschland) 30,7 10,5
davon Ausland 44,2 35,5
Latente Steuern -11,6 -19,0
davon aus temporären Differenzen -16,2 -15,4
davon aus Verlustvorträgen 4,6 -3,6
Summe 63,3 27,0

Der erwartete Steuersatz (32%) entspricht grundsätzlich dem Steuersatz des Konzernmutterunternehmens. Zu Vergleichszwecken wurde der erwartete Steuersatz des Vorjahres entsprechend angepasst. Unabhängig davon, ob es sich um positive oder negative Ergebnisbeiträge der einzelnen Konzerngesellschaften handelt, ergäbe sich ein gewichteter durchschnittlicher Steuersatz von 28,75 % (i. Vj. 29,7 %).

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 80,5 -263,2
Erwarteter Steuersatz 32,0% 32,0%
Erwarteter Steueraufwand (i. Vj. erwarteter Steuerertrag) 25,7 -84,2
Steuersatzeffekte inländischer und ausländischer und Steuerrechtskreise -8,6 -6,1
Gewerbesteuerliche Modifikationen (Hinzurechnungen / Kürzungen) 4,7 -1,9
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge 27,0 8,4
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 7,4 23,1
Nichtansatz latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen 9,1 20,0
Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verlustvorträge -2,3 0,0
Differenzen i. W. aus Nichtberücksichtigung von Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0,0 63,9
Sonstiges 0,3 3,8
Tatsächlicher Steueraufwand 63,3 27,0

Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der sogenannten "Zinsschranke" in Deutschland.

11 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In der folgenden Tabelle werden die immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2018/19 dargestellt.

Mietrechte und ähnl. Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert Anzahlungen immaterielle Vermögenswerte Summe
Mio.€ Mio. € Mio.€ Mio.€
Anschaffungskosten
01.10.2018 1.103,0 1.904,7 4,9 3.012,6
Währungsumrechnungsdifferenze n 0,1 0,1
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 2,8 7,3 10,1
Zugänge 31,6 3,7 35,3
Abgänge -5,0 -0,2 -5,2
Umbuchungen 4,3 -4,6 -0,3
30.09.2019 1.136,8 1.912,0 3,8 3.052,6
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2018 253,7 398,3 0,0 652,0
Währungsumrechnungsdifferenze n 0,1 0,1
Zugänge planmäßig 51,1 0,2 51,3
Zugänge außerplanmäßig 7,4 7,4
Abgänge -4,8 -0,2 -5,0
Umbuchungen -0,8 -0,8
30.09.2019 306,7 398,3 0,0 705,0
Nettowerte
30.09.2019 830,1 1.513,7 3,8 2.347,6

Der Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 7,3 Mio. € entfällt in voller Höhe auf den Erwerb von Niche Beauty. Von den Zugängen zu Mietrechten und ähnlichen Rechten und Werten entfallen 0,9 Mio. € auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte.

In der folgenden Tabelle werden die immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2017/18 dargestellt.

Mietrechte und ähnl. Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert Anzahlungen immaterielle Vermögenswerte Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2017 989,1 1.738,8 3,0 2.730,9
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 103,5 166,3 269,8
Zugänge 14,1 2,3 16,4
Abgänge -5,4 -0,4 -5,8
Umbuchungen 1,7 -0,4 1,3
30.09.2018 1.103,0 1.904,7 4,9 3.012,6
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2017 151,6 214,2 0,0 365,8
Zugänge planmäßig 80,4 80,4
Zugänge außerplanmäßig 26,5 184,5 211,0
Abgänge -4,8 -0,4 -5,2
30.09.2018 253,7 398,3 0,0 652,0
Nettowerte
30.09.2018 849,3 1.506,4 4,9 2.360,6

In der folgenden Tabelle werden die Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2018/19 dargestellt.

Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen auf Anlagen im Bau Summe
Mio. € Mio.€ Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2018 527,6 630,1 36,7 1.194,4
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,1 -0,6 -0,7
Zugänge 23,0 43,4 6,8 73,2
Abgänge -63,3 -28,1 -1,6 -93,0
Umbuchungen 9,9 12,1 -21,7 0,3
30.09.2019 497,1 656,9 20,2 1.174,2
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2018 392,6 488,6 0,0 881,2
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,2 -0,3 -0,1
Zugänge planmäßig (AfA) 26,2 43,8 70,0
Zugänge außerplanmäßig 2,4 4,8 0,6 7,8
Abgänge -50,2 -27,5 -0,6 -78,3
Umbuchungen 0,8 0,8
30.09.2019 372,0 509,4 0,0 881,4
Nettowerte
30.09.2019 125,1 147,5 20,2 292,8

In der folgenden Tabelle werden die Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2017/18 dargestellt.

Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen auf Anlagen im Bau Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2017 513,6 582,3 12,7 1.108,6
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,2 0,2 0,4
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 1,8 22,9 24,7
Zugänge 26,0 49,5 34,5 110,0
Abgänge -16,0 -29,7 -2,3 -48,0
Umbuchungen 2,0 4,9 -8,2 -1,3
30.09.2018 527,6 630,1 36,7 1.194,4
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2017 379,3 466,4 0,0 845,7
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,2 0,1 0,3
Zugänge planmäßig (AfA) 25,8 45,6 71,4
Zugänge außerplanmäßig 3,2 5,5 1,7 10,4
Abgänge -15,8 -28,9 -1,7 -46,4
30.09.2018 392,6 488,6 0,0 881,2
Nettowerte
30.09.2018 135,0 141,5 36,7 313,2

Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf 121,3 Mio. € (i. Vj. 151,8 Mio. €).

Wertminderungstests für Sachanlagen auf Filialebene als zahlungsmittelgenerierender Einheit führen zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 7,8 Mio. € (i. Vj. 10,4 Mio. €), davon entfielen 4,3 Mio. € (i. Vj. 6,0 Mio. €) auf das geographische Segment Deutschland, 2,1 Mio. € (i. Vj. 0,2 Mio. €) auf das Segment Frankreich, 0,8 Mio. € (i. Vj. 2,9 Mio. €) auf Süd-West-Europa und 0,6 Mio. € (i. Vj. 1,3 Mio. €) auf Ost-Europa. Auslösendes Ereignis, Filialen einem solchem Wertminderungstest zu unterziehen, sind insbesondere negative Filialdeckungsbeiträge sowie geplante Filialschließungen.

Im Rahmen der Wertminderungstests wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppen von zahlungsgenerierenden Einheiten ihrem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird dabei als Nutzungswert auf Basis künftiger Cashflows ermittelt, die auf internen Planungsrechnungen basieren. Planungsprämissen sind dabei Umsatzwachstum, Rohertragserwartungen/EBITDA Erwartung, Einschätzungen über Ersatzinvestitionen in das Filialnetz, die Personalaufwandsquote sowie weitere Kostenquoten bezogen auf die einzelnen Filialen. Die Planungsrechnungen beziehen sich auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge ohne die Einbeziehung etwaiger Verlängerungsoptionen. Der Planungszeitraum beträgt zwischen einem und zehn Jahren. Der Berechnung liegen Zinssätze zwischen 5,1 % und 9,2 % vor Steuern zu Grunde.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.253,9 Mio. € (i. Vj. 2.250,4 Mio. €). Von diesem Wert entfallen 1.513,7 Mio. € (i. Vj. 1.506,4 Mio. €) auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Zum Vorjahr unverändert entfallen 534,4 Mio. € auf die Marke "Douglas" und 172,7 Mio. € auf die Marke "Nocibe". Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Nutzungsdauer der Marken aufgrund ständiger Maßnahmen zur Markenerhaltung unbestimmt ist. Die Marke "Douglas" wurde dem Segment Deutschland zugeordnet, die Marke "Nocibe" dem Segment Frankreich. Des Weiteren sind in Frankreich mit Mietverträgen verbundene Standortvorteile, die vom Vormieter entgeltlich erworben worden sind, mit einem Buchwert von 33,1 Mio. € (i. Vj. 36,9 Mio. €) hinsichtlich der Nutzungsdauer unabhängig von den jeweiligen Laufzeiten der Mietverträge aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte, Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer und mit Mietverträgen verbundene Standortvorteile mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Ebenso wie im Rahmen der Wertminderungstests für das Anlagevermögen wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag, im Kirk Beauty One Konzern als Nutzungswert definiert, wird auf Basis diskontierter künftiger Zahlungsmittelzuflüsse, die aus internen Planungsrechnungen abgeleitet werden, ermittelt. Wesentliche Planungsprämissen sind dabei das Umsatzwachstum, die Rohertragserwartungen, EBITDA Erwartungen, Einschätzungen über die Entwicklung der Kosten, Einschätzungen über Ersatzinvestitionen in das Filialnetz sowie der Entwicklung des Working Capital. Die Prämissen beruhen dabei sowohl auf Einschätzungen des Managements als auch Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sowie auf volkswirtschaftlichen Rahmendaten.

In der folgenden Tabelle ist die Verteilung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf die berichtspflichtigen und die Geschäftssegmente dargestellt.

30.09.2019 30.09.2018
Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment
Deutschland 603,4 603,4 596,0 596,0
Frankreich 436,8 436,8 436,8 436,8
Süd-West-Europa 371,8 371,8
Niederlande 200,2 200,2
Österreich 46,9 46,9
Italien 116,9 116,9
Spanien 0,0 0,0
Weitere Länder Süd-West-Europa 7,8 7,8
Ost-Europa 101,8 101,8
Polen 62,5 62,5
Weitere Länder Ost-Europa 39,3 39,3
1.513,8 1.513,8 1.506,4 1.506,4

Die der Ermittlung des Nutzungswerts zugrunde gelegten Planungsrechnungen beziehen sich auf detaillierte Planungszeiträume von drei Jahren, was dem Planungssystem der Gesellschaften entspricht, daran schließt sich die ewige Rente an.

Für das Geschäftssegment Österreich gehen wir in der Detailplanungsphase im Durchschnitt von leicht wachsenden jährlichen Umsatzsteigerungen aus, in Frankreich und Italien von moderat steigenden jährlichen Umsätzen. In den Niederlanden und Spanien wird ein solides Wachstum erwartet. In Deutschland wird von einem kräftigen Wachstum und in Polen von einem starken Wachstum ausgegangen. In allen hier beschriebenen Ländern erwarten wir einen leichten Anstieg der Marktanteile. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass wir aufgrund unserer Marktdurchdringung einerseits sowie durch die Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen andererseits künftige Anstiege der Kosten weitgehend kompensieren können, so dass wir in Frankreich und Polen von moderat abnehmenden EBITDA-Margen, in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich von nahezu unveränderten und in Spanien von leicht ansteigenden EBITDA-Margen ausgehen. Alle anderen hier nicht genannten Geschäftssegmente spielen hinsichtlich der Höhe der auf sie entfallenden Geschäfts- und Firmenwerte nur eine untergeordnete Rolle.

Der Berechnung der ewigen Rente liegt eine risikoadjustierte Wachstumsrate von 1,0 % zu Grunde.

Zur Diskontierung wurden folgende Kapitalisierungssätze verwendet.

30.09.2019 30.09.2018
nach Steuern in Prozent vor Steuern in Prozent nach Steuern in Prozent vor Steuern in Prozent
Deutschland 6,1% 8,3% 7,0% 10,0%
Frankreich 6,7% 9,4% 7,5% 11,2%
Süd-West-Europa
Niederlande 6,1% 7,8% 7,0% 9,4%
Österreich 6,4% 8,1% 7,4% 9,9%
Italien 9,0% 11,6% 9,1% 11,9%
Weitere Länder Süd-West-Europa 7,2% -8,2% 9,1% - 10,0% 8,1% -9,8% 10,9% - 12,3%
Ost-Europa
Polen 7,3% 8,9% 8,0% 9,8%
Weitere Länder Ost-Europa 7,1% -9,8% 8,7% - 11,0% 7,5% -10,3% 8,8% - 12,3%

Der Wertminderungstest der Geschäfts- oder Firmenwerte und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer hat in der Berichtsperiode zu keinen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte geführt (im Vorjahr in Deutschland in Höhe von 155,0 Mio. € und in Spanien in Höhe von 29,5 Mio. €, der verbleibende Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien beträgt Null €). Nach Berücksichtigung des Zugangs des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb von Niche Beauty in Höhe von 7,4 Mio. € beträgt der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes in Deutschland 603,4 Mio. €. Der erzielbare Betrag betrug für Deutschland 1.239,4 Mio. €.

Zusätzlich zu den Wertminderungstests wurden für jedes Geschäftssegment drei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurde eine um 1,0 Prozentpunkt geringere EBITDA Wachstumsrate unterstellt. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde der Kapitalisierungszinssatz um jeweils 5,0 % angehoben. Bei der dritten Sensitivitätsanalyse wurde ein pauschaler Abschlag von 5,0 % anstatt eines Wachstumszuschlages von 1,0 % auf das in der Perpetuität angenommene EBITDA erhoben. Aus diesen Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen würde für die Geschäftssegmente Deutschland und Österreich sowie Lettland eine Wertminderung resultieren.

Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäftssegmentes Deutschland nach Zugang von Niche Beauty überstieg der Nutzungswert den Buchwert um 106,6 Mio. €. Bei einer um 9,1 Prozentpunkte geringeren Wachstumsrate oder einem Kapitalisierungszins nach Steuern von 6,6% oder einem in der Perpetuität um 8,6 % gesunkenen EBITDA anstatt eines um 1,0% gestiegenen EBITDA würde der Nutzungswert dem Buchwert entsprechen.

Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäftssegmentes Österreich überstieg der Nutzungswert den Buchwert um 1,1 Mio. €.

Bei einer um 0,9 Prozentpunkte geringeren Wachstumsrate oder einem Kapitalisierungszins nach Steuern von 6,5 % oder einem in der Perpetuität um 1,0 % gesunkenen EBITDA anstatt eines um 1,0 % gestiegenen EBITDA würde der Nutzungswert dem Buchwert entsprechen.

Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäftssegmentes Lettland überstieg der Nutzungswert den Buchwert um 0,6 Mio. €.

Bei einer um 2,2 Prozentpunkte geringeren Wachstumsrate oder einem Kapitalisierungszins nach Steuern von 8,1 % oder einem in der Perpetuität um 2,2 % gesunkenen EBITDA anstatt eines um 1,0 % gestiegenen EBITDA würde der Nutzungswert dem Buchwert entsprechen.

Zum Bilanzstichtag wurden weder Sachanlagen noch immaterielle Vermögenswerte zur Besicherung von Bankdarlehen verpfändet.

Operating-Leasing

Als Operating-Leasingverhältnisse zu qualifizierende Verträge umfassen im Kirk Beauty One Konzern im Wesentlichen Filialmietverträge. Diese Verträge werden in der Regel über eine Grundmietzeit von fünf Jahren abgeschlossen und sind mit Mietverlängerungsoptionen ausgestattet. Die ausgewiesenen Werte beinhalten keine Mietverlängerungsoptionen. Die Leasingraten basieren dabei zum Teil auf variablen und zum Teil auf festen Mietzinsen. Die Mindestleasingzahlungen aus operativem Leasing belaufen sich auf 281,5 Mio. € (i. Vj. 281,6 Mio. €). Bedingte Mietzahlungen, die aus Umsatzmietvereinbarungen resultierten, betragen zum Bilanzstichtag 0,7 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €).

bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
Mio. € Mio. € Mio.€ Mio. €
30.09.2019 30.09.2018 30.09.2019 30.09.2018 30.09.2019 30.09.2018 30.09.2019 30.09.2018
Verpflichtungen aus operativem Leasing 296,3 333,6 672,3 745,2 168,0 208,1 1.136,6 1.286,9
Erträge aus Untervermietung 24,9 27,0 54,1 47,3 18,4 22,6 97,4 96,9

12 | Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Buchwert gebildet und entfallen wie folgt auf die einzelnen Bilanzpositionen.

30.09.2019 30.09.2018
Aktiva Passivwert Aktiva Passivwert
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 1,2 195,0 1,3 200,4
Sachanlagen 6,5 1,0 7,0 7,4
Vorräte 14,6 0,0 18,4 0,0
Finanzielle Vermögenswerte 22,2 2,0 2,0 2,1
Sonstige Vermögenswerte 1,2 1,2 1,2 1,2
Rückstellungen 30,9 0,0 21,6 1,6
Finanzielle Verbindlichkeiten 6,2 4,0 2,0 4,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7,7 0,0 11,1 0,0
Verlustvorträge 1,4 0,0 6,8 0,0
Gesamt 91,9 203,2 71,4 216,7
Saldierung -6,3 -6,3 -7,9 -7,9
Bilanzwert 85,6 196,9 63,5 208,8

Die den latenten Steuern zu Grunde liegenden temporären Differenzen entfallen im Wesentlichen auf Fair Value Bewertungen von Vermögenswerten im Rahmen von Unternehmenserwerben sowie auf Bewertungen von finanziellen Vermögenswerten gemäß IFRS 9. Für Pensionsrückstellungen wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. € Aufwand (i. Vj. 0,4 Mio. €) direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag 30. September 2019 wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 314,1 Mio. € (i. Vj. 305,9 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Davon verfallen 12,4 Mio. € innerhalb der nächsten 7 Jahre. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 8,7 Mio. € (i. Vj. 0,1 Mio. €), auf die keine aktiven latenten Steuern angesetzt waren, wurden in der Berichtsperiode genutzt.

Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge wurden für die Gesellschaften aktiviert, in denen die Planungsrechnungen substanzielle Hinweise auf deren Werthaltigkeit geliefert haben.

Gemäß IAS 12 sind passive latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für die Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung zu rechnen ist. Zum Bilanzstichtag bestehen Outside Basis Differences in Höhe von 19,2 Mio. € (i. Vj. 19,8 Mio. €), für die keine latente Steuern gebildet wurden.

13 | Vorräte

30.09.2019 30.09.2018
Mio. € Mio. €
Fertige Erzeugnisse und Waren 738,7 750,4
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5,6 5,3
Geleistete Anzahlungen auf Waren 0,1 0,4
Summe 744,4 756,0

Die Abwertung auf den niedrigeren Nettoveräußerungspreis führte zu Wertminderungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2018/19 in Höhe von 32,6 Mio. € (i.Vj. 87,0 Mio. €).

14 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Abrechnungsforderungen gegen Kreditkartengesellschaften sowie gegen Douglas Card Kunden. Aufgrund von Ausfallrisiken bestehen zum Bilanzstichtag Wertberichtigungen in Höhe von 9,9 Mio. € (i. Vj. 8,3 Mio. €).

Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, soweit sie nicht die nach dem Modell der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9 ermittelten Werte betreffen, welche gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden. Die Forderungen sind sofort fällig, werden nicht verzinst und unterliegen somit keinem Zinsrisiko. Der Buchwert der Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Das (theoretisch) maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem Buchwert.

Einschätzung der erwarteten Kreditverluste

Zur Ermittlung der Wertminderungen findet eine Wertberichtigungsmatrix Anwendung, um die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen.

Das Ausfallrisiko wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden sowie der geographischen Lage beeinflusst. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit vergleichbaren Kreditrisikoeigenschaften basierend auf geographischer Lage sowie den Kundeneigenschaften in verschiedene Portfolien eingeordnet. Historische Muster für das Zahlungsverhalten und die Altersstruktur der Forderungen werden je Portfolio individuell analysiert und als Ausgangsbasis zur Ermittlung der Verlustrate herangezogen. Zusammen mit dem ausfallgefährdeten Betrag wird der erwartete Kreditverlust für jedes Portfolio und jedes Fälligkeitsband ermittelt. Nachgelagert erfolgt eine Anpassung der ermittelten Verlustrate je Portfolio, sofern signifikante Änderungen der makroökonomischen Situation erwartete werden.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 30. September 2019.

Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
% Mio. € Mio.€
Nicht überfällig 0,52 7,1 0,0 Nein
1-30 Tage überfällig 0,94 11,4 0,1 Nein
31-60 Tage überfällig 6,33 1,9 0,1 Nein
61-90 Tage überfällig 66,50 0,4 0,3 Nein
Mehr als 90 Tage überfällig 85,00 0,2 0,1 Ja
Stand zum 30. September 2019 21,0 0,7

Die Kirk Beauty One GmbH verlangt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Sicherheiten. Der Konzern hat keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte, für die keine Wertminderungen aufgrund von Sicherheiten erfasst werden.

Entwicklung der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte

Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte waren wie folgt. Vergleichswerte für 2017/18 zeigen das Wertberichtigungskonto nach IAS 39.

2018/19 2017/18
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 8,3 4,6
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 0,3
Stand zum 1. Oktober nach IFRS 9 8,6
Zuführung 1,9 4,7
Auflösung 0,0 -0,2
Inanspruchnahme -0,6 -0,8
Stand zum 30. September 9,9 8,3

15 | Finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Als weitere finanzielle Vermögenswerte bestehen langfristige Forderungen gegen Gesellschaftern, Bonus/Werbekostenzuschüsse, Beteiligungen und sonstige finanzielle Forderungen. Mit Ausnahme von Beteiligungen erfolgt die Klassifizierung und Bewertung der anderen finanziellen Vermögenswerte basierend auf dem Geschäftsmodell und dem Zahlungsstromkriterium. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden innerhalb des Geschäftsmodells Halten verwaltet und das Zahlungsstromkriterium wird als erfüllt angesehen. Folglich erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, davon ausgenommen sind Beteiligungen. Aufgrund der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten wurde auch eine Abschätzung der erwarteten Kreditverluste vorgenommen, die als unwesentlich quantifiziert wurden.

