Schmidt-Ankum Familien GmbH
Dr.-Albert-Schmidt-Weg 1, 49577 Ankum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Pannwitz seit 23.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 90.48% | |
| 86.67% | |
| 85.00% | |
| 63.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schmidt-Ankum Familien GmbHAnkumKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang 2022Schmidt-Ankum Familien GmbH, AnkumI. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussAls Muttergesellschaft hat die Schmidt-Ankum Familien GmbH, Ankum, für das Geschäftsjahr vom 01 01.2022 bis zum 31.12.2022 einen Konzernabschluss gem. §§ 290 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Schmidt-Ankum Familien GmbH hat ihren Sitz in Ankum und wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRB 212975 geführt. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und das GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Konzernanhang anzubringenden Vermerke wurden im Konzernanhang aufgeführt, soweit das der Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses dient. II. Konsolidierungskreis und -methodenIn der folgenden Tabelle sind alle Unternehmen angegeben, auf die die Schmidt-Ankum Familien GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden (Tochterunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss (assoziierte Unternehmen) ausübt.
Die Beteiligungsquote gibt die Anteile der jeweils unmittelbar übergeordneten Gesellschaft an. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2022 wurden die GMF Golzower Mutterkuh- und Ferkelproduktian GmbH und die GTC Golzower Tankservice-Center GmbH auf ihre alleinige Gesellschafterin Agrar Planetal Golzow GmbH verschmolzen. Konzernunternehmen waren im Vorjahr persönlich haftende Gesellschafter der BSA GmbH & Co. KG, Ankum (Deutschland) und der Agrar Planetal GmbH & Co. KG, Golzow (Deutschland). Kapitaleinlagen in diese Beteiligungsgesellschaften wurden nicht geleistet. In 2022 hat die MSA Schmidt-Ankum GmbH die persönliche Haftung bei diesen Gesellschaften übernommen. Die BSA GmbH & Co. KG und der Agrar Planetal GmbH & Co. KG sind deshalb aus Sicht des Konzerns keine Gesellschaften mehr, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Alle vorstehend aufgeführten inländischen Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB in Anspruch. Darüber hinaus sind die Schmidt-Ankum Holding GmbH und die Leiber GmbH wegen ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der Schmidt-Ankum Familien GmbH nach § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde die Kapitalkonsolidierung gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Zunächst wurden den Vermögensgegenständen und Schulden die zugrundeliegenden stillen Reserven und Lasten zugeordnet Anschließend wurde eine Verrechnung des in der Handelsbilanz II des Mutterunternehmens entsprechend aufgestockten Beteiligungswertes mit dem neubewerteten Eigenkapital vorgenommen. Als Stichtag der Erstkonsolidierung der Schmidt-Ankum Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde gem. § 301 Abs. 2 HGB der 01 Dezember 2021 (Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung) zugrunde gelegt. Entsprechend sind die Schmidt-Ankum Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen in den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung für das Konzerngeschäftsjahr 2021 nur für einen Monat enthalten. Unter der Annahme der Einbeziehung dieser Gesellschaften für das ganze Jahr 2021 in den Konzernabschluss hätten die Umsatzerlöse 2021 um ca. 17% unter denen des Jahres 2022 gelegen. Bei etwas weniger gestiegenem Materialaufwand hätte das Rohergebnis 2021 wegen höherer Bestandverminderungen um ca. 14% unter dem des Berichtsjahres gelegen. Ein insgesamt etwas geringerer Anstieg der übrigen betrieblichen Aufwendungen hätte zum Ausweis eines Betriebsergebnisses geführt, das ca. 15% unter dem des Jahres 2022 gelegen hätte. Als Stichtag der Erstkonsolidierung der Agrar Planetal Golzow GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde gem. § 301 Abs. 2 HGB der 01. Januar 2021 (Zeitpunkt der Bildung des Konzerns) zugrunde gelegt. Aus der Erstkonsolidierung der Agrar Planetal Golzow GmbH und ihrer Tochtergesellschaften resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 2.633, der nach Maßgabe der durchschnittlichen Nutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Anlagegegenstände und unter Berücksichtigung von Anlageabgängen erfolgswirksam aufgelöst wird. Der Unterschiedsbetrag korrespondiert im Wesentlichen mit stillen Reserven, die insbesondere im Grundvermögen der Gesellschaft zwischen dem Erwerb der Anteile und dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entstanden sind und hat deshalb Eigenkapitalcharakter. Der Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der Schmidt-Ankum Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) sind die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet worden. Die Aufwands- und Ertragseliminierung der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 305 HGB. Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen wurden die Innenumsätze und diesen Umsätzen gegenüberstehenden Aufwendungen sowie die übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge verrechnet. Eine Zwischenergebniseliminierung gem. § 304 Abs. 1 HGB wurde nicht durchgeführt, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist (§ 304 Abs. 2 HGB). III. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Inhalt der einzelnen Posten des Konzernabschlusses entsprechen den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB i.V.m. § 298 Abs. Abs 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautende Abschlüsse erfolgt nach § 308a HGB.
