Großhandel mit Anstrichmitteln
Suspa Vertriebsgesellschaft mbH
Siemensstraße 28, 47533 Kleve, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ender Erat seit 25.1.2024 | Geschäftsführer |
Oguz Kemal Tekin seit 25.1.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Hackstein seit 2.12.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Quva Invest NV | 99.00% |
| 1.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUSPA Holding GmbHAltdorf b. NürnbergKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und KonzernlageberichtLagebericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022der SUSPA Holding GmbHGrundlagen des Konzerns der SUSPA Holding GmbH SUSPA ist ein weltweit bedeutender Hersteller von Gasfedern, Hydraulik- und Schwingungsdämpfern, angetriebenen Systemen sowie Crash- und Sicherheitssystemen. Hauptsitz der Gesellschaft ist in Altdorf b. Nürnberg. Die Aktivitäten der Gruppe konzentrieren sich auf Europa, USA und Asien. Die Betreuung der einzelnen Regionen erfolgt teils durch eigene Tochtergesellschaften und teils durch ein ausgedehntes Vertreternetzwerk. Die SUSPA unterhält Produktionswerke in Deutschland, Tschechien, USA, China und Indien, sowie Vertriebsgesellschaften in Großbritannien, Belgien und Japan. In China bestanden bislang zwei Gesellschaften, wobei im November 2022 die eine Gesellschaft auf die andere verschmolzen wurde. SUSPA beschäftigte im Durchschnitt in der Gruppe 1.846 Mitarbeiter. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Marktsegmente: Im Marktsegment Gasfedern und Dämpfer entwickelt, produziert und vertreibt SUSPA Gasfedern, Hydraulik- und Schwingungsdämpfer an Kunden zahlreicher industrieller Branchen in Europa, Nordamerika und Asien, an namhafte PKW-Hersteller sowie an Systemlieferanten im Nutzfahrzeugbereich. Das Marktsegment Automotive Spezialsysteme entwickelt angetriebene Systeme wie bspw. ausfahrbare Spoiler sowie Querträger und andere Crashelemente für den Einsatz in PKWs. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Krieg in der Ukraine hat die Weltwirtschaft in 2022 durch weltweit kräftig ansteigende Inflationsraten stark beeinflusst. Die ohnehin schon durch die Corona-Pandemie entstandenen Lieferkettenprobleme verschärften sich durch die Sanktionen gegen Russland weiter. Ein massiver Anstieg der Inflation, getrieben durch signifikant steigende Rohstoff- und Energiepreise, war die Folge. Die chinesische Wirtschaft war beeinträchtigt durch weitreichende Beschränkungen im Rahmen der Zero-Covid-Politik sowie durch zeitweise Abschaltungen der Stromversorgungen auf Grund des Energiemangels. Dadurch wurden die globalen Lieferketten zusätzlich belastet. Die Zentralbanken erhöhten die Leitzinsen deutlich, um dem Inflationsanstieg entgegenzuwirken. Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamte sich dadurch auf 3% gegenüber dem Vorjahr. Die konjunkturellen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Industrieländer waren dabei unterschiedlich. Der Krieg in der Ukraine traf die europäische Wirtschaft am meisten. Nachdem in Europa die covidbedingten Restriktionen und Maßnahmen weitgehend abgeschafft wurden, erholte sich insbesondere der Dienstleistungssektor. Die europäische Wirtschaft verzeichnete im ersten Halbjahr ein hohes Wachstum. Die Tourismus- und Luftfahrtbranche normalisierte sich weitgehend. Die Belastungen durch den Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise nahmen im Jahresverlauf zu. Die hohe Unsicherheit bei der Energieversorgung belastete zunehmend die Stimmung der Unternehmen und das Vertrauen der Verbraucher. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich zwar deutlich ab, wuchs aber auf Grund des positiven ersten Halbjahres im gesamten Jahr immerhin noch um 3,5%. Die Inflation entwickelte sich in den europäischen Ländern unterschiedlich. Im Durchschnitt stieg sie um 8,4% gegenüber dem Vorjahr an, wobei im vierten Quartal die höchsten Inflationsraten verzeichnet wurden. Die Null-Zinsen-Politik fand in 2022 ein Ende. Die Leitzinsen stiegen bis Jahresende auf 2,5%. Die US-Wirtschaft war zu Beginn des Jahres dadurch belastet, dass im Vorjahr Lieferkettenengpässe und der bereits hohe Inflationsanstieg die Stimmung dämpften und zu einer spürbaren Verlangsamung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr des Vorjahres führten. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2022 schrumpfte die US-Wirtschaft. Die Inflationsrate erreichte bereits im Juni mit 9% den Höhepunkt und lag im Jahresdurchschnitt bei 8%. Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank erhöhte die Fed die Zinsen früher und stärker. Der Leitzins lag am Jahresende bei 4,5%. Die Verbraucher erwiesen sich als widerstandsfähig. Dank der hohen Inlandsnachfrage wuchs die amerikanische Wirtschaft um 2,1%. Die Zero-Covid-Strategie der chinesischen Regierung, die Probleme bei der Energieversorgung, der Einbruch im Immobiliensektor und die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland belasteten die chinesische Wirtschaft sehr stark. Das Wachstum betrug nur 3% gegenüber dem Vorjahr. Anders als in den USA und Europa blieb die Inflation auf niedrigem Niveau. Die Reformen, die in den vergangenen Jahren in Indien umgesetzt wurden, zeigten Wirkung. Eine weitere Beeinträchtigung durch COVID blieb in 2022 aus. Die Industrieproduktion stieg wegen hoher Marktnachfrage weiter an, unter anderem auch wegen Verlagerungen von Kapazitäten seitens westlicher Firmen von China nach Indien. Die Nachfrage nach PKWs lag auf hohem Niveau, konnte allerdings wegen der anhaltend eingeschränkten Verfügbarkeit von Halbleitern nicht vollständig bedient werden. Das führte insgesamt zu einem robusten Wachstum von 7%. Indien stieg in 2022 zur fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt auf. Die zuvor beschriebenen Entwicklungen prägten auch den weltweiten Automobilmarkt. Die Absatzmärkte wurden durch die anhaltenden Störungen in den Lieferketten, die Angebotsengpässe sowie den Konjunkturverlauf, der sich im Jahresverlauf abschwächte, beeinträchtigt. Die weltweite Automobilnachfrage blieb daher auf dem Niveau des Vorjahres, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Regionen. Lieferkettenstörungen, hohe Inflation und steigende Zinsen führten zu einer gedämpften Marktentwicklung und beeinträchtigten die Nachfrage insbesondere in Europa und USA. Die Absatzzahlen im europäischen Markt lagen bereits in 2021 auf einem niedrigen Niveau. Diese reduzierten sich in 2022 noch einmal um 4%. Der US-amerikanische Markt für PKWs lag um 8% unter dem Vorjahreswert. Im Gegensatz dazu verzeichneten Indien und China einen deutlichen Zuwachs. Die Absatzmärkte in Indien wurden durch Halbleitermangel beeinträchtigt. In China führten wiederkehrende COVID-Restriktionen sowie Störungen bei der Energieversorgung zu Unterbrechungen in der industriellen Produktion. Allerdings ließen staatliche Anreize, in Form von Steuerbegünstigungen beim Autokauf, die Verkaufszahlen gegenüber Vorjahr deutlich steigen. Da die Steuerbegünstigungen zum Ende des Jahres ausgelaufen sind, geht man davon aus, dass sich dies negativ auf die Nachfrage in 2023 auswirken wird. Im Industriegeschäft sind für SUSPA vor allem die Bereiche Wohn-, Büro- und Küchenmöbel, Medizintechnik, Verkehrstechnik (Nutzfahrzeuge, Bau- und Landmaschinen, Luftfahrt) und Investitionsgüter (Maschinenbau, Automatisierung) sowie der Markt für Waschmaschinen maßgeblich. Da unsere Produkte zumeist in Gebrauchsgütern verbaut werden, ist der Erfolg auch grundsätzlich wesentlich von der Konjunktur abhängig. Der Industriebereich, der sich im Jahr 2021 nach der Corona Pandemie erholt hatte, blieb im Berichtsjahr robust. Der Weltmarkt für Waschmaschinen war im Berichtsjahr rückläufig und entwickelte sich in den Regionen unterschiedlich. Der Absatz in Europa ging gegenüber dem