Die Beteiligungen stellen Eigenkapitalinstrumente dar, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Zum Bilanzstichtag besteht für sämtliche Beteiligungen keine Veräußerungsabsicht. In Abhängigkeit der Steuerung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt eine Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Zum Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS9 auf die Finanzinstrumente siehe Anhangangabe Nr. 2 "Neue Rechnungslegungsvorschriften". Aufgrund der gewählten Übergangsmethode wurden Vergleichsinformationen nicht angepasst.

Übersicht der finanziellen Vermögenswerte

30.09.2019 30.09.2018
Davon mit einer Restlaufzeit von Davon mit einer Restlaufzeit von
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
Mio. € Mio. € Mio.€ Mio. €
Forderungen gegen Gesellschafter 0,1 562,4 206,7 371,6
Bonus/Werbekostenzuschüsse 123,2 128,1
Beteiligungen 5,3 5,4
Sonstige finanzielle Forderungen 32,2 2,1 33,7 6,6
Summe 155,4 569,8 368,5 383,7

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind verzinslich. Forderungen aus Lieferantenboni und Werbekostenzuschüssen sind sehr kurzfristig fällig und werden nicht verzinst.

Die Beteiligungen stellen Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dar. Zum Bilanzstichtag bestand keine Veräußerungsabsicht; die Bewertung erfolgt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Für die spanische Beteiligung an der Gruppe GPD wurde anhand erwarteter Ausschüttungen ein beizulegender Zeitwert ermittelt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Mietverhältnissen in Höhe von 25,8 Mio. € (i.Vj. 22,5 Mio. €).

Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden nicht verzinst. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

Zum Bilanzstichtag waren sonstige finanzielle Vermögenswert in Höhe von 0,0 Mio. € (i. Vj. 1,2 Mio. €) zur Sicherheit für Bankdarlehen und Anleihen verpfändet.

Entwicklung der Wertberichtigung auf sonstige finanzielle Vermögenswerte

Nachfolgend ist die Analyse der sonstigen finanziellen Vermögenswerte dargestellt.

30.09.2019 30.09.2018
Mio. € Mio.€
Sonstige Forderungen
Nicht fällig 565,2 602,6
Fällig < 30 Tage 160,0 149,6
Fällig > 30 Tage 0,0 0,0
Summe 725,2 752,2

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden keine Zahlungseingänge auf in Vorperioden vollständig abgeschriebene Forderungen erfasst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag den Buchwerten.

Im Folgenden werden die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten dargestellt, getrennt nach den Stufen des Modells für erwartete Kreditverluste:

Stufe 1 - Ausfallwahrscheinlichkeit für die nächsten zwölf Monate

2018/19 2017/18
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 1,5 0,8
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 0,0
Angepasster Stand 1. Oktober 1,5 0,8
Zuführung 0,3 0,7
Stand zum 30. September 1,8 1,5

Stufe 2 - Ausfallwahrscheinlichkeit über die gesamte Laufzeit

2018/19 2017/18
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 0,0
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 75,2 0,0
Angepasster Stand 1. Oktober 75,2 0,0
Auflösung -11,9
Stand zum 30. September 63,3 0,0

Die Wertberichtigung der Stufe 2 bezieht sich auf Forderungen gegen die Gesellschafterin Kirk Beauty Two GmbH mit einem Bruttobuchwert in Höhe von 625,7 Mio. € (i. Vj. 578,3 Mio. €). Die dargestellte Einstufung resultiert aus liquide gehandelten Bonds ihres Investments, die unter dem Ausgabepreis quotiert werden. Das Kreditrisiko wurde aus Rating-äquivalenten Kreditausfallversicherungen ("Credit Default Swaps") hergeleitet. Dabei wurde ein "B"-Rating (Moody's) vom 21. Februar 2019 zugrunde gelegt, was zu einer Ausfallwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Restlaufzeit und zu einer Verlustquote bei Ausfall ("Loss Given Default") von 63 % führt. In den Verträgen sind nicht abgetrennt bilanzierte Kündigungsrechte enthalten, die über verschiedene Szenarien im "Credit-Exposure" berücksichtigt werden. Bei den Forderungen liegen keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung beziehungsweise keine grundsätzlich beeinträchtigte Bonität vor.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden, beinhalten sowohl derivative Finanzinstrumente (Zinscaps) als auch deren ausstehende Kaufpreiszahlung. Für diese bestehen Verrechnungsvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen, die jedoch nicht die Saldierungskriterien des IAS 32 erfüllen.

Bruttowert Verrechneter Betrag Bilanzwert Bedingter Saldierungsbetrag Erhaltene / gewährte finanzielle Sicherheit Nettowert
30.09.2019 Mio. € Mio. € Mio. € Mio.€ Mio. € Mio. €
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente -4,1 0,0 -4,1 0,0 0,0 -4,1
Bruttowert Verrechneter Betrag Bilanzwert Bedingter Saldierungsbetrag Erhaltene/ gewährte finanzielle Sicherheit Nettowert
30.09.2018 Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio.€
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente 1,2 0,0 1,2 -1,2 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente -6,1 0,0 -6,1 1,2 0,0 -4,9

16 | Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten.

17 | Liquide Mittel

Den größten Posten innerhalb der liquiden Mittel bilden Guthaben bei Kreditinstituten (originäre Laufzeit bis zu 3 Monaten). Außerdem sind Schecks und Kassenbestände enthalten. Die flüssigen Mittel bestehen aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die hochliquide Finanzinvestitionen darstellen, jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Eine detaillierte Analyse der Veränderung ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Das (theoretisch) maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag dem Buchwert.

Die Kirk Beauty One GmbH ordnet die liquiden Mittel dem Geschäftsmodells Halten zu. Aufgrund des Geschäftsmodells sowie der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums werden die liquiden Mittel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche Buchwerte entsprechend den beizulegenden Zeitwerten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen dem allgemeinen Ansatz des Modells der erwarteten Kreditverluste. Da die Kirk Beauty One GmbH nur Investitionen bei Gegenparteien mit mindestens einem Investment Grade Rating (BBB-) tätigt, wird für diese Finanzinstrumente von einem geringen Kreditrisiko ausgegangen. Im Rahmen der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente greift die Kirk Beauty One GmbH auf sogenannte "Credit Default Swap Spreads" sowie Ratinginformationen zurück. Der ermittelte Betrag der erwarteten Kreditverluste ist unwesentlich.

Zum Bilanzstichtag waren Bankguthaben in Höhe von 52,9 Mio. € (i Vj. 76,0 Mio. €) zur Sicherheit für Bankdarlehen und Anleihen verpfändet. Vertragsgemäß dürfen alle Rechte und Befugnisse in Bezug auf die Konten uneingeschränkt ausgeübt werden, so dass die verpfändeten Bankguthaben weiterhin einen Teil des Finanzmittelfonds darstellen.

Eine Inanspruchnahme durch die Kreditgeber kann nur dann erfolgen, wenn diese mehrheitlich den Agenten beauftragen, die Schuld mit sofortiger Wirkung fällig und zahlbar zu stellen. Dies erfordert einen vorhergehenden Verstoß gegen die vertraglichen Bedingungen, welcher nicht vor Ablauf einer festgelegten Nachfrist behoben wurde.

18 | Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag unverändert 25.000,00 Euro. Das gezeichnete Kapital wurde in voller Höhe eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet über das gezeichnete Kapital hinausgehende Einlagen der Gesellschafter in die Kirk Beauty One GmbH.

Rücklagen

30.09.2019 30.09.2018
Mio. € Mio. €
Sonstige Rücklagen -260,2 -229,1
Rücklage für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -4,4 3,2
Erfolgsneutral erfasste latente Steuern 1,4 -0,7
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -2,9 -1,6
Summe -266,0 -228,2

Die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern betreffen im Geschäftsjahr 2018/19 sowie im Vorjahr 2017/18 ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

Die sonstigen Rücklagen enthalten erfolgsneutral erfasste Bewertungseffekte, nach Berücksichtigung latenter Steuern, aus der erstmaligen Anwendung von IFRS9 in Höhe von 51,3 Mio.€.

Gewinnverwendung bzw. Verlustausgleichsanspruch

Die Kirk Beauty Two GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Kirk Beauty One GmbH. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Kirk Beauty One GmbH und der Kirk Beauty Two GmbH im Rahmen der Errichtung einer körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft geschlossen. Aus dem handelsrechtlichen Einzelabschluss der Kirk Beauty One GmbH ergibt sich für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 2.8 Mio. € (i. Vj. 90,4 Mio. €), welcher von der Kirk Beauty Two GmbH ausgeglichen wird. Der Verlustausgleich wird als Transaktion mit Anteilseignern im Eigenkapitalspiegel gezeigt.

19 | Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden für kapitalgedeckte und nicht kapitalgedeckte arbeitgeberfinanzierte Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an Mitarbeiter und frühere Mitarbeiter und deren Hinterbliebene sowie für rein arbeitnehmerfinanzierten Versorgungsverpflichtungen aus Entgeltumwandlung gebildet. Die Zusagen betreffen im Regelfall die Zahlung von vereinbarten Altersrenten als monatlicher Betrag. Die Bilanzierung dieser Verpflichtungen wird dabei entsprechend den Vorschriften von IAS 19 vorgenommen. Dementsprechend erfolgt eine direkte und vollständige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste über eine separate Eigenkapitalkomponente.

Die Bewertung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Verwendung der nachfolgend dargestellten Parameter.

Deutschland Schweiz Niederlande Frankreich
% % % %
30.09.2019
Rechnungszinssatz 0,70 0,16 0,50 0,45
Rentensteigerungstrend 1,50 0,00 2,00 0,00
30.09.2018
Rechnungszinssatz 1,85 0,90 1,80 1,65
Rentensteigerungstrend 1,50 0,00 2,00 0,00

Als biometrische Rechnungsparameter wurden die Richttafeln von Dr. Heubeck aus dem Jahr 2018 oder vergleichbare länderspezifische Sterbetafeln zugrunde gelegt.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von 30,5 Mio. € (i. Vj. 29,6 Mio. €) für beitragsorientierte Pensionspläne geleistet.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der Defined Benefit Obligation (DBO) zur Defined Benefit Liability (DBL).

30.09.2019 30.09.2018
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
DBO 36,3 21,9 30,8 17,6
Fair Value des Planvermögens 0,0 -18,1 0,0 -15,2
Passivierte Verbindlichkeit 36,3 3,8 30,8 2,4

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Defined Benefit Obligation.

2018/19 2017/18
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
DBO zu Beginn der Berichtsperiode 30,8 17,6 32,3 19,1
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen 6,3 3,3 -0,7 -0,9
Dienstzeitaufwand 0,4 0,3 0,4 0,4
Zinsaufwand 0,5 0,3 0,6 0,2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,0 0,0 0,0 -0,4
Plankürzungen -0,3 0,0 -0,3 -0,1
Pensionszahlungen -1,4 0,0 -1,5 -0,7
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,0 0,4 0,0 0,0
DBO am Ende der Berichtsperiode 36,3 21,9 30,8 17,6

Die folgende Tabelle stellt die Aufwendungen und Erträge aus Pensionsverpflichtungen dar.

2018/19 2017/18
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Dienstzeitaufwand 0,4 0,3 0,4 0,4
Zinsaufwand 0,5 0,3 0,6 0,2
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 0,0 -0,2 0,0 -0,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,0 0,0 0,0 -0,4
Aufwand/Ertrag aus Plankürzung -0,3 0,0 -0,3 0,0
Pensionsaufwand der Periode 0,6 0,4 0,7 0,1

Die Plankürzungen werden aufgrund des unwesentlichen Umfangs nicht weiter erläutert.

Im Folgenden ist die Entwicklung des Planvermögens dargestellt.

2018/19 2017/18
Mio. € Mio. €
Planvermögen zu Beginn der Periode 15,2 15,8
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen 2,1 -0,3
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 0,2 0,1
Beiträge 0,3 0,2
Auszahlungen 0,0 -0,6
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,3 0,1
Plankürzungen 0,0 -0,1
Planvermögen am Ende der Periode 18,1 15,2

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens am Ende der Periode entfällt auf folgende Klassen von Vermögenswerten.

2018/19 2017/18
Mio. € Mio. €
Rückdeckungsversicherungen 12,3 10,8
Eigenkapitalinstrumente 1,7 1,3
Schuldinstrumente 1,6 1,2
Immobilien 1,2 0,9
Alternative Vermögenswerte (Private Equity, Hedgefonds, Infrastruktur) 0,6 0,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,3 0,2
Sonstige 0,4 0,1
Planvermögen am Ende der Periode 18,1 15,2

Für das Geschäftsjahr 2019/20 werden Rentenzahlungen in Höhe von 2,3 Mio. € sowie Beiträge zum Planvermögen von 0,5 Mio. € erwartet. Eine Erhöhung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,7 Prozentpunkte hätte eine Minderung des Barwertes der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtung in Höhe von 5,7 Mio. € zur Folge. Im Falle einer Verminderung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,7 Prozentpunkte ergäbe sich eine Erhöhung der Versorgungsverpflichtung in Höhe von 6,8 Mio. €. Eine Erhöhung bzw. eine Verringerung der Annahme bezüglich der erwarteten Rententrends um 0,5 Prozentpunkte hätte bei ansonsten konstanten Annahmen eine Erhöhung von 3,2 Mio. € bzw. eine Verringerung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung von 1,7 Mio. € zur Folge. Der gewichtete Durchschnitt der Durationen aller Verpflichtungen beträgt zum Stichtag 15,5 Jahre.

20 | Rückstellungen

Rückstellungspiegel langfristig - 01.10.2018 - 30.09.2019

Verpflichtungen aus dem Personalbereich Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2018 18,0 14,1 9,8 41,9
Inanspruchnahme -1,9 -0,9 -1,7 -4,5
Auflösung -0,1 -0,1
Zuführung 1,8 5,1 9,8 16,7
Umgliederung in die kurzfristigen Rückstellungen -0,2 -0,2 -0,4
Zinseffekte 0,1 0,1 0,2
30.09.2019 18,0 18,1 17,7 53,8

Rückstellungspiegel langfristig - 01.10.2017 - 30.09.2018

Verpflichtungen aus dem Personalbereich Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2017 11,1 13,3 2,3 26,7
Inanspruchnahme -3,3 -1,6 -1,0 -5,9
Auflösung -0,7 -0,7
Zuführung 2,2 3,1 8,3 13,6
Umgliederung in die kurzfristigen Rückstellungen -0,2 -0,2
Veränderung Konsolidierungskreis 7,9 0,1 0,2 8,2
Zinseffekte 0,1 0,l 0,2
30.09.2018 18,0 14,1 9,8 41,9

Für langfristige Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden in erster Linie Beträge für Dienstaltersentschädigungen in sechs Auslandsgesellschaften und für Jubiläumsverpflichtungen zurückgestellt.

In den Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich sind im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sowie für Mietunterdeckungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Prozesskosten und Prüfungskosten.

Die Zinssätze für die Abzinsung langfristiger Rückstellungen liegen je nach Laufzeit und Land zwischen 0 % und 2 %.

Rückstellungspiegel kurzfristig - 01.10.2018 - 30.09.2019

Verpflichtungen aus dem Personalbereich Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2018 65,7 4,8 32,1 102,6
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 0,3 0,3
Angepasster Stand 01.10.2018 65,7 4,8 32,4 102,9
Inanspruchnahme -60,0 -3,7 -15,4 -79,1
Auflösung -4,6 -0,5 -5,2 -10,3
Zuführung 71,1 0,7 28,9 100,7
Umgliederung aus den langfristigen Rückstellungen 0,2 0,2 0,4
30.09.2019 72,2 1,5 40,9 114,6

Rückstellungspiegel kurzfristig - 01.10.2017 - 30.09.2018

Verpflichtungen aus dem Personalbereich Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2017 75,9 7,8 18,8 102,5
Inanspruchnahme -60,5 -5,0 -5,1 -70,6
Auflösung -9,6 -2,5 -7,2 -19,3
Zuführung 52,6 1,7 8,0 62,3
Umgliederung aus den langfristigen Rückstellungen 0,2 0,0 0,2
Veränderung Konsolidierungskreis 7,3 2,6 17,8 27,7
Währungsumrechnungsdifferenz -0,2 -0,2
30.09.2018 65,7 4,8 32,1 102,6

Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden im Wesentlichen für Prämien, Urlaubsansprüche, Weihnachtsgratifikationen und Abfindungen gebildet.

Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich betreffen vor allem belastende Verträge.

Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für Prozessrisiken und damit im Zusammenhang stehenden Prozesskosten gebildet.

Für die kurzfristigen Rückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme im folgenden Geschäftsjahr gerechnet und mit einem Abfluss von liquiden Mitteln in ausgewiesener Höhe.

21 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Geschäftsvorfälle haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

22 | Finanzielle Verbindlichkeiten

30.09.2019 30.09.2018
Restlaufzeiten Restlaufzeiten
< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Gesamt Mio. € Mio. € Mio. € Gesamt Mio. € Mio. € Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,2 0,2 1.670,0 0,0 1.670,5 0,5 1.670,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,7 0,0 3,7 0,0 3,5 0,2 3,3 0,0
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 27,9 15,2 12,7 0,0 22,1 14,7 7,4 0,0
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente 4,1 2,0 2,1 0,0 6,1 2,0 4,1 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Fremdgesellschaftern 0,6 0,0 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Anleihen 634,4 10,0 624,3 0,0 631,2 10,0 621,2 0,0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 10,1 10,1 0,0 0,0 3,9 3,8 0,1 0,0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 2.350,9 37,5 2.313,5 0,0 2.337,3 31,3 2.306,0 0,0

23 | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

30.09.2019 30.09.2018
Restlaufzeiten Restlaufzeiten
< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre <1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Gesamt Mio. € Mio. € Mio. € Gesamt Mio.€ Mio. € Mio. €
Noch nicht eingelöste Warengutscheine 139,4 139,4 0,0 0,0 134,5 134,5 0,0 0,0
Vertragsverbindlichkeiten (Kundenbindungsprogramme) 33,8 33,8 0,0 0,0 28,2 28,2 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Personalbereich 18,0 18,0 0,0 0,0 19,7 19,7 0,0 0,0
Abgrenzungen Lieferantenboni 5,7 5,7 0,0 0,0 5,3 5,3 0,0 0,0
Abgrenzungen Mietbereich 0,7 0,7 0,0 0,0 1,1 1,1 0,0 0,0
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22,1 13,2 7,6 1,3 19,0 14,0 3,2 1,8
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 219,7 210,8 7,6 1,3 207,9 202,9 3,2 1,8

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Douglas Card Provisionen in Höhe von 5,6 Mio. € (i. Vj. 5,8 Mio. €).

24 | Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand im Konzern im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelbestand zum 30. September 2019 betrug 81,0 Mio. € (i. Vj. 102,9 Mio. €).

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten im Geschäftsjahr 2018/19 198,3 Mio. € (i. Vj. 129,0 Mio. €) generiert werden. Die Zunahme der Rückstellungen um 29,4 Mio. € (i.Vj. Abnahme um 22,9 Mio. €) enthält die Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen, korrigiert um Zugänge aus Unternehmenserwerben, welche in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit ausgewiesen werden. Veränderungen im Working Capital (ohne Verbindlichkeiten aus Investitionen in das Anlagevermögen) von -39,7 Mio. € (i. Vj. -9,1 Mio. €) und Veränderungen von Vermögenswerten und Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Höhe von -5,3 Mio. € (i. Vj.-8,8 Mio. €) zeigen die Veränderung der entsprechenden Positionen, korrigiert um Sachverhalte, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zugeordnet sind.

Das Working Capital der Douglas-Gruppe umfasst den Vorratsbestand, die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich von im Zusammenhang mit Investitionen stehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) die Forderungen aus Werbekostenzuschüssen, aus Verkaufsförderung und aus Lieferantenboni sowie die Verbindlichkeiten aus noch nicht eingelösten Warengutscheinen.

Aus dem Investitionsbereich resultiert im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von 106,4 Mio. € (i. Vj. 389,5 Mio. €), wovon 3,5 Mio. € (i. Vj. 298,3 Mio. €) auf Unternehmenserwerbe entfallen. Aus der Veräußerung des ehemaligen Headquarter Hagen ergab sich ein Mittelzufluss im Investitionsbereich in Höhe von 23,2 Mio. €.

Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betreffen die Akquisition der Niche Beauty. Die zahlungswirksamen Anschaffungskosten von Niche Beauty betrugen 3,5 Mio. €.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 113,6 Mio. € (i. Vj. Zahlungsmittelzufluss von 185,3 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus den Zinszahlungen (im Vorjahr im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Bankdarlehens im Rahmen des SFA in Höhe von 300,0 Mio. €, dazu gegenläufig Zinszahlungen in Höhe von 109,1 Mio. €).