Für die Bestimmung der Durchschnittskurse für die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Jahresdurchschnitte herangezogen. Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Wertansätze in der Konzernbilanz für Vermögens- und Schuldposten sind aus den Einzelbilanzen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der verbliebenen Bewertungsunterschiede aus der Neubewertung im Zuge der Erstkonsolidierung (Handelsbilanzen II), übernommen worden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt einheitlich und entspricht den Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Nachstehend geben wir eine Übersicht über die Wertansätze und die ausgeübten Bewertungswahlrechte: Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet worden. Zum Bilanzstichtag bestand ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligungen und dem anteiligen Eigenkapital von TEUR 35, der im Wesentlichen stille Reserven in Immobilien betrifft. Der Unterschiedsbetrag und das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sind nach Verrechnung von Ertragsteuern angegeben. Die übrigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen worden. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für pflanzliche und tierische Produkte werden die Standardherstellkosten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) angesetzt. Es wurde von der Option der Gruppenbewertung gleichwertiger Vermögensgegenstände Gebrauch gemacht (§ 240 Abs. 4 HGB). Die Forderungen werden zu Nominalwerten angesetzt. Bestehende individuelle Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen mit Fälligkeiten bis zu einem Jahr werden mit den Devisenkassamittelkursen des Bilanzstichtages bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Zum 31. Dezember 2022 wurden die Pensionsrückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des Barwertverfahrens ("Projected-Unit-Credit"-Methode) berechnet. Dabei wurde für die Pensionsverpflichtung entsprechend der Vereinfachungsregelung eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,78 % angesetzt (im Vorjahr durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 134. Dieser Unterschiedsbetrag ist bei der Leiber GmbH für die Ausschüttung gesperrt.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Fremdwahrungsverbindlichkeiten mit Fälligkeiten bis zu einem Jahr werden mit den Devisenkassamittelkursen des Bilanzstichtages bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden gem. § 298 HGB i.V.m § 274 HGB und § 306 HGB in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- und -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen für den Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ermittelt, wobei die für das Geschäftsjahr geltenden oder mit Wirkung für die Zukunft geänderte Steuersätze herangezogen werden. Das Aktivierungswahlrecht des § 274 HGB wird ausgeübt. IV. Angaben zur Konzernbilanz1. Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Anlageposten einschließlich der Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gegen den Gesellschafter-Geschäftsführer des Mutterunternehmens bestanden am Bilanzstichtag Ausleihungen in Höhe von TEUR 904 sowie kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 223 aus bis auf Weiteres gewährten Krediten. Die unter den Ausleihungen ausgewiesenen langfristigen Darlehen wurden im Berichtsjahr gewährt, kurzfristige Forderungen, die im Vorjahr in Höhe von TEUR 801 bestanden, bis auf den vorgenannten Betrag zurückgeführt 3. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern betreffen die Pensionsrückstellungen, die Vorräte, die Rückstellungen für Urlaub sowie Kursdifferenzen. Die passiven latenten Steuern betreffen das Anlagevermögen und Kursdifferenzen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Steuersatzes in Höhe von 19,0 % bei der Leiber Sp. z o. o., in Höhe von 20,0 % bei OOO Leiber Russland, in Höhe von 28,8 % bei der Leiber GmbH und in Höhe von 26,6 % bei der Agrar Planetal Golzow GmbH. Die aktiven und die passiven latenten Steuern wurden nicht saldiert. Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich im Laufe des Berichtsjahrs wie folgt entwickelt:
4. Rückstellungen Zum Stichtag beträgt die Unterdeckung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 1.775. Rückgedeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2 064 wurden mit den Aktivwerten der Rückdeckungsversicherung saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen wurde auf Grundlage des Marktwertes ermittelt und beträgt TEUR 289. Aufwendungen wurden mit Erträgen in Höhe von TEUR 8 verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen gegenüber Personal, Verwaltungsratsvergütungen eines Tochterunternehmens, Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten, ausstehende Rechnungen sowie Aufbewahrungspflichten. 5. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen TEUR 2.750 auf den Gesellschafter-Geschäftsführer des Mutterunternehmens, davon sind TEUR 2.699 ein langfristiges Darlehen. Gegenüber dem Vorjahr wurden TEUR 553 zurückgezahlt V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Umsatzerlose nach Tätigkeitsbereichen:
