Gökeler GmbH
45mGroßhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hummel-Formen GmbHLenningenJahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011Lagebericht1. VorbemerkungDie Hummel-Formen GmbH ist spezialisiert auf den Großformenbau von Spritzwerkzeugen für Kunststoffteile und verfügt über Alleinstellungsmerkmale in der Kombination aus Werkzeugbau, Prozessentwicklung und zugleich Teilefertigung. Das Geschäftsmodell der Hummel-Formen GmbH ist darauf ausgerichtet, den Kunden von der ersten Idee bis zur Serienreife zu begleiten. Das Leistungsspektrum umfasst deshalb neben Versuchs- und Serienwerkzeugen für Spritzgieß- und Pressformen auch die Produktentwicklung und die Bereitstellung von Prototypenteilen. Mit der Produktion von Kleinstserien wird die "alles aus einer Hand" Philosophie für unsere Kunden vervollständigt. Hummel-Formen hat mit dem sog. JointMelt-Verfahren ein hocheffizientes und besonders präzises Fertigungsverfahren zum Patent angemeldet, mit dem mittels Heißgasschweissen Kunststoffbauteile bereits direkt in der Spritzgießform zusammengefügt werden. Damit wird ein Arbeitsschritt eingespart, das Verfahren ist kostengünstiger und führt gegenüber den herkömmlichen Verfahren zu einer verbesserten Bauteilequalität. Wir präsentieren uns als flexibler Partner im Formenbau und können uns durch die Bandbreite der Leistungen sowie durch unsere technologisch führenden, innovativen Lösungen von unseren Mitbewerbern abgrenzen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 hat die ElringKlinger AG rechtlich 90 % der Anteile an der Hummel-Formen GmbH erworben. 2. Wirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft hat sich nach einem starken BIP Wachstum von 5,2% in 2010 auf ein geringeres Wachstum von ca. 3,8% in 2011 reduziert. Verantwortlich hierfür waren temporäre Faktoren wie das Erdbeben in Japan und die weltweite Rohstoffsituation, sowie mittelfristig wirkende Faktoren wie die Schuldenkrise in Europa, der volatile Finanzsektor und ein geringeres Wachstum der Schwellenländer. Diese Situation wird sich auch auf 2012 auswirken. Die Wachstumsprognosen für 2012 sind deshalb deutlich reduziert bei ca. 3,3%. Der EU-Raum hatte eine schlechtere Entwicklung als die Weltwirtschaft. Das BIP erreichte in 2010 eine Steigerung um 1,7% Punkte. In 2011 wird eine Steigerung um 1,6% Punkte prognostiziert. Die Schuldenkrise, Haushaltskonsolidierungen, die negative Entwicklungen des Finanzbereiches und die schwächere Weltkonjunktur haben einen negativen Einfluss auf die EU-Gesamtentwicklung. Diese Entwicklung setzt sich für 2012 fort. Die Prognose für 2012 zeigt eine weitere Wachstumsreduzierung um -0,5% Punkte. Eine tiefgreifende Rezession wird nicht erwartet, sofern die notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden. Deshalb sind die Erwartungen für die 2. Jahreshälfte 2012 und für 2013 verbesserte Wachstumsraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in 2011 um 3,0 % zu, wohingegen in 2010 noch ein Anstieg von 3,6 % zu verzeichnen war. Die Reduzierung ist in Deutschland geprägt durch eine große Unsicherheit im Finanzsektor, Reduzierung der Ausfuhren insbesondere auch im EU-Raum und die weltwirtschaftliche Entwicklung. Die dennoch positive Situation wurde durch die Inlandsnachfrage gestützt. Die Prognosen für 2012 zeigen eine weitere Reduzierung des Wachstums auf ca. 0,3%. Insbesondere das erste Halbjahr wird als schwierig eingeschätzt. Eine Erholung im 2. Halbjahr und in 2013 (+1,7%) wird prognostiziert, wenn die Rahmenbedingungen sich entsprechend entwickeln. Der Klimawandel, endliche Rohölreserven, hohe Verkehrsdichte und ein Wertewandel haben das Image des Autos verändert. Es muss in Zukunft leichter, sicherer, effizienter, schadstoffärmer und bedarfsgerechter für die momentane Nutzung werden. Hier bieten sich für die Hummel-Formen, speziell zum Thema Leichtbau mit Kunststoffteilen, sehr gute Möglichkeiten. 