25 | Segmentberichterstattung

Als führende Fachhandelsgruppe in Europa betreibt die Douglas-Gruppe 2.431 Parfümerie-Fachgeschäfte (inklusive Franchisefilialen) sowie eine Vielzahl von Online-Shops in 26 europäischen Ländern, in welchen vor allem Parfümerie-, Kosmetik-, Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel an Endkunden verkauft werden. Das Geschäft wird nach einem Omni-Channel-Ansatz betrieben, über den das Filial- und Onlinegeschäft so verzahnt wird, dass die Kunden aus beiden Kanälen bestmöglich bedient werden können.

Die Identifizierung der Berichtssegmente erfolgt auf Basis der Organisations- und Entscheidungsstruktur und der Inhalte des internen Reportings an den Hauptentscheidungsträger.

Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist die Geschäftsführung der Douglas GmbH, die die Douglas-Gruppe steuert und die auf höchster Ebene die Zuteilung von Ressourcen auf die Geschäftssegmente verantwortet und deren Ertragskraft bewertet und überwacht. Die Geschäftsführung der Douglas GmbH ist gleichzeitig auch die Geschäftsführung der Kirk Beauty One GmbH.

Unterhalb des Hauptentscheidungsträgers wird das operative Geschäft durch Segmentmanager verantwortet, welche ihrerseits an den Hauptentscheidungsträger berichten.

Auf Basis der internen Organisations- und Berichtsstruktur werden die Segmentmanager auf Landesebene eingesetzt, mit der Folge, dass auch die Steuerung und Überwachung durch den Hauptentscheidungsträger auf Landesebene erfolgen.

Die Geschäftssegmente "Deutschland" und "Frankreich" werden, da sie sich deutlich von den übrigen Ländern unterscheiden (Marktposition sowie Marktstrategie, ferner bei Frankreich insbesondere Auftritt unter der Marke "Nocibé"), in der Segmentberichterstattung separat dargestellt (berichtspflichtige Segmente).

Die gegenwärtigen und auch zukünftig erwarteten Rohertrags- und EBITDA-Margen, die Marktposition, die wirtschaftlichen Gegebenheiten, der Kundenkreis, die Vertriebsorganisation, die Lieferantenstruktur und das regulatorische Umfeld der südwesteuropäischen Länder Italien, Spanien, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz sowie Monaco und Andorra einerseits und der osteuropäischen Länder Polen, Ungarn, Tschechien, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Slowakei und Estland andererseits, sind weitgehend homogen. Aus diesem Grund wurden die einzelnen Geschäftssegmente in die Berichtssegmente "Süd-West-Europa" und "Ost-Europa" zusammengefasst.

Parfumdreams und Niche Beauty wurde dem Berichtssegment "Deutschland" zugeordnet. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Parfumdreams und Niche Beauty auf der Landesebene Deutschland gesteuert und überwacht werden und auch den ganz überwiegenden Teil ihrer Umsatzerlöse im Inland erwirtschaftet.

Zum Bilanzstichtag weist die Douglas-Gruppe die berichtspflichtigen Segmente "Deutschland", "Frankreich", "Süd-West-Europa" und "Ost-Europa" auf.

Mit Ausnahme der Bereinigung von solchen Aufwendungen und Erträgen, die nach Auffassung des Managements "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" darstellen, erfolgt die Ermittlung der Segmentergebnisse der operativen Geschäftssegmente- in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der IFRS, wie sie in Nummern 3 bis 5 des Konzernanhangs sowie unter zusätzlicher Berücksichtigung des IFRS 8 dargelegt sind. Verrechnungen zwischen Segmenten erfolgen grundsätzlich zu Preisen, wie sie auch mit fremden Dritten erfolgt wären.

Die bilanzierten Segmentumsätze repräsentieren den Umsatz mit konzernfremden Dritten. Innenumsätze stellen den Umsatz zwischen einzelnen Segmenten dar. Die Zuordnung der Segmentumsätze erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Einheit.

Als Segmentergebnisgröße wird das bereinigte EBITDA gezeigt. Das bereinigte EBITDA dient in der Douglas-Gruppe - neben dem Umsatz - als bedeutsamste finanzielle Steuerungskennzahl, über welche die Segmente beurteilt und die Ressourcenallokation gesteuert wird. Daneben ist das bereinigte EBITDA maßgeblich für die Berechnung der der Kreditfinanzierung zugrundeliegenden Covenants. Zur Ermittlung des bereinigten EBITDA wird das in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung berichtete EBITDA um Effekte bereinigt, die nach Auffassung des Kirk Beauty One Managements nicht regelmäßig wiederkehrend sind und mithin als "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" bezeichnet werden. Ferner werden die im berichteten EBITDA enthaltenen Kreditkartengebühren als Finanzaufwendungen klassifiziert und in das Finanzergebnis umgegliedert.

Als Segmentvermögen werden dem Hauptentscheidungsträger im Rahmen der monatlichen Berichterstattung lediglich die Vorratsbestände der einzelnen Segmente gemeldet. Segmentvorräte umfassen bezogene Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und geleistete Anzahlungen auf Vorräte.

Segmentinvestitionen beziehen sich auf Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Die im Rahmen der segmentübergreifenden Angaben dargestellten langfristigen Vermögenswerte umfassen alle im In- bzw. Ausland befindlichen langfristigen Vermögenswerte mit Ausnahme der langfristigen Steuerpositionen. Segmentschulden werden dem Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig berichtet.

Langfristige Vermögenswerte

30.09.2019 30.09.2018
Mio. € Mio. €
Deutschland 1.868,0 1.697,1
Ausland 1.342,2 1.360,3
Summe 3.210,2 3.057,4

Zu den immateriellen Vermögenswerten verweisen wir auf Anhangangabe Nr.11 "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen".

Überleitung Segmentergebnis

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
EBITDA 282,5 201,7
Purchase Price Allocation (PPA) 5,3 11,7
Restrukturierungskosten und Abfindungen 12,1 15,3
Wertminderung von Vorräten 21,8 87,0
Beratungsaufwendungen 12,7 22,3
Kreditkartengebühren 14,8 11,3
Sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte 1,7 27,1
Summe Bereinigungen 68,4 174,7
Bereinigtes EBITDA 350,9 376,4
Abschreibungen -136,6 -373,3
Außerplanmäßige Abschreibungen zzgl. von Wertminderungen auf Vermögens-werte des Umlaufvermögens 13,9 216,8
Bereinigtes EBIT 228,3 219,9
Finanzergebnis -65,5 -91,6
Effekte aus der Bewertung von Finanzinstrumenten und Kreditkartenprovisionen -23,3 -0,9
Bereinigtes EBT 139,5 127,5
Ertragsteuern -63,3 -27,0
Ertragsteuern auf Bereinigungen -18,9 -54,2
Bereinigter Gewinn (+) oder Verlust (-) 57,3 46,3

Den in der Tabelle "Überleitung Segmentergebnis" dargestellten Bereinigungs-Kategorien "PPA", "Restrukturierung und Abfindung" "Wertminderung von Vorräten", "Beratungsaufwendungen", "Kreditkartengebühren" und "Sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" sind im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte zugeordnet.

Purchase Price Allokation (PPA): Ergebniswirksame EBITDA-Effekte aus der Amortisation von im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben aufgedeckten stillen Reserven

Restrukturierungskosten und Abfindungen: Abfindungen und Lohnfortzahlungen unabhängig von der Neubesetzung der Stelle

Wertminderung von Vorräten: Im Zusammenhang mit dem Rebranding unseres Markenauftritts und einhergehend der Sortimentserneuerung unserer eigenen Marken (i. Vj. auch: Restrukturierung und Integration der Akquisitionen in Spanien und Italien)

Beratungsaufwendungen: Im Zusammenhang mit Strategieprojekten, Akquisitionen und Finanzierungen

Kreditkartengebühren: Die aus dem Einsatz von Kreditkarten resultierenden Provisionen sind als Finanzaufwand klassifiziert

Sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte: Im Wesentlichen Ertrag aus der Veräußerung der Immobilie ehemaliges Headquarter Hagen (10,3 Mio. €, i. Vj. 0,0 Mio. €), Integrations- und Reorganisationskosten, (5,6 Mio. €, i. Vj. 7,4 Mio. €) sowie Rechtsstreitigkeiten (4,8 Mio. €, i. Vj. 0,2 Mio. €).

Darüber hinaus werden die auf Segmentebene vorgenommenen Verrechnungen von internen Lizenzkosten und ähnlichen Kosten, die aus dem Segment Deutschland an die Segmente Süd-West- und Ost-Europa belastet werden, für die Darstellung des Segment-EBITDAs und des bereinigten Segment-EBITDAs nicht berücksichtigt, da dies der internen Steuerungslogik entspricht.

Für die Herleitung des bereinigten Gewinns oder Verlusts der Periode werden Effekte aus außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen und Wertminderungen von Forderungen und Bewertungseffekte innerhalb des Finanzergebnisses adjustiert. Gleiches gilt für auf diese Bereinigungen entfallende Steuereffekte. Der Berechnung wird unverändert zum Vorjahr eine Steuerquote von 32 % zugrunde gelegt.

26 | Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen stellen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente zum Stichtag dar. Es erfolgt eine Einordnung in die Kategorien gemäß IFRS 9 13 (im Vorjahr gemäß IAS 39 14) sowie in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie, welche die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Daten nach ihrer Marktnähe gliedert.

Finanzinstrumente kategorisiert nach IFRS 9 zum 30.09.2019

Nettobuchwert Kategorie (Fortgeführte) Anschaffungskosten FairValue erfolgswirksam Fair Value erfolgsneutral Fair Value Level
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Vermögenswerte
Forderungen gegen Gesellschafter 562,4 AC 562,4 562,4 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45,7 AC 45,7 45,7 2
Derivative Finanzinstrumente 0,0 FVtPL 0,0 0,0 2
Beteiligungen 5,3 FVtPL 5,3 5,3 2
Sonstige finanzielle Forderungen 157,5 AC 157,5 157,5 2
Verbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente 4,1 OfL 4,1 4,1 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 487,0 OfL 487,0 487,0 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,2 OfL 1.670,2 1.670,2 2
Gesicherte Anleiheverbindlichkeiten 299,5 OfL 299,5 300,3 1
Ungesicherte Anleiheverbindlichkeiten 334,9 OfL 334,9 264,7 1
Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,7 OfL 3,7 2
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 12,9 FVtPL 12,9 2
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 15,0 FVtPL 15,0 3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10,7 OfL 10,7 10,7 2

13 Verwendete Abkürzungen für die Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9
AC- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet;
OfL - sonstige finanzielle Verbindlichkeit;
FVtPL- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
14 Verwendete Abkürzungen für die Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39
KuF - Kredite und Forderungen
zHg - zu Handelszwecken gehalten
zVv - zur Veräußerung verfügbar
sfV - sonstige finanzielle Verbindlichkeit
FVtPL - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Finanzinstrumente kategorisiert nach IAS 39 zum 30.09.2018

Nettobuchwert Kategorie (Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Fair Value erfolgsneutral Fair Value Level
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Vermögenswerte
Forderungen gegen Gesellschafter 578,4 KuF 578,4 578,4 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47,2 KuF 47,2 47,2 2
Derivative Finanzinstrumente 1,2 zHg 1,2 1,2 2
Beteiligungen 5,4 zVv 5,4
Sonstige finanzielle Forderungen 167,2 KuF 167,2 167,2 2
Verbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente 6,1 OfL 6,1 6,1 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 565,5 OfL 565,5 565,5 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,5 OfL 1.670,5 1.670,5 2
Gesicherte Anleiheverbindlichkeiten 297,9 OfL 297,9 247,5 1
Ungesicherte Anleiheverbindlichkeiten 333,2 OfL 333,2 192,6 1
Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,5 OfL 3,5 2
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 7,4 FVtPL 7,4 2
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 14,7 FVtPL 14,7 3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3,9 OfL 3,9 3,9 2

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Anleiheverbindlichkeit beruht auf quotierten Marktpreisen an aktiven Märkten (Level 1).

Für die als derivative Finanzinstrumente unter den Vermögenswerten dargestellten Zinscaps wird eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis der am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven vorgenommen (Level 2).

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der LLG Gruppe hat sich Douglas zur Zahlung einer zusätzlichen bedingten Kaufpreistranche verpflichtet, sofern innerhalb von 18 Monaten nach Erwerbszeitpunkt bestimmte zwischen den Vertragsparteien definierte Ziele erreicht und Synergien erzielt werden können. Hierbei handelt es sich zum einen um die Schließung bestimmter Filialen sowie des Zentrallagers und zum anderen um die Erreichung von ergebnisrelevanten Synergieeffekten. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert nach Level 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Konkret erfolgte die Bewertung auf Basis des Erwartungswerts, wobei die Erwartungen des Managements im Hinblick auf die Zielerreichung durch die Verwendung einer Standardabweichung objektiviert wurden. Inputfaktoren waren vor allem die Anzahl der erwarteten Filialschließungen und die Höhe der zu erzielenden Synergien. Bei einer Bandbreite zwischen 5,0 Mio. € und 15,0 Mio. € wurde der Verpflichtung zum Erwerbsstichtag ein Wert von 10,6 Mio. €. beigemessen. Zum 30. September 2019 wurden alle Bedingungen erfüllt. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 15,0 Mio. €. Das bis zum 30. September 2019 erreichte Maß der Bedingungen wird zu einer Kaufpreiszahlung in Höhe von 15,0 Mio. € führen. Insofern ergibt sich keine Sensibilität des beizulegenden Zeitwerts.

Die mit dem Erwerb der verbliebenen 49% der Anteile an der Niche-Beauty.COM GmbH verbundene bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,2 Mio. € als Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern zum Stichtag passiviert. Die noch ausstehenden 49 % der Anteile wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 und unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der zweiten Kaufpreistranche erworben. Der Kaufpreis der 49% der Anteile bestimmt sich auch nach dem Erreichen bestimmter wirtschaftlicher Leistungsindikatoren. Die Untergrenze beträgt 3,5 Mio. €, die Obergrenze 6,0 Mio. €. Der Erwartungswert wurde anhand einer Gleichverteilung der Leistungsindikatoren innerhalb einer Bandbreite um den angestrebten Zielerreichungsgrad bestimmt. Der Erwartungswert wurde mit einem Zins von 1,5% diskontiert. Die Sensibilität des beizulegenden Zeitwertes liegt zwischen der Untergrenze von 3,5 Mio. € und der Obergrenze in Höhe von 6,0 Mio. €.

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeit den Buchwerten. Auch bei den Forderungen gegen die Gesellschafterin Kirk Beauty Two GmbH ist der Buchwert identisch mit dem beizulegenden Zeitwert, da die Verzinsung nach Maßgabe marktüblicher Bedingungen ausgehandelt worden ist. Seither hat sich das Marktzinsniveau geringfügig geändert. Dementgegen hat sich das Kreditrisiko erhöht. Da das Kreditrisiko bis zur Endfälligkeit bereits im Buchwert berücksichtigt wird, entspricht der beizulegende Zeitwert weiterhin nahezu dem Buchwert.

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich grundsätzlich aus den vertraglich zulässigen erwarteten Zahlungsströmen, welche kreditrisikoadjustiert diskontiert werden. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts aus dem syndizierten Konsortialkredit ergibt sich eine vertragsspezifische Besonderheit. Neben dem variablen EURIBOR-Basiszins erfolgen auch bezüglich der Kreditmarge regelmäßige Anpassungen in einem vertraglich festgelegten Rahmen. Die Kreditmarge wird quartalsweise in Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Unternehmenskennzahlen gemäß den Bedingungen des Kreditvertrages neu eingeschätzt. Den Anpassungen liegen Kennzahlen zugrunde, die das Konsortium auch bei der Beurteilung des Kreditrisikos einbeziehen würde. Daher entsprechen die Zinserwartungen zum Stichtag weitgehend der Einschätzung für einen fairen Kreditzins. Da zum Stichtag keine Zinsabgrenzung besteht, weicht der beizulegende Zeitwert nur unwesentlich vom Nominalwert der Schuld ab.

Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen Finanzinstrumente werden anhand der Barwerte vertraglich bestimmter Zahlungen unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinsstrukturkurven ermittelt.

Beteiligungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Stichtag ist eine Veräußerung nicht geplant.

27 | Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Das Finanzmanagement der Kirk Beauty One GmbH ist für die Finanzierung des Konzerns verantwortlich und unterstützt die Entscheidungsträger der in- und ausländischen Konzerngesellschaften bei allen finanzwirtschaftlichen Fragestellungen.

Die für den Konzern relevanten finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Ausfallrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden adäquat durch das Finanzmanagement der Kirk Beauty One GmbH gesteuert und überwacht.

Liquiditätsrisiko

Grundsätzlich stehen dem Konzern verschiedene Quellen zur Finanzierung des operativen Geschäftes, der Investitionen und möglicher Akquisitionen zur Verfügung. Hierzu zählen die bestehenden liquiden Mittel, der operative Cashflow sowie Bankkredite und Anleihen.

Alle inländischen Tochtergesellschaften sowie die wesentlichen ausländischen Tochtergesellschaften sind in ein Cash-Management-System (Cash Pooling) eingebunden. Durch die Zusammenfassung der Finanzvolumina werden kurzfristige Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Dies trägt zu einer Reduzierung des Fremdfinanzvolumens und einer Optimierung der Geldanlagen bei und hat somit positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis des Konzerns.

Mit Stand zum Bilanzstichtag umfassen die Finanzierungsvereinbarungen insgesamt 2.505,0 Mio. € und setzen sich wie folgt zusammen.

300,0 Mio. € besicherte Anleihen sowie 335,0 Mio. € unbesicherte Anleihen

1.670,0 Mio. € Senior Facility Vereinbarung (sog. "Term Loan B Facility") die sich aus einer "Term Loan Facility Bl" in Höhe von 1.370,0 Mio. € und einer "Term Loan Facility B2" in Höhe von 300,0 Mio. € zusammensetzt und

200,0 Mio. € revolvierende Kreditfazilität (sog. Revolving Credit Facility - RCF).

Die besicherten Anleihen werden mit einem Zinssatz von 6,25 % und die unbesicherten Anleihen mit 8,75 % verzinst. Die Verzinsung der "Term Loan Facility B1" in Höhe von 1.370,0 Mio. € basiert auf dem EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3,5 %. Für die "Term Loan Facility B2" in Höhe von 300,0 Mio. € wurde EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3,25 % vereinbart. Die Senior Facility Vereinbarung enthält einen Zinsfloor in Höhe von 0,0 % (i. Vj. 0,0 %).

Die Senior Facility Vereinbarung hat eine Laufzeit bis August 2022 und die revolvierende Kreditfazilität hat eine Laufzeit bis Februar 2022. Die besicherte Anleihe hat eine Laufzeit bis Juli 2022 und die unbesicherte Anleihe eine Laufzeit bis Juli 2023.

Für die besicherte Anleihe sowie die Senior Facility Vereinbarung wurden Sicherheiten gestellt. Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten verpfändet: Bankguthaben, Anteile an bestimmten Konzernunternehmen und konzerninterne Forderungskonten sowie Vermögenswerte aus Zinscap Vereinbarungen.

Bei einem Ausfallereignis seitens des Kreditnehmers haben die Darlehensgeber die Möglichkeit, einen vertraglich definierten Prozess anzustoßen, der eine sofortige Fälligkeit der Verbindlichkeit und die Inanspruchnahme der verpfändeten Vermögenswerte zum Ziel hat.

Kreditverbindlichkeiten (ohne Kontokorrent und syndizierter Kreditlinie)

30.09.2019 30.09.2018
Nominalwert Buchwert Nominalwert Buchwert
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Gesicherte Anleihe 300,0 299,5 300,0 297,9
Ungesicherte Anleihe 335,0 334,9 335,0 333,2
Darlehensverbindlichkeit B 1.670,0 1.670,0 1.670,0 1.670,3
Summe 2.305,0 2.304,4 2.305,0 2.301,5

Der Konzern hat darüber hinaus über eine revolvierende Kreditfazilität Zugang zu 200,0 Mio. €, welche zum Bilanzstichtag lediglich für Mietavale in Höhe von 13,8 Mio. € eingeschränkt wurde (i. Vj. 7,8 Mio. €). Des Weiteren stehen einzelnen Konzerngesellschaften bilaterale Kontokorrentkreditlinien zu, von denen zum Bilanzstichtag keine (i. Vj. 0,0 Mio. €) genutzt wurden.

Kirk Beauty One GmbH und ihre Tochtergesellschaften müssen neben anderen Pflichten bestimmte finanzielle Kennzahlen einhalten, wenn 40,0% der revolvierenden Kreditfazilität in Anspruch genommen worden sind. Die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 13,8 Mio. € für Mietavale zum Bilanzstichtag hat für die Einhaltung der im Kreditvertrag vereinbarten finanziellen Kennzahlen keine Auswirkung. Demnach ist die Einhaltung dieser kreditvertraglich vereinbarten finanziellen Kennzahlen zum 30. September 2019 nicht einschlägig.