Das Absatzgebiet des Konzerns befindet sich überwiegend in Deutschland sowie in Großbritannien, den Niederlanden und Polen. 2. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält TEUR 135 aus der Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung, TEUR 1.388 aus Versicherungsentschädigungen, TEUR 4 aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil sowie TEUR 2.310 aus Agrarsubventionen für Flächenbewirtschaftung. Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 246 enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 20 enthalten. 4. Zinsaufwendungen In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" werden TEUR 37 aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ausgewiesen. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus einem laufenden Steueraufwand von TEUR 4.318 und einem latenten Steuerertrag von TEUR 731 zusammen. VI. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds des Konzerns umfasst im Grundsatz täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Er entspricht am Stichtag dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten". VII. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Miet-, Leasing- und Wartungsvertragen in Höhe von TEUR 2.767. davon TEUR 1.800 aus bis 2028 laufenden Pachtverträgen mit durchschnittlich TEUR 300 pro Jahr. 2. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Schmidt-Ankum Familien GmbH, Ankum, gehörte im Berichtsjahr Herr Bernd Schmidt-Ankum, Dipl. Agrar-Ingenieur, Ankum, an. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 3. Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt waren durchschnittlich 263 Mitarbeiter beschäftigt, davon 118 Angestellte und 145 gewerbliche Mitarbeiter. 4. Honorar des Konzernabschlussprüfers Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfer für Abschlussprüfung (TEUR 68) und für Steuerberatungsleistungen (TEUR 4) angefallen. 5. Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft Die Gesellschafter der Muttergesellschaft haben beschlossen, den zum 31 Dezember 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss (TEUR 2.417) zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Ankum, 22 Dezember 2023 Schmidt-Ankum Familien GmbH Bernd Schmidt-Ankum, Geschäftsführer KONZERNANLAGENSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2022
KONZERNVERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr bzw. waren im Vorjahr vollständig durch Grundschulden, Sicherungsübereignung und Sicherungsabtretungen besichert. Konzernlagebericht zum 31. Dezember 20221. Grundlagen des KonzernsDie Schmidt-Ankum Familien GmbH ist das Mutterunternehmen des Schmidt-Ankum Holding Teilkonzerns und des Agrar Planetal Golzow Teilkonzerns und hat ihren Sitz in Ankum. Die Geschäftstätigkeit der Schmidt-Ankum Familien GmbH umfasst das Halten, Verwalten und die Kontrolle von Beteiligungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden und diesem Zweck dienenden Geschäfte. Mit Gründungsvertrag vom 13. September 2018 wurde die Schmidt-Ankum Familien GmbH mit Sitz in Ankum errichtet. Mit Einbringungsvertrag vom 23. Juni 2014 wurde das Stammkapital der Schmidt-Ankum Holding GmbH in Form von Sacheinlagen (Einbringungsanteile) erbracht. Eingebracht wurden die Anteile an der Leiber GmbH, an der Franz Leiber Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH und an der Grundstücksgemeinschaft Schmidt und Leiber GbR. Die zum Konzern gehörende Leiber-Gruppe blickt auf eine mehr als 60-jährige Tradition in der Herstellung von Hefe-Spezialprodukten "Made in Germany" zurück. Die Produkte aus schonend getrockneter oder extrahierter Bierhefe werden nach einem selbst entwickelten Verfahren her- gestellt. Dieses Verfahren gewährleistet den höchstmöglichen Schutz der empfindlichen Inhaltsund Wirkstoffe der Bierhefe, wie B-Vitamine, Aminosäuren, essentielle Fettsäuren und Spurenelemente. Mit zwei Standarten in Niedersachsen sowie weiteren Produktionsstätten in Polen und Russland stellt Leiber Bierhefeprodukte und Hefeextrakte auf höchstem Qualitätsniveau her. Weiterhin ist die Schmidt-Ankum Familien GmbH an der Agrar Planetal Golzow GmbH beteiligt, deren Geschäftstätigkeit aus der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, deren Bearbeitung. Verarbeitung und Vermarktung besteht. Darüber hinaus erbringt die Agrar Planetal Golzow Dienstleistungen im ländlichen Raum, insbesondere Leistungen im Bereich der Landschaftsgestaltung und des Landschaftsschutzes sowie der Landschaftspflege und die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen, Vermietung und Verpachtung sowie Nutzung erneuerbarer Energie und deren Vermarktung. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 gut behauptet - trotz Inflation, Energiekrise, Ukraine Krieg und Lieferkettenproblemen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs um 1,9 Prozent, laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Wichtigste Stütze war der private Konsum. Auch die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung halfen. Wegen der Energiekrise konnte die Wirtschaft allerdings nicht an das Jahr 2021 anknüpfen, als es konjunkturell um 2,6 Prozent nach oben ging - trotz Lieferproblemen und der Corona-Pandemie. Wie auch schon im Jahr zuvor, konnte die Futtermittelwirtschaft diesem Trend im Jahre 2022 nicht folgen. Die Mischfutterherstellung ging im abgelaufenem Wirtschaftsjahr von 23,4 Millionen Tonnen auf 22,0 Millionen Tonnen zurück. Dieses entspricht einem Rückgang um 1.400 000 Tonnen oder ca 6,0 %. Die Rückgänge betreffen sowohl das Schweinefutter- als auch das Wiederkäuer- und Geflügelsegment gleichermaßen. Besonders stark fällt der Rückgang im Schweinefutter aus. Mit einer Reduzierung um rund 900.000 Tonnen stellt dieser Bereich den Großteil der gesamten Abnahme dar. Im Gegensatz zu den Produktions- und Absatzmengen konnten die Mischfutterbetriebe die Umsätze in 2022 von rund 8,5 Milliarden € auf 10,5 Milliarden € steigern. Hauptgründe für diese Umsatzsteigerungen liegen in dem deutlichen Preisanstieg für Rohstoffe und vor allem auch Energie, die auf die Absatzpreise umgelegt wurden (Pressemitteilung DVT "Deutscher Verband Tiernahrung e.V", Mischfutter-Wirtschaftszahlen 2022, vom 13 Februar 2023). Getreide Beim Getreide lag die Erntemenge 2022 in Deutschland mit 43,1 Mio. Tonnen etwas höher als im Vorjahr (42,1 Mio. Tonnen). Sowohl die Qualitäten als auch die Erträge waren regional sehr unterschiedlich. Dafür waren die Erzeugerpreise flächendeckend gut. Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine verschärfte sich das bereits angespannte Marktumfeld. Insbesondere Logistikprobleme als Nachwirkung der Corona-Pandemie und die schlechte Ernte in Nordamerika 2021 hatten schon vor Kriegsausbruch dafür gesorgt, dass das globale Preisniveau weit über dem Mittel der letzten Jahre lag. So notierte im Dezember 2021 Qualitätsweizen über 300 Euro und Futtergerste über 250 Euro je Tonne. (Erzeugerpreise frei Erfasser). Die Erzeugerpreise sind nach wie vor extrem volatil. Deutliche Preisausschläge in jede Richtung sind auf Grund der weiterhin knappen Versorgungssituation und der unsicheren politischen Lage nicht auszuschließen. Die relativ hohen Getreidepreise in 2021/2022 haben zu einer Angebotsausweitung in 2023 geführt, was die Preise von über 300 €/t auf 200 €/t reduziert hat. Milch Für die Milchviehhalter war das Jahr 2022 wirtschaftlich ein außergewöhnliches. Die variablen Kosten der Milchproduktion (vor allem Kosten für Grund- und Kraftfutter. Energie, Bestandsergänzung) lagen 50 Prozent über dem üblichen Niveau, Wirtschaftlich darstellbar ist diese Situation deshalb, da auch die Erlöse deutlich höher lagen als üblich. Im Jahr 2022 lag der durchschnittliche Erzeugerpreis für konventionelle Kuhmilch in Deutschland bei 53,2 Cent/kg (Jahr 2021: 36,3 Cent/kg). Im Verlauf von 2023 ist der konventionelle Milchpreis jedoch wieder stark rückläufig gewesen von Januar 2023 über 59,9 Ct/kg auf 40,4 Ct/kg im August 2023. Bis Jahresende 2023 wird ein Preis über ca. 41 Ct/kg erwartet, was nicht kostendeckend für den Großteil der Erzeuger ist. Gleichwohl expandiert die Milcherzeugung nicht. Investitionen in Neu- und Umbauten werden in dieser unkalkulierbaren Situation deutlich zurückgefahren, auch wegen unklarer politischer Rahmenbedingungen. Trotz deutlich überdurchschnittlicher Preise für Rohmilch haben die deutschen Milchviehhalter 0,3 Prozent weniger Milch produziert als im mengenschwachen Vorjahr. Öko-Umsatz 2022 erstmals mit leichtem Rückgang - Gewinner Discounter - Verlierer Naturkostfachhandel und Direktvermarkter Der deutsche Öko-Markt schrumpfte 2022 zum ersten Mal in seiner Geschichte. Der Öko-Lebensmittelumsatz sank von Januar bis Oktober 2022 um 4,1 Prozent. Der Mengenrückgang belief sich auf 5,7 Prozent Dennoch wird der Öko-Umsatz mit voraussichtlich 15 Milliarden Euro immer noch 2,7 Milliarden Euro über dem Niveau von 2019 liegen. Und das heißt, der Öko-Markt konnte das sehr hohe Umsatzwachstum von 22 Prozent aus dem ersten Coronajahr in der Krise 2022 halten. Die Discounter sind nach GfK-Daten auch bei Öko-Produkten 2022 die Gewinner des Trends zum "Billig"-Einkauf. Im Zeitraum Januar bis Oktober stieg hier der Öko-Umsatz um 14,5 Prozent. Im Vollsortiments-LEH blieb der Öko-Umsatz etwa gleich. Im Naturkostfachhandel und in der Direktvermarktung sank er hingegen dramatisch um 20 Prozent (Angaben der AMI nach GfK-Daten) Viele Öko-Produkte sind im Discounter nur geringfügig preiswerter oder gleich teuer, aber das Preisimage lenkt den Konsum offenbar mehr als echte Preiskenntnis. So war die Öko-Trinkmilch im Sommer bis in den September hinein im Discount und LEH teurer als im Naturkostfachhandel, nachdem im Juni 2022 Aldi die Bio-Trinkmilchpreise auf einen Schlag um 50 Prozent erhöhte hatte. Die Öko-Umstellungstätigkeit blieb auch 2022 verhalten. Das half, die Erzeugerpreise zu stabilisieren und bei etlichen wichtigen Öko-Rohstoffen gab es sogar Preissteigerungen So stiegen 2022 die Preise für Weizen, Roggen und Hafer um über 20 Prozent und für Futterweizen um 17 Prozent. Der Erzeugerpreis für Öko-Milch wuchs um über 20 Prozent von 51 auf 62 Cent/kg, der Preis für Schweinefleisch um 9 Prozent und für Rindfleisch um 8 Prozent. Für Altkühe allerdings stagnierte der Erzeugerpreis. Dinkel erlebte