3. BranchenentwicklungDie Mehrzahl unserer Kunden ist aus der Kunststoffverarbeitung für die Fahrzeugfertigung. Sie konnte in 2011 von den positiv veränderten Bedingungen profitieren. Insbesondere Zulieferer mit hohem Anteil an hochwertigen Fahrzeugen konnten von dem guten Wachstum gewinnen. Die Nachfrage nach Spritzgiessgußwerkzeugen lässt sich nicht eins zu eins aus der Entwicklung unserer Abnehmer ableiten, da der Werkzeug- und Formenbau der Serienproduktion vorgelagert ist und nicht von der Stückzahl, sondern von der Modellvielfalt abhängt. In der zweiten Jahreshälfte wurde der Werkzeugbau von einer positiven Situation bei den Aufträgen aus der Automobilindustrie getroffen. Dieser Trend wird voraussichtlich auch in 2012 anhalten. 4. Geschäftsentwicklung 2011Position des Unternehmens Die Auftragslage war im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Wert, wobei in diesem Jahr eine stärkere Auslastung in der Produktion von Kunststoffteilen zu verzeichnen war. Die internen Produktionsanlagen waren über das Jahr gut ausgelastet. Wir präsentieren uns als flexibler Partner im Formenbau und können uns durch die Bandbreite der Leistungen sowie durch unsere technologisch führenden, innovativen Lösungen von unseren Mitbewerbern abgrenzen. Um uns mit unserer Innovationsführerschaft gegenüber unseren Mitbewerbern auch in Zukunft einen entscheidenden technologischen Wettbewerbsvorteil zu sichern, unternimmt das Unternehmen in Projekten mit neuen Technologien und Strategien, sowie daraus resultierenden erfolgreichen Patentanmeldungen, große Anstrengungen. Ein Beispiel ist unsere Patentanmeldung für eine PKW-Kunststofffelge. Unsere Tochtergesellschaften konnten im Berichtszeitraum die geplanten Ziele erfüllen. 5. Umsatz- und AuftragsentwicklungAufgrund der branchenüblich langen Projektlaufzeiten verlaufen Auftragseingang- und Umsatzentwicklung sehr unterschiedlich. Der Umsatz ging in 2011 um 0,9 Mio. € von 16,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2010 auf 15,7 Mio. € in 2011 zurück. Mit neun unserer Kunden werden rund 82 % des Umsatzes erzielt. Der Umsatzanteil für den nicht automobilen Bereich lag bei unter 5 %. Der Auftragsbestand hat am Jahresende 7,7 Mio. € betragen und lag damit über dem Wert von 2010 (7,3 Mio. €). Die damit verbundene Reichweite sichert die Beschäftigung für das Jahr 2012. 6. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageDas Ergebnis vor Steuern ist um 1,2 Mio. € auf 0,6 Mio. € gesunken. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 0,3 Mio. € (2010: 1,3 Mio. €). Der Rückgang des Ergebnisses ist auf die gesunkenen Umsatzerlöse aufgrund der langen Projektlaufzeiten und der damit zeitlich auseinanderfallenden Umsatzrealisierungszeitpunkten zurückzuführen. Weiterhin resultiert die Ergebnisentwicklung aus der im Vergleich unterproportional gesunkenen Materialaufwendungen sowie der gestiegenen Personalaufwendungen. Aufgrund der Wertentwicklung der Wertpapiere des Umlaufvermögens mussten Abschreibungen in Höhe von 0,2 Mio. € vorgenommen werden. Die Bilanzsumme hat sich von 15,2 Mio. € um 6,1 Mio. €auf 21,3 Mio. € erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Erwerb der Anteile an der Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH, der HuRo Supermold S.R.L. sowie der HuRo Invest S.R.L. zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich um 0,3 Mio. € auf 2,9 Mio. €. Zur Vorbereitung des Erwerbs der Anteile an der Gesellschaft durch die ElringKlinger AG erfolgte eine Abgeltung der Pensionsansprüche der vormaligen Gesellschafter, wodurch es zu einem vollständigen Abgang der Pensionsrückstellungen gekommen ist. Die guten Zahlungskonditionen mit Kunden mit einem guten Anzahlungsaufkommen haben zu einer durchgehend guten Liquiditätsversorgung geführt. Die durchschnittlichen Bestände und der moderate Forderungsbestand zum Bilanzstichtag haben eine Unterstützung mit kurzfristigen Fremdmitteln nur in geringem Umfang erforderlich gemacht. Das Unternehmen verfügt über ein der Größe und Komplexität angemessenes Reporting und Controlling System, das die Basis für die Erkennung eventueller Risiken schafft. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir für den Erwerb der Geschäftsanteile von Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH, HURO Supermold srl und der HURO Invest srl ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.720 von der ElringKlinger AG aufgenommen. Die Fremdmittel aus dem Programm "ERP-Innovationsprogramm FuE" wurde mit TEUR 2.000 abgerufen, gleichzeitig wurden Darlehen in Höhe von TEUR 2.400 getilgt. Die Sachinvestitionen wurden aus dem laufenden Cashflow bezahlt. 7. Investition und ProduktionDas durchgängige Produktmanagementsystem mit unserer Eigenentwicklung flowTIQ und der Ausbau der automatisierten Fertigung führt zu einer Kosteneinsparung, sowie einer starken Produktivitätssteigerung in der Produktion, und untermauert unsere Position im Wettbewerb. Diese Investitionen werden sich darüber hinaus weiter positiv auf das Ergebnis in 2012 auswirken. Das geplante Investitionsvolumen für 2012 beläuft sich auf 2,0 Mio. €. Die geplanten Neuinvestitionen im Jahr 2012 und 2013 sind weitere Investitionen in die Automatisierung der Fertigung. 8. PersonalHummel-Formen beschäftigte in 2011 (2010) durchschnittlich 122 (118) Mitarbeiter, von denen rund 10 (10) Auszubildende sind. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 13,9 Jahre. Die innerbetriebliche Ausbildung ist ein Grundpfeiler für unsere Zukunftsfähigkeit, da sie die Basis für einen kontinuierlichen Ausbau unseres personellen Wachstums bildet. Der Erfolg unserer Ausbildung spiegelt sich in den erzielten Preisen und Belobigungen unserer Auszubildenden wieder. Seit Februar haben wir zusammen mit der Karl-Eberhard-Scheufelen Haupt- und Realschule eine Kooperationsvereinbarung und Bildungspartnerschaft. Drei Schulabgänger nahmen 2011 ihre Ausbildung zum Werkzeugmacher Fachrichtung Formentechnik auf. 9. RisikomanagementEin konzernweites Risikomanagement ist aufgebaut und wird aktiv umgesetzt. Die Hummel-Formen GmbH führt im Rahmen dieses festgelegten Risikomanagements der ElringKlinger AG die notwendigen Kontrollen durch und leitet davon entsprechende Maßnahmen ab. Gemäß den Vorgaben des Risikomanagements der Gesellschaft werden die wesentlichen Kennzahlen laufend überprüft. Dazu liefert das Berichtswesen der Gesellschaft monatlich eine entsprechende Berichterstattung. 10. Wesentliche Risiken und ChancenFür jedes Unternehmen besteht grundsätzlich eine Vielzahl an geschäftlichen Risiken, die auch vielfältige Ursachen haben. Die Gesellschaft ist insbesondere Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Rohstoffen ausgesetzt. Das Risiko von Zahlungsausfällen auf Seiten der Kunden besteht bei der Gesellschaft nur in begrenzten Umfang, da der Großteil des Geschäfts mit der Muttergesellschaft ElringKlinger AG betrieben wird. Zusammen mit dem Materialaufwand bilden die Lohnkosten den wesentlichen Kostenblock. Daher würde sich eine steigende Lohndynamik belastend auf die Ertragssituation auswirken. Chancen werden im Wesentlichen in der Innovationsführerschaft gegenüber Mitbewerbern gesehen. 11. Entwicklung 2011 und AusblickUnter Verweis auf die durchschnittlichen monatlichen Auftragseingänge im Verlauf des Jahres 2011 wie auch im ersten Monat des Jahres 2012 gehen wir weiterhin davon aus, dass die Vorgaben erreicht werden können. Die Entwicklung des Umsatzes sowie des Jahresergebnisses wird für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 auf dem gleichen Niveau wie im Geschäftsjahr 2011 erwartet. Die für das Jahr 2012 vorgesehenen Investitionen in den Maschinenpark dienen der Sicherstellung der gesetzten Ertragsziele. Im laufenden Jahr werden wir eine Verschlankung unserer Gruppenstruktur herbeiführen. 12. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEreignisse nach dem Bilanzstichtag von wesentlicher Bedeutung sind nicht zu vermerken.