Darüber hinaus müssen weitere qualitative Covenants eingehalten werden. Bei einem Verstoß gegen diese Verpflichtungen sind die Kreditgeber unter anderem dazu berechtigt, die Kreditverträge mit sofortiger Wirkung zu kündigen und die ihnen gewährten Sicherheiten in Anspruch zu nehmen. Die qualitativen Covenants wurden zum Stichtag vollumfänglich eingehalten.

In Anbetracht der hohen Verschuldungsquote ergibt sich bezüglich der beschriebenen Arten von Fremdfinanzierung zum Stichtag eine Risikokonzentration, welche durch das Management mit besonderer Sorgfalt überwacht wird. Eine vollständige Tilgung ist aus den erwirtschafteten Mitteln nur über einen sehr langen Zeitraum möglich. Es wird erwartet, dass eine (Teil-)Tilgung im Rahmen eines Verkaufs oder Börsengangs erfolgen wird. Alternativ könnte bis zum Jahr 2022 eine Refinanzierung erfolgen. Der dann zu erwartende Zinssatz hängt vom dann zu beobachtenden Zinsumfeld sowie Leverage und Rating ab. In Anbetracht der Planwerte für relevante Kennzahlen erwartet das Management für die kommenden Jahre ein unverändertes Rating.

Buchwert Zahlungswirksam in einem Zeitraum < 30 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 30 - 90 Tagen
Mio. € Mio. € Mio. €
30.09.2019 Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,2 0,3 15,8
Anleihen 634,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 487,0 217,1 216,6
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,7
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 27,9 15,0
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente 4,1 0,5
Sonstige Finanzinstrumente 10,7 10,1
Zahlungswirksam in einem Zeitraum > 90 < 360 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 1 bis 5 Jahren
Mio. € Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63,4 1.670,0 115,1
Anleihen 48,1 635,0 116,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53,2
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,7
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 12,9
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente 1,5 2,1
Sonstige Finanzinstrumente 0,6
Zahlungswirksam in einem Zeitraum nach mehr als 5 Jahren
Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Anleihen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente
Sonstige Finanzinstrumente
Buchwert Zahlungswirksam in einem Zeitraum < 30 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 30 - 90 Tagen
Mio. € Mio. € Mio. €
30.09.2018 Tilgungs anteil Zinsanteil Tilgungs anteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,5 0,3 15,3
Anleihen 631,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 565,5 301,4 216,6
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,5 0,2
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 22,1
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente 6,1 0,5
Zahlungswirksam in einem Zeitraum > 90 < 360 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 1 bis 5 Jahren
Mio. € Mio. €
Tilgungs anteil Zinsanteil Tilgungs anteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 61,6 1.670,0 195,3
Anleihen 48,1 635,0 164,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47,6
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen 3,3
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 14,7 7,4
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente 1,5 4,1
Zahlungswirksam in einem Zeitraum nach mehr als 5 Jahren
Mio. €
Tilgungs anteil Zinsanteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Anleihen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Minderheitenoptionen
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Kaufpreisverbindlichkeit
Derivative Finanzinstrumente

Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Zahlungen für künftige Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag noch nicht bestanden, wurden nicht berücksichtigt. Variable Zinszahlungen wurden unter Zugrundelegung der zum Bilanzstichtag bekannten Zinssätze ermittelt. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Zeitraster zugeordnet. Fremdwährungsbeträge wurden mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken entstehen durch Schwankungen der Zinssätze an Kapitalmärkten. Die Finanzierungsvereinbarung des Senior Facility Agreements basiert grundsätzlich auf dem EURIBOR und unterliegt damit dem Zinsänderungsrisiko. Darüber hinaus beinhaltet die Senior Facility Vereinbarung über 1.670 Mio. € einen Zinsfloor von 0,0%. Um das Risiko von Zahlungsstromschwankungen aus Zinssatzänderungen dieser variabel finanzierten Darlehen zu verringern, wurden Zinssicherungsvereinbarungen abgeschlossen.

Die zur Reduzierung des Zinsrisikos eingesetzten Zinscaps sichern ein Nominalvolumen von 1.100,0 Mio. €. Die Zinscaps reduzieren das Risiko eines EURIBOR Anstiegs auf maximal 1,0 %. Die daraus resultierenden Zahlungsmittelströme können das Zinsergebnis im Zeitraum 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2021 beeinflussen. Die Senior Facility Vereinbarung beinhaltet einen Zinsfloor bei 0,0% EURIBOR. Die Zahlungsströme aus dieser Vereinbarung beeinflussen das Zinsergebnis bis zum 13. August 2022.

30.09.2019 30.09.2018
Bezugsbetrag Fair values: Finanzieller Vermögenswert Bezugsbetrag Fair values: Finanzieller Vermögenswert
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Zinscaps 1.100,0 0,0 1.100,0 1,2
außerhalb eines Sicherungszusammenhangs 1.100,0 0,0 1.100,0 1,2

Um das Zinsrisiko zu quantifizieren, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Gegenstand dieser Analyse war die Senior Facility Vereinbarung, deren Verzinsung auf dem EURIBOR beruht, soweit diese nicht durch Zinssicherungsmaßnahmen abgesichert ist. Eine relative Erhöhung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde sich auf den Zinsaufwand mit annährend 10,2 Mio. € auswirken.

Währungsrisiko

Die operativen Gesellschaften des Kirk Beauty One Konzerns wickeln ihre Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Das Fremdwährungsrisiko im Konzern wird als gering eingestuft, da im Geschäftsjahr 2018/19, unverändert zum Vorjahr, 91 % der Konzernumsätze in Euro erwirtschaftet wurden und die Wareneinkäufe fast ausschließlich in Euro erfolgten. Differenzen aus der Umrechnung von in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüssen in Konzernwährung zur Erstellung des Konzernabschlusses beeinflussen das Währungsrisiko nicht.

Entsprechend der Vorschriften des IFRS 7 wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse wurden die Effekte aus Fremdwährungsposten, die gemäß IAS 21 erfolgswirksam zum Stichtagskurs bewertet wurden, berücksichtigt.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wurden die ergebniswirksamen Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Finanzinstrumente, die auf Fremdwährung lauten und nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Fremdwährungssicherungsgeschäften designiert sind, ermittelt. Hieraus ergeben sich für den Kirk Beauty One Konzern sowohl bei einer Aufwertung als auch bei einer Abwertung des Euro um 5 % Risiken - einzeln und insgesamt - von unter 100 tausend Euro.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus sämtlichen im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerten wie bspw. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen Geldanlagen bei Bankpartnern sowie Derivaten mit positivem Marktwert. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.

Durch die verstärkte Fokussierung auf den Vertriebsweg E-Commerce sind die Gesellschaften des Kirk Beauty One Konzerns mit dem Risiko des Forderungsausfalls als systemimmanentem Risiko des Versandhandels konfrontiert. Vor diesem Hintergrund betreiben die Gesellschaften ein effektives und ständiger Optimierung unterliegendes Debitorenmanagement, einschließlich eines konsequenten Mahnwesens.

Durch den Ausfall eines Bankenpartners, insbesondere durch Zahlungsunfähigkeit im Rahmen von Geldanlagen oder bei positiven Marktwerten aus Derivaten, kann ein Ausfallrisiko entstehen. Diesem Risiko begegnet der Kirk Beauty One Konzern, indem Geschäftsabschlüsse sowohl von Geldanlagen als auch von Finanzinstrumenten ausschließlich mit erstklassigen Banken erfolgen. Gleichzeitig wird das Volumen auf mehrere Kontrahenten verteilt, um Konzentrationsrisiken zu vermeiden. Größere Geldanlagen werden wegen der weltwirtschaftlich schwierigen Lage möglichst vermieden bzw. nur mit erstklassigen deutschen Banken abgeschlossen.

Kapitalmanagement

Gegenstand des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital gemäß IFRS. Ziel des Kapitalmanagements des Kirk Beauty One Konzerns ist es, sicherzustellen, dass der Konzern weiterhin seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und dass die finanziellen Kennzahlen (Covenants) aus den Konsortialkrediten eingehalten werden. Darüber hinaus ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes Ziel des Kapitalmanagements. Als Nebenbedingung des Kapitalmanagements wird darauf abgezielt, dass alle Konzerngesellschaften entsprechend den lokalen Erfordernissen mit Eigenkapital ausgestattet sind, so dass externe Kapitalanforderungen im zurückliegenden Geschäftsjahr stets erfüllt worden sind. Dies soll durch eine stetige Verbesserung des Cashflows und des EBITDA erreicht werden.

30.09.2019 30.09.2018
Mio. € Mio. €
Eigenkapital 859,1 896,9
Schulden 3.523,9 3.551,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.670,2 1.670,5
Anleihen 634,4 631,2
Liquide Mittel 81,0 102,9
Nettoverschuldung 2.223,5 2.198,8

Die Nettoverschuldung definiert sich als Summe von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen abzüglich der liquiden Mittel.

28 | Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern

Gegenüber den Minderheitsgesellschaftern einer Tochtergesellschaft in Bulgarien besteht die Verpflichtung, deren Anteile zu erwerben, sobald diese von den Minderheitsgesellschaftern angedient werden. Zudem besteht bei einer Personenhandelsgesellschaft mit Sitz in Deutschland ein Kündigungsrecht mit der Konsequenz, dass im Falle der Kündigung an die Minderheitsgesellschafter eine Abfindung in Höhe des Zeitwertes zu zahlen ist. Zum Bilanzstichtag ergibt sich hieraus eine Verpflichtung in Höhe von 3,6 Mio. € (i. Vj. 3,5 Mio. €).

Die im Rahmen des Erwerbs der Limoni und La Gardenia Gruppe vereinbarte bedingte Kaufpreisverbindlichkeit für die Anteile an der Profumerie Douglas S.p.A. gegenüber der Muttergesellschaft der verkaufenden Gesellschaften, der Orlando Italy S.r.l., wird mit ihrem Fair Value von 15,0 Mio. € (i. Vj. 14,7 Mio. €). ebenfalls als Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern zum Stichtag passiviert.

Des Weiteren wird der Fair Value der Mindestkaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb der verbliebenen Minderheitenanteile an der Parfümerie AKZENTE GmbH in Höhe von 7,6 Mio. € (i. Vj. 7,4 Mio. €) als Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaften ausgewiesen.

Die mit dem Erwerb der verbliebenen 49% Anteile an der Niche-Beauty.COM GmbH verbundene bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,2 Mio. € als Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern zum Stichtag passiviert.

29 | Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo für genehmigte Investitionen in Sachanlagen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 30,8 Mio. € (i. Vj. 28,4 Mio. €).

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Angestellte 21.708 21.487
Auszubildende 552 666
Summe 22.260 22.153

Die Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden die Geschäfte der Konzernmuttergesellschaft, Kirk Beauty One GmbH, durch Tina Müller (Chief Executive Officer), Michael Rauch (Chief Financial Officer, bis zum 16. Mai 2019), Bobby Rajan (Chief Financial Officer, ab dem 17. Mai 2019 bis zum 29. August 2019) und Matthias Born (Chief Financial Officer, ab dem 29. August 2019) geführt.

Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Kirk Beauty One Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen aus abgeschlossenen Liefer- und Leistungsbeziehungen.

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Erbrachte Lieferungen und Leistungen
Gesellschafter (ausschließlich Zinsen) 45,0 31,3
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 0,0 0,0
Sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 0,0 0,0
davon an assoziierte Unternehmen 0,0 0,0
Summe 45,0 31,3
Erhaltene Lieferungen und Leistungen
Gesellschafter 0,0 0,0
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 0,0 0,0
Sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 7,6 6,2
Summe 7,6 6,2

Gesellschafterin der Kirk Beauty One GmbH ist die Kirk Beauty Two GmbH. Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die oberste Muttergesellschaft ist die Kirk Beauty S.à r.L, Luxemburg.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Kirk Beauty One GmbH und der Kirk Beauty Two GmbH im Rahmen der Errichtung einer körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft geschlossen. Aus dem handelsrechtlichen Einzelabschluss der Kirk Beauty One GmbH ergibt sich für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 2,8 Mio. € (i. Vj. 90,4 Mio. €), welcher von der Kirk Beauty Two GmbH ausgeglichen wird. Zum Bilanzstichtag besteht ein mündlicher körperschaftsteuerlicher Umlagevertrag. Im Geschäftsjahr 2018/19 betrug die körperschaftsteuerliche Umlage 8,0 Mio. € (i. Vj. 4,5 Mio. €).

Die Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen/Personen betragen zum Bilanzstichtag 562,4 Mio. € (i. Vj. 578,3 Mio. €), die entsprechenden Verbindlichkeiten betragen 5,8 Mio. € (i. Vj. 0,1 Mio. €). Die Forderungen resultieren aus zur Befriedigung in Gesellschafterdarlehen gewandelten Verlustausgleichsansprüchen gegenüber der Kirk Beauty Two GmbH sowie Cash Pooling Transaktionen und weisen zum Stichtag eine Wertminderung nach IFRS 9 in Höhe von 63,3 Mio. € auf.

Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführung des Kirk Beauty One Konzerns beliefen sich für das Geschäftsjahr 2018/19 insgesamt auf 2,8 Mio. € (i. Vj. 2,8 Mio. €). In den Gesamtbezügen ist die anteilsbasierte Vergütung mit dem beizulegenden Zeitwert bei Gewährung in Höhe von 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €) enthalten. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betragen 1,2 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €). Pensionsverpflichtungen (DBO) gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen bestehen zum 30. September 2019 in Höhe von 21,9 Mio. € (i. Vj. 18,8 Mio. €).

Der Aufwand für kurzfristig fällige Leistungen an Personen in Schlüsselpositionen, zu denen die Mitglieder der Geschäftsführung des Kirk Beauty One Konzerns und des Aufsichtsrats der Douglas GmbH zählen, beläuft sich auf 3,0 Mio. € (i. Vj. 3,0 Mio. €), davon für den Aufsichtsrat auf 0,2 Mio. € (i. Vj. 0,2 Mio. €). Der Aufwand für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Personen in Schlüsselpositionen beträgt 0,2 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €). Nach Maßgabe des IFRS 2 wurde ein Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungen an Personen in Schlüsselpositionen von 0,0 Mio. € (i. Vj. 0;0 Mio. €) ermittelt.

Anteilsbasierte Vergütungen

Für Personen in Schlüsselpositionen und weitere leitende Mitarbeiter der Gruppe wurde in einer Managementbeteiligungsgesellschaft als Gesellschafterin der Kirk Beauty International S.A., einer Gesellschaft oberhalb des Konzernkreises der Kirk Beauty One GmbH, ein Managementbeteiligungsprogramm aufgesetzt. Über das Managementbeteiligungsprogramm wird es der Geschäftsführung und weiteren Führungskräften ermöglicht, in die Douglas-Gruppe zu investieren und im Falle eines Exits der gegenwärtigen Hauptgesellschafter (durch Verkauf oder IPO) an der bis dahin zu erwartenden Wertsteigerung zu partizipieren. Das Managementbeteiligungsprogramm räumt den Teilnehmern die Möglichkeit ein, über eine vorgegebene Struktur mittelbar Anteile an der Kirk Beauty International S.A. zu erwerben. Die Investition der Teilnehmer beteiligt diese mittelbar an den Rückflüssen und der Wertentwicklung eines definierten Portfolios, bestehend aus einfachen Anteilen (Ordinary Shares), Vorzugsanteilen (Preferred Shares) und vorzugsberechtigten verzinslichen Eigenkapitalinstrumenten (PECs). Die Preferred Shares und die PECs sind mit definierten Verzinsungen auf das eingesetzte Kapital ausgestattet. PECs sind vorrangig zu Preferred Shares und diese wiederum vorrangig zu Ordinary Shares zu bedienen.

Da die Gesellschaften des Kirk Beauty One Konzerns nicht verpflichtet sind, den Ausgleich der anteilsbasierten Vergütung selbst vorzunehmen, handelt es sich gem. IFRS 2.43B (b) um eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die Kaufpreise für die Übertragung von Anteilen an die Teilnehmer des Managementbeteiligungsprogramms, die bei Auflage des Programms beigetreten sind, wurden unter Berücksichtigung des Kaufpreises der ehemaligen Beauty Holding Gruppe (nunmehr Kirk Beauty One Gruppe) zum 13. August 2015 ermittelt. Die Kaufpreise der Anteile für die Teilnehmer, die später zu dem Programm beigetreten sind, wurden nach dem jeweils auf Grund einer Mark-to-Market-Bewertung der Unternehmensgruppe (auf Basis der aktualisierten Unternehmensplanung und aus Marktdaten abgeleiteten Multiples) ermittelten Wert des Portfolios bestimmt. Bei der Bewertung der Preferred Shares und PECs wird der zum Beitrittsdatum (Tag der Gewährung) fortgeschriebene Betrag der vertraglich festgelegten und kumulierten Verzinsung bzw. Vorzugsdividende berücksichtigt.

Die Teilnehmer können die von ihnen erworbenen Anteile nur an Kirk Beauty Investments S.A. veräußern. Scheidet ein Teilnehmer aus, so ist Kirk Beauty Investments S.A. berechtigt, dessen Anteile zurück zu erwerben (Call-Option).

Die Teilnehmer erhalten im Falle von vorzeitigen Anteilsveräußerungen oder im Falle eines Ausscheidens aus dem Kirk Beauty One Konzern als "Good Leaver" Auszahlungen für einen vertraglich festgelegten Anteil des Portfolios, der bis zu dem Austrittsdatum jeweils ausübbar ist, den höheren Wert des aktuellen Marktwerts der Anteile oder des Kaufpreises abzüglich zwischenzeitlich erhaltener Rückerstattungen. Für den nicht ausübbaren Teil erhält der "Good Leaver" den geringeren Betrag aus dem aktuellen Marktwert und dem Kaufpreis abzüglich zwischenzeitlich erhaltener Rückerstattungen. Fünf Jahre nach dem festgelegten Beitrittsdatum erhält der "Good Leaver" bei Austritt 100 % des Marktwertes des jeweiligen Portfolios. Bei Ausscheiden als "Bad Leaver" erhält der Mitarbeiter jeweils den geringeren Betrag aus dem aktuellen Marktwert und dem Kaufpreis zurück.

Das Programm sieht vor, dass nach einem definierten Exit Event (wozu ein Börsengang oder eine ähnliche Transaktion gehören kann, bei der alle oder substanziell alle Vermögenswerte der Gruppe veräußert werden, so dass die derzeitigen Investoren weniger als 50 Prozent der Anteile behalten) aus dem Veräußerungserlös nach Abzug der Kosten die genannten Instrumente unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verzinsungen in der Reihenfolge PECs, Preferred Shares und zuletzt Ordinary Shares bedient werden. Die Investoren sind zur Mitwirkung an einem Exit Event verpflichtet und partizipieren entsprechend des von ihnen gehaltenen Portfolios anteilig an dem Veräußerungserlös.

Um den Periodenaufwand im Sinne von IFRS 2 zu bestimmen, wurden die zu zahlenden Kaufpreise der Teilnehmer den beizulegenden Zeitwerten der Anteilsklassen zum jeweiligen Eintrittsdatum (Tag der Gewährung) gegenübergestellt. Ergibt sich daraus, dass die Mitarbeiter die Anteile zu einem geringeren Wert als dem beizulegenden Zeitwert erworben haben, wird in Höhe der Differenz der beizulegende Zeitwert des an den Mitarbeiter gewährten Vorteils aus der Gewährung des Instruments ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Instrumente wurden mittels Discounted Cashflow Bewertungen der Kirk Beauty One Gruppe auf Basis der zu den Eintrittsdaten gültigen Businessplänen (unter Berücksichtigung der saisonalen Entwicklung des Working Capital und der Veränderung der Nettoverschuldung) bestimmt. Die Kapitalkostenparameter wurden quartalsweise abgeleitet und beinhalteten den nach der Svensson-Methode ermittelten risikolosen Zins, der relevanten Marktrisikoprämie, den auf Basis der verwendeten Peer-Group abgeleiteten durchschnittlichen unverschuldeten Betafaktor und Verschuldungsgrad sowie einen ländergewichteten Steuersatz. Außerdem wurden eine gewichtete Länderrisikoprämie nach Damodaran und ein Credit Spread zwischen einer zehn Jahre laufenden Deutschen Bundesanleihe und einer mit Hilfe eines synthetischen Ratings der Kirk Beauty One Gruppe ermittelten Anleihe berücksichtigt.