zum wiederholten Mal eine Talfahrt. Der Öko-Eiermarkt war rückläufig, was eine Abstockung der Legehennen bestände zur Folge hatte. Die kurzfristigen Aussichten für den Ökolandbau sind daher auch in 2023 verhalten zu beurteilen. Bei einem Wiederanspringen der Konjunktur bzw. einer Konsolidierung der Verbrauchereinkommen darf aber mit Nachfragewachstum gerechnet werden. Im Verlauf von 2023 ist der Bio-Milchpreis jedoch wieder rückläufig gewesen von Januar 2023 über 62,8 Ct/kg auf 54.5 Ct/kg im August 2023. Bis Jahresende 2023 wird ein Preis über ca 55 Ct/kg erwartet, was nicht kostendeckend für den Großteil der Erzeuger ist. Jedoch zeigte sich wie in den Vorjahren, dass der Bio-Milchmarkt weniger volatile Preise zeigt im Vergleich zur konventionellen Erzeugung. Wesentliche Quellen für die Ausführungen zu den Agrarmärkten waren insbesondere der Marktbericht zum Jahreswechsel 2022/23 des Deutschen Bauernverbands und das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Energiemarkt Der Energiemarkt durchlebte 2022 noch nie dagewesene Extreme. Diese Entwicklung begann bereits 2020 während der Coronapandemie. Sie löste die niedrigsten Energiepreise aus, die man bisher gesehen hatte. Daraufhin gestaltete sich das Folgejahr 2021 aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage mit weiterhin schwachen Strompreisen. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine machte sich 2022 dann regelrecht Panik am Energiemarkt breit und diese Unsicherheit schaukelte sich bis zum Sommer 2022 massiv hoch. Das hat die Preise auf dem Energiemarkt zusätzlich spekulativ nach oben schießen lassen. Teilweise lagen sie in Deutschland bei bis zu 1.000 Euro pro Megawattstunde. Das sind schlagartig fast 15-mal höhere Preise, als es bislang üblich waren (60 € / MWh). Zudem schwankten die Preise teilweise um bis zu 200 Euro am Tag. Die Regierung hatte eine Gasmangellage ausgerufen und Europaweit sind Preise für Energie stark gestiegen (Quelle: ENGIE Deutschland: Ein turbulentes Jahr: Der Energiemarkt 2022 im Rückblick). 3. GeschäftsverlaufDas operative Geschäft erfolgt im Wesentlichen durch die Leiber GmbH und deren Tochtergesellschaften. Weiterhin durch die Agrar Planetal Golzow GmbH und deren Tochtergesellschaften. Das Jahr 2022 war geprägt von den Auswirkungen und Unsicherheiten, ausgehend von dem Krieg in der Ukraine. Insbesondere die Themen Energieversorgung und Preisanstiege für Energie und sämtlicher anderer produktionsrelevanter Ressourcen hat die Leiber GmbH in 2022 vor große Herausforderungen gestellt. Die durch Leiber entwickelten Notfallpläne für den Fall der Einstellung oder Beschränkung der Energieversorgung mussten glücklicherweise nicht aktiviert werden, stehen aber für die Zukunft weiterhin grundsätzlich zur Verfügung. Durch die teils drastisch gestiegenen Einkaufspreise in allen Bereichen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sah sich die Leiber GmbH gezwungen umfangreiche Preissteigerungen auf der Absatzseite, auch unterjährig, umzusetzen. Der Großteil der Kunden hat diese Preisanpassung mitgetragen, sodass es zu keinen signifikanten Absatzeinbußen gekommen ist. Die Auftragslage in 2022 war gut und es hat sich gezeigt, dass der in 2020 eingeleitete Restrukturierungsprozess zur effizienteren Organisation, die Neudefinition des Markenauftritts und die klare Herausstellung des Nachhaltigkeitsaspektes des Geschäftsmodells der Leiber GmbH ihren Beitrag zur nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung der Leiber GmbH geleistet haben. Auch die mangelnde Verfügbarkeit und drastisch gestiegene Preise für substitutive Produkte haben zu steigender Nachfrage nach Leiber-Produkten geführt. Die ausreichende Versorgung mit dem Hauptrohstoff Bierhefe war 2022 gewährleistet. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das verarbeitete Volumen nochmals leicht gesteigert werden. Die deutsche Brauwirtschaft konnte ihren Absatz in 2022 um ca. 2,7% steigern (Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Brauwirtschaft vom 7. März 2023). Das Geschäftsjahr 2022 verlief für den Agrar Planetal Golzow Teilkonzern sehr zufriedenstellend. Das Ergebnis 2022 war nach 2021 eins der erfolgreichsten der letzten Jahre. Neben positiven Entwicklungen auf den Absatzmärkten haben Investitionen und Rationalisierung der Produktion nun Früchte getragen. Trotz sehr trockener Witterung konnten akzeptable ökologische Erträge bei den Hauptfrüchten Getreide. Mais, Luzerne und Lupine erreicht werden, was dem ackerbaulichen Management zuzurechnen ist. Weiterhin hat sich die die Gesamtverfassung des Milchkuhbestands weiter verbessert, was zu höheren Milchleistungen je Tier, mit wesentlich besseren Milch Verkaufspreisen einherging. Mit Umstellung auf Bio-Milch ab Juli 2022 und geänderter Futterzusammensetzung aus regionalem Anbau hat die Milchleistung erwartungsgemäß abgenommen. Jedoch hat der steile Anstieg der konventionellen Milchpreise diese Auswirkung überkompensiert. Ab Januar 2023 wird vollwertige Bio-Milch erzeugt, wodurch die hohen Bio-Milchpreise mit weniger Preisschwankungen gesichert werden. Die Erzeugung im Ackerbau ist in 2022 nun im 