Vorjahr zurück, in den USA war ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Der Absatz in Asien war insgesamt leicht rückläufig. Der Markt für Waschmaschinen bleibt nach wie vor sehr preissensitiv mit hohem Wettbewerb zwischen den Waschmaschinenherstellern. Bereits im Jahr 2021 führte die hohe Nachfrage auf dem Weltmarkt und die gleichzeitige Rohstoffknappheit zum Anstieg der Rohstoffpreise. Die Preise für Energie und Rohstoffe erhielten infolge des Krieges in der Ukraine einen massiven Schub und lagen zwischenzeitlich auf Rekordniveaus. Im Jahresmittel notierten die Preise deutlich höher als im Vorjahr und gaben zum Jahresende teilweise nach. Zu einer Trendwende ist es allerdings nicht gekommen. Vielmehr blieben die Rohstoffpreise volatil. Der Ölpreis lag zum Jahresende bei 85 USD/Barrel, was ca. 10% über dem Vorjahreswert lag. Der Anstieg im Jahresdurchschnitt betrug mehr als 40%. Größere Schwankungen erfuhr der Gaspreis. Dieser stieg in der Spitze auf über 300 EUR/MWh an, fiel zum Jahresende auf 75 EUR/MWh zurück und lag damit gegenüber dem Vorjahresendwert um ca. 10% höher. Der Spotpreis für Strom verhielt sich über das ganze Jahr sehr volatil und stieg im August auf zeitweise über 700 EUR/MWh. Der Stahlpreis reduzierte sich im Jahresdurchschnitt von 970 EUR/t in 2021 auf 921 EUR/t. Allerdings lag der Spitzenwert im April 2022 bei 1.375 EUR/t und fiel im Dezember 2022 auf nur noch 625 EUR/t. Die Aluminiumpreise verteuerten sich im Jahresdurchschnitt um +18,4%. Gegenüber dem Jahresendwert 2021 lag der Aluminiumpreis im Dezember 2022 allerdings um -9,9% niedriger. Konträr dazu entwickelten sich die Kunststoffpreise. Im Jahresdurchschnitt stiegen sie gegenüber dem Vorjahr um 35%. Zum Jahresende 2022 lagen die Preise immer noch auf dem Niveau der Spitzenwerte, die nach Kriegsbeginn verzeichnet wurden. Bei den Wechselkursen schwächte sich der monatliche Durchschnittskurs des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,13 zu Beginn des Jahres auf 1,07 USD/EUR am Ende des Jahres ab und erreichte im Oktober 2022 seinen Tiefststand mit 0,98 USD/EUR. Gegenüber der chinesischen Währung wurde der Euro im Jahresverlauf konstant schwächer und fiel zunächst von 7,19 RMB/EUR im Dezember 2021 auf 6,85 RMB/EUR im Juli 2022. Danach legte der Euro bis Dezember 2022 wieder auf 7,36 RMB/EUR zu. Gegenüber der indischen Rupie wertete der Euro von Jahresbeginn bis September 2022 ab und fiel von 84,23 INR/EUR auf 79,43 INR/EUR. Danach wurde der Euro konstant stärker und stieg bis Dezember 2022 wieder auf 88,17 INR/EUR. Die tschechische Krone blieb im Laufe des Jahres bis September 2022 gegenüber dem Euro gleich und bewegte sich zwischen 24,3 und 24,8 CZK/EUR mit einigen kurzfristigen Ausschlägen nach oben. Zum Jahresende schloss die CZK mit 24,12 stärker ab als zum Vorjahreszeitpunkt. Geschäftsverlauf Der Umsatz der SUSPA Gruppe für das Gesamtjahr 2022 betrug 325,8 Mio. EUR und lag damit rund +3,2% über unserem prognostizierten Wert von 300 Mio. EUR und +18,1% über dem Vorjahr. Das Ergebnis lag in 2022 über der Prognose und über dem Vorjahr. Die positive Marktentwicklung des Vorjahres setzte sich zunächst im Berichtsjahr fort. Sie wurde überschattet vom Beginn des Krieges in der Ukraine. Die Lieferengpässe verschärften sich dramatisch und die Lieferzeiten und Logistikkosten erreichten bisher ungekannte Größenordnungen. In der Folge stiegen die Materialpreise zeitweise auf neue Rekordwerte. Europa, insbesondere Deutschland, war von den Auswirkungen des Krieges aufgrund der hohen Abhängigkeit vom russischen Gas am stärksten betroffen. Vorprodukte, die in der Ukraine produziert wurden, mussten auf andere Länder verlagert werden. Unsere Kunden mussten ihre Produktion deswegen teilweise über mehrere Wochen unterbrechen. Die schlechte Verfügbarkeit von Microchips führte dazu, dass viele unserer Kunden nicht wie geplant produzieren konnten. Das Abrufverhalten unserer Kunden wurde dadurch volatiler und die Verlässlichkeit der Bedarfsplanungen erschwerte die Produktionsplanungen bei SUSPA. Das Embargo zu Russland führte zum Stillstand der Kundenbeziehungen in diesem Land. Der Gasstreit mit Russland endete schließlich damit, dass Russland die Gaslieferungen nach Europa einschränkte bzw. ganz einstellte. Das trieb die Energiekosten in Europa in die Höhe und war der wesentliche Treiber der Inflation, die im Berichtsjahr ebenfalls sehr stark anstieg. Die hohen Beschaffungskosten für Energie und Rohstoffe wurden an die Kunden, teilweise in mehreren Runden, weitergegeben, wobei es bei der Weitergabe, der Energiekosten zu einem gewissen Zeitversatz kam. Indien hatte im Berichtsjahr keine coronabedingten Einschränkungen zu verzeichnen. Lediglich die Verfügbarkeit von Halbleitern beeinträchtigte die Produktionen unsere Kunden in der Automobilindustrie. Dies führte dazu, dass die Bedarfe unserer Kunden kurzfristig hohen Schwankungen unterworfen waren. Die lokalen Preissteigerungen in Indien hielten sich in Grenzen. Von Preissteigerungen waren vorwiegend importierte Güter betroffen. Coronabedingte Lockdowns und eine instabile Stromversorgung in den heißen Sommermonaten führten zu Produktionsunterbrechungen bei unserer chinesischen Tochtergesellschaft und bei unseren Kunden. Die Unterbrechungen in der chinesischen Industrie führten insgesamt zu signifikanten Beeinträchtigungen in den globalen Lieferketten. Trotz dieser Ereignisse konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert werden. Dies ist unter anderem auf positive Wechselkurseffekte, inflationsbedingte Preissteigerungen sowie zusätzlicher Projektabrechnungen zurückzuführen. Im Marktsegment Gasfedern und Dämpfer sind wir in den wesentlichen Märkten weltweit (Europa, Nordamerika und Asien) gut vertreten. Die beschriebenen konjunkturellen Effekte haben sich in diesem Marktsegment besonders bemerkbar gemacht. Das Marktsegment Automotive Spezialsysteme war weiterhin von der Chip-Krise und coronabedingten Lockdowns, letzteres vorwiegend von China ausgehend, betroffen. Die Nachfrage nach Fahrzeugen entwickelte sich in den Regionen unterschiedlich. Die Nachfrage in Indien blieb stabil auf hohem Niveau. Einschränkungen in den Lieferketten führten zu Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden und zu langen Lieferzeiten. Unsere Kunden haben die hohen Abrufstückzahlen häufig kurzfristig nach unten korrigiert. Die Nachfrage in China wurde durch die Steueranreize beim Autokauf, die bis zum Jahresende befristet waren, künstlich gesteigert. In Europa entwickelte sich die Nachfrage insgesamt schwach. Die Nachfrage nach Premiumfahrzeugen war davon allerdings nicht betroffen. Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Microchips hat auch hier zu Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden geführt. Die Automotive-Kunden haben diese Pausen für die Durchführung von Präventivwartungen genutzt. In diesem Kontext haben unsere Kunden die hohen Abrufstückzahlen häufig kurzfristig nach unten korrigiert. Dieser Umstand hat für uns die Disposition und Produktionsplanungen erheblich erschwert. Die Automobilindustrie hat die Aktivitäten zum Umstieg auf Elektroautos weiter verstärkt. Die Produkte der SUSPA im Automotive-Bereich sind technologisch gesehen von der Art des Antriebs unabhängig. Dennoch spielt der Produkt- und Kundenmix eine wichtige Rolle, da Fahrzeuge mit Verbrennermotor tendenziell rückläufig sind. So wurden in den letzten Jahren Neuprojekte verschoben und sogar beauftragte Projekte wieder storniert, da der Fokus der Entwicklungsaktivitäten unserer Kunden auf der Umstellung auf E-Antriebe lag und die Autokäufer über die Antriebsart der Zukunft verunsichert waren. Da die Absatzzahlen für Elektro- und Hybridfahrzeuge auch in 2022 stark angestiegen sind, scheint sich diese Unsicherheit gelegt zu haben. Das macht sich auch in der Anzahl der Anfragen unserer Kunden für Neuprojekte bemerkbar. Bei den Gasfedern und Dämpfern sind wir einer der größten Hersteller weltweit, bei verstellbaren Hydraulikdämpfern und Reibdämpfern für Waschmaschinen ist SUSPA globaler Marktführer. Bei den Automotive Spezialsystemen ist eine eindeutige Zuordnung im Wettbewerbsgefüge nicht möglich, da unsere Produkte meist auf genaue Anforderungen eines spezifischen Kundenprojektes entwickelt werden. Bei den angetriebenen Produkten, wie verstellbaren Spoilern, gehören wir zu den wichtigsten Lieferanten weltweit. Bei Crashelementen spielen wir im globalen Markt hingegen nur eine untergeordnete Rolle als spezialisierter Nischenanbieter bei europäischen Premiumkunden. Neben der SUSPA GmbH mit einem Umsatzanteil von 46% (Vorjahr 45%) ist der Erfolg der mittelbaren Tochtergesellschaften für die strategische Ausrichtung der SUSPA als "Global Player" sehr wichtig. Der Umsatzanteil aller mittelbaren Tochtergesellschaften am Gruppenumsatz liegt bei 54% (Vorjahr: 55%). Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften trugen so maßgeblich zum Ergebnis der SUSPA Gruppe bei. Wenn auch rechtlich eigenständig, werden die Aktivitäten aller Gesellschaften innerhalb der verschiedenen Marktsegmente der SUSPA global gesteuert und koordiniert. Die SUSPA GmbH (SUS) mit ihren zwei Werken in Altdorf b. Nürnberg und einem Werk in Sulzbach-Rosenberg bei Amberg ist die größte Einzelgesellschaft in der SUSPA-Gruppe. Die SUSPA GmbH ist die einzige Gesellschaft in der Gruppe, die alle Geschäftsbereiche operativ betreibt. Das Jahr 2022 verlief analog zur Gruppe im Umsatz stärker als geplant und lag deutlich über dem Vorjahr und über dem Vorkrisenniveau. Auch im Ergebnis lag die SUSPA GmbH deutlich über der Planung. Unser mittelbares Tochterunternehmen in den USA ist die SUSPA Inc., USA (SIM), mit Sitz in Grand Rapids, Michigan. Die Nachfrage unserer Kunden blieb auf hohem Niveau. SUSPA USA war ebenfalls von den Engpässen bei Material und Logistik betroffen. Eine weitere Herausforderung blieb die Rekrutierung von Arbeitskräften. Nachdem die Inflation erheblich angestiegen war, hatte die amerikanische Notenbank die Zinsen im Jahresverlauf kontinuierlich angehoben. Rezessionsängste machten sich dadurch breit. Dennoch konnte der Umsatz gesteigert werden. Insgesamt übertraf SUSPA USA die Planung und die Vorjahreszahlen im Umsatz und Ergebnis deutlich. Unser mittelbares Tochterunternehmen in China, die SUSPA Nanjing Co. Ltd. (SLN), ist die größte Tochter der SUSPA GmbH innerhalb der SUSPA-Gruppe. Der positive Umsatzverlauf im ersten Quartal wurde durch coronabedingte Lockdowns im Großraum Shanghai unterbrochen. Im April 2022 brach der Umsatz deutlich ein und erholte sich in den darauffolgenden Monaten auf das Budgetniveau. Die Steuervergünstigungen beim Autokauf, die von der Regierung eingeführt wurden, führten anschließend zu einer Sonderkonjunktur im Land. Unsere Tochtergesellschaft konnte den Umsatz im zweiten Halbjahr wesentlich steigern. Wie im Vorjahr, war auch in diesem Jahr im August die Produktion über mehrere Wochen erheblich eingeschränkt. Hohe Temperaturen in China beeinträchtigten die Stromversorgung. Dies wirkte sich auch auf unser Werk negativ aus. Die Stromversorgung für Industriebetriebe wurde durch die Regierung tageweise abgeschaltet. Um Produktion und Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten, mussten wir Generatoren anmieten und Mehrkosten für die Aufrechterhaltung der Produktion in Kauf nehmen. Aufgrund mittlerweile hoher Vorratsbestände konnte dieser Zeitraum ohne große Umsatzverluste überstanden werden. Der Immobilienmarkt in China befand sich auch im Berichtsjahr in einer schwierigen Lage. Das hatte direkte Auswirkungen zum Beispiel auf unser Geschäft mit Möbelherstellern. Die Umsätze in diesem Bereich stagnierten im Berichtsjahr. Am Ende des Jahres beendete die Regierung die Zero-Covid-Strategie. Dies führte zu hohen Infektionszahlen und zu erheblichen Beeinträchtigungen der Industrieproduktion im ganzen Land. Der Umsatz im Dezember fiel daraufhin deutlich. Insgesamt konnte unsere Tochtergesellschaft den Umsatz gegenüber Vorjahr steigern und ein sehr gutes Ergebnis erzielen, allerdings blieben Umsatz und Ergebnis unter den Erwartungen. Im Berichtsjahr wurde SUSPA (Nanjing) Precision Machinery Technology Co. Ltd., Nanjing (SLN New), die für den Neubau der Fabrik gegründet wurde, auf die SUSPA Nanjing Co. Ltd. (SLN) verschmolzen. Bei unserer mittelbaren indischen Tochtergesellschaft SUSPA Pneumatics Pvt. Ltd., Indien (SPIL) begann das erste Berichtsjahr sehr positiv. Coronabedingte Lockdowns blieben das ganze Jahr über aus. Die hohe Marktnachfrage konnten unsere Kunden aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Microchips nicht vollständig bedienen. Daher stagnierten die Abrufzahlen unserer Kunden im weiteren Verlauf des Jahres. Im letzten Quartal fiel der Umsatz im Vergleich zu den vorherigen Quartalen niedriger aus. Insgesamt konnte SUSPA Indien den Umsatz dennoch gegenüber Budget und Vorjahr steigern. An unserem Standort in Tschechien, die SUSPA CZ s.r.o., Tschechien (BOR), werden vorwiegend montageintensive Fertigungsschritte ausgeführt. Aus dem Vorteil, der sich aus der Kombination der Arbeitsschritte zwischen Tschechien und Deutschland ergibt, werden beide Standorte profitieren und wachsen können. Ende 2018 wurde das Nachbargrundstück als Reservefläche für die zukünftig notwendigen Erweiterungen gekauft. In 2021 haben wir den Bauantrag für die Erweiterung der Fabrik eingereicht. Die Baugenehmigung lag zum Berichtszeitpunkt vor. Die Fertigstellung ist für Anfang 2024 geplant. Unsere deutsche Vertriebsgesellschaft für Industriegasfedern, die SUSPA Vertriebsgesellschaft mbH, Kleve (SVG) sowie die englische Vertriebsgesellschaft SUSPA UK Ltd konnten in 2022 Umsatz und Ergebnis weiter steigern. Die in 2021 neu gegründete Tochtergesellschaft SUSPA BV in Belgien ist für den Vertrieb der Produkte in der Benelux Region verantwortlich. In 2021 wurde die Tochtergesellschaft SUSPA K.K. in Nagoya, Japan, gegründet, um unsere japanischen Kunden besser unterstützen zu können. Die beiden neu gegründeten Vertriebsbüros in Belgien und Japan sind noch in der Aufbau- und Ramp-Up Phase und weisen noch keine substanziellen Umsätze aus. Ertragslage Der Umsatz im SUSPA Holding GmbH Konzern betrug im Geschäftsjahr 2022 325,8 Mio. EUR. Im Marktsegment "Automotive Spezialsysteme" lagen wir bei 61,9 Mio. EUR und im Marktsegment "Gasfedern und Dämpfer" bei 263,9 Mio. EUR. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 13,3 Mio. EUR. Er ist geprägt durch planmäßige Abschreibungen, die sich durch die bei der Kaufpreisallokation festgelegten Nutzungsdauern der ermittelten Vermögensgegenstände ergeben. Bereinigt um diese Effekte beträgt das operative Konzernergebnis +27,4 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug das Konzernergebnis ohne diese Effekte +22,5 Mio. EUR. Die Materialquote errechnet sich aus Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatz, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen. Sie betrug bei der SUSPA Holding GmbH Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 46,8% und war somit aufgrund von Materialpreissteigerungen höher als die des Vorjahres mit 45,8%. Die Personalaufwandsquote im Geschäftsjahr 2022 ist mit 25,6% niedriger als im Vorjahr mit 27,0%, da der Umsatz deutlich über dem des Vorjahres lag und nur Teile der Personalkosten umsatzabhängig sind. Finanzaufwendungen sind in Höhe von 3,4 Mio. EUR angefallen und enthalten keine wesentlichen Einmaleffekte. Die Ertragsteuern betrugen in der SUSPA Holding GmbH Gruppe -5,8 Mio. EUR. Insgesamt verzeichneten wir aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen und des damit einhergehenden höheren Umsatzes ein gegenüber unserer Budgetplanung bzw. 2021 besseres Ergebnis. Dies ist u.a. begründet durch gestiegene Projektabrechnungen und der Auflösung von Rückstellungen von rund 8 Mio. EUR. Vermögenslage Im SUSPA Holding GmbH Konzern ist die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag von 409,3 Mio. EUR auf 428,4 Mio. EUR gestiegen. Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 273,7 Mio. EUR auf 263,7 Mio. EUR. Der Großteil dieser Reduzierung liegt bei den immateriellen Vermögensgegenständen begründet. Diese sanken um 12,8 Mio. EUR. Der Hauptgrund liegt in der planmäßigen Abschreibung des in 2018 durch die Kaufpreisallokation entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts (-10,7 Mio. EUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Jahr 2022 auf EUR -1,6 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen ist von 134,3 Mio. EUR auf 163,7 Mio. EUR gestiegen. Die Vorräte (+6,2 Mio. EUR) und die Forderungen (+21,2 Mio. EUR) sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Umsatzzuwächsen gestiegen, die sonstigen Vermögensgegenstände (-1,4 Mio. EUR) sind im Vergleich zu 2021 gesunken. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 von 17,0 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR (+2,0 Mio. EUR). Die Investitionen (brutto) in der Gruppe beliefen sich im Jahr 2022 auf 21,7 Mio. EUR. Davon entfielen weitere 1,0 Mio. EUR auf aktivierte Entwicklungsleistungen. Die restlichen Investitionen betreffen im Wesentlichen Erweiterungen des Anlagenparks und der IT-Infrastruktur. Für 2023 und 2024 sind bereits weitere Investitionen im niedrigen zweistelligen Bereich initiiert worden. Das Working Capital aus Forderungen und Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen (bereinigt um Spezialleasingverbindlichkeiten), sowie den Vorratsbeständen ist gegenüber dem Jahr 2021 um 27,0 Mio. EUR auf 93,5 Mio. EUR gestiegen. Die reinen Lieferantenverbindlichkeiten in der SUSPA Holding GmbH Gruppe haben sich von 35,3 Mio. EUR auf 37,1 Mio. EUR erhöht. Gegenüber dem Gesellschafter hatte die SUSPA Holding GmbH Gruppe im Jahr 2022 Verbindlichkeiten in Höhe von 42,1 Mio. EUR aus einem langfristigen Darlehen. Die Rückstellungen sind gegenüber dem 31.12.2022 von 23,8 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf Steuerrückstellungen zurückzuführen ist. Die Pensionsrückstellungen, mit den Aktivwerten der Rückdeckungsversicherung saldiert, liegen bei 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden von 18,8 Mio. EUR auf 18,5 Mio. EUR reduziert. Das Eigenkapital ist von 198,7 Mio. EUR auf 211,5 Mio. EUR gestiegen (+12,9 Mio. EUR). Davon entfallen 13,3 Mio. EUR auf den Konzernjahresüberschuss und -0,5 Mio. EUR auf die Währungsumrechnungsdifferenzen. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zu 2021 um +0,8pp auf 49,4% verbessert. Die Vermögenslage ist somit weiterhin sehr solide. Finanzlage Ausgehend vom EBIT ergibt sich nach Hinzunahme der Abschreibungen und Berücksichtigung von Ertragsteuern in der Gruppe ein Cash Flow von 46,5 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung von Forderungen, Verbindlichkeiten, Beständen und Rückstellungen liegt der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit bei 21,8 Mio. EUR. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -17,4 Mio. EUR in der Gruppe. Wesentliche Investitionen waren - wie oben erwähnt - Erweiterungen der Maschinenparks, speziell in Deutschland, Tschechien, China, USA und Indien. Aus Finanzierungstätigkeiten ergibt sich ein Mittelabfluss von 3,4 Mio. EUR. Das Gesellschafterdarlehen der QUVA Invest NV, Belgien (vormalig QUVA S.À R.L. Luxembourg) notierte zum 31.12.2022 bei 42,0 Mio. EUR. Des Weiteren stehen 110,0 Mio. EUR aus dem Konsortialvertrag der SUSPA Holding GmbH mit der Commerzbank AG und der BNP Paribas Fortis SA/NV zur Verfügung, davon 85,0 Mio. EUR für die SUSPA Holding GmbH und 25,0 Mio. EUR als Abzweiglinie des Konsortialvertrages für die SUSPA GmbH. Die Gesellschaft in Indien verfügt darüber hinaus seit April 2019 bei der BNP Paribas Fortis über eine bilaterale Linie in Höhe von rund 4,0 Mio. EUR. Der Konsortialkreditvertrag sieht die Einhaltung von sogenannten Financial Covenants vor. Ende 2022 wurden im Konzern insg. 88,4 Mio. EUR an Kreditmitteln in Anspruch genommen. In der Gruppe haben wir ein Volumen von 25,6 Mio. EUR an nicht ausgenutzten Kreditlinien per Ende 2022. Dadurch sind wir jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt ist die Finanzlage in der Gruppe als sehr gut einzuschätzen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist als sehr stabil anzusehen. Insgesamt ist die Entwicklung trotz des Ukraine-Krieges und den teilweise anhaltenden coronabedingten Maßnahmen gut verlaufen. Die dargestellten Finanzindikatoren sind gleichzeitig die operativen Steuerungskennzahlen. Forschung und Entwicklung Für eine dauerhaft erfolgreiche Positionierung am Markt nehmen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eine wichtige Stellung ein. Innovationen sind für uns langfristig von substanzieller Bedeutung. Hierzu suchen wir gezielt die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden, um unsere Innovationen mit den Zukunftsvisionen unserer Geschäftspartner abzustimmen und gemeinsame Entwicklungsprojekte anzustoßen. Darüber hinaus erschließen die Entwicklungsabteilungen in den einzelnen Marktsegmenten immer neue Anwendungsgebiete und finden spezifische Problemlösungen für unsere Kunden. Die Entwicklung findet jeweils in den einzelnen Geschäftsbereichen statt. Bei den Gasfedern und Dämpfern konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Produkten für neue Anwendungen oder zur Verbesserung und Optimierung von bestehenden Anwendungen. Hierbei eröffnet uns der Trend zu immer mehr Komfort nach wie vor viele neue Möglichkeiten. Aber auch die Optimierung der Herstellkosten hinsichtlich Designs und Prozessen ist eine wichtige Zielgröße für die Entwicklungsabteilungen. Bei den Automotive Spezialsystemen steht die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen im Vordergrund, da aufgrund von technischen Spezifikationen und Bauraum-Vorgaben für jedes Modell meist eine individuelle Lösung gefunden und projektspezifisch entwickelt werden muss. SUSPA beschäftigt weltweit rund 126 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Personalkosten dafür belaufen sich auf rund 9,9 Mio. EUR. Zum Teil nehmen wir auch externe Entwicklungsleistungen in Anspruch. SUSPA hat im Jahr 2022 Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR aktiviert. Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsleistungen betrugen 0,3 Mio. EUR. Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten lag 2022 im Durchschnitt bei 1.846 Mitarbeitern, davon 686 in Deutschland, 193 in Tschechien, 523 in China, 163 in den USA, 274 in Indien, 4 in Großbritannien, 2 in Japan und 1 in Belgien. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementprozess Durch ein konsequentes Risikomanagement werden bei uns potenzielle Risiken frühzeitig erkannt, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für die Unternehmensgruppe abzuwenden. Ebenso werden aber auch die sich aus dem Markt ergebenden Chancen frühzeitig wahrgenommen und genutzt. Hierzu finden für unsere Marktsegmente in einem festgelegten wöchentlichen bzw. monatlichen Rhythmus Besprechungen zwischen Geschäftsführung, Segmentleitung und Tochtergesellschaften statt, in denen aktuelle Markttendenzen, Abweichungen und Probleme besprochen, Ziele festgelegt und zukünftige Geschäfte mit Ergebnis- und Liquiditätsauswirkungen prognostiziert werden. Innerhalb der Marktsegmente gewährleisten die diversifizierte Struktur sowie die räumliche Unterbringung, dass die Segmentleiter und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und Vertriebsniederlassungen sehr nah am Tagesgeschäft sind. Des Weiteren werden letztere über ein eigenes Segmentcontrolling unterstützt. Die Geschäftsführung der SUSPA Gruppe ist - außer während der Reisebeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie - mehrere Male im Jahr bei den einzelnen Gesellschaften vor Ort, um auch über "Board Meetings" hinaus die Gesellschaften bei wichtigen Entscheidungen zu unterstützen. Quartalsweise finden Management Meetings mit den wichtigsten Führungskräften der globalen SUSPA Organisation statt, in denen Geschäftsaktivitäten sowie Ergebnis- und Liquiditätsplanung für die nächsten Monate hinterfragt und aktuelle Erkenntnisse bewertet sowie entsprechende Maßnahmen und Prioritäten beschlossen werden. Über regelmäßige Forecasts identifiziert die Geschäftsleitung zukünftige Änderungen zum Budget und kann diese im Rahmen von Ergebnis-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung sofort erfassen. Hierbei werden insbesondere die Entwicklungen am Absatzmarkt sowie kostenseitig auf den Rohstoffmärkten analysiert und bewertet. Im Folgenden werden die Risiken und Chancen näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, hier insbesondere auf den Umsatz, Konzernjahresüberschuss und operativen Cash Flow haben können. In der Entwicklung der Weltwirtschaft liegt das größte Chancen- und Risikopotenzial. Dabei geht es nicht nur um Kriegs- und Krisengebiete, sondern auch um die politischen Entwicklungen in einzelnen Ländern mit Stärkung von nationalistisch orientieren Parteien und sichtbaren protektionistischen Maßnahmen. Diese können je nach Region und Industrie unterschiedlich sein. In unserer Budgetplanung haben wir berücksichtigt, dass die Umsätze aufgrund der hohen Marktnachfrage, aber auch durch den Anlauf von Neuprojekten weiter steigen und sich entsprechend positiv auf das Ergebnis sowie den operativen Cash Flow auswirken. Im Fall von Auftragsrückgängen werden wir unsere Kostensituation wieder rechtzeitig anpassen. Eine weitere Eskalation des Ukraine-Krieges würde uns vor schwere Herausforderungen stellen. Durch die rapide angestiegene Inflation im Berichtsjahr waren geldmarktpolitische Maßnahmen erforderlich, die zum starken Anstieg der Zinsen führte. Der Anstieg der Zinsen wird voraussichtlich seinen Höhepunkt im Jahr 2023 erreichen. Hohe Zinsen führen zwangsläufig zu einem Investitionsrückgang von Verbrauchern und Unternehmen und daher langfristig zu einem Nachfragerückgang und gegebenenfalls zu einer Rezession. Die Ängste wurden zwar geschürt, eine Rezession in den Volkswirtschaften blieb jedoch bis zum Berichtszeitpunkt aus. Eine zukünftige Rezession in einer oder mehreren Volkswirtschaften gleichzeitig ist nicht auszuschließen. Große Unsicherheit besteht bei Projektplanungen unserer Kunden. Durch die weiterhin reduzierte Verfügbarkeit von Microchips priorisieren Fahrzeugbauer den Bau von Fahrzeugen mit höheren Margen. Dadurch können Stückzahlen bei Fahrzeugen mit niedrigeren Margen reduziert und ggf. Projekte verschoben oder im Extremfall storniert werden. Aufgrund der hohen Diversifizierung der SUSPA Gruppe in den Produkten und Regionen sehen wir hier insgesamt ein geringes Risikopotenzial. Der Preisdruck in der Zulieferbranche durch die OEMs ist nach wie vor hoch. Dieser Druck wird weiter steigen, weil die OEMs mit Nachdruck versuchen, die Preissteigerungen der vergangenen 12-24 Monate teilweise zurückzuholen. Wir begegnen dem durch anhaltende Wettbewerbsfähigkeit, qualitativ hochwertigen Produkten, einem guten Kundenservice, Innovationen und kontinuierlichen Verbesserungen - auf diesen Punkten bleibt unser Hauptaugenmerk in den nächsten Jahren. Die SUSPA arbeitet laufend an Kostenoptimierungen. Hier sehen wir insgesamt ein mittleres Risikopotenzial aufgrund des noch weiter zunehmenden Drucks seitens der Kunden. In der Beschaffung sind unsere Einkaufspreise vom Stahl-, Aluminium- und Zinkpreis sowie den Energie- und Logistikpreisen abhängig. Die Preise waren in 2022 sehr volatil mit teilweise sehr hohen Spitzenwerten. Die Lieferanten haben im Berichtsjahr teils mehrfach Preiserhöhungen gefordert. Der Rückgang von Rohstoffpreisen führte nicht zwangsläufig zum Rückgang unserer Einkaufspreise, da die Treiber der Inflation vielfältig waren. Teilweise werden diese Preissteigerungen über Materialpreisgleitklauseln an die Kunden weiterverrechnet. Teilweise müssen die Preise mit Kunden neu verhandelt werden. Es besteht jedoch das Risiko, dass zukünftige Rohstoffpreiserhöhungen nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können und somit die Margen sinken. Ebenso können Zusatzkosten durch neue Einfuhrzölle entstehen. Die Entwicklungen werden eng beobachtet und es wird versucht, durch eine Mehrlieferantenstrategie aus verschiedenen Regionen das Kostenrisiko zu mindern, soweit dies sinnvoll und möglich ist. Es besteht aber auch die Chance, dass wieder sinkende Rohstoffpreise zu einer Verbesserung unserer Margen führen, sobald sich die Situation stabilisiert. Aktuell stufen wir das Risikopotenzial bei Einkaufspreisen als hoch ein. Die Steigerungen in den Personalkosten waren in der Vergangenheit aufgrund der niedrigen Inflation überschaubar. Das hat sich seit dem rapiden Anstieg der Inflation im Berichtsjahr geändert. Gewerkschaften fordern hohe Lohnabschlüsse, um den Beschäftigten einen Ausgleich für die hohe Inflation zu verschaffen. Auch der Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel führt dazu, dass Unternehmen bereit sind, höhere Einstiegslöhne und -gehälter zu bezahlen. Personalkostensteigerungen können zukünftig als neuer Treiber der Inflation dazu führen, dass die Preise sich am Markt weiter erhitzen mit negativen Folgen für die Wirtschaft und auch für unser Unternehmen. Aktuell stufen wir das Risikopotenzial bei Personalkosten als hoch ein. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage auf dem Weltmarkt sind nicht nur Rohstoffpreissteigerungen durch Materialknappheit möglich, sondern ebenfalls eine Knappheit an weltweiten Transportkapazitäten. Dies kann in der Industrie teilweise zu Versorgungsengpässen und Produktionsstillständen und auch bei uns zu einem Umsatzverlust führen. Auch die Logistikkosten werden dadurch deutlich erhöht. Das Risikopotenzial schätzen wir als mittelmäßig ein. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich Risiken aus Reklamationen und Gewährleistungen. Um dieses Risiko zu beschränken, wird die Qualität über die gesamte Wertschöpfungskette eng überwacht. Wir sind mit unseren Kunden ständig in Kontakt, um eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Darüber hinaus ist das finanzielle Risiko durch Versicherungen begrenzt. Hier sehen wir nur ein geringes Risikopotenzial. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen im Rahmen von definierten, quartalsbezogenen Financial Covenants für den Konsortialvertrag in Deutschland. Die ursprünglich 150,0 Mio. EUR teilen sich in drei unterschiedliche Fazilitäten auf. Fazilität A wurde über 40,0 Mio. EUR abgeschlossen und der verbleibende Betrag von 33 Mio. EUR im Jahr 2021 wurde durch die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens vollständig getilgt. Fazilität B wurde über 85,0 Mio. EUR abgeschlossen und ist zum 28.06.2024 endfällig. Fazilität C dient mit 25,0 Mio. EUR als Revolving Facility zur Steuerung kurzfristiger Liquiditätsbedarfe. Die Covenants sind in ihrer Art und Höhe marktüblich. Auswirkungen auf die Covenants werden in regelmäßigen Treffen mit den finanzierenden Banken erörtert und können durch Cash-Flow-Optimierungen beeinflusst werden. Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gruppe sind jederzeit gewährleistet. Das Unternehmen zeigt sich auch in der weiteren Planung als krisenfest. Hier sehen wir nur geringe Risikopotenziale. Chancen bestehen für die SUSPA in einer weiteren Stabilisierung der Märkte, wie z.B. die Beendigung des Ukraine-Krieges und die damit einhergehenden Nachholeffekte sowie dem Wiederaufbau der zerstörten Gebiete, der Normalisierung der Logistikketten und der Reduzierung der Material- und Energiepreise. Die Zinssätze in Europa und USA sind derzeit verglichen zur Vor-Krisen-Zeit auf einem hohen Niveau. Die Zinserhöhung ist teilweise über Zinssicherungsgeschäfte abgesichert. Die Zinsentwicklung wird ständig beobachtet und mit Bankexperten besprochen. Die Experten erwarten, dass die Zinsen in 2023 noch ansteigen und 2024 auf diesem Niveau bleiben. Es ist davon auszugehen, dass die Zinsbelastung in den nächsten Jahren steigt. In der Mittelfristplanung haben wir das berücksichtigt. Mit einer konsequenten Entschuldung kann die Zinsbelastung zukünftig reduziert werden. Das Risiko einer darüber hinausgehenden Zinserhöhung halten wir für niedrig. Der Einfluss von Währungskursschwankungen kann in der Gruppe durch natürliches Hedging von Einkauf und Verkauf in Grenzen gehalten werden. Dennoch haben wir in der Gruppe einen Überschuss in USD und RMB. Daher besteht das Risiko von sinkenden Margen bei einem stärker werdenden Euro bzw. die Chance auf eine höhere Ergebnismarge bei einem erstarkenden USD oder RMB. Der Ukraine-Krieg, der sich vorwiegend auf Europa ausgewirkt hat, führte zu einem schwächeren Euro. Dies hat sich zum Ende des Berichtsjahres wieder gedreht. Seitdem ist der Euro wieder stärker geworden. Die zwischenzeitliche volatile Entwicklung hatte keine große Auswirkung auf unser Geschäft. Aufgrund der Diversifizierung der SUSPA in verschiedenen Regionen und einer teilweisen Währungssicherung sehen wir hier ein überschaubares Risikopotenzial. Weiteres Wachstum erwarten wir mit neuen Kunden und neuen Produkten in neuen Märkten, bzw. durch neue Aufträge von bestehenden Kunden. Durch die Präsenz in den Märkten und die Nähe zum Kunden können wir deren Bedürfnisse besser verstehen und unsere Angebote danach ausrichten. Hier sehen wir ein hohes Chancenpotenzial. Durch nachhaltige Investitionen in Maschinenparks sowie Kapazitätserweiterungen sehen wir zusätzliche Wettbewerbspotenziale. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass durch das Risikomanagementsystem die Risiken bewältigt und die Chancen genutzt werden können. Sie sieht insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken. Bei SUSPA ergibt sich grundsätzlich ein risikosenkender Stabilisierungseffekt aus der breiten Streuung der Geschäftsaktivitäten über unterschiedliche Produkte, Branchen und Märkte sowie geografische Regionen. Prognosebericht Grundlage unserer Planung sind die von uns gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der betreffenden Märkte. Dabei handelt es sich um Einschätzungen des Unternehmens, die sich auf Analysen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. IFO, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung), und Branchenverbände (u.a. VDA) sowie auf interne Marktanalysen unseres Vertriebes stützen. Die dargestellten Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an Zielsetzungen unserer Geschäftsfelder sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Vor diesem Hintergrund passen wir unsere Erwartungen für den Geschäftsverlauf jeweils an die aktuellen Prognosen bezüglich der Entwicklung der Märkte an. Nach unseren Einschätzungen für das Jahr 2023 werden die Märkte mit Unsicherheiten behaftet bleiben. Insbesondere liegt unseren Erwartungen für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 die Annahme zugrunde, dass uns die Auswirkungen des Ukraine-Krieges nur zeitlich begrenzt und nur in speziellen Bereichen treffen werden und die Weltwirtschaft auch aufgrund der Immunisierung der Bevölkerung in den wichtigsten Volkswirtschaften keinen erneuten nachhaltigen Einbruch wegen Covid erleidet. Wir erwarten, dass die Inflation auf hohem Niveau bleibt und die Zinsen ihren Höchstwert erreichen. Trotz Unsicherheit auf den Märkten gehen wir davon aus, dass die Nachfrage in vielen wichtigen Märkten auf hohem Niveau bleibt, aber angespannte Lieferketten sowie hohe Material- und Energiepreise ein stärkeres Wachstum behindern. Die von uns skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die im Risiko- und Chancenbericht detailliert erläutert wurden. Wir gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 weiter stagniert. Unser Ergebnisziel ist analog der prognostizierten Umsatzentwicklung der einzelnen Regionen geplant. Europa wird durch die Nähe zum Krisenherd von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges am stärksten betroffen bleiben. Wir gehen hier daher von einem geringen wirtschaftlichen Wachstum aus. Im Industriegeschäft erwarten wir eine Verbesserung. Zudem laufen im Jahr 2023 Neuprojekte an, die zur weiteren Umsatzsteigerung führen. Wachstum soll auch durch gezielte Sortimentserweiterung sowie durch Erhöhung der Vertriebspräsenz bei Schlüsselkunden und Kernmärkten (Innovations- und Vertriebsoffensive) realisiert werden. Die aktuelle Planung sieht vor, dass wir das Umsatzniveau vom Vorjahr übertreffen werden. Auch für die Folgejahre wird der Anlauf von Neuprojekten vorbereitet. Um der erwarteten steigenden Nachfrage nach unseren Produkten langfristig nachzukommen, sind entsprechende Investitionen zur Kapazitätserweiterung am Standort Bor in Tschechien vorgesehen. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2023 und die Fertigstellung für Anfang 2024 geplant. Mit dem Ende der Zero-Covid-Strategie hat sich die chinesische Wirtschaft von den Fesseln befreit und ist nun für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung bereit. Nach den sehr hohen Inzidenzzahlen zum Jahreswechsel haben sich die Infektionsraten auf ein moderates Maß stabilisiert. Weitere coronabedingte Lockdowns, die zur Schwächung der Wirtschaft führen könnten, sind unwahrscheinlicher geworden. Die Steueranreize zur Stützung der Automobilindustrie sind zum Jahresende ausgelaufen. Daher wird erwartet, dass sich die Automobilindustrie in 2023 schwächer entwickelt. Die chinesische Wirtschaft soll in 2023 insgesamt nur leicht wachsen. Aufgrund unserer starken Position bei unseren Kunden und der neuen Aufträge, gehen wir dennoch davon aus, dass das Umsatzwachstum unserer Tochtergesellschaft über dem Marktwachstum liegen wird. Gegenüber 2022 erwarten wir in China eine deutliche Umsatzsteigerung. Hohe Inflation und angestiegene Zinsen haben in den USA zuletzt Rezessionsängste geschürt. Getrieben durch einen stabilen Konsum und niedriger Arbeitslosigkeit wird dennoch eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Die Umsatzplanung bei unserer Tochtergesellschaft in den USA sieht ein leichtes Wachstum vor. Für neue Aufträge, die ab 2023 beliefert werden sollen, haben wir im Berichtsjahr Investitionen initiiert, die in 2023 und 2024 fertiggestellt werden. Die Wirtschaft in Indien hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Wir gehen auch in 2023 von einer weiteren positiven Entwicklung aus und rechnen mit einer Umsatzsteigerung. Mit der derzeitigen Auftragslage sind die Kapazitäten bei unserer indischen Tochtergesellschaft nahezu ausgeschöpft. Bereits in 2021 haben wir Investitionen für den Ausbau der Produktionskapazität des zweiten Standortes (in Sanand) beauftragt. Die Inbetriebnahme ist im ersten Halbjahr 2023 geplant. Weitere zukünftige Kapazitätserweiterungsmöglichkeiten sind vorhanden. Sofern es die wirtschaftliche Entwicklung erfordert, können wir frühzeitig mit Kostenanpassungen an die geänderte Auftragssituation durch Reduzierung von Gleitzeitkonten, Kurzarbeit sowie Restriktionen bei Ausgaben und Investitionen reagieren. Vor diesem Hintergrund und gegenüber dem Vorjahr sollten wir den Umsatz auf rund 330 Mio. EUR steigern können. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir ein gutes positives Ergebnis. Allerdings wird das Ergebnis leicht unter dem des Vorjahres bleiben.