Der resultierende Unternehmenswert wurde anhand mehrerer Black-Scholes Modelle auf die unterschiedlichen Anteilsklassen und die PECs allokiert, wobei jeweils die nominalen Werte der PECs und der Preferred Shares, welche die zum Beitrittsdatum fortgeschriebenen Beträge der vertraglich festgelegten und kumulierten Verzinsung bzw. Vorzugsdividende sowie etwaige Rückkaufprogramme berücksichtigen, als Optionspreise für die Bewertung der Anteilsgattungen nach der Black-Scholes Methode herangezogen worden sind. Die Black-Scholes Modelle wurden jeweils mit denselben Annahmen bezüglich der risikofreien Verzinsung, der Volatilität und der erwarteten Restlaufzeit des Programms, die zum 15. August 2015 auf fünf Jahre festgelegt worden ist, berechnet. Es wurde des Weiteren angenommen, dass keine Programmteilnehmer innerhalb der Restlaufzeit aus dem Programm ausscheiden und dass keine Dividenden ausgezahlt oder Rückkaufprogramme durchgeführt werden. Die Ermittlung der Kaufpreise je Anteilsschein für die drei Anteilsklassen berücksichtigt einen Abschlag für die Nichthandelbarkeit (Discount for Lack of Marketability - "DLOM") der beiden Anteilsklassen sowie der PECs. Der DLOM wurde mittels des Ansatzes von Finnerty bestimmt.

Die Entwicklung der Parameter stellt sich wie folgt dar.

Parameter 2018/19 2017/18
Risikoloser Zinssatz 0,60% 1,25%
Marktrisikoprämie 7,00% 7,00%
Unlevered Beta 0,85 0,80
Volatilität 24,90% 19,8% -24,5%
WACC nach Steuern 7,19% 7,17% -7,31%
DLOM 6,36% 7,62% -8,35%

Die so bestimmten beizulegenden Zeitwerte der an die Mitarbeiter gewährten Vorteile bei der Erstausgabe der Instrumente ergaben sich wie folgt: Ordinary Shares 3,25 Euro, Preferred Shares 0,00 Euro und PECs 0,00 Euro.

Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der Vorteile aus den im Berichtsjahr an Mitarbeiter neu ausgegebenen Anteile betrug für die Ordinary Shares 0,19 Euro pro Anteil (i. Vj. 0,55 Euro), für die Preferred Shares 0,00 Euro (i. Vj. 0,00 Euro) und für die PECs 0,00 Euro (i. Vj. 0,00 Euro).

Die an die Mitarbeiter ausgegebenen Instrumente haben sich wie folgt entwickelt.

Entwicklung der ausgegebenen Instrumente - 01.10.2018 - 30.09.2019

Ordinary Shares Preferred Shares PECs
01.10.2018 701.688 1.089.628 169.840.342
Neu ausgegebene Instrumente 101.164 157.095 24.486.310
Zurückgegeben Instrumente -112.500 -174.698 -24.529.957
30.09.2019 690.352 1.072.025 169.796.695

Entwicklung der ausgegebenen Instrumente - 01.10.2017 - 30.09.2018

Ordinary Shares Preferred Shares PECs
01.10.2017 964.626 1.497.937 233.483.293
Neu ausgegebene Instrumente 243.312 377.830 58.892.386
Zurückgegeben Instrumente -506.250 -786.139 -122.535.337
30.09.2018 701.688 1.089.628 169.840.342

Der Gesamtwert der Vorteile der zum Ende des Geschäftsjahres aus den an die Mitarbeiter gewährten Anteile beträgt 0,8 Mio. €, davon ausübbar 0,6 Mio. € (i. Vj. 0,8 Mio. €, davon ausübbar 0,5 Mio. €). Auf Grund der Klassifizierung als Equity Settled Share Based Payment Programm wird der beizulegende Zeitwert des jeweiligen Vorteils aus der Anteilsgewährung, der zum Tag der Gewährung ermittelt wurde, über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst; die Gegenbuchung erfolgt in den Gewinnrücklagen. Aus anteilsbasierter Vergütung wurde im Geschäftsjahr Personalaufwand in Höhe von 0,2 Mio. € (i. Vj. 1,2 Mio. €) erfasst.

Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers

01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
Abschlussprüfungen 0,8 0,6
Sonstige Bestätigungsleistungen 0,0 0,0
Steuerberatungsleistungen 0,0 0,0
Sonstige Leistungen 0,5 0,5
Summe 1,3 1,1

Der Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beläuft sich für das Geschäftsjahr 2018/19 gemäß § 285 Nr. 17 HGB auf insgesamt 1,3 Mio. € (i. Vj. 1,1 Mio. €). Davon entfallen 0,8 Mio. € auf Abschlussprüfungen (i. Vj. 0,6 Mio. €) und 0,5 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €) auf sonstige Leistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Berücksichtigungspflichtige Ereignisse zwischen dem Konzernbilanzstichtag und dem Tag der Genehmigung des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wurden nicht festgestellt.

Befreiungswahlrechte nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

In Anwendung der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB verzichten die nachfolgenden inländischen Tochtergesellschaften zum Teil auf die Aufstellung von Anhang und Lagebericht sowie auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.

Verzicht auf/Befreiung von
Firma Sitz Aufstellung Anhang Aufstellung Lagebericht Offenlegung
Douglas GmbH Düsseldorf X X X
Parfümerie Douglas GmbH Düsseldorf X X X
DOUGLAS INFORMATIK & SERVICE GMBH Hagen X X X
Buch & Medien GmbH Hagen X X
inter-moda GmbH Hagen X X
Parfümerie AKZENTE GmbH Pfedelbach X X X
Douglas Eigenverwaltungsgesellschaft mbH (vormals Douglas Logistik GmbH) Hagen X X X
Douglas Cosmetics GmbH Düsseldorf X X X
Douglas Marken- und Lizenzen GmbH & Co. KG Zossen X
Parfümerie Douglas Deutschland GmbH Düsseldorf X X X
Douglas Einkaufs- und Servicegesellschaft mbH & Co. KG Zossen X
Parfümerie Douglas International GmbH Hagen X X
Douglas GmbH & Co. Objekt Zeil KG Pullach im Isartal X
Douglas Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Zossen mbH Zossen X X X

Anteilsbesitz

Name und Sitz 30.09.2019
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen Konzernanteil in %
Kirk Beauty One GmbH, Düsseldorf
Douglas GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas Deutschland GmbH, Düsseldorf 100,0
Douglas Cosmetics GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas International GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas Ges.m.b.H., Wien/Österreich 100,0
Parfumerie Douglas Nederland B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Profumerie Douglas S.P.A., Mailand/Italien 100,0
Parfümerie Douglas AG, Baar/Schweiz 100,0
Parfumerie Douglas Inc., Westport/USA 100,0
Perfumeria Douglas Portugal Lda., Lissabon/Portugal 100,0
Douglas Ungarn Kft., Budapest/Ungarn 100,0
Douglas Polska SP.z.o.o., Warschau/Polen 100,0
Parfumerie Douglas Monaco S.A.M., Monaco/Monaco 100,0
Douglas Investment B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Parfumerie Douglas s.r.o., Prag/Tschechien 100,0
Douglas Parfümeri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0
UAB "Douglas LT", Vilnius/Litauen 100,0
SIA "Douglas Latvia", Riga/Lettland 100,0
SIA "Douglas Baltic", Riga/Lettland 100,0
Parf. Douglas S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,0
Parfumerie Douglas Bulgaria ood, Sofia/Bulgarien 76,0
DESG-Douglas Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Zossen 100,0
Douglas Parfumerije d.o.o., Zagreb/Kroatien 100,0
Douglas Einkaufs- und Service-Gesellschaft mbH & Co. KG, Zossen 100,0
Douglas Eigenverwaltungsgesellschaft mbH, Zossen (vormals Douglas Logistik GmbH) 100,0
Douglas Marken und Lizenzen Verwaltungsgesellschaft mbH, Zossen 100,0
Douglas Marken und Lizenzen GmbH & Co. KG, Zossen 100,0
Douglas Franchise B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
AI Perfume France S.A.S., Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Groupe Nocibé SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Groupe Nocibé France SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Nocibe France SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Nocibe France Distribution SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Douglas Vastgoed B.V. I, Nijmegen/Niederlande 100,0
Douglas Vastgoed B.V. II, Nijmegen/Niederlande 100,0
Kirk Beauty Netherlands Holding B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Kirk Beauty Netherlands B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Groupe Douglas France SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Parfümerie Douglas Slowenska s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,0
Compania de Almacenaje, Distribucion y Servicios S.A., Madrid/Spanien 100,0
Douglas Spain SA, Madrid/Spanien (vormals Ibérica de Droguería y Perfumería S.A.U.) 100,0
Douglas Italia S.p.A., Mailand/Italien (vormals Limoni S.p.A.) 100,0
Passera distribució S.L., Andorra 100,0
Douglas Italia Co. Investment S.r.l. 100,0
Ultimate Skin Aesthetics GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie AKZENTE GmbH, Pfedelbach 80,0
Ltd. Douglas Estonia, Tallinn/Estland 100,0
DOUGLAS Informatik & Service GmbH, Hagen 100,0
Douglas Holding B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Niche-Beauty.COM GmbH, Hamburg 51,0
Beauty Media Solutions GmbH, Düsseldorf 100,0
inter-moda GmbH, Hagen 100,0
Buch & Medien GmbH, Hagen 100,0
Douglas GmbH & Co. Objekt Zeil KG, Pullach im Isartal 88,0
DOUGLAS Grundbesitz GmbH, Hagen 100,0
Douglas Finance B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Douglas Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Zossen mbH, Zossen 100,0
Zu Anschaffungskosten bewertete Unternehmen
Hapag Lloyd Reisebüro Hagen Verwaltungs GmbH, Hannover 30,0
Hapag Lloyd Reisebüro Hagen GmbH & Co. KG, Hannover 30,0
GPD Cartera 2, S.L., Madrid/Spanien 20,0

 

Düsseldorf, 12. Dezember 2019

Kirk Beauty One GmbH

Geschäftsführung

Tina Müller

Matthias Born

KONZERNLAGEBERICHT zum 30. September 2019

Kirk Beauty One GmbH,

Düsseldorf

Grundlagen der Douglas-Gruppe

Allgemeines

Die Kirk Beauty One GmbH (Konzernmuttergesellschaft, Konzernmutterunternehmen) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und hat ihren Sitz in der Luise-Rainer-Str. 7-11 in 40235 Düsseldorf, Deutschland und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer 79429 registriert.

Der Konzernlagebericht der Kirk Beauty One GmbH inklusive aller Tochtergesellschaften (Kirk Beauty One-Gruppe, Douglas-Gruppe, Douglas-Konzern, Konzern) zum 30. September 2019 (Bilanzstichtag) umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 (Geschäftsjahr, Berichtsjahr).

Der Konzernlagebericht wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht Abweichendes verzeichnet ist.

Die bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden getroffenen Ermessensentscheidungen sowie die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen können, werden im Konzernanhang erläutert. 1

Geschäftsmodell der Douglas-Gruppe

Eine führende Fachhandelsgruppe im Parfümeriebereich in Europa

Die Douglas-Gruppe ist eines der führenden Handelsunternehmen in Europa im selektiven Parfümeriehandel. Mit durchschnittlich 21.708 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 2.292 eigenen Filialen sowie eigenen Online-Auftritten ist die Douglas-Gruppe in 26 Ländern vertreten. Die Parfümerien nehmen in Deutschland, Frankreich und vielen weiteren europäischen Ländern führende Nummer 1 oder Nummer 2 Positionen in den Märkten für Duft, Kosmetik und Pflege ein. Neben ihren Kernmarken "Douglas" und "Nocibé" in Frankreich tritt die Douglas-Gruppe auch unter ihren kürzlich akquirierten Marken "parfumdreams" und "Niche Beauty" auf.

Als Beteiligungs- und Holdinggesellschaft übernimmt die Kirk Beauty One GmbH über ihre Tochtergesellschaft Douglas GmbH zentrale Führungs- und Serviceaufgaben für die Douglas-Gruppe. Darüber hinaus bündeln Profit-Center überwiegend in der Parfümerie Douglas GmbH und in Dienstleistungsgesellschaften wesentliche administrative Aufgaben und unterstützen die Filialen im operativen Tagesgeschäft.

1 Weitere Angaben zu den wichtigsten Ermessensentscheidungen und zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 1 "Allgemeine Grundsätze" in den Kapiteln "Verwendung von Ermessensentscheidungen" sowie "Annahmen und Schätzungen".

Erstmalige Einbeziehung von in den Geschäftsjahren 2018/19 sowie 2017/18 getätigten Akquisitionen 2 - Eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Akquisition Niche Beauty

Mit dem Ziel die Position von Douglas im attraktiven Luxussegment weiter auszubauen, wurde im Juli 2019 eine 51 %ige Beteiligung an der Niche-Beauty.COM GmbH, mit Sitz in Hamburg, erworben. Niche Beauty ist ein aufstrebendes Online-Portal exklusiv für außergewöhnliche, internationale Premium-Kosmetikmarken, das sein Geschäft unter der Webseite "www.niche- beauty.com" betreibt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgte zum 1. August 2019. Für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Douglas-Gruppe im Geschäftsjahr 2018/19 ist die Niche Beauty von untergeordneter Bedeutung

Akquisition Parfumdreams

Im August 2018 wurde eine 80 %ige Beteiligung an der Parfümerie AKZENTE GmbH ("Parfumdreams") mit Sitz in Pfedelbach erworben. Zum Stichtag betreibt das Unternehmen unter der Webseite "www.parfumdreams.de" einen Online-Shop sowie 26 stationäre Filialgeschäfte in Deutschland. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgte zum 1. September 2018. Insbesondere das E-Commerce-Geschäft der Parfumdreams ist im Geschäftsjahr 2018/19 für die Douglas-Gruppe von Bedeutung.

Finanzielle Leistungsindikatoren und Segmentierung

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Douglas-Gruppe gesteuert wird, sind Wachstum (Umsatz) und Ertragskraft (bereinigtes EBITDA 3 bzw. bereinigte EBITDA-Marge). Darüber hinaus werden weitere Finanzkennzahlen zu Steuerung verwendet, namentlich berichtetes EBITDA, Free Cash Flow, Rohertrag bzw. Rohertragsmarge einschließlich der Veränderung des Umlaufvermögens sowie Angaben für Investitionen ins Anlagevermögen.

Formal wird darauf hingewiesen, dass nach den Vorgaben des "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20" (DRS 20) ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen (Umsatz sowie bereinigtes EBITDA bzw. bereinigte EBITDA-Marge) Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind.

Als bereinigtes EBITDA ist das nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des Konzernabschlusses ermittelte EBITDA, bereinigt um "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" definiert. Als "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" werden Geschäftsvorfälle beziehungsweise ein Bündel gleichartiger Geschäftsvorfälle klassifiziert, die nicht regelmäßig anfallen, sich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen, und die Geschäftstätigkeit in ihrer Aussagekraft signifikant beeinflussen. Die Darstellung des um "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" bereinigten EBITDA spiegelt deshalb, nach Ansicht der für die Steuerung Verantwortlichen, den gewöhnlichen Geschäftsverlauf besser wider und leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis der Ertragslage. 4

2 Weitere Angaben zur Einbeziehung der Akquisitionen finden sich im Anhang unter der Nummer 3 "Grundsätze der Konsolidierung" im Kapitel ""Akquisitionen"
3 EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
4 Weitere Angaben zur Überleitung auf das bereinigte EBITDA finden sich im Konzernanhang unter Nummer 25 "Segmentberichterstattung".

Kernmarken, Märkte und Segmentierung

Zum 30. September 2019 tritt die Douglas-Gruppe mit ihren Kernmarken "Douglas" und "Nocibe" abgesehen von der Schweiz, ganz überwiegend innerhalb der Europäischen Union (EU28) auf.

Mit Ausnahme von Polen und der Schweiz erzielt die Douglas-Gruppe ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen innerhalb der Eurozone (EA19). Insgesamt entfielen knapp 37% (i.Vj. 35%) der Konzernumsätze auf Deutschland (Inland), mithin rund 63% (i.Vj.6 5%) auf das Ausland. Die Verschiebung zugunsten der Inlandsumsatzerlöse um rund 2 %-Punkte ist im Wesentlichen durch die Akquisition von Parfumdreams im Inland bedingt.

Die Geschäftssegmentierung erfolgt auf Landesebene. Neben Deutschland und Frankreich, die jeweils eigenständige berichtspflichtige Segmente darstellen, bilden Süd-West-Europa (im Wesentlichen Italien, Spanien, die Niederlande und ferner Österreich) sowie Ost-Europa (im Wesentlichen Polen) die weiteren berichtspflichtigen Segmente. 5

5 Weitere Angaben zur Segmentierung finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 25 "Segmentberichterstattung".

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wichtigste wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Douglas-Gruppe sind neben der Kaufkraftentwicklung insbesondere die Entwicklung des Wirtschaftswachstums, der Arbeits- bzw. Erwerbslosenquote und der Inflation.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft und Euroraum: Deutliche Abkühlung der Wachstumsdynamik

Nach dem Wachstumsrückgang im Verlauf des Kalenderjahres 2018 ist die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft weiterhin sehr verhalten, und das Wachstumstempo des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat sich spürbar verlangsamt. Diese Entwicklung zeigt sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern. Zwar ist eine zyklische Verlangsamung des Wachstums insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nach den zurückliegenden Jahren des Aufschwungs nicht unerwartet. Die zunehmende Eintrübung des Ausblicks gibt jedoch Anlass zur Sorge. Die anhaltende Unsicherheit im Zuge der fortdauernden Handelskonflikte dürfte hieran einen nicht unbedeutenden Anteil haben. Zur Verlangsamung trägt insbesondere die Schwäche der Industrie bei. Gleichzeitig kam es zu einem Rückgang des Welthandelsvolumens. Zu den Risiken für die weitere Entwicklung zählt eine erneute Eskalation der Handelskonflikte. Gute politische Einigungen böten hingegen die Chance auf ein höheres Wachstum. 6

Im Euro-Raum hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ebenfalls verlangsamt und hat in den ersten beiden Quartalen 2019 um 0,4% bzw. 0,2% gegenüber dem jeweiligen Vorquartal zugenommen. Dazu trug insbesondere die schwächere Entwicklung der Investitionen und der Exporte bei. Angesichts der bislang positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürften hingegen vom privaten Konsum weiterhin positive Wachstumsimpulse ausgehen. Zudem hat der EZB-Rat seine bereits seit Jahren sehr expansive Geldpolitik am 12. September 2019 nochmals spürbar gelockert. Die Notenbankbilanz soll so lange durch Anleihezukäufe ausgeweitet und die negativen Zinsen beibehalten werden, bis die Inflationsprognose anhaltend im Einklang mit dem mittelfristigen Ziel von unter, aber nahe 2 % steht. Bei den großen Mitgliedstaaten zeigt sich eine heterogene Entwicklung. 7

Deutschland ist von der globalen Wachstumsverlangsamung, insbesondere in der Industrie besonders betroffen. Dabei spielt neben der Offenheit der deutschen Volkswirtschaft die starke Ausrichtung auf Investitionsgüter eine Rolle. Das Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verlangsamt und liegt unterhalb der Potenzialrate. Dabei zeigt sich eine konjunkturelle Zweiteilung: während sich die Industrie in einer Rezession befindet, erweisen sich die Dienstleistungsbereiche bislang als robust. Allerdings gibt es auf dem Arbeitsmarkt erste Anzeichen für eine Abschwächung. Der kräftige Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre dürfte zu einem vorläufigen Ende kommen. Von einer breiten gesamtwirtschaftlichen Rezession ist derzeit jedoch nicht auszugehen. Deutschland wies im zweiten Quartal 2019 ein äußerst geringes Quartalswachstum des BIP aus. Gleichzeitig ging dort das Wachstum des BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal deutlich zurück. 8

6 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
7 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
8 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20

In Frankreich war das Wachstum weitestgehend stabil. 9

In den umsatzstärksten Ländern des berichtspflichtigen Segments Süd-West-Europa ergab sich folgendes Bild: in Italien ging das Wachstum des BIP im gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal deutlich zurück, hingegen in Spanien und in den Niederlanden das Wachstum weitestgehend robust blieb. 10

Aufgrund des Rückgangs der Energiepreise ist die Inflation im Euro-Raum, gemessen am HVPI, seit August 2018 von etwas über 2% auf 0,8% im September 2019 gefallen. Die Kerninflation ist dagegen stabil. Die Inflationsrate des HVPI ohne Energiepreise lag im September 2019 nahezu unverändert bei 1,1 %. Rechnet man zudem die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak heraus, so lag die Kerninflation im September bei 1,0 %, nachdem sie im August 0,9 % betragen hatte. 11

Der Beschäftigungsaufbau im Euro-Raum hat sich fortgesetzt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im zweiten Quartal 2018 um 1,5 % über dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Arbeitslosenquote hat sich demnach im Euro-Raum weiter dem Vorkrisenniveau angenähert. 12

Von den Verwendungskomponenten des BIP lieferten insbesondere der private und der staatliche Konsum positive Wachstumsbeiträge. Bei den privaten Haushalten dürfte die gute Lage am Arbeitsmarkt diese Entwicklung stützen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau sowie steigende Löhne und Gehälter sorgen für einen Zuwachs der Arbeitnehmerentgelte. Gleichzeitig ist die Verbraucherpreisinflation nicht zuletzt aufgrund gesunkener Energiepreise nur moderat. Zusammengenommen führt dies zu wieder kräftiger steigenden real verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte. 13

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im September 2019 stieg der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex gegenüber September 2018 im Euroraum um 3,1% und in der EU 28-Zone um 3,2 %. Sowohl im Euroraum als auch in der EU 28-Zone stieg das Absatzvolumen im Einzelhandel im Nicht-Nahrungsmittelsektor im September 2019 gegenüber September 2018 um jeweils 4,6 %. 14

9 Sachverständigenrat-Jahresgutachten 2019/20
10 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
11 Sachverständigenrat-Jahresgutachten 2019/20
12 Sachverständigenrat-Jahresgutachten 2019/20
13 Sachverständigenrat-Jahresgutachten 2019/20
14 Eurostaat - Pressemitteilung 171/2019

Die folgende Übersicht zeigt die Veränderungen des kalenderbereinigten Einzelhandelsindexes für die Monate Juli, August und September 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat für die EU28-Zone, Den Euro-Raum sowie die wesentlichen Länder der berichtspflichtigen Segmente der Douglas-Gruppe:

Veränderung zum Vj.-Monat in %
Jul.19 Aug.19 Sep.19
EU28-Zone 2,30 2,80 3,20
Euro-Raum 2,60 2,70 3,10
Deutschland 2,90 3,10 3,40
Frankreich 1,10 4,20 4,10
Süd-West-Europa
Italien k.A. k.A. k.A.
Spanien 3,20 3,30 3,50
Niederlande 1,70 0,80 k.A.
Ost-Europa
Polen 4,20 5,40 5,00

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zu den wesentlichen Veränderungen der rechtlichen Einflussfaktoren im In- und Ausland wird auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht verwiesen.