2. Jahr auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Hieraus ergibt sich für das kommenden Jahr 2023 noch ein letztes "Umstellungsjahr" wo nach ökologischen Maßstäben gewirtschaftet wird, jedoch nicht zertifizierte Ware aus dem Ackerbau erzeugt wird. Für die Bio-Milchproduktion müssen umfangreiche Umbaumaßnahmen der Stallgebäude vorgenommen werden. Ein Bauantrag zur Bio-Kuh-Stall Erweiterung und Bestandserhöhung wurde in 2022 gestellt. Diese Investitionen sind langfristig zu einem attraktiven Zinsniveau abgesichert. Der Geschäftsverlauf des Konzerns ist insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen. 4. ErtragslageDas operative Geschäft des Konzerns erfolgt durch die Leiber GmbH und deren Tochtergesellschaften sowie durch die Agrar Planetal Golzow GmbH und deren Tochtergesellschaft. Die Auftragslage der Leiber GmbH war in allen Bereichen auch in 2022 fortgesetzt gut. Im operativen Agrarbereich der Agrar Planetal Golzow GmbH war die Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 durch ein verbessertes Preisniveau in der Milchproduktion und von guten Naturalerträgen in der Futtermittelproduktion gekennzeichnet. Die Konzernumsätze haben sich im Geschäftsjahr in allen Vertriebssegmenten positiv entwickelt und betragen TEUR 111.870 nach TEUR 13.247 im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Schmidt-Ankum Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften im Vorjahr nur für einen Monat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind. Unter der Annahme einer Einbeziehung ab Beginn des Vorjahres hätten die Umsatzerlöse um ca. 17,2 % unter denen des Berichtsjahres gelegen, wobei insbesondere die Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche Tierernährung und Lebensmittel gestiegen sind. Auch die folgenden Erläuterungen basieren auf der hypothetischen Einbeziehung des Schmidt-Ankum Holding Teilkonzerns ab Januar 2021 in den Konzernabschluss. Die Schmidt-Ankum Familien GmbH-Gruppe erzielte im Berichtsjahr ein Rohergebnis von TEUR 51.591. Es liegt damit um ca. 16 % über dem des Vorjahres. Der betriebliche Aufwand, bestehend aus Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. einschließlich sonstiger Steuern beträgt TEUR 32.170, was einer Steigerung von ca. 20% entspricht, und die Abschreibungen betragen weitgehend unverändert TEUR 5.142. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) beträgt TEUR 14.279 und liegt damit ca. 18% über dem des Vorjahres. Bei diesem handelt es sich um den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator des Konzerns. 5. FinanzlageDie sich aus der Kapitalflussrechnung ergebenden Cashflows sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt durch Eigen- und Fremdmittel. Der Konzern war jeder Zeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 6. VermögenslageDas Gesamtkapital des Konzerns beträgt TEUR 159.412 nach TEUR 131.455 im Vorjahr. Das Anlagevermögen beträgt 63,0 % (VJ 65.5 %) des Gesamtvermögens und das kurzfristig gebundene Vermögen, bestehend aus den Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beträgt 20,7 % (VJ 24,8 %) des Gesamtvermögens. Beim Anlagevermögen überstiegen insbesondere die Investitionen in Sachanlagen die korrespondierenden Abschreibungen deutlich. Im kurzfristig gebundenen Vermögen glichen sich der Rückgang der Vorräte und der Anstieg der Forderungen weitgehend aus. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 68.644 (VJ TEUR 60.884), Es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 43,1 % (VJ 46,3 %). Der Rückgang der Quote ist der gestiegenen Bilanzsumme geschuldet. Daneben werden die Aktiva des Konzerns durch den passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (1,5%, VJ 1,9 %), sowie durch langfristiges (22,1%, VJ 24,5 %), mittelfristiges (18,3%, VJ 13,4 %) und kurzfristiges (15,1%, VJ 13,9 %) Fremdkapital finanziert. 7. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenForschung und Entwicklung Neben der laufenden kundenspezifischen Entwicklung von neuen Produkten, arbeiten mehr als acht wissenschaftliche Mitarbeiter an mittelfristigen Projekten, die neue Geschäftsfelder erschließen sollen um so die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus kooperiert die Leiber GmbH mit diversen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Umwelt und Nachhaltigkeit Das Geschaftsmodell der Leiber GmbH ist höchst nachhaltig. Es werden Nebenprodukte der Brauereiindustrie aufgenommen, veredelt und im Anschluss dem Wertstoffkreislauf wieder als Qualitätsprodukte zugeführt. Die Leiber GmbH wurde im Laufe des Jahres 2022 nach dem ZNU-Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert und verpflichtet sich zur stetigen Optimierung in allen drei Aspekten der Nachhaltigkeit: Ökologisch, Ökonomisch und Soziales. Die Agrar Planetal Golzow befindet sich seit Juli 2021 in Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Um höchsten Ansprüchen der Gesellschaft an die Landwirtschaft nachzukommen wurde außerdem die Mitgliedschaft im Erzeugerverband Gäa (gleichzusetzten mit Bioland) eingegangen. Großteile der Ackerflächen werden nun für die Futterproduktion der Milchkühe mit mehrjährigen Kulturen wie Luzerne und Kleegras bewirtschaftet. Den Kühen wird in den vegetativen Monaten täglich frisches Futter ab Feld angeboten, bzw. Großteile der Herden haben Weidezugang zwischen den Melkzeiten. Mit dem eigenen Futteranbau (Luzerne, Lupine, Gras, Mais) wind der Zukauf von Futtermitteln auf ein Minimum reduziert. Im Anbaujahr 2023 hat die Agrar Planetal Golzow die CO 2 Emissionseinsparungen auf den Leguminosen-Flächen im Vergleich zu den letzten 3 Anbaujahren bewertet. Durch die nachhaltigere Fruchtfolge konnten über 2.000 t CO 2 eingespart werden. 