Altdorf b. Nürnberg, 10. Mai 2023 Die Geschäftsführung Pascal Vanhalst Oliver Gold Oğuz Tekin Ender Erat Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022ALLGEMEINES Vorbemerkungen: Im Juni 2018 wurde die SUSPA GmbH bzw. der SUSPA Konzern von der SUSPA Holding GmbH (vormals Blitz F18-30 GmbH) erworben. Zum 30.06.2018 wurde die Erstkonsolidierung der SUSPA Gruppe vorgenommen. Der vorliegende Konzernabschluss der SUSPA Holding GmbH (Sitz: Altdorf b. Nürnberg, Amtsgericht Nürnberg, HRB 35415) betrifft das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 und ist nach den Vorschriften des HGB unter Berücksichtigung der DRS aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Rundungsdifferenzen können auftreten. Konsolidierungskreis: Der Konzernabschluss umfasst die folgenden unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen:
* Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Im November 2022 wurde die SUSPA (Nanjing) Precision Machinery Technology Co. Ltd., Nanjing in China auf die SUSPA (Nanjing) Co. Ltd., Nanjing in China verschmolzen. Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat sich deshalb reduziert, allerdings ergeben sich keine materiellen Auswirkungen. Konsolidierungsgrundsätze: Der Konzernabschluss wird auf den Bilanzstichtag der SUSPA Holding GmbH zum 31.12.2022 aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung der konsolidierten (un)mittelbaren Tochtergesellschaften erfolgte durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten (un)mittelbaren Tochtergesellschaften. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als stille Reserven beim immateriellen und materiellen Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen aufgedeckt bzw. als Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß § 301 Abs. 3 HGB aktiviert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entstandenen Aufrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR -20) wurden erfolgswirksam eliminiert. Die Aufrechnungsdifferenzen sind ausschließlich durch die Anwendung von unterschiedlichen Währungskursen bei der Bewertung von Intercompany Forderungen / Verbindlichkeiten verursacht. Währungsumrechnung: Die Bilanzposten der Jahresabschlüsse mit Ausnahme des Eigenkapitals der konsolidierten ausländischen mittelbaren Tochterunternehmen wurden mit dem aktuellen Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wurde mit den historischen Wechselkursen bewertet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nebst dem Jahresüberschuss wurden mit dem Durchschnitt der Monatskurse für den Bezugszeitraum Januar bis Dezember 2022 umgerechnet. Im Einzelnen lagen folgende Umrechnungskurse zugrunde:
Konzernweite Vorgehensweise: Die Bewertung erfolgt einheitlich nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Für die ausländischen einbezogenen Konzerngesellschaften werden hierfür, soweit erforderlich, Handelsbilanzen II erstellt. Zur Sicherstellung einer konzerneinheitlichen Vorgehensweise für wesentliche Bilanzierungswahlrechte gilt die uneingeschränkte Anwendung der SUSPA-Bilanzierungsrichtlinie. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich. AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände: Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im notwendigen Umfang vorgenommen. Der über das Nettovermögen und den Wertansätzen des Sachanlage- und Umlaufvermögens hinausgehende Kaufpreis der SUSPA GmbH wurde in 2018 auf Basis der zu erwartenden Cashflows auf die folgenden immateriellen Vermögenspositionen aufgeteilt:
Die Nutzungsdauer ergibt sich aus der Dauer der voraussichtlichen Cashflows.
Es werden bei der SUSPA GmbH Entwicklungsleistungen bilanziert. Hinsichtlich deren Aktivierung wird zwischen der Forschungs- und Entwicklungsphase unterschieden. Hierbei wird auf die Begriffsdefinitionen des § 255 Abs. 2a HGB zurückgegriffen. Infolgedessen ergeben sich die Herstellungskosten der bilanzierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aus den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen nach § 255 Abs. 2 HGB. Der Nettobuchwert ergibt sich wie folgt:
Entwicklungsprojekte werden über eine Nutzungsdauer von 4 bis 8 Jahren linear abgeschrieben. Der Personalaufwand für Forschung, Entwicklung und Konstruktion beläuft sich in der SUSPA Holding Gruppe in 2022 auf 9.922 TEUR. Sachanlagevermögen: Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt bis zu 46 Jahre. Das übrige Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die im Regelfall zwischen 3 und 12 Jahren liegt, abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden bei den Konzerngesellschaften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Anlagegüter zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden auf einem Sammelposten pauschal über 5 Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im notwendigen Umfang vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Jahr 2022 auf TEUR 1.642 (Vorjahr TEUR 0). Das über den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellkosten hinausgehende Sachanlagevermögen wurde im Zuge der Kaufpreisallokation auf Basis der zu erwartenden Cashflows ermittelt und auf die folgenden Vermögenspositionen aufgeteilt:
Die Nutzungsdauer ergibt sich aus der Dauer der voraussichtlichen Cashflows.
Vorratsvermögen: Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren wird zu Anschaffungskosten, die nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt werden, bewertet. Reichweitenabschläge sowie Abschläge zur Berücksichtigung gesunkener Wiederbeschaffungskosten wurden in ausreichendem Maße vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, in die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen werden. Das Wahlrecht für den Einbezug der Fremdkapitalzinsen in die Bewertung wurde nicht in Anspruch genommen. Das Niederstwertprinzip wurde durch angemessene Abschläge zur Berücksichtigung geminderter Verkaufspreise sowie geminderter Verwertbarkeit beachtet. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 52 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten 353 TEUR (Vorjahr 426 TEUR), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks: Kassenbestand und Bankguthaben werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. PASSIVA Eigenkapital: Das Stammkapital beläuft sich auf 190.000,00 EUR (31.12.2021: 190.000,00 EUR). Anteilsbesitz zum 31.12.2022
Mit Kauf der Anteile der SUSPA GmbH durch die SUSPA Holding GmbH ist der Konzern zum 30.06.2018 entstanden. Dies entspricht auch dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der o.a. Gesellschaften. Pensionsrückstellungen / Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung: Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und betreffen die SUSPA GmbH. Die Bewertung wird nach der Projected Unit Credit Method (PUC) vorgenommen. Als Berechnungsgrundlage werden die Richttafeln "2018G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Anpassung der Pensionsverpflichtungen nach BilMoG erfolgt ratierlich ab 2010 über einen Zeitraum von 15 Jahren - letztmalig in 2024 - mit einer jährlichen Dotierung von 68,2 TEUR. Der Abzinsungssatz beträgt 1,79%. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen für den HGB-Abschluss ist seit 2016 anstelle des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz zu verwenden. Bei der bisherigen Regelung hätte der Abzinsungssatz bei 1,45% betragen. Die Pensionsverpflichtungen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Da die angelegten Vermögensgegenstände ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, wurden diese gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2022 mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände erfolgte zu dem am Stichtag beizulegenden Zeitwert. Die angenommenen Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen belaufen sich auf 1,75-2,00%. Die Brutto-Pensionsverpflichtungen ergeben sich wie folgt:
(Bei der bisherigen Regelung vor BilRuG wäre die Verpflichtung gemäß §253 Abs. 6 S. 3 HGB um 215 TEUR höher gewesen) Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen für Pensionen haben den folgenden Wert:
Die Netto-Pensionsverpflichtung setzt sich somit aus den folgenden Positionen zusammen:
Der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag betrifft den Wert der Aktivwerte, der die entsprechenden Pensionsverpflichtungen überschreitet. Im Zinsaufwand wurden 72 TEUR Zinserträge aus Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Steuerrückstellungen: Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren steuerlichen Risiken und resultieren im Wesentlichen aus der SUSPA GmbH, der SUSPA Holding GmbH, der SUSPA Pneumatics India Pvt. Ltd. und der SUSPA (Nanjing) Co., Ltd. Sonstige Rückstellungen: Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Folgende Sachverhalte sind dotiert [TEUR]:
1) Abdiskontierte Aufwandsschätzung bis einschließlich 2021 als ewige Rente gerechnet. Für 2022 haben wir eine Restlaufzeit von 20 Jahren mit einem Zinssatz von 1,54% gemäß §253 Abs. 2 HGB angenommen. Dadurch kam es im Jahr 2022 zu einer teilweisen ertragswirksamen Auflösung der Rückstellung in Höhe von 3.400 TEUR. Die Restlaufzeit konnte deswegen begrenzt werden, da viele Optimierungen bei der Umweltsanierungsmaßnahme durchgeführt wurden, um Effizienz und Schadstoffabbau zu steigern. Dadurch wird der Schadstoffgehalt im Boden immer weiter sinken. Innerhalb der nächsten 20 Jahre ist zu erwarten, dass das Thema der Verhältnismäßigkeit stärker in den Vordergrund rückt und behördlicherseits die Auflagen reduziert und schließlich aufgehoben werden. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsverpflichtungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Bilanzstichtages. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.