Übersicht der wesentlichen Ergebnisse im Geschäftsjahr 2018/19

Konzernumsatz um 177 Mio. € auf 3.454 Mio. € gesteigert

Umsatzanstieg durch starkes Online-Geschäft sowie Akquisition Parfumdreams

Wachstum des Online-Geschäfts um 38,2 %, Anteil am Konzerngesamtumsatz bei 16,9 %

Organisches Wachstum des Filialgeschäfts trotz hohen Wettbewerbsdrucks

Neuausrichtung des Geschäftes im Rahmen unserer #FORWARDBEAUTY Strategie mit neuer Markenpositionierung, neuem Filialkonzept und Rebranding mit neuem Logo und Bildsprachenauftritt weitestgehend abgeschlossen

Berichtetes EBITDA auf 283 Mio. € gesteigert vs. Bereinigtes EBITDA auf 351 Mio. € zurückgegangen

Anstieg des berichteten EBITDA um 81 Mio. €; im Wesentlichen durch deutlich geringere Warenabwertungen, Einmalertrag aus der Immobilienveräußerung in Hagen sowie auch durch den gesteigerten Konzernumsatz

Rückgang der Bereinigungen von 175 Mio. € auf 68 Mio. €; im Vorjahr insbesondere hohe Einmaleffekte durch tfFORWARDBEAUTY-lnvestitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, im Wesentlichen aus der Warenbewertung im Rahmen der Einführung des neuen Logos und der Sortimentsumstellung, sowie Effekte aus Maßnahmen zur Restrukturierung und Integration der Akquisitionen in Spanien und Italien

Rückgang des bereinigten EBITDA um 25 Mio. € auf 351 Mio. €; hauptsächlich verursacht durch einen Rückgang der Rohertragsmarge, auch durch Investitionen in eine nachhaltig wettbewerbsfähige Preispolitik sowie geringere Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen im Geschäftsjahr

Finanzierung und Kapitalstruktur

Free Cash Flow auf 92 Mio. € verbessert

Finanzmittelbestand bei 81 Mio. € (i. Vj. bei 103 Mio. €)

Finanzierung des operativen Geschäfts aus dem Free Cash Flow sowie nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditfazilität (RCF) von 200 Mio. € 15

Nominelle Nettoverschuldung bei 2.224 Mio. € (i. Vj. 2.202 Mio. €).

Langfristige immaterielle Vermögenswerte durch langfriste finanzielle Verbindlichkeiten (Senior Facility Agreement und Anleihen) gedeckt

Eigenkapitalquote bei 19,6 % (i. Vj. bei 20,2 %).

15 Zum Bilanzstichtag ist der RCF durch Mietavale in Höhe von 13,8 Mio. € (i. Vj. 7,8 Mio. €) eingeschränkt. Weitere Angaben zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 27 "Management der finanzwirtschaftlichen Risiken im Kapitel "Liquiditätsrisiko".

Geschäftsverlauf und -ergebnis

Im Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 hat die Douglas-Gruppe Umsätze von 3.453,5 Mio. € (i. Vj. 3.276,8 Mio. €) erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 5,4% zum Vorjahreszeitraum (i. Vj. 17,2 %), der im Wesentlichen durch die Akquisition von Parfumdreams und das starke E-Commerce-Geschäft erreicht wurde. Auf vergleichbarer Fläche ("like for like") stiegen die Umsatzerlöse auf Gruppen-Ebene um 1,9%. Der Anteil der Online-Umsätze am Gesamtumsatz betrug 16,9% (i. Vj. 12,9 %). Die Douglas-Gruppe konnte ihre Marktposition insgesamt weiter ausbauen.

Das berichtete EBITDA für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 betrug 282,5 Mio. € (i. Vj. 201,7 Mio. €) und der Gewinn der Periode 17,2 Mio. € (i. Vj. Verlust der Periode 290,2 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2018/19 war das berichtete EBITDA durch "nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte" in Form von Wertminderungen innerhalb der Vorräte aufgrund von Sortimentsbereinigungen, durch Beratungsaufwendungen, Restrukturierungskosten und Bewertungseffekte aus den Kaufpreisallokationen im Zusammenhang mit Akquisitionen sowie durch sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte belastet. Darüber hinaus wurden Kreditkartenprovisionen in das Finanzergebnis umgegliedert. 16

Adjustiert um diese Effekte ergab sich ein bereinigtes EBITDA von 350,9 Mio. € (i. Vj. 376,4 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang von 6,8 % (i. Vj. Anstieg von 6,2 %).

Überleitung EBITDA auf bereinigtes EBITDA auf Konzernebene

01.10.2018 - 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018
Mio. € Mio. €
EBITDA 282,5 201,7
Purchase Price Allocation (PPA) 5,3 11,7
Restrukturierungskosten und Abfindungen 12,1 15,3
Wertminderung von Vorräten 21,8 87,0
Beratungsaufwendungen 12,7 22,3
Kreditkartengebühren 14,8 11,3
Sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte 1,7 27,1
Summe Bereinigungen 68,4 174,7
Bereinigtes EBITDA 350,9 376,4

Ertragslage

Der Rohertrag für den Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 betrug 1.572,9 Mio. € (i. Vj. 1.438,0 Mio. €), was einer Rohertragsmarge von 45,5 % (i. Vj. 43,9 %) entsprach.

Der Rohertrag ist mit 3,8 Mio. € (i. Vj. 12,2 Mio. €) durch Sondereffekte in Form von Erstkonsolidierungseffekten aus der Kaufpreisallokation (PPA) belastet. Darüber hinaus gab es insbesondere im Zusammenhang mit unserem neuen Markenauftritt Sortimentsbereinigungen und einhergehend Wertminderungen von Vorräten in Höhe von 21,8 Mio. € (i. Vj. 87,0 Mio. €). Bereinigt um die Sondereffekte betrug die Rohertragsmarge 46,2 % (i. Vj. 46,9 %). Der Rückgang der bereinigten Rohertragsmarge ist vor allem auf Investitionen in eine nachhaltig wettbewerbsfähige Preispolitik sowie auf weitere Effekte im berichtspflichtigen Segment Deutschland zurückzuführen.

16 Weitere Angaben zur Überleitung auf das bereinigte EBITDA bzw. den "nicht regelmäßig wiederkehrenden Effekten" finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 25 "Segmentberichterstattung".

Der Personalaufwand belief sich auf 642,7 Mio. € (i. Vj. 617,3 Mio. €). Der im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnende Anstieg von 25,3 Mio. € ist insbesondere auf die Akquisition von Parfumdreams sowie die Erweiterung des Geschäfts zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote hat sich auf 18,6 % verbessert (i. Vj. 18,8 %).

Das Geschäftsjahr 2018/19 war wiederum mit Kosten im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen und sonstigen Effekten in Höhe von 15,5 Mio. € (i. Vj. 15,4 Mio. €) belastet. Ohne diese Effekte verbesserte sich die Personalaufwandsquote auf 18,2 % (i. Vj. 18,4 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 943,2 Mio. € nach 903,5 Mio. € im Vorjahr. Wesentliche Bestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Mietkosten in Höhe von 286,5 Mio. € (i. Vj. 285,1 Mio. €) und Werbekosten in Höhe von 201,8 Mio. € (i. Vj. 187,4 Mio. €).

Die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2018/19 beliefen sich auf 136,6 Mio. € nach 373,3 Mio. € im Vorjahr. Das entspricht einem Anteil am Umsatz von 4,0 % (i. Vj. 11,4 %).

Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr entfällt zum einen auf die im Vorjahr erfolgten Wertminderungen von im Rahmen der Kaufpreisallokationen (PPA) angesetzten Marken "Bodybell" und "LLG". Beide wurden im Geschäftsjahr 2017/18 vollständig wertgemindert, da sie künftig nicht mehr genutzt werden. Zum anderen wurden im Vorjahr Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 184,5 Mio. € wertgemindert, die zu 155,0 Mio. € auf das berichtspflichtige Segment Deutschland und zu 29,5 Mio. € auf das berichtspflichtige Segment Süd-West-Europa entfielen.

Das Finanzergebnis für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 betrug -65,5 Mio. € (i. Vj. -91,6 Mio. €). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf höhere Zinserträge und positive Bewertungseffekte gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" in Zusammenhang mit den Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin Kirk Beauty Two GmbH zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte und nach Umgliederung der Kreditkartengebühren, die im internen Reporting im Finanzergebnis gezeigt werden, beträgt das bereinigte Finanzergebnis -88,8 Mio. € (i. Vj. -92,5 Mio. €), was einem Anteil am Umsatz von -2,6 % (i. Vj. -2,8 %) entspricht.

Übersicht Nettoumsatz und Filialen auf Ebene berichtpflichtiger Segmente

Nettoumsatz Filialen Nettoumsatz Filialen
01.10.2018-30.09.2019 30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018 30.09.2018
Mio. € Anzahl Mio. € Anzahl
Deutschland 1.289,1 450 1.157,2 455
Frankreich 767,1 497 758,6 495
Süd-West-Europa 1.051,5 1.036 1.047,7 1065
Ost-Europa 345,8 309 313,3 294
Douglas-Gruppe 3.453,5 2.292 3.276,8 2.309

Übersicht Umsätze, EBITDA, Bereinigungen und bereinigtes EBITDA auf Ebene berichtspflichtiger Segmente

Deutschland 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018 Frankreich 01.10.2018-30.09.2019
Außenumsatz (netto) Mio. € 1.289,1 1.157,2 767,1
Innenumsatz Mio. € 48,6 67,4 0,0
Umsatzerlöse Mio. € 1.337,8 1.224,6 767,1
EBITDA Mio. € 57,2 46,8 108,8
EBITDA-Marge % 4,4 4,0 14,2
Sondereffekte/Bereinigungen Mio. € 38,6 73,9 6,6
Bereinigtes EBITDA Mio. € 95,8 120,7 115,3
Bereinigte EBITDA-Marge % 7,4 10,4 15,0
Vorräte Mio. € 249,1 274,8 120,7
Investitionen Mio. € 50,8 55,9 18,5
01.10.2017-30.09.2018 Süd-West-Europa 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Außenumsatz (netto) 758,6 1.051,5 1.047,7
Innenumsatz 0,0 0,0 0,0
Umsatzerlöse 758,6 1.051,5 1.047,7
EBITDA 115,8 70,9 -4,6
EBITDA-Marge 15,3 6,7 -0,4
Sondereffekte/Bereinigungen 3,6 21,2 95,5
Bereinigtes EBITDA 119,4 92,1 90,9
Bereinigte EBITDA-Marge 15,7 8,8 8,7
Vorräte 122,4 291,0 277,9
Investitionen 23,1 23,3 31,9
Ost-Europa 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017-30.09.2018 Überleitung 01.10.2018-30.09.2019
Außenumsatz (netto) Mio. € 345,8 313,3
Innenumsatz Mio. € 0,0 0,0 -48,6
Umsatzerlöse Mio. € 345,8 313,4 -48,6
EBITDA Mio. € 45,1 44,7 0,7
EBITDA-Marge % 13,0 14,3
Sondereffekte/Bereinigungen Mio. € 2,1 1,7
Bereinigtes EBITDA Mio. € 47,1 46,4 0,7
Bereinigte EBITDA-Marge % 13,6 14,8
Vorräte Mio. € 87,9 85,9 -43
Investitionen Mio. € 16,1 15,6
01.10.2017-30.09.2018 Kirk Beauty One GmbH 01.10.2018-30.09.2019 01.10.2017 - 30.09.2018
Außenumsatz (netto) 3.453,5 3.276,8
Innenumsatz -67,4 0,0 0,0
Umsatzerlöse -67,4 3.453,5 3.276,8
EBITDA -0,9 282,5 201,7
EBITDA-Marge 8,2 6,2
Sondereffekte/Bereinigungen 68,4 174,7
Bereinigtes EBITDA -0,9 350,9 376,4
Bereinigte EBITDA-Marge 10,2 11,5
Vorräte -4,9 744,4 756,0
Investitionen 108,6 126,4

Deutschland

In Deutschland erreichten die Umsätze 1.289,1 Mio. € (i. Vj. 1.157,2 Mio. €). Damit lagen sie um 11,4 % über den Vorjahresumsätzen. Grund hierfür sind neben der erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie #FORWARDBEAUTY insbesondere die Akquisition von Parfumdreams.

Das bereinigte EBITDA in Deutschland reduzierte sich im Geschäftsjahr 2018/19 um 24,9 Mio. € auf 95,8 Mio. € (i. Vj. 120,7 Mio. €). Der Rückgang des bereinigten EBITDA ist im Wesentlichen auf eine geringere Rohertragsmarge bedingt durch Investitionen in eine nachhaltig wettbewerbsfähige Preispolitik sowie durch den rabattierten Abverkauf von Eigenmarken zur Bereinigung von Lagerbeständen zurückzuführen, darunter auch Ware, die im Vorjahr abgewertet und der Effekt bereinigt wurde. Darüber hinaus ist der Rückgang auf geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie gestiegene Kosten zurückzuführen.

Diese Kosten betreffen sowohl das operative Geschäft als auch die zentralen Führungs- und Servicebereiche. Die Bereinigungen des EBITDA beliefen sich insgesamt auf 38,6 Mio. € (i. Vj. 73,9 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Wertminderung von Vorräten, Restrukturierungskosten und Abfindungen sowie Beratungsaufwendungen, und ferner mit gegenläufigem Effekt den Ertrag aus der Veräußerung der vormaligen Headquarter-Immobilie in Hagen.

Frankreich

In Frankreich stiegen die Umsätze um 8,5 Mio. € auf 767,1 Mio. €. Ursächlich hierfür war der Anstieg des E-Commerce-Geschäfts, der das rückläufige Filialgeschäft überkompensieren konnte.

Das bereinigte EBITDA in Frankreich ist im Geschäftsjahr 2018/19 um 4,0 Mio. € auf 115,3 Mio. € gesunken und ist insbesondere auf gestiegene Filialmieten sowie höhere Personalkosten zurückzuführen. Die Bereinigungen betrafen hauptsächlich Kreditkartengebühren.

Süd-West-Europa

Getrieben durch das E-Commerce-Geschäft konnten sich die Umsätze in Süd-West-Europa trotz rückläufigem Filialgeschäft um 3,8 Mio. € auf 1.051,5 Mio. € verbessern.

Das bereinigte EBITDA in Süd-West-Europa ist im Geschäftsjahr 2018/19 um 1,2 Mio. € auf 92,1 Mio. € gestiegen. Die Bereinigungen im EBITDA beliefen sich auf 21,2 Mio. € (i. Vj. 95,5 Mio. €) und betrafen insbesondere nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen in Zusammenhang mit der Integration und Restrukturierung der Akquisitionen in Spanien und Italien.

Ost-Europa

In Ost-Europa stiegen die Umsätze um 32,5 Mio. € auf 345,8 Mio. € (i. Vj. 313,3 Mio. €). Insbesondere Polen trug weiterhin sowohl mit seinem E-Commerce- als auch mit seinem Filialgeschäft zum Wachstum bei.

Das bereinigte EBITDA in Ost-Europa stieg im Geschäftsjahr 2018/19 um 0,7 Mio. € auf 47,1 Mio. € (i. Vj. 46,4 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Zunahme auf den gestiegenen Filial- und Onlineumsatz sowie einen stetigen Ausbau des Filialnetzes zurückzuführen. Die Bereinigungen betrafen hauptsächlich Kreditkartengebühren.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Passivseite der Bilanz weist zum Stichtag langfristiges Fremdkapital in Höhe von 2.613,2 Mio. € (i. Vj. 2.595,1 Mio. €) aus, wovon 2.294,3 Mio. € (i. Vj. 2.291,2 Mio. €) auf langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Bankdarlehen sowie auf die Anleihen entfallen. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt zum Stichtag 910,8 Mio. € (i. Vj. 956,8 Mio. €) und enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 487,0 Mio. € (i. Vj. 565,5 Mio. €). Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 859,1 Mio. € (i. Vj. 896,9 Mio. €). Hieraus ergab sich eine Eigenkapitalquote von 19,6 % (i. Vj. 20,2 %).

Die bilanzielle Nettoverschuldung der Douglas-Gruppe - Bankschulden zuzüglich Anleihen abzüglich liquider Mittel - lag zum Bilanzstichtag bei 2.223,5 Mio. € (i. Vj. 2.198,6 Mio. €). Bei Heranziehung der Nominalwerte ergab sich eine Nettoverschuldung von 2.224,0 Mio. € (i. Vj. 2.202,1 Mio. €). Den liquiden Mitteln von 81,0 Mio. € (i. Vj. 102,9 Mio. €) standen Bankverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen in Höhe von 1.670,2 Mio. € (i. Vj. 1.670,5 Mio. €) und Anleihen in Höhe von 634,4 Mio. € (i. Vj. 631,2 Mio. €) gegenüber.

Die besicherte Anleihe beläuft sich auf nominal 300,0 Mio. €, die unbesicherte Anleihe auf nominal 335,0 Mio. €. Die besicherte und die unbesicherte Anleihen werden mit Zinssätzen von 6,25 % und 8,75 % verzinst.

Im Geschäftsjahr blieben die im Seniorkonsortialkreditvertrag vereinbarten Finanzierungskonditionen unverändert. Der Zinssatz der Finanzierungstranche von 1.370,0 Mio. € beläuft sich auf 3,50 % und der Basiszins (Floor) in Form des Mindest-EURIBOR beträgt 0,00 %. Im August 2017 wurde die Gesamtsumme der Bankenfinanzierung um eine Tranche in Höhe von 300,0 Mio. € erweitert. Der Zinssatz für diese Tranche beträgt 3,25 %. Das revolvierende Darlehen in Höhe von 200,0 Mio. € weist unverändert einen Zinssatz von 3,75 % auf. Die Bankverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen langfristige Beträge aus dem Seniorkonsortialkreditvertrag. Die Anleihen haben eine Restlaufzeit von knapp drei bzw. knapp vier Jahren. Der Seniorkonsortialkreditvertrag hat eine Restlaufzeit von knapp drei Jahren. Das revolvierende Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Februar 2022.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere in die Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Filialnetzes sowie in die Eröffnung von neuen Filialen 108,6 Mio. € investiert. Niche Beauty wurden zu einem Netto-Gesamtkaufpreis in Höhe von 3,5 Mio. € erworben. 17 Zum 30. September 2019 umfasste das Filialnetz insgesamt 2.292 Filialen (2.431 inklusive Franchise-Filialen). 18

Liquidität

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit im Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 betrug 198,3 Mio. € (i. Vj. 129,0 Mio. €). Dieser Wert resultierte im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr um 80,8 Mio. € auf 282,5 Mio. € gestiegenen EBITDA. Gegenläufig wirkte sich die Veränderung des Working Capital in Höhe von -39,7 Mio. € aus (i. Vj. Veränderung von -9,1 Mio. €).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2018/19 auf 106,4 Mio. € (i. Vj. 389,5 Mio. €) und betraf insbesondere die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte über insgesamt 128,0 Mio. €. Dieser Betrag war durch Investitionen aus dem Vorjahr beeinflusst, die erst im Berichtsjahr zahlungswirksam wurden. Hinzu kamen die im Rahmen des Unternehmenserwerbs von Niche Beauty getätigte Nettokaufpreiszahlung. Gegenläufig wirkten sich die Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten des Anlagevermögens, insbesondere aus dem Verkauf der Immobilie in Hagen aus.