8. Chancen- und RisikoberichtRisiken Das Risikomanagement der Leiber ist darauf ausgerichtet, durch ein einheitliches Reportingsystem die Risiken der Produktion sowie Vermarktung frühzeitig zu erkennen. Durch eine monatliche Analyse wird sichergestellt, dass Abweichungen frühzeitig erkannt und gegengesteuert werden kann. Zur Sicherstellung einer permanenten Zahlungsbereitschaft wird ein Vorhalten von Sicherheitsreserven beim Cash sowie die jederzeitige Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kreditlinien bei Bankpartnern verfolgt. Grundsätzlich schränken wir die Risiken im Prozessbereich durch umfangreiche Zertifizierungen nach den Standards FSSC, IFS sowie Q+S ein. Teil dieser Standards ist auch ein seit Jahren fest implementiertes HACCP System mit dem wir alle produktionsbedingten Risiken strukturiert bewerten und entsprechend handhaben können. Darüber hinaus unterliegen wir regelmäßig der Kontrolle internationaler Konzerne, die mit eigenen Audits zu den Themen "Social Responsibility" sowie z.B "Food Fraud" unsere Prozesse und Abläufe überwachen. Durch Mitgliedschaften in Branchenverbanden wie dem DVT für die Tierernährung, sowie dem BLL und der Eurasyp Organisation für die Lebensmittel- bzw. Hefeextraktbranche, halten wir unsere Kenntnisse zu möglichen Risiken aus veränderten regulatorischen Anforderungen stets aktuell. Auch die Risiken im Einkaufsbereich werden durch die o.g. umfangreichen Zertifizierungen und entsprechend fest etablierten Prozesse beim Wareneingang und in der Lieferantenbewertung minimiert. Im Rahmen einer Risikoabschätzung für fast alle Rohstoffe werden beim Wareneingang umfangreiche Laboranalysen durchgeführt. Ferner werden mit den wichtigsten Hauptlieferanten grundsätzlich längerfristige Einkaufsverträge abgeschlossen, um unerwartete Preiserhöhungen auszuschließen. Fremdwährungsrisiken sind trotz unseres internationalen Geschäftes praktisch nicht vorhanden. da der Anteil des Umsatzes in fremden Währungen sehr gering ist. Zinsrisiken für Kreditlinien sind durch langfristig abgesicherte Festzinsvereinbarungen komplett ausgeschaltet. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Eine weitere Herausforderung der Branche wird sein, die Deckung des Personalbedarfs sicherzustellen. Hierfür müssen die Unternehmen in die Qualifizierung von Fach- und Nachwuchskräften investieren. Insbesondere die stetig steigende Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze stellt nicht nur in der Lebensmittelindustrie ein immer größer werdendes Problem dar. Leiber begegnet diesem Trend mit einer Ausbildungsoffensive. Leiber bildet seit Jahren über den eigenen Bedarf in unterschiedlichen Berufsgruppen aus. Darüber hinaus positioniert sich Leiber als attraktiver Arbeitgeber und bietet seinen Mitarbeitenden attraktive Incentives. Durch den Bau des Leiber Campus am Standort Engter hofft Leiber ebenfalls an Attraktivität zu gewinnen. Durch den Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden wechselseitigen Sanktionen zwischen den EU-Staaten und Russland musste in 2022 mit Engpässen bei der Energieversorgung gerechnet werden, die erfreulicherweise für die Leiber GmbH nicht eingetreten sind. Leiber hat das Ziel sich deutlich unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen und investiert derzeit in ein Biomassekraftwerk. Mit dem Neubau des Biomassekraftwerkes setzt Leiber außerdem seine Nachhaltigkeitsstrategie konsequent weiter um. Weder zu Unternehmen in der Ukraine noch zu Unternehmen in Russland unterhält Leiber signifikante Geschäftsbeziehungen, sodass die Auswirkungen aufgrund des Krieges unter Risikogesichtspunkten aktuell handhabbar sind. Das Tochterunternehmen OOO Leiber in Russland ist nach wie vor in Betrieb und erfüllt seine vertraglichen Verpflichtungen. Das Unternehmen ist rechtlich selbständig und die Einstellung des Betriebes hätte keine existenziellen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft. Der Agrarsektor ist von Klima, Welthandelsmärkten und Subventionierung der EU stark abhängig. Stabilisierend wirken die großen stillen Reserven im Eigentumsland und niedrige Pachtpreise für den Produktionsfaktor Boden. Die Pachtpreise belaufen sich im Betriebsdurchschnitt auf ca. 135 € /ha. Im Vergleich dazu beträgt der Pachtpreis in Sachsen-Anhalt 306 €/ha und in Niedersachsen 545 €/ha. Chancen Analog zur Weltbevölkerung sieht Leiber weltweit einen wachsenden Markt sowohl für Lebensmittel aber auch für Tierernährungsprodukte. Für Letzteres insbesondere im asiatischen Raum. Auch der Bereich Pet-Food wächst weltweit stark, insbesondere