Lenningen, den 15. März 2012 Hummel-Formen GmbH Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Hummel-Formen GmbH, Lenningen, wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Hummel-Formen GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in EUR erstellt, in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Des Weiteren sind sämtliche Vermerke in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen. Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das mit BilMoG neu geschaffene Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern, planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Angeschaffte Vermögensgegenstände mit einem einzelnen Anschaffungswert von bis zu 410,- EUR werden sofort abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich bzw. zulässig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt. Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2010 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren (`Projected-Unit-Credit-Methode`) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrundegelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. In den Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Latente Steuern Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 27,7 % angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen (im Vorjahr) und sonstigen Rückstellungen. Da sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser, in erstmaliger Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 3 HGB, nicht angesetzt. Im Vorjahr wurde von diesem Wahlrecht kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,7 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 11,9 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 340 %. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf den nachfolgenden Seiten dargestellt. Anteilsbesitz:
Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.696 (i. Vj. TEUR 0) resultieren in Höhe von TEUR 958 (i.Vj. TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 738 (i.Vj. TEUR 0) aus dem Finanzverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 621 (i. Vj. TEUR 0) gegen die Gesellschafterin ElringKlinger AG. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 514 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben im Vorjahr TEUR 742 eine Restlaufzeit größer ein Jahr. Zum 31. Dezember 2011 haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Bilanz zum 31. Dezember 2010 wurde hinsichtlich des Ausweises dahingehend angepasst, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen werden. Davon ausgehend wurden die davon-Vermerke bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen angepasst. Entwicklung des Anlagevermögens
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 511. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 716). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von i. Vj. 5,15 % unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung lag darüber hinaus ein Rententrend von 2,0 % zugrunde. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind personalbezogene Rückstellungen (TEUR 531, i. Vj. TEUR 362), Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 55, i. Vj. TEUR 513) sowie verschiedene andere Verpflichtungen (TEUR 154, i. Vj. TEUR 104) enthalten. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 6.907 (i. Vj. TEUR 0). Von den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.069, i. Vj. TEUR 3.058) bestehen TEUR 218 (i. Vj. TEUR 264) aus Steuern und TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 563 (i. Vj. TEUR 188) enthalten. Diese enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 450 (i. Vj. TEUR 47) sowie Erträge aus Anlagenabgängen TEUR 113 (i. Vj. 112). Personalaufwand Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen TEUR 47 (i. Vj. TEUR 35) Aufwendungen für Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen liegen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 19) aus Anlagenabgängen (i. Vj. aus Forderungsausfällen) vor. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Ausweis beinhaltet Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52 (i. Vj. TEUR 0). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Gesamtaufwand resultiert aus Darlehenszinsen gegenüber Kreditinstituten und Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (TEUR 37, i. Vj. TEUR 35). Es sind wie im Vorjahr keine Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den ausgewiesenen Ertragsteuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 59 (i. Vj. TEUR 58 periodenfremde Aufwendungen) enthalten. Haftungsverhältnisse und s onstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat eine Bürgschaftserklärung in Höhe von TEUR 100 zugunsten der Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH abgegeben. Von einer Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH derzeit nicht ausgegangen. Die Hummel-Formen GmbH hat eine Bürgschaftserklärung in Höhe von TEUR 50 zugunsten der SMALNAA GmbH gegenüber einer Bank abgegeben. Auf Antrag wurde diese Bürgschaftserklärung mit Wirkung zum 12. Januar 2012 gelöscht.
Im Übrigen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im geschäftsüblichen Rahmen. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Verpflichtungen, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt (ohne Geschäftsführer):
Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird verzichtet, da diese Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Geschäftsführer Jochen Hummel, Betriebswirt, Kirchheim unter Teck Volker Hummel, Werkzeugmachermeister, Lenningen Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft macht von § 291 HGB Gebrauch. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Teil an einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Lenningen, den 15. März 2012 Jochen Hummel Volker Hummel Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hummel-Formen GmbH, Lenningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 15. März 2012 PricewaterhouseCoopers
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Renate Berghoff, Wirtschaftsprüferin |
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