Im Geschäftsjahr 2018/19 betrug der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 113,6 Mio. € (i. Vj. Mittelzufluss 185,3 Mio. €). Dieser resultierte hauptsächlich aus Zinszahlungen. 19

Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug 4.383,0 Mio. € (i. Vj. 4.448,8 Mio. €).

Auf der Aktivseite ist die Bilanz maßgeblich durch die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.347,6 Mio. € (i. Vj. 2.360,6 Mio. €) geprägt. Diese entfallen im Wesentlichen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.513,7 Mio. € (i. Vj. 1.506,4 Mio. €) sowie zum Vorjahr unverändert auf die Marke "Douglas" 534,4 Mio. € und "Nocibé" 172,7 Mio. €. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Nutzungsdauern der Marken aufgrund ständiger Maßnahmen zur Markenerhaltung unbestimmt sind. Die Marke "Douglas" ist dem Segment Deutschland zugeordnet, die Marke "Nocibé" dem Segment Frankreich. Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen in Höhe von 603,4 Mio. € auf das Berichtssegment Deutschland, zu 436,8 Mio. € auf das Berichtssegment Frankreich, zu 371,8 Mio. € auf das Berichtssegment Süd-West-Europa und zu 101,8 Mio. € auf das Berichtsegment Ost-Europa. 20

17 Kaufpreise abzgl. der übernommenen liquiden Mittel
18 Weitere Angaben zu segmentbezogenen Investitionen finden sich in der "Segmentberichterstattung" des Konzernabschlusses sowie unter der Nummer 25 "Segmentberichterstattung" des Konzernanhangs.
19 Weitere Angaben zu den Mittelzu- und Mittelabflüssen finden sich in der Kapitalflussrechnung des Konzernabschlusses sowie unter der Nummer 24 "Kapitalflussrechnung" des Konzernanhangs.

Die Vorräte wiesen zum Bilanzstichtag einen Bestand von 744,4 Mio. € aus (i. Vj. 756,0 Mio. €). Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten im Wesentlichen Forderungen gegen das Mutterunternehmen von 562,4 Mio. € (i. Vj. lang- und kurzfristig: 578,3 Mio. €). Der Rückgang ist auf Bewertungseffekte des im Geschäftsjahr 2018/19 erstmalig verpflichtend anzuwendenden IFRS 9 "Finanzinstrumente" zurückzuführen. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 81,0 Mio. € (i. Vj. 102,9 Mio. €). 21

Dem langfristigen Vermögen in Höhe von 75,2 % (i. Vj. 70,2 %) der Bilanzsumme stehen langfristige Mittel in Höhe von 79,2% (i.Vj.78,5%) gegenüber. Zum Bilanzstichtag verfügte die Douglas-Gruppe über nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 186,2 Mio. € (i. Vj. 192,2 Mio. €). 22

Gesamteinschätzung der Douglas-Gruppe

Die Konzernleitung beurteilt die Lage der Douglas-Gruppe insgesamt als gut. Die Douglas-Gruppe konnte, angetrieben durch die Akquisition von Parfumdreams und ein starkes E-Commerce-Geschäft, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 den Umsatz um 176,7 Mio. € signifikant steigern. Der Rückgang des bereinigten EBITDA um 25,5 Mio.€ auf 350,9 Mio. € ist auch auf einen weniger starken Anstieg des bereinigten Rohertrags zurückzuführen, verursacht durch Warenabverkäufe, die im Vorjahr abgewertet und bereinigt wurden.

Das operative Geschäft der Douglas-Gruppe finanziert sich aus dem freien Cash Flow der Douglas-Gruppe und ist durch nicht genutzte Kreditlinien zusätzlich abgesichert. Die langfristigen, überwiegend immateriellen Vermögenswerte sind durch langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gedeckt.

Die Douglas-Gruppe verfügt insgesamt über eine zufriedenstellende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und kann ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Die für Deutschland getätigte Prognose "deutlich steigende Umsätze" wurde erfüllt, hingegen die Prognose "leicht abnehmende bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten" nicht erfüllt wurde, die bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten ist merklich zurückgegangen.

Die für Frankreich berichtete Prognose "solide wachsende Umsätze" wurde leicht untererfüllt, die Umsatzerlöse wuchsen im Geschäftsjahr 2018/19 leicht. Die bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten hat sich leicht verschlechtert, die Prognose wurde eingehalten.

Die für Süd-West-Europa getätigten Prognosen "kräftig wachsende Umsätze" sowie "leicht verbesserte bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten" wurden verfehlt, sowohl die Umsätze als auch die bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten bewegen sich auf Vorjahresniveau.

20 Weitere Angaben zur segmentbezogenen Allokation der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Wertminderungstests finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 11 "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlegen".
21 Weitere Angaben zu den Forderungen gegen das Mutterunternehmen finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 15 "Finanzielle Vermögenswerte" im Kapitel "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" sowie unter der Nummer 29 "Sonstige Angaben" im Kapitel "Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen".
22 Zum Bilanzstichtag ist der RCF von nominell 200 Mio. € durch Mietavale in Höhe von 13,8 Mio. € (i. Vj. 7,8 Mio. €) eingeschränkt. Weitere Angaben zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 27 "Management der finanzwirtschaftlichen Risiken im Kapitel "Liquiditätsrisiko".

Die für Ost-Europa getätigte Prognose "stark wachsende Umsätze" wurde erfüllt. Die bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten hat sich merklich verschlechtert, die Prognose "annähernd konstante bereinigte EBITDA-Marge in Prozentpunkten" wurde somit verfehlt.

Die im vorangegangen Lagebericht des Geschäftsjahres 2017/18 berichtete, verdichtete Gesamtprognose zum Umsatz 23 ("deutlicher Anstieg") wurde eingehalten. Das bereinigte EBITDA hat sich deutlich verschlechtert, die getätigte Prognose zum bereinigten EBITDA ("leichte Verbesserung") wurde nicht erfüllt.

23 Bereinigt um die Akquisition "Parfumdreams" wurden die im Vorjahr getätigten Umsatzprognosen für das berichtspflichtige Segment Deutschland mit kräftig verbesserten Umsätzen übertroffen sowie auf Gruppenebene mit solide wachsenden Umsätzen knapp nicht erfüllt.

Nachtragsbericht

Über wichtige Ereignisse nach dem Schluss des zum 30. September 2019 endenden Geschäftsjahres wird im Konzernanhang unter der Nummer 29 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" berichtet.

Prognosebericht

Verhaltenes Wachstum im Euro-Raum

Im Euro-Raum dürfte sich die verhaltene konjunkturelle Dynamik fortsetzen, in den mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wird im Prognosezeitraum (Kalenderjahre 2019 und 2020) noch ein, wenn auch verlangsamt, recht kräftiges Wachstum erwartet. Die Entwicklung im Vereinigten Königreich wird weiterhin vom möglichen Brexit überschattet. Dies dürfte dazu beitragen, dass die Wachstumsraten im Prognosezeitraum eher gering bleiben dürften. 24

Zudem besteht im Euro-Raum weiterhin das Risiko, dass politische Unsicherheit die Währungsunion belastet. Gerade angesichts der konjunkturellen Abschwächung könnten die hohe Verschuldung und nicht gelöste strukturelle Probleme zu neuen politischen Konflikten führen, die wiederum die weitere wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen könnten. Zu den Risiken für die weitere Entwicklung zählt auch eine erneute Eskalation der Handelskonflikte. Gute politische Einigungen böten hingegen die Chance auf ein höheres Wachstum. 25

Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für das Kalenderjahr 2019 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,2% und für das Kalenderjahr 2020 ein Wachstum von 1,1 %., beide deutlich unter dem Wachstumswert von 1,9 % für das Kalenderjahr 2018.

Die Verbraucherpreisinflation wird im Euro-Raum voraussichtlich im Kalenderjahr 2019 bei 1,2 % und im Kalenderjahr 2020 bei 1,3 % liegen.

Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich im Abschwung. Bislang ist jedoch nicht von einer breiten und tiefergehenden Rezession auszugehen. Im laufenden Jahr 2019 dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Zuwachsrate von 0,5 % merklich weniger stark wachsen als in den Vorjahren. Es ist zu erwarten, dass sich die schwache wirtschaftliche Dynamik mindestens bis in das kommende Jahr hinzieht und das Wachstum mit 0,9% (kalenderbereinigt 0,5%) im Jahr 2020 schwach bleiben wird. Für die weitere Entwicklung ist entscheidend, inwiefern der bislang noch solide Arbeitsmarkt und die Binnennachfrage von dieser Entwicklung erfasst werden. 26

24 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
25 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
26 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20

Für den Euro-Raum sowie die wesentlichen Euro-Länder der jeweiligen berichtspflichtigen Segmente der Douglas-Gruppe, Deutschland, Frankreich und Südwest-Europa (Italien, Spanien, Niederlande), ergibt sich für 2018, 2019 und 2020 folgende Übersicht über die drei volkswirtschaftlichen Leistungsindikatoren BIP (Bruttoinlandprodukt), HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) und Erwerbslosenquote 27, ferner für Ost-Europa (Polen) Daten zur Entwicklung des saisonbereinigten Bruttoinlandprodukts 28:

BIP (Veränderung % zum Vj.) HVPI (Veränderung % zum Vj.) Erwerbslosenquote (%)
2018 2019 2020 2018 2019 2020 2018 2019 2020
Euro-Raum 1,9 1,2 1,1 1,8 1,2 1,3 8,2 7,5 7,2
Deutschland 1,5 0,5 0,5 1,9 1,3 1,3 3,4 3,2 3,2
Frankreich 1,7 1,3 1,2 2,1 1,3 1,5 9,1 8,5 8,3
Süd-West-Europa
Italien 0,7 0,1 0,5 1,2 0,7 0,9 10,6 9,8 9,3
Spanien 2,4 2,1 1,9 1,7 0,8 1,1 15,3 13,9 13,0
Niederlande 2,5 1,7 1,6 1,6 2,7 1,9 3,8 3,3 3,3

In Ost-Europa (Polen) zeichnet sich ein deutliches Wachstum der Konjunktur gemessen am saisonbereinigten BIP ab. Nach den im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresquartalen zu verzeichnenden Wachstumsraten von 4,6% in Q4/2018 und 4,6% in Q1/2019 stieg das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2019 um 4,2 %. 29

Wirtschaftlicher Ausblick der Gruppe im Geschäftsjahr 2019/20

Bei der weiteren strategischen Entwicklung der Douglas-Gruppe stehen das profitable Wachstum sowie der Ausbau der europäischen Markführerschaft als Omni-Channel-Anbieter im selektiven Beauty-Markt im Fokus.

Mittelfristiges Ziel der Douglas-Parfümerien ist es, marktführende Positionen in den europäischen Kernländern auszubauen, mit Fokus auf der Profitabilität und dem Omni-Channel-Ansatz.

Zur Erreichung dieser Ziele wurde zu Beginn des vorangegangenen Geschäftsjahres unsere neue Wertschöpfungsstrategie #FORWARDBEAUTY ausgerollt, um die Gruppe für eine erfolgreiche Zukunft neu zu positionieren. Diese Strategie besteht aus fünf Eckpfeilern - Stärkung der Marke Douglas, des Filialgeschäfts, E-Commerce, des Sortiments und der Kundenbindung - und wird von über 20.000 Markenbotschaftern erfolgreich zum Wohle unserer Kunden täglich umgesetzt. Im Rahmen dessen wurde zur Repositionierung unserer Marke "Douglas" ein neuer Markenauftritt gewählt und ein neues "Douglas"-Logo eingeführt. Das neue Logo wurde bereits in unseren Online-Shops und allen anderen digitalen Kanälen implementiert, die Douglas-Filialen sollen bis Ende des Kalenderjahres 2019 das neue Logo erhalten und insgesamt dem neuen Markenauftritt entsprechen.

Als Reaktion auf den wichtigen Trend von gesundheitsorientierten Marken und Nahrungsergänzungsmitteln wurde im vorangegangenen Geschäftsjahr das neue Format "Douglas PRO" sowohl stationär als auch online entworfen, das sich stärker auf die Symbiose von Schönheit und Gesundheit in Form von schönheitsbezogenen Nahrungsergänzungsmitteln und Hautpflegeprodukte fokussiert. Hierzu wurde zusätzlich die neue Produktkategorie "Beauty Food" sowie die neue Marke #INNERBEAUTY, geschaffen und im laufenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

27 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2019/20
28 Eurostat - newsrelease 174/2019
29 Eurostat - newsrelease 137/2019

Darüber hinaus wird Douglas weiter eng mit ausgewählten strategischen Partnern der Industrie kooperieren und sich gleichzeitig noch stärker bei Kunden und Lieferanten als Treiber für Innovationen und Taktgeber der Branche etablieren. Der Sortimentsmix aus attraktiven Exklusiv-Hersteller- und Eigenmarken sowie die Qualitäts-Exzellenz von Service und Beratung stellen auch zukünftig unser wichtigstes Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb dar und erhöhen die Kundenbindung. Der Ausbau unseres Exklusivmarkenangebots, eine Stärkung unserer eigenen Marken wie beispielsweise der "Douglas Nocibé Collection" sowie unser stetiger Fokus auf innovative Produkte und Serviceleistungen stehen dabei weiterhin im Vordergrund.

Ferner wird das Kundenbindungsprogramm weiter ausgebaut, z. B. durch den Ausbau der Beauty-Card und dem damit verbundenen Bonusprogramm in Deutschland und die Weiterentwicklung der Kundenbindungsprogramme in weiteren Europäischen Ländern. Ziel ist es, durch unsere individuellen l:l-CRM-Aktivitäten die Kundenzufriedenheit, und -treue und letztendlich die Kundenfrequenz in unsere Filialen und unseren Online-Shops zu erhöhen.

Zentraler Erfolgsfaktor ist die Stärke unseres Omni-Channel-Konzepts in Form der zunehmenden Verzahnung des Filial-Geschäfts mit den E-Commerce-Aktivitäten sowie der beschleunigte Ausbau des Online-Geschäfts in den Kernmärkten. Die europaweite Einführung von Omni-Channel-Services, die Ausweitung des mobilen Angebotes und die Nutzung des technischen Fortschritts in der individuellen Beratung der Kunden haben bereits zu einer stärkeren Verzahnung der Verkaufskanäle beigetragen. Hierdurch erhöht Douglas seine Attraktivität und Wachstumschancen im Vergleich zu reinen Filial-Anbietern. Bereits heute nutzt Douglas aktiv Social-Media-Plattformen wie Instagram als Medium für den Kundendialog und -service, aber auch für den Abverkauf. Weitere zentrale Treiber unserer Omni-Channel-Strategie im "selective and luxury beauty segment" sind neben dem Erwerb von Niche Beauty, einem digitalen "pure player" für internationale Premium- und Nischenkosmetikmarken, die Erweiterung unseres Angebots durch unsere neue "Douglas Beauty Booking Plattform" für Beauty-Services.

Der sich derzeit im Aufbau befindliche exklusive "Marketplace" wird unseren Onlineshop durch ein vollintegriertes exklusives Partnerprogramm erweitern. Der "Marketplace" ergänzt unser Onlineshop-Sortiment um prominente, ausgewählte Partner wie beispielsweise Talea,, Brandfield und zukünftig viele weitere Partner mit dem Ziel als neue Nr. 1 Beauty Plattform (#1 Beauty Destination") ein noch breiteres und tieferes Sortiment anzubieten, das Warenbestandsrisiko zu senken und neben unseren Lieferantenbeziehungen insbesondere die Kundenzufriedenheit und - bindung weiter zu stärken.

Segmentbezogene Prognose sowie verdichtete Gesamtprognose auf Ebene der Douglas-Gruppe für das Geschäftsjahr 2O19/2O 30,31

Bezogen auf die Berichtssegmente erwartet die Konzerngeschäftsführung für Ost-Europa stark und für Deutschland kräftig steigende Umsätze, ferner für Süd-West-Europa merklich und für Frankreich leicht wachsende Umsätze.

30 Wir weisen darauf hin, dass vor dem Hintergrund der einer jeden Prognose innewohnenden Unsicherheiten bzw. Risiken und anderer Faktoren die tatsächlichen Entwicklungen von den berichteten Prognosen abweichen können.
31 Prognosen zum bereinigten EBITDA bzw. zu den bereinigten EBITDA-Margen sind ohne Berücksichtigung der Auswirkungen bzw. Änderungen durch den für das Geschäftsjahr 2019/20 erstmalig verpflichtend anzuwendenden IFRS 16 "Leasingverhältnisse" abgegeben worden.

In Süd-West-Europa und in Ost-Europa werden annährend konstante bzw. leicht verbesserte bereinigte EBITDA-Margen in Prozentpunkten erwartet. Vor dem Hintergrund der anhaltend starken Wettbewerbssituation in den berichtspflichtigen Segmenten Frankreich und Deutschland geht die Konzerngeschäftsführung hier von leicht verschlechterten bzw. annähernd konstanten bereinigten EBITDA-Margen in Prozentpunkten aus.

Für die Douglas-Gruppe erwartet die Konzerngeschäftsführung für das Geschäftsjahr 2019/20 gegenüber dem Vorjahr ein signifikantes Wachstum der Umsätze sowie eine solide Steigerung des bereinigten EBITDA, bei einer bereinigten EBITDA-Marge in Prozentpunkten auf Vorjahresniveau.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Douglas-Gruppe sieht sich mit einer Vielzahl von Chancen und Risiken konfrontiert, die das operative Geschäft in unterschiedlicher Weise und Intensität beeinflussen. Dabei definiert die Douglas-Gruppe den Begriff des Risikos als eine negative Auswirkung auf eine Gesellschaft oder die ganze Unternehmensgruppe und deren Zielerreichung. Das umfasst zum einen die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und zum anderen das Eintreten eines ungewollten Ereignisses. Positive Auswirkungen hingegen werden als Chance definiert.

Die Identifikation und Erfassung von Risiken erfolgen durch Risiko-Manager in den jeweiligen In- und Auslandsgesellschaften. So ist eine umfangreiche und frühzeitige Chancen- und Risikoidentifikation sichergestellt. Zur frühzeitigen Identifikation dienen unternehmensspezifische Frühwarnindikatoren und spezifische Umfelddaten, wie zum Beispiel Umsätze, Personalkosten, Kundengewinnungsquote (Conversion Rate), Liquiditätsveränderungen usw., die stets an die aktuelle Entwicklung angeglichen werden. Zudem werden allgemeinwirtschaftliche Faktoren ständig in die Planung und die Chancen- und Risikoidentifikation einbezogen. Hierzu zählen landesspezifische Kennzahlen wie Arbeitslosenquote, Inflation oder Marktentwicklung, jedoch auch Veränderungen des Konsumverhaltens oder Veränderungen im Konsumentenvertrauen in Europa und insbesondere im Euroraum.

Die Chancen oder Risiken werden durch ein zentrales einheitliches Chancen- und Risikomanagementsystem verwaltet, das sogenannte Douglas-Risiko-Radar, das von der Fachabteilung "Group Controlling" verwaltet wird. Dabei handelt es sich um eine zentrale lokale Risikodatenbank, die nach dem sogenannten COSO-Modell (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) strukturiert ist. Es werden strategische, operationelle Risiken, Finanz- und Reporting-Risiken sowie Compliance Risiken unterschieden. Zu den strategischen Risiken gehören die Umfeld-, Branchen- und leistungswirtschaftlichen Risiken. Die operationellen Risiken beinhalten vor allem die informationstechnologischen Risiken sowie die Personal- und rechtlichen Risiken. Zu den Finanz- und Reportingrisiken gehören auch die steuerlichen Risiken. Anhand einer regelmäßigen gruppenweiten Abfrage werden Chancen und Risiken identifiziert und bewertet sowie die ergriffenen Maßnahmen in einer "Riskmap" dokumentiert. Jedes Risiko wird dabei durch die Angabe von Eintrittswahrscheinlichkeit, seiner Schadenskategorie, dem potentiellen absoluten Schadenswert und der Kontrollierbarkeit bewertet. Ergänzend werden Kontrollprozesse und Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung oder- vermeidung dokumentiert. So werden Chancen und Risiken regelmäßig kontrolliert und der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat im Rahmen von definierten Berichten vorgelegt. Dadurch ist ein stetiger Informationsfluss zur Geschäftsführung sichergestellt. Spontan auftretende Chancen und Risiken können so mit allen notwendigen Informationen direkt und kurzfristig an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weitergegeben werden.

Die als relevant erkannten Risiken werden konzerneinheitlich anhand des möglichen Schadensausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Dabei wird das Schadensausmaß in die vier Klassen: Geringfügig (< 5 Mio.€), moderat (> 5; < 15 Mio. €), bedeutend (> 15; < 25 Mio. €) und wesentlich (> 25 Mio. €) sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit in die vier Klassen: unwahrscheinlich (< 5 %), gering (> 5 bis 30 %), möglich bis wahrscheinlich (> 30 bis 70 %), und sehr wahrscheinlich (>70 %) untergliedert:

Das sich hieraus jeweils ergebende bewertete Schadensausmaß, (unter Beachtung bereits eingeleiteter, wirksamer Risikosteuerungsmaßnahmen) wird gemäß seiner Bedeutung für den Douglas-Konzern den drei Kategorien "gering (g)", "mittel (m)" oder "hoch (h)" zugeordnet.