1) Davon sind 85.000 TEUR (Vorjahr: 87.342 TEUR) durch Verpfändung von Geschäftsanteilen, des Gesellschafterdarlehens, von Bankkonten sowie von Forderungen und die verbleibenden 3.378 TEUR über eine Bürgschaft der SUSPA Holding GmbH besichert (Vorjahr: 1.716 TEUR). 2) Diese bestehen in voller Höhe aus Darlehensverpflichtungen gegenüber dem Gesellschafter der SUSPA Holding GmbH. 3) Davon 1.873 TEUR (Vorjahr: 1.986 TEUR) aus abzuführenden Steuern sowie 171 TEUR (Vorjahr: 141 TEUR) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Detailaufriss Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten: Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmbaren Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern: Die passiven latenten Steuern haben die folgende Zusammensetzung [TEUR]:
Aus temporären Differenzen sind in den passiven latenten Steuern der SUSPA GmbH aktive latente Steuern in Höhe von 2.472 TEUR inkludiert. Die passiven latenten Steuern bei der SUSPA GmbH in Höhe von -3.468 TEUR ergeben sich aufgrund von Unterschieden im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen (im Wesentlichen bei Grundstücken und Gebäuden sowie selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen) oder Schulden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz. Durch die Organschaft landen diese latenten Steuern der SUSPA GmbH beim Organträger, der SUSPA Holding GmbH. Die aktiven latenten Steuern resultieren vor allem aus Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen und den sonstigen Vermögensgegenständen. Auf der direkten Ebene der SUSPA Holding GmbH wurden latente Steuern in Höhe von 207 TEUR insb. aus Finanzanlagen auf der Aktivseite gebucht. Die Ermittlung bei der SUSPA (Holding) GmbH beruht auf einem Steuersatz von rd. 28,2%. Auf Konsolidierungsbuchungen wurde ein Konzernsteuersatz bei der SUSPA GmbH in Höhe von 23,4% angewandt. Die latenten Steuerrückstellungen auf Ebene des SUSPA Holding GmbH Konzerns sind aufgrund der Kaufpreisallokation entstanden. Veränderungen der passiven latenten Steuern vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 [TEUR]:
Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse: Nach geographischen Märkten teilen sich die Umsätze wie folgt auf:
Nach Marktsegmenten teilen sich die Umsätze wie folgt auf:
Aktivierte Eigenleistungen: Die aktivierten Eigenleistungen stammen im Wesentlichen aus der SUSPA GmbH und setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge: In dieser Position sind periodenfremde Erträge i. H. v. 3.643 TEUR enthalten und betreffen insb. die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 3.539 TEUR, die Ausbuchung von Verbindlichkeiten i. H. v. 62 TEUR und die Auflösung von Einzelwertberichtigungen doch noch werthaltiger Forderungen i. H. v. 22 TEUR. Hierbei beinhalten die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Wesentlichen die Auflösung der Umweltrückstellung. Aufwendungen und Erträge aus Währungskursen: In der Ergebnisrechnung sind die folgenden Effekte aus Währungsumrechnung enthalten. Die Angaben beziehen sich nur auf die SUSPA GmbH, da mit Ausnahme der chinesischen und tschechischen Tochtergesellschaften alle Transaktionen in lokaler Währung abgerechnet wurden.
Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung:
Zinsaufwand: In dem Zinsaufwand sind -46 TEUR aus Aufzinsungen von Rückstellungen und Vermögensgegenständen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag: Der Steueraufwand, inklusive Aufwand für Quellensteuern, setzt sich wie folgt zusammen (in TEUR):
Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens komplett vorzutragen. SONSTIGE ANGABEN Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten: Nach Funktion:
Nach Standort:
Derivative Finanzinstrumente: Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bestehen auf Ebene der SUSPA Holding GmbH folgende Zinsderivate für variabel verzinsliche Darlehen:
Das Wahlrecht nach § 254 HGB wird hier wahrgenommen, indem Bewertungseinheiten aus Grund- und Sicherungsgeschäft gebildet werden. Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft werden somit nicht in der Bilanz erfasst ("Einfrierungsmethode"). Eine Rückstellung ist nicht dotiert, da die Derivate die Bedingungen eines Mikro-Hedges erfüllen und somit eine vollständige Absicherung vorliegt. Die Marktwerte wurden durch die jeweilige Bank im Rahmen der Bankbestätigung mitgeteilt. Im Rahmen der Ermittlung der Marktwerte unterstellt die Bank branchenübliche Annahmen bezüglich relevanter Marktkonditionen, die am Bilanzstichtag vorherrschten. Die Grundgeschäfte werden in Höhe der Sicherungsgeschäfte in die Bewertungseinheiten einbezogen. Im Berichtsjahr ergaben sich keine wesentlichen Ineffektivitäten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Off Balance):
Die Bestellobligos liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Geschäfte mit nahestehenden Personen: Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen i. H. v. 42.105 TEUR aus Darlehen und i. H. v. 42 TEUR aus sonstigen Leistungen. Für das Darlehen sind 1.260 TEUR Zinsen angefallen. Außerbilanzielle Geschäfte: Factoring kommt zur bedarfsgerechten Finanzierung der ausstehenden Forderungen zum Einsatz. Leasing wird primär zur Abfederung von Spitzen bei Anlageninvestitionen verwendet. Die Bilanzierung erfolgt nach den steuerlichen Vorschriften des Leasingerlasses vom 19.04.1971. Risiken werden durch entsprechende Versicherungsverträge minimiert. Abschlussprüferhonorar: Gegenüber der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fällt für 2022 der folgende Honoraraufwand an:
Geschäftsführer:
Die Vergütung der Geschäftsführer beträgt TEUR 1.086. Für frühere Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer auf Ebene der SUSPA GmbH beträgt die Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag nach BilMoG 4.070 TEUR (Vorjahr 4.191 TEUR). Diese Verpflichtung ist in Höhe von 3.989 TEUR (Vorjahr 4.074 TEUR) dotiert. Die laufend bezahlten Renten belaufen sich 2022 auf 318 TEUR (Vorjahr 306 TEUR). Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Ereignisse ergeben.
Altdorf b. Nürnberg, den 10. Mai 2023 Pascal Vanhalst, Geschäftsführer Oliver Gold, Geschäftsführer Oğuz Tekin, Geschäftsführer Ender Erat, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung
1 beinhaltet sonstige Steuern "Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus der Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" zuzüglich Zahlungsmitteläquivalente, die als kurzfristige Liquiditätsreserve gehalten werden, in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) abzüglich der Inanspruchnahme der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten (KK-Linien) in Höhe von TEUR 3.378 (i. Vj. TEUR 2.342)." Konzerneigenkapitalspiegel
Ergänzende Angaben zum erwirtschafteten Konzerneigenkapital: a) Das ausschüttungsfähige Eigenkapital der SUSPA Holding GmbH zum 31.12.2022 beträgt: TEUR 240.076 b) Die gesetzliche Ausschüttungssperre der SUSPA Holding GmbH zum 31.12.2022 beträgt: TEUR 0 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SUSPA Holding GmbH, Altdorf b. Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der SUSPA Holding GmbH, Altdorf b. Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SUSPA Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 11. Mai 2023 KPMG
AG
Koeplin, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer |
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