durch die gestiegene Anzahl an Haustieren, u.a. ausgelost durch die Corona-Pandemie. Weiterhin sieht Leiber viel Potential in Bereichen die unter dem Begriff Life Science zusammengefasst werden. Hier geht es u.a. um den Einsatz von Hefeprodukten in Gesundheitspräparaten oder Kosmetika. Zur Erschließung weiterer Anwendungsfelder kooperiert Leiber mit externen Unternehmen, Hochschulen oder anderer Forschungseinrichtungen. Nach erfolgreicher Bio-Umstellung der Milchproduktion kann ab Januar 2023 Bio-Milch nach Gäa/Bioland Standard vermarktet werden. Die ackerbaulichen Erzeugnisse sind ab Ernte 2024 mit dem Gäa-Biostandard vollständig zertifiziert. Derzeit werden für den Anbau 2024 neue Feldfrüchte mit höheren Bio-Margen geprüft. Die Schmidt-Ankum Familien GmbH konnte im Jahr 2022 bei historisch hohen Strompreisen 2 Solarparkprojekte über 95 ha und 65 ha realisieren. Es wurden 2 neue Projektgesellschaften gegründet, die Flächen der Fremdeigentümer mittels Pachtverträgen langfristig gesichert, Netzeinspeisepunkte seitens des Stromnetzbetreibers reserviert und Aufsteilungsbeschlüsse mit den Gemeindevertretungen erwirkt Somit hat sich die Agrar Planetal Golzow eine hohe Solar-Pachteinnahme auf den Landwirtschaftlichen Flächen gesichert und die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien wird unterstützt. Die Biogasanlage wird Ende 2025 nach 20 Jahren Laufzeit die attraktive EEG-Vergütung verlassen. Es ist geplant die Biogasanlage zu ertüchtigen und Biomethan direkt in das Gasnetz einzuspeisen. Mit dem Gasnetzbetreiber und Planungsbüros ist man im engen Austausch. Weiterhin wird eine Direktvermarktung von Biofleisch und Milchprodukten geprüft. Prognosebericht Nach erfolgreicher Durchführung des Restrukturierungsprogrammes im Leiber-Teilkonzern sieht sich die Geschäftsführung des Konzerns gut für die nächsten Jahre aufgestellt. Die Geschäftsführung geht weiterhin von steigender Nachfrage in allen Unternehmensbereichen aus. Für das laufende Jahr 2023 sind sämtliche Produktionskapazitäten gut ausgelastet. Insbesondere für den Bereich Tierernährung wurden bereits Projekte angestoßen um weitere Produktionskapazitäten im Ausland aufzubauen und so das Geschäft weiter auszubauen. Das derzeit im Bau befindliche Biomassekraftwerk soll bis Ende des Jahres fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Das Kraftwerk ist ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit von externer Energieversorgung und Reduzierung der Energiekosten. Außerdem setzt Leiber mit dem Neubau des Kraftwerkes seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter um, mit positiven Effekten in der Außendarstellung. Auf letzteres Ziel zielt auch der Neubau des Leiber Campus am Standort Engter. Neben modernen Büro- und Begegnungsflächen wird auch ein neues F&E Labor in den Campus integriert. Der Campus soll eine kreative Atmosphäre schaffen, unter der neue Ideen und Produkte für die Zukunft entstehen um Leibers Geschäftsentwicklung für die Zukunft zu sichern. In der operativen Planung für das Jahr 2023 geht die Geschäftsführung von deutlich steigenden Umsätzen und Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zu 2022 aus. Dieses ist jedoch mit einigen Unsicherheiten behaftet aufgrund der derzeit relativ volatilen Lage der Weltwirtschaft und nach wir vor existierenden Problemen mit den weltweiten Lieferketten. Aktuell sehen wir, trotz des Krieges in der Ukraine und weiteren möglichen Einschränkungen oder eines Stillstandes unserer Tochtergesellschaft in Russland keine bestandsgefährdenden Risiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten. Die Agrarsparte wird 2023 leicht rückläufige Milchpreise erfahren, jedoch stabilisiert die Bioanerkennung der Milch den Absatzpreis wesentlich besser als bei einer früheren konventionellen Milcherzeugung. Aufgrund der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft beeinträchtigen überhöhte Betriebsmittelpreise (Dünger, Pflanzenschutz) das Ergebnis nicht. Die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft erscheint rückblickend als richtige Entscheidung. Durch die diversifizierten Betriebszweige und hohem Eigenkapitalanteil wird ein positiver Cashflow aus der Produktion erwartet. Die Biogasanlage kann den Strom für das 1. Halbjahr 2023 aufgrund Kontrakten aus 2022 über Marktpreisen verkaufen. Zur weiteren Rationalisierung werden die Prozesse der Digitalisierung in Büro und Produktion vorangetrieben. Die Agrarsparte erwartet in 2023 durch die rückläufigen Milchpreise und schwächeren Getreidepreise einen Gewinnrückgang um ca. 30%. Insgesamt wird in 2023 ein deutlich besseres Konzernergebnis erwartet.
Ankum, 22 Dezember 2023 Schmidt-Ankum Familien GmbH Bernd Schmidt-Ankum, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schmidt-Ankum Familien GmbH, Ankum PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Schmidt-Ankum Familien GmbH, Ankum, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schmidt-Ankum Familien GmbH, Ankum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 22. Dezember 2023 Lars Schmietenknop, Wirtschaftsprüfer |
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