Risikobericht

Für die Douglas-Gruppe besteht eine Vielzahl von Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und eine künftige positive Geschäftsentwicklung gefährden können. Unter den im Folgenden dargestellten Risiken verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von unserer Prognose führen können.

Umfeldrisiken

Als ein europaweit agierendes Unternehmen ist die Douglas-Gruppe Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Situation der Länder ausgesetzt, in denen sie tätig ist. Änderungen der geopolitischen Lage, Wechsel in der politischen Führung, Anschläge oder Naturkatastrophen können das Konsumverhalten negativ beeinflussen und somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Douglas-Gruppe haben. Daher wird die Entwicklung der gesellschaftspolitischen Risiken in den für uns relevanten Ländern ständig beobachtet. Mithilfe von regelmäßigen Planungsrechnungen und Szenario-Analysen kann schnell auf Veränderungen der Rahmenbedingungen reagiert werden. Als Grundsatz gilt dabei immer renditeorientiertes Wachstum mit konsequenter Fokussierung auf profitable Geschäftsfelder. Die Bedeutung des Umfeldrisikos für den Konzern wird als mittel eingeschätzt.

Branchenrisiken

Risiken im Beschaffungs- und Absatzmarkt

Ein Großteil ihrer Waren bezieht die Douglas-Gruppe von wenigen Lieferanten. Dies birgt das Risiko einer hohen Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten. Bei einem Ausfall oder einer verspäteten Lieferung ("out-of-stock") solch eines Lieferanten kann möglicherweise die Nachfrage nicht mehr bedient werden. Ferner können Änderungen der Lieferkonditionen eine hohe Auswirkung auf unsere Rohertragsmarge haben. Durch kontinuierliche Marktbeobachtungen und laufende Gespräche mit den Lieferanten wird diesen Beschaffungsrisiken entgegengewirkt. Die Bedeutung der Beschaffungsrisiken für die Douglas-Gruppe werten wir als mittel.

Auf den Märkten, auf denen die Douglas-Gruppe tätig ist, steht sie im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Parfümerie-, Kosmetik- und sonstigen Beautyprodukten. Der Wettbewerb hat sich im Berichtsjahr weiter intensiviert. Dies äußert sich vor allem in einer aggressiven Preispolitik und höheren Kundenrabatten sowie neuen Strategien von Akteuren im Online-Handel. Veränderungen der Wettbewerbssituation durch den Eintritt neuer starker Wettbewerber könnten sich auf die Marktposition, das Geschäft und damit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Aus diesem Grund arbeiten wir daran, die Gestaltung unserer Filialen und der E-Commerce Plattform weiter zu optimieren. Für das Geschäftsjahr 2018/19 bedeutete dies das Upgrade und die Erneuerung des Markenauftritts, sowie eine weitere Verbesserung der E-Commerce Plattform und die Intensivierung unseres Auftritts in den Social Media Kanälen. Ferner wurde mit dem neuen Store-Konzept DOUGLAS PRO das Beauty Portfolio um den gesundheitsorientierten Bereich sowie um Nahrungsergänzungsmittel erweitert (#INNERBEAUTY). Eine direkte Ansprache der verschiedenen Kunden- und Zielgruppen über unterschiedliche Kanäle hilft zudem, uns von Wettbewerbern abzusetzen. Hierzu entwickeln wir unser Customer Relationship Management ständig weiter. Aufgrund der #FORWARDBEAUTY Strategie, der Optimierung der Pricing Strategie sowie einer Stärkung der Kundenbindung u.a. durch die Weiterentwicklung von Services für den Kunden wird dieses unterstützt. Das Wettbewerbsrisiko stufen wir aus Konzernsicht als hoch ein.

Im Handel lassen sich vermehrt veränderte Kundenansprüche und Erwartungen sowie ein verändertes Konsumverhalten feststellen. Drogeriemärkte im Niedrig-Preis-Segment könnten ihre Produktpalette um selektive Produkte erweitern und so in Zukunft den Konkurrenzdruck erhöhen. Hier tragen neben dem Anbieten von Shopping Expertise und professioneller Beratung vor allem die Entwicklung der Eigenmarkenkonzepte und die Aufnahme neuer Exklusivmarken sowie individueller Beauty-Konzepte ins Produktportfolio dazu bei, den Kunden an Douglas zu binden. Jedoch sind mit Eigen- und Exklusivmarken auch die weitergehenden Risiken verbunden, dass Eigenmarken vom Kunden abgelehnt werden. Aufgrund der weiter zunehmenden Vielfalt von Artikeln im Sortiment gekoppelt mit dem Erschließen neuer Verkaufskanäle ergeben sich Risiken eines nichtadäquaten Lager- und Warenbestands. So bergen Fehler im Warenmanagement, fehlerhafte Warenwirtschaftssysteme oder Fehleinschätzungen künftiger Markt- und Nachfrageentwicklungen das Risiko eines zu hohen Warenbestands und gehen mit erheblicher Kapitalbindung einher. Mittels IT-gestützter Bestandsplanung und Verbesserungen von Supply-Chain-Prozessen sowie der Verhandlung niedriger Mindestbestellmengen und Retourenoptionen versuchen wir, diesem Risiko entgegenzutreten. Sowohl das Risiko der Kundenabwanderung zu Drogeriemärkten als auch das gruppenweite Warenbestandrisiko schätzen wir für die Gruppe als hoch ein.

Das Internet und die Informationsverbreitung über soziale Netzwerke gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dies verändert die Rolle des stationären Handels als bevorzugtem Einkaufs- und Informationsort. Online-Plattformen ermöglichen dem Verbraucher, verschiedene Online-Anbieter und deren Preise schnell zu vergleichen, wodurch ein möglicher Umsatz an andere E-Commerce-Händler verlorengehen kann. So könnte der Markteintritt von Online-Händlern in das Beauty-Segment Einfluss auf unser Wachstum haben und sich damit auf unsere Vermögens, Finanz- und Ertragslage auswirken. Amazon hat sich als bedeutender Wettbewerber im Beautybereich etabliert. Die mögliche Abwanderung unserer Kunden zu anderen Online-Plattformen stellt daher für die Douglas-Gruppe ein Risiko dar. Ein ständig weiterentwickeltes Customer Relationship Management, bei dem die verschiedenen Zielgruppen direkt über unterschiedliche Kanäle angesprochen werden, trägt dazu bei, die Kunden enger an die Douglas-Gruppe zu binden. Dabei nutzen wir auch die enge Zusammenarbeit mit Influencern und Bloggern aus den sozialen Medien, um Kunden und potentielle Kunden anzusprechen. Das sich aus der möglichen Kundenabwanderung zu anderen E-Commerce-Händlern ergebende Risiko halten wir aus Konzernsicht für hoch.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Im Fokus der Gruppe steht der Ausbau der europäischen Marktführerschaft gemeinsam mit ausgewählten Partnern. Zur Erreichung der Ziele erwarb die Douglas-Gruppe im Juli 2019 die Mehrheitsbeteiligung an NICHE BEAUTY, einem aufstrebenden Online-Portal exklusiv für außergewöhnliche, internationale Premium-Kosmetikmarke, insbesondere um die Position von Douglas im attraktiven Luxussegment weiter auszubauen. Dabei lässt sich nicht ausschließen, dass zunächst nicht aufgedeckte bzw. erkannte Risiken zu einem späteren Zeitpunkt eintreten und das Geschäft nachhaltig negativ beeinflussen. Durch sorgfältige Vertragsgestaltung und entsprechende Garantien wurde versucht, diesem Risiko entgegen zu wirken. Zusätzlich wurden durch Due Diligence Prüfungen Risiken geprüft und durch uns bewertet. Die Bedeutung dieses "M&A-Risikos" schätzen wir für den Konzern als mittel ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die langfristige Finanzierung der Douglas-Gruppe erfolgt durch einen Seniorkonsortialkreditvertrag einschließlich einer revolvierenden Kreditlinie (sog. RCF - Revolving Credit Facility) sowie emittierte Unternehmensanleihen. Neben anderen Pflichten muss die Douglas-Gruppe insbesondere ein bestimmtes Verhältnis zwischen EBITDA und Verschuldung einhalten (Financial Covenants). Diese Pflicht entsteht allerdings erst dann, wenn mindestens 40 % des Revolvers in Anspruch genommen wurden (Schwellenwert). Bei einem Verstoß gegen Verpflichtungen aus den Finanzierungsverträgen sind die Kreditgeber unter anderem berechtigt, die Kredite vorzeitig zu kündigen. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden alle vertraglichen Verpflichtungen eingehalten und der revolvierende Kredit nicht in Anspruch genommen. Die fortlaufende Bedienung der Kapitalkosten setzt generell voraus, dass die Planung der Douglas-Gruppe im Hinblick auf die Ertrags- und Cash Flow Entwicklung nicht erheblich verfehlt wird. Durch die regelmäßige Erstellung, Überwachung und Anpassung von Planungsrechnungen, insbesondere der Liquiditätsplanungen, wird dem Risiko kurz- und mittelfristig begegnet. 32 Vor dem Hintergrund der derzeitigen Planungsrechnungen und aufgrund der zum 30. September 2019 erzielten Kennzahlen ist die Konzernleitung davon überzeugt, dass der Schwellenwert für die Ermittlung der Financial Covenants auch im Geschäftsjahr 2019/20 nicht erreicht wird und dass die generierten operativen Cash Flows die fälligen Finanzierungskosten übersteigen werden. Aus Konzernsicht messen wir dem Risiko mittlere Bedeutung bei.

Die Douglas-Gruppe wird bei Fälligkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in den Jahren 2022 bzw. 2023 nach heutiger Planung nicht in der Lage sein, diese Verbindlichkeiten aus eigenen Mitteln zu tilgen. Wir gehen davon aus, dass die Finanzverbindlichkeiten bei Fälligkeit refinanziert werden können. Die dann fälligen Konditionen hängen stark von dem dann zu beobachtenden Zinsumfeld ab, aber auch von unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Alternativ ist eine Tilgung durch Mittelzuflüsse aus Transaktionen unserer Gesellschafter möglich. Entsprechend halten wir das Risiko einer fehlenden Anschlussfinanzierung zwar für betragsmäßig wesentlich, dessen Eintritt aber aus heutiger Sicht für unwahrscheinlich.

32 Weitere Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 27 "Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" im Kapitel "Liquiditätsrisiko".

Informationstechnologische Risiken

Der technologische Fortschritt und die zunehmende Vernetzung lassen die Anzahl der IT-Systeme in unseren Geschäftsprozessen ansteigen. Das gesteigerte Bedürfnis nach omnipräsenten Daten, zunehmende Komplexität und die EU-Datenschutzgrundverordnung stellen besondere Anforderungen an Management, Kontrolle, Verfügbarkeit und Sicherheit. Risiken aus dem Verstoß gegen Datenschutzgesetze sowie Datenmissbrauch oder die unzureichende Implementierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) könnten erhebliche Geldbußen nach sich ziehen. Ein Ausfall von geschäftsrelevanten Systemen könnte Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aktuelle State-of-the-Art Sicherheitslösungen wie Web-Application Firewalls helfen uns, externe Bedrohungen und Angriffsvektoren zu minimieren und Sicherheitsziele zu erreichen. Vor Hacker-Attacken schützen Pen-Tests und die Einführung eines Managed Services zur Risikobewertung von Bedrohungen im Netzwerk und zur Durchführung von proaktiven Maßnahmen. Zudem unterstützen gruppenweit etablierte IT Sicherheitsprozesse und Desaster Recovery Szenarien beim aktiven kontinuierlichen Schutz unserer IT Ressourcen. Firmenweite Standards bei Hard- und Software ermöglichen eine einfache Beschaffung, Wartung und reduzierte Komplexität. Die organisatorische und technische Umsetzung der Anforderungen aus der EU Datenschutzgrundverordnung erfolgt durch die IT- und Fachabteilungen, mit Unterstützung eines externen Dienstleisters. Aus Konzernsicht schätzen wir das Risiko als mittel ein.

Personalrisiken

Ein wichtiger Eckpfeiler für Erfolg und Misserfolg des Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Zukünftige mögliche Restrukturierungen könnten Personalabbau oder Fluktuation von Mitarbeitern und Führungskräften zur Folge haben. Der Verlust von Knowhow und eine mögliche zeitweise sinkende Produktivität, da neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erst noch ausgebildet oder eingearbeitet werden müssen, stellen ein Risiko dar. Gerade im Bereich unseres Beauty Retail Geschäfts sind kompetente, service-orientierte und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen unverzichtbar. Durch betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes wird der Mitarbeiterfluktuation entgegengewirkt. Für den Konzern werten wir das Personalrisiko als mittel.

Steuerliche Risiken

Unsere Steuerbelastung, einschließlich der damit verbundenen Nebenleistungen, hängt von verschiedensten Steuergesetzen in verschiedenen Ländern, sowie deren Auslegung und Anwendung ab. Hauptsächlich im Zusammenhang mit der Würdigung von Sachverhalten durch die Finanzverwaltung einschließlich von Verrechnungspreissachverhalten können Steuerrisiken entstehen. Darüber hinaus können sich insbesondere Risiken aus der Auslegung umsatzsteuerlicher Regelungen ergeben. Durch gruppenweite Richtlinien, interne Schulungen sowie eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Steuerexperten und -behörden wird diesem Risiko begegnet. Das Steuerrisiko für die Douglas-Gruppe halten wir für mittel.

Rechtliche Risiken

Als Risiken sind mögliche Verstöße gegen geltendes Recht, gesetzliche Bestimmungen oder unternehmensinterne Richtlinien zu sehen. Im Fokus steht hier neben der konsequenten Beachtung der landesaktuellen Gesetzeslage auch die Reaktion auf bevorstehende Gesetzesänderungen und zunehmende Regulierungen auf nationaler und europäischer Ebene (wie beispielsweise die Marktmissbrauchsverordnung). Insbesondere die Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht sowie die Nachwirkungen der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung auf europäischer Ebene sind besonders beachtenswerte Gesetze bzw. Gesetzesänderungen für das Jahr 2019/20. Die Umsetzung der Anforderungen des EuGH zur Einwilligung beim Setzen von Cookies ist ebenfalls eine Herausforderung im kommenden Jahr sowie die Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte.

Sämtlichen Auswirkungen und den damit verbundenen Risiken auf die Unternehmen der Douglas-Gruppe werden durch die Einbindung von internen und externen Rechtsberatern versucht zu begegnen. Alle wesentlichen Verträge werden entsprechend internen Vorgaben einer juristischen Vorprüfung unterzogen. Einige mögliche verbleibende Haftungsrisiken oder potenzielle Schadensfälle werden, soweit ökonomisch sinnvoll, durch entsprechende Versicherungen abgedeckt, die zentral angepasst und optimiert werden. Douglas übernimmt als Händler von Kosmetikprodukten aber auch anderer Waren (zum Beispiel Elektrogeräte, Textilien) bestimmte Sorgfalts- und Prüfpflichten. Douglas hat einen Product Compliance Prozess verabschiedet und einen Product Compliance Officer ernannt, um Risiken zu minimieren. Bei Gewährleistungsansprüchen, Produktmängeln oder Forderungen aus dem Produkthaftungsgesetz ist die Douglas-Gruppe grundsätzlich durch Rückgriffansprüche gegenüber Lieferanten abgesichert. Für den Konzern werten wir die rechtlichen Risiken als gering.

Chancenbericht

Für die Douglas-Gruppe bestehen vielfältige Chancen für eine künftige positive Geschäftsentwicklung. Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können.

Aus der Implementation unserer neuen Strategie #FORWARDBEAUTY und insbesondere der damit verbundenen Repositionierung der Marke Douglas durch ein komplettes Rebranding mit völlig neuem Marken-, Logo- und Bildsprachenauftritt online und in den Filialen, ergibt sich die Chance als "The Beauty Brand" im Markt für Parfums, Kosmetik, Körperpflege und schönheitsbezogenen Nahrungsergänzungsmittel wahrgenommen zu werden.

Chancen aus Zukäufen

Durch ausgewählte Unternehmenszukäufe in strategisch wichtigen Ländern oder Marktsegmenten und der anschließenden Integration dieser könnte die Douglas-Gruppe in diesen Ländern oder Marktsegmenten die Marktführerschaft erlangen bzw. diese weiter ausbauen und entsprechende Synergien heben bzw. Größenvorteile nutzen.

Chancen des Absatz- und Beschaffungsmarktes

Die wachsende internationale Präsenz der Douglas-Gruppe und der wachsende Bekanntheitsgrad der Marke können ihre Verhandlungsposition gegenüber Vermietern, Lieferanten und Herstellern stärken und Beschaffungsvorteile verschaffen.

Die Douglas Kundenkarte, die sog. Douglas Beauty Card, eingeführt im Oktober 2016, ergänzt die bisherige Douglas Card, nun Douglas Beauty Card Premium, um eine kostenfreie Alternative. Gleichzeitig ermöglicht sie das Sammeln von sogenannten Douglas Beauty Points (1 Euro Umsatz = 1 Beauty Point): Mit ihr wird das Ziel verfolgt, das Einkaufserlebnis weiter zu steigern und die Kunden näher an Douglas zu binden und neue Kunden zu gewinnen.

Unsere Customer Relationship Management Aktivitäten, bei denen die ganzheitliche Kundenorientierung aller Geschäftsprozesse im Vordergrund stehen (Omni-Channel), zielen auf ein höchst individualisiertes 1:1 Marketing ab und erlauben uns, auf die persönlichen Kundenwünsche und -bedürfnisse noch spezifischer und schneller einzugehen, was zu einer besseren Kundengewinnungsquote, sowie zu höheren durchschnittlichen Käufen führt und die langfristige Kundenbindung stärkt.

Der Online-Handel ist weiterhin Wachstumstreiber für die gesamte Branche und es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt. Auch für die Douglas-Gruppe ist der Online-Handel eine wichtige Chance für den künftigen Erfolg. Durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung am Online-Portal NICHE BEAUTY kann die Position von Douglas weiter ausgebaut werden. In Verbindung mit dem stationären Handel und den mobilen Apps bietet das Douglas Omni-Channel-Angebot ein umfassendes Kundengewinnungspotential.

Informationstechnologische Chancen

Die Umsetzung der Anforderung aus der EU Datenschutzgrundverordnung bietet durch das mit der Umsetzung verbundene transparente Einwilligungsmanagement die Chance auf ein höheres Vertrauen des Kunden in die Douglas-Gruppe und damit einen höheren Kundengewinn. Gleichzeitig wird eine gezieltere Ansprache und Kommunikation mit unseren Kunden ermöglicht.

Personalchancen

Chancen ergeben sich aus der hohen Attraktivität der Douglas-Gruppe als Marktführer im Beauty-Bereich, was uns zu einem attraktiven Arbeitgeber macht. Zudem hat es sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass am Standort Düsseldorf eine Versorgung mit mehr und besser qualifizierten Arbeitskräften sichergestellt werden kann. Der Douglas Dialog, basierend auf unserer Mitarbeiterbefragung schafft zudem einen sehr guten Rahmen für den Austausch und die gemeinsame Gestaltung des Arbeitsumfeldes, der Teamzusammenarbeit und konstruktiven Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der #PerformanceDialogue, der Mitarbeitern und Vorgesetzten eine schnelle, flexible und innovative Möglichkeit bietet, im engen Austausch Ziele zu setzen und Leistung zu steuern.

Unternehmensführung

Die Förderung von Frauen auf sämtlichen Unternehmensebenen, auch in Führungspositionen, ist bei Douglas seit vielen Jahren nicht nur erklärtes Ziel, sondern gelebte Praxis und ein wichtiger Grundpfeiler unseres Erfolges.

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" sieht vor, dass der Aufsichtsrat der Douglas GmbH für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung Zielgrößen und Fristen zu deren Erreichung bestimmt. Die Geschäftsführung der Douglas GmbH hat ihrerseits solche Zielgrößen und Fristen für die beiden ihr nachgeordneten Führungsebenen festzulegen.

Die ungeprüften Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind auf unserer Internetseite www.Douglas.de unter der Rubrik "Über Uns" / "Über Douglas", in der Kategorie "Verantwortung" / "Soziale Verantwortung" zu finden.

 

Düsseldorf, 12. Dezember 2019

Kirk Beauty One GmbH

Geschäftsführung

Tina Müller

Matthias Born

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kirk Beauty One GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 30. September 2019, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzern-Überleitung vom Gewinn oder Verlust zum Gesamtergebnis, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 sowie dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Informationen im Financial Report, der in englischer Sprache offengelegt wird, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernabschluss oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 13. Dezember 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stollenwerk, Wirtschaftsprüferin

Altmeppen, Wirtschaftsprüferin

Datum der Feststellung

Der Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 wurde am 28. Februar 2020 festgestellt.

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